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DERMOBILIST – Der Podcast für alle, die E-Mobilität verstehen und erleben wollen
Die Welt der E-Mobilität verändert sich rasant – und ich bin mittendrin! Ich bin Volker Fröse, E-Mobilitäts-Enthusiast mit fast 20 Jahren Erfahrung in der Schweizer Verkehrspolitik. Bei DERMOBILIST teile ich mit Leidenschaft, Expertise und einer guten Prise Humor Mythen, Trends und Fakten rund um Elektromobilität – zusammen mit spannenden Gästen.
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DERMOBILIST
Wie Tesla seine treuesten Kunden im Stich lässt (#015)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Elon Musk hat es offiziell eingestanden: Hardware 3 wird das versprochene autonome Fahren nicht liefern. Was das für Tausende Tesla-Besitzer bedeutet – und was du jetzt tun kannst.
🔑 Key Takeaways:
- Das FSD-Versprechen ist gebrochen: Wer seit 2017 für das Full-Self-Drive-Paket (bis CHF 8.000) bezahlt hat, wird kein unüberwachtes autonomes Fahren auf Hardware 3 erhalten – Elon Musk gestand dies im April 2026.
- Der Grund steckt im Kabelbaum: Neue 5-Megapixel-Kameras und der leistungsstärkere AI4-Chip sind mit dem alten Kabelbaum physisch nicht kompatibel – ein Nachrüsten ist wirtschaftlich ausgeschlossen.
- Tesla verkauft das Paket trotzdem weiter: Noch heute ist «Volles Potenzial für autonomes Fahren» für CHF 7.300 im Store erhältlich – im vollen Wissen, dass es nicht lieferbar ist.
- Rechtliche Handhabe ist real: In der DACH-Region gilt FSD als zugesicherte Eigenschaft. In Deutschland (BGB), Österreich (ABGB) und der Schweiz (OR Art. 197) bestehen Ansprüche auf Minderung oder Rückabwicklung. In den USA haben erste Kunden bereits vor Gericht gewonnen.
- Community ist der Schlüssel: Die Plattform hw3claim.nl versammelt über 5.000 Betroffene aus 30 Ländern. Volker baut auf dermobilist.show ein Forum auf, wo DACH-Betroffene Erfahrungen, Screenshots und Musterbriefe teilen können.
📍 Timestamps: 00:00 – Intro & Volkers persönliche FSD-Geschichte 02:22 – Tesla als Elektromobilitäts-Pionier 07:05 – Hardware 3 vs. AI4: Was der Unterschied bedeutet 11:49 – Der Kabelbaum als Todesurteil für FSD 13:23 – Teslas «Abspeisangebot»: Trade-In & Lizenzübertragung 18:05 – Täuschung im laufenden Betrieb 20:43 – Rechtslage DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz 22:49 – hw3claim.nl & erste US-Urteile 30:51 – Aufruf zur Community auf dermobilist.show 32:40 – Persönliches Fazit
🔗 Links & Ressourcen:
- hw3claim.nl – Sammelplattform für FSD-Betroffene
- dermobilist.show – Forum & Musterbriefe (in Kürze)
- https://ir.tesla.com/webcast-2026-04-22
📬 Kontakt: info@dermobilist.show
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Herzlich willkommen bei der Mobilist, dem Podcast für E-Mobility und Themen rund um die Mobilität von morgen. Mein Name ist Volker und ich begleite dich durch diese Folge. Lass uns loslegen. Was würdet ihr tun, wenn euch ein Softwarehersteller ein Upgrade für 8000 Franken verkauft, jahrelang verspricht, dass die Funktion bald kommt und euch dann eiskalt sagt, sorry, deine Hardware schafft das leider doch nicht. Aber hey, wenn du uns nochmal 50.000 Franken für ein neues Auto gibst, kriegst du einen kleinen Rabatt. Richtig, genau so habe ich auch reagiert und genau das passiert gerade weltweit tausenden Tesla-Besitzern. Das Full-Self-Drive-Versprechen für die Hardware-Generation 3 ist offiziell gescheitert. Doch während sich in den USA und Europa gigantische Klagewellen erstmal formieren, läuft der Verkauf von diesem Full-Self-Drive auf der Tesla-App munter weiter. Und da stelle ich mir schon die Frage, grenzt das an Betrug oder ist das einfach