Mensch, KI!
Jede Woche bringen wir einen neuen Experten und ein spannendes Thema auf den Tisch.
'Mensch, KI!' ist nicht nur ein Podcast, sondern eine Live-Talkreihe auf LinkedIn, in der wir die Welt der Künstlichen Intelligenz beleuchten. Wir sprechen über den alltäglichen Einfluss von KI, ethische Fragen und die Möglichkeiten, die diese Technologie bietet. Unsere Gespräche sind offen und direkt, bieten Raum für Begeisterung und kritische Reflexion.
Ihr seid herzlich eingeladen, live auf LinkedIn dabei zu sein und aktiv mitzudiskutieren. Nehmt an unseren Gesprächen teil, stellt Fragen und teilt eure Sichtweisen. So könnt ihr direkt die Diskussion mitgestalten und neue Einsichten gewinnen. Schaltet ein, um zu erfahren, wie KI unsere Welt verändert.
Mensch, KI!
Die fehlende Variable: Warum KI ohne Frauen nur die halbe Gleichung ist - mit Birgit Koerting
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Mensch, KI! - Die fehlende Variable: Warum KI ohne Frauen nur die halbe Gleichung ist
In dieser Episode von "Mensch, KI!" diskutieren Manuela Ruppert und Birgit Koerting die wichtige Rolle von Frauen in der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz.
Hauptthemen:
- Die Diskrepanz zwischen gleicher Begabung von Mädchen und Jungen in MINT-Fächern und der ungleichen Beteiligung im späteren Berufsleben
- Die Notwendigkeit von Diversität in der KI-Entwicklung für eine ausgewogene und faire Technologie
- Wie die "Transformation von unten" in Unternehmen die KI-Nutzung vorantreibt
- Die Chancen, die sich durch den steigenden Anteil von Frauen an Hochschulen ergeben
- Praktische Ansätze zur Integration von KI in Unternehmen und im Alltag
Kernaussagen von Birgit Koerting:
- KI braucht weibliche Perspektiven, um alle Nutzer optimal zu unterstützen
- Geschlechterstereotypen in Bezug auf technische Fähigkeiten müssen überwunden werden
- Aktive Beteiligung von Frauen in der KI-Entwicklung ist entscheidend für eine menschenfreundliche Technologie
- KI-Implementierung in Unternehmen sollte kollaborativ und bereichsübergreifend erfolgen
- Frauen sollten ermutigt werden, sich mit KI zu beschäftigen - es geht um Nutzung, nicht um Technik
Gastbeiträge:
- Holger Kahnt: Betont die Wichtigkeit von Kooperation und einem praktischen, anwendungsorientierten Ansatz bei der KI-Einführung
- Dr. Anne Sohns: Hebt hervor, dass KI-Entscheidungen in großen Unternehmen oft auf Führungsebene getroffen werden
- Renate Spiering: Teilt ihre Erfahrungen aus den Anfängen der Digitalisierung und ermutigt dazu, neue technologische Chancen zu ergreifen
Fazit:
KI bietet eine einzigartige Gelegenheit für Frauen, von Anfang an eine Schlüsselrolle in der Gestaltung dieser zukunftsweisenden Technologie einzunehmen. Die Episode unterstreicht die Notwendigkeit von Diversität in der KI-Entwicklung und ermutigt Frauen, sich aktiv in diesem Bereich zu engagieren.
Weiterführende Links:
- "Ganz schön smart" - das LinkedIn Audio von Holger und Till Essig über KI-Anwendungsfälle in Unternehmen
Über die Gäste:
Birgit Körting: Expertin für Business Mentoring und KI-Strategien, setzt sich für mehr Frauenpower in der Tech-Branche ein.
Vernetzt euch auf
Jeden Dienstag um 09:00 Uhr entsteht eine neue Folge von "Mensch, KI" live auf LinkedIn.
Im Dialog mit einer breiten Palette von Gästen beleuchten wir das "moderne Duo" Mensch und KI. Wir betrachten sowohl die Perspektive derer, die KI nutzen, als auch die der Experten, die sie schaffen. Gemeinsam sprechen wir über Nutzen, Ethik, Begeisterung und Sorgen im Kontext der KI.
Wenn Ihr dabei sein möchtet, findet Ihr mich hier auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/manuela-ruppert
Besucht mich auch gerne auf meiner Website: https://manuela-ruppert.de/
Meine "KI Maestra" ist eine exklusive KI-Masterclass für Frauen, die regelmäßig stattfindet. Wenn du auch sicher im Umgang mit generativer KI werden möchtest, melde dich gerne bei mir per Mail: kontakt@manuela-ruppert.de.
