Gleichklang - Ein Podcast
Gleichklang ist ein Podcast von drei Freundinnen – Elina, Nivan Evin und Nena.
Wir sprechen miteinander über das Leben, wie es ist: widersprüchlich, beweglich, im Wandel.
Unsere Gespräche entstehen aus echten Erfahrungen.
Wir teilen Gedanken, Zweifel, Erkenntnisse und Fragen, die uns im Alltag begegnen – in Freundschaften, in der persönlichen Entwicklung und im Umgang mit uns selbst.
Es geht nicht darum, Antworten zu liefern, sondern Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Nicht darum, etwas zu erklären, sondern gemeinsam hinzuschauen.
Gleichklang ist kein Podcast mit Antworten.
Sondern ein Raum zum Zuhören, Nachspüren und Mitgehen.
Für Menschen, die spüren, dass Entwicklung kein Ziel ist, sondern ein Prozess.
Gleichklang - Ein Podcast
Mama hat ihr Bestes gegeben. Reicht das?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge sprechen wir über das große Thema Mama. Warum bremsen wir uns aus Angst vor Ablehnung selbst aus? Wie viel davon hat mit dem Wunsch zu tun, einfach dazuzugehören – geliebt zu werden? Und wie kommen wir von Schuld hin zu Mitgefühl, ohne unsere eigenen Gefühle dabei zu übergehen?
Eines ist klar: Wir haben alle ein Mutterthema.
Ja, erzähle ich dir auch nicht immer wieder auf dem Podcast gehört, da ging es um Familienverträge und es ging speziell um die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Und da hat die systemische Aufstellungen, die gesprochen hat und meinte, dass man so Glücksverträge schließt. Also so mit den Familienmitgliedern, auch seelisch natürlich. Und dass das so ein Ding ist, halt so besonders oft zwischen Mutter und Tochter. Dieses, meine Mama hat ein bestimmtes Level erreicht und die Tochter darf oder erlaubt sich nicht, über dieses Level drüber zu gehen. Und sie nennt es Glücksverträge. Also mein Glück darf nicht über dem meiner Mutter stehen. Und darf dann eben dann zu arbeiten, das zu lösen, eben auch so mit Erfolg, ja, Geld. Ja, unserem Leben einfach irgendwie weiterzukommen, auch oder an sich zu lösen.
SPEAKER_08Hm, interessant, weil ich bin der Überzeugung, dass alles, was wir oben absprechen oder auf Seelenebene, das ist immer aus Liebe passiert.
SPEAKER_03Immer.
SPEAKER_08Dass sozusagen die Mutter damit einverstanden ist: okay, ich werde dir so eine scheiß Mutter sein, weil du bestimmte Lernprozesse lernen musst, weil das dein Karma dir, ja, weil das noch dein Karma ist und du sollst über dich hinauswachsen? Und ich liebe dich so sehr in unserer Seelenverbindung, unsere Seelenverbindung ist so stark, dass ich dir vertraue, dass du mich dann nicht ausschließt, umbringst, was auch immer, ne? So. Unsere Seelenverbindung kapst und so weiter und so fort.
SPEAKER_06Aber meinst du nicht Untergeordnet ist dann trotzdem dieses Zugehörigkeitsding, so wie jetzt bei mir zum Beispiel? Oder ist ja auch trotzdem, dass so eine Mutter dann, keine Ahnung, das Glück des Kindes, dem Kind nicht gönn?
SPEAKER_08Ich weiß nicht, ich bin ja selber Mutter und denke, zum jetzigen Zeitpunkt mache ich es aus dem besten Wissen und Gewissen, was ich habe, so wie ich meine Kinder erziehe. Und das muss ich ja auch meiner Mutter unterstellen. Dass sie zum damaligen Zeitpunkt es so gemacht hat und mich so erzogen hat, weil sie es nicht besser konnte, wusste, ja, weil es ihre Möglichkeiten nicht hergegeben hat, dass ihr im Bewusstseinszustand. Und wie kann ich ihr das zum Vorwurf machen? Weiß ich nicht. Finde ich schwierig. Wie kann ich ihr das zum Vorwurf machen, dass sie dann da so verkackt hat? Ich meine, was heißt verkackt? Sie hat mir halt bestimmte Erfahrungen ermöglicht. Natürlich bin ich auch sauer auf meine Mutter, weil sie manche Dinge so getan hat, wie sie getan hat, aber dann muss man halt immer wieder gucken, wie gehe ich mit dieser Wut um, ist die da richtig kanalysiert, ne? Und immer wieder so ein bisschen auch, ich weiß nicht, Mitgefühl zu entwickeln für sie. Weil sie kommen ja auch von einer sehr narzisstischen Mutter und auch noch war die ihre Mutter alleinerziehend. Wisst ihr, was ich meine? Also die war ja total dieser Prägung ausgesetzt. Und wie soll sie das nicht an uns weitergegeben haben? Dafür war ihr Bewusstsein Zustand auch einfach gar nicht gegeben.
SPEAKER_05Aber das heißt es ja gar nicht unbedingt, oder? Also jetzt auch, was ich, um nochmal aufs Beispiel zurückzukommen, mit dieses Thema Glücksverträge. Das heißt ja nicht, dass das nicht in Liebe geschlossen sein kann.
SPEAKER_06Ist ja auch so die Liebe des Kannes dann irgendwie, oder? Ich möchte, ich liebe meine Mutter und ich möchte nicht glücklicher als sie sein. Verdrehte Logik natürlich, aber still. Ja, oder halt.
SPEAKER_08Ich möchte ja schon mehr erreichen als meine Mutter.
SPEAKER_06Ja, aber es sind ja diese unbewussten Strukturen, oder? So wie jetzt, keine Ahnung, ich komme in Geldflow, blockiere mich dann aber wieder, weil, oh, ich möchte nicht zu anders sein als meine Familie.
SPEAKER_05Jetzt hätte ich dir auch echt immer wieder einen Podcast gehört, da ging so um Familienverträge und es ging speziell um die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Und da hat die systemische Aufstellungen, die gesprochen hat und meinte, dass man so Glücksverträge schließt, also so mit den Familienmitgliedern, auch seelisch natürlich. Und dass das so ein Ding ist, halt so besonders oft zwischen Mutter und Tochter, dieses, meine Mama hat ein bestimmtes Level erreicht und die Tochter darf oder erlaubt sich nicht, über dieses Level drüber zu gehen. Und sie nennt es Glücksverträge. Also mein Glück darf nicht über den meiner Mutter stehen. Und das dann eben dann zu arbeiten, das zu lösen, eben auch so mit Erfolg, ja, Geld. Ja, unserem Leben einfach irgendwie weiterzukommen oder an sich zu lösen.
SPEAKER_08Interessant, weil ich bin der Überzeugung, dass alles, was wir oben absprechen oder auf Seelenebene, dass das immer aus Liebe passiert.
