Mensch, KI!
Jede Woche bringen wir einen neuen Experten und ein spannendes Thema auf den Tisch.
'Mensch, KI!' ist nicht nur ein Podcast, sondern eine Live-Talkreihe auf LinkedIn, in der wir die Welt der Künstlichen Intelligenz beleuchten. Wir sprechen über den alltäglichen Einfluss von KI, ethische Fragen und die Möglichkeiten, die diese Technologie bietet. Unsere Gespräche sind offen und direkt, bieten Raum für Begeisterung und kritische Reflexion.
Ihr seid herzlich eingeladen, live auf LinkedIn dabei zu sein und aktiv mitzudiskutieren. Nehmt an unseren Gesprächen teil, stellt Fragen und teilt eure Sichtweisen. So könnt ihr direkt die Diskussion mitgestalten und neue Einsichten gewinnen. Schaltet ein, um zu erfahren, wie KI unsere Welt verändert.
Mensch, KI!
"Liebe Lehrer, it's so easy, lasst es uns tun!" - mit Dr. Wolfgang König über KI im Bildungswesen
In dieser Episode diskutiert Manuela Ruppert mit Dr. Wolfgang König über den Einsatz von KI im Bildungswesen.
Hauptthemen:
- Aktuelle Situation von KI in Schulen
- 65% der Eltern befürworten KI in der Schule
- 38% der Kinder berichten, dass KI bereits im Unterricht eingesetzt wird
- Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher
- Herausforderungen für KI-Integration
- Mangelnde technische und personelle Ausstattung
- Unzureichende Qualifizierung der Lehrkräfte
- WLAN-Verfügbarkeit oft nur im Lehrerzimmer, nicht in Klassenzimmern
- Das "Graue-Box-Modell" der Chatbot-Didaktik
- Strukturierter Ansatz für KI-Einsatz im Unterricht
- Systematische Interaktion, Reflexion und Dokumentation
- Potenzial von KI für individuelles Lernen
- Überwindung von Sprachbarrieren
- Unterstützung bei heterogenen Lerngruppen
- Zukunftsskills und Chatbot-Doing
- Kompetenter Umgang mit KI-Systemen als zentraler Zukunftsskill
- Bedeutung des "Chatbot-Doing" in der modernen Bildung
Wichtige Zitate:
Dr. Wolfgang König: "Es kann keine Alibi-Beschäftigung sein, wenn ich im Unterricht nur theoretisch über KI-Systeme rede und keiner es benutzt."
Dr. Wolfgang König: "Diese Heterogenität in der Gesellschaft, die das Bildungssystem ja schon an die Grenze bringt, kann technologiegestützt gepusht werden."
Prof. Thorsten Richter: "Ich wurde nur von Studenten vor vier Semestern darauf hingewiesen, dass sie meine juristischen Fälle [...] nicht mehr in sechs Stunden Workload lösen, sondern in sechs Minuten mit GPT."
Fazit: Dr. König ermutigt Lehrende, mit dem KI-Einsatz im Unterricht zu beginnen: "Es ist so easy, lasst es uns tun." Er betont die Wichtigkeit, klein anzufangen und schrittweise besser zu werden.
Vernetzt euch mit Wolfgang:
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- Link zum KI Chatbot Framework
- Link zum "Graue-Box-Chatbot-Didaktik" Modell
- Link zum Bildungswerk d
Jeden Dienstag um 09:00 Uhr entsteht eine neue Folge von "Mensch, KI" live auf LinkedIn.
Im Dialog mit einer breiten Palette von Gästen beleuchten wir das "moderne Duo" Mensch und KI. Wir betrachten sowohl die Perspektive derer, die KI nutzen, als auch die der Experten, die sie schaffen. Gemeinsam sprechen wir über Nutzen, Ethik, Begeisterung und Sorgen im Kontext der KI.
Wenn Ihr dabei sein möchtet, findet Ihr mich hier auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/manuela-ruppert
Besucht mich auch gerne auf meiner Website: https://manuela-ruppert.de/
Meine "KI Maestra" ist eine exklusive KI-Masterclass für Frauen, die regelmäßig stattfindet. Wenn du auch sicher im Umgang mit generativer KI werden möchtest, melde dich gerne bei mir per Mail: kontakt@manuela-ruppert.de.
