Paws & Personality

Zu Gast im Revier - Julia "Jolle" Arnoldi über Blutspenden bei Hund und Katze

Sandra Oliver, Julia Jolle Arnoldi Season 2 Episode 121

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Blut wird in der Tiermedizin oft dann gebraucht, wenn ohnehin schon alles auf Messers Schneide steht und genau deshalb lohnt es sich, das Thema einmal anzugehen. Zusammen mit Julia „Jolle“ Arnoldi, die eine Blutbank in einer Kleintierklinik in Freiburg mit aufgebaut hat, nehmen wir dich mit hinter die Kulissen: Was hat sich rechtlich verändert, welche Geräte braucht eine Tierklinik und warum ist die Kühlkette bei einer Hundeblutspende oder Katzenblutspende so streng getaktet? Wir sprechen auch darüber, warum Blutprodukte in Deutschland nicht einfach gehandelt werden dürfen und weshalb Patientinnen und Patienten dafür in der jeweiligen Klinik sein müssen. 

Dann wird es praktisch: Welche Spenderkriterien gelten wirklich, welche Bluttests sind sinnvoll, und warum sind Screening-Profile auf Reisekrankheiten und Blutparasiten so wichtig? Wir erklären den Ablauf eines Blutspendetags Schritt für Schritt, inklusive Sedierung, Monitoring und warum viele Tiere nicht wach stillhalten können. Ausserdem sprechen wir über Blutgruppen, denn wenn du die Blutgruppe deines Tieres kennst, kann das im Notfall wertvolle Zeit sparen. 

Zum Schluss reden wir über Geld: Eine Bluttransfusion kostet schnell 450 bis 500 Euro, weil Material, Labor, Personal und Verarbeitung teuer sind. Daraus ergibt sich logisch das grosse Thema Tierkrankenversicherung und was du beim Tarif wirklich prüfen solltest, damit es im Ernstfall nicht zu bösen Überraschungen kommt. Und weil viele Transfusionen durch Zeckenkrankheiten wie Babesiose mit ausgelöst werden, landet das Gespräch dort, wo gute Medizin oft beginnt: wirksame Zeckenprophylaxe und kluge Vorsorge.

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„paws & personality®" ist ein Podcast von Sandra Oliver.

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Fotografie: Christiane Münchhausen | ...

Welcome And Guest Introduction

SPEAKER_01

Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Post and Personality. Heute habe ich Julia Arnoldi zu Gast und Julia ist hier, weil ihr euch ganz, ganz, ganz dringend schon seit einiges zum Blutspenden gewünscht habt. Und Dr. Debbie hat eine Julia empfohlen, die am liebsten Jolle genannt wird, also Jolle, weil Jolle eine Blutbank in der Kleintierklinik Frank in Freiburg mit aufgebaut hat, beziehungsweise alleine angefangen hat aufzubauen. Aber dazu kann Jolle ja gerne selber auch noch ein paar Worte sagen und sich vorstellen. Herzlich willkommen, schön, dass du da bist.

SPEAKER_00

Vielen Dank, Sandra, für die lieben Worte und auch für die Einladung in deinem Podcast.

SPEAKER_01

Ja. So, zu dem Thema Blutspinnen. Du hast die Blutbank aufgebaut. Wir hatten da gerade im Vorgespräch drüber gesprochen, weil du dir das Kreuzband gerissen hattest. Ja, genau. Und ein bisschen ein anderes Aufgabenfeld brauchtest, weil dir die Decke auf den Kopf gefallen ist. Erzähl

Building A Veterinary Blood Bank

SPEAKER_01

mal, vielleicht fangen wir einfach damit an, wie baut man so eine Blutbank auf?

SPEAKER_00

Es ist so, dass wir früher, wir Tierärztinnen durften früher keine Blutbank selber in einer Klinik oder in der Praxis haben. Da waren die rechtlichen Vorgaben leider doch ein bisschen hinderlich, sodass früher die Blutspenden immer frisch abgelaufen sind. Also man hat abgenommen für das Tier, das eine Blutspende brauchte und hat dann frisch transfundiert. Das macht es aber immer so ein bisschen schwierig, wenn man doch vielleicht auch mal Nachts Blut braucht. Und deswegen haben sich irgendwann mal doch die rechtlichen Vorgaben an den Bedarf in der Teemedizin angepasst. Und wir durften dann, ich glaube, das war Januar 2023, durften wir dann eine eigene Blutbank dann haben. Also in deutschlandweit ist es dann durchgesetzt worden. Und mein Chef, der Matthias Frank aus der Teeklinik in Freiburg, der wollte eine eigene Blutbank dann haben. Und so wie das so ist, es war immer sehr, sehr viel zu tun. Und als ich dann mir das Kreuzband gerissen habe und mir die Decke auf den Kopf gefallen ist, habe ich einfach gefragt, hey, was liegt da für ein Projekt im Schrank, um das ich mich kümmern könnte? Und dann war das eben die Blutbank. Es gibt ganz viele rechtliche Vorgaben. Es gibt für alles Verordnungen und Gesetze und genaue Vorgaben, wie man Blut abzunehmen hat, zu lagern hat, wie sieht es aus, wie sind die passenden Spendertiere. Und da haben wir dann mit dem Regierungspräsidium hier aus Baden-Württemberg ganz eng zusammengearbeitet. Ich habe dann alles ausgearbeitet, das Team zusammengestellt, das Team dann geschult und dann hatten wir Mitte 2023 dann unseren ersten Blutspendetag. Genau. Also es war schon ein ganz schöner Pain, sich durch diese ganzen Gesetzestexte und so durchzuarbeiten. Aber eben, weil der Bedarf so groß ist, hatten wir tolle Unterstützung eben von den Behörden und dann konnten wir dann irgendwann die Abnahme machen und dann unseren ersten Blutspendetag machen und dann die Blutbank eben in Betrieb nehmen.

SPEAKER_01

Na krass. Und gibt es inzwischen mehrere Blutbänke, Banke, Banken?

SPEAKER_00

In Deutschland. Es gibt bestimmt mehr als eine Blutbank in Deutschland. Nee, auf jeden Fall. Also fast jede Uniklinik hat eine, also teermedizinische Uniklinik. Und die größeren Einheiten, Tierklinik Hofheim, Posthausen, also eigentlich hat fast jede größere Einheit eine Blutbank. Genau. Die Geräte sind sehr teuer, deswegen lohnt es sich eigentlich nur mit dem entsprechenden Patientenaufkommen, auch eine Blutbank bei sich im Haus zu haben. Aber die größeren Einheiten haben auf jeden Fall alle eine Blutbank, ja.

SPEAKER_01

Okay, aber das erklärt schon auch so ein bisschen eine Frage von mir, die ich hatte, weil ich nämlich mal mit drei Hunden aus unserer Mehrhundehaltungsgruppe zum Blutspenden war, quasi wegen eines akuten Notfalls von einer Kundin mit einer Hündin. Und alle drei hätten quasi spenden können. Einer wurde dann genommen und dann habe ich gemeint, na, ich bin doch aber einmal hier, wollen sie nicht noch mehr Blut abnehmen? Und das ging da halt nicht, weil die gesagt haben, nee, sie können es nicht lagern und so. Aber das erklärt natürlich, warum, weil die hatten dann offensichtlich keine Blutbank.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Und somit, ja, schade.

