Paws & Personality

Kopf klar, Leine locker - Erwartungsdruck mit Hund?

Sandra Oliver Season 2 Episode 138

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Kurz und knapp: was erwarten wir warum von uns und unseren Hunden?

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Fotografie: Christiane Münchhausen | ...

Begrüßung Und Thema Erwartungen

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Willkommen zu einer neuen Folge Pause and Personality. Heute aus der Rubrik Kopfklar Leine locker, also mit einem Touch Persönlichkeitsentwicklung bzw. mit Impulsen, die zum Nachdenken anregen sollen und vielleicht auch mal zum Hinterfragen, was wir oft tun oder auch denken, was wir vielleicht gar nicht so oft tun oder denken müssen. Und ja, das Thema, unter dem die heutige Folge steht, sind die Erwartungen. Ich hatte da in den letzten Tagen auch ein, zwei Reels dazu gemacht und eine Story. Einfach weil es ja ganz oft so ist, dass wir den Erwartungen von außen ausgesetzt sind, sei es die Erwartungen, die tatsächlich von außen da sind oder die Erwartungen, die wir glauben, dass sie von außen da sind. Und da dachte ich, da könnten wir heute einfach mal ein bisschen drüber reden, beziehungsweise ich rede ein bisschen drüber und ihr könnt ja mal so in euch reinspüren, wie es euch damit so geht und ob ihr das kennt oder ob ihr da glücklicherweise komplett frei von seid. Sowas ist ja auch total cool, wenn ich als Mensch so sagen kann, ah ja, nö, ich weiß zwar, die und die Erwartungen werden an mich gerichtet, aber ich habe da jetzt keinen Bock zu oder ich sehe die nicht ein oder die passen nicht zu mir. Und ich kann damit leben, dass mich nicht alle toll finden und dann ist das halt so. Ja, schauen wir mal. Hauptsächlich soll es natürlich um die Erwartungen gehen, die an uns als Hundemenschen gerichtet werden. Sei es von der Gesellschaft, sei es von der Familie, von Freunden, von anderen Hundemenschen. Da prasseln ja wirklich viele Erwartungen auf uns ein. Und dann ist natürlich die Frage, wie gehen wir damit um? Ich fange vielleicht mal mit den Erwartungen an, die ich tatsächlich auch sinnvoll finde. Die müsst ihr nicht sinnvoll finden,

