Paws & Personality

Zu Gast im Revier - Ann-Kathrin Raile von Autofahren Mit Hund

Sandra Oliver, Ann-Kathrin Raile Season 1 Episode 133

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 1:47:09

Ich spreche mit Ann-Kathrin Raile von Autofahren mit Hund über Hunde, die aus welchen Gründen auch immer, Probleme mit dem Autofahren oder sogar Panik davor haben. Wir sprechen über mögliche Ursachen, Prävention und Möglichkeiten damit umzugehen.

Wenn dir die Folge hilft, abonnier den Podcast, teil sie mit anderen Hundemenschen und lass eine Bewertung da, damit mehr Menschen rechtzeitig gute Unterstützung finden. Welche Situation im Auto ist bei deinem Hund am schwierigsten?

Ihr wollt den Podcast unterstützen? Es gibt 3 Möglichkeiten:

Über eine direkte Community-Unterstützung über Steady in Form einer Monats- oder Jahresmitgliedschaft. Bei Steady findet ihr auch meine Bankdaten, falls euch eine direkte Unterstützung ohne Mitgliedschaft lieber ist: https://steady.page/de/paws-personality/about

Falls  ihr zufällig noch natürliche, unbehandelte Kauartikel, Spielzeug, Zughundesportzubehör (was für ein Wort...) und vieles mehr braucht, dann werdet ihr sicher bei der Knabberkiste, meinem Kooperationspartner, fündig und mit dem Aktionscode pawspersonality erhaltet ihr 10% Rabatt und unterstützt den Podcast mit 5% von eurem Umsatz:

https://knabberkiste-shop.de/?dog=pawsandpersonality

Unterstützen könnt ihr die Arbeit am Podcast auch über einen Einkauf im Merch-Shop: https://paws-personality.myspreadshop.de/

|paws & personality® Podcast|

Fragen, Anregungen oder einfach nette Worte an:

https://www.instagram.com/sandraoliver_pawspersonality/

„paws & personality®" ist ein Podcast von Sandra Oliver.

www.pawsnpersonality.de

Fotografie: Christiane Münchhausen | ...

Begrüßung Und Ann-Katrins Arbeit

SPEAKER_00

Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Porsche Personality. Heute habe ich Ann-Katrin Reile zu Gast, die den Instagram-Account Autofahren mit Hund hat. Ich sage das deswegen so, weil ich sie darüber gefunden habe. Sicherlich hat sie auch noch so einiges mehr im Business als nur diesen Instagram-Account, aber ich überlasse ihr einfach mal die Vorstellung. Hallo Ann-Katrin, schön, dass du da bist.

SPEAKER_01

Halli, hallo. Erstmal herzlichen Dank, dass ich heute da sein darf. Und zum Vorstellen, also ich bin An-Katrin Reil, ich bin Tierarztin und mit meiner Kollegin An-Katrin Schieder oder Dr. An-Katrin Schieder zusammen auf Autofahren spezialisiert. Also wir machen Verhaltenstherapie für Probleme beim Autofahren und machen die dort und nicht sogar europaweit.

SPEAKER_00

Ja, krass. Direkt zwei An-Katrins.

SPEAKER_01

Genau, ich habe auch das Gefühl, dass ganz viele Tierärzte, die Verhaltenstherapie machen, Ankatrin heißen. Ich kenne mehrere. Und ja, genau.

SPEAKER_00

Führt das dann manchmal zu Verwirrung bei den Kundinnen? Alle Ankatrin Sie gerade schreiben.

SPEAKER_01

Das tut es, aber wir haben beide ja einen Spitznamen und der ist zum Glück unterschiedlich.

Tierschutz: Fehlende Oder Schlechte Erfahrung

SPEAKER_00

Ah, sehr gut. Ja, Probleme beim Autofahren mit dem Hund. Ich habe da gar nicht tatsächlich so viele Berührungspunkte witzigerweise. Wir hatten ja im Vorgespräch schon mal ein bisschen drüber geschnackt. Ich habe nicht so viele Kunden, die mit diesem Thema zu mir kommen. Und wir hatten ja dann auch schon festgestellt, dass das so ein Ding ist, ja, weil eventuell viele Probleme gar nicht so gesehen und erkannt werden, die aber da sind. Ich weiß nicht, ob wir damit direkt einfach mal so einsteigen wollen. Ich habe ein paar Tierschutzhunde gehabt, die dann nach dem Transport natürlich so Themen hatten mit, ah, ich will jetzt nicht schon wieder ins Auto steigen und das war eine ganz schön blöde Erfahrung. Da ist es ja auch sehr gut nachvollziehbar. Trotzdem gibt es ja abgesehen von diesen Hunden sicherlich noch sehr, sehr viel mehr Hunde, die Themen damit haben und ja, verschiedene Ausprägungsweisen der Probleme halt und Herausforderungen, mit denen die Menschen sich dann befassen dürfen.

SPEAKER_01

Genau. Also du hast jetzt schon eine Sache angesprochen, die ich ganz wichtig finde, nämlich den Bereich der Tierschutzhunde. Und ganz viele vermuten natürlich immer, dass es an den Transporten liegt und natürlich ist das auch eine Option, wobei man sagen muss, dass viele Transporte zumindest inzwischen auch ganz anders aussehen als eine klassische Autofahrt, weil die ja häufig in so großen Transportern kommen mit Käfigen drinnen. Das heißt, dass die ganzen Erfahrungen, die sie dort machen, natürlich ein bisschen von den klassischen Autofahrerfahrungen nochmal abweichen. Was wir aber nicht wissen, ist, wie sie innerhalb ihrer Zeit dort im Tierschutz vor Ort gefahren sind. Also das ist ja auch sehr unterschiedlich organisiert, sind die vielleicht in einer privaten Auffangsstation. Es gibt wohl auch Regelungen, dass sie dann nochmal über Nacht in Shelter müssen oder in bestimmte Sammelstellen. Da hatte eine Kollegin, die bei uns mal im Podcast Gast war, nämlich ganz viel drüber erzählt. Das war mir vorher auch nicht bekannt, dass die einfach da ganz unterschiedliche Auflagen haben, die sie ebenfalls erfüllen, weil die müssen ja zum Beispiel auch geimpft sein. Die müssen manchmal vielleicht selber tierzlich vorstellig werden. Das heißt, die Hunde haben ja da auch wahrscheinlich schon Autofahrten vor Ort gehabt oder wenn sie eingefangen worden sind. Und das heißt, wir wissen ja relativ wenig tatsächlich immer über den Kontext. Und bei der Fülle an Tierschutzhunden, die es dort vor Ort gibt, erfährt man tatsächlich über den einzelnen Hund manchmal auch gar nicht so viel. Und dann haben wir natürlich erstmal diesen Verdacht, ja, schlechte Erfahrung, wir haben aber gleichzeitig auch diesen Bereich fehlende Erfahrung. Und das sind ja beides Themen oder beides Ausgangssituationen, die zu Problemen führen können. Also wenn Hunde nicht in ihrem eigenen Tempo das Auto kennenlernen können, sondern einfach in die Situation reingebracht werden, dann können da auch ganz schnell Ängste entstehen. Ja, und es ist sicherlich auch ein Unterschied, ob ein Hund jetzt eine schlimme Erfahrung macht im Sinne von, dass die ganzen Rahmenbedingungen ganz schlecht sind oder ob die Rahmenbedingungen, ich sag mal, durchschnittlich normal sind, wie für halt eine Autofahrt eben immer existiert für einen Hund und trotzdem das Tempo des Hundes nicht beachtet wurde. Und ich glaube einfach, wir haben diese zwei großen Themen, fehlende Erfahrung und schlechte Erfahrung, die sich dadurch aber auch wieder überschneiden, weil auch eine fehlende Erfahrung, die zu einer Überforderung führt, ist eine neue schlechte Erfahrung. Und dann in dem Fall aber eine, die wir als Menschen nicht, als der hat jetzt eine schlechte Erfahrung gemacht, erkennen, weil die Überforderung ja aus dieser Fremdheit auch mit entsteht. Und wenn man in eine Situation reingesteckt wird, die man nicht kennengelernt hat, die man nicht einschätzen kann, also als ob ich jetzt in einem Raum bin und da ist Erdbeben, da kriege ich vielleicht auch Angst. Und ein anderer, der das kennt, der weiß, es ist nur ein Karussell, der hat halt vielleicht keine Angst. Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt. Schlechte Erfahrungen sehen nicht immer so aus, dass wir sie klar erkennen. Also viele denken ja, der hatte keinen Unfall, da war nichts. Aber für den Hund, subjektiv gesehen, war vielleicht eine ganze Menge sogar.

SPEAKER_00

Und die fehlende Erfahrung ist ja etwas, was viele unterschätzen, finde ich. Also gerade im Tierschutzbereich, das ist dann das, was ich viel mehr habe, ist, dass die Hunde situativ unsicher sind. Und dann kommt eigentlich nur der Gedanke, ja, der muss eine ganz schlimme Erfahrung gemacht haben. Dieser Gedanke, dass dieser Hund vielleicht einfach nicht die passenden Erfahrungen gemacht hat für das Umfeld, in das er jetzt gekommen ist, der Gedanke kommt super selten. Also da findet, finde ich, jetzt mehr Aufklärung statt. Und es gibt sicherlich Hunde, die haben ganz, ganz schlimme Erfahrungen gemacht. Aber ich glaube, dass mindestens genauso viele, wenn nicht sogar mehr Hunde, einfach zu wenig Erfahrung gemacht haben für das, was sie dann hier kennen und können müssen. Und das ist halt ja dann beim Autofahren das Gleiche.

Warum Autofahren So Überfordernd Ist

SPEAKER_01

Genau. Also klassisches Beispiel wäre ja vielleicht der Hund, der irgendwie Straßenhund auf dem Land war und dann nach Berlin in die Großstadt zieht. Aber ich glaube, das ist einfach der wichtige Punkt. Man sagt sich, der hat schlechte Erfahrungen gemacht. Aber vielleicht fehlen dem Erfahrungen und jetzt ist der Moment, in dem er erstmals mit diesen Dingen in Kontakt kommt, ganz wesentlich dafür, ob er in dem Moment schlechte Erfahrungen macht. Also das muss man sich wirklich bewusst machen. Das heißt, wenn der, ja, wenn man merkt, okay, der Hund fühlt sich in der Situation nicht wohl, aber er muss jetzt durch die Situation trotzdem durch, dann kann das eben schnell dazu führen, dass er überfordert ist und dass er auf gar keinen Fall nochmal in so eine Situation wird. Und beim Auto ist es eben nochmal ein bisschen anders, weil, also nochmal anders als in vielen Alltagssituationen, weil im Alltag können die Hunde vielleicht doch noch so ein bisschen selbstwirksam sein, den Raum langsamer betreten, erstmal an der ersten Kiste schnuppern, bevor es zur zweiten und dritten Kiste geht, ja, wenn da irgendwas drinsteht. Beim Auto kommen die ins Auto und dann wird gefahren. Und alle Reize, und das muss man sich wirklich klar machen, im Auto sind es extrem, viele Reize pro Zeit. Alle Reize sind dann einfach aneinandergereiht und der Hund ist dem ausgesetzt. Und der hat gar keine Selbstwirksamkeit mehr im Sinne von, ich gehe jetzt mal hier raus, ich beende die Situation. Der hat weder eine Pause noch eine Fluchtmöglichkeit. Und das Auto ist ja auch immer eine lange Dauer. Also man fährt ja in der Regel nicht nur eine halbe Minute oder so. Und für jemanden, der Angst und Panik hat, ist eine halbe Minute echt lang. Ist schon lang, ja. So, sondern wir fahren zehn Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten länger. Und das vielleicht noch regelmäßig. Hinweg und Rückweg. Am selben Tag noch. Und ich glaube, die Belastung, die so eine Situation für den Hund mit sich bringt, wird extrem unterschätzt. Und dann kommt noch eins hinzu, die Hunde sind häufig ja auch irgendwie untergebracht, zum Beispiel im Kofferraum, in der Box. Und nicht alle Hunde zeigen ihr Problem gleich. Das heißt, eventuell kriegt der Besitzer gar nicht mit, wie es dem Hund geht, weil der vielleicht eine ganz ruhige Art hat, mit Problemen sich zu zeigen. Und dann ist er da drin und keiner ahnt davon, wie es eigentlich geht. Und selbst wenn die Hunde irgendwie auf der Rückbank sind oder wenn der Besitzer irgendwie merkt, dass es ihm anders geht, dann hat er ja in dem Moment noch keine Lösung. Das heißt, auch der Besitzer, der vielleicht seinen Hund beim Tierarzt vorstellen muss, der kann aus der Situation gerade nicht raus. Das heißt, weder Mensch noch Hund haben gerade eine Wahl, die Situation zu beenden. Also je nachdem, was es für eine Fahrt ist, natürlich. Aber und selbst wenn, dann haben die ja noch den Rückweg. Also selbst wenn jetzt der Besitzer sagt, okay, ich merke, du kannst das nicht, ich höre jetzt auf, der muss ja noch zurückfahren.

SPEAKER_00

Ja, es ist echt ein tricky-thema mit diesem blöden Auto, was wir so ganz oft auch brauchen. Also ja, es gibt einfach sehr viele Wege, die wir ja nicht mehr einfach mal eben so machen können. Also ich habe mal so gewohnt, dann hätte ich halt zum Tierarzt mit dem Fahrrad zum Beispiel fahren können. Oder auch laufen, dann wäre ich halt in 45 Minuten da gewesen. Aber auch das geht ja nur, wenn der Hund, was weiß ich, zur Vorsorge geht und fit und gesund ist und das machen kann. Aber sobald du einen kranken Hund hast, möchtest du ja auch nicht sagen, okay, wir laufen jetzt 45 Minuten zum Tierarzt. Das Auto wird einfach ganz oft auch gebraucht.

Verhaltenstherapie Trotz Notwendiger Fahrten

SPEAKER_01

Genau, also das ist was, was in unserer Gesellschaft wirklich existenziell für viele ist. Und wir haben in der Verhaltenstherapie, also wir machen ja ausschließlich Autofahren. Also wir machen von morgens bis abends nur Autofahren als Thema. Und ein ganz großer Teil der Teams, die wir betreuen, muss parallel zur Verhaltenstherapie weiterfahren, weil es gar nicht anders geht. Und man hört ja häufig, man darf nicht fahren, obwohl man Verhaltenstherapie macht. Ganz so stimmt das nicht. Wenn man das tut, dann muss man wissen, wie man das abfängt. Da gibt es auch Unterschiede, ob es jetzt eine lange Fahrt ist, also eine Urlaubsfahrt ist oder eine Alltagsfahrt. Einfach in der Belastung für den Hund erstmal eine Unterscheidung. Aber grundsätzlich ist es möglich, beides parallel zu machen, wenn man die richtigen Strategien hat, wie man das abfängt. Jetzt muss man sagen, ich habe jetzt von der Strategie vor allem darüber gesprochen, was macht es mit der Verhaltenstherapie. Also kann eine Verhaltenstherapie gelingen, obwohl gefahren wird? Und da ist meine Antwort normalerweise schon, wenn man das abfängt, entsprechend. Was ich jetzt nicht angesprochen habe, sind zwei andere Aspekte, die sind aber auch total wichtig. Und das eine ist, alles, was der Hund an negativen Erfahrungen macht, kommt sozusagen auf die Liste an Problemen drauf, die wir in der Verhaltenstherapie abarbeiten. Das heißt, fährt der Hund parallel zur Verhaltenstherapie, kann es passieren, dass während er Themen abarbeitet, neue Themen hinzukommen. Also das ist eine Gefahr, die einfach besteht. Auch unabhängig davon, ob der Verhaltenstherapie macht. Das ist einfach jede Lernerfahrung, die man macht, die muss man halt auch bearbeiten.

