HORSCH Podcast
Willkommen im HORSCH Studio – dem Podcast, der die spannenden Diskussionen der HORSCH Studio Events direkt zu Euch bringt. Hier sprechen Experten, Branchenkenner und HORSCH Spezialisten über aktuelle Trends, Innovationen und Herausforderungen in der Landwirtschaft. Egal, ob Landwirt, Agronom oder einfach interessiert an modernen Agrarthemen – dieser Podcast liefert wertvolle Einblicke, praxisnahe Tipps und inspirierende Gespräche über die Zukunft der Landwirtschaft.
Jetzt abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben! 🚜🌾
Mehr Infos, weitere spannende Talks und Vorträge sowie alle Videos unter horsch.com/studio
HORSCH Podcast
Scharstrategien für jede Arbeitstiefe
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Von Flügelschar bis ULD – Mischwirkung, Zugkraft und Bodeneffekt richtig einordnen
Das Schar bestimmt, wie der Boden reagiert – ob flach gemischt, tief gelockert oder gezielt gebrochen wird. Im Fokus steht, wie sich unterschiedliche Scharformen je nach Feuchte, Bodenart und Bearbeitungsziel verhalten und warum Breite, Geometrie und Arbeitstiefe immer zusammen betrachtet werden müssen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung moderner Scharspitzen, wie Standzeit und Arbeitstiefe stabil gehalten werden können, ohne die Zugkraft unnötig zu erhöhen. So wird klar, weshalb viele Betriebe ihre Scharauswahl heute differenzierter treffen als noch vor wenigen Jahren.
Das Video zum Talk, mehr Infos und weitere Beiträge unter
Gäste und Moderation:
Michael Braun
Michael leitet seit 2020 den Bereich Marketing bei HORSCH. Nach seinem Studium der Agrarwissenschaften an der FH Freising-Weihenstephan mit Abschluss als Diplom-Agraringenieur startete er bei HORSCH im ackerbaulichen Versuchswesen. Er wechselte ins Marketing, wo er unter anderem das Produktmarketing für Bodenbearbeitung und Sätechnik übernahm. Neben seiner Tätigkeit bei HORSCH leitet er den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb mit Fokus auf Ackerbau und Rinderhaltung.
Maximilian Plappert
Max ist seit 2019 bei HORSCH und hat sich bis 2023 vor allem mit dem Bereich Pflanzenschutz beschäftigt. Anschließend wechselte er in den Bereich Bodenbearbeitung, in dem er bis heute tätig ist. Speziell die tiefe und schwere Bodenbearbeitung ist hierbei sein Steckenpferd. Schon immer war er mit der Landwirtschaft eng verbunden, bis er 2014 im Rahmen eines dualen Studiums den Beruf zum einen praktisch erlernte, zum anderen aber auch sein Wissen durch das Studium vertiefte. Seine Leidenschaft liegt im nachhaltigen Pflanzenbau und dem gesunden Boden.
Moderation: Thomas Murr
Thomas studierte Agrarwissenschaften und Agrarmanagement an der TUM in Freising. Seine Bachelor- und Masterarbeit verfasste er bei HORSCH und setzte damit früh einen Schwerpunkt auf praxisnahe Landtechnik. Von 2019 bis 2024 verantwortete er im Produktmarketing den Produktbereich Einzelkornsätechnik (Maestro). Seit 2024 trägt er die Verantwortung für das Produktmarketing bei HORSCH.
