Paws & Personality
Ehemals „VON NULL AUF HUND®“ – Ein Podcasterlebnis bei dem Du anfänglich den gestressten Geschäftsmann Michael Arenz auf seiner spannenden Reise begleitest, als er die Herdenschutzhündin Niki adoptiert. In diesem Hundepodcast teilt die Hundetrainerin Sandra Oliver ihre Erfahrungen, um Dir tiefgreifende, lustige, traurige, kurz: vielfältige Einblicke in die Mensch-Hund-Beziehung zu geben. Wir beleuchten die Freuden und Herausforderungen des Lebens mit einem Hund. Der Podcast bringt Hundeliebhaber zusammen und bietet einen reichen Wissensschatz – von den neuesten Themen in der Hundewelt bis zu praktischen Tipps für ein harmonisches Zusammenleben. Tauch in tiefgründige Diskussionen über Hundefutter, Tierschutz und das ideale Hundekörbchen ein, ergänzt durch spannende Gäste und unterhaltsamen Quatsch – eine perfekte Mischung aus Information und Spaß, kostenlos überall wo es Podcasts gibt!
Paws & Personality
Zu Gast im Revier - Die Podcasthonfolge: Lea-Valine Opiela über das Leid der spanischen Jagdhunde
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Die Podcasthonfolge! Hast du schon von Podcasthon gehört ? 🎧🌍
Es ist die größte Wohltätigkeitsveranstaltung in der Podcasting-Welt! Eine unglaubliche und schnell wachsende gemeinnützige Initiative, die Tausende von Podcastern auf der ganzen Welt zusammenbringt. Es geht nicht um Geld, sondern darum, das Bewusstsein für verschiedene wohltätige Zwecke zu schärfen. ❤️
Und im Rahmen des 4. Podcasthon sprechen wir über die Galgos und Podencos, die in Spanien zur Hasenjagd gezüchtet, auf Leistung gedrillt und nach der Saison oft teils grausam entsorgt werden. Gemeinsam mit Lea, Tierschützerin und Stimme hinter dem Instagram-Account @happy.abby.grey, öffnen wir die Tür zu einer Realität, die vielerorts unsichtbar bleibt. Lea nimmt uns mit nach Sevilla in die Fundación Benjamin Mehnert, ein großes Tierheim für ausrangierte Jagdhunde in Spanien, und berichtet von den Galgos, Podencos u.a. und ihrem Schicksal.
Wir sprechen über die gesetzliche Grauzone, die Jagdhunde vom Tierschutz ausnimmt, und über eine mächtige Jagdlobby, die Veränderungen ausbremst. Gleichzeitig entsteht Hoffnung: eine junge Generation in Spanien, wachsende Communities, Galgomärsche mit hunderten bis tausenden Hunden in deutschen Städten. Lea erklärt, wie Adoption, Pflegestellen und Patenschaften konkret helfen, warum Aufklärung auf Social Media Reichweite in Futter, Medizin und sichere Transporte verwandelt, und wie jede geteilte Story die Mauer des Schweigens ein Stück weiter bricht.
Für alle, die überlegen, einem Galgo ein Zuhause zu geben, räumen wir mit Mythen auf: Diese Windhunde sind ruhige, sensible Hunde, lieben oft Kinder, brauchen normale Spaziergänge und gelegentliche Sprints im sicheren Gelände, wegen des stark ausgeprägten Jagdverhaltens.
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Leas Account findest du hier: https://www.instagram.com/happy.abby.grey/
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„paws & personality®" ist ein Podcast von Sandra Oliver.
Fotografie: Christiane Münchhausen | ...
Begrüßung Und Thema Galgos
SPEAKER_01Halli, hallo, und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Pause ⁇ Personality. Heute habe ich Lea zu Gast und es geht. Ich mach mal die Einleitung kürzer als normal, weil sonst rede ich immer ganz lange. Ich mache es jetzt super kurz. Es geht um die Galgos in Spanien. Das ist ein Thema, was ich mega wichtig finde. Lea ist mir auf Instagram begegnet mit ihrem Account Happy Abby Gray und ja, macht sich da ganz schön stark für die Galgos in Spanien. Magst du dich mal kurz vorstellen, Lea?
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Leas Weg In Den Tierschutz
unknowngerne.
SPEAKER_00Hallo, mein Name ist Lea. Ich bin Tierschützerin und engagiere mich seit fünf Jahren im Tierschutz. Ich habe angefangen auf Social Media Aufklärungsvideos zu erstellen und habe ganz schnell gemerkt, dass relativ wenige Menschen wissen, was mit den Windhunden passiert. Und mittlerweile ist da eine ziemlich große Community entstanden. Und ja, ich kläre seither täglich in meinen Beiträgen darüber auf, was mit Greyhounds, Galgos und Podenkos in Spanien und in Irland passiert.
SPEAKER_01Wie kommt das denn? Also, wie bist du dazu gekommen in diese Tierschutzrichtung?