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Guten Morgen und herzlich willkommen bei Mensch.KI. Heute steht erneut das Thema KI im Bildungswesen auf dem Programm. Warum? Weil es mir so wichtig ist. Darüber sprechen wir heute mit meinem Gast Dr. Wolfgang König, aber zunächst eine kleine Bestandsaufnahme. Ich habe mir mal so ein paar Statistiken angeschaut und gesehen, dass 65 Prozent der Eltern den Einsatz von KI in der Schule befürworten. Das ist erst mal eine ganz ordentliche Nummer, aber ich bin doch überrascht, dass 35 Prozent der Meinung sind, das brauchen wir nicht. Aber die meisten Kinder glauben, dass KI mit ihren zukünftigen Jobs durchaus etwas zu tun haben wird und da kann ich mich nur anschließen. 38 Prozent der Kinder sagen, dass KI bereits im Unterricht eingesetzt wird. Also da sind wir wirklich noch in Deutschland ziemlich unterentwickelt im Vergleich zum internationalen Wettbewerb in den Industrieländern. Woran liegt denn das? Es wird gesagt vor allem an mangelnder technischer und personeller Ausstattung, an fehlenden Finanzmitteln und der unzureichenden fachlichen und technischen Qualifizierung der Lehrkräfte. Die Schulträger wissen um die Bedeutung von KI und haben den dringenden Bedarf natürlich auch angemeldet. Sie haben sich damit beschäftigt und können auch konkret benennen, wie sie KI einsetzen können im Unterricht und wissen, welche Bedeutung es hat für die Zukunft derer, die sie ausbilden. Die technischen Voraussetzungen, und das hatten wir im Vorgespräch schon diskutiert, an den Schulen sind zum Teil vorhanden, aber die Statistiken täuschen über die Realität doch ein wenig hinweg. Wenn ich eine Statistik sehe, die besagt, dass WLAN an 81 Prozent aller Schulen vorhanden ist, dann heißt das noch lange nicht, dass es auch bis in die Klassenzimmer reicht. Es heißt vielleicht, dass im Lehrerzimmer WLAN vorhanden ist, aber noch lange nicht im Klassenzimmer. Ich habe andere Statistiken gesehen, die abgefragt haben, an wie viel Prozent der Schulen eine Weiterbildung der Lehrkräfte geplant ist und da habe ich eine sehr überraschende Zahl gesehen, die irgendwo bei 30 Prozent sich eingefunden hat und das ist nicht besonders viel. Aber gut, so das mal ein wenig zum Einstieg für unser heutiges Gespräch. Lieber Wolfgang, du setzt ja genau dort an, du unterstützt die Lehrkräfte mit KI einfach mal zu starten und hast da verschiedene Publikationen auch an den Start gebracht und das Ganze im Auftrag des Bildungswerkes der Wirtschaft. Was ist das genau und stell dich uns doch bitte mal selbst kurz vor. Ja, Manuela, vielen Dank nochmal für die Einführung und ganz kurz zu mir. Also ich bin beim Bildungswerk der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sozusagen aktiv und wir sind unter anderem sozusagen Verbundpartner in einem Netzwerk Q4.0. Das ist ein Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, bei dem es darum geht, die Ausbildungswelt vor allem fit zu machen für die Digitalisierung und KI ist ja da ein großer Gegenstandsbereich jetzt in einem Jahres geworden. Warum? Weil im Grunde jeder, der Internet hat, kostenlosen Zugriff hat auf diese digitalen neuen Technologien, wie die JGPT oder auch andere. Und da schließe ich da so ein bisschen an, was du gesagt hast. Das eine ist ja sozusagen die digitale Infrastruktur in der Schule. Also wenn es in der Schule nicht flächendeckendes Internet gibt und Endgeräte, können die Schülerinnen und Schüler nur schwierig auf KI-Technologien zugreifen. Das ist quasi eine Problemlage, die ist halt generell da. Wenn digitale Medienbildung stattfinden soll, muss es eben eine Infrastruktur geben. Und das andere ist die Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer oder Ausbilderinnen und Ausbilder. Wie sie das jetzt einfangen. Ich will mal ein Beispiel machen. Stellen wir uns mal vor, wir hätten jetzt, keine Ahnung, 1995 und plötzlich kommt die Suchmaschine Google daher und es gibt Wikipedia. Setzen wir uns zurück, da war der Aufschrei auch groß nach dem Motto, oh jetzt gibt es alles auf Wikipedia oder so, niemand macht mehr was. Und das ist natürlich auch ein Trugschluss gewesen. Man muss eben mit dem Aufkommen von neuen Technologien, die einfach, sag ich mal, durch reflektiertes Tun einüben. Und das ist vielleicht das Schöne und Wertvolle. Ich habe mich viel damit befasst, wie kann man einfach ins Tun geraten. Und habe da das eine ist, sozusagen dieses Graubox-Modell der Chatbot-Didaktik als Vorschlag mal gegeben, das darum geht, wie kann ich sozusagen reflektiert mit ChatGPT oder einem anderen KI-Chatbot arbeiten. Und wenn ich es kurz erklären darf, es geht so, ich muss mir halt überlegen, welche Fragen stelle ich an die KI-Chatbot. Der hat hier mit Haftfall Graubox deshalb, weil der Anspruch daran besteht, auch künftig mehr zu verstehen, wie die KI arbeitet, damit ich als Mensch das bewerten kann. Und dann geht das quasi durch die Verarbeitungsprozesse mit Glück wird Zitation ausgegeben oder so zum