#Lokalgeplänkel

#78 – 🥣 Hausrezepte, Sperrmüll 🛋️ & die Schamanin vom Norddorf 🔮

Dennis Hentschel, Patrick Schumann Episode 78

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🎙️ Ohren auf – hier kommt was für eure Lauscher! 🎉

🎧 Eure Hosts: Dennis Hentschel & Patrick Schumann

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THEMEN DIESER EPISODE

Wir starten mit Hausmitteln gegen Erkältung, springen in die Adventszeit mit Ritualen und danken den Paketboten. Danach geht es um Sperrmülllösungen, Jobspot360, Interview mit Elke Beune über die Orafol-Erfolgsgeschichte und eine dichte Gemeinderunde rund um Kita, Bauvorhaben, Prioritäten und ein satirisches Märchen.

  • Akutsprechstunde, Tee, Thymian und schnelle Genesung
  • späte Weihnachtsbaum-Tradition und Glühwein-Suche
  • Wertschätzung für Zustellerinnen und Zusteller
  • Sperrmüllkarte, AWO-Annahme und Nachbarschaftssharing
  • Jobspot 360 als Ausbildungsschub für Jugendliche
  • Orafol vom VEB zum globalen Familienunternehmen
  • Kita Spatzenhaus zwischen Versicherung und Rechtsweg
  • Klebepunkt-Priorisierung und Ruf nach Transparenz
  • Bauprojekte Mozartstraße, Koloniel und Heidecampus
  • Flächennutzungsplan, Obergrenzen und Folgekosten
  • Haushaltslücke, Hebesatz ab nächstem Jahr, offene Fragen
  • Märchen als Spiegel lokaler Entscheidungslogik

Meldet eure Liebsten für „Gemeinsam statt einsam in der Mönchmühle“ an Heiligabend an. Anmeldeschluss ist der 17.12.

Aufzeichnung vom: 11.12.2025

Music by Trygve Larsen from Pixabay

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Dies ist ein Podcast aus Leidenschaft, von uns für Euch. Alle Infos sind mit Herzblut und ohne Garantie.

SPEAKER_01

Hey, aufgepasst und umgespitzt. Ihr hört Lokalgeplänke. Der Podcast mit Stunden aus dem Luminkerland. Mit Dennis Henschel und Patrick Schumann am Steuer. Starten wir eine explosive Reise durch unsere Gemeinde und drumherum. Macht euch bereit. Lacht, staunt und diskutiert mit uns. Und vor allem hört nicht auf zu laut.

SPEAKER_03

Hallo und herzlich willkommen beim Lokalgeplänkel. Heute mit einer Episode, wo einer von uns beiden krank ist. Wer kann's hören? Na, ich bin's wohl offensichtlich nicht, meine Lieben.

SPEAKER_02

Herzlich willkommen mit Megaland. In der Adventszeit. Jingle Bells, Jinglebells, Jinglebellswalk.

Einstieg, Adventsstimmung, Erkältung

Hausmittel Und Arzt-Akutsprechstunde

SPEAKER_03

Ja, gut. Aber ein bisschen emotionaler dann bitte, wenn es dann Richtung Weihnachten geht. Ja, du. Das muss ja nicht so schnell vorbei. Ja, Leute, ich hab mich ein bisschen erkältet. Und meine Hausrezepte sind eigentlich immer Tee, also viel Tee trinken. Okay, ich muss Dennis noch kurz die Bühne geben. Nein, kurz. Wir trinken jetzt hier noch ein bisschen. So, nee, machen wir genau nicht. Okay. Sondern wir legen los. Und the stage is yours, mein lieber. Ja, ich wollte nur mal sagen, mein Hausrezept, wenn ich krank werde, ist eigentlich immer Tee trinken und viele Bonbons lutschen. Bonbons lutschen. Ja. Also Tee trinken, einfach viel Flüssigkeit, die Niere spülen, also so den Körper helfen bei dem Ausspülen. Und Bonbons lutschen, alles so, damit der Hals immer feucht bleibt und immer so ein bisschen gespült wird. Also durch dieses Runterschlucken oder dass sich da nicht so richtig ansammelt. Und damit fahre ich eigentlich immer ganz gut. So dass ich mir einbilde, dass nach so zwei, drei Tagen ich das immer in den Griff bekomme. Aber diese Woche hat es mich mal ein bisschen länger aus der Latschen gehauen. Aus den Latschen gehauen, genau. Und musste dann doch mal zum Arzt gehen. Und ich besuche meinen Hausarzt in Schildow. Da gibt es die Praxis von Herrn Bias. Und ich war überrascht. Ich wusste gar nicht, dass das mittlerweile so professionell organisiert ist. Vielleicht kannst du ja immer mal, ich weiß nicht, wann du das letzte Mal beim Arzt warst, aber es gibt so eine Akutsprechstunde. Das ist quasi, wenn der Vormittag seine Sprechstunde hat, dann gibt es am Ende diese letzte Stunde, das ist die Akutsprechstunde. Und da kommen dann alle hin, die wirklich richtig, richtig krank sind. Also die wirklich sagen, ey, ich bin arbeitsunfähig, ich brauche ja auch meinen Schein. Und ich kam halt an, die Tür war zu einer riesigen, also eine lange Schlange, ich sag mal ungefähr, ich würde sagen, acht oder neun Leute dann vor mir und ich dachte schon, Mann, da muss man jetzt wieder lange warten, so wie früher, lange am Arzt anstehen. Aber diese Akutsprechstunde ist wirklich so: So ein Rein-Rus-Ding macht. Maske auf, genau, rein, ab da rein, was hast du? Brauchst du meine Hilfe? Brauchst du Medikamente oder sowas? Okay, das, arbeitsunfähig, nächste. Und da haben sie ja mal so zwei Räume und dann immer im Wechsel. Somit hat der Arzt aber, das finde ich richtig gut, weil ich da mitbekommen habe, alle, die dann davor da waren, die wirklich auch ein längeres Gespräch brauchen, vielleicht auch eine Beratung brauchen. Dafür kann sich der Arzt dann viel mehr Zeit nehmen. Und die, die eigentlich nur hinwollen, weil der Krankheit, der schädel tut weh, du bist eigentlich krank, du willst eigentlich nur zurück in dein Bett, die fertigst du dann in dieser einen Stunde ab.

SPEAKER_02

Es wird sich ja irgendwie bewährt haben, sonst würde er es nicht tun. Wie ich jetzt darüber denke, spielt der keine Rolle, weil ich bin ja ja kein Arzt. Durf. Ich gehe ins selbe Haus, aber nicht in diese Praxis, sondern zwei Etagen höher. Da läuft es anders, aber ich kann nicht sagen, ob es besser ist. Also ist ja auch egal.

SPEAKER_03

Also für mich zufrieden ist für mich als jemand, der krank war und eigentlich nur ganz kurz zum Arzt will, weil ich will, lasst mich alle in Ruhe. Ich fand das richtig gut.

SPEAKER_02

Also mein Hausrezept ist, ja, Tee und Wasser trinken, Bonbons Vinia, ich mache eine Zink- und C-Kur, also hau mir Zinkdrops drin und hochdosiert und hochdosierte Vitamin C. Ziele zwei Tage durch und dann ist in der Regel eigentlich der Drops bei mir lutscht. Okay. Aber gut. Ist natürlich nicht immer so, aber im Regelfall schon.

SPEAKER_03

Bei mir ist es übrigens Thymian, Thymian-Tee. Thymian-Tee. Thymian-Tee. Aber gut, heute ist Aufnahmetag ist Donnerstag, ist ja noch nicht alles weg. Also mal überlegen, ob ich mein eigenes Hausrezept mal überlegt habe.

SPEAKER_02

Du sitzt ja auch zweieinhalb Meter weiter weg hier. Na, so los, weiter geht's hier.

SPEAKER_03

Okay, gut, Dennis, ich habe mir noch die Frage gestellt, wir galoppieren ja auf Weihnachten zu. Gibt es bei dir eigentlich irgendwelche Traditionen? Und da erzähle ich einfach mal von einer Weihnachtstradition, die es bei mir in der Familie eine ganz lange Zeit gab, und zwar in der Vorweihnachtszeit, oder wenn man auf den Weihnachtsmarkt geht, was gibt es dann halt, dann gibt es klassisch das Grünkohl, du fährst eigentlich mal zum Weihnachtsmarkt um so eine Portion, Grünkohl auch zu essen, du trinkst mal Glühwein. Da gab es immer so ein Spiel, das hieß, wir suchen den Glühwein, wir suchen den Weihnachtsmann in der Glühweintasse. Und dann hast du mir die Tasse ausgetrunken vom Glühwein und hast gesagt, ah, also hier war er nicht drin.