Sinnvolle Erwartungen An Hund Und Mensch

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aber ich finde sie sinnvoll. Es gibt halt Erwartungen, wie dass mein Hund zum Beispiel keine anderen Menschen stören soll. Diese Erwartung habe ich für mich und meinen Hund. Diese Erwartung kommt aber auch von außen und das finde ich vollkommen okay, weil das würde jetzt nicht nur den Hund betreffen, sondern auch mich. Also auch ich möchte Menschen im Außen nicht bewusst und absichtlich stören, nicht respektieren, unhöflich sein, wie auch immer, sondern ich möchte schon dazu beitragen, dass das gesellschaftliche Miteinander, sei es mit meinem Hund oder auch mit mir, so positiv wie möglich verläuft. Dass Menschen, denen ich begegne, danach nicht sagen, oh Gott, war das alles schlimm und anstrengend und schrecklich, sondern dass sie zumindest neutral aus Situationen mit mir herausgehen können. Wenn nicht sogar, dass sie sich danach besser fühlen als vorher. Das heißt, der Anspruch, dass mein Hund zum Beispiel niemanden beißen sollte, den finde ich vollkommen in Ordnung. Also das sind für mich dann Erwartungen, die ich gut finde und wovon ich mich auch nicht abgrenzen muss. Und dann gibt es natürlich Erwartungen vom Außen, die ich für mich prüfen darf. Das heißt, sei es, dass Menschen ihre Hunde in meine Hunde reinballern lassen und der Meinung sind, meine Hunde wären das Spielobjekt ihrer Hunde oder wären dazu da, ihre Hunde zu erziehen. Diese Erwartung muss ich nicht erfüllen, die muss ich auch nicht erfüllen wollen. Das kann ich halt ganz klar für mich sagen, nein, da stehe ich vor meinen Hunden und achte darauf, dass sie nicht geschädigt werden, dass sie nicht zum Spielball anderer werden. Oder vielleicht kennst du das auch, wenn du einen etwas aufgeregteren Hund hast oder einen Hund, der sehr gerne sich mit Geräuschen äußert, sei es Bellen oder auch aufgeregtes Winseln, Janken, Fiepen, was auch immer, dass du dann das Gefühl hast, oh Gott, oh Gott, alle um dich herum finden es ganz, ganz schlimm, dass dein Hund jetzt diese Geräusche macht. Und dadurch wird die Situation aber eigentlich noch schlimmer, weil du unter diesen Erwartungsdruck stehst, dein Hund ruhig bekommen zu müssen. Währenddessen im Außen, also vielleicht gibt es da ein paar Menschen, die sagen, boah, ey, was für ein lauter Hund und was für ein Kleffer. Aber ganz oft ist es so, dass viele Menschen schultern zuckend vorbeigehen, ihr Leben leben und überhaupt nicht darauf achten, dass dein Hund jetzt gerade laut ist und dich nervt und dich stört und sich selber auch gar nicht so gestört fühlen. Es kommt natürlich immer auf die Situation drauf an, aber ein Beispiel ist zum Beispiel, Gott, doppelt. Wenn du auf dem Hundeplatz bist oder in der Hundeschule und dein Hund gehört zu den eher lauteren Typen, dann ist es ganz oft so, dass die Umliegenden einfach nur froh und dankbar sind, dass ihr Hund ruhig ist und dein Hund

Wenn Wir Mehr Druck Spüren

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super gut ausblenden können. Und du selber machst dir viel mehr im Kopf, als es eigentlich nötig wäre. Ich habe dann auch ganz oft bei meinen Social Walks die Angewohnheit, allen nochmal zu sagen, ey Leute, wenn euer Hund jetzt gerade laut ist, macht euch nichts draus, atmet tief durch. Die um euch herum, die stört es gar nicht so doll, wie ihr glaubt. Und dann bestätigen das auch immer alle. Also es ist dann auch immer so dieses, ja, ich höre das gar nicht, ich nehme das gar nicht wahr. Und das ist etwas, wo wir auch nochmal schauen dürfen, sind denn die Sachen, die wir im Kopf haben, auch wirklich das, was von außen an uns gestellt wird als Erwartungen? Und das finden wir letztendlich nur über Kommunikation heraus. Ganz viel betrifft es auch Familien oder Freundeskreise, wo wir uns manchmal so fühlen, als müssten wir irgendwelchen Erwartungen gerecht werden. Das heißt, wenn wir zum Beispiel mit dem Hund bei der Familie zu Besuch sind, wie benimmt er sich da? Fühle ich mich da wohl? Oder habe ich eher so das Gefühl, oh Gott, der stört jetzt hier, der ist unangenehm, der belästigt alle, der springt alle an, der klauert vom Tisch, der bettelt. Oder wird vielleicht auch erwartet, dass der Hund die ganze Zeit frisst und vom Tisch das Essen bekommt und du möchtest das eigentlich gar nicht. Also auch da sind ja so Sachen oder dass dein Hund mit allen Familienmitgliedern kuscheln soll, obwohl er das eigentlich gar nicht so mag und du bist so im Zwiespalt zwischen, eigentlich sehe ich, dass mein Hund das eigentlich jetzt gar nicht so mag, dass der Onkel ihn zum Beispiel durchknudelt. Aber andererseits wird es ja doch von der Familie erwartet, dass mein Hund sich sowas gefallen lässt. Also auch da sind ja manchmal Erwartungshaltungen, die wir prüfen dürfen, wo sollten wir uns vielleicht auch dem Hund zuliebe abgrenzen, in der Abgrenzung auch üben, im Nein sagen uns üben. Und das Gleiche auch in Partnerschaften, engeren Beziehungen oder Freundschaften oder WGs. Auch da, wenn da ein Hund mit dabei lebt, ist es manchmal so, dass du vielleicht mit deinem Hund super gut klarkommst, aber der Mitbewohner, die Mitbewohnerin, Partner, Partnerin, was auch immer, der Mensch, der da mit dabei ist, vielleicht ganz und gar andere Erwartungen an deinen Hund hat und du dann so auch da wieder im Zwiespalt bist zwischen, naja, aber eigentlich finde ich meinen Hund okay, so wie er ist, und der andere hat diese Erwartung und dann halt auch da zu schauen, was ist eine gerechtfertigte Erwartung, genau das war das Wort, was ich gesucht habe, was ist eine gerechtfertigte Erwartung, zum Beispiel, dass der Hund nicht ständig das Essen von den Menschen, mit denen ihr zusammenlebt, frisst, oder dass der Hund nicht ständig sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, oder dass der Hund nicht total nass und dreckig reinkommt und alles voll saut, obwohl das Gegenüber

