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Lufthansa schlägt Alarm: Gefahr durch Golf-Airlines für Europa?

Lars F Corsten Season 7 Episode 6

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✈️🌍 Europas Luftfahrt unter Druck – und plötzlich geht es um mehr als nur Tickets und Strecken.

Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten bringt die globalen Airline-Strukturen ins Wanken. Lufthansa-Chef Carsten Spohr warnt vor einer zunehmenden Abhängigkeit Europas von Golf-Drehkreuzen wie Dubai, Doha und Abu Dhabi.

Doch ist das wirklich ein geopolitisches Risiko – oder eher ein hausgemachtes Problem der europäischen Airlines?

In diesem Video analysieren wir:
👉 Welche Auswirkungen der Iran-Konflikt auf den Luftverkehr hat
👉 Warum Lufthansa plötzlich im Vorteil sein könnte
👉 Ob Golf-Airlines wirklich „zu stark“ sind
👉 Und die entscheidende Frage: Politik oder Produkt – wer muss liefern?

💬 Deine Meinung: Braucht Europa mehr Schutz für Airlines – oder einfach bessere Airlines?

👇Frage des Tages 1:
👉 Soll Europa seine Airlines schützen?

👇Frage des Tages 2: 
👉 Sollte Hedging Pflicht für Airlines sein?

00:00 Willkommen zu Frequent Traveller TV
01:23 Streik am Flughafen Berlin-Brandenburg
02:57 SAS streicht Flüge wegen Kerosinschock
05:03 Swiss kämpft mit Personal und Technik
07:03 Sinkende Ticketsteuer: Symbolpolitik?
09:11 Lufthansa vs. Golf Airlines: Machtkampf
12:02 Fazit & Fragen des Tages

Take-OFF 18.03.2026 – Folge 062-2026

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Lars F Corsten:

Willkommen zu Frequent Traveller TV, heute wieder mit 'ner frisch gepressten Sendung. Mein Name ist Lars Corsten.

Themen, die ich für euch habe, sind:

Berlin, natürlich der Streik legt den kompletten Flughafen lahm; dann Kerosinschock, die SAS streicht tausend Flüge, die Swiss streicht auch Flüge, kämpft aber aus anderen Gründen um die Flüge. Dann Ticketsteuer sinkt, fliegen wird bald günstiger, glaub ich vielleicht nicht so ganz. Lufthansa versus Golf Airlines, der Machtkampf eskaliert ja vielleicht sogar. Carsten S. aus Emmen hat sich eingelassen. Ihr denkt dran, wie immer, den Kanal zu abonnieren, die Glocke anzumachen, ein Like dazulassen, aber auch aufs Cool zu kommen und zu kommentieren. Der Flughafen Berlin-Brandenburg, der steht ja heute den ganzen Tag still, weil die Gewerkschaft einen Wernstreik veranstaltet. Die Airlines, der Flughafen, alle sind gezwungen, dass da nichts passiert, und tausende Passagiere

sind betroffen:

siebenfünfzigtausend Passagiere, vierhundertfünfundvierzig Flüge, zweitausend streikende Mitarbeiter, sechs Prozent mehr Gehalt wird gefordert oder sechs zweihundertfünfzig Euro monatlich. Und natürlich den zusätzlichen Urlaubstag wollen wir nicht vergessen. Ja, das ist natürlich 'n massiver Schlag ins Kontor. Das sind viele Kosten, die dadurch entstehen, den Fluggesellschaften, oder aber auch durch diese operativen Themen, die da passieren. Passagiere, ja, man wird eher so an italienisch-französische Verhältnisse oder griechische Verhältnisse erinnert als an deutsche, ordentliche Arbeit. Aber gut, so ist das. Und die Frustration unter den Vielfliegern steigt natürlich mit zunehmenden Streiks. Deutschland bleibt also damit ein Hochrisikomarkt für uns als Vielflieger, weil wir wissen ja gar nicht, findet der Flug statt oder streikt irgendjemand so gefühlt. Und das ist halt wirklich ein Thema. Alle Passagiere wurden informiert und sind gar nicht erst gekommen, so lässt es sich natürlich am besten kommentieren und am besten zusammenfassen. Und ist Deutschland noch ein verlässlicher Luftfahrtstandort? Da kann man gerne drüber diskutieren, werden wir auch am Ende drüber diskutieren, bei dem Thema mit Carsten S. aus Emmen, der ja zum deutschen Standort was sagt und von der Bedrohung am Golf. Ja, werden die Airlines Kapazitäten verlagern? Ist Streik ein Systemrisiko mittlerweile geworden? Und die Frage ist natürlich, ob dieses kurzfristige Chaos auch nicht in ein langfristiges Imageproblem sich umschlägt.