Beispiel Microsoft Copilot, da muss ich die Antworten interpretieren, dafür brauche ich auch eine gewisse Art von Erfahrungswissen. Und wenn ich die Antwort nicht so gut finde oder mir was brauche, dann geht es eben zurück und ich muss sozusagen die Anfragen neu stellen. Und dieser Kreislaufgedanke, der ist ganz wichtig. Die KI schrubbt ja nie sofort perfekte Ergebnisse aus, sondern ich nenne es mal Feinschleifen. Es ist sozusagen ein iterativer Prozess, der von der Lehrkraft begleitet werden muss, damit die Schüler und Schüler oder Azubis das eben klug in ihrem Duy verwenden. Ja, das stimmt. Das ist ziemlich lehrreich übrigens, dieses kritische Hinterfragen und sich Schritt für Schritt der Lösung zu nähern. Wenn ich jetzt mal von Seite der Lehrkräfte an das Thema herangehe, was können wir tun, um ihnen die Angst zu nehmen? Denn ich kann mir schon vorstellen, dass sie die Bedeutung der KI erkannt haben. Und KI wird ja sehr, sehr groß gemacht, auch vor allem in den Medien und auch nicht unkritisch gesehen. Und ich befürworte natürlich auch eine kritische und ganzheitliche Diskussion, wenn es um KI geht. Aber diese Verantwortung, die Lehrkräfte mit Sicherheit auch spüren, den Schülern, den Auszubildenden einen bewussten und ethisch korrekten Umgang mit der KI zu ermöglichen und beizubringen. Und ich glaube, da sind schon gewisse Hemmnisse, die nicht nur technische Natur sind, dass sie gar nicht wissen, wie mache ich das denn am besten? Was gibst du diesen Menschen mit? Also die Sache hat für mich, sage ich mal, so zwei Dimensionen. Das eine ist tatsächlich, dass man eine kluge Medienkompetenzbildung in der Schule grundsätzlich fährt. Und da ist KI quasi ein Auswuchs davon, weil es eben doch sehr einfach ist, irgendwelche Ergebnisse anzufordern. Früher hätte ich halt Sachen gegoogelt oder so. Oder diese Datenschutzproblematik, wenn ich Clan-Namen irgendwo im Internet eingebe, dann ist es eigentlich ein Datenschutzproblem. Also wenn ich jetzt Manuel Ruppert und irgendwelche Kategorien bei Google eingebe, dann gebe ich ja deine personenbezogenen Daten ein und weiß ja gar nicht mehr, was Google damit macht. Und das ist genauso. Das gleiche Problem bei KI-Systemen wie JGBT, nur dass ich da besonders der Verlockung unterliege, möglichst viel einfach reinzuballern, damit die dann irgendwas damit macht. Und das ist sozusagen wichtig auf der einen Seite, dass man da hochsensibel ist und viele Fragen sind alte Fragen. Also was ich bisher nicht im Internet durfte, darf ich jetzt da auch nicht. Das muss man einfach klar sagen. Das ist diese gute Medienkompetenzbildung. Und das andere ist, man kann natürlich nur kritisch sich über eine Technologie auseinandersetzen, wenn man auch was damit macht. Also es kann keine Alibi-Beschäftigung sein oder das Placebo sein, wenn ich im Unterricht nur theoretisch über KI-Systeme rede und keiner benutzt es. Sondern es muss meines Erachtens so sein, zwei Gleise. Das eine ist die kritische Medienkompetenzbildung und das andere ist, wie ist das Chatbot-Doing, also das Verwenden von Chatbots, wie gelingt das optimal? Und da können wir diese ethischen Aspekte, sage ich mal, in Reflexionsschleifen berücksichtigen. Ein Beispiel davon, also Sie haben zuerst das Graubuchsmodell der Chatbot-Didaktik vorgeschlagen und dann ein sogenanntes Lernframework, was darüber gestülpt ist. Und dieses Lernframework, sozusagen da wird es dann festgelegt, Rückmeldeschleifen, wo auch die Lehrkraft im Grunde mit den Azubis reflektiert, was haben sie denn gemacht, um ein bestimmtes Ergebnis zu bekommen mit dem Chatbot. Das ist der erste Punkt, was haben sie gemacht und wie ist die Qualität des Arbeitenden? Und wenn man da sozusagen in diesem Kreislaufgedanken immer Stoppmarken hat, in denen man gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern oder Auszubildenden einfach das Ergebnis reflektiert, hat man im Prozess des Erschaffens von Ergebnissen einfach eine gute Möglichkeit, diese Perspektive Ethik und Doing zu verknüpfen. Denn wie dieses handlungspraktisch ist, ich brauche mir über keine Gedanken machen, wenn ich was nie benutze, dann vergisst es ja auch das Gehirn, sondern dass man es am Fall ganz konkret sozusagen einübt. Ja, das stimmt. Also ich erinnere mich auch an so meine ersten Unterhaltungen mit Chat-TBT, das war wirklich auch so ein Kennenlernen. Was kannst du, was kannst du nicht, wie kann ich dich dazu bringen, besser zu werden, bessere Antworten zu liefern. Und das wird einem nicht genommen, das muss jeder wirklich für sich selber auch ein bisschen erkunden. Das ist schon ein cooler Prozess. Ja, und das ist sozusagen auch ein bisschen das Angebot, das ich den allen Interessierten mache. Also diese Materialien sind ja gratis verfügbar, also zum Beispiel bei uns im Netzwerk Q4.0 oder auch beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung oder bei der EU. Da kann man sich diese Ideen runterladen kostenlos und das einfach mal üben. Und ich finde, das ist so