Mensch, KI!
Jede Woche bringen wir einen neuen Experten und ein spannendes Thema auf den Tisch.
'Mensch, KI!' ist nicht nur ein Podcast, sondern eine Live-Talkreihe auf LinkedIn, in der wir die Welt der Künstlichen Intelligenz beleuchten. Wir sprechen über den alltäglichen Einfluss von KI, ethische Fragen und die Möglichkeiten, die diese Technologie bietet. Unsere Gespräche sind offen und direkt, bieten Raum für Begeisterung und kritische Reflexion.
Ihr seid herzlich eingeladen, live auf LinkedIn dabei zu sein und aktiv mitzudiskutieren. Nehmt an unseren Gesprächen teil, stellt Fragen und teilt eure Sichtweisen. So könnt ihr direkt die Diskussion mitgestalten und neue Einsichten gewinnen. Schaltet ein, um zu erfahren, wie KI unsere Welt verändert.
Mensch, KI!
#51 "Wenn die KI weiß, wie dein Unternehmen funktioniert" mit Mike Emenako
Gast: Mike Emenako, Geschäftsführer mib Management Institut Bochum GmbH
In dieser Episode diskutieren Manuela Ruppert und Mike Emenako den Einsatz von KI in der Prozessdokumentation und Zertifizierung.
Hauptthemen:
- KI-gestützte Zertifizierung
- Erste ISO 9001 Zertifizierung in Deutschland mit 100% KI-erstellter Dokumentation
- Zeitrahmen: 10 Wochen von der Idee zum Zertifikat
- Unternehmensaufwand: Eine Woche Arbeit
- Prozess der KI-gestützten Dokumentation
- Kontextsammlung über das Unternehmen
- Nutzung von Musterprozessen und Bibliotheken
- Anpassung durch Unternehmensfeedback und Reflexion
- Mensch-KI-Zusammenarbeit
- KI liefert Grundlagen, menschliches Fachwissen bleibt unverzichtbar
- Iterativer Prozess der Verfeinerung und Anpassung
- Vorteile der KI-Nutzung
- Effizienzsteigerung bei der Prozessdokumentation
- Aufdecken von bisher nicht explizit besprochenen Prozessen
- Potenzial für kleinere Unternehmen, Zugang zu Zertifizierungen zu erleichtern
- Zukunftsperspektiven
- Mögliche Veränderungen in der Art der Dokumentation (weniger schriftlich, mehr audiovisuell)
- Bedeutung von Prozessprüfung und -validierung bleibt bestehen
Wichtige Zitate:
Mike Emenako: "Auf einmal kommt der Punkt, da weiß die KI einfach mehr als du. Weil sie es einfach besser vernetzen kann, diese Informationen. Und das ist Magie."
"Ich möchte einfach alle ermutigen, es selber so zu gucken in ihren Bereichen, wie man KI sinnvoll einsetzen kann. [...] Man braucht halt diese Neugierde, dann auch mit der KI mal zu testen, was so funktioniert, was so geht."
Zusätzliche Diskussionspunkte:
- Herausforderungen bei speziellen Branchen wie Medizintechnik, Pharma und Lebensmittelindustrie
- Bedeutung von Prozessoptimierung während der Dokumentationserstellung
- Mögliche zukünftige Entwicklungen in der Kommunikation und Dokumentation (Trend zur Sprachsteuerung)
Fazit: KI bietet großes Potenzial zur Effizienzsteigerung in der Prozessdokumentation und Zertifizierung. Dabei bleibt die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine entscheidend für optimale Ergebnisse. Unternehmen aller Größen können von diesen Entwicklungen profitieren, sollten aber branchenspezifische Anforderungen berücksichtigen.
Weiterführende Links:
- https://www.mi-bochum.de/
- Mike Emenako auf LinkedIn
Jeden Dienstag um 09:00 Uhr entsteht eine neue Folge von "Mensch, KI" live auf LinkedIn.
Im Dialog mit einer breiten Palette von Gästen beleuchten wir das "moderne Duo" Mensch und KI. Wir betrachten sowohl die Perspektive derer, die KI nutzen, als auch die der Experten, die sie schaffen. Gemeinsam sprechen wir über Nutzen, Ethik, Begeisterung und Sorgen im Kontext der KI.
Wenn Ihr dabei sein möchtet, findet Ihr mich hier auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/manuela-ruppert
Besucht mich auch gerne auf meiner Website: https://manuela-ruppert.de/
Meine "KI Maestra" ist eine exklusive KI-Masterclass für Frauen, die regelmäßig stattfindet. Wenn du auch sicher im Umgang mit generativer KI werden möchtest, melde dich gerne bei mir per Mail: kontakt@manuela-ruppert.de.
