Kompass - Wege zum Ziel
In unserem neuen Tarbiyyat Format beantworten wir Fragen, mit denen ein Ahmadi Muslim im religiösen Alltag konfrontiert ist. Wir präsentieren Antworten im Lichte des Heiligen Quran, der Praxis des Heiligen Propheten (SAW) 🕋 und den Worten des Verheißenen Messias (AS) und seinen Kalifen. Außerdem gibt es praktische Tipps für die tägliche Umsetzung.
In der ersten Folge behandeln wir die Frage, was überhaupt unser Ziel ist und wie wir dieses erreichen können. Außerdem gehen wir auf das Thema der Selbstreflexion ein und erklären, warum das überhaupt wichtig ist.
Die Sendung wird immer freitags um 20 Uhr auf MTAGermany ausgestrahlt. Diese Sendung wurde in Zusammenarbeit mit der Nationalen Abteilung Tarbiyyat Deutschland produziert.
www.tarbiyyat.de / 069 – 506 88 791
Islamische Eulogien:
SAW steht für »ṣallallāhu ‘alaihi wa-sallam« d. h. »Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm« und wird nur mit dem Namen des Heiligen Propheten Muhammad (saw) gesprochen.
AS steht für »‘alaihi s-salām« d. h. »Friede sei auf ihm« und wird mit den Namen aller übrigen Propheten gesprochen.
RA steht für »raḍiyallāhu ta‘ālā ‘anhu/‘anhā/‘anhum« d. h. »Möge Allah an ihm/ihr/ihnen Gefallen finden« und wird im Anschluss an die Namen der Gefährten des Heiligen Propheten Muhammad (saw) oder des Verheißenen Messias (as) gesprochen.
RH steht für »raḥmatullāhi ‘alaih / raḥimahullāh« d. h. »Möge die Barmherzigkeit Allahs, des Erhabenen, auf ihm sein«
ABA steht für »ayyadahullāhu ta‘ālā bi-naṣrihi l-‘azīz« d. h. »Möge Allah sein Helfer sein und ihn mit Seiner Kraft unterstützen« und wird nach dem Namen des Kalifen der Zeit gesprochen.
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Kompass - Wege zum Ziel
Ehe – welche Verantwortung und Pflichten trage ich? | S3F8
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Die Ehe wird im Islam als ein Bund der Liebe und Harmonie verstanden. Sowohl Mann als auch Frau tragen dabei Verantwortung und haben bestimmte Pflichten, um diesen Bund zu bewahren und zu stärken.
MTA Germany ist ein Kanal der weltweit agierenden Sendergruppe MTA International. Dieser Sender bedient in erster Linie Muslime mit theologischen Inhalten und sichert so die Bildung von Muslimen. Als Grundlage des Inhaltes dienen hierbei der Heilige Quran, die Sunna des Propheten Muhammad (saw), die Ahadtith und die Literatur des Verheißenen Messias und Mahdi, der im Islam sowie anderen Religionen vorausgesagt wurde. Weitere Grundlage sind die Inhalte der Khalifen dieses Messiahs, die seinen spirituellen Auftrag bis in die Gegenwart weiterführen.
