Nachteulen Buchclub
Willkommen im humorvollsten Buchclub des Internets, oder zumindest von Social Media. Wir sind zwei Freunde mit viel Meinung, chronisch zu wenig Schlaf und einem Stapel Bücher, der uns langsam aber sicher über den Kopf wächst.
In unserem Bücherpodcast "Nachteulen Buchclub" quatschen wir über Romance, Fantasy, Hypes und alles dazwischen, immer ehrlich, laut, manchmal verplant, aber immer mit Herz. Hier wird gelacht, von unseren liebsten Bookboyfriends geschwärmt und leidenschaftlich über aktuelle buchige Themen diskutiert.
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Nachteulen Buchclub
#045 - Die Buchbubble brennt: gibt es wirklich noch eine Community?
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In dieser Folge wird's ehrlich: Wir sprechen über die Frankfurter Buchmesse und das kleine Abenteuer namens Akkreditierung – inklusive der Frage, wer eigentlich durch die magischen Tore darf und wer nicht.
Außerdem tauchen wir tief ein ins Thema BookTok-Drama ein. Dazu kommen unsere liebsten TikTok-Mysterien: Warum schickt der Algorithmus manche Videos auf Weltreise, während andere nicht mal die eigene Book-Bestie erreichen? Und weshalb scheint die Retention Rate mittlerweile wichtiger zu sein als Plot, Charaktere und gesunder Menschenverstand?
Zwischen Buchbubble-Gossip, Social-Media-Verzweiflung und der Hoffnung auf ein paar wohlgesonnene Algorithmus-Götter versuchen wir, Antworten zu finden. Spoiler: Es klappt nur bedingt.
Wie immer gilt: Schnappt euch einen Kaffee, einen Stapel Bücher und leidet gemeinsam mit uns an den Launen des Internets. 📚✨
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Deine Ann-Kathrin und Lissy
Intro und die Akkreditierung auf der FBM
SPEAKER_01Hi, ich bin Lissi und ich bin Anne-Katrin und willkommen im Nachschweilenbuchclub. Das ist ein Buchpodcast, entstanden auf TikTok und jetzt auf euren Ohren. Hello! Hi! Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von uns. Wir haben gedacht, wir sprechen einfach mal über ein paar ganz aktuelle Themen, die uns in der Buchbubble gerade ganz aktuell bewegen, könnte man fast schon sagen. Und wir starten direkt mit einem für viele sehr heißen Thema, nämlich bald steht ja schon wieder die nächste Messe an, nämlich die Frankfurter Buchmesse. Es ist ja eigentlich so der zweite große Messepunkt im Jahr nach Leipzig. Natürlich gibt es wahnsinnig viele wunderschöne kleine Messen auch und Veranstaltungen natürlich. Aber sind wir mal ehrlich, die Frankfurter Buchmesse ist schon so das Ding.
SPEAKER_00Ja, ist eigentlich so das Hauptding, wenn man ehrlich ist. Also ich fand das gerade süß, dass du es nach der Leipziger Buchmesse bist.
SPEAKER_01Ja, einfach so kalendarisch im Jahr, so meinte ich halt. Aber irgendwie gefühlt startet es eher mit der Frankfurter Buchmesse, stimmt schon.
SPEAKER_00Irgendwie schon. Das Jahr teilt sich auch so ein bisschen auf, habe ich das Gefühl. Entweder ist es vor der LBM oder ist es vor der FBM. Ja. Naja, aber rundum gesagt, die FBM hat jetzt endlich mal gedroppt, was für Richtlinien sie haben, damit wir als Creator da auch so, ich sag mal, kostenlos hinkommen können. Und das jetzt mal ganz rückwärts. Ja, ich glaube, das ist tatsächlich das Hauptthema. Also vielleicht, um euch so ein paar abzuholen, die das vielleicht jetzt noch nicht so auf dem Schirm haben. Messen sind ja grundsätzlich Events aus der Branche für die Branche. Und jetzt ist es halt bei der Buchmesse so ein Spezialthema, dass man zusätzlich noch die Messe geöffnet hat für den Publikumsverkehr. Das heißt, als Otto-Normalmensch kommst du zu einer gewissen Zeit rein, wenn du aber als Teil der Branche gesehen wirst, das heißt geschäftlich in irgendeiner Art und Weise mit dieser Branche zu tun hast, dann kannst du sozusagen auch schon vorher rein, also ich glaube ab Donnerstag schon oder Mittwoch, weiß ich jetzt nicht genau. Weil Ziel ist nämlich, ich sag mal, Autonormalbesucher, die gehen hin, kaufen Bücher, schlendern von Stand zu Stand, wobei eher drücken sich durch Menschenmassen durch von Stand zu Stand. Ich wollte gerade sagen, schlendern wäre schön. Das wäre schön, ja. Und genau, und wenn du halt als Teil der Buchbubble hingehst, hast du natürlich eine ganz andere Messewahrnehmung, weil dann hast du Termine. Du gehst dann auch als Content Creator, wenn du dann schon als Teil der Branche dann gezählt wirst, gehst du natürlich auch früher hin, bevor die ganzen Messenmassen reinkommen, um dann natürlich auch Content zu produzieren. Das heißt Standaufnahmen, Interviews, was weiß ich, was dein Content halt so hergibt. Das ist so ein bisschen das Thema und natürlich alle Content Creator sind für die FBM natürlich auch eine Art Werbemaßnahme. Deswegen kommt man überhaupt früher rein als Content Creator. So, jetzt haben wir erstmal eine Abgrenzung. Jetzt ist aber natürlich so, dadurch, dass die ganze Buchbranche in den letzten Jahren eigentlich, wenn man ehrlich ist, explodiert ist von kleinen Buchbloggern. Ich meine, wir sind auch dazu gekommen, ne? Muss man ganz fairerweise dazu sagen. Es sind viele Leute, die jetzt auch wieder angefangen haben zu lesen, die sich auch wieder mehr für Bücher interessieren. Da ist natürlich so eine Messe ein Super-GAU, ne? Und selbst wenn man nicht die Akkreditierung bekommt als Content Creator, geht man trotzdem hin, weil es ist irgendwo, wenn man ehrlich ist, auch so ein Gesehen gesehen werden, an der Buchbranche sein, Leute kennenlernen, irgendwie am Puls der Zeit so ein bisschen. Und jetzt ist aber genau das Ding, die meisten, und ich würde mal sagen, wir inklusive, wollen natürlich so tolle Akkreditierung bekommen. Einfach damit wir früher auf die Messe kommen können, damit wir in Ruhe Videos machen können, damit wir auch von Stand zu Stand wirklich schlendern können. Das ist so ein bisschen das Hauptsache.
SPEAKER_01Damit man eben nicht so sich an den ewig langen Schlangen vielleicht auch anstellen muss, damit man sich nicht durchdrängelt, sondern auch ein bisschen in Ruhe gucken kann. In der Regel gibt es ja auch ein paar wahnsinnig schöne Fotos und so. Und die kannst du halt oft an Freitagnachmittag und Samstagen nicht nutzen, weil es ist einfach viel zu voll.
SPEAKER_00Ja, ich meine, du kannst. Du musst dich halt nur eine Stunde oder so anstellen, um ein bisschen zu tun. Ja, großartig.
SPEAKER_01Danke, aber Nein, danke. Sag ich dir ganz ehrlich. Also, nee, habe ich dann auch keine Kapazitäten für.
SPEAKER_00Ja, nee, same. Und deswegen will ich ja auch unbedingt akkreditiert werden als Bloggerin. Weil, seien wir ehrlich, das macht das Leben schon einfacher und ich würde auch sagen, perspektivisch für uns natürlich. Ich meine, natürlich möchten wir auch natürlich unseren Podcast so ein bisschen ein paar Leuten vorstellen. Gehe ich mal von aus. Und dass wir auch da vielleicht nochmal irgendwie auch in der Community vielleicht auch an Kontakte kommen, die vielleicht auch als Podcast-Gast oder so in Frage kommen. Oder dass man sich einfach untereinander vernetzt. Und das ist ja irgendwie auch das Schöne. Und ganz ehrlich, das kriegst du, diese Facette der Messe kriegst du als, ich sag mal, Otto-Normalbesucher eigentlich nicht. So.