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Mensch, KI! #51 „Wenn KI weiß, wie dein Unternehmen funktioniert“
Gast: Mike Emenako
Mitdiskutierende: Karl Kotté und Alexander Ratz
Ja, guten Morgen und herzlich willkommen bei Mensch.KI. Wenn die KI weiß, wie dein Unternehmen funktioniert. Ja, wenn wir das hören oder lesen, gibt es ganz unterschiedliche Reaktionen. Ich habe die Tage mal so ein bisschen in meinem Bekanntenkreis herumgefragt und die einen sagen "Wow, wie cool, dann wäre eine ganze Menge an Problemen gelöst" und die anderen sagen "Das ist aber schon unheimlich". Ich versuche das mal so ein bisschen aufzutröseln und vielleicht findet ihr euch in dem ein oder anderen auch wieder. Zunächst mal Wissen, Daten, Erfahrung sind ein riesiges Asset für ein Unternehmen. Egal ob es ein produzierendes Unternehmen ist oder eine Beratung, und klassischerweise merken wir immer dann, dass Wissen fehlt und wie wichtig es ist, wenn es auf einmal nicht mehr da ist. Und das ist bestimmt allen von uns schon mal passiert. Es fällt jemand aus, weil er krank ist oder einfach nur in den Urlaub gegangen ist oder vielleicht auch in den Ruhestand. Es kann aber auch passieren, dass Daten auf einmal verloren sind und nicht, wie mir passiert, mit entsprechenden Backup gesichert sind. Und wir merken es auch immer, wenn neue Mitarbeiter zum Beispiel an Bord kommen, die eingearbeitet werden müssen, was immer sehr lästig ist und Zeit erfordert. Es wird auch deutlich, und das habe ich auch erlebt, wenn das Ergebnis einer Produktion nicht das gewünschte ist, obwohl die Prozesse beschrieben sind. Der Mitarbeiter, der seine Maschine ganz genau kennt und weiß, was es bedeutet, wenn sie hier ein bisschen lauter ist und da ein bisschen ruckelt und das gewisse Feintuning macht, wir mussten einmal einen aus dem Ruhestand zurückholen, weil wir das Produkt nicht hinbekommen haben. Der beschriebene Prozess war also nicht optimal. All das habe ich erlebt und ich glaube, ihr kennt auch die eine oder andere Situation aus eurem eigenen Leben. Ich habe aber auch erfahren, dass die Dokumentation von Prozessen bei wachsender Firmengröße einfach immer wichtiger wird und dass es anstrengend ist. Es ist etwas, worunter ich oft gelitten habe, da es so viel Silowissen gibt und es schwer ist, einen gesamtheitlichen Blick auf Aspekte und das große Ganze zu bekommen. Und selbst wenn Prozesse beschrieben sind, sind sie sehr zielgruppenspezifisch. Beschreibt Controlling-Prozesse und Marketing-Marketing-Prozesse und wir verbringen enorm viel Zeit in Abstimmungsprozessen und Gesprächen, wo gerne auch eigene Interessen vertreten und durchgesetzt werden wollen. Es wird nicht zusammengebracht. Wissen ist Macht und wird deshalb manchmal auch gar nicht so gerne geteilt. Beim Mensch KI ist das anders und deshalb freue ich mich sehr, dass Maik Eminake heute bei uns zu Gast ist. Ich schätze Maik sehr, sowohl persönlich als auch in all dem, was er in seiner Profession tut und es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich ihn überzeugt habe, dass er hier zu Gast sein sollte. Maik ist mit seinem Unternehmen, dem Management Institut Bochum, sehr erfolgreich und innovativ. Ich kenne kaum jemanden, der Dinge so umsetzt, auch gerade im Rahmen von KI und er sagte mal, wir können es einfach. Das kann Maik auch bescheiden sagen. Lieber Maik, herzlich willkommen bei Mensch KI. Ich freue mich riesig, dass du endlich bei mir bist und jetzt verrate doch mal, was du und was dein Unternehmen macht und was ihr könnt. Ja, erstmal einen schönen guten Morgen an alle. Schönen guten Morgen Manuela. Danke, dass ich hier sein kann. Ich bewundere ja dieses Format Mensch KI mit all den Leuten, die du schon hier hattest und ich habe immer gedacht, ich habe eigentlich gar nichts zu sagen, deswegen lohnt es sich gar nicht hier zu sein und vielleicht hat sich das doch ein bisschen geändert, weil wir, ja, wir sind eine feine Zufall möglicherweise. Also wir sind seit, mit dem Management Institut Bochum, seit 21 Jahren und ich selber jetzt seit 31 Jahren. Wir machen Zertifikate, also wir machen keine Zertifikate, sondern