Voll Psycho

#17 Von Billy bis Köttbullar - Psychologie bei IKEA

Mirjam Stieger & Marcel Zbinden - Hochschule Luzern Season 1 Episode 17

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 44:55

Send us Fan Mail

Die meisten sind sehr wahrscheinlich schon mal in einer IKEA-Filiale gewesen. Viele kennen den gefühlt ewig langen Rundgang durch die Möbelwelt mit seinen fertig eingerichteten Zimmern. Oder die lustigen Produktnamen, die günstigen kulinarischen Angebote und die Markthalle mit den Tausenden von Kleinprodukten. Und auch die vielen flachen Pakete im Selbstbedienungsregal, die man zuhause auspacken und zu Möbeln zusammenbauen darf. Dank dieser ist sogar eine psychologische Theorie nach der IKEA benannt worden.

Auf diesen sogenannten IKEA-Effekt und viele weitere psychologische Mechanismen des schwedischen Möbelhauses gehen wir in dieser Folge von «Voll Psycho» ein.

Spannende Literatur zum heutigen Thema:

Chernev, A., Böckenholt, U., & Goodman, J. (2015). Choice overload: A conceptual review and meta-analysis. Journal of Consumer Psychology, 25(2), 333–358. https://doi.org/10.1016/j.jcps.2014.08.002

Choice Hacking. (2020, October 28). How IKEA used psychology to become the world’s largest furniture retailer.
https://www.choicehacking.com/2020/10/28/how-ikea-uses-psychology-to-become-the-worlds-largest-furniture-retailer/?utm_source=chatgpt.com

Deutschlandfunk Nova. (o. D.). Ikea Restaurant: Volle Hütte dank Köttbullar und Hotdog.
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/ikea-restaurant-volle-huette-dank-koettbullar-und-hotdog

FoodNavigator. (2019, October 28). Ikea challenges meatball ‘identity’ with plant-based alternative: ‘We want to convert carnivores’. https://www.foodnavigator.com/Article/2019/10/28/Ikea-and-Hilton-talk-accelerating-global-uptake-of-plant-based-food/

Hamilton, R., & Chernev, A. (2013). Low prices are just the beginning: Price image in retail management. Journal of Marketing, 77(6), 1–20. https://doi.org/10.1509/jm.08.0204

Hornikx, J., & van Meurs, F. (2017). Foreign languages in advertising as implicit country-of-origin cues: Mechanism, associations, and effectiveness. Journal of International Consumer Marketing, 29(1), 60–73. https://doi.org/10.1080/08961530.2016.1243996

IKEA. (n. d.). The story about the IKEA value chain. https://www.ikea.com/global/en/our-business/how-we-work/the-ikea-value-chain/

Ingka Group. (2025). Ingka Group Annual Summary and Sustainability Report FY24 (PDF). https://www.ingka.com/static/ingkagroup_annualsummaryandsustainabilityreport_fy24.pdf

Norton, M. I., Mochon, D., & Ariely, D. (2012). The IKEA effect: When labor leads to love. Journal of Consumer Psychology, 22(3), 453–460. https://doi.org/10.1016/j.jcps.2011.08.002

The Atlantic. (2011, April). How IKEA designs stores to trick people into buying more.
https://www.theatlantic.com/business/archive/2011/04/how-ikea-designs-stores-to-trick-people-into-buying-more/237013/

Vox. (2018, October 17). How Ikea mastered the Gruen effect. https://www.vox.com/2018/10/17/17989684/ikea-gruen-effect-unplanned-purchases

Washington Post. (2018, January 28). Ikea has changed the way we think about furniture. https://www.washingtonpost.com/news/business/wp/2018/01/28/ikea-has-changed-the-way-we-think-a

Hosts:

Mirjam Stieger, mirjam.stieger@hslu.ch, Mirjam Stieger | Hochschule Luzern, Mirjam Stieger | LinkedIn

Marcel Zbinden, marcel.zbinden@hslu.ch, Marcel Zbinden | Hochschule Luzern, Marcel Zbinden | LinkedIn


Alle wirtschaftspsychologischen Angebote der Hochschule Luzern findest Du auf hslu.ch/psychologie.

SPEAKER_00

Willkommen bei der neuen Folge von FallPsycho and Podcast fall of psychologischen Alltagsphenomens. Heute reden wir über ein Unternehmen mit wahrscheinlich fast 100% Markenbekanntheit über IKEA. Die IKEA mit zahlreichen psychologischen Kniffs versucht, unser Verhalten zu steuern und zu beeinflussen. Wir gegenüber sitzt Miriam, Psychologin und Dozentin im Studio Business Psychology at the Hochschule Luzern. Vielleicht war sie für das Zug vor ein paar Monaten auch bei der IKEA. Die Fazit ihrer Monat zur nächsten IKEA-Filiale betreibt nämlich gerade einmal zwölf Minuten.

