AKTE MUTTER I Wenn Liebe zur Waffe wird
⚠️ Triggerwarnung: Dieser Podcast behandelt sensible Themen wie emotionalen, psychischen und teilweise sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung, Essstörungen, Suchterkrankungen und Kontaktabbruch zu Familienmitgliedern. Wenn du dich davon getriggert fühlst oder selbst betroffen bist, hol dir bitte Unterstützung – am Ende jeder Folge findest du passende Anlaufstellen. Pass auf dich auf.
Was, wenn die Person, die dich am meisten lieben sollte, gleichzeitig diejenige war, die dir am meisten geschadet hat?
AKTE MUTTER erzählt wahre Geschichten von Töchtern narzisstischer Mütter – mit echten Stimmen, bekannten Fällen aus aller Welt und psychologischer Einordnung.
Marie Birtel, psychologische Beraterin, Autorin und selbst Tochter einer narzisstisch geprägten Mutter, nimmt dich mit in Geschichten, die lange im Verborgenen blieben. Manche davon kennst du vielleicht schon – aus den Schlagzeilen, aus Dokumentationen. Andere hast du noch nie gehört, weil sie sich hinter perfekten Familienfotos verstecken.
Jede Folge verbindet eine wahre Geschichte mit echtem psychologischem Wissen – verständlich erklärt, ohne Fachjargon, aber mit aller nötigen Tiefe.
Für alle, die irgendwann gedacht haben: Ich bin das Problem.
Ihr seid es nicht.
🎙️ Die 1. Staffel startet am 13. Juli. Jeden Montag eine neue Folge.
📖 Begleitend zum Buch "Ich Liebe Dich, Wenn..." von Marie Birtel
💬 Mehr Infos & 1:1 Beratung: www.mariebirtel.com
AKTE MUTTER I Wenn Liebe zur Waffe wird
HAYDEN´S AKTE
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⚠️ Diese Folge ist Hayden Panettiere gewidmet, die am 16. August 2026 im Alter von 36 Jahren verstorben ist.
Sie enthält Beschreibungen von Kindheit im Rampenlicht, emotionaler Instrumentalisierung und dem, was passiert, wenn ein Kind nie einfach nur Kind sein darf. Wenn dich dieses Thema persönlich berührt -- du kannst jederzeit pausieren. Pass auf dich auf. 🤍
HAYDENS AKTE
"Alles war Business." Drei Worte. Eine ganze Kindheit erklärt.
Hayden Panettiere stand mit acht Monaten zum ersten Mal vor einer Kamera. Sie hat kein Leben ohne Arbeit gekannt. Kein Leben, in dem ihre Mutter einfach nur ihre Mutter war. Hayden Panettiere ist am 16. August 2026 gestorben. Mit 36 Jahren.
Diese Folge von AKTE MUTTER hatte ich bereits vorbereitet. Ich habe entschieden, sie zu veröffentlichen, weil ich glaube, dass ihre Geschichte gerade jetzt gehört werden muss. Damit wir verstehen, was es mit einem Menschen macht, wenn Kindheit kein Schutzraum ist, sondern ein Arbeitsplatz. Basierend auf ihrem Memoir "This Is Me: A Reckoning" (2026) und öffentlichen Interviews.
Dies ist Haydens Akte.
Quellen:
Jay Shetty Podcast
HAYDEN PANETTIERE Tells Her Truth For The First Time Ever (Custody, Addiction, Fame, Hollywood)
https://www.youtube.com/watch?v=vs6x8VUGXCw
This Is Me: A Reckoning: The New York Times Bestselling Memoir von Hayden Panettiere
https://amzn.eu/d/03D12W51
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Ich habe dieses Workbook entwickelt, um Opfern von narzisstischem Missbrauch und Menschen, die in einem toxischen Familiensystem feststecken, den Prozess des Verstehens und der Heilung von Beziehungen mit Narzisstinnen zu erleichtern. Es bietet praktische Übungen, Denkanstöße und lehrreiche Inhalte, um dich darin zu befähigen, Klarheit zu gewinnen, Grenzen zu setzen und dein Selbstwertgefühl (wieder) aufzubauen.
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Über Marie Birtel
MARIE BIRTEL deckt Abhängigkeitsmuster in toxischen Familiensystemen auf. Durch ihre Erfahrung als Mode-Journalistin und Hochschul-Dozentin sowie ihrer Arbeit in Kinderhospizen und als Psychologische Beraterin gelingt es ihr zwei Welten zu vereinen. So vermittelt sie tiefe und komplexe psychologische Themen auf lebendige und nachvollziehbare Weise.