SPEAKER_00Tatsächlich ist es zufällig passiert, denn ich habe damals angefangen durch meine Greyhound-Hündin Abby. Sie ist auch mein erster Hund und wie es jeder so kennt, man hat seinen ersten Hund, macht ganz, ganz, ganz viele Fotos und die möchte man dann natürlich auch teilen. Ja, ich habe anfangs den Alltag mit meiner Abby gezeigt und das kam ziemlich gut an. Auf einmal haben sich ganz viele Menschen interessiert, wie denn der Charakter ist von den Windhunden, wo man denn so einen Hund adoptieren kann, und halt auch über die Hintergründe und man kommt halt leider nicht, ach ja, wie sage ich das, man kommt nicht drumrum zu erfahren, was mit den Hunden passiert. Und man erfährt dann ganz schnell die schlimmen Schicksale, die die Hunde erleiden müssen. Somit habe ich es mir dann eben zur Aufgabe gemacht, da immer mehr drüber zu erzählen. Irgendwann war ich dann auch selbst in Spanien, habe das alles selbst gesehen und mir wurde richtig bewusst, dass die Sichtbarkeit einfach nicht existiert. Auch große Medien berichten nicht darüber. Ja, ich habe das mir einfach so ein bisschen zur Lebensaufgabe gemacht. Genau.
SPEAKER_01Na cool. Und das ist tatsächlich mal so ein positiver Aspekt von Social Media, ne? Dass auch ohne dass man zu irgendeinem großen Medienkonzern gehört, ist es für uns dann doch möglich, sichtbar zu werden und sowas halt zur Sichtbarkeit zu verhelfen.
Realität Der Jagdhunde In Spanien
SPEAKER_01Wie ist denn die Realität der Hunde in Spanien, wenn du sagst, es ist halt nicht so sichtbar? Ich glaube, es wird tatsächlich mehr. Es ist schon etwas, was ich zum Glück gesehen habe auch und wahrgenommen habe. Das heißt, es ist schon sichtbarer. Aber trotzdem, für alle, die, die sagen, ja, stimmt, habe ich noch gar nicht so richtig mitbekommen. Was ist da?
SPEAKER_00Ja, in Spanien werden zum Beispiel Galgos, also Jagdhunde, werden in Spanien zur Hasenjagd eingesetzt. Und sie sind in diesem Land vom Tierschutzgesetz ausgeschlossen. Das heißt, die Menschen züchten diese Hunde und trimmen sie auf Leistung, dass sie eben gut abschneiden, dass sie schnell sind, dass sie schnell die Beute jagen. Und nach der Jagdsaison, die immer jedes Jahr im Februar endet, sind die Tiere dann in den Augen der Menschen nutzlos und sie werden einfach entsorgt, weil sich viele Jäger einfach auch denken, es ist viel günstiger, sich im neuen Jahr einen neuen Hund zu kaufen, wie diesen Hund jetzt weiter durchzufüttern. Und dadurch, dass die Hunde eben in Spanien unter keinem Gesetz geschützt sind, darf man mit diesen Hunden machen, was man möchte. Das heißt, nach der Jagdsaison werden die Hunde wirklich auf grausame Art und Weise entsorgt, weil es dort Tradition ist, dass man eben sich als Jäger beschämt fühlt, wenn der Hund nicht die Leistung erbringt, die sich der Mensch gewünscht hat und dadurch durch die schlechte Leistung eben bestraft wird.
SPEAKER_01Und sind, also du hast gesagt, die Galgos sind vom Tierschutzgesetz ausgenommen. Das heißt, normale Haustierhunde sind im Tierschutzgesetz?
Gesetzliche Lücken Und Folgen
SPEAKER_00Genau, also es gibt seit 2023 wurde ein neues Tierschutzgesetz in Spanien erlassen, das jetzt mittlerweile auch Haustiere schützt. Das heißt, da gibt es dann auch gewisse Pflichten, die ein Besitzer erfüllen muss, wie dass man die Hunde chippt, dass man sie impft, dass man für die Verpflegung eben sorgt und sich gut um die Tiere kümmert. Wenn man allerdings den exakt gleichen Hund nimmt und den für die Jagd einsetzt, dann erlischt dieser Schutz und somit werden die Täter in der Regel auch nicht belangt.
SPEAKER_01Okay. Das heißt, beim Entsorgen haben wir natürlich eine Bandbreite sehr wahrscheinlich oder eine Spannweite. Also gibt es auch Jäger, die die Hunde einfach nur in Anführungsstrichen dann ins Tierheim abgeben oder ist das etwas, wo ihr noch dran arbeitet? Das hat sich alles gut, genau.
SPEAKER_00Das hat sich tatsächlich verbessert. Also es gibt mittlerweile sehr viele Jäger,
Haltung, Abgabe Und Zustand Der Hunde
SPEAKER_00die die Tiere einfach im Tierheim abgeben. Aber auch da muss man unterscheiden, denn die Tiere werden meistens nicht gut gehalten. Also in Spanien ist es auch so, dass die meisten Hunde wirklich unterernährt werden, weil die Jäger sich denken, umso weniger der Hund frisst, umso mehr Leistung wir da bringen, wenn er eine Beute sieht, weil eben der Instinkt mehr gefördert wird, wenn dieser Hund kurz vorm Verhungern ist. Und somit kommen die Tiere teilweise wirklich in sehr, sehr schlechten Zuständen, auch wenn sie eben vom Jäger abgegeben werden.
SPEAKER_01Was ja eigentlich totaler Quatsch ist, ne? Also Leistungsstärker bist du ja als Lebewesen, wenn du eine ordentliche Muskulatur aufbauen konntest.
SPEAKER_00Eben, ja.
SPEAKER_01Gut ernährt bist. Natürlich nicht fett, ne? Aber klar, gut genährt.
SPEAKER_00Ja, aber die werden halt meistens in ganz dunklen Verschlägen oder in engen Käfigen gehalten. Und ja, da wird nicht drauf geachtet, weil letztendlich der nächste Züchter ist gleich um die Ecke. Die Hunde sind schnell wieder zu beschaffen und somit.
