AKTE MUTTER I Wenn Liebe zur Waffe wird
⚠️ Triggerwarnung: Dieser Podcast behandelt sensible Themen wie emotionalen, psychischen und teilweise sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung, Essstörungen, Suchterkrankungen und Kontaktabbruch zu Familienmitgliedern. Wenn du dich davon getriggert fühlst oder selbst betroffen bist, hol dir bitte Unterstützung – am Ende jeder Folge findest du passende Anlaufstellen. Pass auf dich auf.
Was, wenn die Person, die dich am meisten lieben sollte, gleichzeitig diejenige war, die dir am meisten geschadet hat?
AKTE MUTTER erzählt wahre Geschichten von Töchtern narzisstischer Mütter – mit echten Stimmen, bekannten Fällen aus aller Welt und psychologischer Einordnung.
Marie Birtel, psychologische Beraterin, Autorin und selbst Tochter einer narzisstisch geprägten Mutter, nimmt dich mit in Geschichten, die lange im Verborgenen blieben. Manche davon kennst du vielleicht schon – aus den Schlagzeilen, aus Dokumentationen. Andere hast du noch nie gehört, weil sie sich hinter perfekten Familienfotos verstecken.
Jede Folge verbindet eine wahre Geschichte mit echtem psychologischem Wissen – verständlich erklärt, ohne Fachjargon, aber mit aller nötigen Tiefe.
Für alle, die irgendwann gedacht haben: Ich bin das Problem.
Ihr seid es nicht.
🎙️ Die 1. Staffel startet am 13. Juli. Jeden Montag eine neue Folge.
📖 Begleitend zum Buch "Ich Liebe Dich, Wenn..." von Marie Birtel
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AKTE MUTTER I Wenn Liebe zur Waffe wird
BEATE´S AKTE
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⚠️ Diese Folge enthält Beschreibungen von emotionalem Missbrauch, passiver Komplizenschaft eines Elternteils und Parentifizierung. Wenn dich eines dieser Themen persönlich belastet - du kannst jederzeit pausieren. Pass auf dich auf. 🤍
FOLGE 7 - BEATE´S AKTE
"Mach mal, was deine Mutter sagt."
Das war der Satz ihres Vaters. So oft gesagt, dass Beate ihn noch nach seinem Tod im Ohr hatte. Beate - 50 Jahre alt, aus Norddeutschland - wuchs auf zwischen einer kontrollierenden Mutter und einem Vater, der sie zu seinem Komplizen machte. Nicht durch Böswilligkeit. Sondern weil auch er nicht wusste, wie das anders gehen soll.
In dieser Folge von AKTE MUTTER erzählt Beate, was es bedeutet, als Kind den Vater schützen zu müssen. Warum eine Mutter, die nie schlägt, trotzdem kontrolliert. Und wie ein Nazi-Erziehungsratgeber im Bücherregal alles erklärt.
Dies ist Beate´s Akte.
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Ich habe dieses Workbook entwickelt, um Opfern von narzisstischem Missbrauch und Menschen, die in einem toxischen Familiensystem feststecken, den Prozess des Verstehens und der Heilung von Beziehungen mit Narzisstinnen zu erleichtern. Es bietet praktische Übungen, Denkanstöße und lehrreiche Inhalte, um dich darin zu befähigen, Klarheit zu gewinnen, Grenzen zu setzen und dein Selbstwertgefühl (wieder) aufzubauen.
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Über Marie Birtel
MARIE BIRTEL deckt Abhängigkeitsmuster in toxischen Familiensystemen auf. Durch ihre Erfahrung als Mode-Journalistin und Hochschul-Dozentin sowie ihrer Arbeit in Kinderhospizen und als Psychologische Beraterin gelingt es ihr zwei Welten zu vereinen. So vermittelt sie tiefe und komplexe psychologische Themen auf lebendige und nachvollziehbare Weise.
Ihr Fokus liegt darauf, diejenigen dabei zu begleiten, belastende Systeme zu erkennen und sich daraus zu befreien, um ein freies und glückliches Leben führen zu können.
Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Deutschland und in Süd-Frankreich.