nur Dri Stress Silicon Valley Marketing? Genau um das Thema möchte ich mich heute kümmern und heute knüpfe ich mir damit mal die Akte Tesla vor. Hier ist der Mobilist und heute dreht sich es alles mal um das Thema Full Self-Drive von Tesla. Ganz ehrlich, ich habe mein Mortal X gekauft vor ungefähr drei Jahren, gebraucht, und hatte da schon die Idee, vielleicht leiste ich mir mal noch dieses Upgrade, um dann irgendwann mal wirklich vollautonom fahren zu können. Etwa eineinhalb Jahre später haben wir ein zweites Auto gebraucht und da kam dann das Model S dazu. Und das habe ich explizit so ausgewählt, weil dieses Modell, das ich da gekauft habe, das Full-Self-Drive-Paket bereits integriert hatte. Und weil damals ganz klar auch kommuniziert wurde, das wird kommen. Und alle, die sich also 2017 oder später an Model S, an Model X oder Model 3 gekauft haben, mit dem Paket volles Potenzial für autonomes Fahren, hat 7000, 7300, teilweise 8000 Franken hingelegt oder auch in Euro und ein Versprechen mitbekommen, das Auto hat alle Hardware-Voraussetzungen, um in Zukunft komplett autonom zu fahren. Dein Auto wird durch Over-the-air-Updates immer besser, fährt morgen irgendwann mal von alleine und könnte sogar als Robotaxi Geld verdienen, während du dein Auto nicht brauchst. Also eine klare Message auch an den Wert des Fahrzeugs, der damit einhergeht. Und ehrlich gesagt, hätte ich nicht so viel gezahlt für mein Model S, wäre dieses Full-Self-Drive nicht inklusive gewesen. Nun ist es so, dass Elon Musk einen offiziell eingestanden hat in dem Earnings Call, also das ist da, wo die Quartalszahlen an der Konferenz, wo die Quartalszahlen präsentiert werden. Und das war im April 2026, also vor einigen Wochen, dass die Hardware 3 es nicht schaffen wird, diesen Traum vom unüberwachten Fahren auf Level 3 zu realisieren. Also die Message, hey, ihr bekommt noch eine neue Hardware, ihr bekommt vielleicht neue Kameras und so weiter, die ist definitiv vom Tisch. Und ich stelle mir jetzt die Frage heute, werden wir da als treue Kunden abgespeist? Wie sieht die rechtliche Lage eigentlich aus in der Dachregion, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Und wie kann man sich dagegen wehren? Gibt es da bereits irgendwelche Communities und was können wir vielleicht auch zusammen mit der Mobilist und dem Podcast unternehmen? Gehen wir mal ein Stück zurück. Tesla war ganz klar Pionier der Elektromobilität. Und wir können Tesla unheimlich viel verdanken. Also alle, die Elektroautos fahren, profitieren von dem, was Tesla damals gemacht hat. Und eine Vorbemerkung: Ich bin beim besten Willen kein Fan von Elon Musk und was er da tut und wie er sich verhält. Aber das, was er damals mit Tesla auf die Beine gestellt hat, das ist ganz einfach etwas, das war nötig, um die Elektromobilität dahin zu bringen, wo sie heute ist. Also die Software-Defined Vehicle, das software-basierte Fahrzeug. Das hat Tesla überhaupt erstmal massentauglich gemacht. Bisher haben die Autohersteller Autos gebaut und dann noch eine Software da reingebracht. Und das ist so der bisherige Weg gewesen, dass das auch die Kompetenz gerade in den europäischen Automobilherstellern, wir bauen gute Autos und ja, jetzt braucht es eben noch ein bisschen mehr Software wie nur das Autoradio. Und was da heute noch bei Tesla läuft mit den kontinuierlichen Updates, das ist schon beeindruckend. Also selbst Fahrzeuge, die jetzt an die zehn Jahre alt werden und wo Garantie abgelaufen ist, bekommen immer noch Updates. Im Bereich 2016 hat Tesla umgestellt von Drittanbieterchips auf eigene Maßgeschneiderte Full-Self-Drive-Computer. Die sind bekannt als Hardware 3. Elon Musk hat jahrelang