Ihr Fokus liegt darauf, diejenigen dabei zu begleiten, belastende Systeme zu erkennen und sich daraus zu befreien, um ein freies und glückliches Leben führen zu können.
Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Deutschland und in Süd-Frankreich.
WEBSITE
www.mariebirtel.com
My name is Marie Bürtel, I am psychological, author, and I am the daughter of a verdecist. It's a very important thing to do. Nazism is a begrip that we can. But a specific form of bis heute is weitestgehended verborgenen, the verdeck Nazismus. And besonders then, when the Täterin a Frau is a Mutter. Warum? Unsere Gesellschaft hat ein Bild von Müttern, liebevoll, aufopferungsvoll, schützend. Dieses Bild ist so tief verankert, dass es selbst dann aufrechterhalten wird, wenn die Realität das Gegenteil beweist. Die Tochter, die den Kontakt abbricht, wird zur undankbaren. Die Mutter, die Schaden angerichtet hat, wird zur Verlassenen. Ich weiß, wie das klingt. Ich habe es selbst erlebt. Nachdem ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen hatte, musste ich mich immer wieder erklären, immer wieder rechtfertigen, immer wieder denselben Satz hören. And this is what Betroffene so lange schweigen lässt. It's one concrete moment that I had a podcast to start. This kind of bis heute. While it is not this Mädchen is while it so violent, while the Töchter and the Söhne narzischer Mütter aufwachsen, ohne that jemand ihm sagt, this is not normal, this is not, you bist nicht das Problem. Ich erzähle meine eigene anderes, die mir vertrauen, dass ich ihre Geschichte mit dem Respekt behandle, den sie verdient. Ich tue das als Betroffene und ich tue es als Expertin. Beides gleichzeitig. Dieser Podcast soll sichtbar machen, was sie so lange unsichtbar war. Er soll Töchter eine Sprache geben, die sie vielleicht noch nicht haben. Er soll Menschen, die Betroffene kennen und ihm helfen zu verstehen, was diese Frauen tragen. Und er soll jedem Kind, jedem Mädchen und jedem Jungen, das gerade in einem solchen System aufwächst, irgendwann eine Stimme geben, die sagt: Du bist nicht verrückt, du bist nicht undankbar, du bist nicht das Problem. Willkommen bei Akte Mutter. Ab dem 13. Juli gibt jeden Montag eine neue Folge. Überall, wo es Podcasts gibt. Rechtlicher Hinweis. Die folgenden Informationen stammen ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen, insbesondere Hayden Panetias eigenem Memoir This Is Me, A Reckoning, aus Mai diesen Jahres. Und ihrem Interview im Podcast On Purpose with Jay Shetty, auch aus Mai diesen Jahres. Wo die Mutter Leslie Vogel öffentlich Stellung genommen hat, wird das ebenfalls zitiert. Wir stellen keine eigene Diagnose und keine unbelegten Tatsachenbehauptungen auf. Triggerwarnung: Diese Folge enthält Beschreibungen von emotionaler Instrumentalisierung eines Kindes, Rollenumkehr, postpartaler Depression und einer dokumentierten Grenzverletzung durch Dritte. Wenn dich das Thema belastet, bitte pass auf dich auf. Diese Folge heute ist, ja, ich habe lange überlegt, ob ich sie wirklich bringen soll, weil ich letzten Montag am 16. August von dem Tod von Hayden Penettier erfahren habe. Hayden Pennethier ist 36 Jahre alt geworden und ich hatte diese Folge tatsächlich schon sehr lange geskriptet. Ich habe im Mai ihr Interview gesehen, ich habe ihr Buch gelesen und mir ist ganz klar bewusst geworden, nicht nur durch ihre Aussagen, die teilweise schon sehr konkret sind, dass sie auch Tochter einer narzisstischen Mutter ist, dass sie sehr in ihrem erwachsenen Dasein unter diesem nicht vorhandenen emotionalen Zugang zu ihrer Mutter sehr gelitten hat. Es geht auch um finanziellen Missbrauch, es geht um Parentifizierung. Diese Themen sind sehr stark und sind auch stark dokumentiert durch eben ihr Memoir, was