Herzlich willkommen zum Horn Studio Podcast von der AgriTechnika 2025. Heute Schamstrategien für jede Arbeitstiefe. Von Flügelscharm bis ULD. Mischwirkung, Zugkraft und Bodeneffekt richtig einordnen. Im Gespräch sind Thomas Mohr, Maximilian Plappert und Michael Braun aus dem Marketing von Horn. So, ja, hallo miteinander. Wir sind heute am letzten Tag der Agitechniker. Wir haben ein großes Gruberportfolio mit dabei, auch einige Neuheiten mit dabei. Und ganz konkret soll es heute um das Thema Schare, Scharspitzen und Möglichkeiten bei den Grubern gehen. Der Teragrip Zinken ist ja doch ein sehr bekannter Zinken, weit verbreiteter Zinken, der irgendwo in allen verschiedenen Baureihen vorkommt. Ich habe heute an Michael und einen Max mit dabei. Max, vielleicht zum Anfang würdest du vielleicht mal ganz eine kurze Einordnung geben, wo es ein Teragrip auch und für sich auszeichnet, über alle Baulinien hinweg und was wir eben auch am Schar-Portfolio für Möglichkeiten haben. Ja, ich sage mal, der Teragrip an sich ist ja eigentlich in jeder Maschine erst einmal gleich vom Grundprinzip her, also der Zinkenstil. Und ich denke, das Herausragende ist da schon, dass wir jede mögliche Schar-Variante, die wir anbieten, erst einmal grundsätzlich in jede Maschine einbauen können. Ob das dann sinnvoll ist und ob das dann in dieser Maschine zu diesem Einsatzzweckau dienlich ist, sei jetzt einmal dahingestellt. Aber ich habe halt einfach erst einmal eine unglaubliche Vielfalt, die ich umsetzen kann und wo ich halt einmal schnell reagieren kann, wenn was sich verändert oder wenn sich die Bedingungen ändern. Und das Federsystem an sich ist bewährt in den verschiedenen Stärken natürlich, in den verschiedenen Auslösekräften und von dem her denke ich, dass wir da sehr gut aufgestellt sind. Also erstmal ja ein richtiger Universalkünstler, sage ich jetzt einmal. Also wenn man es auf die Baulinien bezieht, flache, mittlere, tiefe Bodenbearbeitung oder einfach wirklich schwerste Bodenbearbeitung. Welche Gen, welche Bauteile, welche Komponenten brauchen wir, um unter diesen Bedingungen zurechtzukommen? Vielleicht, wenn wir uns nochmal anschauen, den Terragrip, Schaustil und so weiter. Aus meiner Sicht, warum hat sich denn der für unterschiedliche Arbeitstiefen durchgesetzt, bevor wir die Komponenten anschauen? Ich glaube, was noch ganz interessant ist, gerade wenn es um tiefe Bodenbearbeitung geht, magst du hast Auslösekräfte auch gesprochen, das ist so das eine. Und das zweite, was denke ich schon auch noch neu gehört, ist Auslösehöhe. Das heißt, wir können bis zu 27, 28 cm auslösen, was unter steinigen Bedingungen, glaube ich, oft auch ganz interessant ist. Wenn da wo wir herkommen, Schwandorf und Umgebung, da gibt es ja durchaus den ein oder anderen Stein und es gibt da andere Regionen. Ich glaube, das ist für Haltbarkeit und für Einsatzsicherheit oft ein Riesenthema. Und das zweite ist Scharradius, der, denke ich, so aufbaut ist, dass er bei flacher Bodenbearbeitung schon ein gutes Mischverhältnis hinbekommt und bei tiefer Bodenbearbeitung halt auch überschaubare Zugkräfte noch hinbekommt. Ist er ganz bewusst überschaubar, weil es auch logisch ist wenn einer 30 cm oder einem Tigerfall vielleicht 35 cm in einem schwerem Bodentief lockert, dann ist Leichtzügigkeit relativ. Also da ist natürlich schon auch Kraftbedarf da, aber im Verhältnis vielleicht zum geraden