SPEAKER_00

Genau, also ganz viele haben auch die passenden Blutbeutel nicht dafür. Also du brauchst ja spezielle Blutbeutel und Abnahmesysteme und auch, um das haltbar zu machen, das Blut. Und wenn du einen akuten Notfall hast mit einer Frischspende, dann nimmst du es ab. Du hast dann auch dieses Antigerinnungsmedikament da mit drin, aber die Haltbarkeit ist da deutlich geringer. Und deswegen dann noch zwei weitere Hunde abnehmen zu lassen, während man doch eigentlich nur von einem das Blut braucht, ist dann am Ende für deine Hunde, die dann Blut spenden, doch zu viel Belastung und auch unnötig, weil am Ende spätestens nach 32 bis 36 Tagen muss man dann das Blut verwerfen. Und dann wäre ein bisschen die Arbeit schade und auch das Blut, das gespendet wurde, das dann verworfen werden muss.

SPEAKER_01

Aber das ist ja doch noch ein längerer Zeitraum, als ich dachte. Also, wenn das 32 Tage hält bis 36 Tage, das ist ja länger als gedacht, sind dann die Notfälle, wo Blutspenden gebraucht werden, doch gar nicht so häufig. Weil gefühlt ist es irgendwie oft, aber ja.

SPEAKER_00

Also bei uns in der Klinik haben wir sehr viel Blut immer gebraucht. Die Blutspendetage, die wir durchgeführt haben, da waren schon immer so sieben bis acht Hunde da und fünf bis sieben Katzen. Und das Blut, das kann man, also wir haben es immer genau vier Wochen bei uns gelagert. Oft gab es dann Jahreszeiten, wo wir auch gedacht haben, also hier ist irgendwie gerade der, irgendwie ist hier gerade der Wurm drin. Wir brauchen gerade unfassbar viel Blut, sodass man schon nach zwei Wochen gesagt hat, okay, wir müssen nochmal acht oder neun Hunde einladen, dass wir mehr da haben. Es kommt immer auch ein bisschen auf die Art der Erkrankung an.

When Pets Need Transfusions

SPEAKER_00

Also selbst, also es sind ja nicht immer nur lebensbedrohlich akute Notfälle mit hohen Blutverlusten, sondern das sind auch Erkrankungen, Infektionskrankheiten, diese ganzen Zeckenerkrankungen, die über die Zecken, diese Blutparasiten, die über Zecken übertragen werden. Auch da gibt es manchmal sehr schwere Verläufe, wo dann Bluttransfusionen notwendig werden. Und die treten dann mal häufiger auf, im Frühjahr zum Beispiel, wenn die Leute noch nicht so ganz auf dem Schirm haben, dass man denn die Hunde wieder mit einer Zeckenprophylaxe versorgen sollte und dann vermehrbar Besiose oder Anaplasmose auftritt mit schweren Verläufen, die eine Bluttransfusion brauchen. Und ja, also der Bedarf, vielleicht auch im Sommer, wenn viele Autounfälle passieren, das kommt da auch mehr vor, wo dann hohe Blutverluste sind. Oder Tiere, die rupturierte Milztumore haben, die dann sehr stark in den Bauchbluten und dann zur Überbrückung Blut brauchen. Das ist schon bei uns häufiger vorgekommen und deswegen hatten wir immer so viele Tiere da, aber in kleineren Einheiten oder auch in Praxen oder so, da braucht man dann vielleicht auch nur einen Hut mal oder so und schickt ansonsten weiter, genau.

SPEAKER_01

Das heißt, du hast ja gemeint, ihr könnt das Blut länger lagern als die Kliniken oder Praxen, die quasi nicht das entsprechende Equipment haben. Wie schnell geht denn so ein Blutbeutel kaputt, wenn er nicht entsprechend ordentlich ausgerüstet gelagert wird? Ja.

Storage Rules And Blood Products

SPEAKER_00

Also wichtig ist vor allem die Kühlung, also erstmal die Kühlung quasi von der Abnahme bis es in diesen Kühlschrank gehört. Die Temperatur, die muss jeden Tag kontrolliert werden. Also, das sind so ganz, ganz enge Referenzbereiche, wo wir uns da bewegen. Und diese ganze von der Abnahme bis zur Kühlung, das darf höchstens 15 Minuten dauern. Ansonsten steigert halt die Gefahr, dass das Blut dann vielleicht nach ein paar Wochen schon nicht mehr in Ordnung ist, nach zwei Wochen oder so. Und wir haben ja nicht nur Frisch, also Vollblutspenden abgenommen, sondern wir haben auch das Blut zentrifugiert, dann quasi das Blut Plasma abgelassen in einen anderen Blutbeutel, in einen anderen, also in einen Plasmabeutel, und haben das dann frisch eingefroren. Das nennt man Fresh Frozen Plasma. Das ist für, also ne, Blutplasmaspenden brauchen wir Menschen ja auch, zum Beispiel bei Gerinnungsstörungen, bei Lebererkrankungen, bei Tieren, zum Beispiel bei Welpen, die Parvovirose haben, da macht es Sinn, dass man den Tieren Blutplasma verabreicht für eine bessere Therapie, für einen Therapieerfolg. Und da muss das Blut aufgetrennt werden und dann sofort eingefroren werden. Und ganz viele haben diese Zentrifuge nicht, weil die sehr, sehr teuer sind, die kosten mehrere zehntausend Euro. Und wenn man das alles nicht vorliegen hat, dann verstehe ich schon, dass man sagt, okay, wir nehmen nur Vollblut ab für akut erkrankte Tiere oder blutende Tiere, damit man eben dieses ganze Equipment drumherum nicht anschaffen muss. Und die Haltbarkeit gerade von diesem Plasma ist dann aber über mehrere Jahre, also über zwei Jahre Minimum. Und deswegen haben wir eigentlich sehr gerne das Blut aufgetrennt in Plasma und man nennt das dann Erytrozytenkonzentrat. Die Erytrozyten sind die roten Blutkörperchen. Und dann hat man quasi ein ganz hohes Konzentrat an vielen roten Blutkörperchen, die bei zum Beispiel Tieren, die sehr stark geblutet haben, nicht so sinnvoll ist. Da muss man das Blut quasi wieder aufschwemmen mit Natriumchlorid, also mit Kochsalzlösung. Aber bei anderen Erkrankungen, wo die Tiere quasi kein großes Blutvolumen brauchen, sondern nur die roten Blutkörperchen, bei einer Blutarmut zum Beispiel, also bei einer Anämie, die auch bei Babesiose zum Beispiel vorkommen kann, dann ist das Eretrozytenkonzentrat wieder sehr sinnvoll. Und diese ganzen Sachen, die sind fehleranfällig, eben weil bei jedem Schritt, der da passiert durch einen Menschen, können Fehler passieren. Und deswegen ist es so wichtig, dass man da die Qualität und die Qualitätskontrolle sehr, sehr ernst nimmt und damit da eben nichts passiert. Und was zum Beispiel auch immer ganz, ganz wichtig ist, dass nur gesunde Hunde spenden sollten. Also wir haben immer einen sehr großen Aufriss gemacht bei uns, weil wir eine Blutbank aufgebaut haben mit einer Blutspenderkartei, wo auch die Hunde öfter mal gekommen sind zu den Blutspendetagen. Aber diese Hunde wurden alle vorher mit einem Anämie- und mit einem Reiseprofil getestet auf Fleischmaniose, auf Babesiose, also auf diese ganzen Blutparasiten auch, damit eben, wie bei uns Menschen auch, nur gesundes Blut transfundiert wird. Und nicht wir ein Problem von dem einen Hund, der vielleicht noch kein Symptom zeigt, in den kranken Hund reintransfundieren. Wenn wir eine akute, lebensbedrohliche Situation haben, war bei uns immer, okay, hopp oder top, wir müssen jetzt hier das Blut nehmen, dann müssen wir darauf vertrauen, dass der Hund, der zum Spenden kommt, der natürlich vorher untersucht wird, aber wir können keine Infektionskrankheiten akut testen, dass der halt mit einer ordentlichen Zeckenprophylaxe und auch regelmäßigen Impfungen halt versorgt ist. Und im besten Falle nicht aus dem Ausland kommt, weil dann steigt er. Also wenn er aus dem südlichen Ausland kommt, kann der schon mal eher Erkrankungen haben, die übertragen werden können. Und da haben wir sehr stark drauf geachtet. Und natürlich sind diese ganzen Blutspendeprofile, die sind sehr teuer. Die kosten 220 Euro und das haben wir als Klinik immer in Vorkasse natürlich geleistet. Die Blutspender, die haben, also die Besitzer der Blutspender, haben nie irgendwas bezahlt für die Blutspende. Die haben ein Protokoll, also die Blutuntersuchung geschenkt bekommen von uns, haben noch so einen Futtersack und auch mal eine Entwurmung oder mal eine Zeckenprophylaxe bekommen, noch so ein kleines Kaufspielzeug und so, eine süße Karte. Und wir waren natürlich immer sehr dankbar, weil uns das natürlich ermöglicht hat, eine bessere Medizin anbieten zu können. Da sind wir auf jeden Spender angewiesen. Und daher müssten wir halt auch immer in Vorkasse gehen. Eine kleinere Einheit, eine kleinere Praxis kann das alles gar nicht leisten. Weil natürlich auch nicht jeder, der gesagt hat, er kommt zum Spenden, irgendwann auf zum Spenden gekommen ist, hatte dann aber das ganze Blutspendeprofil schon abgegriffen. Das hat man so ein bisschen ärgerlich. Aber das kann man dann als große Klinik dann abpuffern quasi. Eben weil dann doch viel an Umlauf dann da war. Das ist ja gemein. Ja, voll. Also umgezogen oder keine Ahnung was, ne? Aber ja, vielleicht ist dann auch die, also vor allem, wir haben ja sehr viel Werbung da immer gemacht in der Klinik. Also ich habe auch den Instagram-Kanal gemacht von der Klinik. Und mir war und ist das Thema Blutspende sehr, sehr wichtig. Und ich finde, dass das eine ganz tolle Geschichte ist. Und die Blutspendebereitschaft ist super hoch, ich glaube sogar höher als in der Humanmedizin, einfach weil die Leute natürlich nicht selber Blut spenden müssen, sondern nur ihr Tier. Sie müssen das nicht selber durchmachen und wollen trotzdem natürlich das Gefühl haben, was Gutes zu tun. Das ist natürlich super. Und gerade wenn, du hast ja eben gerade erzählt, das war ein Hund aus deiner Gruppe, der Blut brauchte. Und natürlich rennst du dann los und packst seine drei Hunde ein und versuchst dann, dem das Leben zu retten. Ist ja klar, das würde ich auch machen. Das haben übrigens auch unsere Arbeitskollegen, wenn wir keinen Blutspender akut gefunden haben, sind wir nach Hause gefahren, haben unsere Katzen, unsere Hunde eingepackt und haben die zum Blutspenden gebracht. Also auch wir wollen natürlich, dass unsere Patienten überleben.

