Pixel and Frames

12 - The Binding of Isaac - Pixel

DerKleineDude Season 1 Episode 12

Advent, Advent, der Keller brennt – Unsere Bonus-Episode zu The Binding of Isaac

Während ihr wahrscheinlich gerade die vierte Kerze anzündet und brav auf das Christkind wartet, haben Andy und Matthias beschlossen, die Besinnlichkeit kurz mal vor der Kellertür zu lassen. Als kleines Geschenk vor dem eigentlichen Fest gibt es heute eine Bonus-Episode, die sich einem Spiel widmet, das spiritueller kaum sein könnte – allerdings auf die denkbar verstörendste Art und Weise: The Binding of Isaac.

Um die Wartezeit bis zur Bescherung zu verkürzen, steigen wir hinab in die Tiefe und klären die wirklich wichtigen Fragen zum 4. Advent. Wir sprechen über unheilige Kreaturen, die so gar nicht in die Weihnachtskrippe passen würden, und philosophieren darüber, warum ein weinendes, nacktes Kind eigentlich das "Metalste" ist, was die Videospielwelt zu bieten hat.

Außerdem gehen wir dem Phänomen auf den Grund, warum dieses Spiel einfach nie langweilig wird. Was macht die Faszination aus, die uns immer wieder sagen lässt: „Okay, aber ein Run geht noch“? Schnappt euch einen Lebkuchen, macht es euch gemütlich und hört uns zu, wie wir über Tränen, Items und den wahnsinnigen Wiederspielwert schwärmen. Frohen 4. Advent!

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Musik und Ton: Macid

www.djmacid.de

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Pixel und Frames – euer monatlicher Podcast über Computerspiele, Filme und Serien.

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SPEAKER_00:

Willkommen bei Pixel ⁇ Frames, eurem Podcast über Spiele, Serien und Filme, die vielleicht schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, aber definitiv noch Einblick wert sind. Wenn ihr mitmachen wollt, folgt uns auf Instagram, Bluesky und joint unseren Discord. Alle Infos findet ihr in den Shownotes. Hallo, Matthias hier.

SPEAKER_02:

Und willkommen zu einer Bonusfolge. Und zwar mit Andi. Hallo Andi. Hallo. Wir wollten nämlich heute über Binding of Isaac reden. Denn ich glaube, Binding of Isaac sollte jeder kennen. Aber wir haben bestimmt ganz viele Geschichten im Laufe der Jahre zusammengetragen, die ja vielleicht euch auch interessieren könnten. Unbedingt. Andi, Binding of Isaac. Also ich dachte eigentlich, du bist eher so Rocket League-Fan. Warum Binding of Isaac?

SPEAKER_01:

Oh Gott, nein. Also, das war, glaube ich, so der Anfang davon, dass ich Indie-Games gespielt habe, weil ich nicht mehr so richtig die Zeit gefunden habe, um Full Games zu spielen. Ja. Rocket League kam ja dann danach, glaube ich, auch, erst vom Release her. Ja. Hat Bock gemacht, weil man das eben auch so in kurzen Games einmal mit seinen Freunden spielen kann und dann das wieder aufhört. Aber dieses Prinzip, dass man eben mal kurz reingucken kann, das hatte ich dann eben auch schon von Binding of Isaac kennengelernt. Obwohl es ein komplett anderes Spiel ist einfach. Und allein vom Style und der ganzen Aufmachung her hat mich Binding of Isaac wesentlich mehr angesprochen.

SPEAKER_02:

Das war ja damals auch so ein Überraschungs-Hit. Also für mich zumindest. Als es auf Steam released wurde, ich glaube es war um 2011, da gab es ja schon eine Flash-Version. Und die wurde dann auch auf Steam geportet. Und ich glaube, ich kann mich dann auch an einen Sale erinnern. Das war bestimmt irgendwie Weihnachts-Sale oder so. Und plötzlich hat es jeder gespielt. Also damals schon. Gab es dann irgendwie Streamer und YouTuber, die irgendwelche Runs gemacht haben und Speedruns und auch. War schon irgendwie ein besser Hype gewesen dann auch.

SPEAKER_01:

Hab ich auch, also habe ich gar nicht so mitbekommen. Ich kann dir auch ehrlich gesagt nicht sagen, wie ich auf das Spiel gekommen bin. Weil ich kannte sonst keinen anderen, der das gespielt hat. Außer mein Freund, mit dem ich damals viel gezockt habe. Das hatte er, ich weiß nicht, ob er das rausgekramt hatte oder ich oder ob wir das zufällig auf Steam entdeckt haben vom Trailer her. Auf jeden Fall, glaube ich, war das dann so ein Lucky Pick, den wir da gemacht haben.

SPEAKER_02:

Ja, absolut. Also really lucky, denke ich mal. Also ich habe irgendwie auch vor zu der Zeit noch keine Kontakt mit Roguelikes gehabt.

SPEAKER_01:

Roguelike? Ja, den Begriff kannte ich auch gar nicht. Ist es nicht so, dass Roguelike einfach sagt, man startet immer wieder von vorne und es werden dann, also hat immer wieder die Möglichkeit, neu zu starten und wenn man stirbt, ist man tot und fängt wieder von vorn an. Ist das Roguelike oder steckt da noch mehr hinter?

SPEAKER_02:

Nee, das ist ja das wirklich Roguelike. Und ja, doch ein paar Elemente kommen noch dazu. Zum Beispiel, dass man Gegenstände, die man vorhin nicht kannte, die können random Werte haben. Zum Beispiel Getränke ist so ein Beispiel. Du hast halt einen Trank, der ist irgendwie rot. Und in einem Run kann der ein Heiltrank sein, dann im anderen Run ist es halt ein Gift. Und viele der Gegenstände von Binding of Isaac, die kennen wir ja vorher gar nicht. Also man kann die einsammeln, dann hat man die eben. Es kann auch ein verfluchter Gegenstand sein. Beim nächsten Mal weiß man das natürlich dann. Erstmal steht beim Dunkeln da.

SPEAKER_01:

Ja, voll. Vor allem damals hatte ich auch, also damals, wann wurde das released? Das war ja irgendwie Mitte 2000, oder?