Schaarstil oder einer anderen Form, ist es dann trotzdem wieder eine optimierte Angelegenheit. Und ich kann halt dann auch durch diese, sag ich mal, verschiedene Breitenschare, die wir dann anbieten, auch nochmal, sage ich mal, im Grenzfall von einem Achterschar dann runtergehen auf den Viererschar. Und habe dann nochmal Reserven, dass ich das dann doch auf die Tiefe gezogen bekomme. Und das ist, glaube ich, schon eine ganz schicke Variante, wo man halt flexibel ist, klar. Aber natürlich auch, wie du schon gesagt hast, das Ganze soweit optimiert hat, dass es auch bei tiefer Bearbeitung relativ leicht noch geht. Tiefe Bearbeitung ist jetzt schon ein gutes Stichwort. Welche Möglichkeiten habe ich mit dem Teragrip und mit unserem Scharportfolio in einer tiefen Bodenbearbeitung? Das heißt, wenn es jetzt um lockern mischen oder Organik einmischen geht. Ja, das ist immer eine ganz interessante Frage, wo es viele Ansätze gibt, glaube ich, einfach. Also wir sagen jetzt ja grundsätzlich erst einmal so mit den Flügelscharen bis maximal 15 cm und danach fahren wir eigentlich ohne Flügelschare. Dann haben wir das Mulchmix, das HM Plus, sage ich mal, mit dem Leitblech, das die Erde schon erst einmal lenkt und auch wirft, das einen Gedanken des Einmischens hat, sage ich mal, das wäre so die 100%-Mischvariante. Dann haben wir ja dieses LD-Schar, wo ich irgendwo noch, sag ich mal, 75%, 50% Erdbewegung habe, das natürlich schmäler gehalten ist erst einmal, aber wo mehr das tiefe Arbeiten und schon dieses Gedanke des Brechens, sage ich mal, erst einmal aufkommt und nicht der Gedanke des Mischens. Und dann das ULD-Schar, das natürlich dann rein brechend ausgelegt ist, das vielleicht nur 10% Erde bewegt, oben aber das für die ganz tiefe Bodenbearbeitung ist und da eben erst einmal brechen soll. Und dann gibt es natürlich in verschiedensten Ländern verschiedenste Ansätze, wie man diesen Boden dann bearbeitet. Also es gibt ja auch Länder, die dann in diese tiefe, schmale Flügel fahren, um bewusst so eine Art Welleneffekt im Boden zu erzeugen. Und so den Weg an sich, das muss man schon immer ganz genau die Situation auch betrachten und was macht der Boden, was macht die Wetterung und was ist das Ziel von dem, was ich da mache. Ich glaube, vom Grundsatz her, vielleicht, wenn man so ein bisschen schaut, was sind so Leitsprüche, muss man aufpassen, die passen nicht immer, aber manchmal passen die ja, dass man sagt, naja, umso leichter der Boden, umso breiter kann das Werkzeug auch in der Tiefe sein. Und umso trockener der Boden, umso breiter kann eine Schar sein und ich kann es umdrehen, umso nesser das ist, umso schmaler ist es. Der gefällt mir sogar besser, dieser Spruch, umso ness, umso schmaler. Weil bei Trockenheit haben wir auch gelernt, wenn es richtig trocken ist und breite Schare, dann kommt man da auch schnell in einen Bereich rein, wo man einfach vielleicht zu viel grobes Material im Untergrund erzeugt. Kannst du mitgehen mit den Leitsprüchen oder müssen wir da irgendwo nur justieren? Nee, grundsätzlich kann ich da mitgehen. Es ist, glaube ich, ja, mir sehen das ja, sage ich mal, die Engländer, die dann wirklich mit ganz schmalen Scharen fahren, aber die ja aus dem Hintergrund deswegen mit schmalen Scharen fahren, weil der Boden ja eh wassergesättigt ist. Das heißt, sie versuchen, diese doch hohen Erträge, die sie haben, 11, 12, 13 Tonnen im Weizen