Paws & Personality

Zu Gast im Revier - Dogtor Debbie spricht mit mir über Augenheilkunde

Sandra Oliver, Dogtor Debbie Season 2 Episode 115

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Ich rede mit Dogtor Debbie, die ihr vielleicht von Instagram kennt und die im "richtigen" Leben Tierärztin mit Spezialisierung auf Augenheilkunde ist, über das Auge des Hundes, was da so alles erkranken kann und wie jeweils Linderung bzw. Heilung erwirkt werden kann.

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Fotografie: Christiane Münchhausen | ...

Vorstellung Von Dr. Debbie

SPEAKER_01

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Forsting Personality. Heute habe ich mir wieder jemanden eingeladen, und zwar Deborah Bilmar, auch bekannt als Dr. Debbie, zumindest auf Instagram. Ich muss ganz ehrlich sagen, jetzt wo ich das sage, ich habe nicht recherchiert, ob sie auch noch auf TikTok oder YouTube zu finden ist. Ganz böser Fehler, aber sie kann sich ja einfach selbst mal ganz kurz vorstellen und dazu was sagen. Halli, hallo, danke, dass du da bist.

Von TikTok Zur Aufklärung

SPEAKER_00

Halli, hallo. Vielen Dank für die Einladung. Wie ihr hört, ich habe meine beste Stimme ausgepackt. Also ich hoffe, ihr versteht mich alle. Ich habe mich ein bisschen erkältet letztes Wochenende, aber genau, daran soll es heute nicht scheitern. Ich freue mich sehr, heute diese Folge mit dir aufzunehmen. Ja, TikTok. Mit TikTok hat das Ganze tatsächlich angefangen, vollkommen inkognito und niemand hat mich gekannt. Bis dann irgendwann mal Instagram dazugekommen ist und ich dachte, ja, ich reuse einfach da meine Kurzvideos, die ich auf TikTok so angesammelt hatte. Und dann ist das explodiert und jetzt ist es der Account, mein Tierärzte-Account, der für ein bisschen Infotainment stehend. Das war zu Beginn der Fokus. Mittlerweile habe ich ein bisschen geswitcht und mache sehr viel Aufklärungsvideos, mache viel so ein bisschen Medizinkommunikation, versuche komplexere Sachen runterzubrechen und zu erklären, versuche ein bisschen Awareness zu verteilen, was unser Berufsbild angeht als Tierärzte und so ein bisschen auch TFAs. Und genau, da komme ich eigentlich her. Ich bin Tierärztin, ich arbeite jetzt oder habe mein Studium vor knapp acht Jahren abgeschlossen und habe mich in der Zeit so ein bisschen in die Spezialisierung Augenheilkunde verirrt und ich möchte mich da auch nicht mehr entirren. Ich fühle mich da sehr wohl. Und genau, bin eigentlich mit Leib und Seele, Tieraugenärztin, ja, mit einem etwas verrückten Hobby, dem Instagram-Hobby.

SPEAKER_01

Genau. Das kann manchmal ein ganz schön zeiteinnehmendes Hobby sein.

SPEAKER_00

Braucht Zeit wie jedes Hobby, ne? Genau. Ich habe eigentlich nur noch ein großes nebenbei, das ist das Fahrradfahren, aber das schließt sich gegenseitig tatsächlich nicht aus. Nee, das stimmt.

SPEAKER_01

Ja, sehr schön. Ich habe auch so gedacht, also ich hatte dich ja angefragt, weil mir jemand auf Instagram gesagt hatte, ah, wenn du jemanden zu Blutspenden suchst, dann frag doch mal Dr. Debbie. Und dann hast du gemeint, ach naja, aber die und die können das viel besser, aber Augenheilkunde. Und da habe ich gedacht, oh ja, warum nicht? Ich war auch schon mal beim Augenarzt mit meinem Hund. Also können wir da doch auch mal drüber reden. Keine Angst, Leute, zum Stunde kommt jemand, aber ich würde mal sagen, mit deinem Tieraugenarztbesuch hast du schon vielen was vorweg.

SPEAKER_00

Das heißt, du weißt, dass es das gibt. Weil sehr viele, die ich so in meinem Alltag, oder die mich ansprechen, auch was machst denn du? Ja, du bist Tierärztin, aha, und dann kommt dabei raus, ja, ich behandle eigentlich nur noch Tieraugen. Dann gucken die mich mit Riesenaugen an und sagen, was, sowas gibt's? Dann sage ich, ja, sowas gibt's. Und es gibt sehr viel Bedarf auch, aber man muss halt wissen, dass es das gibt. Genau, und daran wollen wir heute ein bisschen arbeiten. Ja, genau. Ja, ich hatte das große, was heißt das große Glück?

Was Macht Ein Tieraugenarzt Anders

SPEAKER_01

Doch schon irgendwie. Also eigentlich war es ein bisschen Pech, weil mein Meerschwein hatte was am Auge und die Tierärztin hat gesagt, kann ich nicht, aber in Magleberg, Leipzig, da ist eine sehr, sehr gute Augentierärztin. Und dann bin ich mit dem Meerschweinchen dahin und habe erfahren, dass es tatsächlich bei Meerschweinchen, die Linsen sind halt nicht ein durchgängiger Gallattkörper, sondern so gefüllt. So habe ich mir das quasi gemerkt und die können platzen. Und das ist mein Meerschweinchen passiert. Die Augenlins ist geplatzt. Ja, da konnte man dann auch nichts mehr machen. Das kann ganz spontan auftreten. Und dann, ja, aber seitdem kannte ich diese Augentierärztin und dann auch, wenn die Hunde irgendwas hatten, so Eintrübungen oder so, bin ich dann halt direkt dahin gegangen, damit mit den ganzen richtigen Untersuchungsgeräten quasi untersucht werden kann. Richtig, genau. Magst du denn mal so ein bisschen, also ich glaube, wir bleiben hauptsächlich beim Hund, weil das ist ja ein Hunde-Podcast. Natürlich kannst du auch, wenn du sagst, ah, aber das ist noch eine interessante Info, dieses Tier ist so und so spannend, dann hau ruhig raus, weil die Leute mögen ja trotzdem grundsätzlich Tiere. Ich weiß gar nicht, wo wir anfangen wollen. Vielleicht die häufigsten Augenkrankheiten, weswegen Hunde vorgestellt werden. Gibt es das überhaupt? Oder ist das sowas von bunt durch die Reihe weg, dass es immer abwechselnd ist?

SPEAKER_00

Es gibt schon sehr viel. Also die meisten Leute, wenn sie an Augenprobleme, denken einfach an Bündnehautentzündung. Und klar kommt das häufig vor, aber es ist einfach bei weitem nicht alles, was an einem Auge krank sein kann oder auch eben kaputt gehen kann. Was wir vielleicht noch einleitend machen können, wenn es okay ist für dich. Ja, natürlich. Viele sich ja generell, ich meine, du hast das Ganze gesehen, wie so eine Augenuntersuchung abläuft, aber viele können sich das gar nicht vorstellen. Die haben das Gefühl, ich gehe da hin und der Arzt leuchtet mit einer kleinen Lampe ins Auge und guckt ein bisschen und sagt dann, ja, es ist das und das. Und so einfach ist es ja tatsächlich nicht. Und die können sich gar nicht vorstellen, was dann jemand Spezialisiertes anders macht. Und du hast es schon angetönt, ich finde, unsere Spezialisierung hat so am meisten coole Geräte im Untersuchungsraum stehen im Vergleich zu allen anderen. Ich meine, der Neurologe hat sein langweiliges Hämmerchen und das war's. Gut, im Kämmerchen weiter hinten, da kommen dann auch noch coole Sachen. Und das MRT, da kann natürlich niemand mithalten, aber, oder der Internist mit seinen Spritzen und Kanülen und dem Stethoskop, der kann auch gleich abflattern. Aber wir haben halt verschiedenste Untersuchungsgeräte, die wir wirklich im tagtäglichen Gebrauch haben. Das ist einerseits mal eine ganz große Lupe mit einem Licht, die sogenannte Spaltlampe. Das heißt, das ist eine Kombination aus eben Lichtquelle, damit wir das Ganze schön anleuchten können und gleichzeitig aber eben auch einer Vergrößerung. Das heißt, wir gucken alles bei Zehn-fach- bis 16-fach Vergrößerung an und können dadurch natürlich schon viel mehr erkennen als von bloß im Auge. Und diese Spaltlampe hat zwei Lichteinstellungen, ganz, ganz grob gesagt. Sie hat einmal ein schönes Kreislicht, so ein Aufblendlicht, wo man einfach mal so ein bisschen Reflexe testet und das Auge als großes Ganzes anguckt, ob er ihm da schon was auffällt. Und danach hat es auch noch ein Spaltlicht. Und das Spaltlicht, das funktioniert so ein bisschen wie ein Ultraschall quasi. Also damit können wir die Tiefwahrnehmung dann eben herstellen und können wirklich gucken, wo ist eine Trübung, wo ist eine Veränderung und dadurch dann wirklich auch Diagnosen stellen in sehr vielen Fällen. Das wird ergänzt durch ein Messgerät, was den Augendruck misst. Das wird ergänzt durch spezielle Lupen und auch nochmal eine Lichtquelle, damit wir hinten die Sehzellen, also die Netzhaut im Augenhintergrund ansehen können. Das kann man vom bloßem Auge alles gar nicht angucken. Und dann haben wir noch so zwei, drei kleinere Tests. Ich meine, den Färbtest, den kennt der ein oder anderen, vielleicht auch vom normalen Fluoristein-Test, vom Tierarzt, dass das passiert, so eine gelbe Flüssigkeit, dann wird mit einem blauen Licht geguckt, ob sich da was anfärbt, ob die Hornhaut ganz ist oder nicht. Und da gibt es noch eine Möglichkeit, den Tränenfilm noch zu überprüfen. Und das ist jetzt nur so ein kleines Samsurium an verschiedensten Geräten. Also ihr merkt schon, es gibt schon ganz viele verschiedene Sachen, die zu so einem kompletten Augenuntersuchungsgang gehören, damit man einfach wirklich schlussendlich alle Strukturen von außen nach innen, die so ein Auge halt alles mit sich bringt, ein untersuchen und einsehen kann. Genau. Und ich finde halt super spannend an dieser Spezialisierung, dass man alles einsehen kann. Der Internist, der muss dann Bluttests machen, der muss dann überlegen, der muss dann sich so ein bisschen detektivisch zusammenpuzzeln, aber der sieht halt einfach nur das Tier von außen und kann vielleicht noch ein bisschen was tasten oder mal ein Herzgeräusch hören. Und das war es dann für alles Weitere, damit er wirklich die Diagnose stellen kann, muss er ja dann die weiterführende und oftmals ein bisschen teurere Diagnostik. Und der Off-Thalmologe, der kann eigentlich in der ersten Abklärung schon sehr, sehr, sehr viel einsehen und dadurch in einigen Fällen wirklich die Diagnose schon von einer puren Augenuntersuchung stellen. Und ich liebe das, ich bin eine Person der schnellen Lösungen und klaren Direktiven. Das muss immer bam, bam, bam. Muss klar sein, in welche Richtung die Reise geht. Und ja, das ist halt super cool.

Häufige Symptome Am Hundeauge

SPEAKER_01

Ja, krass. Genau. Was sind denn so die häufigsten Gründe, warum Menschen sagen, okay, mein Hund muss zum Augenarzt? Also dann wissen die ja noch gar nicht, was der Hund hat, ne? Aber sie haben ja irgendetwas, also ein Symptom, wo sie sagen, okay, das beunruhigt mich und deswegen gehe ich jetzt zum Augenarzt.