SPEAKER_01Ja, ja. Ja, und da haben sie jetzt ganz klar gesagt, wie viele Follower braucht man denn, damit man so eine Akkreditierung bekommt. Und da haben sie jetzt mal einfach die Zahl 2000 Follower rausgehauen. Und zwar plattformunabhängig. Also egal, ob du jetzt auf TikTok unterwegs bist oder auf Instagram oder YouTube oder sonst wo. Und das ist für den einen oder anderen schon echt eine Herausforderung, weil 2000 Follower sind schon auch echt nicht ohne. Selbst bei TikTok muss man die erstmal kriegen. Das ist verdammt viel so.
SPEAKER_00Und ich meine, gut, ich habe jetzt leider nicht das Privileg, über diese 2000 zu sein. Also mir fehlen nur 300 Leute, also an der Stelle Schleichwerbung. Wer gewen kennt, wer oder falls ihr mir noch nicht folgt, irgendwie auf meinem TikTok-Kanal, da habe ich die meisten Follower, deswegen würde es da auch am meisten Sinn machen. Würde es mich natürlich sehr, sehr freuen, wenn ihr mir folgt, weil ich würde es super, super gerne versuchen, einfach weil dieses Jahr auch Tschechien das Gastland ist.
SPEAKER_01Uh, das habe ich noch gar nicht drin recherchiert tatsächlich. Ja, das würde für sich für dich natürlich wirklich anbieten, ne? Zumal du ja auch Tschechisch kannst und so, da gibt es bestimmt auch immer ja so Ausstellungen, die dann auch wirklich in der Landessprache sind und so.
SPEAKER_00Eben, da kommen dann ja auch Autorinnen aus dem Land hin und so. Und ich habe halt überlegt, also ich würde super gerne das irgendwie wahrnehmen wollen, weißt du, und auch allein, also jetzt mal ganz ehrlich, ich würde schon gerne als Bloggerin akkreditiert werden, auch mit dir gemeinsam, damit wir auch zusammen zu Verlagen hingehen können mit, hallo, das ist unser Buchpodcast, was haltet ihr davon? Wollen wir uns mal kennenlernen? Also das wäre, glaube ich.
SPEAKER_01Es wirkt in dem Moment auch einfach ein bisschen professioneller, wenn du zumindest schon mal mit deinem eigenen Account so viel hast, dass du akkreditiert wirst. Also das wäre tendenziell bei mir kein Problem, zumindest die 2000 Follower auf TikTok nicht. Da bin ich jetzt irgendwie bei knapp 3200. Aber trotzdem war das bis dahin ja auch ein langer Weg.
SPEAKER_00Das stimmt, ja. Das und ganz ehrlich, ich meine, also für die meisten, die sehen dann ja nur dieses, du kriegst ja als akkreditierter Blogger, kriegst du ja so ein Bändchen um den Hals. Das ist allein ja auch schon irgendwie eine Signalwirkung, egal was für ein Name da, wenn man ehrlich ist, draufsteht. Sobald du ein Bändchen hast, gehörst du irgendwie mit Ernst zu nehmen. Ja, ja, genau. Also, das wäre natürlich mega und ja, also wie gesagt, ich hab's noch nicht, aber ich muss sagen, ich bin so ein bisschen zwiegespalten. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber ich finde 2000, ich finde es mal gut, dass wir eine Zahl haben, weil davor waren es ja irgendwie so allerdings. Es war so ein bisschen schwammig.
SPEAKER_01Gerade in Frankfurt. Also Leipzig meine ich, ich weiß jetzt nicht, was die für eine Zahl hatten, aber die haben das immer ein bisschen konkreter benannt. Und in Frankfurt war das immer so ein bisschen wichy, waschi, was die jetzt. Manchmal hatte man so ein bisschen das Gefühl, das war so Bauchentscheidung, wen sie genommen haben und wen nicht. Ich will denen gar nichts unterstellen. Also das ist alles mutmaßlich, aber wenn du nichts Schriftliches hast, dann weißt du halt nicht, woran du dich orientieren sollst. Von daher, ich finde es auch gut, die 2000 zu benennen. Und ich will hier niemandem was, ne? Die ja sowieso nicht. Aber ich sag mal so, du kannst halt auch nicht jeden Hans und Franz da als Blogger akkreditieren, sonst kannst du auch alle drauf lassen direkt am Donnerstag. Und deswegen finde ich, so schwierig das auch ist, 2000 Follower zu kriegen, das ist eigentlich eine gute, realistische Zahl, um natürlich die ganzen Großen draufzulassen, aber schon auch mittleren Accounts die Chance zu geben. Weißt du, wie ich meine? Also es ist so eine. Also 5000 fände ich wieder utopisch. Dann hast du wieder nur die ganzen Großen. 1500 verstehe ich, hättest du gerne.
SPEAKER_00Aber es ist nicht so. Aber weißt du, wie ich meine?
SPEAKER_01Ich finde 2000 eigentlich schon eine gute Zahl und das sage ich jetzt nicht, weil ich sie erreicht habe, sondern weil ich glaube, dass du, dass du damit ein gutes Mittelmaß einfach findest.
SPEAKER_00Ja, pass auf, ich gehe komplett mit dir mit. Auch wenn es mich natürlich jetzt außen vor lässt an der Stelle, weil es gibt ja schon wirklich sehr, sehr viele. Ich muss aber sagen, wir beide haben ja gerade die TikTok-Brille. Jetzt ist es aber so, dass 2000, egal auf welcher Plattform, und ich finde nicht, du kannst 2000 Follower auf TikTok mit 2000 Followern auf Instagram, mit 2000 Followern auf YouTube entscheiden.
SPEAKER_01Nein, nein, nein. Das ist was ganz, ganz anderes. Also ich finde es auch ein bisschen schade, dass sie das an der Stelle nicht differenzieren. Dass die nicht sagen, okay, 2000 auf TikTok und vielleicht nur mal irgendeine Zahl zu nennen, 1000 auf Instagram und was weiß ich, wie viele auf YouTube oder so. Also ich finde auch, man sollte das differenzieren an der Stelle.
SPEAKER_00Gehe ich mit und deswegen finde ich das auch so schade an der Stelle. Und
Longform vs Shortform Content
SPEAKER_00ich greife jetzt mal so ein bisschen vorweg, weil ich sag mal so, ich merke bei mir selber, dass ich immer mehr Spaß habe an Longform-Formaten. Also wie jetzt hier den Podcast, wie YouTube. Und das sind natürlich Plattformen, wo du halt aber eben nicht mal einfach so viral gehen kannst wie auf TikTok. Auf TikTok, ganz ehrlich, du kannst ein geiles Video machen, du gehst zwei, dreimal viral und du hast auf einmal tausend Follower mehr. Ja.
SPEAKER_01Das ist mir jetzt noch nicht passiert so, aber ja. Aber ich sag mal so, du hattest ja einmal auch dieses Video mit hier über dieses Halloween-Buch. Das hat sich ja wahnsinnig auch gesteigert und das hat dir ja auch einen ganzen Schwung Follower tatsächlich gebracht. Also das bestätigt ja das, was du gerade sagst. Also mit einem Video kannst du da richtig was generieren. Und das passiert dir halt in der Regel bei Instagram und YouTube nicht. Und deswegen ist es da auch so viel schwieriger, an Follower zu kommen. Und ich bin da bei dir. Also ich mag mittlerweile diesen Longform-Content lieber, auch wenn ich gerade meinen YouTube-Kanal ausgesetzt habe, weil ich einfach ein bisschen andere Baustellen hatte und mit Slowburn ja auch noch ganz anders ausgelastet war, sag ich mal. Aber ich bin gerade wieder an einem Video dran, also von daher, ne? Ja, stay tuned und so. Aber ja, ich mag das mittlerweile auch lieber, weil es einfach mehr Raum gibt oder wir den Büchern einfach mehr Raum geben können an der Stelle. Also ich sag mal so eine Rezension auf TikTok, brauche ich gar nicht hochladen. Es guckt keine Sau.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_01Und das kommentiert auch keiner und das liked auch keiner, außer deine üblichen Verdächtigen. Und ich bin dankbar für jeden, der das bei mir tut. Aber also letztendlich sind es ja dann doch immer, du erreichst nicht wirklich jemanden damit.
