Paws & Personality
Ehemals „VON NULL AUF HUND®“ – Ein Podcasterlebnis bei dem Du anfänglich den gestressten Geschäftsmann Michael Arenz auf seiner spannenden Reise begleitest, als er die Herdenschutzhündin Niki adoptiert. In diesem Hundepodcast teilt die Hundetrainerin Sandra Oliver ihre Erfahrungen, um Dir tiefgreifende, lustige, traurige, kurz: vielfältige Einblicke in die Mensch-Hund-Beziehung zu geben. Wir beleuchten die Freuden und Herausforderungen des Lebens mit einem Hund. Der Podcast bringt Hundeliebhaber zusammen und bietet einen reichen Wissensschatz – von den neuesten Themen in der Hundewelt bis zu praktischen Tipps für ein harmonisches Zusammenleben. Tauch in tiefgründige Diskussionen über Hundefutter, Tierschutz und das ideale Hundekörbchen ein, ergänzt durch spannende Gäste und unterhaltsamen Quatsch – eine perfekte Mischung aus Information und Spaß, kostenlos überall wo es Podcasts gibt!
Paws & Personality
Zu Gast im Revier - Germaine Latz von Herdenschutzhunde verstehen 2
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Durch den Wolf, aber noch mehr durch den Auslandstierschutz finden sich auch bei uns immer mehr Herdenschutzhunde wieder und Menschen, die mit diesem besonderen Typ Hund weniger gut zurechtkommen als gedacht. Denn Hund ist halt doch nicht gleich Hund und alle gleich behandeln, kannst du versuchen, aber es könnte böse enden...
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|paws & personality® Podcast|
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„paws & personality®" ist ein Podcast von Sandra Oliver.
Fotografie: Christiane Münchhausen | ...
Hi, hallo und herzlich willkommen. Ihr wisst, wo ihr seid, bei Pause and Personality. Gott, Intros sind manchmal echt so ein bisschen. Naja, egal. Auf jeden Fall geht es heute weiter mit Jamaine Datz und den Herdenschutzhunden. Ich wünsche euch ganz, ganz, ganz viel Spaß und hoffe, euch gefällt's.
Warum Diese Hunde So Ernst Sind
Elefantengedächtnis Und Beziehung Bruchstellen
SPEAKER_02Ja, also ganz allgemein gesagt, ja. Ja. Genau, nee, aber es ist schon, es ist ein gutes, du hast es gut, du hast es, glaube ich, ein bisschen besser erklärt an der Stelle. Es ist, es ist richtig so. Also es ist halt einfach, das kommt auch daher, dass es ja genetisch ursprünglich mal so vorgesehen war, dass der Herdenschutzhund oder auch bei Landwirten heute immer noch so ist, dass der Herdenschutzhund, wenn er denn arbeitet, seine Herde mit dem Leben beschützt, also mit seinem eigenen Leben. Die meisten Herdenschutzhundrassen tun das aber nicht. Also gerade jetzt Pyrenäen-Berghund zum Beispiel, gut, jetzt hassen mich alle Pyrenäen-Berghund halt an, ist ja eine geförderte Herdenschutzhundrasse. Also in vielen Bundesländern wird diese Rasse als arbeitender Herdenschutzhund oder als arbeitende Arbeitsmittel gefördert, ne, für die Wolfsabwehr. Aber die sind oft halt einfach nicht so ernst, dass sie so, also da kommt ein Wolf, dann bellen die. Wenn der Wolf dann trotzdem kommt, dann ist es oft so, dass sie dann sagen, ach ja, okay, dann habe ich jetzt keine andere Idee. Wenn das ein Kaukase ist, dann würde der, also wenn das denn einen guten Job macht, würde er wirklich sagen, okay, wenn du jetzt hier rein willst, dann können wir das austragen und wenn ich dabei sterbe, dann ist das so. Also die würden wirklich ihre Herde und natürlich dann im Zweifel auch ihre menschliche Herde mit dem Leben bewachen oder beschützen. Und daher kommt es, glaube ich, dass die halt einfach so ernst sind. Also für die ist das dann einfach auch wirklich gesetzt. Und das kannst du dann auch nur kippen, wenn du eben eine gute Beziehung hast. Also wenn du es mal verkackt hast, dann hast du es verkackt. Das ist schon so. Wenn du aber vorher eine Beziehung hattest und du hast einfach eine blöde, du hattest vielleicht einen blöden Moment als Mensch, eine blöde Idee kurz dem Hund vorgetragen, dann kann man das natürlich schon nochmal kippen. Aber wenn das jetzt ein fremder Mensch ist, ich hatte das kürzlich auch mit, mit oder habe das immer mal wieder, auch mit Praktikanten und Praktikantinnen oder auch im Tierheim, wenn ich da Gasigär habe, die sich irgendwie versuchen, an Herdenschutzhunde ranzuwagen, dann ist es halt so, wenn die was Blödes machen, dann kommen die da halt auch nicht mehr raus. Und dann gibt es halt auch einen Punkt, wo ich manchen Leuten halt einfach auch sage, also gerade wenn es so übergriffig ist, also wenn die Menschen dann einfach auch so ein bisschen, vielleicht ein bisschen kropp sind, weil der Hund jetzt gerade einen Maulkorb trägt und sie da so ein bisschen sich safe fühlen, dann hatte ich tatsächlich auch schon einige Menschen, gerade im tierischen Kontext, wo ich gesagt habe, so, das hast du jetzt so gemacht, ich würde es nicht so machen. Ich erkläre dir gern, warum. Und ich würde dir an dieser Stelle dringend raten, dass du dem Hund niemals den Maulkorb ausziehst und ihn auch möglichst niemals ohne Maukkorb siehst, weil auch wenn du in fünf Jahren hier auf der Bildfläche erscheinst und die letzten fünf Jahre nicht da warst, wird dich dieser Hund auf jeden Fall maßregeln dafür, was du heute gemacht hast. Also das ist dann schon so ein bisschen so ein Elefantengedächtnis. Also wenn du einmal scheiße warst, also ich meine jetzt wirklich richtig scheiße, wirklich übergriffig, doll, diese ganzen aversiven Sachen, die man ja auch heutzutage auch nicht mehr so tut und tun sollte, das merken die halt schon.
Arbeitslinie Und Showlinie Einordnen
SPEAKER_00Na krass. Würdest du, jetzt hast du ja schon gesagt, der Pyrenäenberghund ist dann tendenziell schon eher einer, der auch mal dann rückwärts gehen würde und sagen würde, ja, okay, Wolf, du meinst es doch ernster als gedacht. Gibt es jetzt mal abgesehen von Südrichtung, Ost und unaussprechlich, auch in den Zuchtlinien schon Unterschiede? Also gibt es sogenannte Showlinien, wo du sagst, naja, okay, wenn es unbedingt ein Herdenschutz sein muss, dann hol dir halt, ich weiß auch nicht, was so alles geshowliniert wird, hol dir das halt von dem und dem Züchter und dann hast du da so ein Herdenschützerleid. Also, oder sind die schon trotzdem noch so?
SPEAKER_02Ich finde es halt generell schwierig, weil ja heutzutage auch nicht jeder Züchter, also nicht alles, was sich Züchter nennt, ist ja Züchter. Also ich meine, du kannst ja bei Ebay sind ja ganz viele Züchter, die natürlich keine sind.
SPEAKER_00Wir sprechen jetzt von ordentlichen, verantwortungsvollen Züchtern. Ich hatte dazu auch Folgen, wo wir darüber gesprochen haben, worauf es wichtig ist zu achten. Diese meinen wir.
SPEAKER_02Genau, also gute Züchter. Wäre es ja sowieso eh schon so, also zumindest in meiner Welt, dass wenn man eine Herdenschutzhundrasse züchtet, dass man diese Hunde auch eigentlich nur an Nutztierhalter vermittelt. Okay. Also weil es gäbe für mich jetzt wenig Gründe zu sagen, der Herdenschutzhund, also die und die Rasse, soll jetzt unbedingt in Berlin Mitte zweiter Hinterhof ziehen.
SPEAKER_00Ganz kurz, damit wir vom selben reden. Ich kenne einfach vom Border-Collie als Beispiel. Ich weiß, was du meinst. Ja, wirklich so diese ganz, ganz langweiligen Linien. Die am Schaf würden die sagen, was bist denn du? Ich laufe lieber weg und mache Klickertraining. So. Gibt es das überhaupt beim Herdenschutzhof?
