Becoming CTO Secrets
Becoming CTO Secrets ist der Podcast für ambitionierte Tech-Leader, angehende und aktive CTOs und Unternehmer, die Technologie nicht nur verwalten, sondern strategisch wirksam einsetzen wollen.
Hosted von Philipp Deutscher, langjähriger CTO, Coach, Experte und Sparringspartner für Führungskräfte mit knapp 20 Jahren Erfahrung im Aufbau, in der Skalierung und der Führung internationaler Tech-Organisationen.
In diesem Podcast geht es nicht um Buzzwords oder Karriere-Romantik, sondern um die Realität der CTO-Rolle:
Verantwortung, Entscheidungsdilemmata, Macht, Einfluss, Technologie und die oft unbequemen Wahrheiten dazwischen.
Jede Episode beleuchtet zentrale Fragen moderner CTO-Führung:
- Wie entsteht echte Wirksamkeit im C-Level?
- Wie baust du leistungsfähige Engineering-Organisationen?
- Wie triffst du gute Entscheidungen unter Unsicherheit?
- Wie verbindest du technische Exzellenz mit Business-Impact?
- Wie navigierst du Skalierung, Kultur, Konflikte und politische Spannungsfelder?
Neben Solo-Episoden erwarten dich offene, ehrliche Gespräche mit erfahrenen CTOs, Tech-Executives und Entscheidern aus unterschiedlichsten Branchen mit konkreten Learnings, Denkmodellen und Perspektiven, die sich direkt auf deine eigene Rolle übertragen lassen.
Becoming CTO Secrets richtet sich an Menschen, die mehr wollen als Titel.
An Tech-Leader, die Verantwortung übernehmen, Wirkung entfalten und Technologie als strategischen Hebel verstehen.
Becoming CTO Secrets
#38 Warum dein Digitalisierungsprojekt scheitert (CTO Tobias Eiß erklärt)
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Episode von Becoming CTO Secrets spricht Philipp Deutscher mit Tobias Eiß, Mitgründer und CTO von KYCnow.
Tobias ist CTO ohne Studium und ohne klassische Ausbildung – und verantwortet dennoch eine Plattform, die von großen europäischen Banken in einem hochregulierten Umfeld eingesetzt wird.
Im Gespräch geht es um seinen unkonventionellen Weg in die CTO-Rolle, warum echtes Digital-First-Denken weit über Prozessdigitalisierung hinausgeht und weshalb viele Unternehmen Digitalisierung grundlegend falsch verstehen. Tobias erklärt, warum Regulatorik nicht automatisch Innovation verhindert, wie CTOs Entscheidungen unter Unsicherheit treffen und warum technisches Können allein für die CTO-Rolle nicht ausreicht.
Eine ehrliche, tiefgehende Episode über CTO-Mindset, Führung, Regulatorik und den Mut, Systeme neu zu denken.
🚀 Becoming CTO Secrets ist ein Podcast von Philipp Deutscher Consulting
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📑 CTO Report 2025: Archetypen, Technologien, Zukunftsszenarien
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🎯 CTO Coaching Programm
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Philipp Deutscher (00:01)
Hallo und herzlich willkommen zu Becoming CTO Secrets. Ich bin Philipp Deutscher, externer CTO, CTO-Coach und Gründer der Becoming CTO Community. Als CTO-Coach begleite ich nämlich Tech-Leader auf dem Weg zu mehr Verantwortung, Klarheit und auch Wirkung. Und in der Becoming CTO Community treffen sich jede Woche über 50 CTOs und angehende Führungskräfte zum Austausch auf Augenhöhe. Wer tiefer einsteigen will ...
Der Link ist natürlich unten in den Show Notes. Und dann kommen wir auch direkt zum heutigen Gast der Folge. Das ist nämlich Tobias Eis. Er ist Mitgründer und CTO von KYC Now. Und er hat tatsächlich einen unkonventionellen Weg in die CTO-Rolle genommen, nämlich ganz ohne Studium, ohne formale Ausbildung und dafür aber mit einem starken technologischen Instinkt und einem klaren Digital First Mindset.
Und mit KYC Now baut er eine Plattform für Geldwäsche und Terrorismus, Finanzierungsprävention, schwieriges Wort übrigens, die von großen europäischen Banken eingesetzt wird und einem sehr der wohl härtesten regulatorischen Umfeld überhaupt. Und in dieser Episode sprechen wir natürlich über seinen Weg zum CTO, warum echtes Digital First mehr ist als Prozess Digitalisierung und wie man Innovation und Regulatorik sinnvoll zusammenbringt. So Tobias, herzlich willkommen. Freue mich wirklich sehr, dass du da bist.
Tobi (01:16)
Vielen Dank, Philipp. Danke, dass ihr da sein darf. Ich freue mich auf die folgen heute.
Philipp Deutscher (01:20)
Dann lass uns direkt loslegen. Viele kennen dich vielleicht noch nicht. Wer bist du heute? Vor allen Dingen, was baust du gerade mit KYC Now? Also Terrorismus, Finanzierungsprävention ist ein langes Wort, aber auch wahrscheinlich ein sehr wichtiges Thema, was ihr da beackert.
Tobi (01:36)
Ja, ist es tatsächlich. Tatsächlich auch ein Thema, das gerade in Deutschland uns mehr beschäftigen müsste, zu wenig beschäftigt. Also das fachliche Thema dazu. Genau, und wir haben dazu eine Lösung gebaut. Also um was geht es? In Deutschland wird wahnsinnig viel Geld gewaschen. In Zahlen über 100 Milliarden Euro werden pro Jahr in Deutschland gewaschen. Und dazu eben auch ziemlich viel Terrorismus finanziert.
Damit man sich das bisschen vorstellen kann, was ist eigentlich Geldwäsche? Das ist vielleicht wichtig für die Hörerinnen und Hörer, sich reinzudenken in das Thema. Geldwäsche ist, ich begeh eine Straftat, erlang da durch Mittel, also Geld. Und genau, ich das dann irgendwie am Ende auf dem Bankkonto haben, in den Urlaub zu fliegen oder eine Handtasche zu kaufen oder ein Auto oder sonst was, das Geld auszugeben. Genau, kann aber dann schlecht mit dem Geld, was ich erworben hab, zur Sparkasse gehen und sagen, bitte zahlen Sie es auf mein Bankkonto ein.
Dann wird man komisch angeguckt und gefragt, woher das Geld her? Das muss ich dann irgendwie erklären. Einfacher Case ist, ich klaue nachts irgendwo ein Auto auf dem Parkplatz und bringe das ins nächste Dorf und verkaufe es dort auch wieder auf dem Parkplatz bei irgendjemandem, der eBay-Kleinanzeigen kennengelernt. Und der drückt mir dann das Bargeld in die Hand. Jetzt muss ich das Bargeld irgendwie auf meinem Bankkonto bekommen. Das ist wahrscheinlich nur ein Auto, sondern ganz viele. Und dann ist es irgendwie eine hohe Summe. Und das muss ich irgendwie so machen, dass das
aussieht, als wäre das Geld legal auf mein Bankkonto gekommen. Und das ist in der Nat-Shell Geldwäsche bzw. der Mechanismus. ja, vielleicht wichtig dazu, in Deutschland geht es ja sicher irgendwie ⁓ Autoklau oder so, sondern die Straftaten, eins in Deutschland, die zu Geldwäsche führen oder warum Straftäter Geldwäsche nutzen, sind Menschenhandel, illegale Prostitution und erst auf Platz drei kommt dann der Handel mit Drogen.
Wenn man sich vorstellt, kommen über 100 Milliarden Euro, die dadurch gewaschen werden, ist das eine Menge Geld und ist vor allem auch ein super relevantes Thema bei uns in der Gesellschaft, aus unserer Sicht zu wenig beackert wird. Das ist nur der fachliche Teil und wir bauen dazu eine technische Lösung. Die Firma heißt Klellat GmbH in Kukagä. Das ein Joint Venture zwischen dem Fintech, der Fino und der Schufa zusammen. Und wir bauen eine technische Lösung.
in der man schon früher feststellen kann, der Kunde, jetzt hier beispielsweise Kunde einer Bank werden möchte, ein Produkt einer Bank nutzen möchte, eine Kreditlinie haben möchte, ein Bankkonto haben möchte. Warum will er das gerne haben? Bezweckt er hiermit das Produkt der Bank zum Missbrauchen für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung? Und das eben schon vorher festzustellen, bevor das überhaupt möglich ist. Genau, das so mal.
ganz grob umrissen, was wir da so tun.
