JobSpot360 | Azubi & Karriere Podcast
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🎙 JobSpot360 – Deine Ausbildung im Fokus
📦🚚 Folge: Alles im Griff – Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik bei der ORAFOL Europe GmbH
In dieser Folge wird’s praktisch, präzise und richtig spannend! 📥✨
Dieses Mal waren Corinna Last aus der HR-Abteilung und ihr Azubi Erik im Studio, um uns mitzunehmen in die Welt der Lagerlogistik – einem Beruf, ohne den in einem global produzierenden Unternehmen wie ORAFOL gar nichts laufen würde.
🔎 Darum geht’s in der Episode:
- •as eine Fachkraft für Lagerlogistik wirklich macht – vom Warenannahme-Check über das Kommissionieren bis zum Versenden der Produkte weltweit
- Wie moderne Lagertechnik, Scanner, Software & Organisation zusammenarbeiten
- Warum Teamarbeit, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein in diesem Beruf so wichtig sind
- Erik erzählt aus seinem Ausbildungsalltag: seine Highlights, Herausforderungen und warum er stolz ist, Teil eines so großen Logistiknetzwerks zu sein
- Wie die Ausbildung bei ORAFOL aufgebaut ist und welche Fähigkeiten du mitbringen solltest
🏷️ Warum solltest du reinhören?
Wenn du gern anpackst, strukturiert arbeitest, moderne Technik feierst und sehen willst, wie ein reibungsloser Warenfluss in einem internationalen Unternehmen funktioniert – dann ist dieser Beruf genau dein Ding. 🚚📦
Hier lernst du, wie Logistik wirklich funktioniert und warum sie das Herzstück jeder Produktion ist.
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Dies ist ein Podcast aus Leidenschaft, von uns für Euch. Alle Infos sind mit Herzblut und ohne Garantie.
Hallo und herzlich willkommen bei Jobsport 360, dem Nummer 1 Podcast für Nachwuchstalente aus Oberhavel. Heute bei mir im Studio ist wieder eine volle Besetzung. Insgesamt sind wir fünf Personen. Ich darf zwei Schüler der Kete Kolwitz-Gesamtschule bei mir begrüßen und zwei Vertreter von der Firma Orafol. Und das ist zum einen Erik und zum einen Corinna.
SPEAKER_00Hallo.
SPEAKER_02Von der Käthe Korwitz-Gesamtschule sind heute bei mir zu Besuch. Till und Paul. Hallo. Hallo. Und wir fangen bei euch beiden jetzt mit der kurzen Vorstellungsrunde an. Wer seid ihr?
SPEAKER_01Also ich bin Till, ich bin 18 Jahre alt, gehe mit Paul zusammen auf die Kete Korwitz-Gesamtschule in Mülenberg. Wir besuchen die 12. Klasse. Mein Name ist Paul. Ich gehe, wie gesagt, mit Till in die 12.
SPEAKER_02Klasse. Und wir drei, ich bin Patrick, wollen heute von Oraful mal erfahren, wie es so ist, in der Lagerlogistik zu arbeiten, Erik.
Orafol Im Überblick: Produkte Und Standort
SPEAKER_03Erstmal hallo, ich bin Erik. Bin 19 Jahre alt, mache gerade mein zweites Jahr in der Ausbildung zur Fachkraft zur Lagerlogistik. Ja, wie es ist, ist halt erstmal ganz cool. Bin ein Stab da rumfahren, Sacheneinlager macht erstaunlich viel Spaß, hört sich langweilig an, ist aber überhaupt nicht der Fall. Also ist fast jeden Tag was Unterschiedliches zu tun.
SPEAKER_02Und an deiner Seite ist heute Corinna. Hallo Corinna.
SPEAKER_00Ja, hallo, auch von meiner Seite. Vielen Dank für die Einladung. Mein Name ist Corinna. Ich arbeite bei uns in der Personalabteilung. Ich kümmere mich um ganz viele Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Anliegen. Aber eine der spannendsten Aufgaben, die ich tatsächlich habe, ist das Thema Ausbildung und duales Studium bei uns. Ich betreue die Auszubildenden, bin für alle Fragen da. Ich rekrutiere auch die Auszubildenden und freue mich heute an Eriks Seite, Orafol vorstellen zu dürfen.
SPEAKER_02Corinna, weil wir gerade bei dir sind, lass uns kurz Orafol vorstellen. Wer ist Orafol? Was ist Orafol und wo sitzt denn Oravol?
SPEAKER_00Ja, sehr gerne. Also zum einen der Begriff oder der Name Orafol ist eigentlich super einfach. Oranienburger Folien. So setzt sich der Name zusammen. Und das sagt eigentlich auch schon das, was wir herstellen, Folien im weitesten Sinne. Also Folien, ihr habt uns mit Sicherheit heute schon hundertmal gesehen und ihr wisst gar nicht, dass wir das sind oder dass das Produkte von uns sind. Zum Beispiel im Straßenverkehr, Verkehrsschilder, die Folien, die stellen wir her, Nummernschildfolien, wenn ihr ein getuntes Auto seht, was eine coole Farbe hat, die Folien könnten von uns kommen, Taxis sind foliert, der Fluxbus ist foliert, Werbebotschaften die Folien und Industrlebebänder. Also ja, eigentlich ziemlich weit vielfältig. Und ja, das stellen wir her und wir kommen aus Uranien. Profisher, der Name ja schon verrät. Großes Gelände inzwischen, viele Hallen. Also wir brauchen auch viel Platz für unsere Maschinen und für unsere Logistik.
SPEAKER_02Bill und Paul schon mal von Oravol gehört?
SPEAKER_01Ja. Schon mal Kontakt gehabt zu Orafol? Nicht direkt, aber tatsächlich mein Stiefvater arbeitet da.