es ist so, ich meine, das ist etwas so abseits desjenigen, was man so im Alltäglichen sieht. Also hinter den Szenen gibt es ganz viele Regularien und Zertifikate, Dinge, die Unternehmen oder Organisationen erfüllen müssen, um überhaupt mitspielen zu dürfen und das sind in aller Regel Zertifikate und ja, ich weiß wie das geht. Und so einfach ist das eigentlich. Und das machen wir halt sehr, sehr, ich glaube, innovativ, ja. Wir haben da vor knapp 15 Jahren eine Methode entwickelt, wie wir solche Kriterien und Fragen und Themen, die an Organisationen gestellt werden, wie man die möglichst effektiv halt beantworten kann, indem wir Prozesse sinnvoll beschreiben. Ja, und mit der KIA-TAT hat das eine neue Nuance bekommen, weil wir dann plötzlich festgestellt haben, im Prinzip, wenn das richtig gemacht ist, dann hat man so viel Wissen über die Organisation, das ist einfach unvorstellbar. Das habe ich lange ausgeholt, aber das ist das, was wir tun, Manuela. Du darfst lange ausholen, weil du hast ja heute die Hauptredezeit. Du sagst, ihr macht Zertifikate. Was braucht es in der Regel, jetzt mal übergreifend, egal welches Zertifikat das ist, um ein Zertifikat zu bekommen? Was ist die Basis? Ein Wort wäre Prozess. Aber dahinter steckt, du musst wissen, wie die Organisation funktioniert und du musst diese Dinge festgelegt haben, also gewisse Regeln etabliert haben in der Organisation. Und je nachdem, welches Zertifikat, sind die Regeln, die du befolgen darfst, einfach unterschiedlich. Wenn gleich, wie gesagt, die folgen eigentlich so ziemlich immer demselben Schema, aber es gibt dann halt Ausdrehungen. Du brauchst halt vernünftige Prozesse, wo du darlegst, wie die Dinge in deinem Unternehmen oder deiner Organisation funktionieren. Und wozu muss ich das beschreiben? Es sind ja halt immer Prüfungen, also wie man es aus dem ganz normalen Leben kennt. Es gibt einen Kriterienkatalog, du gibst schriftlich was ab, das wird geprüft und man macht dann noch, im übertragenen Sinn, gibt es dann neben der schriftlichen Prüfung eine mögliche Prüfung, die dann vor Ort in den Organisationen stattfindet. Und dann guckt man, ob dieses Beschriebene auch wirklich gelebt wird in den Organisationen. Also ob wir die Dinge so tun, wie wir sagen, dass wir sie tun. Und das ist so die Grundlage dieser Zertifikate. Okay, ja, verstehe. Du hattest eingangs auch gesagt, dass diese Beschreibungen und diese Zertifikate dir oftmals erst ermöglichen, am Markt teilzunehmen. Das ist richtig, ne? Richtig, ja. Und wenn du das jetzt mal vergleichst, du machst das ja schon ziemlich lange, wie wurden früher Prozesse beschrieben und wie machst du das heute? Heute machen wir das überwiegend mit KI. Wir hatten vor, ich glaube jetzt, also ich sag mal im Juni diesen Jahres, hatten wir die Gelegenheit, eine Zertifizierung zu erreichen. Und wir haben gesagt, es war wie so eine Challenge. Wir haben gesagt, das machen wir, aber nur mit 100% KI. Und ab da begann die Reise eigentlich. Wir hatten irgendwie eine Vorstellung, was man da machen kann. Ich meine, das sind ja keine großartigen Dinge, dass man halt ein Telefon auf den Tisch legt und dann das gesprochene Wort sich dann hinterher transkribieren lässt. Das sind Dinge, die sind bekannt. Das kann man mit KI alles machen. Aber das irgendwie so gesamtheitlich hinzubekommen, zu sagen, wir etablieren jetzt mal alle Prozesse über KI, lassen uns da Dinge erstellen, das war eine Herausforderung, bei der wir viel gelernt haben, darf ich sagen. Das glaube ich, ich meine, das ist natürlich, ich kenne ja auch die Firma, mit der du das gemacht hast. Es ist natürlich auch eine riesen Geschichte, ein riesen, riesen Fortschritt und es verändert ja alles. Denn ihr habt das ja auch in einer Rekordzeit gemacht. Ja, das gehörte auch sozusagen zur Challenge, wenn ich das so sagen darf. Also man darf, ja, es stimmt, also wenn man jetzt mal rein die Fakten betrachtet, Zertifizierung für ein kleines Unternehmen, welches, also jetzt nicht eine One-Man oder eine Solopreneur, sondern wirklich ein kleines Unternehmen, innerhalb von zehn Wochen von der Idee bis zum Zertifikat, wobei