und dieses Stroh versuchen, sie so flach einzumischen und diese Umsetzung, sage ich mal, in den obersten 5 bis 10 Zentimeter zu haben, weil natürlich unten viel zu viel Wasser drin ist und damit auch kein Sauerstoff und damit die Umsetzung dieser Organik gar nicht stattfindet. Und sage ich mal, das ist ja mehr ein ackerbaulicher Hintergrund als ein schartechnischer Hintergrund, den die da verfolgen. Von dem her, ich gehe da auf jeden Fall mit mit diesem Spruch. Aber es ist auch immer, glaube ich, ganz wichtig zu verstehen, warum das so ist. In der Gruppatechnik hat sich ja mehr oder weniger ein Universalsystem durchgesetzt. Also Grupper, die natürlich von Doppelsturz nach die Ernte geeignet sind, die flach arbeiten können, 15, 10, 15 Zentimeter, sage ich jetzt mal, klassisch mit einem Flügelschau-System. Aber dann eben auch die Möglichkeit haben, tief reinzugehen. Wenn man jetzt so einer Universalmaschine mal fokussiert, in welchen Arbeitstiefen-Segmenten bin ich da unterwegs? Was kann eine Maschine noch und wann wird es irgendwann zu speziell, wo ich dann wirklich sagen muss, okay, jetzt muss ich so tief rein oder jetzt will ich so tief rein, jetzt brauche ich vielleicht einen zweiten Gruppe, der konkret für die tiefe Bearbeitung ausgelegt ist. Was ist da der Hintergrund in Bezug auf Scharffformen und natürlich auch auf Strichabstände, was Sinn macht und wo ich irgendwann an Limits komme. Ich sage mal, das haben wir hier jetzt dieses Jahr schön gesehen mit dem Tiger 3SL, mit dem Fortis, mit dem Terrano FX. Wir bieten ja grundsätzlich erst einmal von 23 bis 30 cm in diesem Universalsegment das Ganze erst einmal an. Wo man dann aber relativ schnell auch mit den Menschen in die Diskussion kommt, macht es Sinn, beim 23 cm Strichabstand mit Flügel zu arbeiten. Für den einen oder anderen Betrieb bestimmt, weil er sagt, er holt sich diese Technik und das ist sein Gruppe, mit dem will er alles machen. Das kann er natürlich auch, deswegen dieses Teragreb-Schar-System, wo ich alles erst einmal aufbauen kann. Aber von der Konzeption her, sage ich mal, ist so ein enger Strichabstand dann schon eher für die tiefere Bodenbearbeitung gedacht. So, und damit ist der Tiger eigentlich für mich eine Spezialmaschine, wenn ich wirklich tief arbeiten will, intensiv mischen will, intensiv Boden bearbeiten will. Für Betriebe, die eine sehr enge Fruchtfolge haben, das heißt Hintergrund Feldhygiene, einfach das Ganze optimal einmischen und diesen phytosanitären Effekt haben durch dieses Verrotten der Organik, sage ich jetzt einmal. Und der andere, der dann aber sagt, okay, ich habe jetzt vielleicht diesen Gruppe und mit dem will ich meinen Stoppelsturz machen. Ich will mit dem Saatbettbereitung machen in einem gewissen Rahmen natürlich auch. Und ich will dann mit Autiefgruppen auf meine 25, 30 cm. Und da sieht man schon, dass so diese 30 cm und 27 cm Strichabstand, dass es so das Maß der Dinge ist. Das universelle Maus ist im Endeffekt für viele Anwendungen. Ja, und da wenn man anschaut, die Universalgruppe, Terrano Fortes, glaube ich, soweit können wir uns in der Runde verständigen. Sieht man ja, dass wir schaue seitig viel gemacht haben. Wir haben ursprünglich mal gestartet, Multimix, 8er Spitze, und jetzt im Fall von einem Terrano FX, 30er Strichabstand, dann 37 cm Flügelschau, einfach um saubere Überlappung zu haben. Der klassische Stoppsturz, Kapillaren