SPEAKER_00Das ist ja super. Das ist tatsächlich ziemlich häufig, freut mich.
SPEAKER_02Gut, heute haben wir den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik bei uns. Und klar, du hast es gerade schon gesagt, Erik, da denke ich sofort immer an Stapler, was wahrscheinlich der völlig falsche Ausdruck ist. Und wenn ich mich noch daran erinnere, es gibt auch Ameisen, so habe ich das mal immer genannt, womit man Paletten hin und herfahren kann. Wahrscheinlich auch nicht der richtige Ausdruck, oder?
SPEAKER_03Ist tatsächlich umgangsförmig der richtige. Also so nennen wir sie ja auch.
SPEAKER_02Auch erlaubt, aber euch eine Ausbildung, das so zu nennen?
SPEAKER_03Ja. Okay.
SPEAKER_02Dann war ich gar nicht so falsch.
SPEAKER_03Ob es jetzt in der Schule jetzt richtig gewertet wird, ist dann eine andere Sache. Aber umgangsförmlich sagen wir dort auch alle so.
SPEAKER_02Wie kommt man oder wie bist du dazu gekommen? Oder wo war der Moment vielleicht, wo du sagtest, Lagerlogistik?
SPEAKER_03Da geht's hin. Als erstes hatte ich einen Schüler, nee, Quatsch, einen Ferienjob in Halle 11. Das ist Versandheit. Hauptsächlich außerhalb von Deutschland. Da bin ich mit meinem Vater hingegangen, weil da hat er zu dem Zeitpunkt die Schicht geführt, also war Schichtleiter. Habe ich mir das Ganze mal angeguckt, war an sich cool. Auch wenn Versand jetzt für mich nicht so mein Fall war. Dann habe ich später nochmal ein Praktikum gemacht, nach, ich glaube, zwei Jahren und drei Tage Praktikum in Halle 9, wo ich jetzt so bin. Und mir hat es relativ gut gefallen. Ich wollte leider nicht allzu viel machen, weil da war ich ja noch 18 Jahre alt. Staplerfahren ist halt auch alles erst ab 18. Heißt, da waren meine Möglichkeiten relativ begrenzt. Aber vom Zusehen her hat es mir schon so sehr gefallen. Da habe ich dann aus, ähm, nochmal als Aushilfe habe ich mich beworben danach. Für drei Monate und habe mich dann direkt im Anschluss als Azubi beworben und wurde auch angenommen.
SPEAKER_00Es ist tatsächlich auch so, dass solche Sachen wie Ferienarbeit oder Praktikum einer der wichtigsten Wege sind, worüber wir Azubis oder du alle Studenten rekrutieren, weil so kann man sich einen Einblick einfach, kann man einen Einblick hinter den Kulissen, was man ja sonst normalerweise nicht bekommt. Was machen wir eigentlich, was machen die Kollegen? Ja, und so ist dann Erik, hat Erik dann die Entscheidung getroffen.
SPEAKER_02Phil Paul, habt ihr euch schon mal mit Lagerlogistik so auseinandergesetzt oder mal hinterfragt, wie läuft es hinter den Kulissen eigentlich ab?
SPEAKER_01Noch nicht wirklich, aber mich würde sehr interessieren von Erik so, wie halt dein alltäglicher Arbeitstag aussieht, was du halt so mal so machst, täglich.
SPEAKER_03Es wird ja immer sehr viel erzählt, dass sobald es sich um Logistik bzw. Lagerlogistik handelt, Pakete schleppen, hochheben, ist bei uns nicht allzu oft der Fall. Klar, passiert es hin und wieder, dass wir mal einen Karton hochheben müssen, aber Kartons sind jetzt bei uns bei weitem nicht der Alltag. Bei uns sind es mehr so gigantische Rollen, eine Tonne, mehr als eine Tonne. Die heben wir dann natürlich mit einem Stapler an, alles andere wäre ein bisschen ja.
SPEAKER_02Keine vier Mann, vier Ecken, so nach dem Motto.
SPEAKER_03Am besten nicht ein Einlagern halt.
SPEAKER_02Dann lass uns ein bisschen ins Detail gehen. Und wir fangen am besten in der Woche an, wo du mit der Ausbildung begonnen hast. Auch wenn wir nachher nochmal ganz kurz auf den Bewerbungsprozess vielleicht eingehen können. Wie war das damals für dich? Ich habe schon mal gehört, bei Orafol fangen alle Azubis so erstmal gemeinsam an, lernen sich vielleicht auch kennen. Berichte mal, wie deine erste Woche gewesen ist.
SPEAKER_03Also wir hatten der erste Tag, da sind wir alle zusammengekommen, hatten wir Sicherheitsunterweisung. Genau, Sicherheitsunterweisung gemacht. Sind dann zusammen, haben wir uns unsere Klamotten geholt, etc. Konnten uns währenddessen auch ein bisschen kennenlernen. Dann wurde auch direkt schon angekündigt, dass wir Azubi-Versammlungen machen werden. Die sind dann so alle ungefähr drei Monate. Alle drei Monate. Da treffen sich alle Azubis und alle Ausbilder mal zusammen. Und dann müssen wir jeweilige Hallen vorstellen. Können wir uns anschauen, wie es die anderen machen, ein paar Kontakte bilden. Zum Beispiel jetzt am Mittwoch war ich dran, da durften wir unsere Halle vorstellen. Ja. Dann bin ich schon in meine Halle gegangen in der ersten Woche. Hatte ja zum Glück schon meinen Staplerschein, weil ich als Aushöfe schon gearbeitet hatte. Und konnte ich eigentlich direkt loslegen mit dem.
SPEAKER_02Toll, wie du sagst, meine Halle.
SPEAKER_03Unser Halle.