immer wieder gebetsmüllenartig betont. Hardware 3 ist absolut ausreichend für echtes und unüberwachtes autonomes Fahren. Und wer ältere Fahrzeuge mit der Hardware-Version 2.5 hatte, hat sogar ein kostenloses Upgrade auf diese Hardware 3 bekommen. Dann hat Tesla irgendwann mal die Strategie gewechselt und hat Radar und Ultraschallsensoren aus den Fahrzeugen rausgeworfen und gesagt, hey, wir arbeiten nur noch mit Kamerabildern. Dafür wurden sie auch oft immer noch kritisiert. Und es gibt ja Unmengen Tests, wo Teslas im Nebel oder in Dunkelheit, bei schlechten Sichtverhältnissen, quasi in Hindernisse reinfahren oder in Puppen reinfahren, wo andere Fahrzeuge anhalten. Und das ist sicher ein Thema komplett alleine für sich. Also diese Tesla-Vision, Tesla-Vision, die dort eingeführt wurde. Ich glaube, da gibt es so viele Mythen drum und so viele richtige und falsche Nachrichten, dass das wirklich nicht so einfach zu beantworten ist. Aber was man sagen kann, ist, dass diese Kamerabilder nicht ganz einfach nur Kamerabilder sind, so wie wir sie mit dem menschlichen Auge wahrnehmen, sondern da wird relativ viel aus diesen Daten herausgelesen. Das sind Ultraviolettbilder, das sind Infrarotbilder, wahrscheinlich eher Infrarot wie ultraviolett. Aber das wird recht komplex über mehrere Kameras des Umfeld aufgenommen. Es gibt 3D-Berechnungen. Die Fahrzeuge können damit eben auch dorthin schauen, wo wir es mit dem menschlichen Auge nicht mehr sehen. Und es gibt ein gewisses, so ein neuronales Netz, das dieses Tesla-Vision aus diesen Video-Streams erstellt. Und ihr könnt euch vorstellen, das braucht einiges an Rechenleistung. Und jetzt ist es so, diese Umstellung braucht sehr, sehr viel Rechenleistung und braucht dementsprechend auch bessere Prozessoren, mehr Energie und so weiter. Mit der Hardware 3 haben wir Kameras eingebaut, die 1,2 Megapixel haben und die neue Version AI4 nutzt 5 Megapixel Kameras. Also eine drastisch höhere Auflösung, eine bessere Nachtsicht, höhere Dynamic Range und so weiter. Aber ihr könnt euch vorstellen, bei mehreren Kameras und statt 1,2 Megapixel, 5 Megapixel müssen diese Computer deutlich mehr Daten verarbeiten. Der Hardware 3-Chip hat 12 CPU-Kerne und im neuen AI4-Chip sind 20 Kerne verbaut. Und er hat einen vielfach schnelleren Arbeitsspeicher. Jetzt könnte man da ja sagen, ja komm, dann baut doch den Computer aus. Das hat ja mit Hardware 2.5 auf 3 auch schon funktioniert. Was jetzt aber das wirkliche Todesurteil für das Full-Seaf-Drive in den älteren Tesla-Modellen ist, ist der Kabelbaum. Weil man den neuen Computer nicht einfach an diesen alten Kabelbaum anstecken kann. Selbst wenn man die Kameras auswechseln würde und so weiter, ist die Verkabelung, die Kabelwege innerhalb vom Fahrzeug so komplex und nicht kompatibel mit dem neuen Computer, dass es einfach nicht mehr funktioniert. Also die Stecker, böse gesagt, passen nicht zusammen. Und selbst wenn ich den Stecker irgendwie ummontieren würde, würden die Kabel nicht dahin gehen und hätten nicht die Spezifikation, die sie haben müssten, um eben diese neuen Kameras und diese neuen Sensoren bedienen zu können. Außerdem braucht der neue Computer deutlich mehr Strom. Man hat ein bisschen eine andere Gehäuseform. Ihr wisst, die älteren Modelle haben einen senkrechten Monitor, die neueren haben einen waagrechten Monitor. Und das ist mehr wie einfach nur 90 Grad gedreht. Da braucht es mehr Kühlung, mehr Platz und so weiter. Und würde man das jetzt umbauen, dann bräuchte, ja, müssten wir das halbe Auto zerlegen. Also neue Kabelbäume zu ziehen, das ist etwas, was man eigentlich macht. Als erstes, wenn so ein Auto im Rohgerüst dasteht, kommen