WEBSITE
www.mariebirtel.com
My name is Marie Birthel, I am psychological and author, and I am the daughter of a verdeck nazistish mother. As I think about verdeck narcissists, so good as inexistent. Heute had this vertical. So schlimm can it be. Als seine Stimme in seinem Tonfall mit seiner beschwichtigenden Handbewegung dazu. Beate ist Anfang 50. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und sie hat einen Kontaktabbruch zu ihrer Mutter hinter sich. Es hat viele Jahre gedauert, um dorthin zu kommen. Beate möchte anonym bleiben. Den Namen für diesen Podcast hat sie selbst gewählt. Alles andere ist wahr. Und besonders wichtig für ihre Geschichte ist dieses. Nicht nur eine Mutter kann ein Kind prägen, auch ein Vater, der nichts sagt, der die Hand hebt, nicht um zu schlagen, sondern um zu beschwichtigen, der sagt, mach mal, was Mama will. Und damit meint, bitte nicht, ich kann das gerade nicht. Dies ist Beates Akte und das ist heute unser Fokus, der passive Vater. Willkommen bei Akte Mutter. Ich bin Marie Bürtel, psychologische Beraterin, Autorin und Selbsttochter einer narzisstischen Mutter. Heute ist Beate bei mir und wir erzählen ihre Geschichte gemeinsam. Beate wird Mitte der 70er Jahre geboren. Sie wächst erst fünf Jahre mit ihren Eltern in einer Wohnung, dann in einem Haus mit Garten auf. Beate hat dort eine große Freundesklique, ein Leben, das sich normal anfühlt. Bis sie 14 oder 15 ist. Bis zu einer Autofahrt, die alles verändert. Die Familie sitzt im Auto: Vater, Mutter, Bruder, Beate. Sie fahren durch einen ihr unbekannten Ort. Beate schaut aus dem Fenster und fragt sich, was machen wir hier eigentlich? Wohin wollen wir?
SPEAKER_01Was machen wir hier eigentlich? Warum fahren wir in einem Ort, den ich nicht kenne, mit dem Auto durch die Straßen? Und dann habe ich gefragt, warum fahren wir hier eigentlich längs? Also, was machen wir eigentlich hier gerade? Alle vier im Auto? Warum fahren wir hier lang?
SPEAKER_00Die Antwort kommt zögernd. Beates Eltern suchen ein neues Zuhause. Ein Umzug ist geplant. Beate und ihr jüngerer Bruder erfahren so fast beiläufig in diesem Moment, dass ihr Leben gerade neu entschieden wurde. Ohne sie.
SPEAKER_01Also offensichtlich ist die Sache beschlossen. Und ich habe jetzt weder hier die Chance, was dazu zu sagen, noch das gut oder schlecht zu finden und offensichtlich auch nicht groß, mich da in die Haussuche einzuintegrieren.
SPEAKER_00Der Umzug passiert dann innerhalb von viereinhalb Monaten. Neue Stadt, neue Schule, neuer Klassenverband. Freundeskreis weg und kein Wort darüber von den Eltern, ob das schwer sein könnte.
SPEAKER_01Ja, aber ich musste dann schon heulen, als ich den meinen wichtigsten Freunden dann gesagt habe, ich muss euch was sagen, ich werde hier nicht mehr lange mitfahren, ich ziehe um.
SPEAKER_00Und dann, als das gesagt ist, als die Freunde Bescheid wissen, als das Neue beginnt, holt sie sich keinen Trost, keine Hand auf der Schulter, kein Elternteil, der sagt, das weiß ich, das ist schwer, ich bin da.
SPEAKER_01Absolut überhaupt nicht. Null. Null Unterstützung.
SPEAKER_00Expertenwissen. Wenn Eltern einen Umzug nicht kommunizieren, wenn sie Kinder der vollendete Tatsachen stellen und dann keinerlei emotionale Begleitung anbieten, ist das keine Gleichgültigkeit im gewöhnlichen Sinn. Es ist die Botschaft, deine Gefühle existieren nicht. Sie sind kein Faktor in unseren Entscheidungen. Du funktionierst einfach. Das verinnerlicht ein Kind sehr schnell und sehr tief. Expertenwissen, Ende. Ich möchte jetzt über Beates Mutter sprechen. Nicht weil sie das Zentrum dieser Geschichte ist, sondern weil man sie verstehen muss, um zu verstehen, was der Vater getan und vor allem was er nicht getan hat. Ich bitte Beate in einem Fragebogen vorab, ihre Mutter in drei Worten zu beschreiben. Sie schreibt, unselbstständig, ständig beleidigt, stark kontrollierend. Drei Wörter und in jedem steckt eine eigene Geschichte. Unselbstständig, die Mutter, die nicht in der Lage ist, ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln. Steuern, Rechnungen, Alltagsdinge. Die Verantwortung landet immer woanders. Bei Umständen, beim Vater, beim Leben, das sie etwas angetan hat und der Familie, bei der sie erwartet, dass sie im Mittelpunkt steht. Ständig beleidigt das Opfer, immer diejenige, der etwas angetan wird, die nicht genug beachtet wird, immer mit einem Vorwurf in der Luft, der aber nie direkt ausgesprochen wird. Und zu guter Letzt stark kontrollierend. Das zeigt sich früh, als Beate eigenständiger wird. Je mehr sie sich entwickelt, desto enger zieht die Mutter die Zügel an. Freunde werden kommentiert, Kleidung wird kritisiert, sogar die Brillen werden von der Mutter ausgesucht.
SPEAKER_01Ich bin eigentlich so ein bisschen mit diesem Gefühl aufgewachsen, dass meine Mutter immer irgendwie so eine Strenge in sich hatte, immer unzufrieden war, eigentlich auch immer sich über alles Mögliche beschwert hat, also nicht lautstark, aber immer so unterschwellig und immer so ein subtiles Schuldgefühl an meinen Vater ausgesendet hat.