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Ich wünsche euch einen guten Morgen. Es sind Fakten. Wenn es um Tech und KI geht, tummeln sich fachlich viel mehr Männer als Frauen in den Hörsälen und später auch in den Berufen. Und auch im Privaten wage ich die Vermutung, dass es eine gewisse Aufgabenteilung, zumindest bei gemischten Paaren, gibt. Bei mir und meinem Mann war das Technische seine Aufgabe und alles, was mit Schönheit zu tun hat, war meine Aufgabe. Und dann gab es natürlich noch irgendeinen Rest. Es war natürlich auch sehr einfach, denn mein Mann als Betriebswirt und Informatiker hat das einfach geliebt. Und das heißt nicht, dass ich es nicht kann oder auch kein Talent für Technisches habe, aber ich habe es einfach nicht gebraucht. Eine McKinsey-Studie, die ich gerne später auch verlinke, besagt, dass Mädchen und Jungen in den sogenannten MINT-Fächern, das sind die technischen, wissenschaftlichen, in der Schule gleich begabt und gleich interessiert sind. Und doch im Studium lässt es dann schon nach und der nächste substanzielle Tropf kommt beim Einstieg in das Arbeitsleben. Warum? Alle von uns haben eigentlich jeden Tag mit Technik zu tun und wir mögen sie auch. Denkt doch nur an eure Smartphones, Tablets oder Social Media. Ein Talk wie dieser hier wäre ohne Technik überhaupt nicht möglich. Die Nutzung von KI ist so einfach wie das Schreiben einer E-Mail, wenn wir einfach nur starten möchten. Und dann ist da auch ein ganz wesentlicher Teil, den wir im Titel unseres Talks genannt haben. Die fehlende Variable. Warum KI ohne Frauen nur die halbe Gleichung ist. Was das bedeutet, diskutieren wir heute. Mit euch und mit Birgit Körting. Ich kenne nicht viele Frauen, die so viel Energie haben wie Birgit. Eine Kombination aus Powerfrau, die ihre Frau steht. Eine Frau, die das Leben umarmt, eine tiefe Spiritualität lebt, kreativ ist mit und ohne KI. Und mit der ich gerne diskutiere, nachdenke, lache und auch feiere. Liebe Birgit, ganz ganz herzlich willkommen bei Mensch.KI. Und was sollten wir denn noch über dich wissen? Danke, liebe Manuela. Ich bin echt so happy und freue mich riesig, dass ich heute hier bin und 17 Menschen heute auch hier zuhören, von denen ich einige kenne. Auch ein ganz herzliches Willkommen von mir. Was sollte man über mich wissen? Das, was du gesagt hast, und da gibt es noch eine kleine Komponente. Ich bin eine, naja, wirklich, wahrscheinlich, ich würde mal sagen, eine Emanze oder eine Feministin. Und zwar insofern, dass ich viele, viele Jahre aktiv war in der Frauenbewegung. Ich bin mit, ja, nach dem Abi habe ich eine Ausbildung im Reisebüro gemacht und bin dann irgendwie über Umwege in die IT oder in IT-nahe Felder gerutscht in der Reisebranche. Und war natürlich da, wie viele andere Frauen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und auch keine Kinderpause gemacht haben, eine unter wenigen Frauen. Und zwar eine unter vielen Männern. Und das hat mich verändert. Das hat mich ein bisschen männlich konditioniert und vielleicht hatte ich auch schon ein paar männliche Gene mehr, keine Ahnung. Jedenfalls habe ich irgendwann festgestellt, das ist nicht so mein Ding, ja. Da verliere ich mich. Und dann bin ich, nachdem ich mit Thorsten in Australien war und dort eine ganz andere Art und Weise von Weiblichkeit im Business erlebt habe, habe ich mich aktiv einem Verein angeschlossen, als ich zurück nach Deutschland kam. Und zwar hieß es ja Frauen im Management. Und mit dem Ziel, mehr weibliche Führungskräfte in die Unternehmen zu bekommen. Ein sehr kleiner Verein, aber einfach eine tolle Vereinigung und mit einer tollen Begründerin. Und da war ich lange auch im Vorstand. Und genau deshalb ist dieses Thema, warum KI ohne Frauen nur die halbe Gleichung ist, auch so ein Herzensthema für mich. Denn im Rahmen dieser Veranstaltungen, die wir dort gemacht haben, hatten wir schon vor wahrscheinlich