SPEAKER_00

Vielleicht mal ganz kurz für die, die zuhören, die gar nicht so tief in dem Thema Verhaltenstherapie, Hundetraining, also ja, die jetzt vielleicht nicht auf der Expertenseite stehen, sondern auf der Seite, die normalerweise vom Experten Hilfe bekommen. Einfach nur ganz kurz als Erklärung, in der Regel sagt man halt, wenn wir zum Beispiel mit einer Habituation oder irgendetwas anderem, einer Desensibilisierung, Gewöhnung, alles, was so in diese Richtung geht, arbeiten, ist es halt schon normalerweise klug, den Reiz, wo es dann so richtig, richtig schlimm ist und fies ist, zu vermeiden erstmal und zu sagen, okay, wir gehen da so langsam ran, dass der Hund das aushalten kann, dass er in einem Bereich ist, wo er noch lernen kann, wo er noch klarkommt mit allem. Und jedes Mal, wenn wir dann, also der Klassiker ist ja irgendwie das Laien pöbeln und einen anderen Hund sehen und den so richtig blöd finden. So, wenn ich jetzt über ein langsames Herangehen arbeite und jedes Mal, wenn mir quasi dann wieder so eine Situation wieder fährt, wo es so richtig, richtig schlimm ist, werde ich so ein gutes Stück weit zurückgeworfen. Sicherlich nicht immer wieder an den Punkt Null, aber zurückgeworfen. Deswegen versuchen wir das im Training zu vermeiden. Und das ist das, was Anne-Katrin meint. Das ist halt beim Autofahren so nicht immer möglich. Und das darf dann halt über andere Strategien abgefangen werden. Nur damit ihr so ein Bild für euch habt. Genau. Ich wollte dich gar nicht so lange unterbrechen, aber ich weiß, ich bekomme ja auch immer mal Rückfragen zum Podcast. Ich weiß, dass es für manche dann manchmal noch zu abstrakt ist und dann so ein bisschen da reinzugehen, okay, irgendwie ein Beispiel.

Stresssignale Im Auto Richtig Lesen

SPEAKER_01

Also ich nehme tatsächlich super gern Beispiele aus der Menschenwelt. Nicht, weil sie eins zu eins übertragbar sind auf den Hund, sondern weil sie uns manchmal die Sache greifbarer machen. Also ich vergleiche das zum Beispiel auch gern mit so einem Banküberfall. Also wenn man einen Banküberfall erlebt hat, also überlebt hat und erlebt hat und dann eine Therapie macht, dass man sich erstmal wieder traut, richtig in die Nähe der Bank zu gehen, in die Bank reinzugehen, da vielleicht irgendwas zu tätigen, dann ist es echt nicht so eine gute Idee, wenn während dieser Therapiezeit ein neuer Banküberfall kommt. Also ist es natürlich auch hinterher, also da hakt das Beispiel ein bisschen, weil der Banküberfall nie gut ist. Aber man kann sich vorstellen, während der Therapie nochmal einen neuen Banküberfall zu erleben, ist ein Problem. Und dann wird man ganz schön zurückgeworfen unter Umständen, außer man weiß, wie man genau mit dieser Situation anders umgeht. Und das war eben dieser Punkt mit den neuen Erfahrungen, also was passiert, wenn weitergefahren wird. Der zweite Punkt, den ich eben noch meinte, ist der Leidensdruck. Weil jedes Mal, wenn der Hund in die Situation kommt, hat sowohl der Hund wie auch der Mensch natürlich einen gewissen Leidensdruck. Und deswegen ist es eben auch sinnvoll, das zu vermeiden, wenn man es denn kann. Wenn man es nicht kann, muss man es abfangen. Aber dieser Punkt, wie fühlt sich der Hund, wie fühlt sich der Mensch, der bleibt dann eben auch, da muss man eben gucken, muss man das nochmal eigenständig angehen oder wie will man das lösen. Und deswegen sagen wir immer, wenn man nicht fahren muss, dann bitte auch wirklich nicht tun, auch nicht die schöne Sonntagsfahrt zum Ausflug in den Wald machen. Aber typische Gründe, warum Hunde trotzdem fahren in der Verhaltenstherapie, sind zum Beispiel, der Hund kann gar nicht alleine bleiben, der muss mit an die Arbeit. Der Hund kann auch, also es ist vielleicht auch keine Huta in der Nähe, also irgendwie eine Hundetagesstätte, ja. Der Hund hat vielleicht auch Probleme mit anderen Menschen und jemand anders kann auch nicht so einfach in die Wohnung kommen oder irgendwo hinkommen, wo der Hund dann betreut wird. Oder Probleme mit anderen Hunden. Der Hund, der muss regelmäßig zur Physiotherapie. Das ist auch ein typischer Grund. Also Tierarztfahrten sowieso, aber auch Physiotherapie, was ja oft regelmäßig gemacht werden muss. Und ein weiterer Grund sind tatsächlich Probleme mit Hundebegegnungen oder Probleme im eigenen Umfeld. Also wir haben manchmal ja auch Hunde, die, das ist eben dieses Beispiel, der Hund kommt aus einem Kontext, wo vielleicht das Stadtleben nicht kennengelernt wurde und wo die Hunde sich tatsächlich im eigenen Umfeld nicht wohlfühlen. Entweder aufgrund der dichten Hundepopulation, die dort ist oder aufgrund von Anastreizen. Also das sind auch typische Gründe, warum der Mensch mit dem Hund zum Beispiel in den Wald fährt oder irgendwo anders hinfährt, damit der Hund mal rauskommt. Und damit der Hund eben nicht, was weiß ich, Minute auf Minute eine neue Hundebegegnung hat. Und all diese Personen, die können nicht einfach sagen, ich höre jetzt auf zu arbeiten, ich gehe jetzt nicht mehr Gassi, vielleicht haben die auch gar keinen Garten. Die wissen dann einfach auch gar nicht, was sie machen sollen, außer zu fahren. Dann ist die Alternative ja fast schon den Hund abzugeben. Und da, deswegen ist es so wichtig, Strategien zu finden, wie man Verhaltenstherapie ermöglichen kann, obwohl die Menschen mit ihren Hunden ja nicht aus ihrer eigenen Lebenssituation raus können. Und ich finde es aber dafür auch ermutigend, dass es funktioniert. Denn der größte Teil bei uns von den Teams fährt regelmäßig weiter. Und dann haben wir tatsächlich einen Effekt. Manche Hunde fahren dann plötzlich im Alltag schon gut, obwohl man es noch gar nicht vermuten kann. Das ist allerdings ein Geschenk, was die Hunde uns machen. Das ist erstmal was, darauf zielen wir gar nicht ab. Sondern manchmal ist es plötzlich so, dann berichten die Besitzer, ach, jetzt hat das plötzlich gut funktioniert. Und wir freuen uns dann immer mit und wir wissen, das gibt das Phänomen und das ist auch recht häufig tatsächlich, aber es ist nichts, worauf wir abzielen oder womit wir rechnen. Womit ihr rechnen. Es ist ein Geschenk vom Hund an uns oder an den Besitzer. Genau.

SPEAKER_00

Vielleicht mal, wie, wir hatten das vorhin schon so ganz kurz angekratzt, dass nicht jeder Hund das gleich zeigt. Das heißt, dass auch nicht jeder Mensch drauf bauen kann, es gibt Symptome XYZ. Jetzt weiß ich, okay, jetzt hat der Hund ein Thema mit dem Autofahren. Und du hattest mir im Vorgespräch auch schon gesagt, es gibt da so sichtbare Symptome. Also sichtbar sind letztendlich ja für dich wahrscheinlich alle Symptome, auch die, die für den Menschen des Hundes so ein bisschen unsichtbar sind. Aber es gibt halt auch welche, die sehr schwer zuzuordnen sind und zu erkennen sind. Magst du da mal so ein bisschen reingehen, so dieses, wie kann es sich alles zeigen? Ja.

SPEAKER_01

Genau. Also grundsätzlich ist es so, dass Hunde ja ganz unterschiedlich auf Stress erstmal reagieren können. Also wenn wir uns das jetzt systematisch angucken, dann haben wir erstmal so vier große Richtungen, in die das Ganze geht. Also wenn ein Stressereignis auf den Hund oder auf einen Menschen oder ein anderes Säugetier einwirkt, dann kann es ja flüchten, es kann kämpfen, es kann erstarren, also sich totstellen, dieses Freeze. Oder es kann sozial interagieren, also Flirt and Fiddle, ich sage immer eher sozial interagieren zu, weil ich glaube, man kann sich das dann besser vorstellen. Und diese vier Varianten haben wir erstmal. Und ein Hund kann je Situation in einer unterschiedlichen Weise reagieren. Und ein Hund kann auch innerhalb dieser Situation mehrere Varianten durchwechseln. Also wenn wir uns das jetzt mal so vorstellen, der Hund, der sich aggressiv verhält, kann eigentlich die Emotion Angst haben zum Beispiel. Ich glaube, daran wird es auch ganz gut greifbar. Das heißt, die Verhaltensebene ist sehr unterschiedlich, unabhängig von dem, was im Inneren des Hundes eigentlich ist, weil eben die Verhaltensebene letztlich die Strategie ist, damit umzugehen. Und was finden wir beim Auto? Wir finden sowohl die Hunde, die sehr, ich nenne es immer laut, damit meine ich aber gar nicht nur vokalisieren, sondern sichtbar. Also die sehr sichtbar Probleme haben. Das sind die Hunde, die sehr intensiv hecheln, auch sehr laut hecheln, die ein starkes Stressgesicht haben, die motorisch starke Unruhe haben, also hin und her laufen, sich drehen, irgendwo rankratzen. Es gibt Hunde, die sich selbst verletzen, haben wir auch schon im Training gehabt, also in der Verhaltenstherapie, auch schon mehrfach. Es gibt Hunde, die die Einrichtung zerstören, haben wir auch schon öfters gehabt. Welche, die sich erbrechen, die speicheln, die sich einkoten. Und das ist jetzt erstmal alles auf die Situation im Auto bezogen. Am intensivsten sind häufig die Hunde, die Dinge entweder kaputt machen, also in der Umgebung oder sich selbst verletzen, oder natürlich die, die wahnsinnig unruhig sind oder sehr laut, also die Hunde, die sehr, sehr laut sind, sind auch eine sehr starke Belastung häufig für den Menschen, weil die einfach im Dauer schreien, manchmal ist es wirklich ein Schreien, im Auto fahren. Es gibt aber auch die Hunde, die wahnsinnig ruhig sind. Und das, wie gesagt, das ist alles schon auf das Verhalten im Auto bezogen. Es gibt natürlich auch noch das Verhalten vor dem Auto, da komme ich aber gleich nochmal drauf zu sprechen. Also im Auto ist es eben so, dass es auch die Hunde gibt, die ganz leise sind. Die hecheln ein bisschen. Aber dann denkt der Mensch, naja, also gibt es in vielen Situationen, ne? Also muss ja nichts Schlechtes sein. Dann ist vielleicht dem Hund warm, er ist ein bisschen aufgeregt, weil er sich freut oder so. Das kann sehr, sehr subtil sein. Es gibt Hunde, die legen sich hin und die liegen. Und die wirken, als ob die ausruhen und schlafen und entspannt sind. Selbst das gibt es. Also ich habe einen Patienten, an den ich mich gerade erinnere. Also es gibt häufiger dieses Phänomen, auch dass die wirklich sehr ruhig wirken und einfach liegen. Aber ich erinnere mich an einen Patienten, der hat gewirkt, als würde er ruhig sein, fast schon schlafen. Und für die meisten Menschen war das nicht sichtbar, dass der Stress hat. Jetzt muss man aber wissen, der hat sich erbrochen und zwar vor Stress, schon bevor es losging. Also in dem Fall war das auch keine Reisübigkeit. Wir haben ja auch noch das Phänomen der körperlichen Zusammenhänge, wie zum Beispiel eine Reisübigkeit, Schmerzen und so weiter. Und bei dem Hund war es zum Beispiel so, der hatte so einen massiven Stress, dass der, bevor er losgefahren ist, sich schon ein oder mehrfach erbrochen hat, aber gewirkt hat, also der war unfassbar ruhig. Der hat wirklich dargelegen, hat sich halt eingekugelt. Und da musste man wirklich hingucken. Also viele hätten es nicht gesehen, dass der wirklich Probleme hat. Und ohne diese Information mit dem Erbrechen hätte man es vielleicht noch weniger, das vielleicht auch, weiß ich nicht, ob die es dann so gemerkt hätten.

SPEAKER_00

Das ist halt das Ding, dass oft nicht ein einzelnes Zeichen genommen werden kann. Das ist ja das Gleiche im Ausdrucksverhalten. Also, wo wir immer sagen, eine erhobene Route oder eine wedelnde Route heißt halt nicht immer das Gleiche, guck dir den ganzen Hund an. Und das Gleiche ist es, oder sehr ähnliches, ist ja sicherlich da. Also du kannst nicht nur sagen, okay, dieser Hund hechelt nicht und deswegen ist alles gut, sondern was gibt es noch drumherum für Faktoren? Was spielt noch eine Rolle? Und das einfach so im Kopf zu haben, dass es immer ein Zusammenspiel ist und nicht, dass wir uns nicht immer nur ein Ding rauspicken können und sagen können, und daran mache ich es jetzt fest.

SPEAKER_01

Ich finde immer auch ganz hilfreich, wenn man so ein bisschen das Alltagsverhalten vergleicht. Das gilt auch nicht für alle Hunde. Auch da kann man es nicht bei allen Hunden erkennen, weil manche Hunde sind im Alltag hektisch und im Auto auch. Aber es gibt auch manchmal Hunde, die sind lebenslustig, fröhlich, aktiv und dann werden sie ungewöhnlich ruhig zum Beispiel. Das ist zum Beispiel auch ein Indikator, dass man nochmal genauer hinsehen soll. Oder also generell macht es total viel Sinn, sich einfach mit Mimik, also mit Körpersprache und Mimik auseinanderzusetzen. Man sieht da ja ganz viel, wobei auch hier, das ist Rasse typisch sehr unterschiedlich. Es gibt Hunde, da sieht man relativ an den Ohren, da haben die viel Fell und man sieht nur so ein bisschen Ohr. Und dann gibt es Hunde dann relativ wenig im Gesicht insgesamt, weil vielleicht das Fell sowieso viel Falten hat oder ganz angelegt ist, zum Beispiel beim Golden Retriever. Also wir haben sicherlich Hunde, wo man Mimik sehr gut sieht. Das sind häufig zum Beispiel, ich finde, Windhunde kann man sehr gut sehen oder auch Labradore vielleicht, ja. Und dafür ist der Golden Retriever deutlich schlechter zu lesen, finde ich, als der Labrador. Also in den feinen Details. Nicht insgesamt. Aber man muss sich so ein bisschen eingucken in jede Hunderasse und in seinen eigenen Hund. Und ich finde, da hilft es zum Beispiel, unheimlich Videos zu machen, auch während der Fahrt, dass man sagt, ich bin mir nicht sicher, ob mein Hund eigentlich gut fährt, vielleicht gerade wenn er im Kofferraum sitzt, aber auch selbst auf der Rückbank. Und dass man einfach mal das Handy irgendwo installiert, sodass der Hund es nicht kaputt macht, dass man aber den Hund gut sieht und man es selber natürlich nicht in der Hand hält während der Fahrt. Und dann kann man sich ja einfach mal angucken. Und da empfiehlt es sich auch verschiedene Strecken mal anzugucken, weil der Hund kann auf der Autobahn ganz anders reagieren als bei Stop and Go in der Stadt. Und das ist auch so, dass die Hunde ganz unterschiedliche Problembereiche haben. Also jeder Hund hat seine eigene Problemliste. Und manchmal kriegen wir Anfragen und dann sagt man, ja, ich glaube, mein Hund hat da und damit Probleme. Und dann stehen da so zwei, drei Sachen drauf, vielleicht auch mal vier. Das sind meistens Listen, die sind wesentlich länger. Also wesentlich länger. Und im Prinzip ist es so, dass man häufig bestimmte Auslöser dann erkennt, wenn sie sehr stark sind, aber schon ganz, ganz viel vorweg gegangen ist. Und man sieht dann manchmal die Belastungsspitzen sozusagen, aber das ist, wie gesagt, nur eine Belastungsspitze. Und hier ist also auch der Reminder, was ich eben gesagt habe, jedes Mal, wenn der Rund fährt, kann da ja neue Lernerfahrungen machen. Und so eine negative Lernerfahrung geht eben ganz schnell. Also da können wir immer wieder dran denken, wie häufig müssen wir denn lernen, dass eine heiße Herdplatte nicht so eine gute Idee ist, wenn man drauf fäst. Da fässt man ja nicht fünfmal drauf, bis man es lernt oder zehnmal. Da reicht einmal, vielleicht ein zweites Mal, wenn man unvorsichtig ist. Aber dann merkt man sich das. Oder ein Stromzaun beim Pferd. Da fassen wir nicht dauernd dran und kriegen erneut einen Stromschlag und sagen uns, ach, ja.

Vor Dem Auto: Einsteigen Oder Verweigern

SPEAKER_00

Das geht einfach schneller. Wie ist das? Du hattest jetzt sehr viel die Symptome bzw. Ausprägungen im Auto angesprochen und aber auch gesagt, es beginnt ja schon vor dem Auto. Und dann hatten wir jetzt den einen Hund als Beispiel, der vor dem Fahren oder ja, bevor es losging, direkt schon erbrochen hat. Da gibt es aber sicherlich wahrscheinlich auch noch mehr Anzeichen, die Menschen sieht.