SPEAKER_01

Ist das so?

unknown

Ja.

SPEAKER_01

Hast du nachgeschaut? Wir gegenüber sitzt Marcel, Wirtschaftspsychologe, auch Dozent im Studio Business Psychology der Hochschule Luzern. Ich habe keine Ahnung, wie dein nächste IKEA von MECA aus ist. Aber du bist sicher auch schon mal schon länger her, nehme ich jetzt mal an. Du bist ja schon eingerichtet seit Jahrzehnten in deinem Haus.

SPEAKER_00

Da könntest du dich täuschen.

SPEAKER_01

Okay, gut. Der Vollpsychopodcast ist ein Angebot des Studiegang Business Psychology der Hochschule Luzern.

SPEAKER_00

Ja, die meisten von euch und auch ich waren wahrscheinlich schon mal in einer IKEA-Filiale. Viele konnten dies gefühlt ewig lange Rundgang durch die Möbelwelt mit seinen fertig eingerichteten Zimmern, die lustigen Produkte nehmen, die günstigen kulinarischen Angebot nehmen, die Markthalle mit den tausenden Kleinprodukten und die vielen flachen Pakete im Selbstbedienungsreal, wo wir auspacken und zum Möbel zusammenbauen. Dank diesen wogar eine psychologische Theorie nach der IKEA benannt worden. Auf den sogenannten IKEA-Effekt und viele weitere psychologische Mechanismen vom schwedischen Möbelhaus gehen wir rein, in der heutigen Folge von VollPsycho. Miriam und ich bringen dir fünf Gedanken mit aus der Forschung aus dem Alltag oder einfach aus dem echten Leben. Die haben wir nicht abgesprochen miteinander, und so bin ich gespannt, wie ein Bitter-Säuld-Bett lagen. Mit dem Mast Miriam.

SPEAKER_01

So einen schlechten Dässch.

SPEAKER_00

Mit dem Mast Miriam wird AVA. Ich habe meine Vermutung im Interim schon platziert. Bist du für deinen Umzug auch mal im IKEA? Beziehungsweise was war dein letzter Grund für einen Besuch beim blau-gelben Möbelreis?

SPEAKER_01

Ich war eh nicht irritiert, als hast du im IKEA.

SPEAKER_00

In der IKEA.

SPEAKER_01

In der IKEA. Für was steht eigentlich IKEA?

SPEAKER_00

Ich weiß es.

SPEAKER_01

Das wissen wir nicht, so schlecht.

SPEAKER_00

So schlecht recherchiert.

SPEAKER_01

Und ja, natürlich. Ich war die letzten Monate zweimal in der IKEA. Ich hatte zwei ganze Freitagabig. Öffnungszeiten bei der IKEA sind wir zum Glück bis zum Abend um 9. Also bei unseren, die zwölf Minuten entfernt ist von dort, wo ich wohne. Wir sind tatsächlich zweimal zwei ganze Abige durch diese Hallen gelaufen.

SPEAKER_00

Inklusive Partnerschaftsstreit oder Hand?

SPEAKER_01

Nein, wir können das gut machen. Wir sind mit einer kleinen Tochter, die hat etwas wie ein Spielparadies, sind sie hier oben geküpft. Gute Abend und Erhaltung. Und was wir schon wissen, was der Grund war: Kleinigkeiten, die man so braucht von IKEA braucht. Teppich, Vorhang.

SPEAKER_00

Aber rund ums Zögler nimm ich an.

SPEAKER_01

Ja, natürlich.

SPEAKER_00

Genau. Sachen von DK.

SPEAKER_01

Wann bist du das letzte IKEA?

SPEAKER_00

Das war auch erst etwa zwei Monate her, ja, in der Tat. Unsere älteren Kinder kommen jetzt in seinem Teenager-Alter.

SPEAKER_01

Die werden ihre Zimmer einrichten.

SPEAKER_00

Die werden nicht mehr so kindermässig eingerichtete Zimmer haben.

SPEAKER_01

Die wenigen IKEA?

SPEAKER_00

Auch. Nicht nur, aber sie haben durchaus dort Sachen drinnen, die durchaus interessant sind.

SPEAKER_01

Absolut, das muss nicht wissen.