das nicht ganz richtig war, das Zertifikat muss noch posthaltisch zugestellt werden, aber grundsätzlich in zehn Wochen mit einem Aufwand, der, also eine Woche Arbeit, eine Woche Arbeit, inhaltlich für den Unternehmer, also für das gesamte Unternehmen. Und das mit einem Ergebnis, wo dann der Prüfer sagte, das ist super praxisorientiert und einfach eine sehr gute Darstellung der Organisation. Also das ist so ein kleiner Ritterschlag. Und das war schon auch neu, aber ich möchte da an der Stelle einfach noch sagen, das ist jetzt nicht das Role Model, also das Beispielgebnis für alle Organisationen. Aber alle Projekte, alle Kunden profitieren aktuell davon, dass wir den Aufwand mit KI, indem wir die Möglichkeiten, die die KI uns bietet, Prozesse zu etablieren, einzusprechen, zu überarbeiten, da profitieren alle von. Und die Einsparungen sind einfach gigantisch. Plus den Nutzen. Wir haben ja noch nicht über den Nutzen dann gesprochen. Das war eine ISO 9001 Zertifizierung, für die, die es genauer wissen wollen. Mike, jetzt nimm uns doch einfach mal mit, wie so ein einzelner Prozess, ganz exemplarisch, pickt dir einfach mal einen schönen Prozess raus, wie ihr da vorgegangen seid. Also zunächst, wenn man mit KI arbeitet, dann lernt man schnell, man darf der KI als erstes Kontext mitgeben. Und das war so der erste Schritt, dass wir Kontext gesammelt haben. Ich meine, man kann über das Unternehmen im Internet alles sammeln, sich ein Dusket zusammenstellen. Wir haben befragt, wie ist so das Marktumfeld, was machen Wettbewerber, wie sieht das Business aus und haben dann so einen Kontext erst mal geschaffen, der so Basis war für alles, was wir dann weiter erarbeitet haben. Und wenn du jetzt dann zum Beispiel nimmst einen Prozess, wie kaufen wir eigentlich Dienstleistungen ein, dann betrachtet das, ich sag mal, das ist ein relativ simpler Prozess, der ähnlich in den meisten Unternehmen funktioniert. Also das kannst du dir generieren lassen von der KI, wenn du das möchtest, oder so wie wir das haben. Wir haben natürlich Bibliotheken mit Musterprozessen, was gut funktioniert für unterschiedliche Arten von Organisationen. Das haben wir dann dem Unternehmen an die Hand gegeben oder mit der KI verarbeitet, um dann einen unternehmenspezifischen Kontext da zu schaffen. Und dann hatte der Unternehmer eigentlich die Aufgabe, sich das zu reflektieren, so nenne ich das, das zu reflektieren und seine Sicht der Dinge dort einzusprechen. Das Ganze dann wird zusammengeführt und daraus entstand dann so eine kleine Schleife, dass wir die Dinge dann verbessert haben. Also ihr habt praktisch die KI trainiert mit dem Wissen über das Unternehmen, habt einen Musterprozess genommen und der KI gesagt, jetzt passt das mal mit dem, was das Unternehmen dir auch noch an Input gibt und was du über das Unternehmen weißt, passt das jetzt mal irgendwie zusammen in einen Prozess. Ist das der Weg? Richtig, ja. Ja, okay, spannend. Und da sind die Ergebnisse vermutlich ziemlich gut schon beim ersten Wurf, oder? Genau, die Ergebnisse beim ersten Wurf sind wirklich gut. Aber dann, weißt du, was wir gelernt haben zum Beispiel, wir hatten so die Vorstellung, du gibst vorne irgendwie eine Information ein und dann lässt du eine Automation durchlaufen und dann erstellt sich das alles von alleine. Und das ist absurd. Und wir haben festgestellt, und das ist auch gut so, ohne das Wissen, ohne das Fachwissen geht es einfach nicht. Und das ist dann halt so auch unsere Rolle, also die Menschrolle mit KI. Erst wenn wir zusammenarbeiten und der Mensch die Ergebnisse an gewissen Stellen kontrolliert und nochmal eine andere Richtung gibt, erst dann kann wirklich Magie entstehen. Und das ist tatsächlich dann hinterher auch entstanden, weil ich sag mal, im ersten Wurf würde ich jetzt mal sagen, komm, ich werfe einfach eine Zahl in den Raum, ich sag mal 80 Prozent war es möglicherweise. Aber dann in der Verfeinerung, da gab es dann ein, zwei Schleifen, in der Verfeinerung der Information und es kam ja dann immer mehr rein an unterschiedlichen Informationen zu unterschiedlichen Prozessen. Es wurden Dinge