SPEAKER_02Die Identifikation mit der Halle ist schon sehr verwurzelt. Okay. So, und dann hat man dich dann gleich in den Stapler reingesetzt, in Halle 9, wenn ich jetzt richtig aufgepasst habe. Und hast dann von morgens bis abends Paletten hin und her gestapelt. Also am Anfang. Kann man so viel am Tag hin und her stapeln?
SPEAKER_03Und natürlich immer auf die Batterie vom Stapler an, aber es reicht meistens. Natürlich nicht direkt. Wenn es jetzt eilig war, dann hat man natürlich nicht den Frühling rangelassen, der gerade seinen Staplerschein bekommen hat. Ich konnte, wenn man gerade gut Zeit hatte, konnte ich mal auch einen LKW abladen. Denn mit der Zeit immer mehr und mehr.
SPEAKER_00Und was auch wichtig ist, glaube ich, in deiner Arbeit, dass man auch versteht, wie man einlagert, wie das funktioniert. Weil man nimmt ja nicht nur eine Palette und fährt die einfach bunt irgendwo hin, sondern da gibt es ja richtig ein System auch.
SPEAKER_03Ja. Wenn wir einen LKW abladen, dann stellen wir die Paletten meistens erstmal hin, wo sie gerade nicht stören. Denn währenddessen wird halt drin schöner Lieferschein und als Etikett ausgedruckt dann für die jeweiligen Paletten, Ware und sowas. Das wird dann alles auf die Paletten geklebt oder die Ware. Und dann haben wir so einen coolen Handscanner, mit dem können wir die Paletten dann einbuchen und danach auf Transport gehen und die dann zu den jeweiligen Stellplätzen bringen. Das wird uns dann auch meistens direkt angezeigt. In Halle 9 ist es so, da fahren wir so erstmal einen Übergabeplatz. Dann fahren wir mit einem Schmalgangstapler rein. Das ist auch erstmal ein Stapler, aber für ein Lager, da fährt man richtig rein. Das ist auch relativ eng, so zwei Meter höchstens. Fährt man da rin mit der Palette zusammen und schiebt es dann halt ins Lager, wenn man ein richtigen Fach erreicht hat, was er auch durch einen Autopiloten macht meistens.
SPEAKER_02Logistik hört sich für mich sehr effizient an. Je schneller meine produzierten Produkte, und da gucke ich mal in eure Richtung, welches Portfolio ihr denn so alles herstellt, das darf nicht lang im Lager sein. Das muss so schnell wie möglich in den Versand gehen, das muss auf den Weg zum Kunden, genauso wie die eingehenden Eingangsprodukte, die ihr dann verarbeitet. Lagerkosten sind hohe Kosten, die man gerne vermeiden möchte. Insofern heißt es eigentlich immer so schnell wie möglich LKW abladen, produzieren und dann wieder rauf und das fertige Produkt versenden.
SPEAKER_03Ja. Ware, wie sie schon gesagt hat, vor allem gerade eben, Ware im Lager kostet nur Geld. Die bringt jetzt nichts ein, die steht einfach rum und kostet Geld. Heißt, man will sie auch dementsprechend so schnell wie möglich raus haben. Deswegen sind wir bemüht, immer alles so effizient wie möglich zu machen.
Tempo Und Effizienz: Eingangs- Und Ausgangslogistik
SPEAKER_00Genau, vielleicht noch ergänzend zu sagen, bei Erik kommen ja tatsächlich die ganzen Rohstoffe zum Beispiel an. Also so wie du es tatsächlich gesagt hast, das muss dann auch schnell rein in die Produktion, es darf nicht zu lange rumstehen. Das sind sehr unterschiedliche Produkte. Und im Gegenzug, wenn die Ware später rauskommt, das ist jetzt tatsächlich nicht in der Halle 9, das ist in einer anderen Halle, wenn dann die LKWs mit dem Fertigprodukt dann beladen werden. Also das sind tatsächlich so zwei unterschiedliche Prozesse. Einmal ist es die Eingangslogistik und einmal ist es der Versand, wo es dann rausgeht. Ein bisschen schwierig zu verstehen, aber sehr spannend.
SPEAKER_02Wie war es damals bei deiner Bewerbung? Musstest du einen Eingangstest machen? Musstest du ein Bewerbungsgespräch durchführen? Wie ist das so abgelaufen?
SPEAKER_03Ich muss tatsächlich beides machen, einfach mit Frau Last hier und mit meinem jetzigen Chef Marco Steger. Dann musste ich ein Gespräch erstmal machen und dann auch noch einen Eingangstest. Also räumliches Denken, Mathematik, ein bisschen Logik und allgemein Wissen. So war es halt. Im Gespräch war es größtenteils erstmal was ganz Lockeres, ein bisschen kennenlernen, wieso der Beruf, wie ist man drauf gekommen.
SPEAKER_02Wie lange musstest du denn auf eine Antwort warten?
SPEAKER_03War gar nicht so lange, ich nachdenken.
SPEAKER_00Muss mal gestehen, er hatte einen kleinen Vorteil. Wir kannten ihn ja schon. Er war ja schon ziemlich oft bei uns wegen der Ferienarbeit, Lobbying Praktika. Und da war natürlich schon so ein bisschen klar, dass er die Stelle bekommt, aber er musste sich beweisen im Gespräch und im Test. Hätte er das versaut, dann vielleicht nicht. Aber nein, da war natürlich, das ist so einer unserer wichtigsten Kanäle, tatsächlich Mitarbeiter, Kinder haben einfach Mitarbeiter, die zufrieden bei uns sind, die dann sagen, okay, Sohn, Tochter, mach dein Praktik, mach deinmal mit ein Praktikum vielleicht, aber deine Ausbildung dann auch bei uns. Wichtiger Weg.