Why Blood Can’t Be Sold

SPEAKER_01

Bevor wir gleich mal zu den Voraussetzungen, ein bisschen, was hatten wir ja schon angesprochen, zu den Voraussetzungen gehen, die Hunde erfüllen müssen, um spenden zu können. Nochmal ganz kurz die Frage. Diese Blutbank ist dann aber letztendlich nur in Anführungsstrichen für eure eigene Klinik gewesen. Die hat quasi euren Bedarf gedeckt und es ist nicht so, dass andere Kliniken da Blutspenden kaufen können oder bekommen können.

SPEAKER_00

Nee, das ist auch nicht erlaubt in Deutschland. Also das wäre dann Handeln mit Blutprodukten und Blut ist ein medizinisches Produkt. Also sobald es quasi als Therapiemöglichkeit angewendet wird, ist das ein medizinisches Produkt und wir dürfen damit nicht handeln. Wir hatten natürlich auch Anfragen von verzweifelten Besitzern, die wussten, weil sie über Instagram das alles mitbekommen haben, dass wir eine Blutbank haben, die dann angerufen haben. Aber das Tier muss bei uns in der Klinik sein, um dort die Blutspende zu erhalten. Alles andere ist Handel und das dürfen nicht. Also taten es dann auch immer sehr leid, aber es gibt einen, in Portugal gibt es eine Firma, die Blut, die Blutbeutel verkauft. Also man kann als Klinik oder Praxis dort Blut kaufen. Ich frage mich halt dann immer, wo kommt das ganze Blut her? Wie wird das gewonnen und warum haben die so viel davon? Wie läuft das ab? Also deswegen war ich da immer so, also ohne zu wissen, wie die näheren Umstände sind, eine ganz große Blutbank, die damit handelt, europaweit okay. Also interessiert mich, wie das abläuft. Würde ich gerne mal sehen.

SPEAKER_01

Vielleicht finden wir das irgendwann mal raus, wenn wir unseren Investigativjournalismus auspacken.

unknown

Genau.

SPEAKER_01

Aber nicht heute. Dann, ja, vielleicht mal zu den Voraussetzungen.

Donor Requirements And Screening

SPEAKER_01

Die Hunde, also wenn du magst, kannst du natürlich auch über Katzen sprechen, weil ich glaube, ganz viele, die Hunde haben, haben oft auch Katzen. Aber hauptsächlich ist es halt ein Hunde-Podcast, deswegen sage ich immer Hund. Ja, die Hunde erfüllen müssen, um Blutspenden zu dürfen. Ja. Ja.

SPEAKER_00

Also sie sollten in allererster Linie gesund sein, natürlich. Keine chronischen Erkrankungen, bis auf so Allergien oder so, das ist in Ordnung. Aber keine Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen, natürlich nicht. Wenn regelmäßig Medikamente gegeben werden müssen, außer Zeckenprophylaxe und Entwurmung und sowas, dann sind die Tiere ausgeschlossen. Wir wollen keinen Gefährden, der Gutes tut. Deswegen sind diese Tiere leider ausgeschlossen. Alle Tiere ab dem ersten Lebensjahr bis zum 10. Lebensjahr haben wir genommen. Also auch bei den Katzen, Hunde über 20 Kilo. Das liegt einzig und allein daran, dass wir pro Kilogramm Körpergewicht 10 bis 15 Milliliter Blut entnehmen. Und wenn du einen 15 Kilo oder 10 Kilo Hund hast, dann ist die Blutmenge, die man da rausbekommt, einfach zu wenig. Also, wenn man dann 100 Milliliter Blut hat für einen Neufundländer, der das bekommen soll, dann kannst du da 60 Tiere antanzen lassen, bis du genügend Blut für diesen Hund hast. Deswegen, das war rein praktikabel, dass wir große Hunde bevorzugt haben, alles über 30 Kilo mit Handkuss genommen. Wir hatten auch schon den 45 Kilo Berner Sende und Neufundländer und Leonberger. Die haben wir schön leer gemacht. Also im Sinne des Tieres natürlich. Aber das freut uns natürlich, weil wir dann einfach auch so viel Blut haben für vielleicht dann sogar zwei Patienten, dass wir es aufteilen konnten. Und das ist natürlich dann toll. Genau, die Tiere sollten selber nie eine Bluttransfusion erhalten haben. Okay. Liegt daran, dass das hat ein bisschen was auch mit den Antikörpern, die gebildet werden, zu tun. Es ist natürlich, selbst wenn wir auf die Blutgruppen achten, ist das immer ein Fremdstoff auch, der potenziell dazu führen kann, dass die Tiere eine Immunreaktion bekommen, Antikörper bilden. Und wenn das dann quasi auf, also wenn dann dieses Tier Blut selber Blut spendet, dann kann das zu Problemen führen für den Spender, für den Empfänger dann später. Genau. Und die Tiere dürfen nicht tragend sein, die dürfen nicht laktieren, also keine Milch geben und die sollten das noch regelmäßig geimpft sein. Wir haben auch Auslandstiere genommen, davon gibt es ja mittlerweile eigentlich fast nur noch in Deutschland, wenn so alle importiert, genau. Wenn die vorher getestet worden sind. Also die sollten dann schon das Blutspendeprofil erfüllt haben. Genau. Die Tiere bekommen am Tag der Blutspende selbst Blut abgenommen, rotes Blutbild und die Nierenwerte und die Elektrolyte. Und bei den Katzen, wenn die Freigänger sind, haben wir dann immer noch die Leukose und Katzen Aids getestet mit so einem Schnelltest. Weil wir eben uns selber, deswegen haben wir sowohl Auslandstiere als auch Freigängerkatzen genommen, weil wir selber uns den Pool an potenziellen Spendern nicht so klein halten wollten. Früher wurde immer gesagt, bloß keine Freigänger und bloß keine Auslandshunde. Ja, aber dann bist du irgendwann mal am Ende der Fahnenstange angekommen. Und wenn wir das aber gut testen, vorher das Blut, dann gibt es da keine Probleme. Dann können wir auch die Freigänger nehmen und dann können wir auch die Ausland zu nehmen.

