Gleichklang - Ein Podcast
Gleichklang ist ein Podcast von drei Freundinnen – Elina, Nivan Evin und Nena.
Wir sprechen miteinander über das Leben, wie es ist: widersprüchlich, beweglich, im Wandel.
Unsere Gespräche entstehen aus echten Erfahrungen.
Wir teilen Gedanken, Zweifel, Erkenntnisse und Fragen, die uns im Alltag begegnen – in Freundschaften, in der persönlichen Entwicklung und im Umgang mit uns selbst.
Es geht nicht darum, Antworten zu liefern, sondern Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Nicht darum, etwas zu erklären, sondern gemeinsam hinzuschauen.
Gleichklang ist kein Podcast mit Antworten.
Sondern ein Raum zum Zuhören, Nachspüren und Mitgehen.
Für Menschen, die spüren, dass Entwicklung kein Ziel ist, sondern ein Prozess.
Gleichklang - Ein Podcast
Über Geld spricht man nicht? Wir schon.
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Geld ist mehr als Zahlen auf dem Konto — es ist Emotion, Prägung, Kindheitserinnerung. In dieser Folge reden wir offen darüber, was uns über Geld vorgelebt wurde, welche Rituale wir entwickelt haben und wie wir heute unsere Beziehung zum Geld gestalten.
Lauda aus dem Kästchen. Thema Geld. Nee, nee, was fällt dir dazu ein? Vieles. Läuft bei mir.
SPEAKER_01Läuft bei dir? Ja. Ich habe jetzt entschieden, das Narrativ einfach zu ändern. Das heißt. Heißt? Es läuft bei mir. Ach so. Und du sagst, mein Tipp Nummer 1, weil Instagram liebt ja immer Tipps. 100 Euro Schein. Wie heißt das? In die Ablende beim Auto. Habe ich oben reingesteckt. Und dann guckt das immer so ein bisschen raus. Der 100-Euro-Schein freue ich mich immer total, wenn es da oben grün leuchtet. Und wenn ich richtig witzig drauf bin, mache ich das auf, Deckel auf und dann lasse ich mich beregnen. 100 Euro-Schein, Dick, immer geil. Bei mir läuft. So ist Autofahren dann immer mit Fülle und für mich ist gesorgt verbunden. Und nächster Tipp? Das war's. Wir haben keine anderen Tipps. That it flow ist mein anderer Tipp. Nicht zu eng strukturieren und takten, was man mit seinem Geld macht. Das habe ich nämlich viel gemacht und ich habe gemerkt, das ist schnell so eine gute Idee.
SPEAKER_00Das hatten wir doch mal in der Sitzung, oder nicht? Wir haben tatsächlich im Podcast drüber geredet.
SPEAKER_01Die Folge, die nicht funktioniert hat. Und dann dachte ich mir, oh mein Gott, it's so true. Ich denke immer, ich bin, bis dahin dachte ich immer, ich bin zu Larifari mit dem Geld. Und dann habe ich gemerkt, das stimmt überhaupt nicht, ich bin voll genau damit. Und es braucht ein bisschen mehr Fluss. Gib mir noch mehr Tipps. Hast du etwas in deinem Portemonnaie liegen? Ja, ich habe einen Zitrin, das ist der Kaufmannsstein. Der ist in meinem Portemonnaie. Und da freue ich mich immer, wenn ich den sehe. Wenn ich da reingucke, denke ich immer, toll, mir geht's gut. Der Stein ist da drin. Dann reinige ich den natürlich auch ab und zu. Außer man spürt da halt Sorgen, ne? Ja, schwierig. Ich habe auch meinen schönen, mein inspiriert bei Lina Melcher meinen Geldtopf zu Hause stehen, wo ich dann immer Bargeld reinschuhe. Und dann freue ich mich immer, wenn das Geld da ist und dann zähle ich ab und zu. Und dann freue ich mich, schmeiße es einfach hoch, freue mich drin und packe es wieder weg. Um was zu machen? Also warum machst du das? Um das Geld zu spüren und eine Beziehung dazu aufzubauen. Und das sind nicht so abstrakte Zahlen auf meinem Konto sind, die ich so hin und her schiebe die ganze Zeit. Fand ich auch richtig geil, als ich angefangen habe, mich für meine Yoga-Kurse, das darf das Finanzamt nicht sehen, mich bar bezahlen zu lassen. Das fand ich auch richtig geil. Ja, Mann. Weil ich dann richtig gemerkt habe, da habe ich richtig so das, was ich mache und direkt dafür Geld zu bekommen. Ja, das fand ich richtig cool. Dann habe ich so direkt das Gefühl gehabt, es hat so einen Austausch. Ich gebe was und ich bekomme direkt was dafür. Hatte ich mir geil, 100 Euro schreiben. Let it run out to grün.
SPEAKER_00Baldwarden. Okay. Hat deine Familie irgendwelche Rituale? Hat meine Familie Rituale. Oder wie ist der Umgang mit Geld?
SPEAKER_01Mein Papa ist sehr großzügig, das finde ich sehr schön. Das hat ja richtig schön vorgelebt. Also als eine Facette. Ich fand er aber immer, der ist sehr giving mit Geld. Ich finde halt ein bisschen zu krass, aber er ist schon so großzügig. Er hilft einfach sehr gerne. Und schon so, dass er, dass er da immer so bereit ist zu unterstützen und schon auch fließen lässt. Immer Geld zum Beispiel, er hat immer Bargeld in seinem Portemonnaie und auch immer ein paar hundert Euro auch eigentlich. Ich sag mal, vielleicht 200 Euro oder so. So ist es immer da. Also es gibt es nicht, dass es kein Geld in seinem Portemonnaie ist. Da merke ich halt auch, so sein Portemonnaie, das verbinde ich schon auch mit, so da ist das Potenz, oder da ist kein Mangel.