Körperbau Beispiele Mastin Kangal Kaukase
SPEAKER_02Also ich weiß nicht, ob das offiziell so ist, aber für mich gibt es das schon, weil wenn wir jetzt zum Beispiel gerade mal bei, also für mich gibt es Arbeitslinien und Showlinien, absolut, auch wenn es vielleicht nicht so betitelt wird. Man hat, ich finde, dafür gibt es gutes Beispiel, gibt es mehrere gute Beispiele. Zum Beispiel beim Mastin Espanyol, den ich ja eben schon angesprochen habe. Wenn man sich ein Mastin Espanyol aus der Arbeitslinie anschaut, dann sind das in der Regel, natürlich, also wir reden immer von großen Hunden, ist logisch, aber wir reden von einem recht tratigen Hund, also recht schlank, hochbeinig, häufig auch mit Ringelschwanz, wo oft dann auch gesagt wird, gerade bei Hunden aus dem spanischen Tierschutz, das ist bestimmt ein Kangalmix, ist aber Mastine Espanyol wegen dem Ringelschwanz, ne? So, also aus der Arbeitslinie. Das heißt also, da hast du eher schmalere Hunde, die immer noch sehr groß sind, aber das wäre so die Arbeitslinie, weil du für die Arbeit auch nicht das, was jetzt kommt, brauchst. Die Mastina Espagnol, die viel häufiger, die man viel häufiger kennt, sind diese sehr schweren, großen, kastigen Hunde mit diesen schönen, ich darf das hoffentlich in diesem Podcast sagen, Gesichtsroten, also diesen komischen Hals, mit dem zwei Klöckchen da oben dran. Also das ist halt absolut, finde ich, Showlinie. Was jetzt gar nicht unbedingt, also sagt ein bisschen was dafür aus, ob die für die Arbeit geeignet sind oder nicht, weil diese sehr schweren Mastinen Espanyol mit den Gesichtsrunden ja auch nicht so richtig arbeiten können. Also wie sollen die denn dann hier an der Herdog groß hin und her laufen, wenn sie halt einfach viel zu schwer sind, für ihren Körper. Der aus der Arbeitslinie, der etwas trageriger ist, kann halt natürlich viel eher so ein bisschen dabei sein. Natürlich brauchst du manchmal aber auch für die Arbeit schwerere Hunde oder leichter. Aber das ist jetzt auch, würde jetzt auch wieder den Rahmen sprengen. Also das gibt es beim, ich finde Mastina Spagnol relativ aussagekräftig und generell ist es in der Arbeitslinie, sind es immer viel kleinere Hunde, immer noch groß, aber viel kleinere Hunde als in der Showlinie. Ich hatte bei einer Kollegin von mir in Brandenburg, die züchtet Kaukasen, also ich habe das jetzt so ein bisschen für mich in Anführungszeichen gesetzt, sie erschafft sehr gut arbeitende Herdenschutzhunde, sagen wir es mal so. Also nicht nur Kaukasen, sie vermischt das auch oft, aber das hat immer Sinn und Zweck. Und die Kaukasen bei ihr, 50, 55 Kilo vielleicht. Ich habe hier eine Kaukasin, die eher, wie gesagt, Richtung Show-Linie ist, die war von der Schulterhöhe, weiß ich nicht, aber schon sehr viel höher von der Schulterhöhe und die wiegt halt 70 Kilo. Also das ist halt einfach ein ganz anderer Körperbau. Und das hast du eigentlich bei vielen Herdenschutzhundrassen oder Herdenschutzhundtypen, bei den Unbekannteren vielleicht ein bisschen weniger, weil die halt alle mehr oder weniger aus der Arbeit kommen. Aber die, die halt auch so in Show sind, Kangal finde ich auch sehr, sehr, sehr gut dafür als Beispiel, weil die in der Türkei, die Kangals, die man dort kennt, nicht die für die Hunde kämpfe, das ist was anderes. Aber die klassischen, die arbeiten, die sind so groß wie ein Schererhund. Also weil die einfach auch gar nicht so groß sein müssen. Wenn du natürlich irgendwo im Kaukasus zum Beispiel gegen riesige Beeren kämpfen musst, dann brauchst du natürlich auch ein bisschen mehr Gewicht, das ist auch klar. Aber hier so zum Beispiel in Brandenburg, gegen Wolf und Fuchs und Greifvogel, reicht dir dann auch ein Kaukaser mit 55 Kilo, der ja auch viel besser vom Bewegungsapparat ist. Also der ist ja viel weniger anfällig. Meine Hunde hier, die aus dem Tierschutz, die haben ja alle HDE und dies und das und sonst irgendwelche Gebrechen. Das hat natürlich einen Hund mit einer besseren Physis halt nicht.
SPEAKER_00Das sind aber ja ganz viele körperliche Unterschiede. Ist es denn so, dass, weiß ich nicht, Pyrenenberghunde sind doch jetzt auch echt schon lange als niedliche weiße Wolken im Kopf der Menschen. Kann man da schon so sagen, dass die Showlinie auch mental nochmal weicher ist als die Arbeitslinie? Oder achten da genau wie überall die Züchter nicht so wirklich auf den Charakter, sondern nur aufs Aussehen?
SPEAKER_02Mir wäre jetzt auch kein Züchterarbeitender pyrenären Bergkunde bekannt. Also ich kenne bei den pyrenänen Bergkunden die Unterschiede auch tatsächlich nicht. Arbeit und Show. Also die kenne ich nur in einer Variante. Und die ist, und das, wie gesagt, meine ich nicht böse, aber das ist meistens auch sehr untalentiert. Also die sind halt laut, ne? Das ist halt auch in Privathand immer ein bisschen nervig. Aber wenn man jetzt natürlich da sich vom Züchter einen Hund holt, und auch das ist nicht böse gemeint, sondern das ist auch ganz richtig. Ich habe ja gesagt, gute Züchter sollten natürlich Herdenschutzhunde auch nur an Nutzdeerhalter weitervermitteln oder auswählen, die Nutzdierhalter, für die, die dann passen. Aber in jedem Herdenschutzhundwurf auch eines Züchters hast du ja talentiertere und untalentiertere Hunde. Das heißt, du hast auch Hunde, die vielleicht gar keinen Bock haben zu arbeiten. Also die eher so mit Haus und Hof und so zurechtkommen und dann auch dorthin kommen und gar nicht unbedingt eine Herde brauchen, weil sie dafür einfach nicht talentiert sind. Und da bleibt dann natürlich auch was übrig für Nicht-Nutztierhalter. Also gute Zucht wäre schon wichtig und dann hast du meistens trotzdem auch relativ wesensfeste Hunde. Im Tierschutz, wenn so ein Herdenschutz und wir haben ja schon drüber gesprochen, mal eine nicht so gute Erfahrung gemacht hat, dann ist das meistens im Kopf schon relativ hart vertraut und schwierig zu lösen.
SPEAKER_00Gibt es noch irgendwas, wo du sagst, da sehe ich ganz, ganz wichtige und große Unterschiede beim Umgang oder bei der Erziehung? Jetzt eigentlich nicht so richtig wichtig, Frage. Also das mit Leine dran und nicht so viel spazieren gehen, sondern einfach mal gemeinsam etwas erkunden. Aber ansonsten möchte Herdenschutzhund vielleicht auch viel lieber auf den Garten oder aufs Auto aufpassen, weil das so sein Ding ist. Gibt es da noch irgendwas, wo du sagst, ja, und das finde ich schon auch, weiß ich nicht, Hundewiese ist jetzt eh nicht so ein Ding, wo ich denke, da musst du den Herdenschützer unbedingt draufwerfen. Aber irgendetwas, wo du sagst, ja, das sollte man im Hinterkopf haben. Das ist vielleicht jetzt auch nicht so das, was du mit so einem Hund regelmäßig machen solltest.
Mindset Erwartung Und Stress Erkennen
SPEAKER_02Für viele Dinge, ne? Also ich hatte ja schon gesagt, also diese innere Haltung finde ich wichtig, ne? Und das ist wirklich oft der Knackpunkt bei den Menschen. Also dieses Mindset, sich halt so einen Hund anzuschaffen, ist wirklich wichtig. Und nicht die ganze Zeit zu denken, oh, der Hund ist alleine jetzt oder der kann jetzt nicht dabei sein bei meinem Besuch. Also man muss sich so ein bisschen davon lösen. Man muss da auch eher denken, der Hund will nicht dabei sein vielleicht. Also vielleicht würde er das schon, aber es wäre nicht so gut passend für den Besuch.
SPEAKER_00Der Besuch kommt vielleicht rein, aber nicht wieder raus. Und manche kommen nicht rein. Je nachdem.
unknownGenau.
SPEAKER_02Nein, also diese Einstellung dazu, dass der Hund auch einfach mal für sich sein kann, gut für sich sein kann, das finde ich immer wichtig, dass man wirklich die Erwartungshaltung auch entsprechend so schraubt, dass der Hund das stemmen kann. Also dass man vielleicht an Sachen eher so rangeht mit dem mit dem Gefühl, wir schauen mal, wie es ist und nicht, oh Gott, das muss funktionieren. Also wenn man, also das klappt meistens nicht. Wenn man so sagt, es muss jetzt so funktionieren, dann ist es meistens nicht so richtig lösbar. Also eher so ein bisschen gucken, was habe ich jetzt hier für einen Hund und was macht dem vielleicht Spaß. Also was macht uns beiden Spaß natürlich? Was macht dem Spaß? Was kann der leisten? Wo kommt der gut damit zurecht? Weil die Stressmomente bei den Herdenschutzhunden ja auch vielleicht gar nicht so gut erkennbar sind. Also viele Hunde machen ja dann schon für ihre Menschen auch gewisse Dinge mit, bis zu einem gewissen Punkt, und zeigen, dass sie damit, zeigen das gar nicht so direkt in dem Moment, dass sie damit eigentlich überfordert sind. Also es ist dann nochmal auch schwierig für die Leute zu erkennen, weil der Hund ja vielleicht immer mit auf der Arbeit war und dann einfach nur zu Hause irgendwie die Kinder geschreddert hat oder so. Und man das nicht zusammenbringt, dass das jetzt vielleicht damit zusammenhängen könnte, dass der Hund den ganzen Tag irgendwie vielleicht zu viel Stress hat. Also es ist auch, wie gesagt, so ein bisschen um die Ecke denken. Da sollte man sich drauf einstellen. Ich fände es halt auch immer wichtig, einen guten Ansprechpartner zu haben, also wirklich auch mit jemandem sich da austauschen zu können, der sich auskennt. Ich finde den Kontakt mit Leidensgenossen und Genossinnen auch immer gut. Also das ist auch was, was hier in meinem Kontext mit meinen Kunden und Kundinnen auch immer gut ist, dass die halt einfach sich nicht so alleine fühlen. Also allein schon, wenn ich da natürlich sage, ich bin voll mit im Boot, also meine Hunde haben auch Themen, ich kann auch nicht mit jedem alles machen. Und einfach, dass man da so ein bisschen verstanden wird. Das ist, glaube ich, immer auch für die Leute wichtig, das zu akzeptieren. Und das würde ich mich für jeden Herden Schutzhund wünschen, wenn wir jetzt von den klassischen reden, aber auch von den Michlingen. Man kann ja immer auch trotzdem mal schauen, ob sie denn für eine Art Arbeit talentiert sind. Also ich finde einfach, das kann nicht jeder, aber ich finde trotzdem heutzutage, viele Leute haben auch Hühner zum Beispiel, also einfach so, weil sie halt einfach Eier gerne nicht mehr aus dem Supermarkt nehmen, sondern selber Eier haben wollen aus ihrem Garten zu. Dann kann man natürlich auch, wenn man E-Hühner hat, auch einfach mal gucken, ob der Hund vielleicht, das muss ja nicht direkt dabei sein, aber vielleicht auch am Zaun, so ein bisschen was mit diesen Hühnern anfangen kann. Also man muss ja immer nur den Hunden das auch gut erklären können, was denn jetzt ihre Funktion ist. Also das finde ich eigentlich immer schön. Wenn Huhn vielleicht so schwierig ist, weil flatterig und so geflügel ist, immer auch ein bisschen Endstufe, kann man über eine Schildkröte nachdenken, keine Ahnung, irgendwas, was vielleicht ein bisschen stabiler ist. Aber so dieses artübergreifende Einfühlen in andere Individuen, das finde ich immer ganz, ganz schön. Wenn der Hund dafür halt Talent hat. Wenn der jetzt super drüber ist und hebmelig und so, dann wird das wahrscheinlich nichts. Aber man kann es ja trotzdem mal versuchen. Finde ich bei Hütehunden übrigens auch schön. Also da einfach zu gucken können, die vielleicht auch hüten. Die meisten ja heutzutage nicht mehr so. Aber man kann es ja trotzdem mal versuchen.