Deutschland bleibt vielleicht damit sogar operativ unsicher, und die Leute sagen:

"Na ja, warum soll ich über Deutschland fliegen, wenn das genau so 'n Thema ist? Da flieg ich lieber über andere Länder." Und wie viel Streik verdient man als oder verkraftet man als Luftverkehrsstandort? Da könnt ihr zum Beispiel 'ne Antwort zu finden. Das Scandinavian Airlines System haben einen Ölpreisschock und streichen tausend Flüge, denn die Kerosinpreise, die durch den Iran-Konflikt in die Höhe getrieben sind, die sind ja fast verdoppelt innerhalb 'ner Woche, haben die SAS hart getroffen. Die SAS macht kein Hedging. Flügel-Hedging heißt, dass man Optionen kauft auf den Preis in der Zukunft. Und deshalb muss man jetzt Kapazitäten reduzieren. Tausend Flüge gestrichen, Kerosinpreis in zehn Tagen sind's hundert Prozent gewesen, also insofern etwas langsamer, als ich es hier gesagt hab. Mit sieben, also zehn sind es. SAS hat halt kein Flügel-Hedging wie die Lufthansa. Die Lufthansa hat ja einundachtzig Prozent des Fuels, den man braucht, abgesichert. Und SAS fliegt täglich circa achthundert Flüge. Hedging ist wieder strategischer Gamechanger, und da ist man irgendwie froh, dass die Lufthansa doch so konservativ ist und das Risiko immer so risikoavers betrachtet.

Also da muss man ehrlicherweise sagen:

"Na ja, good for you, Lufthansa." Die Passagiere leiden natürlich darunter, weil der Preis steigt, weniger Angebot logischerweise, und die Vielfliegerprogramme haben natürlich weniger Verfügbarkeiten, weil dadurch Sitze natürlich wegfallen. Das Risikomanagement wird entscheidend. Die geopolitische Abhängigkeit vom Ölmarkt wird dadurch wieder manifestiert. Und amerikanische Fluggesellschaften machen ja auch kein Hedging mehr.

Das ist irgendwie so, wo man sagt:

"Ja, nee, das ist 'n Risiko, aber das müssen wir nicht machen." Ist das fahrlässig?

Ist das etwas, wo man sagen muss:

"Du, du, du?" Wird fliegen wieder deutlich teurer, und Gewinner sind natürlich die Fluggesellschaften, die das Hedging betreiben. Und ist 'n klassischer Risk Management Fail, wenn man das sich so anguckt, denn Lufthansa ist jetzt aktuell im Vorteil auch. Die haben die Preise erhöht, aber das ist ja so ähnlich wie 'ne Tankstelle. Man erhöht einfach die Preise, wenn man's kann, ohne wirklichen Grund zu haben, einfach mal proaktiv, um da natürlich erst mal so Mitnahmeeffekte zu haben. Sollte Hedging für die Airlines eine Pflicht sein? Was denkt ihr? Swiss hat auch Probleme, die kämpfen allerdings nicht mit dem Ölpreis im Moment, sondern mit Personal und Technik. Man reduziert erneut Flüge im Sommerflugplan, denn man hat Pilotenmangel, man hat hier Triebwerksprobleme und Flottenumstellung. Heißt also, die Triebwerksprobleme sind die Airbus-Probleme oder um genauer zu sein, die Probleme von den Triebwerksherstellern. Dreihundertsechsundneunzig Flüge sind gestrichen, null Komma vier Prozent des Angebots sind zwar nur gestrichen, aber ist trotzdem relevant, denn elf Flugzeuge sind am Boden. Pilotenmangel auch auf mehreren Mustern und gleichzeitig über Angebot bei dem Personal, dass man dort fünfzehntausend Schweizer Franken anbietet, wenn sie gehen, ja. Das strukturelle Personalproblem bleibt bei den Fluggesellschaften. Man sieht ja auch, dass das ganze Thema bei den Fluggesellschaften Fluktuation ist, nicht nur zwischen den Jahren, sondern auch zwischen den Saisonalitäten. Heißt also, im Sommer weniger als im Winter und schlechtere Verfügbarkeiten ist für uns als Vielflieger damit natürlich die klassische Auswirkung. Ja, und der Flottenwechsel, das ist der Flottenwechsel auf die A drei fünfzig, der verursacht natürlich Engpässe, denn so 'ne Ausbildung dauert Monate und kann natürlich zu Engpässen führen. Aber wie kann so 'n Crew-Missmanagement passieren? Also, dass man da auf einmal so viel tausend Leute zu viel hat gefühlt und die Flottenstrategie ist die vielleicht zu aggressiv? Und ist das irgendwie vielleicht 'n Dauerproblem, wo man Henne Ei hat? Das heißt also, einmal so zack, zack, zack, zack, dass es also immer wieder aufeinander baut, dass man auf der einen Seite zu viel hat, dann hat man wieder zu wenig, dann hat man zu viel, dann wenig. Also das heißt, dass man das nie so austarieren kann. Ist das so ein Problem, dass man da versucht, immer die Leute dann punktgenau zu machen, um Kosten zu reduzieren?

