Roaming Wild - Outdoorerlebnisse und Fotografie mit Hund

#30 Selfies: So bist du auf einen Urlaubsfotos endlich auch mit drauf!

Season 2 Episode 14

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0:00 | 28:06

Du bist mit deinem Hund unterwegs, stehst an einem traumhaften Spot – und niemand ist da, der das perfekte Foto von euch macht oder dein Partner hat schon lange keine Lust mehr auf deine ganzen Foto-Ideen? Dann ist diese Folge genau für dich! 

In dieser Folge sprechen wir über das gute alte Selfie – aber auf aktuellem Stand der Technik:

Wir erklären dir:

✨ Welche Auslösemöglichkeiten und Tools es gibt, samt ihrer Vor-und Nachteile
 📷 Ob deine Selbstportraits wirklich mit Kamera sein müssen oder Handy auch reicht
 🐕‍🦺 Und natürlich: Wie du deinen Hund entspannt mit ins Bild bekommst (ohne dass er genervt guckt)

Learnings zum Mitnehmen:

  • Technik ist hilfreich – aber Vorbereitung ist alles
  • Lieber vorher üben als im Sonnenuntergang dann fluchen
  • Bewegung im Bild bringt Leben rein – und manchmal reicht schon eine kraulende Hand
  • Posing-Tipps, bei denen dein Hund freiwillig mitmacht
  • Und: Warum ein professionelles Shooting trotzdem manchmal die bessere Wahl ist

🎧 Jetzt reinhören und damit du endlich auch auf deinen Urlaubsfotos mit drauf bist!

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📸 Du hast schon Selfies gemacht mit deinem Vierbeiner? Zeig sie uns auf Instagram und verlink uns – wir freuen uns auf eure Bilder!

Du findest Sarah unter:
Webseite: https://abenteuerhunde.ch
Instagram: @abenteuerhunde.fotografie.ch

Du findest Yvonne unter:
Webseite: https://fellnasen-im-fokus.de
Instagram: @fellnasen_im_fokus 


Sarah  (00:00)
Hallo und herzlich willkommen zurück. Heute haben wir einen Fototipp für dich. Und zwar blicken wir jetzt schon bald auf die wunderschönste Zeit des Jahres, die Urlaubszeit. Und vielleicht bist du Hobbyfotografin oder hast einfach so deine Kamera gerne mit dabei. Fotografierst auch im Urlaub sehr gerne dich und deinen Hund, aber vielleicht ist dann deine Begleitperson mal so ein bisschen...

Dezent genervt, wenn du alle 20 Meter bei jedem wunderschönen Spot und jedem tollen Stein, wo du deinen Hund raufschicken könntest, halbe Stunde Pause machen musst für das Foto. Deshalb habe ich mir eine ganz gute Idee für

Du könntest auch Selfies machen von dir und deinem Hund im Urlaub. Selbstauslöser kennst du bestimmt. Das kann jede Kamera, aber heutzutage...

gibt es auch verschiedene Varianten, wie man wirklich gute Selfies von sich hinkriegt mit einer Kamera. Und darüber wollen wir heute sprechen, dir ein paar Tipps geben, verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, was du an Equipment

Yvonne (01:11)
Ja, genau. Also voll cooles Thema. Sarah, ich hab das früher auch gehabt, Problem, aber jetzt nicht unbedingt, weil mein Partner keinen Bock mehr hatte, sondern weil ich alleine unterwegs war. Dann hat man ja genau das gleiche Thema. Keiner ist da oder der irgendwie Fotos von einem macht an schönen Spots. Und klar ist es toll, den Hund immer alleine zu fotografieren, aber manchmal möchte man auch mit drauf sein. Und ich bin da nicht unbedingt der Profi, gebe ich ganz ehrlich zu. Also wenn, dann mache ich viel mit dem Handy, aber weniger mit der Kamera. Aber du.

Du hast ja ein Buch geschrieben, in dem so ein Kapitel vorkommt. Und ich hab auch noch in Erinnerung, du hast vor ein paar, ich weiß gar nicht, Monaten, Wochen auf jeden Fall mal so eine Instagram-Reihe oder Stories gehabt, wo du uns wirklich auch aktiv mitgenommen hast und wie du selber verschiedene Selfie-Versuche unternommen hast. Und vielleicht fangen wir einfach mal damit an, dass du unsere Zuhörerinnen noch mal kurz abholst. Was haben wir denn jetzt überhaupt für technische Möglichkeiten? Also was muss ich überhaupt machen? Welches Equipment brauche ich? Wie fange ich denn da an?