SPEAKER_00

Was sind da so auch immer spannend, ich sag's dir, was da manchmal, es ist manchmal wirklich schwierig, das in Worte zu fassen, wenn man es halt A noch nie gesehen hat und B auch keine Vorstellung hat, was da los ist. Das heißt, wir haben Beschreibungen von das Auge dreht weg über es sieht komisch aus oder der guckt komisch oder ich bin mir nicht sicher, ob er richtig sieht. Also von bis eigentlich alles möglich. Klassesten ist aber ein tränendes Auge zum Beispiel. Also da kommt entweder klare Flüssigkeit vermehrt aus dem Auge und das Tränen, oder das Auge weilt, haben wir auch schon gehabt. Und das kann natürlich auch gewisse Konsistenz haben. Also der Ausfluss kann ja richtig gehend eitrig werden. Dann kommt in solchen Fällen auch häufig die Aussage, das Auge ist rot, das kann man sehen, oder das Auge ist schmerzhaft oder es wird gekniffen, oder auch ganz klassisch, das Auge wird gerieben mit der Pfote. Also so, dass die Leute halt merken, da ist irgendwas komisch. Oder natürlich auch irgendwelche Trübungen oder Farbveränderungen. Wo viele merken, irgendwie das Auge, das sah nicht immer so aus, da ist irgendwas, das wird drüber, es wird, es ist ein Schleier über dem Auge. Genau, also so die Sachen, die man halt beobachten kann, ja, sind zahlreich auch da, aber die helfen uns tatsächlich dann so ein bisschen das einzuschätzen und zu sagen, ja doch, das ist jetzt dringlich oder nee, da können sie mal noch warten bis morgen und wir schauen es dann nochmal an, wenn es immer noch da ist. Genau.

SPEAKER_01

Ja. Und dann können wir ja eigentlich schon mal gucken, was es so alles für Augenkrankheiten gibt, von sehr, sehr, keine Ahnung, üblich, so wie die Binderhautentzündung vielleicht und auch nicht so dramatisch, weil gut behandelbar und schnell mal wieder weg, bis hin zu wirklich blöd. Viele blöde Krankheiten. Ja, aber es gibt ja wirklich sehr blöde Krankheiten, finde ich.

Bindehautentzündung Beim Junghund

SPEAKER_00

Oh ja, das gibt es, das gibt es in jeder Fachrichtung. Aber deshalb machen wir ja den Job, um diese blöden Krankheiten möglichst irgendwie wieder in den Griff zu kriegen und das Leben wieder erträglich zu machen. Also schlussendlich, wie gesagt, kann jede Struktur, die so ein Auge hat, kann eigentlich krank werden. Das heißt, es kommen Patienten zu mir, die. Ich würde es vielleicht eher so machen, weil sonst, glaube ich, vergesse ich die Hälfte. Ich kann ja jemals dazu sagen, ob das jetzt ganz schlimm ist oder ob es gängig ist. Genau. Nee, aber so ein Augenlied kann sich entzünden. Oder es gibt Verletzungen im Augenlied. Also alles, was am Lied ist, gerötet, verdickte, schmerzhaft, verkrustet, das kommt auch meistens schon zum Augenarzt oder Liedtummörchen beim Hund. Auch eigentlich was recht übliches. Das kommt in der zweiten Hälfte der Lebensphase, meistens ein bisschen beim älteren Hund. Und das Gute daran ist, sind häufig beim Hund sehr, ich sage jetzt mal, gutartige. Gutartiger Tumor, das klingt immer schon blöd, aber es sind oft keine bösartigen Gewüchse. Das heißt, die können natürlich in sich wachsen. Das sind immer noch Zellen, die sich von der Struktur vom Lied ganz gängig sind. Die Talkdrüsen, die im Lied integriert sind, die sich dann atmen und die sich dann einfach vermehren und vermehren und dann bildet sich da so ein kleines Knötchen und das kann halt in sich wachsen und am Ort natürlich mal Probleme verursachen. Je größer das wird, desto mehr Reiz aufs Auge selber, kann man sich ja vorstellen, übt das auf. Und desto schwieriger ist es natürlich, sowas auch zu entfernen, weil wir mit dem Lied eine sehr spezielle Struktur haben, was die Haut angeht. Das heißt, wir gehen ja eigentlich über von der behaarten Haut auf die Schleimhaut und haben dort eben mit dem Lidrand eigentlich wirklich eine filegrane Struktur. Und da können wir nicht einfach freischneiden und alles abtragen und dann sagen wir so, jetzt machen wir wieder zu, weil irgendwann, ja, ne, was machen wir dann? Genau, und das sind häufig eben gutartige Sachen. Das heißt, es neigt nicht dazu zu metastasieren. Viele machen sich dann natürlich Sorgen, oh nein, Tumor. Aber das ist eigentlich eher der Zeitfaktor und der Größenfaktor, der mir dann, wenn, dann Bauchschmerzen macht. Aber sehr oft sind es gutartige. Es gibt auch bösartige, es gibt Pigmentzelltumoren, Melanome, es gibt andere Veränderungen, bösartige Tumor, das ist schon möglich, Mastzeltumoren und die im ganzen Körper vorkommen können. Aber sehr viele beim Hund, im Unterschied zur Katze, wenn der Katze einen Lithumor macht, dann macht es es richtig und dann ist er fies in sehr vielen Fällen. Ist eigentlich immer, wenn eine Katze ein Tumor ausbildet, dann ist es oft fies. Also ich glaube, Hunde, die haben häufig so gutartige Lipome, Fettgeschwößte irgendwo oder eben irgendwelche gutartigen säustigen Wucherungen. Nö, die Katze, wenn sie eine Wucherung hat, ist es sehr oft böse. So auch am Auge. Gemein. Ja, es ist wirklich super gemein, aber sie haben andere Vorteile, die Katzenviecher. So viel zum Lied. Dann eben die Bindehaut. Das ist so der ganz große Klassiker. Wo gerade beim jungen Hund ist es ganz häufig, dass die so ein bisschen einfach eine überschießende Immunantwort haben, dass die reagieren gefühlt auf alles, auf die Pollen, auf irgendwelchen Dreck, auf alles, was halt der Körper so langsam kennenlernt und Kontakt hat, sagt das Auge kleider oder die Augenoberfläche, oh, das könnte schlimm sein. Und dann feuern die teilweise mit Entzündung drauf los. Und das kann man mit dieser Vergrößerung eigentlich ganz schön erkennen. Die bilden dann so kleine Bläschen. Das sieht wirklich aus wie so eine kleine Knisterfolie in sehr fortgeschrittenen Fällen, in leichten Fällen nicht. Und das kann manchmal ganz dramatisch ausschauen, wenn so ein junger Hund dann, und das tut auch wirklich weh, das ist unangenehm, die kommen dann wirklich mit. Adrig im Augen aus los. Knallrote Augen, die jucken sich in den Augen, was ganz, ganz furchtbar krabbelt und kneifen, in ganz fortgeschrittenen Fällen kneifen die auch wirklich stark und leiden schon so ein bisschen. Und dabei ist es, und die Leute haben das Gefühl, Gott zumindest ist es was Hochinfektiöses und ganz, ganz furchtbar und haben ganz viel Angst und da kann ich dann aber in sehr vielen Fällen beruhigen und sagen, alles gut, wir haben einen Plan, wir tun das Immunsystem erstmal wieder so ein bisschen zurechtdrücken, mit Augentropfen und pflegen das Auge und in sehr vielen Fällen geht das dann auch mit der richtigen Therapie auch schnell erstmal wieder weg. Also es ist nichts Bakterielles beim jungen Hund, sondern es ist einfach nur das Immunsystem. Das ist vielleicht noch eine interessante Info, weil viele Kollegen auch immer wieder antibiotische Augensalben geben, die es eigentlich gar nicht bräuchte. Es geht nichts kaputt. Aber ja, Antibiotika, es ist ein wertvolles Gut, man sollte ein bisschen vorsichtig damit umgehen. Und deshalb, ja genau, also das ist wichtig oder spannend zu wissen. Es ist viel, einfach nur das Immunsystem, was so ein bisschen außer Randombahn ist, es nichts Ansteckendes. Und es geht mit einer adäquaten Therapie, die oft aufs Kortisonhaltigen Augentropfen besteht, dann auch sehr schnell wieder weg. Ja, das hätte ich sehr gut. Ich habe auch gefragt, wenn nicht an die Biose was dann. Genau. Entzündungshemmendes Kortison für ein paar Tage und danach Tränenersatz. In schweren Fällen, in leichten Fällen kann man es aber auch nur mit Pflege, mit Tränenersatzbefeuchtung und ein bisschen Augenspülen ganz gut in den Griff kriegen. Und was auch viele so ein bisschen manchmal dran verzweifeln ist, das kommt dann auch mal wieder. Es gibt auch die, die haben das einmal, einen Schub und dann ist gut. Und dann gibt es aber andere, die kriegen das halt immer wieder und dann kommt natürlich die Verzweiflung, ja, warum geht es denn nicht weg? Habe ich irgendwas falsch gemacht? Es ist doch irgendwas Bakterielles. Es verwächst sich, Gott sei Dank, aber erst so mit zwei, zweieinhalb, vielleicht mal drei Jahren, je nachdem, wie groß der Hund ist, bis er wirklich erwachsen ist. Und dann kommt das in aller Regel auch nicht wieder, bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Und das ist ganz normal. Man muss da nichts weiter tun, als eben halt jedes Mal, wenn man merkt, oh, jetzt kommt so wieder ein Schub von dieser folekulären, kommt von den kleinen Bläschen, kleinen Vollikel, folekulären Binderhautenzündung, muss man einfach schubweise therapieren. Wenn es Cortison braucht, braucht es Cortison. Wenn es weniger schlimm ist, braucht es kein Cortison. Und das ist ein Management. Also das kommt und geht so ein bisschen und muss individuell, muss das einfach begleitend behandelt werden und irgendwann ist es. Das heißt, es ist in dem Sinne nicht schlimm, wenn es wiederkommt und das heißt nicht, dass das jetzt irgendwas falsch gemacht wurde, sondern es ist die Charakteristik dieser Krankheit. Und das geht dann irgendwann eben. Meistens dann weg, bei sehr vielen. Bei manchen bleibt es so als allergische Nachvariante sozusagen. Die haben dann meistens aber auch andere allergische Probleme oder Symptome. Aber genau.

Hausmittel, Pflege Und Was Hilft

SPEAKER_01

Da mal als Frage, wenn ich das jetzt hätte als Junghundebesitzer. Und das fängt natürlich ja meistens leicht an. Also es ist ja in der Regel nicht von jetzt auf gleich total dramatisch, sondern das ist ja dann Verlauf wahrscheinlich. Und dann raten ja auch viele dazu, so der typische Tipp unter Hundehaltern, wie auch immer, Euphrasia reinzumachen, Augentropfen. Was sagst du dazu? Weil ich habe, ich bin ja kein Tierarzt, ich habe keine Ahnung, ich höre es immer nur und wir benutzen es tatsächlich auch manchmal. Und dann ist ja so die Frage, ist es überhaupt sinnvoll?

SPEAKER_00

Man macht damit nichts falsch. Überhaupt nicht. Das ist ja, also es gibt, glaube ich, zweierlei Formulierungen. Es gibt die homöopathische Euphrasia-Formulierung und es gibt die, die wirklich so ein bisschen pflanzenbasiert mit Augentrost, also Phytotherapiebasis ist. Und ich bin da überhaupt nicht dagegen. Ich empfehle, wenn dann eher etwas, was noch ein bisschen weniger Reizt oder Reizung verursachen könnten, zusätzlich, weil alles, was pflanzlich ist, theoretisch könnte natürlich auch wieder eine Reizung sein. Homöopathiker wahrscheinlich nicht. Da ist ja nicht mehr wirklich viel drin, was reizen kann. Ich habe eher dann so den Rat zu einem Hyaluronsäurehaltigen Produkt, Bepanthän-Augentropfen oder die Hyalore-Reihe, Hyrogel. Das ist eigentlich was ganz Schönes, wenn man es ganz perfekt machen möchte, ohne Konservierungsmittel, weil dann reizt er in der Regel sehr wenig. Es sei denn, der Hund ist allergisch auf Hyaluron. Das gibt es auch immer. Aber man macht nichts falsch, wenn man mal ein paar Tage mit Euphrase-Augentropfen oder eben Hyalurontropfen für Menschen behandelt. Das ist völlig okay. Und im besten Fall geht es damit schon deutlich besser und da muss man auch nicht zum Tierarzt gehen.

SPEAKER_01

Ein auch ganz oft geratenes Hausmittel, wo ich aber schon gehört habe, dass es gar nicht so gut ist. Aber das kenne ich noch von ganz, ganz, ganz, ganz früher. Oh Gott, ich bin schon alt. Kamille. Ja. Und da möchtest du bestimmt auch sagen, ja, das stimmt, das ist nicht gut. Lustig, das ist nicht gut.