das Wichtige, dass man eben systematisch vorgeht und dann quasi so eine Art Schlagplan hat, sag ich jetzt mal, der immer aufgeht. Also weil es gibt zum Beispiel auch durch dieses KI-Thema eine Flut von Fallbeispielen und die sind ja alle auch gut und richtig. Aber wie das immer so mit Flut ist, man geht halt unter. Und wenn man sozusagen einen strukturierten Prozess hat, den man einfach verfolgt, kann man diese ganzen Fallbeispiele, die man, man muss ja nur googeln, so sagen, was gibt es Fallbeispiele zur Nutzung von JCPT und anderen in der Schule, dann kann man sich die als Inspiration ja hier heranziehen und sagen, okay, die nehme ich einfach und ziehe es aber trotzdem anhand den didaktischen, sag ich mal, Modellen durch, die ich vorschlage, weil es dann in einer Systematik bleibt und nicht einfach, jetzt kommt das eine, dann kommt das andere, dann kommt wieder was anderes. Dass man einfach diese Systematik erlernt, weil das ist für mich der Zukunftsskill. Also Chatbot-Doing ist für mich der zentrale Zukunftsskill in der Schule. Vielleicht das Beispiel mit dem Taschenrechner. Früher war Taschenrechner in der Schule auch verboten, zumindest zu meiner Zeit mit grafischem Display. Heute ist es Standard in der Schule. Ist auch keiner davon gestorben. Und wie soll ich sagen, das ist eben der Punkt, wenn ich den Taschenrechner in der Schule bedienen lerne, ich kann eins plus eins auch bei Kopf ausrechnen. Aber wenn ich jetzt ein technisches Hilfsmittel brauche, muss ich ja wissen, wie bediene ich den Taschenrechner, wie mache ich den an, welche Knöpfe drücke ich, wie gebe ich eine Formel ein. So kann man vielleicht versuchen, das zu sehen. Man muss also, es ist die Kompetenz, die handlungsorientierte Kompetenz, mit KI optimale Ergebnisse, sag ich mal, herauszukitzeln. Und das ist eine Kompetenz, die finde ich, gehört auch in die Schule, weil es eben, ja, die Schülerinnen, Schüler, also zum Beispiel die Boda-Vorn Stiftung und andere haben ja auch ganz tolle Studien gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler diese JGPT oder andere KI-Technologien bereits verwenden, für Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitung. Und es ist schon wichtig, dass das sozusagen nicht einfach so passiert, sondern dass man diese Technologie proaktiv in der Schule bespricht, damit die Schülerinnen und Schüler damit auch keinen Quatsch machen. Das kommt ja manchmal was Falsches raus. Und das ist so wichtig, dass man das einfädelt in der Schule. Ja, das ist richtig. Also die KI kann ja auch manchmal eine ganze Menge Mist erzählen, mal ganz salopp gesagt. Und das darf begleitet werden, dass nicht einfach alles geklaut wird, sondern auch wirklich refreschiert und hinterfragt. Ich bin ja ein Riesenfan von Frameworks. Generell, egal in welchem Bereich, ob das jetzt in der Qualitätssicherung ist oder für ein Businessmodell, es macht Dinge einfacher und schön nach einem wirklich systematischen Vorgang. Jetzt hast du ganz viel genannt an Frameworks, die du auch selber entwickelt hast. Nimm uns doch da mal in die praktische Umsetzung anhand eines Beispiels, damit sich alle auch was darunter vorstellen können. Genau, also zu Beginn haben wir ja gesagt, es ist immer so ein Kreislaufgedanke, der uns zum Ziel bringt, weil im Grunde die KI uns ganz selten zu Beginn immer das perfekte Ergebnis ausgibt. Je komplexer eine Arbeitsaufgabe wird, je mehr muss sich quasi die KI mit Nachfragen bemühen. Und jetzt machen wir mal ein einfaches Beispiel. Ich will eine Bolognese Soße kochen. Das ist ein ganz einfaches Beispiel, damit man es einfach versteht. Dann wäre der erste Schritt, die Schülerinnen und Schüler müssen recherchieren, welche Zutaten braucht man denn für eine Bolognese Soße. Als Beispiel. Dann müssen sie dieses Ergebnis sozusagen vorstellen, in einer Sitzung mit dem Ausbilder, Ausbilderinnen oder Lehrkraft. Und dann wird sich das Ergebnis angeschaut und eben, was hat man für einen Prompt benutzt, welchen Checkpoint hat man benutzt. Und dann hat man, okay, jetzt haben wir im ersten Schritt die Zutaten. Dann geht es weiter, wie muss ich die Zutaten denn weiterverarbeiten, damit einfach die Bolognese Soße klappt. Und dann sagst du, okay, Tomaten musst du hacken, die Zwiebeln musst du schneiden, das Fleisch musst du anbraten. Das Ergebnis kannst du wieder besprechen und dann geht es einfach so weiter, bis zum Schluss die Soße gekocht ist, anbraten, kochen und so. Und das war jetzt ein Minibeispiel, an dem man sieht, man muss die Aufgaben fein zergliedern und in eine Lernschrittliste, so nenn ich das, schreiben. Also man schreibt, also bevor man quasi mit der KI interagiert, sagt man, okay, ich will eine Bolognese Soße machen, ich brauche Zutaten, die müssen zubereitet werden und die Suppe oder die Soße muss ja irgendwie gekocht werden, das sind schon mal drei Schritte, die müsste ich erfragen. Und wenn ich merke, auf dem Weg, das Chatbot doing, ja gut, da habe ich einen Schritt vergessen, jetzt