SPEAKER_02

Schoko-Weihnachtsmann, dann.

Weihnachtsrituale Und Glühwein-Running-Gag

SPEAKER_03

Ne, einfach nur den Weihnachtsmann. Und dann bestellst du halt die nächste Tasse. Ach so. Und dann guckst du da, das ist hast du schon wieder nicht grün. Hast du ihn gefunden? Wahrscheinlich gefunden. Also er wurde noch nie gefunden. Wir sind immer noch unregelmäßig, regelmäßig immer dabei, ihn zu suchen. Und das fand ich, war eine erzählenswerte Tradition bei uns. Und ich, sorry für den Sprachfehler, ich schmücke meinen Weihnachtsbaum erst zu Weihnachten. Also am Weihnachtsabend kommen, wir machen eine ganz kleine Runde und wir schmücken dann den Baum erst. Also ich bin so eine ganz, ganz späte, ganz späte Frage.

SPEAKER_02

Da haben wir was gemeinsam, insofern, dass wir immer einen Tag vor Heiligabend tatsächlich auch den Baumess aufstellen und dann die Frau mit den Kindern zusammen, ja, doch im Regelfall mittlerweile schon in der Dreierkombination, den Baum schmücken. Also wir hauen den auch nicht Wochenvorherruf, sondern. Und du bist ja Dirigent, weiter rechts, weiter links? Ich bin ja nicht so ein Weihnachtstyp. Ich versuche mich dann irgendwie mit Erledigungen zu beschäftigen, damit sie nicht dabei sein muss. Nee, nee, aber das kriegst du entschuldigt selber hin. Soll ich dich anrufen am 23. Warum? Na, eine Erledigung. Vielleicht gibt es noch was ganz Wichtiges. Es gibt bestimmt was Wichtiges, genau. Nee, aber stell den meisten noch auf mit einer Frau zusammen, richten wir ihn so ein bisschen aus und dann kann sie sich da quasi auslassen und da ist sie auch ganz happy soweit. Okay, okay. Nee, ansonsten haben wir eigentlich nicht so eine spezielle Tradition. Wir haben eine grüne Gurke, die hängt immer am Weihnachtsbaum. Die muss dann immer gesucht werden und derjenige, der sie gefunden hat, darf die als erste die Geschenke auspacken. Also eine Weihnachtskugel als grüne Gurke getarnt. Genau.

SPEAKER_03

Die musst dann eigentlich du aufhängen.

SPEAKER_02

Ich hängt die jemandem auf, wo nicht bekannt ist, dass quasi die Stelle, wo die Stelle ist. Okay, okay.

SPEAKER_03

So, und in dem Zuge müssen wir aber eine Sache mal ganz kurz ansprechen. Ich warte nämlich gerade auf ein Paket und bekommt die Nachricht. Genau, und bekommt mal wieder die Nachricht. Kommt morgen erst, kommt übermorgen erst. Unsere Paketzusteller, egal welcher Hersteller, egal ob Männlein, Weiblein, ob auf dem Fahrrad oder im Auto unterwegs, Mann, die wuppen gerade echt viel. Und ich möchte euch da draußen mal anstoßen. Denkt doch mal drüber nach, vielleicht machen wir mal ein paar kleine Weihnachtsgeschenke für unsere Paketzusteller. Gerade unsere Postfrauen und Postmänner, die bei uns ja wirklich fast täglich oder alle zwei Tage an der Tür stehen. Ich habe nämlich schon oft drüber nachgedacht. Das eine oder andere Mal habe ich schon ein kleines Geschenk gemacht. Und ich glaube, dieses Jahr ist das wieder so viel, weil wir so viel bestellen alle. Das machen wir dieses Jahr nochmal.

SPEAKER_02

Also wir hatten ja Black Week, Cyber Week, Black Monday, Black Friday, wie it all hieß, ne? Und die Deal-Woche. Ja, ja, genau. Vielleicht auch noch die Aktionswoche für die traditionelleren. Da ging es ja schon ordentlich los. Ich glaube, da war ja schon High Life in Tüten. Ich selber bin ja auch so ein Powerbesteller. Und sehe ja selber, wie bei mir sich quasi das Leergut, also die Lernkartons sammeln quasi. Also ist schon Wahnsinn, was da quasi jetzt gerade so durch die Jink geschippert wird. Und ja, auf jeden Fall, ich habe mindestens aktuell, mich fast wetten, zwei bis dreimal täglich ein Postboot bei mir auf dem Grundstück.

SPEAKER_03

Viel, ne?

SPEAKER_02

Ja, weil klar, eins kommt per Hermes, DRL, per DPD, per FedEx, wie auch immer. Und die kommen ja alle unterschiedlichen Zeiten und ja, also schon Wahnsinn.

Danke An Paketboten Und Pappeproblem

SPEAKER_03

Ja, und das passt natürlich auch super zu dem nächsten Punkt, weil wer viel bestellt, hat viel Pappe. Ja, absolut. Und vielleicht zählt Pappe jetzt nicht unbedingt zu Sperrmüll, aber trotzdem ist die Pappetonne ja regelmäßig voll. Größere Pappe-Entleerungsstellen haben wir jetzt nicht mehr großartig. Insofern könnte man ab nächstes Jahr tatsächlich auch die kostenlose Sperrmüllentsorgung der AWO annehmen, die nämlich ab nächstes Jahr nicht nur möglich ist über diese Sperrmülkarte, die da einmal im Jahr ablösen, auslösen, einlösen kann. Einlösen, ja. Sondern man kann jetzt immer nach, wo ist das bei uns in Germdorf fahren und dort dann in haushaltsüblichen Mengen, so heißt das, sein Sperrmüll abgeben.

SPEAKER_02

Aber jetzt hält mir mal, weil wo ist denn hier, wo kriegt man so eine Sperrmüllkarte her? Kapitler noch nie.

SPEAKER_03

Die bekommst du, also ich weiß nicht, ob sie immer noch per Post geschickt wird, aber du kannst als Einwohner in Oberhavel einmal im Jahr zur AWO sagen, an dem und dem Tag soll bei dir am Grundstück Sperrmüll abgeholt werden. Und das völlig kostenlos und zwar alles. Von Kühlschranke, Fernsehgeräte, Schränke, keine Baustoffe. Also du kannst nicht sowas wie Lenoleum oder sowas abgeben oder vielleicht was auch immer. Also alles, womit du baust, das geht halt nicht. Ein alten Keller. Also es ist Bauschutt. Aber ansonsten wirklich alte Teppiche hier und also wirklich.

SPEAKER_02

Und da dachte ich, da ruft man bei der AWO an, sagt hier, Mensch, hier, an dem Tag möchte ich gerne wie auch immer. Und da gibt es aber noch so eine Karte oder was? Und dann holt man die, kriegst du mir zugeschickt.

Sperrmüllkarte, Sharing-Lösungen, AWO

SPEAKER_03

Also jetzt muss ich ein bisschen vorsichtig sein, es kann sein, dass es seit letztem oder seit vorletzten Jahr eingestellt worden ist, dass man das per Post bekommt. Aber früher warst du, du hast wirklich eine Karte bekommen, die hast du ausgefüllt, hast die an die AWO geschickt. Da hat es dann so ein kleines Feld drin und konnte es dann sagen, okay, ich habe ungefähr zwei Kubikmeter, das beinhaltet folgendes hier, zwei Schränke, zwei Tippe hier. Ah, okay, das musst du jetzt, ja, und das ist mittlerweile sogar online. Online geworden, genau. Und ich habe bei mir in der Straße das so als ein bisschen so ein Sharing-Projekt mittlerweile. Das heißt also, wir sind, wie viel machen da nicht? So ungefähr acht, acht Leute ungefähr. Und wenn jemand das Ganze anmeldet, schreibt er kurz den anderen bei uns an der Straße, ey, ich melde dann und dann an, was habt ihr? Dann haben wir so zwei, drei Tage Zeit, um zu gucken, das würde ich gerne entsorgen. Dann meldet die Person das für uns mit an. Dann meldet uns die Person wiederum, okay, an dem und den Tag wird abgeholt und dann einen Tag vorher kommen wir ganz, wie so eine kleine Wieselbande, kommen wir raus und bringen unsere ganzen Spermelsachen dann an diesen einen Ort. Wie kann man denn so viel Sperrmel haben, dass man ständig Spermel entsorgen muss?