sie noch in diesem Jahr veröffentlicht hat. Hayden Pennetier ist einer Überdosis wohl verstorben. Das sind sozusagen die Infos, die aktuell stand heute, also heute ist Sonntag, ich nehme die Folge heute am 23. August auf, ja, außen gedrungen sind. Und sie hat, würde ich sagen, ihre narzisstische Mutter nicht überlebt. Sie gehört zu denjenigen, die es nicht geschafft haben. Und ich habe mich sehr, sehr tief in ihr Leben eingegraben und war total schockiert am Montag. Also ich kenne sie nicht persönlich, habe sie nie kennengelernt. Aber ich glaube, ihr kennt das auch. Wenn man sich sehr, sehr stark mit dem Leben von einem Menschen befasst, dann ist das erstmal ein riesiger Schock. Und ich hatte diese Folge, wie gesagt, für morgen geplant, für den 24. August. Ich habe die Folgen eigentlich durchgeplant. Und ich hatte ja bis dahin gescriptet, dass die eine der Überlebenden ist, kam in den Interviews sehr stark rüber. Aber man hat auf jeden Fall gemerkt, dass sie ja auch sehr viel, dass sie sehr viel gekostet hat. Sie hat sehr offen über die postpartale Depression gesprochen, unter der sie gelitten hat, als ihre Tochter zur Welt gekommen ist. Und das ist aus psychologischer Sicht ganz häufig ein Auslöser, dass wir, wenn wir zum ersten Mal selber Mutter werden, viele Themen, die wir uns vorher nicht angeschaut haben oder die nicht richtig aufgelöst worden sind und sozusagen durch dieses Kind ja die Taschenlampe ins Gesicht halten. Es war ihr nicht möglich, diese Verbindung zu ihrer Tochter aufzubauen. Und sie hat dann die beste Entscheidung getroffen, die man entscheiden kann in diesem Moment. Sie hat die Verantwortung übernommen, aber sie war sich immer auch dessen bewusst, dass sie nicht die Mutter sein konnte, die sie sich gewünscht hätte zu sein und hat die Tochter bei ihrem Vater gelassen. Und jede Entscheidung, die sie getroffen hat, war zum Wohl des Kindes. Und in der Hinsicht hat sie das transgenerationale Trauma natürlich gebrochen, durchbrochen. Sie hat nicht wiederholt, was ihre Mutter mit ihr gemacht hat, aber eben auch für einen Preis. Ich erzähle ihre Geschichte heute trotzdem. Gerade deswegen, weil sie gehört werden muss und jetzt gerade auch viele Fragen aufkommen und diese Folge, glaube ich, für viele nochmal eine sehr eine Folge voller Aha- und Momente sein kann. Wird garantiert. Und deswegen starte ich jetzt mit meinem Skript und erzähle euch die Geschichte von Hayden Pennettier. Acht Monate alt. So alt war Hayden Pennettier, als sie zum ersten Mal vor einer Kamera stand. Sie kennt kein Leben ohne Arbeit und sie kennt, das ist der Kern dieser Folge, kaum ein Leben, in dem ihre Mutter einfach nur Mutter war. Alles war Business, sagt Hayden Panettier im Podcast On Purpose with Jay Shetty im Mai diesen Jahres. Vier Worte und eine ganze Kindheit erklärt. Willkommen bei Akte Mutter, ich bin Marie Bürtel, das ist Haydens Akte. Hayden Pennetier beginnt ihre Karriere mit acht Monaten. Ihre Mutter Leslie Vogel übernimmt das Management und bleibt es über Jahre, durch die gesamte Kindheit und Jugend hindurch, durch ihre größte Rolle in der Serie Heroes. Hayden sagte: Ich wurde die Vertraute und die Assistentin und die Therapeutin und die Schulter zum Ausweih und alles außer ihr Kind. Dieser eine Satz beschreibt ein vollständiges Rollentaussystem. Das Kind sorgt für die Mutter, nicht andersherum. Experten wissen. Was Hayden hier beschreibt, ist ein Lehrbuchsbeispiel von Parentifizierung, verstärkt durch die zusätzliche Dimension der finanziellen Abhängigkeit. Wenn eine Mutter gleichzeitig Managerin ist, verschmilzt die emotionale Bindung mit einer wirtschaftlichen. Das Kind kann nicht mehr unterscheiden, werde ich geliebt oder werde ich verwaltet. Diese Vermischung ist besonders schädlich, weil