oder so ist kein Problem, ist ja im Grunde ein agiler, iterativer Ansatz. Und dieser Ansatz ist eben möglich, dass ich sage, okay, dann füge ich diesen Schritt einfach noch ein und voilà. Und dann habe ich sozusagen in diesem Prozess transparent gemacht, wie bin ich vorgegangen, was haben wir reflektiert und wir können dann diese Lernschrittliste eben auch als, ja quasi als Blaupause nehmen für auch andere Azubis oder so, damit die das dann im Grunde ähnlich machen können. Und so erwerben wir Erfahrungswissen im Doing und können das dann eben auch für andere Prozesse übertragen. Die Bolognese Soße ist jetzt ein sehr einfaches Beispiel, aber man kann im Grunde auch sagen, hey Azubi, mach uns einen Geschäftsbericht für unser Unternehmen, da müssen wir erst mal recherchieren, was ist denn ein Geschäftsbericht, was zeichnet den aus, wie muss ich da vorgehen. Das wären lauter Schritte bis zum Schluss der Geschäftsbericht in der PowerPoint, wo ein VBA-Makro zum Beispiel dann final erstellt wird. Und da sieht man, man kann ganz klein anfangen und ja, die Aufgaben immer größer werden lassen und das Schöne ist, man kann jetzt starten mit kleinen Dingen und somit lernen die Schülerinnen und Schüler, Azubis und die Lehrkräfte gemeinsam in diesem Prozess einfach immer besser zu werden. Und das ist so, sage ich jetzt mal, im Schweizer Lob, ja, die Logik des Ganzen. Was mir daran gefällt ist, dass damit eine Kompetenz, ein Skill, ein Future Skill durchaus auch vermittelt wird, der ja im Prinzip eine Projektarbeit darstellt, die auch immer mal mit gewissen Meilensteinen zwischendrin reflektiert wird, bevor es dann in den nächsten Schritt geht. Und das ist ja für alles, was wir machen, ist das ganz, ganz wichtig. Die meisten lernen das erst wirklich im Job, aber da ist KI nur ein Werkzeug, um wirklich ein Projekt, einen Prozess anzugehen. Ja, das gefällt mir sehr, sehr gut. Toshi, guten Morgen. Herzlich willkommen auf der Bühne. Ja, herzlich willkommen. Ich musste natürlich unbedingt heute dabei sein, denn ich bin ja selber Lehrer an der Hochschule in Dresden seit über 20 Jahren und das Thema ist super, super spannend. Ich will nur einen kleinen Impuls noch dazu tun, lieber Wolfgang, da ist schon einiges schon angesprochen, was das Problem letztlich ist. Der Titel ist ja heute "Lieber Lehrer, it's so easy, lass es uns tun" und einfach mal aus der Hochschule anschauen, muss ich ganz klar sagen, it is not easy, denn es passt überhaupt nicht in unsere derzeitige schöne Welt in den Hochschulen, die wir uns ja nun eingerichtet haben nach der, es gab ja so Episoden, erst die Bachelorisierung, dann die Internationalisierung, dann die Digitalisierung, also dass wir da mal einen Powerpoint machen oder sowas, das dauert ja alles ewig, weil die Lehrer letztlich mal das selbst gelernt haben und das hängt ja alles, die ganze Technik ist verboten mit ihren Lernkonzepten und Lernstrukturen und wenn du da jetzt ein technisches Ding rausnimmst, bricht ja alles zusammen und dann müssen sie sich fünf bis zehn Jahre hinsetzen und wieder was neu aufsetzen. Das ist das ganz, das ist der Stolperstein und ich wurde nur von Studenten vor vier Semestern darauf hingewiesen, dass sie meine juristischen Fälle, ich bin ja Jurist, nicht mehr in sechs Stunden Workload lösen, sondern in sechs Minuten mit JGT und nur deswegen musste ich mich auf die Hinterbeine stellen, weil die mir einfach nur noch weggeflogen sind, die Studenten. Ich habe mich den Professoren jetzt auch mal ein bisschen geöffnet und die wissen, dass ich das mache und ich lese dir jetzt oder euch nur ein einziges Rückmeldung mal vor, die mir ein Professorenkollege geschrieben hat, der hat nämlich gesagt, da komm, warum nicht, willst du ein bisschen Schulung haben, willst du dich ein bisschen beschäftigen, er sagt, ich stimme dir zu, ich lese es aus seiner Mail vor, ich stimme dir zu, dass wir um das Thema nicht mehr rumkommen werden, jedenfalls bei Hausarbeiten. Ich selber habe aber nur Kurse mit Klausuren bzw. Präsentation. Die von mir betreuten Bachelorarbeiten haben aktuelle Themen zu erwähnen, jetzt kommt der Satz, bei all dem helfen die aktuell frei verfügbaren Tools wenig. Das ist der Stand. Sie haben es sehr gut bekannt. Also ich sage mal, so viele Professoren können nicht irren, das ist ja so ein beliebter Spruch, aber es ist halt so, die Abstimmung läuft über die Straße, sage ich jetzt mal. Es ist ja massenverfügbar, es gibt ja auch zum Beispiel Perplexity, das ist ja dieses Beispiel eine sehr gute Suchmaschine. Kenn ich, ja. Und es ist halt so, der Mensch ist halt vielleicht in einer gewissen Wahrungstendenz, also das ist ja auch, warum soll man etwas ändern, wenn es, ich habe halt jetzt 100 Jahre vom Ordner gelebt und da will ich jetzt nichts ändern, aber ich glaube, das ist halt unrealistisch und das sozusagen in dem Moment, wo man halt merkt, auch die Studenten oder so, die arbeiten ganz anders und haben tolle Ergebnisse, das finde ich zunächst