SPEAKER_00

Aber wir möchten keine Werbebotschaft für IKEA, sondern wir wollen ein bisschen verstehen, wie funktioniert das ganze Konzept IKEA funktioniert, das sogar im psychologischen Effekt getauft worden ist und würde dir gerne mal das Wort übergeben für deinen ersten Angst.

SPEAKER_01

Ich fange gerade mal an mit einem sogenannten IKEA-Effekt, was es mit dem auf sich hat, benannt nach dem IKEA. Wie auch immer. Der IKEA-Effekt besorgt, dass wir Möbel oder auch andere Sachen, das war in Studien auch mit anderen Sachen repliziert. Wenn wir etwas selber zusammenbauen, dann führt das dazu, dass es uns nicht nur besser gefällt, sondern erstens, wenn wir etwas positiver bewerten, denken, das ist lässiger. Wir würden sogar mehr Geld für das Dings ausgeben, das wir selber zusammenbestelt haben. Ob das jetzt ein Oregami ist, ob das ein Billyregal ist oder eine Bachmischung, die wir selber zusammengewurscht haben und dann zu einem Küchen geworden ist. Das, was wir selber zusammengebaut haben oder hergestellt haben, wollen wir mehr Wertschätzen und würden das sogar, wenn man es vergleicht mit, also wenn wir dann auch gefragt werden, wie viel wir für das selber hergestellte Ding zu zahlen würden, wären wir für mehr bereit mehr zu zahlen. Das finde ich ziemlich faszinierend. Und das erklärt ja auch, warum wir bereit sind, klar sind die IKEA-Möbel oder Ikea Gegenstände, verhältnismäßig wahrscheinlich relativ günstig. Trotzdem sind wir bereit, schon Geld zu splittern für dieses flachen Pakete, die du gesagt hast, wo wir am Schluss mitnehmen, gehen heute und bauen das noch selber zusammen und finden es nachher sogar noch lässig und das mehr wertschätzen. Das ist eigentlich absurd.

SPEAKER_00

Wobei ich ziemlich sicher bin, dass das nicht die Intention von IKEA gesagt hat. Ursprünglich ist das glaube ich auch nicht. Die Arbeit auslagern an Kunden, an Kundinnen, das kann man das Ganze günstiger machen, günstige Preise. Man kann natürlich sättige Möbel ganz anders transportieren. Die flachen Pakete sind natürlich viel besser transportierbar, von der Logistik her. Die machen rational sehr viel Sinn. Der eigentliche IKE-Effekt, den du jetzt gerade beschrieben hast, ich bin mir ziemlich sicher, das ist nicht intendiert.

SPEAKER_01

Ich glaube auch nicht. Und man muss IK sagen, sie machen es ja einem auch. Es gibt auch Gegenstimmen. Aber sie probieren es einem ja möglichst einfach zu machen, das Ding zusammenzuetzen. Es ist ja nicht die Meisterleistung, wo man ja gut machen wir vielleicht schon. Und man muss auch bringen, um das Ding dann zusammenzubringen.

SPEAKER_00

Man muss die Anleitungen super befolgen, aber die Anleitungen sind gut gemacht und so weiter. Eigentlich schon, ja. Darum sagt man wahrscheinlich auch IKEA-Effekt und hat in den anderen Brand dort, weil man das Gefühl, das du geschildert hast, das Positive, dort wahrscheinlich relativ häufig erlebt. Das kann ja das Gegenteil passieren. Der Effekt ist ja nicht garantiert. Das heisst, wenn es nicht machbar ist. Wenn du weg genervt bist auf diesen Zellbogen, diese Schrauben sind so billig, es funktioniert überhaupt nicht. Es fällt etwas, die Anleitung ist überhaupt nicht verständlich.

SPEAKER_01

Ja, das kann nicht das Ziel sein von der IKEA.

SPEAKER_00

Und dann nachher ist natürlich am Ende frust, Schuldzuweisung, die können es nicht, das kann es nicht. Man tut sich gegenseitig noch Schuld zuweisen. Dann hat man das Gegenteil des IKEA-Effekts. Nur bei erfolgreichem Fertigstellen führt zu dieser positiven Kombination aus Kompetenz. Ich habe es geschafft, stolz, wie ich es geschafft habe. Ich kann es selber, so eine Ownership, es ist mein Möbel auch, ich habe es selber noch gemacht gemacht, dass man sogar mehr Geld ausgeben würde, wie du gesagt hast.

SPEAKER_01

Irgendwie hat es die IKEA angebracht, dass es weniger frustrierte Momente gibt, als hey, das war eigentlich okay, machbar so.