SPEAKER_00Ja, da sind wir tatsächlich auch eigentlich schon mitten in unserem zweiten Kernpunkt, was wir, glaube ich, heute besprechen wollten. Und zwar BookTalk, wo stehen wir? Was macht die Plattform? Weil wir beide sind ja so ein bisschen mittlerweile so zwiegespalten, was Book Talk angeht. Ich meine, ich liebe die Plattform immer noch. Ich liebe es, was sie darstellt, ich liebe es, was sie uns an der Stelle gebracht hat, weil ganz ehrlich, ohne Book Talk gäbe es uns nicht. Wir haben es sonst nicht gefunden. Ich muss aber sagen, BookTok ist mittlerweile eigentlich oder TikTok generell ist nur noch eine Drama-Plattform. Es ist egal, was für eine Art von Content du postest, sobald du Drama generierst und auf einmal siehst du dann plötzlich so, weißt du, so Stellungnahmen von Personen, die einfach nur irgendwo einen Kommentar irgendwie ihre Meinung unglücklich geäußert haben. Und auf einmal muss irgendwie die Lisa Müller von nebenan ein Statement posten, als Privatperson, die eigentlich gar kein Following hat, gar nichts. Und das ist mir zu übertrieben. Also es ist wirklich mittlerweile noch eine Drummer-Plattform und es ist egal, was für eine Art von Content du machst, der halt irgendwie gut gemacht ist, gut gearbeitet oder gut zusammengefasst. Und das ist ja echt so das Thema. Also es macht auch echt immer weniger Spaß, auf BookTalk über Bücher zu sprechen, weil du automatisch dran denken musst, okay, eigentlich darfst du nicht mehr unter eine Minute kommen, sondern du musst mittlerweile eigentlich in so einem goldenen Zeitraum von 12 bis 13 Sekunden kommen, um über Bücher zu sprechen.
SPEAKER_01Wo willst du denn da anfangen? Welches Buch musst du denn in 12 bis 15 Sekunden erklärt? Also sorry, aber das ist doch.
SPEAKER_00Es ist ein Zoom.
SPEAKER_01Und es ist wirklich nur, wir sind halt, oder die, die unsere Person oder unser Alter ist halt einfach irgendwie auch nicht mehr langfristig aufnahmefähig auf der einen Seite, zumindest dann nicht, wenn er sich auf dieser Plattform befindet. Weil die einfach viel mehr dazu animiert, dieses weiter zu scrollen, schnell zu liken im Notfall und nicht wirklich langfristig dabei zu bleiben. Und das ist der Unterschied zu YouTube zum Beispiel. Wenn du, klar gibt es auch YouTube-Shorts, keine Frage, aber im Großen und Ganzen, wenn du da hingehst und dir ein Video aussuchst, dann steht da ja sofort, wie lange das dauert. Und dann kannst du dich dann über dir dann überlegen, ob du gerade die Muße dafür hast und die Zeit, dich 45 Minuten dahin zu setzen oder 25 oder vielleicht auch mal nur 15 oder vielleicht sogar zwei Stunden. Da gibt es ja von bis alles. Und dann guckst du es auch einfach durch. Im Gegensatz zu TikTok, wo du ja noch nicht mal wo viele noch nicht mal sind, das sehe ich in meinen Einstellungen dann auch, ein 15-Sekunden-Video zu Ende
Die Allgorithmus-Mysterien
SPEAKER_01gucken.
SPEAKER_00Ja, ja, die Retention Rate ist unterirdisch auf TikTok und das Problem ist, der Algorithmus bestraft dich halt dafür, wenn Leute direkt weiter scrollen. Und das ist halt mittlerweile, also TikTok ist für mich eigentlich wie so eine Tinder-Plattform, weißt du? Du scrollst einfach direkt weiter so. Und wenn du auf YouTube gehst, also egal, ob du dir jetzt das 20-Minuten oder das 2-Stunden-Video aussuchst, du gehst ja auf TikTok in der Intention, ein längerfristiges Video. Ja, ja, genau, du gehst auf diese Plattform, um eben ein längerfristiges Video anzugucken. Genau. Und dich mit etwas zu beschäftigen. Und ich habe auch das Gefühl, wenn du. Also auf TikTok, also ich habe wirklich einiges probiert. Also ich habe geguckt, dass Videos so und so zu bearbeiten, bestimmte Sätze am Anfang zu sagen, dass die Leute direkt ab Sekunde 1 mit dem ersten Wort eigentlich mit dabei sind und Bock drauf auf das Video haben und so. Und egal, was ich gemacht habe, es ist trotzdem irgendwie unterirdisch geblieben. Oder es war dann an der Stelle, wo es dann einfach zu viel war, dass ich mir gesagt habe, okay, ganz ehrlich, mit einem Vollzeitjob, ich kann jetzt nicht noch eine Stunde sitzen und ein einziges Video bearbeiten, was zehn Sekunden geht, was am Ende des Tages auch wieder nur 300 Leute sehen und so, weißt du?
SPEAKER_01Ja, exakt. Also 300 ist ja auch irgendwie immer so eine wie so eine magische Grenze gewesen. Also meine Videos haben auch in der Regel irgendwas zwischen 300 und 400 Aufrufen gekriegt. Das ist halt auch unterirdisch letztendlich, ne? Aber unterirdisch ist das, was in den letzten, ich sag mal, anderthalb Wochen passiert. Da habe ich zum Teil Videos dazwischen und das kann nicht mehr an meinem Content liegen, weil der ist, hat sich quasi nicht verändert, so an der Stelle, dass Videos nur noch knappe 100 Aufrufe kriegen. Also, und da muss TikTok irgendwas machen. Und ich habe das jetzt schon ein paar Mal auch bei anderen Creatern, auch aus der Book Talk-Bubble, gehört, dass das bei allen gerade unterirdisch schlecht ist. Und dann kann es nicht mehr am Content irgendwann liegen, sondern dann muss es an der Plattform liegen. Und ich frage mich, was haben die da wieder für einen Philipp veranstaltet, dass das so schlecht ist. Und dann verliere ich auch langsam wirklich die Lust. Also auf der einen Seite weiß ich, wenn ich es jetzt nicht weitermache, dann bestraft es mich komplett vom Algorithmus. Aber warum soll ich ein Video machen, wenn es keiner sieht? Weil du hast vorhin zum Beispiel auch gesagt, du siehst meine Videos nicht mehr. Ja, das checke ich überhaupt nicht.
SPEAKER_00Ja, ich verstehe es auch nicht. Vor allem, ich bin ja einer der Personen, die eigentlich immer bei dir liken und kommentieren. Ich lasse auch immer durchlaufen und solche Sachen. Und du wirst mir einfach nicht mehr angezeigt. Also ich kann egal, was ich machen will. Das Einzige, wie ich jetzt mittlerweile auf deine Videos komme, ist, wenn ich dich mit deinem Profilnamen raussuche, auf dein Profil klicke und dann auf deine Videos gehe.
SPEAKER_01Ja, ist doch bescheuert. Also es kann es doch nicht sein, dass du nur noch darüber die Videos von denen angezeigt bekommst, denen du eigentlich aktiv folgst.
SPEAKER_00Ja, also ich finde es auch echt schade und also das Phänomen ist ja nicht neu an der Stelle. Also man sieht das ja immer um den Jahreswechsel herum, gerade so im Januar. Das ist tatsächlich ein Januarphänomen eigentlich, dass dann plötzlich alle Reichweiten gering sind, weil dann auch die am Algorithmus fallen und dann wird der Algorithmus angepasst und dann kriegt sich das irgendwann wieder so in Richtung Februar, März. Aber ich habe das Gefühl, es wird jetzt eigentlich immer nur noch schlimmer und da kommt halt schon wieder dieses, es gibt sehr viele Buchblogger und es ist alles irgendwie nur noch eine Drama-Plattform. Das kommt irgendwie alles zusammen, weil ich das Gefühl habe, dass jeder nur noch seinen eigenen Pot macht, sag ich mal. Und dieser Austausch in den Kommentaren, also ich finde es nicht mehr.