Abgrenzen Gegen Druck Von Außen
SPEAKER_00Ich höre so ein bisschen raus, dass es auch wichtig sein könnte für die Menschen mit diesen Hunden. Aber also nicht nur für diese, ich finde, irgendwie könnte das ganz, ganz vielen Menschen mit Hunden guttun, sich abzugrenzen von den Sachen, die von außen auf einen so einprasseln. In diesem Fall, ich möchte jetzt gar nicht auf das eingehen, was so alle Hunde Menschen betrifft, sondern jetzt mal wirklich so Herdenschutz und Menschen. Ich könnte mir vorstellen, dass dann ganz viel so kommt wie, ja, aber ein Hund muss doch spazieren gehen, ein Hund muss doch mal Freilauf haben, ein Hund muss doch beschäftigt werden und dann halt sowas wie zwei, dreimal die Woche in den Hundesportverein, Klickertraining, Suchhundesachen, was weiß ich nicht was. Also alles, was Hunde und Menschen so müssen und dass sie sich da üben können, sich wirklich davon abzugrenzen. Auch ohne das für alle Hundemenschen wichtig, sich von außen abzugrenzen gegen so Sachen, die einem so an den Kopf geworfen werden, wo das Gegenüber gar nicht weiß, wie ist denn mein Hund? Muss mein Hund das wirklich, ne? So, aber ja, in diesem Fall habe ich halt diese Themen so im Kopf. Gerade so dieses, der muss doch beschäftigt werden, der muss doch was für den Kopf. Hunde brauchen noch für den Kopf Auslastungen und ja, damit er dann zufrieden mythisch schlafen kann.
SPEAKER_02Ja, also ich finde auch, dass das auf viele Hundehalter passt oder HundehalterInnen. Es ist halt so, du gehst halt spazieren, so auf dem normalen Spazierweg, also jetzt vielleicht mit einem Herdenschutz, aber auch mit dem Herrn Schutz und gehst du spazieren und dann wird dir ja genau immer so das aufgedrückt, so ne, von außen. Dieser Stempel, gerade wenn du jetzt vielleicht einen Hund hast, der ein bisschen reaktiv ist, der auf andere Hunde reagiert, der einen Maulkorb trägt, der vielleicht schon mal gebissen hast, dann bist du ja, ich denke jetzt gerade persönlich auch an der Kundin von mir mit so einem American Bully, ne, das hat ja nichts mit Herdenschutz zu tun, aber das ist mit Abstand der einzige Hund, der hier dort, wo die wohnt, im Wald mit einem Maulkorb rumläuft. Jetzt ist der Hund natürlich auch noch optisch für viele Menschen immer noch ein großes Thema, ne? Also allein wegen seinem Körperbau und wegen dieser, in Anführungszeichen, Kampf und Thematik. Zumindest dort in diesem Wald, so ein bisschen in dieser Bubble, ne? Und der Hund hatte vielleicht auch schon mal einen Übergriff, ne? Und das haben dann die Leute vielleicht auch der eine oder andere im Wald mitgekriegt. Und dann ist es automatisch so Gott, dieser schlimme Hund, ne? Und so, das ist halt einfach, dann ist diese Kundin auch, als sie zu mir kamen, die war halt auch einfach, man so, ach ja, aber mein Hund ist so ein bisschen, der ist auch sehr aggressiv und ne, und so, ne, ich denke, ja, okay, aber ist ja nicht schlimm. Also ich meine, ne, also erstmal muss man gucken, um was geht es denn überhaupt und was war die Situation, ne? Aber dass man die Leute auch da so ein bisschen, wie du auch sagst, so auffängt und dann auch sagst, du musst dich da auch ein bisschen abgrenzen. Also es ist ja schön, dass in diesem, in diesem Waldstück bei diesen ganzen Menschen immer alles Tutti läuft, aber das ist ja nicht die Realität. Oder auch eine Realität, natürlich die Realität. Aber wenn die dann, als sie dann anfingen, bei mir in Gruppen mitzulaufen und gemerkt hat, okay, mein Hund ist ja mit Abstand der netteste, warum es wirklich so, okay, es gibt auch noch ein Paralleluniversum, in dem nicht alles irgendwie tiptop ist. Und da, ja, absolut. Also da muss man auch wirklich, das verstehe ich auch, dass das für die Leute auch vielleicht erstmal ein bisschen schwer ist, sich da so abzugrenzen und auch ein hartes Fell wachsen zu lassen und sich nicht drauf einzuholen. Also die werden dann auch so eingelullt. Also ich habe das ja selber auch schon oft erlebt, wenn ich dann mal mit Hunden auch irgendwie in der freien Wildbahn unterwegs war, dass dann Menschen einfach ihre Hunde loslassen oder zu mir lassen oder dann irgendwie mir erzählen wollen, dass ihre Hunde jetzt spielen wollen oder meinen Hund, den ich an der Leine jetzt gerade habe, spielen will. Und ich dann wirklich, also da muss man auch vehement sein, das ist auch was, was ich mit meinen Kunden auch immer trainiere und übe, auch einen Standpunkt zu vertreten mit anderen Menschen, zu sagen, nein, ich möchte keinen Kontakt, also wirklich nicht. Also klar, wenn man dann natürlich einen Hund an der Leine hat, der dann ab einem gewissen Abstand von dem anderen Mensch oder Hund dann auch entsprechend sich gebärdet und dann bei den anderen Menschen vielleicht auch ein bisschen Angst aufkommt, weil der Hund sehr groß ist, dann ist das vielleicht an dem Punkt klar, aber manchmal hast du ja Hunde, die dann auch, die das nicht so zeigen. Also jetzt zum Beispiel dieser American Bully, der wird dann auch immer so überrannt. Das ist halt einfach, das ist so fies, ne? Dass sie dann, dass es dann heißt, das ist jetzt hier irgendwie der schlimme Hund. Und wie gesagt, da muss man wirklich auch ein hartes, ein dickes Fell haben und dann auch sagen können, nein, ich möchte das nicht. Und das ist schön, dass Sie denken, dass das super ist und dass sie meinen Hund anfassen wollen, aber das möchte ich auch nicht. Und dann kommt, dann weiß der denn, dann denke ich, nein, aber ich möchte das einfach nicht. Fassen Sie bitte meinen Hund nicht an.
SPEAKER_00Ja, und auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn der Herdenschutzhund halt nicht sechsmal die Woche auf dem Hundeplatz verschiedene Hobbys hat und so weiter, weil es ihn eher überfordern würde, vielleicht.
Weniger Spazieren Mehr Passende Freiheit
SPEAKER_02Es gibt tatsächlich, wenn ich das sage, und das ist ja wirklich was, was ich in fast jedem Neukundengespräch auch anspreche, das mit dem Spazieren gehen, weil es meistens zu viel ist, also in 99 Prozent der Fälle ist es einfach zu viel. Und ganz oft wird es von mir, gibt es bei mir dann die Empfehlung, weniger zu machen, einfach mal zu gucken, was passiert. Und manche Leute sind voll, also die meisten sind überrascht, manche sind aber dann einfach sehr erleichtert, weil die sagen, Gott sei Dank, okay, muss ich gar nicht, ja, habe ich irgendwie auch einen netteren Tagesablauf, vor allem wenn der Hund halt einfach auch draußen ein bisschen anstrengend ist. Und dann gibt es aber natürlich auch die, die sagen, das geht doch nicht und man muss doch mit dem Hund rausgehen und so. Natürlich, also der Hund muss sich schon lösen können und so, aber wenn man halt eben einen Garten hat, kommen wir da vielleicht nochmal zu dem Punkt zurück. Und der Hund kann draußen im Garten sein, einfach für sich so über den Tag, ne? Oder mehrere Stunden, je nachdem, wie er das auch aushält und wie viele Reize drumherum sind, dann ist das für den Hund viel schöner, als dreimal am Tag irgendwie im Carré da irgendwie in dem Tempo des Hundehalters oder der Hundehalterin da irgendwie um die Ecke zu rennen und da sich so mitziehen zu lassen. Oder auch an Bohneleine ist auch egal. Aber es ist einfach schöner, wenn die Hunde für sich sein können, so im Garten, finde ich.
Reifeprozess Pubertät Und Abgabealter
SPEAKER_00Noch ein wichtiges Thema, weil mir das auch da ist, begegnet mir natürlich auch bei anderen Rassen. Aber für die Herdis ist es sicherlich auch ein Thema. Der Reifeprozess. Also was mir immer mal begegnet, wie gesagt, mit Herdenschützhundern habe ich halt nicht so viel zu tun, aber ich habe es mit einigen anderen Rassen gehabt, begegnet, dass die Leute sich den Hund holen, auch gut ausgewählt, auch von einem guten Züchter. Trotzdem bringt die Rasse bestimmte Eigenschaften mit, aber als Welpe und Junghund zeigen die das noch nicht so. Und dann habe ich ganz oft schon Leute gehabt, die dann so gemeint haben: ja, aber guck mal, wir machen doch alles für eine gute Sozialisierung. Und schau doch mal, wie nett der mit, keine Ahnung, Rüden ist, Hündin ist, schieß mich tot. Und ich dann so sage, ja, aber warte mal, bis der erwachsen wird. Ja, ja, nein, nein, wir machen ja ganz, ganz viel und dann wird der Hund erwachsen und dann ist genau das. Beget ihr dir das bei Herdenschutzhunden auch oder sind die von Anfang an schon ganz ernst? Also wie ist das da?
SPEAKER_02Auch das kommt natürlich immer drauf an, aber es ist ja schon sehr auffällig, zum Beispiel, dass Herdenschutzhunde, generell Hunde, aber auch Herdenschutzhunde, sehr gerne, wenn sie dann als Welpe angeschafft wurden, so mit, ich sage mal, so ab sieben Monaten gerne abgegeben werden. Also so sieben Monate bis zwei Jahre ist so ein Alter, wo wirklich viele Hunde abgegeben werden, wenn man sie denn von Anfang an hat. Bei Hunden, die man jetzt erst später aufgenommen hat, ist das natürlich anders. Aber ich finde, das ist schon, das ist schon deutlich, diese Altersstufe. Also Herdenschutzhunde sind auch, also so wie du es auch beschreibst, bei anderen Hundetypen meistens oder oftmals auch sehr unauffällig, also außer die kommen jetzt vom Tierschutz und sind irgendwie stark traumatisiert oder so. Aber die vom Züchter, die sind auch erstmal, die machen ja gar nicht so viel und dann laufen die schön hinter dir her und sind mit allen verträglich. Und so wirklich ganz unauffällig, möchte man sagen. Und dann kommt halt so der Punkt, die Pubertät, die ja beim Herdenschutzhund vielleicht mühe später losgeht, aber am Ende auch so, ne, ich meine, rein hormonell geht das schon so ein bisschen in dem Alter auch mal los, ne? Also auch wie bei anderen Hunden sechs, sieben Monate, ne? Nur sie dauert halt einfach viel länger, die Pubertät. Also bis die, beziehungsweise, man sagt immer so die Kopfreife dann. Also da gibt es Meinungen, die sagen, ne, so zwei bis vier, ne, ist so ein Zeitraum, der sicherlich für mich auch realistisch ist. Das heißt jetzt nicht, dass die dann mit drei nochmal irgendwie völlig am Rad drehen, ja. Aber es ist halt wirklich so, dass man sagen kann, also wenn der Hund vier ist, auch teilweise eben schon mit drei, das kommt auch immer auf den Hund an, dann kann man davon ausgehen, dass da jetzt, dass die so ein bisschen im Kopf gefestigt sind. Wie gesagt, heißt nicht, dass danach nicht noch was kommt, aber es ist halt so, dann ist so das erreicht. Bei normalen Hunderassen, bei anderen Hunderassen ist es ja schon eher so, dass man mit anderthalb da aus dem größten Raum ist, aus dem gröbsten raus ist so. Vielleicht mit zwei, keine Ahnung.
