Paws & Personality
Ehemals „VON NULL AUF HUND®“ – Ein Podcasterlebnis bei dem Du anfänglich den gestressten Geschäftsmann Michael Arenz auf seiner spannenden Reise begleitest, als er die Herdenschutzhündin Niki adoptiert. In diesem Hundepodcast teilt die Hundetrainerin Sandra Oliver ihre Erfahrungen, um Dir tiefgreifende, lustige, traurige, kurz: vielfältige Einblicke in die Mensch-Hund-Beziehung zu geben. Wir beleuchten die Freuden und Herausforderungen des Lebens mit einem Hund. Der Podcast bringt Hundeliebhaber zusammen und bietet einen reichen Wissensschatz – von den neuesten Themen in der Hundewelt bis zu praktischen Tipps für ein harmonisches Zusammenleben. Tauch in tiefgründige Diskussionen über Hundefutter, Tierschutz und das ideale Hundekörbchen ein, ergänzt durch spannende Gäste und unterhaltsamen Quatsch – eine perfekte Mischung aus Information und Spaß, kostenlos überall wo es Podcasts gibt!
Paws & Personality
Laufgedanken - Entspannt spazieren oder nicht?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Heute nehme ich euch mal wieder mit in meine Gedankenwelt bezüglich meiner eigenen Hunde.
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|paws & personality® Podcast|
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„paws & personality®" ist ein Podcast von Sandra Oliver.
Fotografie: Christiane Münchhausen | ...
Willkommen Und Ausgangsgedanke
SPEAKER_00Willkommen bei den Laufgedanken. Die Gedanken habe ich schon seit einer ganzen Weile im Kopf gehabt und sie brav im Handy notiert, hatte aber einfach noch gar keine Zeit, sie einzusprechen. Ich habe, auch das ist jetzt schon ein bisschen her, so ein paar Reels geteilt gehabt von Swift und Swifts Aufregung und ja, wie ich mit ihm umgehe, wenn jetzt Gut- und Setzzeit ist, wegen des Jagdverhaltens und der Radiusarbeit und all dem. Und im Zuge dessen sind mir auch nochmal so Gedanken gekommen, wie unterschiedlich es einfach sein kann, einen entspannten Spaziergang zu haben mit einem Hund, der so überhaupt gar kein jagtliches Interesse hat oder wo ich auch genau weiß, ach Mensch, nun gucke, wenn der doch mal irgendwo wild sieht und selbst wenn er schon die ersten drei Sätze hinterhermachen würde, sobald ich rufe, sagte, ah ja, sorry, kein Problem, hab mich geirrt, wollte gar nicht jagen gehen, da bin ich wieder und alles ist fine. Im Vergleich zu einem Hund, wo ich mir halt entweder sicher bin, dass er jagen geht, oder nicht 100% sicher bin, ob der Rückruf sitzt. Und wenn ich den dann nicht immer angeleint führen möchte, sondern im Management quasi laufe. Management deswegen, weil ich kann diesen Hund nicht einfach frei laufen lassen und sagen, ja, okay, mach mal dein Ding. Ich muss dann aufmerksam sein. Sonst gehört halt die Leine dran. Also das wäre so die Konsequenz. Wenn ich sage, ich möchte nicht aufmerksam sein und ich möchte nicht aufpassen, dann darf da halt die Leine dran sein. Aber wenn ich jetzt mal sage, okay, ich möchte meinem Hund die maximal mögliche Freiheit geben und der ist jetzt nicht der Typ Hund, der wirklich sofort, sofort weg ist, sondern der zum Beispiel im Nahbereich durchaus noch ansprechbar bleibt und den ich mir dann schnappen kann und schnell anleihen kann, wenn wild kommt oder den ich auch, wenn er einen bestimmten Radius nicht verlässt, auf jeden Fall sicher und zuverlässig zurückrufen kann. Genau, und ich lasse den laufen. Dann habe ich aber ja trotzdem so einiges zu beachten. Und das macht den Spaziergang teilweise echt auch unentspannt. Und ich weiß nicht, ob das alle so auf dem Schirm haben, aber ich hatte halt dann so, während ich gerade mit Zwift so spazieren war und er durfte halt im Nahbereich freilaufen, alleine schon so dieses, was beachte ich denn