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„Ich werde deine Botschaft bis ans Ende der Welt tragen“ Offenbarung an den Verheißenen Messias und Mahdi
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Hedste Vilanuma. He deste villanuma. La hila ha il la ila Kompass Wege zum Ziel. Aslauik Uram tulai rakatu, liebe Zuschauer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kompass Wege zum Ziel. Und heute werden wir über das Eheleben sprechen, die Herausforderungen, die da sind und wie man seine Ehe harmonisch gestalten kann. Und hierzu habe ich einen Gast auch bei uns, das ist Besad Jodhri Saeb. Er wird uns auch helfen, in dieses Thema einzusteigen und so, dass wir Inhalte vermitteln können, die Inshallah auch von Nutzen für die Zuschauer sind. Besad, wir haben ja das letzte Mal über Rishtanata gesprochen, Partnersuche überhaupt. Und jetzt kommt man zu der nächsten Stufe. Und wir wollen ja sicherstellen, dass die Ehe auch erfolgreich ist und nicht, dass dann jemand getrennt ist und wieder zu Richtanata aufkommt, sondern dass das wirklich auch gut sich gestaltet. Und hierzu, wir wissen das Ideal, das im Heiligen Koran ja beschrieben worden ist, da heißt davon die Rede, dass eine harmonische Ehe schon Qualitäten in sich trägt, Eigenschaften wie Liebe, Zärtlichkeit und Frieden aufzufinden ist. Und wie können wir sicherstellen, dass man schon anfangs, zu Beginn der Ehe keine Fehler macht? Das beginnt ja, nehmen wir mal an, jemand ist relativ weit in einem Entscheidungsprozess, tatsächlich für sich für eine Person, sich zu entscheiden. Welche Dinge sind zu beachten, damit die Grundlage, die gelegt wird, für die Ehe wirklich tatsächlich solide ist? Also die Grundlage ist natürlich Dagwa. Also wir haben ja auch bei der letzten Folge ja darüber gesprochen und du hattest es auch sehr schön beschrieben, wie zwei Partner Hand in Hand die Zugspitze eines Berges erreichen möchten. Und da ist es natürlich wichtig, dass beide wissen, wir haben dasselbe Ziel, wir möchten die Nähe Gottes erfahren. Und du hast es ja auch gerade sehr schön anhand des Verses hier auch beschrieben. Und das ist eigentlich die Essenz, dass man das auch versteht. Auf der anderen Seite meines Erachtens ist natürlich auch, wir machen manchmal den Fehler, wir denken, nur die Liebe allein reicht aus. Aber es reicht nicht aus. Also eine Heirat ist ja auch mit rechten Pflichten verbunden und die sind manchmal kommen manchmal zu wenig. Und es heißt ja auch, der heilige Prophet hat gesagt, die gebende Hand ist besser als die nehmende. Und wenn wir selber gegebene Hand werden, ist es natürlich besser und dann wird Gott auch dafür sorgen, inshallah, dass dann auch die Ehe fruchtet und man sollte dann nicht auf die Rechte beharren, sondern einfach nur schauen, was meine Pflichten sind. Was ich aber auch gemerkt habe, ist auch, dass leider innerhalb der Ehe die Gefühle zu kurz kommen. Dass man dann so ein Schwarz-Weiß-Denken hat, ja, ich muss meine Pflichten erfüllen, aber man fragt gar nicht mehr, wie es dem Partner geht, also wirklich Quality Time. Es gibt auch verschiedene Studien, wo es auch heißt, dass ganz besonders hier in Europa die Redezeit zwischen den Ehepartnern sehr kurz ist, aufgrund von Social Media oder verschiedenen Lachen halt. Und das ist aber sehr wichtig, dass man jeden Tag auch seinen Partner fragt, wie geht es dir? Also nicht nur als Floskel, sondern auch wirklich meint. Ja, ich glaube, das ist ja, das ist unglaublich wichtig. Das wird ja so ein bisschen wie der Alltag in einer Ehe gelebt wird. Aber wenn wir jetzt erstmal dabei sind, die Grundlage zu schaffen. Jemand ist dabei in Gesprächen und die Gespräche werden voraussichtlich auch erfolgreich sein, man wird seinen Partner finden. Die Grundlage, das Fundament, das gelegt wird zu dem Zeitpunkt, da spielen ja, also einmal die Absicht, darüber haben wir gesprochen, du hast ja auch gerade erwähnt, dass man ein gemeinsames Ziel hat. Und auch das letzte Mal wurde ja davon erwähnt, and auch