SPEAKER_01

Genau. Auch gerade so dieses mit den südlichen Ländern und so weiter. Es ist ja auch teilweise, ich meine, die Leute fahren ja auch in Urlaub. Und dann halt ist natürlich schon die Frage, wann war das und was wurde danach alles getestet und so weiter. Aber bei uns war es halt auch so, dass ich glaube, einer der drei war, keine Ahnung, 2019 oder so in Kroatien und 2025, nee, 2024 wurde die Spende gebraucht, ne? Also es war halt sehr, sehr viel Zeit dazwischen und den dann da auszuschließen, wäre halt wirklich auch schade gewesen, ne?

SPEAKER_00

Ja, total. Ja, das stimmt. Genau, das sind so die Kriterien, die, wo wir auch immer sehr streng waren, dass das auch eingehalten wird. Und das war aber dann auch für die Leute nie ein Problem. Also klar, die waren natürlich auch happy, die haben dann einmal im Jahr, wenn die einmal im Jahr gekommen sind, Hunde dürfen zweimal im Jahr spenden, manche sogar dreimal im Jahr, Katzen haben wirklich nur zweimal im Jahr geschlossen. Und dann haben die natürlich dann jedes Mal schön Blutwerte bekommen. Und wenn da irgendwas auffällig war, also das ist auch wirklich der Fall, dass wir natürlich auch Spendertiere haben, die dann auffällig im Blut sind. Die werden dann ausgeschlossen und dann wird dem erstmal nachgegangen. Da sind natürlich dann auch die Leute total happy, weil die Katze hat, keine Ahnung, noch nie irgendwas gezeigt, hat aber ganz hohe Lymphozytenzahl. Ja, okay, dann gucken wir jetzt mal. Danach hat sich herausgestellt, dass die Katze ein Lymphom hat. Also einen bösartigen Tumor der Lymphzellen. Und das hätten wir ohne diese Untersuchung bei der Blutspende, hätten wir das nie rausgefunden, weil die Katze völlig symptomfrei war. Genau. Also schon schön, wenn man auch regelmäßig dann das Blut dann untersucht bekommt.

SPEAKER_01

Und warum, bevor wir weiterspringen, warum dürfen die nur in Anführungsstrichen zweimal im Jahr spenden? Ich glaube, wir Menschen dürfen ja theoretisch, keine Ahnung, oder vier, acht Wochen, oh Gott, ich darf nicht Blut spenden, deswegen weiß ich es nicht. Ich habe die Worte rausgeworfen, weil ich so komische Wehen habe, dass die meinen, nee, das macht keinen Spaß.

SPEAKER_00

Wie gemein.

SPEAKER_01

Deswegen ist es bei mir schon so lange her, dass ich nicht mehr weiß, wie der Abstand war.

SPEAKER_00

Also wir waren auch, also Hunde hätten wir auch so alle drei, vier Monate genommen. Es geht so ein bisschen darum, dass sie natürlich immer eine Zeit lang brauchen, um das Blut zu regenerieren. Wir haben fast alle Hunde sediert, fast alle, außer die, die wirklich kreuzbrav da lagen. Fast alle Hunde sediert und da ist natürlich schöner, wenn man die Tiere nicht so oft sedieren muss. Also das ist natürlich keine tiefe Narkose, aber trotzdem schlafen die Hunde 10, 15 Minuten, wir nehmen das Blut ab, die haben danach auch immer eine Infusion bekommen, dass das Volumen quasi wieder drin war und danach auch direkt Futter bekommen und so. Aber natürlich ist das trotzdem mit Stress verbunden und mit einem Eingriff. Und die müssen das Blut dann auch wieder regenerieren. Wir waren einfach der Meinung, je mehr in der Blutspendekartei drin sind, desto mehr wird das quasi auf alle Schultern verteilt und desto weniger ist das für das Einzeltier. Wir haben auch Spender, die sind regelmäßig einfach immer zweimal im Jahr gekommen. Und das war immer eigentlich ein ganz schöner Tonus so. Also einfach auch für die Tiere, die spenden, dann ganz nett, genau. Obwohl es dann auch öfter geht.

SPEAKER_01

Aber Katzen wirklich nur zweimal im Jahr. Okay, dann hast du schon auch da wieder, du beantwortest immer so Fragen so nebenbei, die ich so im Kopf habe, die werden ja dir so nebenbei mitbeantwortet. Genau, so dieses, wie läuft so eine Blutspende ab.

What A Donation Day Looks Like

SPEAKER_01

Ja, da hast du ja schon beantwortet, beziehungsweise gesagt, dass sie bei euch sediert wurden. Und ist es wirklich so selten, dass die Hunde tatsächlich einfach still liegen können? Oder ja, ja.