SPEAKER_03Immer.
SPEAKER_08Dass sozusagen die Mutter damit einverstanden ist, okay, ich werde dir so eine scheiß Mutter sein, weil du bestimmte Lernprozesse lernen musst, weil das dein Karma dir, ja, weil das noch dein Karma ist und du sollst über dich hinaus wachsen. Und ich liebe dich so sehr in unserer Seelenverbindung, unsere Seelenverbindung ist so stark, dass ich dir vertraue, dass du mich dann nicht ausschließt, umbringst, was auch immer, ne? So. Unsere Seelenverbindung kapst und so weiter und so fort.
SPEAKER_06Aber meinst du nicht untergeordnet ist dann trotzdem dieses Zugehörigkeitsding, so wie jetzt bei mir zum Beispiel? Oder ist ja auch trotzdem, dass so eine Mutter dann, keine Ahnung, das Glück des Kindes dem Kind nicht gönnt oder?
SPEAKER_08Ich weiß nicht, ich bin ja selber Mutter und denke, zum jetzigen Zeitpunkt mache ich es aus dem besten Wissen und Gewissen, was ich habe, so wie ich meine Kinder erziehe. Und das muss ich ja auch meiner Mutter unterstellen. Dass sie zu einem damaligen Zeitpunkt es so gemacht hat und mich so erzogen hat, weil sie es nicht besser konnte, wusste, ja. Weil es ihre Möglichkeiten nicht hergegeben hat, dass sie im Bewusstseinszustand. Und wie kann ich ihr das zum Vorwurf machen? Weiß ich nicht. Finde ich schwierig. Wie kann ich ihr das zum Vorwurf machen, dass sie dann da so verkackt hat? Ich meine, was heißt verkackt? Sie hat mir halt bestimmte Erfahrungen ermöglicht. Natürlich bin ich auch sauer auf meine Mutter, weil sie manche Dinge so getan hat, wie sie getan hat. Aber dann muss man halt immer wieder gucken, wie gehe ich mit dieser Wut um, ist die da richtig kanalsiert, ne? Und immer wieder, ja, so ein bisschen auch, ich weiß nicht, Mitgefühl zu entwickeln für sie. Weil sie kommen ja auch von einer sehr narzisstischen Mutter und auch noch war die Mutter allein erziehend. Wisst ihr, was ich meine? Also die war ja total dieser Prägung ausgesetzt und wie soll sie das nicht an uns weitergegeben haben? Dafür war ihr Bewusstsein zustande auch einfach gar nicht gegeben.
SPEAKER_05Aber das heißt es ja gar nicht unbedingt, oder? Also jetzt auch, was ich, um nochmal aufs Beispiel zurückzukommen mit diesem Thema Glücksverträge, das heißt ja nicht, dass nicht in Liebe geschlossen sein kann.
SPEAKER_06Ist ja auch so die Liebe des Kernes dann irgendwie, oder? Ich möchte, ich liebe meine Mutter und ich möchte nicht glücklicher als sie sein. Verdrete Logik natürlich, aber ich möchte nicht.
SPEAKER_08Ich möchte ja schon mehr erreichen als meine Mutter.
SPEAKER_06Ja, aber es sind ja diese unbewussten Strukturen, oder? So wie jetzt, keine Ahnung, ich komme in Geldflow, blockiere mich dann aber wieder, weil, oh oh, ich möchte nicht zu anders sein als meine Familie.
SPEAKER_05Ein Podcast gehört, da ging so um Familienverträge und es ging speziell um die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Und da hat die macht so systemische Aufstellungen, die gesprochen hat und meinte, dass man so Glücksverträge schließt, also so mit den Familienmitgliedern, auch seelisch natürlich. Und dass das so ein Ding ist, halt so besonders oft zwischen Mutter und Tochter, dieses, meine Mama hat ein bestimmtes Level erreicht und die Tochter darf oder erlaubt sich nicht, über dieses Level drüber zu gehen. Und sie nennt es Glücksverträge. Also mein Glück darf nicht über dem meiner Mutter stehen. Und das dann eben dann zu arbeiten, das zu lösen, eben auch so mit Erfolg. Ja, Geld. Ja, unserem Leben einfach irgendwie weiterzukommen oder an sich zu lösen.
SPEAKER_08Interessant, weil ich bin der Überzeugung, dass alles, was wir oben absprechen oder auf Seelenebene, dass das immer aus Liebe passiert.
SPEAKER_03Immer.
SPEAKER_08Dass sozusagen die Mutter damit einverstanden ist, okay, ich werde dir so eine scheiß Mutter sein, weil du bestimmte Lernprozesse lernen musst, weil das dein Karma dir, ja, weil das noch dein Karma ist und du sollst über dich hinaus wachsen? Und ich liebe dich so sehr in unserer Seelenverbindung, unsere Seelenverbindung so stark, dass ich dir vertraue, dass du mich dann nicht ausschließt, umbringst, was auch immer, ne? So. Unsere Seelenverbindung kapst und so weiter und so fort.
SPEAKER_06Aber meinst du nicht untergeordnet ist dann trotzdem dieses Zugehörigkeitsding, so wie jetzt bei mir zum Beispiel? Oder ist ja auch trotzdem, dass so eine Mutter dann, keine Ahnung, das Glück des Kindes dem Kind nicht gönnt oder?
SPEAKER_08Ich weiß nicht, ich bin ja selber Mutter und denke, zum jetzigen Zeitpunkt mache ich aus dem besten Wissen und Gewissen, was ich habe, so wie ich meine Kinder erziehe. Und das muss ich ja auch meiner Mutter unterstellen. Dass sie zu einem damaligen Zeitpunkt es so gemacht hat und mich so erzwungen hat, weil sie es nicht besser konnte, wusste, weil es ihre Möglichkeiten nicht hergegeben hat, dass sie im Bewusstseinszustand. Und wie kann ich ihr das zum Vorwurf machen? Weiß ich nicht. Finde ich schwierig. Wie kann ich ihr das zum Vorwurf machen, dass sie dann da so verkackt hat? Ich meine, was heißt verkackt? Sie hat mir halt bestimmte Erfahrungen ermöglicht. Natürlich bin ich auch sauer auf meine Mutter, weil sie manche Dinge so getan hat, wie sie getan hat, aber dann muss man halt immer wieder gucken, wie gehe ich mit dieser Wut um, ist die da richtig kanalysiert, ne? Und immer wieder, ja, so ein bisschen auch, ich weiß nicht, Mitgefühl zu entwickeln für sie. Weil sie kommen ja auch von einer sehr narzisstischen Mutter und auch noch war die Mutter alleinerziehend. Wisst ihr, was ich meine? Also die war ja total dieser Prägung ausgesetzt und wie soll sie das nicht an uns weitergegeben haben? Dafür war ihr Bewusstsein zustande auch einfach gar nicht gegeben.