Philipp Deutscher (04:34)
Sehr spannendes Thema. Warum hast du dir dieses Spielfeld denn ausgesucht? Und warum ausgerechnet dieses? Also bist du, ich nehme an, du hast keinen Banking-Background. Du hast mit Sicherheit auch keinen Geldwäsche-Background. Also wie kommt man zum Thema KYC Now oder zu diesem Thema der Geldwäscheprävention?
Tobi (04:51)
Ja, auch über Umwege. Also genau, hatte damals bei der Fino gearbeitet, dem Fintech. Genau, kennt man vom Kontowechsel-Service. Ich weiß nicht, ob du schon mal in ein Konto gewechselt hast von A nach B. Dann war das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, wenn du einen digitalen Service verwendet hast, dann auch mit der Fino zusammen. Genau, und dort waren wir in diesem Banking-Umfeld unterwegs und da kommt man die Schufa nicht drum herum, wie das nun mal kaum ein Bundesbürger in Deutschland.
Das war auch eher so zwischen Gespräch und Kaffeemaschine in einem ganz klassischen Meeting noch vor Corona, also vor Ort. Da gab es ja kaum digitale Meetings. sind wir zufällig auf das Thema gekommen und da hat mich das interessiert. Und genau zusammen mit einem anderen Typen, der auch Tobias heißt, von der Schufa, haben wir darüber lange gesprochen. Und irgendwann kam da ein Gedanke, das ist ein ganz schönes Problem in Deutschland, also einmal ein gesellschaftliches.
Und zum Zweiten aber ein Problem, dass in Deutschland so komisch digital gelöst ist. Also eigentlich gar nicht so richtig. Und wir hatten dann eine neue Idee, wie man es anders lösen kann. Das wäre jetzt ganz tief, das zu erklären, wie das ist. nehmen das jetzt erst mal einfach so als gegebenen Fakt. Genau, und das haben wir dann ausprobiert zusammen mit einer anderen digitalen Bank, mit der Solaris Bank damals. Und haben geguckt, ob das tatsächlich funktionieren kann. Und haben dann festgestellt, ⁓ ja, das geht. Wir können das so digital.
auf diese Art lösen und das geht super schnell. Und wir finden da deutlich schneller Risikofaktoren, als das irgendwie herkömmlich gelöst wird. Und dann war das quasi der Proof, dass das so funktioniert und haben dann beschlossen, alles klar, wir gehen jetzt vorwärts und bauen da draußen ein richtiges Produkt und eine Firma außenrum, eine legale Entität, die das beheimatet und so weiter. Und so bin ich da reingekommen. Also auf deine Frage hin, genau, war es eher so über so einen Umweg an der Kaffeemaschine.
Philipp Deutscher (06:49)
Apropos Umweg und so bin ich da reingekommen. Ich hatte ja eingangs schon mal erwähnt, du hast einen durchaus unkonventionellen Weg zum CTO genommen und ich möchte das deswegen auch nochmal ganz besonders ansprechen. Du bist CTO, du hast kein Studium, du hast auch keine Ausbildung in dem Bereich und bist trotzdem CTO geworden. Warum ist das so wichtig? Weil ich natürlich auch mit vielen Leuten spreche, die im Engineering tätig sind.
und die das genau als Grund ausgeben, warum sie sagen, CTO kann ich nicht werden. Weil, dann kommen genau die Dinge, die du nicht hast, fehlen denen auch. Das ist für sie der Grund, warum sie angeblich kein CTO werden können. Wann hast du denn gemerkt, ich bin eigentlich auf dem Weg dahin oder ich bin plötzlich hier in der CTO-Rolle unterwegs? Oder wann war das für dich ein relevantes Thema?
Tobi (07:33)
Ja, spannende Frage, weil ich das weder als Ziel hatte, das auch irgendwie, also genau, noch irgendwie so forciert hatte, sondern genau andersrum, genau, wir haben das gegründet und ja, so wie so ein bisschen auch meine Natur ist, das erstmal einfach zu machen, auszuprobieren, sich Gedanken darüber zu machen, genau, und dann loszulegen. Wir haben dann mit dieser Firma losgelegt, mit diesem anderen Tobias zusammen, genau, der das aus Sales-Sicht so ein bisschen begleitet hat.
Und dann ist das Produkt immer größer und größer geworden. Wir hatten damals uns gar keine Titel gegeben. waren einfach beide Geschäftsführer und fertig. Und ansonsten wären wir auch nicht so viel mit Titel durch die Gegend. Und dann wurde es aber auf einmal so unglaublich groß. Wir haben heute in Deutschland die von den zehn größten Banken neun an der Vertrag.
Dann auf einmal kommt dann aus dem Markt und auch dann von den Sherolds schon die Frage, wer es eigentlich hier wäre. genau,
Philipp Deutscher (08:31)
Hmm.
Tobi (08:32)
dann haben wir uns dann gefragt, alles klar, brauche irgendwie alles irgendwie mit Sie vorne, müssen wir jetzt irgendwie aufteilen und klar, ich bin für den technischen Teil zuständig. Und dann kam was Schnelles drauf, dass es vielleicht logisch ist, ich den CTO spiele. Genau, also gar nicht so, wenn jetzt fragt, wann ich das gemerkt habe, habe ich dann gemerkt, als wir drüber gesprochen haben, gesagt haben, wir brauchen jetzt irgendwie doch einen Titel, den man da irgendwie hinschreibt.
Insbesondere dann, wenn man eben dann mit Kunden spricht. Und dann braucht man jemanden, der auch der CTO ist. wir sind angeschlossen im Kernbanksysteme, machen da Live-Entscheidungen mit. Und genau da ist das dann auf der anderen Seite beruhigend, wenn da jemand da ist, wo ein Technical noch mit drin ist und sich da jemand technisch mit jemand austauschen kann oder zumindest irgendwie den Proof bekommt, alles klar, die haben Ahnung von dem, was sie da tun technisch. Und so kam das eher zustande.
eher aus der Not heraus, weil man diesen Titel brauchte.
Philipp Deutscher (09:28)
Das ist natürlich in erster Linie der Titel, der kam dann irgendwann. Davor hattest du schon die Geschäftsführungsfunktion. Wann war der Punkt, an dem du dich auch mit anderen CTOs ausgetauscht hast? Und wie hast du da gemerkt, wie spielst du denn mit in dem Spiel? Hast du dich da viel angefangen zu vergleichen? Hast du das in irgendeiner Weise als einen Unterschied wahrgenommen?
Tobi (09:52)
Ja, genau, als wir gestartet sind, klar, da sind wir so ganz klassisch mit Grundergeist gestartet. Am Anfang wir irgendwie zu dritt oder zu viert. Da habe ich natürlich selber mitprogrammiert als ganz keinen Morgen und mir die Wochenenden um die Ohren gehauen. Genau, und sind dann ganz klassisch immer weiter gewachsen, brauchten immer mehr Mitarbeitende mit dazu, wurde das Team immer größer. Und dann waren wir das so.
noch gar nicht so richtig bewusst, ich einen Austausch brauche. Wir brauchen ein Produkt, das muss uns am Markt ankommen. Dann funktioniert das nur so halb, dann muss man hier und hier noch mal mithelfen und so was. Und dann ist die Firma sehr organisch gewachsen. fünf Jahre später oder sechs Jahre später, sind wir knapp 60 Leute. Also auch recht flott, linear und auch bis jetzt organisch gewachsen. Aber da kommt man dann irgendwann natürlich zu der Frage...
Ich kann jetzt hier nicht jede Codezeile mit refühen, sondern wir brauchen jetzt müssen auf einmal in Teams arbeiten. Und irgendwann kommt dann auch die Frage, das geht jetzt eben nicht nur mehr in Teams, sondern wir brauchen jetzt auch sowas, was man als Gründer sagt, das will man nie haben, aber braucht auf einmal auch irgendwie sowas wie eine zweite Führungsebene. Und jetzt brauche ich hier irgendwie jemanden, der Entwicklung verantwortet und jemanden, der Produkt verantwortet und sowas. Und dann muss man das abgeben, diese Verantwortung.