Bewerbung Und Eignungstests Bei Orafol
SPEAKER_02Das ist nicht nur bei Orafur so. Also wenn Interesse irgendwo besteht, einfach mal ein Praktikum machen, Ferienarbeit mal machen, schon mal vorstellen, schon mal da sein, schon mal zeigen, dass man da Interesse hat. Und dann ist es später bei der Ausbildung wahrscheinlich nicht mehr ganz so weit weg, dass man da eine positive Entscheidung bekommt. Digitale Zeit, digitaler Wandel. Jeder redet davon. Wie weit ist das in der Logistik angekommen?
SPEAKER_03Sehr weit. Also, wir benutzen eigentlich nur noch digital. Sehr selten kommt dann doch mal das Blatt zum Vorschein. Wir haben ja auch ein hochmodernes System, das einfach dafür sorgt, dass Paletten optimal eingelagert werden, beziehungsweise auch wieder rauskommen. Also ist eigentlich alles digital bei uns.
SPEAKER_02Ich bin selber schon mal mit einem Stapler gefahren und weiß, wie frustrierend es ist, wenn man die Palette herausnimmt und kratzt, kommt nicht sofort einer an den richtigen Ort, muss nochmal neue anfahren. Und ich hatte den Moment einmal, wo ich eine Palette genommen habe, es hat einfach funktioniert. Ich bin nirgendwo angeeckt, konnte das Ding abstellen, habe es dann auch in die Ecke gestellt und es hat sich so gut angefühlt, dass das so fluffig war, dass das so, dass das so von der Hand ging. Ist das bei dir schon so oder braucht es noch ein bisschen?
SPEAKER_03Na, hin und wieder brauchst du mal ein bisschen. Da treffe ich dann doch nochmal irgendwas, was so eine Wand oder sowas. Aber im Regelfall läuft das all gut.
SPEAKER_02Super. Schon mal was runtergefallen?
SPEAKER_03Ach klar. Ja.
SPEAKER_02Gehört auch dazu.
SPEAKER_03Gehört leider dazu. Wenn Sachen runterfallen, ist es natürlich ärgerlich, aber kann man schon mal machen, denn liegt es halt auf den Boden. Hebt man es wieder auf, schaut, ob er alles gut ist. Wenn ja, perfekt, wenn nicht, muss man dementsprechend handeln.
SPEAKER_00Also ich habe Erik schon mal in Aktion erlebt mit dem Stapler. Das ist schon eine ganze Weile her. Und da habe ich überlegt, in welchem Lehrjahr ist Erik nochmal? Das sah sehr, sehr souverän aus, wie er das gemacht hat.
Digital Vorne: Systeme, Fehler, Lernkurve
SPEAKER_03Also im Großen und Ganzen sind wir sehr, sehr viel mit einem Stapler unterwegs. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, zum Beispiel eine Paketannahme. Da nehmen wir halt Pakete von ganz normalen Lieferanten an, zu DHL, FedEx etc. Ja, da nehmen wir dann meistens eine Ameise, packen die Pakete auf Ameise rauf und ziehen sie in eine Halle rein. Aber sonst gibt es natürlich auch verschiedene Stapler. Zum Beispiel, wir haben in Halle 1, da kommt unser Rohpapier an, haben wir eine Zange. Kann man sich praktisch vorstellen, wie ein ganz normaler Stapler, ein bisschen größer, weil die Papierrollen relativ schwer sind. Bloc Gabeln wirklich fast schon greifarm. Ja, aber sonst ist fast nur Staplerfahren. Oder wie schon gesagt, der Schmalgangstapler.
SPEAKER_02Fahren bei euch denn schon kleine Roboter rum, die irgendwie automatisch ein paar Wagen abholen und ihr dann zwischendurch gar nicht mehr die Aufgabe habt zu stapeln, sondern da vielleicht einen Resettknopf zu drücken oder mal aufzupassen, dass der niemanden über den Haufen fährt?
SPEAKER_03Also in Halle 3 haben sie mittlerweile automatische Ameisen. Die fahren wirklich komplett automatisch rum und packen Ware von A nach B. Soweit ich weiß, ich weiß jetzt nicht genau, wie es da funktioniert, aber soweit ich weiß, wird die Ware, die jetzt vom Packer fertig verpackt wurde, an den Packplatz, also an den fertigwaren Platz gebracht. Und da wartet sie dann auf eine Einlagerung in den LKW.
SPEAKER_00Und was gerade läuft, ist das Projekt automatischer Routenzug. Routenzug ist bei uns sozusagen solche wie ein kleiner Zug mit einem LKW, der so die ganzen Rohstoffe dann, also da wo zum Beispiel Erich die Rohstoffe rauflädt, die werden dann in die Hallen, also zum Beispiel da wird Palette A, Palette B in Halle so und so gebraucht. Und dieser wird momentan von Menschen bedient, der Rutenzug, also gefahren. Wie ein kleiner LKW intern und das soll tatsächlich automatisch erfolgen. Aber das ist eine, das ist schon ein ganz schönes Stück Arbeit jetzt noch, also das zu digitalisieren und oder automatisieren, nicht digitalisieren und digitalisieren, das ist schon herausfordernd, ja. Das ist jetzt aber gerade ein aktuelles Projekt, was läuft.
Technikpark: Stapler, Ameisen, Automatisierung
SPEAKER_02Ich frage ja gerne, einen Azubi, was ja einen neuen Azubi, der vielleicht gerade anfängt oder gerade vor der Entscheidung steht, diesen Beruf zu machen, was man dem mitgeben kann. Worauf kann er sich einstellen? Vielleicht aber auch ein Tipp, wie es ein bisschen einfacher geht, wo du es dran zu knabbern hattest.