SPEAKER_00Schön. Ja, voll gut. Guck mal, was immer flüssig. Immer floss.
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_01Und es gab es auch nicht, wenn ich ihn gefragt habe, als ich war schon noch 18 damit, wenn ich nach Geld gefragt habe und dass ich immer was bekommen habe. Das fand ich auch immer. Also so ein natürlich jetzt nicht immer einfach nur hier nimm und geh. Es war dann schon immer, hm, mal auch für was brauchst du oder so. So ein bisschen Achtsamkeit, aber trotzdem schon immer so ein Support gebend, ja. Und auch nicht so 2,50 Euro, sondern dann halt schon ein 50er oder so, dass er das dann auch immer so gelassen hat. Das finde ich schon cool. Beim Einkaufen war er auch immer, das fand ich auch cool. Lebensmitteleinkauf. Dein Einkauf, da muss man mal genauer erzählen. Achso, ja, mein Papa und ich haben angefangen einkaufen zu gehen. Also als ich 10 war, musste ich anfangen, so einkaufen zu gehen zu Hause. Ich war erst mit meiner Oma immer unterwegs. Die war halt so richtig, es war immer nur so ein kleiner Jutebeutel. Und das war dann halt immer so richtig abgezählt, was wir da eingekauft haben, halt so sehr bedacht. Und da hat mein Papa irgendwann angefangen zu übernehmen und dann sind wir immer jeder mit so einem Einkaufswagen losgesteppt. Und dann ging einfach alles halt in den Einkaufswagen auch auf der Hals. Sie durfte alles einfach draufladen. Alles, was sie wollte. Ich habe immer die Tränendrüse, Tränentaste, wie sagt man, wenn ich das wollte, gedrückt. Anscheinend auch zu meinen, sorry, das ist nicht unterbreche, anscheinend auch zu meinen Geschwistern gesagt, weinen einfach, dann kriegen wir es.
SPEAKER_02Geil.
SPEAKER_00Manipulation. Wein, Wein. Ich habe auch immer meine Schwester vorgeschickt. Wenn ich irgendwas oder wenn wir irgendwas wollten, ich so, du kannst das doch. Let's go. Kannst du noch mitzuweinen. Mega witzig, Mann. Okay, und dann hat dein Papa alles reingeschmissen.
SPEAKER_01Ja. Halt alles. Worauf halt er Bock hatte. Ist er als das Kind halt einkaufen gegangen sozusagen? Und bei mir war das dann halt auch, der meinte auch einfach hau rein. Und dann haben wir halt alles, das war einmal im Monat und dann haben wir halt alles reingeballert, was halt nicht schnied und nagelfest war. Immer so 15 Pizzen waren dann halt auch immer da drin und dann war das halt immer so, an der Kasse hat er halt richtig Spaß daran, alles draufzuräumen. Die Kasse ewig lang zu blockieren und dann haben wir gewettet, wie viel Geld sie ausgeben. Das war dann halt auch mal so ein Running Gag. Das fand ich halt cool, da so eine Leichtigkeit einfach mit reinzubringen und so was Spielerisches und das nicht so nicht so streng und nicht abgeben. Niemals hättet ihr irgendwas abgezählt, irgendwie was da drauf war oder nochmal geguckt. Alter, meine Eltern haben das immer, immer erstmal hingestellt auf dem Parkplatz und dann erstmal durchgeguckt, ob alles richtig ist.
SPEAKER_00Echt? Ah, krass.
SPEAKER_01Ja, da hat er immer gesagt, kannst du lieber arbeiten gehen. Da habe ich mehr Spaß dran, als das nochmal zu überprüfen, ob das ist. Und dann konntest du ja auch echt einfach so 10 Euro CD von irgendwas. Was meinst du, hast du so drunter geschoben? Hab ich mich auch nicht getraut, wollte ich ihn nicht fragen. Und dann war so eine CD von Ashley Tisdale und ich wollte die unbedingt haben. Dann habe ich die so reingemogelt in den Einkauf. Scheint auch richtig Bad Carma zu sein. Das beschäftigt mich immer noch. Und dann habe ich ihn abgelenkt, als es über die Kasse gezogen wurde. Und dann tut mir den Einkaufswagen, weil ich halt zu Hause auf alles ausgeräumt habe, wusste ich halt, der wird es eh nicht merken. Hätte funktioniert.
SPEAKER_00Jetzt hast du dir von der Seele gesprochen.
SPEAKER_01Ja, offiziell. Genau. Und was haben eure Families für Nice Habits?
SPEAKER_00Gute Frage. Ja, Grafmal. Ja, also im Russischen ist schon sehr viel, boah, mit sehr viel Aberglauben der Geldfluss belegt. Also man darf zum Beispiel die Handtasche, die Frau darf die Handtasche nicht auf den Boden stellen, weil dann zieht die Erde die Geldenergie raus. Man darf nicht die Füße auf den Tisch legen oder Schuhe auf den Tisch stellen, weil das blockiert den Geldfluss. Man darf nicht pfeifen im Haus. Also alles immer so mit Aberglauben versetzt oder mit irgendwelchen Dogmen, weiß ich nicht. Alles, was unbewusst oder bewusst den Geldfluss blockieren konnte, wollte und musste, weiß ich nicht. Genau, aber ansonsten waren meine Eltern, ich habe es geliebt, mit meiner Mutter einmal die Woche einkaufen zu gehen. Ich konnte da auch einfach alles reinschmeißen. An Essen hat sie nie gespart, das hat sie mir auch so einindoktriniert. So was sein muss, muss sein. Am Essen sparen wir nicht, hat sie auch immer wieder gesagt. Und wenn dann am Ende der Kasse dann 250 Mark oder so, hat sie auch ganz locker easy reagiert. Das ist halt einmal die Woche und ja, ist halt so. Das führe ich auch immer noch so, was das Essen betrifft. Ja, die Qualität muss stimmen und der Preis ist halt nebensächlich. Wir geben auch richtig viel Geld für Essen aus, würde ich einfach mal behaupten. Und sonst war es schon eher so, dass wir in Fülle gelebt haben, was die Geldenergie betrifft und was das Ansehen betrifft. Wer die Folge nicht gehört hat, ich komme ja aus Russland, bin erst mit acht hergekommen. Und mein Vater war Lehrer, das ist ein sehr angesehener Beruf in Russland. Und meine Mutter war Kindergärtner und die haben wir beide sehr gut verdient. Wir hatten ein Auto als einzige im Dorf, wurden auch viel gefragt, ob wir bei Geburten und so, ob man ins Krankenhaus fahren kann und so weiter und so fort. Aber wir hatten viel Geld, aber nichts zum Kaufen. Die Regale waren leer, die Läden waren leer. Wer aus DDR kommt, weiß es vielleicht noch. Das heißt, wir haben uns selbst versorgt, von Selbstvorsorger waren sehr viel im Tausch und Austausch. Geld hat einfach nicht.