SPEAKER_00Und dann ist da noch ein Moment, der alles erklärt. Beate kämpft ums Abitur. Mathe ist schwierig. Der Vater setzt sich hin und hilft ihr. Stundenlang. Erklärt, wiederholt, bleibt dran. Die Mutter, eingeschnappt. Das ist der Kern, nicht die Tochter, die Hilfe braucht. Wichtig ist nur, wer bekommt die Aufmerksamkeit? Und dann gibt es noch einen Moment. Beate ist Teenager. Es sind Gäste im Haus. Beate erzählt von einem beruflichen Erfolg und vor allem sagt die Mutter laut einen Satz, den Beate nie vergessen hat. Was glaubst du eigentlich, wer du bist? Vor Freunden. Der Anlass ist heute vergessen, das Gefühl nicht. Naja, der Anlass war eigentlich ein schöner. Freude und Erfolge wurden ihr nicht gegönnt. Wo eine Mutter Stolz und Freude für ihre Tochter empfinden müsste, fühlte sich Beates Mutter sichtbar minderwertig. Als wäre das Haben einer eigenen Persönlichkeit eine Anmaßung. Expertenwissen. Narzisstische Mütter können die wachsende Eigenständigkeit ihrer Töchter nicht ertragen. Je mehr das Kind zur Frau wird, eigene Gedanken, eigene Freunde, Partnerinnen, eigene Wünsche, desto bedrohlicher wird es für die Mutter. Weil das eigenständige Kind sich nicht mehr als Verlängerung bzw. Erweiterung der Mutter definiert. Und das ist der größte denkbare Angriff. Der Satz, was glaubst du eigentlich, wer du bist, ist die Antwort darauf, du bist niemand, außer das, was ich aus dir mache. Expertenwissen Ende. Das Bild, das Beate von ihrer Mutter zeichnet, ist präzise. Eine Frau, die leidet, ohne dass man genau weiß, warum. Und ein Mann, Beates Vater, der sich fühlt, als wäre er dafür zuständig, dieses Leiden zu beenden.
SPEAKER_01Jedoch ohne Erfolg. Und irgendwie war mein Vater, der fühlte sich irgendwie immer dafür zuständig und immer verantwortlich, es ihr irgendwie recht zu machen, was er natürlich nie geschafft hat. Sie blieb unzufrieden.
SPEAKER_00Es gibt ein konkretes Bild, das Beate beschreibt. Es wirkt eher klein und beiläufig, aber es sagt alles.
SPEAKER_01Es war immer so, man war bemüht, also so wie er als auch ich, immer bemüht, es ihr recht zu machen, aufzuräumen, die Decke auf dem Sofa natürlich dann rauszurücken, wenn sie auf dem Sofa sitzen wollte, weil sie immer die Decke über sich rübergetan hatte und wir haben nie die Decke selbst genommen, weil das war ja Mamas Decke. Mamas Decke.
SPEAKER_00Alle im Familiensystem schauen auf eine Person. Alle passen auf, dass diese eine Person es gut hat. Die Decke gehört ihr, das Sofa gehört ihr. Die Aufmerksamkeit gehört auch ihr. Expertenwissen. Das nennt man eine narzisstische Familienstruktur. Nicht weil die Diagnose Narzissmus unbedingt gestellt werden muss, Beate selbst sagt vorsichtig, narzisstische Verhaltensweisen. Sondern weil das gesamte System auf eine Person ausgerichtet ist. Alle regulieren ihre Bedürfnisse danach, wie es dieser einen Person geht. Das Kind lernt, meine Gefühle sind sekundär, die Gefühle meiner Mutter sind primär. Mein Job ist es, sicherzustellen, dass sie zufrieden ist. Das ist keine Wahl, das ist Überleben. Expertenwissen Ende. Und jetzt kommen wir zu dem, was diese Folge von allen anderen unterscheidet: zum Vater. Beates Vater ist kein böser Mensch. Das betont sie. Er ist empathisch, zumindest mehr als die Mutter. Er ist der Einzige im familiären Umfeld, der für sie emotional erreichbar ist. Sie liebt ihn sehr bis zu seinem Tod. Und genau deshalb übernimmt sie etwas, das kein Kind übernehmen sollte.
SPEAKER_01Ich weiß heute, dass ich mir selber und auch ein Stück weit von ihm beeinflusst, den Auftrag gegeben habe, ich will ihn schützen. Er war früh weise und ich hatte immer das Gefühl, er ist der arme Waisenjunge, der ohne Eltern aufwachsen musste und hat sich eine Familie gewünscht, die er dann ja auch hatte. Und ich hatte immer das Gefühl, ich muss ihn schützen, damit er es gut hat.