hier glaube ich wäre das wichtig, dass man wirklich wahrhaftig und ehrlich agiert, mit offenen Karten sozusagen, and nichts verheimlicht, was in this Auswirkungen auf die Ehe have. Das sind zum Beispiel physische Krankheiten oder psychische Krankheiten. Weil wenn so etwas verheimlicht wird, dann ist doch schon das Fundament schief. Absolut. And this would be weiter in der Ehe. Wenn man verheiratet is, dann wird man sagen, okay, this wanted for her, man had this for heim and many had a feeling betrayed to be. And I think that is unbelievable that man early is and early agent, as you said, with Dhaka, God is worship, God's achts. We don't, any fancy anfangs of the early, what they malangericht had and so we are erzähleness. Nicht die Vergangenheit offenbaren, sondern seine eigenen Gewohnheiten, die auch einen Einfluss auf das zukünftige Leben haben. Das sollte man offenbaren. Sei es jetzt auch die Krankheit, ganz besonders, wenn man auch Kinderwunsch hat, dass es später eventuell einen Einfluss hätte. Aber auch andere Gewohnheiten, sei es jetzt auch das Rauchen, was manchmal auch schwierig ist, den Partner vor der Ehe zu offenbaren. Schulden. Ja, oder auf Schulden. Und das sollte man schon sagen, weil letztendlich belügt man nicht den Partner, sondern am Ende sich selbst. Weil eine Ehe ist wie, ist kein Boxkampf. Bei einem Boxkampf gibt es immer einen Gewinner und einen Verlierer. Bei einer Ehe verlieren beide oder gewinnen beide. Und mit diesem Kontext sollte man auch verstehen, umso ehrlich oder umso ehrlicher ich zu meinem Partner bin, desto qualitativ besser ist er noch meine Ehe. Ja, also alles, was eine Auswirkung auf die Beziehung, auf die Ehe haben kann. Und man weiß schon vom Vorab, dann sollte man auf jeden Fall den anderen darüber informieren. Das schafft Transparenz, das schafft Vertrauen auf und natürlich wird damit auch ein gutes Fundament für die Ehe gelegt. Und dann kann man nämlich weiter dann halt gehen. Da kommt man, man ist jetzt verheiratet, hat ein gutes Fundament gelegt gehabt, ehrlich, und alles mit offenen Karten und so. Nichts verheimlicht. Und jetzt ist es so, dass man langsam, man hat ja die ersten Monate vielleicht noch diese Brille an. Also diese, da sind Emotionen am Spiel, man hat so ein gewisses Verliebtsein, so einen gewissen Rush, der da ist und der fängt jetzt langsam an zu verfliegen nach sechs Monaten und danach. Und jetzt merkt man, oh okay, da sind bestimmte Gewohnheiten, die sind doch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Zum Beispiel, eine übliche Sache in vielen Ehen ist der Hygienestandard, dass der unterschiedlich ist. Und wir wissen ja, in einem Haushalt sind zwei Geschwister und haben unterschiedlichen Hygienestandard. Und dann entsteht sowas. Wie schafft man, diese Differenzen dann auch zu überwinden? Also Azul hat ja da ein sehr praktisches Beispiel gegeben. Also man sollte immer das Gute in dem Partner sehen und die schlechten Eigenschaften sollte man teilweise auch dann ignorieren, wie weit es haupt möglich ist. Jetzt bei der Hygiene ist es vielleicht etwas schwieriger. Da sollte man schon durch die Blume mit dem Partner sprechen. Und wichtig ist nur, dass man diesen Rush oder dieses Gefühl, was du gerade beschrieben hast, der sollte für immer sein. Also der Islam befürwortet schon die Romantik, dass man auch sagt, dass man immer wieder auch die Dankbarkeit zum Ausdruck bringt oder auch, dass man Geschenke gibt oder auch immer wieder versucht, in der Ehe, in der Beziehung zu investieren. Aber das wird leider manchmal nicht gemacht. Ganz besonders, wenn die Kinder da sind, dann fühlt sich manchmal auch ein Partner etwas vernachlässigt, weil man eher das Fokus auf das Kind hat, was eigentlich auch richtig ist. Aber auf der anderen Seite sollten beide Lebenspartner natürlich auch immer wieder schauen, dass wir unsere eigene Ehe natürlich auch immer wieder versuchen, nochmal neu aufzublüten. Ja, ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Aspekt, den