die Kabel rein. Und das würde bedeuten, das Auto komplett auseinanderzunehmen. Ist komplett nachvollziehbar, dass das nicht einfach so schnell möglich ist und vor allem wirtschaftlich und logistisch quasi ein Nightmare darstellt. Und eben jetzt kam dann irgendwann mal die Message, also es wurde uns ja weiterhin versprochen, hey, das funktioniert, das wird gehen, das ist gar kein Problem und der alte Computer wird das können oder es gibt einfach einen neuen Computer. Und eben an dieser Konferenz der Quartalszahlen zum Q1 hat dann Elon Musk die Bombe platzen lassen und sagt, die Speicherkapazität, die Bandbreite, die Rechenleistung ist einfach nicht da, um dieses unüberwachte autonome Fahren zu ermöglichen. Gut, wie sieht das jetzt aus? Also was heißt das? Was bekomme ich jetzt? Wir bekommen sicherlich ein Upgrade in das Fahrzeug, aber das ist nicht dieses Level 3, sondern das ist weiterhin das Level 2. Vielleicht mit einem kleinen Plus hinten dran, wo ich nicht einfach sagen kann, ich nehme jetzt mal mein Telefon vor und schaue da ein bisschen ins Telefon rein während dem Fahren oder ich bin am Spielen oder nehme den Laptop vor. Sondern ich muss weiterhin auf die Straße schauen, ich muss das Lenkrad quasi griffbereit haben und gar nicht mehr klar ist, ob man das Lenkrad überhaupt länger loslassen darf. Ja, und was macht Tesla jetzt? Wir bekommen ein Abspeisangebot. Ich habe es eingangs gesagt. Nach dem Motto, hey, ihr habt uns schon viel Geld gegeben, es gibt uns noch ein bisschen mehr, kauft euch ein neues Auto und dann kriegt ihr dieses Full-Self-Drive. Das bedeutet, es gibt eine zeitlich befristete Aktion, dass man die alte Lizenz vom bisherigen Fahrzeug einfach auf einen frischen Neuwagen übertragen kann. Es gibt auch eine Discounted-Trade-In-Option, also wer sein altes Hardware 3-Fahrzeug bei Tesla 3 abgibt und einen Neuwagen kauft, bekommt einen Rabatt. Also auch wenn ich dieses Full-Self-Drive dann gar nicht will im neuen Auto, bekomme ich einfach einen Rabatt auf das neue. Und Tesla sagt uns am Ende eigentlich damit, sorry, dein Auto wird das versprochene Ziel nicht erreichen. Aber wenn uns nochmal 50.000 hier über den Tisch wachsen lässt, dann kriegst du einen Neuwagen und du darfst deine bezahlte Software behalten oder wir geben dir einen kleinen Rabatt. Und ganz ehrlich, das ist ein Thema, das funktioniert. Für mich so nicht und ich glaube auch für ganz viele andere Tesla-Fahrer weltweit ist das nicht wirklich eine Option. Immerhin sind wir diejenigen, die relativ früh und auch zu hohen Preisen die ersten Tesla-Modelle gekauft haben. Also ich habe sie gebraucht gekauft, aber da gibt es ganz viele, die waren bereit, Geld zu investieren, die waren bereit, auch damals, wo es noch nicht so klar war, wie gut die Batterien jetzt tatsächlich sind und wie lange sie halten und so weiter, da einfach zu sagen, nein, wir vertrauen da rein, wir sind dabei, wir zahlen viel Geld und wir kaufen dieses Auto und wir geben sogar nochmal 7.000, 8.000 Franken oder Euro aus für ein Versprechen, wo völlig unklar war, ob und nein, nicht ob das kommt, sondern wann es kommt. Dass es kommt, war ja immer vollkommen klar. Da gab es nie einen Zweifel dran. Ja, und jetzt völlig absurd. Ich habe vorhin gerade auf mein Telefon geschaut und ich nehme die Folge auf einen Tag bevor sie ausgestrahlt wird. Und ich kann weiterhin für meinen 2017er Model X90D für stolze 7300 Schweizer Franken dieses Paket volles Potenzial für autonomes Fahren kaufen. Und sorry, volles Potenzial für autonomes Fahren bedeutet für mich ganz einfach Full Self-Drive. Level 3. Nämlich das, was gerade berichtet wird, was in Holland zugelassen wurde, was in