SPEAKER_05Aber das heißt es ja gar nicht unbedingt, oder? Also jetzt auch, was ich, um nochmal aufs Beispiel zurückzukommen, dieses Thema Glücksverträge. Das heißt ja nicht, dass nicht in Liebe geschlossen sein kann.
SPEAKER_06Ist ja auch so die Liebe des Kannes dann irgendwie, oder? Ich möchte, ich liebe meine Mutter und ich möchte nicht glücklicher als sie sein. Verdrehte Logik natürlich, aber halt nicht.
SPEAKER_08Ich möchte ja schon mehr erreichen als meine Mutter.
SPEAKER_06Ja, aber es sind ja diese unbewussten Strukturen, oder? So wie jetzt, keine Ahnung, ich komme in Geldflow, blockiere mich dann aber wieder, weil, oh oh, ich möchte nicht zu anders sein als meine Familie, oder?
SPEAKER_08Der ist halt wieder dieses Zugehörigkeitsthema. Will ich eine Aussätzige sein? Wisst ihr, was ich meine? Ich möchte von meiner Familie geliebt werden. Wenn nicht von ihr, von wem denn dann? Wisst ihr, was ich meine? Sie kennen ja alle meine Schatten, meine Entwicklung, wissen, wie ich ticke. Zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt, bis man gelernt hat, gewisse Dinge auch zu verstecken und sich zu verstellen. Aber das ist ja schon eine gewisse Form von Erwartung, bitte lieb mich, ich will dazugehören. Und dann ist es ja das Schlimmste, was passieren kann, diese Zugehörigkeit entzogen zu bekommen, weil man sich plötzlich für Spiritualität interessiert und damit können die Eltern gar nichts anfangen und sagen, boah, du hast dich total verändert und ja, warum bist du jetzt so fies zu uns? Aber dabei ist man nur reflektiert und haut vielleicht der Mutter dann so Dinge um die Ohren oder hinterfragt halt auch Erziehung, warum hast du das so gemacht? Was hast du dir dabei gedacht? Und ja, aus diesem Zugehörigkeitskonzept glaube ich schon, dass es so ein Ding ist, dass man sich immer wieder dann selber bremst und dann Schiffel stellt. Aber dass man nicht erfolgreicher als die Mutter.
SPEAKER_05Aber es ist ja nur ein Beispiel. Ich habe mich jetzt, also so wie du es jetzt beschreibst, ist genau das, glaube ich, wie ich jetzt wieder darauf gekommen bin, weil ich mich gefragt habe, zum Beispiel mit der Arbeit, jetzt als ein Beispiel, dass ich mich gefragt habe, warum also komme ich über einen bestimmten Punkt nicht hinaus, also erlaube ich mir nicht einen bestimmten Grad an Erfolg, da nicht weiterzugehen. Und habe dann eben an meine Familie, kam ja in den Sinn, so was die Frauen in meiner Familie vor mir bisher so erreicht haben. Und dann dachte ich ja, ich bin ja die erste Frau in meiner Familie, die zum Beispiel studiert hat, die sich selbstständig gemacht hat oder sich traut irgendwie anzufangen, diese Erfahrung zu machen. Ja, dann dachte ich mir, ja gut, ich komme halt auch aus einem gewissen Kontext. Also die Ideen, die ich vielleicht habe und wo ich mich sehe und das, wo ich herkomme, braucht vielleicht ein paar Anläufe, bis ich in mir bereit bin, so weit entwickelt bin, dass ich darüber hinausgehen kann. Da habe ich mich dann halt nochmal an diesen Podcast, an diese Folge erinnert und dachte, ja, vielleicht gibt es ja auch eine bestimmte Abmachung in mir oder einen Glaube, dass ich mich irgendwie daran halten muss, dass ich nicht mehr machen darf, als meine Mutter geschafft hat, damit, weiß ich nicht, damit keine Ablehnung irgendwie noch mehr Ablehnung mit einem hergeht. Irgendwie diese Angst davor, abgelehnt zu werden für diesen Willen, für den Erfolg, vielleicht auch für den Egoismus sozusagen, zu sagen, ich gucke so nach mir, dass ich diese Schritte gehe und ich will, dass ich, keine Ahnung, da oben lande oder so.
SPEAKER_08Ja, ist ja wieder Zugehörigkeit. Und der Wunsch nach Liebe, geliebt werden.
SPEAKER_05Ja, genau. Und das meine ich dann halt im Zusammenhang mit diesem, kann man jetzt vielleicht als so ein Vertrag-Frame, vielleicht gibt es auch ein Bild oder ein Wort, was besser dazu passt, so ein Angst, um diese Liebe nicht zu bekommen, dann halte ich mich immer wieder, falle ich immer wieder an dies zurück, weil ich, weil die Angst vor dem Liebesentzug so zu groß ist, um eben weiterzugehen. Ja, und der Vertrag kann ja dann trotzdem in Liebe geschlossen sein.
SPEAKER_06Liebesbedürfnis irgendwie auch, ne?
SPEAKER_08Ja, definitiv.
SPEAKER_06Ja. Okay, zurück zur eigentlichen Frage.
SPEAKER_08Welche war das? Woran wir? Geil. Wir haben ja gerade schon das Mutterthema, wieso bleiben wir nicht dabei? Ja, dafür sind wir jetzt schon way too deep in Twitch. Ich will jetzt auch nicht sagen, dass jede Mutter, also es gibt auch böswillige Mütter, will ich dazu noch sagen. Mütter, in denen es scheißegal ist, was mit ihrem Kind passiert, sich, oder habe ich schon ganz oft in Sitzungen gespürt, so eine richtige Gleichgültigkeit oder so ein mein Kind und Hauptsache nicht ich, wie zum Beispiel Missbrauch vom Vater oder sowas. Also Hauptsache sie trifft es und mich nicht, so eine gewisse Form von Selbstschutz. Aber jetzt unterstelle ich einfach mal auch mir als Mutter und meiner Mutter und vielen Müttern, dass sie es aus dem besten Gewissen gemacht haben, was ihre Möglichkeit hergegeben hat, wie sie sozusagen ein Kind großziehen. Da muss man erstmal an eine gute Absicht glauben, sonst wird man ja verrückt. So, ne, wenn der erste Mensch, der dich bedingungslos eigentlich lieben soll, sobald du im Bauch bist, da fängt es ja schon an, dass viele Mütter oder Frauen damals ja auch einfach ungewollt schwanger geworden sind, weil sie keinen Zugang zur Pille hatten oder weil, was auch immer, Sexualität nicht das Thema war und sie wussten nicht, wie es passiert. Also unaufgeklärt. Und dann fängt es ja schon an, dass die Mutter dich ja eigentlich gar nicht will. Und auch schon mit der Ablehnung im Bauch, ne, darf man eben auch nicht so eine böse Absicht unterstellen. Ja, es ist halt die Lebensumstände, die es da der Mutter zur Verfügung stehen und was sie dann daraus macht. Und das ist ja im Grunde von vornherein deinen Lebensweg und wie du dann auf Dinge reagierst. In Interaktion.