SPEAKER_02:

Du meinst Spinning of äh, äh die Grundversion, die Originalversion.

SPEAKER_01:

2011. 2011, ja. Aber ich hatte da tatsächlich gar nicht viel rumgegoogelt, sondern wirklich so Try and Error mal ausprobiert, wie das alles so funktioniert. Und es war auch echt hart, weil es gibt so viele Items, die man einsammeln kann und von denen man dann erst die Wirksamkeit lernt. Gerade auch so die ganzen Tarotkarten, die man sammelt, die auch alle unterschiedliche Wirkungen haben. Ja, stimmt. Dass man dahinterkommt, was das alles bewirkt, da muss man schon einiges an Spielzeit investieren. Ja, das stimmt.

SPEAKER_02:

Ja, das ist total überwältigend eigentlich. Ich habe, glaube ich, insgesamt irgendwie so 100 Stunden reingesteckt, also in den Originalteil. Es gibt ja doch andere, ganz, ganz viele DLCs dann eben auch. Das ist schon beim so variabel durch diese ganzen Gegenstände. Du kannst ja verschiedenste Builds irgendwie durchmachen und das ist echt Wahnsinn.

SPEAKER_01:

Also da habe ich auch 200 Stunden versenkt. Das war echt mal wieder ein Game, wo ich richtig viel Zeit reingesteckt habe. Und das ist auch ein bisschen so diese, eigentlich eine Selbstverarsche, weil man sagt, okay, ich kann das schnell mal zocken und dann spiele ich es trotzdem ewig am Stück. So wie eigentlich Serienbinge-Watchen, so ja, eine kleine Serie kann ich schon mal eine Folge gucken. Geht ja nur 20 oder 45 Minuten und am Ende guckt man eh die ganze Staffel. Ja, genau.

SPEAKER_02:

Nur noch eine Folge.

SPEAKER_01:

Nur noch ein Run. Ja. Nur noch ein Run und dann schaffe ich es. Und das ist auch das erste und einzige Game, was ich mal auf Platinum geschafft habe. Damals, als es rauskam, gab es eine Anzahl an Errungenschaften, Achievements. Da hatte ich alle damals erreicht. Dann kamen irgendwann irgendwelche DSCs dazu und jetzt habe ich nicht mehr 100%, aber damals hatte ich das erste Game mal auf 100%. Yay.

SPEAKER_02:

Viele mögen Achievements irgendwie nicht, aber sind das irgendwie schon geil. Ich meine, da kann man noch verschiedene Ereignisse hinspielen und so. Das ist, ja, das macht das schon irgendwie aus.

SPEAKER_01:

Ja, und ich will ja nicht angeben, aber das Spiel ist schon echt anspruchsvoll, also knackig, da wirklich durchzukommen, weil viele Achievements auch extrem hohe Ansprüche haben. Ja.

SPEAKER_02:

Kannst du dich an ein spezielles erinnern, was du geschafft hast? Also wo du richtig stolz auf dich warst?

SPEAKER_01:

Ja, und zwar gibt es, ich weiß nicht mehr genau mit welchem Charakter, ob das mit dem mit dem blauen Baby war, also das einfach nur Fragezeichen als Namen hat. Das hat nur Seelenherzen als Herzcontainer und keine richtigen. Ganz sind die durchsichtigen. Und mit dem durchzukommen, das sind die durchsichtigen, genau, und die regenerieren sich nicht oder können sich nicht regenerieren, sondern wenn die weg sind, sind die weg. Und mit dem durchzukommen, das war schon nicht schlecht.

SPEAKER_02:

Ich glaube, das habe ich nie probiert. Also da habe ich zum Beispiel nicht alle Achievements, ich habe einfach nur gespielt und war dann happy, dass ich welche bekommen habe.

SPEAKER_01:

Ja, man kann auch einen Charakter freischalten, wenn man eine bestimmte Anzahl an Dungeons schafft, ohne einen Hit zu bekommen. Das war dann so die Königsdisziplin, das habe ich dann auch geschafft nach sehr vielen Versuchen.

SPEAKER_02:

Ja, okay. No Hit Run. Ah, nee. Also ich bekomme schon im ersten Raum, wo man nicht gehittet werden kann, einen Hit eigentlich.

SPEAKER_01:

Ja, manchmal spawnt man auch einen Raum und hat direkt einen Hit und weiß gar nicht, wo das herkommt.

SPEAKER_02:

Das stimmt. Ja, das ist irgendwie wirklich abgefahren. Vor allem die Gegner, die sind ja doch ziemlich krass. Vor allem auch die Bosse. Kann man gar nicht vorstellen, da nicht getroffen zu werden.

SPEAKER_01:

Ja, aber jetzt sind wir direkt schon in die Details rein. Einmal so für die Übersicht, für die, die es noch nicht so genau kennen, man startet in einem Dungeon oder im Keller, im Basement, hat immer um sich herum eine bestimmte Anzahl an Räumen, in die man hindurchtreten kann. Und diese Türen sind verschlossen, bis man alle Gegner in diesem Raum beseitigt hat und dann öffnen die sich und kann dann so weiterkommen. Und so kämpft man sich dann von Dungeon zu Dungeon und kommt dann immer tiefer, tiefer, tiefer in die Tiefen dieses Kellers oder irgendwann ist das auch kein Keller mehr. Und es wird sehr weird und abgespaced und tritt dann einem Endgegner nach dem anderen gegenüber.

SPEAKER_02:

Das ist ja auch prozedural generiert. Kein Run gleich dem anderen. Die Räume sind verschieden, die Gegner sind verschieden und auch die Gegenstände, die man finden kann. Dann fand das auch ziemlich gebalanced, finde ich. Also mittlerweile kenne ich auch andere Roguelikes und spiele eigentlich auch ziemlich gerne. Mein Lieblings-Roguelike ist Dungeons of Dread War. Kennst du das?

SPEAKER_01:

Nein, das kann ich nicht.