anderen EU-Ländern jetzt gerade zugelassen wird und was auch in der Schweiz dann kommen wird. Tesla argumentiert ein bisschen spitzfindig und sagt, ja, das Paket wird dann eben Funktionen wie Spurwechselassistent, Autoparken und das Supervised Full Self-Drive, also Level 2, bringen. Das steht aber so nicht drin. Das steht so explizit nicht da. Und wer sich nicht die Mühe gemacht hat, diese Quartalszahlenkonferenz anzuschauen und da etwas tiefer zu recherchieren, wird nicht einfach drüber stoßen, dass das gar nicht mehr machbar sein wird. Das heißt, im Store, in der App wird mir weiterhin das volle Paket verkauft, im Wissen darum, dass das so nicht kommen wird. Und das bietet uns aber auf der anderen Seite genau diese Option, dass wir sagen können, hey, das ist eine absichtliche Täuschung. Und das macht ihr heute immer noch im Wissen darum, dass es gar nicht mehr möglich ist. Jetzt habe ich vorhin gesagt, ich habe meine Autos Gebrauch gekauft. Wie ist es da? Ich habe ja keine Quittung dafür. Ich habe auch keine Kreditkartenabrechnung, wo ich irgendwann mal das Full-Self-Drive gekauft habe. Ich weiß bei meinem Auto nicht einmal genau, ob das in diesem Modell von Anfang an einfach dabei war, ob das mein Vorbesitzer gekauft hat oder wo das herkam. Die Lizenz ist allerdings ganz klar an die Vehicle Identification Number, an die Fahrgastellnummer geknüpft. Das heißt, Tesla weiß ganz genau in der eigenen Datenbank, welches Fahrzeug hat die Option und welches hat sie nicht. Und dazu brauche ich eigentlich gar keine Papierquittung. Der Nachweis, dass es irgendwann mal gekauft wurde, ist da. Bei zertifizierten Gebrauchtwagen von Tesla ist das eigentlich identisch zum Neuwagenkauf. Da ist Tesla Vertragspartner und hat eine Eigenschaft zugesichert, die sie nicht halten können. Jetzt kommt das ein bisschen darauf an, habe ich das von einem privaten oder von einem Drittanbieter gekauft? Da ist es ein bisschen komplexer, weil ich habe ja keinen direkten Vertrag mit Tesla eingegangen. Aber mein Vorbesitzer hat den Vertrag mit Tesla eingegangen, verkauft mir das, also in der Annonce stand auch das explizit drin, dieses Fahrzeug hat dieses Paket dabei, was für mich durchaus ein Kaufentscheid war. Also ich kaufe diesen Vertrag, den mein Vorbesitzer hatte mit Tesla, den kaufe ich mit. Und das war für mich ein Kaufentscheid. Das heißt, wer es noch nicht gemacht hat, versucht noch, diese alte Annonce noch zu sichern. Schaut nochmal in den Unterlagen nach im Kaufvertrag, ob da irgendwo das Full-Self-Drive erwähnt wurde, dieses Paket. In der Regel dürfte das so sein, weil das ist natürlich auch ein Verkaufsargument gegenüber allen anderen Modellen, die das nicht hatten. Und jetzt geht es eben darum, dass wir diese Mängelrüge, die wir da eingehen müssen, nachdem wir jetzt kannt haben, dass das nicht geht, halt auch rechtzeitig anmerken müssen. Wie sieht das aus? Status in Europa, was sind so die rechtliche, was ist die rechtliche Lage, wo liegen wir regulatorisch? Insgesamt ist es so, dass im April 26, also ungefähr zur selben Zeit, wie die Meldung dann kam, dass die Hardware 3 das nicht können wird, die vorläufige Typengenehmigung durch die niederländische Behörde RDW, und verzeiht es mir, dass ich die jetzt nicht ganz aussprechen kann. Das ist also die Fahrzeugzulassungsbehörde in den Niederlanden, dass die dieses Full-Self-Drive Supervised Level 2 zugelassen haben. Und damit wird dann auch Level 3 irgendwann mal kommen. Das ist übliches Vorgehen in Europa. Man lässt das in einem europäischen Land zu. Und wenn das dort zugelassen wurde, weil die rechtliche Grundlage in allen EU-Ländern gleich ist, kann man dann das vereinfacht