Familie Beziehung WG Und Hunderegeln

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vielleicht gerade alles sauber gemacht hat und geputzt hat. Das sind ja Erwartungen, da könnte man mal drüber sprechen, ob das nicht vielleicht auch nett ist und fair ist, sich auch um den anderen zu kümmern und zu sagen, ja, okay, ich nehme darauf Rücksicht und ich passe mich so ein bisschen an und schaue auch, dass mein Hund damit klarkommt und dann halt sauber in die Wohnung kommt oder dass er lernt, keinen Sushi vom Tisch zu klauen, wie auch immer. Und dann gibt es natürlich auch Erwartungen wie, weiß ich nicht, der Hund soll immer nur auf einem Platz liegen, wo ihr dann sagen könntet, naja, aber nee, irgendwie auch wieder nicht. Will ich so nicht. Und mein Hund soll sich bewegen können. Also ihr seht, da gibt es ganz, ganz viele Möglichkeiten und sehr wahrscheinlich, wenn ihr mal so kurz darüber nachdenkt, welche Erwartungen fallen euch so im Alltag auf, was läuft euch so über den Weg im Park. Dann gibt es da die Hunde Menschen, die sagen, naja, aber wenn du den Hund immer an der Leine hast, ist das doch doof, der braucht doch Sozialkontakte. Also die Erwartung an dich, dass dein Hund gefälligst ohne Leine zu laufen hat und mit anderen Hunden interagieren können soll. Oder wieder ganz andere Menschen, die sagen, boah, warum läuft denn der Hund jetzt hier ohne Leine? Das stört mich. Ich fände es viel besser, der wäre angeleint. Oder du hast zum Beispiel so einen Hund, auch das hatte ich schon im Training, der an der Straße komplett ausrastet bei Autos, bei Motorrädern, bei Fahrrädern, bei was auch immer. Und du stehst unter diesem Druck, dass das nicht sein darf und dass du das Gefühl hast, okay, jetzt gucken dich alle an, weil dein Hund sich so blöd benimmt und das gehört sich nicht und das darf man nicht und das soll Hund nicht. Und das sind ja wirklich Dinge, die ganz oft vorkommen. Und ich glaube, dass das jeder irgendwie kennt. Sei es, dass es aus der Kindheit, die Erziehungen, was in der Schule einen beigebracht wurde, was die Eltern einen beigebracht haben, dass man da so Sachen mitgenommen hat, wie man in Anführungsstrichen zu sein hat. Und dann natürlich all das, was einem so auf Social Media vorgelebt wird, vorgezeigt wird, in Reels, in Beiträgen, Storys und so weiter, wo ihr vielleicht dann seht, dass alle in Anführungsstrichen Hunde frei laufen, keiner geht jagen, alle benehmen sich, alle sind brav, der Hund kuschelt mit allen Tieren auf dieser Welt und so weiter. Auch das kann ja Erwartungshaltungen im Kopf schaffen, die ihr dann vielleicht an euren Hund richtet, die eventuell aber gar nicht realistisch sind. Und das sind immer wieder Dinge, je mehr wir das prüfen und je mehr wir da schauen, okay, wo kommt denn diese Erwartung jetzt her? Ist die wirklich von mir? Ist die aus meinem Inneren? Möchte ich das? Ist das das, was ich von mir und von meinem Hund im Zusammenleben erwarte? Oder ist das etwas von außen? Und Lumi Runners Husky-Abenteuer hat da auch so einen Beitrag gemacht und hat halt auch gemeint, dass sie ganz oft auch mal so die Kunden, die bei ihrem Training waren, gefragt hat, warum willst du denn jetzt gerade, dass dein Hund sich anders verhält? Was stört dich daran? Naja, weil die anderen. Und dann ist so die Frage: Ja, aber stört es dich denn? Nee, eigentlich nicht. Dann schau doch nochmal, wenn es jetzt niemand anderen verletzt, niemand anderen in seinen Rechten, in seinen Grundfreiheiten einschränkt, dann schau, ob es wirklich geändert werden muss oder ob es nicht etwas ist, wo auch da wieder du schauen kannst, wie