Trockenes Auge Erkennen

SPEAKER_00

Also man hat das früher gemacht und es ist natürlich auch so ein bisschen antibakteriell. Und deshalb denkt man sich ja immer so ein bisschen, naja, beim Menschen ist es häufig bakteriell, also du kannst dem Hund auch nicht schaden. Aber bei der Kamille ist eher oder beim Kamillentee tatsächlich, nicht viele nehmen ja dann Kamillentee und machen damit dann Kompressen. Aber das kann halt das Auge ein bisschen austrocknen einerseits und es kann auch reizen, weil da Schwebestoffe drin sind vom Tee, ja, und es sind Gerbstoffe teilweise mit drin. Auch Schwarztee wird da gerne verwendet. Und das kann halt auch wieder reizen. Man macht nicht immer was falsch, man macht nicht immer was kaputt, aber es kann halt durchaus auch nachteilig sein. Deshalb würde ich das nicht empfehlen. Wenn jemand kommt und sagt, er hat es gemacht, dann sage ich nicht, oh, das war jetzt aber super scheiße, aber ich würde einfach dann aufklären und sagen, na, vielleicht das nächste Mal weichen sie vielleicht eher auf ein Pflegeprodukt aus, was ins Auge soll und keinen Tee am Auge. Okay, ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht aus der Spur gebracht. Wir finden wieder rein nicht. Wir finden wieder rein. Klar gibt es auch andere Gründe dann für Bindehautentzündungen, aber das ist so die häufigste beim Hund. Das ist so das, was ich auch in der Allgemeinpraxis am meisten gesehen habe, schlussendlich, wenn ein bisschen ein älterer Hund mit einer Bindehautentzündung kommt oder mit einer Rötung und ansonsten ist nichts. Das ist auch nochmal wichtig. Genau, die Definition Bindehautentzündung ist tatsächlich nur dann zu stellen, wenn man sicher ist, dass es keine anderen Gründe gibt in diesem Auge, die zu einer Rötung der Bindehaut führen. Weil das ist so unspezifisch wie Bauchweh. Bauchweh kann alles sein. Von einem Bubs, der quersitzt, über einen ernsthaften Darmverschluss, über irgendein anderes Organ, was krampft. Das heißt, wir müssen wirklich sicher sein, dass nichts am Auge, weder die Hornhaut noch des Augeninneren, noch die Linse, noch sonst irgendetwas, krank ist. Und dann können wir die Diagnose Binderhautentzündung stellen. Das ist auch viel zu wenig bewusst. Also eine Rötung am Auge heißt noch lange nicht, dass es eine Binderhautentzündung ist, sondern es kann auch einfach nur eine reflektorische, also eine Antwort auf Reaktion, Rötung sein. Wenn dem dann so ist und man sagt, jawohl, alles andere ist soweit eigentlich unauffällig, dann ist es beim älteren Hund, wenn oder in sehr vielen Fällen halt eher so was Mechanisches, also wenn die mal Dreck ins Auge bekommen haben oder so, also wenn die viel buddeln, dann ist so das häufig immer irgendwie Staub oder irgendwas, was sich da verfangen hat. Und das spricht ja auch gut auf den Trainersatz an. Und was aufs Alter dann noch so ein bisschen mit in Betracht gezogen werden muss, das kann sich dann teilweise aber tatsächlich auch schon an der Hornheit, also was sonst klar ist und glatt ist, bemerkbar machen, ist ein trockenes Auge. Das ist auch sehr viel nicht bewusst, dass eine Trockenheit im Auge vorkommen kann. Und zwar so arg und stark, dass das dann auch wieder zu so richtig eitrigen Entzündungen führt. Und eigentlich die Grundursache drin ist, dass einfach zu wenige Tränen da sind und deshalb die ganze Augenoberfläche halt nicht mehr so flutscht. Und dann wird das so richtig klebrig, pappig und ist unangenehm. Und die Tiere zeigen dann natürlich auch wieder neben der Rötung auch eben Ausfluss, der immer schleimiger und immer zäher wird, weil einfach diese flüssigen Komponenten auch fehlen im Tränfilm. Und zeigen Kneifen. Das ist unangenehm, die haben ein fremd Körpergefühl, die reiben mit der Pfote drin. Ja, das ist so zur Bindehaut eigentlich so ein bisschen das Gängigste. Und da ist die Diagnose, da bin ich auch immer ganz traurig, wenn die dann zu mir kommen und einen Leidensweg haben von teilweise fast Monaten, wo sie sagen, das hat irgendwann mal vor drei, vier Monaten gestartet und es wurde jetzt immer schlimmer und wir haben schon so viel versucht und nichts hilft wirklich. Es ist so ein einfacher Test. Da muss man wirklich einfach nur so zwei Fließpapierchen, einmal ins linke, einmal ins rechte Auge, so in das Unterlied einhängen. Einen sogenannten Schirmer-Tränentest, dann wartet man eine Minute und danach hat man die Diagnose. Das heißt, dieser Wert, das saugt die Tränenfilm und dieses Fließpapierchen saugt den Tränenfilm auf, das reizt so ein bisschen die Augenoberfläche und führt dazu, dass das Auge vermehrt tränt und saugt dann diesen Tränfilm auf. Und dann haben wir über eine Minute normale Werte, wo wir wissen, ein gesundes Auge produziert so und so viel Tränenfluss. Und alles, was drunter ist, oder teilweise auch sogar bei Null, die produzieren gar nichts mehr an Tränenflüssigkeit. Dann nehme ich nach einer Minute dieses Tränchenstreifchen raus und dann habe ich die Diagnose und zack, herzlichen Glückwunsch oder wir haben die Diagnose, es ist ein trockenes Auge und wir wissen jetzt, wie wir handeln können. Genau, also super spannend und ich liebe es einfach. Zack, zack, zur Diagnose. Und das ist manchmal aber auch schön für die Leute, wenn die dann eben mal zum Spezialisten sich durchgerungen haben, zum Spezialisten zu kommen, wo man dann doch eben mit diesen paar Kniffen und Tricks dann weiterhelfen kann und zumindest in sehr vielen Fällen direkt eigentlich eine Ahnung hat, in welche Richtung die Reise geht und dann eben auch eine Lösung fürs Problem findet. Genau. So, Bindehaut. Dann haben wir, habe ich schon angesprochen, die Hornhaut. Die Hornhaut, das ist eigentlich der Bereich, der dann in der Mitte kommt, dieser klare, ich sage immer, die Windschutzscheibe zum Auge. Wenn man das mit dem Auto vergleicht, sind die Lieder sind wie die Scheibenfischer, die verdrehen die Tränenflüssigkeit auf der Front der Windschutzscheibe. Und die Windschutzscheibe ist die Hornhaut, also das klare Fenster zum Auge. Und dort kann auch vieles eigentlich kaputt sein und sind dabei entzündlichen Veränderungen, die entweder durch bakterielle Infektion, durch Verletzungen, eine Katzenkrallenverletzung, ganz klassisch. Der Jagdhund oder der Hund ist ein bisschen zu nah zur Katze, die hatte keinen Bock, zack, eine ausgewischt und dann ist die Kralle im Auge gelandet. Das geht dann einmal oft durch die Hornhaut durch. Oder Ästchen, irgendwelche Dornen können da natürlich drin sein. Also alles, was traumatisch ist, was verletzungsbedingt ist, das kann da rein. In solche Verletzungen können sich theoretisch dann eben Bakterien.

SPEAKER_01

Ja, das ist die Frage. Jetzt habe ich eine Frage. Als Hundetrainerin werde ich halt auch oft von Kunden angeschrieben, gefragt, wenn der Hund irgendetwas hat. So quasi noch bevor sie zum Tierarzt gehen, muss ich zum Tierarzt gehen. Gerade natürlich sehr gerne am Wochenende, weil keiner ohne Notfall in die Notfallklinik will. Und beim Auge, das ist so eins der Sachen, wo ich relativ schnell sage, du, wenn du Angst hast, das verletzt es geh lieber. Ist das richtig oder richtig?

Hornhautverletzungen Und Notfälle

SPEAKER_00

Also gerade zum Wochenende, weil je nachdem es kann sein, dass nichts ist und dass alles gut ist und dass er nach Hause schippen sagt, es wird alles wieder und ein paar vollfeuchtende Tropfen gibt und gut ist, dann braucht man sich aber nicht schlecht fühlen, weil wenn das Auge wirklich was abbekommen hat, dann kann das Binnen weniger, ich sage jetzt mal, Stunden bis Tage echt gefährlich werden und kann im allerdünmsten Fall zum Verlust des Auges führen, bis innerhalb ein bis zwei Tage. Also von daher lieber einmal zu viel gucken, wenn deutliche Symptome da sind. Das heißt nicht, dass man bei jeder Mini-Rötung gleich eilen muss und sofort gehen muss. Aber wenn man sieht, doch, es gibt deutliche Symptome und die kommen relativ akut, dann würde ich das einmal abklären lassen, im Zweifel im Notdienst. Ja, genau. Okay, Verletzung. Ja, der klassische Notfall in den Augen, Heilkunde.

SPEAKER_01

Ja, es passieren ja die dümmsten Sachen. Ich hatte, da war ich nur Teenager. Also ich habe offensichtlich ein Augenthema und da hatte ich eine Rottweiler Schäferhundmischlingshundin, also ein Riesenvieh. Und ich war Teenager und die ist ab und an im Wald mir abgehauen. Lange her. Und einmal kam sie echt zurück mit so einem Stock im Auge. Also nicht im Auge, sondern quasi zwischen der Augenhöhle daneben. Augenhöhle, also richtig Schwein gehabt, es sah unfassbar dramatisch aus. Ja. Da fährt sie mal rauskommen und hat gesagt, ach Gott sei Dank. Aber das sind halt auch echt so Sachen.

SPEAKER_00

Ja, Auge. Ja. Genau. Also Gott sei Dank haben die Hunde da manchmal mehr Glück als Verstand und haben ganz viel Platz ums Auge rum, bevor dann Knochen kommt. Also wir Menschen hätten da, glaube ich, mehr Probleme, weil da ist Auge relativ satt in der Augenhöhle. Die Hunde haben da sehr viel Platz drin rum und die schaffen es wirklich, sich manchmal die Stöckchen so reinzurahmen, dass das Auge ausgeschont blieb und dass es nur im Weichteilgewebe tatsächlich steckt. Aber ja, hatte ich auch schon. Er hat auch schon einen, der sich ein Stöckchen durchs Lied durchgespießt hat. Ich weiß nicht, wie das geht, aber Hunde, die kriegen gefehlt alles hin. Ist manchmal echt irre, ja. Ja, genau. Ja, ja. Ja, also wir können den Podcast bis morgen machen, ich sag's dir. Du hast dir eine Büchse der Pantora geöffnet. Aber ich versuche mich kurz zu halten. Genau, also so diese klassischen Verletzungen in der Hornhaut und dann gibt es eben halt die Sekundärprobleme dann eben mit bakteriellen Infektionen. Die Katzen haben ganz gerne auch mal virale Infektionen, die mit Hornhautentzündungen einhergehen. Und das kann dann halt eben relativ schnell gefährlich werden fürs Auge selber. Man kriegt das sehr viel medikamentös mit Augentropfen, wieder in Griff. Manchmal muss man operieren, wenn es dann wirklich schon fortgeschritten ist, aber sehr vieles kriegen wir eigentlich stabilisiert und gerettet, sodass der Augapfel erhalten bleiben kann und dass auch das Sehvermögen in vielen Fällen bleibt. Aber das sind so gefährliche Sachen. Und was wir da auch ganz gerne haben, sind Entzündungen, die auch wieder unabhängig von einer Infektion sind. Viele verwechseln das. Entzündungen gleich Infektion, das ist nicht so. Eine Infektion ist ein Grund für eine Entzündung, aber es gibt noch andere Gründe ohne Bakterien oder Viren, die auch Entzündungen hervorrufen können. Und da wären wir zum Beispiel bei den Schäferhunden, bei den immunvermittelten Hornartentzündungen, die sogenannte Schäfer-Keratitis, die halt auch wieder in sich so wie eine Autoimmun ist falsch, aber es ist so in dem Stier. Man kann sich das am ehesten vorstellen, dass einfach das Immunsystem sich gegen diese Strukturen richtet und dort Entzündungen verursacht, obwohl das eigentlich gar nicht sinnvoll ist. Wo die These auch so ein bisschen ist, dass UV-lich das Ganze noch so ein bisschen triggern kann. Deshalb sind das dann die Hunde, die mit den Sonnenbrillen rumlaufen. Es hat nicht nur stylisch, es sieht wahnsinnig stylisch aus. Ich liebe Schäferhunde mit Sonnenbrillen. Das ist wirklich cool. Aber das ist kein Style-Effekt, sondern das wird wirklich aus gesundheitlichen Gründen verordnet. Oder wenn es natürlich Arbeitshunde sind oder so, um die Augen zu schwitzen. Die Schäferhunde, die haben hier wirklich eine Erkrankung, die das Sonnenbrillen tragen.