SPEAKER_01Und auch billig. Also zumindest klingt es so, als wären sie billig, weil sonst würde ja nicht der Kosten-Nutzen-Faktor von, bringe ich den Hund jetzt ein Jahr durch oder kaufe ich einen neuen? Heißt ja schon, dass es echt günstig sein muss, da einen Galgo zu bekommen. Wie viele Hunde hat da so ein Durchschnittsjäger zu Hause, wenn er sowas, also wenn er die Hasenjagd macht? Und gibt es da, oh Gott, das sind jetzt zwei Fragen auf einmal, aber kriegen wir hin, ne? Gibt es bestimmte Regionen in Spanien, wo das besonders, also besonders stattfindet oder ist es ganz Spanien? Wie muss ich mir das vorstellen?
SPEAKER_00Ich kann natürlich immer nur aus meiner Erfahrung sprechen. Ich bin jedes Jahr in Sevilla unterwegs. Dort bin ich auch in einem Tierheim, da werden jedes Jahr bis zu 500 Hunde gefunden und abgegeben. Da ist die Jagd auf jeden Fall sehr verbreitet.
SPEAKER_01Und das heißt, ein Jäger hat dann aber mehrere Hunde?
Regionen, Zahlen Und Jagdsaison
SPEAKER_00Das ist auch immer unterschiedlich. Also es kann sein, ein Jäger hat drei Hunde, der nächste hat acht Hunde. Also das ist wirklich ganz individuell.
SPEAKER_01Okay. Und werden überhaupt irgendwelche Hunde behalten? Also wenigstens die, die erfolgreich waren oder werden selbst die dann entsorgt und.
SPEAKER_00Sie werden vermutlich so lange behalten, bis sie halt eben die Leistung nicht mehr bringen können.
SPEAKER_01Okay.
SPEAKER_00Da fragt man sich dann halt, okay, wie lange hält so ein Hund sowas durch, diesen Leistungsdruck zu halten? Ja, also es wird mit Sicherheit einige Jäger geben, die behalten die Hunde, aber der Großteil gibt sie ab oder eben Schlimmeres.
SPEAKER_01Weißt du, wie lang die Jagdsaison ist? Also wann beginnt die?
SPEAKER_00Die beginnt immer im Oktober.
SPEAKER_01Oktober bis Februar. Okay, ja, krass. Und hast du das Gefühl, dass sich trotzdem auch in Spanien, wir hatten ja am Anfang über die mediale Sichtbarkeit gesprochen, dass sich da trotzdem auch inzwischen etwas ändert, dass da ein Bewusstsein entwickelt wird, quasi, dass das blöd
Jagdlobby, Politik Und Tradition
SPEAKER_01ist? Oder vielleicht nicht so gut ankommen könnte?
SPEAKER_00Also natürlich wächst eine ganz neue Generation auf, die eben auch die Tiere schützen möchten, die für die Rechte dieser Tiere kämpfen. Aber man muss auch dazu sagen, die Jagdlobby in Spanien ist riesengroß. Also es gibt mittlerweile schätzungsweise 850.000 Jäger in Spanien. Der Großteil davon ist auch in der Politik vertreten. Das heißt, Regierungsebenen sind Jagdbefürworter und somit geht es da halt eben auch um Macht, es geht um Geld und somit geht das, solange sich in der Regierungsebene nichts ändert, auch in Spanien nichts ändern.
SPEAKER_01Krass.
SPEAKER_00Egal wie viele Tierschützer es mittlerweile dort gibt, egal wie viele Spanier für diese Hunde kämpfen, aber leider ist die Jagdlobby eben sehr, sehr, sehr mächtig in diesem Land.
SPEAKER_01Und ist das denn eine Form der Jagd, wo es rein um, okay, wie viele Hasen kann mein Hund erjagen? Und wenn ich am Ende, keine Ahnung, in der Saison 300 Hasen habe, dann bin ich halt Hasenjagd-Weltmeister oder sowas. Also geht es da rein um Ansehen oder werden die Hasen wenigstens auch noch zu einem Tropf verwurstet? Also wozu ist diese Jagd, diese Form der Jagd da? Naja, ist doch so dieses.
SPEAKER_00Ja klar, aber da geht es tatsächlich wirklich nur um die Sichtbarkeit, beziehungsweise um den Ruhm, die die Menschen dann dadurch erleben und gefeiert werden durch ihre Mitmenschen, dass sie den tollsten und schnellsten Hund hatten. Aber wie sie den Hund dann behandeln, ist jedem egal, denn Hauptsache, er war schnell bei der Jagd.
SPEAKER_01Okay. Und kennst du, kennst du zufälligerweise die geschichtlichen Ursprünge? Also gab es mal Hasenplagen und es ist daraus hervorgegangen und ist jetzt halt nur noch so eine reine Prestigejagd oder war das schon immer so ein bisschen, ich muss meinen schnellen Hund vorführen?
SPEAKER_00Das kann ich dir lange gar nicht sagen. Also das ist einfach seit Jahrzehnten, Jahrhunderten so etabliert in diesem
Tierheim Vor Ort: Alltag Und Emotion
SPEAKER_00Land, dass sie das einfach als Tradition sehen und davon auch nicht loslassen möchten.