brechen, flaches Mischen. Dann haben wir ja, wenn wir so ein bisschen Entwicklungsgeschichte anschauen, haben wir einen nächsten Schritt gemacht, zu sagen, die Flügel können wir in der Höhe verstellen. Das heißt, wir können nochmal über ein zweites Lochbild die Flügel in der Verhältnis zur Spitze flauer stellen, um nochmal flau arbeiten zu können. Aber es waren da Argumente, Wasser sparen, vielleicht so einen ersten Bewuchs nochmal zu bekämpfen, so Themen. Dann haben wir ja, auch wenn es ums ganz, ganz flaue geht, das Terracat-Schar eingeführt, vor etlichen Jahren. So, ich würde mal sagen, auf der einen Seite so Themen wie Klegrasumbruch zu managen oder sauber schwarz zu halten, also schar, das praktisch nahezu keinen Anstellwinkel hat. Und dann natürlich mal die tiefen Varianten, hast du ja schon beschrieben, sobald wir die Flügel runternehmen, halt dann mit den Schauspitzen und Leibblechen zu arbeiten, um dem Kunden, der sagt, ich habe eine Maschine im Betrieb, mit der ich möglichst alle Bedingungen gut abdecken möchte, einfach Bandbreite zu bieten und auch zu vermeiden, dass man irgendwie mit verschiedensten Schnittstellen daherkommt. Weil ich glaube, das ist aus Kundensicht, zumindest meine Meinung dazu, ärgerlich, wenn ich dann irgendwann feststelle, jetzt habe ich zwar ein super Gerät, was irgendwie Rahmen, Zinken, Tiefenführung, Walzen betrifft, aber eigentlich kann ich nicht an der Weiterentwicklung teilhaben, weil die Schnittstelle ja eine andere ist. Und ich glaube, das ist schon so ein Argument, das man da immer wieder einfach anschauen muss. Wenn sich jemand für eine Gruppe aus dem Hause Arsch entscheidet, hat er erstmal vollen Zugriff auf unsere Scharauswahl, die auch weiterentwickelt wird. Und das zeigt ja nur das kleine Beispiel jetzt Flügel. Man sieht, so über die Jahre hinweg verändert sich Einsatzzweck und dementsprechend auch die Ausstattung der Maschine. Evolution ist ein gutes Stichwort. Wir haben ja auch hier auf der Messe unsere verschiedenen Schare, die man in, Scharspitzen, die wir im Laufe der Zeit gehabt haben, ausgestellt. Angefangen hat es natürlich mit einem ganz normalen Stahlschar, dann irgendwann ein Gusskörper, der dann mit Hartmetall beschichtet wurde, mit Winkelhartmetall. Dann sind immer weitere Plättchen, Hartmetallblättchen mit dazugekommen, bis wir jetzt heute hier auf der Messe den ganz neuen Stand sehen können. Max, die Frage an dich. Wie siehst du die Evolution dieser HM Plus Scharspitze, wenn man die letzten 10, 15 Jahre anschaut? Und wo denkst du wirklich, haben wir besser und sichtlicher geworden und welche Vorteile bietet man jetzt dem Kunden, wenn er heute einen Gruppe kauft, im Vergleich zu vielleicht vor 15 Jahren, wo es jetzt einfach die Standfestigkeit der Scharspitzen betrifft? Das Faszinierende ist ja dieser Prozess dahinter erst einmal. Es ist ja unglaublich, es steckt ja unglaublich viel Arbeit dahinter, so einen Schar, sag ich einmal, auf die nächste Stufe zu heben. Klar, da spielen irgendwo, sag ich mal, Arbeitsqualität eine Rolle, die nicht schlechter werden sollte, sondern im besten Fall besser werden sollte. Da spielt das Thema Kosten rein, heißt, ich darf natürlich nicht irgendwo unendlich teuer werden, ansonsten könnte ich das ganze Schar ja einfach aus Hardmetall machen. Und auch das Thema Haltbarkeit, das natürlich auf verschiedensten Einsatzbedingungen Böden auch erst