SPEAKER_00Der Vater hat ihr das nicht befohlen. Er hat es ausgesendet und sie hat es aufgefangen als Kind. Weil Kinder das tun. Sie spüren, was gebraucht wird und sie geben es, ohne zu wissen, dass das nicht ihr Job ist. Denn Kinder sind abhängig davon, dass es ihren Eltern gut geht. Der Vater seinerseits tut etwas, das er wahrscheinlich für Schutz hält.
SPEAKER_01Er sagt ihr immer wieder: Mach mal, mach das jetzt mal, was deine Mutter gesagt hat. Jetzt hör mal auf, lass sie mal in Ruhe, die ist sonst unzufrieden, die meckert sonst wieder. Und manchmal, wenn Beate ein Anliegen hat, sagt er, ja, warte mal, wir fragen mal Mama jetzt nicht, die wird sonst wieder sauer. So und dann blieb das offen.
SPEAKER_00Dieser Satz, dieser ganz gewöhnliche, ganz leise Satz. Er hält die Situation zusammen, er verhindert Konflikte, er sichert den Hausfrieden. Und er kostet Beate ihre Kindheit. Experten wissen. Das nennen wir Parentifizierung. Ein Kind übernimmt emotionale oder praktische Verantwortung für einen Elternteil. In Beates Fall für den Vater. Es wird sein Verbündeter, sein Beschützer, sein Puffer. Der Vater gibt ihr diesen Auftrag nicht mit Worten, er gibt ihn mit seinem Verhalten. Ich schaffe das nicht alleine. Ich brauche jemanden, der mir hilft, mit ihr umzugehen. Beate übernimmt diesen Auftrag aus Liebe und weil sie keine Alternative kennt. Das ist keine Entscheidung, das ist ein Kind, das überleben will. In einem System, das von ihm etwas verlangt, das kein Kind leisten sollte. Expertenwissen: Ende. Als Beates Vater stirbt, gibt es ein Gespräch mit dem Pastor vor der Beerdigung. Er fragt, wie war Ihr Verhältnis zu ihrem Vater? Beate sucht nach einem Wort und findet es.
SPEAKER_01Also mein Vater und ich waren eigentlich Komplizen. Er hat mich zu seinem Komplizen gemacht, aber schon so früh, dass ich von klein auf dieses Gefühl hatte, mit Papa stecke ich unter einer Decke und mache das, was ihn schützt, egal ob das gut oder schlecht ist, Hauptsache er ist geschützt und hat's gut.
SPEAKER_00Komplizen. Das Wort trifft es so genau, dass es wehtut, weil Komplizen keine Hierarchie haben, weil Komplizen auf derselben Ebene sind, weil ein Kind und sein Vater keine Komplizen sein sollten. Der Vater ist kein Gleichrangiger, den man schützen muss. Er ist der Erwachsene. Er ist derjenige, der schützt. Aber in manchen Familien ist das vertauscht. Und das Kind merkt es nicht, bis es Jahrzehnte später in der Beratung sitzt oder in einem Gespräch mit einem Pastor nach dem richtigen Wort sucht. Ich möchte euch jetzt von einem Moment erzählen, der klein klingt und der doch alles über das System erklärt, in dem Beate aufgewachsen ist. Beate ist inzwischen vollgierig und braucht das Auto. Das Auto, das sie sich mit ihrer Mutter teilt. Sie sucht den Schlüssel überall. Taschen, Schubladen, alle Stellen, wo er liegen könnte. Der Schlüssel ist weg. Sie durchsucht das ganze Haus nichts. Sie denkt, sie hat ihn selbst verlegt und sagt deswegen zunächst nichts und sucht weiter. Irgendwann stellt sich heraus, die Mutter hat ihn weggenommen. Einfach so, ohne Ankündigung, weil es ihr nicht passt, dass Beate fährt, wann sie will.
SPEAKER_01Ja, mit Schuld gespielt und sie hat vor allem mir immer und auch bis zum Schluss noch, bis ich erwachsen war, das Gefühl gegeben, dass das alles immer eine Bringschuld ist. Alles ist eine Bringschuld.
SPEAKER_00Beate schlägt eine Lösung vor. Wir stimmen uns ab. Wenn du das Auto brauchst, sagst du mir das und ich sage dir, wenn ich es brauche. Einfach, oder? Die Mutter macht es nie. Weil es ihr nicht um das Auto geht. Es geht um Kontrolle, um das Gefühl, dass Beate fragt, dass Beate wartet, dass Beate nicht einfach fährt und macht, was sie will.
SPEAKER_01Sie hat eigentlich auch da dieses unterschwellige Schuld unterschieben, betrieben und hat mir dann sozusagen das Gefühl gegeben, das fühle ich auch noch recht deutlich, dass ich am besten jedes Mal um Erlaubnis frage, dieses Auto benutzen zu dürfen. Und dann stellte sich bei der Gelegenheit eben raus, dass sie den Autoschlüssel einkassiert hatte, weil es ihr nicht gepasst hat, dass ich da irgendwie einfach fahre und mache, was ich wollte.