du gerade beleuchtet hast, um einfach auch klarzustellen, weil das kann ja Erwartungshaltungen korrigieren. Wir haben ja einerseits dieses Verliebtsein, das wie so ein Rush da ist. Aber dann haben wir eine Phase, wo sich tatsächlich sich Liebe entwickelt über einen längeren Zeitraum, weil man sich immer mehr kennenlernt und immer mehr so die Qualitäten auch wertschätzt und die Wohlgefallen gegenseitig und die Fürsorge und so weiter, da wächst ja etwas Nachhaltiges dann halt immer weiter aus. And I think durch den Medienkonsum, der vorhanden ist, wird ja Liebe auch sehr verzerrt dargestellt in den Medien, in den Filmen und so weiter und so fort. Eher als Rush und so weiter und so fort. Und hier beide Partner auf einen Nenner zu bringen, was eigentlich Liebe ist, was the unterschied is zwischen verliebt sein anderer Liebe, die sich nachhaltig andwickelt, würde schon vieles lösen, wenn beide das gleiche Verständnis dafür hätten. And then würden die Erwartungshaltungen halt einfach stimmen. Und man würde nicht sozusagen in zwei unterschiedlichen Welten leben. Ich glaube, da hilft auf jeden Fall, einmal selbst das zu verstehen und natürlich das dann auch den anderen vermitteln zu können. Genau. Manchmal hat man auch das Gefühl, wenn Paare zu mir kommen, dass die selber nicht wissen, welche Art von Liebe sie auch ihnen gefällt, sozusagen, oder was sie überhaupt möchten. Natürlich geht es hier um Wert und auch um Wertschätzung. Und da ist auch die Kommunikation dann sehr wichtig mit dem Partnern, dass man dem Partner schon sagt, was einem gefällt und was einem nicht gefällt. Es gibt ja auch dieses berühmte Buch, Fünf Sprachen der Liebe. Sehr plakativ, aber trotzdem ein sehr schönes Beispiel dafür, dass jeder Mensch da eine eigene Art von Liebe spielt sozusagen. Manche mögen eher Geschenke, der andere mag es eher, wenn die Partnerin oder der Partner Unterstützung gibt. Manche andere möchten viel mehr Kommunikation oder dass man auf Reisen geht. Und das ist unterschiedlich, aber das kann man nur dann erfahren, wenn man auch mit den Partnern darüber spricht. Ja, und wir haben ja das Beispiel auch aus der Islamischen Theologie. Einmal natürlich dieser Vers, der genannt wurde, dass Allah selbst sagt, dass Allah Liebe darin gelegt hat und natürlich das Vorbild des Heiligen Propheten sallallahu alayhi wa sallam wie Hazat Aisha wirklich geliebt hat und er sie geliebt hat, wie man miteinander umgegangen ist. Und das über einen längeren Zeitraum. Und wir wissen auch über weitere Frauen von dem Heiligen Propheten, dass sie den Wunsch hatten, dort begraben zu werden, wo sie das erste Mal den heiligen Propheten begegnet sind. Und das zeigt ja, dass diese Liebe für das war bei einer seiner Frau mit 80 Jahren verstorben. Und nach vielen Jahrzehnten, wo der Heilige Prophet schon schon verstorben war, hatte sie immer noch den Wunsch gehabt, dort begraben zu werden, wo der Heilige Prophet sallallahu ist, also sie zum ersten Mal begegnet ist. Also das zeigt uns einfach that this Libra schon etwas langfristiges, nachhaltiges is als etwas, was allein schnell verfliegt. Und dafür muss man natürlich arbeiten. Also hört sich ein starkes Wort, arbeiten, aber man muss dafür was tun. Das ist nicht einfach geschenkt. Und das sind halt Dinge, die im Alltag eingebaut werden sollten, um einfach Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen, gegenseitig. Und das müssen natürlich beide machen. Und dann auf der anderen Seite natürlich, wir haben ja darüber gesprochen, der Hygienestandard, der unterschiedlich ist, vielleicht aber auch die Gemüter, die Emotionen, Gewohnheiten, die da sind, die man überhaupt nicht leiden kann. Und da halt auch die Toleranz auszubauen. Ich glaube, das ist auch ein wichtiger Aspekt, um erfolgreich eine Ehe zu führen. Und ich glaube, da hilft dieser Gedanke, wie ich zuvor erwähnt hatte, dass in einem Haushalt zwei Geschwister sind, die können so unterschiedlich sein können. Was Gewohnheiten anbelangt, Charakter, Persönlichkeit, Hygiene