identifiziert, die dem Unternehmen wichtig sind, die noch nie irgendwie besprochen waren, das waren Dinge, die dann auch noch reinkamen. Und so entstand ein immer feineres Bild und da war dann wirklich auch die Expertise notwendig zu sagen, okay, das sind relevante Informationen, das sind jetzt redundante Informationen. Also wir haben das dann auch nochmal verfeinert, ausgenommen. Und auf einmal kam so ein Punkt, wo tatsächlich alles anders war. Weil auf einmal konntest du nicht nur Informationen reingeben oder erstellen, sondern auf einmal konntest du Prozesse dir auswerfen lassen, die nie besprochen wurden, aber tatsächlich zu 100 Prozent oder meinetwegen zu 99 Prozent genau die Unternehmensrealität spüren. Und wo ich dann so lapidar gerne sag, so auf einmal kommt der Punkt, da weiß die KI einfach mehr als du. Weil sie es einfach besser vernetzen können, diese Informationen. Und das ist Magie. Das ist echt Magie. Ich stelle mir das gerade vor. Das ist wirklich unglaublich. Der ganze Prozess, durch den du durchgehst, wenn du mit deinem Unternehmen eine Zertifizierung machst und deine Prozesse beschreibst, ist ja natürlich auch ein Prozess, in dem reflektiert wird, in dem angepasst wird, in dem verbessert wird. Und Prozesse, die haben wir alle in jedem Unternehmen, die nicht ganz einwandfrei laufen oder bei denen wir gedacht haben, da müssen wir mal dran. Das ist ja dann der Moment, an dem du auch an diesen Prozessen arbeitest. Das heißt, das ist ja dann so ein Beispiel, wenn die KI auf einmal etwas auswirft, was du selber vielleicht gar noch nicht beschrieben hast, dass du da in den Optimierungsprozess auch reingehst, oder? Absolut. Und wir sind in einer Branche tätig, wo auch sehr stark kritisiert wird, die immer steigenden bürokratischen und regulatorischen Anforderungen. Also das, was Unternehmen nachweisen müssen und tun müssen. Es gab vor kurzem einen ganz tollen Beitrag hier auf LinkedIn von Dr. Benedikt Sommerhoff. Und da ging es darum, dass es manchmal Dinge gibt, da wird aus Zweck, also das Ziel auf einmal oder aus Ziert der Zweck und Bürokratie verselbstständigt sich. Das ist so die Branche, in der wir tätig sind. Wenn wir jetzt die Möglichkeit haben, uns, also die KI, diese Themen zu beantworten und wir als Menschen wirklich auf das einwirken können, was wir gut können, was wir beeinflussen können, wo wir, also in meiner Branche dann, wo wir wirklich Qualität managen können, hat es einen super Gewinn. Also ein super Gewinn. Maik, was machst du jetzt mit diesem Wissen, mit dieser Erfahrung und was bedeutet das für Unternehmen, die bisher vielleicht den Schritt nicht gewagt haben, die Angst hatten vor diesem großen Wort Zertifizierung. Es ist ja nicht immer notwendig, es verschafft manchen aber nur einen Vorteil, weil sie damit andere Dienstleistungen noch anbieten können oder einfach auf dem Markt als kompetente Firma anerkannt werden. Was bedeutet das jetzt? Was ist jetzt so eine Message, die du vielleicht auch kleineren Unternehmen geben würdest? Gerade für kleine Unternehmen, finde ich, ist das sehr spannend, weil auf einmal habe ich halt die Möglichkeit, mir auch gewisse Zertifikate zu erholen sozusagen und kann dann auch in anderen Bereichen mitspielen, wo vielleicht vorher der Zugang verwehrt war. Aber das bezieht sich jetzt nicht nur auf Qualität. Wir haben gerade ein Projekt, auch ein bundesweites Projekt, ein öffentliches Projekt, wo es darum geht, im Bereich der Nachhaltigkeit gewisse, ich nenne sie mal Zertifikate, wenn gleiches eher Nachweise sind, zu erlangen und auch da ähnliche Vorgehensweisen. Die Prozesse mit KI eröffnen einfach ganz andere Möglichkeiten für Organisationen. Der Aufwand ist absolut überschaubar. Ich habe jetzt, natürlich für mich, ich bin jetzt Einzelunternehmerin und ich habe aber sehr, sehr viel Erfahrung in Prozessen und auch in Zulassungen und Prozessbeschreibungen und Qualitätssicherung. Also das ist etwas, was du in der Pharmabranche, in der ich ja gearbeitet habe, da kommst du gar nicht drum rum. Da ist ja alles beschrieben und alles nicht nur qualifiziert, sondern auch validiert. Ich beschreibe