SPEAKER_01Na krass, ist natürlich auch echt blöd, wenn ja in der Politik da so viel ist. Und wahrscheinlich ist dann die mediale Sichtbarkeit und auch dieses anderen Menschen zu zeigen, was da so passiert. Das Einzige, was so ein bisschen helfen kann, dass zumindest die Art und Weise, die mit den Hunden umgegangen wird, angepasst wird. Also selbst wenn wir jetzt Jäger in der Politik haben, die sagen, nee, aber die Jagd, die muss bestehen bleiben, aber dass vielleicht die Galgos trotzdem ins Tierschutzgesetz kommen. Also so wie hier sind unsere Jagdturne ja zum Beispiel auch im Tierschutzgesetz mit abgedeckt. Und du kannst ja auch nicht einfach sagen, ich füttere den jetzt nicht mehr.
SPEAKER_00Also es wird sicherlich blöde Menschen geben, aber. Dieses neue Tierschutz aufgelegt, aber leider, ja, hat man dann gesehen, dass die Jagdhunde davon komplett ausgeschlossen sind. Und das war dann halt für die Tierschützer auch im Land wirklich wie ein Schlag ins Gesicht.
SPEAKER_01Ja, das kann ich mir vorstellen. Wenn du da so lange für kämpfst und dann kommt da sowas. So, jetzt hast du erzählt, du warst auch vor Ort. Das ist sicherlich auch nochmal sowas ganz anderes, als wenn man nur Fotos sieht oder Videos geschickt bekommt. Das ist ja schon wahrscheinlich etwas, was einem nahe geht, aber ja, magst du denn mal von deiner Zeit dort berichten?
SPEAKER_00Klar, also ich habe ja vorhin auch kurz angerissen, also ich bin in Sevilla immer unterwegs und da bin ich bei der Fundación Benjamin Menat. Das ist Europas größtes Tierheim für Jagdhunde. Die haben Platz für circa 600 Hunde. Zum Ende der Jagdsaison ist jeder Käfig voll. Also da ist wirklich, wir waren jetzt letzte Woche eine Woche in Spanien und da kamen wirklich täglich neue Hunde dazu, die dann halt eben entweder gefunden worden sind oder von Jägern abgegeben worden sind. Und natürlich die Arbeit vor Ort ist furchtbar emotional. Ich bekomme auch immer wieder die Frage, wie ich das mental dort überhaupt durchstehe, weil man sieht wirklich grauenvolle Bilder, die man auch nie mehr vergisst. Aber ich muss sagen, vor Ort funktioniert man, weil man genau weiß, okay, die Hunde brauchen uns jetzt, die haben nur uns, und man bricht erst zu Hause zusammen. Man braucht natürlich Zeit, zu verarbeiten, and dennoch bin ich dort vor Ort und es erfüllt mich, weil ich weiß, wie ich es was gut ist und was die Hunde niemals zuvor erfahren haben. Sie erfahren durch die Leute im Tierheim vielleicht das erste Mal Nähe und Liebe. Und das ist so schön, einfach mit anzusehen, wie ein Hund, der anfangs überhaupt kein Vertrauen fassen konnte, nach und nach die ersten Schritte macht. Und das ist fassbar viel.
SPEAKER_01Also wenn du sagst, es ist manchmal echt schwierig, was so zu sehen ist. Ich glaube, wir brauchen gar nicht auf unfassbar krasse Details irgendwie eingehen. Wer da Bildmaterial zu braucht, um sich das besser vorstellen zu können oder wie auch immer, der kann ja auch auf deinem Account gucken.
Angst, Trauma Und Altersstruktur
SPEAKER_01Aber vielleicht trotzdem mal so ganz oberflächlich und grob, wovon reden wir denn da? Also wie sind abgemagert? Abgemagert hatten wir ja schon, dass die Hunde sehr, sehr dünn sind.
SPEAKER_00Ja, also sehr, sehr dünn, aber was ich persönlich tatsächlich eins der grausamsten Dinge finde und was einem auch am meisten im Gedächtnis bleibt, wie gesagt, wir reden jetzt nicht von irgendwelchen Wunden oder so, sondern die Hunde, die einen Angst, der ganze Körper bebt, weil sie panische Angst haben, das ist grauenvoll. Also wir hatten jetzt letzte Woche einen Hund, da hat wirklich die ganze Zeit hin und her gewackelt, weil er so Angst hatte, dass wir an diesem Käfig vorbeigelaufen sind. Und da will man sich gar nicht ausmalen, was dieser Hund erleben musste. Das ist grauenvoll.
SPEAKER_01Ja, erzähl das mal her.
SPEAKER_00Das ist komplett unterschiedlich. Also wir haben dort Welpen natürlich, also die jüngsten waren zwei Wochen alt. Die werden dann auch entweder in dem Tierheim geboren oder sie werden halt einfach in den Katton gelegt und Tierschützer finden dann den Katton oder halt eben vorm Tierheim. Der älteste Hund, den ich dort gesehen habe, der war sieben.
SPEAKER_01Genau. Also meist schon noch relativ junge Tiere, in Anführungsstrichen.
SPEAKER_00Ja, so Galgos können im Schnitt so zwischen 12 und 14 Jahre alt werden.
SPEAKER_01Ja, okay.
SPEAKER_00Ja, gut, aber. Leider erleben die meisten Hunde dieses Alter eben nie, weil sie durch die ganze Quälerei, die sie erleiden müssen, so körperliche Schäden haben, dass sie einfach nicht dieses Alter erreichen können.
SPEAKER_01Na, krass. Das heißt, ja, körperliche Schäden hatten wir gesagt, dass es die gibt, aber da kann zum Glück ja auch einiges aufgepäppelt werden und sind ja nicht zwingend immer bleibende Schäden zum Glück auch. Was aber natürlich auch Spuren hinterlässt, wenn du sagst, manche Hunde haben so krass Angst dann auch und Panik. Also sind ja auch dann seelische Schäden, die da bleiben.