Welpen Abholen: Was Realistisch Möglich Ist

SPEAKER_01

Also ich glaube, da muss man auch erst nochmal ganz klar sagen, es gibt Hunde, die fahren echt schlecht Auto und steigen sehr gut ein. Also das ist erstmal so der erste Punkt, den man sich klar machen muss, weil es gibt tatsächlich Trainingsansätze, die arbeiten irgendwie nur im Einsteigen und dann denken die Leute, jetzt können sie fahren. Dabei ist das Einsteigen ja irgendwie, das ist fast der leichteste Teil vom Training. Also das ist, ja, es ist so, dass ein Teil der Hunde erstmal gut einsteigt. Und jetzt gut bedeutet erstmal, es funktioniert. Das heißt noch nicht, dass die sich freuen, dass die einsteigen oder dass die das Auto von Google, sondern es kann halt sein, dass ein Hund Verhalten zeigt, ohne dass er sich wohlfühlt mit der Situation. Also Hunde, die artig sind, aber sich trotzdem nicht wohlfühlen. Das gibt es sogar relativ häufig. Zum Beispiel, wenn die Hunde gelernt haben, entweder ich steige selber ein oder ich werde hoch und das ist ja auch unangenehm, oder man zieht an der Leine, irgendwie müssen die Menschen ja die Hunde ins Auto kriegen, wenn die nicht wollen. Dann machen die Hunde eben oft solche Erfahrungen, dann kommt es, dann steige ich halt ein. Also im Sinne von das, was sonst folgt, nämlich das hochgenommen werden, es an der Leine ziehen, ist auch schlimm so für den Hund. Und dann vermeidet er natürlich dann diese Erfahrung zu wiederholen und steigt vielleicht selber ein. Er kam ja eh nicht drumherum. Das heißt, es gibt Hunde, die erstmal funktionieren, die einsteigen. Und es gibt auch Hunde, die gerne einsteigen. Also das gibt es auch, es gibt auch Hunde, die gerne trotzdem schlecht fahren. Und es gibt die Hunde, die sich komplett verweigern. Und hier gibt es natürlich dann Unterschiede von den Hunden selber. Das heißt, Gewicht hat, den oder einen irischen Wolfshund, den hebe ich nicht mal nebenbei ins Auto rein. Wer deren hat gute Argumente. Wenn ein Hund Aggressionsverhalten noch zeigt, um sich zu, also sich wehrt, dann umso mehr. Also dann nimmt man das ernst, dann hat man wirklich ein Problem, weil man den Hund schlichtweg nicht reinkriegt. Das ist übrigens dann besonders tragisch, wenn der Hund mal zum Tierarzt muss. Dann wissen die Leute, dann sind die super verzweifelt und wisst, wie sie den Hund zum Tierarzt kriegen sollen. Dann ist es aber auch so, dass zum Beispiel viele kleine Hunde, die werden halt auf den Arm genommen und reingesetzt. Also kleine Hunde haben sowieso manchmal nochmal andere Themen als große Hunde, also im normalen Zusammenleben mit Menschen, weil man mit denen ja häufig anders umgeht. Wir betreuen ja ganz, ganz unterschiedliche Rassen und bei kleinen Hunden müssen wir manchmal so ein bisschen thematisieren, was der kleine Hund für Erfahrungen macht in der Menschenwelt, weil die sind oft anders als die von einem Schäferhund oder einem großen Hund. Auf jeden Fall ist es aber so, zusammengefasst, es gibt einen Teil der Hunde, die steigen ein und es gibt einen Teil der Hunde, die verweigern sich. Da sieht man oder man sieht ganz deutlich, dass sie es ganz schlimm finden. Wir haben Hunde im Training, die sich im Haus verstecken, wenn der Mensch anfängt, schon den Schlüssel zu suchen, die Tasche zu packen. Also wenn der Hund merkt, okay, jetzt geht es zum Auto, dann kann es sein, dass die Hunde nah ans Auto ranlaufen und dann nicht mehr wollen. Es kann sein, dass die gar nicht erst bis nah ans Auto ranlaufen und dann plötzlich wiederlaufen. Auch das gibt es. Das ist das mit der Erfahrung, mit dem Hochheben, etc. Und da gibt es wahnsinnig viele Facetten. Und ich glaube, es ist wichtig, das ernst zu nehmen. Also wenn der Hund sagt, ich gehe nicht zum Auto, dann muss man da auf jeden Fall hingucken. Wobei auch hier darf man natürlich unterscheiden, ist es ein, ich gehe nicht zum Auto oder ich will da hinten riechen, da ist eine Hündinläufig. Also es gibt sicherlich auch Situationen, wo ein Hund situativ mal nicht ins Auto will, weil er ein anderes Interesse gerade hat. Aber grundsätzlich ist ein Verweigern in irgendeiner Form oder ein oder eine Körpersprache, die deutlich zeigt, dass es dem Hund nicht gut geht, in jedem Fall ernst zu nehmen. Und zwar nicht nur im Sinne von, wir trainieren jetzt einsteigen und dann können wir fahren, sondern im Sinne von, wir nehmen das als ganzes Problem ernst. Und genau, das war noch der Punkt, wie sich Hunde verhalten können. Also es ist super breit einfach, super breit gefächert. Kleine, kleine, vielleicht, ja, kleine Historie. Also unser eigener Hund zum Beispiel, also der hatte früher auch Probleme beim Autofahren. Wir haben zwei Hunde aus dem Tierschutz adoptiert. Und einer davon zum Beispiel, der hat sich eingecodet und Urin abgesetzt. Und zwar vor dem Fahren schon. Und der musste bei uns zum Glück jetzt nicht viele Fahrerfahrungen sammeln, sondern wir haben dann auch gleich Verhaltenstherapie gemacht. Aber zum Beispiel mussten wir ihn ja auch abholen. Das ist dann so eine Fahrt gewesen. Und ich kann da auch an der Stelle nur sagen, unsere Hunde haben sehr schnell fahren gelernt, obwohl die sehr starke Probleme auch anfangs hatten. Oder zum Beispiel unsere Hündin hat noch Reisewilligkeit zusätzlich. Wenn man sehr früh anfängt und nicht erst viel rumprobiert, sondern gleich die richtigen Schritte macht, dann spart das unfassbar viel Zeit.

SPEAKER_00

Hast du denn da jetzt, also bei Tierschutzhunden, die schon erwachsen sind, ist das ja eh nochmal so ein bisschen was anderes. Aber wenn ich mir jetzt ein Welpen ins Haus hole und dann ist ja oft schon die erste Fahrt, kann ja durchaus entweder eine blöde Erfahrung oder eine gute Erfahrung werden. Gibt es da irgendwie sowas, wo du sagst, also in die Richtung, achtsam zu sein, ist schon gut, damit halt gerade auch diese erste Fahrt nicht blöd wird. Mal abgesehen davon, dass ich es schon ganz schön finde, wenn der Züchter alle Welpen mal ins Auto packt, wo sie zusammen sind mit Mama, wenn die gut Auto fahren kann und sagt, okay, wir machen hier mal so ein kleines Pferdchen hier und dahin. Aber falls der Züchter gesagt hat, nee, ich fahre nicht Auto, was kann ich so als Mensch machen, damit der ganz junge und noch sehr gut beeinflussbare Hund auch eine gute Erfahrung macht.

SPEAKER_01

Ja, also ich finde tatsächlich, dass einem ein bisschen die Hände gebunden sind, im Sinne von, dass man es wirklich gut macht, wenn man dazu nicht auch die notwendigen Schritte geht. Und notwendige Schritte sind ja an unterschiedlichen Stellen. Also der Hund, der sozusagen in sein neues Zuhause zieht, macht ja nicht nur die Erfahrung, oh, ich fahre jetzt Auto in die große weite Welt, sondern der wird ja auch getrennt von seinen Geschwistern, von seinen Bezugspersonen, von seiner Mama. Und da wäre ja die erste Frage, wie kann man die Kennenlernphase vielleicht schon vor Ort gestalten? Es gibt ja auch Züchter, die erlauben, dass man den Hund schon mehrfach kennenlernt. Oder auch Tierschutzvereine mit jungen Hunden, dass man vorher schon eine Beziehung aufbaut, weil es macht sicherlich schon einen Unterschied, ob ich mit einer fremden Person fahre oder mit einer bekannten Person. Aber nichtsdestotrotz, glaube ich, macht es tatsächlich am meisten Sinn, dass man den Hund im Autokontext ein bisschen vortrainiert, bevor man die weite Fahrt antritt. Klar, man kann auch sowas versuchen wie Ablen und so. Also was weiß ich, man hat dann ein bisschen eine Tube-Leberwurst für Hunde geeignete Leberwurst. Kann aber natürlich passieren, dass der Welpe zusätzlich eine Reisigkeit hat, dass der dann erbricht oder dass der das mit der Aufregung insgesamt nicht schafft, dass der auch kein Interesse mehr hat am Futter. Ablen ist so eine Sache, ist auch die Frage, wie wird der Welpe transportiert. Also zum Beispiel, wenn man aus einer Tierschutzorganisation einen, also kann ja auch ein junger Hund sein, aufnimmt, die müssen ja häufig bestimmt, also auf eine bestimmte Art gesichert werden zum Beispiel. Da ist ja manchmal gar nicht die Möglichkeit, dass man zum Beispiel neben dem Hund sitzt, sondern dass der Hund dann in einer Box ist. Also das ist ja dann keine offene Box in der Regel. Ich finde tatsächlich, da muss man jeden Fall einzeln betrachten, was überhaupt möglich ist, also von den Rahmenbedingungen. Und im Idealfall lernt der Hund sowohl die Menschen wie auch das Auto schon so ein bisschen kennen. Und dann ist man vielleicht irgendwann auf einem Niveau, wo man über Ablenken bis heimkommt. Also, und damit meine ich auch tatsächlich Ablenken. Also nur wenn das zum Beispiel wieder eine lange Fahrt ist, dann wird es auch schwierig. Dann kann es natürlich sein, dass, was weiß ich, der Hund kann ja nicht drei Stunden Leberwurst schlecken. Was man dann wieder machen kann, ist manchmal, dass man anders ablenkt. Zum Beispiel Leberwurst Wasser eingefroren in irgendwas drin und dann kann der Hund Eis schlecken. Da muss man wieder aufpassen, dass er das verträgt vom Magen, dass er da nichts abschluckt an Eisbröckchen. Also das sind jetzt nur Beispiele für Managementmaßnahmen. Managementmaßnahmen muss man sich bewusst machen, hat nichts mit Training direkt zu tun, sondern ist erstmal eine Deeskalationsstrategie für eine Situation, die so nicht bewältigbar wäre. Und ablenken kann eine gute Variante sein. Ich bin immer ganz erstaunt, wenn Ablenken dann als Trainingsstrategie verkauft wird. Also das ist ja eins der typischen Tipps, die man überall so findet, dass der Hund irgendwie eine Schleckmatte kriegt und dann fahren soll. Das funktioniert ja für viele Hunde einfach gar nicht, weil der Hund, also einfach lerntheoretisch kann man das auseinandernehmen. Und dann ist so ein bisschen die Frage, wie weit man damit kommt. Also mit dieser Strategie, dass der Hund dadurch fahren lernt. Aber als Ablenkungsmaßnahme für den Hund, der von seiner Pflegestelle, von seinem Züchter, vom Tierheim nach Hause geholt wird, könnte man es versuchen. Die Frage ist nur, ob man vorher nicht daran arbeiten muss, dass der Hund auf ein Level kommt, dass er überhaupt ablenkbar ist. Also beziehungsweise die Menschen kennen, das, was ich eben gesagt habe, Menschen kennenlernen, Auto schon mal kennenlernen. Gutes Autotraining für einen Hund, der da keine schlechten Vorerfahrungen hat, geht relativ zügig, aber auch das braucht Zeit. Autotraining für einen Hund.

SPEAKER_00

Ich höre da so ein bisschen raus, dass es ja letztendlich für einen Großteil der Menschen dann letztendlich ein Glücksspiel ist. Also weil einfach, weil du weder dem Züchtern natürlich zwingen kannst, zu sagen, fahr mal regelmäßig mit deinem Welpen Auto oder auch die Tierschutz, der Tierschutz kann das ja gar nicht leisten, so zeitlich mit jedem Hund quasi das Auto fahren, in dem Maße zu üben und in dem Tempo zu üben, wie der Hund das jeweils bräuchte. Und dann hast du ja auch manchmal oder ganz oft den Hund leider nicht um die Ecke. Also du kannst auch nicht sagen, ach, wenn das für dich okay ist, lieber Mensch, der mir den Hund geben wird, komme ich jetzt, keine Ahnung, drei, viermal die Woche vorbei und stelle mein Auto nur hin und setze mich mit dem Hund ins Auto und so weiter. Also auch das ist ja ganz oft nicht möglich. Das heißt, ganz viele haben es ja, dass sie sechs Stunden fahren, vielleicht den Welten zweimal schon vorher gesehen haben, aber das ist ja jetzt auch nicht viel. Und dann halt diese sechs Stunden fahren müssen wieder zurück. Und dann hast du ja entweder Glück und der Hund sagt, ja, mir doch egal, ich schlafe jetzt hier und schnuppe, ne? Mein Tag war schon anstrengend genug. Ich werfe die Pfötchen in die Luft und lasse mich von dir am Bauch kraulen und schlafe. Oder du hast halt Pech und er macht direkt eine bescheidene Erfahrung. Das ist so. Also ja, für mich ist es so ein bisschen ein Glücksspiel.