acht oder zehn Jahren mal so einen Hidden Champion aus der IT, eine Dame als Referentin bei uns, die uns zum Thema KI ein bisschen was erzählt hat. Und das war mega spannend. Du hast ja schon eine ganze Menge erlebt und du sagtest mal zu mir, ich war immer das Bindeglied zwischen Tech und Business. Und so ein bisschen sehe ich dich auch heute in eurem Unternehmen. Wir haben deinen Mann, Thorsten Körting, der auf der Bühne steht, der in der KI aufgeht und sie wirklich umarmt und auch in die Welt bringt. Und wir haben dich, die du mehr oder weniger im Hintergrund alles regelst und den Laden dort organisierst. Du bist diejenige, die die ganzen Kontakte und den Vertrieb managt. Und immer wieder dieses Bindeglied zum Technischen auch bei euch pflegst. Wenn wir darüber sprechen, warum braucht es mehr Weiblichkeit, mehr Frauen in KI? Wie siehst du das jetzt mal bei dir im Kleinen und was können wir daraus lernen für das Große? Warum braucht es mehr Weiblichkeit in KI? Gerade das, was ich eben gesagt habe, wir hatten da eine Referentin, die hat uns zum Thema KI und da haben wir natürlich genau aus der Perspektive Diversity drauf geguckt. Was macht das? Wie sind diese Modelle, die da entwickelt werden? Die haben diesen Bias, den männlichen Bias. Und das war eben diese Perspektive, die wir dort hatten. Und das ist genau der Punkt. Wir haben viel über, wie kriegen wir die Mädchen in die MINT-Berufe rein. Und interessanterweise viele Damen, die in der früheren DDR groß geworden sind, waren Ingenieurinnen. Und für die war das überhaupt keine Frage, warum man nicht als Frau in den MINT-Beruf gehen sollte. Und ich denke, wir sind einfach so konditioniert und so geprägt, dass wir Frauen, das was du eben auch beschrieben hast, es ist eigentlich natürlich, dass wir nicht technisch sind oder nicht die technische Affinität haben. Wobei das ja gar nicht stimmt. Also es gibt ja Untersuchungen, die herausgefunden haben, dass Frauen oder Mädchen genauso viel gute mathematische, logische Fähigkeiten haben, on top aber noch die besseren sprachlichen Fähigkeiten haben. Und warum brauchen wir die Frauen im Bereich IT, im Bereich Technik? Weil gerade KI ja uns Menschen so stark unterstützt und am Ende ist KI Menschen gemacht. Und wenn es männlich gemacht wäre, dann wie soll es uns Frauen optimal unterstützen? Deshalb denke ich, dass es diese 50/50 Input braucht oder halt ganz aktive Frauen, die dort helfen, KI so weiterzuentwickeln, dass sie der Menschheit wirklich hilft und nicht schadet. Absolut, ja. Also das eine ist natürlich, und du hast das schon erwähnt, wie wird die KI trainiert? Das heißt, für die, die nicht genau wissen, wie so ein KI-Modell trainiert wird, da gibt es verschiedene Möglichkeiten, aber es beginnt eigentlich immer damit, dass irgendjemand sagt, das ist eine richtige Antwort und das ist eine falsche Antwort. Und wenn da nur Männer sitzen, haben wir da natürlich eine männliche Brille auf die Trainingsdaten und das ist vielleicht dann nicht ganz ausgeglichen. Wir reden oft von Bias bei KI, das heißt, die KI nimmt Sichtweisen an, die vielleicht nicht ganz der Realität entsprechen. Wenn ich nur von Männern trainieren lasse, dann habe ich eine ziemlich gebiaste KI, die sehr männlich auftritt. Wenn ich sie nur mit Fotos von CEOs, die männlich und weiß sind, trainieren, dann wird sie mir das auch ausgeben. Das heißt, der Input, den ich in die KI gebe, bestimmt ganz, ganz substanziell, was sie auch ausgibt. Und deshalb ist allein für das Training enorm wichtig, dass weiblicher Input erfolgt. Da sind wir mal so in den Innereien der KI, Birgit. Genau, wir können natürlich auch durch die Nutzung der KI dazu beitragen, dass die KI entsprechend anders lernt oder mehr lernt. Und das ist mir immer so eine Riesenfreude, wenn ich in unsere KI-Masterclass gucke, wie viele Frauen da dabei sind und die so aktiv mit KI arbeiten, weil ich davon