SPEAKER_00

Ja, eigentlich schon. Also wir haben, also es läuft so ab, die Tiere kommen rein, die bekommen eine allgemeine Untersuchung erstmal und danach einen Venkatheter gelegt. Über den Venkatheter entnehmen wir schon mal einen Tropfen Blut, das geht direkt ins Labor, wird untersucht. Die Tiere warten dann nochmal ganz kurz draußen und wenn das Blut in Ordnung ist, dann gibt es das Go. Und dann haben wir die immer so ein bisschen müde gemacht, mit so einer kleinen Mischspritze, immer ganz nett. Da wurden die ein bisschen müde, ein kleines bisschen propofol. Und dann sind die mit zu uns in die OP-Vorbereitung gekommen. In der OP-Vorbereitung lagen die deswegen, weil wir die immer ganz gerne an die Sauerstoffmaske machen. Das ist einfach für den Kreislauf besser, den Tieren geht es insgesamt besser. Und wir haben da auch die Geräte, wo wir die anschließen, die kriegen Blutdruck überwacht und auch einen sogenannten Pulsoximeter an die Zunge. Damit können wir die Sauerstoffsättigung gut messen. Und dort haben wir auch alles, wenn irgendwie doch mal was passieren sollte oder sowas, dass wir dann reagieren können. Da ist nie was passiert, aber wir sind immer gerne vorbereitet. Und dann ist das so, dann wird an der Halsseite, da wo die Vena jugularis langläuft, das ist das größte Gefäß, das man von außen punktieren kann. Da wird dann so ein kleines Feld rasiert am Hals und das wird dann steril gemacht, alles gewaschen, alles wird auch mit sterilen Handschuhen nach und angefasst. Wir haben sterile Nadeln, die dort in den Hals reingeht. Und dann wird diese entsprechende Menge, die wir vorher dann pro Kilogramm Körpergewicht ausrechnen, wird dann entnommen. Und nach der Blutspende bekommen die Tiere dann eine Infusion, dass einfach das Blutvolumen wieder aufgeladen wird. Und wenn wir das Ganze ohne Sedation machen würden, also ich kenne persönlich nur einen Hund, der ist von einer Arbeitskollegin, der so still liegen bleibt, dass das wirklich alles geht. Da sind drei fremde Leute um einen herum. Da muss man rasieren, da muss man was waschen, da muss man punktieren. Man trifft nicht immer sofort, da muss man vielleicht nochmal punktieren. Und das Ganze, das machen eigentlich die wenigsten mit. Und wir hatten zum Beispiel auch mal eine Polizistin da mit ihrem sehr griffigen Malinoir, den will auch keiner wach da liegen haben. Sie wollte aber trotzdem, dass die ganze Hundestaffelspenden kommt und ein paar von denen waren auch da. Und da ist es einfach auch für unsere Sicherheit dann besser. Das versteht sich. Und ich muss auch sagen, es geht auch schneller. Also wenn da keiner zappelt oder irgendwie, dann muss man noch irgendwie den Kopf runterdrücken oder so. Das ist auch nicht so schön für die Tiere. Und so eine Sedation geht schnell. Und wie gesagt, ich kenne nur einen, der das Wach hat mit sich machen lassen. Und ich kenne einfach keine einzige Katze, die das Wach mit sich machen lässt. Okay, ja, bei Katzen kann ich mir das sehr gut vorstellen. Ja, also das funktioniert gar nicht. Und einfach, damit die Zeit auch so kurz wie möglich ist, weil wir diese 15 Minuten da irgendwie einhalten müssen, bis das Blut in die Kühlung muss, zitieren wir die kurz und dann sind die da in fünf Minuten auch wieder.

SPEAKER_01

Genau. Okay. Ja, bei uns war das ein bisschen anders. Aber das war auch ja, wie gesagt, Notfallakut. Und die hatten sich dann halt für einen der Hunde entschieden. Für den Hennis, das ist unser großer weißer Hound, also so ein europäischer Schlittenhund, ne, so ein Zukund. Mit 34 Kilo. Und den haben wir tatsächlich wachgelassen. Und ich habe dem halt die ganze Zeit dann leckerlis reingegangen. Also er lag dann da, sollte liegen bleiben und ich habe einen Keks nach dem anderen vorne in die Schieß. Und die haben mich teilweise auch echt mit ihm dann alleine im Zimmer gehen. War halt nachts und sie hat wahrscheinlich nicht so viel Personal. Und wie immer geguckt, okay, Blut läuft noch. Leckerli, lecker li, lecker lie.

SPEAKER_00

Und wie wurde das dann abgenommen? Am Hals oder an Bein?

SPEAKER_01

Ich kann mich leider gerade nicht mehr erinnern, ob vorne oder hinten, aber es war am Bein. Also ich weiß, es war nicht dabei.

SPEAKER_00

Aber das dauert halt dann auch lange, ne?

SPEAKER_01

Es hat ein bisschen gedauert, ja.

SPEAKER_00

Ja, ja. Da kommt halt dann nicht so viel raus. Man kann halt auch nicht dann ziehen. Und am Hals, das ist halt in fünf Minuten dann raus. Dann hast du da 450, 500 Milliliter und dann schnell erledigt. Aber ja, also.

SPEAKER_01

Ja, ich glaube, da waren es auch 350 Milliliter, die sie ihm abgezapft haben, weil er halt entsprechend groß war. Ich weiß auch nicht, ob es mit den anderen beiden, die ich dabei hatte, ob das so geklappt hätte tatsächlich oder ob die nicht auch hätten sediert werden müssen, weil die so ein bisschen zappeliger sind.

SPEAKER_00

Es hilft sehr, wenn sie verfressen sind und dann stillhalten.

SPEAKER_01

Ja, Hennes ist so unser gelassener Typ. Dann war das ganz praktisch. Aber ja, es war halt natürlich keine richtige Blutspende im Sinne für so eine Blutspendebank, wo ihr ja dann auch das in die Kühlung packen müsst. Die haben es ja wahrscheinlich direkt transferiert. Transfundiert. Transfundiert, danke. Die haben es direkt transfundiert in diejenigen, die es gebraucht hat. Von daher ja. Hat die es geschafft? Leider nicht. Aber es lag jetzt nicht daran. Also ihr ging es nach der Spende ein bisschen besser. Sie wissen es tatsächlich nicht so richtig. Ob es jetzt eine Vergiftung war oder irgendeine akute, autoimmune, was auch immer. Also ganz, ganz krasse Anemie und noch andere Beschwerden. Ja. Okay, klar. War ein bisschen blöd. Ja, genau.

Blood Types In Dogs And Cats

SPEAKER_01

So, Blutgruppen. Weil das habe ich jetzt, nachdem ich, glaube ich, dreimal inzwischen mit meinen Hunden angefragt wurde, habe ich mir endlich zumindest gemerkt, dass sie positiv sind. Ich habe aber ehrlich gesagt, und jetzt können wir da gerne endlich mal drüber reden, keine Ahnung, hä, was? Positiv, negativ, was gibt es für Blutgruppen? Was haben Hunde so? Was bedeutet das? Wie ist das? Ist das vergleichbar mit dem Menschen? Ist es komplett anders? Erzähl mal. Das ist anders.