mal gut, dann ist es doch eigentlich die Aufgabe, dass man das gut einfängt und sagt, okay, wir brauchen gute Fachkräfte, gute optimale Menschen, die die vorhandene Technologie nutzen, um optimalen Ergebnissen zu gelangen. Und das ist sozusagen, glaube ich, auch der Anspruch für ein Bildungssystem, dass die aktuelle Technologie so genutzt wird, damit man eben die im Arbeitswelt später auch gut benutzen kann. Und es ist ja auch so, dass viele Forscherinnen und Forscher KI-Systeme ja selber bemühen, um Literatur zu recherchieren, Forschungslücken oder sich Inspirationen zu holen oder so. Und deshalb ist, glaube ich, diese Idee, ja, ich muss halt nichts ändern, weil es unbequem ist, dann wird man halt einfach überrollt von den Studis, die dann halt ihre Arbeiten dann entsprechend machen. Verbieten kann man es schwierig, glaube ich, weil es ist einfach so, dass man ja auch der JGPT oder das Böro anweisen kann, einen Sprachdokus zu ändern oder so. Also, dass das halt immer so ein bisschen klug ist, dann wird man schon in der Lage sein, Arbeiten in der Formulierung zu bringen, die entsprechend auf dem Niveau liegt. Und ich glaube halt, es ist wichtig, ja, nicht sehenden Auges einfach dann auf die Klippe zu laufen, sondern auch zu realisieren, das ist halt so, googeln hat man ja früher auch nicht verboten. Wikipedia hat man versucht zu verbieten, das hat man ja darüber einfach dann, zumindest bei mir im Studium war es so, auf gar keinen Fall Wikipedia. Aber das war halt so ein Doppelmoral. Auf der einen Seite hat man natürlich schon bei Wikipedia mal reingeguckt und in die Quellen und dann halt geguckt von dieser Warte aus, wo ist die Recherche zu starten oder so. Und ich denke, man muss halt proaktiv offen in das Thema gehen, weil ansonsten hat man irgendwie so ganz komische Settings, so "don't ask, don't tell". Ja, dieses kritische Bewerten von Informationen, die im Internet oder auch durch eine KI zugänglich sind, das ist schon wichtig. Und es gibt ja Umfragen, die sagen, dass Menschen mehr Glauben an die Inhalte haben, die eine KI ausgibt, als an irgendwas anderes, was sie im Internet recherchieren. Und das finde ich schon bedenklich. Und da dürfen wir auch im Bildungssystem dagegen steuern, dass dieses kritische Denken und die ethische Komponente doch auch ihren Platz hat, neben dem ganzen technischen. Also es ist schon ein komplexes Thema. Und da sehe ich aber auch so die Verpflichtung der Lehrinstitute, das mit den Schülern durchzugehen, weil sie es vielleicht selber überhaupt nicht können, weil sie noch nicht so weit sind, dass sie das in der Richtung von allen Seiten auch reflektieren. Und was ich nicht verstehe, natürlich werde ich es nie verstehen, weil ich passioniert lerne. Das ist einfach so ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich habe so viel Freude am Lernen und ich denke immer, alle, die sich als Lehrkräfte in ihrem Beruf verwirklichen, ob das jetzt auf einer Universität, auf einer Hochschule ist oder ob das im Kindergarten ist, ist völlig egal. Das ist ein Lehrauftrag, begrenzt im Kindergarten. Aber die müssen auch noch eine gewisse Leidenschaft auch zu dem Thema Lernen und Lehren mitbringen und können sich dem Ganzen doch nicht verschließen. Woran liegt es dann, dass es so schwierig ist und so zäh? Also ich glaube halt, verändern ist immer schwierig. Aber es ist halt so, das kommt ja wie so eine Welle jetzt. Wenn im Grunde Schülerinnen und Schüler oder Studenten eine Technologie nutzen, die bestimmte Fragestellungen von Hausarbeiten vielleicht obsolet macht, dann muss man sich überlegen, was machen wir jetzt damit? Auch prüfungstechnisch. Für mich persönlich ist es schon okay, wenn man jedes Hilfsmittel benutzt, um ein optimales Ergebnis zu bekommen, dann müssen halt die Studenten dokumentieren, wie sind sie vorgegangen, die Chats zeigen. Weil es ist ja nicht so, dass man einfach nur sagt, CGPT, erstellen wir eine professionelle Bachelorarbeit und zack, bin ich fertig. Das ist ja nicht möglich. Sondern es ist ja wirklich auch ein Feinschleifen. Und es ist dann, glaube ich, schon so, dass eben so Hausarbeiten oder so Projektarbeiten, dass die eben sehr spezifisch sein müssen, damit man sie eben nicht quasi allgemein beantworten kann. Bei allgemeinen Fragen ist CGPT gut, weil es dann allgemeine Antworten liefert. Sondern eben, dass man ein kluges Doing hat in den spezifischen Fällen und das eben klug dokumentiert. Zum Beispiel auch in so einer Lernschrittliste, weil ich kann ja dann sehen, welche Schritte bin ich gegangen, was habe ich da eingegeben, was kam raus. Das kann klug oder weniger klug sein. Und sowas kann man natürlich dann auch bewerten. Also das wäre ein offener Umgang mit der Technologie und eben überlegen, wie kann man sozusagen das Vorgehen dokumentieren, das ja im Grunde dann auch ein Teil der Leistung ist. Für mich ist dann immer die Leistung, wie klug bin ich vorgegangen und ist das Ergebnis super. Denn ich muss ja trotzdem die