SPEAKER_00

Ja, genau. Über sehr gute Abläufe. Ich glaube, die haben sehr viel Zeit investiert, in die Montagenanleitungen, ins Zubehör, das mitgeben und so weiter. Ich glaube, dort sind die Prozesse schon sehr stark optimiert worden, dass es am Schluss zu dem IKEA-Effekt kommt.

SPEAKER_01

Und vielleicht noch zum IKEA-Effekt. Ich habe schon gesagt, bei diesen Bachmischungen, das hat sich wirklich in den 1950er Jahren das Phänomen gezeigt, wo ursprünglich die Kuchen Bachmischungen aufgekommen sind. Dass die dort damals recht flop waren, weil sie einfach zu einfach. Und dann kaum war es so, dass wir noch ein Ei selber hinzufügen müssen oder einen Butter noch separat kaufen müssen und selber hinzufügen. Oder selber dekorieren muss, dann war die Akzeptanz grösser, gesteigt. Es ist aufgegangen aus Frauen damals.

SPEAKER_00

Was ich aber sehr einfach erklären kann, weil du Bachst es in den seltensten Fällen nur für dich selber. Du machst es für deine Familie, für deinen Frauen.

SPEAKER_01

Du musst sagen, du hast gemacht.

SPEAKER_00

Beim Bachchen ist es eine starke Komponente, ich kann etwas dazu beitragen. Darum hat es dort den Effekt sicher verstärkt. Bei anderen Produkten bin ich überzeugt, wäre auch weniger stark als bei Bachmischungen.

SPEAKER_01

Aber ich finde es spannend, dass es bis heute bei diesen Bachmischungen so ist, dass man noch irgendwelche Zusatzingredienzen selber dazutun muss.

SPEAKER_00

Absolut, genau.

SPEAKER_01

Sie wissen schon, wie es funktioniert.

SPEAKER_00

Mein Punkt 1 wäre sogar schon vor dem IKEA-Effekt, um einfach mal ein bisschen grösse aufzuzeigen. Ich habe extra die weltweiten Zahlen weggelegt, sondern nur die Schweizer Zahlen da drinnen, weil man es einfach besser spüren kann und einen Bezug arbeiten dazu. Der erste Fun Fact zur IKEA Schweiz ist, hast du gewusst, dass der Store in Spreitenbach der allererste Skandinavien war?

SPEAKER_01

Natürlich nicht.

SPEAKER_00

Der allererste Ausseropf Skandinavien. IKEA Store war in Spreitenbach. 1973.

SPEAKER_01

Oh, was? Okay.

SPEAKER_00

Und jetzt aus dem Geschäftsbericht von IKEA. Das Geschäftsjahr geht immer von Anfang September bis Ende August. Das heisst, es sind Zahlen von Anfang September 2024 bis Ende August 2025. Wie viele Besucherinnen und Besucher hatte die IKEA in dieser Zeit, was glaubst du?

SPEAKER_01

In der Schweiz, jetzt, ne?

SPEAKER_00

Ja, in der Schweiz, ja.

SPEAKER_01

In einem Jahr.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Ich sagte die ganze Schweiz einmal 8 Millionen.

SPEAKER_00

Nicht schlecht geschätzt, es sind fast 14 Millionen.

SPEAKER_01

Fast Leute, fast zweimal?

SPEAKER_00

Ja, eineinhalb Mal bei 9 Millionen in der Schweiz leben. Das ist crazy, nicht? Das ist auch viel. 14 Millionen Besucher inne und klar gibt es Settings, die nicht 10 Mal dingen pro Jahr. Wir waren ja auch, die 10-mal waren, gibt es sicher auch ein Setting, das gar nicht waren. Es hat sicher mit der Verfügbarkeit zu tun. Wenn du zwei Stunden hast, zu der nächsten IKEA gehst, wahrscheinlich weniger, aber 14 Millionen knapp, finde ich schon recht krass. Wir werden ja auch vom Restaurant reden und wie sie das probieren, psychologisch einzuspeisen in ihrem Konzept inne. 6,5 Millionen Leute besuchen das IKEA-Restaurant pro Jahr. Das finde ich auch eine krasse Zahl. Von diesen Meatballs.

SPEAKER_01

Schött Bullar, wirklich?

SPEAKER_00

Schotten Bullard, hast du mir gesagt, du schon mal trailer bist. Ich habe immer gemessen, sie heisst Boulevard, ehrlich gesagt, aber jetzt etwas gelehrt. Schött Boulevard, 1,5 Millionen. Dem Verhältnis relativ wenig, aber es ist nicht, dass sie auch noch andere Sachen haben. Und der Online-Anteil von IKEA, was glaubst du, wie gross ist der von ihren Verkäufen?