SPEAKER_06Und trotzdem dann, anknüpfend an die letzte Folge, nicht ein Ideal im Kopf zu entwickeln.
SPEAKER_05Die letzte Folge, in der es um Schatten ging.
SPEAKER_06Ich, keine Ahnung, möchte meiner Mutter mitfühlend gegenübertreten und keine Ahnung, sie hat es nur so gemacht, wie sie konnte, was ich auch voll oft von Leuten höre, ohne dass aber die Gefühle beachtet werden von dem kleinen Kind, das sich vielleicht anders gewünscht hat, andere Bedürfnisse hatte, keine Ahnung, sich nach bedingungsloser Liebe gesehnt hat und dann die Wut vielleicht auch oder den Schmerz so abzukapseln in dem Ideal, aber meine Mama hat doch alles gegeben. Ja, ja.
SPEAKER_08Das habe ich ja vorhin auch versucht zu sagen. Es ist ja trotzdem, ich spüre Wut, weil sie halt so reagiert hat oder agiert hat.
SPEAKER_06Oder dass man erst, glaube ich, auch da durch muss, um dann irgendwann Mitgefühl fühlen zu können.
SPEAKER_08Genau, definitiv. Und die braucht erstmal alle Gefühle brauchen Raum, sich zu reflektieren und einzugestehen, ja, eigentlich hatte ich andere Bedürfnisse. Das ist ja schon der erste Schritt. Was konnte mir meine Mutter überhaupt nicht geben, beispielsweise? Was habe ich denn überhaupt gebraucht, da auch hingucken zu wollen? Weil man ja die Mutter vielleicht auch so ein Stück glorifiziert oder weiß ich nicht, auf den Sockel stellt, machen bestimmt viele. Bei mir war es eher der Vater, der dann von seinem Sockel dann irgendwann gefunden ist. Genau. Beim Näheren hingucken und drehen und Wenden des Sockels. Definitiv. Also Schatten, die da lauern, angucken und dann mit Gefühl zu entwickeln, sie konnte, das soll auch keine Ausrede sein oder irgendwas, sondern einfach nur Mitgefühl, ja, okay, ich verstehe ihre Umstände und trotzdem habe ich es anders gebraucht. Ich sehe sie, aber gleichzeitig nehme ich auch mich wahr. Und wie kann ich mir jetzt diese, das, was ich damals gebraucht habe, wie kann ich mir das jetzt selber geben? Weil sie kann es nicht. Hat sie ja schon als Kind bewiesen.
SPEAKER_06Und das mal so richtig in einem selber landen zu lassen. Sie kann es nicht. Sie kann es nicht. Weil man sucht ja auch dann, keine Ahnung, mit 30, 40 noch vielleicht irgendwann, vielleicht kommt es ja noch irgendwann und das so richtig anzunehmen. Nee. Geht nicht. Geht nicht, nein.
SPEAKER_08Und das dann auszuhalten. Definitiv. Da kann man nur hoffen, dass man. Oder nicht hoffen, sondern immer wieder auch reflektieren, wenn man dann selber Mutter ist, dass man nicht die gleichen Muster dann einfach weitergibt. Alter, ist auch echt. Ja, das ist nochmal eine andere Aufgabe. Nochmal eine andere. Ja, kann ich nicht weiter sagen, als Aufgabe nochmal ein anderes Level an Selbstreflexion notwendig.
SPEAKER_05Ja, auch eine Aufgabe, die jetzt halt in den jüngeren Generationen ja irgendwo auch kommt. Ich meine, natürlich immer Ausnahmen, aber so dieses Bewusstseinslevel, dass es sich so verändert hat, dass überhaupt die Möglichkeit der Reflexion ja auf einer gewissen Ebene erst so freigegeben wird. Und was in der Verantwortung. damit auch einhergeht zu sagen, okay, und jetzt dürfen diesen Must da betrachtet und verändert werden. Und dass ich dann nicht in diesem Must dann erziehe, in den ich erzogen wurde. Und da sind wir jetzt auch nochmal so im Zuhören, habe ich so an zwei Beispiele gedacht. Also oder schon auch zwei Extreme, glaube ich, für mich. Einmal so Menschen, die ich beobachtet habe, mit denen ich, keine Ahnung, befreundet bin, aufgewachsen bin, die so eine super enge Beziehung zu ihrer Mama haben, also wo es so richtig the kind of emerging. Ja, genau, also schon nochmal eine andere Art von Freundschaft, aber ja, einfach so eine enge Freundschaft mit der Mutter, frage ich mich, geht das überhaupt? Muss es die Beziehung überhaupt hergeben? Also ich meine, das ist ja das, woher du kommst, sind die Themen, die dir mitgegeben werden. Und dann glaube ich schon daran, dass es einen gewissen Punkt im Leben gibt, wo es dann auch Zeit ist zu sagen, okay, ich wende mal 180 Grad und fange mal an zu betrachten, was ist da überhaupt für eine Beziehung, um dann zu lernen, dich zu lösen. Um dann vielleicht zu gucken, okay, vielleicht verstehen wir uns, vielleicht kommen wir wieder zusammen, vielleicht halt auch nicht. Also so eine sehr enge Beziehung einfach zur Mama und ein anderes Extrem Menschen, die so zur Therapie gehen, also ich sage jetzt mal konventionelle Therapie, und die so super kritisch mit der Beziehung zur Mutter sind und es so komplett auseinandernehmen und den Kontakt halt auch so radical einfach einmal abbrechen und sagen, alles, was meine Mama gemacht hat, war scheiße und falsch. Oder wieder diese Schattenbox, ne?
SPEAKER_06Die da im Hintergrund liegt.
SPEAKER_05Und das dann auch so abzutrennen, irgendwie von sich und zu sagen, du bist schuld an allem. Also so die Schuld, die man dann irgendwie so komplett auszulagern.
SPEAKER_08Ja, das ist das, was ich im Grunde ausdrücken wollte, mit Mitgefühl, ne? Dieses raus aus der Schuld und den Schuldzuweisungen rein ins Mitgefühl und trotzdem für sich sorgen und schauen, dass man an sich denkt und seine Schatten anguckt und was löst sie eigentlich noch in mir aus und trotzdem Mitgefühl. Das geht. Weil das gleichzeitig, ja, hast schon recht. Das ist ja schon so ein verkopftes Analysieren, oh, sie hat das falsch gemacht und das falsch gemacht und jenes falsch gemacht. Und wenn ich, da ich selber Mutter bin, wenn ich mir vorstelle, dass mein Kind das später mal so auseinandernimmt, denke ich, Alter, da habe ich ja verloren, weil du kannst gar nicht alles richtig machen. Das ist gar nicht möglich.