einmal betrachtet werden muss, sage ich einmal. Und diese Evolution geht natürlich schon dahin, dass wir sagen, wir wollen besser mischen, wir wollen leichtzügiger werden, wir wollen noch mehr Standzeit in das Schar reinbringen bei einem gleichzeitig humanen Preis, wo wir sagen, okay, das steht nur in Relation zu dem Ganzen. Und von dem her muss man schon sagen, diese Entwicklung dieses Schars kostet unglaublich viel Zeit, aber der Weg zeigt schon eine stetige Verbesserung. Das heißt, wir haben ja, sage ich mal, vor 15 Jahren ganz einfach angefangen, eine Hartmetalplatte aufzulöten. Dann war, sage ich mal, dieser Spitzenbereich geschützt und war das Thema, dass das Schar grundsätzlich erst einmal über die Zeit kürzer wird und dadurch natürlich auch meine Bearbeitungstiefe sich verändert. Der Effekt war dann erst einmal weg. Dann ist das Schar, sage ich mal, an gewissen Stellen immer dünner worden und dann ist das Hutpentall vielleicht noch da gewesen und dann ist aber das Schar trotzdem irgendwo, sag ich mal, aufgrund des Durchreibens dann einfach mal weggeknickt. So, dann ist man da hergegangen, hat da wieder Hardmetall reingepackt in diesen Bereich, hat diesen Bereich geschützt. Und das verlagert sich immer, sage ich mal. Das ist ja so ein dynamischer Prozess. Sobald die Erde irgendwo einen Angriffspunkt hat und wir irgendwo eine Stelle sehen, wo es dünner wird, dann wird das kontinuierlich, sage ich mal, immer dieses Auswaschen, sage ich mal, dieser Prozess findet dann statt. Und da steckt unglaublich viel Arbeit dahinter, unglaublich viele Schare auch im Nachgang anschauen, wie verschleißen sie, wie viel Hektar können wir fahren. Und der Prozess, glaube ich, diesen Arbeitsprozess, da können wir schon sagen, dass wir da sehr viel Sicherheit drin haben, das erst einmal zu bewerten, dass wir ein gutes Netz an Betrieben haben, wo wir das testen können und eine fundierte Rückmeldung dazu bekommen. Und ich glaube, das macht uns da schon zum sehr guten Partner in diesem Thema Verschleißteile, weil wir einfach das Know-how auch im Haus haben. Ja, und jetzt über die Zeit ist ja dann eine Auswahl entstanden, wo ich sage mal, jeder Betrieb findet die Schauspitze, die für ihn passt. Wie kann man das einklassifizieren? Wer sagt, mir reicht eigentlich ein ganz ein normaler Stahlkörper, beziehungsweise mir reicht vielleicht noch die erste Stufe, also einfach nur die Spitzen Hartmetall-Beschichtung, sage ich jetzt mal. Und wer sagt, na, ich brauche natürlich die vollendete Schau, die beste Version, das meiste Hardmetaller irgendwo, damit ich einfach standsicher ist. Wie, Michael, was meinst du? Kann man das vielleicht einklasieren, für welche Betriebe ist was am besten geeignet? Ja, wenn man das ein bisschen anschaut, am Ende was gekauft wird. Ich glaube, das ist immer so die, das ist dann die letzte Wahrheit, was macht der Markt. Siehen wir ja schon, dass das Standard Stahlschau heute in der Neumaschine eigentlich keine Rolle mehr spielt. Das heißt, es wird auf eine Hardmetall-Variante gegangen. Ich glaube, in der Praxis hat es sich grundsätzlich gezeigt, dass das seine Vorteile hat. Merkst du, du hast gleichmäßig Arbeitstiefe angesprochen, das wäre für mich eins der großen Vorteile. Oder gerade jetzt bei Betrieben, die einfach viel Flächen das also machen müssen, Standzeiten zum Wechseln und so weiter. Ich glaube, das ist in den Köpfen drin