Papa Liest

Grimms Märchen | Die Bienenkönigin & Die Goldene Gans & Schneeweißchen und Rosenrot

Papa Liest

Dieses Mal lesen wir "Die Bienenkönigin", "Die Goldene Gans" und "Schneeweißchen und Rosenrot" aus der Märchensammlung der Gebrüder Grimm.

Grimms Märchen - Vollständige Ausgabe
ISBN: 978-3730602041
Anaconda Verlag

Kein anderes Werk deutscher Sprache ist weltweit so bekannt und verbreitet wie die Märchensammlung der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm: Die Bezeichnung 'Grimms Märchen' ist zum Synonym für den ganzen Reichtum und vielfarbigen Glanz des deutschsprachigen Märchenschatzes geworden. Akribisch sichteten und überarbeiteten die Brüder die überlieferten Geschichten. Diese Märchenn wurden gelesen aus der vollständige Ausgabe der 'Kinder- und Hausmärchen' von 1812/1815 (in der 2. Aufl. von 1819).

Die Gebrüder Grimm, Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859), gehören zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Kulturgeschichte. Sie waren Sprachwissenschaftler, Literaturwissenschaftler und Sammler von Volksüberlieferungen. Weltweit berühmt wurden sie vor allem durch ihre Sammlung von Märchen, die bis heute zu den bekanntesten Erzählungen der Welt zählen.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts interessierten sich die Brüder für die deutsche Sprache, Geschichte und das mündlich überlieferte Volksgut. In einer Zeit politischer Umbrüche wollten sie dazu beitragen, eine gemeinsame kulturelle Identität zu bewahren. Ab 1806 begannen sie, Märchen, Sagen und Geschichten zu sammeln, die ihnen vor allem von Bekannten, Freunden und bürgerlichen Erzählerinnen berichtet wurden. Entgegen der weitverbreiteten Annahme stammen viele Märchen also nicht direkt aus bäuerlichen Traditionen, sondern aus einem literarisch geprägten Umfeld.

1812 erschien der erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“, 1815 folgte der zweite. Die Sammlung wurde im Laufe der Jahre mehrfach überarbeitet und erweitert. Dabei passten die Brüder die Sprache an, glätteten den Stil und machten die Geschichten kindgerechter, auch wenn viele Märchen weiterhin düstere, grausame oder moralisch strenge Elemente enthalten. Bekannte Märchen wie „Schneewittchen“, „Hänsel und Gretel“, „Rotkäppchen“, „Aschenputtel“ oder „Dornröschen“ stammen aus dieser Sammlung.

Die Märchen der Gebrüder Grimm sind meist klar strukturiert und arbeiten mit einfachen Gegensätzen wie Gut und Böse, Arm und Reich oder Klugheit und Dummheit. Häufig vermitteln sie moralische Lehren, etwa dass Fleiß, Mut und Ehrlichkeit belohnt werden, während Neid und Grausamkeit bestraft werden. Gleichzeitig spiegeln sie die Lebensrealitäten und Ängste früherer Zeiten wider, zum Beispiel Armut, Hunger oder die Gefahr des Verlassenseins.

Neben den Märchen leisteten die Gebrüder Grimm auch wichtige Beiträge zur Sprachwissenschaft, etwa mit dem „Deutschen Wörterbuch“. Ihr kulturelles Erbe ist bis heute lebendig: Die Grimmschen Märchen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, vielfach verfilmt und neu interpretiert und gehören fest zur Weltliteratur.