Management Gegen Training Richtig Abgrenzen

Reiseübelkeit: Mythen Und Faktenlage

SPEAKER_01

Genau, deswegen habe ich vorhin auch einleitend gesagt, dass ich das auch problematisch finde. Dass man entweder macht es gut oder man hat halt auch ein Problem. Also das ist einfach real. Ich glaube, eine Sache, die würde ich gerne noch ein oder noch ergänzen, auch wenn der Züchter fahren würde, das Wichtige ist, dass die Welpen gute Erfahrungen machen und nicht einfach nur fahren. Also auch eine Welpe kann ja beim Züchter schlechte Autoerfahrungen machen. Hatten wir tatsächlich auch schon im Training. Also dass dann der Besitzer gesagt hat, er würde gern, dass der Welpe schon vorher fährt. Und dann hat der Züchter versucht, da was zu trainieren und es war nicht so hilfreich, nennen wir es mal so. Das heißt, auch hier an der Stelle geht es um die Qualität der Erfahrungen, nicht nur, dass da Autokontext war. Die Welpen fahren ja häufig schon im Rahmen der Impfung. Da fahren die mal mit ihrer Mutter in einer großen Box häufig zum Tierarzt, dass sie dann erstmals geimpft werden, untersucht werden. Das heißt, Fahrerfahrung kann schon sein, dass die welche machen. Aber die Frage ist ja, was braucht der einzelne Hund, um eine gute Erfahrung mit dem Auto zu machen und so, dass auch tatsächlich das Auto die Rolle spielt. Also auch der Kontext erfährt alleine. Also in diesem Gedanke, dass man den Hund vom Züchter holt, fährt der Welpe ja alleine. Also mit seiner neuen Qualität der Erfahrung. Und deswegen kann man es eben wieder nicht so pauschalisieren. Also in einer idealen Welt würde der Besitzer wissen, wie Autotraining geht, und würde jeden Welpen seinem entsprechenden Temperament und Voraussetzungen entsprechend vorbereiten. Und der neue Besitzer würde eine Bezüge, also eine Beziehung zu dem Welpen aufbauen, sodass er nicht völlig fremd ist. Das wäre in der idealen Welt, das haben wir nicht. Und deswegen sage ich halt Deeskalationsstrategien, Ablenken, also Management. Was man natürlich auch immer hat, ist sowas wie eine medikamentöse Strategie, finde ich bei Welpen aber schwierig. Bei erwachsenen Hunden, wenn die in ganz schwierigen Situationen sind, kann man natürlich darüber nachdenken, ob man mit einer medikamentösen Strategie den Hund unterstützt. Aber auch hier muss man sagen, wir zum Beispiel wenden Medikamente erstens selten an. Also unser Kern ist wirklich Verhaltenstherapie. Und zweitens, wenn Medikamente zum Einsatz kommen, dann sagen wir nicht einfach nimmer von der Pille so viel, sondern dann gucken wir erstmal, ob das Medikament zum Hund passt, weil es gibt ja ganz viele Fragestellungen, die damit zusammenhängen. Also das ist auch interessant für alle, die mit ihrem Hund im Urlaub, also in den Urlaub fahren wollen und zum Beispiel von ihrem Tierarzt sich ein Medikament holen. Die Frage ist einfach, wie lang wirkt das Medikament? Kann das die Fahrt abdecken? Ist das überhaupt stark genug für alles auf der Fahrt? Also es gibt ja auch vielleicht Hunde, die können damit auf der Autobahn fahren, aber nicht im Stop-and-Go-Bereich oder umgedreht. Also die Frage ist immer, wie viel kann es abdecken von den Belastungen, die der Hund dann eben auch wieder, also die dem begegnen. Und diese Medikamente sind super unterschiedlich. Das heißt, der eine Hund, der hat ein Medikament in der einen Dosierung und der kann damit dann vielleicht, ich nenne es jetzt mal vorsichtig gesagt, problemlos fahren. Und der andere Hund, für den hilft das Medikament gar nicht. Und der braucht das vielleicht in der doppelten Dosierung sogar. Der nächste Hund braucht eine Kombination an Medikamenten oder ein ganz anderes Medikament. Und das ist super individuell. Das ist, ich vergleiche das immer so gerne mit Migräne. Also wenn jetzt Menschen Migräne haben, sagt der eine, ja, mir hilft Ibuprofen, und der nächste sagt, was will ich denn damit? Ja, und diese Medikamente, die müssen zum Hund passen, also zu dem Problem und zum Hund. Es kann sogar sein, dass ein Medikament für ein anderes Problem hilft, aber nicht für Autofahren. Und deswegen darf man sich das einfach nicht so schwarz-weiß vorstellen. Also Medikamente sind weder gut noch schlecht, sondern sie sind individuell. Und sie müssen so auch behandelt und eingestellt werden. Und wenn man jetzt wieder diese Abholsituation hätte, dass der Hund von einer Pflegestelle in sein neues Zuhause zieht oder oder, dann ist es tatsächlich gar nicht so leicht umzusetzen. Und das ist jetzt nur in Bezug auf die Wirkung, ob es überhaupt was bringt und wie viel es bringt. Es gibt natürlich noch ganz andere Faktoren und zwar hat man natürlich Medikamente auch gewisse Risiken. Man muss auf den Hund aufpassen, man muss gucken, dass er es verträgt. Und dann hat man einen fremden Menschen, der den Hund nicht kennt, der dann plötzlich eine Situation betreuen muss, wo er den Hund eh noch nicht einschätzen kann. Das finde ich auch eine schwierige Ausgangskonstellation. Also an der Stelle, ja, an der Stelle finde ich das wirklich teilweise auch nicht gut lösbar. Also, es gibt Ansätze, wie man es verbessern kann. Aber die haben alle Ecken und Kanten und die decken nicht wirklich das Problem ab. Und wir haben zum Beispiel in der Verhaltenstherapie den Anspruch, dass die Hunde nicht einfach nur besser fahren. Wir wollen wirklich, dass die gut fahren. Und mit gut fahren meinen wir nicht artig fahren und funktionieren, sondern dass die wirklich mit der Situation zurechtkommen. Und im besten Fall fühlen die sich wohl oder ihnen ist es ja vielleicht in Richtung egal. Also wenn ich jetzt Auto fahre, bin ich ja auch nicht quietsvergnügt. Aber ich bin fein damit. Und das ist auch unser Mindestanspruch. Und deswegen alle Strategien, die darauf ausgelegt sind, dass ein Hund einfach nur funktioniert, von mir aus, dass der, wenn er vokalisiert hat, dass er jetzt halt still ist, das machen wir nicht. Also da gehen wir auch nicht mit. Und das kritisieren wir tatsächlich auch scharf, weil wir sagen, dass das Verhalten im Prinzip ja nur ein Symptom ist von einem tiefer liegenden Problem. So wie beim Eisberg. Das Verhalten ist die Spitze, die aus dem Wasser guckt und darunter haben wir die eigentlichen Themen. Und deswegen, es tut mir echt leid, aber diese Situation lässt sich so nicht gut regeln oft. Also dieses, ich hole einen Hund ab. Wenn die sich hätte so gut regeln lassen können, dann hätten wir es ja auch zum Beispiel gemacht mit den Hunden, wenn wir einen Hund aus dem Tierschutz geholt haben. Und ich glaube, was total wichtig ist, dass man auch diese Begrenzung der Möglichkeiten vielleicht wirklich mal ausspricht und anerkennt, weil das ist ein Systemproblem. Also ein Problem, was systematisch die ganze Zeit vorliegt. Und dass man sich das bewusst macht, dass man hinterher vielleicht ein Thema hat, was man bearbeiten muss. Auf der anderen Seite muss man aber auch klar sagen, es gibt noch ganz viele weitere Effekte. Zum Beispiel, wie reagiert der Körper, wenn der sehr lang anhaltenden Stress hat? Oder weil dann werden Systeme ja auch wieder runtergefahren. Oder was wird überhaupt verknüpft? Das ist ja auch so die Frage. Wird überhaupt das Auto verknüpft oder vielleicht das Parfüm vom Besitzer und die böse Box, in der man ist? Und das ist eben die Frage. Also welche Lernerfahrung macht der Hund? Der ist zwar im Kontext Autofahren, aber dieser Kontext ist ja gefüllt mit Tausenden von Reizen. Und das ist so die Frage, welche Lernerfahrung macht er? Wir sorgen halt in der Verhaltenstherapie immer dafür, dass wir da möglichst viel steuern können. Das bedeutet, wir erhöhen die Wahrscheinlichkeit für das, was wir wollen, was der Hund lernt. In einer unkontrollierten Situation, wie so einer Abholsituation, da lernt er halt irgendwas. Und wir stellen dann hinterher fest, ach guck, jetzt hat er ein Problem mit Fahren. Verdammt, ne? Ja. Genau. Was man aber an der Stelle noch vielleicht ergänzen muss, ist das Thema Reiselkeit. Es gibt natürlich, also das wäre vielleicht was, was man wirklich in dem einen oder anderen Fall gut abfahren könnte, weil es da auch Medikamente für gibt. Oder also es gibt mehrere Wirkstoffe, die denkbar sind. Es gibt einen Wirkstoff, der sehr häufig angewendet wird, weil der da für Tiere eben auch, ja, der ist einfach für Tiere zugelassen, auch für die Indikation zugelassen, der hat auch eine große Zuverlässigkeit in der Regel. Und wir haben einfach die Möglichkeit natürlich hier an der Stelle, wenn es so körperliche Sachen sind, abzuschauen, Auch nochmal zu intervenieren oder Hunde, die vielleicht Schmerzen haben und die beim Autofahren dann natürlich vielleicht noch mehr Schmerzen haben, weil der Körper so diese Schonhaltung nicht aufrechterhalten kann. Also wenn wir jetzt Schmerzen haben, dann gehen wir in eine Schonhaltung, dann vermeiden wir das, was an den Bewegungen diesen Schmerz auslöst. Beim Autofahren können wir das nicht immer. Das ist einfach, weil wir passiv bewegt werden, also beziehungsweise wir werden bewegt durch die Autobewegung, durch das Beschleunigen, beim Kurvefahren, durch die ganzen Kräfte, die da herrschen. Und ein Hund kann sich auch nicht festhalten. Das heißt, der hat da nochmal eine ganz andere Dynamik. Und wenn der Hund sich hinstellt, anstatt sich hinzulegen, dann ist es auch nochmal schwieriger, weil dann fehlt dann noch mehr Halt sozusagen. Und das heißt, alles, was so diese körperlichen Sachen angeht, zum Beispiel eben Schmerzen oder Reisigkeit, da kann man natürlich nochmal direkter versuchen zu intervenieren und das abzufangen im Vorfeld. Und Reisigigkeit ist ja was, was relativ viele Welpen betrifft. Also das ist ja bei den Welpen doch nicht so selten. Und wir sehen es auch manchmal bei den Tierschutzhunden, die vielleicht auch auf den ersten Fahrten, also vorberichtlich bei den Besitzern dann sich übergeben haben. Oder eine befreundete Tierarztin, die da viel im Tierschutz macht, die hat das Phänomen auch oft gesehen, dass die dann sich übergeben. Wobei auch hier, und das ist auch was, was ich mir aufgeschrieben habe für den Podcast, wir müssen bei Reisübelkeit auch genau hingucken, weil nicht jeder Hund, der Symptome einer Reisübelkeit zeigt, hat eine Reisübelkeit. Es gibt Hunde, die erbrechen und die speicheln, obwohl die keine Reisübelkeit haben. Es gibt aber auch das Gegenteilige: es gibt Hunde, denen es schlecht, also als Reiseübelkeit, und die brechen nicht automatisch. In der Menschenwelt haben wir ganz viele Phänomene, was Reisübelkeit angeht. Der eine Mensch, der kann nicht vorne sitzen und ein Buch lesen, aber so normal vorne sitzen. Es gibt Menschen, die können nicht hinten sitzen. Es gibt Menschen, die können nirgendwo sitzen, außer sie fahren selber. Es gibt Menschen, die können Auto fahren und Karussell fahren, aber kein Schiff fahren. Es gibt Seeleute, die gehen an Land und ihnen wird schlecht, weil es nicht mehr schaukelt. Und es gibt Leute, die fahren zum Beispiel Boot und es gibt ja dann immer so Saison, wann Boot gefahren wird und am Anfang die erste Fahrt, ja, die erste oder die ersten Fahrten, denen wird dann schlecht, die nächsten Fahrten gar nicht mehr und im nächsten Jahr dasselbe. Also dann haben sie die Winterpause, dann fahren sie wieder das erste Mal Boot, jetzt wird denen wieder schlecht. Also Reisebigkeit ist echt tricky. Also das ist sowohl von der Interpretation beim Hund wie auch von den Gesamtzusammenhängen. Also es ist ein unfassbar vielfältiges Phänomen, was sehr schlecht untersucht ist, wo es unfassbar viele Mythen gibt. Und wir haben zum Beispiel eins gemacht, wir hatten, also mich hat das irgendwann wahnsinnig genervt, dass so viele Mythen um die Reisöglichkeit existieren und so wenig Fakten. Und dann habe ich mich irgendwann gefragt, ja, was ist denn überhaupt die Faktenlage? Was wissen wir denn überhaupt aus den Studien? Und also was ist das bewiesene Wissen sozusagen? Und dann haben wir eine Mitarbeiterin eingestellt, die nur dafür verantworte, also das war eine angenhene Tierztin und die war nur dafür verantwortlich, oder die hat den Auftrag gekriegt, alle Studien zu durchforsten zum Thema Reisübigkeit und das einmal so zusammenzustellen. Weil wir einfach wissen wollten, was ist denn hier die Sachlage? Und ich muss sagen, das Ergebnis war echt ernüchternd. Also ich habe mir davon sehr viel mehr versprochen und es hat aber auch gleichzeitig gezeigt, dass ganz viele, ich nenne es jetzt mal Mythen um das Thema Reisübelkeit haltlos waren. Also von Beobachtungsideen bis hin zu, ja, man hat es von irgendwem gehört, hatte das oft überhaupt keinen Bezug zu den tatsächlichen Forschungsergebnissen. Also wir haben regelmäßig Hunde mit Reisübelkeit im Training und wir haben auch, wie wir damit umgehen, letztlich entwickelt aus der großen Erfahrung heraus. Also da muss man auch sagen, da ist Spezialisierung dann eben auch der Vorteil, weil wir nicht im Jahr fünf Hunde sehen, sondern vielleicht in einem kurzen Zeitraum, vielleicht in einer Stunde oder so, je nachdem. Also wir sehen einfach am Tag so viele Teams. Wir haben vielleicht 150 gleichzeitig, die wir betreuen über einen Zeitraum oder auch mehr oder es kommt immer ein bisschen drauf an. Wir sehen halt einfach sehr viel mehr Hunde in ihrer Entwicklung. Also in der frühen Phase vom Training, in der späten Phase vom Training, in den unterschiedlichen Problemsituationen, verschiedene Hundetypen, verschiedene Altersgruppen. Und das macht einfach einen ganz anderen Erfahrungsschatz aus. Und dadurch hat sich natürlich auch so ein Unterthema wie die Reiseübelkeit da schon häufig gezeigt und auch mit den verschiedenen Facetten gezeigt. Und dementsprechend haben wir da eben auch ganz unterschiedliche Strategien, wie wir damit umgehen. Aber Reisübelkeit ist echt, also ich bin immer froh, wenn es keine ist, weil das ein sehr vielfältiges und vor allem sehr plötzliches Phänomen ist. Und ich habe es ja vorhin schon gesagt, wir haben selber eine Hündin mit Reisübelkeit und die hatte am Anfang zum Beispiel Angst und Reisübelkeit. Das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt. Es ist selten nur Reisübelkeit, sondern wenn der Hund dann die Erfahrung macht, im Auto wird ihm schlecht und schlecht sein, also Übelkeit ist ja auch ein Leidensdruck, dann kann das natürlich ganz schnell passieren, dass ein Hund dementsprechend auch ein emotionales Thema mit dem Auto fahren kriegt. Und dann hat man beides. Und dann wird manchmal eins gemacht, dann geht manchmal der Halter zum Tierarzt und dann sagt er, hier, ich möchte ein Medikament, mein Hund hat Reisübelkeit oder der Tierarzt schlägt es vor. Dann hat man aber das Problem, eventuell, wenn das Medikament greift und gut, also in der richtigen Dosierung gegeben wird, alles beachtet wird, wie man es beachten muss. Auch das ist nicht immer gegeben, deswegen betone ich das gerade. Aber selbst dann, wenn das Medikament entsprechend gegeben wird und eigentlich greift, kann es trotzdem passieren, dass der Hund immer noch seine Symptome zeigt, weil einfach das nicht das einzigste Problem war. So, und wir haben halt zum Beispiel eine Hündin, die hat Reisübelkeit, also der Rüde hat keine, der Toffi, die Jin hat Reisübelkeit. Und die hat durch Training, also man natürlich Vertrauen zum Autofahren gekriegt, aber die kann auch drei oder vier Stunden fahren ohne Medikament, weil wir halt auch da gut es begleiten, sodass die Übelkeit nicht ausgelöst wird. Und das ist das Entscheidende. Man denkt immer nur an das Brechen. Und dann werden manchmal die Hunde nüchtern gelassen und dies und jenes. Aber man darf eben nicht nur das Bren angucken, sondern tatsächlich die Erlebniswelt des Hundes und die fängt vorher an. Und es kann auch sein, dass die Übelkeit erst kurz vor dem Erbrechen eintritt. Es kann sein, dass die schon ganz lange vorher besteht. Aber das Wichtige ist erstmal, dass der Hund zu jeder Minute oder zu jedem Zeitpunkt im Auto sich wohlfühlt körperlich und nicht irgendwie Übelkeit und sonstiges da rein spielen. Und dafür müssen wir halt sorgen. Und an der Stelle auch nochmal, das ist ja auch einer der Tipps, die oft gegeben würden. Man soll dann Hunde mit Reisübelkeit nüchtern lassen. Es gibt genügend Hunde, die dann einfach nüchtern trotzdem erbrechen. Also die erbrechen dann zum Beispiel Galle. Oder wirgen und es kommt einfach kaum was. Und an der Stelle sei gesagt, zumindest beim Menschen, ich kann den Hund nicht fragen, wie er sich fühlt, aber zumindest beim Menschen kann das wehtun, wenn man wirkt und nichts rauskommt. Das gibt es ja zum Beispiel bei Phänomenen wie Migräne, dass man da auch erbrechen muss. Und es gibt auch Menschen, die müssen bei Migräne erbrechen, selbst wenn sie nichts im Magen haben und wenn sie dann wirgen, das kann echt schmerzhaft sein. Also muss man schon, ich glaube, man muss es einfach viel differenzierter betrachten und nicht mit so oberflächlichen Tipps ein kompliziertes, komplexes Thema versuchen zu lösen.