SPEAKER_03Da kann ich ehrlich gesagt nicht allzu viel sagen, weil bei mir ging schon allein durch meine Kollegen und meinem Chef alles relativ flüssig, ohne große Probleme. Aber ich würde sagen, einfach offen sein. Ein bisschen Teambereitschaft, Selbstständigkeit, ein bisschen kommt man da eigentlich ganz gut klar, schon alleine.
SPEAKER_02Also sind das auch schon die Fähigkeiten, die man so mitbringen müsste? Gute Teamarbeit?
SPEAKER_03Gute Teamarbeit, natürlich ein paar räumliche Kompetenzen, dass man einfach merkt, eine Palette fast an der Wand steht, dass man da nicht voll Karre hochgegenfährt.
SPEAKER_02Ich würde ja fast sagen, dass die räumlichen Kompetenzen sogar eine der wichtigsten für dich sind. Also gut, und organisiert ihr euch dann dort selbst in so einer Logistikhalle? Wird das vorgeschrieben, wo etwas hinkommt? Weil ich stell mir vor, da stehen dann zum Beispiel, hier steht nicht nur ein LKW, der B oder entladen wird, sondern dann stehen sich drei oder vier und ihr seid auch nicht alleine dort, sondern da fahren dann vier, fünf verschiedene Fahrzeuge rum.
Tipps Für Anfänger: Team, Raumgefühl, Sicherheit
SPEAKER_03Also in Halle 9 ist eigentlich nur Entladen, beziehungsweise auf Rampe 3 B Laden, aber das machen nicht wir, sondern die Leute aus Halle 8. Die kommen dann zu uns rüber und laden dann da ein. Aber wir laden eigentlich nur ab. Ja, wir sind relativ selbstorganisiert. Heißt, wenn jetzt zum Beispiel zwei LKWs da sind, dann schnappt sich jeder ein Stapler, dann laden wir jeweils ein LKW ab. Das meiste kommt immer in den Schmalgang, da muss man natürlich drauf schauen, was es ist. Wenn es jetzt zu schwer oder zu groß ist, kommt es in den Breitgang. Der Breitgang ist normal eigentlich fast dasselbe wie der Schmalgang. Bloß dass man da mit dem Stapler reinfährt, richtig, anstatt mit dem Schmalgang Stapler. Dann gibt es noch einmal das Gefahrenstofflager, da kommen IBCs hin. Alles, was irgendwie flüssig wäre und gefährdet. IBCs sind Meter mal Meter Plastikkontainer.
SPEAKER_02Für Flüssigkeiten.
SPEAKER_03Für Flüssigkeiten, ja. Hat man vielleicht schon mal gesehen, die stehen hin und wir mal einfach irgendwo rum bei Baustellen oder in Filmen auch ganz oft im Hintergrund.
SPEAKER_02Jetzt, wo du mit der Ausbildung begonnen hast, Staplerfahren kannst du ja schon sehr gut. Und du schaust du in die Zukunft eher ins anpacken oder eher ins organisieren?
SPEAKER_03Erns organisieren. Ich will nach meiner Ausbildung, wenn alles glatt läuft, will ich am besten noch verkürzen und dann meinen Meister danach machen. Denn je nachdem, wie es läuft, etwas höher kommen.
SPEAKER_01Till Paul. Ich hätte noch eine Frage zu deinen Arbeitszeiten. Ich weiß nicht, ob ihr jetzt im Betrieb unterschiedliche Arbeitszeiten habt in den Fachbereichen. Aber was wäre denn so dein Arbeitsalltag? Wann fängst du an? Wann ist Berufsschule zum Beispiel? Wie ist das geregelt? Gehst du drei Tage in Betrieb, zwei Tage Berufsschule oder machst du, sag ich mal, Berufsschule zwei Monate am Stück und dann nur noch Betrieb? Wie läuft das so ab?
SPEAKER_03Also Arbeitszeitanfangen bei ORAFUL ist für mich ab 6.30 Uhr bis 15.15 Uhr. Man kann aber auch mit seinem Chef drüber reden, wie man es anders haben will, was besser wäre für einen selbst und dann je nachdem schauen. Normal wäre 6 Uhr bis 14.45 Uhr bei uns. Ich habe es so gemacht, weil ich nehme gerade meinen Vater mit zur Arbeit. Da passt 6.15 Uhr einfach besser für mich. Ja. Berufsschule ist immer sehr tageabhängig, was für ein Tag es ist gerade. Eigentlich immer um 7.50 Uhr anfangen. Berufsschulen sind ja weit verstreut. Wo ist deine Berufsschule? Direkt in Oranienburg.
Schichten, Schule, Zeiten: So Läuft Der Alltag
SPEAKER_00Er hat großes Glück. Und zum Thema Arbeitszeit ist es tatsächlich so, dass wir sehr, sehr viele verschiedene Zeitmodelle bei uns haben. Also viele Kollegen arbeiten tatsächlich im Schichtsystem, aber da fängt es an von Tagsschicht, Zweisch, Drei Schicht, Vierschicht, Fünfschicht. Aber auch bis hin zu einem Gleitzeitmodell, wo man flexibel ist in Arbeitszeit. Zeit, es kommt immer darauf an, in welchem Bereich man arbeitet. Aber die Kollegen in der Logistik sind zum Beispiel tatsächlich dann in Schichten einfach eingeordnet, damit natürlich die Lkws auch mal am späten Nachmittag kommen könnten und das wirklich die ganze Zeit abgedeckt ist.
SPEAKER_02Als Fachkraft für Lagerlogistik, mit welchen anderen Berufen arbeitest du zusammen?