Und muss ich dann Gedanken machen, was mache ich jetzt mit der ganzen Zeit auf einmal? Also keine Sorge, kommt genügend Aufgaben, aber ständig zu den Fragen, alles klar und wie schaffe ich jetzt den Tag über den meisten Wert? Genau, den meisten Wert schaffe ich definitiv nicht mehr, indem ich Code-Zeilen irgendwie rausballere, sondern den meisten Wert schaffe ich jetzt anders. Auch nicht, indem ich über Produkt nachdenke, weil dafür haben wir eine Produktmanagerin und so weiter. Und nicht mehr, indem ich mich die Mitarbeitenden kümmere.
im Konkreten, sondern dafür haben wir eben Führungskräfte drin. Genau, und dann gilt es erst mal, das auszuhalten und das zu diskutieren, auch mit dem Team, mit dem man mal so gestartet ist und immer gesagt hat, man will immer flache Hierarchien haben und dann feststellt, naja, irgendwann geht es dann doch nicht mehr, sondern muss dann eins weitergehen. Und da ist dann, ja, sprichwörtlich, guter Rat teuer. Genau, und das kriegt man günstig, indem man sich gut austauscht mit anderen CTOs oder teuer, teuer, indem man sich irgendwie eine Beratung holt. Genau, ich...
Versuche das tatsächlich auf erster Weg und spreche oder zwei oder mehr, wie ich es gesagt habe, spreche ich mich gerne mit anderen, ihr aus, mit anderen oder auch einfach Geschäftsführern, die sich es ähnlich noch nicht klar haben. Mal ab genau, wie fühlt ihr euch euren Job aus? Wie macht ihr das?
Philipp Deutscher (12:20)
der Samen
Wie viel von dem,
du jetzt so in der CTO-Rolle heute lebst, hast du denn intuitiv schon richtig gemacht auf dem Weg in diese Rolle rein und auch in der Transformation darin? Und wie viel hast du dir tatsächlich durch aktiven Austausch geholt? Also ist der Unterschied, wie du jetzt die Rolle ausfüllst und wie du vielleicht am Anfang auf so eine Rolle geblickt hast, ist der sehr groß? Oder ist vieles von dem, was du jetzt gerade auch erzählt hast und das ich sehr unterstütze von wegen ...
Ich mache keinen Code Review mehr und so weiter. Wieso wusstest du das von Anfang an und wieso hast du das intuitiv schon richtig gemacht? Und wie viel war da Coaching oder Sparing mit dem Spiel oder Mentoring?
Tobi (13:08)
Ja, genau, mentoring gar nicht, sondern eher, genau, also von der Seite bekommt man dann von ganz vielen, die sofort gleich zu beginnen, also genau, mit denen, die so mich rum sind, sind alle älter als ich, schon länger im Berufsleben, und die haben schon gleich zu Beginn gesagt, hey Tobi, du kannst das nicht mehr machen, du musst jetzt sofort jemand anderes suchen, der das übernimmt und so weiter und so weiter. ich war aber noch gar nicht im Produkt und mit der, der, im Daily Business noch gar nicht so weit. Und hab dann immer gesagt, nee, das brauchen wir alles nicht.
sondern ich kann hier mitprogrammieren den ganzen Tag. irgendwann kommt man bei den verschiedenen Themen auf einsehen und stellt dann irgendwann fest, hat vielleicht doch Recht gehabt vor zwei Jahren der Florian oder wie auch immer. Also genau, ist, glaube ich, eher so rum, wo man dann eben anfängt und feststellt, okay, vieles, es da draußen in anderen Firmen schon immer gibt.
ist vielleicht doch gar nicht so falsch. Die Menschheit hat das vielleicht schon sehr oft bewiesen, dass es so geht. glaube, gleichzeitig, und die Fahne will ich schon hochhalten, ist es wichtig, das für sich den ganzen Tag zu challengeen und schon zu gucken, ist das gerade der richtige Weg. Oder auch das, was mir von außen gesagt wird, ist das jetzt gerade der richtige Weg? Oder ist das gerade noch richtig, mit zu programmieren? Und ist es jetzt richtig, aber wieder rauszugehen? Ich glaube, man darf das in ...
Beide Richtungen darf man diesen Abbruch nicht verpassen. glaube auch zu früh da rauszugehen. In unserer Geschichte, wo man eine Firma von vorne aufbaut mit drei Leuten und dann später größer wird, da zu früh rauszugehen ist oft nicht der richtige Weg. Und ich glaube diesen genauen Sweetspot zu finden, ich glaube das ist der Schlüssel. Das muss man gut hinbekommen.
Philipp Deutscher (14:53)
Du hast jetzt die Rolle auch übernommen, auch weil du der Geschäftsführer warst und auch mitgegründet hast. Das heißt, das ist dein Unternehmen und ihr konntet natürlich euch dann auch die Rollen gegenseitig geben und auch die Verantwortlichkeiten. Aber gab es einen Moment, sei es jetzt von Seiten der Investoren oder von sonstiger Seite, in dem dir der fehlende formale Background geschadet hat?
Tobi (15:15)
Glaub nicht.
Philipp Deutscher (15:15)
oder umgekehrt auch besprochen, hast du das auch an der anderen Stelle ganz bewusst als Vorteil wahrgenommen?
Tobi (15:21)
Also jetzt verstehe ich deine Frage, ich glaube deine erste richtige. Also genau als Vorteil sehe ich das oftmals, weil ich mit so einem, also ich bin Realschüler, weil ich oft mit so einem Realschülerdenken hingehe. Also genau, sehr pragmatisch mir irgendwie den Problemfall anschaue und da realschülermäßig darüber nachdenke, wie ist das jetzt hier zu lösen. Genau und ich glaube, da bringt mir das den Vorteil. Ein Nachteil ist das schon
Manchmal, wenn das dann auf einmal in eine Richtung geht, oder ich kann einfach das mal anders drum. Ich glaube, als CTO reicht es nicht aus, sich mit Technik und so weiter auszukennen, sondern du musst noch einen Schritt weiter gehen. Man muss verstehen, wie Sales funktioniert. Man muss verstehen, wie das Fachliche sowieso funktioniert. Ich muss auch außenrum verstehen, wohin soll eigentlich unsere Strategie, was ist eigentlich unsere Vision, wo will man eigentlich hin und in unserem Fall ...
Philipp Deutscher (15:59)
Hm.
Tobi (16:15)
Wie stelle ich mir vor, wie stelle ich mir vor, in fünf Jahren ein KYC-Fall, also ein New York Customer Fall, ein Fall zur Prüfung nach geldwäschiger Terrorismusfinanzierungsprävention, wie stelle ich mir vor, wie in fünf Jahren das gelöst wird? Und das eben nicht auf einer technischen Basis, sondern auf einer in dem System selbst. Wie stelle ich mir da vor, wie das gelöst wird? Und das muss man hinbekommen. So genau, in meinem Fall
Jetzt wäre ich auch noch den Fakt mit dazu oder die Schwierigkeit mit dazu genommen, nicht studiert zu haben, merke ich, wie ich dann auf einmal jetzt schnell wissen brauche, wie das geht. Und das muss ich mir dann super schnell an einem Wochenende aneignen, nachfragen und das herzustellen, damit ich dann in der Lage bin, eine gute Entscheidung treffen zu können oder eine gute Meinung zu bilden können, die ich diskutieren kann. Genau, also in umgekehrter Reihenfolge erst.
Meinung bilden, diskutieren und dann entscheiden. Das vielleicht klüger. Aber genau das eben schnell zu tun. Also genau als Beispiel, wir sind jetzt an so einem Punkt mit 60 Leuten, da fragt man sich schon, jetzt haben wir die ersten fünf Jahre hinter uns, wir haben auch viel ausprobiert, auch viel Blödsinn gemacht, auch mal blöd abgebogen und so weiter. Jetzt ist das aber recht stabil und jetzt müssen wir uns überlegen, wie ist das in fünf Jahren. Also genau konkret diese Frage. Und dann sich zu überlegen, wie geht das strategisch weiter?
sondern unternehmensstrategisch. Wie sieht der Wettbewerb aus? Wie wollen wir weiter wachsen? Ist es rein das Organische wachsen oder müssen wir anorganisch wachsen? Anorganisch muss es gar nicht ein &A-Ding sein, sondern kann genauso eine strategische Kooperation sein. Und dann braucht man das. Ich weiß nicht, ob man das in einem klassischen Studium tut. Keine Ahnung, habe ich ja nicht gemacht, kann ich dir nicht beantworten. Aber das war dann der Fall, wo ich dann dachte...