Sarah  (02:11)
grundsätzlich geht das mit jeder Kamera und auch mit dem Handy. Wie du gesagt hast, Yvonne, ich bin ganz schlecht mit Handy. Das kippt auch immer weg, wenn ich das probiere. Also die allererste Überlegung ist ja, wenn wir über Equipment sprechen, dass niemand das Handy oder die Kamera in der Hand hält. Das heisst, wir müssen das irgendwo platzieren oder befestigen.

in so einem Winkel, der für unseren Bildaufbau passend ist. da es das erste Thema wäre, schleppe ich jetzt ein Stativ mit. Oder ist mir das zu blöd? Es gibt auch eine andere Variante. Ein Stativ ist immer gut. Man kann sehr exakt arbeiten mit einem Stativ, wenn du dir das überlegst, einen zu kaufen. Es gibt natürlich auch leichte Stative. Es muss nicht das ultra-krasse, was 10 kg Kamera-Equipment tragen kann,

Yvonne (02:46)
Mmh.

Sarah  (03:03)
Es gibt auch explizit solche Reisestative, die leicht gebaut sind. Und wenn du dir das anguckst, dann ist das Allerwichtigste, was für einen Kopf das Stativ hat, wie beweglich das oberste Glied sozusagen des Stativs ist. Wenn das nämlich ein sogenanntes Kugelgelenk hat, kannst du dann die Kamera auf dem Stativ ganz, frei so 360 Grad drehen und bist extrem flexibel. Im Gegensatz zu einem

So, Charnier, ähm... Wie sagt man denn? Nichtverschluss. Ja, genau. Genau. Also, w-

Yvonne (03:35)
Mmh.

Ja, was man nur so kippen kann, was nur so aufkippt.

Ich habe mal

selber so einen Schal so ein also kein Stativ gekauft sondern kennst du vielleicht was für den Namen die mit diesen flexiblen drei Beinen die man auch irgendwo so rum kann aber mit Kamera genau und da muss finde ich

Sarah  (03:52)
Gorilla... Gorilla Pod.

Yvonne (03:59)
kommt stark drauf an, das müsste man vielleicht dazu sagen, mit was für einer Kamera fotografiert man und was hat man für ein Objektiv drauf. Wenn das Objektiv zu groß und zu schwer ist, so ging es mir zumindest mit diesem kleinen Dreiein, dann kippt das Ding immer komplett ⁓ Dann kann es das nicht halten, dann braucht man doch ein stabileres Stativ.

Sarah  (04:16)
Genau, da hast du vollkommen recht. Je schwerer die Kamera ist, desto stabiler muss das Stativ dann tatsächlich sein. Ist ja sehr, schade, wenn deine sehr teure Kamera umfällt. Das wollen wir nicht. Und was auch noch draussen eine Rolle spielen kann, ist Wind. Also wenn du jetzt ans Meer fährst oder irgendwo auf dem Berggipfel und da ist es stürmisch windig.

Yvonne (04:33)
Hmm.

Sarah  (04:39)
Mit so einem Reisestativ kann unter Umständen nicht stabil genug sein für so extrem Wetterbedingungen. Aber da sind wir wirklich schon fast im sehr ehrgeizigen Profibereich, wenn man diese Kamera so genau ausrichten möchte. Yvonne, haben ja auch noch einen coolen Tipp, wie man das auch noch machen könnte.

Yvonne (04:47)
Mmh.

Also

ob das ein cooler Tipp ist, weiß ich nicht, aber ich steh sie oft einfach auf den Rucksack. Ich hab gar kein Stativ mit. Muss man aber natürlich dann wissen, also dann gehen halt so Fotos, wo man steht, entweder nur mit sehr großer Distanz oder ich weiß, dass da ist irgendwie eine Bank oder so, wo ich den Rucksack und die Kamera drauflegen kann. Ansonsten bin ich ja sehr nah am Boden und dann gehen meistens nur Fotos, wie man irgendwie zusammen mit dem Hund irgendwo sitzt oder so. Aber das ist mein Go-To, wenn es eben doch mal ein Selfie sein soll und dann schleppe ich kein Stativ mit.

Sarah  (05:04)
Auf Wiedersehen!