überzeugt bin, dass die KI, und das ist das, was du gerade auch erklärt hast, Manuela, sie lernt ja ständig. Sie lernt durch die Informationen, die wir reingeben. Und je mehr weibliche Nutzer wir haben, desto vielfältiger werden die Inhalte und damit auch die Antworten oder die Ergebnisse, die wir bekommen. Ja, absolut. Und dann gehen wir jetzt aber mal in den Schritt "Ich möchte KI im Unternehmen einführen". Auch dort finde ich es extrem wichtig, dass die Entscheidung und der Rahmen, wie KI im Unternehmen eingeführt wird, sowohl von Männern als auch Frauen und überhaupt so divers wie möglich gemanagt wird. Wie siehst du das und warum könnte das wichtig sein? Ja, es ist natürlich eine schöne Idealvorstellung, wenn wir aber in die Unternehmen reingucken. Und da komme ich jetzt wieder auf meine ursprüngliche Einleitung, meine Rolle als Vorstand von Frauen im Management. Es gibt halt immer noch sehr viel mehr Entscheider in Unternehmen, die männlich sind als weibliche Entscheider oder Entscheiderinnen. Klassischerweise sitzen die Frauen im Marketing oder im HR häufiger. Wenn Entscheidungspositionen nicht desto trotz, sehe ich das genauso wie du. Häufig ist die Belegschaft 50/50, nur dass sie vielleicht nicht in den Führungspositionen sitzen, je nach Branche. Es ist extrem wichtig, dass Entscheidungen hinsichtlich der Einführung und vor allem, was das Veränderungsmanagement angeht, was die Kulturveränderungen angeht, was der Einfluss auf die Menschen, der Mitarbeiter angeht, dass da beide Perspektiven gewürdigt sind und auch berücksichtigt werden. Absolut. Und wie können wir das machen, wenn wir in der Unternehmensführung die Repräsentanz von Frauen nicht haben? Es hängt ein bisschen davon ab, in welchem Stadium und auch in welcher Kultur die jeweiligen Unternehmen sind. Wir entwickeln uns ja Gott sei Dank aufgrund verschiedener Arbeitsmodelle, neuer Perspektiven, New Work, entwickeln sich ja viele Branchen auch dahin, dass wir sehr viel kollaborativer arbeiten, weniger hierarchisch aufgestellt sind und eben nicht der Top-Down-Ansatz, ich drücke jetzt KI ins Unternehmen rein, wie das vielleicht früher mit den IT-Projekten war, da wurden IT-Projekte in die Unternehmen reingedrückt und dass wir sehr viel kollaborativer und damit auch die Experten aus den jeweiligen Bereichen, die dann männlich und weiblich sind oder weiblich sind, dort mit einbeziehen und einfach einen anderen Ansatz fahren als das klassische "ich drücke Prozesse oder Systeme in das Unternehmen hinein". Und da die Unternehmen an die Hand zu nehmen, die vielleicht eben noch nicht diesen Ansatz fahren, dafür braucht es ganz viele extrem gut ausgebildete Menschen, Berater, Coaches, die eben Unternehmen dort begleiten können, damit diese Art von Transformation wirklich gelingt und zwar für alle Beteiligten. Ja, sehe ich genauso. Ich habe gestern ein Webinar gesehen von Ferchau, da war Sascha Lohre zu Gast und Sascha Lohre hat gesprochen von der Transformation von unten. Und ich war heute Morgen schon in einem anderen Talk und da haben wir auch darüber ein bisschen gesprochen, wie es gibt so viele Diskussionen in so vielen Unternehmen, die sich Gedanken machen, ja wie machen wir das denn jetzt, führen wir KI ein oder führen wir sie nicht ein und diese Frage stellt sich eigentlich überhaupt nicht. KI wird eingeführt, die Frage ist nur wie. Und diese Transformation von unten sehe ich in ganz vielen Unternehmen, weil die Mitarbeiter nutzen KI oft auch heimlich, während die Mannschaft oben in der Führungsetage sich noch Gedanken macht, wollen wir das jetzt mit KI oder nicht. Und das ist ja genau das, was auch schon früher passiert ist, Birgit. Absolut, absolut, ja. Früher ist das auch schon passiert. Entweder waren es einzelne Bereiche, die vielleicht ein bisschen innovativer waren oder fortschrittlicher waren. Es gab ja Anfang, ich weiß noch, wann kam das Internet, irgendwie