SPEAKER_00Ja, wobei auch da immer wieder, wenn ich dann über einzelne Rassen nachdenke, denke ich auch, nee, bei denen auch nicht. Also so ein Richback ist mit anderthalb auch noch nicht fertig. Und keine Ahnung, meine Sporthounds sind mit anderthalb nicht fertig gewesen, mein Border Collie war mit anderthalb nicht fertig. Also so ganz viele Hundetypen, Akita ist mit anderthalb nicht fertig. Also sind wirklich viele mit anderthalb noch nicht. Vielleicht der Terrier.
unknownJa.
SPEAKER_00Der ist jetzt schon mit acht Monaten. Mit acht Monaten ist er schon fertig. Terrier ist früh fertig, das stimmt.
SPEAKER_02Also den Akita würde ich tatsächlich Akita würde ich tatsächlich eh ein bisschen rausnehmen, weil das ja auch schon sehr eigenständig ist und so. Also da bin ich auf jeden Fall bei einem ähnlichen Rahmen wie der Herdenschutzhund. Genau, aber das kann schon gut sein. Also dass man das einfach früher vielleicht so dachte, dass die Hunde mit einem gewissen Alter fertig sind und das heute halt einfach auch länger dauert. Also auch die Hunde entwickeln sich ja weiter und so. Aber wie gesagt, im Zweifel haben die halt schon eine relativ lange Phase, in der die halt sich nochmal so ein bisschen ausprobieren und so. Und das ist dann halt eben oft dieser Punkt, wo Menschen dann halt auch an ihre Grenzen kommen. Also wenn dann halt so ein Kangal zum Beispiel anfangt, mit dir jetzt darüber zu diskutieren, wie jetzt so das Leben aussieht, dann wird es halt kompliziert. Und heute möchte man ja auch nicht mehr so gerne komplizierte Dinge haben. Und dann überlegt man sich halt vielleicht den Hund dann nochmal abzugeben oder auszusetzen oder, oder? Was dann halt einfach so passiert. Also das ist schon oft auch so in diesem Alter irgendwie ein Thema. Aber ich erlebe es, wie gesagt, auch, dass die Hunde, wie du es auch gesagt hast am Anfang einfach sehr unauffällig sind. Und die Leute, die Leute dann ganz klar, ist ja logisch, auch so ein bisschen nachlässig werden. Weil die halt denken, guck mal, ich habe ja schon viel gemacht und war mit meinem Welten da in der Stadt und das hat er alles super gemacht. Das heißt halt nicht, dass er dann später mit fünf, sechs immer noch in der Stadt alles super macht. Also dann ist ja, da ist ja halt auch einfach viel Zeit dazwischen. Und so der normale Alltag, das ist halt was, was ich immer merke und diese normalen, und das meine ich jetzt nicht abwertend, normalen Hundeschulkonzepte, einfach für solche Hundetypen oft halt einfach zu viel sind. Also so eine Stunde, so eine Gruppenstunde oder so eine Freilaufstunde, wo man dann irgendwie Hunde so in einen, ne, auf so einen Platz schickt und die sollen miteinander kommunizieren, dann fängt der Herrenschutzhund nach einer Dreiviertelstunde vielleicht auch mal an, sich für irgendeinen Hund zu interessieren. Also da sind die anderen alle schon durch und fertig und auf dem Weg nach Hause. Und dann hat der Herrenschutzhund vielleicht auch Zeit, mal zu gucken. Also es dauert halt einfach alles viel länger, weil die halt viel mehr hinterfragen und sich umgucken und das Ganze anschauen und überlegen und dann eben aus dem Quark kommen quasi.
SPEAKER_00Jetzt habe ich schon so ein paar Themen rausgehört, die Menschen bei dir vielleicht andringen, wenn sie zu dir ins Training kommen. Also sei es, dass die Hunde an der Leine pöbeln, weil sie sagen, was läufst du hier lang? Du komische Nase, oder dass sie halt auf dem Grundstück bellen, weil sie aufpassen. Gibt es denn aber noch andere Themen, die jetzt vielleicht nicht ganz so offensichtlich sind, gerade auch im häuslichen Bereich, wenn die Hunde heranwachsen, wo du sagst, also was gibt es denn da so für eine Spanne, worauf sich ein Mensch, der sich jetzt irgendwie überlegt, vielleicht mal ein Herrenschützhund dazu, also worauf könnte der sich so einlassen?
SPEAKER_02Also ich würde jetzt gar nicht auf das Heranwachsen, glaube ich, so mich festlegen wollen, aber generell, also das, was du sagst, klar, Leinenpöblerei, draußen, Artgenossen, Themen spazieren gehen. Ja, und tatsächlich ist häusliches Umfeld immer auch ein Thema, also oder meistens auch ein Thema, auch bei den Leuten, die denken, es wäre kein Thema, es ist trotzdem ein Thema. Aber was in meiner Welt tatsächlich auch oft ein Thema ist, also bei, ich muss es anders, glaube ich, aufdröseln. Herdenschutzhundhalter, Anfänger oder generell Herdenschutzhundhalter und HalterInnen, die sich da irgendwie weiterbilden wollen, die kommen natürlich auch einfach zu mir, um so ein bisschen zu gucken, läuft das alles gut. Also das gibt es auch, also wo eigentlich kein Problem da ist, aber man einfach mal so ein bisschen gucken will. Das gibt es schon so. Sozialkontakt ist tatsächlich immer ein Thema, weil du halt kaum ein passendes Sparringspartner findest für deinen Hund im Zweifelsfall. Also ein Hund, der halt da jetzt nicht, also kannst halt nicht, wenn du einen Riesenhund an der Leine hast, der dann vielleicht sich auch noch ein bisschen, ein bisschen komisch kommuniziert im Wald, dann den Leuten sagen oder beim Spaziergang, ja komm, wir lassen die mal zusammen spielen. Das sind dann die Menschen doch meistens nicht so billig.
SPEAKER_00Der muss den Dackel nur mal auf den Rücken legen, dann ist alles gut. Genau.
SPEAKER_02Nee, das ist natürlich schwierig. Oft ist es auch einfach, also nicht nur jetzt Laienpöbler mit Artgenossen, sondern Laienpöbler auch mit Menschen. Also das gibt es auch als Thema. Es ist aber auch wirklich häufig so, aber das mag sein, dass es in meiner Special Bubble einfach so ist. Also Übergriffe im häuslichen Umfeld mit der eigenen Familie oder mit Besuch sind schon ein Thema. Also Weißvorfälle, das ist schon, also ich will jetzt nicht sagen der Standard, aber es ist schon oft.
SPEAKER_00Das heißt, wenn ich mich als Mensch falsch in den Augen meines Hundes verhalte, meines eigenen jetzt, kann es schon sein, dass der dann sagt, ja.
SPEAKER_02Genau. Also es wäre denkbar, ja.
SPEAKER_00Ich halte deinen Arm jetzt vielleicht etwas länger fest, damit du verstehst, dass diese Idee doof war.