SPEAKER_03Mit den Kraftfahrern natürlich einerseits. Ja, und sonst halt nicht viel. Also vielleicht noch mit den Leuten aus dem Einkauf. Die muss man hin und her mal anrufen, wenn eine Bestellung nicht ganz hinhaut. Ja, das war es eigentlich schon im Großen und Ganzen. Oder halt mit IT, wenn PCs nicht funktionieren. Aber sonst ist man da relativ beruflich.
SPEAKER_02Ist IT eine Achillesferse? Wenn die nicht funktioniert, dann funktioniert nichts.
SPEAKER_03Da wir sehr viel auf IT setzen, beziehungsweise Digitalisierung ja. Sehr selten, dass man was komplett gar nicht funktioniert. Wenn ja, wird es auch relativ schnell.
SPEAKER_02Wenn du deinen Arbeitsalltag im Filmgenrezuisen würdest. Comedy oder Action?
SPEAKER_03So ein guter Mix zwischen Comedy und Action. Also es ist echt oft sehr viel sehr spaßig, aber auch oft sehr action geladen, vor allem wenn viele Lkws da sind.
SPEAKER_02Und ein lockeres Umfeld?
SPEAKER_03Ja, definitiv, sehr locker. Weil mein Chef, meine Kollegen, ich glaube, ich hatte noch nicht wirklich einmal richtig Anmecker bekommen. Selbst wenn man was schief ging, dann geht es halt schief, solange man immer offen ehrlich ist, wenn man was sagt, dann kriegt man eigentlich kaum Anmecker.
SPEAKER_02Wie sieht es denn mit den Urlaubstagen aus? Wie sieht es denn mit deinem Ausbildung, mit deiner Ausbildungsvergütung aus? Erzähl uns mal was dazu.
Zusammenarbeit, IT-Abhängigkeit Und Sicherheit
SPEAKER_03Also Urlaube bekommen wir 30 Tage. Geld ist jetzt auch nicht schlecht. Also im ersten Lehrjahr, muss ich mal raten, ich glaube 975 Euro. Im zweiten, müsste ich eigentlich wissen, bin ich nämlich gerade. 120, nee, 1020. 1020, genau. Okay, und im dritten dann 122040.
SPEAKER_00Nicht 1140, genau. Ja, also es startet mit 975 Euro bei uns und dann, wir haben einen Tarifvertrag, das heißt, es ist alles geregelt, es kann auch steigen, sobald Tarifverhandlungen laufen und ja, es geht bis ins vierte Lehrjahr auch, also man ist dann über 1000 Euro ab dem zweiten Lehrjahr und Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld wird gezahlt.
SPEAKER_01Bei dir, Erik, der stand da schon ziemlich fest, dass du zu Orafol gehen möchtest. Manche wissen es ja auch nicht ganz so, was sie machen wollen. Gibt es denn auch irgendwas, womit Orafol zum Beispiel jetzt lockt, irgendwie mit einem iPad für die Berufsschule oder sowas? Habt ihr irgendwie sowas?
SPEAKER_00Also grundsätzlich ist erstmal, finde ich, die Philosophie von Orafol das, was schon im ersten Moment lockt, weil wir sind ein familiengeführtes Unternehmen, obwohl wir 1300 Mitarbeiter haben, 3000 Mitarbeiter insgesamt weltweit ungefähr. Da steckt ganz viel hinter, da steckt eine tolle Philosophie hinter, familiengeführt. Dann ist es aber so, wir versuchen unseren Azubis sehr viel zu bieten. Also es ist nicht nur das Geld, die werden mit Arbeitskleidung, wenn es notwendig ist, von oben bis unten ausgestattet, die werden mit der Technik ausgestattet, zum Beispiel mit Laptops, weil es auch teilweise, je nachdem, welchen Beruf man hat, man tatsächlich auch die Laptops dann braucht in der täglichen Arbeit. Das Deutschland-Ticket wird bezahlt, weil es ist nicht nur so, dass wir sagen, okay, komm zur Berufsschule oder zum Verbundpartner oder zur Hochschule, sondern du kannst deutschlandweit gerne reisen damit. Wir haben Rabattprogramme, wir haben regelmäßige Veranstaltungen für unsere Azubis, das, was Erik schon erwähnt hatte, dass wir immer mal wieder auch dieses Vernetzen untereinander, der Azubi-Stammtisch mit Pizza essen oder dieses, ja, am ersten Tag oder in den ersten Monaten, dass da auch ein Teame-Event gemacht wird. Da versuchen wir dann schon, dass da auch viel Zusammenhalt gezeigt wird, dass die Ausbilder sich auch zeigen und ja, das ist sehr wichtig.
SPEAKER_02Mit wie vielen Azubis bist du alltäglich unterwegs?
SPEAKER_03Alltäglich jetzt nur mit einem, mit meinem Co-Ko, äh, Co-Azubi.
SPEAKER_02Ihr seid beide im gleichen Ausbildungsjahr.
SPEAKER_03Ja. Aber sonst nicht wirklich viel, außer es jetzt gerade mal die Azubi-Versammlung, denn sind es schon ein paar mehr, 20 so ungefähr.
SPEAKER_00Ja, genau. Also wir haben wir so ungefähr immer 30 Azubi, 25 bis 30 Azubis insgesamt und dann so, es kommt halt darauf an, ob gerade Prüfungen gelaufen sind, ob welche ausgelernt haben. Ja, so im Jahr ungefähr 10 Azubis und duale Studenten, die wir einstellen.
Vergütung, Urlaub, Benefits Und Kultur
SPEAKER_01Zu den Dualstudenten, ist das mit der Arbeitsvergütung da genauso wie bei der Ausbildung oder ist das anders geregelt?
SPEAKER_00Genau, etwas anders. Der duale Student startet schon mit über 1100 Euro und es steigt dann auch mit den drei Jahren. Es ist aber auch dann das Deutschlandticket, also auch alles sonst gehört auch mit dazu, aber da ist es etwas höher. Und wir haben verschiedene duale Studiengänge, wie zum Beispiel BWL, Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, also das bieten wir auch daneben an.