SPEAKER_01

Und sind das nur die Schäferhunde?

SPEAKER_00

Oder gibt es nicht bei anderen aber schon sehr, sehr, sehr fokussiert? Also ich würde mal sagen, bei mir sind 19 von 20 Hunden sind deutsche Schäferhunde oder belgische Schäferhunde, die wir im Klientel haben. Das kann aber auch sein, dass im Erzgebirge und Graum Chemnitz viele Polizeihunde und eben auch Schäferhunde sind. Haben hier so zwei, drei Züchter, aber es sind schon eher die Schäferhunde und die Schäferhund-Mischlinge, die diese Veränderung haben. Das ist was Genetisches, also etwas, was vererbbar ist. Gibt es von den Zahlen?

SPEAKER_01

Also kann man das als Züchter vorher, könnte man das?

Uveitis Und Systemische Ursachen

Blutdruck, Netzhaut Und Risiken

SPEAKER_00

Ich meine nein. Aber das ist jetzt einer meiner Schwachstellen, so mit diesen genetischen Testen, das kann ich dir tatsächlich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, aber ich meine nein. Ich meine, da gibt es keinen Gentest und schlussendlich solltest du halt einfach, sobald bei deinem Hund das auftritt oder bei einem Nachfahre, solltest du reagieren und entsprechende Hunde natürlich aus der Zucht nehmen. Ja. Genau. Ja, gut, was haben wir denn noch an der Hornhaut? Entzündung und Verletzungen. Ja, das wär's dann eigentlich schon fast. Die Trockenheit, die führt dann mit der Zeit natürlich auch. Man kann es sich schon vorstellen, zu einer Austrocknung der Hornhaut und dementsprechend entzündet sich das dann natürlich auch. Danach geht es eigentlich schon ins Augeninnere so ein bisschen. Also es gibt auch Entzündungen im Augeninneren. Das sind wiederum häufig Zustände, die mit anderen Erkrankungen vom ganzen System einhergehen. Also da kommt dann wieder der Spruch, das hat auch viel Wahres, die Augen sind die Fenster zum Körper. Das heißt, es können sich manche internistischen Erkrankungen, gewisse Tumorerkrankungen, gewisse Autoimmunerkrankungen können sich, oder auch gewisse Infektionserkrankungen können sich am Auge äußern in Form einer Uveitis, einer Augeninnenentzündung. Und auch da trüben sich dann wieder die Augen ein, die ändern teilweise ihre Farbe. Man kann nicht mehr so gut reingucken, das sieht dann wie so ein trüber Teich aus. Man sieht die Pupille nicht mehr ganz so schön scharf in sehr fortgeschrittenen Fällen. In manchen Fällen sieht man aber einfach nur, dass die Pupille sich so ein bisschen krampfartig zuzieht auf der Seite und dass die Pupillen dann unterschiedlich groß sind. Oder dass die halt auch so ein bisschen lichtsensibel sind. Das heißt, die Augen, die sind dann so ein bisschen gerötet, die zwinkern so ein bisschen vermehrt, wenn Licht reinfällt. Dann geht es manchmal auch nicht so gut. Genau, dann kommen die zu mir und auch da brauche ich wieder meine Spaltlampe und den Druckmesser, damit wir da halt entsprechende Diagnose dann stellen können. Und dann geht es in Runde zwei und dann muss ich auch dann die Spritze zücken und Blut nehmen und gucken, ist da sonst was zugrunde liegend, was diese Uveitis auslöst. Oder aber ist es doch auch wieder dieses Immunvermittelte, wo wir einfach nicht ganz genau wissen, warum es der Körper macht, aber der Körper sich eben wieder gegen das Auge richtet und diese Entzündung einfach ohne erkennbaren Grund verursacht. Und dahingehend richtet sich dann natürlich auch die Therapie, ob man da noch eine zugrunde liegende Krankheit machen muss oder nicht. In ganz dramatischen Fällen kann sich sowas sogar mit einer Einblutung ins Augeninnere äußern. Also die haben dann wirklich ein komplett rotes Auge, einmal ein roter Schleier drüber. Das kann alleine durch eine Entzündung der Augeninnenstrukturen dann kommen. Kann manchmal bei älteren Hunden aber zum Beispiel auch durch einen Bluthochdruck bedingt sein. Also das sieht man wieder. Also man kann nicht einfach nur sagen, rotes Auge ist das, sondern man muss wirklich genauer hingucken und ein hoher Blutdruck, da beginnt das Problem hinten im Auge, bei der Netzhaut. Dort sind ganz drucksensible Gefäße, ganz dünne, filigrane Gefäße. Und wenn wir uns vorstellen, der Blutdruck, das ist ja der Druck schlussendlich, der das Blut auf die Gefäßwand ausübt. Mit wie viel Schuss der durch die Blutbahn durchgeleitet wird. Und wenn der zu hoch ist, dann werden diese filigranen Blutgefäße am Auge irgendwann undicht und dann tritt Blutbestandteil aus ins Augeninnere. Und wenn das dann natürlich läuft und läuft irgendwann, dann fühlt sich das ganze Auge und dann kommt das vorne dann zum Erscheinen. Manchmal gibt es auch nur in Anführungs- und Schlusszeichen dann Netzhautablösungen, wenn nur so ein bisschen die flüssigen Bestandteile ins Auge austreten und bei fortgeschrittenen Fällen blutet es dann aber richtig gehend ins Auge rein. Also das ist auch ein Grund, warum ich bei einem solchen Patienten dann eben auch nochmal Blutuntersuchung anrate und aber auch eine Blutdruckmessung mache. Das ist auch das eigentlich was ganz Wichtiges, bei älteren Tieren, Katzen speziell, aber auch Hunde, auch mal eine Blutdruckmessung zu machen, um solchen Sachen vorzubeugen. Weil wenn es mal ins Auge eingeblutet hat, dann ist es schwierig mit dem Sehvermögen. Also man kriegt auch da noch erstaunlich vieles wieder einigermaßen hin. Aber so wirklich gut sehen tun die danach nicht mehr in sehr vielen Fällen. Deshalb ist Prophylaxe besser als Nachsorge, sagen wir es mal so. Blutdruckmessung, ich überlege gerade, ob irgendjemand bei irgendeinem Tier bei mir Blutdruck gemessen ist. Noch nicht ein weitverbreiteter Standard. Und gerade beim Hund noch weniger als bei der Katze, wobei ich es da schon auch als sinnvoller erachte. Bei der Katze immer mehr ist man sich bewusst, weil die eben ganz häufig dann kommen, zack, blind, Bluthochdruck. Und dann ist es aber zu spät. Und die haben das sehr häufig. Also ich würde mal sagen, jede vierte Katze im Alter kann einen Bluthochdruck haben. Manche haben dann entsprechende Endorganschäden und bei anderen bleibt es lange Zeit verborgen. Und deshalb entsteht da immer mehr Bewusstsein dafür und immer mehr Tierärzte empfehlen das auch im Screening. Aber eigentlich macht das durchaus auch Sinn beim Hund, den Blutdruck ab einem Alter von, ich sage jetzt mal acht Jahren mal checken zu lassen. Warum nämlich einmal zum Jahrestüff? Also man macht damit nichts verkehrt. Und wenn man dann sieht, oh, die Werte steigen an, dann kann man frühzeitig reagieren, bevor es eben irgendwelche Schäden an anderen Organen gibt.

SPEAKER_01

Misst man das dann auch am Oberarm, in Anführungsstrichen, beim Hund?

SPEAKER_00

Oder wo misst man Blutdruck? Am Unterarm entweder. Eigentlich, das Prinzip ist dasselbe wie bei uns. Also man macht eine Manchette, man legt eine Manschette an und dann hat man entweder auch so ein Gerät, was speziell aber für die Tiermedizin natürlich geeicht ist und Referenzwerte dahingehend hat. Oder aber man kann das auch mit einer ganz speziellen Messmethode, mit der Dopplermethode machen. Das ist dann ein bisschen ein anderes Gerät, das ist ein bisschen anders aus. Ein bisschen vergleichbar mit denen, die mit dem Stetoskop hören. Wir nehmen dazu einfach eine andere Sonde, die uns den Blutfluss akustisch schon darstellt. Und dann drückt man wie mit der Manschette den Blutfluss ab. Dann weiß man, okay, gut, jetzt ist der Druck in der Manschette höher als der Blutfluss. Danach lässt man diesen Druck wie bei uns langsam ab oder das Gerät macht das automatisch und misst dann, ab wann die Blutbahn wieder durchströmt wird. Und dann weiß man, der Blutdruck im Gefäß ist höher als in der Manschette und so hoch ist schlussendlich dann mein Blutdruck, wo dieser Wechsel passiert.

SPEAKER_01

Genau, jetzt weißt du, wenn man das Blutdruck messen funktioniert.

SPEAKER_00

Das ist ganz, ganz logisch. Man muss es einfach nochmal überlegt haben. Ich mache das mit unseren Azubis auch. Aber ich trinze hier immer und ich sage, Mensch, überlegt euch mal, wie funktioniert das? Was macht ihr hier denn? Und da sagt, keine Ahnung, ja, wir legen die Manschette an. Ja, was macht denn die Manschette? Was ist denn? Was passiert denn? Und danach, bing, wenn du es mal hast, du wirst es nicht mehr vergessen, weil da macht es so viel Sinn. Dann weißt du es. Und dann ist es dann auch eine Selbstverständlichkeit. Genau. Man kann das beim Hund auch an der Route machen, wenn die stehen, da haben wir auch ein recht kräftiges Gefäß. Bei der Katze ist das auch eigentlich ganz gerne, weil bei den Hunden, die dann immer so ein bisschen wedeln. Das ist schwierig, weil die Gliedmasse müsste eigentlich ruhig gehalten werden. Und man könnte es theoretisch im Liegen auch an der Hinterpfte machen. Da sind überall so Arterien, die genügend Blut führen, damit man das eben entsprechend festhalten kann. Genau. Also Vorderpfote, Hinterpfote und Rute.

unknown

Okay.

Grüner Star: Schmerz Und Entscheidungen

SPEAKER_00

Okay, zu einem Augen. Sorry. Du siehst, Internistik ist, das kreuzt sich alles so ein bisschen dann auch mit dem Auge. Also das ist auch spannend. Als Augenarzt ist man ein bisschen Chirurge und ein bisschen Internist und aber vor allem Augenarzt. Und aber man hat da in beide Richtungen dann so seine Berührungspunkte. Mit der Dermatologie, also den Hauterzten, kreuze ich mich am Lied. Also sobald ich irgendwie eine Liedentzündung habe, wo ich nicht ganz sicher bin, in welche Richtung es geht, da frage ich dann unsere Dermatologin um Rat und so macht das interdisziplinär wirklich Spaß. Und ich meine, jetzt gerade bei den Katzen, wo ich dann sage, ja, Bluthochdruck, die schicke ich dann an die Innere und sage so, jetzt muss die Internistin gucken, warum der Blutdruck zu hoch ist. Die Blutuntersuchung, die kriege ich gerade noch hin und alles weitere soll sich dann die Kollegin angucken. Aber wir haben automatisch auch eben so ein bisschen drumrum, Teil Tierärzte Alltag, genau. Ja, Uveitis. Uveitis, Uveitis. Dann haben wir ebenfalls, das ist ein bisschen unspezifisch, aber das ganze Auge betreffend, der grüne Star. Das ist einer meiner gefürchtetsten und einer auch meiner verhastigsten, verhasdetsten Erkrankungen. Ihr wisst schon, was ich meine. Weil das etwas ist, was A super schmerzhaft ist und b das Sehvermögen relativ schnell killt. Und man es C immer oder in vielen Fällen nur eine Zeit lang medikamentös begleiten kann, bis es uns entgleist und danach gehen solche Augen wirklich kaputt. Man hat so den einen Weg noch nicht gefunden, selbst bei den ganz großen Augenchirurgen, die da teilweise auch schon Überdruckventile einpflanzen. Also man kann da wirklich Schanz einpflanzen, Überdruckventile, die dann das Wasser, was zu viel im Augeninneren entsteht, abfließen lassen nach außen und so, aber das vernarbt alles, das verwächst sich alles. Also es gibt nichts, was das Augenlicht wirklich zuverlässig dann für den Rest des Lebens erhalten kann. Und deshalb mag ich diese Krankheit so überhaupt gar nicht. Endet das dann damit, dass das Auge irgendwann rausgenommen wird? In sehr vielen Fällen, ja. Sollte man tun, weil es ist dann wirklich eine Sache des Tierwohls. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von einem grünen Stau oder einem Glaukom, wie wir im Fachterminus sagen. Es gibt einmal das Primärglaukom, also das in sich entsteht, weil diese eine spezielle Filterstruktur im Auge, wo das Wasser im Augeninneren, was die Form gibt und was dem Druck bestimmt, wieder abfließt. Das ist auch so ein kleiner Kreislauf, das wird hinten im Auge gebildet und wird dann vor der Peripherie eigentlich so ein bisschen am Ende der Iris, dort, wo auch die Hornhaut dann in die weiße Lederhaut übergeht, wo dann die Bindehaut auch ist, also in dem Winkelchen, dort wird das Ganze wieder rausgefiltert und wieder zurück ins Blut geschickt. Und beim Primärglauchom ist dieser spezielle, ist diese spezielle Struktur missgebildet. Also auch da sind wir wieder bei genetischer Erkrankung. Das ist auch etwas, was vererbt wird. Das führt dann dazu, dass meistens sehr junge Tiere im Alter von vier bis fünf Jahren, es gibt ein paar Rassen, die da betroffen sind. Ich kann dir nicht alle aufzählen, ich stocke immer wieder, aber der Pudel ist da zum Beispiel einer der möglichen Kandidaten. Die Entlebuchasen-Hunde haben das ganz gerne mal. Oder die Münsterländer, da haben Primärglaucome. Mittlerweile wissen wir, dass die französischen Bulldocken auch laut hier geschrien haben und das zusätzlich noch haben, aber gefühlt, die sagen überall, ja, ja, nehme ich auch noch. Das machen wir auch noch.