SPEAKER_02:

Rotzedral generiert und Permadeath ist aber auch sehr witzig, finde ich. Das fühlt sich genauso gut gebanced an wie Bunning of Isaac, finde ich. Also man hat irgendwie immer eine Chance. Okay, außer man findet Items, die man wirklich gar nicht mag. Oder wirkte Items, die dann eben auch irgendwie schwächer machen. Aber an sich, finde ich, hat man echt eine gute Chance immer. Das macht auch den Widerspielwert aus, finde ich.

SPEAKER_01:

Voll, ja. Und es ist trotzdem immer schwer. Also es steigert die Schwierigkeitsstufe, aber immer so, also ich hatte immer das Gefühl, dass es trotzdem irgendwie fair ist.

SPEAKER_02:

Ja.

SPEAKER_01:

Und es gab nur selten mal Situationen, wo ich dann wirklich über krass war und imbalanced stark. Aber da ging meistens dann auch zuvor, dass ich in den Räumen davor sehr gut war und dann sehr gute Items gesammelt habe oder auch Glück hatte und eine gute Kombination hatte und dann am Ende komplett immer war. Sowas gibt es auch manchmal, aber kommt nicht so oft vor.

SPEAKER_02:

Ja, schon bei mir auch eher selten. Das Großproblem sage ich immer so der Stressfaktor. Weil sich, also ich habe auch das Gefühl, dass die Räume sich, also innerhalb des Kellers, also der Ebene, wo man sich befindet, immer krasser werden. Und wenn du irgendwas mit Fliegen hast, also Fliegen sind im Gegensatz zu den anderen Gegnern wirklich klein. Und du hast zwar echt große Tränen, mit denen du schießt, aber trotzdem ist es halt irgendwie, ich weiß auch nicht, ich blicke da immer rum und dadurch, dass man nur in die Richtungen schießen kann und die Tränen auch teilweise physikalisch dann mitwandern, also wenn du nach oben drückst, dann fliegen sie weiter nach oben. Und das dann in Panik mit ganz vielen Gegnern, oder beim Boss Lord of Flies, oh mein Gott. Dann wird sich planzig kleine Fliegen hast. Also das ist so meistens der Faktor, wo ich dann irgendwie aussteige. Dann ist die Reaktion ja wahrscheinlich altersbedingt, zu schwach dann.

SPEAKER_01:

Ja, wenn dann zu viel Gewurzel auf einem Bildschirm auf einmal ist, dann wird es ein bisschen schwierig. Aber ja, Tränen. Ich finde, wenn man so eine Weile spielt, dann verliert man so diesen Bezug eigentlich, weil es ist voll die tragische Geschichte eigentlich. Und sehr deprimierend. Also man ist ja ein weinendes Kleinkind, das mit seinen Tränen die Gegner besiegt.

SPEAKER_02:

Ja, richtig. Also rührt ja auch von dieser biblischen Geschichte her. Opferungen des Isaak. Manchmal Notizen gemacht und nicht, dass ich was Falsches erzähle und irgendwelche rustigen Fundamentalisten dann irgendwie uns downwoten. Genau, dann steinigt uns. Genau. Das ist die Opferung Isaaks, Genesis 22, wo Abraham befiehlt, seinen Sohn zu opfern, seinen Glauben zu beweisen. Im Spiel ist es so, dass die Mutter von Isaac eine Stimme von oben hört, eben auf dasselbe verlangt und ihnen einen Keller einsperrt.

SPEAKER_01:

Ja, und die Stimme hört sie, weil sie die ganze Zeit christliches, äh, christliche Fernsehsamungen anguckt.

SPEAKER_02:

Also auch nicht so entfernt von der Realität wahrscheinlich in Amerika. Also seine richtigen Eltern von Edmund Macmillan, also dem Schöpfer von Binding of Isaac, und auch den Schöpfer von Super Meat Boy. Also er ist wohl in einer christlich fundamentalistischen Familie aufgewachsen, aber wahrscheinlich auch ziemlich hart für ihn. Das hat bestimmt auch so diese ganzen Bilder und weirden Monster aufgeprägt, die er so eingebaut hat. Also haben nichts mit der Bibel oder mit christlichen Mythen zu tun, aber er hat als Kind Weirde Monster gezeichnet. Und seine Oma hat es ihm aufgehoben und in der Kiste gesperrt und hat es ihm dann irgendwann mal gegeben wieder, sodass er seine Zeichnungen aus der Kindheit sehen konnte. Und er ist ihm aufgefallen, oh, ich war ein ziemlich komischer Junge, weil ich so komische Viecher gezeichnet habe, die entstellt waren, missgebildet und so. Und laut ihm hat es auch das Monster-Design eben auch geprägt oder das Design im allgemeinen vor einigen auf Isaac.

SPEAKER_01:

Ah, in eine Kiste gesperren, so wie Isaac in eine Kiste gesperrt wird. Ja, genau. Ja, ich hatte auch gelesen, dass er damit so seine zwiespältige Meinung oder so sein Empfinden gegenüber Religion dem Spiel versucht zum Ausdruck zu bringen. Ja, okay. Weil in dem Spiel ist beides sehr ausgeglichen vorhanden, finde ich. Also da ist sowohl der Pfad des Satan sehr positiv, als auch der Weg des Gottes oder der Weg Gottes. Beide geben einem sehr viel, sehr starke Kräfte. Das Spiel ist ja komplett voll mit biblischen Zusammenhängen und Andeutungen. Mit der Bibel allein, die man finden kann, oder die Offenbarung des Johannes oder die Hure von Babylon, die einen besondere Kräfte gibt.

SPEAKER_02:

Ja, ich finde es nicht so bibelfest, aber ja klar. Man stößt schon immer wieder auf christliche Anspielungen auf jeden Fall. Ja, schon abgefahren. Und vor allem satanistische. Ja, und satanistische, genau. Ja, aber es ist vielleicht echt eine gute Aufarbeitung gewesen. Wenn man aus einer christlich-fundamentalistischen Familie kam, dann war bestimmt auch Bible School ganz vorne gestanden, denke ich mal, auf seinen Alltagsplan als Kind. Ja, vielleicht auch Homeschooling und so. Und dann ist man halt in einer Bubble, glaube ich, wo man dann diese ganzen Geschichten aus der Bibel noch glaubt und so richtig spürbarer Münze nimmt.