und so weiter und so fort. Obwohl sie in einem Umfeld aufgewachsen sind. Wenn man jetzt heiratet, es sind zwei unterschiedliche, komplett unterschiedliche Umfälle. Und wenn es eine andere Kultur ist, dann ist es nochmal unterschiedlicher. Dann ist es doch selbstverständlich, dass da auch Menschen sind nun mal unterschiedlich sind. Und wenn es viele Jahre gedauert hat, dass die eigene Persönlichkeit sich entwickelt hat, Gewohnheiten sich entwickelt haben, dann sollte man auch die Geduld haben, dass es Jahre oder eine lange Zeit dauern kann, bis man Gewohnheiten auch verändert und das sich reformiert, verbessert oder anpasst. Und ich glaube, dass dieser Gedanke die Toleranzgrenze etwas ausweiten könnte, um einfach besser auch damit umzugehen. Und letztendlich ist ja, wenn die Grundlage stimmt und die Beziehung auf einer guten Grundlage basiert, dann glaube ich, können diese Dinge auch gut abgefedert werden. Absolut. Ja, bei der Toleranz ist natürlich wichtig. Also Toleranz entsteht ja nicht automatisch, sondern die entsteht ja bewusst. Und das muss einem klar werden. Und der erste Schritt ist ja auch, dass man auch diesen Perspektivwechsel macht. Warum denkt mein Partner so oder warum handelt der gerade so? Und das hilft natürlich auch besser, den Partner zu verstehen. Es gibt manchmal auch natürlich Situationen, wo man nicht sofort das Problem lösen muss, sondern mit Geduld, dass man auch auf den richtigen Zeitpunkt wartet und dann natürlich in einem respektvollen Rahmen natürlich die Lösung dafür findet. Aber was auch sehr schön ist, der Islam ist ja auch dafür da, dass man immer wieder auch sich reflektiert und auch sich vor dem Schöpfer nochmal um Vergebung bittet. Und genau diese Erwartungshaltung oder diese Eigenschaft sollten wir natürlich auch vor dem Ehepartner haben, dass wir versuchen sollten, reflektiert an die Sache heranzugehen. Um da einfach besser den Partner zu verstehen, warum er oder sie so handelt, wie es gerade ist. Und dann ist es auch einfacher. Das ist auch immer meistens der Punkt, dass da die fehlende Empathie da ist, weil man möchte nur immer seinen Punkt loswerden, aber versteht nicht, warum der Partner gerade so taggt, wie er gerade ist. Und das ist ja eigentlich grundsätzlich die Lehre des Islam, dass man so denkt, dass der andere über sich selbst priorisiert wird. Also man überlegt, okay, was kann ich, wie kann ich die Sorgen des Nächsten beseitigen, wie kann ich mich da sicherstellen, dass die Rechte und Pflichten gegenüber den anderen erfüllt werden, anstatt ständig nur auf meine Rechte und Pflichten rumzuprochen. Das gilt für den Nachbar, das gilt genauso für die Eltern, für alle anderen Beziehungen, aber natürlich besonders auch für die Ehe. Und dass wenn beide so denken, dann ist das eine super Ergänzung. Dann sorgt man sich gegenseitig füreinander, anstatt ständig auf seine eigenen Rechte zu hochen. Was ich immer beim Counseling immer wieder sage, aber es gibt ja das Hasis, wo es heißt, dass am Tag des jüngsten Gerichts jeder für seine Taten ja verantwortlich ist. Und ich bin dann auch verantwortlich gegenüber die Taten von meiner Frau oder Kind, Eltern. Ich muss eine Rechenschaft ablegen, ob ich meine Pflichten gegenüber denen erfüllt habe oder nicht. Und ich glaube, wenn jeder das verstehen würde, dass wir alle vor Gott irgendwann eine Rechenschaft ablegen müssen, dann versteht man auch den hohen Stellenwert dahinter, dass man nicht auf die Rechte beharren sollte, sondern eher selber schauen sollte, wo stehe ich gerade, weil irgendwann wird Gott mich fragen, hast du deine Pflichten erfüllt oder nicht, als Ehemann oder als Ehefrau. Und dann haben wir natürlich auch, neben dem Herrn ist auch die Überlieferung des Heiligen Propheten sallallahu. Die uns verhilft, die richtige Perspektive auf dem Partner zu haben. Weil der heilige Prophet hat uns ja gesagt, er hat gesagt, kein Mann sollte seine Frau hassen, wenn er eine gute, also wenn er negative Dinge hat, die er in ihr