SPEAKER_01

Mega wenig. Stimmt's?

SPEAKER_00

Was heisst mega wenig?

SPEAKER_01

Die Liefergebühren sind riesig gross, teuer.

SPEAKER_00

Okay, was glaubst du?

SPEAKER_01

Ich weiss es nicht, aber im Verhältnis wenig. Ich kann es nicht abschätzen.

SPEAKER_00

Es sind doch fast 29%.

SPEAKER_01

Du hast mir, als ich denke.

SPEAKER_00

Für mich ist es ganz klar ein Offline-Kanal, den ich online nichts bestelle.

SPEAKER_01

Ja, wir haben es versucht, es ist sau teuer zu bestellen.

SPEAKER_00

Aber für den habe ich gleich gestunt, dass es 29% fast sind, 2025. Und der letzte Fakt, den ich noch habe, ist der zweite Chancenverkauf beim Ausgang zu. Es gibt Sachen, die Leute zurückbringen können, die sie nicht mehr brauchen oder die einen Fehler haben.

SPEAKER_01

Du kannst dich raus in diesem Laden.

SPEAKER_00

Ich habe jetzt natürlich hier recherchiert.

SPEAKER_01

Ja, nein, stimmt.

SPEAKER_00

Und habe geschaut, wie wichtig das für die IKEA ist. Und dort werden pro Jahr 38'000 Produkte verkauft. Ist es viel oder wenig? Ist es noch schwierig einzusätzen? Ich habe es probiert durchzurechnen. Ich habe gesagt, im Schnitt sind es vielleicht 50, 60 Franken pro Produkt, vielleicht 70. Viele werden teure günstiger, sie sind noch günstiger als die zweite Wahl sind. Dann kommen wir auf einen Umsatz von 2 bis 3 Millionen für die zweite Chance. Beim Gesamtumsatz von IKEA Schweiz von 1,2 Milliarden. Ist nicht mehr viel. Es ist schon mehr ein Markenimage-Geschichte.

SPEAKER_01

Greenwashing.

SPEAKER_00

Würde ich nicht unterstellen, dass es Greenwashing ist, aber wirklich ein Impact auf unseren Planet hat rein das Angebot gemacht. Aber die Idee ist sehr bescheiden. Die Idee ist gut, genau, für das Markenimage sicher gut, aber die zweite Chanceverkauf ist sicher umsatzmäßig nicht wahnsinnig bedeutend. Wolltest du weitermachen, oder Selig?

SPEAKER_01

Ja, ich mache weiter. Mein nächster Punkt ist, die Ikea ist ja eigentlich ein Labyrinth. Also ich habe ja gesagt, ich war zweimal dritter. Wir sind eigentlich zielorientiert durch den Laden und haben gewusst, was wir wollen. Eine drei Stunden von A bis Z. Einmal quer, einmal eine Etage dort, eine Etage da. Und das ist ja auch, das habe ich jetzt in der Röscherst ausgefunden, habe ich mir gar nicht überlegt, es ist auch Absicht, dass es eine Ein-Bahnstraße ist durch die Ikea durch. Ein sogenannte Grüne-Effekt. Er ist benannt nach einem Architekt von Einkaufszentren, wo man extra grösse Einkaufshallen so designt, dass man sich etwas orientiert in diesen Hallen hinein. Und wie aus ursprünglichen Ziel etwas verloren geht. Wenn ich durch die IKEA durchlaufe, durch die Musterwohnung und sehe noch. Dort noch ein Kerzen, hier noch die Eco gegenstand, dann fühle ich mich wie in einer anderen Welt. So geht dann auch Zeit viel. Da sind wir lange Zeit in dieser IKEA drin. Wir haben ein anderes Zeitgefühl. Das verleitet dann auch eher dazu, dass man mal Sachen kauft, Impulskäufe macht, weil man länger darin verwilt, die man vielleicht ursprünglich nicht unbedingt geplant hat. Es ist eigentlich das Design, das innen architektonische oder architektonische ist ziemlich geplant. Ich habe eine Studie gefunden, in der gesagt wurde, 60% der Käufen bei der IKEA sind ungeplante Käufe.

SPEAKER_00

Bei Möbelhaus mega viel sind. Supermärkte ist klar.

SPEAKER_01

Aber ganz ehrlich, wir sind auch der erste Frittigabung, in dem wir gegangen sind. Wir haben nichts gekauft, was wir wollen, wo auf der Einkaufsliste gestanden ist, weil wir sind schon mit den Bargetsch gegangen. Ich glaube, das kennen auch alle, dass man sich verleiten lässt durch all diese schönen Sächenchen, die dort rumliegen.