Warnsignale Vor Dem Biss Lesen
SPEAKER_02Ja, tatsächlich ist es meistens so, dass es so einen Menschen gibt dann in der Familie, der so ein bisschen gemobbt wird. Also es ist schon so. Also wie gesagt, Besuch ist nochmal, würde ich nochmal ausklammern. Da haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Besuch ist halt wirklich für viele Leute ein Trigger, weil die halt einfach davon ausgehen, dass ihr Hund, ja wie jeder andere Hund, der vorher da war, dabei sein muss, wenn jetzt der Besuch da ist und dass dann alles immer super ist und der Besuch dann aber nicht auf Toilette gehen kann, weil der Hund dann anfängt zu knurren oder sich in den Weg stellt. Das wäre jetzt noch der für Menschen schon anspruchsvolle Part, aber noch anspruchsvoller ist es natürlich, wenn die eigene Familie irgendwie beansprucht wird. Also meistens ist das, weil die Beziehung einfach zu eng ist, also Beziehung dann mit einem Menschen zu eng ist, weil wir haben ja gelernt, der Herdenschutzhund als sehr sensibler, bindungsfähiger Hund sucht sich natürlich, wenn er nichts zu tun hat, irgendwie vielleicht auch eine Person, und dann ist es oft auch einfach zu eng, diese Beziehung. Und wenn die Beziehung einmal zu eng ist, dann sind meistens andere Menschen, Partner zum Beispiel, ein bisschen ein Dorn im Auge. Und wenn die dann vielleicht auch noch so ein bisschen schwächelig sind für den Herdenschutzhund und sich vielleicht auch ein bisschen ambivalent verhalten, also nicht so gut lesbar oder mal so, mal so, dann kann das schon sein, dass der Hund halt dann in dem Fall mit diesem Menschen ein Fass aufmacht. Das muss auch kein großes Fass sein, das kann auch einfach nur, also einfach nur, das kann auch nur sein, dass der Mensch dann vielleicht, dass der Hund sich in den Weg stellt, wenn der Hund irgendwo hin will oder doch irgendwie mal auch knurrt, ne, oder den so ein bisschen anstarrt, nicht mit spazieren geht, das wäre jetzt auch aus dem netteren Bereich noch ein Thema, oder halt im Zweifel eben auch mal schnappt, ein bisschen zu beißt. Also ich möchte jetzt an dieser Stelle nochmal betonen, dass ich nicht sage, dass Herdenschutzhunde super gefährliche Killermaschinen sind, das meine ich nicht, aber wenn man halt da die meisten Menschen nicht fein genug sind, um Herdenschutzhundkommunikation gut zu verstehen. Also meistens, es kommt, oft kommt der Satz, das kennst du bestimmt auch, das kam aus dem Nix. Also es war also auf einmal plötzlich, hat der Hund gebissen. Das ist ja eigentlich nie so. Außer der Hund hat einen, keine Ahnung, irgendeine krasse. Hirntumor. Genau, ein Hirntumor. Wobei auch das hasse ich, wenn Leute sagen, mein Hund hat bestimmt einen Hirntumor. Und ich denke, nein, hat er wahrscheinlich nicht. Aber du kennst das, dass dann Leute sagen, ja, das kam aus dem Nix. Es kam für die bestimmt auch aus dem Nix. Absolut. Weil diese feinen Vorboten, dass die gekräuselte, das gekräuselte Haare auf der Nase, oder keine Ahnung, den Blick an der Stelle, ne? Oder das eben mal in den Weg stellt und der Mensch läuft außen rum. Diese ganzen Sachen in Anspruch nehmen von denen. Dass man einfach sagt, okay, der Hund liegt jetzt auf der Couch oder auf meinem Sessel, dann nehme ich halt einen anderen Stuhl. Wenn man das alles immer wieder übersieht oder nicht wahrnimmt, und dann irgendwann kommt halt der Punkt, wo der Mensch dann sagt, Mensch, jetzt sitzt der schon wieder auf meinem Sessel, ich schicke den mal runter und der Hund sagt, ich liege hier seit zwei Jahren. Ich glaube nicht. Und dann kommt das für die Leute aus dem Nix. Aber in der Regel gibt es ja Vorboten. Nur wenn es dann mal so aus dem Nix passiert, passiert es für die meisten Menschen sehr heftig, weil die nicht damit rechnen. Das heißt jetzt nicht, dass man seinen Arm verliert, aber es ist vielleicht auch doch ein bisschen doller, als man es halt denkt. Also das kann von Katzer, blauer Fleck, das kann eigentlich alles sein. Nur wenn du halt eben einen Hund hast, der, und das habe ich auch oft, dass Leute mir dann sagen, ja, wenn das so wäre, also ich frage ja auch immer dann im Erstgespräch, gab es irgendwie schon mal einen Übergriff oder irgendwie ein Thema und so. Und manchmal höre ich dann eben auch den Satz, ja, wenn der das machen würde mit mir, dann würde ich dem schon zeigen, wer hier der Chef ist. Und dann denke ich, ja, auch wenn dein Hund 80 Kilo wiegt und ernsthaft vor dir steht, ich glaube nicht. Also das unterschätzen die Menschen halt auch. In meiner Welt, ich kenne das, ich weiß, wie das ist. Das fühlt sich nicht schön an. Also ich hatte schon öfter solche Situationen. Das heißt jetzt nicht, dass das gut ist, aber ich hatte sie halt schon und ich weiß, ich kenne die Ernsthaftigkeit in diesem Kontext dann die Ernsthaftigkeit zu sagen, ich bringe dich um, ja, oder ich, wenn du dich jetzt nicht an, wenn du es jetzt nicht, wenn du es jetzt verkackst, haben wir ein Thema. Ich kenne den Klick und der ist halt einfach nicht zu unterschätzen. Ich sage nicht damit, dass die Menschen das unbedingt auch ausprobieren müssen, besser nicht, weil da kommt es wirklich auf Kleinigkeiten an. Aber diesen Satz, ich zeige dem dann schon, also wenn der das machen würde, also die Menschen, die hier in meinem Kundenkreis sind und die eben genau das haben, in der Regel, da muss ich jetzt einmal kurz auf ein Geschlecht ansprechen, weil es einfach öfter so ist in meiner Welt. Es sind tatsächlich meistens die Männer in der Familie, die irgendwie leiden müssen. Aber auch einfach, weil die oft der klassische Mann oder der klassisch männlich gelesene Mensch halt einfach auch ein bisschen steifer ist, vielleicht und manchmal ein bisschen schwieriger zu verstehen, für den Herdenschutzhund. Und deshalb müssen die oft so ein bisschen, sind die eher so ein bisschen gefährdet in diesem Bereich zu rutschen. Und die sind dann, also die, die es betrifft, die sind dann wirklich oft auch sauer, das verstehe ich, aber die wissen schon auch, dass das jetzt nicht so ist, dass du dem Hund dann einfach mal zeigst, wer jetzt hier der Chef ist. Also das ist dann, es ist so eine Mischung immer relativ schwierig dann bei den Menschen, bei diesen Menschen, die es betrifft, so eine Mischung. Also ich bin sehr sauer und ich habe aber auch Angst. Also, und das ist nichts Schlimmes. Also es gibt Menschen, die sind groß und stark und alles ist gut. Und trotzdem, und auch ich, ne, also ich bin nicht losgelöst von Angst. Also ich gehe.
SPEAKER_00Ist ja auch sehr gesund.
SPEAKER_02Ja, es ist meine Lebensversicherung.
SPEAKER_00Also es ist einfach so ein bisschen Selbstschutz und ich glaube, das kann keiner nachvollziehen, der noch nicht wirklich einem ernsthaften Hund gegenübergestanden hat. Also es ist so ein ganz anderes Gefühl, ob du, ich weiß auch nicht, ne, also es gibt ja manchmal Hunde, die knurren dich an oder haben irgendwas, wo du so weißt, ach komm, pos hier nicht rum. Aber dieses Ernsthafte, wenn die dich angucken und du weißt ganz genau, oh oh, und dann läuft dir das schon so kalt den Rücken runter. Das ist ein ganz klares Zeichen. Und wenn du dann außer dieser Situation rauskommst und so, das Adrenalin wieder langsam wegfluten spürst, weißt du, das war halt auch einfach ernst. Und das machst du nicht mal eben so, wenn du nicht abgesichert bist und so weiter. Also was willst du denn dann tun? Der Hund hat halt immer viel bessere Argumente als du selber. Genau.
SPEAKER_02Also auch kleine Hunde, möchte ich nochmal kurz sagen. Die haben auch, die wissen auch, wo sie hinbeißen müssen, damit es richtig unangenehm wird. Aber wie gesagt, ich gehe nicht so jetzt, also wie gesagt, ich arbeite viele Jahre schon mit Tierheimen zusammen. Ich arbeite auch mit vielen Hunden. Das klingt immer total eingebildet, so meine ich das aber wirklich gar nicht. Ich arbeite meistens in den Tierheimen ja mit Hunden, mit denen jetzt andere Leute nicht arbeiten. Also wo dann vielleicht wirklich nur, in Anführungszeichen, nur ich rein kann oder wo jetzt nicht tausend Menschen da Gassigär sind, sondern vielleicht nur ich. Und noch zwei, drei andere Menschen. Aber auch da gehe ich halt, ich gehe nicht einfach in jeden Zwinger. Also wenn mir ein Hund vorgestellt wird und uns dann heißt, guck dir den mal an, dann laufe ich jetzt nicht einfach da rein, weil ich denke, ich kann das. Also bestimmt nicht. Also ich muss mir das auch erstmal angucken. Also anders wäre ich wahrscheinlich auch schon tot, wenn das so wäre. Ich gucke mir das an, ich mache dann auch erstmal im Zweifel, je nachdem, was es für ein Hund ist, gucke ich mir dann auch mehrfach an, also an mehreren Tagen, versuche irgendwie vielleicht eine Beziehung herzustellen. Ich merke dann natürlich ausgrund meiner Erfahrung, relativ schnell ist der Hund offen, kommuniziert der oder nicht, also kommuniziert er mit mir oder nicht. Das kann auch sein, dass er mich anbält, ist auch Kommunikation. Also passiert da irgendwas oder passiert da nichts? Und dann überlege ich irgendwann, insbesondere dann, wenn der Hund natürlich keinen Mockkop trägt, ob ich da jetzt reingehe oder nicht. Aber ich laufe nicht bei jedem rein und ich greife da auch nicht bei jedem Hund irgendwie hin und mache dies und das und das, was du sagst, diese Situation. Genauso fühlt sich das eben auch an. Und das brauche ich jetzt auch nicht jeden Tag. Also ich bin jetzt auch nicht ein Adrenalin-Junkie, der jeden Tag hier denkt, sicher wie so ein Nahthoderlebnis. Also ich bin natürlich froh, wenn es nicht so ist. Aber manchmal passiert es halt.
SPEAKER_00Und da kann man auch echt diesen Spruch mit den zitterndenden Knien erst nachempfinden.
SPEAKER_02Ja, toll. Die zittern dann wirklich. Also es ist halt einfach so. Und ich finde, ich kann, glaube ich, auch meinen Kundenkreis so gut nachvollziehen, weil ich eben diese Situation auch schon alle hatte. Ich habe Übergriffe im häuslichen Umfeld, ich lebe mit Hunden zusammen, die gefährlich sind, wo ich nicht einfach sagen kann, ich gehe da jetzt rein. Also das ist einfach ein anderes Gefühl, also wo man nochmal drüber nachdenkt. Und eben genau das, was du sagst. Also ich habe da auch Situationen, wo ich halt, ich bin dann zusammengebrochen. Ich war schweißgebadet, der Hund, wenn ich mich falsch verhalten hätte, in Anführungszeichen, also wenn ich was Blödes gemacht hätte oder nicht im Vorfeld doch eigentlich eine ganz gute Beziehung gehabt hätte, hätte ich heute kein Gesicht mehr. Also das wäre so gewesen. Und dann gehst du aus dem Zimmer raus, weil du es irgendwie geschafft hast, dich aus der Situation zu lösen. Und dann brichst du halt erstmal kurz zusammen. Das ist halt so. Also ich bewundere jeden Menschen. Es gibt einige in meinem Umfeld, die ich kenne, die wirklich überall reingehen und die, die sich an alles rantrauen. Ich bin nicht so. Also bin weit davon entfernt. Ich wäge schon immer ab. Ich mache manchmal vielleicht für Menschen etwas waghalsige Sachen, aber die sind für mich nicht waghalsig. Also für mich ist das, fühlt sich das nicht so an.
SPEAKER_00Das passt eigentlich jetzt ganz gut als Überleitung zu nicht einfach Hund. Das hast du ja auch auf deiner Website. Nicht einfach Hund. Ist ja im Endeffekt, wenn ich es richtig verstanden habe, etwas, was von Hundetrainerinnen-Seite schon sehr viel versucht wird. Und also ich kenne das Konzept, Menschen vor dem Kauf eines Hundes zu beraten, bestimmt schon seit 30 Jahren. Und immer wieder, wenn man mit Menschen redet, die das anbieten, hört man aber auch das Gleiche. Ah ja, in den letzten zehn Jahren, das kann ich an einer Hand abzählen und so weiter. So, und deswegen ist ja sehr wahrscheinlich nicht einfach Hund entstanden. Möchtest du ganz kurz darüber was jetzt sagen?