Adoption: Ablauf Und Partner
SPEAKER_01Wie ist denn das, wenn jemand so ein Galgo adoptieren möchte? Also das ist ja auch sicherlich ein wichtiger Bestandteil eurer Arbeit, die Hunde irgendwie wieder in gute Zuhause zu vermitteln und nicht dort im Tierheim zu belassen. Worauf kann der sich so einstellen? Wie ist das so? Natürlich gibt es da ja eine Palette, ne? Aber ja, so im Groben und Ganzen.
SPEAKER_00Also natürlich, wie du auch schon gesagt hast, jeder Hund ist unterschiedlich. Man weiß, also in den meisten Fällen weiß man nicht, was der Hund erlebt hat. Und es gibt ganz klar, welche haben wirklich sehr viel Angst und die sind dann wirkliche Panikhunde, die natürlich auch schwierig sind in der Vermittlung. Es gibt aber auch ganz normale Hunde, die eben sofort wieder Vertrauen fassen und schwanzwedeln vor einem stehen. Da weiß man halt nie, was deinem Vorfeld war. Aber im Grunde bei der Vermittlung ist es so, also in Spanien, da wo wir jedes Jahr sind, bei der Fundation Benjamin Menat, die vermitteln weltweit. Und in Deutschland gibt es eine Partnerorganisation, das ist die Galgo-Rettung. Da kommen dann die Hunde hin. Und man kann sich eben vor Ort ein Bild von den Hunden machen oder sich als Pflegestelle anbieten, dass man eben erstmal testet, wie ist denn das zu Hause? Dann sieht man, ob es passt oder halt eben nicht. Also da ist es im Prinzip wie in jedem anderen Tierheim auch, dass man da zum Wohle des Hundes agieren muss und schauen muss, wie harmoniert der Mensch mit dem Hund zusammen, weil sowohl die Hunde als auch die Menschen sind alle charakterlich so unterschiedlich. Ja, aber ich würde sagen, da ist für jeden der Passende dabei.
SPEAKER_01Das heißt, gibt es irgendwas, wo du sagst, naja, aber die und die Eigenschaft ist schon sehr typisch Galgo und relativ wahrscheinlich, dass das vorkommt. Und da kann man sich so drauf einstellen. Nee, alles gut, ja, dafür reden wir, ja.
Typische Galgo-Eigenschaften
SPEAKER_00Natürlich, also die Galgos sind speziell, also sie sind nicht wie jeder normale Hund, den man so kennt. Sie haben natürlich einen Jagdtrieb, der tief in der DNA sitzt. Und somit kann man diese Hunde schwierig von alleine lassen. Ich sage das immer so, weil viele Organisationen sagen, man darf sie gar nicht von alleine lassen. Aber diese Hunde brauchen den Sprint, also sie brauchen auch ihre Zeit, wo sie eben rennen können, weil sie es lieben. Natürlich wurden sie in Spanien dazu gedrängt zu rennen. Und das ist dann auf die Dauer eine Qual und auch unter den Umständen. Aber es ist ja in ihrer Genetik drin, also sie lieben es zu rennen. Und sie lieben es auch, ihren Menschen zu gefallen. Und deswegen sind sie auch in Spanien so beliebt, weil sie unglaublich formbar sind. Und also der Jagdtrieb ist auf jeden Fall ein Punkt, der jedem zukünftigen Besitzer geläufig sein sollte, dass der Jagdtrieb da ist und dass man den nicht abstellen kann. Also mit jeglichen Trainingseinheiten wirst du diesen Jagdtrieb von den Galgos und auch den Greyhounds nicht losbekommen. Das ist wahrscheinlich so mitunter eins der schwierigsten Dinge, was sich jeder einfach bewusst machen muss. Aber ansonsten sind sie wirklich wie große Katzen, sie sind super, super lieb, sie schlafen unglaublich viel. Der größte Mythos ist ja auch, dass viele Menschen immer denken, die Windhunde brauchen wahnsinnig viel Auslauf. Das ist aber gar nicht so, die sind so gemütlich und sie brauchen nicht mehr wie jeder andere Hund auch. Also man geht seine Gassi-Runden und ich mache das immer so, dass ich einmal die Woche auf ein Grundstück gehe, was vollkommen eingezäunt ist. Wenn sie ein Eichhörnchen sehen, dass sie drin bleiben und da geben sie Vollgas.
SPEAKER_01Was sie aber auf jeden Fall brauchen, zumindest, ist das etwas, was mir so immer wieder über den Weg läuft, ist Kuscheldecken. Und Wärme.
SPEAKER_00Sofas, Sofas und Kuscheldecken lieben sie.
SPEAKER_01Ja. Ein Galgo muss zugedeckt werden.
SPEAKER_00Sie sind speziell, sie sind wie meine Kinder.
SPEAKER_01Vielleicht mal noch, bevor wir so ein bisschen dann in etwas positivere Gefilde hoffentlich kommen. Welche Hindernisse, Herausforderungen, Widerstände, also was ist so am nervigsten, am anstrengendsten, am schlimmsten in Spanien? Was empfindest du da am aufreibendsten
Sichtbarkeit Als Schlüsselproblem
SPEAKER_01im Kampf quasi für die Rechte der Galgos?