Schmerzen Als Verdeckter Auslöser

SPEAKER_00

Also ist halt, ja, ich hatte das Thema gestern und das passt genau da drauf. Da ging es um Rassen, also dass es sehr viele Hunde trainierende Menschen gibt, die mit Hunden arbeiten, die sagen, ah ja, immer dieses, keine Ahnung, dieser Aufriss, der gemacht wird, um die verschiedenen Hundetypen und Hunderassen, Hund ist doch Hund. Wo ich so sage, oh nee, Hund ist nicht Hund, Rasse ist nicht Rasse, was er an Vorerfahrungen mitbringt, ist nicht immer das Gleiche und so weiter. Also das darf halt beachtet werden, weil das macht einen Unterschied im Training. Und wenn wir jetzt von dem Rassethema weggehen und sagen, okay, es gibt ja durchaus auch andere Facetten, auf die wir uns spezialisieren können, finde ich halt auch da, dieses, ich spezialisiere mich vielleicht auf das Thema Autofahren oder ich spezialisiere mich, was auch immer Hunde noch so für Themen haben, auf ein bestimmtes Thema, weil ich dann dieses natürlich viel besser abarbeiten kann und viel besser schauen kann, okay, was steckt denn in diesem Thema alles noch drin? Und dann kommen wir ja wirklich, wie wir alleine hier schon in diesem Gespräch merken, von ganz, ganz oberflächlichen Sachen auf unfassbar viele Abzweigungen und Facetten. Und das finde ich sehr, sehr wichtig und fände ich auch schön, wenn es mehr in die Hundeöffentlichkeit käme und so zu den Menschen, die Hunde haben, dass sie sich darüber bewusst sind, auch im medizinischen Bereich. Also jetzt nicht nur, was Training angeht oder Verhaltenstherapie, sondern auch im medizinischen Bereich, dass es manchmal echt sinnvoll sein kann, sich einen Experten zu suchen für ein bestimmtes Thema, weil der einen ganz anderen Überblick hat. Also vielleicht gehe ich dann halt doch mal mit einem Hund, der ein Zahnproblem hat, nicht nur zum Lantierarzt um die Ecke, sondern such mir jemanden, der ein Zahnröntgen gerät hat und so weiter. Und das Gleiche halt dann auch im Training. Also so ein bisschen mehr zu schauen, wer hat in diesem Bereich schon viele Erfahrungen und macht nicht nur so ein 0815-Programm.

SPEAKER_01

Ja, genau. Also ich glaube, grundsätzlich ist es natürlich immer wichtig, dass es Generalisten und Spezialisten gibt, weil jeder so seinen Platz hat und das ist super wichtig. Aber trotzdem habe ich zum Beispiel gerade gestern so ein Beispiel gehört, das war für mich sehr einprägsam. Da ging es um Kaninchen. Kaninchen sind zum Beispiel, also ich, so als Tierärztin, lernt man im Studium natürlich erstmal viel über verschiedene Tiere. Gerade Kaninchen sind da aber nur ein ganz, ganz kleiner Teil. Also da kommt nicht so viel, weil die auch in der Praxis eine untergeordnete Rolle spielen. Ich will nicht sagen im Sinne von, dass es unwichtig ist, sondern im Sinne von, man hat nicht so viele Kaninchenpatienten, weil viele mit ihrem Kaninchen vielleicht es auch nicht behandeln lassen. Also ich zum Beispiel komme aus dem ländlichen Raum, ich weiß nicht, ob wir zwei, drei Kaninchen im Sommer hatten. Die hatten dann meistens Maden, weil die schnell Maden kriegen, wenn die zum Beispiel Durchfall hatten und da Eier gelegt werden von den Fliegen. Aber man hat nicht so viele Kaninchen-Patienten. Also es ist sozusagen einfach ein kleiner Anteil. Das könnte man genauso gut sagen mit einer Schlange oder mit einer Echse. Das kommt nicht so häufig. Und im Studium ist es eben auch nur ein ganz kleiner Teil. Und deswegen wird auch da geraten, dass man auch sich überlegt, ob man da nicht sogar zum Spezialisten mitgeht. Und also wir zum Beispiel machen das. Also wir haben auch zwei Kaninchen. Ich bin selber Tierärztin und ich spreche mich mindestens ab mit einer Spezialistin oder stelle mein Tier dort auch vor, also unsere Kaninchen. Weil mir das wahnsinnig wichtig ist, dass jemand drauf guckt, der da diese fachliche Tiefe hat. Und ich sehe es durchs Auto, wie viel anders wir arbeiten. Wir betreuen ja auch Hundetrainer teilweise. Wir haben Tierärzte oder auch Tierärzte mit Verhaltensschwerpunkt, die wir betreuen. Und wir sehen, dass fachliche Tiefe an der Stelle, weil eben Erfahrung nochmal einen Unterschied macht, auch ein Qualitätsunterschied ist, in dem wie man helfen kann. Und deswegen will ich das natürlich auch für mein eigenes Tier. Und da kam jedenfalls das Beispiel, man geht ja auch nicht mit Zahnproblemen zum Gynäkologen. Da wird man auch weggeschickt und sagt, hier du, das ist nicht mein Kerngebiet, das ist vielleicht Sache vom Zahnarzt. Und so könnte man das natürlich auch mit dem Kaninchenhandhaben. Aber, und das muss man eben auch sagen, es ist manchmal auch schwierig in der Praxis, das so zu gestalten, weil vielleicht gar kein Spezialist in der Nähe ist oder weil auch die Besitzer selber vielleicht sehr restriktiv damit umgehen, zu einem Spezialisten zu gehen. Die sind vielleicht, gerade für einen Kaninchenhalter ist es vielleicht schon viel, überhaupt zum Tier zu gehen, wenn was ist. Also sehr unterschiedlich. Es gibt auch Menschen, also wie wir das machen, die fahren dann auch eine Stunde zum Spezialisten und sehen das auch als selbstverständlich an. Aber ich glaube, es ist vielleicht noch nicht so ganz etabliert, dass man diese Spezialisierung auch gut wertschätzt. Das sehen wir übrigens auch beim Autothema. Also wir haben recht viele Anfragen immer für das Thema. Und es gab so eine Zeit, da haben einige Leute gesagt, ja, wir wollen uns erstmal so regional umgucken, was der Hundetrainer dann irgendwie noch betreut. Und dann kamen die nach ein paar Monaten wieder, weil es nicht geklappt hat. Und dann haben sie dann halt mit der Verhaltenstherapie gestartet. Und wenn wir dann so mitgekriegt haben, welche Trainingsansätze da versucht wurden, dann wundern wir uns auch nicht, dass das nicht klappt. Also das soll jetzt auch kein Vorwurf sein, sondern das ist einfach aus einer Fachperspektive, auf einer Spezialisierungsperspektive hat man einen anderen Blick auf die Dinge. Und das betrifft alle Themenbereiche. Und gerade in der Medizin. Und bei uns ist es ja zum Beispiel so, wir machen die Verhaltenstherapie aus dieser Doppelperspektive. Tierarzt, Hundetrainer. Also wir machen auch Fortbildungen zum Beispiel für Hundetrainer, weil wir die auch sehr wertschätzen, also diese Fortbildungen. Aber wir haben halt diese Doppelperspektive und gerade bei so einem Thema wie Autofahren, finde ich, ist es auch notwendig, weil so viele medizinisch relevante Themen da mit reinspielen. Also ich hatte vorhin ja das Thema Schmerzen angesprochen. Und wir haben regelmäßig Hunde im Training, die, obwohl sie vielleicht in der Physiotherapie sind, obwohl sie vielleicht medizinisch auch regelmäßig vorstellig sind, unentdeckte Schmerzen haben und niemand merkt es. Der Besitzer, der weiß nichts von, der Tierarzt weiß nichts von, der Physiotherapeut weiß nichts von. Und warum ist das so? Also wir haben erstmal die Sprachbarriere und ich finde, das ist ein großes Problem, weil gerade in diesen feinen Details kriegt man einfach viel zu schnell eine Fehlinterpretation oder man kriegt es gar nicht mit. Alles, was schleichende Prozesse sind, gerade bei Schmerzen, deswegen ist das auch so ein Herzensthema von uns, weil Schmerzen haben ja mit Lebensqualität zu tun, aber sie werden regelmäßig übersehen. Regelmäßig. Da kann man also so durch die Bank weg, weil ich sag mal, wir haben auch mal Zahnschmerzen, wir haben mal Kopfschmerzen, uns tut mal der Fuß weh. Wie häufig hat dein Hund zum Beispiel Kopfschmerzen, weißt du das? Hat dein Hund schon mal Zahnschmerzen gehabt? Wir sehen zum Beispiel in der Praxis bei Katzen auch ganz extrem, aber auch bei Hunden, der Hund geht zur Zahnsteinentfernung und hinterher mussten Zahn gezogen werden. Also bei Katzen hat man das häufiger als bei Hunden, glaube ich. Also würde ich jetzt mal behaupten, zumindest von meiner Praxiserfahrung. Aber auch das, das wäre auch sicherlich eine Fragestellung, die eigentlich einem Spezialisten gebührt, also wie die Verteilung ist. Trotzdem ist es so. Also, das heißt, wir haben manchmal Tiere, die hinterher vielleicht einen Zahn entfernt kriegen haben. Und da ist ja auch die Frage, hat das nicht wehgetan? Hat das keiner gemerkt? Und ganz häufig hat es keiner gemerkt. Und wir stellen uns Schmerzen ja oft so vor, als ob die sich auf jeden Fall sichtbar machen. Aber jetzt frage ich dich zum Beispiel, glaubst du, mir tut heute der Fuß weh? Oder glaubst du, ich habe heute Zahnschmerzen? Also mir tut gerade in dem Moment die Schulter weh. Und woher solltest du es wissen? Ja, und das ist eben auch so. Also gucken wir uns unter Menschen um. Dann sind wir in einem Raum mit zehn Menschen. Wer von denen hat Schmerzen?

SPEAKER_00

Muss ja schon sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schlimm sein, dass man es sieht.

SPEAKER_01

Eben. Also es muss eine bestimmte Art von Schmerz sein, es muss eine bestimmte Art von Reaktion sein, die die Person dann zeigt. Es gibt ja auch Menschen, die funktionieren, also ich arbeite regelmäßig mit Migräne. Also ich habe zum Beispiel selber Migräne, die geht bis zu drei Tage auch miterbrechen. Und an den Schmerzspitzen, wo ich mit niemandem mehr sprechen will, da arbeite ich nicht. Und es kann auch sein, dass ich zum Beispiel sage, Medikament berate ich heute nicht, weil da muss ich ganz, ganz stark konzentriert sein. Aber ich arbeite relativ lange weiter. Mir fällt natürlich jetzt auch das Thema leicht, ich muss mich da nicht so stark anstrengen, wie wenn ich vielleicht Steuererklärung mache. Die stresst mich dann eher. Deswegen ist das leistbar. Aber ich habe da auch regelmäßig Schmerzen und arbeite weiter. Und das heißt, wir können funktionieren mit Schmerzen. Also bis zu einem gewissen Grad geht das. Und das kann der Hund auch. Und wenn jetzt der Hund Dauerschmerzen hat, dann kann das zum Beispiel bis häufig, wenn die älter sind, weil dann sind einfach körperliche Prozesse, vielleicht Narthrose und so das ein oder andere, die dazu führen, dass der Hund eben Schmerzen empfindet. Und was sieht man? Ein Hund, der ist langsamer, der ist träger, der steht langsamer auf, der braucht ein bisschen langsamer, bis er in die Gänge kommt, der hat kein Interesse mehr, so viel zu rennen, zu spielen. Vielleicht hat er auch noch in Hocherregungssituationen Interesse zu spielen, da merkt man es wieder nicht so. Aber der Punkt ist, man gibt dem Hund lieber eine Eigenschaft, im Sinne von, ja, der ist jetzt träge, der ist jetzt alt. Also, anstatt dass man guckt, okay, warum verhält er sich denn anders? Und Alter ist ja keine Krankheit. Aber Alter ist eben ein Zeitraum, in dem Krankheiten häufiger auftreten. Und deswegen muss man eben gucken, wenn Verhaltensänderungen da sind, ob da nicht vielleicht eine körperliche Ursache besteht, die natürlich für den Hund einen Leidensdruck haben kann. Und ich habe das oft erlebt, dass zum Beispiel, also auch, dass Patienten zu uns kommen und die sagen, ja, mein Hund hat da eine Arthrose oder da ein Hüftproblem und wenn der jetzt humpelt, dann kriegt er an dem Tag ein Medikament. Ja, und was ist an den übrigen Tagen? Weil das ist ja die Frage, hat er nur an dem Tag Schmerzen oder ist das die Schmerzspitze, die wir sehen? Und wir hatten letztes Jahr zwei Hunde im Sommer, die durch die Verhaltenstherapie mit Schmerzen, also das kommt häufiger vor, aber diese zwei mussten operiert werden. Also sie sind durch die Verhaltenstherapie mit Schmerzen aufgefallen, was im Alltag nicht so aufgefallen ist, so deutlich. Also da gab es auch Verhaltensbeobachtungen, die wurden aber, die lassen sich ja umfangreich anders interpretieren auch, ja. Und diese Hunde sind mit Schmerzen aufgefallen bei uns in der Verhaltenstherapie im Rahmen der Trainingsbegleitung. Und dann wurde da weiter untersucht und geguckt. Und der eine hatte eine Probemedikation sogar. Das heißt, in dem Moment kann man auch versuchen, ein Schmerzmittel zu geben und mal zu gucken, verändert sich das und da hat sich erstmal nichts verändert und dann kriegte er das nächste, dann hat sich wieder nichts verändert. Das war ein richtig langer Prozess, sodass wir über viele Wochen auch oft da neu angepasst haben, evaluiert haben oder auch diskutiert haben, weil vielleicht auch das irgendwann nicht so aussah, als wäre da noch was. Und es war doch so. Ja, und der Hund wurde operiert hinterher, weil der noch ein schwerwiegenderes Problem tatsächlich hatte, was einfach Schmerzen gemacht hat. Und das ist gar nicht so selten. Er hat einen Hund zum Beispiel, der hatte einen Autounfall und der ist deswegen auch in die Verhaltenstherapie gekommen, also Autounfall und Fahnprobleme. Da waren so verschiedene Sachen. Manchmal ist der Autounfall ja nur was Zusätzliches und was es nochmal schwieriger macht. Und auch der Hund hatte zum Beispiel Schmerzen. Und das heißt nicht, dass wenn ich den Schmerz wegnehme, dass jetzt alles gut ist. Weil der Hund hat ja seine Lernerfahrung. Und das betrifft halt auch die Emotionen und so. Aber das heißt, er hat dann vielleicht Angst vorm Fahren, weil es immer wehgetan hat. Aber es ist zumindest eine wichtige Voraussetzung, dass sich ein Tier körperlich wohlfühlt, bevor es überhaupt trainiert werden braucht. Beziehungsweise ganz so einfach ist es auch nicht, weil manchmal sind die so unterm Radar mit ihren körperlichen Beschwerden, dass niemand daran glaubt, dass die da sind. Und dann fällt es wirklich erst im Verlauf der Therapie aus. Also weil wir einfach sehr strukturiert vorgehen und die Hunde lange begleiten, die Hunde regelmäßig sehen und dann sehen wir den Prozess. Und wenn der Prozess auffällig ist, dann haben wir wieder Hinweise für, da muss noch was sein. Man kann den Hund entweder vorher schon auf den Kopf stellen, das ist aber wenig sinnvoll, wenn man so keinen Anhaltspunkt hat und wenn niemand dran glaubt, dass da was ist. Und deswegen ist es dann manchmal so, dass man dann im Prozess erneut gucken muss. So, und da haben wir eben regelmäßig Hunde, die dann doch Schmerzen haben. Trotzdem ist es ganz klassisch und ganz auffällig, dass der Hund, der mit seiner chronischen Schmerzproblematik nur für Schmerzspitzen was kriegt, aus Angst vor Nebenwirkungen, aus Angst vor weniger Lebensjahren, weil vielleicht Medikamente dauerhaft gegeben werden, wobei es hier wirklich um Lebensqualität geht. Und manchmal haben wir auch Hunde, die kriegen schon eine Dauermedikation, aber zu irgendeinem Zeitpunkt reicht die vielleicht nicht mehr aus. Und man müsste eigentlich entweder wechseln oder noch was zusätzlich geben. Und auch das ist wichtig, hinzugucken. Das heißt, selbst die Hunde, die zum Beispiel eine dauermedikation haben, reicht die wirklich aus oder macht sie nur besser? Also ich habe manchmal Migräne und kriege Schmerzmittel und dann habe ich nur noch Kopfschmerzen. Ja klar, die Migräne ist weg, aber Schmerzen habe ich immer noch. Und ich glaube, man muss da wirklich mal vielleicht, ich sag mal, mit gesundem Menschenverstand dran gehen, im Sinne von, was machen wir, also was machen wir denn mit unserem eigenen Körper für Erfahrungen und also unsere Umgebung, also vielleicht die Eltern, die Großeltern, weil es ja nicht so ungewöhnlich ist, diese Phänomene zu, dass die einem begegnen an sich selbst oder an anderen. Ich finde es nur einmal erstaunlich, dass wir bei den Hunden nicht dran denken.