SPEAKER_02Ja, ne? Genau, also ich habe ja, ich biete ja eine Hundetrainer- und Hundetrainerinnen-Ausbildung an. Und da war es natürlich auch so, dass ich da, also und ich habe oft Praktikantinnen und Praktikanten von, also Hundetrainer und Hundetrainerinnen, die dann eben kommen. Und da war man natürlich immer so im Gespräch und das, was du sagst, also ich kenne auch nur Menschen, mit denen ich mich unterhalte, die alle sagen, sie bieten das an. Und wenn du Kunden fragst, entweder die sagen dann, ach, ich weiß gar nicht, wusste gar nicht, dass das angeboten wird, oder sie machen es halt nicht, weil sie denken, Internet ist schlauer oder ich hatte ja schon immer Hunde. Also es wird einfach wirklich nach wie vor einfach nicht in Anspruch genommen. Und mit diesen teilweise dann, ne, mit dem Netzwerk, das ich mir aufgebaut habe, durch eben die Ausbildung und auch durch die Hospitation hier, ist das halt so entstanden zu sagen, wir machen so eine Art Netzwerk. Also jeder macht das natürlich für sich, also jeder Kollege und jede Kollegin macht es für sich. Aber es gibt eben diese Seite, die ist recht statisch. Wir haben am Anfang viel versucht, da Werbung auch zu machen und so, aber es ist ein bisschen müßig, weil du sagst es ja selber, seit 30 Jahren passiert da nichts. Und wenn man mit erfahrenen Menschen redet, die schon lange im Business sind, die sagen auch, ach, gib's doch auf, mach's doch einfach nicht. Ja, also finde ich aber irgendwie schade. Ich würde es ja immer auch versuchen. Genutzt wird es nicht. Also da bin ich ganz offen. Nicht nur, das ist dann auch der Grund, warum irgendwann auch nicht mehr viel gepostet wurde, außer wenn jetzt jemand Neues dazu kommt, ein neues Mitglied in Anführungszeichen im Netzwerk, dann wird da schon auch mal was gepostet. Und dann stelle ich die auch vor, die oder denen auf Social Media, auf Instagram. Aber ja, also ich würde, ich fände es schön, wenn es einfach ein bisschen mehr Publik wäre. Wir haben ja heute auch schon drüber gesprochen, über diese Beratung vor dem Kauf, weil es einfach möglichst macht. Also wir Hundetrainer und Hundetrainerinnen können das, also wir guten, wir können das, wir können das einschätzen, wir stellen ein paar Fragen, wie lebst du, was stellst du dir vor, wie ist dein Tagesablauf, was wünschst du dir, kurze Haare, lange Haare. Also wir gehen ja schon auch auf diese optischen Sachen auch ein. Also du musst ja jetzt nicht jemand, der sagt, ich will aber keinen Tricks zu Hause haben. Du musst jetzt nicht umschwingen. Und den Schafpude.
unknownGenau.
SPEAKER_02Nicht über diesen langer Hund aufs Auge drücken, vielleicht dann eher einen Goldfisch. Aber gut, das war jetzt, das ist ein bisschen böse, hatte ich auch schon, dass Menschen sich dann so überreinig sind und ich mir denke, dann hättest du ja jetzt wirklich einen Goldfisch holen können. Nichtsdestotrotz haben wir da ja Ideen und die stimmen auch meist. Also man kann ja auch drüber sprechen, aber es macht durchaus Sinn, sich einfach beraten zu lassen, weil man eben immer auch gucken muss, wo kriegt man denn sonst eben Informationen zu diesem Hund, den man sich vielleicht ausgesucht hat. Also zu der Rasse und auch dann zu dem einzelnen individuellen Hund. Also geht man in ein Tierheim und es gibt natürlich sehr unterschiedliche Tierheime, auch Menschen, die dann in den Tierheimen arbeiten, gibt es natürlich besser informierte, schlechter informierte. Und da ist halt die Frage, stehst du dann vor dem Zwinger und der eine sagt dir das und der andere sagt dir was anderes? Und dann kannst du das ja auch nicht richtig einschätzen. Und ich glaube, jemand, der da schon lange in diesem Bereich arbeitet, kann es eben auch gut einschätzen. Und wenn man das, du hattest ein schönes Beispiel dafür für eine gelungene Vermittlung, sage ich jetzt mal. Ich hatte ein schönes Beispiel dafür und ich glaube, viele KollegInnen haben das auch. Also, dass wenn dann eine Beratung gemacht wird, und die Menschen das verstehen, dass das auch gut endet. Und nicht eben damit, dass man denkt, oh, ja, ich habe es mir jetzt irgendwie anders vorgestellt. Ich wollte eigentlich einen Schulhund. Jetzt kann ich den Hund nicht mitnehmen, weil er hasst Kinder. Also da muss man sich eben auch schon drauf einstellen, dass man dann auch sein Leben lang, wenn das denn Menschen sind, die dann auch wirklich den Weg bis zum Ende gehen. Das ist schon auch anspruchsvoll. Also ich finde es toll, wenn Menschen das machen. Aber teilweise müssen sich meine Kunden und Kundinnen auch sehr einschränken. Also das ist schon krass. Also ich habe mir natürlich mein Leben so ein bisschen so ausgesucht, ne, mit den Hunden, mit denen ich so zusammen lebe. Aber ich kann ja nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch auch gewillt ist, sich irgendwie jetzt hier metallverstärkte Türen einzubauen und weißt du, ja, 2,50 Meter Doppelstab den Garten zu pflastern. Da hat auch nicht jeder Bock drauf.
SPEAKER_00Ja, und es ist halt so, im Tierheim, selbst wenn die gut beraten wollen, sie können nun mal nicht, wenn sie den Hund nicht von klein aufkennen, sondern sie haben ihn da reinbekommen, dann haben sie ihn im Tierheimumfeld. Sie können halt ganz schwer vorherstellen. Sagen, wie wird es denn in einem häuslichen Umfeld wieder werden? Das ist das eine. Und das andere, auch sehr, sehr gute Züchter haben trotzdem eine rosarote Brille ihrer Rasse gegenüber auf. Also auch wenn die gut beraten wollen, trotzdem sehen sie vielleicht manche Themen ihrer Rasse, egal ob das jetzt Herdenschutzschutzhunde sind oder Bordercollies oder sonst was, sie sehen die Themen vielleicht gar nicht so dramatisch, weil sie leben ja schon seit 40 Jahren mit dieser Rasse und ist doch alles easy peasy und nett. Und dann ist halt so eine Sicht von außen schon nochmal nett. Und gar nicht mal, weil der Hundetrainer dann plötzlich oder die Hundetrainerin dann da hingeht und sagt, ja, der Tierschutzhund wird so und so, das nicht. Aber weil Möglichkeiten durchgesprochen werden können. Was könnte dieser Typ Hund mitbringen, was könnte das bedeuten, wollt ihr das ja oder nein? Und natürlich kann es auch alles easy peasy sein und ganz einfach und super funktionieren, aber dass das zumindest auf dem Schirm dann ist und nicht so weg, ne, ja.
SPEAKER_02Ich finde auch, wenn du Leute, also ich bereite wirklich immer auf so Worst-Case-Szenarien vor. Also ich spreche immer gerne Worst-Case-Szenarien durch mit Menschen. Also ich erinnere mich da an die ein oder andere, an das ein oder andere Gespräch mit Menschen, die sich gewisse Hunde aus dem Tierheim oder Tierschutz dann nehmen wollten, die ich auch kannte oder einschätzen konnte, wie auch immer. Und in dem Fall ist es wirklich so, dass ich sage, was passiert, wenn der Hund, wenn du mit dem dann zu Hause bist und keine Ahnung, drei Tage oder drei Monate oder drei Jahre später steht der vor dir mit schönen Gebiss geöffnet und sagt dir so, du kannst jetzt hier nicht mehr rein. Was machst du dann? Ist das für dich ein Problem? Ja, also wir hoffen natürlich, dass das nie passiert, ja. Aber es ist natürlich gut, wenn man auf diese Worst-Case-Szenarien irgendwie vorbereitet, zumindest mental, vorbereitet ist. Ich erinnere mich an eine Vermittlung von einem Herdenschutz und da ging es halt auch darum, da habe ich zu den Leuten gesagt, es war ein Hund, der sehr otag war, also auch eine sehr otage Rasse, ganz lange auch irgendwie mehr oder weniger alleine klargekommen, lange im Tierheim und so weiter. Und da gab es Interessenten und ganz tolle Menschen, die auch schon Rasse, also Typuserfahrung hatten. Und trotzdem habe ich gesagt, was, was, also wenn der Hund jetzt wirklich mit euch nichts zu tun haben will und ihr dem ein, ich sage jetzt mal das böse Wort, Zwinger baut draußen im Garten, also ein eigenes Haus, ne, für den, und ihr den nur füttert und hallo sagt und er euch da nicht meucheln will, ist es für euch okay. Und dann haben die Leute gesagt, ja, es wäre halt schön, wenn nicht, aber, also wenn mehr geht, aber wenn das ist, dann ist das auch okay. Und dann denke ich, okay, dann können wir es versuchen. Weil dann ist ja klar, was im Worst Case passiert. Der Hund hat ein eigenes Haus draußen und ihr wohnt da und er wohnt da. Und wenn das für euch fein ist, ist doch super. Dann kommen wir nämlich wieder zu der Erwartungshaltung, ja, weil man dann einfach auch den Hund nicht so stresst. Und es kam viel mehr dadurch jetzt in diesem einen Fall. Also die gehen mit dem teilweise, glaube ich, auch in die Stadt und so. Also richtig tolle Sachen, von denen man aber einfach auch wieder, das habe ich ja auch schon gesagt, gesagt habe, wir schauen mal, wie es ist. Also wenn es so ist, dann wohnt der halt da, ja. Und alles, was on top kommt, das finde ich schön, muss aber auch das sein. Also das meine ich mit so Worst Case. Muss nicht immer auch beißend sein. Es kann auch wirklich sein, wenn der Hund einfach nichts mit dir zu tun haben will. Es ist halt schade, aber passiert manchmal.