Philipp Deutscher (17:52)
Hm.
Nein, nicht im Informatikstudio,
das kann ich dir sagen.
Tobi (18:09)
Okay,
schade, ja. Das war dann der Fall, wo ich dachte, jetzt brauche ich dringend sofort wissen. In einem Redenfall habe ich dann geguckt, habe festgestellt, dass die Universität in St. Gallen das ganz gut ausbildet. Und habe dort nachgefragt und konnte dann so für vier Tage oder was war das? Teilnehmen an so einem Format, an dem man das eben schnell gelernt hat. Und wo mich das sofort weitergebracht hat. Und das versuche ich eben zu finden.
An den Stellen, wo ich merke, da komme ich nicht weiter mit meinem klassischen Realschülertechnikwissen oder Erfahrung. Jetzt brauche ich auf einmal anderes Wissen. Das muss ich mir jetzt irgendwo herziehen. Dann muss man das schnell können. Und insbesondere, gut, gibt es vielleicht andere Themen, man im Informatikstudium lernt, die ich dann eben jetzt zügig brauche.
Philipp Deutscher (18:59)
Was er auch als guter Vergleich herhält, ist vielleicht die Unterscheidung zwischen Booksmart und Streetsmart. Und von dem, du das jetzt gerade erklärt hast, du hast es jetzt mit Realschülerdenken halt beschrieben, das könnte man ja auch als Streetsmart bezeichnen. Also ganz viel Pragmatismus, ganz viel die Graubereiche zwischen dem Richtigen und dem Falschen auch irgendwie auszuloten. Und sehr viel mehr auch auf Empathie und auf Intuition auch hören.
Und im Gegensatz dazu ist ja dann Booksmart eher das Thema, an dem Entwickler vielleicht auch scheitern, wenn sie sich Richtung C-Level aufmachen wollen, weil für sie nur binär richtig oder falsch, also ich übertreibe jetzt auch ein bisschen, ich spitze das jetzt zu, weil für sie nur richtig oder falsch und ja oder nein und schwarz oder weiß existiert. Und es gibt einfach entweder die richtige technische Lösung oder sie ist eben falsch. Und ich glaube, sobald du anfängst Richtung...
Business zu denken ... und auch strategisch zu arbeiten, dann bist du automatisch ... in genau diesen grau Bereichen unterwegs. Und dann ist vielleicht, ... da gibt es kein richtig und falsch mehr. Und dann gibt es Sachen, ... da du musst eine Entscheidung treffen und du weißt noch gar nicht, ... ob sie richtig oder falsch ist, aber du musst sie trotzdem treffen. Und du musst strategisch entscheiden. Und genau in diesem Kontext ... ... funktioniert das denn. Deswegen, als du das so erklärt hast, ... war ich genau wieder in dem ... Booksmart versus Streetsmart ... denken und habe mich da ... sehr darin wiedergefunden.
Würdest du das auch so sehen oder würdest du dich davon dann doch eher noch mal irgendwo abgrenzen wollen?
Tobi (20:25)
Ich kenne die Begrifflichkeit nicht, kann sie jetzt aber sehr gut nachvollziehen, wie du das erklärt hast. Ich glaube, das vielleicht eins weiterzuführen, ⁓ wertstiftende Software herzustellen oder das in der Verantwortung herzustellen als CTO, ich begreifen können, wo das Ganze hingeht. Es bringt nichts zu sagen.
Also genau, hier kommt irgendwie eine Anforderung von der Business-Seite, dann müssen wir das jetzt hier runterprogrammieren und dann überlege ich mir alles klar, brauchen wir jetzt für eine Architektur, und dann habe ich eine arschgeile Architektur, die genau das abbildet. Das bringt mir in zwei Jahren nichts, das ist nicht nachhaltig. Sondern ich muss mit die Frage stellen, wie baue ich das heute auf, damit das nachhaltig ist. Oder anders drum, ich baue das jetzt auf mit, ich gehe jetzt schon eine technische Schuld ein und ich weiß, das werfen wir in einem Jahr weg, weil wir da was anderes brauchen, oder in drei Jahren.
Da werfen wir das weg, da brauchen wir was anderes. Aber ich weiß jetzt schon, was wir dann brauchen. Ich weiß auch die Kosten. Und ich kann die jetzt schon mit einkalkulieren. Und ich glaube, ist, warum das so wichtig ist. Vielleicht zielt das so ein bisschen auf Street Smart ab. Ich will dennoch auf der anderen Seite nicht sagen, dass man kein Wissen aus Büchern, dass man das stehen lassen sollte. Ganz im Gegenteil.
glaube, es ist super wichtig, sich ständig weiterzubilden und hier links und rechts zu schauen. Und oftmals stehen dann doch noch mal der eine oder andere kluge Satz in so einem Buch drin. Genau deswegen gar nicht verkehrt, sich da nicht auf eins zu fokussieren, sondern genau zu gucken, was man in der Situation braucht.
Philipp Deutscher (21:53)
Absolut, absolut.
Sehr gut. Wenn du jetzt auf junge Entwickler schaust, gerade vielleicht auch in deinem Team, inwiefern ist auch so ein Thema wie CTO werden wollen in deren Köpfen? Gibt es da den einen oder anderen, der vielleicht an deine Tür klopft und sagt, ich würde gerne auch mal CTO werden? Ist das ein guter Plan? Oder wie reagierst du, was antwortest du denen?
Tobi (22:22)
gab es bei mir noch nicht. Vielleicht zwei Gedanken dazu. einen, bei uns in der Firma gilt für alle Führungskräfte, die verantwortlich sind für andere Menschen, gilt immer der Leitsatz, die Menschen, für die man verantwortlich ist, an sich selbst vorbei zu entwickeln. Das gilt bei uns. Wer das nicht tut, der kann hier leider nicht sich für Menschen kümmern und Menschen weiterführen. Das finde ich enorm wichtig. Damit nicht so komische Dinge entstehen wie
Da will jemand unbedingt irgendwie seinen Platz verteidigen oder merkt nicht, wann er gehen muss. Das auf der einen Seite, aber auch anderen Seite, auch ⁓ Freiraum zu schaffen, dass man selber weiter wachsen kann. Ich glaube, genau, ist super wichtig. Also wenn ich dem Dir, dem Direx, scheiß Wort, aber genau, die Leute, für die ich zuständig bin, wenn ich denen mehr in die Verantwortung nehme, mehr denen das beibringe, was ich tu und mehr die mit hochziehe, desto mehr ...
Schaffen die Mehrwert, schaffen mehr von dem, was zu tun ist, abgearbeitet und schafft mir Freiraum, dann wieder weiterzuwachsen und weiter nach oben zu kommen. Oder eben anders, tatsächlich jemanden zu finden, der in eigenen Firma ist und tatsächlich den Job einfach besser kann. Und dann sollten, das würde ich jedem empfehlen, da ganz ehrlich mit sich selber zu sein, so festzustellen oder das ständig zu überprüfen und zu gucken, alles klar, gibt es jemanden, der das besser kann als ich und dann den Weg frei macht.
Klar, ist natürlich kein alles einfach gesagt und ist nicht leicht umgesetzt, aber ist glaube ich was, wir in unserer Welt ganz dringend brauchen. In der Welt, der wir Fachkräftemangel haben und so weiter, ist es super wichtig, dass wir in der Frage, damit wir den Tag über den besten Mehrwert erreichen können und schaffen können in der Firma, die ich mich committet habe. Zum anderen...