SPEAKER_01

Aber ja, zu den Erdkrankheiten, da können sich die Leute aber ja, glaube ich, bei diesen Datenbanken auch immer nochmal informieren, welche Rassen was am liebsten.

SPEAKER_00

Auf jeden Fall, genau. Also da gibt es schöne Datenbanken, aber das ist eben auch etwas, was vererbt wird dann bei manchen Rassen. Huskies auch, Malamutz. Also es gibt einige Rassen und nicht so die klassischen Qualzuchtrassen, die man kennt, sondern es ist wirklich in der ganzen Hundepopulation so ein bisschen verbreitet, wer dazu tendiert. Das Dramatische daran ist, dass es einerseits dem junge Tiere betrifft und von jetzt auf gleich. Also das ist gestern normal und heute ist das Auge extrem verändert. Die trüben dann sehr ein und die sind hochschmerzhaft die Hunde, die fressen nicht mehr, die jaulen auf, die sind kopfscheu. Das ist ganz, ganz schlimm. Und das Gemeine daran ist, dass man das zwar schon nochmals medikamentös runterkriegt erstmal. Da muss man notfallmäßig behandeln, recht intensiv und dann geht das aber wieder. Aber in aller Regel, ich sage jetzt mal binnen einem halben Jahr, einem Jahr, teilweise sogar schneller, manchmal weniger schnell, aber kommt der Druck wieder trotz aller Medikamente und da muss man so ein Auge entfernen, weil es halt einfach weh tut. Es gibt, wie gesagt, Ansätze, dass man das auch chirurgisch machen kann, von dass man versucht, den Bereich mit Laser zu zerstören, der dieses Kammerwasser produziert, damit halt weniger produziert wird und der Druck dadurch sinkt. Eben diese Überdruckschanz. Und es gibt Möglichkeiten, muss ich gerade überlegen. Na genau, Endolaser, Exolaser, nee, also nur die zwei Möglichkeiten, dass man das ja machen kann. Aber irgendwie gefühlt eben, früher oder später sind die Hunde wieder da und dann ist der Druck wieder hoch. Man stundet eigentlich nur das Ding und oftmals sind diese als erstes betroffenen Augen, dadurch, dass man es wirklich erst merkt, wenn der Druck dann ums Dreifache, Vierfache übers Normale angestiegen Hist merkt, sind die Augen schon blind und kaputt. Und dann ist immer die Frage, lohnt sich da dann noch so ein teurer Eingriff, aufwendiger Eingriff, der dann eh wieder darauf hinausläuft, dass der Druck wieder ansteigt, um halt dann ein blindes Auge zu retten. Also oftmals wird dieses erste Auge, was betroffen ist, wird entfernt, um einfach diese Kopfschmerzen, diese Migräne, die sowas auslöst, einfach so schnell wie es geht, dann wieder loszuwerden. Das Gemeine ist, das zweite Auge ist genauso schlecht konstruiert und dann kannst du eigentlich schon sagen, das zweite Auge wird kommen und sie werden wahrscheinlich in einem halben Jahr bis einem Jahr hier sein und ihr Hund wird dann kurz vor der Blindheit stehen. Wenn wir Pech haben und sie ist nicht schnell genug oder wir es nicht schnell genug greifen, wird er blind sein. Und da ist so ein bisschen dann fürs zweite Auge die Frage, wann operiert man? Operiert man ja, nein, aber eben es sind halt immer wiederkehrende Eingriffe, die man mal machen muss. Also es ist einfach nichts optimal. Von daher muss man das sehr, sehr gut individuell entscheiden. Wie ist die Situation, was möchte man, was ist die finanzielle Lage natürlich auch von einem als Tierhalter, was möchte man und wie managt man dann so einen Patienten? Wobei blinde Hunde ja auch ganz gut zurechtkommen. Das ist so ein bisschen mein Trostpflaster und ich schätze das auch so ein bisschen. Also klar, ich kämpfe um jedes Sehvermögen und es ist eine Behinderung, muss man sich nicht schön reden. Blindheit ist auch für einen Hund eine Behinderung. Aber es ist nicht so schlimm wie für uns Menschen. Also viele, die sind dann wahnsinnig traurig drüber und fürchten dann auch so ein bisschen, dass die Lebensqualität extrem reduziert ist. Ich vergleiche es immer damit. Ich konnte einen Hund nicht fragen, ob das hinkommt, aber ich vergleiche es immer damit, wie für uns Menschen. Der Verlust von Riechorganen oder im schlimmsten Fall Geschmack ist, ist für einen Hund das Sehen. Die sehen insgesamt nicht so gut wie wir. Also das darf man sich auch nicht eins zu eins vorstellen. Die sehen sehr, sehr unscharf und eh nur Rot- und Grüntöne. Das heißt, die sind, äh, nicht rot, die sind rot-grün blind, so würde ich sagen. Entschuldigung. Also die sehen eh nur zwei Farbpigmente. Und deshalb ist das auch nicht ganz so dramatisch, wenn die dann mal nichts mehr sehen. Die brauchen ein bisschen Unterstützung bei manchen Sachen, aber das weißt du wahrscheinlich besser als ich, so das Training mit einem blinden Hund, dass man halt so ein bisschen auf akustische Reize geht, dass man denen dabei bringt, oh, jetzt akustisch, Achtung, es kommt ein Bordstein oder jetzt kommt eine Treppe. Und dann machen die das so krass gut. Also in den eigenen vier Wänden merkt man nach einer Weile nicht mehr, dass ein Hund nichts sieht. Das ist wirklich phänomenal. Also fürs Tierwohl muss man sich da keine Sorgen machen, aber es ist halt trotz all dem nicht schön, wenn man einen fünf Jahre alten Hund hat und einfach weiß, gut, der wird höchstwahrscheinlich blind werden. Das ist halt echt Mist. Ja, ist wirklich. Genau. Das ist wirklich Mist. Und eben, man kann sich drehen und wenden, wie man möchte. Und früher oder später wird dieser Fall eintreten, egal was man macht, egal wie viel Geld man investiert, egal wie viele OPs man macht. Also ja. Blöde Krankheit, das ist eine dieser, wie hast du es genannt zu Beginn? Ich habe es schon wieder vergessen.

SPEAKER_01

Ganz, ganz schlimm sagen.