SPEAKER_00

Ich glaube die Architektur als nächsten Punkt, von dem wir den bei uns. Ich kann es mehr ein begehbarer Katalog statt des Möbelhaus. Und ich finde, das möchte schon noch recht krass. Du hast von diesen eingerichteten Zimmern usw. Das ist schon anders als in einem anderen Möbelhäuser. Dort schaust du Möbel an, dort schaust du ein Produkt an. Du schaust viel mehr Erlebnis an. Du musst viel mehr das Gefühl zu vermitteln. Es ist so wie ein geplant der Parkour, wo es darum geht, dich zu inspirieren und dadurch Kaufverschindigkeiten zu erhöhen. Es ist mehr Erlebnis statt nur Möbelkauf. Und erst nachher kommt das Produkt. Es ist ein bewusstes Produkt so wie nebenbei nebenläufig platzieren. Ich kann mal die Journey dieser Architektur und probiere die fünf Bilder zu zeichnen.

SPEAKER_01

Okay.

SPEAKER_00

Das kann ich natürlich nur, weil ich selber schon in die KAC mehr sein ist. Das sind für Leute, die nie denken waren, vielleicht etwas schwieriger. Für mich fängt es schon an, mit einem gelben Sack am Anfang. Und dem Wagen, wo man theoretisch einen Tonnen nennen kann, aber wir haben den gelben Sack, ob wir nehmen, Sachen rein tun. Das ist ein psychologischer Trick. Sobald du diesen Sack hast, ist der Kirn im Modus ready zum Füllen. Mitnehst du erlaubt. Und wenn, schau mal die Leute an, praktisch nicht so einen gelben Sack dabei. Nein, was ist, wenn du etwas siehst, Watch? Du hast ja keinen Sack.

SPEAKER_01

Du musst ihn mitnehmen.

SPEAKER_00

Genau, das ist natürlich schon ein cleverer Trick. Das heisst, du es in einem Möbelhaus wirklich überhaupt nicht.

SPEAKER_01

Stell dir vor, Mikro gibt dir am Anfang einen Mikrosack.

SPEAKER_00

Füllen. Und du nimmst wieder einen Körbli. Ja, das stimmt. Mit diesem Lebensmittelsupermärkt übertreibt dein Möbelgeschäft. Mit ganz von kleinen Sachen. Aber für etwas ist ein Sack ja hier. Das ist so recht untypisch. Und sobald das ein Produkt drinnen ist, ist die Hemschwelle eh weg. Da kommt es eh nicht mehr darauf an. Das erste Produkt ist dieses Gerücht.

SPEAKER_01

Umher einmal darauf zu sprechen.

SPEAKER_00

Gut. Dann noch der grosse Bereich mit dem Parkour, dem ewig langen, die du gesagt hast, eigentlich ein Showroom, das Probe wohnen. Das ist eine mentale Simulation. So könnte ich leben, so möchte ich leben. Und was sie noch cleverer machen, ist, es ist nicht so High-End am Strand, mega haus, mega Wohnung drum und drauf. Down to Earth, kleine Zimmer, einen kleinen Quadratmeter, zum Teil sogar ganz kleine Wohnungen eingerichtet. Und durch das wird es realistisch. Ich habe das Gefühl, ich kann andocken. Das könnte ich bei mir genauso vorstellen. Ich habe meinen Sohn gesagt, genau so ein Zimmer, wo ich. Das wird, finde ich, als Showroom sehr clever gemacht. Dann nachher könnten wir die Leute zwingen, ein paar kurz zu laufen. Und ich glaube, dort gäbe es Widerstand. Dann würden die Leute sagen, was willte ich jetzt? Ich brauche kein Schlafzimmer. Was wollte ich?

SPEAKER_01

Man muss aber schon ähnlich laufen. Nein, du hast immer die Möglichkeit, Abkürzungen zu machen. Aber die Abkürzungen. Es ist nicht so easy, sich zu orientieren.