SPEAKER_02

Einmal oder zweimal jetzt dann überhaupt mal so ein altes Bett von den Kindern oder sonst wie. Ansonsten wird sich schon anders machen.

SPEAKER_03

Das ist ja genau der Moment, du hast nur ein so ein Bett. Das steht jetzt irgendwo im Keller auseinandergebaut und es steht da einfach. Du denkst dir so, für das Ding fahre ich jetzt nicht extra nach Germdorf, um das abzugeben oder nach Berlin rein, wo auch immer. Gleichzeitig denkst du dir aber auch vielleicht, ich löse jetzt auch nicht meine Karte dafür ein. Und was nutzt man.

SPEAKER_02

Und durch dieses Bett. Ein Bett für eine Karte.

SPEAKER_03

Und dieses Thema löst du halt ganz cool, indem du halt sagst, ey, ich habe nur eine Sache, aber ich will sie jetzt loswerden. Was ist bei euch? Und du weißt genau, du hast noch siebenmal die Option, das ganze Jahr über weil die anderen dann auch was rausstellen.

SPEAKER_02

Ah, da kommen die Abo-Klebepunkte. Ja, ja, ja, ja, verstehe. Die Aktionssammlergeister wieder und berufen einen, oder? Nee, ich teile gerne.

SPEAKER_03

Teile das gerne.

SPEAKER_02

Alles gut. Also sagt Bescheid, wenn nächstes Mal bei dir Sperrmel ist, vielleicht gucke ich mal, wo ich was habe, kriegt ihr eine Auto-Zustandskelle, was auch nicht.

SPEAKER_03

Und wenn euch ab nächstes Jahr das Bett stört, was da ist, ihr müsst nicht auf diese Karte warten und ihr müsst euch auf den Nachbarn warten, der euch dazu einlädt, ihr könnt es einfach in den Hänger packen oder in den Kofferraum, fahrt nach Gernddorf und könnt es dann da abgeben. Das geht natürlich immer. So, und damit kommen wir zu Terminen und Events, die in der nächsten Woche bei uns hier im Gemeinderaum anfallen. Und da fällt mir so ein, wir hatten darüber berichtet, wer am 24.12. alleine ist. Und wahrscheinlich seid nicht ihr da draußen, die uns gerade zuhören, das Ganze, sondern vielleicht habt ihr einen Nachbarn oder eine Nachbarin oder jemand anderes, den das betrifft. Dafür wird es in der Mühle eine Veranstaltung geben, an Heiligabend und dafür muss man sich lieber anmelden. Und der Anmeldeschluss ist am 17.12. und es nennt sich das Gemeinsam statt einsam in der Mönchmühle. Und bis zum 17. geht da doch die Anmeldung. Gibt doch mal der Person, wo ihr denkt, die ist vielleicht alleine den Tipp.

Veranstaltungstipps Und Mönchmühle

SPEAKER_02

Aber es geht nachher um den 24. Es geht dann um den 24. Und ab wann wird es am 24. Hast du jetzt nicht mit hingeschrieben? Wissen Sie nicht. Nachmittagssprache. Aber da kriegt man ja bei der Anmeldung raus. Ja, ja, genau. Was haben wir noch? Wir haben jetzt am 13.12., also quasi heute, 15 bis 20 Uhr, den schönen Flieser-Adventsmarkt. Also auch da mit dem üblichen Programm, was man so hat, Feuerschale, Kinder schmicken, Pipapo, wird alles irgendwie da sein. Also einfach mal hinhuschen und dabei sein.

Jobspot 360 Aufruf An Eltern

SPEAKER_03

Bevor wir zu unserer zu den Themen aus der Gemeinde kommen, und wir hatten nämlich die Sitzung der Gemeindevertreter, wollte ich gerne nochmal auf ein kleines Projekt. Ihr habt es ja wahrscheinlich mitbekommen, wir haben ja hier auch schon ein paar Mal drüber gesprochen. Wir haben ja nun Jobspot 360 ins Leben gerufen, so ein Ausbildungsding, wo wir halt verschiedene Unternehmen einladen und über verschiedene Ausbildungsberufe sprechen. Und da spreche ich euch da draußen jetzt mal gerne an. Habt ihr Kinder, habt ihr Enkel oder irgendjemand in eurem Umkreis, der gerade eigentlich dabei sein sollte, sich eine Ausbildung zu suchen? Der soll doch mal bei Jobspot 360 vorbeischauen. Wir haben schon einige Berufe, die wir dort vorstellen. Geht immer ungefähr eine halbe Stunde. Da kommen Unternehmen bei uns ins Studio und stellen so diese Berufe vor, wir quatschen darüber und berichten mal aus diesem Alltag der Azubis und wollen die Mauer so ein bisschen einreißen, nicht zu wissen, auf was man sich da einlässt. Und in dem Zuge, Dennis, warst du ja auch mal bei Oravol. Das war nämlich der letzte Partner, den wir bei uns im Studio hatten und jetzt drei Berufe dort vorstellt. Und dafür würde ich jetzt einfach mal reingrätschen und da dieses Interview jetzt hier abspielen, weil du hast mich mal nachgefragt, was so Orafol ausmacht und wie diese Geschichte von Orafol war.

SPEAKER_02

Da grätsch, ich hätte es aber in deinen Grätsche noch die Zwischengrätsche. Also bis Jahresende werden noch einige Folgen veröffentlicht. Also immer wieder mal vielleicht abonnieren, dabei sein, dazuhören, spannende Ausbildungsberufe wirklich. Nicht, wenn man jetzt keinen gefunden hat, einfach mal abwarten, da kommt noch ein bisschen mehr. Und jetzt grätschig zurück, bitte.

SPEAKER_03

Okay, also jetzt hier mal zehn Minuten die Geschichte von Orafol, um euch vielleicht auch zu zeigen, was das für ein Unternehmen ist, damit ihr überzeugt seid, euren Kindern oder Enkeln zu sagen, bewirbt euch doch mal bei ORAVOL.

Orafol: Vom VEB Zum Global Player

SPEAKER_02

Ich bin hier am Stammsitz von Orafol in Oranienburg. Ich treffe die Elge Beune. Sie leitet die globale Kommunikation von Oravol. Und ich werde mir heute mal die Story hinter der Erfolgsgeschichte von Orafol erklären lassen. Frau Beune, schön, dass ich hier sein darf. Herzlich willkommen. Hallo. Frau Beune, wir hatten in Lokalgeplänkel Episode 68, passend zum Tag der Deutschen Einheit, über die Erfolgsgeschichte von Orafol gesprochen. Sie sind nur angerissen, natürlich nur kurz, weil wir gar nicht so tief im Thema stecken. Und da wir auch gespannte Zuhörer bei Orafol haben, fiel Ihnen das natürlich sofort auf. Und wir hatten dann telefoniert und Sie haben sich bereit erklärt, uns mal einen umfangreicheren Blick in die Geschichte vom DDR-Spielbetrieb zum Global Player zu geben. Nehmen Sie uns nochmal mit auf die spannende Zeitreise.

SPEAKER_00

Hallo. Geschichte und Tradition hat ja grundsätzlich einen sehr hohen Stellenwert by Familienunternehmen. Da nimmt sich Orafool nicht aus. Aber it's doch showing what here in Oranienburg start had. When we see the entwickling answers from Start in Königreich Preußen on the 19th year, the ansied in Oranienburg despangerne names to the beginning of the 20th year, the Verstaatling of the 1950 years and then the Fourverstaiting in the 1970s. And the privatisation in the 1990s. Ja, grundsätzlich raten wir in der Zeitrechnung mit dieser Privatisierung. Die Wurzeln habe ich beschrieben, gehen zurück bis an den Beginn 19. Jahrhunderts und mit dem Fall der Mauer entsteht Orafol and geht aus dem ehemaligen volkseigenen Betrieb Spezialfarben Oranienbruch hervor.