und das glaube ich ist auch gut und richtig so. Nichtsdestotrotz gibt es Betriebe, die sagen, ich fahre vielleicht auch nicht viel Hektar oder B. Ich habe so einen begnadeten Standort, so einen Schluffstandort, der eigentlich ganz wenig Verschleiß hat, wo du schon hektarweise fahren kannst, bis die Farbe überhaupt mal weg ist. Da glaube ich so ein normales Stahlschau auch in Ordnung und auch gut aufgehoben. Dann haben wir jetzt heute, wenn wir anschauen, würde man sagen, in Summe reden wir eigentlich über drei Schade. Das heißt, wir reden über das Standard Stahlschau ohne Handmetallschutz. Dann reden wir über unser HM Easy, das heißt, das ist im Prinzip ein Stahlkörper, wo die Spitze geschützt ist vorne, und dann reden wir über das HM Plus, wo wir dann im Prinzip die drei Zonen Spitze, Übergang nach oben und dann nochmal Übergang zum Leitblech sauber geschützt haben. Das glaube ich sind so die drei Stufen, über die wir im Wesentlichen sprechen. Und eine Einordnung ist so, meines Erachtens, so ein HM Easy, also geschützte Spitze, glaube ich, kann man sehr gut fahren auf Standorten ohne Steine, die nicht dazu tendieren, zu viel Verschleiß zu verursachen und die nicht zu schwer sind. Wenn ich die ganzen Einschränkungen rausnehme, bleiben alle anderen Standorte fürs HM ⁇ über HM Plus aus meiner Sicht ganz großer Vorteil, zwei Schraubverbindungen. Das heißt, ich habe zwei Schrauben, um dieses Schar festzuhalten. Ich habe durch diese zweite Schraube eine Überlappung im Leibblech, was das Leibblech ja nochmal deutlich in der Standzeit erhöht. Ich glaube, das ist ein Riesenargument dafür. Und aus meiner Sicht, wenn es darum geht, wirklich schwere Böden zu bearbeiten oder tief in einem ersten Arbeitsgang zu arbeiten, viele PS vorne dran zur Verfügung zu haben, glaube ich, geht selten was an einem HM Plus-Schar vorbei. Ganz nüchtern betrachtet, weil man da, glaube ich, am Ende die beste Leistung auch hat zwischen Kosten des Gares und Output des Ganzen. Was in der Evolutionsstufe, denke ich, auch noch interessant ist, du hast vorhin einmal das Schlagwerk Winkel Hartmetall gebracht, zu sagen, wir ziehen vorne in der Scharspitze das Hartmetall über die Kante drüber. Weil ganz, also zum Anfang hat es ja oft geheißen, oh, Hartmetall bitte nicht in Verbindung mit Steinen. Ja, die Aussage ist ja so nicht richtig, weil wenn man in anderen Baragen schaut, sich Bergbau da ist alles voll mit Hartmetall und die arbeiten im Stein, eigentlich nur im Stein. Genau, im Burnstein. Und deswegen war für uns eigentlich die Frage zu früher Zeit, gibt es nicht technologische Lösung, auch vielleicht in der Produktion eine Lösung, um das zu verbessern. Und ich denke, das war auch so einer der größten Schritte nach vorne. Und magst du hast ja schon angesprochen, Know-how aufbauen? Und ich glaube, da haben wir sehr viel gemacht und deswegen gibt es auch Weiterentwicklungen. Da ist immer ein Ansatz, da machen wir es nochmal besser. Aber das vielleicht so im Großen, mal diese drei Schade dann einzuordnen. Das heißt also, zusammengefasst, der Trend geht natürlich eindeutig zum H ⁇ Plus-Schau. Bei der Erstausstattung, also wer der Gruppe von uns unser Werk verlässt, ist er in den meisten Fällen das H ⁇ N Plus drauf. Nochmal vielleicht abschließend an die Frage, Max, an dich. Welche Gründe gibt es jetzt, dass man sagt, okay, auch eine zweite, drittes, ein viertes, ein fünfte