Man findet vielleicht auch grösseren Felsenstein oder Baumstamm. Aber logisch ist es nicht garantiert, dass man etwas Gutes findet. Aber in der Regel reicht das auch.

Yvonne (05:40)
Mhm.

Ja, wenn man ein bisschen flexibel ist, Also kann einem natürlich schon passieren, dass man so einen Megaspot hat, wo man sich total gern hinstellen würde und gerade da gibt's halt dann keine Bank, kein Felsen und Stativ hat man auch nicht mit, dann wird's ein bisschen schwieriger mit dem Winkel oder so, aber ja, eigentlich reicht das. Genau. Also...

Sarah  (05:57)
Man kann nicht alles im Leben haben. Entweder das perfekte

Bild mit dem Stativ oder wenig Gewicht und dafür ist das Bild.

Yvonne (06:05)
Korrekt? Genau.

So, also jetzt haben wir auf jeden Fall mal, wir sind ja bei der Kamera gerade noch, also wir haben auf jeden Fall eine Kamera dabei, Stativ kann sich jetzt jeder selber überlegen. Und jetzt ist, glaube ich, die Hauptfrage, wie löse ich ihn denn jetzt aus? Was mache ich denn, was gibt es denn da für Möglichkeiten?

Sarah  (06:22)
Auch das hängt davon ab, wie hochwertig die Kamera ist, was die tatsächlich alles kann. Ich denke, wir erklären jetzt mal alle vier Möglichkeiten, die wir so haben und sehen. Und dann musst du, liebe Zuhörerin, halt bei dir, bei deinem Modell gucken, was das kann. Guckst du mal im Internet oder im Handbuch vielleicht nach, was dir offen steht. Und starten wir doch mal ganz klassisch mit dem, was sicher jede Kamera hat.

Das ist ein Selbstauslöser, also ein Timer. In der Regel kann man 2, 5 oder 10 Sekunden einstellen, wonach die Kamera auslöst. Das das gängige Problem. Bei fast allen Kameramadellen löst die Kamera dann nur einmal aus. Das heisst, jedes Mal, wenn ich ein Foto machen muss, muss ich da hingehen zur Kamera, einmal auf den Auslöser drücken.

Yvonne (07:19)
Hmm.

Sarah Stangl (07:20)
Zurückrennen zum Hund, mich positionieren, dann macht es ein Foto. Und dann muss ich wieder zur Kamera. Also ganz schön nervig. Immer so hier und her. ähm... Ja. Also das ist eher so Notfall behelfsmässig, würde ich sagen.

Yvonne (07:22)
Hahahaha

Mmh.

Also ich hab das so noch gar nicht gemacht, ehrlicherweise. Genau aus dem Grund. Also da hab ich ja auch den falschen Hund für, ne? Da sagt der nämlich, bis ich fertig bin mit hin- und zurückrennen, zwei mal gucken, ob jetzt auch das Motiv passt und so weiter, sagt der, kannst deinen Scheiß alleine machen. So. Also und da bin ich auch selber auch zu ungeduldig für. Ich nutze tatsächlich mein Handy als Hilfsmittel. Zum Auslösen. Mhm.

Sarah Stangl (07:39)
Okay.

Ja!

Ah ja, ja.

Das wäre aus meiner Sicht so Variante Nummer 4, wenn man eine Kamera hat, die das kann. Wenn man als Handy nutzt, du meinst, Yvonne, du brauchst eine App. Du kannst also dein Handy über eine App mit deiner Kamera verbinden, über Bluetooth oder WLAN und dann die Kamera über App

Yvonne (08:08)
Mmh.

Sarah Stangl (08:18)
das ist allerdings ein Feature, welches häufig nur teure Reckkameras haben. Und wir können das kurz einmal benennen, welche Apps das sind, dass du nachgucken kannst. Bei Canon heißt das Canon Connect. Bei Nikon, wie soll ich das aussprechen? WMU.

Yvonne (08:24)
Hm.

Das ist wie,

ja, wie es ausgesprochen wird, Ahnung, aber das ist Wireless Mobility Unit. So. Nicht logisch, aber wenn man's nicht drauf hat, total einfach zu bedienen.

Sarah Stangl (08:43)
Ja, abgekürzt.

abgekürzt mit WMU und bei Sony heisst es Imaging Edge Mobile. Also könnt ihr euch runterladen im Play Store oder bei deren Webseiten. Und das ist natürlich schon so die High-End-Variante, weil dann man auf dem App über das Handy den Kamerabildschirm sieht, sich wegbewegen kann von der Kamera und dann die Bildgestaltung vornehmen kann.