Grauer Star Und Linsenluxation

Netzhauterkrankungen Und Gentests

SPEAKER_00

Wie auch immer. Also das ist eine Sache und man kann halt wirklich gefühlt nichts tun, außer dem Hund halt Erleichterung bringen und sagen, gut, ich erlöse dich wenigstens von deinen chronischen Kopfschmerzen und Migräneattacken und dann ist gut. Und dann gibt es noch im Unterschied zum Primärglauchom das Sekundärglaukom, wo der Druck ansteigt wegen irgendwas anderem. Oftmals sind das chronische Entzündungen, die passieren, also das immer wieder bei der Augeninnenentzündung, die vielleicht verschleppt wurde, vielleicht ein bisschen weiter hinten im Auge stattgefunden hat, dass man es einfach nicht sieht, die dann dazu führen, dass eben diese Abflussstrukturen wie verstopfen, so wie die Haare, einen Abfluss an der Badewanne zum Beispiel, und dann der Druck ansteigt. Und auch da hat man die Möglichkeit, noch ein bisschen mit drucksenkenden Augentropfen zu hantieren. Aber auch da früher oder später steigt der Druck dann so weit an, dass er nicht mehr medikamentös kontrollierbar ist. Und dann ist wieder die Frage, was macht man mit dem Auge? Das Heimtükische an der Krankheit ist, dass die Hundezeit. Haben sich an den Schmerzen zu gewöhnen. Das heißt, beim akuten Glaukom ist es von jetzt auf gleich zack, bam und die haben Kopfschmerzen des Todes. Beim chronischen Glaukom ist das ein Prozess über Wochen manchmal. Die Leute merken das nicht und der Hund gewöhnt sich an seine Schmerzen. Dann ist es so ein bisschen wie bei Zahnschmerzen, dass der einfach damit lebt. Und der akzeptiert das dann und sagt, ja, muss halt irgendwie weitergehen. Und wir wissen das ja selber, wir können mit Kopfschmerzen arbeiten, das geht. Wir können mit Bauchschmerzen arbeiten. Aber wir können es halt ausdrücken und der Hund nicht. Und wir wissen, es gibt Hilfe und es gibt Medikamente und es gibt eine Diagnose und vielleicht kann man da was machen. Der Hund weiß das nicht. Und das ist das Heimtückische dran, dass die Leute das dann gar nicht merken, dass ihr Tier wirklich Schmerzen hat. Und dann sagen, na, da kommt ja zurecht. Und dann manchmal auch diese Bereitschaft fehlt, dann halt eben im schlimmsten Fall das Auge zu entfernen. Obwohl ich dann natürlich sage, na, aus Erfahrung und das tut weh und wir müssen was tun. Aber das fällt denen so schwer teilweise. Verstehe ich, weil man nicht den Eindruck hat, dass das eigene Tier Schmerzen hat. Und in vielen Fällen ist es dann aber danach eine Erleichterung. Also wenn dann so ein schmerzhaftes Auge rauskommt, danach plötzlich fängt das Leben nochmal neu an. Oder wieder der alte Hund, der mit seinen chronischen, ganz schlimm vereiterten Zähnen dann plötzlich ohne dasteht und dann sagt, jetzt ist er wieder um fünf Jahre jünger und bottet wieder über die Wiese und dem geht es wunderbar. Warum habe ich überhaupt so lange gewartet? Und das haben wir in vielen Fällen auch bei diesem Sekundärglaukom. Und da vielleicht ein kleiner Appell, wenn irgendjemand mal jemanden mitbekommt, ich würde das ja niemandem wünschen, dass er da selber betroffen ist, aber das mitbekommt, den Leuten Mut zu machen und zu sagen, es lohnt sich. Das Auge ist eh blind, das Auge ist eh kaputt. Das heißt, dem Hund bringt es nichts, außer vielleicht eben Kopfschmerzen, schlimme Kopfschmerzen, migräne Kopfschmerzen. Menschen haben solche Krankheiten ja alle auch. Die können sprechen und die sagen, es ist ganz, ganz furchtbar und es tut echt weh. Und die Hunde, die sagen halt, ja, man muss halt weitergehen. Die sind ja echt hart im Nehmen. Also da kann man wirklich ganz viel Gutes tun und dann halt diesen schweren Schritt gehen und das Auge dann entfernen. Ich mache es nicht gerne, aber ich weiß, es ist für einen guten Zweck und deshalb ist es dann doch eine gute OP. Ja, so, weg, weg von den schlimmen Sachen zu den nächsten schlimmen Sachen. Nein, nein. Wir haben noch zwei kleine Kategorien und dann sind wir, glaube ich, durch die wichtigsten Sachen durch. Die Linsen, der graue Starm. Das war jetzt der grüne Star, den wir besprochen hatten. Und es gibt aber auch den grauen Star beim Hund. Ja, quasi. Viele denken, hä, was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Gar nichts, außer der Name. Ich glaube, zuallererst kam der graue Starr, kriegte den Namen, weil halt das Auge dann grau aussieht. Weil die Linse, die Augenlinse eintrübt. Und dann kam irgendwann jemand auf die Idee, dann heißt das andere halt grüner Starr, denke ich. Wie genau der grüne Star zum grünen Star, weil da ist nichts grün im Auge, keine Ahnung. Aber der graue Starr ist wirklich grau. Das heißt, wenn die Augen grau werden, dann ist das unter Umständen ein grauer Starr. Jetzt muss man da aber sagen, das gibt es zwar bei Menschen auch, wir kategorisieren aber ein bisschen anders beiden Hunden. Das heißt, bei den Menschen ist jegliche Art von Linsentrübung ein grauer Starr. Weil jegliche Art von Trübung natürlich das Sehvermögen und vor allem das Schaf sehen, was sie ja wirklich brauchen zum Lesen, zum Autofahren, im Alltag brauchen. Und deshalb ist da das schon störend und dann werden die auch relativ früh, hier im Westen zumindest, operiert und da kriegen die eine Kunstlinse eingesetzt und dann ist das Ganze wieder bedeutend einfacher zu bewerkstelligen. Die Hunde müssen ja weder lesen noch Autofahren. Das ist immer so mein Standardwitz, wenn die Leute kommen, ja, sagen, ja, also Lesen und Autofahren ist jetzt nicht mehr, aber ihr Hund kommt gut mit dieser altersbedingten Linsentrübung zurecht. Also nur weil da der Linsenkern, was klassisch beim älteren Hund geschieht, eintrübt und so ein bisschen bläulich-gräulich erscheint und der aber ansonsten seinen Alltag gut macht, nirgends reinstößt. Also man merkt, er sieht schon, zieht vielleicht ein bisschen schlechter, ist vielleicht bei Dunkelheit ein bisschen vorsichtiger, aber insgesamt macht er seinen Alltag, finde ich nicht, dass man da irgendwas tun sollte, weil man kann dem Auge auch schaden, wenn man sowas operiert. Und dann gibt es aber wirklich den krankhaften grauen Start, das ist dann nochmal eine Stufe mehr. Also da sind wir dann, da sprechen wir nicht mehr von so gräulich-bläulicher Trübung, sondern das ist dann richtig weiß. Also man hat das vielleicht auch schon mal gesehen, so ein Hund mit richtig weißen, hellen Augen. Und da sind es tatsächlich dann Überlegungen, operiert man sowas auch beim Hund? Also es funktioniert genau wie bei uns Menschen. Man geht in das Auge rein, minimal invasiv, zertrümmert diese trübe Linse und saugt die gleichzeitig ab und dann wird eine Kunstlinse eingepflanzt. Also das geht alles auch beim Hund und man kann dadurch wirklich auch wieder einen blinden Hund sehend machen. Also wenn es wirklich die Linse ist mit einem grauen Star, dann sind die teilweise von sehr blind oder sehr stark sehbeeinträchtigt, so zack, kann wieder alles sehen. Und das ist natürlich schön für die Leute. Es kommt immer alles zu einem Preis und ich spreche jetzt nicht nur vom OP-Preis, der ist schon saftig. Also ich denke, da sind mittlerweile die Kosten für so ein OP, das ist vielleicht auch mal spannend, so Verhältnisse zu hören, irgendwo zwischen 2.000 bis 3.000 Euro, je nachdem. Das kann sich aber durchaus lohnen. Auch da muss man wieder gucken, ist der Patient geeignet, wenn auch irgendwelche andere Erkrankungen und und und. Aber gerade, wenn es zum Beispiel, auch da gibt es wieder genetisch bedingte graue Starr, ja, auch das. Bei vielen Zuchtuntersuchungen auch mit dabei, auch der grüne Star, das Glaukom, auch das gehört bei bekannten Rassen zur Zuchtvoruntersuchung, dass man wirklich nur Tiere nimmt, die möglichst halt frei davon sind, wo der Kammerwinkel normal ist. Ja, da kommen die ganzen Vermehrer und Hobbyzüchter und die haben keine Ahnung von gar nichts und die züchten dann halt einfach ohne Sinn und Verstand. Herzlichen Glückwunsch. Aber bei solchen jungen Hunden, wo so eine Linsentrübung dann halt früh eintritt und in manchen Fällen auch wirklich dann voranschreitet und mehr wird und dann zu einer deutlichen Sehbeeinträchtigung führt, da würde ich durchaus überlegen, so einen Hund zu operieren und würde das auch anraten, wenn es natürlich jetzt, ich sage mal, der zwölf Jahre alte Labrador ist, der so langsam in den letzten zwei, drei Jahren zunehmend eine Linsentrübung entwickelt hat und jetzt mittlerweile schon so merkt, oh, jetzt ist es ein bisschen ein bisschen schwieriger mit 10. Da muss man sich das etwas mehr überlegen, da muss man es halt individuell abwählen, wie fit ist das Tier, ne? Eben ist sonst noch irgendetwas. Risikonutzen schlussendlich, wie immer in der Medizin.

SPEAKER_01

Das kann auch ganz langsam quasi voranschreiten. Ich hatte einen Hund, der hat das mit, ich glaube so mit fünf ist mir was aufgefallen. Und dann bin ich halt auch wieder zu meiner Augentierärztin gegangen. Und die so, ach krass, dass sie das gesehen haben. Aber ja, sind die eine Linsenrübung. So, und dann war ich halt jährlich zur Kontrolle und also wir mussten nie irgendwas machen lassen, weil es war wirklich nicht, also es ist auch mit zwölf Jahren nicht viel, viel, viel schlimmer gewesen. Zwar ist es so vorangeschritten, aber ja.

SPEAKER_00

Genau, also es ist wirklich so, also es gibt manche, die sind stabil und diese vor, diese Routine-Checks, dass man einfach wiederholt, das monitoriert, dass man Fotos macht, dass man guckt und das einschätzt, das ist sinnvoll, damit man halt eben sieht, wenn es vorangeht, ne, und nicht wartet, bis dann die Linse komplett auskristallisiert ist und komplett knüppelhart und trüb, weil dann ist eine OP wiederum schwieriger, dauert länger und dementsprechend haben wir wieder mehr Komplikationen, die möglich sind, wo so ein Auge auch mal kaputt gehen kann durch so eine OP. Also es ist ein bisschen Kostennutzen oder Risikonutzen, eigentlich ist Risikonutzenabwägung. Genau, aber wenn sich so eine Trübung bemerkbar macht und die verändert sich nicht, würde ich auch auf keinen Fall operieren. Weil solange das Auge reizlos ist, sehfähig ist und der Hund da nicht irgendwelche Einschränkungen hat, dann um Gottes Willen einfach nicht anfassen, weil es kann kaputt gehen, so ein Auge ist filigran. Oh, auch noch spannend. Linsenluxation, das ist vielleicht noch wichtig. Auch das muss man sich erst mal überlegen, aber es macht ja Sinn. So eine Augenlinse ist so ein bisschen aufgespannt. Wie kann man sich das vorstellen? Hinter der Iris, hinter der Regenbogenhaut, die die Pupille formt und bewegt, was bei uns oder beim Hunden braun oder blau oder gefleckt ist. Dahinter ist die Linse aufgehängt, an ganz dünnen Fädchen. Und man kann sich das so ein bisschen vorstellen. Es gibt doch auf dem Kinderspielplatz diese Schaukeln, so ganz groß und rund, die auch so aufgespannt sind, teilweise. Und so ein bisschen so sind die auch am Auge aufgespannt und diese ganz feinen Fasern, die können auch reißen. Auch wieder primär, genetisch, ahoi. Jack Russell Terror zum Beispiel, ganz, ganz vorne für die Linsenluxation. Und auch da wieder chronisch entzündlich natürlich. Also das heißt, wenn irgendwelche feinen Strukturen im Auge sind und so chronische Entzündungen sind, dann lösen die sich irgendwann mal auf und geben nach. Und dann kann so eine Linse von hinten im Auge, wenn die Pupille weit genug ist, auch mal nach vorne putzeln. Das führt wiederum zu einem Druckanstieg im Auge und zu massivem Schmerz. Und auch das ist etwas, da muss man unbedingt handeln, gibt auch wieder zwei, drei verschiedene Methoden. Entweder man schubst das Ganze wieder nach hinten, was auch wieder Risiken mit sich bietet, aber den Vorteil bringt, dass man halt keine große Vollnarkose braucht. Kann man nur machen, wenn es ganz frisch passiert ist. Also wenn die Linse schon seit zwei, drei, vier, fünf Tagen da drin ist, dann manchmal sind es schon so Verklebungen, dass das gar nicht mehr klappt. Hatte ich jetzt kürzlich leider bei einem 16,5 Jahre alten Dackel, wo wir jetzt das Auge dann doch entfernt oder entfernen mussten, weil es eben halt einfach überhaupt nicht geklappt hat. Oder aber man entfernt in einer etwas aufwendigeren OP diese Augenlinse aus ihrer falschen Position komplett aus dem Auge. Auch das ist möglich und hat dann den Vorteil, natürlich erstmal, dass es invasiv und das Auge, das entzündet sich dann natürlich, wie jedes andere Gewebe, wo man reinschneidet. Aber wenn dann mal Ruhe eingekehrt ist in aller Regel, ist es dann problemlos und macht keine Probleme mehr. Wohhingegen, wenn natürlich die Linse im Augenhinteren noch bleibt und so ein bisschen rumschunkelt und macht, dann reibt es natürlich auch chronisch und verursacht dann auch wieder chronische Entzündungen. Also es ist also ein bisschen auch da wieder eine Abwägungssache. Was ist die bessere Option für das Tier? Aber ja genau, auch spannend. Linsenluxation haben viele nicht auch im Schirm, aber genau.

SPEAKER_01

Nur die Patella, nicht die Linse.

Lidfehlstellungen Und Cherry Eye

SPEAKER_00

Genau, Patello-Luxation, richtig und dasselbe passiert. Patella springt aus ihrer Fuge und dort springt halt die Linse aus ihrer Position und sagt, hallo, jetzt will ich mal vorne gucken. Und ja, bringt dann alles durcheinander. Genau, und dann haben wir eigentlich nur noch so eine ganz große Blackbox an Augen-Hintergrundserkrankungen, also alles, was die Sehzellen angeht. Auch da gibt es wieder ganz viele bisschen mühsame genetische Erkrankungen, die progressive Retina-Atrophie, die PRA, das ist gerade bei den Retrievern ja auch ein großes Ding. Oder die Retinadysplasie, die RD, wo es so eine Faltenbildung dann gibt. Einfach, weil sich das Ganze falsch auswächst, oder? Bei der PRA, dass die Sehzellen chronisch kaputt gehen. Eins nacheinander, die einen beginnen ein bisschen früher, die anderen beginnen ein bisschen später. Also je nach Rasse gibt es da verschiedene Art und Weisen, wie diese Zellen sterben, aber unter dem Strich, die Sehzellen sterben einfach, weil sie schlecht konstruiert sind und weil sie halt einfach geplant kaputt gehen. Leider. Da kann man jetzt definitiv einen Gentest machen. Also da gibt es manche PA-Formen, die bekannt sind, wo im Genom die sind und da kann man testen. Laboclin, by the way. Also wenn sich irgendjemand interessiert für genetische Tests, was rasebedingte Sachen angeht und auch sehr viele Augenkrankheiten, die man testen kann, da gehe ich immer bei Laboclean gucken. Die haben eine schöne Website und da kann man gucken, was da alles verfügbar ist. Genau.

SPEAKER_01

Ja, und das wurde mir noch geschrieben.

SPEAKER_00

Ich weiß nicht, Holly-Eye-Anomalie.

SPEAKER_01

Ja. Oh, verdammt. Jetzt kriege ich bestimmt gleich wieder Ärger, weil ich habe einen Border-Collie und ich weiß, dass meine Züchterin und Besitzerin vom Vater alles getestet haben, auch das und so. Und ich weiß, ach je, peinlich. Okay, sorry.