Leine Freilauf Und Park Meinungen

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kann ich mich abgrenzen, wie kann ich sagen, nö, ich lasse die Erwartungen bei dir, ich nehme sie mir nicht an, es sind deine Erwartungen und ich behalte mir das, was ich gerne möchte. Und dann gibt es da ja zwei Kategorien, also wie schon angeschnitten, einmal die Menschen, die einem einfach so im Alltag begegnen und die einem vielleicht auch nur ein einziges Mal begegnen und einem einziges Mal irgendwas an den Kopf knallen, wo man so denkt, oh verdammt, jetzt hat mein Hund sich schon wieder nicht so benommen, wie er sich benehmen sollte. Und dann gibt es natürlich die Menschen, denen wir öfter begegnen und die eine etwas größere Rolle in unserem Leben spielen, wo wir darauf angewiesen sind oder es auch einfach wollen, dass es gut funktioniert, dass es nicht zu Stress kommt, einfach weil das natürlich unser Leben so viel einfacher und schöner machen würde. Und gerade bei der letzteren Kategorie ist es wirklich, wirklich hilfreich zu lernen, miteinander zu reden. Also zu schauen, okay, ich habe gerade das Gefühl, du, wer auch immer, das Gegenüber erwartest von meinem Hund zum Beispiel, dass er, ich weiß auch nicht, die ganze Familienfeier überruhig auf dieser Decke liegt. Ich habe das Gefühl, dass es blöd ist, wenn der Hund es nicht tut. Ist es wirklich so? Oder ist es für dich okay, wenn der Hund sich bewegt? Ist es vielleicht vollkommen fein? Oder vielleicht freut es das gegenüber sogar? Und gleichzeitig auch zu sagen, okay, ich habe nicht nur das Gefühl, sondern offensichtlich wird erwartet, dass mein Hund euch hier als Kuschelpartner zur Verfügung steht, aber ich sehe, meinem Hund tut das nicht gut, es tut mir leid, das geht gerade nicht. Dann kann ich den Hund nicht mehr mitbringen. Oder dann muss der Hund so lange in ein anderes Zimmer oder wie auch immer. Also auch darüber zu sprechen, vielleicht ja auch einen Kompromiss zu finden und zu sagen, hier schau mal, streicheln findet der Hund nicht so gut, aber du könntest ihm jetzt leckerly XYZ geben. Oder du könntest einfach mal warten, ob er vielleicht doch irgendwann freiwillig kommt, anstatt ihn direkt zu bestürmen. Also dass auch da in die Kommunikation gegangen wird und geschaut wird, wie können wir das lösen, sodass nach Möglichkeit alle Beteiligten etwas davon haben und dass es allen gut geht, aber im Notfall auch so, dass wir sagen, nee, geht halt nicht. Ich halte den Raum für meinen Hund, ich achte darauf, dass es ihm gut geht und ich lasse nicht zu, dass irgendjemand erwartet, dass ich ihm gerecht werde oder dass mein Hund ihm gerecht wird, obwohl es da eigentlich überhaupt keinen Anspruch drauf gibt. Und was die Erwartungen von außen angeht, von Menschen, die mir nur ein-, zweimal im Leben begegnen, gerade so Parkbegegnungen, Stadtbegegnung, Reisebegegnungen, wie auch immer, also Leute, die gar nicht so oft da sind, da prüfe ich dann für mich innerlich immer, war das jetzt etwas, wo das Gegenüber vielleicht Recht hatte oder eine gerechtfertigte Erwartung gestellt hat oder war das etwas, wo ich sage, nee, das darf auch wiederum bei dir bleiben. Als Beispiel, wenn mein Hund bei einem fremden Menschen auf die Rabatte kackt, dann ist das vollkommen fein, wenn derjenige mit mir meckert, wenn ich es nicht wegmachen würde. Also natürlich, das ist seine Rabatte, die pflegt er. Der will dann nicht in Hunde