SPEAKER_00Experten wissen, das Autoschlüsselmuster ist ein klassisches Kontrollwerkzeug bei verdecktem Narzissmus. Nicht durch Verbote, nicht durch Konfrontation, sondern durch das Wegnehmen von dem, was man braucht und dann warten, bis das Kind kommt und fragt. Das erzeugt Abhängigkeit. Das Kind fragt, die Mutter gibt, die Mutter hat Macht. Beate beschreibt das mit dem Begriff Bringschuld. Ein Wort, das so viel sagt. Man ist immer in der Pflicht, man muss immer liefern, man ist nie quitt. Expertenwissen Ende. Und der Vater, er sieht das, er weiß, wie das System funktioniert. Er sagt, mach mal, was Mama will und normalisiert damit die Bringen Schuld. Es gibt einen Moment in Beates Geschichte, der mich besonders bewegt hat, weil er zeigt, wie weit dieses Muster reicht, wie tief es sitzt und wie es sich zeigt, in dem Moment, wo man selbst in die Mutterrolle kommt. Beate bekommt eine Tochter, sie freut sich, das Baby ist gesund und dann beginnt etwas, das sie nicht benennen kann, aber spätestens jetzt deutlich spürt.
SPEAKER_01Ich habe dann aber in der Babyphase große Probleme gehabt, mich in diese Rolle des Versorgers reinzufügen. Also ich würde jetzt gar nicht unbedingt Mutter sagen, aber am Anfang bist du ja tatsächlich der Versorger und musste dich ja eigentlich auch rund um die Uhr tatsächlich nach den Bedürfnis Bedürfnissen des Babys richten. Und das fiel mir sehr schwer, weil mich das sofort getriggert hat, weil meine Mutter mich ja auch so dazu gebracht hat, zumindest in meinem Empfinden, mich ständig um sie zu kümmern. Also ich fühlte mich sehr gefangen.
SPEAKER_00Das Nervensystem erkennt das Muster. Nicht das Baby. Das Baby ist nicht das Problem, sondern das Gefühl, schon wieder bin ich diejenige, die sich um jemanden kümmern muss. Schon wieder geht es um die Bedürfnisse von jemand anderem. Schon wieder bin nicht ich dran. Das ist Parentifizierung, die sich vererbt. Nicht an ihre Tochter. Beate tut alles dafür, dass das nicht passiert. Vererbt wurde es an Beate als Echo, als Erinnerung, die in ihrem Körper sitzt, als Reaktion, die kommt, bevor der Kopf intervenieren kann. Und dann gibt es einen Moment im Schwimmbad. Beate erzählt ihnen nur kurz. Sie war im Begriff, ihrer kleinen Tochter ihren Willen aufzuzwingen, so wie sie es selbst erlebt hatte. Die Tochter bekam einen Wutanfall und Beate schimpfte instinktiv, bereute das im nächsten Moment aber bitter. Dieser Moment macht ihr klar, so kann das nicht weitergehen. Sie holt sich Hilfe, sie geht in Beratung, sie arbeitet und sie durchbricht den Kreislauf. In diesem Moment im Schwimmbad versteht sie, wenn ich das jetzt nicht tue, wird meine Tochter dasselbe erleben, was ich erlebt habe.
SPEAKER_01Das war ein großes Glück, dass sich das damals, dass dieser Schlüsselmoment stattgefunden hat.
SPEAKER_00Expertenwissen. Parentifizierung überträgt sich, aber sie muss es nicht. Beate zeigt das. Der Unterschied liegt nicht darin, dass man das Muster nicht kennt oder nicht in sich trägt. Der Unterschied liegt darin, was man in dem Moment tut, wenn man es erkennt. Beate hat es erkannt, sie ist erschrocken. Und sie ist gegangen, nicht aus der Familie, sondern zu Hilfe. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist Mut. Experten wissen, Ende. Es gibt noch eine Szene in Beates Geschichte, die ich euch nicht vorenthalten will, weil sie das transgenerationale Muster so deutlich macht. Beates Tochter ist noch sehr klein. Beate fragt mal nach Rat bei ihrer Mutter. Die Mutter greift ins Regal, zieht ein Buch heraus.
SPEAKER_01Und den könnte ich mir doch auch mal angucken. Und dann hat sie ins Regal gegriffen, da stand der. Und das war das Buch von Johanna Harra, Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind. Also das hieß damals nicht mehr die deutsche Mutter, das ist ein Nazi-Erziehungsratgeber. Und den hat sie mir dann sozusagen präsentiert.
SPEAKER_00Für alle, die es nicht kennen, dieses Buch ist ein Erziehungsratgeber aus der NS-Zeit. Es beschreibt, in welchem Abstärkung. Babys gefüttert werden, dass man sie nicht sofort hochnehmen soll, wenn sie weinen, weil Schreien die Lungen stärkt. Es lehrt, emotionale Bedürfnisse eines Kindes sind irrelevant. Das Kind funktioniert, das Kind gehorcht. Das ist das Buch, nach dem Beates Mutter wahrscheinlich erzogen wurde. Das ist das Buch, dass sie Beate reicht, als sie ihre Tochter erzieht. Ganz selbstverständlich.