Yvonne (08:55)
Mmh.

Mmh.

Sarah Stangl (09:17)
und natürlich

auch noch über die Distanz die Einstellungen verändern. ich kann übers App meine Blende noch anpassen, die Verschlusszeit, ISO und so weiter und muss nicht jedes Mal zurück zur Kamera gehen.

Yvonne (09:31)
Ja, und auch den Fokus, ne? Das finde ich mit einem wichtigsten. So, dann sitzt man da oder steht da, hat sich positioniert und stellt fest, Mist, jetzt ist es aber nicht so, wie ich das geplant habe. Dann kann man einfach per Touch, also bei Nikon ist es per Touch irgendwie auf dem Handy-Display nochmal sagen, Fokus bitte woanders hin. Das ist schon richtig, das ist cool. Genau, müsste man gucken, ob sie unteren Modelle auch haben.

Sarah Stangl (09:48)
Exakt.

Yvonne (09:52)
Das einzige, wo ich da manchmal so bisschen reinlaufe und am Anfang immer gedacht habe, das gibt es doch nicht, dass das nicht geht, es sind tatsächlich die Einstellungen, wenn man das mit per WLAN oder per Bluetooth verbindet. Man muss es in der Kamera extra einschalten, das ist das eine. Man muss es aber zumindest bei mir auf dem iPhone auch noch mal extra aktivieren, also auf beiden Tools, in diesem Fall mit Nikon und mit iPhone zusammen beide aktivieren. Und wenn man eine längere Pause drin hat, dann schaltet sich das auch wieder aus. So.

Das heißt dann nicht wundern, wenn man die App wieder anmacht und denkt, jetzt geht es nicht mehr, sondern dann muss man WLAN nochmal anschalten für das Nikon-Netzwerk und bei der Nikon im Zweifel auch nochmal die Verbindung aktivieren.

Sarah Stangl (10:32)
Du meinst also, dass wenn du es über eine längere Zeit nicht verwendet hast, dass es sich wie in einen Ruhestand versetzt und dann musst du nochmal

Yvonne (10:39)
Ja, genau,

aber die längere Zeit ist nicht so lange. Also eine Minute oder zwei, keine Ahnung, vielleicht kann man das auch irgendwo einstellen, aber es kommt mir manchmal sehr kurz vor. Dann sortiert man sich noch mal, zieht noch mal irgendwie Falten aus dem Pulli, dann läuft der Hund kurz weg, muss man den holen, zack, sitzt man da und dann geht's nicht mehr. Aber wenn's geht, dann ist es mega easy. Dann muss man nur gucken, dass man das Handy irgendwo so versteckt, dass man das halt natürlich nicht irgendwie plakativ in der Hand hat, während man abdrückt.

Sarah Stangl (10:44)
Aha, okay.

Mhm. Ja.

Genau.

Auch da kann man wieder einen Timer setzen. Auch da könnte man zum Beispiel auf zwei Sekunden Selbstauslöser dann. Dann hat man kurz Zeit, das Handy wegzulegen und dann hat man die Hände frei und kann das Foto so machen. Ja. Ja. Genau. Sonst musst du ja das Handy immer so irgendwie hinten rücken und hast einen verdrehten Arm und ja.

Yvonne (11:20)
Guck, da kommt der Profi-Tipp auf die Idee, bin ich noch gar nicht gekommen. Ja gut, wir lernen hier alle heute noch was.

Ja. Ja, genau.

Sarah Stangl (11:33)
Selbstauslöser über die

App, 10 Sekunden reichen, es wegzulegen und gut ist. Und seit es diese Apps gibt, ist natürlich der absolute Gamechanger. Also das ist fantastisch, was man da selber schon machen kann. Gerade mit dem Fokus, was du gesagt hast, den Fokus neu zu setzen über die Distanz. Super.

Yvonne (11:56)
So,

jetzt hat nicht jeder eine Profikamera aus dem oberen Preissegment. Haben wir noch andere Möglichkeiten, die vielleicht nicht ganz so umständlich sind wie Variante 1?

Sarah Stangl (12:07)
Es gibt auch noch die ganz klassischen Kabel- oder Funkauslöser, das kommt noch früher aus dem Studio. Die Landschaftsfotografen nutzen tatsächlich einen Funkauslöser, auch wenn sie die Kamera auf dem Stativ haben, dass sie die nicht anfassen müssen, wenn sie auslösen, ⁓ so Wackler zu vermeiden. Das gibt es einmal.