SPEAKER_05Und muss man halt auch einfach. Und es kann ja nicht die Aufgabe sein, irgendwie die perfekte Performance hinzulegen. Was soll es sein? Gibt es halt auch einfach nicht.
SPEAKER_06Hattest das für dich auch so in Gang gebracht, mit deiner Mutter selber Mutter zu werden, diesen Weg des Mitgefühls einzuschlagen? Oder hast du davor schon gesehen?
SPEAKER_08Nee, das war schon jetzt mit erzielt, ja, ja. Desto älter auch die Kinder werden und desto mehr ich denke, oh mein Gott, bald brauchen sie eine Psychotherapie. Wir sparen schon. Nein. Aber ja, es lässt sich halt immer irgendwas auseinandernehmen. Wisst ihr, was ich meine? Hatten wir auch in der Schattenfolge, da kannst du jedes Steinchen umdrehen auf das Tisch. Und die können wir ja auch irgendwann zum Vorwurf machen, dass ich sie zu spirituell aufgezogen habe. Das hat sie eher blockiert, als wie man es macht. Oder ich kann sie zu wissenschaftlich erzogen haben und zu rational. Dann sehen sie sich eher nach Spiritualität und sagen, meine Mutter hat mir nur das, also ja, da sind wir wieder bei der Frage der Schuld, ne, und nicht bei der Frage, welche Potenziale hat das im Grunde in mir erweckt, entwickelt, Potenzial auch zu überleben oder nicht überleben. Also am Anfang war es vielleicht ein Überleben, wenn die Mutter halt in eigenen Augen nicht so richtig ihren Job gemacht hat. Aber dann später zu hinterfragen und für sich zu schauen, wie kann ich damit Frieden schließen? Und es ist auch ein Prozess, also ja, immer wieder so ein Ding.
SPEAKER_06Meint ihr, das innere Kind, es gibt einen Moment, oder das sind wahrscheinlich Facetten, weil man ja schon viel liest und immer wieder hört, so irgendwann muss es die halt selber geben, meint ihr, es gibt einen Moment, wo das innere Kind dann zufrieden ist? Also man es sich wirklich selber gibt und das ausreicht.
SPEAKER_08Nee, ich glaube, das ist in Wandlung heißt. Wenn man sich dann selber gibt und dann vielleicht feststellt, fühlt sich doch nicht so befriedigend an, wie ich es mir vorgestellt habe. Vielleicht brauche ich noch eine Nuance anders oder brauche ich doch was anderes. Wisst ihr, was ich meine? Es ist so ein Weg des Rausfindens. Und vielleicht schließt man irgendwann Frieden mit dem inneren Kind, aber ich weiß nicht. Würde man jetzt pauschal sagen, es ist ein Weg. Und es kann sein, dass es nicht passiert.
SPEAKER_05Ich würde auch sagen, es gibt einfach Momente, oder? Momente, in denen du mehr im Einklang bist mit dem inneren Kind, mit dem inneren Anteil der Dir, wie auch immer, genau, mit dem Gefühl. Ja, es gibt einfach Momente, wo man halt eine Verbindung fühlt und dann wahrscheinlich auch ganz, ganz viel, in denen es halt gar nicht so ist, indem man dann wieder alles hinterfragt, hat es überhaupt einen Sinn überhaupt, wie gibt es dieses innere Kind überhaupt? Also ich meine, man darf das ja auch hinterfragen und wieder gucken, wie macht dieses Konzept für mich Sinn. Ja, deswegen würde ich sagen, naja, das gibt es nicht. Es gehörte mich irgendwie einfach zum Leben dazu und zu dieser Erfahrung, den Weg zu gehen, sich mit sich selber auseinanderzusetzen und den Kontakt einzugehen, dann wieder Distanz zu erlauben, von einer anderen Perspektive vielleicht nochmal reinzugehen. Aalisch ein Prozess.
SPEAKER_08Wir sind nicht so zufrieden.
SPEAKER_06Doch, ich finde einfach, ich fand diesen Satz immer schon schwierig. Weil das Gefühl des Kindes ja immer einfach ist, es will es ja von außen bekommen, diese Liebe. Und dann immer zu sagen, du musst es dir irgendwann selber geben, war immer so, ja, will ich halt nicht. Wisst ihr, was ich meine? Wenn man so eine Liebe, ja, sich nach einer Liebe sehnt, die von außen im Grunde sehnt man sich natürlich trotzdem danach, dass man sich selber einfach akzeptiert und liebt, so klar. Aber genau, sich selber beim Leben. Aber wenn man voll in dem Schmerz ist, dann ist es einfach so.
SPEAKER_08Ja, kann ich verstehen. Das ist wie so eine Floske. Es ist total ausgelöst.
SPEAKER_06Ich will es mir nicht sehr. Was heißt es denn? Ich gebe es mir sehr. Wie soll das befriedigend sein, mich selber zu umarmen? Es ist einfach nur so fuck you.
SPEAKER_08Aber wer soll es denn machen, deine Mutter? Die können es doch mal damals nicht. Wer soll es machen? Wer soll es machen? Sie konnte es halt damals auch nicht. Warum sollte sie es jetzt können? Es sei denn, sie hatte eine Erleuchtung oder hat Therapien gemacht. Auch dann ist es, ja, hat sie einen gewissen Bewusstseinszustand. Und wenn du das von deinem Partner verlangst, dann wirst du auch wieder krachen gehen, weil im Grunde suchst du in deinem Partner das, was deine Mutter dir geben sollte. Der wird da auch irgendwann sagen, ich bin auch nicht deine Mutti.
SPEAKER_05Und auch nicht dein Pfaddy. Da habe ich vorhin, ich hab das ja in unsere, wir haben ja eine Insta-Gruppe, wo wir uns immer lustige Reals reinschicken. Ich habe vorhin so einen, es war so ein Beitrag, das fand ich ganz schön. Es waren dann immer so zwei Bilder, die erwachsene Person und dann so ein Bild von einem Kind, von der Kind-Version. Und dann sowieso das Kind zu heranzuziehen, um einzuchecken. Also so ein, es ging, es war jetzt so ein Yoga-Beispiel wieder, da meinte, war halt sein Gedanke, fuck, es buchen nicht genug Leute den Kurs. Und so das Kind, das dann so sagt, Alter, wir haben Kurse, Leute buchen das, mega cool. Wir sprechen vor Publikum. Ja, einfach wieder so eine Relative zu setzen, so als Erwachsener, was für ein krasser Anspruch man an sich hat. Und dann, ja, wenn man einfach die Perspektive wechselt und das Jüngere sich betrachtet in der Situation, dass sich vielleicht denkt, Alter, habe ich niemals gedacht, dass wir da hinkommen, finde ich ja richtig cool. Das fand ich schön, vielleicht dieses muss kein hundertprozentiger Einklang sein, aber darf ein Spiegel vielleicht sein. Ein Spiegel von vielen. Und das Kind auch nicht zum Richter zu machen, vielleicht. Ja, das ist auch eine gute Idee. Nicht so viel Macht zu geben, auch, dass das Kind sagt, wie sagt man das so? Top-down, also so ja, Daumen hoch oder Daumen runter, fail, fang von neu an.
