Language Learning with Sean!
Hi, I’m Sean, and I’m passionate about using languages to connect with people around the world. Welcome to Language Learning with Sean!, the podcast where I share my language-learning journey, personal stories, and insights in different languages! My goal is to inspire you on your own language adventure! Whether you’re a language lover or just enjoy thought-provoking stories about life, culture, and beyond, this podcast is for you. Let’s dive in!
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Olá, eu me chamo Sean e sou apaixonado por usar idiomas para me conectar com pessoas do mundo todo. Bem-vindo ao Language Learning with Sean!, o podcast em que compartilho minha jornada de aprendizado de idiomas, histórias pessoais e percepções em diferentes idiomas! Meu objetivo é inspirar você em sua própria aventura linguística! Se você é um amante de idiomas ou apenas gosta de histórias instigantes sobre a vida, a cultura e muito mais, este podcast é para você. Vamos lá!
Language Learning with Sean!
7 - Meine Geschichte durch die Sprachen (Deutsch)
Hallo und willkommen! In dieser Folge erzähle ich ein bisschen über mein Leben – durch die Linse der Sprachen. Ich hoffe, dass diese Folge interessant ist und dich auf eine kleine Reise durch die Jahre mitnimmt. Diese Folge ist eine Übersetzung der Episode „La mia vita attraverso le lingue“, die ursprünglich auf Italienisch geschrieben und aufgenommen wurde.
Ich bin im hohen Norden Kanadas aufgewachsen und habe in einem mehrsprachigen Umfeld mit Inuit-, englischen und französischen Einflüssen gelebt. Ich erzähle von meinen Schulerfahrungen und meinem Weg zum Erlernen der Sprachen Französisch und Spanisch. Der Höhepunkt war mein Praktikum in Norwegen, wo ich Norwegisch gelernt habe. Diese Erfahrung hat meine Sicht auf Sprachen revolutioniert und meine anhaltende Leidenschaft für das Sprachenlernen geweckt. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
Wortsatz
# die Umgebung - the surroundings
# etwas sich einbilden - to imagine something (that isn’t true), to think something is true when it probably isn’t, aber bilde ich mir das heute nur ein - maybe I'm just imagining it (today)
# winzigen Dorf - a tiny village
# eine Zink- und Bleimine - a zinc and lead mine
# eine romantische Vorstellung - a romantic idea/notion
# systemischen Rassismus - systemic racism
# der Fluch und Segen - a blessing and the curse (literally: the curse and blessing)
# selbst solche Grundlagen - even such basics
# die Klänge - the sounds
# auswendig - by heart/ by memory
# im Eintauchen - in immersion
# zustimmen, ich stimme zu - to agree, I agree
# Sinn ergaben - to make sense
# spielerisch und offen sein - to be playful and open
Hallo und willkommen! Heute erzähle ich dir ein bisschen über mein Leben – durch die Linse der Sprachen. Ich hoffe, dass diese Folge interessant ist und dich auf eine kleine Reise durch die Jahre mitnimmt.
Diese Folge ist eine Übersetzung der Episode „La mia vita attraverso le lingue“, die ursprünglich auf Italienisch geschrieben und aufgenommen wurde.
Ich komme aus Kanada. Ich bin im hohen Norden des Landes aufgewachsen, in einem kleinen Dorf auf der Baffin-Insel, wo viele Inuit leben. Ihre Sprache heißt Inuktitut. Es gibt viele Dialekte überall in der Arktis. Die Inuit haben dort nicht nur überlebt – sie haben diese kalte und wunderschöne Region zu ihrem Zuhause gemacht, seit Tausenden von Jahren.
Das Dorf, in dem ich lebte, hieß früher Lake Harbour. Heute heißt es Kimmirut, was auf Inuktitut „der große Absatz“ bedeutet.
Ich bin in einer Umgebung aufgewachsen, wo man Inuktitut, ein bisschen Englisch und auch Französisch sprach. Meine Eltern arbeiteten in einer Schule, und ich verbrachte viel Zeit bei einer Familie, die nur Inuktitut sprach. Ich erinnere mich, dass meine Mutter sagte, ich könne es gut sprechen – aber vielleicht bilde ich mir das heute nur ein.
Leider habe ich als Kind nicht viel Inuktitut gelernt. Aber ich war immer von dieser Sprache umgeben, und ich liebe ihre Klänge. Sie gehören für mich zur Musik meines Lebens. Wenn ich Inuktitut höre, fühle ich mich glücklich – auch wenn ich nicht alles verstehe.