Philipp Deutscher (24:11)
Du hast das gerade so
erklärt. Wie hast du den Begriff an einem selbst ... Vorbeiführen oder wie hast du das genannt? Vorbeientwickeln. Das ist ein sehr schöner Begriff und den habe ich ... tatsächlich so in der Form nicht gehört, aber ich finde den sehr passend für das, was du dann ... danach beschrieben hast. Ich glaube, das können wir ganz gut so stehen lassen. Lass uns mal auf das Thema Digitalisierung kommen. Das ist auch ein Thema, was dich sehr umtreibt, wenn du ... ... von so Themen wie Digital First sprichst. Ich habe es im Eingang im Intro auch erwähnt.
Tobi (24:17)
vorbei entwickeln. Genau, ja.
Philipp Deutscher (24:40)
Was ist der Denkfehler, den du bei Unternehmen am häufigsten siehst, wenn es dieses Thema geht?
Tobi (24:44)
Ja, das ist mein Herzensthema. Konstellation versus Sittlation. Das war so hingestellt. Genau, gehen wir gleich bisschen tiefer rein. Ich glaube viel zu oft, und gerade im KMAS-Umfeld, dass mir das besonders aufgefallen, und da ging das Ganze auch los in meinem Denken. Man geht hin und nimmt einen Prozess, den man analog kennt, und versucht ihn genauso zu digitalisieren. Also, ich versuche irgendwie rauszufinden, gibt es irgendwie ...
Geld durch die Terrorismusfinanzierung, schaue ich mir die Handelsregisterauszüge an und so weiter und so weiter. Und dann geht man hin und intuitiv, das tun ja leider alle, die was mit Digitalisierung tun, machen das leider immer viel zu schnell. Wir gehen hin, nehmen den analogen Prozess und überlegen, wie kriege ich den digital hingestellt. Und das ist aber ein Fehler. Ich mache ein Beispiel, das ist ein gutes Gedankenexperiment, was man machen kann. Wir haben irgendwann mal als Menschheit beschlossen, dass wir hier nicht mehr Hühner gegen Kühe tauschen wollen.
und haben dann so was wie Geld erfunden. Und dadurch ist es einfach leichter, Transaktionen durchzuführen und Werte von A nach B zu bringen. Dann haben wir irgendwann mal hier Computer erfunden und haben gesagt, alles klar, das jetzt noch mal auf dem Computer abzudecken, das wäre ja mega smart. Und was haben wir gemacht? Wir haben das analoge Geldsystem, wie wir das kennen, eins zu eins übersetzt ins Digitale. Und deswegen, Philipp, wenn ich dir heute drei Mark rüber sende...
Dauert das, wenn ich das nicht per Paper mache, dauert das auch einfach vier Tage, bis das dann bei dir auf dem Girokonto angekommen ist. Genau, weil wir das genauso gemacht haben. das Gedankenexperiment anders drum gedacht. Was wäre gewesen, wir hätten als Menschheit als erste Technologie, Computer, Elektronik und so was erfunden und danach Geld. Wie hätten wir das umgesetzt? Und ich glaube nicht, dass wir das so sperrig gemacht hätten, wie wir das heute gemacht hätten. Oder wie wir das heute haben, wie wir das heute implementiert haben. Und ich glaube, also dieses Gedankenexperiment...
Ich drehe meine Entwickler hier die Augen, weil ich das jeden Tag erzähle, ist aber bei uns der Kern. darüber nachzudenken, wie würden wir das Problem, das wir haben, also das tatsächliche Problem, was vor uns ist, die Situation, vor uns ist, wie können wir die mit Technologie lösen? Und zwar nicht eins zu eins den gleichen Arbeitsschritt analog machen und genau das macht dann einfach die Maschine nur in digital, sondern wie können wir andersrum denken und mit Hilfe von Technologie das eigentliche Problem lösen?
Und das versuchen wir.
Philipp Deutscher (27:09)
Das wäre natürlich
sehr disruptiv wiedergedacht, indem ich dann versuche, Problem von heute auf komplett anders anzugehen. Das verstehe ich. Auf der anderen Seite ist ja erst mal nichts Falsches daran, wenn man das auch als evolutionären Prozess sieht und sagt, wir kommen aus dem Analogen und jetzt machen wir das Analog erst mal digital und danach machen wir es dann noch mal irgendwie anders. Ist das auch ein Ansatz für dich oder warum sagst du, dieser Ansatz kann nicht funktionieren? Weil
Tobi (27:33)
Nein,
kann nicht funktionieren, weil wir dann ein System gebaut haben, dann live ist und was genauso verwendet wird die nächsten 700 Jahre. Also es funktioniert genauso. Also schau dir, nehmen wir das Beispiel, das Geldsystem, das wir heute haben. mal hier so Bitcoin, Cryptocurrencies und so was, alles schwierige Themen und so weiter, noch ein bisschen verbrannt. Wenn man das jetzt aber mal rein technisch anschaut, also rein technisch.
Ist das eigentlich eine saukohle Idee? Und sich zu überlegen, wie man das herstellen kann, dass man überprüfen kann, wie ging tatsächlich ein Wert von Konto A auf Konto B? Ich will gar nicht diese Krypto-Geschichte aufmachen, aber nur mal so rumgedacht. Schaut ihr an, wie viele innovative Technologien es heute gibt und wie langsam heute immer noch eine Überweisung ist. Es ist der Beweis dafür, dass das kein Buddha-Step ist.
zu sagen, na machen wir es erstmal genauso, erstmal in digitaler und danach überlegen wir es uns. Sondern wenn ich schon mich anstrengen und etwas in Software gieße und das ist teuer, zu tun, dann sich direkt zu überlegen, wie kann ich das gleich nachhaltig sinnvoll lösen, ist der richtigere Schritt. Und sonst ist es vielleicht auch klug, einfach nicht anzufassen. Kennst du das Beispiel hier mit dem iPad? Es gibt ja ganz lange auf dem iPad oder glaube immer noch nicht, gibt es keinen Taschenrechner.
Also hier ist eine Taschenrechner-App. Findest du auf dem iPad nicht. Findest du auf deinem Telefon, aber auf dem iPad nicht. nicht die Nativ-App. Genau, weiß ich, warum es das nicht gibt. Das gibt es nicht, weil der, ich weiß nicht, Chef-UXler oder was von Apple gesagt hat, ich weiß nicht, wie ich das praktikabel herstellen soll auf dem iPad. Ich weiß gar nicht, wie ich das lösen soll. Auf dem Handy ergibt das Sinn, das ist wie ein Taschenrechner. Und das Taschenrechner digital abgebildet, dann kann ich irgendwie super mitrechnen. Auf dem iPad, das ist eine komische Größe, die hab ich auch nicht so in der Hand wie ein Taschenrechner.
Philipp Deutscher (29:03)
Stimmt. Stimmt.
Tobi (29:28)
ist megaumständlich, hat sich deswegen entschieden, nee, machen wir nicht. Kannst du dich aus dem App Store von irgendjemand anders drunterladen, bauen wir nicht. Ich bin überhaupt kein Apple Fanboy, aber ich finde das Beispiel ganz gut, dann zu sagen, nee, wenn wir das irgendwie lösen, dann lösen wir das gleich wie das Sinnliche, wie das richtig ist, statt erst mal eine halbe Lösung, die sich dann aber nachher etabliert und dann nutzen wir das wieder als ganze Menschheit, statt dann auch einmal richtig drüber nachgedacht zu haben. Ich glaube...
Philipp Deutscher (29:53)
Ja, jetzt im Beispiel Geld-
und Geldtransaktion betrachtet, weil du das ja auch kritisiert hast und gesagt hast, naja, ist ja, ich unterstütze auch das, dass die Transaktionen heute immer noch Tage teilweise dauern. Das ist ein Unding in der digitalen Welt, in der alles echtzeitverfügbar ist. Was wäre denn die Alternative dazu? Du hast jetzt Bitcoin angesprochen oder beziehungsweise auch digitale Währungen. Machen die das denn genauso anders, wie es denn sein sollte in deiner Sicht? hast du einen Ansatz, der hier eine andere Lösung ins Spiel bringt?