Und die Frage ist:

Reduziert das am Ende Kosten, wenn man 'n paar Leute Überhang hat, damit man den Flugbetrieb stabil hält, als wenn man wieder Leute hat, die einem fehlen? Und ist das Airline-Business mittlerweile zu komplex, um stabil zu arbeiten? Die Bundesregierung hat verkündet, die Ticketsteuer sinkt, fliegen wird bald günstiger.

Und jetzt festhalten:

Die Bundesregierung sagt, ab Juli geht's runter mit den Preisen, aber ob wir als Passagiere profitieren, bleibt natürlich relativ unklar. Und es ist, es sind Pennies, ehrlicherweise, denn von fünfzehn dreiundfünfzig zu dreizehn null drei, von neununddreißig vierunddreißig zu dreiunddreißig null eins, von siebzig Euro dreiundachtzig zu neunundfünfzig dreiundvierzig, macht den Kohl ja nicht fett, ne. Sind aber dreihundertfünfundfünfzig Millionen Euro jährlich Mindereinnahmen. Airlines entscheiden aber über die Weitergabe. Das heißt also, ob die Lufthansa wieder ihre merkwürdigen Steuern, die gar keine Steuern sind, an uns weitergeben, an internationale Abgabe oder wie sie's auch immer nennen. Und das ist halt wirklich das Problem, ob es halt irgendwie 'n Effekt hat in irgendeiner Art und Weise, denn ob man diesen Preis von von zwanzig Euro oder was auch immer mitbekommt, glaub ich nicht.

Das ist zwar 'n strategisches Signal von der Politik an die Luftfahrt, dass man sagt:

"Ja, wir haben euch verstanden." Und der Wettbewerb mit den anderen Markenmärkten, Entschuldigung, ist natürlich auch ganz klar und ganz wichtig, aber ehrlicherweise ist es halt wirklich 'n Thema, ob diese Einsperrung weitergegeben wird. Und wenn ich ehrlich bin, wenn sie weitergegeben wird, machen wir's abhängig, ob von zwanzig Euro, ob der Flug stattfindet, oder von zehn oder von drei. Also ich glaub's eher nicht. Und damit halt ich das eigentlich eher für so 'ne Symbolpolitik als für 'n echten Effekt. Und ich sag mal so, Lufthansa hat sich durchgesetzt, als es diesen Ölpreisschock gab, aber da reden wir ja dann nicht über drei Euro fünfzig, ne, also das auch nur so am Ende. Und politisch ist es natürlich wichtig, aber praktisch ist es irgendwo begrenzt und für uns als Individuum auch nicht wirklich bemerkbar. Und deshalb könnte der Effekt nicht nur verpuffen, sondern wird wahrscheinlich auch verpuffen. Ja, sollte fliegen steuerlich entlastet werden? Wie seht ihr das oder wie kann man das weiter angehen? Ja, Lufthansa versus Golf Carrier Machtkampf eskaliert. Im Prinzip Carsten Spohr warnt vor unserer Abhängigkeit an den Golfdrehkreuzen und fordert politischen Schutz für europäische Airlines. Also das ist wieder dieser Artenschutz, den er einfordert, denn der Irankrieg stört ja die Golf-Hubs massiv, und damit sieht man Gefahr für die europäische Souveränität. Und man kritisiert halt die Abhängigkeit zu Abu Dhabi, zu Dubai, zu Doha, also zu den Golfstaaten. Gleichzeitig aber auch, muss man sagen, tut ja Lufthansa nicht unbedingt am sehr viel, sehr viel, dass man auf Lufthansa gerne setzt oder mit Lufthansa gerne fliegt, denn der Service ist manchmal ja relativ speziell, um es mal so vorzumodellieren. Und die Streiks sind ja auch jetzt eher nicht 'n Wettbewerbsvorteil, wenn man ehrlich ist. Und er expandiert weiter in Deutschland mit Berlin, wie man so hört, ne. Man weiß es ja nicht so genau, aber diese geopolitischen Risiken waren ja schon immer strategisch relevant und werden auch immer strategisch relevant bleiben. Und Passagiere mit mehr Optionen auszustatten versus Direktflüge aus Europa ist ja auch gut, weil sonst würden die Preise ja bei Lufthansa irgendwie sehr merkwürdig werden. Gibt's da nicht so was mit der Strecke München-Zürich? Da könnten wir ja mal gucken, wie die Preise sich entwickelt haben, seitdem Lufthansa seit Jahren jetzt alleine da fliegt. Nun gibt's ja genug Beispiele, also seitdem Air Berlin ja weg ist, was da Lufthansa nimmt. Aber Lufthansa erklärt uns ja, das ist der Preis, den man nehmen muss. Ja, dann ist da natürlich der Kampf um Interkontoverkehr Europa-Asien.