sieht, die soll er ignorieren. Aber die positiven Aspekte, auf denen sollte er sein Augenmerk legen. Und das ist so ein unglaublich wichtiger Rat, der dazu verhilft, nicht ins Negative zu fallen, sondern die positiven Aspekte immer zu wertschätzen, weil das stärkt dann die Beziehung umso mit. Absolut. Und ich glaube, das ist ein unglaublich wichtiger Rat, den der heilige Prophet uns allen mitgegeben hat. Und davon können wir auf jeden Fall auch viel Nutzen ziehen und dadurch tatsächlich ein harmonisches Eheleben dann auch ermöglichen. Also wir haben die Schwierigkeit, dass es Leute gibt, die darauf bestehen und sagen, es ist wichtig, dass ich mit meinen Eltern lebe. Oder die Eltern sagen, wir wollen, dass das neue Ehepaar bei uns lebt. Das ist bei uns eine Tradition oder ist üblich so. Und der Islam verbietet es ja nicht. Und die sagen, deshalb ist das für uns wichtig. Und wir wissen natürlich, ich bin ja auch in der Abteilung Tribiert auch tätig, dass man auch da Probleme entstehen können. Nicht immer, aber die Wahrscheinlichkeit ist schon groß, dass da Probleme entstehen. Wie ist das am besten zu handhaben? Ist das überhaupt eine gute Idee? Sollte man das vielleicht, wenn man dabei ist, die Grundlage für die Ehe zu legen, da schon regeln? Und wenn man in so einem Kontext lebt, wie stellt man sich den Herausforderungen? Das ist eine sehr gute Frage. Und tatsächlich gibt es auch bei Richternata auch Anfragen von Personen, die direkt sagen, ja, wir haben eine Joint-Familie sozusagen und ich möchte auch jemanden heiraten, wo dann auch meine Eltern zusammenwohnen werden und die Frau sollte auch damit einverstanden sein. Und wenn ich dann frage, warum, und dann gibt es verschiedene Gründe halt. Also sei es jetzt einmal wegen dem Alter, dann ist es wirklich so, dass die Eltern eine Stütze brauchen. Aber manchmal ist es auch so, was auch sehr interessant ist, dass die dann sagen, wir haben positive Erfahrungen gemacht. Also jemand anderes innerhalb der Verwandtschaft hat auch ein Joint-Familien-System und wir möchten das auch so machen. Und ich sage immer den Familien, also der Ambürdenbürger sein Helfer sein, hat das grundsätzlich eher abgeraten, wie du schon gerade gesagt hast, dass man da sehr viele Unsicherheiten hat, weil man da nicht klar Grenzen ziehen kann, weil das manchmal schwierig ist, rein aus organisatorischen Gründen, weil man eine kleine Wohnung hat. Aber auf der anderen Seite, wenn eine Frau damit einverstanden ist, dann können wir natürlich nicht ablehnen, aber es gibt eher Gottes Fälle, wo es schwierig ist, also wo wirklich dann später Probleme aufstehen, wo dann Eltern ungewollt auf sich einmischen, weil das auch irgendwo emotional bedingt ist. Wenn dann die Eltern sehen, ja, hier und da gab es heute einen Streit, dann sind die manchmal neugierig. Und manchmal ist dann eine halbe Wahrheit schlimmer als die ganze Wahrheit in dem Sinne, weil da was von sich aus dann was hineingeinterpretiert wird. Genau, und das ist dann meistens schlimm. Aber grundsätzlich empfehlen wir auch immer besser eine eigene Wohnung zu holen. Hasudian Walmöger da sein, Helfer sein hat auch gesagt, manchmal ist es aber auch schwierig, sofort eine neue Wohnung zu finden. Und wenn man jetzt die ersten Monate gemeinsam mit den Eltern wohnen muss, dann sollte man das machen. Aber in erster Linie hat die Frau das islamische Recht, auch zu sagen, dass sie nicht mit den Eltern zusammen wohnen möchte. Und das heißt im Umkehrschluss, dass Mann und Frau vor der Heirat klar darüber kommunizieren sollten, wie es dann weitergehen sollte, damit später alles sicher. Also ich glaube, das ist so eines der ersten Schritte, klare und transparente Kommunikation schon vorab. Vor dem NIKA schon, damit das wirklich klar geregelt ist und im Nachhinein, also die Konflikte dürfen nicht verlagert werden nach dem NIKA, sondern diese Dinge müssen halt vorab geklärt werden. Und andererseits wissen wir ganz eindeutig und klar, dass die Empfehlung von Husurianwörter, oder