SPEAKER_02

Dr. Holger Lucler, der Gründer und Inhaber von Orafol, stieg ja 1977 in der Forschung und Entwicklung beim damaligen VEW Spezialfarben in Oranienburg ein. 1987 übernahm er dann schon die Leitung des Werkes und rettete den Betrieb nach dem Fall der Mauer. Hatte er schon damals die Vision des heutigen Oberfols?

SPEAKER_00

Ja, also grundsätzlich, wer von uns weiß nach dem Ende der Schule, wohin der berufliche Weg einmal führen wird. Das trifft sicherlich gerade auf ehemalige Bürgerinnen und Bürger der DDR sehr häufig in ihren Lebensläufen zu, dass zum ersten Mal nicht klar war, was passiert. Und bei Dr. Holger Leclerc war das eben letztlich anders. Fakt ist, dass sein Eintritt 1977 einen Wendepunkt in der Geschichte von Oraful markiert, so muss man das sagen. Ja, Dr. Holger Leclerc ist ein Glücksfall für das Unternehmen. Er steht für Stabilität.

SPEAKER_02

Die wilde Wendezeit. Wenige der damaligen DDR-Betriebe haben es in dieser Zeit geschafft zu überleben. Wie war es in der Zeit für diesen damaligen DDR-Betrieb?

SPEAKER_00

Ja, grundsätzlich, vielleicht setzen wir ein bisschen früher ein, 1989 oder ein bisschen größer, die Zeit am Ende 1989 markiert nicht nur das Ende der Teilung Deutschlands, sondern auch das Ende der Teilung Europas. Und heute muss man sagen, steht dieser Binnenmarkt ja wieder unter enormem Druck und man kann sich fragen, wie nutzen wir denn diese frühen Erfahrungen, diese frühen Transformationserfahrungen, von denen ich berichtet habe, für unser wirtschaftliches Gelingen heute? Der Mauerfall, die unmittelbare Zeit davor und die Zeit danach, die verbinden viele von uns, die in der DDR aufgewachsen sind, die in der DDR gelebt haben, mit sehr persönlichen Eindrücken. Und man muss sagen, mit dem Mauerfall war die größte Hürde für die Ostdeutschen weg. Aber es folgte eben eine extreme Eigenverantwortung. Es war häufig die unkonventionelle Idee gefragt. Auch die Fähigkeit, immer wieder neu anzusetzen. Das war gefordert. Und so war das auch bei Oberfol. Und wenn man jetzt zurückschaut und das nochmal bewertet, dann gab es eben in diesen ersten Tagen, Monaten nach dem Fall der Mauer keinen Zögern. Nur den Blick nach vorn. Und ja, so ist das bis heute.

SPEAKER_02

Wir sind Optimisten. Der typische ostdeutsche Pragmatismus so ein bisschen und der sich dann quasi auch durchgesetzt hat in den einzelnen Innovationen. Ganz genau. Also aus der Vergangenheit lernen, Sie haben es schon angesprochen, für die Zukunft umsetzen damals schon die Hürde der Teilung. Heute sind auch teilweise schwierige Zeiten, kann man also quasi auch daraus lernen und jetzt für die Zukunft quasi transformieren. Transformation ist ja eigentlich auch ein passendes Wort bei Orafo neben der Innovation. Und da kommen wir schon zum Punkt, was ist das Geheimnis von Overfol und warum ist es so erfolgreich auf der Idee?

SPEAKER_00

Nun, an die Spitze zu kommen, das ist immer eine Sache und dann dort auch zu bleiben, das ist eine ganz andere. Jetzt habe ich gesagt, Unternehmenskultur, Veränderung, Transformation, das sind wir, sie haben das wiederholt. Aber mit Einschränkungen, mit Augenmaß. Wenn wir ganz genau hinschauen, dann machen wir eben nur oder wir stoßen nur Veränderungen an, die auch zu uns passen. Als Familienunternehmen sind wir sehr unabhängig. Wir müssen nicht über jedes Stöckchen springen. Und letztlich, vielleicht in der Zuspitzung, wir lassen uns auch nicht gern dirigieren. Wir wissen, was wir können darauf agen und ich würde sagen, das ist das Erfolgsgeheimnis.

SPEAKER_02

Eine gewisse Unabhängigkeit ist ja immer ganz gut. Das stimmt. Was sind so die Pläne von Overfolgen? Was werden wir in der Zukunft vielleicht noch von Overfolg erwarten haben?

SPEAKER_00

Wir haben das angerissen, die europäische Wirtschaft steht unter einem sehr starken Druck, besonders Deutschland fühlt sich schwer, die Industrie als Teil der Lösung zu begreifen und nicht als das Problem. Das spiegelt sich für uns durchaus in Wettbewerbsnachteilen, wie zum Beispiel bei den Energiepreisen. Und bei unserer Tochter Overfool Americas hier am Stamm sitzt, bei unserer Tochter Overfool Americas und jetzt mit der Akquise von Reflomax, einem südkoreanischen Spezialfolienhersteller, sehen wir, dass wir uns sehr, sehr solide in allen drei globalen Verkaufsregionen aufgestellt haben. Und das führen wir fort. Jetzt haben wir 18 Töchter, insgesamt 31 Standorte. Und diese 300 Millionen Euro, die Overfol allein im letzten Investitionszyklus investiert hat, das ist etwas, das führen wir fort. Und man muss sagen, diese vielen Investitionen haben Overfol, die Wirtschaftswoche hat das kürzlich sehr, sehr schön beschrieben, zu einer Wohlstandsmaschine geformt. Dr. Lucler hat Overfol zu einer Wohlstandsmaschine geformt, in dem jeder Euro in dieses Unternehmen zurückfließt, wie der im Unternehmen verdient wird. Und ja, dafür steht er, und das wollen wir bleiben, hier noch an dem Hochschulen weltweit.

SPEAKER_02

Schön, das klingt fantastisch und vor allen Dingen darf man dabei ja nicht vergessen, ein Familienunternehmen zu tun. Und ja, schön. Ich denke, wir haben einen schönen Abriss bekommen, einen schönen Weg durch die Historie, wie es war, wie es vielleicht noch sein kann, die Hürden und auch die Zukunftsvisionen. Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns ein kurzes Interview zu geben.

SPEAKER_00

Ich danke Ihnen. Herzlich.

SPEAKER_03

Auf Wiedersehen.

SPEAKER_00

Danke, tschüss. Tschüss.

SPEAKER_03

Dankeschön, Dennis, dass du da gewesen bist. Ich hoffe, ihr habt jetzt so einen kleinen Einblick auch von Oravul bekommen und könnt jetzt mal so einen kleinen Schubser euren Kindern oder Enkeln geben. Aber jetzt wiederhole ich mich schon wieder. Tipptopp Arbeitgeber einfach mal rein. Lasst uns zu den Infos aus der Gemeinde kommen und damit hatten wir im vergangenen Montag die Sitzung der Gemeindevertreter, die wieder so die eine oder andere Entscheidung treffen mussten, die wegweisend für unsere Gemeinde ist.

SPEAKER_02

Genau. So, also war schön voll. Es war richtig voll. Ja, also mal wieder seit langem, muss ich sagen, voll. Und gab auch gute Themen, waren auch viele Bürger, die quasi sich zu Wort gemeldet haben in der sogenannten Bürgerfragestunde, die wir ja gerne als Bürgersprechstunde nennen. Und ja, also viel Thema war viel Kita.

SPEAKER_03

Sehr viel Kita.

SPEAKER_02

Also Kita Spatzenhaus war ein Thema und Kita Raupenimmersat war ein Thema. Kita Spatzenhaus aus dem einfach bekannten Grund weit abgebrannt ist und die Leute fragen sich, was ist denn jetzt hier los? Die haben kriegen keine Informationen von der Gemeinde, da waren Mütter oder ja, Mütter war nicht, ne? Genau von den Eltern, die sagen, wir werden so ein bisschen im Regen stehen lassen, wir kriegen keine Informationen, wie geht es weiter.