für mich sehr viel selbst, um mir einfach auch, um einfach auch in diesen Reflexionsprozess zu gehen, wie möchte ich, dass gewisse Abläufe bei mir funktionieren und wie kann ich sie optimieren. Also das ist einfach etwas, was ich gerne für mich mache und auch aufschreibe. Und ich nutze dazu auch gerne KI, natürlich. Hab das für mich natürlich auch, dürfte dich nicht überraschen. Ich nutze aber auch Tools, die zum Beispiel, ich mache ja auch Coachings, die zum Beispiel meinen Bildschirm aufnehmen und meine Bewegung, die ich auf dem Bildschirm mache, um gewisse Dinge zu bedienen. Ich erinnere mich noch an Zeiten, da habe ich SAP Anleitungen geschrieben, sehr sehr lange her, also 25 Jahre her und habe mit Screenshots gearbeitet und habe Stunden über Stunden damit verbracht. Heute würde ich einfach den Bildschirm mitlaufen lassen und das Ganze aufnehmen und dazu etwas sprechen. Es ist also so einfach inzwischen mit KI-Tools das Ganze zu beschreiben, wie nie zuvor. Trotzdem machen es viele nicht. Woran liegt das? Weil sie es nicht wissen oder weil sie immer noch Angst davor haben? Ich finde das super, was du ansprichst. Der wirklich praktische Nutzen ist ja, und das kennen ja sicherlich die allermeisten, es gibt gewisse Dinge, da fragt man sich ständig, ja wie habe ich das denn gemacht? Und das aufzuschreiben war vorher einfach eine Herausforderung. Und die Möglichkeiten, die wir heute haben, sind halt einfach. Vielleicht ist das auch noch nicht, ich meine wir entwickeln uns ja gerade auch gesellschaftlich in Richtung der Nutzung der künstlichen Intelligenz. Also es ist ja ganz spannend, welche Zahlen man da hört. Ich persönlich bin der Meinung, dass die am wenigsten beachtete Innovation unserer Zeit gerade die Fähigkeit oder die Möglichkeit, dass wir mit unserem Handy, mit unserem Rechner sprechen können. Und wir sprechen mit denen, wir können ganz einfach das Handy irgendwo hinlegen oder mitnehmen und einfach sagen, so läuft das, so und so funktionieren die Dinge. Und das eröffnet ganz, ganz andere Möglichkeiten. Wenn ich das dann noch, ich sag mal mit der KI-Kompetenz dahinter ist, sage, okay, lass mir daraus gewisse Arbeitsanweisungen oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellen oder was auch immer. In einer rahmenden Geschwindigkeit, die einfach nicht möglich war vorher. Ja, ich glaube einfach, wir werden uns entwickeln. Wir werden uns entwickeln in diese Richtung. Man spricht ja manchmal von dieser KI-Bubble oder KI-Blase. Das ist natürlich auch irgendwie Quatsch. Aber aus meiner Sicht, Entschuldigung, wenn ich das jetzt so sage, aber es ist halt wie immer eine Frage der Zeit. Also es hat auch nicht jeder am ersten Tag ein iPhone oder ein Smartphone. Und heute hat jeder so ein Ding. Ja, das stimmt. Ich habe gestern geschaut, was Apple an Innovationen hat. Es ist wie immer spannend, wie sie Marketing gestalten. Also es ist schon enorm. Aber du sagst etwas ganz Wichtiges. Unser Handy, unser Smartphone kann das alles aufnehmen und kann das verarbeiten, wenn ich die KI dahinter entsprechend trainiert habe. Jetzt kommen wir ja in die nächste Entwicklungsstufe, möchte ich es mal nennen, dass wir KI ganz stark auch schon in unserem Handy integriert haben werden, sobald die Behörden sich darauf geeinigt haben, wie das in der EU vonstattengehen kann. Es wird kommen. Es ist eine Frage der Zeit. Brauche ich dann überhaupt noch diese ganzen Beschreibungen, weil die KI weiß ja dann sowieso alles. Die Frage ist, ob wir das wirklich noch auf Papier brauchen oder als irgendwelche vorgefertigten Beschreibungen. Was wir brauchen, ist das Wissen. Ohne das Wissen kommen wir nicht klar. Und ob das jetzt gefüttert wird in Form von Datensprache oder wie auch immer in eine KI. Ich glaube, wir brauchen keine Dokumente als solches mehr, wie das vielleicht früher war. In gewissen Bereichen wird man die noch als Nachweis sicherlich auswerfen müssen. Aber alles andere, ich weiß es nicht. Eine interessante Frage. Ja, spannend. Ich glaube, ich habe jetzt ein bisschen nachgedacht, während du gesprochen hast. Also nur ein bisschen. Aber wenn es darum