sie dem Kind keinen neutralen Raum lässt, in dem es einfach nur Kind sein darf. Expertenwissen Ende. Helden beschreibt im Interview, wie ihre Mutter ihr als Kind die finanzielle Struktur rund um ihre Karriere erklärte, auf eine Art, die sie zutiefst unwohlfühlen ließ. Helden sagte, gleichzeitig habe ich hart gearbeitet, Geld verdient, und dieses Geld floss in Dinge, zu denen ich keinen Einblick hatte. Noch schwerer wiegt der Satz, den ihre Mutter ihr gesagt haben soll, bezogen auf Haydens jüngeren Bruder. Lesie Vogel sagte, Du bist der Grund, warum ich verpasse, wie mein Sohn aufwächst. Noch schwerer wiegt ein Satz, den ihre Mutter ihr gesagt haben soll, bezogen auf Haydens jüngeren Bruder. Sie soll gesagt haben zu Hayden, du bist der Grund, warum ich verpasse, wie mein Sohn aufwächst. Hayden beschreibt diesen Satz als einen Schlag in die Magengrube. Sie war dankbar für ihre Karriere, aber wie sie sagt, sie hatte nie selbst danach gefragt. Experten wissen. Ein Kind für die eigenen verpassten Lebensmomente verantwortlich zu machen, ist eine Form der Schuldumkehr, die wir bei Akte Mutter immer wieder sehen. Das Kind wird zum Grund für das Leiden des Elternteils erklärt, obwohl es selbst keine der Entscheidungen getroffen hat, die zu dieser Situation führten. Diese Schuld wird internalisiert, oft für Jahrzehnte, und äußert sich später als chronisches Gefühl. Ich bin ein Problem allein durch meine Existenz. Experten wissen: Ende. Mit 19 Jahren während der Dreharbeiten zu Heroes fasst Hayden den Mut, das berufliche Verhältnis zu beenden. Hayden sagte: Ich sagte zu ihr, ich möchte nicht mehr, dass wir zusammenarbeiten. Ich möchte einfach, dass du meine Mutter bist. Sie beschreibt, wie hoffnungsvoll sie in diesem Moment war, in der Erwartung, dass nun endlich eine normale Mutter-Tochter-Beziehung beginnen könnte. Die Antwort ihrer Mutter bestand aus drei Worten: You owe me. Zu Deutsch, du schuldest mir etwas. Und das war alles, was sie sagte. Und dann ging sie hinaus, sagt Hayden Penettia im Interview. Hayden beschreibt, wie sehr sie dieser Moment seitdem verfolgt hat. Die Frage, was genau ihre Mutter damit meinte, welche Art von Bezahlung sie erwartete. Es war enttäuschend zu erfahren, dass es um Geld ging. Die Tatsache, dass es ihr egal war, eine Beziehung mit mir zu haben, war eine schwer zu schluckende Pille. Experten wissen. Der Satz, du schuldest mir etwas, in Reaktion auf den Wunsch nach einer normalen, liebenvollen Beziehung, ist eine der klarsten Demonstrationen von bedingter Liebe, die wir in dieser Staffel gehört haben. Die Mutter antwortet auf eine emotionale Bitte mit einer finanziellen Forderung. Das verdeutlicht, dass die Beziehung von Anfang an transaktional gerahmt war. Nicht durch Hayden, sondern durch ihre Mutter. Experten wissen Ende. 2015 spricht Hayden Pennetia öffentlich über ihre postpartale Depression nach der Geburt ihrer Tochter Kaya. Es ist einer der ersten öffentlichen Fälle, die das Thema in Hollywood sichtbar machen. Die Konsequenz, die sie später beschreibt, sie habe dadurch einen großen Werbevertrag verloren. Sie beschreibt, dass ihr mitgeteilt wurde, sie habe eine sogenannte Moralklausel verletzt. Gerade in einem Moment, in dem postpartale Depression für sie bereits enorm isolierend war. Experten wissen, wenn eine Frau für das Sprechen über eine reale, medizinisch anerkannte psychische Erkrankung beruflich bestraft wird, verstärkt das genau das Stigma, dass Frauen oft davon abhellen, sich Hilfe zu holen. Postpartale Depression betrifft viele Frauen und Schweigen darüber macht es nicht seltener, nur unsichtbarer. Hayden Penettier hat hier öffentlich einen Preis bezahlt, den niemand für Ehrlichkeit bezahlen sollte. Expertenwissen Ende. Mit dem Erscheinen ihres Memoirs, This