SPEAKER_01:

Ja, aber ich muss auch sagen, also mich hat das auch komplett angesprochen, weil ich auch immer ein sehr zwiespültiges Verhältnis zur christlichen Religion hatte und habe, ich hatte mich auch nie getraut, so diese Begeisterung, die ich hatte, so für das Dunkle und Satanische wirklich so zu akzeptieren oder so zu feiern. Dann spiele ich dieses Spiel und das stellt es auf die gleiche Waage, wie wenn das was Gutes ist oder was Schlechtes und alles ist neutral. Es gibt zwei Seiten der Geschichte und fand ich sehr interessant, mal zu sehen.

SPEAKER_02:

Gute Anspielung eigentlich auf diese ganze Glaubenssache. Also ich möchte jetzt niemandem den Glauben absprechen und so, also ich bin doch kein gläubiger Christ. Man muss auch sagen, dass viele Menschen durch Glauben auch Hilfe finden oder halt in ihrem Leben. Eigentlich auch ganz wichtig. Ist vielleicht eine traditionelle Sache und eine gesellschaftliche Sache. Aber für mich sind es eigentlich eher so Geschichten, nicht mal nur unbedingt, aber es war so eine Form der gesellschaftlichen Regelung. Dass man sagen konnte, ey, wir sind halt Christen und wir bestehlen jetzt keinen und wir gehen es nicht fremd. Und töten ist auch nicht so toll. Was dann natürlich aufgeweicht wurde. Also im Laufe der Jahrhunderte, Jahrtausende. Ja, genau. Und es ist ja nicht immer die gleiche religiöse Strömung. Also es gibt ja im Christentum, im Islam gibt es ja auch verschiedene Strömungen, die verschiedene Sachen anders auslegen. Aber im Grunde genommen sind es halt wirklich, es sind auch interessante Geschichten. Also Gleichnisse und irgendwelche Legenden. Ich finde es vor allem Heilige ziemlich geil. Heilige? Also egal welche Heilige ist, sondern für mich sind es irgendwie Superhelden. Also Superhelden von damals. Wenn es auch keinen Netflix gab und keine Comics und so. Sind manchmal so ziemlich abgefahrene, ziemlich brutale Geschichten auch.

SPEAKER_01:

Ja, so die Heiligen, jeder hat seine Specialkraft. So der Heilige der Seefahrt, der Jagd, eigentlich so von jeder Institution, die es gibt, hat so seine eigene Superpower.

SPEAKER_02:

Es gibt ja ein 14 Heiligen zum Beispiel. Es hat so eine Riesenkür-, also eigentlich ein Dom, in dem eben 14 Heilige angebetet werden. Wie wenn du auf eine Marvel-Ausstellung gehst, wo Riesenfiguren rumstehen, die eine mit dem Pfeil im Bogen und der andere, der Drachen tötet und so. Also, das ist schon irgendwie, es sind halt tolle Geschichten. Also jetzt die, man kann es bewerten, wie man möchte, aber ich finde es einfach interessant und interessant, sich so ein bisschen in die Gedankenwelt der damaligen Menschen hinein zu versetzen.

SPEAKER_01:

Wobei, also es ist schon, ich finde die Geschichte von der, also ich hatte es auch gelesen unter die Bindung von Isaak, weil er wohl angebunden wurde, aber dann doch nicht geopfert, weil nämlich kurz bevor Abraham seinen Sohn töten wollte, weil Gott es ihm gesagt hat, ein Engel gesagt hat, nee, mach's nicht, und dann sagt Abraham, okay, na gut, dann halt nicht. Ist schon ein ganz schöner Dick-Move von Gott, aber das ist ja auch der Gott aus dem Alten Testament, der schon eher raffsüchtig ist. Finde ich ein bisschen schwierig, die Geschichte.

SPEAKER_02:

Ja, ist auch wirklich schwierig. Stimmt. Also der Gott im Alten Testament war wirklich ein Dick. Also richtig.

SPEAKER_01:

Nee, war ein Spaß, macht's doch nicht. Wusste dich machen.

SPEAKER_02:

Ja, vielleicht war das die Prüfung so gewesen. Macht das wirklich, ja? Ja. Aber verstößt gegen das Gebot hier, du sollst dich töten.

SPEAKER_01:

Und sagt sie so Maria, guckt sie zu Maria und sagt: Komm her, mach das wirklich.

SPEAKER_02:

Nein, der zieht es echt durch. Pass auf, vielleicht macht er was Dummes.

SPEAKER_01:

Ja, und das wird so, ich finde, das wird so eigentlich alles ganz gut so in dem Spiel auch aufs Korn genommen. Aber halt trotzdem, also nicht komplett verdammt, sondern halt, wie gesagt, trotzdem hat das Christliche in dem Spiel auch immer was Gutes mit. Und ich finde, das zeigt so diesen Zwiespalt ganz gut auch in dem Game, den der Entwickler hat.

SPEAKER_02:

Also es gibt da weiterhin keine Geschichte. Das ist nur die Rahmenhandlung, in der man sich so befindet. Man kann eigentlich auch selbst hineininterpretieren, wie das gemeint ist von Edmund Macmillan. Und das ist irgendwie auch das Spannende dran. Also gehst du jetzt auf den Weg des Guten oder des Bösen. Das ist eigentlich kein großer Unterschied, nur dass du irgendwie zu einer dämonischen Gestalt dich verwandelst, wenn du den bösen Weg gehst meistens.

SPEAKER_01:

Ja, das verändert sich ja auch so krass, finde ich, weil du bist erstmal im Basement, weil du vor deiner Mutter fließt, die dich töten möchte. Und dann steigst du weiter ab in die Tiefen, es wird immer dunkler und irgendwann trittst du der Mutter gegenüber, besiegst sie und danach geht es ja sogar weiter und du kommst in den Utrus, trittst dann einem Wesen, dem Fötus, entgegen, den du dann auch besiegst. Und wenn man da noch weitergeht, dann steht man ja gegenüber, irgendwann gegenüber von Gott oder Satan, um dann da die letzte Schlacht zu bewältigen. Also, das geht so sehr vom Weltlichen ins Übernatürliche. Das lässt natürlich Sehr viel Interpretationsspielraum aus.