Und natürlich auch kann man jetzt sagen:

"Ja, wird das subventioniert?" Was ist 'ne Subvention? Nur weil die rund um die Uhr fliegen können, nur weil sie weniger Steuern zahlen, sieht man halt jetzt da die Thematiken. Also das ist halt eher ein Problem, wo Deutschland sich aber dann eher selber an die Nase fassen muss oder Europa, weil man kastriert sich ja selber, wenn man so unbedingt möchte. Und hat Carsten Spohr recht mit dem, was er sagt, oder ist es halt wieder nur sein Artenschutz, den er haben möchte, seine Lobbyarbeit, die er unterstützen möchte? Und ist das genauso nur so ein Versuch, um zum Beispiel die Reduktion der Luftverkehrssteuer durchzubringen? Denn sind die Golf Airlines unfair im Wettbewerb oder sind sie einfach nur besser? Und muss Europa halt dann seine Airlines schützen?

Mein Fazit ist ganz klar:

Das Grundproblem ist halt real, aber die Argumentation ist halt in meinen Augen zu politisch und vielleicht auch unehrlich, weil Lufthansa die Probleme von sich selber wegschiebt und sagt, da ist eher die Politik. Vielleicht ist auch die Lufthansa so 'n bisschen selber dran schuld. Und der Wettbewerb ist halt brutal. Das ist halt so. In jeder Branche ist der Wettbewerb brutal. Nennen wir mal eine Branche, wo wir keinen brutalen Wettbewerb haben. Ja, soll Europa aktiv seine Airlines schützen? Und damit sieht man halt wieder, dass wir die letzten Tage wirklich die Airline massiv unter Druck haben. Wir haben Druck, einmal die Ölpreise durch den Krieg, dann haben wir Personalmangel, dann haben wir zu viel Personal, dann haben wir äh dort ähm die Streikgeschichten. Geopolitische Risiken nehmen natürlich immer wieder zu oder auch wieder ab. Kosten steigen, Angebot sinkt. Wir sehen die tausend Flüge, die ab weniger angeboten werden von der SAS. Wettbewerb in Europa und Golf. Gucken wir mal, wer da äh am Ende gewinnt, weil der Golf muss sich ja wieder rehabilitieren in Anführungsstrichen in den Augen der Konsumenten und wird wahrscheinlich mit günstigen Preisen wieder einsteigen. Und damit ist die operative Stabilität halt 'n entscheidender Faktor. Und da muss man halt wirklich gucken, inwieweit man vielleicht in Deutschland auch 'n bisschen

an der eigenen Nase sich fassen muss und sagen muss:

"Wir müssen vielleicht besser werden." Ja, ihr könnt wie immer die Fragen des Tages beantworten und den Kanal abonnieren, die Glocke anmachen, Like dalassen und auf School kommen.

Die Frage des Tages, die ich stellen würde, wäre halt wirklich einmal:

Sollte Hedging Pflicht für Airlines werden?

Und die andere Frage ist:

Soll Europa seine Airlines schützen? Und ähm wenn ja, wie? In dem Sinne, ich dank euch, dass ihr heute wieder dabei wart bei Frequent Traveller TV, und ich freu mich, euch wieder zu sehen bei der nächsten Sendung. Bis dann, ciao.