SPEAKER_01Habt ihr eine Partnerhochschule oder?
SPEAKER_00Ja, die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Das ist unsere Partnerhochschule.
SPEAKER_01Was für Voraussetzungen braucht man denn, wenn man anfangen will bei euch? Stichwort Notenreicht, neunte Klasse Abschluss oder 10. Klasse?
SPEAKER_00Also es kommt wirklich darauf an, welchen Beruf man erlernt. Bei der Fachkraft für Lagerlogistik, also grundsätzlich immer der MSA, also immer der 10. Klasse Abschluss, das ist die Mindestvoraussetzung. Und ja, bei den Noten, da schauen wir, es muss nicht der Einzerdurschnitt sein, darauf schauen wir nicht. Es kommt von viel mehr, es hängt von viel mehr Dingen ab wie deine Persönlichkeit, deine Motivation, wie du Lust darauf hast. Aber es sollte natürlich jetzt schon so beim Zweier- bis Dreier-Durchschnitt dann sein. Und keine unentschuldigen Fehlstunden, das ist immer so ein Thema, da schätzt man, denkt man immer, ach Mensch, vielleicht doch nicht so motiviert. Ansonsten in den anderen Ausbildungsberufen ist es auch durchaus das Abitur, Schemielaborant zum Beispiel, oder Elektroniker ist es doch von Vorteil, Abitur zu haben. Und duales Studium ist ja sowieso Abitur.
SPEAKER_01Und zum dualen Studium nochmal. Ist es dann verpflichtet bei euch, wenn man mit euch das duale Studium gemacht hat, dass man danach auch bei euch dann arbeiten muss, aufgrund einer gewisse Zeit, irgendwie zwei Jahre, drei Jahre? Wie ist das geregelt?
SPEAKER_00Nein, das machen wir nicht verbindlich vertraglich. Wir wünschen es uns natürlich, weil wir investieren ja auch, wir investieren viel, aber es ist nicht verbindlich.
SPEAKER_01Okay.
Duales Studium, Voraussetzungen, Perspektiven
SPEAKER_00Also man guckt dann eher vielleicht, wenn man merkt, okay, der Student, der hat vielleicht doch noch andere Pläne, ob man vielleicht eher zusammenkommt, ob man sagt, okay, können wir dich vielleicht eher unterstützen? Willst du vielleicht, ist hier das Thema Auslandsjahr oder irgendwas oder einen Auslandsbesuch wichtig, können wir das über Orafoll abdecken? Wir haben zum Beispiel, das ist jetzt leider nicht zustande gekommen aus verschiedenen Gründen, aber einer Zubi hatten wir zum Beispiel die Möglichkeit gegeben, auch mal in die USA zu gehen. Ja, dass man dann eher guckt, okay, wie kommen wir trotzdem zusammen, auch wenn jetzt deine Pläne zum Beispiel andere werden. Ja, also es ist dadurch, dass die anderen Standorte weltweit eher nicht, also nicht so groß sind und nicht wenig produzierende Standorte sind, gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Also es ist jetzt leider nicht so, dass man automatisch in jedes Land und wir sind ja wirklich in vielen Ländern vertreten, gehen kann, weil es sind oft auch nur kleinere Vertriebsstandorte, von da aus werden unsere Produkte verkauft. Aber wir können uns immer zusammensetzen, immer schauen. Es gibt viele Berufsgruppen bei uns, die auch oft in den USA sind oder mal da unterwegs sind, mal da unterwegs sind. Also es gibt es schon häufig.
SPEAKER_02Erik, ich hoffe, du kannst mich ein kleines bisschen abholen. Du hast jetzt schon erzählt, wie viel Verantwortung es ist, bei euch auf dem Firmengelände Produkte von A nach B zu bringen, sicher dorthin zu bringen, schnell dorthin zu bringen. Und was lernt man in der Berufsschule? Was wird einem da, weil man kann einem ja nicht Staplerfahren beibringen. Da wird ja wahrscheinlich was anderes gelernt.
SPEAKER_03Staplerfahren beibringen wird an einer Berufsschule schwierig. In der Berufsschule ist am meisten oder ist eigentlich nur legale und physikalische. Heißt, wie ist am sichersten eine Palette hochzustellen? Wie stapelt man am besten, am sichersten? Aber auch halt Paragraphen. Also sehr, sehr unterschiedlich von Gesetzen.
SPEAKER_02Wie sieht es aus mit Gefahrenstoffen? Wirst du darin auch ausgebildet?
SPEAKER_03Gefahrenstoffe kommt dann mit in einer Berufsschule, aber auch bei uns in ORAFUL. Kriegen wir eine Extraunterweisung?
SPEAKER_00Also der Beruf ist gerade beim Thema Sicherheit sehr hoch angesiedelt. Im Sinne, zum einen sind es natürlich die Gefahrenstoffe, die ankommen können, die man ja verladen muss oder bearbeiten muss. Es ist aber grundsätzlich so, dass man, wenn man sich mit einem Stapler bewegt und wenn sich mehrere Personen mit einem oder mit Staplern in einer Halle bewegen, dann ist die Unfallgefahr sehr hoch. Also man muss sehr sensibilisiert werden, nicht zu schnell fahren, immer achtsam sein. Was ist beim Rückwärtsfahren zu beachten, beim Hochfahren mit diesem besonderen Stapler? Also Sicherheit ist ein ganz, ganz großes Thema bei diesem Beruf. Also grundsätzlich bei OAFO, weil wir sind ein Industrieunternehmen. Aber ich glaube, so bei dem Beruf auch noch besondere Sicherheit.