in den anderen Ländern ebenfalls zulassen. Für die Schweiz bedeutet das, wir sind da relativ nah an der EU dran, an den Bestimmungen dran, sodass also dort auch die gleichen Regeln gelten. Wenn ein EU-Land das zulässt, dann wird das auch in der Schweiz zugelassen werden. Da wird es kaum Gründe geben, weshalb das nicht so sein wird. Und jetzt brennt die Hütte. Denn in den Niederlanden wurde ja das zugelassen und im gleichen Atemzug kam dann die Meldung: hey, also Hardware 3 kann das nicht. Da gab es jetzt die Plattform HWC. 3Claim.nl, die ins Leben gerufen wurde. Und da sind bereits über 5000 Betroffene drauf aus über 30 Ländern, die hier ihr Geld zurückfordern. Das reicht so natürlich nicht alleine, aber es zeigt schon mal, da gibt es also einige Leute, die sagen, hey, so nicht und ich möchte mindestens mein Geld zurück haben. In den USA ist es übrigens so, dass die ersten Kunden vor kleineren Gerichten im Mai diesen Jahres dort bereits Klagen gewonnen haben, wo Richter Tesla dazu verdonnert haben, also die Rückerstattung vom FSD-Kaufpreis zu bewerkstelligen. Weil eben der Vertrag von sentence Tesla nachweislich nicht mehr erfüllt werden kann. In Deutschland ist es so, dass im bürgerlichen Gesetzbuch das Fehlen einer zugesicherten Eigenschaft als Sachmangel gehandhabt wird. Tesla hat vollautonom verkauft, kann es jetzt nach eigener Aussage technisch nicht liefern. Das bedeutet, dass ich ein Recht auf Rückabwicklung habe, also eine Minderung vom Kaufpreis oder sogar Rücktritt vom Softwarevertrag. Ich kann jetzt hier also eine Einzelklage einreichen oder in Deutschland könnte euch über Legal Tech-Anbieter, also so rechtstechnologische Unternehmen, zusammentun und das Ganze im Massenverfahren dort gegenüber Tesla geltend machen. In Österreich gibt es ähnlich wie in Deutschland über das ABGB, das Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch, über den Weg der Gewährleistung und des sogenannten Irrtums, der sogenannten Irrtumsanfechtung. Und sorry, dass ich hier so ein paar Sachen ablesen muss, aber die Begriffe sind durchaus komplex. Die Möglichkeit zu argumentieren, dass man eben beim Kauf über wesentliche zukünftige Eigenschaften getäuscht wurde. Und hier kann ich euch mal empfehlen, als erste Anlaufstelle für die Bündelung von Beschwerden den VKI, den Verein für Konsumenten, Informationen mal anzugehen. Eventuell auch die Arbeiterkammer. Und ansonsten geht da über die niederländische Plattform hw3claim.nl und schaut dort mal rein, was da bereits steht. Übrigens komme ich am Schluss noch dazu, werde ich auch auf dem Mobilist.show euch eine Plattform einrichten, wo ich die Informationen zusammentrage, die ich so mitbekomme und wo ihr natürlich auch aufgerufen seid, eure Informationen, eure Geschichten, eure Erlebnisse, eure Aussagen vielleicht vom lokalen Händler dann auch noch zum Besten zu geben, sodass wir da eigentlich eine Plattform haben, wo wir uns austauschen können, damit wir da nicht irgendwie mit irgendwelchen einfachen Informationen abgespeist werden. In der Schweiz haben wir das Obligationenrecht. Und da insbesondere Artikel 197, das ist die Haftung für Sachmängel. Und Tesla Schweiz hat uns ein Produkt verkauft mit einer ausdrücklichen Zusicherung, die eben technisch nicht erwacht werden kann. Jetzt haben wir in der Schweiz eine Besonderheit. Wir haben eine Rügefrist. Das heißt, sobald wir Bekenntnis haben von einem Mangel, müssen wir sofort diese Rügepflicht wahrnehmen. Tesla hat den Mangel im April 2026 offiziell eingestanden und jetzt läuft die Uhr damit. Das heißt, alle in der Schweiz, die betroffen sind, müssen jetzt relativ zeitnah eine schriftliche Mängelrüge per Einschreiben