SPEAKER_01Der findet ja fast gar nicht mehr statt.
SPEAKER_00Und das finde ich so schade. Du bist mittlerweile nur noch Sender und dieser Austausch, weißt du, dass was wo richtig Bock hat, wie wir das nicht mehr so gut aus dem Schluss haben.
SPEAKER_01Was wir auch vom Start quasi, als wir uns kennengelernt haben, ja gemacht haben.
SPEAKER_00Ja, genau, das gibt es nicht mehr. Und das finde ich so schade irgendwie.
SPEAKER_01Ja. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass viele Creator selber, und da nehme ich mich auch nicht aus, auch einfach keinen Bock mehr haben, noch großartig rumzuscrollen, beziehungsweise irgendwie bei anderen noch mit reinzugucken. Ich habe da auch nicht jeden Tag Kapazitäten für, weißt du so. Aber ich schaue schon, dass ich auch regelmäßig einfach mal meine For You durchgehe oder auf meine Freunde, da zeigt er dir ja auch immer an, wie viele da gerade wieder was gepostet haben, dass ich zumindest die mal so lose durchgehe und da auch Likes und Kommentare vor allem auch hinterlasse, dass das eben nicht so einseitig wird. Aber irgendwann, wenn du dann wieder, weißt du, du gehst wieder in die Plattform rein und dann siehst du wieder, alles klar, ich habe zwei neue Views seit drei Stunden. Ja, I'm sorry, aber dann schließe ich sie auch nur noch, weil dann habe ich instant keinen Bock mehr.
SPEAKER_00Ja, ich weiß, was du meinst. Ich habe auch bei vielen so ein bisschen das Gefühl, gerade, ich sag mal, andere Buchblogger und ich meine, ich will mich ja auch gar nicht jetzt unbedingt ausnehmen, ne, aus dieser, dass ich so einen Punkt nicht jetzt anbringe. Aber kennst du noch von früher dieses Like für Like, follow for follow und so? Und ich habe das Gefühl, das ist auf BookTalk ausgeartet in ein Comment vor Comment. Weißt du, dass das, und das finde ich halt so schade und wenn ich merke, dass es so in die Richtung geht, habe ich auch keinen Bock drauf. Weißt du?
Instagram und seine Aesthetic
SPEAKER_01Genau. Ja, ja, ja.
SPEAKER_00Und dann merke ich auch, dass dann plötzlich Kommentare ausbleiben und ich denke mir so, aha, okay, verstanden.
SPEAKER_01Ja, ja, ja. Ich habe auch schon mal überlegt, ob man nicht die Videos Cross-Plattformen nutzt für Instagram, aber ich weiß, wir beide haben auch schon mal drüber gesprochen, dass Instagram ganz anders funktioniert, auch an der Stelle. Und die Videos, die bei TikTok funktionieren, funktionieren bei Instagram nicht. Und ich würde gerne mehr da machen, aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Also ich weiß, dass es viel dichter an uns dran ist. Gerade das Storyformat, wenn ich jetzt von mir selber ausgehe, ich gucke viel mehr Storys auf Instagram tatsächlich, als ich es auf TikTok tue. Und auch im Vergleich zu den Beiträgen, ich scroll eher mal eine Viertelstunde durch Instastories durch, als dass ich da wirklich den Feed scrollle.
SPEAKER_00Ja, ja, ist bei mir auch so.
SPEAKER_01Also, also. Ich bin nicht so gut in diesem ästhetischen Instagram gemalten, dafür sind meine Canva-Skills, glaube ich, einfach noch nicht gut genug.
SPEAKER_00Aber das ist halt Insta an der Stelle, ne? Also es muss jetzt nicht Canva sein, aber Instagram lebt halt schon, dass es halt gemacht aussieht. Also es muss schon irgendwie mehr in Richtung gehen, dass dein Feed einheitlich aussieht. Und es wirkt sehr überbearbeitet eigentlich, wenn man ehrlich ist. Voll.
SPEAKER_01Was durchaus maximal ästhetisch ist, ne? Also ich finde das schon schön bei anderen. Aber ich kriege es selber nicht auf der Kette, sag ich dir auch.
SPEAKER_00Es ist wild. Also ich habe ja eine Zeit lang, früher, ganz früher, ne, ich habe über jedes Foto, was ich gepostet habe, egal was, ich habe immer so einen Filter drüber geklatscht, dass alles gleich aussieht. Das sah auch perfekt aus, aber weißt du, dann, wir sind doch eigentlich mittlerweile aus der Zeit raus, wo man so Filter über. Alles drauf.
SPEAKER_01Eben, wir wollen doch eigentlich keine Filter mehr und das funktioniert in den Storyformaten und das funktioniert bei TikTok wiederum gut. Keine Filter. Aber im Feed wollen sie alle eine Ästhetik haben.
SPEAKER_00Ja, also bei Internet. Vor allem wollen sie alle die Karussell-Posts mit unglaublich viel Inhalten und wo ich mir denke, so.
SPEAKER_01Weißt du, wie aufwendig so ein überschnittener Karussell-Post ist? Ich habe das. Ich habe das ja jetzt auch, ich habe das dann halt auch für TikTok genutzt, aber auch für Instagram. So dieses Neuerscheinung im nächsten Monat habe ich tatsächlich so einen Karussell-Post, der sich so überlappt gemacht. Jetzt habe ich beim zweiten Mal, habe ich, konnte ich es halt ein bisschen recyceln, keine Frage. Aber beim ersten Mal, ich habe bestimmt über eine Stunde an diesen Post gesetzt. Und da habe ich hinterher auch gedacht, das kann's doch nicht sein. Ich mache das Ganze nicht Vollzeit. Ich kriege da keine Kohle für und setze mich eine Stunde hin und mache so einen Post. Nee, also irgendwie.
SPEAKER_00Ja, also ich meine, ich weiß so was meinst. Kannst du dich noch an unsere ersten Karussellbilder erinnern für die ersten Folgen, die wir für den Podcast gemacht haben? Die gehen ja auch genau in dieselbe Richtung. Es ist verdammt aufwendig und ich denke mir halt, okay, sitze ich jetzt lieber hier eine Stunde vor einem vor Canva und bastel mir irgendwas zusammen, poste es dann, damit es kaum jemand sieht. Oder nutze ich die Zeit lieber zum Lesen?
SPEAKER_01Ja, exakt, weil das ist ja dann das nächste. Du versuchst da schönen Content zu produzieren, kommst dann nicht zum Lesen und hast dann im Endeffekt wieder keine Content-Inhalte, weil du hast ja nicht gelesen. Ja. Das ist das ja. Genau, das ist so ein Teufelskreis und das ist im Moment echt irgendwie schwierig. Und ich weiß gerade nicht so ganz, wohin mit mir.
SPEAKER_00Ja, nee, ich verstehe auch komplett, was du meinst. Und deswegen gehe ich auch von der Interesse her wirklich mehr in Richtung Podcast, also das, was wir jetzt hier machen, auch in Richtung YouTube, weil ich das Gefühl habe, okay, Leute gehen auf die Podcast, also ich meine, ihr wisst es wahrscheinlich am besten, weil ihr hört uns ja gerade zu, ne? Aber man geht ja im Idealfall auf diese Plattformen mit dem Ziel, etwas zu konsumieren, was länger dauert. Und dann geht es halt darum, okay, ist es cool gemacht, catcht mich das Thema, finde ich das cool? Und da finde ich, wenn du auf YouTube Zeit investierst in Videobearbeitung beispielsweise. Also dass dein Video gut gemacht ist. Oder keine Ahnung, du kannst auch auf YouTube, habe ich das Gefühl, einfach über Bücher reden, ohne diesen 15-Sekunden-Filter zu haben oder sowas. Oder die ganze Zeit das Gefühl zu haben, okay, du musst das so kondensieren und was weiß ich alles, wo ich mir denke, nein, ich will doch einfach nur drüber reden.