Tobi (30:24)
Nee, habe ich nicht. Ich auch kein... Ich bin kein Experte da drin. Nee, ich bin kein Experte, was hier Geldtransaktionen und Geldsysteme angeht. Weiß ich nicht. Habe ich nicht mit reingedacht. Im Geldwäsche-Tourismus-Finanzierungs-Kontext kann ich dir das sagen. Ich glaube, das bekomme ich schon mit. Es gibt gerade die Überlegungen zum digitalen Euro. Da soll ich mir mal zwei Vorträge von der BaFin angehört. Find ich gar nicht so blöd, was da dahinter steckt.
Philipp Deutscher (30:24)
Weil das ist auf dem Papier besser wäre, dann ist ja klar.
Tobi (30:51)
kann das auch schlecht bewerten, nicht so tief drin. Aber vielleicht ist das irgendwie eine Lösung und eine Idee. Genau, ich glaube, das so von der Seitenlinie irgendwie reinzuwerfen, macht das mal bitte so und so, davon bin ich dann auch so weit weg.
Philipp Deutscher (31:02)
Ist das vom digitalen Euro
mehr als nur wieder ein anderer Stablecoin, was Sie sich da ausgedacht haben?
Tobi (31:09)
Sobald ich das verstehe, ist das kein stablecoin. Soweit ich das verstanden habe, das schon eine programmierbare NetAs Währung, die aber genauso offline funktioniert. Das ist nicht ganz der klassische stablecoin. Es funktioniert trotzdem, dass ich peer to peer offline bezahlen kann. Aber dann hört mein Wissen auch schon gleich auf.
Philipp Deutscher (31:29)
Okay, ich sollte mich mal damit beschäftigen,
bevor ich irgendwie Fragen stelle in Bereichen, in ich mich selber nicht auskenne. Dann lass es lieber mal zum Beispiel kommen, AML, KYC, du hast gesagt, da läuft auch heute noch strukturell einiges falsch. Was genau ist das?
Tobi (31:44)
Ja, eine Menge. Also genau, ich habe ja gerade schon die Zahlen genannt, wie viel Geldverschwendung und Tourismusfinanzierung in Deutschland passiert. Übrigens, Deutschland ist eines der krassesten Länder weltweit, in dem am meisten Geldverschwendung und Tourismusfinanzierung passiert. Genau, und zum einen ist das ein strukturelles Problem. Also sprich, genau, KYC, also das vielleicht, das habe ich gar nicht aufgelöst. KYC steht für Know Your Customer, also bedeutet, kenne deinen Kunden.
Und im Rahmen von geldwäschiger Tourismusfinanzierung funktioniert es genauso. Also eine Bank, da kommt ein neuer Kunde, möchte gern ein Produkt und dann überlege ich als Bank, alles klar, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Kunde mein Produkt missbraucht für geldwäschige Tourismusfinanzierung. Genau, das mache ich im KYC-Gedanken. Und dann alleine das schon, da findet in Deutschland oder auch in Europa eher ein, naja ich erfülle mal das Gesetz, dass es gesetzerfüllte ist und dann habe ich dann irgendwie keinen Ärger von der BaFin bekommen.
Also sprich, eher so ein cover my ass findet da statt, statt dass man darüber nachdenkt, alles klar, ich habe tatsächlich ein Interesse daran, ernsthaftes, auch nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch wirtschaftliches Interesse daran, dass mein Portfolio, mein Kundenportfolio sauber bleibt. Sondern es ist oftmals, es ist eine freche Unterstellung, aber die erlebe ich so den Tag über, eher so eine cover my ass.
Wie kann ich Gesetz gerade so erfüllen, damit das hier alles passt und wenn doch so ein Fall ist, dass der BaFin sagen kann oder der anderen Finanzaufsicht sagen kann, hier, ich habe aber alles gemacht, was im Gesetz drinne steht. Also bitte gehen Sie bitte weiter. Ich habe mich darum gekümmert. Das ist das eine Problem. Und zum anderen haben wir ein großes Problem bei der Abarbeitung von Meldefällen. Du kannst es dir vorstellen, es gibt eine Bank, die stellt fest, alles klar.
Das sieht tatsächlich nach Geldwäsche-Deurismus-Finanzierung aus. sind irgendwie Zahlungen, die lassen sich die erklären, gehen in ein Hochrisikoland, in dem tatsächlich viele Terrorismus-Finanzierungen passieren. Das sieht sehr nach Terrorismus-Finanzierung aus. Und dann wird das eben gemeldet mit ein paar Mehrfaktoren. Wird dann dem Bescheid gesagt, alles klar, das sieht mir hier irgendwie komisch aus. Genau, und dann landet es bei der FIU, Financial Intelligence Unit. Das eine Abteilung vom Zoll. Und die bearbeiten diesen Fall. Genau, und jetzt halt dich fest, Philipp.
Von diesen Fällen werden 1 % abgearbeitet. Das heißt, du kannst auch anders drum denken.
Philipp Deutscher (34:10)
Und die anderen bleiben liegen?
Und die anderen bleiben alle liegen oder die kommen irgendwann noch?
Tobi (34:15)
Also genau, die Behörden da draußen, die Zoll steht ja Zoll, das sind ja deine und meine Angestellte, die bezahlen unser Steuergelder und die schreiben uns einen Bericht und den kannst du einlesen und kannst es nachlesen und da drin kann man feststellen, was so getan wird. Genau davon werden eben nur ein Prozent der Meldefälle überhaupt abgearbeitet, weil zu wenig Mensch da ist, zu wenig Technologie da ist und das Ganze auch nicht digital, also sind wir genau bei dem Problem, nicht digital, sich angeschaut wird.
Konkret in dem Fall hatten wir versucht, Kontakt herzustellen, weil wir auch da eine kluge Idee haben. Stichwort Entity Resolution. Also wir können sehr gut mit Daten von der Schufa, wo wir eineindeutig auf eine Person aufschlüsseln können, wir, wenn es sieben Meldefälle von sieben verschiedenen Banken zu einem Vorfall gibt, könnten wir das auflösen und könnten dann sofort rapide den ganzen Bestand deutlich verschlanken und deutlich schneller abarbeiten.
Aber so weit ist der Zoll nicht und die FIU, sondern löst das noch mit Menschen. Jetzt fairerweise, gibt es jetzt einen Führungswechsel oder gab es jetzt hier bei der FIU? Das sieht ganz gut aus, dass sie das vielleicht jetzt irgendwie besser hinbekommen. Aber so ist es, bis jetzt ist das so der Fall. Und das ist ein massives Problem, wenn er Fragen beantwortet. Und er auch da technisch komisch beantwortet. Also die Menschen, die das dort bearbeiten, auch mit dem Tool, mit dem gemeldet wird und so was, das ist
Das sieht furchtbar aus. ist genauso gemacht. Das ist der analoge Prozess genommen und den einfach digital umgesetzt. Genauso wie er ist, 1 zu 1 statt darüber nachzudenken. Wie kriegen wir das eigentliche Kernproblem gut mit Technologie gelöst?
Philipp Deutscher (35:58)
Wo ist denn der Ansatz, das strukturell anders zu machen? Es ist ein systemisches Problem. Das heißt, es beginnt beim Gesetzgeber, es beginnt bei demjenigen, der die Regulatorik macht.
Tobi (36:09)
Und jetzt wird es richtig spannend. Dort nämlich nicht. Normalerweise ist das ja so, das Gesetz versucht, anhand verschiedener Faktoren eine Konstellation aufzulösen. Also der ganz berühmte Knallerbsenstrauch, der auf deiner Seite rüberwächst, Nachbar, dem du dann nachschauen kannst im Gesetz. Und es gibt genau diese Konstellation dargestellt, eine Lösung für diese Problematik.
So funktioniert der Gesetzgebung normalerweise. tatsächlich, das ist eine Konstellation statt eine Situation bewertet. Und tatsächlich ist es gerade im Geldwäscheumfeld genau andersrum, das finde ich eigentlich mega erfrischend, wenn es auch so gelebt werden würde, dass ein risikopassierter Ansatz nennt man das. Das heißt, im Gesetz gibt es eine Mindestanforderung, die man als Verpflichteter nach dem Gesetz auszuführen hat. Aber darüber hinaus ermutigt das Gesetz genau das.