SPEAKER_00Ja, ich würde wirklich sagen, die Sichtbarkeit. Weil es leider immer noch, und zwar auch durch Social Media, immer noch Menschen gibt, die das nicht wissen, die davon überhaupt nichts erfahren. Ich mache das auch jedes Jahr so, dass wenn wir fliegen, dann erzähle ich immer meinem Sitznachbar, was wir jetzt machen. Dass wir in Spanien in einem Tierheim arbeiten. Und ich habe bisher noch keinen Menschen als Sitznachbar gehabt, der wusste, was mit den Hunden passiert. Die sind meistens alle fassungslos, dass sie jetzt in ihr Urlaubsziel Spanien fliegen und so mit den Hunden dort umgegangen wird. Und in Deutschland ist es auch so, da gibt es jedes Jahr Galgomärsche zum Beginn und zum Ende der Jagdsaison. Da treffe ich auch immer wieder Menschen, die uns ansprechen und fragen, was macht ihr da eigentlich? Weil es nicht präsent in den Köpfen der Menschen ist.
SPEAKER_01Diese Galgomärsche, wann hat das angefangen, weißt du das?
Galgomärsche: Wirkung Und Organisation
SPEAKER_01Ich weiß auch gar nicht so genau, was ich habe dich im Zusammenhang mit den Galgo-Märschen entdeckt, aber ich weiß gar nicht genau, was tust du da.
SPEAKER_00Also im Endeffekt, also wann es begonnen hat, ich glaube tatsächlich, dass Köln die ersten waren und da war jetzt dieses Jahr der Elfte. Also ich glaube zu wissen, dass es wirklich mit Köln begonnen hat. Und somit müssten es dann elf Jahre sein. Mittlerweile gibt es aber ganz, ganz viele Städte, die das auch machen. Und ja, wir machen im Prinzip nichts anderes als auf die Situation in Spanien aufmerksam. Das Tolle ist auch, dass die Hunde immer mit dabei sind. Wir waren dieses Jahr auch wieder in Köln mit dabei. Ich glaube, es waren circa. 2000 Hunde vor Ort. Das ist halt der Wahnsinn. Denn mit keiner anderen Hunderasse könntest du das machen, dass du durch eine Stadt läufst und man läuft friedlich, ohne dass irgendwie ein Gebeiße ist oder Gebelle. Und ja, klärt im Prinzip die Menschen, die uns da sehen, auf, was da in Spanien passiert.
SPEAKER_01Galgos sind ja auch eher Meutehunde, ne? Also die kommen sehr gut in der Gruppe klar. Genau, ja. Ja, cool. Und wenn ich jetzt sage, boah, in meiner Stadt gibt es noch keinen Galgomarsch, kann ich den dann einfach irgendwie organisieren? Gibt es einen Dachverband, an den man sich wendet und sagt, hier, ich möchte das auch für meine Stadt machen. Wie sieht das so aus?
SPEAKER_00Es ist sehr lustig, dass du fragst, denn tatsächlich gibt es in Baden-Württemberg noch keinen Galgomarsch. Und ich habe mir dieses Jahr durch eine ganz lustige Kurzschlussreaktion gedacht, ich melde jetzt einfach mal einen Galgomarsch an. Also habe ich jetzt für September einen Galgomarsch in Stuttgart geplant,
Mitmachen: Spenden, Pflegestellen, Adoption
SPEAKER_00warte aber auch noch auf ein paar Rückmeldungen der Stadt. Aber im Endeffekt kann man das ganz einfach bei seiner Stadt einreichen und entweder wird es genehmigt oder halt eben nicht.
SPEAKER_01Also einfach wie eine Demonstration quasi anmelden.
SPEAKER_00Genau.
SPEAKER_01Ja. Na krass. Gibt es noch irgendetwas anderes, außer Galgomärsche in allen möglichen großen Städten und auch klein von mir aus in Deutschland zu organisieren, wie Hörerinnen, die jetzt hier sitzen und denken, boah, irgendwie, ich würde schon gern was tun, ja, wie die helfen können?
SPEAKER_00Also es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie man helfen kann. Es fängt auch schon ganz klein an. Also wenn du jetzt anfängst, deinen Mitmenschen zu erzählen, was in Spanien passiert, wie es den Hunden dort geht, dass sie eben aus dem Tierschutzgesetz ausgeschlossen sind, das ist ja auch schon mal eine kleine Form von helfen. Und dass man eben Aufklärungsvideos, gerade jetzt auf Social Media zum Beispiel, einfach auch teilt. Und man kann Partnerschaften abschließen. Zum Beispiel, da wo wir jetzt jedes Jahr immer sind, da gibt es, also dieses Jahr waren es 500 Hunde. Und du kannst da wirklich für jeden einzelnen Hund eine Partnerschaft abschließen und bekommst dann monatlich Infos, wie es diesem Hund geht. Und das Geld kommt auch tatsächlich dort an. Also ich kann jetzt nur davon sprechen, weil ich weiß, dass es ankommt. Ja, ansonsten natürlich als Pflegestelle kann man sich anbieten oder im besten Fall einen Hund adoptieren.
SPEAKER_01Galgos kann man ja gut stapeln. Da kann man auch zwei oder drei nehmen.
SPEAKER_00Das bleibt nie bei einem. Ich glaube, Hunde sind wie Tattoos. Hat man eins, will man mehrere.
