Paws & Personality

Laufgedanken - Training mit einem sehr reizoffenem Hund

Sandra Oliver Season 2 Episode 128

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 5:02

Heute teile ich mal wieder Gedanken zu einem kniffeligen Fall in meiner Hundetrainingskartei. :-)

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Fotografie: Christiane Münchhausen | ...

Hello And A New Client Case

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Hallo, hello, die nächsten Laufgedanken. Heute wollte ich euch mal an einem Fall von mir teilhaben lassen. Und zwar habe ich eine relativ neue Kundin mit ihrer Hündin, Bordercollie, Husky, was auch immer, Mischmasch. Also eine sehr spannende Mischung, die auch sehr reizoffen ist, in diesem Fall zumindest. Und das macht es tatsächlich ganz schön herausfordernd, das Training sinnvoll zu gestalten. In der Regel ist es halt so, dass die Menschen natürlich mit einem bestimmten Thema zu mir kommen. In diesem Fall ist es auch die Leihenführigkeit und auch das Verhalten in der Wohnung, welches dort oft noch zu aufgedreht ist. Die Wohnungskatzen werden viel gehütet und gejagt und nicht in Ruhe gelassen. Und auch Lautäußerungen spielen dabei eine Rolle. Also ja, insgesamt ein sehr unruhiges Verhalten. Und die Ansprüche an das Training sind natürlich nun, dass Hund lernt, ordentlich an alleine zu laufen, sich besser zu benehmen, runterzufahren und klar zu kommen. Und ja, wir haben erstmal natürlich ein ausführliches Erstgespräch geführt und so ein bisschen geschaut, was kann man alles schon mal drehen und wenden und anders machen, damit für den Hund nach Möglichkeit auch das so gestaltet wird, dass er lernen kann, runterzufahren und ruhiger zu werden und dann natürlich auch irgendwann die Orientierung an der Leine lernen kann. Und dann haben wir noch so ein bisschen in den nächsten Stunden geguckt, Stellvertreterkonflikte und andere Sachen. Und ich habe dann aber festgestellt, es wäre zwar mega cool, jetzt einfach weitermachen zu können und zu sagen, okay, und jetzt zeige ich dir, wie du die Orientierung an alleine herstellst und dann geht das schon und dann sehen wir uns noch drei, vier Stunden und dann und Tschüss und viel Spaß. Klappt aber so nicht, denn tatsächlich ist die kleine Maus unfassbar reizoffen und sehr, sehr, sehr unkonzentriert. Also sie kann sich überhaupt nicht lange fokussieren, sie kann nicht lange stillhalten, sie erträgt 0,0 Langeweile, also alleine schon ein ganz profanes Mal an einem Baum angebunden werden, damit Mensch, was weiß ich, was man bei einer Wanderung so macht, sich mal in Ruhe die Schuhe zu machen kann, ohne den Hund loslassen zu müssen oder so. Das ist schon mega schwierig. Da gehen direkt Lautäußerungen los oder es wird sich Ersatzbeschäftigung gesucht, aber einfach nur mal still stehen und in die Landschaft glotzen, das ist halt nur sehr, sehr schwer möglich bis gar nicht. Und dementsprechend dürfen wir in diesem Fall dann auch leider mehr Zeit in die Grundlagen nochmal investieren. Und die sind in diesem Fall tatsächlich sowohl Frustrationstoleranz als auch Impulskontrolle und ganz viel Frustrationstoleranz Langeweile aushalten, nichtstun aushalten, runterfahren, aber auch gleichzeitig Übungen zu machen, die helfen, die Konzentrationsspanne Stück für Stück auch auszubauen. Also da sind wir dann so ein bisschen auch im Belohnungsaufschub, dass die Hürnerin halt lernt, dass nicht immer sofort alles da sein muss, sondern dass es auch mal ein paar Sekunden im Moment und hoffentlich dann später auch Minuten dauern kann, bis das Erwartete auch eintrifft. Und ja, natürlich auch darf manchmal etwas Erwartetes auch gar nicht eintreffen und sie sollte es aushalten. Aber wir bewegen uns da im Moment echt in sehr, sehr, sehr kurzen Zeitspannen. Und das ist natürlich etwas, was den Menschen frustriert, weil die Motivation, dass es schnell geht und dass das Problem auch bald gelöst ist, ist natürlich sehr, sehr hoch. Erst recht, wenn dann Nachbarn noch mit einer Rolle spielen und das Leben auch sonst vielleicht nicht immer so einfach ist. Und für mich ist es natürlich auch schwierig, weil ich natürlich dem Menschen auch sehr, sehr schnell helfen möchte. Aber ich darf da auch bei mir bleiben und sagen, nee, das wäre unfair, dem Hund gegenüber. Der braucht jetzt die Zeit und der muss es halt jetzt in Ruhe lernen, weil ansonsten, was sollen wir denn damit machen? Also es funktioniert halt einfach nicht. Du kannst auch nicht nur mit Futter arbeiten, weil die Erregungslage ist sowieso schon so hoch, dass es total unsinnig ist, da noch über Futterbelohnungen noch mehr den Hund quasi hoch zu pushen, mit Spielzeug schon gar nicht. Und ja, dementsprechend heißt es jetzt ganz, ganz, ganz viele Basics. Und auch das gibt es halt manchmal so die Fälle, wo ich auch selbst an meiner Frustrationstoleranz arbeiten darf und wo auch der Mensch vom Hund an seiner Frustrationstoleranz arbeiten darf, weil halt nicht immer alles einfach mal eben schnell in ein paar Wochen gelöst ist, sondern es gibt halt auch einige Dinge, die brauchen dann doch ein paar Monate, selbst bei einem jungen Hund. Und ja, jetzt habt ihr einfach mal so aufs Ohr bekommen, womit ich es in letzter Zeit auch zu tun hatte. Und ich wünsche euch jetzt erstmal eine ganz wunderbare Zeit und ihr könnt ja gerne, wenn ihr mögt, eure Gedanken dazu äußern. Und ja, dann tauschen wir uns aus. Bis bald.

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