Entweder über Kabel, man steckt das Ding ein und dann hat man sozusagen den Auslöseknopf in der Hand losgekoppelt von der Kamera. Und das geht auch über Funk. Ich habe auch so einen, aber das Ding war manchmal einfach so unverzüglich, dass es diese Verbindung nicht so gut gehalten hat. Da man mich wahnsinnig genervt. wenn du drückst und drückst und drückst und dann zielst du auf die Kamera und es nimmt trotzdem nicht ganz so die Verbindung auf. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Also keine Empfehlung von mir.

Yvonne (12:58)
Mmh.

Sarah Stangl (13:02)
Weiss nicht, ob du das mal ausprobiert hast. ist nervig. Weil man muss auch diesen Funkauslöser, das ist ja nicht gedacht für Selfies, den muss man tatsächlich auf die Kamera richten und anvisieren, zielen. Und wenn ich das aber machen muss, während ich da sitze mit meinem Hund, dann muss ich ja zwangsläufig so meinen Arm irgendwie in Richtung Kamera ausstrecken und es ist richtig schwierig, das zu verstecken, finde ich. Voll doof.

Yvonne (13:03)
Tatsächlich nicht.

Mhm.

Okay.

Aber es wäre eine Option. Vielleicht hat sich ja auch da die Technik weiterentwickelt, eventuell kommt es auch auf die Art des Funkauflösers draus an, ne, aber...

Sarah Stangl (13:35)
Es wäre eine Option.

Wahrscheinlich habe ich mir damals auch nicht den teuersten geleistet, das könnte noch sein. Aber dann haben wir ja noch eine weitere Variante, was ziemlich viele Kameras können. Das ist der sogenannte Intervall-Timer. Der ist ursprünglich auch nicht für Selfies gedacht, sondern für Timelapse-Aufnahmen. Wenn ihr das nichts sagt, das sind so...

Zeitrafferaufnahmen, du hast es bestimmt schon mal gesehen, zum Beispiel von einem Nachthimmel, wenn so die Sterne vorüberziehen, so in einer Art Video. Oder Wolken oder Schiffe auf dem Meer. Das ist dann wie ein Video aus ganz, ganz vielen Bildern zusammengesetzt, in einem bestimmten Zeitraum aufgenommen. Und das sind diese sogenannten Intervalle, die kann ich als Fotograf festlegen, zum Beispiel sage ich der Kamera

Nimm bitte alle Minuten ein Foto auf oder alle Stunden oder beliebig. Das kann man halt auch nutzen und der Kamera sagen, hey, nimm doch bitte alle zwei Sekunden ein Foto auf. Es ist also sozusagen ein Selbstauslöser, der alle zwei Sekunden auslöst. Ich kann also meine Kamera auf dem Stativ platzieren, diesen Intervall Timer aktivieren.

Yvonne (14:44)
Mmh.

Sarah Stangl (15:06)
Dann zu meinem Hund gehen und beliebig lange Fotos machen lassen im Abstand von 2-3 Sekunden und muss nicht zurück zur Kamera gehen.

Yvonne (15:12)
Hm.

Sarah Stangl (15:18)
Nachteil ist, dass keine Chance hast, auf die Distanzobsätze die Zeitdauer, wo ihr frisch fröhlich posiert, weiterhin scharf ist. Also ob da der Fokus sitzt. Der Fokus wird auch nicht nachgeführt in diesem Intervalltimer. Das ist einer der grössten Nachteile dieser Methode im Vergleich zu dieser App.

Yvonne (15:28)
Hm.

Dann sind wir schon beim Fokus. Gibt es da irgendwas, was ich berücksichtigen kann oder sollte, wenn ich entweder über den Intervall oder über den Selbstauslöser Fotos mache?

Sarah Stangl (15:58)
Ganz grundsätzlich gesagt legen den Fokus auf das Gesicht des Menschen oder des Hundes. Wenn der Hund schon einmal im Modell stehen kann, während ich Kameraeinstellungen mache, könnte ich den Fokus schon einmal auf den Hund legen. Dann ist es ganz wichtig, dass wir beim Intervalltimer noch einmal kurz bleiben.

in diesem Fokus nicht nachgeführt werden kann. Das heisst, ich habe mir eine Schärfenebene sozusagen festgelegt, auf Höhe des Hundes. Heißt, ich kann nicht allzu sehr nach hinten oder nach vorne, von der Kamera aus gesehen, mich bewegen, weil dann bin ich aus diesem festgelegten Fokusbereich auch schon gleich wieder raus. So etwas links und rechts ist kein Problem. Aber das die Tiefe, das geht nicht.