SPEAKER_01Man fühlt sich halt weniger gestresst, weil die Zeit einem nicht so im Nacken hängt und es im Zweifel nicht um fünf Minuten kommt.
SPEAKER_00Ja, genau. Und das macht gerade so Spaß. Und auch hier in deinem Lesemord, ich meine, wir machen es ständig drüber lustig, dass die eskalieren, ne? Aber weißt du, ich liebe es, dass wir einfach mit den Büchern starten, uns in den Büchern verlieren und dann von Büchern auf irgendwas anderes kommt, was aber irgendwie damit zu tun hat und dann kommen wir irgendwie wieder zurück. Also ich liebe das. Das, was es auch eigentlich ausmacht, was es ausmacht.
SPEAKER_01Ja, definitiv. Und das ist ja auch eigentlich das Schöne am Lesen, dass du viel damit verbinden kannst, irgendwie auch. Aber ja, das geht gerade so ein bisschen verloren und das geht auch über die ganzen Verlage. Ich habe auch das Gefühl, ich kriege gar nicht mehr alles mit. Gerade weil das auch alles so schlecht ausgespielt wird. Und
Jeder kann einen Verlag gründen
SPEAKER_01selbst von den großen Verlagen. Also wenn ich im Moment so durch TikTok scrolle, kriege ich eher mit, wie so ein Kleinverlag auf einmal aus dem Boden gestampft wird. Von irgendeinem, also ich will jetzt niemandem was, ne? Also, ne, aber von irgendeinem Bookdocker, Bookinfluencer, Book irgendwas. Wir haben übrigens auch noch einen Verlag gegründet und ich denke mir nur so, warte mal, ich habe dich doch schon mal irgendwo gesehen mit einem anderen irgendwie. Weiß ich jetzt gerade nicht, wer alles hier so Verlage gründet. Und damit meine ich gar niemanden speziell, sondern so, dass dieses Thema generell.
SPEAKER_00Ja, ja. Es nimmt irgendwie überhand. Also irgendwie wollen, und ich glaube, das ist so ein zweiter Grund, warum das ganze Thema vielleicht gerade auf der Plattform so eine Art Müdigkeit erhält, weil du hast das Gefühl, dass vieles oder dass viele auch einfach Buchcontent machen, um den dann zu monetarisieren. Also um Geld rauszuziehen. Und das ist ja, also die meisten wollen. Das ist ja erstmal legitim.
SPEAKER_01Also wir wollen jetzt ja mal nicht lügen. Wenn wir mit unserem Podcast ein bisschen was verdienen würden, würden wir uns freuen. Aber auf der anderen Seite weiß ich auch, was du meinst. Nein, überhaupt nicht.
SPEAKER_00Und das ist ja nicht, ja.
SPEAKER_01Diese Erstreben, warum wir damit gestartet haben.
SPEAKER_00Genau, wir lieben es halt über Bücher zu reden und werden das natürlich darüber hinaus irgendwie noch etwas sich daraus entwickelt, das ist geil. Ich habe aber das Gefühl, dass viele irgendwie anfangen, um eben das als Standbein aufzubauen oder Geld zu verdienen. Und ich habe das Gefühl, dass man das merkt und dass man vielleicht irgendwie dann auch anfängt, so ein Übercamm-Scheren-Ding zu machen. So im Sinne von, ah, okay, Buchblogger gleich oder irgendwie Blogger in die Richtung gleich, okay, Geld, geil. So. Keine Ahnung. Also jetzt überspitzt formuliert, ne? Aber das finde ich irgendwie so schade und das hilft irgendwie auch nicht, dass ständig diese Dramen, die natürlich auch vom Algorithmus dann auch perfekt positioniert werden, auch genau da reinspielen in diese Ich will jetzt Geld verdienen-Thematik. Ja.
SPEAKER_01Also fällt mir auch gar nicht so ganz viel anderes zu ein, aber das sehe ich genauso. Es ist irgendwie echt. Man fühlt sich manchmal nicht mehr so wohl.
SPEAKER_00Ja, es ist halt dieser ganze Community-Aspekt, ne, der geht halt verloren. Und du bist mittlerweile eigentlich nur noch Sender. Das heißt, du bist irgendwie ein Fernsehprogramm, wo Leute einschalten, wenn sie überhaupt einschalten, aber es passiert irgendwie keine Zurückinteraktion. Es passiert nichts zurück. Oder auch, wenn man dann über Bücher spricht, oder zum Beispiel, ich habe letztens so einen Lesevlog gemacht, wo ich mit Der Sommer, als ich schön wurde, angefangen habe. Also The Summer, I Turn Pretty. Das war ja letztes Jahr ultra im Hype. Und meine Idee ist ja dann auch beispielsweise mit Lesevlogs oder irgendwie so, dass man dann auch in den Kommentaren vielleicht dann über das Buch sprechen kann oder ob andere das schon gelesen haben oder gerade bei Rezensionen. Deswegen finde ich es ja so schade, dass Rezensionen auf TikTok gar nicht funktionieren. Weil ich liebe es natürlich, wenn ich schon meine Meinung kundtue, ich will auch deine Meinung hören. Ich will sie unter dem Kommentar, also ich will sie als Kommentar lesen, damit wir irgendwie uns über das Buch austauschen können. Weil es muss ja, also es kann ja auch sein, dass man das komplett anders gesehen hat oder halt eben nicht anders gesehen hat. Und das kommt halt so kurz und das finde ich irgendwie echt richtig schade. Und ich habe auch so ein bisschen das Gefühl, dass dadurch, dass dieser Charakter so verloren geht, dass dieses ganze Thema BookTalk an Kredibilität verliert. In anderen Augen. Also dass es halt eher unseriöser wird, eben weil es nur noch um Drama geht, weil es nur noch um Konsum geht und nicht wirklich um Bücher selber. Und das wertet dich dann ja auch irgendwie ab, wenn du das dann machst, in Augen von Verlagen oder so. Kann ich mir vorstellen. Weil anders kann ich mir das nicht erklären, warum jetzt alle großen Buchblogger jetzt auch Longform-Content machen. Also sei es Podcast, sei es irgendwie YouTube. Ich meine, guckt ja einfach nur an, allein in diesem Jahr, wie viele Buchblogger, große Buchblogger neue Podcasts, neue YouTube-Kanäle oder so gestartet haben.
SPEAKER_01Ja, hinzu kommt ja noch, ich lese ja auch immer mal wieder auch unbekanntere Bücher oder ältere Bücher, weil ich einfach wahnsinnig viele auf dem Sub habe oder weil ich Rezensionsexemplare bekomme oder ähnliches. Und wenn du dann noch ein Buch liest in der Rezension, das kaum einer kennt oder das unbekannter ist, da lässt sich ja erst recht keiner drauf ein. Also, da frage ich mich manchmal, wofür mache ich das eigentlich? Oder habe schon ein schlechtes Gewissen dem Autor oder der Autorin gegenüber, dass das keiner guckt, dass das keine Aufrufe kriegt, dass das gefühlt gar nicht wahrgenommen wird. Und das ist so schade, weil gerade in diesen, ich sag mal, bei den Self-Publishern oder auch bei den Kleinverlagen, da kann man so viele schöne Sachen finden. Nur die wenigsten Leute lassen sich irgendwie drauf ein, habe ich das Gefühl.