Is Me, A Reckoning, im Mai 2026 reagiert auch Leslie Vogel öffentlich. Die aktuelle Dramatik dient teilweise dazu, Bücher zu verkaufen, sagte sie in einem Statement an Page 6, kurz nach Erscheinen des Memoirs. Vogel beschreibt in ihrem Statement zudem ihre Sicht auf die Trennung. Jeder von uns hat das Recht, seinen eigenen Weg im Leben zu wählen. Nach 20 Jahren von Trauma, Chaos, Suchterkrankung und Vorwürfen hatte ich keine andere Option, als keinen Kontakt mehr zu haben, sagte sie in einem Statement an die Daily Mail. Also kurz einmal zur Klarstellung, dass das hier einmal klar ausgeht. Also die Mutter bestätigt selbst, dass sie aus dem Kontakt mit der Tochter gegangen ist. Und in diesem Statement sagt sie konkret, dass sie diese Entscheidung getroffen hat, weil es ihr sozusagen ja zu viel geworden ist. So kann man das interpretieren. Also interpretiere ich das. Ich bilde diese Gegensarstellung bewusst ab, weil fairness bedeutet natürlich, dass beide Seiten zu zeigen sind. Beide sind ja öffentlich auch sozusagen mit ihrer Stellung nach außen gegangen. Und eigentlich ist das ja für jeden selber sozusagen zu interpretieren. Wenn man das jetzt so liest, könnte man sagen, ja, naja, sie hat ja auch Suchterkrankungen und soweit das war, sozusagen ihr gutes Recht, ist es auch natürlich, aber das zeigt eben aus meiner Sicht eben nochmal mehr, dass ihre Mutter keine Mutter war. Punkt. Ich ordne das mal ein. Expertenwissen. Es ist auffällig, dass beide Seiten diesem Konflikt das Wort Trauma und Chaos verwenden. Aber aus vollständig unterschiedlichen Perspektiven. Das ist typisch für hochkonflikthafte Eltern-Kind-Beziehungen. Beide Seiten erleben sich selbst als die verletzte Partei. Das macht eine Versöhnung schwer. Expertenwissen Ende. Und ich möchte das auch nochmal einordnen. Das ist sozusagen der psychologische Blick auf diesen Konflikt zwischen Mutter und Tochter. In diesem Fall ist es natürlich aber so, dass ja ganz klar viel Missbrauch stattgefunden hat in der Kindheit von Hayden. Und die Mutter also keine klare Haltung von einer Mutter aufzeigt. Die Vorwürfe werden als Vorwürfe, also die Anschuldigungen werden als Vorwürfe aufgefasst. Und da geht es eben darum, aufzuzeigen, dass jede Mutter normalerweise, wenn eine Tochter sozusagen wird, dass die Mutter da nicht fähig war, bis zum Schluss ihre Tochter in den Arm zu nehmen und sich zu entschuldigen. Das hat sie nicht getan. Also sie hat ihre Tochter eher beschämt und die Schuld auf sie gelenkt. Und es sind natürlich auch parallel viele Dinge passiert in ihrem Leben. Sie ist in einer Hollywood-Industrie, sie ist in einer Industrie, die sehr hart ist, auch für jeden Menschen, jeden Erwachsenen. Und da ging es eben auch um Drogen und auch um Alkohol. Aber wie wir wissen aus den vorigen Folgen, ist, dass Alkoholsucht und auch Drogensucht und alles, was sozusagen Süchte sind, ein Symptom sind. Ein Symptom für etwas, was sozusagen mental nicht gesund ist. Und den Schmerz, den Helen Penity ja da empfunden hat, den hat sie versucht zu namben. Ich habe mich auch nochmal sehr, jetzt nach ihrem Tod natürlich, nochmal fast mit ihrem Interview und auch nochmal mit der postpartalen Depression, die sie beschreibt, was sie dann gemacht hat, wo sie hingegangen ist. Und sie ist, ich glaube, vier Monate nach der Geburt, wo sie gemerkt hat, es stimmt irgendwas nicht und sie konnte es nicht verstehen und auch alle um sie herum nicht, ist sie in eine Klinik gegangen, aber die wollten sozusagen den Alkoholismus behandeln, weil sie zu dieser Zeit schon viel getrunken hatte und gesagt hat, sie wollte diesen Schmerz nicht spüren und hat sich dadurch mit Tabletten und auch mit Alkohol beruhigt und diese Ängste runterzuschrauben. Und das ist eben auch, also das zeigt