SPEAKER_08Es gibt halt nicht nur Schwarz-Weiß, es gibt halt auch die grauen Horsten.
SPEAKER_06Ja, ja. Fühlst du dich friedlich mit deiner Mama? Also fühlst du einfach mehr mitfühl? Schön.
SPEAKER_08Ich fühle mehr Mitgefühl, ja. Ich meine, sie ist sehr, sehr jung Mutter geworden. Total überfordert.
SPEAKER_05Als du geboren wurdest?
SPEAKER_08Sie ist mit 19 schwanger geworden, auch ungewollt im Grunde. Und mit 20 dann halt Mutter. Und ja, im Grunde wissen wir ja selber, wie die 20er waren. Also meine waren sehr wild. Und ich war ja auch damit beschäftigt, mir eine Zukunft aufzubauen, zu studieren, so hinzugucken, wo will ich eigentlich hin im Leben. Und das war ja im Grunde bei ihr gar nicht möglich. So schon Klotz am Bein, in Anführungsstrichen. Und dann, als sie dann irgendwann gemerkt hat, ich kann die Mutterrolle nicht tragen, dass sie dann so in so eine Freundin geswitcht ist. Und ja, sehr, sehr viel Verantwortung mir übergeben hat, was sie eigentlich selber hätte tragen müssen. Und irgendwann als Jugendliche fand ich dieses Freundinsein locker und cool. Und dann wieder gab es eine Phase, wo ich dachte, Alter, eigentlich hast du deinen Job gar nicht richtig gut gemacht. Und das war es einfach so die Kumpeline, wo ich jetzt so eine Richtung oder Wegweisung gebraucht hätte oder jemanden, der unterstützt. Ja, es ist halt doch Freundin und Mutter halt anders, also die Erwartungen. Genau. Und ja, seitdem ich selber Mutter bin, gucke ich dann halt auch, wie agiere ich, wie reagiere ich, welche Muster habe ich übernommen. Ich bin ja sehr, sehr bewusst Mutter geworden. Also ein absolutes Wunschkind. Hab's auch energetisch und seelisch eingeladen, diese Seele zu mir. Also schon mal was ganz anderes gewesen. Ich habe nicht wieder, bin nicht wieder in diesen Step getappt des ungewollt schwanger Werdens sozusagen. Genau, da habe ich schon mal mein Kind einen leichteren Start ermöglicht und das merke ich auch in seinem Werdegang, aber keine Ahnung, was ich bei ihm hinterlasse, wie gesagt, ne? Weiß ich nicht. Hinterfragt man sich halt, habe ich genug mit ihm gekuschelt, gab es genug Grenzen, gab es zu viele Grenzen, war ich zu streng, war ich zu Larifari, das war ich nicht, aber ja, es ist halt, es ist ein Balanceakt. Es ist halt einfach mega anstrengend. Muttersein ist so ein fucking anstrengender Job, Alter. Das ist krass.
unknownMein Gott.
SPEAKER_06Wenn man halt bewusst erzieht, ne? Wenn man bewusst erzieht, ja, genau.
SPEAKER_08Ja, das kann man natürlich auch machen und sich leicht machen, aber ja, vielleicht mache ich es mir auch zu schwer. Ja, weiß ich nicht. Je nachdem. Mal schauen. Vielleicht gibt es den Podcast noch zehn Jahre später und wir müssen es dann.
SPEAKER_05Dann laden wir deine Kinder ein als Gast. Und das sagt ihr und reden sie über ihre Traumata.
SPEAKER_08Nee, nee, nee. Können den eigenen Podcast gründen. Und ja, ganz ehrlich, Mutter sein ist halt ein scheißundankbarer Job. Die Kinder können so arschig zu dir sein und trotzdem liebst du sie bedingungslos. Wenn du sie bedingungslos lieben kannst. Ist ja auch die Frage, wie stark liebst du dich selber.
SPEAKER_06Alter, ich denke mir, damit ist es doch schon alles gegeben. Wenn Grundbaustein einfach Liebe ist, haben ja schon so viele Menschen nicht von den Eltern.
SPEAKER_08Ja, das stimmt schon. Ja.
SPEAKER_05So als Kontaktfläche zu, als Grundvoraussetzung. Grundkontakt.
SPEAKER_06So krass. Das Fundament, auf dem du das baust, ja.
SPEAKER_05Wieder ein schönes Bild.
SPEAKER_08Sorry, aber ich glaube, ich habe dich unterbrochen. Nee, ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen wollte. Achso, ja, ein scheiß anstrengender Job, komm mal wieder zurück. Ja, es sagt halt keiner, ja, machst du jetzt gerade gut. Oder das kann ja dein Kind gar nicht auch reflektieren. Es sagt auch mal, du bist so scheiße. Und das musst du dir auch anhören. Und dann denkst du, ja, reflektierst du wieder oder eben doch nicht. Kannst mit Wut reagieren oder eben auch nicht. Kannst du mit Schuld erziehen oder eben doch nicht. Also ja, und dann kann ich total Frauen verstehen, die ganz im Stillen sich wünschen, die Kinder bekommen zu haben. Weil sie einfach nicht, weil das nicht heißt, dass sie ihre Kinder nicht lieben, sondern weil sie mit dieser Mutterrolle einfach so überfordert sind.
SPEAKER_06Wieder wieder dieses Schattending.
SPEAKER_08Ja, genau. Wieder dieses Schatten, ich muss eine perfekte Mutter sein nach außen, aber eigentlich hasse ich diesen Job. Ich finde das auch so schlimm, dieses Arbeiten und dann musst du deinen Kindern gerecht werden. Dann ist da noch ein Mann, der seine Aufmerksamkeit zu Recht auch braucht und einfordert. Und das ist alles wie so ein Balancehakt. Und Väter, die keinen Bock mehr haben auf Vatersein und Erziehung, die können einfach aus der Familie raus, ja, dann gründet er mal eine andere oder lässt sich scheiden oder er kümmert sich jetzt um seine Karriere. Aber wenn es die Mutter macht, dann wird natürlich das Geschreie groß. Also gleich, oh, was ist das für eine Mutter? Und Raben und keine Ahnung. Und dabei denke ich, ja, sie hat sich halt einfach nur getraut, aus einem System auszusteigen, was für sie nicht gepasst hat. Oder sie musste sich eingestehen. Wenn ich nichts zerbrechen will vielleicht, gehe ich hier raus und hinterlasse meinem Mann, wo ich das Vertrauen habe, er macht das gut, er macht das viel besser, die Verantwortung. Tja, weiß ich nicht. Es ist sehr polarisierend, ich weiß, das Thema Mutter.