SPEAKER_00

Also ja, Thema Schmerzen. Das ist zum Glück aber, also mir fällt es immer öfter auf, dass dieses Thema besprochen wird, dass auch Tierärztinnen, die auf Instagram zum Beispiel aktiv sind, das immer wieder ansprechen, immer wieder sagen, ne, es wird so schwer zu sehen sein, kümmert euch trotzdem drum, Zahnreinigung einfach nur oberflächlich ist nicht, macht ein Röntgen dazu, weil genau das ist halt, dann müssen Zähne gezogen werden, das siehst du aber nicht, wenn du nur ein bisschen Plack abkratzt und so weiter. Also dieses Thema Schmerzen kommt zum Glück immer mehr ins Bewusstsein, was ich halt auch mega wichtig finde. Das ist halt einfach eins. Und das ist auch was, was ich im Training immer mal habe, dass wenn ich beobachte, also ganz oft ist es nur so ein Bauchgefühl, weil ich bin keine Hundefüßer, ich bin keine Tierzin, ich habe keine, ne, also ich könnte jetzt nicht konkret sagen, ah, der hat da ein Thema oder das Problem, aber ich habe manchmal so ein Gefühl, wo ich so denke, nee, irgendwie passt das nicht so richtig. Und so wie wir arbeiten, müsste eigentlich der Verlauf so und so und so sein, so, lass es mal abchecken. Ich habe das Gefühl, irgendwas stimmt nicht drin, ne? Und ich möchte da nicht weiter drüber weg trainieren, weil das ist nicht sinnvoll. Das tut dem Hund nicht gut, das ist einfach nicht gut.

Reizüberflutung Und Andere Trainingsmythen

SPEAKER_01

Also wenn sich das Muster bricht, nennen wir es mal mit Muster brechen, dann ist es tatsächlich gar nicht so selten was Körperliches. Natürlich kann das auch sein, da ist irgendeine Hünneläufig und der Rüde ist jetzt einfach an anderen Dingen interessiert. Es gibt manchmal auch in der Außenwelt Sachen, aber es ist tatsächlich häufiger körperlich als man denkt. Und tatsächlich gibt es auch sehr schnell den Stempelverhaltensproblem, noch lange, bevor man gründlich alles abgeklärt hat. Und ich glaube, da darf auch ganz, ganz viel Aufklärung stattfinden. Denn das Problem ist selbst bei der Untersuchung beim Tierarzt, die Frage ist immer, wer hat die größte Chance, rauszufinden, dass da was ist. Und ich glaube, diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil es gibt Schmerzen, die lassen sich halt auslösen, weil man mal auf einen bestimmten Punkt drückt und die sind vielleicht auch ubiquitär vorhanden. Also dass die immer auch irgendwie da sind. Es gibt ja aber auch Schmerzen, die sind mal da und mal nicht da. Oder die lassen sich auslösen, nur wenn man den Punkt genau an der richtigen Stelle trifft. Also ich hatte, ich habe ja schon gesagt, ich mache so gerne Menschenbeispiele. Ich hatte einen Bänderriss und mein Fuß tut immer noch weh davon. Also das ist schon, ich glaube, zwei Jahre bald her oder anderthalb, irgendwie auf jeden Fall lange her. Und das tut immer noch weh. Und dann habe ich mal einen Punkt erwischt, ich habe dann an meinem Fuß rumgedrückt, was mich gestört hat und dann habe ich einen Punkt erwischt und der hat wehgetan. Und da habe ich gedacht, super, den kannst du jetzt dem Arzt zeigen, dem Physio zeigen, was auch immer. Und dachte mir, ich mache da einfach einen Punkt. Wir können ja dann einfach mal einen Punkt hinmalen mit einem Kuli. Und ich habe meinen Finger draufgelassen, während ich mit der anderen Hand den Kuli nach dem Kuli griff. Da habe ich nochmal drauf gedrückt und der Punkt hat nicht mehr reagiert. Ich hatte meinen Finger an der Stelle. Das heißt, der Finger, der war, der ist nicht gewandert. Aber irgendwie, vielleicht hat noch der Winkel was ausgemacht, von dem ich gedrückt habe. Also ich meine, das war schon sehr punktuell und ich kenne ja meinen Körper. Das heißt, ich habe den Druck gemacht, ich habe es gespürt, ich kann es zuordnen und trotzdem konnte ich es nicht nochmal, also ich konnte es nicht erneut auslösen. Und das, obwohl ich tatsächlich jeden Tag Schmerzen habe durch den alten Bänder am Fuß. Und deswegen darf man das auch mit diesen, ja, da war jetzt eine Untersuchung, da ist jetzt nichts bei rausgekommen oder der Hund hat nur ganz subtil reagiert, das ist damit nicht widerlegt. Also wenn man das Gefühl hat, dass da irgendwas ist, dann ist es ein Suchen. Und dann kann es passieren, dass man aus welchen Gründen auch immer, und da gibt es echt viele Gründe, es erstmal nicht nachweisen kann. Deswegen gehört zum Beispiel ein Schmerztagebuch und auch vielleicht eine Probemedikation mit zu den Mitteln, die man anwenden kann für so eine Schmerzabklärung. Also neben der üblichen Diagnostik natürlich. Und die Frage, die ich eben gestellt habe, ist ja, wer kann das überhaupt gut nachweisen? Und ich glaube tatsächlich, dass alle Seiten da ihre Probleme mit haben, weil der Tierarzt sieht den Hund nur unter Stress. Also der ist ja mindestens aufgeregt. Selbst wenn der jetzt keine große Angst hat, das gibt es ja auch, dass die Hunde sich freuen beim Tierarzt und trotzdem hat er ja mindestens eine hohe Erregung mit einem Stress. Und die zeigen die Schmerzen vielleicht dann nicht so dolle. Der Schmerz kann vielleicht auch nur so intermittierend sein, also mal auftreten und mal nicht. Dann tut es halt immer morgens weh oder immer abends weh, aber die Untersuchung ist am Nachmittag. Der Tierarzt hat nicht immer die Chance, das nachzuweisen, aber der Halter hat auch nicht immer die Chance, das gut zu erkennen. Und auch der Physiotherapeut oder der Osteop, also Chiropraktiker, diese verschiedenen Spezialisierungen, auch da, das ist einfach kein Garant dafür, dass man das findet. Und dass der Einzige, der es wirklich weiß, ist der Hund und der kann nichts sagen. Und deswegen müssen wir von vielen Seiten neu gucken und auch immer wieder neu gucken. Und so ein bisschen Hartnäckigkeit gehört dazu. Also Hartnäckigkeit von, ich habe da was beobachtet, ich glaube, da ist was, mein Bauchgefühl sagt mir das, das passt alles irgendwie hier nicht zusammen. Und dann muss man tatsächlich manchmal dranbleiben. Und ich habe eben ja von dem Hund erzählt, der wirklich über Wochen eine Probemedikation hatte mit unterschiedlichen Medikamenten. Manchmal wird eine Probemedikation ja auch nur gemacht, ein paar Tage mit einem Schmerzmittel. Aber was ist, wenn genau das Schmerzmittel gar nicht zu der Art von Schmerzen gepasst? Oder wenn der Schmerz sowieso so intermittierend auftritt, mal ja, mal nein und man noch gar nicht richtig weiß als Besitzer, worauf man überhaupt achten muss. Weil man sich Schmerzverhalten auch anders vorstellt. Ich weiß, wir haben eigentlich das Thema Autofahren, aber alles ist ein gutes Thema wichtig. Also das ist einfach auch ein tierschutzrelevantes Thema, weil es eben mit Lebensqualität zu tun hat und weil es darum geht. Also wir wollen alle, dass unsere Hunde einen schönen Altersruhesitz bei uns haben, dass die alle, ich sag mal, in Würde altern, dass die alle sich wohlfühlen, gerade im Alter. Und da ist es umso wichtiger, dass wir eben da auch umfassend gucken. Und Schmerzen ist ja auch nur ein Thema von Leidensdruck wieder. Also die Reisübigkeit, Juckreiz ist auch so ein Thema, wird auch manchmal unterschätzt. Also alles eigentlich, was den Hund aus seinem Wohlfühlen rausbringt, ist ein Problem. Und das Thema Schmerzen kann direkt ein Problem sein, durch die Bewegung in einem Auto, weil das dann vielleicht ausgelöst wird, der Schmerzreiz. Ein Thema wie Juckreiz ist vielleicht nicht direkt ein Problem fürs Autofahren, weil das juckt nicht mehr vielleicht, nur weil man in einem Auto sitz sitzt oder so oder in einer Box ist. Aber die, ja, wie soll ich sagen, die Grundbelastung ist ein höherer. Und dementsprechend hat der Hund auch nicht mehr so viel Kapazität, so eine Autosituation gut zu ertragen. Und dann wird der Juckreiz doch plötzlich wieder relevant. Also als Grundbelastung und vielleicht fängt der Hund dann auch an, sich mehr zu kratzen in der Situation, aber eben auch als Grundbelastung. Also mit welcher Ausgangsbelastung geht der Hund in so eine Situation rein, die ihn fordert. Das ist ja auch unterschiedlich.

SPEAKER_00

Wenn wir da bei so einer Musterunterbrechung sind, dann wäre ja auch so ein Hinweis, wenn ich jetzt einen Hund habe, der zumindest sehr, sehr, sehr unauffällig immer Auto gefahren ist. Jetzt haben wir ja gehört, das kann auch trotzdem doof sein, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, er konnte bisher sehr gut Auto fahren, in diesem Beispiel, und plötzlich kann er es nicht mehr gut. Dann wäre das ja auch so ein Punkt, wo ich vielleicht schauen würde, okay, vielleicht hat er jetzt irgendwo Schmerzen. Weil es so, über Jahre war alles suppi-duppi und jetzt plötzlich ist irgendwas komisch und merkwürdig. Also auch da, wenn jetzt nicht, und auch da sind wir ja wieder beim, es ist ja multifaktoriell, es können ja ganz viele Sachen eine Rolle spielen, gehen wir auch davon aus, es gab jetzt keinen Autounfall und es gab kein unfassbar eindrückliches Erlebnis im Zusammenhang mit einem Auto, sondern es ist wirklich einfach so in Anführungsstrichen entstanden, zu sagen, okay, ich schaue mal, der Hund wird älter, vielleicht drückt es irgendwo, vielleicht zwickt es, vielleicht ist irgendwas doof.

SPEAKER_01

Genau. Also grundsätzlich ist es auf jeden Fall ein Punkt, der so ein bisschen danach streit, also schreit, genauer hinzugucken, eben auch, ob es körperliche Sachen gibt. Was da denkbar ist, ist natürlich erstmal der Schmerz, aber auch zum Beispiel sowas wie nachlassende Sinnesleistungen, also wenn wir jetzt an ältere Hunde denken oder auch Veränderungen im kognitiven Bereich. Also das sind auf jeden Fall Aspekte oder auch Herz-Kreislaufsystem. Also wenn der Hund vielleicht, nehmen wir mal an, eine Herzinsuffizienz hat und dann einfach viel aufgeregter ist und dann auch symptomatisch von seinem Körperempfinden anders wird. Also vom Menschen wissen wir, wenn die Menschen eine Herzinsuffizienz haben, dann haben die auch ein subjektives Gefühl von Atemnot zum Beispiel. Und das ist ja auch so ein bisschen die Frage, im Auto ist der Hund aufgeregter, wie fühlt sich das körperlich an? Also jede Art von Veränderung im Körper wird einfach da nochmal neu relevant. Selbst wenn sie im Alltag vielleicht weniger stark auffällt, weil es einfach eine starke Belastungssituation ist. Also hinsichtlich von Erregungslage, hinsichtlich von Dynamiken, wo der Körper eben gefordert ist und von den ganzen Reizen, die auf den Hund einprasteln. Aber also wir haben neben den Sinnesorganen, die nachlassen liegen, neben den kognitiven Veränderungen, die auftreten können, neben den Schmerzen oder sonstigen Faktoren, natürlich trotzdem noch die Gefahr, dass für den Hund ein Ereignis relevant war, was für uns unrelevant gewesen ist. Und es kann sogar sein, dass wir das Problem nachgelagert erst merken. Das heißt, ich fahre heute Auto, ich bremse wegen einer Katze etwas schärfer. Das war nicht spektakulär und ich denke mir, alles ist gut, mein Hund liegt weiter. Kann sein, dass ich die nächsten drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, zehn Fahrten irgendwann doch merk. Ach, da ist irgendwas entstanden. Und tatsächlich ist das gar nicht so selten, dass man merkt, dass etwas entsteht aus einer Situation, obwohl die ursprüngliche Situation für den Hund bewältigbar schien. Also dieses Zeitversetzte, das haben wir manchmal. Und ein anderes Thema ist zum Beispiel hormonelle Veränderungen. Und ich habe jetzt zum Beispiel sowas wie Schilddrüse gar nicht angesprochen in ganzen Beispielen. Oder Pubertät. Pubertät ist auch so eine typische, also es ist ein typischer Zeitraum, wo Hunde Probleme mit dem Auto entwickeln. Und zwar selbst dann, wenn die als Welpe gut gefahren sind. Das ist, ich würde sagen, verhältnismäßig häufig sogar. Also wir haben eigentlich regelmäßig, regelmäßig Teams, die erzählen, als Welpe ist mein Hund gut gefahren, der hat geschlafen, der war zufrieden. Und dann kam irgendwann der Moment, wo die Besitzer merken, okay, also das System ist gekippt. Und manchmal ist das auch ein schleichender Prozess. Dann ist der Hund mal nicht mehr am liegen, steht er mal auf, vielleicht hechelt er ein bisschen. Und das Problem ist, wir beobachten den Hund ja nicht beim Autofahren. Deswegen habe ich ja gesagt, macht mal ein Video in verschiedenen Situationen. Wir sehen ja überhaupt nicht diese feinen Details. Wenn der Hund aufsteht und hechelt und hin und her rennt, dann ist ja schon viel zu spät. Also dann ist er ja schon voll in seinem Stress drin. Und das heißt, dieser Prozess, der ist dann schon fortgeschritten an dem Punkt, wo wir ihn überhaupt erkennen. Und das ist auch ein großes Problem, weil bis dahin sind dann schon wieder richtig viele Lernerfahrungen gewesen. Und wir betreuen Hunde zum Beispiel, die auch Probleme haben in anderen Situationen, zum Beispiel beim Aussteigen, also alles ums Auto herum, einsteigen, aussteigen, fahren. Es gibt auch Hunde, die haben Probleme entwickelt am Ort der Ankunft, also da, wo sie hingefahren sind. Und dann hat sich das so rückwärts entwickelt auf die Fahrsituation hin. Das wäre so typisch der Hund, der erst Probleme hat beim Hundeplatz und dann Probleme hat, wenn es über den Parkplatz gefahren wird und dann plötzlich Probleme hat bei Stop and Go in der Stadt oder so. Oder beim Abbiegen. Und also es gibt ganz unterschiedliche Herkunftsgeschichten, wie sich die Autoprobleme so entwickeln, also von welcher Ursprungssituation. Und oft wissen wir die Situation auch nicht. Also was wir zum Beispiel gar nicht machen, ist zu sagen, setz deinen Hund mal ins Auto, wir wollen mal gucken, wie er schlecht fährt. Machen wir nicht. Weil es für uns gar nicht so die höchste Relevanz hat, uns das anzugucken. Wir nehmen da zwar auch Informationen raus. Das heißt, wenn die Hunde eh fahren müssen, zum Beispiel, weil die mit zur Arbeit fahren müssen, dann ist es was anderes. Dann sagen wir schon, dann mach doch ein Video, wenn du es eh nicht vermeiden kannst, zu fahren. Aber wir sagen grundsätzlich auf gar keinen Fall den Hund nochmal eine Stresssituation bringen, wenn es vermeidbar ist. Und vermeidbar ist zu 100 Prozent, ob wir es sehen oder nicht. Also wir müssen es nicht sehen, um dem Hund zu helfen. Und das ist total wichtig, weil das ist einfach auch eine Sache, die so oft anders gehandhabt wird. Und wir wundern uns ganz oft darum, was eine Hunde in Problemsituationen reinbringt, um sich dann anzugucken, wie der Hund Probleme hat, anstatt an der Lösung zu arbeiten. Denn wenn man weiß, wie die Lösung gearbeitet wird, dann braucht man sich nicht mehr das Problem angucken, weil man nämlich nicht ein von weg arbeitet, sondern ein hinzuarbeitet. Also die Richtung der Arbeit ist auf das, wo wir hinwollen, ausgerichtet. Sonst könnten wir ja auch allen Tierschutzhunden nicht helfen. Also wir wissen ja so häufig nicht, wie Probleme entstehen. Und trotzdem können wir doch am Problem arbeiten. Und wir lösen das Problem nicht aus, während wir daran arbeiten. Also bei uns ist zum Beispiel auch das absolute Credo. Also wir arbeiten bedürfnisorientiert, wir arbeiten rein positiv, wir arbeiten ohne Druck, wir arbeiten ohne Zwang, wir arbeiten ohne Durchhalten, im Sinne von da muss er durch oder sowas. Wir arbeiten für den Hund. Also in erster Linie arbeiten wir für den Hund und in zweiter Linie erst für den Besitzer. Und wir fordern als Maßstab für dieses Training, dass der Hund sich in jedem Moment wohlfühlen muss. Und alle Trainingsansätze, und das ist eben auch nochmal vielleicht ein guter Punkt, alle Trainingsansätze, die in irgendeiner Form davon ausgehen, dass der Hund jetzt mal da durch muss, die würde ich direkt in den Mülleimer schmeißen, um es mal so ganz deutlich zu sagen. Das heißt, wenn man da irgendwelche Tipps liest in Foren und Co., also bitte großzügig ignorieren. Und vielleicht dazu schreiben, das ist keine gute Idee, wenn überhaupt, aber auf jeden Fall nicht umsetzen. Und da kommen wir auch schon zu diesen Mythen ums Autofahren, wie man Autofahren trainiert. Es gibt ja auch zahlreiche Ansätze, wo gesagt wird, ja, der muss halt mehr fahren, setzt ihn ins Auto rein, das wird schon. Und dann setzen sich manchmal die Leute mit ihrem Hund, der eh schon überfordert ist, ins Auto und fahren noch mehr. Also sorgen für noch mehr schlechte Erfahrungen. Und manchmal gibt es das Phänomen, dass die Hunde sich dann anders verhalten und Probleme weniger sichtbar werden. Das heißt aber nicht, der Hund fühlt sich jetzt wohl, das heißt, sein Verhalten hat sich geändert erstmal. Und das sehe ich extrem kritisch. Und selbst wenn es dem einzelnen Hund mal auf diese Weise helfen würde, also ich meine, bei Menschen haben wir das ja auch, da gibt es so eine Strategie, so eine Reizüberflutungsstrategie, dass der Mensch seiner Angst da ausgesetzt wird, bis irgendwann die körperlichen Ressourcen so zum Erliegen kommen, dass diese ganze Stressreaktion, diese ganze Angstreaktion so nicht mehr ablaufen kann. Das ist was, was man als Mensch vielleicht durchhalten kann, weil man es entscheidet. Weil man da menschlich begleitet.