alles? Worauf schaue ich denn alles? Woher weiß ich denn? Wann könnte ich ihn gleich verlieren, gedanklich? Wann ist er vielleicht doch zu sehr beim Wild und wann ist er noch bei mir und wann ist noch alles fein? Und auch da, das, was ich jetzt gleich vielleicht von Zwift teilen werde, gilt noch lange nicht für alle Hunde, die potenziell jagen gehen. Da kann ja jeder Hund so seine individuellen Feinheiten und Zeichen haben. Und die dürft ihr dann, wenn ihr so einen Hund habt, halt erkennen üben. Denn was mir aufgefallen ist, was ich immer mal wieder habe, ist, dass ich mit anderen Menschen unterwegs bin. Und wenn ich dann Zwift so laufen lasse, haben sie manchmal viel eher das Gefühl, ach, jetzt ist er weg. Wo ich noch weiß, anhand seiner Körpersprache, die ich für ihn gelernt habe zu lesen, nee, wenn der so und so aussieht, ja, dann ist er vielleicht mal ein kleines Stück weiter weg, aber easy, entspannt, der kommt wieder. Der ist nicht weg, ne? Der ist jetzt nicht jagen. Und andererseits gibt es manchmal so Feinheiten, wenn er ganz plötzlich stehen bleibt und die Körperspannung stark zunimmt und seinen Fokus ganz, ganz anders wird, wo ich weiß, oh, und jetzt ist aber der Moment, jetzt darf ich rufen, weil sonst ist er dann weg. Und wie gesagt, das kann bei jedem Hund anders sein und anders aussehen. Das kann auch bei manchen Hunden sehr schnell gehen, dieser Umschwung von körperlicher, kompletter Entspannung und ich dödel hier nur so rum zu, okay, und jetzt bin ich jagen. Und das wäre dann vielleicht auch eher ein Typ Hund, den ich lieber viel, viel mehr in der Leine hätte als ohne Leine. Oder der Hund gibt euch ein bisschen Zeit, so wie Swift das tut. Also der ist in der Regel nicht mal eben einfach so hops und weg, sondern ich habe immer Zeit zu reagieren. Also wirklich immer das Einzige, und das hatten wir toll noch nicht, weil ich da auch sehr achtsam mit bin. Das Einzige, wo ich nicht hundertprozentig sicher wäre, ist, wenn das Reh einen Meter vor mir über den Weg geschossen kommt. Ganz ehrlich, keine Ahnung. Ich weiß es bei den Hütitütis. Da hatten wir solche Situationen schon, die waren abrufbar, die sind dann auf dem Weg geblieben, die sind wiedergekommen. Bei Swift würde ich nicht die Hand ins Feuer legen und habe ihn deswegen gerade auch zu Tageszeiten oder in Gegenden, wo ich weiß, hier ist viel wild im Wald und auch im Unterholz, ist er dann halt doch angeleint. Genau, aber ich bin jetzt halt irgendwo, wo er nicht angeleint sein muss, aber wo ich trotzdem achtsam bin. Dann gibt er mir einfach die Signale auch über die Ohrenstellung und ganz viel über die Körperhaltung. Also er hat eine ganz, ganz andere Körperspannung, während er nur so vor sich hin schnüffelt und stöbert. Und sicherlich kann ich jetzt nicht sagen, das ist kein Jagdverhalten. Es ist trotzdem eine Vorform und auch ein Übergang in das, wovon viele dann behaupten, es sei das Jagdverhalten, also das Hetzen. Wenn er bei diesem Rumlaufen und Stöbern etwas aufscheuchen würde, deswegen auch da, Achtung, wo darf der Hund das? Was sind das für Gegenden? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dort etwas findet? Darf er weit in den Wald hineingehen und stöbern? Nein, auf gar keinen Fall. Genau. Aber es ist halt schon die Vorform und nur das Hetzen allein ist nicht das Jagen, sondern schon auch noch andere Sachen. Trotzdem ist Swift, wenn er in diesem Bereich seiner persönlichen Jagd ist, sehr, sehr gut ansprechbar und abrufbar. Also wenn er da von Mauseloch zu Mauseloch geht und seine Nase so ein bisschen reinsteckt und schnüffelt und dann weitergeht, habe ich an keiner Stelle das Gefühl, dass ich ihn verliere und dass er jetzt weg ist. Und worauf ich halt immer schaue, ist, wenn er dann