Hospitation Seminare Und Lernen Am Hund
SPEAKER_00Ja, also je weniger Erwartungshaltung da ist, desto weniger Druck kann auch so sensible Hunde ausgeübt werden. Das ist so das. So, nicht einfach Hund. Weiterbildung, Seminare, Hospitation hattest du gerade auch schon so angesprochen. Da brauchen wir ja gar nicht so in die Tiefe gehen. Also jeder, der sagt, ich habe Bock, genau von diesem Menschen, der hier schon ganz schön viel Wissen preisgegeben hat, noch mehr zu hören und noch mehr zu lernen und gerade vielleicht auch im Bereich Herdenschütze nochmal so ein bisschen mehr über die Schulter zu blicken. Der kann ja erstmal vielleicht mit einer Hospitation anfangen, das buchen, schauen, wie das so ist und bekommt dann vielleicht Bock, auch noch mehr zu machen. Also ich habe geschaut, du hast da ja echt viel auch im Angebot und auch schöne Sachen. Und ja, ich selber liebe Weiterbildung und Seminare. Ich finde das immer total cool. Ich mag das. Ich kann da auch nur für werben.
SPEAKER_02Ich finde es auch immer schön, wenn Kollegen da sind, weil das einfach immer dann auch ein netter Austausch ist. Also es geht ja nicht darum, dass jemand zu mir kommt und ich dann sage, so und so ist es, ne? Und so und so ist die Welt, ja, sondern man erlebt ja Dinge einfach gemeinsam. Und das Schöne ist, dass das halt wirklich gerade bei Hospitation auch oft, also nicht immer, ich kann das ja nicht hervorrufen, aber manche schon. Aber manchmal ergeben sich einfach so schöne Situationen, so Kleinigkeiten, wo dann auch die KollegInnen, die das auch wirklich offen der Sache entgegenstehen, entgegenstehen, ja, dann einfach sagen, das war so eine coole Situation, die hatte ich so halt noch nicht. Und es ist halt einfach dann auch ein anderer Ansatz, zu sagen, so, jetzt bevor wir eskalieren und uns aufbauen und das machen, was in irgendeinem Hundetrainer-Lehrbuch steht, atmen wir mal kurz durch und lassen uns nicht triggern, weil sonst haben wir gleich den Hund im Gesicht. Also das ist einfach, das sind immer so schöne kleine Momente, die sich da manchmal ergeben. Und tatsächlich, also ich mache ja sowohl online als auch Präsenz, Seminare, Weiterbildungen, was auch immer. Online geht natürlich auch, klar, das sind dann halt so allgemeinere Dinge, ne? Aber ich glaube, wenn man da so ein bisschen in die Materie einsteigen möchte, richtig, dann ist man natürlich mit einer Hospitation vor Ort oder mit einem Seminar, wenn ich irgendwo mal unterwegs bin. Dieses Jahr bin ich nicht so viel unterwegs, weil ich halt tatsächlich auch aktuell mit der Hundesituation zu Hause so ein bisschen Schwierigkeiten habe. Ich habe noch einen palliativen Hund und so, da ist es natürlich immer ein bisschen kompliziert, auch unterwegs zu sein. Aber nichtsdestotrotz bin ich ja ab und zu mal unterwegs. Und genau, ansonsten Seminare oder wenn man den Weg ins schöne Saarland wählt, hat man natürlich im Zweifel den vollen Überblick, weil da gibt es die einen, die die Hunde im Tierheim oder in den Tierheimen, die ich betreue, mit denen man dann auch in Kontakt treten kann, wenn der Hund das möchte und der Mensch. Und dann natürlich auch die in Anführungszeichen arbeitenden Herdenschutzhunde bei mir, die ja eher zweiter Bildungsweg sind. Also es sind ja keine klassischen, ausgebildeten arbeitenden Herdenschutzhunde, sondern Hunde aus dem Tierschutz, die eben aber sich ganz talentiert darstellen. Das kann man beobachten. Das kann ich natürlich jetzt nicht auf Deutschlandtour nehmen, weil dann müssten sich auch alle Ziegen mit einpacken. Und immer auch entsprechend die Umgebung. Genau, also das wäre dann halt eben hier vor Ort zu erleben. Und ja, ich freue mich, wie gesagt, immer über jeden, der dann kommt und dem ich da ein bisschen...
Gnadenhof Plätze Und Auswahl Aus Tierheim
SPEAKER_00Und weil das nicht genug ist, was du so tust und treibst. Hast du, haben wir ja auch schon angesprochen, noch diesen kleinen Gnadenhof.
SPEAKER_02Genau, ich habe genau für Herdif, genau. Wie viele Plätze hast du da so?
SPEAKER_00Also wird der schwanken, aber.
SPEAKER_02Ja, also grundsätzlich wäre die Möglichkeit da, je nach Hundetyp und je nach Persönlichkeit sechs Plätze zu haben. Also sechs Plätze gäbe, ist rein theoretisch. Kommt, wie gesagt, aber immer darauf an, wie viel Raum der Hund braucht und wie viel Zeit auch von mir. Aber grundsätzlich war das so bisher immer so der Schnitt. Und ja, ich hatte jetzt tatsächlich im letzten Jahr, also seit Oktober, in, glaube ich, nicht mal einem halben Jahr, einige Hunde verloren, also durch Tumorerkrankungen, sonstigen Quatsch, den kein Mensch braucht. Teilweise sehr unerwartet und aktuell sind Plätze frei, aber bevor jetzt wieder alle ausrassen, ich habe schon gelesen, Warteliste. Also es gibt eine Warteliste und die Plätze werden auch nachgesetzt, aber es kommt halt eben auch immer ein bisschen drauf an, was halt passt. Also welcher Hund hat es am nötigsten und so weiter. Wer kann da aus den Tierheimen? Also ich nehme ja eh nur Hunde aus Tierheimen, keine von Privat ausgründen. Und die Hunde aus Tierheimen, da gibt es halt auch welche, die haben es vielleicht ein bisschen mehr verdient, andere weniger, aber das ist halt auch eine superschwere Entscheidung. Also das wären die Hundeplätze und der Hund muss das hier natürlich auch wollen. Also es gibt viele Hunde, auch Herdenschutzhunde oder gerade Herdenschutzmixe. Die müssen, die einfach mental nicht stark genug sind für hier. Das klingt immer ein bisschen komisch, aber du brauchst natürlich schon, man muss halt hier reinpassen. Also wenn dich dann der Kaukas anschreit, dann musst du das halt auch mal kurz aushalten können und nicht zusammenbrechen und denkst, oh Gott oh Gott, mein Leben ist vorbei. Das ist das eine. Dann gibt es noch ein paar Laubenten, die natürlich auch eben von den Herdenschutzhunden bewacht werden, auch wenn es, das sagen wir jetzt ganz leise, damit es hoffentlich der Herdenschutzhund nicht hört, da nicht wirklich eine Notwendigkeit gibt, weil die Laufenden leben ja schon auch relativ safe. Aber grundsätzlich haben die ein Wachpersonal. Es gibt noch ein paar Ziegen. Alle Tiere, die hier leben, sind aus dem Tierschutz, also auch die Enten und die Ziegen sind aus dem Tierschutz. Genau, und das ist eigentlich eine ganz gute ganz gutes Zusammenspiel. Und die Katze darf man natürlich auch nicht vergessen, die jetzt so mehr oder weniger zufällig hier.
SPEAKER_00Herrscherin über alles.
SPEAKER_02Ja, also sie kam schon teilweise an ihre Grenzen. Also als dann ein Kangal und zwei Kaukasen sie verfolgt haben, weil das ist eher so eine Koexistenz, als irgendwie jetzt wirklich eine Leidenschaft und eine Liebschaft. Man wohnt halt so zusammen. Also die Katze ist trotzdem irgendwie für die Hunde eher so Beutegreifer, gerade was die Enden angeht. Und als dann, also nur mit einem Hund kommt sie ganz gut klar, als dann diese drei Hunde sie verfolgt haben, da hat sie, hat sie, glaube ich, kurz einen kleinen Moment, das würde sie nicht zugeben, aber einen kleinen Moment von Angst. Aber sie hat es gut überlegt. Weiß jetzt halt, dass sie manchmal dann gucken muss, wie viele Hunde gerade im Garten sind und sich dann überlegt, ob sie den Garten querkreuzt oder ob sie es vielleicht später macht. Lernen durch Erfahrung. Genau. Also der Katze geht's gut. Da möchte ich kurz nochmal betonen, der Katze geht es gut, die hat hier ein schönes Leben. Und alles, Fun Fact, also alles unter Kangalgröße ist natürlich Opfer. Also die Kundenhunde hier, die haben hier schon manchmal ein bisschen hartes Los. Also wenn dann eben diese American Bully da steht und die Katze denkt, weiß ich nicht, wer du bist, also du bist einfach klein, nämlich gar nicht ernst. Das ist die meisten Hunde. Auch ein bisschen komisch, weil die dann denkt, ich wollte dich eigentlich umbringen. Und die Katze sagt, nö, glaube ich nicht.
Skangalös Spendenaktion Und Faire Kleidung
SPEAKER_00Versuch's. Und so als allerletztes auf dem Zettel habe ich noch das Stichwort skangalös. Ja, das ist ja kangalös. Wortspiel.
SPEAKER_02Genau. Ein ganz tolles Projekt, wie ich finde, wenn ich das von einem eigenen Projekt so sagen darf. Nein, also es geht bei skangalös darum, ein Hund ist ein Statussymbol, ist ja so ein bisschen die Message. Das ist also eine Initiative für Herdenschutz und Tierschutz. Ich bemühe mich da, in den letzten Jahren ist es ein bisschen eingeschlafen, das muss ich auch zugeben, aber ich habe jetzt ein neues motiviertes Team, das wird jetzt auf jeden Fall nochmal ein bisschen Fahrt aufnehmen. Genau, also es werden quasi immer verschiedene Tierheime unterstützt. Also wenn jetzt ein Tierheim, also darf sich auch gerne jeder melden, sagt, wir haben hier so ein paar Herdenschützer und für den einen wäre es cool, der braucht irgendwie eine OP oder so, wir sammeln Spenden, dann würde ich, würden wir mit Skangalös Aufrufe machen. Es gibt dann irgendwelche Aktionen, Versteigerungen, wie auch immer. Also das kann, das kann ganz unterschiedlich sein. Und die Einnahmen davon werden dann eben gespendet an dieses Tierheim, um das es dann eben geht. Und da kommt eigentlich, also in den letzten Jahren sind da schon ganz gute Summen zusammengekommen. Das Kernkonzept von Skangalös ist, neben der Message natürlich, aber die Klamottenlinie. Also ich arbeite da mit einer lokalen Druckerei und mit einem ganz tollen Klamottenlabel zusammen. Oder wie kleidt man das Klamottenlabel? Also es ist so eine fair bio-vegane Klamottengeschichte. Die obare. Sehr gutes Produkt, sehr wertig. Und da kommt halt eben, gibt es halt eben diese verschiedenen Designs und Motive von Skangalös. Genau, die Webseite ist aktuell, das kann ich ganz offen sagen, noch etwas durcheinander. Das liegt halt daran, dass ich ja, wie ich glaube ich auch schon mal zwischendrin gesagt habe, so eine One-Woman-Show bin. Also ich versuche sehr viele Sachen zu machen. Es ist halt dann, die Qualität an manchen Stellen lässt etwas nach. Nein, also es wird noch ein bisschen schöner gemacht und die Usability nennt man es, wird ein bisschen verbessert, sodass es auch ein bisschen übersichtlicher ist. Also es gibt im Prinzip drei, vier, fünf verschiedene Motive. Man darf sich also, man kann sich das Produkt aussuchen, also T-Shirt, Pulli, Jacke, wie auch immer, in der Wunschfarbe. Und man darf sich auch, und das habe ich ganz bewusst so offen gelassen, auch eben sein Motiv wünschen. Also man hätte jetzt natürlich auch einfach sagen können, es gibt den Hoodie und der hat das und das, den und den Druck, wie das auch andere Labels machen. Und bei uns ist es halt eben so, dass man sich aussuchen kann. Und das ist halt immer, finde ich, ganz schön, weil ich mir das auch wünschen würde. Aber umso mehr Möglichkeiten mehr man hat, umso mehr durcheinander könnte es halt eben auch geben. Und genau, da sind wir aber dran am arbeiten, dass es uns bewusst. Das heißt, wenn jemand so ein tolles, einen tollen Hoodie, eine tolle Jacke oder was auch immer haben möchte und nicht zurechtkommt auf der Webseite, dann meldet euch bitte und fragt. Ich gebe Hilfestellung, was am besten passt. Also bis jetzt waren alle Menschen, die die Sachen gekauft haben, immer sehr zufrieden. Ich selber bin ja mein bester Kunde, das heißt, ich habe auch alles Mögliche. Der halbe Kleiderschrank besteht aus Gangalös, weil einfach die Sachen einfach super cool zu tragen sind. Und halt eben auch noch Fairtrade und so weiter. Das ist halt einfach schön.