einfach auf, dass so viele schlechte, ich sage es jetzt einfach, schlechte Therapeuten und schlechte Kliniken, also Kliniken, sie waren Amerika, ich weiß es nicht, aber einfach, dass es, wenn es so klar ist, sie hat gerade ihr Kind bekommen und also das ist eigentlich das Eins zu eins-Learning, dass wir genau wissen, dass Dinge, die sozusagen in unserer Kindheit passiert sind, die wir ins unterbewusste, den Keller irgendwie gedrückt haben, um zu überleben. Das hat unsere Psyche gemacht, weil wir überleben wollten, dass die natürlich alle hochkommen, wenn wir ein Kind bekommen, dass das passiert. Das ist so das kleine Einmal eins. Und ich habe das gelesen und war völlig schockiert, dass niemand in ihrem Umfeld, aber auch die Experten in ihrem Umfeld das Wort, diesen Begriff nicht einmal irgendwie ausgesprochen haben, sondern es ging wirklich dann um den Alkoholismus und da ist eben diese Beschämung wieder. Und ja, und diese Marke, die den Vertrag sozusagen mit ihr aufgelöst hat nach zehn Jahren Zusammenarbeit. Das ist eine große Kosmetikmarke und die haben jetzt nach ihrem Tod eine lapidare Entschuldigung für das Verhalten sozusagen gedroppt. Aber auch da, also sie hat irgendwie darüber gesprochen, dass es ihr nicht gut ging und sie wurde wegen einer Moralklausel irgendwie dann aus diesem Vertrag genommen. Sie hat selber erzählt in diesem Interview, dass sie auch gar keine Nachricht bekommen hat von irgendwie, vielen Dank für zehn Jahre lange Arbeit, Zusammenarbeit, keine einzige Person. Also wenn man so lange mit jemandem zusammenarbeitet, dann wird man ja auch, also mit den Menschen irgendwie sich viel befassen. Teilweise entstehen auch Freundschaften im Privaten und so. Und das ist einfach irgendwie, also ich bin sprachlos gewesen, als ich das gesehen habe. Ist übrigens Neutrogener, also ich rufe hier jetzt mit so einem Boykott auf, also wenn ihr irgendwelche neutrogener Produkte habt, so ja, macht was, was ihr denkt damit, aber benutzt ihr vielleicht fertig und kauft nichts mehr Neues, weil das muss man echt boykottieren. Also, das ist so das Mindeste, um sich solidarisch zu zeigen. Ich finde das einfach unfassbar, unfassbar. Ich hatte in dem Skript damals tatsächlich als nächsten Satz geschrieben, anders als bei Britney oder Drew Barrymore, die Folge kommt noch, gibt es bei Hayden Pennet ja noch kein klares Happy End. Die Geschichte ist zu frisch, der Konflikt zu aktuell. Der Konflikt ist im Mai 2025 aufgetaucht in der Öffentlichkeit, das erste Mal zwischen der Mutter und der Tochter, weil das Buch eben rauskam. Und ja, und jetzt haben wir eben kein Happy End. Wir wissen jetzt, dass sie es nicht geschafft hat. Und sie hat es nicht nicht geschafft, sie hat es einfach nicht überlebt. Sie war sehr, sehr lange in einer missbräuchlichen Beziehung mit ihrem Partner. Sie hat in den Interviews gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Und das werde ich auch posten, das könnt ihr dann in den Storys sehen. Unter den Highlights von ihr hat ganz klar gesagt, dass sie durch viel Therapie dann verstanden hat, so kürzlich, dass die Art wie ihr jetziger Abuser, also ihr Partner, Ex-Partner, das ist alles noch nicht so ganz geklärt, dass das Verhalten von ihm sehr ähnelte dem Verhalten der Mutter in ihrer Kindheit. Und das ist ja etwas, was ich auch immer wieder sage. Natürlich gucken wir nach vorne, wir wollen nach vorne gehen, wir wollen in die Zukunft gehen, aber es ist ganz wichtig, einmal zu schauen, wie haben wir Liebe gelernt, wie haben wir unsere Verhaltensweisen in Beziehungen, in Partnerschaften gelernt. Und da müssen wir uns einmal angucken, wie haben unsere Eltern zusammengelebt und wie war die erste Beziehung zu Menschen und zwar Mutter und Vater. Wenn uns das sozusagen normal vorkommt