in den 90er, 2000, keine Ahnung, jedenfalls haben dann die ganzen großen Firmen ihre E-Commerce-Ausgründungen gemacht, weil das so kleine, revolutionäre Einheiten waren, die schon was gemacht haben, was für den Rest des Unternehmens noch nicht möglich war. Und wenn die dann erfolgreich waren, dann wurden sie wieder "eingesourced", wie man so schön sagt. Oder viele Firmen, die IT-Abteilungen haben, das ist das, was ich erlebt habe, haben dann letztendlich nicht das Business der IT gesagt, das ist unsere Vision, das wollen wir erreichen, das möchten wir machen, stellt uns bitte als Enabler das zur Verfügung, was wir brauchen, sondern die IT, liebevolle Nerds und die, die sich mit allem beschäftigen, was schon möglich ist, haben dann im Grunde genommen so ein bisschen Bottom-up, das aus der IT-Abteilung in das Business hinein entwickelt. Und das sind schon, ja, es ist Transformation von unten oder einfach ein anderer Blick auf das, was wir KI-Revolution nennen, weil Revolutionen finden ja auch eigentlich Staaten meistens im Volk. Von daher ist das durchaus möglich, dass das genauso passiert. Ja. Ich möchte gleich noch mal ein bisschen mehr auf die weibliche Komponente eingehen, aber noch eine Zahl mit euch teilen. In den USA sind aktuell zwei Drittel aller Studierenden weiblich. So, was bedeutet das? Ich finde, das ist eine ganz, ganz spannende Zahl. Als ich die gehört habe, habe ich mich wirklich gewundert, aber das heißt auch, dass wir extrem aufholen werden, was Frauen in Führungspositionen, zunächst jetzt mal in den USA, ich kenne die Zahlen für Deutschland nicht, aber was das bedeutet. Haben wir dadurch auch eine Chance, das Ganze ein wenig auszugleichen? Und wenn wir an die typischen weiblichen Attribute denken, die ja auch viel mit Empathie und Ethik zu tun haben, ist das nicht eine Riesenchance? Absolut, das ist eine Riesenchance. Und ich erinnere mich auch an den ein oder anderen Professor in der Medizin, der geklagt hat, dass er überhaupt keine männlichen Assistenzärzte mehr bekommen, weil die Mädchen so viel bessere Noten schreiben, bessere Abschlüsse haben, weil sie so fleißig sind und so weiter. Also das gibt es hier bei uns auch. Das ist eine Riesenchance, es bedarf aber ein bisschen mehr, als dass wir es schaffen, dass der weibliche Anteil mehr lernt. Er darf dann auch der weibliche Anteil im Business durchhalten. Jetzt ist dein Ton weg. Ich weiß nicht, ob du mich noch hörst. Birgit, gib mir mal ein Signal. Okay, wir hören dich nicht mehr. Dann nutze ich, bis du deine Stimme wiedergefunden hast, doch mal die Zeit, um aufzurufen. Ihr dürft mitdiskutieren. Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn ihr auf die Bühne kommt. Wie schon vorher gesagt, rechts unten ist eine Hand. Wenn ihr die hebt, kann ich euch hochholen. Und wenn ihr euch an der Diskussion beteiligt, da haben wir schon den Holger, Mr. Audio. Hallo, Holger. Einen wunderschönen guten Morgen und danke für die Blumen, liebe Manuela. Ich habe zwei Gedanken. Das eine ist, auch vor dem Hintergrund einer persönlichen Weiterentwicklung, Kommunikationsausbildung, die ich dieses Jahr genießen darf, ist mir nochmal so klarer geworden, dass wir unabhängig von KI oder nicht, privat als auch beruflich, viel mehr auf das Thema Kooperation gehen sollen. Deswegen bin ich seit ein paar Monaten sensibel, wenn ich immer so höre, dieses Frauenthema, Frauennetzwerk, Männernetzwerk. Ich glaube, dass der Erfolg unserer Gesellschaft, wir haben ja so viele Krisen, Herde, Konflikte in der Welt, und ich glaube, dass wir viel mehr auf das Thema Kooperation gehen müssen. Und zwar zwischen Menschen, zwischen den Geschlechtern, zwischen Hierarchiestufen, und deswegen bin ich inzwischen totaler Fan davon. Und das heißt, bitte nicht, ich sage nicht, dass ich gegen Frauennetzwerk bin, aber ich bin viel mehr noch für das Thema Kooperationen und das Miteinander zu stärken. Und