SPEAKER_01Hatte nicht keinen Wert so richtig.
SPEAKER_00Ja, hatte nicht so wirklich den Wert gehabt, ja.
SPEAKER_01Ich habe halt nichts, ja, total interessant. Ganz anders als jetzt so im Kapitalismus.
SPEAKER_00Ja, genau, ganz anders.
SPEAKER_01Ganz so alles.
SPEAKER_00Da war halt einfach viel über Beziehung. Wenn du die richtige Beziehung hattest, dann ging es dir auch gut. Wenn du den und den kanntest, ja, sind halt Dinge möglich gewesen. Irgendwann hat mein Vater den Nagel als Lehrer, äh den Job als Lehrer an den Nagel gehangen und war dann Traktorfahrer, der hat es geliebt. Und er liebt ja immer noch große Maschinen. So durchs Feld zu düsen und so seine Gedanken schweifen zu lassen, hat Mara auch ganz oft mitgenommen. Und das war schon dann immer so, gib mir Korn und ich gebe dir im Austausch, was weiß ich nicht, keine Ahnung. Brauchst so einen Gitarrenspieler auf deiner Feier dann, ne? Also sehr viel so im Gemeinschaftsgefüge, sag ich es mal so.
SPEAKER_01Ist ja auch voll schön, weil so eine Beziehungspflege halt auch irgendwo ist, oder?
SPEAKER_00Ja, genau, war halt schon, ja, hat mehr eine Rolle gespielt als Geld und als was gibt es im Laden, weil es gab es einfach nur Brot. Ich kann mich erinnern, es gab Brot, Zucker, Kaffee, den kein Mensch gekauft hat, weil die einfach alle, das ganze Dorf hat keinen Kaffee getrunken, wir waren alle Schwarzseetrinker. Da standen diese teuren eigentlich, in Anführungsstrichen, da waren sie super billig, Kaffeebohnen im Regal und keiner wollte sie. Meine Eltern sind irgendwann einmal im Monat ganz weit weggefahren in die Großstadt, um dann so richtig einzukaufen und so auch mal eine Wassermelone mitzubringen oder Granatäpfel oder alles, wo man halt, wo die halt ihr Geld ausgeben konnten. Aber ja, sonst.
SPEAKER_01Grund zu suchen, wo man das Geld hinballern konnte.
SPEAKER_00Ja, aber sonst genau. Und ich bin halt in dieser Energie groß geworden mit Austausch, mit Beziehungspflege, mit Geld ist nicht so viel wert. Ja, oder mit Geld kann man sich nichts wirklich kaufen. Und dann kamen wir nach Deutschland, aber es ist ja komplett anders. So, meine Eltern kam ja auch mit der Energie nach Deutschland. Hier regnet das Geld. Und hier sind die Relegen. Ja, ja, genau. Und die Reläden sind hier voll. Man muss sich einfach nur den Einkaufskorb voll machen. Ja, sind sie natürlich ganz schön angebrettert. Und wir haben auch mega viel Geld mit nach Deutschland genommen. Ich weiß noch, dass meine Mutter immer noch erzählt. Wir sind dann im Auffanglager gewesen, das ich dann rumerzählt habe, ja, da und da verstecken meine Eltern so wirklich. Kinder. Kindereid.
SPEAKER_02Oh mein Gott.
SPEAKER_00Ja, es war halt für mich ja gut. Wir haben es halt immer gehortet so. Und ja, jetzt sind wir auch mit dieser Riesensummer angeändert in Deutschland gekommen. So geil.
SPEAKER_01Fasziniert einfach nur.
SPEAKER_00Ja, gut. Und das ganze Geld, was wir mitgebracht haben, ging halt drauf an neue Möbel, sich eine Wohnung einrichten und so weiter. Also so an den Basics eigentlich, ja. Ja. Und dann musste man ein neues Geldbewusstsein erleben.
SPEAKER_01Und dann, wie warst du? Also wie war danach so eure finanzielle Lage?
SPEAKER_00Dadurch, dass meine Eltern beide immer gearbeitet haben, ich kann es ja auch nicht anders. Mit elf Monaten bin ich schon in den Kindergarten gekommen. Ja, war schon immer Geld da, aber schon immer so im Mangel irgendwie. Also wir mussten schon auf Geld achten, aber so subtil irgendwie, ich weiß nicht. Immer so, die haben das nicht direkt gesagt, aber so irgendwie so vorgelegt. Das schwebte immer so.