oder dass uns sozusagen als Liebe gelernt wird in unserem System, dann wiederholen wir das. Denn diese Anteile wollen geheilt werden. Und das beschreibt eben auch, warum Frauen und auch in Hayden Penetiers Fall, wir immer, also diese Frauen trotzdem noch in der Beziehung bleiben, obwohl sie nicht nur schlecht behandelt werden, auf emotionaler Ebene missbraucht werden, sondern eben auch physisch. Und sie wurde von ihm wegen Domestic Violence angezeigt, wegen häuslicher Gewalt. Er musste sogar ins Gefängnis gehen. Und nachdem er aus dem Gefängnis rausgekommen ist, sind die beiden wieder ein Paar geworden. Und aktuell ist es so, dass er auch von den Medien und von Influencern und alles, was man so in Social Media sieht, für den Tod verantwortlich gemacht wird. Aber es gibt eben auch noch die Stufe dahinter. Und ich glaube, das ist in dem Fall einfach ganz viele Verantwortlichkeiten. Gab und ich empfinde Hayden Pennett ja sehr verantwortungsvoll mit ihrem eigenen Verhalten, dass sie damit sehr viel so umgegangen ist. Teilweise natürlich auch so, um ihr Umfeld zu schützen. Also gerade wenn man jetzt zehn Jahre in so einer On-Off-Beziehung ist, dann haben die Freunde und Familie natürlich auch schon sehr viel mitbekommen erlebt. Dann sagt man, ich habe den jetzt verlassen und kurze Zeit später ist man wieder mit dem zurück. Das kann auch zu einer sehr verzweifelten, ja, zu einem sehr verzweifelten Kreis führen, weil die Menschen natürlich dann, und das kenne ich auch aus eigener Erfahrung, mit einer lieben Freundin, dass die Hoffnung, dass sie sich endlich aus dieser Partnerschaft gelöst hat, verpufft in dem Moment, wo du hörst, okay, sie ist jetzt wieder mit dem zusammen. Irgendwann verstecken diese Frauen das dann und erzählen nichts mehr, weil sie das Gefühl haben, sie wollen da mit niemandem auf die Nerven gehen und sie schämen sich auch. Und sie können es natürlich nicht logisch erklären, gerade wenn man sogar äußerliche Blessuren sehen konnte. Wie kann es sein, dass sie dann zurückgeht? Und das ist das, was ich sozusagen auch mit diesem Podcast so aufmachen möchte, dass diese Verhaltensmuster in Beziehungen, die uns als Kinder so stark prägen, die müssen wir im Erwachsenen-Dasein auflösen. Und das ist sozusagen bei ihr der Fall gewesen. Sie hat viel Therapie gemacht, sie hat versucht, mit dem Blick auf ihre Tochter da immer wieder einen guten Weg zu finden. Aber ich glaube einfach, dass sie auch wenig gute und dann auch zu späte Hilfe bekommen hat. Ja, das ist so mein Eindruck. Aber auch nur aus dem, was ich aus den Medien kenne, deswegen. Hayden hat sogar in diesem Interview noch die Tür offen gelassen zu ihrer Mutter. Also im Moment hat sie gesagt, haben wir leider keine Beziehung, aber das heißt nicht, dass ich die Tür für die Möglichkeit verschließe, dass sich das eines Tages ändert. Dazu möchte ich sagen, das ist sozusagen diese Tür, die man verschließen darf. Indem man sozusagen einer Person und auch wenn es die eigene Mutter ist, die einen emotional, finanziell missbraucht hat, die Tür noch offen lässt, lässt man auf eine gewisse Art auf der anderen Ebene natürlich auch allen anderen die Tür offen, weil man dieses Verhalten, also diese Hoffnung hat, die wird sich ändern. Es wird sich irgendwann ändern. Und ich kann diesen Gedanken oder diese Hoffnung so nachvollziehen. Auch ich hatte die ganz lange und immer gedacht, jetzt, jetzt wird meine Mutter sich ändern, jetzt wird sie es verstehen, jetzt sieht sie, wie ich leide, jetzt hört sie, wie ich leide, jetzt hört sie mir zu und nichts von alledem ist passiert. Und für mich war es die größte Rettung, auch wenn es wirklich das Schmerzhafteste war, was ich hier getan habe, die Tür selber zu verschließen. Weil ich dann sozusagen in die Heilung