SPEAKER_01Ja, das stimmt. Also die Fundation Benjamin Mehnert werde ich auf jeden Fall auch verlinken in den Shownotes, dass die Leute da zumindest schon mal die erste Anlaufstelle haben und natürlich auch deinen Account. Und ja, dann können sie mal gucken, ob sie irgendwie Bock haben, sich auch so ein bisschen an der Galgo-Hilfe zu beteiligen. Gibt es irgendwas, wo du so sagst, boah, also mal abgesehen davon die Sichtbarkeit, das haben wir ja schon ganz viel gehört. Was du dir aber noch so für die Zukunft wünschst, wenn du jetzt eine Fee hättest und du könntest Wünsche äußern, was wäre das so alles, was du dir jetzt gerade für Spanien, für die Galgos wünschen würdest?
Wünsche, Mythen Und Familienhund-Potenzial
SPEAKER_00Also klar, natürlich das Allertollste wäre, wenn die Jagd aufhört, wenn dieses Leid endlich beendet wird. Das wäre natürlich die absolute Wunschvorstellung. Ja, aber ich glaube trotz allem, dass man nicht ganz um die Sichtbarkeit herumkommt, denn mir geht es auch darum, dass ich in meinen Videos auch immer wieder gerne zeige, wie diese Hunde sind. Weil ich bin seit fünf Jahren davon überzeugt, wenn mehr Menschen wüssten, wie diese Hunde sind, dass viel mehr Menschen so einem Hund eine Chance geben würden, auf dem Zuhause. Denn gerade dieser Mythos, dass die Hunde so viel Auslauf brauchen und dass sie zittrige, dünne Stelle sind und sie nicht trainierbar sind. Und da sind ja ganz, ganz viele negative Vorurteile, die man gegen Windhunde hört, die mich tatsächlich anfangs auch erstmal, ich will nicht sagen, abgeschreckt haben, aber man informiert sich dann halt auch und fragt sich, warum existieren eigentlich solche komischen Gerüchte. Genau, also das Wesen der Hunde, wenn man das einfach mehr verbreiten würde, dass sie einfach wundervolle Familienhunde sind, dass sie super mit Kindern können, dass sie sehr anpassungsfähig sind, dass sie ruhig sind, das ist der Wahnsinn. Also ich liebe dich, so Hunde.
SPEAKER_01Das heißt, würdest du sagen, es ist ja im Moment manchmal so ein bisschen hakelig. Auf Social Media werden viele Rassen gepusht, die wirklich auch schwierig sind. Also die schwierig, ne? Leute, haut mich nicht. Ihr wisst, was ich meine. Also was weiß ich, zum Beispiel, Mallis werden viel gezeigt und Mallis, finde ich, sind nun wirklich keine Hunde, die du jedem in die Hand drücken könntest. Da muss man schon so ein bisschen wissen, was man tut und was einen auch erwarten kann und was da auch für Arbeit dahinter steckt, diese Hunde alltagsfähig zu machen. Hütitütis à la couleur. Ich meine, ich habe selber einen Bordercon. Ich weiß, wovon ich rede. Also diese Rassen werden ja sehr, sehr, sehr gepusht. Und dann hast du dann Menschen oft dazu, die finden die halt schön, aber die können vielleicht manchmal
Galgo Statt Trendrasse?
SPEAKER_01noch gar nicht so viel, weil es dann auch der erste Hund sein soll. Und glaubst du, dass die manchmal tatsächlich mit einem Galgo fast noch besser beraten werden, wenn sie sich einfach an diese Regel halten, wenn der zu viel Jagd, mach ihn an die Leine und sucht ihr ein Grundstück, wo er rennen kann? Also wenn man diese Regel beherzigt, dass die ansonsten im Alltag mit dem Hund viel besser klarkämen, als vielleicht mit einem hochgepuschten.
SPEAKER_00Auf jeden Fall. Also ein Windhund, also ich spreche jetzt von Galgos und Greyhounds, weil ich eben diese beiden Rassen auch zu Hause habe, brauchen ehrlich gesagt nicht viel. Also wenn wir jetzt gerade mal den Mali als Beispiel nehmen, was ja wirklich ein Hardcore-Unterschied ist, da ist der Windhund wirklich ein Witz dagegen. Also da, ja, sie sind mit sehr, sehr wenig zufrieden, aber sie brauchen halt auch ihren Auslauf. Das definitiv, dass sie eben einmal die Woche Vollspeed geben können. Ja, ansonsten passen sie sich eben super an.
SPEAKER_01Krass. Cool. Okay, ich weiß, was ich öfter empfehlen werde. Ich habe auch gerade schon so im Hinterkopf, ich habe befreundetes Pärchen, die suchen gerade einen Hund für, um auch mit auf Arbeit nehmen zu können. Da habe ich gerade so gedacht, ja doch, das könnte passen. Die bekommen von mir direkt auch.
SPEAKER_00Und wenn den Hund gefällt, dann können sie sich gerne melden, weil auch da habe ich halt eben dann die Connections und ja.
SPEAKER_01Ja, sehr cool. Ja, ne? Gucken wir mal. Sehr schön. Hast du noch irgendetwas, was du loswerden möchtest, wo du sagst, das haben wir jetzt irgendwie gar nicht angesprochen, Sandra, warum nicht? Da müssen wir noch drüber reden. Oder ja, irgendwie eine Botschaft für die Hörerinnen.
SPEAKER_00Also eine Botschaft hätte ich, habe ich zwar vorhin schon genannt, aber.
SPEAKER_01Nochmal, nochmal ist wichtig.