SPEAKER_01Ja, Candy war bei uns irgendwie auch so. Irgendwie war das schon immer da. Ich habe auch, weil du jetzt erzählt hast, habe ich auch nochmal so Bilder von mir gehabt, wie man Papa auch mal viele Skills hat, die halt immer so, die ja angeboten hat oder wo ich auch immer wusste, ich kann ihn bei super vielen Sachen fragen, weil er Handwerker ist, Sachen bauen kann, hatte super viele Materialien immer zur Verfügung. Aber dieses Gefühl von irgendwie ist trotzdem nicht genug da oder man muss, ich weiß auch, es wurde super viel darüber geredet, dass es nicht genug da ist. Aber gleichzeitig habe ich ja gesehen, es ist doch alles da. Wir haben ein Riesenhaus, wir haben einen Pool im Garten, wir haben einen Riesengarten, ich habe eine große Familie. So, mein Papa hat alles, er kann alles, er braucht keine Hilfe, er bietet voll viel Hilfe an. Aber es wird immer so darüber gesprochen, als wäre nichts da.
SPEAKER_00Ja, genau.
SPEAKER_01Wie ist es jetzt? Einfach nicht so richtig begreifen können.
SPEAKER_00Ob das so eine Form von Bescheidenheit ist?
SPEAKER_01Nee, also bei mir zumindest war das keiner, also wie du es beschreibst, klingt es jetzt auch nicht so Bescheidenheit. Ja, schon so einer, würde ich jetzt vielleicht sagen, so ein emotionaler Mangel, so ein innerer Mangel, da fehlt einfach etwas. Trotzdem kein Gefühl von Sicherheit, Verbundenheit, ja, auf einer anderen Ebene eben diesen Mangel gehabt. Ja, voll schade, wenn es halt eigentlich so da ist. Ja. Und man es einfach nicht sehen kann. Kannst du so viel haben, wie du willst, wenn du es halt nicht fühlst. Und ja, als Kind spürt man das ja natürlich nochmal anders.
SPEAKER_00Und jetzt laufen wir damit rum.
SPEAKER_01Mit dem Mangelbewusstsein, obwohl er eigentlich alles da ist. Ja, ich denke mir auch, Alter ist doch alles da. Okay, Problem.
SPEAKER_00Und wie war es bei dir, Nimani?
SPEAKER_01Das mit dem Essen fühle ich auf jeden Fall. Ich glaube, meine Eltern waren schon auch so, was mein Papa mir auch immer wieder sagt, so ich möchte, er hatte immer gesagt, ich möchte nicht, dass du etwas siehst und willst und dass du dir das dann nicht holst oder so. Also er wollte schon, dass ich dann nicht, dass irgendwie jemand neben mir irgendwas isst und ich kann es mir nicht holen. Aber ja, schon eng so festhaltend mit Geld gewesen. Also schon auch im Mangel. Hab ja auch vorhin erzählt, immer nach dem Einkauf haben sie einen Kassenzettel abgecheckt, so ob alles stimmte und so. Und wir sind ja auch eine große Familie. Ich glaube, das war für mich auch immer so ein Zeichen des Mangels, dass wir halt zu sechs in einer Dreizimmer-Wohnung groß oder dass ich so groß geworden bin. Ja, und zwar schon immer richtig leise zu drücken. Und neben, ewig, eben, ewig. Ja, einfach schon so das Gefühl von es ist nicht so viel. Da, ich wusste auch, mein Papa hat immer im Lotto gespielt und so und ich habe immer richtig mitgefiebert und wollte, dass wir es gewinnen und Geld haben. Was auch immer halt da einem so gezeigt wird, dass es halt benötigt ist oder gebraucht wird. Oder er hatte einfach so viel Geld zur Verfügung, dass er die ganze Zeit Lotto spielen konnte, ohne zu gewinnen. Spaß. Eher nicht. Aber trotzdem, also würde ich schon sagen, dass Enge und so und das habe ich, glaube ich, auch alles so in mir gespeichert, aber wenn ich was wollte, also haben meine Eltern schon versucht, das so für mich zu ermöglichen. War schon immer Unterstützung trotzdem da.
SPEAKER_00Meine Eltern haben mir auch immer nichts entsagt, sage ich es mal. Also ja. Ich weiß noch, es hatten mal alle so eine super coole, was auch immer, Markenhose, weiß ich gar nicht mehr, was es war. Und dann wollte ich die auch. Und dann sind schon meine Eltern zum Geburtstag natürlich, eigentlich kriege ja nicht einfach so eine 120 D-Mark damals Hose, sind schon zum Geburtstag da mit mir und haben so eine Hose ausgesucht. Also haben sie schon geguckt, wie sie das ermöglichen. Und auch immer schon unterstützend.
SPEAKER_01Hast du da schuld gefühlt?
SPEAKER_00Schuld gefühlt. Ja, ich denke schon, also ja, kann schon sein. Weil unterschwellig war ja dieses Mangel im Raum, dieser Mangel im Raum. Gleichzeitig kriege ich eine 120 Euro Rot.
SPEAKER_01Dann wisst ihr, was ich meine? Total. Das ist die Konsequenz, dass man sich schon halt irgendwie komisch fühlt.
SPEAKER_00Ja, genau.
SPEAKER_01Ja, weil es halt dieses geschieht, die Handlung ist die eine, aber was eigentlich ist halt eine ganz andere und dann ist es so, ja. Irgendjemand muss die Schuld halt fühlen, sozusagen im Raum ist ja die Eltern halt davor ausweichen.
SPEAKER_00Im Grunde ist es ja nur eine Reaktion auf die Diskrepanz. Das eine wird vorgelebt und das andere wird gemacht, so zwischen Handlung und dem, was da ist, war halt nicht stimmig. Ja, spannend. Und ja, ab 16 bin ich dann selber arbeiten gegangen und habe mir dann alles Mögliche damit erfüllt.