Rückkehr, Gemeindepolitik, volle Sitzung

SPEAKER_03

Du siehst, ein Gerüst wird aufgebaut, du denkst, da passiert irgendwas, jetzt wird das Gerüst wieder abgebaut und da zwischen, heißt das, zwischen Rinde und Borke oder Borke und Rinde? Also du stehst so. Du stehst so dazwischen und fragst dich so, was ist denn jetzt nun? Was passiert denn da jetzt nun? Und wir wissen es auch nicht, aber wir haben eine Antwort von der Verwaltung bekommen und diese Antwort fand ich persönlich überhaupt nicht zufriedenstellend, aber sie begründet auch so ein bisschen, warum keine Infos kommen. Die sind jetzt im Rechtsstreit. Da unterhalten sich jetzt wahrscheinlich nur noch die Anwälte miteinander. Und da geht es um das bekannte Thema Versicherung. Wer zahlt, wer zahlt nicht, wann kann man wen beauftragen.

SPEAKER_02

Na, also jetzt ist schon mal völlig klar, wer zahlt und wer nicht zahlt, ist schon mal klar, dass die Versicherung nur Watze von beiden macht.

Kita-Spatzenhaus: Versicherung Und Stillstand

SPEAKER_03

Das wird sich noch rausstellen. Ich glaube, dass der am meisten gerade bezahlt sind die Leute, die gerade die Nerven verlieren. Und zwar alle Kinder, alle Eltern, alle Mütter da draußen, die eigentlich nur endlich eine Antwort haben wollen. Und wenn die Antwort ist, es wird alles abgerissen und weggeschmissen. Aber dann ist es wenigstens endlich eine Antwort, weil ich habe in der Einwohnerfragestunde auch eine Sache vernommen, die immer wieder auch abgelehnt wird. Und zwar, können wir da reingehen und noch etwas retten? Genau. Wir hatten bei uns in einer Sitzung, rechts neben uns saß, jemand aus der Feuerwehr und sagte, da kann, aber es gab halt nur ein Off-Topic-Gespräch, da kann keiner mehr rein. Das ist alles voll mit Giftstoffe durch den Brand und das ist quasi kontaminiert. Da wird man nicht mehr rangehen können, so deren Aussage. Ich glaube dem auch so ein bisschen. Also wenn ich habe einmal ein Haus gerochen, in dem es gebrannt hat im Keller, ey, da kannst du nichts mehr nehmen. Das ist durch.

SPEAKER_02

Also das Löschwasser. Geht dir um Portfolio arbeiten, Piper Po, was vielleicht in Kisten noch und so weiter ist. Also ganz die, jetzt hat Komicken, das Sprichwort nicht, würde ich jetzt auch nicht. Ja, so passiert es halt. Also das Ganze würde ich jetzt die Flinte ins Korn auch mal nicht werfen. Also da gibt es bestimmt noch hier und da so ein paar Klinikkeiten, die gerettet werden können, ist den Erziehern jetzt aktuell und dann sagt, ja, Fakt ist aktuell, man folgt also den Rufen der einen oder anderen Politiker oder auch Bürgern, sich da endlich rechtlichen Beirat zu holen, weil die Versicherung stellt sich, so habe ich es jetzt enorm quer und sagt, nee, wir bezahlen hier nicht oder wenig.

SPEAKER_03

Will ich noch ein bisschen mehr ausführen sogar? Also die Versicherung sagt immer wieder, ja, wir machen was und ja, wir wären uns einig, dann gibt es eine Zusage, aber es passiert nichts. Also das ist auch immer nur mündlich. Genau, nur noch mündlich. Und das war jetzt schon so zwei, dreimal so. Und jetzt hat unsere Verwaltung gesagt, oder wer auch immer in der Verwaltung hat gesagt, jetzt ist Schluss. Jetzt müssen wir das auf dem Rechtsweg klären.

SPEAKER_02

Sowas ist überhaupt nichts Schlimmes. Sowas kannst du auch nur auf dem Rechtsweg klären. Ansonsten bist du jemand, der Zugeständnisse machen muss. Und das ist eine ganz einfache Sache, daraus kann man lernen, wenn man das schon ein paar Mal gehabt hat. Leider, wie gesagt, aus beruflichem Kontext kann ich bestätigen, dass das quasi Usus ist bei Versicherung, oftmals hier erstmal irgendwie so ein bisschen schwammig zu sein, berechtigt oder unberechtigt. Also, aber deswegen ist der Weg des Rechtsbeistands, was die Sache aber auch deutlich verlängert kann.

SPEAKER_03

Da sind wir bei dem Punkt, ich glaube, wir müssen uns noch sehr lange drauf einstellen und auch diesen Winter noch, dass da einfach Stillstand ist. Und das tut mir schon ein bisschen weh, das zu sagen, aber das ist mein Bauchgefühl, weil so eine Streite rein dauert dann einfach lange.

SPEAKER_02

Ja, kann so sein. Also es ist auch so, dass man jetzt noch nicht so, die sagen wir mal, die Eltern, die da waren, hatten ja auch zugegeben oder mittlerweile auch so ein bisschen eingelenkt und gesagt wird, und es ist quasi auch nicht so wichtig, dass es 100% das ganze Gebäude Kita ist, die haben da auch sehr schöne Vorschläge gehabt. Vielleicht modular, das erstmal ein Teil, weil wir ja angeblich so wenig Kinder haben und so viele Plätze, erstmal vielleicht ein Teil, Kita, der andere Teil mehrzweckmäßig genutzt werden kann und so weiter. Also so ein bisschen offen halten. Fakt ist, ich finde, man sollte das Gebäude wieder aufbauen und dann schauen, hatte ich ja schon mal gesagt, wie man da weiterverfährt.

Klebepunkte-Priorisierung Und Frust

SPEAKER_03

Aber es waren nicht nur die Eltern, die zur Einwohnerfragestunde, Einwohnerbürger, sprech. Also egal, ihr wisst, was ich meine. Denn die Mitglieder der Gemeindevertretung haben sich nämlich schon früher getroffen. 16.45 Uhr war Treffpunkt. Und es ging, wir hatten das angekündigt, um eine kleine bunte Klebeaktion, Dennis. Wir hatten eine. Oh Gott, welches Format war denn das? Na, so groß wie eine Tafel ungefähr. Ein großes Board aufgehangen und jeder von uns hatte sechs grüne kleine Klebepunkte. Und alle großen Projekte waren drauf auf diesem Blatt Papier. Und wir durften jeder unsere sechs Punkte frei so vergeben, wie es uns persönlich für wichtig erscheint. Wir konnten sechs Punkte auf ein Projekt geben oder alle sechs Punkte auf unterschiedliche Projekte verteilen. Und das haben wir dann alle gemacht. Da kam ein interessantes Bild raus, schaut doch gerne mal in den Social-Media-Beiträgen, die es so im Netz gibt. Und schaut euch das Bild selbst an. Ein Highlight, was uns beide natürlich so mitbetrifft, ich glaube, zwei Punkte waren bei der Heidekordbahn oder drei. Ja. Also das war wirklich sehr wenig. Im Vergleich wiederum zu zum Beispiel. Alles rund um das Thema Bildung. Also gerade Kita-Plätze oder Hort war das, glaube ich, auch.

SPEAKER_02

Richtig hoch im Rennen. Es gab zwölf Projekte, die da drauf standen. Das waren unter anderem der Schulstandort Kita Kolwitz, der ja komplett neu gemacht werden soll, der hatte sehr viele Punkte. Dann der Hort Kinderland und Schildo, der Neubau soll auch, sehr viele Punkte. Kita Schneckenhaus war jetzt auch nicht mit wenig Punkten. Kita Spatzenhaus waren deutlich weniger Punkte, ehrlicherweise. Ich glaube aber auch, dass sich ein oder andere Politiker da hat vielleicht leiten lassen von diesem Satz, der da drunter stand. Da stand nämlich nach Auszahlung der Versicherung, Wiederaufbau aufgrund der sinkenden Kinderzahlen kann hier in Abhängigkeit der Versicherung nach einer Alternative gesucht werden. Und ganz ehrlich, das fand ich persönlich ein bisschen, naja, meinungsmachende Randbemerkung. Ich weiß, was du meinst. Was ich nicht schön fand. Dann haben wir den Sportplatz Zülsdorf mit ein paar Pünktchen. Sportplatz Schönflies hat keinen Punkt bekommen. Gutspark Schönflies drei, also auch nahezu keinen. Erweiterungsbau Rathaus hat sehr viele Punkte bekommen. Völlig unverständlich. Weil, ja, wenn der Gürtel halt eng ist, ja, aber hatten wir auch schon versprochen. Straßen tatsächlich viele. Feuerwehr, Standort Mühlenberg, Heidekrautbahn, hast du gesagt, drei Punkte. Also jetzt scheint mir eigentlich keiner die Heidekrautbahn zu wollen, wenn es spitz auf Knopf kommt.