SPEAKER_00Ja, ja, also ich meine, ich sehe es ja auch an mir. Also ich hatte jetzt tatsächlich jetzt dieses Wochenende hatte ich eine Anfrage im Postfach über ein Buch, was ziemlich cool klang, muss ich sagen. Ich habe mich aber dagegen entschieden, weil zum einen, ich habe einfach so einen Riesenstapel an Büchern, wo ich jetzt direkt Lust drauf habe. Das ist ein Grund, warum ich es ausgeschlagen habe. Aber not gonna lie, auch ein weiterer Grund ist, ich hatte gerade eine mega lange Pause. Ich bin gerade jetzt wieder zurück, irgendwie auf TikTok, nach gefühltem Monat einfach nichts tun. Mein Algorithmus muss sich eigentlich ehrlich gesagt sortieren und man merkt das doch an meinen Videos. Die ersten waren so, huch, sie ist wieder da, hier hast du mal 1000 Views. Hello, welcome back. Und jetzt lande ich wieder auch in diesem 300-View-Gail irgendwie so. Und ich habe das Gefühl, dass ich auch gerne erstmal wieder so eine Art Normalität in meinem Content haben möchte, bevor ich irgendwie dann auch anfange mit Werbung für andere Bücher oder sowas. Ich meine, ich habe jetzt auch zuletzt das Buch von Sanvi beispielsweise beworben. Da war ich ja im Blogger-Team so und ich gucke halt auch schon drauf, dass das halt eben auch nicht zu viel wird. Weißt du, ich will ja nicht nur Bücher lesen, wo ich halt dann am Ende Werbung für mache, weil ich will ja auch so, also ne, ich meine, natürlich lese ich auch für mich. Und der Grund, warum ich in Sanvis Bloggerteam war, war eben, weil ich das erste Buch so toll fand. Und sonst hätte ich das auch nicht gemacht, also muss ich ehrlich sagen. Aber das sind halt so verschiedene Faktoren, die dann zusammenkommen. Und mir tut das aber schon leid, so, weil. Ja, aber gleichzeitig so, ich weiß halt auch nicht, ob ich, also ganz ehrlich, ich würde es lieben, mit Verlagen oder sowas zusammenzuarbeiten. Aber gleichzeitig, ich könnte jetzt nicht mit Sicherheit sagen, dass die von mir einen Return on an Invest bekommen. Einfach weil ich wahrscheinlich nicht die Leute erreiche, die sie erreichen müssen, damit sich für sie eben so eine Zusammenarbeit lohnt. Weil ganz ehrlich, die, die ich erreiche, erreichen die mit ihren Kanälen allemal. Oder mit anderen großen Buchbloggern.
SPEAKER_01Ja, das denke ich mir manchmal auch. Und trotzdem habe ich ja den einen oder anderen kleineren Verlag, der mit mir arbeiten möchte, beziehungsweise bei dem ich Blogger oder auch Print, also E-Book oder auch Printblogger bin. Vielleicht ist es einfach dann, dass das über die Masse geht, weil es ist ja dann in der Regel bist du ja nicht alleine, sondern es sind ja ganz, ganz viele Blogger dabei. Und dass es dann einfach über die Masse geht, dass du ja in einem bestimmten Zeitraum dieses Buch auf vielen Kanälen dann einfach ausgespielt bekommst. Und letztendlich geht es ja ganz oft darum, wenn du irgendwas ganz, ganz oft siehst, dann guckst du vielleicht doch nochmal genauer hin. Dann guckst du vielleicht doch nochmal, was ist denn der Klappentext. Es ist vielleicht doch was für mich. Wenn mir das jetzt schon acht Leute gezeigt haben, so. Und von daher glaube ich, dass es dann darüber geht tatsächlich und gar nicht darum, Einzelne zu erreichen, sondern wirklich eher eine Masse zu erzeugen an der Stelle.
SPEAKER_00Ja, das kann natürlich sein, ne? Ah ja.
SPEAKER_01Aber umso überraschter ist es eigentlich, dass, wo wir jetzt dieses Thema hatten mit, ne, es ist doch dann gar nicht, es bringt gar nicht viel, dass dann doch wieder 2000 Follower reichen für eine Akkreditierung bei der FBM. Weil wenn man das mal so betrachtet, ist es wieder ganz schön wenig.
SPEAKER_00Eigentlich schon, ja. So. Also es ist irgendwie, es ist irgendwie eine Krux, aber ich glaube, du hast halt echt das Problem, dass du eigentlich gerade eine Community hast, die eigentlich keine Community mehr ist, auf die Buchbabel bezogen. Du hast ganz viele Einzelsternchen und da zähle ich mich auch ein, weil ich sehe es an meinen Kommentaren, die ein, zwei Stück pro Video. Du hast eigentlich ganz viele, ich sende, aber es entsteht kein Zusammengefühl. Außer es vereint uns Drama und das finde ich irgendwie so schade.
SPEAKER_01Und wenn es das ist, das will ich dann auch irgendwie nicht. Ich will keinen Drama auf meinem Account. Also, nee.
SPEAKER_00Ich meine, nicht umsonst lassen wir ja an der Stelle auch Themen aus. Also, falls ihr euch wundern solltet, warum wir das ein oder andere prominente Thema nicht ansprechen. Das ist genau der Grund. Wir wollen halt kein Drama-T-Podcast werden. Uns ist es natürlich schon wichtig, über aktuelle Themen zu sprechen, aber jetzt nicht unbedingt Teil dieser Dramamaschinerie
Das Drama um "Hot Girls Read"
SPEAKER_00zu werden.
SPEAKER_01Wobei über ein Drama-Thema müssen wir heute so ein bisschen sprechen.
SPEAKER_00Aber auch weil das nur eine größere Message hat, finde ich. Ja, ja, ja. Also, pass auf, wir holen euch mal ab. Weil diese Woche, ich schwör's euch, Instagram hat gebrannt. Es war lichterloh und das war so witzig, weil ich benutze ja oft Instagram eigentlich nicht. Und dann gehe ich einmal auf diese Plattform und wir wird Video nach Video nach Foto nach Foto wird mir immer ein und dasselbe Thema angezeigt. Ich würde gesagt, was wollen die alle? Und zwar das Thema Hotgirls Read. Diese Phrase. Leute, wer hat sie noch nicht gehört? Sie steht auf. Wer hat sie noch nicht benutzt? Ja.
SPEAKER_01Ich glaube, da habe ich auch ganz viele Sticker irgendwie von und so.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, ich habe auch sogar auf unsere Nachteulen-Lesezeichen auch irgendwie eine Hotgirl-Abwandlung gemacht. Irgendwie Hot Girls listen to Nachteulen oder so. Oder Hotgirls zu Nachteulen.
SPEAKER_01Hotbook-Besties sind Nachteulen, hast du geschrieben.
SPEAKER_00Ja. Ja, guck. Ja. Also jetzt nicht Hotgirls, aber Hotbook-Besties, ja. So, das immer wieder. Also, ihr kennt das und es gibt, also ganz ehrlich, das ist seit Tumblr vor vor zehn Jahren irgendwie existiert hat, gibt es irgendwie diese Phrase, ich meine, ich habe irgendwo letztens jetzt mal irgendwie jemanden sagen hören, dass die ersten Produkte mit Hot Girls Read irgendwie 2014 oder sowas verkauft wurden. Und dann hat irgendwie eine große Künstlerin irgendwie die Hot Girl-Era, oder ich glaube, Megan the Stallion war das, hat Hot Girl gemacht oder Hot Girl Summer und seitdem ist überall irgendwie Hot Girl irgendwas drauf. Und es gibt nicht wenige, ich sag mal, Merch-Shops auch in der Buchbubble, die dann eben, sobald Hot Girls Read auf irgendwas stand, sei es Lesezeichen, Pulli, Tassen, Kappen, irgendwas, dass sie dann von heute auf morgen eigentlich sechsstellige Umsätze erzielen konnten, nur mit einem Lesezeichen. Also da gibt es einige Storys von. Unter anderem Ellie Rose Co aus den USA. Und da sind wir tatsächlich schon bei der Hauptperson. Ich gebe euch mal eine zeitliche Einordnung, was Ellie Rose Co. gemacht hat und warum das jetzt relevant ist, warum wegen ihr jetzt Instagram gebrannt habt. Lustigerweise nicht Deutschland irgendwie, aber auf englischsprachigen Bundesland.
SPEAKER_01Das ist nämlich genau der Punkt, da sind wir wieder beim Thema. Ich habe das nur am Rande mitgekriegt, aber du warst ja direkt komplett in so einer Bubble gefangen, ne?