SPEAKER_00Also diese Galgomärsche,
Kontakt Und Vernetzung
SPEAKER_00die deutschlandweit stattfinden, die sind wahnsinnig wichtig, um eben auf das Leid dieser Tiere aufmerksam zu machen. Wenn man da hingeht, es ist so schön, so viele Hunde zu sehen. Man kann, egal mit welchem Hund dahin. Wir haben jedes Jahr so viele verschiedene Hunderassen dort vor Ort. Aber es ist auch immer wieder sehr schön zu sehen, dass nach den Märschen Leute, die eben keine Hunde hatten, im nächsten Jahr kommen und sagen, guck mal, ich habe jetzt diesen Hund adoptiert, weil eben bei den Märschen auch Organisationen mitlaufen, die Hunde zur Vermittlung zeigen. Das ist auch vielleicht ganz wichtig zu wissen. Denn auch da kann man sich wahnsinnig viele Informationen über diese Hunde einholen und halt eben noch was lernen, was da in Spanien alles passiert.
SPEAKER_01Das und selbst quasi, wie du sagst, man kann ja auch mit einem Nicht-Galgo hingehen, kann aber ja dann über Instastorys oder Reels
Greyhounds In Spanien: Neue Tendenzen
SPEAKER_01für Sichtbarkeit sorgen, indem man das teilt, dass man da war. Ja. Okay, ich glaube, ich würde das damit rund machen, weil, ja, das ist ja. Ich glaube, wir haben die Botschaft jetzt wirklich ganz oft gesagt und ich hoffe, sie ist angekommen. Ja, bitte.
unknownSo.
SPEAKER_01Und wird es damit auch stehen lassen. Und jeder, der mehr Infos möchte, der Bilder möchte, der Videos möchte, kann sich ja auf deinem Account und sicherlich auch auf Accounts, mit denen du noch kooperierst, mit der Fundation Benjamin Mahnert und so weiter, also kann sich da ja Infos holen und Input und Eindrücke und dich ja auch anschreiben, wenn irgendwie was ist und Fragen noch sind zu den Galgos oder auch Greyhounds, wobei wir uns heute natürlich auf die Galgos gestürzt haben. Die Greyhounds sind wahrscheinlich nochmal ein ganz anderes Thema, wäre da eine andere Podcast-Folge.
SPEAKER_00Das Problem ist, vielleicht kann man das noch kurz erwähnen. Die Greyhounds werden tatsächlich immer häufiger jetzt auch in Spanien eingesetzt. Die Spanien jetzt auch schon gemerkt haben, dass die Greys einfach ein bisschen robuster sind und größer und muskulöser. Und somit werden jetzt eben ganz viele Greys aus Irland und England importiert und mit Galgos gekreuzt, um noch bessere, effizientere, leistungsfähigere Windhunde zu erschaffen. Ich muss sagen, ich war 2023 auch bei der Fundation Benjamin Mainert. Und dort gab es einen Greyhound. Das war damals wahnsinnig ungewöhnlich und jeder hat sich gefragt, hoch, wie ist da dieser Greyhound hingekommen? Wir haben letzte Woche die Greyhounds vor Ort gezählt und es waren 54. Also es ist schon eine starke Tendenz zum Greyhound und das ist wahnsinnig traurig, denn letztendlich geht das Leid weiter und wandert einfach zu einer anderen Rasse.
SPEAKER_01Wir müssten den Spanier mal noch begreiflich machen, dass Muskeln auch immer irgendwie Futter brauchen. Also es nützt ja nichts, eine Rasse einzukreuzen, die viele Muskeln hat, wenn man den Muskeln kein Futter gibt.
SPEAKER_00Ja, es ist ohne Sinn und Verstand und offensichtlich wird dann nicht besonders gut nachgedacht, aber ja, sie tun es trotzdem.
SPEAKER_01Bringt, ja, bringt uns wieder zurück zur Sichtbarkeit, denn ich glaube, je sichtbarer
Abschlussgruß Und Kontaktinfos
SPEAKER_01das wird und je mehr Leute halt auch aus nicht-spanischen Ländern protestieren und sagen, hier finden wir jetzt nicht so geil, vielleicht fahren wir dann, keine Ahnung, nach Portugal in Urlaub oder so. Ich weiß nicht, wo das nicht so ist. Müsste man dann bitte auch noch recherchieren.
SPEAKER_00Hier leicht Urlaub der Welt. Ich meine, wir in Deutschland sind ja auch nicht besser mit unseren Nutztieren.
SPEAKER_01Nee, das stimmt. Halt darauf aufmerksam machen. Was tun, helfen, unterstützen. Okay. Dann vielen, vielen Dank für deine Zeit, dass es heute geklappt hat. Hat mich sehr gefreut. Ich wünsche euch allen eine ganz wunderbare Zeit, wo auch immer ihr gerade seid, wann auch immer ihr gerade seid, ob jetzt morgens im Auto oder vielleicht abends auf dem Sofa. Wer weiß, wer weiß. Und ja, macht es alle ganz gut. Tschüss. So, willkommen zurück aus der Folge. Und hier noch der kleine Hinweis. Ihr erreicht mich am besten über Instagram oder auch per E-Mail. Die E-Mail-Adresse findet ihr auf Steady. Und ja, die Kommentare bei Spotify oder auf den anderen Plattformen, die sehe ich leider manchmal erst Wochen später. Die werden mir nicht irgendwie angezeigt. Es gibt da keine Benachrichtigung. Ich müsste auf jede Folge eins hingehen. Blablab. Also erreichen tut ihr mich. Ihr könnt mich erreichen auf Instagram oder per Mail. Und ich freue mich natürlich immer über jede, jede Rückmeldung. Und ja, hoffe, euch hat die Folge gefallen. Habt eine gute Zeit und bis bald.
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