SPEAKER_01Ja, so schlecht kann das nicht sein, weil das war damals der Ratgeber schlechthin, das stimmt auch. Und ja, wir haben euch auch danach erzogen und so erzieht man halt die Kinder. So müsst ihr das jetzt auch machen, so wird das gemacht.
SPEAKER_00So wird das gemacht. Drei Generationen, ein System. Groß-Großeltern, die Beates Opa mit Haarerbuch erzogen haben. Großeltern, die Beates Mutter mit Haarbuch erzogen haben. Beates Mutter, die Beate mit Haar-Buch erzogen hat. Und dann Beate, die das Buch zuschlägt. Sie sagt, nein, Mama, das passt für mich nicht, die eine andere Richtung einschlägt. Expertenwissen. Transgenerationales Trauma funktioniert genauso. Nicht durch bösen Willen, sondern durch Weitergabe. Durch das, was man für normal hält, durch das, was man nicht hinterfragt, weil es nie hinterfragt wurde. Beates Mutter hat mit diesem Buch nicht geschadet. In ihrem Denken, sie hat gegeben, was sie hatte. Das Problem, was sie hatte, war nicht genug. Und es war nicht gesund. Heilung beginnt dort, wo jemand das Buch zuklappt und sagt, das reiche ich nicht weiter. Expertenwissen Ende. Beate bricht den Kontakt zu ihrer Mutter ab. Das geht nicht schnell, das geht nicht mit einem lauten Knall. Das ist ein langer Prozess von Jahren, von Streit, von Versuchen, von Briefen, die zurückgeschickt werden.
SPEAKER_01Meine Mutter hat mir vor zwölf Jahren einen Brief geschickt, voller Anschuldigungen, den ich damals auch zurückgeschickt habe. Ich habe mir vorher eine Kopie gemacht davon, aber ich habe ihn zurückgeschickt und habe ihr reingeschrieben, diesen Brief möchte ich nicht. Den schicke ich dir zurück, der ist voller Anschuldigung, es geht irgendwie gar nicht.
SPEAKER_00Zwölf Jahre. Der Brief ist zwölf Jahre her und es hat trotzdem noch länger gedauert, weil Beate, wie so viele, immer noch gehofft hat, immer noch versucht hat, immer noch gespürt hat, was ihr Vater sagte. Mach mal, was Mama will. Bis es wirklich nicht mehr ging.
SPEAKER_01Ja, gemischt. Also ich weiß, dass es genau richtig war, den Kontakt abzubrechen. Ich habe wirklich viele Jahre, das ist übrigens auch typisch für Stiere, habe ich gelesen, dass viele Jahre ein Stier sich versucht, doch noch mit der Situation zu arrangieren und dranbleibt und auch die Bindung erhalten will.
SPEAKER_00Ich weiß, dass es richtig war. Nicht, ich bin froh, nicht es geht mir gut damit, sondern es war richtig. Ich möchte heute mit einem Gedanken schließen, der nicht über Beates Mutter geht, sondern über ihren Vater. Wir reden viel über narzisstische Mütter, über die Kontrolle, die Schuld, die bedingte Liebe. Das ist richtig und wichtig. Aber wir reden zu wenig über den passiven Elternteil, den, der dabei steht, den, der sieht, den, der sagt, mach mal, was Mama will und damit meint, ich schaffe das nicht. Ich will keinen Streit, tu, was sie sagt, dann haben wir Frieden. Dieser Elternteil sieht sich nicht als Täter. Er möchte nur Ruhe. Er möchte das Kind und auch sich schützen, indem er es anweist zu gehorchen. Aber was er wirklich tut, er macht das Kind zum Verbündeten in einem Krieg, der nicht der Krieg des Kindes ist. Er macht das Kind groß, viel zu groß, viel zu früh. Er macht es zum Komplizen. Und das Kind trägt das jahrzehntelang in Beziehungen, in der eigenen Elternschaft, in dem Reflex, der im Schwimmbad kommt, bevor man überhaupt weiß, was da gerade passiert. Experten wissen. Der passive Elternteil ist kein böser Mensch. Er ist häufig selbst traumatisiert, wie Beates Vater, der früh verwaist war und sich eine heile Familie gewünscht hat, die er nicht herstellen konnte. Aber seine Passivität hat Konsequenzen. Das Kind lernt, ich bin für die Gefühle meiner Mutter verantwortlich. Ich muss sicherstellen, dass sie zufrieden ist. Ich bin nicht wichtig, ich bin nützlich. Und diese Überzeugung zieht sich durch jede Beziehung, die das Kind später hat. Bis jemand fragt, hat dir das eigentlich jemand erlaubt? Hat dir jemand gesagt, dass du das nicht tragen musst? Experten wissen Ende. Beate hat das irgendwann jemanden gefragt. Die Antwort war, nein, du musst das nicht tragen. Und das war der Anfang von allem. Wenn ihr Beates Geschichte gehört habt und darin etwas erkennt, nicht die Mutter, sondern den Vater. Den Satz, mach mal, was