an Tesla Schweiz schicken. Einfach um dort schon mal sicher zu sein, dass man nachher nicht zu spät kommt. Und jetzt gibt es da auch Verjährungsfristen, allerdings sind die normalen Verjährungsfristen bei Automängeln, die nach zwei Jahren ablaufen, etwas ausgehebelt. Das heißt, das Obligationenrecht sagt dort, wenn der Verkäufer den Käufer absichtlich getäuscht hat, dann gilt eine Verjährungsfrist von zehn Jahren. Da Tesla jahrelang behauptet hat, dass die Hardware ausreicht, lässt sich hier relativ stark auf eine absichtliche Täuschung hinarbeiten. Spätestens mit der Einführung von diesem Tesla-Vision muss den Technikern klar gewesen sein, hey, die Hardware 3 wird hier nicht ausreichen. Und das bedeutet auch die Tatsache, dass es heute noch weiterhin kaufbar ist. Und hey, alle anderen, die jetzt das nicht gekauft haben, geht mal in eure Tesla-App, geht auf das Fahrzeug, geht auf Abos und schickt dann gerne mal auch in das Forum auf der Mobilist.show eure Screenshots. Also tut das mal sichern und schickt uns das vielleicht auch für alle, die es schon gekauft haben, dort einfach als Option, dass wir dort sehen können, das ist nicht ein Einzelfall, sondern das wird heute immer noch angeboten. Und ich würde euch auch anbieten oder empfehlen, in der Schweiz, je nachdem mal die Rechtsschutzversicherung mal zu informieren und dort mal nachzufragen, ob die bereits irgendwas wissen, ob die bereits Fälle haben und ob die da bereit sind, sich da zu beteiligen, euch da zu vertreten. Relativ viele haben da auch entsprechende Rechtsschutzversicherungen in den Automobilassistancepaketen mit drin. Und ich werde auch im Nachgang zu der Folge dann bei den entsprechenden Stellen mal versuchen nachzufragen und sie dazu zu bewegen, mal Stellungnahmen auch zu geben, inwieweit sie da bereit sind mitzuarbeiten. Wir haben immerhin den Vorteil, dass es bereits US-Urteile gibt, die das klar bestätigen. Und da sollte es doch dann auch möglich sein, das dann hier geltend zu machen. Und da genau kommt dann eben die Community ins Spiel, wo ich mir sicher bin, wenn genügend zusammenkommen, und wir sehen ja in den Niederlanden auf der Plattform, funktioniert das bereits, dann werden wir da auch genügend Druck aufbauen können, um gegenüber Tesla nicht lauter Einzelklagen loszutreten, weil das ist für die auch kein Spaß, sondern ganz einfach mal aufzutreten und zu sagen, hey, schaut mal her, wir sind nicht Einzelne, sondern wir sind relativ viele. Wir sind hier aus der Schweiz, aus Österreich, aus Deutschland und wir möchten dort zumindest unser Geld zurück. Oder eine Minderung, wenn wir nur einen Teil von diesem Full-Self-Drive bekommen. Also wenn nur das Supervised kommt, dann ist es eben nicht das Full Self-Drive, das unsupervised. Und da muss mindestens eine Minderung her. Und damit das nicht jeder für sich selbst aushandeln muss, wäre es gut, wenn wir uns da irgendwie zusammenschließen. Deswegen hier mein Aufruf, geht auf dremobilist.show, meldet euch an als Fan, das ist gratis, das kostet euch überhaupt nichts und geht dann ins Forum. Dort findet ihr dann einen entsprechenden Eintrag, Tesla Full Self-Drive und könnt von dort dann eure Erfahrungen tauschen, euch mit anderen austauschen, vielleicht auch schon mal posten, was ihr schon erreicht habt oder wo ihr gerade dran seid. Aussagen von Händlern und so weiter, dass wir das einfach irgendwo sammeln können. Und ich werde auf derselben Plattform dann schauen, möglichst viele Informationen auch von offizieller Seite noch zusammentragen zu können. Ich werde da meine Kontakte mal nutzen zu Versicherungen, aber auch zu Automobilclubs, um zu schauen, was gibt es da an Unterstützung. Wenn