SPEAKER_01Ab dann auch hast du einfach nie wieder quasi Geld gebraucht oder bekommen von deinen Eltern? Sind quasi viele.
SPEAKER_00Ja, die haben mir die, als ich studiert habe, haben sie mir die Wohnung finanziert. Genau, da habe ich nach BAföG noch zusätzlich bezogen. Haben mich schon so unterstützt, aber alles, was ich darüber hinaus, an Klamotten, an Partizungen gefeiert habe, das habe ich mir alles selber finanziert, Bücher und keine Ahnung was. Dafür haben die halt nicht mehr gesorgt, aber schon gefragt, wenn ich was brauche. Genau. Ja. Tja, und dann ist man jetzt immer wieder im Strugglen von der Mangel, den man so im Raum gespürt hat und mitgeimpft bekommen hat. Genau. Dazu muss ich noch sagen, dass ich auch, meine Mutter hat sehr, sehr lange sich übergeben oder gespuckt, als ich als sie mit mir schwanger war. Das heißt, auch da schon dieser Mangel an Nährstoffen, Mangel an Nahrung, was mir zugeführt wurde, hat halt schon nicht ausgereicht, in Anführungsstrichen, nicht mit böser Absicht, aber ja, da ist schon sozusagen mit der Nabelschnur initiiert worden, so ein gewisser Grundenergie. Habe ich schon mitgenommen. Und vielleicht ist das auch das, was ich dann so immer im Raum gefühlt habe. Ich weiß es nicht.
SPEAKER_01Ist es auch, würde ich sagen, mit der mit dem Stillen? Ist ja auch, also wenn man nicht gestillt oder wenn ein Baby nicht gestillt wird, es hat ja auch was mit der ersten Nahrungsmittel. Das transportiert ja auch einfach eine gewisse Fülle, Verbundenheit, Sicherheit und so weiter. Wenn man da irgendwie, wenn die Mutter keine Milch geben kann oder das Baby die Milch nicht zu sich nehmen will, ist ja auch direkt eine Abkapselung von diesem Fluss des Lebens eigentlich. Milchfluss. Ja, ciao. Die wurden alle drei nicht gespielt, oder? Nee, natürlich nicht. Meine Mutter meinte, sie hat einfach direkt geboren. Danke. Ich glaube, meine Mama hatte eine Entzündung oder so und durfte dann nicht. Genau, meine Mama meinte, sie hätte sich erschöpft, sie hat erzählt, fand ich ganz interessant, weil mein Papa war irgendwas in der Firma, es hatte so einen Schockmoment und ihr wurde das wohl direkt nach der Geburt mitgeteilt. Das behauptet wurde, er hätte irgendwie, ich glaube, die Säge, so ein riesiges, fettes Gerät wurde von der Polizei konfisziert, weil behauptet wurde, es wurde geklaut. Uns hat sie irgendwie so schockiert, weil das so ein essentielles Gerät halt war in dieser kleinen Firma, dass sie dann, dass sie dann keine Milch mehr geben konnte. I don't know, aber auf jeden Fall konnte sie halt nicht schockieren.
SPEAKER_00Ja, meine Mutter sagt, sie wurde verflucht damals. Und dann war der Milchfluss einfach weg. Sie hatte sehr viel Milch, dann kam eine und hat gesagt, ah, du hast aber viel Milch und dann Ciao-Kakao so. Dann hat sie nichts mehr.
SPEAKER_01Wie sagt man, heutzutage hat jemand Auge gemacht?
SPEAKER_00Auge gemacht. Echt?
SPEAKER_01Mach kein Auge.
SPEAKER_00Ja, okay. Ja, interessant. Genau. Hat sie jemand verhext?
SPEAKER_01Hexex, bitte. Hexex, bitter, bitter. Ja, guck, was man sich.
SPEAKER_00Ja, cool, Leute. Ja, gut, da hatte ich ja auch, aber weitergestellt. Sollen wir ja machen. Na gut.
SPEAKER_01Wenn sie nicht. Wenn wir gerade so bei der Ebene von Geld sind, ist ja schon auch eigentlich, dass Geld ja eine neutrale Energie ist, ne? Was ja eigentlich weder gut noch schlecht ist, sondern du gibst dir die Energie. Genau, es verstärkt die Ausstrahlung, die du hast. Bist du machtgierig, dann haltend Geld sozusagen, dann diese Machtgier. Macht Gier noch mehr strahlt. Und es ist ja schon nach meiner Erfahrung oft gekoppelt mit der Beziehung zu deinen Eltern, oder? So ist es bei mir.
SPEAKER_00Was meinst du? Wenn du eine gute Beziehung hast, fließt es und wenn nicht, dann.
SPEAKER_01Nee, so jetzt nicht. Alles klar. Wir halt eine Hypothese, ne? Da könnte man ja auch drüber argumentieren. Ist es so? Finde ich gar nicht so uninteressant, diese Aussagen.
SPEAKER_00Also viele behaupten ja, die Energie des Vaters oder der Vater hat einen Einfluss auf die Geldenergie des Kindes. Keine Ahnung, weiß nicht. Kann ich das nicht mehr sehen. How does it feel for you? Habe ich in vielen Sitzungen nichts wirklich gesehen. Also es ist schon eher so mit Selbstwert gekoppelt, glaube ich.
SPEAKER_01Hatten wir das nicht auch? Wir hatten ja mal alle vor zwei Jahren an so einem Seminar teilgenommen, wo es ja auch um Geldenergie ging. Und da ging es ja auch um unsere Väter. Wir sollten ja auch viele Bilder mitbringen von unseren Vätern. Und zwar ging es nicht um die Mütter. Stimmt.
SPEAKER_00Diesmal ist es endlich mal der Papa ja der angearscht.
SPEAKER_02Geil, der angearscht ist.