SPEAKER_03

Im Vergleich zu den anderen Punkten, die wir so auf den Schirm haben, ja. Keiner will die Heidekrautbahn. Punkt. Nee, sag das so nicht. Das würde das aus dem Kontext. Wenn man sich zwischen zwei Dingen entscheiden muss, dann würde es nicht die Heidekrautbahn sein. So, das kam doch raus.

SPEAKER_02

Ja, okay. Das heißt ja nicht, dass es nicht so ist.

SPEAKER_03

Als ein Diplomat, ja.

SPEAKER_02

Und das Parkhaus in Mühlenbeck war halt auch mit einigen Punkten versehen.

SPEAKER_03

Ja.

SPEAKER_02

So.

SPEAKER_03

Genau. So. Ansonsten schaut euch das mal gerne selber an. Was ich persönlich sehr interessant fand, wir haben im gleichen Zuge danach die Auswertung gemacht und es wurde in die Tabelle der Verwaltung eingetippt. Und jetzt muss ich mich mal ein bisschen aus dem Fenster legen und sagen, dass ich mich da jetzt ein bisschen verarscht gefühlt habe. Absolut. Die Verwaltung hat nämlich vorher auch eine Tabelle erstellt, hat ihre eigenen Prioritäten für die Projekte festgelegt, in Abhängigkeit dessen zum Beispiel, was wurde schon begonnen, was wurde schon beauftragt, vielleicht auch wie viel Fördermittel. Also die genauen Kriterien, die haben wir nicht erfahren. Aber als dann zum Beispiel die Heidekrautbahn in dem Ranking der Gemeindevertreter drei Punkte bekommen hat, war es im Gesamtranking trotzdem noch auf Platz drei. Völlig überraschend, was ich gar nicht verstanden habe.

SPEAKER_02

Ja, da fühlte ich mich tatsächlich auch ein bisschen veräppelt. Also vom Prinzip hatte ich den Anschein, als wenn wir abstimmen können, was wir wollen. Das Gewicht der Verwaltungskriterien scheint dem Ganzen deutlich zu überwiegen.

SPEAKER_03

Und ich würde es oder ich hätte es akzeptiert, wenn es transparenter gewesen wäre, wie das Kriterium der Verwaltung gewesen wäre. Damit ich das auch verstehen kann oder nachvollziehen kann. So fühle ich mich einfach nur ein bisschen halt, wie ich gesagt hatte, verarscht, weil ich nicht verstanden habe, wie das sich so gestalten kann. Genauso ist es nicht so. Genauso der Standort in Mülenberg für Dikete Kollwitz. Auch ganz hoch im Rennen bei den Punkten. Ich glaube, Platz zwei oder Platz drei. Und dann schaust du vorne auf die Tabelle, als dann alles zusammenkam, Platz 10, glaube ich, also wirklich auch ganz weit unten. Wozu haben wir das dann gemacht? Ich glaube, die Verwaltung macht einen recht guten Job und weiß, was priorisiert ist. Warum musste ich denn jetzt noch meine Priorisierung geben? Und unser lieber Bürgermeister meinte, es ist ein Stimmungs- Meinungsbild, hat er gesagt. Meinungsbild, ja. Ein Meinungsbild. Aber warum machen wir denn sowas dann für ein Meinungsbild?

Bauvorhaben: Mozartstraße, Koloniel, Heidecampus

SPEAKER_02

Naja, also wenn was abgestimmt wird oder so eine Meinung eingeholt wird und es ist relativ weit oben in den Punkten und ich trage irgendeine Liste ein und plötzlich landet es mehr oder weniger ganz unten oder andersrum. Ja. Denn es würde mich mal tatsächlich die Zellberechnung der Excel-Tabelle dort interessieren, wie dort tatsächlich die Gewichtung der Prioritäten der Verwaltung sind. Und vielleicht, das wäre ja gut und transparent, kriegen die Gemeindevertreter diese Excel-Liste auch zugeschickt, damit man das auch mal nachvollziehen kann. Weil ja, ich hätte mir dann auch nachher gedacht, naja, die Zeit hätte sie auch sparen können. Ob ich jetzt da klebe oder nicht, spielt halt ja keine Rolle.

SPEAKER_03

Ja, genauso. Und jetzt, okay, schließen wir das Ganze ab. Genau. Wir berichten, sobald da etwas rauskommt. Aber war für mich eine Witzsache. Okay, komm. Machen wir weiter.

SPEAKER_02

Dafür wurden ein paar Bauvorhaben besprochen. Viele Bauvorhaben. Bauvorhaben, Verlängerung, Mozartstraße. Wir haben Bauvorhaben, Arbeit und Wohnen am Heidekraut, nee, am Heidekampus. Heidekraut, jetzt waren wir uns über der Heidekrautbahn. Heidekampus ist hinten bei MAA. Und dann haben wir noch ein Bauvorhaben hier bei Koloniel. Beim Koloniel-Bauvorhaben war ein Thema eigentlich, das brisante Thema ist die Stellplatzsatzung. Der Architekt, die Architektin von Koloniel möchte gerne die Stellplatzsatzung außer Kraft setzen und nur ein Stellplatz pro Wohneinheit. Egal wie groß die waren, egal wie groß. Das fanden einige, darunter auch ich, nicht so gut. Weil ich finde, wir haben eine Stellplatzsatzung, dann sollte auch durchgesetzt werden. Warum jetzt für einen einzelnen Bauträger dort eine Ausnahme machen? Die hat es zwar auch begründet, das war für mich aber halt nicht stichhaltig. Jut am Ende wurde das Bauprojekt trotzdem bestätigt. Wir werden sehen, da wird es ja noch ein paar Beschlüsse für geben, wie das dann da weitergeht.

SPEAKER_03

Ich wollte mal noch eine Sache bei den ganzen vielen Bauprojekten, weil einige Bauprojekte, ich meine, man sieht das aktuell, finde ich persönlich, das kann man schon sehr, sehr kritisch sehen. Wie viele neue Wohnflächen, neue Flächen für Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, ob es nur drei oder vier Gestöcke sind, ob es ein Staffelgeschoss ist. Das haben wir dahingestellt. Aber zurzeit fühlt sich das doch an, als wenn, boah, hier ist ein Bauboom. Also wir wollen ja nur noch Zuzug, wir wollen ja nur noch zubauen. Aber ich muss mich jetzt ein bisschen aus dem Fenster lehnen. Einige dieser Projekte sind schon seit fast, also seit Jahrzehnten in der Vorbereitung. Mit verschiedenen. Diese Fläche soll schon seit, ich sag mal so, seit den 2000er sollte das schon bebaut werden. Aber die Personen sind immer wieder abgesprungen, das hat nicht geklappt, das wurde nicht, ist nicht durchgegangen, dann hat sich der Eigentümer gewechselt und so weiter und so weiter. Und wie zum Beispiel die verlängerte Mozartstraße.

SPEAKER_02

In dem Fall ja, die anderen Bauprojekte sind jetzt, sagen wir mal, relativ frisch. Frisch im Bauzeitalter sind so zwei bis drei Jahre, wo die tatsächlich, ne, arbeitet in der verlängerten Mozartstraße, ja, das geht schon länger her. Was passiert da? Mal kurz erklären, circa 40 Häuser werden da entstehen. Und zwar ist das hinter dem Reiterhof, wer den kennt in Schildo, bei dem Hotel Schildo, bis zur Mozartstraße liegen es rüber. Also quasi parallel zur Hauptstraße, wie heißt denn die, der Mühlenbecker Straße?

SPEAKER_03

Jeder, der da vorbeifährt und mal dieses kleine Grundstück gesehen hat, wo an der Straße vorne eine Bank und ein Mülleimer steht und man sich denkt, wie klein muss das Haus eigentlich sein, was da dann irgendwann mal steht. Genau, da. Also da hinter dann um dieses Baufeld geht das. Genau.

SPEAKER_02

Da wird aber nicht der Eingang sein, sondern wird tatsächlich die Zufahrt nur über die Mozartstraße sein.

SPEAKER_03

Ich wollte mit einer Sache mal noch. Achso, sorry.