SPEAKER_00Wild. Es war wild, vor allem, wenn ich normalerweise nicht in dieser Bubble bin. Also das war für mich so hinsetzen, Popcorn rausholen, 3D-Prille an. Das war so ein bisschen so. Also wild, wild, wild, wild. Also auf jeden Fall, wie gesagt, nichts ahnt, bin ich dann drüber gestolpert. Und zwar Ellie Rosecoe hat schon seit Ewigkeiten irgendwie so einen kleinen Etsy-Shop, sag ich mal. Die macht allen möglichen Kleinscrams, mal hier was, mal da was, hat ursprünglich angefangen und hat irgendwie so Designzeichnungen online gestellt. Weißt du, so Leute, die sich künstlerisch betätigen, dann aus ihren künstlerischen Sachen irgendwie Sticker erstellen und das war ihr Weg auch so, bis dann irgendwann auch irgendwie Hoodies dazu kamen und was weiß ich alles so. Jetzt hat sie aber eine Nachricht veröffentlicht im Sinne von, ja übrigens, Hotgirl Reads ist jetzt markenrechtlich von mir geschützt. Das umfasst folgende Produkte und dann waren da halt alle so Sticker, Pulleys und so weiter. War halt auch nochmal alles einzeln gelistet, die Kategorien. Und übrigens, ich habe super viele andere Leute gesehen, die auch Hotgirl Read haben und die meine Produkte nachgeahmt haben. Ihr dürft die jetzt übrigens alle von eurem Shop nehmen. Mit Liebe. So hat sie das gekommen. Mit Liebe! Mit Liebe, ja. Und deswegen. Also das ist so durch die Decke gegangen. Weil, also, wie gesagt, erste Nutzung 2014 und jetzt kommt die zeitliche Einordnung. Ellie Rosecoe hat vor drei Jahren, also 2023, ihre Liebe zum Lesen entdeckt. Denn Trademark, also den Antrag darauf, Hot Girls Read zu schützen zu lassen, hat sie in 2024 gestellt, also ein Jahr später. Und hat in ihrem Trademark, in ihrer Anmeldung angegeben, dass sie das erste Mal die Phrase in 2021 genutzt hat. Ja, also das stimmt ja nicht.
SPEAKER_01Also es kann sein, dass sie die da zum ersten Mal benutzt hat, aber sie gab es halt schon.
SPEAKER_00Ja, ja, genau. Also die muss halt, ähm du musst halt markenrechtlich immer angeben, wann du etwas zum ersten Mal genutzt hast, weil um etwas markenrechtlich schützen zu lassen, musst du ja feststellen lassen, dass diese Phrase so mit deinem Unternehmen verknüpft ist, dass es Sinn macht, diese markenrechtlich zu schützen. Und das ist halt, und das ist halt so crazy für mich, dass das überhaupt durchgegangen ist, als ja, weil normaler, also ich hab's schon mal sowas so, ich hab schon mal Markenrecht angemeldet, ne? Du kriegst so ein richtig seitenlanges Dokument, wo die richtig Recherche machen, wo das wie genutzt wird. Und dann musst du praktisch begründen, warum das eben nicht so ist, klammern dann auch Kategorien aus und sowas. Und es ist einfach so wild für mich, dass das eben nicht durchgegangen ist. Und jetzt weiß aber natürlich so gut, USA, also in Deutschland sind, also falls jetzt jemand Sorgen hat, alle hier keine Sorge, nicht betroffen, also alles außerhalb USA war nicht betroffen.
SPEAKER_01Aber okay, also du darfst es nur in den USA, dürfen die das alle nicht mehr benutzen.
SPEAKER_00Genau. Genau, genau, genau. Also du hast, du musst praktisch deine Marke pro Land eigentlich anmelden. Die hat das hauptsächlich in den USA gemacht. Jetzt war es aber so, alle USA, deswegen war es wahrscheinlich auch nur außerhalb von Deutschland so ein bisschen.
SPEAKER_01Ja, deswegen war das hier auch nicht so ein Riesending. Ja, ja, okay. Ich verstehe.
SPEAKER_00Aber ganz ehrlich, so, ich meine, die USA ist eine große Community auf Social Media. Die sind natürlich alle steil gegangen. Also wirklich. Also es waren, es haben sehr, sehr viele Leute sich erschauffiert, weil auch von heute auf morgen einfach auch Shops dicht machen mussten oder sehr, sehr gut laufende Produkte runternehmen mussten. Und dann gab es dann so erste Abwandlungen von Hot Girls, don't trademark common fucking phrases. Also Hot Girls lassen nicht generische Sätze markenrechtlich schützen. Weil das war halt eben genau das Problem. Also gerade auch diese zeitliche Einordnung, das fühlt sich nach einem Cash-Crap an. Das fühlt sich nach etwas an, um eine Community auszunehmen. Und die Community macht ja diesen Satz auch aus, wenn man ehrlich ist. Und das hat natürlich enorme Wellen geschlagen. Es hat zu Protestaktionen geführt. Es wurde ein GoFundMe eingerichtet, um gegen dieses Markenrecht zu appellieren und dieses runterzunehmen. Es hat einen richtigen Shitstorm ausgelöst. Hast du Recht?
SPEAKER_01Was soll denn das auch?
SPEAKER_00Also bitte.
SPEAKER_01Also das ist eine Phrase und ein Slogan, den man einfach auch benutzen kann, der jetzt auch gar nicht. Also bin ich ja sprachlos. Bin ich wirklich sprachlos, weil ich finde das so Hanebüchen sich sowas schützen zu lassen.
SPEAKER_00Ja. Man könnte jetzt sagen, okay, waren dann irgendwie die Designs irgendwie besonders? Nein, es stand einfach nur das Design als Schrift auf irgendwie so einem einfarbigen Hundie drauf. Also dieses Level an.
SPEAKER_01Das hätte ich noch niemals gekauft, tendenziell. Weil ich das hässlich gefunden hätte.
SPEAKER_00Ja. Also auf diesem Level war das und jetzt kommt auch noch die Kirsche auf der Sahne Torte, also wenn es ja noch eine weitere Kirsche gibt an der Stelle, ne? Diese Person ist unter anderem auch dafür bekannt, dass sie so Annotierkits verkauft für gewisse Bücher. Das heißt, sie bewirbt da natürlich auch so Marker, die dann zum Buch Fourthwing von Rebecca Yarros passen. Oder zu, was weiß ich, zu Book Lovers von Emily Henry oder wie auch immer, zu Silver, was weiß ich. Jetzt ist aber das große Thema, die Dame hat das unlizenziert gemacht. Die hatte keine Lizenz, diese Bücher oder Merch für diese Bücher zu erstellen. Ja, upsie, ne?
SPEAKER_01Hat sie wenigstens richtig hin drüber gekriegt? So, von wegen Lizenz? Won Sie doch selber so ein bisschen mit ihrer Lizenz jetzt so an alle rangetreten ist.
SPEAKER_00Ja, also ich glaube auf Social Media ja, weil, wenn wir ehrlich sind, ihr Shop ist tot. Also der Shitstorm war enorm riesig. Die hat auch relativ zügig auch ihr Social Media auch leer gefickt. Also sie hat nur so ein paar generische ästhetische Bilder online gelassen, aber alles, was mit irgendwie Hot Girls Read zu tun hat, hat sie runtergenommen. Aber ihr Shop ist sowas von tot. Also niemand wird da mehr einkaufen, sie wird durchgecancelt und zwar richtig durchgecancelt. Das hat jetzt nichts mehr mit Goldfisch im Sinne von heute hot und morgen hat es wieder jeder vergessen, sondern das ist wirklich durch die Decke gegangen. Sie hat ihren Laden eigentlich, wenn man ehrlich ist, damit zerstört. Weil viele haben natürlich, also das war ja genau die, weißt du, das waren diese verschiedenen Sachen, die dann halt einfach nicht zusammenpassen, wo natürlich dann auch jeder drauf angesprungen ist, das hast du in jedem Video gehört, das hast du in jedem Beitrag gelesen. Und die hat jetzt irgendwie heute ganz frisch ein Entschuldigungsvideo rausgehauen, im Sinne von, dass es ihr so leid tut.