SPEAKER_02:

Ja, total, genau. Also die Geschichte der Bibel geht ja auch nicht weiter. Es ist ja nur der Zwischball, den dann Abraham hat. So Objekt in Binding of Isaac ist ja eigentlich Mutter, also Auslöser für diese Geschichte, die ihn umbringen möchte. Danach ist er eigentlich, ja, also geht man weiter, also tiefer in die Hölle. Das ist ja praktisch dann das Endziel. Also ob man jetzt als Guter oder als Böse da reingeht, ist ja dann eigentlich praktisch egal. Hast du eigentlich Rebirth gespielt oder nur die Originalversion?

SPEAKER_01:

Also Rebirth habe ich auch angefangen zu spielen. Also was heißt angefangen? Ich habe gesehen, dass ich da auch knapp 100 Stunden dran gespielt habe. Aber tatsächlich kann ich mich da nicht mehr so gut dran erinnern wie an das Hauptgame. Das ist ja krass.

SPEAKER_02:

Weil ich glaube, die meisten spielen Rebirth. Also ich habe einen, ich denke schon. Ich habe einen Kumpel, der hat 3000 Stunden da drin und alle Achievements. Boah, okay. Und krass. Und es spielt er heute noch, also die ganzen Jahre durch, seitdem es erschienen ist. Die Originalversion oder das erste, was erschienen ist, hat ja auch nicht mal Controller-Support. Also es ist auch irgendwie und weniger Bosse und weniger Gegner und so. Rebirth war drei Jahre später.

SPEAKER_01:

Ja, aber das, was ich davon gesehen habe, war auf jeden Fall wie nochmal ein fettes DLC von dem Hauptspiel.

SPEAKER_02:

Naja, sage ich praktisch ein Remake, so mit 16-Bit-Grafik und so. Neue Game Engine. Und eben diese ganzen Plussachen. Ja. Ich glaube, Rebirth habe ich länger gespielt, so ein bisschen. Aber das Original war halt dadurch, dass es auch eher da war, ist auch eher mein Favorit, muss ich sagen.

SPEAKER_01:

Ja, ich glaube von meinem auch, aber vielleicht weil einfach auch so vom Gefühl, das ein bisschen war, weil ich hatte das Hauptspiel ja komplett abgeschlossen und hatte dann, ja, es hat sich dann so angefühlt, bei Rebirth wieder so von vorne anzufangen. Da habe ich dann nicht so leicht reingefunden. Obwohl ich sagen muss, also das, was ich davon gesehen habe, mir richtig gut gefallen. Also die zusätzlichen Inhalte, die dadurch kamen. Hat auf jeden Fall sehr gut angesetzt.

SPEAKER_02:

Ja, es gibt ja auch einen DLC, der ist Afterbirth.

SPEAKER_01:

Ja, das habe ich tatsächlich gar nicht mitgekriegt.

SPEAKER_02:

Ich hätte es ja auch nochmal richtig nachholen. Da bist du auch richtig Bock drauf.

SPEAKER_01:

Ja, ich auch, als ich mich da so ein bisschen reingelesen habe, habe ich auch wieder richtig Bock drauf gekriegt. Gibt's das eigentlich auf der Switch?

SPEAKER_02:

Da habe ich auch was gelesen. Erst hat sich Nintendo dagegen gesträubt, wegen der christlichen Blasphemie. Ja, genau, wegen Blasphemie. Rebirth kam dann auch auf der Switch. Also ja, es gab es auf jeden Fall auf der Switch dann später.

SPEAKER_01:

Ja, kann ich mir vorstellen. Das ist ja nicht so nicht so ein Happy Place wie sonst bei Nintendo. Da geht es ja auch viel um Tod und Antichristentum und Satan und Missbrauch und Selbstmord. Das ist ja, da ist ja kein Thema unberührt bei dem Spiel.

SPEAKER_02:

Ja, dass das Nintendo zu krass war. Aber die sind dann doch irgendwie eingeknickt. Ich weiß zwar jetzt nicht, wann es released wurde, aber ja. Das ist schon interessant eigentlich, weil es auch ein, ich glaube, so on the go kann man das ziemlich gut spielen.

SPEAKER_01:

Welches ist denn dein Lieblingscharakter, den du spielst oder gespielt hast?

SPEAKER_02:

Im Original gibt es ja noch nicht so sehr viele. Ich habe auf jeden Fall hauptsächlich mit Isaac gespielt, weiß ich. Aber ich denke auch, nachdem ich es freigeschalten hatte, Eve. Das sind so die Hauptcharaktere, denke ich mal. Gibt es eigentlich große Unterschiede, also weiß ich nicht.

SPEAKER_01:

Finde ich schon. Also nicht finde ich schon, sondern gibt es schon. Also meine Favoriten waren Kane und Eve. Ah, Kane gibt es noch, ja, genau. Kane und Eve ist ja natürlich auch sehr biblisch. Es gibt auch noch Magdalene und Judas. Oh, okay. Und Samson als biblische Charaktere. Das coole an Eve ist, also die hat ja von Grund auf die Hore of Babylon, die Hure Babylons als Eigenschaft. Und wenn man nur noch einen Herzcontainer hat, dann wird man zu so einem Dämonenwesen, was sehr schnell ist und sehr stark. Man wird zwar dann wieder zu normalen Eve, wenn man wieder mehr als einen Herzcontainer hat, aber das hilft ungemein. Gerade wenn man gut im Dodgen von Angriffen ist, dann kommt man damit richtig gut voran.

SPEAKER_02:

Ja, stimmt, das habe ich ganz vergessen. Ich habe zu im Replay nur Isaac gespielt. Aber ja, das ist doch schon große Unterschiede. Die anderen Charaktere? Hast du die gespielt?

SPEAKER_01:

Also, Kane habe ich auch noch viel gespielt. Der hat irgendwie sehr viel mit Geld und Glück zu tun. Also da kann man schnell gute Items finden mit dem. Und so in der Vanning-Maschine, also es gibt auch manchmal so Glücksspielautomaten, mit denen man Items finden kann. Und da kommt man sehr schnell an sehr gute Items. Und darum habe ich den auch von Anfang an sehr gerne gleich gespielt.