SPEAKER_00

Man kann nicht, man kann nicht alles wissen. Meine Güte. Und es ist auch schon spät. Wir hatten weide einen schönen Tag. Genau, die Collie-Eye-Anomalie, das ist nochmal ein anderes Kaliber. Da kann ja auch von bis ganz viel im Argen sein. Da bilden sich ja richtiggehend manche Strukturen im Auge dann nur teilweise oder teilweise gar nicht aus. Die haben dann teilweise so richtige gewisse Häute, Augenhäute, die dann komplett fehlen, wo einfach plötzlich die Lederhaut fehlt oder so an einem Stück und einfach dann Loch ist. Und die können aber eben halt auch von der Linse her, dass die nicht richtig ausgebildet ist. Also das ist wirklich so ein kleines Problemkomplexpäckchen, was von bis alles sein kann. Also von einem leicht betroffenen Auge bis hin zu einem komplett verkrüppelten blinden Auge.

SPEAKER_01

Und heißt das Collie eine kleine Anomalie, weil das nur bei Colis ist oder weil es da zuerst entdeckt wurde und es gibt es auch bei anderen Rassen?

Fehlsichtigkeit Und Grenzen

SPEAKER_00

Es ist vermehrt, also schon primär bei den Collie-artigen da. Und es ist halt da auch festgestellt worden. Genau. Also ich denke, das hat schon den Namen, weil es da festgestellt wurde, aber mir wäre nicht bewusst, dass es wirklich viel weiter als die Collie-Artigen gehen würde. Wir haben dann gerade beim Border-Collie oder beziehungsweise beim Australian Shepherd haben wir dann nochmal was, was ein bisschen vergleichbar ist, aber nicht dasselbe. Ist die Merle Ocologist Genesis, ich kann schon nicht mehr sprechen, die MOD, was auch wieder mit gewissen Missbildungen am Auge einhergeht. Und auch da können die Augen richtig gehend blind sein, einfach weil sie halt genetisch schlecht konstruiert wurden. Genau. Und die PRA, genau, es sind die Sehzellen, die kaputt gehen. Die RD, das sind die, da fällt sich die Netzhaut auf. Also da sind die Sehzellen eigentlich ordentlich ausgebildet, aber da bilden sich Falten, warum auch immer, im Bereich der Netzhaut. Wenn das leicht ausgebildet ist, macht das vom Sehvermögen her nicht viel. Je zahlreicher die werden, diese kleinen Fältchen, desto größer ist das Risiko für eine Netzhautablösung. Und Netzhauttablösung, das kennen wir uns Menschen, ja. Das ist dann die Netzhaut, die sich von ihrer Stelle, wo sie eigentlich nur passiv liegt, so ein bisschen angedrückt vom Glaskörper, dort ablöst und dann halt einfach von der Blutversorgung, die ganz lose eigentlich nur funktioniert, dann abgeschnitten ist und dann gehen diese Sehzellen relativ schnell kaputt, wenn eine Netzhautablösung passiert. Auch da, es gibt ganz wenige Spezialisten nur, die das machen, aber es gibt sie, die auch bei Tieren Netzhäute wieder anlegen können. Je nach Grundursache. Man kann mittels Laser kann man eine Netzhot auch so ein bisschen wie festtackern oder festschweißen. Da macht man einfach ein paar Laserpunkte, damit sich dort halt eben die Netzhorn nicht ablöst und da kann die halt gar nicht sich so lockern über eine große Distanz. Also es ist wirklich mittlerweile sehr eindrücklich, was alles am Auge geht. Ach, siehst du, am Lied haben wir doch eine wichtige Kategorie vergessen. Die ganzen Liedfehlstellungen. Ja, die konnte ich nur. Es sind ja nicht nur die Entzündungen und die Verletzungen, sondern die können ja auch falsch gewachsen sein. Ja, da sind wir wieder bei so rassetechnischen Sachen. Das Rolllied zum Beispiel. Enthropium, ja. Oder bei den Riesenrassen, das Karo-Auge oder dieses Ektropium, das nach außen rollen, dass die so diese hängenden Lieder haben und die dann natürlich wiederum dazu führen können, dass das Auge chronisch gereizt ist, die Hornhaut dann wieder, weil diese Haare, die nicht auf die Augenoberfläche gehören. Normalerweise gehört nur einfach haarlose Schleimhaut auf die Augenoberfläche der Lieder, und dort kommt dann halt einfach die behaarte Haut auf der Augenoberfläche zum Liegen. Das tut weh und das kann das Auge schädigen und es kann im dümmsten Fall auch dazu führen, dass so ein Auge kaputt geht. Also da etwas, was man korrigieren sollte, chirurgisch, ist Gott sei Dank in aller Regel sehr simpel und mit einem Eingriff gemacht. Das kommt meistens in sehr jungen Jahren vor und wird einmal korrigiert. In manchen seltenen Fällen muss man nochmal nachkorrigieren, weil man lieber unterkorrigiert statt überkorrigiert. Eine Überkorrektur ist viel schwieriger, dann nochmal wieder zu richten als eine leichte Unterkorrektur. Schapeiß zum Beispiel, das ist so eine Pain in India. Also da hat man ja die Enthopion-Korrektur gefühlt schon mitgebucht. Oder beim Rottweiler haben wir manchmal und diese, oder beim Labrador ist es auch ganz häufig, dass die dann schon in den jungen Jahren mit so einem Rolllied kommen. Bei ganz jungen Welpen kann man mal versuchen, wenn man das Ganze nur mit einem Fadenzügel heftet, also nur so ein bisschen provisorisch, ohne zu schneiden, dass sich das noch verwächst. Also dass man da quasi so ein bisschen einen Wachstumsstopp einleitet und dann da Kopf drumherum wächst und dann belässt man diese Fadenzügel da so für ein paar Wochen, im besten Falle zwei, drei Monate. Und dann hat sich das tatsächlich in manchen Fällen schon so dann komplett korrigiert und wir mussten nicht mehr operieren. Da müssen die aber wirklich jung sein. Also die sind dann ein paar Monate alt, drei, vier maximal. Und das, was älter ist, ist eigentlich fast aussichtslos. Also wir hatten einmal einen sehr motivierten Laboratorhalter, der ist mit, ich glaube, sechseinhalb Monaten oder sieben Monaten gekommen und gesagt, er hat das von den Wurfgeschwistern mitbekommen, dass sie das früher gemacht haben, er möchte das mal noch testen. Er hat gesagt, okay, gut, wenn sie das möchten, aufgeklärt. Und da ist es aber tatsächlich, ist nicht geworden und da muss man dann richtig operieren. Und danach ist aber gut. Die Riesenrassen oder eben die Schapais, die macht man mit einer ziemlich aufwendigen Prozedur. Da muss man deutlich mehr Lied wegschneiden, verengt die Lidspalte teilweise noch, die deutsche Docke, der Bernhardiner, all diese, die Riesenschnauzer teilweise auch. Aber auch da eigentlich mit einem gut gemachten Eingriff macht man sehr viel schon weg und reicht in aller Regel zu, die Probleme deutlich zu mindern. Genau. So viel noch zum Lied. Dann haben wir da noch so ein paar lustige, habe ich heute einen im OP gehabt, die Stichen, das sind Härchen, die aus dem Liedrand rauswachsen. Auch das ist eine genetische Erkrankung. Die meisten Züchter wissen von nichts. Wie immer. Also ich habe so viele Weltenbesitzer, die kommen und dann sagen, ja, der hat die Stichen, das ist was Genetisches, fragen sie mal nach und dann kommen sie zur Kontrolle und sagen, nee, also der weiß von nichts, der hat er das doch nie. Und ich denke mir so, ja. Ja. Ja, okay, gut. Gokka-Spanien, auch so eine Rasse. Jetzt haben wir gerade Bulldogging. Zweimal Old English Bulldog, das waren ganz furchtbare Züchter, zwei Hunde vom gleichen Züchter. Nö, nö, also nee, gibt es bei uns nicht. Doch, ist genetisch, ganz sicher. Aber das sind dann Diskussionen.

SPEAKER_01

Das ist ja eh nochmal ein ganz anderes Thema.

Tapetum Lucidum Und Nachtsicht

SPEAKER_00

Richtig. Aber die Züchter, die das wirklich vernünftig und gut machen, die wissen um solche genetischen Erkrankungen und die untersuchen ihre Tiere auch ordentlich. Und das ist auch ein Grund, warum ich immer sage, wenn vom Züchter, dann bitte von einem, der das wirklich gut macht und der Untersuchung vorweisen kann. Und nicht einfach nur sagt, ja, der Tier hat gesagt, das ist alles gesund. Lieben wir. Genau. Ja, also Herrchen aus dem Hitrand, das kommt mal noch vor. Ah ja, was bei manchen Mini-Rassen mal noch vor, kommt auch das, was genetisch ist, oder die Bullis oder Chirys oder Bichon Frisé oder wie sie alle heißen, die Nickhaut-Drüse. Nickhaut-Drüsenvorfall oder das Cherry-Eye. Das ist ja auch in der Honda-Bubble so ein bisschen ein Begriff. Genau, das ist so dieser lustige rosa Wulst, der bei der Nase zu sich auch in jungen Jahren meistens bemerkbar macht. Und da kommt da so eine lustige, lustige Drüse raus und sagt, Hallo, möchte nicht mehr weg. Und das ist auch etwas, was man unbedingt chirurgisch versorgen sollte. Und zwar auf keinen Fall, wie man es früher gemacht hat, das abzuschneiden, im Gottes Willen, ist zwar kosmet ist dann schön, aber wir schneiden uns da eine Tränendrüse weg. Und dann sind wir wieder beim Punkt, trockenes Auge im Alter, das ist nichts für schön. Und das ist dann auch sehr therapieresistent, weil wo keine Drüse ist, wir haben noch eine zweite, eine größere, aber wo keine kleine, zusätzliche Drüse ist, die ein Drittel des Tränenfilms produziert, da kommt nie mehr ein normaler Tränenfilm hin. Genau. Also die muss man wieder in die Tiefe zurückverlagern und wieder zurückversorgen und vernähen. Und dann ist die ganze Sache geritzt. Es gibt ein gewisses Risiko, dass es wiederkommen kann. Leider, die sind manchmal ein bisschen hartnäckig. Je länger sie vorher vorgefallen sind, desto höher ist dieses Risiko. Aber unter dem Strich ist es auch bei vielen mit einer OP gemacht in jungen Jahren und dann haben die in Zukunft auch nie mehr Probleme. Und das ist eigentlich gar nicht.

SPEAKER_01

Ich habe noch im Kopf, kurz und weitsichtig, gibt es, also das gibt es ja sehr wahrscheinlich. Zumindestens höre ich das immer mal im Hundesport, wenn die Hunde gegen die Hürden anstatt über die Hürden springen und so und es quasi im Training keinerlei Fortschritte gibt, obwohl man sich wirklich große Mühe gibt, Sprungtechnik und so weiter zu machen, dass dann mal zu den Augenärzten gegangen wird, um zu gucken, sieht der Hund überhaupt richtig? Und kann man da sinnvoll was machen? Tatsächlich nicht.

SPEAKER_00

Also es wird diskutiert und es gibt Fehlsichtigkeit beim Hund auch. Die Diagnose ist nicht ganz so einfach, weil man kann ja keinen Sehtest lesen lassen. Also bei uns Menschen ist ja dann, lesen Sie mal die Zeile, lesen Sie mal die Zeile und danach wird korrigiert und lesen sie nochmal. Das haben wir natürlich nicht. Das heißt, wir müssen das so ein bisschen mit einer alten Technik machen, mit dem sogenannten Refraktionieren. Und das geht schon. Wobei man sagen muss, dass es nicht ganz so oft ist, wie hypothetisiert wird, sagen wir es mal so, und es dann vielleicht doch irgendwelche anderen Hintergründe hat, warum ein Hund halt eben nicht ordentlich abspringt. Aber es gibt es auf jeden Fall. Es gibt fehlsichtige Hunde. Nur haben wir ein Problem. Es gibt keine Kontaktlinsen, die das irgendwie korrigieren können und eine Brille tragen. Da wird dir jeder Hund sagen, also eine Seebrille. Wozu? Ne, wozu? Also schlussendlich muss man sagen, da würde ich mich einfach dem Schicksal fügen und wenn der Hund schlecht zieht, dann macht er halt keine Gelet und Gutes. Oder macht es halt in der Hobbyklasse und nicht auf Leistung, ne? Mitmachen ist auch wichtig. Genau, nee, das gibt's aber.