Social Media Und Unrealistische Bilder

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packen, wenn er das nächste Mal umkraut zupft. Und es ist einfach absolut nett von mir, das dann wegzumachen. Und es gehört sich für mich auch so. Also ich finde, das ist etwas, was das soziale Miteinander verbessert, dass wir halt auch ein bisschen schauen, okay, wie geht es anderen damit, dass ich hier einen Hund durch die Welt führe? Und wie kann ich dafür sorgen, dass ich die anderen, die vielleicht mit Hunden gar nicht so viel am Hut haben oder die sogar Angst vor Hunden haben, dass ich die so wenig wie möglich störe, damit vielleicht auch von dieser Seite mehr Verständnis für mich und meinen Hund entgegengebracht wird. Dass irgendwann die Welt vielleicht auch mal so weit ist, dass Hunde nicht nur irgendwie toleriert werden von den Menschen, die keine Hunde haben, sondern dass die sagen, ah ja, geil, ich will zwar keinen Hund, aber alle diese Menschen, die Hunde haben und Hunde lieben, die stören mich ja nicht. So why not? Warum nicht? Sollen die doch Hunde haben? Anstatt so, wie es jetzt manchmal ist, dass es dann halt voll die Hundehaser gibt, mit den blöden Giftködern und so weiter, weil es immer wieder Menschen gibt, die halt keine Rücksicht auf andere nehmen. Also das sind dann schon Erwartungen, die ich erfüllen möchte, die ich wichtig finde. Ja, die einfach, wie gesagt, für ein sehr gutes, reibungsloses, soziales Miteinander auch irgendwie entscheidend sind. Und bei allen anderen Erwartungen habe ich gelernt, mich abzugrenzen. Das funktioniert nicht immer zu 100% perfekt, aber das funktioniert zumindest inzwischen sehr, sehr gut. Das ist ein Prozess. Da gibt es verschiedene Techniken und Möglichkeiten. Da spielen Glaubenssätze auch eine Rolle. Also was glaubst du über dich und warum hast du das Gefühl, bestimmte Erwartungen erfüllen zu müssen? Das ist nochmal eine Arbeit, wo man ein bisschen mehr in die Tiefe geht. Und wenn das einmal so ein bisschen rausgefriemelt ist, oder auch zu schauen, welche Introjekte hat man. Introjekte sind unter anderem fremde Anschauungen, Motive, Werte und Normen, die während der Kindheit aufgenommen wurden oder während der Kindheit und der Sozialisationsphase, die in das eigene Ich aufgenommen wurden, aber nicht aus dem eigenen Ich selbst hervorgekommen