SPEAKER_00

Also Hunde haben 13 Blutgruppen. Von den 13 Blutgruppen sind zwei relevant. Und zwar gibt es das DEA-Blutgruppensystem, bei uns ist ja A, A, B, B und auch 0, glaube ich, gibt es irgendwie auch noch. Und das ist völlig anders als beim Menschen. Und das DEA-System hat dann noch Zahlen dahinter, 1.1. Und da ist es dann positiv oder negativ. Und das sind die beiden Blutgruppen, die relevant sind und die auch im besten Falle übereinstimmen sollten. Es gibt Ausnahmen, wie immer und überall. Und zwar ist bei der ersten Blutspende, wenn die Tiere negativ sind, ist es eigentlich fast egal. Also der negative Spender kann auch dem positiven Empfänger das Blut geben. Aber dann werden Antikörper gebildet und wenn der positive Empfänger nochmal Blut bräuchte, könnte es sein, dass er dann auch auf das positive Blut reagiert. Deswegen, wir haben immer ganz streng darauf geachtet, dass die Blutgruppen passen, also entweder positiv oder negativ. Genau, diese beiden Blutgruppen sind da spannend. Und ich bin auch sehr, sehr, sehr stark dafür, dass jeder Hundebesitzer die Blutgruppe seines Tieres kennen sollte. Das ist kein Hexenwerk, das herauszufinden, weil man muss nur, wenn man irgendwann mal Blut abgenommen haben möchte, oder wenn man beim Impfen ist oder so, kann man ja sagen, nehmen Sie doch mal ein bisschen Tropfen Blut ab. Und es gibt sogenannte Schnelltests dafür. Da kann man einfach die Blutgruppenbestimmung ganz schnell im Haus machen. Das hat natürlich auch nicht jeder da. Eine kleinere Praxis würde das niemand, wenn die keine Blutgruppenblutspenden durchführen, dann brauchen die auch keine Blutgruppenbestimmung machen. Aber das kann man im Fremdlabor einfach anfordern. Kostet 35 Euro oder so und dann weiß man die Blutgruppe seines Hundes. Und es ist, glaube ich, ganz nett, wenn man das vorher weiß. Also im Falle des Falles, mein Tier braucht eine Blutspende, kann man ganz gezielt auch Anfragen stellen über Facebook, Instagram, hey, ich suche einen Hund mit Blutgruppe positiv, die EAA 1.1 positiv oder negativ. Und wenn dann die Leute das entspenden wollen, können sich dann die melden, die einen positiven und negativen Bild haben. Da habe ich mal versucht, das irgendwie so ein bisschen durchzusetzen. So beim jährlichen Check, so, hey, wollen wir nicht mal die Blutgruppe checken? Ganz viele sagen dann, ach, brauche ich eh nicht oder interessiert mich nicht oder auch ist mir zu teuer oder so. Das kann ja auch sein. Aber es wäre schön, wenn man das vielleicht standardisieren könnte und das vielleicht jeder haben möchte. Genau. Und wir als Klinik hatten ja dann immer die Blutgruppentests da. Also wir konnten das dann auch im Falle des akuten Bedarfs konnten wir das dann sofort testen. Aber wir hatten dann noch teilweise sechs potenzielle Spender da und nur einer hat gepasst. Und diese anderen fünf hätten sich aber den Weg sparen können, wenn sie ihre Blutgruppe vorher schon gewusst hätten oder die Blutgruppe ihrer Gruppe. Na krass.

SPEAKER_01

Und das heißt, diese, ja, jetzt hat es kurz gehangen, aber das heißt, es ist wirklich nur positiv-negativ relevant und alles andere ist einfach so vorhanden und unterschiedlich bei den Hunden, aber für nichts wichtig. Oder gibt es Krankheiten, wo vielleicht doch irgendwie das dann ausnahmsweise?

SPEAKER_00

Nee, das hat wirklich was mit so bestimmten Antigenen, also auf den Erythrozyten mit so Antigenen zu tun. Und das ist aber nicht relevant, weil da eigentlich keiner drauf reagiert.

SPEAKER_01

Genau. Okay, das heißt, die Hunde haben es ein bisschen leichter als wir. Ist nicht ganz so kompliziert. Gibt es denn, also ist positiv oder negativ, ist das ein relativ ausgewogenes Verhältnis oder gibt es irgendwie, keine Ahnung, 80 Prozent der Hunde sind positiv und die anderen negativ und es ist ja unausgewogen und schwieriger, eins von beiden zu finden.

SPEAKER_00

Da habe ich jetzt keine Zahlen zu im Kopf, aber gefühlt sind die meisten positiv. Also bei Negativen haben wir schon immer ein bisschen länger gesucht, aber auch die waren dann schnell da. Aber da kann ich dir gerade keine Zahlen zu sagen. Ich kann dir aber für die Katzen die Zahlen sagen, weil bei der Katze ist es ein bisschen, also zumindest von der Namensnennung, ähnlicher wie bei Menschen. Da gibt es A, B und A, B. Früher, jetzt mittlerweile wird es 0 genannt oder C, aber AB ist noch so im Sprachgebrauch, also alle sagen noch AB. Und 90 Prozent der Katzen haben Blutgruppe A. B ist super selten und haben eher die exotischen, also so Savannahkatzen, Bengalen, so irgendwelche Shorthairs, so Exotic Shorthairs oder so, die haben Blutgruppe B und super selten. Deswegen ist es schon so ein kleiner Pain, wenn man eine Katze mit einer seltenen Blutgruppe hat, da dann auch einen passenden Spender zu finden. Aber, also wir hatten bei uns in der Klinik mal eine Savannah-Katze, die Blutgruppe B hatte und auch Spender gesucht hat. Aber du glaubst gar nicht, wie viele Savanna, Savannah-Freunde-Vereine es gibt und wie viele bereit waren, für diese Katze zu spenden. Und das sind ja so halb wilde, die sind ja so diese, also die sind ja sehr groß und wirklich wild. Und wir mussten eigentlich fast jede sedieren, nur für die Untersuchung. Also das war schon schwierig.

SPEAKER_01

Ein bisschen aufwendig.

SPEAKER_00

Ein bisschen aufwendig, genau. Aber Zahlen kann ich dir bei den Hunden leider nicht sagen. Nee, aber schon ausgewogen, aber eher, würde ich sagen, jetzt rein anekdotische, anekdotisches Gefühl dazu, eher positiv. Also mehr, vielleicht 60 für so, genau. Aber das müsste ich nachschlagen.

SPEAKER_01

Ich denke gerade mal drüber nach. Also für die, die mich so gefragt hatten, war es ja wichtig zu wissen, was für Voraussetzungen muss ich erfüllen, um spenden zu können, wie läuft so eine Spende ab.

How To Help As A Donor

SPEAKER_01

Das haben wir alles besprochen. Gibt es noch irgendwas, wo du sagst, das findest du ganz wichtig, noch zum Thema Blutspenden zu sagen?

SPEAKER_00

Also ganz wichtig wäre mir wirklich, dass die Leute vielleicht doch mehr sensibilisiert sind dafür, sich für die Blutgruppe ihres eigenen Tieres zu interessieren. Und auch selbst wenn es manchmal unbequem ist oder so, die Spenderbereitschaft doch hoch sein zu lassen. Also, wenn man mitbekommt, da wird wirklich Blutspender gesucht. Es geht da wirklich oft um Leben und Tod. So eine Bluttransfusion ist sehr häufig der Game Changer. Nicht immer. Also jetzt bei den Patienten, den du da hattest, also diese immunhemolytischen Anemien sind leider häufig nicht in den Griff zu bekommen oder nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Da rettet aber manchmal die Bluttransfusion zumindest, bis die Therapie angeschlagen ist. Dass man quasi so überbrückt über so zwei, drei Tage, so jetzt hat er nochmal frisches Blut bekommen. Die Anemie, die ist nach wie vor massiv, aber mit der Therapie, bei der immunhemolytischen Anemie, mit Immunsuppression und so, können das genau die Tage sein, die das Tier haben, überleben lassen. Und deswegen plädiere ich da total für. Aber auch in der Humanmedizin geht Blutspenden. Wenn sie euch wollen und eure Venen nicht so schlecht sind, dann geht Blutspenden oder auch mal Plasmaspenden und auch mit den Tieren. Also wenn ihr seht, ihr seid in der Nähe oder so und es ist gerade vielleicht Sonntagnachmittag und schönes Wetter, packt trotzdem das Tier ein und geht schon. Wenn es für das eigene Tier wäre, da wäre man auch froh, wenn da Leute auf der Matte stehen.

SPEAKER_01

Und dann könnt ihr ja mal so googeln, wo in der Nähe die nächste Blutbank vielleicht auch ist. Also wenn es doch mehr Kliniken in Deutschland gibt, die vielleicht hier und da auch eine Blutbank haben.

SPEAKER_00

Die auch Blutspendetage durchführen. Also das kann man ja auch alles planbar machen. Also es muss ja nicht immer so hoppladi hopp, ich muss jetzt an einem Sonntagabend um 23 Uhr in die Klinik und da dann Blut spenden, sondern man kann ja diese geplanten Blutspendetage auch in Anspruch nehmen. Und da kann man sich dann auch immer nach dem Zeitplan der Leute dann.

