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Lufthansa kontert Pilotenstreik – 60 % der Langstrecken sollen trotzdem fliegen

Lars F Corsten Season 7 Episode 56

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⚠️ Neuer Pilotenstreik bei Lufthansa! Am 12. und 13. März 2026 legt die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit Teile des Flugbetriebs lahm. Doch Lufthansa reagiert mit einem Sonderflugplan, um möglichst viele Passagiere trotzdem ans Ziel zu bringen.

Laut Lufthansa sollen über 50 % des gesamten Flugprogramms stattfinden – bei Langstrecken sogar rund 60 %. Möglich wird das durch größere Flugzeuge, Umverteilung von Flügen innerhalb des Konzerns und freiwillige Piloten im Einsatz.

Die Gewerkschaft rechnet dennoch mit rund 300 Flugausfällen pro Streiktag – deutlich weniger als beim letzten Streik im Februar.

👉 Was bedeutet das für Passagiere?
👉 Ist der Streik ein Erfolg für die Piloten oder eher ein Rückschlag für die Gewerkschaft?

Darüber sprechen wir im Video und ordnen die Lage für euch ein.

👇Frage des Tages 1:
👉 Ist der Pilotenstreik bei Lufthansa gerechtfertigt? Geht es beim Streik wirklich um Renten – oder um die Zukunft der Lufthansa-Struktur?

👇Frage des Tages 2: 
👉 Ist City Airlines ein Modernisierungsschritt oder Tarifdumping?

00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
00:44 Lufthansa Pilotenstreik: Forderungen und Konflikt
03:09 Produktivitätsprobleme und Lufthansa’s Position
04:56 Streikauswirkungen und City Airlines
07:02 Geopolitik und Reiseverhalten
08:35 Global Entry wieder aktiv 
09:27 Fazit & Fragen des Tages

Take-OFF 11.03.2026 – Folge 056-2026

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Lars F Corsten:

Willkommen zu Frequent Traveller TV, mein Name ist Lars Corsten, heute wieder zu einer frisch gepressten Sendung.

Themen, die wir haben:

Streik, Streik und nochmals Streik, also die Lufthansa streikt, also die Piloten. Dann gucken wir uns nochmal an, wie es da ist dann gehen wir weiter auf USA, Global Entry, da ist wieder Neuigkeiten am Start, gute Nachrichten für mich. Und die geopolitische Lage, wie die Auswirkungen sind, gucken wir uns auch nochmal an. Und natürlich, wie immer, das Flugzeug, was man braucht, um während der Aufnahme den Ton zu optimieren. Also, ihr denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, zu kommentieren oder auf Skool zu kommen. Das erste Thema ist der Pilotenstreik bei Lufthansa. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, hat einen 48-Stunden-Streik ins Leben gerufen, vom 12. bis zum 13. März. Betroffen sind die Lufthansa Mainline, Lufthansa Cargo, Lufthansa City Line. 5.000 Piloten sind streikend, und es ist bereits die zweite Streikwelle dieses Jahr, und wir haben hier erst März, Anfang, ne. Also beim ersten Streik im Februar waren 800 Flüge ausgefallen, 1.000, 100.000 Passagiere betroffen. Aufgrund der geopolitischen Lage wurden Flüge im Nahen Osten vom Streik ausgenommen. Ausgenommene Ziele sind Israel, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Jordanien, Oman. Natürlich die angespannte Situationsla Sicherheitslage und die Situation dort, dass man halt dann dort Leute raus evakuieren muss und sogenannte Evakuierungsflüge durchführen muss. Die Kernforderung ist von der Vereinigung Cockpit, dass man die Betriebsrenten verbessert und die Vergütungsanpassung von 3,3 Prozent pro Jahr für 2024 und 2026.

Andreas Piniero, der Präsident der Vereinigung Cockpit, argumentiert wie folgt, Zitat:

"Es hilft nicht, wenn die Gegenseite nur Gesprächsbereitschaft signalisiert, aber nicht über substanzielle Verbesserungen der betrieblichen Altersvorsorge sprechen möchte." Die Vereinigung Cockpit wirft Lufthansa halt vor, dass kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt worden ist das kommt, glaube ich, bekannt vor, das haben die bei der UFO ja auch gesagt und die Verhandlungen halt bewusst zu verzögern.