SPEAKER_02:

Ja, wie gesagt, muss ich auf jeden Fall nochmal nachholen. Oder vielleicht gleich in Rebirth einsteigen nochmal. Es gibt auch verschiedene Enden. Hast du, also du hast ja alle Achievements, hast du gesagt. Du hast bestimmt alle Enden gefunden, oder?

SPEAKER_01:

Ja, die habe ich alle gefunden. Und da ist, da geht das ja komplett durch. Also ich habe jetzt nicht mehr alle wiedergefunden. Aber es gibt ja verschiedene, wo Eiswerk am Ende auch stirbt, in einer Kiste, in der er wohl irgendwie erstickt, dem er da reingesperrt wurde. Die meisten Enden lassen aber irgendwie auch so alles offen und manchmal am Ende begegnet man sich auch wieder selbst. Das ist manchmal sehr, sehr weird. Glaubst du ein Ende, das dir speziell in Erinnerung geblieben ist? Ja, ich glaube, wo man die Kiste öffnet und dann am Ende sich selbst wieder begegnet. Ich glaube, dann hört das am Ende einfach auf. Aber es war auch ein bisschen gruselig.

SPEAKER_02:

Echt eine tolle Befreiung, wenn man eine Run schafft, irgendwie durchkommt, auch was Neues entdeckt.

SPEAKER_01:

Ja, und man hatte, also ich hatte auch echt richtig, also richtig oft die Momente, wo ich einfach gespielt habe und dann auf einmal was freigeschaltet habe und ich wusste gar nicht warum. Weil es so viele verschiedene Wege gibt, die man einschlagen kann und so viele Funktionen, wie man irgendwas freischaltet. Das fand ich immer spannend, dann wieder was Neues zu entdecken. Und darum hatte ich auch das Gefühl, dass jedes Replay wieder komplett anders war, weil ich wieder was Neues entdeckt habe oder wieder was Neues freigespielt habe oder ein neues Ende, obwohl ich gefühlt nichts anderes gemacht habe. Und das hat mich so magisch in die Wand gezogen.

SPEAKER_02:

Irgendwelche kleinen Trigger oder so und irgendwas magst du dann doch irgendwie anders. Also man kann sich aussuchen, ob man in einem Keller gleich zum Boss geht oder ist mal darüberkundet und mal guckt und so. Also ich muss immer alles erkunden. Ganz klar. Ja, ich auch. Ich gehe in jeden einzelnen Raum unterkommen. Richtig. Ich meine, man könnte auch was verpassen. Zum Beispiel, wenn du den mal aufspringen kann oder da liegt noch ein Schlüssel rum oder in einem Kackhaufen, die ständig irgendwo rumliegen. Ist doch irgendeine Münze drin oder irgendwas. Oder ein Herz. Ja, nee, es ist absolut nötig, dann wirklich alles zu erkunden.

SPEAKER_01:

Unbedingt. Und meistens lohnt sich das. Also mit dem Prinzip habe ich es auch meistens geschafft, richtig gut durchzukommen, weil man findet dann doch vielleicht irgendwas, was einem ein bisschen mehr hilft und dann ebnet das den ganzen Weg, der vor ihm liegt.

SPEAKER_02:

Ja, das stimmt. Meistens, aber manchmal kann man sich auch in die Nesseln setzen, weil das ist so ein Risk-Reward. Also wenn man ganz gut durchgekommen ist und hat nichts verloren und dann hat man noch einen Raum übrig und überlegt, hake ich da jetzt rein. Also man könnte von Monstern überfallen werden im nächsten Raum, aber es könnte was Geiles tun. Oder beides. Passiert ja auch.

SPEAKER_01:

Genau, vielleicht tötet mich das. Ja, genau. Aber genau, diese Unlock-Methoden, ich habe mal hier ein paar rausgesucht. Also, wenn man Magdalena freischalten möchte, dann braucht man sieben oder mehr rote Herz-Container, die man zusammensammeln muss. Also Herzcontainer kriegt man durch. Entweder durch bestimmte Items, so wie das One-Up, was so an Mario, Super Mario angelehnt ist. Ja, genau. Oder um Eve freizuschalten, darf man keine Herzten, während man in zwei Ebenen ist, einsammeln. Und solche Sachen passieren halt manchmal auch aus Versehen und dann hat man wieder was freigeschaltet, ohne dass man das gemerkt hat. Die ganzen Mechaniken, die da zum Tragen kommen. Das ist wirklich super interessant, absolut. Ja, und es macht einfach Spaß, weil man immer das Gefühl hat, jedes Mal wieder was Neues zu entdecken. Also wir hatten schon mal ein bisschen was über Referenzen gesagt, aber es gibt ja also super viele Anlehnungen auch an Videospiele oder an Magic the Gathering zum Teilspiel. Oh, nicht nur das.

SPEAKER_02:

Also ich finde, also es garantiert so, dass sich das ganze Spiel an Zelda orientiert, also an das Original Zelda. Ja, komplett. Also auch die Steuerung und so 3D von oben eigentlich und doch ein bisschen perspektivisch von der Seite. Also es scrollt auch nicht, sondern man geht von Bildschirm zu Bildschirm. Also erinnert mich total an Zelda einfach. Ja, absolut. An Zelda auf jeden Fall. Die Räume sind eigentlich immer im Bildschirm groß. Also in den Kellern meistens. Wird eigentlich konstant eigentlich durchgehalten. Ich glaube, nur bei den Bossen, glaube ich, gibt es größere Räume, oder?

SPEAKER_01:

Oder auch nicht? Nicht unbedingt. Also es gibt einen großen Raum. Ich glaube, der ist auch in Rebirth. Das ist so ein so eine Arena, wo dann ganz viele Bossgegner hinein kommt.

SPEAKER_02:

Boss-Rush-Mode, glaube ich, oder?

SPEAKER_01:

Genau. Der kommt dann auch manchmal so im normalen Game vor. Und der Raum ist, glaube ich, ein bisschen größer.

SPEAKER_02:

Ja, aber sonst ist es schon sehr an Zelda. Auch die, wenn die Bildschirme so hoch gehen, wenn du in den anderen Raum reingehst und so. Aber Magic the Gathering, das ist eigentlich ganz interessant. Es wird, glaube ich, gar nicht so richtig aufgefallen.