zum Thema KI, auch da stört mich ein bisschen, wenn wir von oben und unten sprechen. Weil ich glaube, dass wir das Thema KI auch viel zu technisch angehen. Ich glaube, die wesentlichen Fragen bei der Nutzung und auch der Einführung von KI in Unternehmen ist doch, welche Dinge mache ich heute, die mir entweder keine Freude bringen und die mich extrem viel Zeit kosten, und welche sind davon insbesondere vielleicht auch wiederkehrende, ein Stück weit standardisierte Aufgaben. Und da zu gucken, wenn ich da mal, entweder in meinem persönlichen Bereich, in der Abteilung, in der ich arbeite, in dem Geschäftsbereich oder in dem gesamten Unternehmen, und wenn wir da gucken, und hab vielleicht mal so die wesentlichen Aufgaben, Use Cases, die eben repetitiv sind, Zeit kosten, und ich überlege dann, wie ich mithilfe von KI genau einen Effizienzgewinn haben kann und mehr Zeit habe für die Dinge, die für mich persönlich und für das Unternehmen Sinn stiften. Da sind, das glaube ich, sollte vielmehr noch der Ansatz sein. Auch hier, ich sage nicht, dass es nicht sinnvoll ist, auch KI-Technologien auszuprobieren, explorativ zu sein, aber ich glaube, dass für die Vielzahl der Unternehmen, die herangehensweise heute viel zu technisch ist, sondern vielmehr Use Case getrieben sein sollte, und auch da wieder in Kooperation, und nicht egal, ob bottom-up oder top-down, miteinander, das wären meine beiden Punkte. Ja, vielen lieben Dank. Ja, Holger, du hast absolut recht. Dennoch, du weißt ja, dass ich auch KI-Kurse für Frauen gebe, und das ermöglicht einigen Frauen erst, sich des Themas anzunehmen und auch spielerisch in sicherer Umgebung, ohne blöde Fragen, und das ist jetzt wirklich nicht wirklich so gemeint, es gibt ja keine blöden Fragen, von Männern zu lernen, das zu dem Bereich Männer und Frauen, und dann aber auch das Selbstbewusstsein zu entwickeln, in gemischten Gruppen kollaborativ zusammenzuarbeiten, weil sie da einfach so ein bisschen aufholen können. Und das ist schon was ganz Schönes. Ich sehe es so als eine kleine Starthilfe. Hallo, meine Eda, hörst du mich wieder? Ja, super, jetzt bist du wieder da. Ah, wunderbar. Ja, irgendwie ist mein Mikro, mein Headset, hat sich entkoppelt. Ja, ich möchte dazu auch noch was sagen. Ich finde das großartig, Holger, genau das ist der Ansatz, nämlich es ist die Awareness zu schaffen, das Bewusstsein zu schaffen, was KI uns bringen kann, und das geht ganz klar über die Anwendungsfälle, das ist absolut klar. Nur wir sehen natürlich auch, das ist das, was Manuela, du eben auch gesagt hast, du warst in dem Talk, und da wird diskutiert, sollte, könnte, wollte, hätte, aber wir müssen ja noch so viel machen, die kommen gar nicht erst dazu, sich über Anwendungsfälle Gedanken zu machen, weil die noch so weit davor stehen vor der Entscheidung, dass es jetzt wirklich sinnvoll ist oder Zeit ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das ist das eine. Das zweite ist das Thema Kollaboration, da bin ich auch 100% bei dir. Und das ist genau das, warum brauchen wir Frauennetzwerke für das, was Manuela gesagt hat, dass Frauen eben auch in einem Raum, in einem geschützten Raum sind, wo sie aufholen können, wo sie sich weiterentwickeln können, wo sie eben in diese kollaborativen Situationen hineingehen können und dann eben den Mund aufmachen, wenn es vielleicht auch mal ein bisschen stärker diskutiert wird, und sich nicht zurückziehen. Und dafür sind Frauennetzwerke, finde ich, großartig und eben nicht, deshalb war das am Anfang auch ein bisschen mit Anführungszeichen gesagt, feministisch im Manze, nicht gegen, sondern ganz klar miteinander. Wir reden hier über Diversity und über Vielfalt und nicht über "The future is female" heißt nicht, die Frauen übernehmen die Macht, sondern "The future is female" bedeutet, meine Interpretation ist, es sind die weiblichen Anteile, die weiblichen Energien, die weiblichen