SPEAKER_02

Ja, warte. Du holst mir ein schön in die Kantarie hier. Ja, wie gesagt, ungefähr 40 Häuser, was mich jetzt aber daran zum Beispiel, wir haben gerade über das Thema mit Kolonien, das sind wie viele Wohnungen? Waren da deutlich zweistellig, ne? Aber richtig deutlich. Ja. Hab's jetzt nicht im Kopf. Aber ich glaube, 40 Wohnungen oder 50 Wohnungen waren das auch knapp. Was wir aber jetzt gar nicht bedenken bei den ganzen Sachen, man sagt uns ja immer, das hatte ich ja vorhin schon kurz erwählt, beim Thema Kitas Spatzenhausaufbau, dass die Kinderzahlen so runterjangt sind und noch weiter runter gehen werden und wir brauchen weniger Kitas, Pippapo. Was hat man bei dieser ganzen Berechnung aber überhaupt nicht mit einberechnet, sind Bauvorhaben. Und wir haben jetzt gerade von dem verlängerte Mozartstraße, wir haben Kolonien, wir kommen nach zu dem Arbeiten und Wohnen am Heide-Campus. Das sind alleine schon die, die bei Bauvorhaben bestimmt 100 Wohneinheiten. Ja, dann haben wir noch einen schön Fließtwederbauvorhaben, wir haben Müllmeck noch Piperpo. Also wir kommen auf 250, 300 Wohneinheiten, Docker noch hinzu. Und das wird halt leider immer da nicht mit einberechnet. Und so haben wir jetzt auch in der verlängerten Mozartstraße circa 40 Wohneinheiten, Einfamilien und Reihenhäuser werden da ungefähr entstehen.

SPEAKER_03

Ja, und wenn wir einfach nur von der Hälfte oder vielleicht von zwei Dritteln dann in eine Familie dazu packen, wo ein oder zwei Kinder dazukommen.

SPEAKER_02

Naja, wir ziehen hier raus. Das sind ja meistens nicht die Älteren, hast du vereinzelt auch, aber größtenteils die, die vielleicht entweder A eine Familie gründen wollen oder B mit einer Familie hier rauskommen.

SPEAKER_03

Und vergiss nicht die Person Nummer C. Und zwar die Person Nummer C ist die, die aus dem Haus alleine auszieht und endlich in eine Wohnung ziehen möchte und dafür aber ein Grundstück mit Haus wieder frei wird oder wiederum eine größere Familie einziehen können.

SPEAKER_02

Wie auch immer.

Flächennutzungsplan, Grenzen, Folgekosten

SPEAKER_03

Genau. Einen kleinen Fakt am Rande würde ich mal ganz kurz erklären. Und zwar geht es um den Flächennutzungsplan. Den hat man wahrscheinlich schon so ein paar Mal gehört. Und der muss ja mal wieder angepasst werden. Und da gibt es, weil wir keine, wie nennt sich das, keine Entwicklungsachse sind. Also es gibt ja so in Berlin-Brandenburg gibt es so Entwicklungsachsen, da möchte man gern entwickeln und erschließen. Und wir sind da zumindest nicht drin und deswegen dürfen wir pro Jahr nur eine gewisse Menge an neuen Flächen ausschreiben, wo man dann Wohnbebauung machen kann. Und wir haben bei uns im Mürnberger Land ein großes Problem. Wir haben ganz viele Häuser, die gebaut worden sind, ohne diesen Flächennutzungsplan anzupassen. Da wohnen jetzt also Menschen, ist aber offiziell nach Flächennutzungsplan keine Wohnfläche. Und wir passen denen jetzt nacheinander an. Jetzt haben wir aber das Problem, dass wir gleichzeitig neue Flächen erschließen, wo jetzt zum Beispiel diese Bauprojekte sind. Und wir kommen an die absolute Obergrenze und deswegen kommen wir da auch überhaupt nicht hinterher. A, neue Sachen zuzulassen und B, die alten, die im Backlog sind, also da, wo wir immer noch keinen Flächennutzungsplan haben, aber schon Häuser längs stehen, weil das einfach mal genehmigt wurde. Und das werden wir über die nächsten Jahre und Jahrzehnte auch nicht hinbekommen, weil wir jedes Jahr immer nur so eine kleine Menge zur Verfügung haben und wir Stück für Stück das immer wieder anpassen. Da passt es mir persönlich überhaupt nicht, dass wir plötzlich zwei so große neue Projekte, wie du sagtest, seit zwei Jahren im Planung, Koloniel und MAH, die eigentlich unserem eigentlichen Plan, unsere ganzen Häuser, gerade Zülstorf, das ist halt besonders da. Da sind viele Häuser gebaut, die auf dem Flächennutzungsplan nicht als Wohnfläche.

SPEAKER_02

Die auch anders begrundsteuert werden dadurch, ne? Da kann man auch nicht vergessen, die zahlen meist deutlich weniger Grundsteuer, weil sie halt entweder als Freizeit oder wo.

SPEAKER_03

Und am besten wäre es eigentlich, wenn man sagt, okay, Status jetzt, einmal Flächennutzungsplan komplett neu machen, aber dürfen wir nicht, weil wir nur jedes Jahr immer so ein kleines bisschen dazu machen dürfen.

Haushaltlücke Und Hebesatz-Klärung

SPEAKER_02

Aber da hast du schon angesprochen, Arbeiten und Wohnen am Heidekampus, Hit mit MRA-Gebiet, sage ich jetzt mal, da soll auch noch ein relativ großes Haus entstehen, 40 Wohnungen ungefähr. Ein Teil davon will der Inhaber oder der Bauherr auch an Mühlenbäcker zur Verfügung stellen, zur Miete. Der Großteil, oder sagen wir mal, ein Drittel wird für die freie Vermietung nachher, zwei Drittel wird für Mitarbeiter vorgehalten, was ich grundsätzlich erstmal ja eine gute Sache finde, modernes Denken für Mitarbeiter Wohnraum bereitzustellen. Obwohl das ja früher auch schon mal CDR-Zeit mache. Ich erinnere mich an die Schwesternheim bei Krankenhäusern. Aber es ist ein anderes Thema. War nicht alles schlecht, die Idee. Jetzt über Art und Bauform kann man sich natürlich streiten, so einen Block, so einen Riegel dahin zu setzen. Das Einzige ist, wo ich ein bisschen Bedenken habe oder hatte, ist, dass wir damit ja auch einen Präzedenzfall schaffen. Hinten und jetzt sind die Berliner Stadtgüter. Theoretisch könnte er, ist ja Entwicklungsfläche vielleicht und könnte er auch dann Tür und Tor öffnen für zukünftige Bauvorhaben an der Ecke. Und wäre natürlich schade, wenn davon nachher plötzlich 20 Häuser stehen und haben wir so ein bisschen Eindruck von Hohnschönhausen. Aber ich hoffe, dass da ein bisschen darauf erachtet wird.

SPEAKER_03

Ich bin aber auch der Meinung, dass man irgendwann den Punkt überwinden muss, um das einmal zuzulassen, damit man auch kleinere Wohnungen bei sich in der Gemeinde irgendwie ansiedeln kann. Und dann irgendwann muss man den Punkt akzeptieren, dass man auch solche Art von Gebäuden irgendwo zulässt. Man muss es dann halt kontrollieren, wo ist es und wie viel davon sind das, ne?

SPEAKER_02

Du, ich kann dir über Art und Form der Wohnung jetzt wenig sagen, wie bei allen Bauvorhaben. Wenn ich jetzt die Fläche, da sehe ich jetzt 4000 Quadratmeter Wohnfläche, 40 Wohnungen sollen gebaut werden, sage ich erstmal, ohne eine Aufteilung zu kennen. Die Wohnung hat ca. 100 Quadratmeter. So, jetzt hast du noch ein bisschen Nebenflächen, pipapo. Eine ist vielleicht oder ein paar sind vielleicht noch größer, dafür sind wieder viele kleiner. Das weiß ich nicht. Vielleicht werden da auch WG-Wohnungen geplant, wo du quasi drei Schlafzimmer hast und einen Begegnungsraum, dann ist natürlich klar, dass die große, also wie gesagt, über Art und Umfang der innenliegenden Kapazitäten können wir ja schwer was zu sagen. Okay.