ihr bereits irgendwelche Dokumente habt, dann tut doch die bitte einfach mal neutralisieren, anonymisieren und ladet die auch mal hoch als Template. Wenn ihr Anwalt seid oder einen Anwalt kennt oder eine Anwältin, die sagt, hey, ich schaue mir das mal an und mache euch da eine Vorlage für diese Mängelrüge beispielsweise, dann sehr, sehr gerne. Und ansonsten werden wir da möglichst schon irgendwas finden, wie wir das korrekt anmelden können. Und da werde ich auch meine Kontakte nochmal anzapfen, um eine Vorlage anbieten zu können. Ja, ich bin etwas überrascht, ehrlich gesagt, dass ich doch als Fan der Marke Tesla und als jemand, der immer wieder gesagt hat, dass diese Fahrzeuge halt technisch und preis-leistungsmäßig wirklich um das Beste sind, was man sich gerade auch auf dem Gebrauchtmarkt kaufen kann, dass ich jetzt hier sitze und euch Anleitungen gebe, wie wir gegen Tesla vorgehen können. Und vielleicht fällt es mir auch ein bisschen einfacher, dass eben Musk selbst angekündigt hat, dass das, was er damals versprochen hat, gar nicht geht. Weil ich bin immer noch der Überzeugung, die Autos selber sind wirklich gut, die Batterien sind sehr gut, die Technik ist toll, dass die Updates immer noch kommen, das ist auch sehr, sehr lobenswert. Aber was hier einfach versucht wurde, uns da über Jahre hinweg hinzuhalten. Und jetzt uns dazu zu bringen, nochmal ein neues Fahrzeug zu kaufen und dass quasi sie noch versuchen, uns als Kunden wieder zu gewinnen über einen Rabatt oder ein kleines Entgegenkommen. Das finde ich einfach relativ traurig. Und ja, ich habe es mir nie gedacht, dass ich mal hier sitze und darüber mich mal auslassen muss. Es zeigt eine Erkenntnis, dass das Software-Defined Wehle dann irgendwann halt doch an physikalische Grenzen stößt. Dass wir auf der alten Hardware-Version unter Umständen keine Wetterdaten haben. Okay, was soll's? Damit kann ich leben. Hat mir auch nie jemand versprochen, dass das tatsächlich kommt. Dass ich vielleicht den AI-Voice-Bot nie bekomme. Auch damit kann ich leben, auch wenn ich es schade finde, dass ich die Sprachsteuerung halt immer noch relativ genau antriggern muss. Aber okay, hat mir niemand versprochen, dass das irgendwann kommen wird. Und es liegt in der Natur der Sache, dass die neueren Fahrzeuge, je nachdem, auch mehr Features haben. Aber bei einem Paket, das ich wirklich für teures Geld kaufe oder das ich mitgekauft habe und mir bis kurz vor April noch versprochen wurde, dass das auch gehen wird, ja, das ist eigentlich ein ziemlich starker Vertrauensbruch, den ich so nicht hinnehmen will. Und ja, schreibt doch bitte da auch mal in die Kommentare, wie ihr das wahrnehmt. Ist das für euch etwas, wo ihr sagt, nie wieder Tesla? Seid ihr eventuell eh schon komplett weg von Tesla und sagt, hey, das hat schon mit Mask angefangen, dass ich der Marke da überhaupt nicht mehr vertraue. Oder sagt ihr, ihr lebt gerne damit und das Supervised ist euch auch trotzdem 7300 Franken wert. Ja, dann schreibt das doch bitte mal. Ihr könnt mir direkt schreiben, schreibt in die Kommentare im Podcast oder eben auf der Mobilist.show. Ja, ich habe das Gefühl, die Story fängt gerade erst an zu rollen. Schaut öfters mal auf der Website vorbei, holt euch dort Musterbriefe. Ich werde auch jeweils in den Folgen versuchen, euch kurze Updates zu geben, wo es steht. Und ja, beteiligt euch an der Diskussion, teilt eure Erfahrungen, damit andere davon profitieren können. Und ich freue mich, euch dann beim nächsten Mal hoffentlich positive Updates mitgeben zu können. Und danke euch fürs Zuhören. Bis bald bei Demo Belist. Tschüss zusammen.
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