Stärken, die beide haben, die Männer und Frauen haben, die eben gefragt sind, gerade eben auch im Kontext von KI. Ja, total. Es ist ein "für Frauen" und nicht "gegen Männer". Genau, absolut. Anne, du hast jetzt die nächste auf der Bühne. Dankeschön. Olga, ich wollte auch ganz kurz noch etwas zu dir sagen, deshalb habe ich mich jetzt auch eigentlich gemeldet. Zum einen glaube ich, dass Frauennetzwerke nur eine Ergänzung sind, also natürlich brauchen wir diese Kommunikation mit Männern, Frauen, wem auch immer, also als diverse Kommunikation, aber solange Frauen in der Businesswelt unterrepräsentiert sind, trotz zum Teil besserer Abschlüsse, was man zum Beispiel im Medizinbereich sieht, wo auch mehr im Funnel sind und einfach noch nicht richtig gefordert werden, es ist so, wie es auch Männernetzwerke gibt, dass es gut ist, dass sie sich gegenseitig fördern. Das ist die eine Sache, die ich da sehe. Die andere Sache zu dem Thema KI, ich sehe das prinzipiell genauso wie du, nur die Entscheidung, ob KI eingesetzt wird, zumindest in größeren Konzernen, wird ja nicht auf mitarbeitenden Ebene getroffen, die sagen, oh, ich hätte gern KI hier oder da, damit das mir Aufgaben erleichtert, sondern das hat einen ganz klaren Effizienzaspekt. Und natürlich setzt man KI ein, jetzt sage ich mal bei Salesforce mit Einstein oder so, um gewisse Aufgaben zu übernehmen und dadurch auch Kosten einzusparen. Und deshalb denke ich, dass es eigentlich sehr, sehr wichtig ist, gerne eine Vision zu haben, wie und welche Rolle Mitarbeitende in Zukunft im Zusammenhang mit KI haben und wie man das kommuniziert, um die Mitarbeitenden mitzunehmen und dass es vielleicht etwas Gemeinsames ist mit Leitung und Mitarbeitenden. Und natürlich im Bereich Large Language Models oder solche KI, die man zwischenzeitlich zusätzlich nimmt, da sehe ich das wie du, aber bei den großen KI-Themen glaube ich, dass das ein Geschäftsleitungsthema ist. Zumindest in Konzernen weiß ich, dass es so ist. Absolut, sehr wertvoller Beitrag. Danke, Anne. Und Renate, dich darf ich jetzt auch nach etwas Zuhören hier begrüßen. Danke schön, Manuela. Ich musste tatsächlich mehrfach raus auf dem Browser und was ich dann schaffen kann und dann über das Smartphone geht. Und vielen lieben Dank für den Talk. Ich finde das sehr relevant, auch das Thema. Und Birgit, ich selber habe irgendwie 1987 intensiv angefangen, Digitalisierung zu treiben über Desktop Publishing, hieß das damals, und elektronische Bildbearbeitung. Und das Internet kam dann so richtig mit Wucht und Wonne 1989. Und ich kann wirklich nur sagen, ich war damals noch nicht besonders jung. Aber gleichwohl war man irgendwie ein Weltwunder, dass man das technische Verständnis irgendwie natürlich eingesogen hatte. Also ich hatte kein besonderes Talent, mich irgendwie für Technik zu interessieren, sondern ich habe einfach die Dinge verstanden, wie ging das mit der elektronischen Bildbearbeitung und Desktop Publishing und am Computer, wie hat das funktioniert. Und man wurde aber tatsächlich irgendwie nur dahin behoben, weil es keine Experten gab. Also wir waren sozusagen nur durch diese besondere Situation, dass es keine anderen gab, wurde man eben als Frau dann da durchgeschoben und man wurde tatsächlich auch ausgebremst, wo immer das ging. Und das hat ganz gute Früchte getragen im Sinne von, man wehrt sich dann irgendwann ganz schnell. Und dieses Selbstbewusstsein, also wenn bestimmte Zeiten kommen, also es war dann auch die Drupal 90, die Weltmesse der Drup Industrie, und dass man eben auch da, wenn etwas expandiert und einfach in die Welt will, dann ist es egal, ob Frau oder Mann, dann ist es einfach so. Die Männer werden genauso gefragt wie die Frauen. Und das war interessant, dass man dann doch gewarnt wurde, in bestimmte Länder nicht zu reisen, weil man als Frau eben nicht sicher war. Und das hat sich irgendwie heute, was für mich