SPEAKER_03

So, ich würde jetzt noch mit einer Sache aufräumen, die wir beim letzten Mal, die ich glaube ich beim letzten Mal ein bisschen falsch gesagt hatte. Es geht um den aktuellen Haushalt hier bei uns in der Gemeinde. Möckerland, wo wir zwei Millionen Euro weniger Zuweisung vom Land Brandenburg bekommen. Und da hatten wir kurz über den Hebesatz gesprochen, über dieses Problem, dass unser Hebebesatz zu klein, also zu niedrig eigentlich ist und daher die Zuwendungen vom. Aber das gilt erst ab nächstes Jahr. Dass wir jetzt im Haushalt gerade aktuell zwei Millionen weniger von Brandenburg bekommen und dadurch unser Haushalt auch so stark im Minus ist, das hat einen ganz anderen Grund. Aber den Grund kennen wir nicht. Und den haben wir auch in der Sitzung der Gemeindevertreter nicht erfahren. Oder ich habe da eigentlich so, okay, passt, kann auch sein. Hast du vielleicht geschwatzt gerade, oder was? Kann ab und zu mal vorkommen.

SPEAKER_02

Abgestimmt. Ich habe mich, wenn nicht abgestimmt.

SPEAKER_03

Auch die Mitarbeitenden aus unserer Verwaltung konnten das auch nicht beantworten, warum diese zwei Millionen dort weniger sind und viele in Brandenburg regen sich auch, weil ganz viele Gemeinden haben nämlich weniger Geld bekommen. Und es hat sich so angehört, ich hab's durch den Busch gehört, als wenn da so der eine oder andere Klage-Sache auch nicht von unserer Gemeinde, aber von anderen angeschubst wurde. Der Grund, warum zumindest diese zwei Millionen da kommen, ist noch nicht wegen dem Hebesatz. Das kommt erst nächstes Jahr von uns.

SPEAKER_02

Irgendjemand wird es schon wissen in der Verwaltung, vielleicht haben wir denjenigen das nicht erfragt oder nicht entsprochen.

SPEAKER_03

Wir berichten ja Infos aus der Sitzung der Gemeindevertretung und da kam die Info noch nicht.

SPEAKER_02

Ich kann ja mal die Kameran anrufen nächste Woche und mal lauschen, ob die da was weiß. Und dann haben wir noch eine Klinigkeit. Ist ja nur Weihnachten. Weihnachten ist ja auch Märchenzeit. Und wir haben tatsächlich Märchen zugeschickt bekommen. Und das würde ich quasi mal vorlesen. Ich hatte es, glaube ich, in einer der letzten Folgen schon mal angekündigt. Ich bin nicht so der Vorlesebär. Hat mir aber sehr Mühe gegeben. Ich sehe es hier gerade, ja, ja. Und würde einfach mal sagen, mein Lieber.

SPEAKER_03

Hören wir mal rein. Können wir jetzt so eine Märchenmusik kurz so einspielen? Ja, dann mach doch mal irgendwas den Schnitt nachher mit von Benjamin.

Märchen Aus Dem Norddorf

SPEAKER_02

Benjamin Grimm, Anibess, die Grimm-Brüder hier. Dennis, los geht's. Die Schamanen vom Norddorf. Es war einmal vor vielen hundert Jahren in einem kleinen, abgelegenen Dorf, weit jenseits der großen Stadt. So fern, dass man sagte, es liege JWD. Jenseits von allem Bekannten. Das Dorf lag inmitten von weiten, grünen Wiesen, dunklen Wäldern und klarem, reinen Wind. Die Menschen dort lebten einfach, aber glücklich. Sie arbeiteten auf den Feldern, hielten ihre Tiere, feierten im Sommer ihre Feste und im Winter ihre stillenden Abende am Feuer. Viel gab's dort nicht, keine prächtigen Märkte, keine Burgen, keine Schätze. Nur gute Menschen, reine Luft und das Gefühl, dass die Zeit hier langsamer verging als anderswo. Doch eines Tages änderte sich das friedliche Leben. Die Straßen, auf deren die Karren rumpelten und die Hufe der Pferde klapperten, waren von den Jahren gezeichnet. Risse zogen sich durch das Pflaster, Gräben taten sich auf. Da beschloss der Rat der Weisen, in der großen Stadt die Wege des Norddorfes nach und nach zu erneuern. In gerechter Reihenfolge, so wie es sich gehörte. Doch wie es in alten Geschichten oft der Fall ist, brachte dieser gute Plan Unruhe. Denn in einer der Straßen wohnte eine Schamanin, die erst vor kurzem ins Dorf gezogen war. Niemand wusste genau, woher sie eigentlich kamen. Manche sagten, sie sei aus den Sümpfen des Ostens gekommen, andere flüsterten, sie spräche mit Krähen und könne den Wind befehlen. Ihre Hütte stand am Waldesrand, geschmückt mit Kräuterbündeln und bemalten Knochen. Diese Schamanin war erzürrn über die Pläne des Rates. Nicht, weil sie gegen den Ausbau war, sondern weil ihre Straße nicht als erstes bedacht wurde. Wie kann das sein, rief sie in die Nacht. Meine Straße ist die wichtigste von allen und wird zuletzt gemacht, das dulden die Geister nicht. So griff sie zu alten Mitteln. Sie schrieb an den Kaiser höchst selbst, den Herrn der großen Stadt, und an seinen Hofmeister, der die Geschäfte des Reiches lenkte. Und nicht nur das, sie lud die beiden in ihre Hütte ein. Als der Kaiser und der Hofmeister dem Ruf folgten, fanden sie sich in einer düsteren Stube wieder. Rauch stieg von einem Kessel auf, der auf einem Feuer brodelte. Die Schamanin sprach leise, beschwor die Geister, schüttelte Kräuterbündel und blickte mit glühenden Augen in die Flammen. Wenn ihr meine Straße nicht zuerst erneuert, flüsterte sie mit tiefer Stimme, werde ich zu den Geistern sprechen, und sie werden nicht gnädig sein. Der Kaiser und sein Hofmeister sahen sich erschrocken an. Beide waren mutige Männer, doch gegen Zauberei und Geisterbannen half kein Schwert. Also taten sie, was sie viel klug hielten. Sie schickten ihren Baumeister in das ferne Dorf, damit dieser Wege finde, den Willen der Schamanen zu erfüllen. Und so geschah es. Der Baumeister, ein rechtschaffender Mann, ritt gegen Norden. Kaum war er angekommen, empfing ihn die Schamanen mit einem zufriedenen Lächeln. Gut, dass ihr gekommen seid, sprach sie, die Geister werden euch wohlgesonnen sein. Ich werde euch gar auf einem Gemälde verewigen, damit ihr unvergessen bleibt für eure Taten. Doch während die Schamanen sich freute, murrten die Dorfbewohner. Sie hatten ihre Gärten und Bäume über Jahrzehnte gepflegt, Hecken gepflanzt und Blumen am Straßenrand gesetzt. Was dort wuchs, war Teil ihres Lebens geworden, ein Stück Heimat. Als die Bauarbeiten begannen, mussten viele dieser Pflanzen der Baustelle weichen. Nicht nur dort, wo wirklich gebaut wurde, nein, auch dort, wo die Schamanen es verlangten. Diese Büsche stören die Geister, sagte sie. Sie müssen fort. Der Baumeister, von Furcht und Aberglauben geplagt, wagte keinen Widerspruch. Er erinnerte sich an die drohenden Worte der Schamanen und an die ängstlichen Augen des Kaisers. Also ließ er alles niederreißen, auch das, was keinen Stein, kein Werkzeug, keinen Wagen behinderte. Und so geschah es, dass ganze Stücke des alten Dorfes Karl und Lea daren, nur weil eine Schamanin den Willen der Geister beschwor und der Rat der Menschen sich fürchtete, sie zu erzürnen. Seitdem erzählen die Alten im Dorf die Geschichte von der Schamanen im Norddorf. Und wenn der Wind durch die Straßen pfeift, sagen sie, hört ihr das flüstern? Das sind die Geister, die lachen über jene, die aus Furcht das Falsche taten.

SPEAKER_03

Das erinnert mich irgendwie. Aber das haben Märchen wahrscheinlich so an sich, ne? Irgendwie, irgendwo wird es auf dieser Welt genauso passiert sein. Und damit war es das für heute. Vielen Dank fürs Zuhören. Heute auch mal wieder ein bisschen länger. Und damit sagen Tschüss und ciao heute. Dennis und Patrick. Tschüss.

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