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Die Poesie der Praxis
Akazienzendo Podcast
Bernd Bender, Dharma-Vortrag am 26. April 2026, Zen-Tag im Akazienzendo, Berlin
Bernd eröffnet seinen Vortrag mit der Poesie, die sich die Künste, die Wissenschaften und nicht zuletzt die Zen-Praxis teilen, und stellt sie den großen zeitgenössischen Katastrophen gegenüber, die einige wenige Menschen, dem dualistischen Geist verhaftet, ins Werk setzen.
Der Weg der mittellosen Chiyono, einer Dienerin in einem Zen-Kloster des 13. Jahrhunderts, dient als lebendiges Beispiel für die Poesie der Praxis. Chiyono fragt eine Nonne, ob auch sie den Buddha-Weg gehen könne, obwohl sie tagein tagaus arbeiten müsse. Die Nonne erklärt ihr, wie sie auch ohne Sitzen Zazen praktizieren kann. Chiyono befolgt den Rat und erwacht eines nachts, als ihr beim Wasserholen der Boden aus dem Eimer fällt. Ihr Erleuchtungs-Gedicht legt Bernd aus und macht daran unter anderem deutlich, dass Praxis und Verwirklichung ein und dasselbe sind.
Die Geschichte von Chiyono könnt ihr nachlesen in Florence Caplows und Susan Moons Buch "The Hidden Lamp, Stories from Twenty-Five Centuries of Awakened Women", oder auf Deutsch in "Das verborgene Licht, 100 Geschichten erwachter Frauen aus 2500 Jahren", betrachtet von (Zen-)Frauen heute.