erschütternd ist, an einigen Stellen leider nicht geändert. Und da rissen wir auch an. Danke, alles Gute für heute. Ja, was eine großartige Chance, also dieses Beispiel, danke Renate, eben es einfach zu machen, weil keine anderen da sind. Und das ist natürlich eine riesige Chance für jeden, egal ob Frau oder Mann, da jetzt reinzugehen und es einfach zu lernen, sich damit zu beschäftigen, es zu machen und ein gewisses Expertenwissen aufzubauen. Und daraus wird ganz viel entstehen. Absolut, absolut. Denn es gibt ja auch niemanden, der das schon zehn Jahre macht. Eben. Also wenn du von Chancen redest, die sind wirklich einmalig. Wann hatten wir das jemals zuvor? 1989 wahrscheinlich. Obwohl ich natürlich behaupte, dass die Veränderung, die uns jetzt bevorsteht und in der wir uns am Anfang ja schon befinden, noch wesentlich größer ist. Liebe Birgit, ganz, ganz herzlichen Dank. Unsere Talkzeit ist im Fluge vergangen, wir sind leider schon durch. Es hat mir ganz viel Spaß gemacht und es hat jetzt nur mal so einen Anschubser gegeben an das Thema Frauen in KI, Frauen in MINT-Bereichen. Und ich ermutige jeden, da einfach ein bisschen weiter darüber nachzudenken und auch zu diskutieren. Und vielleicht mögt ihr auch teilen, dass es dazu Audio-Events gibt und Leute ermutigen, diese Diskussion aufzunehmen, sich miteinander zu vernetzen. Es gibt ganz viele Formate, unter anderem auch von Holger inzwischen, die sich mit KI auseinandersetzen und es werden immer mehr. Ich begrüße das sehr und nutzt die Chance. Nutzt die Chance und wer sich noch nicht mit KI beschäftigt hat, dann ist vielleicht jetzt am Feiertag genau der richtige Zeitpunkt dafür. Liebe Birgit, mein Gast hat immer das letzte Wort und das schenke ich dir jetzt. Dankeschön. Ja, das geht genau in die Richtung, in die ich auch gehen wollte, nämlich, liebe Damen, jetzt lasst euch nicht einreden und redet euch vor allem selbst nicht ein, ihr könnt keine Technik. Es geht hier nicht um Technik, sondern es geht darum, dass wir Dinge, die einfach da sind für uns und unser Business nutzen und beschäftigt euch damit und ihr werdet sehen, wie leicht es euch fällt. Nutzt die Chance und auch natürlich an alle Männer, nutzt die Chance, mit KI jetzt zu lernen und in euer Leben, euer Business zu integrieren mit einer positiven Intention, weil darauf kommt es an. Wir können auch mit KI Dinge anrichten, die vielleicht nicht so positiv sind, aber mit einer positiven Intention da rangehen und ihr werdet sehen, es macht richtig viel Spaß. Und heute breche ich eine Regel. Ich lasse den Holger zum Schluss noch mal zu Wort kommen. Lieber Holger. Danke, ich wollte tatsächlich den Ball genau in die Richtung aufnehmen, weil es ist ja gesagt, Manuela, ich habe auch ein Format etabliert mit dem Till Essig zusammen und unser Anspruch ist genau eigentlich nur über Use Cases zu reden. Wir haben unser Format ganz schön smart genannt. Wir sind nächste Woche Freitag am 11.10. wieder online. Ich werde dich auf jeden Fall auch mal einplanen als Expertin, damit wir dieses Thema Menschen mit KI beleuchten. Aber wenn ihr Lust habt, am 11.10. mal über erste weitere konkrete Use Cases in Unternehmen zu sprechen, dann kommt gerne vorbei. Ganz schön smart. Vielen Dank, dass ich das noch ergänzen durfte. Und Birgit, ich freue mich, wenn wir uns vernetzen. Sehr gerne. Es steht schon in meinem Kalender, da ich die ersten zwei Folgen ja nicht mitmachen konnte, freue ich mich ganz besonders auf den 11. Ihr Lieben, ich wünsche euch eine zauberhafte Restwoche. Und bei dem einen ist ein Tag Feiertag, bei dem anderen vielleicht noch ein Brückentag dabei. Genießt es. Vielleicht spielt ihr so ein bisschen mit der KI und lasst euch inspirieren. Ich wünsche euch einen tollen Tag und bedanke mich, dass ihr dabei wart. Dankeschön. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
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