Arbeit gegenchecken, ich muss Literaturverzeichnis gut machen und, und, und. Das spiegelt dann tatsächlich auch die Arbeitsweise wider, die später im Beruf gebraucht wird und angewendet wird. Ja, ich glaube, im Beruf klatscht ja niemand, wenn man sich ganz viel Mühe macht. Aber leider sind die Ergebnisse nicht so gut und es dauert ewig. Also das sind ja quasi Sachen, die sind ja im Berufsalltag, da will man, dass der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin in verschiedenen Kontexten gut und souverän handelt. Darauf kommt es an und deshalb ist eben, es wäre ja so, wie wenn man jetzt das Internet verbietet und sagt, es sollen alle in die Bibliothek gehen, weil früher war es viel schöner in der Bibliothek und es hat auch mehr Mühe gemacht. Also schön war es da schon. Ja, aber man weiß ja, wie man sich da drauf zielt. Ja, natürlich. Nur weil Bibliothek ein besonderer Ort ist und so weiter, auch kulturell, hat das ja immer nichts damit zu tun, dass wenn die Information woanders schneller und so zur Verfügung steht, dass ich das im Arbeitsalltag dann die schnellere Variante wähle. Ja, natürlich. Vor allem müssen wir uns, wir müssen ja auch im Arbeitsalltag wettbewerbsfähig sein, jede einzelne von uns. Und wenn ich dann nicht mit den Tools arbeite, die Standard sind oder Standard sein werden, in vielen Bereichen sind sie schon Standard, dann habe ich einfach keine Chance und die Schule darf uns darauf echt vorbereiten. Ja, also gerade auch beim Zeitalter von Fachkräftemangel oder so, es ist ja schon so, dass bestimmte Aufgaben schneller oder anders erledigt werden können. Und wir brauchen eigentlich jeden und jede, die optimal mit den Ressourcen arbeitet und Wertschöpfung, die zur Verfügung stehen. Und es ist ja auch so, dass dieses Arbeiten mit KI ja auch sehr viele Vorteile bietet mit Blick auf heterogene Gesellschaft. Also die Schülerinnen und Schüler oder auch in der Ausbildung ist es ja oft so, da gibt es aus verschiedensten Gründen Sprachbarrieren als Beispiel. Und es ist schon so, dass es natürlich schwer einzufangen ist, wenn keiner jetzt unbedingt Deutsch als Normsprache hat, sondern nur schlechtes Deutsch oder so oder gar kein Deutsch. Und was macht man dann? Man kann im Grunde in Arbeitsprozesse sagen, ich gebe den Projektauftrag auf deutsche Sprache, dann übersetzt ihn erstmal jeder in seiner Muttersprache oder in einfaches Sprachniveau, arbeitet dann ab, zeigt sein Ergebnis, wieder zurück auf Deutsch übersetzt und dann geht es wieder rein. Und das ist so toll, dieses individuelle Lernen mit der KI-Technologie ist eine riesige Chance, damit im Grunde weniger zurückbleiben. Denn man kann ja wirklich sich ganz tolle Dinge erklären lassen. Ich glaube, Thorsten hat es ja auch gesagt, dass zum Beispiel auch Studenten seine Rechtsfälle zügig lösen. Und ich bin mir auch sehr sicher, dass sie, wenn sie Sachen nicht verstehen, auch nochmal nachfragen, wie genau jetzt der Weg war, um sozusagen das Rechtsgutachten oder was man da anstellen muss, zu interpretieren. Und das sind ganz tolle Sachen für individuelles Lernen mit seinem eigenen Tutor. Also da gibt es ja verschiedene Beispiele auch. Und das ist so das Tolle, diese Heterogenität in der Gesellschaft, die das Bildungssystem ja, sage ich mal, schon an die Grenze bringt, kann technologiegestützt eben gepusht werden. Und das ist was, da profitieren dann im Grunde, zumindest in den Schulen, die Lehrerinnen und Lehrer, wenn sie in der Lage sind, solche Thematiken eben KI-gestützt abzufangen. In der Hochschule erwartet man einfach, dass die Leute bestimmte Sachen können. Aber an der Hochschule, bin ich mir auch sicher, gibt es Leistungsstärkere, Leistungsschwächere, die man eben nicht verliert, sondern die haben vielfach die Möglichkeit, durch die KI-Systeme eben ja Musterlösungen sich mal anzuzeigen und dann, so etwas wie Repetitorien, dann im Grunde zu schauen, okay, warum wurde jetzt eine Aufgabe wie genau gelöst? Kann man mir das nochmal erklären? Man kann ja sagen, erklärst du mal auf dem Niveau eines zwölfjährigen Kindes oder wie auch immer, da hat man ganz, wenn man das alles weiß, hat man ganz viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen und man muss quasi weniger zurücklassen, denn wir brauchen alle in der Gesellschaft. Und so ist vielleicht ein Weg, auch die, die vielleicht bestimmte Defizite haben, zu ertüchtigen, wie sie im Grunde mit einer Technologie diese Defizite mindern und trotzdem mitkommen. Ja, da hast du was ganz Wichtiges gesagt und dem stimme ich auch absolut zu. Es ist eine richtige Demokratisierung der Bildung und löst auch ganz, ganz viele Probleme, die wir heute in den Klassenzimmern und in den Hörsälen haben. Ich denke schon, dass die KI gerade als individueller Tutor, wie du es auch gesagt hast, in manchen Fällen besser sein wird. Ich sage nur nicht, dass sie besser ist, aber dass sie besser sein wird als der konventionelle Weg, der konventionelle Lehrer. Und ein Modell der Zukunft hat bestimmt beides integriert. Zum einen das individuelle Lernen, wo der Lehrer vielleicht auch gar nicht notwendig ist und dann aber der Fokus auch auf die soziale Komponente, das Miteinander. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass die KI die Schule komplett ersetzt. Nein, also das, ich habe auf LinkedIn zum Beispiel auch einen Artikel, bei mir kann man den im Profil sehen, vom fachlichen zum menschlichen, wo es darum geht, wo ich sage, die KI, also früher war ja sehr viel Wert gelegt auf diese Fachexpertise, die Lehrerinnen und Lehrer studieren ja oftmals sehr fachbezogen. Und es ist halt so, dass dieser Wissenskalung der Schule, der wird in dieses Thema einfließen, wenn er nicht schon sowieso drin ist. Und dann ist es so wichtig, diese menschliche Dimension des Lernens zu steuern. Also es bedeutet, dass es eher weg vorgeht, dass man als Lehrerin oder Lehrer oder Ausbilder vorbetet und dann machen die Leute es nach, sondern es geht eher darum, kluge Projektaufgaben zu gestalten, die viel mit selber arbeiten zu tun haben. Und dieses Lernen als Coach, Mentor, Lernprozess, Begleitung, wie auch immer, sozial abzufedern, weil Menschen lernen eben auch, es ist ja so, dass man auch lieber mit Mensch zu Mensch lernt, aber dieses Austauschen, Reflektieren über das Ergebnis, vielleicht auch Unterstützung anbieten, das sind Sachen, die kann man jetzt als Lehrerin, Lehrer, Ausbilderin einfach viel besser. Da kann man sich mehr Zeit nehmen. Und das ist so wichtig und das ist auch eine Chance. Man muss nicht den Stoff durchprügeln im klassischen Sinne. Das kann man über die KI-Versuchung zu erledigen und man kann sich viel mehr diesem menschlichen Lernen, und das ist eine Herausforderung, gutes menschliches Lernen, wie man diesen Prozess so schön, human und wohlwollend gestaltet, wie es nur hier geht. Was sind denn für dich die sogenannten Zukunftsskills, die du ja auch vorher schon benannt hattest? Ja, also bei diesem Wort Zukunftsskill, das ist ja immer so die Frage, was ist denn jetzt so? Da gibt es zum Beispiel diese vier Cs oder so, mit Kommunizieren, Kollaborieren und so, wo ich mir immer gefragt habe, das habe ich ja auch in der Steinzeit gebraucht. Also man braucht natürlich, sage ich mal, solche Skills, die dieses Interagieren erleichtern, aber die brauchte man ja schon immer. Ich glaube, halt so ein wirklicher Zukunftsskill liegt in diesem Chatbot-Doing und dem, was dann sozusagen drumherum geschieht. Weil über diese KI-Technologie sozusagen ja Fachwissen zur Verfügung steht und es ja vor allem darauf ankommt, dieses Fachwissen, das sich auch noch permanent aktualisiert, also diese Wissens, die Wissen explodiert ja sozusagen, das Allgemeinwissen gibt es ja gar nicht mehr, sondern es ist ja so viel Wissen jetzt da. Also wie kann man sozusagen klug, situationsabhängig, dieses Wissen, an dieses Wissen gelangen, das sich permanent aktualisiert und wie kann ich da KI-Systeme im Grunde kompetent verwenden? Das wäre für mich eigentlich ein ganz zentraler Zukunftsskill, der für mich das Wort Zukunft auch verdient, denn gut kollaborieren und interagieren, das musste ich ja schon immer. Also wir sind zugespitzt. Und deshalb wäre für mich das, das kluge Chatbot-Doing mit seinen Begleiterscheinungen sozusagen, das wäre für mich so dieses Zukunftsskill-Paradigma ein bisschen auf die KI-Füße gestellt. Ja, vielen, vielen Dank. Da haben wir doch einen schönen Abschluss. Wegschauen in die Zukunft und dein Chatbot-Doing ist für dich ein absoluter Zukunftsskill. Da stimme ich zu. Und ich sehe noch ein paar andere Zukunftsskills, die einfach vielleicht heute schon Skills sind, die wichtig sind, aber in der Zukunft uns doch sehr, sehr abheben von dem, was eine künstliche Intelligenz leisten kann und vielleicht noch ein bisschen wichtiger werden. Ganz lieben Dank, dass du heute dabei warst. Und als Tradition hat mein Gast immer das letzte Wort. Ja, ich wollte nochmal Danke sagen für diese schöne Gelegenheit und an alle, die in der Lehre tätig sind. Es ist so easy, das ist ja ein bisschen provokativ, lasst es uns tun, weil ich glaube, darin liegt der Erfolg der ganzen Sache mit KI. Ich habe das Beispiel der Bolognese, so muss ich es mal klein starten. Vielleicht sind in den Show Notes auch die Links zu den didaktischen Modellen, das weiß ich gar nicht, aber wenn ich google und es ist so easy, einfach mal tun. Das ist wirklich so das Motto, klein starten und dann immer besser werden, das wäre so mein Tipp an alle, die KI mal in der Lehre einsetzen wollen. Und wer nicht weiß, wie er anfangen soll, darf sich gerne bei dir melden. Ganz herzlichen Dank. Ich wünsche euch allen noch eine ganz zauberhafte Woche und noch einen schönen Dienstag. Der Sommer soll zurückkommen ab morgen. Ich bin sehr gespannt und wünsche uns einfach noch ein paar schöne Tage. Macht's gut, danke. Tschüss. Tschüss. (Die Sendung wurde live untertitelt.) [Ende]
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