doch mal in den Wald hineinguckt, wenn er dann steifer wird, wenn er dann angespannter wird. Meistens geht dann auch die Route runter, während er beim Entspannten vor sich hin stöbern die Route oft auch oben hat und wedelnd hat. Wenn er glaubt, er hat jetzt etwas, dann geht die Route eher runter. Manchmal kommt die typische Vorstäbte nach oben. Die Ohren werden ganz, ganz klar in eine bestimmte Richtung ausgerichtet und es gibt kein Spiel der Ohren mehr. Also es ist nicht mehr so, dass die mal nach vorne, mal nach hinten gehen, sondern sie sind dann wirklich auf einen Punkt fokussiert und auch sein Blick ist dann sehr gerichtet. Dann ist er halt ausgerichtet auf das, was er glaubt, jetzt irgendwo in der Entfernung gerochen zu haben. Und spätestens ab diesem Punkt rufe ich ihn ab. Dann hat er zu mir zu kommen. Entweder wenn ich das Gefühl habe, ui, vielleicht knackt sie auch im Unterholz, es könnte etwas näher sein, was auch immer er gefunden hat, leine ich ihn an. Oder ich lasse ihn eine Zeit lang wirklich direkt bei mir gehen. Und damit meine ich einen Umkreis von einem Meter. Also dann hat er auch keinen Spielraum mehr, dann gibt es keinen Radius mehr. Einfach weil mir persönlich die Gefahr zu groß ist, dass er sonst doch stiften geht. In der Brut- und Setzzeit, je nach Bundesland, ist es ja sowieso strenger. Bei uns gibt es halt diese Laienpflicht nicht. Ich habe ihn trotzdem in der Brut- und Setzzeit wesentlich mehr an alleine als in der normalen, im normalen Jahr, einfach weil ich natürlich die Tiere nicht unnötig stressen möchte. Aber ich achte immer ganzjährig auf seine Körpersprache. Und immer dann, wenn ich sage, ich habe gerade diesen Fokus nicht. Ich unterhalte mich mit Menschen, schaffe es nicht, da auch hinzuschauen, ich bin zu abgelenkt, ich bin zu gestresst, was auch immer, dann ist er halt an alleine. So. Also einfach nochmal so die Laufgedanken zum Jagdhund und der Körpersprache und wie unentspannt es auch tatsächlich sein kann, denn dieses die ganze Zeit im Kopf behalten, die ganze Zeit den Hund beobachten, ist natürlich nicht unbedingt das, was wir uns als entspannten Spaziergang vorstellen, wo wir so vor uns hin träumen können, die Landschaft beobachten, wo es nicht schlimm ist, wenn der Hund vielleicht auch mal eine Weile hinter einem läuft und wir ihn nicht in den Augen haben, weil wir wissen, er ist halt da. Im Vergleich zu, ich muss den Hund beobachten, ich muss die Umgebung im Auge behalten, ich muss auch schauen, ist irgendwo in der Ferne vielleicht etwas, was er gleich sehen könnte. Was sehe ich durch meine Größe, auch wenn ich jetzt nicht der größte Mensch bin, aber trotzdem bin ich ja ein bisschen höher gelagert mit den Augen als Swift. Was sehe ich vielleicht eher als er und wie kann ich dann darauf reagieren? Ja, und das ist etwas, was ich glaube, was wir auch manchmal nicht unterschätzen dürfen bei Menschen, die jagtlich begeisterte Hunde haben, dass diese Spaziergänge halt schon abweichen von einem entspannten, ich weiß auch nicht, Tüdelühund, der so überhaupt nichts mitbringt, weder an Jagdbegeisterung noch an sonstigen Themen. Das ist halt schon dann echt Entspannung. Und dann verstehe ich auch immer die Leute, die so sagen, ah ja, also wenn ich Stress habe und so, dann schnappe ich mir den Hund und gehe raus und dann ist alles wieder gut. Ja. Trifft bei mir und zwift auf gar keinen Fall zu. Also deswegen habt dann vielleicht auch manchmal so ein bisschen mehr Verständnis für die Menschen mit Hunden, die irgendwelche Themen mitbringen und dass für die ein Spaziergang halt nicht immer entspannt ist. Und ja, Verständnis kann ja auch nie schaden. Habt einen guten Tag und bis bald.
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