SPEAKER_06Ja, aber voll wichtig halt eigentlich darüber zu reden, weil ich mir denke, es fühlen wahrscheinlich so viele, aber man traut sich halt niemals zu sagen, ich hasse diesen Job oder ich hasse es, Mama zu sein, was ja einfach gar nicht bedeutet, dass du deine Kinder nicht liebst. Aber keine Ahnung, ja, würden wahrscheinlich, wenn du das posten würdest, tausend Leute schreiben, was bist du denn für eine Mutter? Ja, genau. So dann schluckt man und teilt es nicht, dann darf das irgendwie gar nicht atmen so und dann, keine Ahnung, Burnout. Ja, das ist ja auch krank.
SPEAKER_05Das ist ja nur weil jemand einen Zweifel äußert oder einen Gedanken, dass die Person nicht dieser Gedanke ist. So nur weil ich meine Zweifel äußer heißt, ich möchte nicht damit identifiziert werden, genauso wie ich ja selber vielleicht rauskommen möchte aus dieser Identifizierung, damit so, nur wenn ich sage, ich hasse diesen Job, Mutter zu sein. Genau, dass es einfach etwas in mir ist, was Luft und Raum braucht, um zu atmen. Es muss einfach mal gesagt werden, weil dieser Anteil halt einfach dazugehört. So ist einfach menschlich, genauso wie der Anteil, der es vielleicht voll liebt, sich zu kümmern und zu sorgen und jeden Tag das Brot zu machen oder was auch immer. Keine Ahnung. Ist ja unterschiedlich, was auch immer man dann liebt an der ganzen Fancy Brotdosen.
SPEAKER_08Genau, ich glaube, das ist, weil die Mutterrolle so stark in unserer Gesellschaft schon geprägt ist, vorgeprägt. Und ich glaube, es ist nicht mal die Mutter, das Muttersein, was man hasst, sondern die Rolle, in die man dann plötzlich schlüpft, wenn man Mutter ist. Man muss hingebungsvoll sein, immer liebevoll und ja, alles richtig machen und sich für seine Kinder aufopfern. Das hast du mal so im Urlaub gesagt, als wir zusammen in Ägypten waren. Warum sehen so viele Mutter einfach grau und fahl aus? Als würden die Kinder ihnen alle Lebensenergie aussaugen. Ja, weil man sich selbst komplett in diesem Mutterdasein auch einfach mal verlieren kann. Und dann einfach mal seine eigene Identität gar nicht mehr spürt, weil man weiß auch immer.
SPEAKER_05Und wenn die Kindern alle Kraft und Farbe wirklich einfach ausgesaugt. Und das Kind dann gleichzeitig ja nicht mal den Platz hat, sich selber zu leben, weil es ja dann total überladen ist mit dieser Energie der Mutter, die sich so reinpjört in das Kind. Ja, genau. Das ist ja dann noch das Absurde, es bringt ja nicht mal was, sich selber so zu entäußern eigentlich in diesem Prozess. Ich finde, ich muss die ganze Zeit an das Bild denken von, ich mag diese zwei Göttinnen im Hinduismus, Durga und Kali. Ich finde, die beschreiben dieses Rollenbild auch ganz schön und das macht es nochmal so bildlich, weil Durga ja auch so diese gezähmte Hausfrau ist, so die die Haare nach hinten gebunden hat. Sie wird ja auch mit sehr vielen Händen dargestellt, die so tausend Sachen auf einmal zu machen und so ja auch das Sinnbild der perfekten Hausfrau darstellt. Das ist so die Mutter einfach ist. Und dann gibt es eben auch die Kali, so die mit den, das ist auch ein anderes Extrem natürlich ist, wo dann die Haare gelöst sind, die ja auch blutrünstig irgendwie dargestellt wird, die die ganze Energie rauslässt, die sie zeigt, so die ganze Kraft auch, aber in so einer extremen Version, aber auch diesen Ausbruch zeigt aus dieser getämten Durga, die das auch gar nicht aushalten kann, alles so in sich zu halten und nichts davon zeigen zu dürfen, weil sie so tausend Rollen aufgestülpt bekommt.
SPEAKER_08Und wir sind ja sehr stark christlich geprägt hier in Europa und wir sind ja von der Mutter Maria geprägt als Mutterbild. Da muss man sich ja auch einfach mal überlegen. Sie ist jungfräulich, angeblich hat sie Jesus bekommen. Das heißt, jeder Mutter wird als erstes schon mal die Sexualität abgesprochen. Du hast keine Lust mehr zu haben, nur noch den Jesus, in Anführungsstrichen, dein Kindlein, was der große Stern am Himmel hast du zu bewachen und zu bemuttern und hast du demütig zu sein und ja, welches Bild. Grusi, wer soll das erpflücken? Wer bitte wer? Das schafft doch kein Schwein, dieses Heiligenbild aufrechtzuerhalten. Und ich glaube, das ist, was mich so an dieser Mutterrolle.
SPEAKER_05Und das ist ja total unbewusst programmiert. Ich meine, das ist ja ein Programm, mit dem wir halt einfach rumlaufen, weil das einfach ein christlich geprägtes Land ist. Das ist ja quasi die Lüft, die wir atmen. Ja, ist so. Es ist eine unbewusste Vorprogrammierung. Es hat nichts mit, glaube ich, daran oder nichts zu tun. Das ist halt einfach Teil der Geschichte und der Kultur und des Kollektivbewusstseins.
SPEAKER_06Und indem man Mutter wird, geht man einfach in so eine Kollektivenergie auch rein, ne? Muss man sich dann einfach bewusst von abkapseln. Geht das?
unknownTja.
SPEAKER_06Das ist ein Prozess.
SPEAKER_05Und einfach teilen, ne?
SPEAKER_06Einfach teilen und das so aufzubrechen. Ist ja schon auf Instagram, sehe ich schon auch Mütter, die sich trauen, das irgendwie anders zu formulieren, ehrlich zu formulieren. Ja, ist einfach so viel schon im sich wandern.
SPEAKER_08Ja, trotzdem. Kann man da nicht mehr tragen, ne? Obermarias und.
SPEAKER_06Die Brotdosen.
SPEAKER_05Die Fancy-Brotdosen. Das triggert mich so. Alter ich hatte eine meiner Patentante, die hat immer, ihre Tochter, die hat dabei. Die hat immer das Toastbrot ausgestochen mit einer Form. Jeden Morgen, weil die hat kein Rand gegessen. Und hatte sie immer nur ihre Toastbrote in Fuß vor. Ich dachte immer, was hat die Fuß? Ja, weil die das cool fand, dann irgendwann so ein Fußwitzig.