SPEAKER_01:

Mir nicht. Ich habe es nur, als ich es gelesen habe, dann gesehen. Also da gibt es so bestimmte Items, zum Beispiel Lord of the Pit, den man im Teufelsraum sammeln kann. Das ist ein umgedrehtes Kreuz und ich dachte, es wäre auch wieder eine Anspielung auf Satan, aber es ist wohl eine Anspielung auf eine Magic-Karte, der Lord of the Pit, was wohl irgendwie so ein Dämonen-Monster ist.

SPEAKER_02:

Ja, das war First Edition, das ist eine schwarze Karte, ein schwarzes Monster. Die hatte ich damals. Ach. Aber ich habe nachgeguckt hier auf dem Kartenmarkt, was ich alles einfach so für 20 D-Mark oder 20 Euro bekauft habe.

SPEAKER_01:

Ja.

SPEAKER_02:

Die sind jetzt teilweise ein hundertfaches Wert. Aua.

SPEAKER_03:

Na gut, naja.

SPEAKER_01:

Oder bei der Whore of Babylon, wenn man dann zu diesem Monster mutiert, ist am Anfang vom Raum, also jetzt mal ab von Magic the Gathering, dann steht im Raum am Anfang immer What a Horrible Night to Have a Curse. Und das ist das kommt wohl in Castlevania vor, in einem. Im zweiten Teil auf NES. Dann natürlich auch so ganz viele Anspielungen mit One-Up-Pilz, der ein Leben dazu gibt, wie bei Super Mario, könnte man sagen.

SPEAKER_02:

Ja, richtig, ja. Ja, aber das mit Magic the Gathering ist eigentlich auch interessant, weil es gab nicht auch eine Brettspielversion, die bei Kickstarter ziemlich durch die Decke gegangen ist. Also auch mit dem Einwirken von Edmund McMillan. Da gab es ganz weirde Tiers, zum Beispiel. Bei einem Tier hat er sein Badewasser verkauft mit, hat direkt den Leuten geantwortet, hat Streams veranstaltet, das war ein Riesending gewesen. Und die höchste Tier, das ist auch eine Riesenbox irgendwie voll. Und das ist einfach ein Kartenspiel, das ungefähr die Mechaniken von Binding of Isaac, aber mit so Magic-Mechaniken verbindet. Ich kenne mich da nicht so gut aus, aber so Basschen, weiß ich davon damals, Interrupt zum Beispiel runter implementiert, dass du Karten hast, die du im Zug eines anderen Spielers spielen kannst, um eine Aktion abzubrechen. Das finde ich schon interessant. Ich denke mal, der ist so ein riesen Magic-Fan. Ah, interessant.

SPEAKER_01:

Oh, ich bin auch sehr gespannt darauf. Du hattest mir ja zur Geburt von meinem kleinen Sohn ein Paket geschickt. Und das war eine sehr interessante Kombination aus verschiedenen Sachen. Darunter ein Dinosaurier-Mobile.

SPEAKER_02:

Ja.

SPEAKER_01:

Pokémon Stardex, aber auch das Binding of Ice-Eck-Kartenspiel. Ja, genau. Und ich muss zugeben, ich habe das noch nicht ausgepackt oder gespielt. Bin schon ganz gespannt darauf, was mich da erwartet.

SPEAKER_02:

Ja, ich auch. Ich würde es auf jeden Fall zu Weihnachten mitbringen, dann können wir es mal testen. Unbedingt, ja. Ja, es ist halt einfach faszinierend. Das Kartenartwork ist halt total einzigartig, finde ich. Also beim zweiten Kickstarter, bei der Erweiterung, die heißt Requieren, ist es so, dass verschiedene Künstler aus dem Internet eben auch Karten hinzugesteuert haben, also beigesteuert haben und sind ganz, ganz krasse Sachen irgendwie dabei. Also ich habe es auf jeden Fall schon mal gespielt, aber leider nur im Tabletop-Simulator. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Und wir waren sofort, ich glaube, die Grundregeln sind nur zu zweit, aber man kann es ganz gut auf ihr Spieler eben aus erweitern.

SPEAKER_01:

Tolles Franchise, muss ich sagen. Finde ich auch. Also wirklich, wie du sagst, einzigartig. Also so die ganzen Spiele durchweg. Ich habe jetzt so viele von ihm gespielt tatsächlich. Eins davon ja Super Meat Boy, was ja auch einen ganz besonderen Style hat. Das habe ich tatsächlich auch davor gezockt, was auch einen unfassbaren Suftfaktor hat. Und auch so schwer ist, wo du einen kleinen Fleischklumpen spielst, der Jump'n'Run-mäßig durch verschiedene Level springen muss und alles versucht, ihn zu töten. Das Besondere dabei war ja, dass man die ganzen Versuche, die man gebraucht hat, um ein Level zu schaffen, dann im Replay sieht, wenn man den Level abgeschlossen hat. Und dann sieht, wie diese ganzen Fleischklöße auf dem Weg überall in die Stacheln fallen oder von Raketen zerstossen werden, außer der eine, der es dann am Ende geschafft hat.

SPEAKER_02:

Das ist eine ganz tolle visuelle Sache. Auch so richtig befriedigend, wenn man es wirklich endlich geschafft hat. Man denkt sich aber so aus, das hat ein Fleischklumpen, der natürlich Levels springt.

SPEAKER_01:

Auch wieder mit einer ziemlichen Brutalität, wie dieser Fleischklumpen zugrunde geht und alles voller Blut, also der zieht ja auch eine Blutspur hinter sich her. Es ist schon ein besonderer Humor oder eine besondere Sichtweise. Passt zu dem kleinen Jungen, der letzte mir Bilder gezeichnet hat, aber ja.

SPEAKER_02:

Ja, absolut.

SPEAKER_01:

Also jeder hat so seinen Blick auf die Welt und das darf dann auch Platz haben. Ich weiß nicht, ob das immer gesund ist, aber vielleicht ist das ja auch eine Art, um das irgendwie zu verarbeiten. Was auch immer man irgendwie erlebt hat.