SPEAKER_00

Es längt es. Das Angebot ist da. Genau. Das ist das Entscheidende. Du kannst. Das ist eine wichtige psychologische Komponente. Ich glaube, die wenigsten kürzen ab. Genau. Aber das positive Gefühl ist, weil du kannst. Aber weil die Showrooms aneinander sind, laufst du gleich durch. Du hast all die Pfeile am Boden. Du wirst auch automatisch dort durchgeführt. Und was die auch immer möchten, ist, sie haben das gleiche Produkt in sehr vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten immer wieder platzieren. Vor allem die Ergänzungsprodukte. Wenn man primär erst weiter später in der Markthalle, glaube ich, heisst die. Die gehen sofort ganz vielen Kontexten zu platzieren. Und die letzte Folge gelost, hast du den Mir-Exposer-Effekt gehört. Das heisst, wenn man Sachen vertrauter wird, werden sie auch sympathischer, als wenn man sie häufiger wiederholt. Das hat hier genau den gleichen Effekt. Also auf gut Deutsch. Wenn ich das Produkt drüben in verschiedenen Anwendungsbereichen, das kann ich eigentlich auch brauchen. Der grosse Vorteil, wenn ich sie im Anwendungsbereich sehen, dann habe ich nicht so einen Choice-Overload von riesen Lager, von Kisten oder von irgendwelchen Regal, das 500 Mal das gleiche Produkt ist, sondern ich sehe es direkt im Einsatz. Es gibt einen ganz anderen Bezug zu einem Produkt, als wenn ich zu einer Review-Teek bin. Sie möchten das sehr bewusst, dass Sie in den Showrooms einbauen. Das spielt sicher eine grosse Rolle, auch dass man den gelben Sack, relativ stark mit solchen Sachen, dort schon von füllen und gar nicht warten, bis zur Markthalle. Die Journey geht weiter mit dem dritten Bild, nämlich das Restaurant. Das Restaurant ist ja perfekt platziert in der Mitte als perfekte Unterbrechung zwischen Möbelinspiration und Markthalle. Bevor wir einfach jemü durchhaust in der Markthalle, weil wir schon zwei Stunden gebraucht haben, ob es an. Und für den kommen sie jetzt einfach hin. Kommt man noch einen Voucher über für ein gratis Kaffee, wenn man in Kia-Family-Mitglied ist vom End bis früher. Oder es wird sogar durchs Band durchgered haben. Wäre heute im Restaurant posten, kommt er 10 Franken gut schon oder 10% gut schon über.

SPEAKER_01

Extrem clever.

SPEAKER_00

Clever, günstige Preise auch im Restaurant.

SPEAKER_01

Wo du das Gefühl hast, wenn das günstig ist, dann ist die Preisleistung dort auch okay.

SPEAKER_00

Genau, dann wird es gar noch ein später darauf sprechen. Absolut genau. Aber das rein vom Journey, ist das Restaurant perfekt platziert, Energie wieder auftanken und nachher können noch frisch erholt und durch die Markt halten können.

SPEAKER_01

Wie viele Besucherbesucherinnen primär zum Essen kommen, von der Prozentzahl her?

SPEAKER_00

Keine Ahnung.

SPEAKER_01

Unternehmensangabe sagen ca. 30% der Besucherbesucherinnen kommen primär essen. Sie sind noch verrückt.

SPEAKER_00

Das sind noch viel, ja.

SPEAKER_01

Ein Drittel.

SPEAKER_00

Ja, aber Geld. Metcards-Mönion sind relativ günstig. Der vierte Teil dieser Journey durch, wenn man so grobische Rettung anschaut, ist die Markthalle. Die Kleitteiljagd habe ich die genannt für mich. Jedes Einzelne von dem, was man in seinen Sack hier tut oder in einem Einkaufswagen hier tut, tut nicht weh. Vor allem, wenn man etwas Grosses aufgeschrieben hat. Human man später noch heute. Das gibt den Ankereffekt von: ich gebe eh schon 1000 Franken aus für das neue Bett und den neuen Schrank oder was auch immer. Und dann noch 7 Franken für das, 3 Franken für das, 12 Franken für das: Peanut, Peanut, Peanut. Und dann am Schluss. Peanut, Peanut, Peanut, Peanut.

SPEAKER_01

Das hat man dort 500 Stutz.

SPEAKER_00

Genau, fürs Zusätzlichen. Dann kommt nur dazu, dass wir eigentlich gemüht werden mit der Zeit. Irgendeinen findet man, ja, sonst haben wir nicht mehr davon an. Die Entscheidungsmüdigkeit. Das Fachwort wird so decision-fatig. Man wollen gar nicht mehr gross überlegen. Es kann nichts falls sich herzlich auch noch brauchen. Und die Serviette können wir sicher auch noch brauchen. Viele Alltagsartikel, die man findet, schaden sicher nicht, wenn wir sie dort posten. Und dann als fünfte und letzter Punkt, die Selbstbedienungshalt, als effizienter Abschluss. Ich glaube, das ist schon eine Komponente. Manchmal ist es auch nervig, wenn du weisst, ich gehe jetzt an Kasse und habe einen Kassenzettel und muss sich noch irgendwo anfahren oder einlaufen zum Warenlager und dort noch warten. Ich glaube, es ist angenehm, dass man selber auf sein Wegalitz tun, eine Kasse zum Auto, losfahren, fertig. Ich glaube, das ist rein logistisch auch clever gemacht.