SPEAKER_00Da gibt es uns die Geld und dann gehe ich scheinbar mit. Ich weiß nur, Geld ist halt wie so ein Partner. Entweder du gehst, klammerst an deinem Partner und dann geht der auch irgendwann und sagt, tör Kakao, hab ich gar keinen Bock. Oder du liebst deinen Partner und nee, du teilst ihn nicht, aber du gehst halt gut mit ihm um und liebevoll und so weiter und glaubst, dass dein Partner zu dir gehört und ja, dass ihr füreinander bestimmt seid, in Anführungsstrichen, ohne zu klammern, meine ich jetzt. Also statt schon sehr viel, ja, so eine partnerschaftliche Energie oder Beziehung. Und eine Klientin zum Beispiel, die kümmert sich gar nicht um das Geld, sondern meint, ja, ja, das kommt schon, ah ja, das kommt schon. Und hier, ach, so und so viel Schulden, ach, das kommt schon irgendwann und so. Das ist ja alles im Fluss. Und dann haben wir da mal tiefer reingeguckt und gesehen, dass das Geld sinnbildlich wie so ein Kind war, das in einem Raum ganz alleine gespielt hat. Sie kümmert sich halt einfach nicht drum, ob das Kind genug Spielsachen hat, ob es ihm gut geht, die guckt ab und zu rein, es ist noch da, dann schließt sie wieder die Tür und dann so. Also gar keine gute Beziehung sozusagen zur Geldenergie. Und dann darf man mal rein spüren, welche Beziehung habe ich eigentlich dazu, wenn das mein Partner wäre oder mein Kind. Ja, genau. Ich bin eher so der Klammer-Typ. Ich habe nicht Vertrauen, dass er zu mir gehört oder ist. Und ja, weiß auch nicht.
SPEAKER_01Ich würde auch sagen, ich brauche lange, bis ich vertraue und dann klammer ich und dann ist wieder los. Das ist jetzt, glaube ich, jetzt gerade, das weiß ich auch über dieses wieder loszulassen und zu vertrauen, es kommt und es geht. Auch wieder so ein Trick oder was auch immer, Umgang halt, dieses Geld so zu geben, dass die Brücke sichtbar ist. Das mag ich gerade voll gerne. Da erinnerst du mich auch immer wieder dran, lieber Evin, so wenn wir Geld untereinander irgendwie geben. Immer ja mit diesem symbolischen Geh und bring deine Freunde mit. Also dieses, ich schmeiß das Geld nicht oder ich gebe es nicht unbedacht, sondern ich gebe das Geld bedacht, aber lass es auch los und öffne mich dafür, dass es halt auch wieder zu mir zurückkommt.
SPEAKER_00So jetzt.
SPEAKER_01Ich komme nicht drauf. Ich glaube, ich bräuchte so wahrscheinlich zwei Minuten Stille, um so voranzukommen.
SPEAKER_00Welche Beziehungen hast du mit deinem Partnergeld?
SPEAKER_01Ich glaube, so ein bisschen ohnmächtig. So ein halbes Hingucken und ein halbes Weg gucken. So ein bisschen nicht so dem nicht so richtig trauen. Und ich glaube, da hatten wir mal auch in einer Sitzung so, ich weiß nicht, es war irgendwas mit meinen Eltern, da irgendwas nicht zu trauen und so eine Armlänge Abstand zu halten und dass ich das Gleiche mit dem Geld mache. Also nicht zu trauen, darauf zu vertrauen, dass es da ist. Der zusteht. Ich glaube aber auch, dass es auch richtig stark mit dem Wert gekoppelt ist. So im Sinne bin ich es wert, dass es bei mir bleibt oder bei mir bleibt. Ja, bin ich es wert, Geld zu haben überhaupt verdienen. Wie viel? Was mit Angst verbunden für mich Geld und Unsicherheit. Sehr, sehr an der Basis. Das frage ich mich auch, wenn es existenziell einfach, was es auslöst, finde ich. Das ist ja schon auch so, jetzt auch, wenn es so verbunden ist, mit dem Vater, sei jetzt mal dahingestellt. Das ist auch, was du sagst, dieses Existenzielle, auch das Thema mit Geburt, Muttermilch und so weiter. Auch wenn man sagt, das Geld ist neutral, ist es ja trotzdem irgendwo nochmal spezieller, jetzt so auf der Chakran-Ebene mit dem Wurzel-Chakra dann verbunden, oder? Also frage ich mich. Es geht ja schon an die Substanz. Ja, auf jeden Fall.
SPEAKER_00Definitiv an die Substanz.
SPEAKER_01Aber wie, ich glaube, also diese, wieso sagt man dann oder wieso ist es dann eine Neutralität und gleichzeitig ist es ja doch mit einem sehr spezifischen Puls sozusagen beschäftigt im Leben? Dann ist es ja halt.
SPEAKER_00Nee, das ist ja die Farbe, die du dem Geld gibst. Also an sich ist es neutral und dann kommt deine Farbe, wie du es betrachtest und gibst dem ja dem Wert.
SPEAKER_01Also meinst du, das ist einfach von jeder von uns jetzt sozusagen, dass wir das mit diesem Existenziellen koppeln?
SPEAKER_00Nee, das hat, also Geld ist schon existenziell, so sind wir ja auch aufgewachsen, das ist ja auch in unserer Gesellschaft so verankert. Genau, und ich glaube, das spiegelt einfach wieder, wie gut bin ich auf der Erde verwurzelt, wie gut bin ich angekommen, wie lebensfroh bin ich, also bin ich dankbar, am Leben zu sein? Ich glaube, mit solchen Themen ist es ganz stark verbunden. Und die Frage, die ich mir stelle, die Menschen, die halt eben sehr unreflektiert sind und dann auch so viel Scheiß machen, warum die so viel Geld besitzen. Ob die dann einfach nicht drüber nachdenken, ob sie dann einfach das Vertrauen haben, das Geld steht ihnen zu oder was ist es?