gehen konnte. Und auch Menschen in meinem Leben die Tür verschlossen habe, die mich nicht gut behandelt haben. Erst dann konnte ich sozusagen darauf schauen und das auch spüren, wenn mich jemand schlecht behandelt hat. Und vorher habe ich das quasi noch normalisiert. Und das ist nicht nur ein kognitiver Moment, also dass wir das sozusagen vom Kopf her verstehen oder die Logik, sondern das ist sozusagen ein Prozess, der das ganze System umbauen lässt und die Möglichkeit gibt. Im Moment, wo wir die Tür immer noch offen lassen, ist es super schwierig und ich sage das jetzt mal, ich glaube unmöglich, seine Verhaltensweisen auf auch an Beziehungsebene zu verändern. Ja, sie hat in dieser Offenheit, wahrscheinlich auch mit der Hoffnung, dass ihre Mutter vielleicht dieses Interview sich anschaut, anhört, trotz allem sozusagen die Hoffnung nie aufgegeben, dass ihre Mutter zurück zu ihr kommt. Damit hat sie natürlich aber auch die Fäden nicht mehr in der Hand gehabt oder immer noch nicht in der Hand gehabt, weil sie hat sozusagen, sie ist sozusagen der passive Teil gewesen und sie war davon abhängig, ob ihre Mutter die Tür wieder überhaupt öffnet. Weil ihre Mutter hat die Tür verschlossen. Und ich frage hier mal alle Mutter, wann würdet ihr sagen, könntet ihr den Kontakt zu eurem Kind abbrechen? Also ich habe keine Kinder, aber ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Also, und vor allen Dingen wegen einer, wegen einer Addiction, wegen Alkoholsucht. Und dann habt natürlich ist es auch so, wenn jemand da ist und süchtig und will nichts ändern, dann geht das auch nicht. Dann wissen wir auch aus der Psychologie, dass es dann auch manchmal die bessere Beratung ist, diese Menschen für eine gewisse Zeit sozusagen in Anführungsstrichen fallen zu lassen, damit sie spüren, was diese Sucht macht, damit sie erstmal auf den Weg kommen, dass sie etwas ändern müssen. Aber Hayden Pennett hat gekämpft, so hart gekämpft und immer wieder gesagt, sie will daraus und sie braucht Hilfe. Wie kann man als Mutter diese Tochter also fallen lassen? Ja. Das war halt ein bisschen eine andere Folge. Und ich werde in die Storys und in die Highlights von dem Kanal Akte Mutter auf Instagram ein paar Ausschnitte aus dem Interview. Das ganze Interview könnt ihr euch natürlich auch angucken und ich empfehle es sehr anhören. Werde ich alles teilen. Auch nochmal hier in der Folgenbeschreibung. Ich werde natürlich ihren Fall weiterverfolgen. Und ich bin sehr froh zu sehen, dass gerade eine Riesenwelle darüber, über postpartale Depression rauskommt, dass da ganz viele den Augenmerk gerade darauf schließen, dass mehr andere Mütter sich auch öffnen und sagen, ich hatte das auch und ich habe mich aus Charme sozusagen darüber nicht ausgetauscht. Es gibt auch gerade einen ganz krassen Case in Amerika, den ich gerade verfolge über eine Mutter, die ihre drei Kinder umgebracht hat und jetzt gerade vor Gericht steht. Und dass auch sehr viel komplexer ist, weil sie sozusagen aus ärztlicher Sicht in einer Psychose war, Halluzinationen hatte und dass das alles eben, also laut diesem Gutachten durch diese postpartale Depression kam. Das heißt, lasst gerne einen Kommentar da, bewertet die Folge. So wird dieser Podcast nach außen immer weiter auch getragen und beworben bei Spotify und bei den anderen Kanälen. Ich danke euch fürs Zuhören, ich danke euch fürs Teilen. In der nächsten Folge wird es wieder um eine Frau gehen, die nicht bekannt ist. Hier ist Akte Mutter, ich bin Marie Bürtel. Wenn ihr mehr lesen möchtet, Hayden Penetiers Memoir This Is Me, A Reckoning, sowie ihr Interview im Podcast On Purpose with Jay Shetty sind die Hauptquellen dieser Folge. Mein Buch Ich Liebe Dich Wenn gibt es überall, wo es Bücher gibt. Bis zur nächsten Akte.