geht, dass ich qualifizierte Prozesse brauche, dann muss ich sie immer noch dokumentieren. Wenn ich ein Arzneimittel herstelle oder wenn ich ein Lebensmittel herstelle oder was auch immer, das einer gewissen Kontrolle unterliegt, dann reicht es ja nicht nur, den Prozess zu beschreiben, sondern es muss auch ein guter Prozess sein. Das heißt, ich muss diesen Prozess geprüft haben. Ich muss ihn auf Robustheit gechallenged haben. Da steckt ja noch ein bisschen mehr dahinter, als einfach nur das aufzunehmen, wie es gemacht wird. Also ich glaube, es wird beides geben. Immer noch diese Dokumentation, in welcher Form auch immer, da hast du recht. Die Frage ist, wie viel wird es noch schriftlich geben in Zukunft? Wir wissen es einfach nicht. In China müssen die Kinder, glaube ich, gar nicht mehr so richtig schreiben lernen, weil alles nur noch mündlich passiert. Ist das China oder ist es ein anderes Land? Irgendwo in Asien ist die Rechtschreibung nicht mehr wichtig, weil vor allem mit der Sprache kommuniziert wird. Es ist eine ganz, ganz interessante Entwicklung und ich habe keine Ahnung, wo die hingehen wird. Ich weiß nur, dass ich inzwischen mehr mit meinem Computer spreche, als dass ich schreibe. Ich schreibe kaum noch. Ich weiß nicht, wie ist das denn bei euch, die ihr zuhört? Melden sich doch erst mal mit irgendeinem Emoji alle, die vor allem noch schreiben. Das interessiert mich jetzt mal. Ja, es ist ungefähr die Hälfte. Und jetzt noch mal bewusst die, die vor allem mit ihren Geräten sprechen. Vielleicht mit dem Herzchen. Renate, ja. Adrian. Manuel kommt auf die Bühne. Ich weiß nicht, ob ihr jetzt wirklich auf die Bühne wollt oder nur eine Wortmeldung habt. Ich hole euch mal auf die Bühne. Manuel, hallo, willkommen. Ja, hallo. Eigentlich wollte ich nur eine Wortmeldung machen, aber ich sage trotzdem hallo. Wie ist das bei Karl und bei Hakan? Wolltet ihr nur ein Emoji loslassen oder habt ihr eine Frage? Also von meiner Seite, ich habe eine Frage. Ja, super. Ja, mein Name ist Karl Coté. Ich bin seit 20 Jahren im Zertifizierungsgeschäft für Medizinprodukte und zertifiziere bzw. auditiere in der Vergangenheit Qualitätsmanagementsysteme. Jetzt ist ja in jedem Unternehmen sind die Prozesse ein wenig anders, auch wenn die Vorgaben die gleichen sind und letztendlich in den Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen etc. die Anforderungen erfüllt sein müssen. Jetzt habe ich mal eine Frage inwieweit kann eine KI inzwischen Verknüpfung zwischen Prozessen optimieren? Ich glaube nach wie vor nicht. Das, was ich jetzt verstehe, ist man hat im Endeffekt ein, ich nenne es jetzt mal Prozessgerüst, in das man dann die Informationen der Unternehmen eingegeben hat über Diktierfunktion, Transkription etc. Ist das richtig? Ja. Also das heißt im Endeffekt, man stülpt nach wie vor dem Unternehmen ein Prozessgerüst über, das man dann im Endeffekt mit den Informationen des Unternehmers oder der Mitarbeitenden dann ausfüllt. Das ist immer noch nicht so weit, dass man sagt, okay, jetzt haben wir hier die und die gesetzlichen Parameter, entwickeln wir mal daraus einen Prozess. So weit sind wir bei weit noch nicht. Doch, das ist tatsächlich so, also ich meine die Medizintechnik ist ein spezieller Punkt. Wir sind da auch stark unterwegs und das ist so, dass da wie in der Lebensmittelindustrie oder in der Pharmaindustrie einfach die Tiefe des Nachweises ist einfach viel größer. Das ist irgendwie klar. Als Verkaufer möchte ich gerne wissen und wirklich nachvollziehbar wissen, wie ist meine Leberwurst hergestellt worden oder was hat sie. Und deswegen darf man da nochmal eine ganz andere Betrachtung mit berücksichtigen. Was machbar ist, ist das ohne weiteres, also das ist kein Überstülpen, weil du kannst ohne weiteres aus den normativen Anforderungen, das machen wir auch, relevante Prozesse ableiten. Aber ich möchte das mal an einem Beispiel festmachen, wieso es dann auch nochmal ein Zusammenführen von Unternehmensinformationen mit generischen Informationen bedarf. In dieser Art und Weise betreuen wir einen großen Logistikdienstleister. Ich sage jetzt mal, den jeder von