Kommunikation Abgrenzung Und Kompromisse

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sind. Und wenn wir uns das so ein bisschen angeguckt haben, dann können wir halt schauen, wie können wir diese Glaubenssätze verändern, wie können wir mit Introjekten umgehen, wie schaffen wir es ja für uns da auch wieder, es kommt ganz oft auf das Grenzensetzen hinaus. Also wie schaffen wir es, für uns da Grenzen zu setzen, uns abzugrenzen, auch emotional. Es ist ja das eine sagen zu können, ich weiß, dass diese Erwartung für mich nicht gilt und dass ich mir die nicht annehmen muss, aber ich fühle es nicht. Also vielleicht habe ich zum Beispiel einen Hund aus dem Tierschutz oder auch nicht aus dem Tierschutz, total egal, der anderleine pöbelt und von außen werde ich komisch angeguckt im Park, wo die ganzen tut nichts rumlaufen. Und ich weiß, ich muss es mir nicht annehmen, weil ich kenne die Geschichte dieses Hundes und trotzdem fühle ich mich bescheiden. Dann halt zu lernen, dass diese Gefühle irgendwann mal anders sind. Dass wir sagen können, nee, das sind deine Erwartungen und nicht meine. Und dass wir das halt auch fühlen. Das erfordert Training, das erfordert Übungen, das erfordert einiges an Arbeit. Und wer das nicht schon so als Geschenk in die Wiege gelegt bekommen hat oder von seinen Eltern mitgegeben bekommen hat, so eine starke Persönlichkeit, die sagt, ph, mir doch Wurst, für den ist das immer so ein bisschen Aufwand, wenn er feststellt, ah, okay, ich würde da gerne dran arbeiten oder ich will daran arbeiten, weil es ist etwas, was mich belastet, was mich stört, was auch die Beziehung zu mir und meinem Hund quasi belastet und stört, dann ist das auch Training. Und das ist nochmal so das, wo wir als Menschen auch schauen dürfen, wir üben ganz viel mit dem Hund, wir trainieren ganz viel mit dem Hund, wenn wir irgendwelche Thematiken haben, dass der Hund dann wirklich über Monate wird dann akribisch genauen Trainingsplan gemacht und wir halten uns dran und wir gehen viermal die Woche da und dahin, um das und das zu üben. Aber sobald es um uns geht, da hört es ganz oft auf und dann wird es so zwei, dreimal versucht und dann, ach ja, klappt ja gar nicht. Und dann verläuft es wieder so im Sande. Aber Persönlichkeitsentwicklung ist wie Sport, ist wie Hundetraining, ist wie alles, wo sich etwas langsam in einem Körper ändern darf, in diesem Fall in unserem Hirn, wo diese Bahnen seit vielen Jahren angelegt sind. Wenn wir eine neue Autobahn zu einem anderen Gedankenmuster legen wollen oder bauen wollen, dann haben wir erstmal nur ganz kleine Trampelpfade, die wir betreten.