SPEAKER_01Das hat es auch nur gemacht. Ja, also das glaube ich ihr auch nicht und das nehme ich ihr auch nicht ab. Die hat nicht damit gerechnet, dass sie so eine Welle gegen sich kriegt und versucht jetzt irgendwie so ein bisschen zu retten, was noch zu retten geht. Und deswegen entschuldigt sie sich jetzt. Das halte ich für Quatsch, das halte ich auch für gelogen.
SPEAKER_00Ja, glaube ich halt auch. Sie hat halt, was halt stimmt, ist, es ist mittlerweile tatsächlich so, dass dieses Markenrecht eben wieder zurückgezogen wurde. Also es läuft gerade irgendwie ein Antrag darauf, dieses Markenrecht zu entfernen. Sie hat irgendwie sowas paraphrasiert im Sinne von, ja, das war eine reine Business Decision, das tut ja auch voll leid, und was weiß ich alles. Aber ja, gehe ich komplett mit dir mit. Das war nur eine Reaktion auf diesen Shitstorm. Aber ich finde, weißt du, da finde ich es wiederum gut, dass die Plattformen diesen Shitstorm auch zu mir nach Deutschland getragen haben. Weil, stell dir mal vor, das wäre einfach so passiert. Und es wäre ganz normal wie jeder andere Beitrag auch irgendwie gelaufen, dann wäre doch eine ganz große Message irgendwie verloren gegangen, weil ich finde, so die große Lehre an diesem Drama, an diesem Fall ist eigentlich, wenn du monetarisieren willst, okay, aber mach's nicht auf dem Nacken von einer Community, sodass es sich irgendwie wie ein Cashgrab, wie eine Ausbeuterei, wenn man ehrlich ist, anfühlt. Und das finde ich so eine gute Message, dass das halt eben jetzt auch nach halt so ist.
SPEAKER_01Das ist, genau, das ist das eine. Es kommt eine gute Message mit rüber. Und dadurch, dass das so ein Riesenwirbel gekriegt hat, verändert sich auch was. Also sie zieht es jetzt zurück, sie hat erkannt oder auch nicht, aber sie, ne, es wird jetzt nicht mehr weiter so laufen. Und dadurch hat das ja mal was gebracht. In den meisten Fällen ist es immer ein Riesendrama, und am Ende ist dann irgendwie nur so ein stilles, wir haben uns geeinigt und auf. Oder das Thema ist von irgendwann einfach tot. So, und aber hier haben wir jetzt mitgekriegt, okay, es ist was passiert, das Thema ist dann damit auch beendet, aber beendet und nicht einfach so totgeschwiegen, wie es jetzt weiterging. So wie es ja häufig so ist. Von daher fände ich das an der Stelle ein gutes Thema einfach, weil es ist einfach geklärt dann jetzt auch.
SPEAKER_00Ja, nee, finde ich auch. Also ich muss sagen, das ist irgendwie eine schöne Geschichte in der Geschichte irgendwie, dass das irgendwie so ein Abschluss dann auch hat. Und ich gebe dir komplett recht, dass die meisten Dramen, gerade wenn man sich jetzt auch die letzten Drummen der letzten Wochen und Monate anguckt, die auch gerade die Book Talk-Community oder die Buchcommunity heimgesucht haben, das waren ja wirklich so Themen, wo dann plötzlich dir die Worte im Mund verdreht wurden, hatte ich das Gefühl. Was dann enorm aufgeblasen wurde. Und dann ist dieser Luftballon einfach oben in der Luft geblieben. Es ist nichts damit passiert. Er ist nicht wirklich geplatzt, aber er ist auch nicht mehr da. Weggeflogen. Ja, Goldfisch, halt. Das hat jeder vergessen, dass das irgendwie ein Thema war und fertig ist. Ja. Ja.
Die Moral von der Story
SPEAKER_00Ach, schade. Also ich muss sagen, ich bin echt im Zwiespalt, muss ich sagen. Also ich finde es super schade, in welche Richtung sich die Plattform gerade TikTok jetzt entwickelt. Gleichzeitig gibt mir das aber irgendwo auch Narrenfreiheit im Sinne von, weißt du, einfach Kamera draufhalten ohne Sinn und Verstand. Machst du vor Klasse. Also es ist jetzt böse gemeint, aber es ist doch wirklich einfach nur, freischnauze einfach in die Kamera rein.
SPEAKER_01Ja, gefühlt macht es halt keinen Unterschied, ob du dir ja richtig Mühe gibst und es toll editierst oder ob du einfach fünf Sekunden in die Kamera quatsch.
SPEAKER_00Ja, und ganz ehrlich, so sehen meine Videos auch geradeaus. Aber auf der anderen Seite, wo mein Herzblut dann auch drinsteckt, das ist dann dieser Podcast, das ist dann YouTube, wo ich mir dann richtig Mühe gebe, beispielsweise im Schnitt, oder irgendwie gerade beim YouTube-Video dann auch, dass ich dann beispielsweise auch Sticker einfliegen lasse oder gewisse Übergänge oder weißt du, diese, diese Scenic Comedy, nenne ich das immer. Weißt du, wenn irgendwie so, wenn das Bild plötzlich ganz nah ist oder ganz weit weg oder wenn etwas sich reinzieht oder sowas und das passend halt zu den Worten, die ich sage, passiert, dass das eigentlich die Worte unterstreicht, so, das macht Spaß. Das macht Spaß, weil ich das Gefühl habe. Und Leute, mein Gott, ne, also das ist jetzt wirklich eigentlich nicht im Verhältnis, weil auf TikTok habe ich eine Followerschaft von 1711 und auf YouTube habe ich eine Followerschaft von 31. Also es hat wirklich kein Verhältnis, aber ich habe das Gefühl, es bringt mehr. Es macht mich glücklicher. Ich habe das Gefühl, die paar Leute, die es dann auf YouTube sehen, wissen es mehr zu schätzen.
SPEAKER_01Ja, und ich sag mal so, in dem Moment, wo es dich glücklicher macht, ist es die richtige Plattform für dich.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_01So, und ja. Ich finde, das war vielleicht auch ein ganz gutes Schlusswort an der Stelle. Man sollte das machen, was einen glücklich macht und damit auch die entsprechenden Plattformen bedienen.
SPEAKER_00Genau. Also erwartet bitte keine allenlang-Karussell-Kommentare von uns. Totenziell nicht. Dafür lesen wir lieber und beglücken euch dann mit einem exzessiven Lesemonat.
SPEAKER_01So ist das nämlich.
SPEAKER_00Okay, dann beenden wir die Folge an dieser Stelle. Ja, eine etwas andere Folge, ein paar ehrliche Einblicke an der Stelle. Ihr könnt euch ja mal schreiben, wie ihr die ein oder anderen Sachen seht. Vielleicht haben wir euch ja aus der Seele gesprochen. Vielleicht sagt ihr, nein, das nämlich gar nicht so war. Würde mich auf jeden Fall auch ultra interessieren, wenn ihr das so gar nicht wahrnimmt.
SPEAKER_01Und schreibt uns doch mal, ob ihr zur Frankfurter Buchmesse geht, ob wir uns da vielleicht sehen, wie da so eure Pläne sind, was ihr machen wollt. Und vielleicht kann man ja so ein kleines Come together veranstalten.
SPEAKER_00Oh ja, das wäre richtig toll. Oh mein Gott, stell dir vor, dann können wir zusammen mit euch so über Bücher jeppen. Ja. Das hatte ich so gedacht. Ja, boah, Leute, das müssen wir machen. Kommt schon. Schreibt es einfach in die Kommentare, wenn ihr zur Buchmesse kommt. Selbst wenn ihr komplett sagt, okay, diese Folge habt ihr Bullshit geredet, sagt, ob ihr zur Buchmesse kommt. Ich will mit euch über Bücher sprechen.
SPEAKER_01Genau. Ah, ja. Okay. Dann wünschen wir euch noch eine schöne Woche. Und bis zur nächsten Folge. Ein Happy Read. Happy Read.
SPEAKER_00Ciao.
SPEAKER_01Ciao.
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