Yvonne (16:40)
Mmh.

Mmh.

Sarah Stangl (16:53)
Über das App können wir es selbst nachführen, haben wir schon gesagt. Da drückt man einfach wieder auf den Bildschirm und führt den Fokus nach. Und beim Selbstauslöser und alles, wo nur ein Bild ausgelöst wird, man jedes Mal wieder kontrollieren, sieht es den Fokus noch.

Yvonne (17:09)
Genau, wie ist das bei den moderneren Kameras? Die haben ja häufig Gesichtserkennung. Geht das ins Kombi?

Sarah Stangl (17:17)
Im Intervall-Timer geht das nicht. Aber ansonsten schon. Wenn die Kamera an ist, für den Selbstauslöser oder mit dem App bleibt die Gesichtserkennung aktiv und man kann sich bewegen. Die Kamera sollte nachführen, wenn es möglich ist, von der Distanz, also je weiter du weg bist von der Kamera.

Yvonne (17:19)
⁓ mhm.

Sarah Stangl (17:40)
desto schwieriger ist es für die Kamera zu entscheiden, wo ist jetzt dein Auge, also das zu lesen

Und das zweite ist natürlich auch, Lichtsituationen können es der Kamera schwer machen zu erkennen, wo bist du. Also wenn wir extremes Gegenlicht haben, kann sie vielleicht nicht mehr erkennen, was sind denn jetzt die Features in

in deinem Gesicht oder in deinem Körper überhaupt, weil alles so dunkel ist.

Yvonne (18:08)
vielleicht ein kleiner Exkurs, wer sagt, boah, das klang jetzt aber alles irgendwie kompliziert und eigentlich habe ich auch gar keine Kamera oder will die in Urlaub nicht mitnehmen, kann ich total verstehen, gebe mir nämlich häufig auch so. Ich denke auch jetzt noch irgendwie, weiß ich nicht, zwei bis vier Kilo Kamera-Equipment, nein, danke. Dann gehen natürlich auch Handys, insbesondere mittlerweile gibt es ja wirklich viele Handys mit guten Kameras, ist vielleicht die Frage, ob man sich da dann etwas teures leistet. Ich habe das iPhone Pro, das hat drei

Kameras auf der Rückseite und macht wirklich gute Bilder. Da kann man jetzt auch nicht sagen, passt die Qualität nicht mehr, sondern das geht und das gibt es natürlich in Android-Varianten auch. Und die haben alle, das hatte Sarah im Intro oder irgendwo am Anfang schon mal gesagt, die haben alle einen Selbstauslöser mit Timer. Also beim iPhone kann man 3, 5 und 10 Sekunden einstellen, nach wann der auslöst. Also ich könnte das einstellen, mein Handy irgendwo hinstellen, einstellen, habe dann 10 Sekunden zum Hund zu laufen.

und mich da mit dazu zu stellen und dann macht er eine Serienbildfunktion. glaube beim iPhone sind es zehn Fotos und dann kann ich danach aussuchen, welches was geworden ist. Ich habe auch dieses Vor- und Zurücklaufen, aber das ist in Zweifel, wenn man sagt zwei, drei Selfies im Urlaub, glaube ich auch zu verschmerzen und ist die einfache Variante. So.

Sarah Stangl (19:18)
Das Handy hat man immer mit dabei. was ich noch kurz sagen möchte, der Frust nicht vorprogrammiert ist, wenn du das noch nie gemacht hast, probier es doch einmal zu Hause aus. Nicht dann erst an diesem wunderschönen einen Spot bei Sonnenuntergang und alle sind ungeduldig. Einmal ausprobieren zuerst.

Yvonne (19:32)
HEEEH!

Ja, das ist eine gute Idee, glaub ich. Egal womit. Auch Handy kann nerven, wenn's dann plötzlich nicht klappt. Jetzt waren wir sehr technisch, Sarah, was das Equipment und den Fokus und so weiter angeht. Jetzt sind wir da vor Ort, so einer schönen Location. Meinen wegen mit Sonnenuntergang oder mit Blick in die Berge.