SPEAKER_01Aber es ist ja dann auch wieder nur eine Erfahrung, oder? Wenn man davon ausgeht, dass alles eine Erfahrung ist, dann machen, dann ist es jetzt gerade der Blick darauf, dass Menschen, die keine Ahnung, Shit betreiben mit Geld, warum haben die viel Geld zur Verfügung, aber genauso leben sie ja auch seelisch gesehen ein Leben, mindestens, in dem sie halt eine ganz andere Facette leben. Also es erscheint jetzt vielleicht gerade so, aber es ist ja einfach nur ein Geld kommt zu denen, die Gutes damit tun und zu denen, die Schlechtes damit tun, um eben eine Erfahrung damit zu machen.
SPEAKER_00Ja, ja, es ist ja halt nur ein Instrument. Ja, genau.
SPEAKER_01Es hätte ja die Frage, worauf es halt im Blick gerichtet ist.
SPEAKER_00All die spirituellen Menschen in Anführungsstrichen, was auch immer Spiritualität ist, seien wir dahingestellt. Aber die, die gute Absichten haben, die sich um Mutter Erde kümmern und so, dass wenn sie alle Geld hätten, warum sind das gerade die Menschen, die viel im Mangel sind, oh, ich nehme gar nichts für meine junge Kurse, ich bin ja so erleuchtet. So diesem, weiß ich nicht, diese Aufopferungsenergie und gleichzeitig so ein Handweghalten des Geldes, also ja, weiß ich nicht. Stellt euch vor, diese Menschen hätten so viel Geld wie jetzt, weiß auch immer, wer ist es? Fällt euch irgendwer, wie Trump, ne? So, zum Beispiel, so eine Figur, würde so viel Geld besitzen, dann siehe die Welt doch wieder ganz anders aus. Wisst ihr, was ich meine?
SPEAKER_01Aber es ist ja auch wieder eine Sache der Perspektive, oder? Und es sind ja vielleicht dann Menschen, die gar kein Geld haben wollen, also die in diesem Bild des Mangels, in der Haltung des Mangels leben wollen und sich dann die spirituelle Blase aussuchen, weil sie da ihre Selbstverteilung betreiben können, um zu sagen, I don't need it.
SPEAKER_00Aber das passt ja schon sehr zum Wurzelchaker, weil diejenigen, die ja sehr viel sich nach oben hin ausrichten, dann halt sich wiederum sehr wenig darum scheren. Ja, wie verwurzelt bin ich, wie gut connected bin ich mit meinem Leben, wie lebensfroh bin ich, passt ja schon zur Geldenergie und zum Wurzelraum, sage ich es mal so. Ja, und so betrachtet schon. Ja, also wir sind alle für, also wir drei sind für eine geerdete Spiritualität, liebe Leute. Mit so viel Geld, wie wir uns nur wünschen können. Richtig. Um damit Gutes zu machen. Genau, wir wollen nämlich keinen Shit machen. Was wie kommen wir aus dieser Mangel Energie raus, die uns so indoktriniert wurde im unterschwelligen Bewusstsein?
SPEAKER_01Damit auseinandersetzen und lernen, auch aktiv anders irgendwie mit Geld, um mit Geld umzugehen. Also mental wie emotional.
SPEAKER_02Richtig? Richtig.
SPEAKER_01Richtig. Sowohl eine gute Struktur etablieren, als auch lernen, loszulassen.
SPEAKER_00Ja. Einfach eine schöne Partnerschaft.
SPEAKER_01Hatte ich auch in der letzten Folge gesagt, glaube ich. Mit diesem Hinterfragen, ob man das mit der Familie irgendwie koppelt. Also wenn deine Familie Mangel gelebt hat, ob in dir ein Glaubenssatz ist, ich muss, ich darf nicht mehr verdienen, sonst gehöre ich nicht mehr dazu. Ein unbewusster Gedanke, ein unbewusster Glaube. Und dann das aufzudecken und weiterzugehen. Sich mit den Gelderfahrungen auch auseinanderzusetzen.
SPEAKER_00Das gehört nun mal zum Leben dazu, liebe Leute.
SPEAKER_01Echtig.
SPEAKER_00Ja. Und wir wollen das durchbrechen, über Geld spricht man nicht, sagen ja die Deutschen. Alter, meine Oma hat hätten uns auch einen rausgehauen. Es hat sie gesagt, im Geld steckt der Teufel. Ja, ich sag ja, so klassisch sowas in meine Fresse. Ist halt so dreckig beladen. Dreckig beladen, genau.
SPEAKER_01Ja, passt auch. Mein Papa hat auch gesagt, Geld ist dreckig. Will er nicht anfassen. Da werde du hartierst nur mit Bargeld. Was ist los mit dir? Riechtig krass. Interessant, ne? Ja, kam so richtig, so ein richtiger, ja, fast schon Ekel irgendwie. Ist ja auch die größte Belastung für ihn oder in seinem Leben, würde ich jetzt mal so sagen. Was denn? Können wir auch rausnehmen? Geld. Achso. Firma, Geld.
SPEAKER_00Das ist halt ein großes Thema. Das ist halt das Existenzielle.
SPEAKER_01Ja, auf jeden Fall. Kam ja auch dann hoch, weil du das dann so mit so einer Ladung sagst, dreckig, weil da ja voll viel Druck mitschwingt.
SPEAKER_00Ja, viel Druck. Würde ich interessant finden, wenn jetzt sozusagen die Menschen, was ja irgendwann zwangsläufig, glaube ich, kommen muss, das Grundeinkommen kriegen.
SPEAKER_01Meinst du, es wird irgendwann kommen?