Costs And Why It’s Pricey

SPEAKER_00

Ich würde gerne noch ganz kurz über die Kosten sprechen, wenn du lust. Sehr gerne. Weil ganz viele natürlich so mit den Ohren schlackern, wenn so eine Bluttransfusion ansteht, also du hast jetzt ein akut verunfalles Tier und wird sehr dazu empfohlen, dass eine Blutspende durchgeführt wird, eine Bluttransfusion durchgeführt wird, dann sind das Kosten, die schon mal so um die 450 bis 500 Euro reinbringen. Das liegt vor allem daran, dass das Blut, was dort transfundiert wird und aus einer Blutbank kommt, das ist getestet, also das ist sauber und das Ganze drumherum ist unfassbar teuer. Von diesen Blutbeuteln, die kosten 45 Euro das Stück. Das ist wirklich nicht zu unterschätzen. Dann diese Zentrifuge, diese Kühlschrank-Gefrierkombination, das Abtrennen von Plasma und dem Erekonzentrat, das wird auch durch eine Maschine gemacht, die kostet auch Geld. Das Personal kostet Geld. Und es ist nicht so wie beim Menschen, dass man sich da einfach hinlegt und so, sondern du brauchst mindestens drei Leute pro Tier, um diese Blutspende durchführen. Und deswegen ist das Ganze so teuer. Und die Kosten müssen natürlich die Besitzer des Empfängers bezahlen. Und für die Blutspenderbesitzer kostet es aber gar nichts. Da gibt es sogar noch immer ganz viele Gimmicks obendrauf und so.

SPEAKER_01

Also das finde ich ganz spannend. Ja, einen Sackfutter hatten wir, glaube ich, damals auch bekommen. Ja, genau. Wobei irgendwie, ich glaube, wenn es so akut ist und gerade wenn man dann auch die Hunde kennt, für die man spendet, dann ist es auch egal letztendlich. Dann gehst du ja nicht wegen dem Sackfutter dahin. Nee, nee, genau. Ja, also Medizin ist halt leider nicht so

Insurance And Financial Planning

SPEAKER_01

günstig. Ich plädiere auch immer wieder dafür, gerade so in den letzten Jahren, schließt eine Versicherung ab.

SPEAKER_00

Absolut, das ist so das. Ja. Ich glaube, wir kommen auch nicht mehr drum rum, weil es ist ja nicht nur die Kosten sind gestiegen, sondern auch der Anspruch der Besitzer an uns. Also es wird vielmehr auch gewollt. Also wir haben nicht umsonst in der T-Klinik Frank eine Blutbank aufgebaut, weil der Bedarf an Blut so hoch war. Die Leute wollen das auch. Also du hast da einen Hund mit einem gerissenen Milztumor und der hat zwei Liter Blut im Bauch und braucht jetzt, um zu überleben, eine Bluttransfusion, dann sagen die, ja, auf jeden Fall. Wir wollen die OP und wir wollen die Transfusion. Die 500 Euro mehr, klar, das ist viel Geld. Mit einer Versicherung wird das alles übernommen, weil das sind notwendige Maßnahmen. Also ich würde das auch jedem empfehlen, eine Versicherung. Und ich höre schon die Leute sagen, ja, aber meiner und dann sind wir rausgeworfen worden und die übernehmen nicht alles. Ja, die übernehmen vor allem nicht dann, wenn man nicht weiß, was man für einen Tarif abgeschlossen hat. Also ich weiß noch, dass Besitzer mal total überzeugt davon waren, dass ihr Hund eine Vollkrankenversicherung hat, haben dann allen zugestimmt, alles unterschrieben und so und waren dann doch sehr überrascht, als es dann doch eine OP-Versicherung war. Scheiße. Ja, und es wurde aber keine OP durchgeführt. OP ist ja Schnitt und Zunehmend. Und dann waren das ein paar tausend Euro, die dann halt leider nicht von der Versicherung übernommen worden sind. Und dann ist die Versicherung aber, die böse-böse Versicherung, dabei ist der Tarif einfach nicht der, der halt nötig gewesen wäre, weil so eine OP-Versicherung natürlich günstiger ist als eine Vollkrankenversicherung.

SPEAKER_01

Ja, und selbst bei den Vollkrankenversicherungen gibt es ja noch verschiedene Abstufungen und was übernommen wird und was nicht. Und das ist schon wichtig. Ich meine letztendlich, wenn ich als Hunde-Mensch, keine Ahnung, 20.000, 30.000 Euro mal eben so da rumliegen habe und sage, es ist mir total egal, ob ich die jetzt ausgebe oder nicht, mag es egal sein, ob man eine Versicherung abschließt. Aber letztendlich, sobald ich irgendwie in der Lage bin, dass ich sage, boah, jetzt mal plötzlich innerhalb von drei Wochen 10.000 Euro, das wäre schon ein bisschen doof. Ja, dann ist die Versicherung einfach das Ding der Wahl. Und ja, auch da, weil auch das war in letzter Zeit öfters mal Thema, wenn ich eine Versicherung nehme, die sehr neu am Markt ist und die unfassbar, unfassbar, unfassbar günstig ist, muss ich mich nicht wundern, wenn dieser Versicherer irgendwann krachen geht, weil er feststellt, oh, die Leute reichen ihre Rechnung ein und mit den Beiträgen kann ich das nicht zahlen, nehmt halt etablierte Versicherungen, die ein bisschen mehr kosten und die vielleicht schon länger am Markt sind und die das auch einfach mal auffangen können, was es kostet. Das ist halt auch nochmal so ein bisschen wichtig.

SPEAKER_00

Und was mir auch immer so ein Anliegen ist, da rede ich mit den Patientenbesitzern auch immer wieder drüber, dass sie dann sagen, ja, aber so eine Versicherung, die lohnt sich nicht. Und wenn ich das schon höre, Versicherung lohnt sich nicht, die 80 Euro im Monat, dann sage ich auch immer so, fahren Sie Ihr Auto gegen die Wand, damit sich die Kfz-Versicherung lohnt, seien Sie doch froh, dass Sie sie nicht brauchen. Und seien Sie noch froher, wenn Sie sie haben, wenn Sie sie dann brauchen. Und ich finde, eine Versicherung muss sich nicht unbedingt lohnen, sondern sie sollte das tun, wofür sie dann da ist, nämlich im Zweifel des Falles, also im Falle des Falles, so rum, sollte sie einfach zahlen und dann nicht groß diskutiert werden wie ein Geld. Das ist nämlich so das Hauptding und das war leider auch in der Klinik besonders, weil Klinik natürlich immer ein bisschen teurer ist, weil einfach das ganze Equipment immer da ist, weil da nachts drei Leute stehen und rund um die Uhr Tiere versorgen, dass natürlich dann, dass die Diskussion über das Geld, ich verstehe das alles. Also mir würden auch ein paar tausend Euro jetzt sofort, wenn ich sie hinlegen müsste, wehtun. Und genau deshalb muss man aber so ein bisschen vorsorgen. Und 80 Euro im Monat solltest du, also solltest du aufbringen können. Wenn du das nicht kannst, musst du dir Gedanken darüber machen, ob du dir Tierhaltung denn leisten kannst.

SPEAKER_01

Also ich muss dazu sagen, leider sind das nicht mehr zwingend nur 80 Euro im Monat. Mein einer Hund zahlt 160 im Monat mit seiner Vollkrankenschutzversicherung. Also es kommt halt auch sehr drauf an, was hast du für einen Hund, wie groß ist der und so weiter. Aber trotzdem, ich glaube, ich hatte die Versicherung anderthalb Jahre und der hat sich die Pfote so blöd aufgeschnitten, dass er halt auch mal mit einem Mal fast 2000 Euro gekostet hat. Und dann ist die Versicherung zumindest für die anderthalb Jahre schon wieder gut investiert gewesen. Also es ist so ein Jahr und man hofft es nicht, aber ja, ich habe sie echt lieber, als dass ich da stehe und drüber nachdenke. Also es gibt so viele teure Krankheiten. Es geht so schnell, dass es so teuer wird.