Setzt dich hin und überlegt dir ganz genau, also als Bank beispielsweise, wie können deine Produkte missbraucht werden für geldwäschige und terroristische Benenzierung und überlegt dir dann, wie du das sicherstellen kannst, dass das im besten Fall nicht passiert. Eigentlich ist das schon von Gesetzgebung richtig cool gemacht. Und dann in Deutschland aber wieder richtig blöd irgendwie umgesetzt.
Philipp Deutscher (37:22)
Aber es hat ja keiner, also
es hat, die Anbieter haben wahrscheinlich kein Interesse daran, noch viel mehr Zeit in diese Thematik zu stecken, weil sie davon am Ende des Tages wenig haben?
Tobi (37:33)
Ja, und da gibt es ganz viele Argumente dagegen, weil es tatsächlich auch einen wirtschaftlichen Missstand dadurch geht. will ich gar nicht rein, vielleicht nochmal deine Frage, andersrum Beantwortung, nochmal Richtung CTO zu gehen. Ich glaube, gleichzeitig, und da sind wir genau bei dem Thema, gehen wir dann hin und lösen das Problem, wir haben jetzt die Problemseite aufgemacht, versuchen das Problem analog zu lösen, wie das analog lösen, digital zu lösen, statt dass wir andersrum hingehen.
und uns die eigentliche Problematik anschauen und überlegen, wie können wir das lösen? Wie mache ich das? Und das ist dann vielleicht ein Punkt, man hier im Podcast gut sharen kann. Also wie kriege ich das tatsächlich hin? Das ist, und da greife ich den Punkt von ganz vorhin auf, versuchen die eigenen Entwickler von einer Konstellation in eine Situation hinzuleiten. von, so ist es ja klassisch, ich habe irgendwie einen Scrum-Prozess und dann andere Tickets geschrieben, überlege ich sie dann zum Produktmensch und dann der Product Owner und dann...
ist das Ticket gut geschrieben und dann geht es hin und her und dann sitzt der Entwickler da und baut genau das, was im Ticket drin steht, dann wird drüber nachher diskutiert, ist das denn richtig, was im Ticket drin stand oder nicht, ist das denn überhaupt, wir sind gar nicht die Akzeptanzkriterien runtergeschrieben und so weiter. Dann befindet man sich auf einmal auf dieser Ebene und auf dieser Ebene programmieren wir in Deutschland viel zu häufig Software. Statt dass wir andersrum hingehen und sagen, die Menschen arbeiten in einer Konstellation, andersrum hingehen und ich stecke es hier in eine Situation. Also hingehen und sagen,
Das ist das Problem, was wir versuchen zu lösen. Es gibt einen ganz guten Ansatz, den wir jetzt ausprobiert haben seit einem Jahr. Der nennt sich Shape Up. Kennst du das? Sonst absolute Empfehlung, da mal rein zu gucken. Das ist eine neue Art, wie man überlegen kann, wie man ein Produkt bauen kann oder wie man das methodisch gestaltet. Da geht es darum, dass ich mit Pitches vorbereite.
Philipp Deutscher (39:07)
Nichts sagt mir nichts.
Tobi (39:21)
Alles klar, welches Problem möchte ich eigentlich lösen? Was ist ein Lösungsansatz? Also dazu fünf Punkte. Was ist definitiv nicht innerhalb des Pitches oder was will man definitiv nicht umsetzen? Was sind irgendwie Rabbit Holes und so weiter? Das wird da drinne beschrieben und dann werden die Entwickler losgeschickt. Aber nicht mit dem Ding von und wie lange brauchst du bis du den Knopf da eingebaut hast, sondern andersrum. Wie viel möchte ich?
in das Thema investieren. Wie viel möchte ich die Problemlösung investieren? Und dann nehme ich Entwickler und sage, das ist das Problem, das ist das gemeinsame Lösungen. Er findet eine Lösung dafür und zeitkontingent ist das und versucht in dieser Zeit den meisten Wert zu heben. Und dann versetze ich auf einmal meine Entwickler in eine ganz andere Situation. Die haben dann auf einmal die Möglichkeit, darüber nachzudenken, überhaupt die Möglichkeit, technisch das zu durchdringen und eine gute Lösung zu finden.
Und vor allem, und da kommen wir ganz anderen Punkt, den wir noch gar nicht besprochen haben, bringe ich dann die Entwickler da rein, dass sie selber eine Selbstwirksamkeit erfahren. Dass sie quasi nicht mehr in ganzen Sache da sitzen und ein Ticket drunter basteln, sondern andersrum, dass sie hingehen und merken, alles klar, ich habe die Möglichkeit, tatsächlich was zu bauen, auch mal was falsch zu bauen, und tatsächlich mir Gedanken von Ende zu Ende zu machen, von vorne bis hinten. Und klar, da gibt es ja jemanden, nochmal über die Architektur schaut und so was.
Ist alles trotzdem gegeben, es ist nicht irgendwie Bilderresten. Aber die...
Philipp Deutscher (40:43)
Das sind jetzt aber
doch, wenn ich da mal kurz einhaken kann, das sind jetzt aber doch auch Punkte. Ich weiß nicht, ob wir die so alle so reinbringen können. Das eine ist ja Interpretationsspielraum aus der Regulierung. Es ist ja schön, man da an der Ansatz ist, dass die Regulierung oder die Regulatorik Interpretationsspielraum lässt und hofft, dass die Player im Markt diesen Interpretationsspielraum lösen. Jetzt war meine These ja, die haben ja vielleicht wenig
intrinsische Motivation, zu tun, weil sie keinen direkten Schaden dadurch erleiden. An These. Du bist der Experte, sag mir, wenn das falsch ist. Auf der anderen Seite bei Engineering-Teams, da ist es ja sogar gewollt, wenn ich Interpretationsspielraum gebe, da möchte ich ja intrinsische Motivation becken. Da ist auch der Benefit davon, gutes Produkt zu bauen, schlägt sich ja viel unmittelbarer auf das Wohl und Weh eines Teams oder eines einzelnen Engineers irgendwo nieder, als es vielleicht in einem komplexen Marktsystem ist, Wirtschaft und Finanzsystem.
wo der einzelne Player, ob er sich jetzt mit dem Thema noch intensiver auseinandersetzt, wie was die Regulaturung fordert, gar nicht direkt betroffen ist, sondern maximal indirekt oder über Umwege.
Tobi (41:51)
Doch, ich glaube schon. Also schön, dass es bei dir so resoniert, aber genau, vielleicht das zusammenzubringen. Ich glaube schon, dass wenn ich eine gute Software, also oder andersrum, ich kann, das ist erstmal wohl wahr, wie du es sagst. Wenn ich als Bank sage, mir ist das egal, ich versuche einfach mit Gesetz, das Minimale zu machen und dann bin ich irgendwie frei von allem. Genau, dann kann da auch schlechten Softwarehersteller herkommen und sagen, du pass auf, mach das anders. Aber was ich machen kann, ist, ich kann hingehen und kann
Du hast vorhin disruptiv verwendet, ist vielleicht bisschen arg hochgegriffen, aber ich kann trotzdem mit einem neuen Ansatz, mit einer neuen Idee, wie ich das eigentliche Kernproblem lösen kann, dabei trotzdem compliant bin, schon die Compliance Officer und KOSC-Mitarbeitenden aus einer Bank in die Lage versetzen, dass sie sagen, das ist eine richtig geile Software, das macht mir richtig Bock, morgens das aufzumachen und ich kann damit das eigentliche Problem, warum ich überhaupt mal hier reingestartet bin in den Beruf, richtig gut lösen und komme dann doch darauf,
Doch, das macht Bock, das hier zu lösen. Das kennst du doch auch selber. Manchmal hat man so, keine Ahnung, gibt es irgendwie das Beispiel von, ich weiß nicht, schreibt man abends immer sein Tagebuch oder so was. Wenn ich da ein richtig cooles Tool finde, wo das Logo schön aussieht, ich mache das auf, das sieht irgendwie alles toll aus, bereitet mir mein Template vor und so, da habe ich auch Bock, das jeden Abend auszufüllen. Wenn das aber ein langweiliger DIN A4-Zackel ist, der mich nicht anspricht, habe ich da keine Lust zu. Und dann...
dann holt mich das auch nicht ab. ich glaube, das ist jetzt zwar eine emotionale Seite, aber ich glaube, dass wir die, also wir jetzt als, wir sind verantwortlich für die Softwareprodukte, es da draußen am Markt gibt, dass wir mindestens da drin einen Unterschied machen, ich glaube, das sollten wir schon hinbekommen. Und ich glaube, dann kriegt man das schon hin, dass man sagt, alles klar, wir versuchen hier einen, wir haben die technische Lösung geschaffen, die, es kommt wieder auf das gleiche Ding, nicht eine Konstellation von Gesetzgebung irgendwie.
darstellt und das kann ich irgendwie abbebeiden, sondern andersrum. kannst dir tatsächlich einen Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungspräventionsfall in Gänse die anschauen und tatsächlich darüber nachdenken und lösen und zwar so, dass das Bock macht, sich das auch zu tun und so dass ich auch den Anreiz habe, das zu machen und das nicht nur in schönen Icons, sondern nachher genauso auch in der UX und genauso auch mit den Daten, dahinter sind. Also ich glaube schon, dass das geht.