Später zog meine Familie nach Nanisivik, einem winzigen Dorf, das nur existierte, weil es dort eine Zink- und Bleimine gab. Heute ist der Ort verlassen.
In der Schule lernte ich hauptsächlich auf Englisch. Aber ich hatte auch Unterricht in Französisch und Inuktitut. In der dritten Klasse musste ich wählen: Französisch oder Inuktitut. Ich wählte Französisch, weil ich eine romantische Vorstellung hatte – ich sah mich in Paris unter dem Eiffelturm Französisch sprechen.
Damals gab es leider viel systemischen Rassismus gegen Inuktitut. Ich glaube, das hat mich unbewusst vom Inuktitut weg und zum Französischen hingezogen. Aber am Ende lernte ich keine der beiden Sprachen richtig.
Ich erinnere mich an Kinder, die aus Québec nach Nanisivik gezogen waren und nur Französisch sprachen. Nach ein paar Wochen konnten sie schon gut Englisch, weil die Umgebung fast vollständig englischsprachig war.
Ich selbst musste nie eine neue Sprache lernen, um verstanden zu werden. Das ist ein Vorteil – aber auch ein Nachteil. Es ist der Fluch und Segen, eine Muttersprache zu haben, die in der Welt viel Macht hat.
Ich hatte Angst zu sprechen. Wenn mein Lehrer mich auf Inuktitut fragte „Wie geht es dir?“ (Qanuippit?), bekam ich Panik und konnte kaum antworten „Gut“ (Qanuingittunga). Heute tut es mir leid, dass ich damals nicht mutiger war – aber ich war einfach noch zu jung und verstand nicht, wie schön Sprachen sein können.
Mit fünfzehn Jahren lernte ich im Gymnasium nur die Präsensformen der Verben avoir und être (haben und sein auf Französisch), um die Abschlussprüfung zu bestehen. Das sind ganz einfache Dinge, aber ohne den Wunsch, eine Sprache wirklich zu sprechen, sind selbst solche Grundlagen schwer zu lernen. Ich konnte also kaum einen Satz auf Französisch bilden. Ich war nur an die Klänge der Sprache und an einfache Wörter gewöhnt – Wochentage, Zahlen, Obst und Gemüse.
Mit zwanzig begann ich an der Universität Spanisch zu lernen, weil ich reisen wollte. Ich erinnere mich, dass ich oft in die Bibliothek ging, um zu lernen. Dort schrieb ich lange Vokabellisten und wiederholte die Wörter immer wieder, bis ich sie alle auswendig konnte. Ich lernte, wie man Wörter behält – aber nicht, wie man frei spricht. Trotzdem begann ich, Sprachen richtig zu mögen.
Ein paar Jahre später kam der Moment, der alles veränderte: Ich lernte eine Sprache im Alltag, ganz im Eintauchen.
Norwegisch war die erste Sprache, die ich wirklich gelernt habe. Ich war fünf Monate in Oslo für ein Praktikum. Ich kaufte zwei Bücher und lernte jeden Tag.
Man sagt oft: Die schwierigste Sprache ist die erste, die man lernt – und ich stimme zu! Ich machte viele Fehler. Ich wollte direkt aus dem Englischen übersetzen und sagte oft Sätze, die keinen Sinn ergaben. Ich setzte mich selbst unter Druck und hatte Angst, Fehler zu machen.
Ich wollte zum Beispiel nicht einkaufen gehen, bevor ich alle Wörter für die Produkte gelernt hatte, die ich brauchte. Ich war zu streng mit mir selbst. Heute weiß ich, dass man beim Sprachenlernen spielerisch und offen sein sollte.
In Norwegen fragten mich viele: „Bist du Kanadier? Kommst du aus dem englischen oder französischen Teil? Sprichst du beide Sprachen?“ Diese Fragen ließen mich nachdenken. Ich merkte, dass ich Kanada immer nur aus einer englischen Perspektive gesehen hatte.
Nach fünf Monaten konnte ich schon etwas Norwegisch sprechen – nicht perfekt, aber genug, um mich zu verständigen. Wichtiger war, dass mein Denken sich veränderte. Ich verstand, dass Sprachen mir Türen öffnen können – zu neuen Menschen, neuen Ideen und neuen Teilen von mir selbst.
So begann meine Reise mit den Sprachen. Jede neue Sprache hat mich ein bisschen verändert – und mir geholfen, mich selbst besser zu verstehen.
Danke fürs Zuhören – bis zum nächsten Mal! Tschüss!
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