SPEAKER_00Also wir müssen auf jeden Fall neue Konzepte entwickeln, weil die Rente wird es nicht mehr geben.
SPEAKER_01Das ist ja auch schon so lange klar, oder?
SPEAKER_00Aber da Politiker will es halt nicht angehen. Es gibt einfach nicht. Es gibt nicht genug. Es gibt einfach zu viele alte und zu wenig, die einzahlen.
SPEAKER_01Ja, zu wenig junge und dann auch viel zu viele, die mittlerweile ja auch Teilzeit arbeiten, ist ja gar nicht mehr. Dieses alle arbeiten Vollzeit. Es gibt so viele Schlupflöcher ja auch, dass dieses ganze Rentensystem.
SPEAKER_00Genau, und so viele junge Menschen, die jetzt krank sind und Rente schon bekommen und so. Also das geht gar nicht auf. System frisst dich selber auch. Das ist zu crazy. Genau, und wo wollte ich jetzt gerade hin? Das bedingungslose Grundeinkommen, wie sich dann sozusagen die Geldthematik ändert und wandelt. Wenn sozusagen du weißt, von Geburt an weißt du, du hast jetzt diese 800 Euro oder was auch immer zur Verfügung.
SPEAKER_01Ich spüre schon physisch ganz erleichtert.
SPEAKER_00Und es wird dir jeden Monat. Egal was du tust, gegeben. Das steht dir einfach zu, dass dein Grundbedürfnis, Grundrecht als neu inkarniertes.
SPEAKER_01Es gibt ja eine ganz andere Handlungsmahlung.
SPEAKER_00Genau, wie du dann dich auch ganz anders entwickeln kannst.
SPEAKER_01Das finde ich halt so absolut, die ganze Jagd, ne? Alter. Dieses ganze System ist ja einfach Menschen gemacht und dass Menschen dieses System so machen, dass wir uns ja selber in diesem Mangel so hochziehen in diesem Schuld, ist ja auch schuld, denn da ist ja auch schon wieder dieses ganze Schuldbild ja schon wieder mit drin. Sondern einfach, wie kann man denn selber ein System entwerfen, in dem man sich selber die ganze Zeit so in den, literally so in den Dreck zieht und dann die Menschen so aufwachsen lässt in dieser Energie, um dann dieses Ziel, sich daraus rauszuarbeiten, in so eine Ferne rückt, dass es für, keine Ahnung, 95 Prozent als unerreichbar erscheint.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_01That just fucking insane.
SPEAKER_00Ja, seht ihr, dass das alles mensgemacht ist. Und Menschen können es auch wieder verändern. Durchbrechen.
SPEAKER_01Es gibt ja mittlerweile auch viele alternative Konzepte, ja auch. Sowas wie Bitcoins einfach als Alternative zum Euro, einfach um so den Blick so zu öffnen für. Es gibt verschiedene Systeme, auch in denen man sich bewegen kann. Ja, definitiv.
SPEAKER_00Wird auf jeden Fall spannend sein, die Zukunft und die Zukunft des Geldes. Bin ich gespannt, wie das so weiter. Ich freue mich auf die Tür in meinem Leben. Die ist schon da. Ja, ich glaube, die ist schon da, nur das ist wie so ein Schleier, den man nicht sehen kann, weil dieser Schleier die ganze Zeit so ein Mangelschleier ist, der so mit der Muttermilch nicht aufgenommen wurde. Oder aufgenommen, ja, die Muttermilch, die nicht vorhandene Muttermilch aufgenommen. Und diesen Schleier geht es nur, einfach mal so runterzuziehen, dahinter zu gucken und zu schauen, guck mal, wie gut es mir geht. Ist alles da. Und selbst wenn ich gerade keinen Job habe, gehe ich in ein Jobcenter und bin erstmal für ein Jahr versorgt. Und dann kann ich immer noch schauen, wo geht es für mich hin. Wir leben ja in einem Sozialstaat. Korrekt.
SPEAKER_01Ja, krass, ohne, bin ehrlich. Ohne Jobcenter, dieses.
SPEAKER_00Definitiv.
SPEAKER_01Da nennt man Zap, zerrab auf der Straße, dass dann nochmal ein anderes Level an existenziell ist.
SPEAKER_00Aber damit müssen wir uns ja in Deutschland nicht auseinandersetzen. Oder zumindest wir drei nicht. Sage ich es nur so. Okay. Hat unsere Seele nicht überlegt.
SPEAKER_01Der Spaß wurde ausgelassen.
SPEAKER_00Den hatten wir schon.
SPEAKER_01Den hatten wir schon.
SPEAKER_00Wenn man das als Spaß bezeichnen kann. Weiß ich auch nicht.
SPEAKER_01Ab geht's in deinen Gleichklang mit Cash Money Flow. Cash Money Flow, genau. Lass Geld auf dich regnen. Welcome.
SPEAKER_00Ja. Genau. Das wäre mein Tipp. Guter Tipp. Kann gut, kann ich bestätigen. Lebe nicht nur digital und digitales Geld, dann kriegst du gar kein Gefühl mehr dafür. Hast du gar keinen Gefühl? Hol dir Bargeld und dann fühle es. Schau, was in dir auslöst, bade darin, pack dir immer ein Bargeld in dein Portemonnaie, schau, was du auch immer schau. Ja, was dir auch immer gut tut. Bau dir einen kleinen Altar. Weiß ich nicht.
SPEAKER_01Setzt dich einfach damit auseinander. Setzt dich einfach damit auseinander. Mit der Materialität auch von Geld, ja, für wichtig.
SPEAKER_00Ja, super wichtig. Du kannst dem nicht entkommen. Du musst dich damit auseinandersetzen, ob du willst oder nicht. Also? Und du willst, weil du willst ins Frühleben.