SPEAKER_02:

Dass man sich vorstellt, jetzt von einem AAA-Studio wird es wahrscheinlich überhaupt nicht durchgehen. Diese ganzen Dinge, diese ganzen Anspielungen christlicher Art und das Brutale. Das ist einfach der Zauber von Indie-Games. Dass du vollste kreative Kontrolle hast.

SPEAKER_01:

Genau, ja. Ohne dass hier jemand reinredet, da kannst du dann wirklich mal Themen ohne Tabu einfach so bearbeiten. Und vielleicht floppst du am Ende, aber vielleicht auch nicht. Ja, genau.

SPEAKER_02:

Das hat ja wirklich funktioniert. Und ich glaube, das liegt auch an dem Charakter Macmillan selbst. Ich denke, dass er so aus sich rausgeht und auf die Community auch zugeht, ist, glaube ich, ein guter Schachzug gewesen. Ich denke auch. Also mich hat es auf jeden Fall gepackt. Also er hat auch ein neues Projekt, da kann ich leider überhaupt gar nichts dazu erzählen. Es gibt auch nur zwei Trailer, glaube ich. Die Informationen werden so spärlich gestreut, aber ich bin echt gespannt drauf. Es soll irgendwas mit Katzen zu tun haben, die man züchten kann und dann mit denen man im Dungeon dann kämpft und keine Ahnung, einfach googeln, dass wir was finden.

SPEAKER_01:

Ja, klingt wieder, als ob das eine unangenehme Wendung nimmt. Ich glaube auch. Also ich meine, bei Binding of ASI-Actor findest du Teile von deiner toten Katze. Und wenn du alle zusammensammelst, dann wirst du selber zu einer toten Katze. Ja, warum weiß man, warum die tot ist? Weil die ganze Zeit spawnen Fliegen um einen herum, die für dich kämpfen.

SPEAKER_02:

Ja, genau. War, glaube ich, auf seine, also ist eine Anspielung auf seine wirklich eigene tote Katze. Verarbeitung eben. Verarbeitungskultur.

SPEAKER_01:

Aber passt. Wir sind ja noch quasi im November drin, da werden solche Themen verarbeitet, bis die schöne festliche Weihnachtszeit kommt. Ja, genau. Wobei ich immer ein Fable für solche grotesken Dinge hatte. Und ich finde, das ist nochmal. Ich finde, es ist einfach so ehrlich, das Spiel, also was heißt ehrlich, sondern einfach so gnadenlos und behandelt so unangenehme Themen und ich traue mich immer niemandem davon zu erzählen, um was es geht und was man da macht, weil es einfach widerlich ist, wenn man darüber nachdenkt. Aber irgendwie hat es auch irgendeine Synapse in meinem Gehirn befriedigt.

SPEAKER_02:

Das so, Tod im Allgemeinen ist ja oft ein Tabuthema auch noch in der Gesellschaft. Man redet nicht gerne drüber und auch wenn es die eigene Verarbeitung, denke ich auch, mal auch hindert und so. Man sollte eigentlich wirklich drüber reden. Wir sind eigentlich von Tod umgeben. Das ist nicht durch Krieg oder so, auch viele essen natürlich jeden Tag tote Tiere. Ja. Davon wollen wir gar nicht erst anfangen. Jeder hatte bestimmt auch, oder fast jeder hatte eine totes falsche Meinung in seiner Familie oder in einer nahen Umgebung und so. Das ist.

SPEAKER_01:

Ja, es gehört einfach zum Leben dazu. Ja, richtig, ja. Wenn man das verdrängt, vielleicht kommen dann, also wenn man das nicht verdrängen würde, vielleicht würden da nicht solche Spiele entstehen wie Binding of Isaac. Das könnte natürlich auch sein, ja.

SPEAKER_02:

Also in Hochoptier-Verdrängung. Ja, super. Das war schon mal ein kleiner Einblick in unsere anekdotischen Erzählungen zu Binding of Isaac. Genau, Anekdot. Anekdoten. Richtig. Es gibt auch ganz, ganz, ganz viel mehr zu entdecken im Binding of Isaac. Am besten ihr spielt so mal selbst. Das ist mein großer Tipp und mein großes Fazit. Ja.

SPEAKER_01:

Also wenn ihr so ein bisschen Metal im Blut habt, dann wird das Spiel euch auf jeden Fall ansprechen. Wenn ihr sehr empfindlich auf Blasphemie reagiert, dann ist das vielleicht nicht ganz das Richtige. Ansonsten ist für jeden was dabei. Aber große Trigger-Warnung in alle Richtungen für dieses Spiel. Es ist schon ziemlich Metal, ja, würde ich schon sagen. Es ist schon sehr Metal, ja.

SPEAKER_02:

Lasse, vielen Dank, dass du mit dabei warst. In unserer kleinen, kleinen, kleinen Einblicks-Episode zur Pilat of Isaac. Ich glaube, Wir können das auch in der großen Wahl fortsetzen. Ah, unbedingt. Da kommen garantiert noch viele, viele andere Geschichten dazu.

SPEAKER_01:

Aber finde ich ganz interessant. Vielleicht ist das wie so ein kleines Vorstellungs- oder Interviewformat. So wie mit Michi zum Thema Alien. Zeigt jedes Thema so ein bisschen Persönlichkeit von der jeweiligen Person. Wenn ein Spiel eine Persönlichkeit von dir repräsentieren würde, welche wär's? Bine of Isaac.

SPEAKER_02:

Ja, warum nicht? Ja, aber du hast recht, ja, klar. Ich erfahre dann auch noch Sachen, die ich gar nicht über euch wusste, so. Über die man auch gar nicht redet. Na gut. Also, wenn es euch gefallen hat, empfehlt uns weiter.

SPEAKER_01:

Drückt auf die Glocke, kommt in den Discord-Channel, ladet unsere Folge runter, hört sie, teilt sie. Ladet sie nochmal runter. Spielt Binding of Isaac unbedingt.

SPEAKER_02:

Schreibt uns einen Kommentar und seid das nächste Mal wieder mit dabei. Es verabschieden sich Andi und Matthias und sagen Tschüss. Tschüss.

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