Sarah Stangl (19:43)
Ja, stimmt.

Yvonne (20:01)
Was ist denn jetzt deine Tipps, die Reihenfolge, was mache ich sinnvoll, dass ich am Schluss mit dem Hund im Bild lande und im besten Fall auch noch ein scharfes Foto kriege?

Sarah Stangl (20:12)
Also erstens mal den Spot auswählen bzw. die Richtung bestimmen, wo das Bild dann aufgenommen werden sollte und sich sozusagen die Bildkomposition schon mal überlegen. Und da braucht man auch gar nicht irgendwie den Hund schon hinzuposieren dafür. Also es immer ganz wichtig, egal wie geduldig dein Hund ist, es ist immer besser, wenn der jetzt nicht warten muss.

In deiner Pose bist du fertig mit all deinen Überlegungen, dem Aufstellen und Einstellungen und so weiter. Du kannst schon mal dein Stativ aufstellen, deinen Rucksack hinlegen, positionieren, Kamera platzieren und dann mal alle Einstellungen machen, deine Komposition festlegen, also die Kamera ausrichten. Und erst dann, wenn alles eingerichtet ist, würde ich den Hund...

an die gewünschte Stelle, platzieren, setzen, stellen, was auch immer. Und dann, je nach Methode, kannst du gleich beim Hund bleiben, wenn du jetzt die App hast zum Beispiel. Oder wenn das nicht geht, dann gehst halt zur Kamera zurück, machst deine Einstellung, drückst auf den Selbsttimer, Auslöse, Knopf und gehst dann mit zum Hund.

Yvonne (21:19)
Mmh.

Ja.

Sarah Stangl (21:29)
Ich glaube, du kannst es so

unterstützen, Yvonne, dass wir die Hunde schonen. Auch wenn sie geduldig sind, auch wenn sie das theoretisch könnten, es nicht notwendig.

Yvonne (21:34)
Ja definitiv.

Nein, genau, das das eine, manchen macht es vielleicht auch nichts, irgendwo zu warten, irgendwie zwei, drei Minuten lang und genau an einem Fleck zu stehen. Andere finden es einfach wirklich doof. Und in Kobis Fall wäre es dann zum Beispiel so, dass man das auch sieht auf Fotos. Also der sieht dann auch genervt aus. Der steht dann schon an Ort und Stelle da wo ich ihn haben will, aber so sieht er dann auch aus. Das hilft ja irgendwie auch nicht. Und deswegen ist das gut. Genau. Erst alles einmal fertig machen. Dann ist man auch selber nicht gestresst und ärgert sich nicht, weil der Hund zwischendurch wieder wegläuft oder so, sondern dann kann man einfach ganz entspannt

Sarah Stangl (21:54)
Ja.

Hm.

Yvonne (22:10)
Foto aufnehmen und dann weitergehen. Genau. Jetzt haben wir immer gesagt, na ja, dann sind wir mit dem Hund da im Bild und stellen uns dahin oder setzen uns dahin. Aber das ist ja auch ein bisschen langweilig. Also jetzt sitzen wir immer in so Foto oder stehen. Was gibt es denn für Posen? Hast du irgendeine Lieblingspose, irgendwas, was du gerne machst, wenn du ein Selfie machst?

Sarah Stangl (22:32)
Ich muss kurz erwähnen, dass ich diese App habe und deshalb im Vorteil bin, dass ich mich tatsächlich auch ein bisschen bewegen kann innerhalb von dem mir festgelegten Rahmen, wo das Bild aufgenommen wird. Ich mag es tatsächlich sehr, wenn etwas Bewegung im Bild drin ist. Das muss gar nicht viel sein. Das könnte sein, dass ich

Wenn ich mich mit dem Hund hinsetze, wenn er Bock hat, den ein bisschen kraulen oder Pfote geben lasse oder so was Simples. Einfach, dass ich mit dem Hund und wir nicht wie festgefroren da sitzen oder stehen. Sondern ganz kleine Gesten, was wir gemeinsam tun. Das geht wirklich gut mit der App. Es geht aber auch

Yvonne (23:08)
Mh.

Sarah Stangl (23:25)
mit dem Intervalltimer, solange ich da nicht hier und gehe.