SPEAKER_01

Genau. Da haben wir jetzt echt ganz, ganz viel ausgepackt.

SPEAKER_00

Ja, also ich habe wirklich ganz, ganz tief in meinen Erkenntnisbeutel geguckt. Ich glaube, wir haben jetzt wirklich so die wichtigsten Erkrankungen, haben wir mit abgegrast. Da gibt es schon noch ein paar fantastische, seltenere Sachen.

SPEAKER_01

Wie kommt es zustande, dass die Hunde teilweise unterschiedlich leuchtende Augen haben? Haben wir, dann hat man ja rot und blau und gelb. Also grün, glaube ich, auch.

Brachyzephale Rassen: Extra Vorsicht

SPEAKER_00

Richtig. Das hängt mit einer ganz speziellen Struktur unterhalb der Netzhaut zusammen, dem sogenannten Tapetum lucidum. Das ist kein Zauberspruch, auch wenn es sehr als sich eignen würde, sondern das ist eine reflektierende Schicht, die das Licht, was einfällt, einfach nochmal zurückwirft. Und dieses Tapetum kann gerade bei den Hunden sehr unterschiedlich gefärbt oder ausgewählt. Das heißt, das klassische ist so ein bisschen ein gelblich-grünlicher Ton. Das kann aber auch richtig schön blau sein. Oder, und jetzt kommen wir wieder so ein bisschen zu der Vielfalt, und das sind häufig Augen, die eher hell in der Pigmentierung sind. Dort ist das Tapetum sehr schwach nur ausgeprägt oder ist es gar nicht vorhanden. Und dort sieht man dann wie bei uns das Ganze rot leuchten, weil die Gefäßschicht drunter das Ganze rot zurückreflektiert. Weil die einfach dieses Tapetum dann halt einfach kaum oder nur sehr, sehr oder gar nicht haben. Und dann reflektieren die Augen rot. Aber alles, was farbig leuchtet, von gelb über Grün über Blau, das ist alles vollkommen normal. Und das kann tatsächlich auch mal im linken und im rechten Auge sich unterscheiden, gerade eben, wenn auch die Augen Iris, die Regenbogenhaut halt sich unterscheidet.

SPEAKER_01

Sehen dann die Hunde, die ein schwaches Tapetumlucidum haben und rot leuchten, sehen die dann schlechter im Dunkeln, weil das nicht so gut reflektiert?

SPEAKER_00

Richtig kombiniert. Genau. Also da Gewichtswälzen. Ich kann da alles nicht gebrauchen. Oh, warte mal, ich muss mal ganz kurz meinen Laptop anstellen. Ich habe noch 6% Akku. Mach mal. Aber ich bin ja vorbereitet. Ich habe das hier schon eben noch zu lange gequatscht, verdammt. Überhaupt nicht schlimm. Es ist super spannend. Und wie du siehst, ich könnte, glaube ich, noch bis morgen sprechen drüber. Ja, die Hypothese stimmt. Genau. Und zwar eben einfach, weil dann natürlich eben dieses Licht nicht doppelt genutzt werden kann. Also die Tiere sehen bei Nacht einfach so viel besser als wir Menschen, weil eben das Licht einmal beim Eintreffen ins Auge die Sehzellen reizt, dann unter der Sehzellschicht reflektiert wird und dann die Sehzellen nochmals reizt und dadurch haben wir einen doppelten Effekt und so einen Verstärkereffekt. Und wenn das Tarpetum fehlt, das ist richtig, dann ist dieser Effekt halt nur halb und dementsprechend sehen solche Tiere etwas schlechter. Wobei man sagen muss, die Grundanatomie, also die Anzahl von, so, jetzt wird es ein bisschen physiologisch, wir haben ja zwei Arten von Sehzellen. Wir haben die Farbzellen, die Zäpfchen, und wir haben Hell und Dunkel sehen mit den Stäbchen. Und das Verhältnis zwischen Zapfen und Stäbchen unterscheidet sich von Mensch zu Tier oder von Tier zu Tier schon deutlich. Das heißt, die nacktaktiven oder dämmerungsaktiven Tiere haben einerseits eben dieses Tapetlum, die haben aber auch bedeutend mehr Stäbchenzellen als Zapfenzellen. Und dahingehend wird ein Hund ohne Tapetum trotz all dem besser sehen als wir Menschen im düsternen oder dunkeln. Aber ich würde behaupten, das ist jetzt aber nicht mit einer Studie belegt, dass ein Husky mit zwei blauen Augen und ohne Tapetum nicht gleich effizient in der Dunkelheit ziehen kann wie ein Kollege mit braunen Augen. Wenn auch, und das immer wieder bei der Sehfähigkeit, im Generellen, ein Hund zieht wirklich so viel schlechter als wir Menschen, und er sieht mit der Nase und mit den Ohren so viel mehr und dazu braucht es kein Licht. Also deshalb wird die Orientierung einfach schon eine ganz andere sein, auch bei wenig Licht. Ja, krass.

SPEAKER_01

Mir fällt jetzt auch gar nicht mehr irgendwas. Also alles, was ich ansprechen wollte, habe ich angehört. Dann haben wir schon vieles abgedeckt. Wenn du jetzt nicht sagst, das und das ist. Ich meine, was du ja sowieso auf deinem Kanal immer machst, ist zusätzlich zu den Augenkrankheiten halt, wie gesagt, über die ganzen Erbsachen aufzuklären und da ja nicht nur, was die Augen angeht, sondern so insgesamt, ist natürlich wichtig.

SPEAKER_00

Also ich meine, wo wir jetzt nochmal ein zweites Fass aufmachen könnten, aber da sind wir auch wieder nochmal eine Stunde dran, ist natürlich nochmal die ganzen Brachiezephalen mit ihren Besonderheiten der Augen. Also da ist ja nochmal eine ganz andere Sphäre von Augenproblemen. Also all das, was wir jetzt aufgenommen. Nicht nur, sondern die haben eigentlich schon von A bis Z, also vom Aufbau, von der Anatomie bis zur Physiologie und der Funktion haben die so viele Veränderungen und Special Effects, die halt einfach wieder dazu führen, dass sie Augeprobleme kriegen. Also ich kann ja auch sagen, dass an einem, ich sage jetzt mal, gewöhnlichen, durchschnittlichen Augensprechstundentag. Ich, keine Ahnung, also ich habe pro Woche unzählige französische Bulldoggen, die zu mir kommen und Boxerhunde und ja, englische Bulldoggen haben wir bei uns nicht so viele, aber die würden genauso kommen. Also es ist wahnsinnig, wie viele kurznasige Hunde zum Augenarzt müssen, weil die einfach schon nur die Veranlagung haben dazu. Unter verschiedensten Aspekten, also wie gesagt, ich habe da einen kompletten Vortrag, der geht eine Stunde, was da alles falsch konstruiert ist und was sie alles in dem Sinne noch für Veränderungen haben, dass man da einfach, ich sage jetzt mal, also all die Leute, die eine prachizephale Hunderasse haben, also die mit diesen riesengroßen, niedlichen Augen, die sollen besonders Acht drauf geben und selber auch mal gucken, gerade bei den Möpsen zum Beispiel, ob da lustige braune Pigmente oder so, Pigmentierungen erscheinen. Und es schadet eigentlich niemanden, einmal zu einem Augenarzt zu gehen von besagten Rasen, um einfach mal drüber gucken zu lassen, wie denn die Lage ist und ob es da irgendetwas gibt, was sie vielleicht unterstützen tun können, damit gar nicht erst Probleme entstehen. Weil, umso mehr würde ich natürlich für alle Tiere empfehlen, aber gerade bei den Brachäzephalen, denke ich, lohnt es sich wirklich vielleicht mal zum Spezialisten zu gehen und einfach mal ein Check-up zu machen, um mal zu gucken, gibt es da irgendetwas, was ich jeden rate, schlussendlich, der durch meine Tür geht und auch geheilt wieder rausgeht, Gott sei Dank in sehr vielen Fällen, ist, dass ich sage, Tränenersatz prophylaktisch. Also die Augen pflegen, befeuchten, weil die stehen weit vor, die sind weniger geschützt und dementsprechend brauchen wir eigentlich jeglich Feuchtigkeit und Pflege, die wir nur irgendwie kriegen können. Und dann wären wir wieder beim Thema Hylogel oder Bipanthen, irgendetwas, was gut verträglich ist, zwei, dreimal am Tag ins Auge, eine Augenroutine entwickeln und dann halt wirklich ab und zu mal speziell gut ins Auge gucken. Und bei denen würde ich auch sehr schnell reagieren. Also wenn da irgend so ein bisschen infamiertes Zwinkern oder irgendeine komische Trübung ist, dann würde ich heute noch zum Tierarzt gehen, beziehungsweise zum Augenarzt und nicht erst morgen, weil da kann es manchmal wirklich horrend schnell gehen und dann haben die ein Loch im Auge und dann wird es aufwendig. Sag mal so, es ist nichts verloren, aber es wird auch wichtig, aufwendig.

SPEAKER_01

Aber das sind die brauchizephalen Besitzer ja gewöhnt. Das kaufen sie ja schon mit meistens.

SPEAKER_02

Ja, leider.

Abschluss, Feedback Und Kontakt

SPEAKER_01

Wenn du sagst, du hast da einen Vortrag, ist der für Tierärzte oder ist der, hast du den irgendwo zugänglich für Hundehaltende Menschen? Nee, das war einmal ein Live-Vortrag für Tierärzte.

SPEAKER_00

Den habe ich tatsächlich nirgends recorded. Okay, schade. Aber man könnte ihn jederzeit mal wiederhalten.

SPEAKER_01

Ja, vielleicht irgendwann mal. So ein kleines Werdinar. Dann können Sie sich ja bei dir auf dem Kanal informieren. Auf jeden Fall. Ich würde mich freuen. Ja, ich habe nichts mehr. Das war ja auch viel. Und jeder, der irgendwie konkret Fragen hat, kann ja nochmal nachfragen. Dann können wir das ja im Nachhinein noch irgendwie beantworten. War nochmal eine kurze Fragerunde auf Insta in der Story oder so. Genau. Ja, im Notfall. Ich meine, jetzt im Vorhinein waren die Leute wahrscheinlich eher so Augen, hä, wie, was, wo?

SPEAKER_00

Und jetzt haben sie ganz viele Infos dazu, das Hirn raucht. Und wenn noch was aufkommen sollte oder irgendeinen Bus.

SPEAKER_01

Genau. Schau mal. Okay, dann vielen, vielen, vielen Dank für deine Zeit. Und ja, dann mache ich mal hier die Aufnahme aus. Macht es gut, ihr Lieben, die ihr zugehört habt. Und habt eine ganz und gar wunderbare Zeit, wo auch immer ihr seid, wann auch immer ihr seid, ob es morgens ist oder abends ist oder mittags. Tschüss. Ciao. Willkommen zurück aus dieser langen, aber hoffentlich für dich auch so informativen Folge wie für mich. Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, dass Dr. Debbie zu Gast war. Und jetzt noch am Ende wie immer ein ganz kurzer Feedback-Hinweis-Blog. Wenn ihr Rückmeldungen zur Folge habt, Kommentare oder auch zu anderen Folgen, dann meldet euch gerne, gerne, gerne über Instagram bei mir oder über die E-Mail-Adresse bzw. den Kontakt, den ihr im Steady-Link unten findet. Bei Spotify und den anderen Plattformen gehen leider die Kommentare so komplett unter. Ich bekomme die nicht wirklich angezeigt, ich bekomme da keine Benachrichtigungen. Der Podcast ist auch auf unfassbar vielen Plattformen, also Amazon Music, Audible, Deezer, Pocketcast, YouTube und so weiter. Das heißt, da überall reinzugehen und aktiv jede Folge abzugrasen, ob irgendwann noch irgendwo ein Kommentar kam, das schaffe ich leider zeitlich nicht. Deswegen, ihr erreicht mich auf jeden Fall auf Instagram oder per E-Mail. Und ich freue mich natürlich mega, mega über Rückmeldungen. Ich freue mich wie immer auch über Kommentare beim jeweiligen Reel zu der Folge. Und wenn ihr etwas in den Hut werfen mögt, damit ich auch in Zukunft dieses Format weiterführen kann, dann findet ihr auch dazu alle Informationen über unter beim Steady-Link. Habt eine ganz wunderbare Zeit und bis bald!

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