SPEAKER_00

Vorgespräche und ja, also es ist ja ein anderer Therapieansatz dann.

Online-Begleitung Und Spezialisierte Strukturen

SPEAKER_01

Genau, für den Hund ist es tierschutzrelevant und das sage ich auch ganz klar. Also ein Hund ins Auto zu setzen und so lang zu fahren, bis er vielleicht irgendwann wirklich nicht mehr kann und sich das dann anpasst, das System, das ist tierschutzrelevant. Und ich glaube, wir müssen uns hier an der Stelle wieder den Leidensdruck bewusst machen. Das ist kein Problemverhalten im Sinne von, wir müssen Verhalten ändern, sondern es ist ein emotionales Problem. Der Hund ist überfordert mit der Situation und er ist nicht selbst entschieden im Auto und er kann keine Lösungsstrategien entwickeln. Und dieses ganze Lernen, also in einer Hochstresssituation ist Lernen so eine Sache. Also wenn ich jetzt beim Banküberfall bin und kriege das mit, dann möchte ich keine Mathe beitschreiben oder neue biologische Erkenntnisse lernen oder irgendwas, was mich sonst interessiert. Was ich aber sehr gut lerne, sind Dinge, die mit der Situation zu tun haben. Das heißt, die Maske, die der Täter aufhat, ja, oder die Statur und das nächste Mal habe ich Angst vor jemandem, der diese Statur hat. Also das heißt, Lernen findet da schon statt, in einer Form, wie wir es nicht wollen, halt. Und dieses Konstruktive, was wir eigentlich wollen, was wir auch brauchen für die Therapie, das ist nicht in dem Bereich, wo das ganze Nervensystem, wo alles auf Notfallmodus geschaltet ist. Und also es ist nicht sinnvoll, inhaltlich. Aber vor allem, und das ist eben der Tierschutzaspekt, es ist einfach nicht fair dem Hund gegenüber. Ja, und wenn wir den Hund in eine Menschenwelt bringen und halten, also in unsere Kultur bringen und hier halten, dann übernehmen wir ganz aktiv Verantwortung. Also wir entscheiden uns für den Hund. Der Hund sagt ja nicht, hier, lass mich mal bei dir einziehen, ich will dein Leben bereichern, sondern wir wünschen uns das Leben mit einem Hund, weil es ein Privileg ist, unser Leben mit Tieren zu verbringen. Weil es wirklich eine schöne Gemeinschaft auch ist, also mit einem Tier zu leben. Das heißt aber trotzdem, wir haben uns für Verantwortung entschieden. Also wir haben uns dafür entschieden, Verantwortung zu übernehmen und wir sind dafür verantwortlich, welche Erlebnisse der Hund hat. Wir sind nicht schuld daran, dass der Hund vielleicht Probleme mit dem Auto hat. Das hat er vielleicht schon mitgebracht oder das war vielleicht nicht absehbar, dass man da irgendwie eine Vollbremsung macht oder oder. Das ist keine Schuldfrage. Also da geht es nicht um schlechtes Gewissen haben, sondern es geht um, wie gehe ich jetzt damit um. Das heißt, man ist vielleicht nicht schuld am Problem, aber man ist verantwortlich für die Lösung. Und diese Lösung ist dann entweder mein Hund muss nicht mehr fahren oder die Lösung ist halt, ich bringe dem Fahren bei. So, und wenn jetzt da faire Variante.

SPEAKER_00

Wenn jetzt Menschen sich und ihren Hund vielleicht auch wiedererkennen, so ein bisschen, während sie die Folge gehört haben, dann können sie natürlich auch, und das ist ja etwas, was wir jetzt sehr gerne ansprechen können, sich auch an euch wenden. Denn ihr arbeitet ja nicht jetzt nur mit den Teams, die um euch herum wohnen, im Umkreis von zwei Minuten Autofahrt, sondern ihr arbeitet ja tatsächlich mindestens deutschlandweit, wenn nicht sogar im deutschsprachigen Ausland auch, ne? Also es findet ganz viel online statt. Und das lässt sich auch gut machen.

SPEAKER_01

Genau, also unsere, das war auch der Punkt, den wollte ich noch bei der Spezialisierung erwähnen. Tatsächlich hat Spezialisierung auch mit Struktur zu tun. Also nicht nur mit Wissen, sondern auch damit, dass man eben seine, also die eigenen Arbeitsstrukturen darauf ausrichtet und wir haben unsere Strukturen auf Autofahren ausgerichtet. Das heißt, wir arbeiten auch ein bisschen anders als vielleicht jemand, der alles macht. Und wir haben die Strukturen auch so ausgerichtet, dass die Hunde nicht fahren müssen, dass die Hunde nicht auch nicht die zwei Minuten bis zu uns, sondern tatsächlich, die müssen gar nicht fahren, sondern wirklich nur im Rahmen der Verhaltenstherapie und das eben mit den Trainingsansätzen und nicht mit den Alltagsherausforderungen. Also im Sinne von, wir müssen jetzt erst zur Praxis fahren oder zum Hundeplatz, damit er dann was lernt, sondern wir arbeiten genau da, wo die Hunde sind, in ihrem Alltag und wir holen die Besitzer genau da ab. Und viele denken immer, dass vor Ort Training mit Autofahren so sinnvoll ist. Tatsächlich habe ich das ganz früher gemacht. Also einer meiner ersten Patienten, schon ganz viele Jahre her, da habe ich angefangen mit der Verhaltenstherapie, da habe ich noch verschiedene Themen gemacht, da war ich kurativ tätig und in der Verhaltenstherapie tätig. Und da war einer meiner allerersten Patienten ein Hund, der war auf der Autobahn verunfallt. Und da habe ich mir ein Therapiekonzept für den ausgedacht. Und also da hatte ich auch keine Anleitung für oder so, sondern ich habe dann einfach mein Wissen angewendet und habe dann diesen Hund mit seiner Besitzerin begleitet. Und da bin ich auch hingefahren. Also zu der Zeit habe ich Hausbesuche noch gemacht und bin hingefahren. Tatsächlich finde ich es jetzt deutlich besser. Die Qualität der Begleitung ist deutlich höher. Die meiste Zeit habe ich bei der Besitzerin im Wohnzimmer gesessen, wir haben uns über die Dinge unterhalten, dafür, dass ich sie kurz angeleitet habe und das Umsetzen, das macht ja alles der Besitzer. Und in der Situation, das ist auch ein Unterschied zu normalem Training, bei normalem Training kann man vielleicht korrigieren. In der Verhaltenstherapie, also korrigieren im Sinne von nee, halten, mal den Arm anders hin, mach mal so oder mach so. In der Verhaltenstherapie hat man wahnsinnig wenig Fehlerspielraum. Das heißt, der Besitzer muss vor der Situation wissen, was seine Aufgabe ist und wie er sie bewältigen soll, damit das in der Situation möglichst mit nur kleinen oder gar keinen Fehlern umsetzt, weil sonst jeder Fehler, den der Besitzer macht im Verhaltenstherapeutischen Bereich, kann eine Negativerfahrung für den Hund sein. Das heißt, dieser Spielraum live in einer Situation anzuleiten, der bringt eigentlich nur Probleme. Oder viele Probleme mit sich. Und deswegen arbeiten wir halt mit einem ganz anderen Erklärsystem, nenne ich es mal, ja, mit einer anderen Begleitung. Und wir, also du hast es richtig gesagt, wir arbeiten im deutschsprachigen Raum, aber wir, also meine Kollegin hat auch schon auf Englisch. Also wir hatten mal ein Team in Frankreich, die waren zweisprachig zum Beispiel, und dann wurde die Verhaltenstherapie auf Englisch gemacht. Also wir arbeiten in ganz Europa. Wir kriegen Anfragen aus ganz Europa, wir kriegen auch aus dem Ausland von Kliniken etc. Tiere überwiesen. Das sind oft Ausgewanderte, aber meine Kollegin, also wir haben auch schon in anderen Sprachen Therapie gemacht. Das spricht sich ja dann auch an. Genau, also wir sind manchmal ganz überrascht, wer uns alles empfiehlt, weil wir manchmal gar nicht die Tierärzte zum Beispiel kennen oder die Kliniken. Aber wir freuen uns natürlich sehr, also das auf jeden Fall. Jetzt hattest du angesprochen, wenn man sich wiedererkennt, was man dann vielleicht machen kann, weil wir ja online betreuen. Also wir empfehlen immer, dass man sich in unserem Blog mal einliest.

SPEAKER_00

Also wir haben den verlinke ich dann auch natürlich.

SPEAKER_01

Genau, das wir haben einen Blog, in dem wir schon mit vielen, ich sag mal, Mythen aufräumen, wo wir sehr viel Aufklärung betreiben. Und wir haben auch einen Podcast, der hat inzwischen sogar über 70 Folgen. Der ist nur über Autofahrprobleme. Also da geht es die ganze Zeit nur ums Autofahren. Auch den verlinke ich.

SPEAKER_00

Ich verlinke immer alles.

SPEAKER_01

Und da sind auch manchmal Besitzergespräche dabei. Und da geht es gar nicht darum. Also was wir nicht machen, ist pauschale Tipps geben. Also das ist, ich denke, aus diesem Gespräch hier hat man vielleicht auch mitgenommen, dass es alles sehr viel ins Detail geht. Und diese Details sind relevant dafür, ob was funktioniert oder nicht. Da geht es ganz viel um Transfer, um den korrekten Transfer auf die Situation. Es geht ganz viel darum, das Gesamte im Blick zu behalten, verschiedene Sachen gegeneinander abzuwägen. Und dafür ist die Begleitung. Also das heißt, alles, was Anleitung angeht, machen wir wirklich nur direkt. Also wir machen nie was pauschal. Aber alles, was Verstehen angeht, einordnen, da können wir natürlich auch viel Aufklärung machen und das machen wir auch. Und da haben wir eben einen Blog und einen Podcast über das Thema Autofahren. Und man kann sich dann da erstmal einlesen, einhören. Und wenn man dann merkt, dass man Unterstützung möchte für sich und seinen Hund, dann darf man gerne ein kostenfreies Kennenlerngespräch buchen. Das ist ein Gespräch, in dem einfach so ein bisschen der Rahmen geklärt wird. Also da geht es halt darum, zum Beispiel, was sind Voraussetzungen, was sind die Kosten, wie ist der Ablauf. Und das ist kein Fachgespräch, sondern wirklich ein Orientierungsgespräch, wo man sich einmal um den Rahmen informieren kann. Und wenn man sich dann entscheidet, kann man direkt in dem Gespräch aber einen Termin buchen und der Termin ist dann mit meiner Kollegin oder mir. Das Kenlerngespräch macht aktuell mein Mann. Der ist kein Tierarzt, aber der unterstützt uns ganz tatkräftig.

SPEAKER_00

Ja, irgendwann ist halt nicht mehr alles ganz alleine ab, abarbeitbar.

SPEAKER_01

Ja, früher hatte ich die Kenlerngespräche selber gemacht und dann haben manche Leute mehrere Wochen drauf warten müssen. Und das war dann, wir brauchten irgendwann eine andere Lösung. Und mittlerweile sind wir, aktuell sind wir zu dritt, aber im Mai kriegen wir ein viertes Teammitglied. Wir arbeiten viel mit, also wir arbeiten ja erstmal um den Hund herum, aber wir haben gemerkt, dass es nicht ausreicht, wenn man nur gutes Training anleitet. Es ist auch immer wichtig, auf den Menschen zu gucken und der Mensch, der kriegt manchmal zu wenig Raum, wenn es immer darum geht, was braucht der Hund hier, was braucht der Hund da, weil wir uns ständig uns an den Hund anpassen. Und deswegen haben wir irgendwann gemerkt, okay, wir müssen auch den Menschen unterstützen und haben deswegen für die Teams, die bei uns in der Betreuung sind, eben dann irgendwann angefangen, Mindset anzubieten. Also meine Kollegin zum Beispiel, das habe ich gar nicht erwähnt, macht auch Ernährungssprechstunde. Wenn die Teams bei uns in Betreuung sind, dann haben wir mehrere Sprechstunden in der Woche, wo man hingehen kann auch und wo man auch betreut wird. Und meine Kollegin zum Beispiel macht eine Ernährungssprechstunde noch zusätzlich für die Teams. Wir haben eine Mindset-Sprechstunde und im Moment sind es 15 Sprechstunden pro Woche, also bis zu 15. Ab Mai sind es dann 16. Weil wir dann jetzt wöchentlich das Mindset machen. Vorher war es 14-tägig. Und da haben wir eine neue Mitarbeiterin, die macht speziell das Mindset für uns. Also die hat auch einen professionellen Hintergrund und weil wir einfach auch so ein bisschen ganzheitlich unterstützen wollen.

SPEAKER_00

Ja, Mindset ist auch so ein bisschen mit meinem Thema, was das Hundetraining angeht, weil ich auch so denke, also die, die mir regelmäßig zuhören, wissen das. Ich sage es trotzdem einfach nochmal, ich bin nicht der Meinung, was manche so propagieren, dieses, du musst dich als Mensch einfach nur ändern und dann sind alle Probleme gelöst. Das nicht. Aber es gibt halt immer mal wieder so Mensch-Hund-Teams, wo ich so denke, eigentlich sind wir hier mit dem Hund schon längst fein. Der Rest liegt jetzt so ein bisschen bei dir und das sind so deine Themen. Und dann ist es jetzt nicht so, dass ich dann sehr viel mit diesen Menschen arbeite, aber ich könnte zumindest empfehlen, auch mal da in diese Richtung zu gucken. Ich bin halt keine Psychotherapeutin oder so. Also ich kann nicht alle Sachen abdecken. Ich kann niemandem mit einer PTBS helfen oder Borderline oder sonst irgendwas. Das geht nicht. Aber ich kann es erkennen und kann feststellen, okay, und deswegen haben wir hier vielleicht eventuell Grenzen im Training erreicht. Und jetzt so, und deswegen ist das Mindset schon etwas, was nicht komplett außen vor gelassen werden sollte. Also nicht so dieses, das gibt es für mich nicht, weil ich habe damit nie was zu tun und deswegen habe ich da Scheukloppen und gucke nicht hin, sondern es gehört so ein bisschen halt schon mit dazu, den Menschen aufzufangen oder ihm weitere Schritte zumindest nahe zu legen, zu helfen, je nachdem, welche Expertise ich habe. Und wenn ihr dann jetzt ein Teammitglied habt, das da aus dem Bereich kommt, ist das natürlich mega cool.