Kontaktwege Online Termin Und Vor Ort
SPEAKER_00Wo, wenn jetzt Rückfragen sind oder wenn Menschen Themen mit ihren eigenen Herdenschutzschutz... Oh Gott, ich habe im Kopf die ganze Zeit Herdenschützer und Herdenschutzhunde. Und daraus entstehen ganz merkwürdige Wortneuschöpfungen. Also wenn ihr schon festgestellt habt im Verlauf des Podcasts, dass ich manchmal komische Sachen sage, liegt es an Herdenschützer und Herdenschutzhund. Also, okay, die Themen mit diesem Typ Hund haben und sie möchten vielleicht bei dir ein Intensivtraining, Training, wie auch immer, buchen, je nachdem, also wer auch von weiter wegkommt, du bietest ja auch so Trainingswochen an. Dann könnte man gegebenenfalls vielleicht die Anamnese online machen, je nachdem. Also da gibt es ja diverse Möglichkeiten heutzutage, um Sachen möglich zu machen, auch wenn das andere Ende von Deutschland der Wohnsitz sein sollte. Wenn da irgendwie Sachen sind, wie erreicht man dich am besten? Über die Website oder ja, weil Instagram ist ja meistens so ein bisschen so ein Glücksspiel. Nee, also auch jetzt bei dir weiß ich nicht, aber bei mir finde ich, es landet ganz viel in den Anfragen und dann sehe ich das manchmal erst nach drei, vier Wochen und also Instagram ist manchmal nervig.
SPEAKER_02Ja, also ich glaube, ich habe es bisher eigentlich ganz gut im Griff so mit Instagram und den Nachrichten. Nichtsdestotrotz ist es bei mir auch manchmal so, also ich bemühe mich dann schon immer relativ schnell auf irgendein anderes Medium zu wechseln, weil es einfach, ich da jetzt auch nicht fünfmal am Tag reingucke. So, muss man jetzt auch mal sagen. Aber tatsächlich, also außer wenn irgendeine Nachricht verschütt gegangen ist, kriegt man von mir immer eine Antwort. Also wenn irgendjemand keine Antwort kriegt, dann liegt es eher daran, dass ich es wahrscheinlich nicht erhalten habe oder irgendwie übersehen habe. Also dann sehr gerne immer noch mal Fragen. Also Instagram wäre auch möglich. Der für mich schönste Weg, wenn ich mir einen aussuchen könnte, ist halt immer per E-Mail. Tatsächlich kriegt man dann erstmal immer so eine Standardnachricht, dass es halt ein bisschen dauern kann. Und dann vielleicht kriegt man auch noch eine Standardnachricht zu dem, was man sich gewünscht hat. Also wenn es jetzt gerade um eine Anamese geht oder um eine Beratung, ne? Aber die Standardnachricht dient einfach nur dazu, und das steht auch in der Standardnachricht drin, dass ich die Fragen ja immer die gleichen sind. Und deshalb gibt es diese Standardnachricht. Ich lese aber jede einzelne E-Mail und man ist auch mit mir direkt in Kontakt. Das ist jetzt nicht irgendwie eine KI, die das antwortet, sondern es bin schon nicht. Also E-Mail ist immer der schönste Weg, der sicherste Weg, weil das auch immer gesehen wird und ankommt und so weiter. Und selbst da, wenn man keine Antwort kriegt, immer nochmal nachfragen, weil dann hat vielleicht irgendwie, keine Ahnung, der Provider, die juckt, ich weiß es nicht, was dann damit passiert ist. WhatsApp geht auch, aber eigentlich ist es mir immer am liebsten der Kontakt über E-Mail, weil dann kann ich es auch in meinen Ordnern ablegen und immer nochmal nachlesen und so weiter. Das ist für mich eigentlich immer am schönsten, genau. Ansonsten die Webseite, es gibt ja einmal hundelverstehen.saarland. Das sind die ganzen Infos drauf. Und dann gibt es eben noch den Shop, wo man dann eben auch schauen kann, was für ein Produkt für einen passt. Also der wäre dann Härtenschutzhunde-Verstehen.com. Das ist der Shop. Und da gibt es, und das ist eigentlich immer am schlausten für alle Beteiligten, diesen Online-Kennenlern-Termin. Das ist also einfach ein persönliches Gespräch, wo der Kunde, die Kundin einmal sagt, um was es geht. Und ich dann oder wir gemeinsam dann einfach schauen, kann ich helfen, wie kann ich helfen, wie kommt man am ehesten zusammen. Weil, wie du schon sagst, ich habe natürlich nicht nur Anfragen aus dem Saarland, sondern aus ganz Deutschland, teilweise auch Schweiz, Niederlande und so weiter, Österreich. Und da ist es halt nicht immer möglich, dann gleich zu kommen, also die Leute herzukommen. In der Regel ist es schon gut, wenn man sich auch persönlich sieht. Also das wirst du ja auch kennen. Manche Sachen kannst du halt einfach nicht online machen, das funktioniert einfach nicht. Aber wenn es um so Basics geht, da kann ich schon auch fernmündlich ein bisschen weiterhelfen. Also das geht schon. Aber natürlich der direkte Weg hierher wäre oder also wenn es jetzt im Umkreis von, weiß ich nicht, ein paar Stunden ist, mache ich auch Termine vor Ort. Also das kommt immer drauf an. Das ist natürlich ein bisschen kostspielig, klar, wenn ich da zu den aktuellen Spritpreisen durch ganz Deutschland heize. Aber das geht schon. Also es ist halt manchmal, ich verstehe es ja, wie es ist, dann fährt der Hund, also gerade bei Herdenschutzhunden, dann ist der Hund vielleicht nicht verladebar, also der fährt kein Auto oder gerade das ist vielleicht auch sein Problem, kann nicht Auto fahren. Und ich sehe dann natürlich in dem Fall auch das Umfeld ein bisschen besser, weil der Lebensraum natürlich auch immer wichtig ist. Und wenn mir jemand beschreibt in der Anamnese oder auch bei einem Intensivtag hier, wie man so lebt, dann ist aus meiner Erfahrung heraus das nicht immer so, wie es wirklich ist. Also einfach meine Einschätzung. Also es gibt ja Menschen, die sagen, ja, wir haben einen Garten. Und dann frage ich ja, ist das ein großer Garten oder ein kleiner Garten? Und sage, ja, ein großer Garten. Dann komme ich hin und dann ist das so ein Schukaton. Also in der Welt des Menschen ist das offensichtlich ein großer Garten in meiner Welt. Und da gibt es ganz viele Beispiele. Lebt ihr eher ruhig oder ist da viel los drumrum? Und dann sagen die Menschen, ja, es ist total ruhig bei uns und das ist dann irgendwie gefühlt Innenstadt für mich wieder. Oder für den Hund, liegt ja in meinem Auge des Betrachters. Deshalb ist vor Ort natürlich schon immer ein bisschen, vor Ort bei den Kunden, immer ein bisschen besser. Vor Ort bei mir geht auch, aber im Zweifel ging ja natürlich auch online, wenn es jetzt Hamburg ist oder so. Das verstehe ich, dass man da nicht herkommt.
Verabschiedung Und Unterstützung Des Podcasts
SPEAKER_00Ja. Ich verlinke natürlich alles in den Shownotes. Also alle Seiten. Und wenn ihr so sagt, boah, ich habe die Folge gehört, aber irgendwie Sandra, warum hast du denn das nicht gefragt? Dann schaut auf dem Instagram-Kanal vorbei, den ich natürlich auch verlinke, weil da sind natürlich noch so viele Reels, Beiträge, Postings in den Storys-Sachen und so weiter. Also wer in dieses Herdenschutz und Thema gerne tiefer einsteigen möchte, ist da sicherlich sehr, sehr gut beraten bei dir. Ja, ich danke dir ganz, ganz, ganz doll für die Zeit, die du dir genommen hast. Hat ja doch jetzt ein bisschen, also wir haben ein bisschen Zeit jetzt uns genommen. Aber ich freue mich da immer drüber. Das ist schön. Und ja, würde mich jetzt mal von allen, die zuhören, verabschieden.
SPEAKER_02Vielen Dank für das Zuhören und für die schönen Fragen. Und das war ein sehr schöner Austausch. Vielen Dank.
SPEAKER_00Dann macht es alle gut. Tschüss. Willkommen zurück aus der Folge. Ich hoffe, sie hat euch gefallen und ihr fandet sie ebenso interessant wie ich. Auch wenn ich weiß, dass ich mich nicht auf Herdenschutzhunde spezialisieren möchte. So finde ich es doch ein mega spannendes und auch wichtiges Thema. Hier nochmal ganz, ganz, ganz kurz die Erinnerung. Unterstützung des Podcasts, ob ihr das tun könnt, findet ihr in den Shownotes und ansonsten empfehlt ihn weiter. Vielen, vielen Dank. Habt eine gute Zeit.
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