was heißt Empfehlung Hasura, hat ganz klar gesagt, dass wenn die Eltern nicht fliegebedürftig sind, sollte man möglichst seinen eigenen Haushalt haben. Und auf der anderen Seite wird das ja auch aus dem heiligen Koran abgeleitet. Und dann drittens ist dann natürlich auch, wenn man in einem Kontext lebt und es funktioniert und klappt, dann hat man eine Lamdrala, hat man das wirklich sehr gut hinbekommen. Und wenn nicht, dann sollte man wirklich da zeitlich die richtigen Hebel ziehen, um die Ehe auch erfolgreich und harmonisch zu gestalten. Ja, manchmal denkt man auch, da die Frau jetzt sich nicht beschwert, läuft dir alles. Aber da müssten, sollten die Männer schon hellhörig sein und auch die Gefühle des Partners eingehen. Man muss nicht manchmal warten, bis die Frau selber etwas sagt, sondern man sollte proaktiv da auch an. Das ist sehr wichtig. Ja, wir sagen wir erstmal dafür. Jetzt kommen wir zu einem Thema, das oft sensibel auch diskutiert wird, oder da ist, dass es die Rolle des Mannes in der Ehe, gemäß islamischen Lehre ist der Mann ja Gewarm, der Ehemann. Einige Männer meinen oder vielleicht auch mehrere, dass Gewarm für sie bedeutet, jetzt sind sie der Chef und sie können tun und machen, was sie wollen und dass es sozusagen die Autorität gehört ihnen. Was bedeutet Gewarm? Und wie wird man dieser Rolle gerecht? Ja, also wenn man das ganz runterbricht, heißt Gewarm eigentlich, dass man der Versorger ist, dass man die Verantwortung trägt gegenüber seine Familie. Familie heißt natürlich dann die Frauen, auch die Kinder. Und das heißt jetzt nicht, dass man dominant gegenüber allen ist, sondern man ist der Versorger und man muss auch dann seine Familie schützen und er muss sie dann auch ernähren. Er muss auch für den Schutz sorgen, er muss auch für die Bildung sorgen. Und es geht sogar so weit, dass er auch für die Kleidung sorgen soll. Also all diese Sachen ist dem Gewarm, also dem Ehemann, verpflichtet. Leider, wie du schon gerade gesagt hast, ist es tatsächlich so, dass dann der Gewarm eher negativ konnotiert ist, dass man denkt, dass ich dominieren darf und alles selbst entscheiden darf. Natürlich, wie jetzt bei einem Autobeispiel, es gibt immer einen Fahrer. Und wenn jetzt bei der Autofahrt der Beifahrer jetzt versuchen würde, mitzulenken, dann ist es manchmal schwierig, dann ist ein Unfall schon vorhergesehen. Aber die Rolle des Gewaren ist natürlich auch alle mitzunehmen und auch zu erklären, wo die Reise geht und auch natürlich auf die Gefühle der Reisenden zu berücksichtigen. Das ist sehr wichtig, was manchmal zu kurz kommt. Ich glaube, da spielt ja auch letztendlich in einer Gesellschaft, egal islamisch, nicht islamisch, da gibt es immer jemanden, der letztendlich eine Entscheidung treffen muss. Absolut. Das ist völlig normal und üblich. Und die Entscheidungen, man muss sich für einen Weg entscheiden. Man kann nicht einfach sich teilen und zwei Wege gehen. Klar, das würde durch eine Trennung natürlich gehen, aber in der Ehe muss man sich für einen Weg zusammen entscheiden. Das ist völlig normal und üblich, unabhängig der Religion und unabhängig im Kultur, Kreis und dem Land und so weiter. And we see, dass Al-Atala im Heiligen Koran die Rolle and the Verantwortung, den man übergeben hat, gewarnt zu sein, nämlich die Balance zu halten. And die Balance halten bedeutet, alle, wie du auch sehr schön gesagt hast, alle mitzunehmen. Er is sozusagen der Fahrer, all the auto sitzen von A nach B zu bringen, sicher. Ohne Probleme entstehen. And there muss er harmonically, auf einem guten Week, also auch seine Verantwortung gerecht werden. And we have halt manchmal die situation that es Männer gibt, die dieser Rolle fliehen, also diese Verantwortung nicht tragen wollen. Und auf der anderen Seite ins Extreme jeweils. Oder auf der anderen Seite komplett ihre eigenen, also ohne jemanden mitzunehmen, ohne eine Balance zu halten, das irgendwie durchboxen, aber dadurch die Harmonie auf der Strecke bleibt. Und ich