Philipp Deutscher (44:09)
Du hast es interessanterweise gerade gesagt,
du hast ja gesagt, es wäre eine emotionale Sicht. würde sagen, es ist vielleicht eine sehr idealistische Sicht, die du darauf hast, oder? Also es ist ja ein Idee, Richtig, ja guter Punkt, guter Punkt.
Tobi (44:20)
Das ist doch auch Aufgabe von dem CTO, Eine idealistische Sicht zu
geben. Und klar, natürlich muss dann irgendwo ein Abstrich passieren. Das ist ja völlig klar an dem klassischen Donnerstag, 14 Uhr. Aber aber erst mal diese Vision und die idealistische Sicht nach vorne vorzugeben, an die man hinstrebt, warum nicht?
Philipp Deutscher (44:40)
Tobias, wir haben nicht mehr ganz so viel Zeit heute auf der Uhr. Leider, ich glaube, die Diskussion, die ist nämlich richtig interessant geworden. Ich glaube, wenn wir die Zeit hätten, würden wir jetzt glaube ich nochmal locker ⁓ die doppelte Zeit überziehen. Aber ich habe trotzdem noch, wie das so üblich ist bei uns hier im Podcast, eine Runde von Rapid Fire Fragen mitgebracht. Hast du Lust?
Tobi (44:57)
Ja klar, schieß los!
Philipp Deutscher (45:00)
Dann Studium, overrated, underrated oder Kontextfrage.
Tobi (45:05)
Absolut überrated. Ich glaube tatsächlich, ich erlebe zu oft Leute, die bei uns hier starten und mit einem Master hier im Programmieren starten. haben wir gleichzeitig einen 14-jährigen Schülerpraktikant, der hier gerade sein Schülerpraktikum macht. Ganz am Ende ist Programmieren ein Handwerk. Und dann stelle ich fest, dass vielleicht der eine das doch besser kann als der andere.
Philipp Deutscher (45:07)
⁓ sehr gut. Muss du sagen, aber ist doch super. Finde ich gut.
Tobi (45:34)
Wenn du jetzt Richtung CTO fragst, also das ja auch eigentlich der Podcast, muss man das als CTO können oder nicht können? Oder muss ich da irgendwie, brauche ich das Handwerk oder muss ich dafür einen Studium besucht haben oder nicht? Also genau, dann glaube ich, in der Hinsicht ist das overrated. Ich kann das auch anders werden.
Philipp Deutscher (45:54)
Digital First, ist das mehr Mindset oder mehr Methodik? Oder was sollte es sein? Genau.
Tobi (45:58)
Das haben wir gerade ausdiskutiert.
Es ist definitiv mehr Mindset.
Philipp Deutscher (46:03)
Sehr schön. Was würdest du jemandem sagen noch, der sagt, Methodik ist doch wichtiger, weil du brauchst eine Vorgehensweise, ⁓ in dieses Digitale reinzukommen?
Tobi (46:10)
Ich glaube, Methodik, das ist immer so schnell gesagt, gerade Scrum, da kann ich nicht mehr hören. Wenn man hingeht und sagt, Scrum ist alles cool, keine Frage, aber das dann hingeht und dann versuche ich das eins zu eins umzusetzen. glaube, das ist immer ein guter Starting Point. Generell ist Methodik eine gute Idee, wie man starten kann in einem Team oder sonst was umzusetzen. Es ist aber dann wahnsinnig wichtig zu überlegen, wie kriege ich das umgesetzt konkret mit den Menschen, die hier vor mir sitzen.
keine Maschinen, sondern das sind Menschen, deutlich komplexer sind als eine Methodik, ich erfassen kann. Und dann bin ich dann doch besser dran, wenn ich das Mindset wähle.
Philipp Deutscher (46:52)
Na, sehr gut. CTO sein, ist das heute vor allem entscheiden, ist es übersetzen oder aushalten?
Tobi (47:00)
glaube keins von drei. Ich glaube es ist eher Influenzen. ich glaube es ist eher, keine Ahnung, glaube gerade, wenn man jetzt im technischen Umfeld ist, dann kann man sich ja zu Tode diskutieren und ich glaube irgendwie, da irgendwie klug hinzugehen und dort eher mit Technologie, von der man überzeugt ist oder sonst was, oder man denkt, dass es hier richtig ist, genau eher, ja.
Philipp Deutscher (47:02)
Dann besser, noch besser, gib mir die vierte.
Tobi (47:28)
tatsächlich mit Inhalt überzeugen, mit gerade irgendwie mal was angucken, mal gemeinsam was durchdiskutieren oder mal auszuprobieren oder sowas. Genau ist da vielleicht irgendwie noch mal richtiger und genauso auch im Business Kontext. Also wenn du sagst irgendwie übersetzen oder aushalten, gerade das ist so das ganz Klassische, also irgendwie auf der anderen Seite so ein Sales möchte irgendwie jetzt aber das Feature verkaufen, dauert aber drei Wochen länger und so weiter und so weiter. ist es übersetzen und aushalten oder so was. Oder man geht eben anders drum hin und
und wirbt irgendwie nochmal anders bei den Gedanken, der hier eigentlich gebaut wird und wie man irgendwie, wie man auch den Kunden mitnehmen kann auf die Entwicklungsschreit, oder was weiß ich, kann man ja super kreativ werden, wie man das eben nochmal anders angeht, statt so klassisch dem Wasserfallmodell, was von außen immer so gewünscht ist, mit so einem 3-Jahresplan und der wird so abgearbeitet, genau, man macht die Themen nochmal anders schmackhaft.
Philipp Deutscher (48:19)
Letzte Frage für heute. Was lernen CTOs zu spät?
Tobi (48:22)
Gute Frage. Ich glaube, was wir vorhin erörtert haben, ich glaube als CTO, das erlebe ich so von von anderen außen rum und auch bei mir selber, genau zu spät sich darauf einlassen, dass es neben Technik noch ganz viel anderes gibt, was das Ganze komplettiert. Also hinzugehen und zu sagen, ich nehme jetzt Zeit und versuche auch die Sales-Seite richtig zu verstehen, gehe da auch mal mit.
in so einem Sales-Gespräch oder mehrere. Genau, steht da auch mit zur Verfügung, versucht das Produkt selber zu vertreiben oder in ganz andere Richtung zu gucken. Unternehmensstrategie, wo geht die Reise hin, wo geht es irgendwie weiter. Ich glaube, das ist ein Punkt, den verstehen viele CTOs viel zu spät und nehmen das nicht wahr.
Philipp Deutscher (49:04)
Sehr
gut. Schöne Antwort, Tobi. Dann hat es mich sehr gefreut, dir heute das Gespräch haben zu dürfen.
hoffe, können, ich glaube, also von der Diskussion her würde ich sogar fast sagen, da müssen wir sogar noch mal einen Folgetermin machen und ein paar Themen noch mal vertiefen. Da würde ich gerne noch mal reingehen. Da komme ich aber noch mal gerne auf dich zu. Ansonsten danke, dass du da warst und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.
Tobi (49:14)
Ja, sehr viel Spaß gemacht. Danke.
Ja, vielen, vielen Dank. Hat mir viel Spaß gemacht. Danke, dass ihr da sein durftet.
Philipp Deutscher (49:32)
Dankeschön, ciao ciao!
Tobi (49:34)
So.