SPEAKER_08Fußfittisches. Das ist auf jeden Fall Dedication. Meine Tochter mag auch keinen Rand. Ich packe trotzdem das Brot da rein. Und dann isst sie halt den Rand nicht und bringt den wieder nach Hause. Da kann man es auch machen, bevor euch da morgt stärkt.
SPEAKER_05Ne, wenn wir am Traum nicht einfangen. Kannst du eine Kunst draus machen mit so einem scharfen Messerchen, schnellest du erstmal einen schönen Fuß raus?
SPEAKER_08Nein. Oder noch ein Foto von ihr. Ich weigere mich. Ich weigere mich. Mutter Maria zu sein, ganz ehrlich. Und diese Geburtstagspartys, wo die Mütter nur über ihre Kinder quatschen, Alter, da kann ich so ausdecken. Oh, das triggert mich dermaßen. Denke ich so, hast du noch eine eigene Identität? Hast du noch Hobbys?
SPEAKER_06Ja, eben nicht, ne?
SPEAKER_08Ja, eben nicht, ja.
SPEAKER_06Ja, es ist ja schon, dass viele Eltern die Kinder dann auch so vorausschicken und so wie so einen Schutz. Ja. Schild schon quasi nehmen, da muss ich mich nicht mehr mit meinen Schatten auseinandersetzen. Das ist auf jeden Fall ein feuriges Thema, die Mutti.
SPEAKER_08Oh, da steckt so viel drin, ja.
SPEAKER_05Ich würde sagen, das war Folge, oder ist, nicht wahr? Ist Folge 1 von Let's See What Comes. Ja, was merkst du doch einfach für gut darüber zu reden? Es ist einfach voll wichtig, dass ausgesprochen wird.
SPEAKER_08Tja, wir haben alle ein Mutterthema. Es hat die erste Person, wie gesagt, die dich von Anfang an im Bauche trug. Ist ja wissenschaftlich bewiesen, dass wir sogar schon im Mutterleib alles das spüren und wahrnehmen, was die Mutter spürt. Angst, Sorge, Mangel, wenn sie nicht gegessen hat, hast du schon Mangel drin, schon Mangel programmiert. Also ich meine, zum Beispiel, weiß nicht, sie konnte ihr es nicht behalten oder whatever oder wollte dich nicht und wollte dich aushungern oder eine, hat man erzählt, ihre Mutter ist immer ganz hohe Steine runtergesprungen in der Hoffnung, dass sie. Also dass sie das Kind abgeht.
SPEAKER_05Die Verzweiflung war groß. Da, auch eins meiner Lieblingsbilder, finde ich total faszinierend, wenn man an die Eierstöcke denkt, dass da eben schon das Kind auch einfach körperlich schon angelegt ist. Und dass du ja in dem Moment, also wenn du in dem, als Kind in dem Bauch deiner Mutter bist, dass ja dort schon die Eierstöcke sich entwickeln im Fötus und dass da ja quasi schon deine Tochter dann wieder angelegt ist. Also dieses, man ist so miteinander verbunden und man kriegt ja nicht nur das Leben der Mutter, also du kriegst ja als Fötus nicht nur das mit, was deine Mutter erlebt, sondern du bist ja schon in deiner Mutter, wenn sie im Bauch ihrer Mutter ist. Also was da für eine allein schon körperliche, nur körperliche Verbundenheit entsteht.
SPEAKER_08Schockierend und faszinierend. Ja, total. Und dann denkt man sich so, nee, diese fucking Scheiße muss sie nicht nochmal durchmachen. Ich durchbreche jetzt diesen Fluchtrauma zu.
SPEAKER_05Richtig. Wir sind freie Wesen und schlüppern einmal hindurch. Ja.
SPEAKER_08Tja. Die Mutter. Die Mutter. Ja. Eine Mutter Maria musst du nicht sein. Darfst du nicht sein. Traue dich, die Kali zu sein. Ich denke. Die ist auch eine wunderbare Mutter. Noch besser als die Dorca. Truer to herself, ja, Mann. Weil sobald dein Kind aus dem Haus ist, musst du dich eh mit dir selber auseinanderspielen. Dori, dich Shepan. Dein Shepards anders. Wirst du fallen im freien Fall, du. Ganz, ganz tief, sage ich dir.
SPEAKER_05Holy, holy. Ja, great. Gute Aussichten. Danke fürs Zuhören. Wenn du bis hierhin dran geblieben bist.
SPEAKER_06Ich mache mir mal einen Gastauftritt von Daniel und dann erzählt er vom Vater Dasein. Die nächste Folge dann. I like it.
SPEAKER_08Das Mikro-Incoming. Was wir von unserem Väter erwarten, das ist ja auch immer so eine Sache. Tja.
SPEAKER_06Ja, und dann ist ja auch nochmal anders, bist du eine Frau, ein Mann, Junge. Also was du dann von deiner Mama erwartest, was du von einem Vater erwartest. Dann fängt noch das.
SPEAKER_05Gender-Chaos an, macht die gerade. Weißt du gar nicht mehr, wo oben und unten ist.
SPEAKER_08Die Herausforderungen werden nicht weniger. Nee, auf jeden Fall nicht. Mutter sein ist echt, gerade in der heutigen Zeit, womit man alles jonglieren muss. Crazy Schmidt. Social Media, Internet, Handy. Mit den super Müttern auf Social Media, die ihre Brote ausstechen.
SPEAKER_05Das ist schlimm, dass es sich jetzt alle bei allem Film ist. Ich meine, dass du es ein Geheim machst, sondern es ist solche Videos wie, ich stehe schon um vier Uhr morgens auf.
SPEAKER_08Oh mein Gott, diese Videos sind so schlimm.
SPEAKER_06Alter, wascht. Habt ihr jetzt mal gesehen, so eine richtig reiche Frau, die dann so ihre Kinder umkottiert oder so. Wäscht und duscht und Creme-Creme. Und dann kommt der Sohn wird irgendwie erst eine Stunde später oder so geweckt und. Gewaschen. Der darf natürlich länger schlafen.
SPEAKER_08Stimmt, die Girls werden schon früher zurecht gemacht. Das ist dann nochmal eine Podcast-Folge-Eerziehung. Ja. Das. Aber ja, mit solchen Müttern dann und solchem Mutterbild hat man dann auch nochmal zu tun. Reicht ja nicht, Mutter Maria, die Heilige, die Onsexuelle und Keusche. Keusche. Brave. Brave. Demütige. Ja.
SPEAKER_06Ja, gut. Also, wie ist die Beziehung zu deiner Mutter so? Fühl deine Wut, fühl deine Traurigkeit. Und dann kultiviere Mitgefühl. Wenn es geht, wenn es nicht geht, next life.
SPEAKER_08Ja, dann nicht.
SPEAKER_05Richtig, wenn ich next life, darfst du einfach sauber sein. Hauptsache dranbleiben.
SPEAKER_08Zeit spielt keine Rolle. See you next time. Bye-bye.
SPEAKER_06Moin