Glaubenssätze Introjekte Und Emotionales Training

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Und die müssen wir ausbauen. Und jedes Mal, wenn wir aufgeben, wuchet der Trampelpfad wieder zu. Und die Autobahnen, die von vorher schon da sind, werden weiter benutzt und werden deswegen instand gehalten und können nicht verschwinden und nicht zuwachsen. Das so als Bild vielleicht nochmal mit. Das ist ein weites Feld, das ich jetzt nur sehr, sehr oberflächlich angekratzt habe. Aber ich wollte die Alleinefolgen relativ kurz halten, weil ich mich irgendwie immer besser fühle mit einem Sparingspartner. Deswegen würde ich jetzt einfach nur nochmal so ein ganz kleines Daily-Update geben, also ein Welpen-Update. Der ist gerade in seiner Gruselphase angekommen. Also er ist jetzt in dieser Phase, wo er feststellt, da steht etwas, das stand doch gestern nicht da. In Klammern, doch, stand es, aber du hast es nicht bemerkt. Oder es stand tatsächlich nicht da, wie zum Beispiel gestern ein Haufen Klamotten, den irgendjemand am Wegesrand entsorgt hatte, wo er gesagt hat, oh mein Gott, wahrscheinlich ist es ein Monster, was uns alle töten will. Und wie gehe ich damit um? Im Moment gehe ich so damit um, dass ich dann stehen bleibe, ihm Zeit gebe, wenn ich merke, okay, er findet das total gruselig und will da partout nicht ran, dann gehe ich selber hin, setze mich daneben oder untersuche es, fasse es an, schaue, dass ich Pet dazu animiert bekomme, zum Beispiel auf einen Baumsturm im Wald, der plötzlich aufgefallen ist, Pet dazu bekomme, drauf zu springen und zu sagen, ja hier, guck mal, ist gar nicht schlimm. Ich rede dabei aber nicht mit Davey und ich locke ihn nicht und ich locke ihn auch nicht mit Futter ran. Sondern ich lasse ihn dann von selber kommen. Also ich nehme mir da echt Zeit und lasse ihn dann gucken und schauen, dass wir das alle überleben quasi. Und dann bisher kommt er ganz oft von selber irgendwann und sagt, ach okay, es scheint gar nicht so schlimm zu sein. Die können sich damit befassen, ohne dass sie explodieren. Es ist kein Drama. Ich werde auch nicht dazu gezwungen, mich damit zu befassen, sondern ich kann es mir in Ruhe von Weitem angucken und ich kann in Ruhe entscheiden, wann möchte ich es mir von nahen anschauen und feststellen, ach so, es sind nur Klamotten, da kann man auch drauf rumklettern oder es ist noch ein Baumstamm, kann man auch drauf rumklettern und so weiter. Also ich gebe ihm da einfach sehr viel Zeit und ich versuche gleichzeitig nicht zu viel Gewicht draufzulegen und nicht zu viel Primborium drum zu machen. Also würde ich jetzt mit Futter locken, könnte es sein, dass ich Misstrauen wecke. Das ist nicht bei jedem Hund so und es gibt Hunde, die sagen, ah ja, für Futter mache ich wirklich alles und klettere auch auf gruseligen Dingen rum. Aber zum einen rückt dann manchmal das Futter so in den Vordergrund, dass sie gar nicht mehr richtig mitbekommen, was sie da sonst noch so erkunden. Und zum anderen gibt es halt auch einige Hunde, die sagen, hm, das ist

Welpen Update Gruselphase Im Alltag

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aber komisch. Warum locks du jetzt hier so und warum packst du jetzt plötzlich das Futter aus und nee, nee, nee, dann komme ich erst recht nicht. Währenddessen, wenn ich mich einfach nur selber damit befasse und gar nicht den Hund zwinge, ranzukommen oder locker ranzukommen, dann habe ich ganz oft eine sehr, sehr gute Wahrscheinlichkeit, dass er sich von selbst an mit diesem Gegenstand, Objekt, was auch immer, befasst. Genau. So, das jetzt gerade zu Davys Gruselphase. Ich hoffe, sie ist bald wieder um. Und morgen geht es zu Chem Carnes. Also, wenn ihr die Folge hört, dann ist das quasi heute. Also sie kommt morgen früh raus und ich fahre auch morgen früh zu Chem Carnes zum Arbeiten. Oder ihr

Ausblick Und Verabschiedung

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hört sie noch später, na dann ist das schon vorbei. Das Hopes Summer Special. Ich wünsche euch, wo auch immer ihr seid, wann auch immer ihr seid, mit wem, wie, was auch immer, einen ganz und gar hervorragenden Tag oder eine hervorragende Nacht. Und ja, bis bald, bis zur nächsten Folge.

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