glaube, diese, ja, jemand hat mir das mal sehr schön erklärt, der gesagt hat, das ist wie so ein einfach ein Stift, den man versucht zu balancieren, dass es die Aufgabe des Gewarms, allen Beziehungen und so weiter und so fort, den Familienfrieden einfach so zu balancieren, dass man gut durchs Lebensleben kommt und nicht vor der Verantwortung zu fliehen. Und interessant ist, dass natürlich, wie auch eingangs hat das CMHDs auch erwähnt, man wird für seine Verantwortung, für seine Rolle jeweils zur Verantwortung gezogen. Die Ehefrau für ihre Rolle und den Mann für seine Rolle. Und das ist also wie gesagt eher eine Verantwortung als ein, sagen wir mal, als eine Auszeichnung in dem Sinne, dass man jetzt tun und machen kann, was man möchte. Eigentlich sollte das einen im Erfurcht steigern, dass man dafür gerade stehen muss und die Balance halten muss. Das ist auf jeden Fall ein sehr wichtiger Aspekt, eine eigentlich auch ganz klare Rollenverteilung, die es auch im Islam gibt in Bezug zu Ehemann und Ehefrau. In erster Linie hast du ja erwähnt, es ist die Aufgabe zu versorgen, finanziell und so weiter und so fort. Und da sicher zu gehen, Prioritäten werden ganz klar gesetzt. Auf der anderen Seite, die Ehefrau hat die Aufgabe, die Familie zu versorgen. Das bedeutet in Bezug, dass die Bedürfnisse der Kinder und so weiter auch erfüllt sind, das ist ja klar, wenn es ist eine Arbeitsaufaufteilung, die gegeben sein muss, um wirklich harmonisch da durch das Leben zu gehen. Und da ist es auf jeden Fall wichtig, festzuhalten, dass das Verantwortungen sind, für die man in Rechenschaft zu leicht. Vielleicht erinnerst du dich noch, als wir in England waren und eine Sitzung mit Abel Ransabten, hatte er auch dann einen Begegner von Hasul Rambert berichtet. Er hatte ja eine Mulakat mit Hasul und Hasul ist ja zum Zeitpunkt noch nicht erschienen und hat Abel Ransab gewartet und Abel Ransab sagte, dass eigentlich Hasul immer vor ihm schon im Büro war, aber an diesem besagten Tag war es dann so gewesen, dass Hasul nicht erschienen ist. Und er ist ein paar Minuten später gekommen und dann hat auch Hasul selber zu ihm gesagt, ja, ich hatte mich verspätet, weil ich zu Hause noch etwas zu tun hatte. Ich musste was reparieren halt. Dann hat der Abizab auch zu Hasul gesagt, sie hätte auch den Hausmeister oder jemand anderes von Islamabad da rufen können und hätte für sie das ja machen können, weil sie noch sehr viele andere Verantwortungen haben. Und Hasul hat sehr schön gesagt, das ist meine Verantwortung. Und da sieht man auch den Stellenwert, den wir auch natürlich gerechtfertigen müssen. Inshallah gesagt, Mullah, Besatzab für deinen Input hier und auch, ich hoffe und bete, dass das inshallah von Nutzen ist für die Zuschauer, die Inhalte, die wir hier vermitteln konnten. Es ist ein sehr weit gefäschertes, tiefes Thema, eine Folge, mit dem niemals gerecht werden kann. Das ist etwas, was wirklich, darüber wurden der Haufen, also wirklich so viele Bücher geschrieben. Wir haben allein in der eigenen Bücherei oder in unseren eigenen Schriften der Jamaat haben wir so viele Chutbate Nikar. Da gibt es ganze Bänder, worüber halt die Khulafa darüber gesprochen haben. Und ich denke, da ist auf jeden Fall sehr viel noch, was wir da mitnehmen können. Und dafür ist es halt wichtig, sich auch darauf einzulesen. Und dafür gibt es auch sehr interessante Bücher, die da sind. Einmal Chutbahten auf jeden Fall. Und dann haben wir eine Zusammenstellung von den Freitagsansprachen von Husurianwörter mit dem Titel Wegweise für eine harmonische Idee. Genau. Und das ist auch natürlich auch nochmal hilfreich, da nochmal durchzulesen. Das gibt es auf Deutsch, auf Urdu. Und natürlich hat man auch online Material, das von Nutzen ist. Das kann man sich auch nochmal anhören und davon profitieren. Wir hoffen, dass wir zumindest einen kleinen Input mitgeben konnten. Jesak Mulasin al Desar fürs Zuschauen. Bis zum nächsten Mal. Assalamu alaikua ramu wa raqatu. La ha ila la kompass. Wege zum Ziel.