Mindset: Druck Beim Menschen Reduzieren

SPEAKER_01

Ja, also wir glauben auch, dass es einfach super wichtig ist, weil Verhaltenstherapie für Autoprobleme ist kein Thema von drei Wochen, sondern das ist ein Thema von vielen, vielen Monaten. Also Verhaltenstherapie, also umso, also man kann sagen, umso später sich Teams an uns wenden und erst selber probieren, umso länger dauert es dann auch meistens. Wir hatten Teams, die haben sich einen Zweithund geholt, der erste Hund war schon in der Verhaltenstherapie, dann haben sie sich einen neuen Hund dazu geholt, der kam aus dem Tierschutz, hatte zwar schon Auto-Erfahrungen, aber noch nicht so die Masse. Und dann haben sie mit dem direkt Verhaltenstherapie gemacht und dann hat der zweite Hund den ersten überholt. Dann ist der zweite Hund schon gefahren und der erste Hund, der war immer noch am Trainieren. Und das ist so ein Phänomen, das haben wir schon öfters erlebt. Also ich kenne es ja auch von meinen Hunden, wie viel schneller das geht, wenn man direkt die richtigen Schritte macht und nicht erst Tipps ausprobiert. Training ist letztlich was, was sehr präzise sein muss. Und trotzdem von dem, was du gesagt hast mit dem Mindset, ich sehe das ähnlich oder genauso. Ich finde jetzt auch nicht, dass man ja dass man alle Probleme löst, damit man selber eine gute Ausstrahlung hat und in sich gefestigt ist und was weiß ich. Man kann das ja auch mit der Flugangst vergleichen. Also nur weil ich gerne fliege, heißt das nicht, dass mein Sitznachbar sagt, ja, also ich habe jetzt keine Flugangst mehr, weil du gibst mir so viel Sicherheit mit deiner Freude über das Fliegen oder mit deiner Souveränität in der Situation. Dass so einfach ist es nicht. Also viele denken ja so an Stimmungsübertragung und Führung vorgeben und so weiter. Aber ich glaube, das ist so ein ganz kleines Puzzleteil tatsächlich, weil wenn das Mindset nicht passt, dann betrifft das erstmal die Handlungsebene. Das heißt, was tue ich und wie tue ich das? Wie sind die Grenzen? Also wenn man selber nicht gut drauf ist, ist man zum Beispiel viel gewillter, über Grenzen von anderen zu gehen. Wenn man nicht gut drauf ist, ist man viel gewillter, auch vielleicht aversiver vorzugehen. Das heißt, es gibt ganz faktische Zusammenhänge. Also das sehen wir auch oft in den Trainings. Das heißt, die Teams, die wissen eigentlich bestimmte Grenzen, die sie nicht überschreiten dürfen, die sind auch gut informiert und trotzdem, wenn es denen mental nicht gut geht, dann kommt das, diese Grenzüberschreitung, viel schneller vor. Und dann kann es passieren, dass man im Training einen Rückschritt bekommt, weil der Mensch zu viel wollte, obwohl es hätte besser wissen müssen, aber er stand selber so unter Druck, dass er trotzdem versucht hat. Und dieses Rauskitzeln geht noch ein bisschen, das tritt dann häufiger auf. Und in normalem Hundetraining, bitte, also wenn man irgendwie dem Kunden.

SPEAKER_00

Da ist es, glaube ich, aber weniger der Druck, der da teilweise herrscht, weil wenn du so ein Autofahrthema hast, hast du nochmal einen anderen, kann ich mir vorstellen zumindest als Mensch, erst recht, wenn ich mit dem Hund regelmäßig Autofahren muss, möchte, was auch immer, dann ist es ja manchmal so dieses, ach verdammt, ne? Noch ein kleines bisschen. Aber im normalen Training, was ich da mehr habe, was aber letztendlich leider denselben Effekt hat, ist, dass die Geduld für die Basis manchmal so fehlt. So dieses, naja, jetzt haben wir doch schon zwei Wochen das und das gemacht, jetzt muss es doch mal weitergehen, wo ich sage, es soll dann ja jahrelang gut sitzen. Lass dir doch mal hier Zeit. Und dann wird da auch so über Grenzen hinweggegangen.

SPEAKER_01

Und da wieder ausgebadet. Genau. Nur da ist die Frage halt, macht der Hund wirklich einen Rückschritt oder muss man, also das Maß an Reparatur ist vielleicht weniger, weil der Hund ja nicht traumatisiert ist. Aber von so einem, ich gehe über Grenzen, entsteht ja manchmal wirklich ein größeres emotionales Thema wieder. Was wir manchmal machen an der Stelle, also was ich gerne mache, sind Trainerspiele, wo es dann so ist, dass der, also das mache ich nicht immer und nicht regelmäßig, sondern manchmal, wenn ich das Gefühl habe, dass der andere das gerade braucht, als Selbsterfahrung, dann mache ich so ein Trainerspiel, dann ist der Mensch sozusagen in der Tierrolle, wir dürfen nicht miteinander sprechen, ich bin in der Trainerrolle und dann muss der Mensch mal was machen. Und ich lege halt vorher fest, wie die Kommunikation ist, zum Beispiel markerbasiert mit einem Markerwort, sodass der Mensch weiß, okay, das ist jetzt, also wie Klickertraining, also das ist jetzt der Moment, da habe ich was richtig gemacht und dann kriege ich meinen Keks. Und so versuche ich dann mal eine Übung aufzubauen. Und dann merken die Leute, dass das alles gar nicht so selbstverständlich und einfach und klar ist. Und ich glaube, dieses Wort Klarheit, also es geht ja auch immer darum, in verschiedenen Belastungssituationen das zu schaffen beim normalen, also auch beim normalen Training, ne, was weiß ich, der Hund kann Platz in einem Raum, wo keine Ablenkung ist, aber er kann vielleicht nicht Platz auf einer Hundewiese, wo zehn Hunde Ball spielen. Und das sind natürlich ganz andere Herausforderungen und sicherlich geht es eben da um ganz viele Arten von Themen, die da noch mit trainiert sein müssen. Also bevor der Hund das Platz überall kann. Also da hat man ja auch Themen wie Signalkontrolle, da hat man Themen von konkurrierenden Verstärkern, also da ist ja ganz viel drin, also trainerisch gesehen. Aber der Mensch kann so eine Idee davon gewinnen, wenn er selber mal in der Situation ist. Und Klarheit ist eins der größten Probleme manchmal, dass der Mensch denkt, das ist alles klar, aber eigentlich ist es das gar nicht und diese Selbstverständlichkeit hat das alles gar nicht. Das kann erstmal sehr ernüchternd sein, aber dadurch ist es umso wichtiger, dass man sauber arbeitet, weil dadurch wird Lernen ja wieder besser steuerbar. Also da können wir wieder unsere Wahrscheinlichkeit sehr stark irgendwas, was vielleicht ähnlich aussieht, aber dann doch was anderes ist und in der Originalsitual dann auch nicht abrufbar ist.

Mut Machen Und Hilfe Annehmen

SPEAKER_00

Ja, es ist ein riesiges Thema. Ich glaube, wir könnten auch wahrscheinlich noch ganz, ganz lange weiterquatschen. Aber da ihr ja sowieso schon 70 Folgen auf eurem Podcast habt, ist es vielleicht schlau. Die Leute hören da auch ein bisschen weiter. Das ist ja auch dann für euch ganz gut. Und lesen sich auch gerne, gerne in den Blog ein. Wie gesagt, ich verlinke alles in den Shownotes. Wir schreiben ja dann eh nochmal, was ich da so alles reinpacke in die Links. Und ja, allen, die jetzt so, oder andersrum, hast du noch irgendetwas, wo du sagst, das haben wir jetzt noch nicht angesprochen, das ist aber mega, mega wichtig. Also wir hatten die Reiseübelkeit, die Schmerzen, Trainingsmythen, wie sehen Probleme so aus. Wir haben eigentlich sehr, sehr viel angesprochen und noch mehr darüber hinaus, aber gibt es noch irgendwas, wo du sagst, das muss unbedingt noch sein? Ein Punkt vielleicht tatsächlich.

SPEAKER_01

Es ist ganz häufig so, dass gerade Autothemen, wenn man sie angeht, dann probiert man viel. Man hört von seinem Freundes- und Bekannteskreis einige Tipps, vielleicht hat der Thias was gesagt, der Hundetrainer, man hat im Forum was gelesen, man hat vielleicht professionell Training gebucht und manchmal macht man die Erfahrung, dass selbst nach dem 7. oder 10. oder keine Ahnung, wie viel den Anlauf, es nichts gebracht hat. Manchmal sitzt man stundenlang im Auto und trainiert über Monate und sie sind nicht vorangekommen. Und dann ist man manchmal hat man so die Idee, naja, mit meinem Hund geht das nicht. Oder man zweifelt an sich selbst, dass man es selber nicht kann. Und dann sind die Leute oft ganz verzweifelt und wollen eigentlich, weil sie einen hohen Leidensdruck haben, es unbedingt nochmal angehen, das Thema, und wünschen sich diese Lösung und trauen sich nicht mehr, weil sie schon so selber so oft auf die Nase gefallen sind und dieses Versagen schon so oft, also Versagen von irgendeinem Ansatz schon so oft erlebt haben. Tatsächlich ist es so, wenn wir uns anhören, was da gemacht wurde, wundern wir uns nicht, weil das sind einfach, also wenn man 30 Mal das Ding falsch macht, dann wird es auch beim 31. Mal nicht richtig. Und dann macht man halt 30 oder 31 Mal eine schlechte Erfahrung. Also es geht bei diesem Training extrem um Qualität und es ist ein wirklich komplexes Thema mit einfachen Tipps, mit einfachen Ansätzen. Da passieren so unfassbar viele Fehler. Also es ist manchmal schwierig zu transportieren, dass die Themen komplex sind, ohne den Leuten Angst zu machen. Das ist aber gleichzeitig wichtig, zu zeigen, ja, da muss man schon ein bisschen tiefer ins Thema einsteigen, wenn man das lösen will. Also ich würde eigentlich gerne ermutigen, ja, eigentlich würde ich gerne sagen, wenn man das Thema gut angeht, sinnvoll angeht, dann hat man da echt nochmal eine Chance. Und diese Chance hatte man vielleicht zu keinem Zeitpunkt, weil man zu keinem Zeitpunkt das Richtige überhaupt gemacht hat. Und das muss man sich einfach nochmal klar machen. Also wir haben manchmal Hunde, die sind schon über zehn. Also wir hatten auch schon Hunde, die sind in so einem Bereich 14 bis 16 und die haben Autotraining gemacht. Oder zum Beispiel auf unserem Instagram-Account ist ein Hund, der sieben Jahre lang schlecht Auto gefahren, bis er die Verhaltenstherapie gemacht hat und der fährt mittlerweile gut. Also die Frage ist tatsächlich gar nicht, hat man schon viel versucht, sondern hat man jemals das Richtige versucht. Und deswegen eigentlich will ich das ermutigend ausdrücken. Aber warum denn eigentlich?

SPEAKER_00

Drückst doch ermutigend aus. Mach doch Mut. Mach doch Mut. Wir haben doch wirklich, wir haben doch gezeigt, dass es ein sehr, sehr, sehr tiefes und facettenreiches Thema ist. Wir haben, denke ich, auch sehr deutlich gemacht, dass durchaus Fehler passieren können, wenn bestimmte Facetten nicht beachtet werden. So dass den Menschen, die jetzt zugehört haben, zumindest von meiner Seite aus, durchaus klar sein kann, dass sie noch eine Chance haben. Und diesen Mut können wir ihnen doch machen und sich dann zu melden. Und ich weiß einfach auch so für mich, weil ich da auch nicht so der Typ bin, der sagt, ah nee, ich will immer alles für mich haben. Ich werde jetzt einfach alle zu euch schicken, die sich jemals bei mir mit dem Thema Auto melden, weil ich bin da nicht die Spezialistin für. Und warum soll ich denn irgendwas versuchen und mir was abbrechen und dann habe ich enttäuschte Teams, frustrierte Halter, Hunde, die immer noch ein blödes Thema haben, was ich ja gar nicht will. Also ich möchte ja auch, dass es dem Hund besser geht. Ich kann doch einfach an den Spezialisten verweisen. Und so können aber auch die Menschen, die zuhören, die noch nicht bei einem Spezialisten waren, sagen, okay, dann versuche ich es jetzt vielleicht endlich mal mit jemandem, der sich da schon seit Jahren damit befasst, der am Tag mit so und so vielen Hunden zu tun hat, die genau dieses Thema haben. Und dann finden wir auch raus, was es jetzt bei meinem Hund ist und was wir da machen können. Und was da hilft. Und ja, dann sind sie bei euch gut beraten. Ihr friemelt das schon raus irgendwie und macht eine Struktur und einen Plan und passt denen sicherlich auch im Verlauf immer mal wieder an. Also es wird halt so sein und dann wird es gut. So.

unknown

Mut machen.

SPEAKER_00

Ohne das eigentlich. Das eigentlich streichen wir. Das macht dann eure Mindset-Kollegin.

SPEAKER_01

Ja, also ich denke auch, also Mut machen und eine Chance nutzen. Also nutzt die Chance. Hört unseren Podcast, hört unseren, äh, lest unseren Blog und versucht das einfach nochmal mit einer neuen Perspektive zu sehen. Ja, genau.

Feedback Zur Folgenlänge Und Teilen

SPEAKER_00

Ja, das ist doch ein schönes Schlusswort. Das danke dir ganz herzlich. Ja, ich danke dir auch für die Zeit, die du dir genommen hast. Und ihr, die ihr zuhört, wo auch immer ihr seid, habt eine ganz und gar wunderbare Zeit und bis bald. Tschüss. Tschüss. Willkommen zurück aus der Folge. Ich hoffe, sie hat euch gefallen und ihr konntet für euch vielleicht etwas mitnehmen. Oder wenn nicht für euch, dann für jemand andere in eurer Umgebung. Denn es waren ja doch sehr viele Hundeauto. Wenn ihr sagt, ich habe ja jetzt so ein bisschen, ich hatte ja die letzten beiden Folgen geteilt, weil es eine sehr lange Aufnahme war. Diese habe ich jetzt einfach mal so als Blog gesendet und ausgestrahlt. Gebt mir doch gerne einmal Rückmeldungen, was ihr lieber mögt. So eine sehr lange Folge, die ihr in aller Ruhe irgendwo durchhört, oder ob ihr es besser findet, wenn das in Häppchen verteilt bei euch landet. Das fände ich mega spannend. Dann weiß ich auch in Zukunft, was euch vielleicht auch besser gefällt und kann nicht danach richten. Danke für euer Feedback, habt eine gute Zeit, denkt an die Shownotes und an die Unterstützung des Podcasts und letztendlich am aller aller wichtigsten, immer und immer wieder. Empfehlt ihn weiter. Teilt ihn, teilt ihn, teilt ihn und empfehlt ihn weiter. Tschö.

Podcasts we love

Check out these other fine podcasts recommended by us, not an algorithm.

Rauszeit - Naturpodcast (mit Hund) Artwork

Rauszeit - Naturpodcast (mit Hund)

Jennifer Mausbach, Niklas Banowski
Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex Artwork

Furminant - Der Hundepodcast mit Johanna und Alex

Alexander Schillack, Johanna Spahr
Let´s Dog About Artwork

Let´s Dog About

Let's Dog About
Der CANIS-Podcast – Hundeexpert:innen ausgefragt Artwork

Der CANIS-Podcast – Hundeexpert:innen ausgefragt

Miriam Warwas, Michael Grewe, Iona Teichert
KI, hol Stöckchen! Artwork

KI, hol Stöckchen!

Lea Eisenmenger, Jennifer Mausbach
Die Talkschnauzen Artwork

Die Talkschnauzen

Die Talkschnauze