Mama will. Das Gefühl, immer der Puffer gewesen zu sein, der Komplize, der Beschützer eines Erwachsenen, der das nicht von euch hätte verlangen sollen. Dann ist das kein Zufall, dann war das auch euer Auftrag. Einer, den ihr euch nicht ausgesucht habt und einer, den ihr nicht weiter tragen müsst. In der nächsten Folge von Akte Mutter geht es weiter mit einer neuen Geschichte, einer neuen Stimme, einem neuen Muster, das endlich einen Namen bekommt. Bis dahin, passt auf euch auf. Ja, und ich habe ja bisher nach jeder geskripteten meiner Folgen, die ich natürlich auch mit meinen Gesprächspartnerinnen vorab abgleiche und mir freigeben lasse, noch so ein bisschen meinen eigenen Senf dazu gegeben. Ich muss ganz ehrlich sagen, bei Beate bin ich zwischenzeitlich sprachlos gewesen. Und es macht mich tatsächlich auch absolut wütend und erschreckt mich auch immer noch zutiefst, dass genau dieses Muster, nämlich dieser passive Elternteil, auch in 2026 immer noch viel zu wenig Beachtung bekommt, wenn es darum geht, Kinder und Jugendlichen zu helfen und zu unterstützen. Denn ganz häufig ist der Augenmerk eben auf dem aktiven oder dem nach außen sehr klar bezeichnenden, aggressiven Elternteil. Ich selbst bin auch mit einem nach außen sehr aggressiven Elternteil aufgewachsen. Bei mir war es eben der Vater. Und bei mir war die Mutter diejenige, die sozusagen der passive Elternteil war. Und ich weiß noch, dass ich in meinem ersten Coaching mit Anfang 20 eigentlich immer nur das Thema meines Vaters irgendwie auf dem Tisch hatte. Also es ging eigentlich bis in meinen End 30ern, bis ich sozusagen auch dann dahin hintergekommen bin, dass auch meine Mutter einen Anteil in dieser Struktur und in diesen Beziehungsmustern hatte, nur um meinen Vater. Und ja, bei Beate ist ein ganz beeindruckender Teil ihrer Geschichte, wie sie diese Situation mit ihrer Tochter erlebt hat, die damals knapp fünf war oder gerade fünf geworden, ist ein kleiner Knopf, mit dem sie da schwimmen war. Und ich kann immer wieder irgendwie, sie hat mir diese Situation ein paar Mal erzählt, wir haben viel gesprochen und ich habe irgendwie dieses Bild vor Augen, obwohl ich natürlich sie damals noch nicht kannte. Und finde es einfach unfassbar stark und bemerkenswert, wie selbstreflektiert sie in dieser Situation war und wirklich auch sagen konnte, irgendwas stimmt hier nicht. Egal was es ist, ich werde es herausfinden, weil es ist nicht richtig, was hier passiert ist. Und das ist etwas, was ich irgendwie so großartig finde. Nicht nur für Beate, auch für ihre Tochter, für das ganze Konstrukt. Und dass sie sozusagen mit dem ganzen Hintergrund, was die Erziehungsgeschichte irgendwie auch ihrer eigenen Mutter war und ihrer Mutter und so weiter, da irgendwie in dieser Situation zu sagen, jetzt reicht's mit mir, hört das jetzt auf. Und ich kenne Beate auch persönlich. Ich habe schon ein paar Gespräche mit ihr geführt. Sie ist ein wahnsinnig reflektierter Mensch und sie ist wahnsinnig stark und mutig. Und auch leider nicht stark, weil sie so geboren wurde, sondern weil sie es werden musste. Und ja, eine von diesen weiteren beeindruckenden Frauen und eine Überlebende, die es geschafft hat, ihre Mutter zu überleben, die aus dem Kontakt gehen musste und die Konsequenzen für all das trägt. Und zwar nicht nur für das, was sie sozusagen gemacht oder getan hat, sondern die Konsequenzen von ihren Generationen davor. Und trotzdem so ein wahnsinnig liebevoller, ehrlicher und lustiger Mensch wieder. Ja, und ich meinte gerade mit den Konsequenzen für ihr Tun. Das ist nochmal ganz wichtig. Als Kinder sind wir alle Opfer von unseren Eltern. Das heißt, also in der narzisstischen, wenn wir narzisstische Familiensysteme haben, in denen wir aufwachsen. Das bedeutet, als Kinder, sage ich immer wieder, können wir nicht einfach unser kleines Körperchen packen und abhauen. Das ist sozusagen der Teil und die Konsequenz daraus, die wir als Kinder von narzisstischen Eltern tragen müssen. Die wir sozusagen in unsere Beziehung, in unser Leben, in alles, was wir sozusagen, was wir uns aufbauen, wie wir uns verhalten, mitnehmen. Die zweite Konsequenz, die Verantwortung dafür zu übernehmen, was wir damit anrichten. Das heißt, was ich bei Beate auch sehr