SPEAKER_02Ganz ehrlich, Hand aufs Herz, ist es kalt?
SPEAKER_03Wird auch kalt, aber dafür haben wir zum Glück Winterjacken. Das sind richtig, richtig dicke Jacken. Danach ist einem definitiv nicht mehr kalt. Und die meisten Stapel haben auch eine Heizung drin.
SPEAKER_02Gut, und ein Dach über Unterrüstung. Das ist definitiv, ja. Gut. Ich schaue mal zu euch zweien. Gibt es noch eine Frage, die wir stellen wollen?
SPEAKER_01Ich hätte noch eine. Angenommen, einer beginnt seine Ausbildung bei euch und macht jetzt in dem Fall Lagerlogistik und sagt dann nach einem Jahr, hm, Lagerlogistik ist vielleicht doch nicht so meins. Gibt es ja Möglichkeiten, dass ihr bei euch intern das irgendwie anrechnen könnt, das ist ja zu Lagerlogistik dann zu einem anderen Bereich?
Berufsschule: Recht, Physik, Gefahrenstoffe
SPEAKER_00Also es gibt tatsächlich bei uns Berufe, beispielhaft der Maschinen- und Anlagenführer, den man lernen kann. Und da gab es tatsächlich schon Kollegen, die dann wirklich tatsächlich im ersten Jahr gemerkt haben, ach Mensch, irgendwie interessiert mich doch eher mehr so was Mechanisches noch, ich will eher mehr so in die Instandhaltung und dass sie dann vom Maschinen- und Anlagenführer auf den Industriemechaniker zum Beispiel umgeswitcht sind oder auf den Mechatroniker. Das gibt es. Bei der Fachkraft für Lagerlogistik, da wäre es jetzt etwas schwieriger, tatsächlich einfach zu switchen. Da bleibt man einfach ganz eng im Austausch mit dem Auszubilden und okay, ist es tatsächlich in den ersten Monaten, ist es das, was du dir vorgestellt hast? Oder ist es vielleicht dann, dass man sagt, okay, wir fangen nochmal kurz einfach von vorne an. Ist es vielleicht doch ein anderer Beruf? Also da sind wir sehr offen, dass wir das dann ermöglichen können.
SPEAKER_02Erik, möchtest du deinen Beruf, den du gerade erlernst, noch einmal kurz vorstellen, warum er dir so ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, mit dem du nämlich hier gerade sitzt?
SPEAKER_03Kann man gar nicht so kurz zusammenfassen. Es ist halt einfach unglaublich spaßig. Man kann immer irgendwas machen. Macht auch abgesehen davon richtig Spaß, Stapler zu fahren. Wer Autofahren mag, wird Stapler fahren noch mehr mögen. Lieben. Lieben, genau. Ja. Ist eigentlich jeden Tag was Neues.
SPEAKER_02Ja, und der Länge wird über die Hinterachse.
SPEAKER_03Ja.
SPEAKER_02Also wie rückwärtsfahren eigentlich.
SPEAKER_03Das ist genau so, ja. Deswegen können sich die Stapler auch auf den Punkt drehen. Also um eine eigene Achse rum direkt.
SPEAKER_00Wir suchen jetzt auch tatsächlich für 2026 wieder zwei neue Fachkräfte für Lagerlogistik, weil wir bilden diesen Beruf nur alle zwei Jahre aus, weil wir, da sind wir wieder bei dem Thema, wir wollen nicht auf Masse ausbilden, sondern wir wollen immer nur für unseren Bedarf ausbilden. Und der Ausbilder sagt ganz klar, okay, er will sich jetzt erstmal um die zwei Kollegen auch sehr intensiv kümmern, dann setzt man ein Jahr aus und dann nächstes Jahr wird wieder gesucht, wenn die Kollegen sozusagen schon im Endstadium sind, so wenn es zur Endprüfung denn geht, dass man dann wieder neue Kollegen an Bord holt und drauf schaut und dann etwas mehr Betreuung und die Kollegen laufen ja dann schon etwas eigenständiger am dritten Lehrjahr.
SPEAKER_02Und Erik, mit dem Blick auf deine Kollegin links neben dir Ausbildung verkürzen und später auch bei ORFOL arbeiten?
SPEAKER_03Ja, definitiv.
Wechselmöglichkeiten Und Entwicklungsziele
SPEAKER_00Sind wir dabei, unterstütze ich gerne. Weil die Noten stimmen schon und Erik hat wirklich, ja wie seit wie ich vorhin erzählt habe, ich habe ihn gesehen und habe überlegt, in welchem Lehrjahr ist er, super gemeistert und nur positives Feedback vom Ausbilder.
SPEAKER_02Okay. Dankeschön fürs Zuhören. Heute war die Fachkraft für Lagerlogistik der Firma ORAVOL bei uns und wurde von Erik vorgestellt. Vielen Dank. Corinna war mit an seiner Seite und von der Kete Kolbes gesagt, da hatten wir heute hier Till und Paul. Dankeschön. Wenn es euch anregt oder ihr neugierig seid, so perfekt wie Erik das jetzt in seinem Ausbildungsjahr schon macht, Flurförderfahrzeuge, glaube ich, heißt das richtige Wort zu bewegen und alles rund um die Logistik auch zu erlernen, weil nur das Gerät zu fahren, da ist noch nicht Schluss. Ja, schaut doch mal bei Orafur vorbei oder allgemein beim Beruf Fachkraft für Lagerlogistik. Und damit Dankeschön in die Runde, dass ihr heute hier wart. Guten Morgen. Danke.
SPEAKER_01Hat sehr viel Spaß gemacht.
SPEAKER_00Ja.
Dennis Hentschel
Host
Patrick Schumann
Host
LGM Studios
Producer
Corinna Last
Guest
Erik
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Paul
Guest
Til
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