Schau über die Jahre hinweg, wird auch wieder ein Horsch-Originalverschleißteil werden, wird auch wieder die H-N Plus-Spitze scheint sein zum Beispiel. Gut, ich sage einmal, das ist dann, sage ich mal, blanke Marktwirtschaft. Das sehen wir schon draußen bei den Betrieben. Da wird auch mal ein ausgewichen auf einen anderen Hersteller. Aber es finden sehr viele auch wieder zurück, wo sie einfach sagen, okay, gerade die Betriebe, die dieses Thema Verschleißteile im Blick haben und da genau die Kosten kalkulieren, die sagen dann ganz klar, okay, das ist das Schar des HM Plus Schar, wo ich die längste Standzeit einfach habe. Und Verschleißteile sind immer ein Kostenthema, ganz klar. Und ein Thema auch Arbeitsqualität, Einsatzsicherheit, sage ich einmal. Und wenn die Flächenleistung dahinter steht, dann muss ich natürlich auch dementsprechend die Technik vorhalten. Und die Technik ist in dem Fall das Schad, das diese Einsatzsicherheit dann einfach bringt. Und die Betriebe, wir stehen alle im Kostendruck und wenn ich dann einmal mehr Schare wechseln muss an so einem 6-Meter Gruppe, dann sind das mal schnell, sage ich mal, Stunde Arbeit, wo der Gruppe einfach nicht läuft. Das heißt, er macht in dieser Zeit nicht das, wofür er gebaut ist, für was er da ist. Und ist somit sage ich mal eine Ausfallzeit. Und das merken wir schon, dass die Betriebe da einfach sagen, okay, Einsatzsicherheit ist da, Arbeitsqualität ist da und dann wird es auch wieder ein HM Plus-Schar. Das soll also von der ersten Saison bis natürlich auch dann alle weiteren Saisonen das gleiche Ergebnis erwartet werden und das sind im Endeffekt die Gründe dafür, wieder auf eine Wasch Originalfischleister zu gehen. Ja, dann abschließende Frage würde ich sagen. Messe ist heute vorbei. Welchen Gruppe und vor allem welche Schar würdet ihr mit nach Hause nehmen? Ja, bei mir ist ganz klar, Tiger 3SL mit dem Mulchmix HM Plus. Ich würde aber auf jeden Fall die Flügel mitnehmen. Da ist er natürlich auch hier die universelle Eignung noch weiterhin behält. Genau. Jetzt haben wir natürlich nur einen Tiger 3SL dabei. Der ist jetzt schon weg. Nee, Spaß beiseite. Was ich schon spannend finde in der Bodenbearbeitung, ist, dass die Varianz zunimmt und dementsprechend ist, glaube ich, gut ist, dass wir zum Beispiel so ein fortes LT in die Ausstattung da haben. Das wäre jetzt mein Favorit tatsächlich. Aus auf der einen Seite aus universeller Einsatz. Schade, haben wir längstens diskutiert. Aber was ich halt auch interessant finde, gerade bei den gezogenen Maschinen, wenn es so eine sein kann, aufgrund der Betriebsstruktur, so etwas wie ein Doppelpacker, so ein Steelflex-Packer, der bei wirklich tiefer Arbeit nochmal intensiv rückverfestigen kann. Wunderbar, dann hast du einen Tiger, du einen Fortis. Ich bleibe beim Terano 3FX. Das habe ich mir heuer beim Sommer weiter gedacht beim Stopperschutz, das ist schon eine Waffe. Dann haben wir für alle eine Maschine und ich denke, lang können wir weiterhin natürlich noch diskutieren. Ja, soviel zum Thema Schade. Ich hoffe, euch hat es gefallen. Euch hat es ein paar neue Eindrücke gegeben, ein paar Denkanstöße gebracht. Und dann wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und gute Saison, wenn es nächstes Jahr wieder im Feld mit der Bodenbejahrung losgeht. Vielen Dank fürs Zuhören. Mehr Infos und interessante Beiträge unter hosch.com slash studio