Yvonne (23:30)
Ja, das ist schön. Das ist allem schöner, hab ich jetzt gerade so vor Augen, wenn man quasi sich gegenüber sitzt oder so. Und zumindest seitlich zur Kamera hätte man da eine Perspektive. Was ich gerne mache tatsächlich ist weg von der Kamera. Also entweder indem wir beide irgendwie Hund und ich im Gras sitzen und in so ein Tal gucken oder man steht irgendwo auf so einem Vorsprung oder irgendwas und guckt so schräg seitlich weg. Auch das

geht besonders gut mit der App, weil dann kann man das Handy sogar in der Hand haben, logischerweise, weil das hab ich dann vor dem Bauch oder vor der Brust und das sieht man ja auf dem Foto gar nicht. Genau, und was ich auch immer nett finde, mein Hund kann das nicht, aber ich find sie nett. Die Safies, die man auf Instagram häufig sieht, ist, wenn der Hund über die Schulter guckt, also wenn man frontal zur Kamera sitzt und der Hund auch so über die Schulter kommt, hat dann den Vorteil, zwingen den nicht irgendwie mit uns in eine enge Pose, die der vielleicht doof findet, sondern der kann selber entscheiden, ob er darüber kommt.

Sarah Stangl (24:02)
Ja.

Yvonne (24:26)
Und die meisten, es wird ja mit mit Keksen in der Regel oft trainiert, dass man die so rüber lockt. Die meisten finden das auch ganz cool. Und dann hat man ein richtig schönes frontales Portrait von sich und seinem Hund. Genau, finde ich ganz schön. Ansonsten ist man natürlich völlig frei mit allem, was man so machen will. Man muss immer eben gucken, so wie du es gesagt hast, was für eine Auslösefunktion habe ich und geht das? Grundsätzlich, glaube ich, kann man sagen, man ist natürlich

eher bei den statischen Posen, Also einfach weil der Bildausschnitt festgelegt ist, weil man eben nicht wahnsinnig viel vor und zurück kann, je nach Fokuspunkt oder weil man halt, selbst wenn man sich bewegen kann, wie wir beide das können mit der App, auch dann muss ich ja jedes Mal auf der App den Fokus nachstellen. So, also so richtig authentisch und im Flow ist das dann ja auch nicht, ne? Weil das wird einfach schwer, dann ist es unscharf. So.

Sarah Stangl (25:05)
Ja, ja, genau.

Ja, auf jeden Fall. Es ist eine gute Lösung, wenn es sich anders geht, wenn man alleine unterwegs ist oder halt, ja. Aber die allerbeste Lösung ist selbstverständlich für wunderschöne Bilder, wenn man einen Fotografen dazu holt, der völlig unabhängig sein kann und sich völlig unabhängig dich herum bewegen kann.

Yvonne (25:34)
Genau, also unterm Strich, wie die Sarah sagt, fotografen können Sachen, die du selber nicht kannst. Einfach ist ganz logisch, nicht nur aufgrund der Bewegung, sondern auch aufgrund des Ganzen der Interaktion, des authentischen Unterwegssein. Auch im Kopf ist es ja was anderes, ob du permanent drüber nachdenken musst, wo du jetzt draufdrückst und ob die Kamera wohl auslöst oder nicht. Oder ob du einfach mit deinem Hund sein kannst, mit deinem Hund wandern kannst.

Und deswegen ein bisschen Eigenwerbung auch hier mal wieder. Buchen-Shooting bei mir oder bei Sara, lass uns zusammen wandern oder spazieren gehen. Das sind noch mal andere Aufnahmen und das schafft kein Selbstauslöser dieser Welt, das so festzuhalten, wie wir das können.

Sarah Stangl (26:12)
Sehr schön gesagt. Ja, dann vielen herzlichen Dank wieder fürs Zuhören. Ich hoffe, wir konnten dir ein paar nützliche Tipps mit an die Hand geben für deinen Urlaub, für deine nächsten Fotos, wenn du entweder alleine unterwegs bist oder deine Mitreisenden einfach nicht so Bock haben, immer auf dich zu warten.

Dann wünschen wir dir eine wunderschöne Zeit mit deinem Hund. freuen uns wie immer riesig, wenn du diesen Podcast weiter empfiehlst und uns auf deiner Lieblingsplattform die 5 Sterne dalässt, damit wir auch noch

mit Freude für dich produzieren können. Vielen herzlichen Dank und wir hören uns in der nächsten Folge. Tschüss.

Yvonne (26:58)
Ciao!