Ihnen kennt oder von euch kennt. Und auf Basis von gewissen Analysen gab es da einen Prozess, der hieß Auftragsbearbeitung. Und das Feedback der Organisation ist dabei aber eine andere gewesen. Der Prozess heißt bei denen Customer Happiness. Und das ist jetzt nur ein plakatives Beispiel, aber das sind so Nuancen, wo es dann halt wirklich von der Art und Weise, wie Mensch und KI interagieren, dann schon auch herausfordernder wird. Wo man genau gucken muss, was ist, wie unterstützt man das KI-Generierte durch das tiefe Fachwissen, was man auch hat, oder durch das tiefe Unternehmenswissen, was da ist. Und das ist, also es geht nur mit den beiden. Und wie gesagt, Medizintechnik, Pharma, Lebensmittel, das sind so Bereiche, die schon nochmal spezialisierte Anforderungen erfüllen müssen, gerade was die Dokumentation angeht im Nachgang. Und dafür eignen sich, also heutzutage nutzt man dafür moderne Dokumentationssysteme. Ja, Punkt. Okay, soweit erstmal vielen Dank. Sehr gerne. Komm gerne auf mich zu. Und dann können wir gerne nochmal in Detail darüber sprechen. Ja, danke. Alexander, du hast auch eine Frage. Ja, hallo meine Lieben. Hallo, liebe Gäste. Servus. Servus. Mike, ich habe zwei Fragen. Ihr zertifiziert alle KIs, zum Beispiel, ich beschäftige mich ja mit eigenen Mitarbeitern, wo eigene KI haben. Und das nicht ausgeschlossen, dass der ein oder andere Unternehmer eine eigene KI mitbringt. Soll das ja auch, oder kann das ja auch zertifiziert werden von euch, von dir? Oder wie funktioniert das? Also wir machen jetzt direkt keine Zertifizierung, wir bereiten das vor. Ich habe jetzt deine Frage. Ich habe nicht ganz verstanden, ob es eher so Richtung geht, Zertifizierung eines Unternehmens, was KI entwickelt und betreibt. Da gibt es im Übrigen eine neue Regelung für, um den europäischen AI-Act umzusetzen. Da gibt es eine Norm ISO 42001, so nennt sich das KI-Management-System. Und die Frage, wie kann man nachweisen als Organisation, dass man künstliche Intelligenz transparent, nachvollziehbar und ethisch einwandfrei auf den Markt bringt. Also ethisch einwandfrei, also ohne die bekannten Probleme mit Bias und solchen Dingen. Und ab, ich muss kurz überlegen, ich glaube ab Oktober bietet der TÜV Rheinland dort dann auch Schulung und Qualifizierung für Unternehmen an, die KI-Systeme entwickeln, betreiben oder auch bereitstellen. Ja danke, du hast ja beide Fragen beantwortet, weil es bei mir der Fall ist, dass die beiden Fälle vorkommen, dass die schon angemeldet sind, sowohl eigene KI oder Entwickler, also weltweit, nicht nur in Deutschland, Europa, sondern weltweit. Ich habe deinen Kontakt, ich schreibe dich dann direkt bei dir. Danke Jan. Ja danke Alexander und danke Mike. Ja siehst du, du hast eine ganze Menge zu sagen. Es war sehr spannend und interessant und relevant, weil das betrifft uns ja wirklich, egal in welcher Unternehmensgröße. Und wir können so ein bisschen die Angst davor verlieren, dass wir Prozesse dokumentieren, weil es so viel einfacher geworden ist. Ganz, ganz lieben Dank Mike, dass du uns daran hast teilhaben lassen. Und mein Gast, immer das letzte Wort und das gebe ich dir jetzt gerne. Ja, also ich, ja ganz, ganz herzlichen Dank Manuela, dass ich hier sein durfte bei dir. Und mich fändet dieses Format einfach großartig. Und also ich möchte einfach alle ermutigen, es selber so zu gucken in ihren Bereichen, wie man KI sinnvoll einsetzen kann. Dass man nicht vergisst, auch mal ein bisschen herumzuspielen. Also ich glaube, man braucht halt diese Neugierde, dann auch mit der KI mal zu testen, was so funktioniert, was so geht. Und ich wünsche allen, die hier waren und auch die, die nicht hier waren, einfach den Mut mal so ein bisschen herumzuexperimentieren, was geht und was nicht. Also sind wir auch nicht in der Lage, die Grenzen weiter nach vorne zu schieben. Und ja, einfach machen. Einfach machen. Dann macht jetzt mal einfach, ich wünsche euch noch einen ganz tollen Tag und eine schöne Woche. Und spielt ruhig ein wenig mit KI. Macht's gut, ihr Lieben. Danke, danke euch allen. Ciao.
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