SPEAKER_00

Es sind nicht

Prevention And The Tick Reality Check

SPEAKER_00

mal nur die ganz großen. Also ich erzähle immer ganz gerne von einem Patienten, der hatte blutigen Durchfall. Und dieser Patient war 16 Tage bei uns auf Station, weil der alle Komplikationen hatte, der hatte so ein roter Virus. War das ein roter Virus? Also sowas wie ein Norovirus beim Menschen oder so, ein roter Virus, der hat sich das Leben ausgeschissen. Sorry, dass ich es so sage, aber den ging es so dreckig und sein Immunsystem hat so drauf geballert, dass der zwei Bluttransfusionen brauchte, weil er so schlimm in so eine Autoimmunanemie gekommen ist. Dann einen zentralen Venkatheter in die Halsvene. Dieser Hund wirklich, dass der überlebt hat. Die Leute haben sich irgendwann entschieden, zahlen wir das jetzt oder lassen wir es nicht? Okay, komm, wir zahlen es und haben dann wirklich durchgezogen. Dieser Hund ist nach knapp 16 Tagen nach Hause gelaufen und hat 15.000 Euro gekostet. Und das war ein Durchfall, ja, ein eskalierter Durchfall. Und die Leute hatten keine Versicherung, die haben das dann alles über BFS, ich weiß nicht, ob du das kennst, das ist so ein Zahlungsdienstleister. Also die übernehmen dann quasi die Rechnung und dann können die Leute mit denen zusammen. Ratenzahlung machen, weil die Klinik übernimmt, macht keine Ratenzahlung. Und dieser Hund ist also gesund nach Hause gegangen, war alles wunderbar. Ich glaube, nach drei Wochen war der dann nochmal zur Kontrolle da, also dazwischen auch nochmal, aber nach drei Wochen weiß ich, dass da stand dann dieser Hund vor mir und hatte ein Bernsteinkettchen an. Und dann habe ich die Frau angeschaut und meinte so, ah, das ist aber eine süße Kette. Machen Sie denn auch Zeckenprophylaxe drauf? Und die so, ja, nee, braucht er nicht, der hatte nur fünf bisher. Und ich so, ah, also machen Sie keinen wirksamen Zeckenschutz? Ja, doch, die Bernsteckkette. Ich sehe, ja, aber sie wirkt ja nicht, weil der hatte ja schon fünf Zecken. Und dann meinte ich so, darf ich ehrlich mit Ihnen sein? Und ganz direkt und die so, ja, oder gucken die so, sie haben 15.000 Euro in diesen Hund gesteckt und kommen mir jetzt mit dem Bernsteinkettchen in die Ecke. Sie gehen jetzt nach vorne und holen sich so einen Pariker oder was auch immer und geben das jetzt sofort diesem Hund. Sie wollen den nicht an der Babesiose verlieren. Wollen sie nochmal 15.000 Euro zahlen? Und da war ich wirklich so sauer, ja. Und dann ließ ich so, oh nee, oh nee, ja gut, nee, da ist sie nach vorne gerannt, hatte sofort gut und meinte, ja, danke, nee, sie haben recht, Sie haben recht. Ich meinte, Kettchen können sie dranlassen, sieht süß aus. Aber bitte wirksam so Zeckenschutz. Und das erzähle ich dann auch immer so gerne, einfach weil, also erzähle ich sowohl bei den Leuten, die sich wegen der Versicherung so sträuben, als auch bei Zeckenprophylaxe so sträuben, dass das halt alles scheiße teuer werden kann. Und ganz ehrlich, ich höre jetzt auch wieder die Leute, die dann so sagen, ihr wollt doch nur verdienen an diesen Zeckenmitteln. Und ich sage es euch, also wir verdienen 50 Mal mehr an der Zeckenerkrankung oder an Babesiose oder an allen anderen Erkrankungen, wenn die Tiere dann therapiert werden wollen und wir sie auch therapieren sollen vom Besitzer aus, verdienen wir sehr viel mehr. Wir wollen aber keine kranken Tiere. Wir wollen am liebsten nur prophylaktisch arbeiten. Und das wäre doch schön, wenn wir eben nicht die Babesiose-Fälle hätten, die uns dann wirklich dahin krepeln. Und wenn wir nicht so viele Tiere mit Bluttransfusion, wir haben sie lieber gesund, glaubt uns. Wir haben sie lieber gesund.

SPEAKER_01

Ja. Ja, genau so ist das. Hui, strenge Worte zum Abschluss.

SPEAKER_00

Ja, okay. Das sind Tierärztin immer ganz, ganz wichtig so. Also ich finde es immer so schade, wenn sie an einer doch vermeidbaren Krankheit sterben.

SPEAKER_01

Ja, auf jeden Fall. Und auch wirklich so dieses, also aus deiner Sicht, dieses ist es schade, wenn sie an einer vermeidbaren Krankheit sterben. Und aus meiner Sicht, weil ich das halt auch noch von mir kenne, meine ersten Hunde hatten keine Krankenversicherung. Halt auch noch aus Zeiten, wo die Gebührenordnung noch nicht angepasst war. Und irgendwann im Leben war es halt auch mal besser, aber das Leben kann sich ändern. Und wenn du dann dastehst und du hast einen Hund mit einer Diagnose und musst drüber nachdenken, woher du dir Geld leihen kannst, um deinem Hund zu helfen, das ist halt scheiße. Nehmt eine Versicherung. Wenn ihr nicht reich seid, nehm eine Versicherung. Punkt. So. Ja, braucht man nicht. Genau. Auf jeden Fall vielen, vielen Dank erstmal für das Gespräch zum Thema Blutspende. Wenn irgendjemand jetzt noch Fragen haben sollte, schreibt uns an. Entweder machen wir nochmal so einen kurzen Einsprecher oder wir beantworten das in Storys auf Instagram. Das sowieso vielleicht, ich meine, wir quatschen ja gleich noch weiter über ein weiteres Thema und nehmen direkt noch eine Folge auf. Aber genau, Instagram werde ich auf jeden Fall verlinken von dir. Und ja, wenn noch jemand was hat, kann er sich melden.

Wrap-Up, Questions And Support

SPEAKER_01

Willkommen zurück aus dieser Folge. Das Ende war ein bisschen abrupt, denn wir haben danach direkt noch eine weitere Folge aufgenommen zu einem anderen Thema. Das bekommt ihr dann in den kommenden Wochen aufs Ohr. Wenn ihr Fragen zum Thema Blutspenden habt, dann meldet euch gerne entweder bei mir oder bei Jolle. Und ja, noch einmal der Hinweis, auf Spotify sehe ich eure Kommentare meistens nicht. Sie werden mir nicht irgendwie extra angezeigt oder so, weil ich keinen Creator-Account habe, sondern nur über mein Podcast-Host alle Folgen überall hin verteile. Und ja, ich freue mich auf jeden Fall über Rückmeldungen, über hier und da mal ein paar Likes. Und wenn ihr etwas in den Hut werfen mögt, um die Produktion des Podcasts auch in Zukunft zu unterstützen, dann schaut doch mal bei Steady vorbei. Da findet ihr alle Informationen. Der Link ist unten in den Shownotes. Bis bald!

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