Und Sprecher der Karibikkommission Arne Carstens sagt:

"Sieben Verhandlungsrunden, lange Bedenkzeiten, sogar ein vermittelndes Angebot, all das hat der Arbeitgeber verstreichen lassen." der strategische Konflikt hinter dem Streik ist natürlich nach den Rentenforderungen auch ein großes strukturelles Thema, und ich sage es ja immer wieder, es geht ja bei der Lufthansa um die Rechnungsentscheidung, also das heißt, dass man, ups, zu viel gewackelt, Richtungsentscheidung. Und zwar ist es so dass man dort halt die Auslagerung von Flugbetrieben nicht gut findet und dass man auch logischerweise die günstigeren Tochtergesellschaften mit den Tarifstrukturen als Dorn im Auge empfindet, Discover und City Airlines um namentlich die zu nennen. Und die Vereinigung Cockpit sieht natürlich da den Trend, dass man dort Druck auf bestehende Arbeitsbedingungen legen möchte und Schwächung der etablierten Tarifverträge. Ja das Problem ist laut Lufthansa die Produktivität, und da muss man halt einfach mal gucken, denn die Diskussion zeigt ja auch die Produktivitätsunterschiede, und da kann man dann vielleicht doch so ein bisschen auf Lufthansa-Seite kommen wenn man sich das anguckt. Wenn man also die KPI sieht, das heißt also Cabin Crew per Seat Kilometer wäre das, was in der Aviation als KPI genutzt wird. Bei British Airways sind es 139, bei Air France ist es auch irgendwie bummelig 139, bei Lufthansa sind wir bei 184, also die Kosten, die dort produziert werden. Das heißt also, Lufthansa hat höhere Kosten pro Sitzplatz, aber geringere operative Effizienz ist das Problem. Das heißt also, die Tarifverträge sind niedriger, aber die Produktivität ist auch niedriger. Ist der Streik aus eurer Sicht gerechtfertigt oder gefährdet er langfristig die Leitbarkeitsfähigkeit der Lufthansa? Und Lufthansa sieht das natürlich als unnötige Eskalation und kritisiert den Streik. "Der Streikaufruf ist nicht nachvollziehbar", sagt Michael Nigemann, Lufthansa-Personalvorstand. Lufthansa betont aktuelle geopolitische Unsicherheit, Auswirkungen auf Passagiere weltweit, vor allem nicht in einer Zeit, in der wir in dem Irankrieg ein neues Ausmaß an geopolitischer Unsicherheit erleben, das ist Zitat Michael Nigemann. Die Lufthansa schlägt alternative Gespräche vor und möchte stattdessen halt über Flottenstrategie reden, sie möchten darüber reden, Zukunft der Lufthansa Classic, aber auch über die Karriereperspektiven der Piloten. Wir sollten Gespräche über Modernisierung und Zukunft der Flottengröße führen, sagt Michael Nigemann. Geht es in dem Streik wirklich um die Renten oder geht es um die Kernfrage, was mit Lufthansa passiert, wie dort die weitere Wachstumszukunft der Lufthansa-Piloten ist? Ist das eher ein Jockey-Problem, also ein Problem der Luxusklasse oder ein echtes Thema? Und der Lufthansa-Sonderflugplan natürlich zum Streik auch. Trotz Streik versucht natürlich Lufthansa, einen Teil des Flugplans aufrechtzuerhalten, geplant mehr als 50 Prozent der gesamten Flugplanungs, circa 60 Prozent der Langstreckenflüge. Flüge werden an Partner-Airlines delegiert, Einsatz größerer Flugzeuge, freiwillige Piloten übernehmen zusätzliche Dienste.

Und Francesco Schiortini von der Lufthansa:

"Für Lufthansa hat es höchste Priorität, möglichst viele Reisende trotz Streik ans Ziel zu bringen." Vereinigung Cockpit sagt, man schätzt 300 Flüge pro Streiktag zum Vergleich 800 Flüge an einem Tag, also das heißt nur 300, die man dort bestreikt. Ja, zeigt der Sonderflugplan, dass Streik bei großen Airline-Konzernen heute weniger Wirkung haben? Und man sieht ja auch, dass genau das die Auswirkung ist wenn man sich das anschaut im Bezug auf die neuen Flugbetriebe. Das heißt also, die einen streiken, die anderen haben am anderen, dürfen nicht streiken, müssen trotzdem fliegen. Und natürlich auch mit Air Baltic und sowas hat man jemanden in der Hinterhand, der auch durchaus fliegen kann. Auch bei City Airlines hofft man auf einen Tarifabschluss, parallel läuft ja halt die wichtige Entwicklung, und dort ist allerdings die Verdi am Start, bedeutet, die City Airlines soll die Regionaltochter City Line logischerweise ersetzen, Drehkreuze Frankfurt und München bedienen, und die City Line soll ja spätestens bis 2027 verschwunden sein. Der neue Tarifvertrag wäre ein Rückschlag für andere Gewerkschaften, besonders für die Vereinigung Cockpit, aber auch für die UFO, denn hier wird mit Verdi verhandeln, das ist ja auch wieder so ein, so ein Problemfall, dass man dort bei der Lufthansa das so gezielt gemacht hat. Die Strategie von Lufthansa ist klar, City Airlines soll halt günstiger produzieren als die City Line und andere zusammen, die Tarifstruktur näher an regulatorischen Mindestregeln der EASA halten, heißt also, dass man da weniger Overhead produziert und dadurch eine höhere Produktivität hat. Ja, ist City Airlines ein berechtigter, legitimer Modernisierungsschritt oder Instrument zum Tarifdumping? Ja, Irankrieg und die Auswirkungen auf Reisen, also der Krieg zwischen Iran, Israel, USA oder egal wie rum, USA, Israel, Iran, Israel, Iran, USA, ihr könnt es nennen, wie ihr es wollt, hat halt erhebliche Probleme im Reiseverkehr. Auch die Auswirkungen sind halt wirklich so, dass man hier eine Umfrage zurate ziehen kann,

und die Umfrage sagt:

54 Prozent ändern ihre Reisepläne nicht, finde ich spannend, 10 Prozent wollen ihre Reise ändern, 7 Prozent sind unsicher, 4 Prozent haben die Reisen abgesagt.

Für Reisende wichtig:

58 Prozent berücksichtigen politische Stabilität stark, 27 Prozent teilweise. Oxford Economics sagt, bis zu 27 Prozent weniger Touristen im Nahen Osten, 56 Milliarden Dollar sind der wirtschaftliche Schaden, krass, ne.

Ahmed Hilal, ein Analyst über das Sicherheitsimage der Golfstaaten:

"Das Siegel ist gebrochen", also das heißt, die Golfstaaten sind nicht mehr so als sicher empfunden, wie sie es mal waren. Und wie stark beeinflussen geopolitische Konflikte wirklich das Reiseverhalten? Mehrere europäische Airlines setzen ja auch die Verbindungen in die Golfregion aus, British Airways, KLM, Lufthansa, you name it. Dubai-Flüge sind gestrichen, Abu Dhabi auf unbestimmte Zeit ausgesetzt bei der BA, bei der KLM, Dubai-Flüge pausiert, und EASA rät ja auch von Flügen in die Region ab. Klar ist natürlich das Problem, es sind unklare Luftraumsituationen, und die militärischen Aktivitäten sind ein riesiges Thema. Und was für mir zugute kommt, und ich hatte da auch schon einige Nachrichten bekommen, ob ich

irgendwann mal wirklich aus Kalifornien wieder zurückkomme:

Ich komme diese Woche wieder zurück nach Europa, keine Angst, und da bleibe ich auch ein bisschen. Global Entry funktioniert wieder, das heißt also auch der DHS, also Department of Homeland Security oder Heimatschutzbehörde, wie man im Deutschen sagen würde hat Global Entry, TSA, Pre-Check ja kurzzeitig ausgesetzt wegen Budget-Problemen, da gab es Budget. Aber Pre-Check wurde schnell wieder aktiviert, Gott sei Dank, und dann auch Global Entry ist wieder seit heute, dem 11. März, verfügbar. Heute ist oder 11. März, ne, ja. Ja, mehrere US-Flughäfen kam es zu langen Einreisezeiten und auch zu drastischen Bildern, weil die Schlangen richtig lang waren, und die Aussetzung wurde stark kritisiert, denn eigentlich ist Global Entry ja da, um den Personalbedarf zu reduzieren, ohne die vom Global Entry wird das ein riesen Shitshow, und da muss man natürlich das gucken. Als Fazit zur heutigen Sendung kann ich euch nur sagen es geht halt bei dem Lufthansa-Tarifkonflikt um wesentlich mehr als nur um Tarif, es geht halt um Renten, Produktivität, neue Airline-Strukturen, aber auch Zukunft der Mainline, und das ist ein Machtkampf über die Struktur der Deutschen Lufthansa AG. Und die Airlines kämpfen auch gleichzeitig um geopolitische Risiken zu minimieren, denn der Irankrieg zeigt auch hier wieder, wie immer, wie schnell Flugroutennachfrage kollabieren können, wie stark Airlines von geopolitischer Stabilität abhängig sind.

Lufthansa wird zunehmend komplex, und Airlines müssen dort immer mehr Sachen gleichzeitig bekämpfen:

Arbeitskämpfe, geopolitische Konflikte, Kostenstruktur und Wettbewerb. Und ihr seht natürlich auch am Ende des Tages wie komplex das Ganze für uns als Armchair-CEOs ist, um das zu bewerten. Ihr denkt dran, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, aber auch ein Like dazulassen,

auf Skoot zu kommen und die Frage des Tages zu beantworten, und zwar:

Ist der Pilotenstreik bei Lufthansa gerechtfertigt? Geht es wirklich nur um die Renten oder um die Zukunft der Lufthansa-Struktur? Und ist City Airlines ein Modernisierungsschritt oder ein Tarifdumping? Ich freue mich, bis zur nächsten Sendung mit euch, und sorry nochmal, dass heute etwas später geworden ist, aber es gab einige Themen, die waren nicht zu verschieben, zum Beispiel. Egal, lassen Sie sich darauf eingehen, also bis dann, ich freue mich, und denkt dran, Stammtisch, alles klar, bis dann, ciao!