bemerkenswert finde, ist, dass sie gerade in den ersten Jahren der Mutterschaft gemerkt hat, dass da einiges irgendwie nicht so richtig gut läuft. Dass das natürlich auch jemanden zum Verzweifeln bringt, der sonst eher auch zu denjenigen Menschen gehört, die auch immer versuchen, alles richtig zu machen, weil sie es eben so auch gelernt hat, hat sie sehr verzweifeln lassen. Und dass sie daraus sagt, ich habe aber die Verantwortung und nehme die auch und gehe damit und mir Hilfe holen, weil ich das sozusagen gerade in Anführungsstrichen vergrütze mit meiner Tochter und dass sie da in den ersten Jahren nicht alles richtig gemacht hat. Das ist die Verantwortung, von der ich spreche. Unser Anteil, den wir dann als Erwachsene mitnehmen können. Das ist jetzt egal, ob wir ein Kind haben oder nicht, aber der Moment, wo wir merken, da stimmt was nicht. Und mit vergrützen meine ich eben auch, wir machen alle Fehler. Und kein Mensch ist auf die Welt gekommen als Mutter, Vater. Und auch wenn wir tolle Eltern hatten, die uns tolle Sachen gegeben haben, machen auch wir Menschen Fehler. Das ist normal. Aber die Grenze zum Missbrauch, die ist halt eine andere, das zu verhindern, zu sagen, ich gehe in keine sich wiederholende missbräuchliche Beziehung zu meinem Kind, so wie das meine Eltern und meine Großeltern schon getan haben. Das ist Verantwortung und die haben wir alle, indem wir erwachsen werden und spätestens, wenn wir dann auch ein Kind kriegen oder wenn wir merken, wir haben einen Partner, eine Partnerschaft und wir haben Menschen in unserem Umfeld, die wir verletzen oder wo unser Verhalten etwas mit denen macht, was nicht gut ist, dann müssen wir das natürlich verändern. Und dann können wir natürlich nicht mehr sagen, unsere Eltern sind schuld, sondern das ist dann unser Auftrag, das ist unser Verhalten und das ist keine Entschuldigung, dass man dann sagt, man hat irgendwie diese Eltern gehabt und deswegen rechtfertigt das, bis man bis man selber irgendwann im Sarg liegt, was man irgendwie anderen antut. Das ist mir nochmal ganz wichtig zu unterscheiden. Und ich finde, das ist ein unfassbar gutes Beispiel von Beate, wie sie das gebrochen hat, diesen Kreislauf, dieses transgenerationale Trauma komplett unterbrochen hat, komplett alleine, als Mutter, als Arbeitende, als Frau, als Partnerin. Also sie hat das wirklich geschafft und ich finde das einfach großartig, als Beispiel zu zeigen, es geht und wir können es. Und es ist ganz wichtig. Wir können uns immer Hilfe holen. Und natürlich ist es heutzutage immer schwieriger mit Therapie und so weiter, aber es geht. Es funktioniert. Und ja, das ist mir eine sehr große Herzensfolge auch hier wieder, genauso wie die von Amy gewesen, weil ich ja beide Frauen und das werden auch einige andere Frauen kommen in den nächsten Wochen, sehr ins Herz geschlossen habe und ganz, ganz glücklich darüber bin, weil auch mein kleines Ich irgendwie immer noch mal ein Stück weit geheilt wird, wenn ich sehe, dass es andere Frauen gibt, die diesen Kreislauf durchbrechen. Und eben aber auch Mütter, so wie Beate gibt, die zeigen, es geht und wir können das verändern und wir können unsere Kindern, unseren Kindern eine andere Zukunft geben und bedingungslose Liebe geben, auch wenn wir eine narzisstische Mutter hatten. Ja, ich würde sagen, happy end, oder? Schöner geht es eigentlich gar nicht. Ich danke hier in diesem Moment nochmal ganz herzlich Beate für ihre Offenheit, für ihr Mitmachen. Ja, freue mich jetzt auf eure Feedbacks und sende nochmal ganz, ganz liebe Grüße an alle Mamas da draußen, die gerade mit ihren Kindern strugglen und sagen, ich habe irgendwie das nicht mitbekommen, was ich hätte mitbekommen müssen und den Kampf angehen und sagen, ich werde es trotzdem ändern. Ihr seid großartig. Es wird eine Menge verändern. Denkt daran, ihr verändert nicht nur eine kleine Situation oder eine Beziehung zwischen euch und eurem Kind, ihr verändert ein ganzes System. Hier ist Akte Mutter. Ich bin Marie Bürtel. Wenn euch diese Folge bewegt hat, teilt sie. Für jemanden, der vielleicht auch einen Vater hatte, der sagte, mach mal, was Mama will und nie wusste, was das kostet. Mein Buch Ich Liebe Dich Wenn gibt es überall, wo es Bücher gibt. Bis zur nächsten Akte.