SPEAKER_01

Absolut. Ich habe noch ein paar Punkte, warum? Bei mir ist das so, ich unterstelle das jetzt mal allen anderen auch, warum man immer mehr Sachen mitnimmt, wie man eigentlich wollen. Warum legen wir so viele Sachen ins Wagen und tut nicht zurück? Ich habe über Leute, erste Punkt, der das sicher mitschwingt. Bei uns ist das der Fall, wenn wir einen Trip in die Ikea auf uns nehmen, dann ist das nicht einfach so klar, Fritigabig. Aber es ist schon eine Hürde, die man nähen muss. Man muss mit dem Auto ein Auto, wir ein Auto auslehnen von jemandem und fahren irgendwo an. Man muss schon etwas auf sich nehmen zum IKEA, weil meistens nicht gerade im Zentrum der Stadt, sondern irgendwo in Spreitenbach oder in Tietika oder weiß ich wo, oder wo liegt die IKEA in Luzern?

SPEAKER_00

Rottenburg.

SPEAKER_01

Rotterburg, also nicht gerade zentral. Man muss Zeit und Mühe auf sich nehmen für die Anfahrt. Und wie ich ja auch schon gesagt habe, wir haben das auch schon abgecheckt, die Lieferkosten sind bei den IKEA relativ hoch. Das heisst, meistens ist es so, wenn man mal dort ist, dann denkt man sich, jetzt sehe ich schon mal das Ding, dann schaue ich mir das schon mal ins Weg. Weil High Schicken lachen und nicht in Frage. Jetzt haben wir viele Kilometer auf uns genommen, Zeit eingeplant, nehmen wir das mal. Es ist schon mal so eine erste Hürde genommen. Und dann ist der Weg, um etwas ein Produkt in den Wagen hineinlegen, ist schon mal kürzer. Dann gehen wir eben, wie du gesagt hast, wir gehen durch die schönen Musterwohnungen durch, die sehr realistisch und wohnlich aussehen. Es so einen gewissen Familiaritätseffekt. Das sieht aus wie bei mir. Wir können uns unsere Möbel direkt in unseren Hause vorstellen, was Vertrautheit fördert, und dann auch die Kaufwahrscheinlichkeit. Wenn wir ein Produkt hingelegt haben, was wirklich absurd ist, ich habe immer in die Ikea Angst, dass ich ein schönes Produkt sehen. Dann nehme ich es mit, weil ich Angst hatte, dass ich das nicht mehr sehen einerseits. Weiß nicht, dass es dir auch so geht. Dann denke ich, das ist eine schönes Küsse. Müssen wir mitnehmen oder schon mal abföteln von der Nummern, die wir dann am Schluss wieder mitnehmen müssen. Schon mal eine Hürden genommen. Und ich habe wirklich immer Angst, dass ich das nichts mehr gesehen werde.

SPEAKER_00

Oder finden.

SPEAKER_01

Nichts wird finden. Oder wir sind dann eben schon durch das ganze Labyrinth, schon zwei Kilometer weiter, und dann den ganzen Weg wieder zurück auf dich nehmen, das Produkt wieder geholt. Nein, liebe müssen wir es schon mal ins Weg legen oder in den gelenen Sack legen. Und dann ist es schon mal drin. Dann ist es auch wiederum schwieriger, das Produkt dann wieder loszulassen.

SPEAKER_00

Fair werden übrigens neben der Klasse einen riesigen Kisten, nennen Sie, wo man alle Sachen. Das macht doch nicht.

SPEAKER_01

So einen riesigen Eimer.

SPEAKER_00

Oder ist ein besonderes herauswellen?

SPEAKER_01

Nein, das ist der sogenannte Besitztumseffekt, dass wir wie ein Objekt in das wir dann in den Sack hingekleidet haben oder in das Weg eingegleidet haben, wir haben das Gefühl, dass das gehört schon ein bisschen uns. Und das dann wieder loszulegen. Und am Schluss, wenn sie einen Eimer gegeben haben, das dann wieder wegzugehen, die Hürden ist psychologisch schwierig.

SPEAKER_00

Es gibt sogar Studien, die zeigen bei dem Endowment-Effekt, wie bei dem Sitztum auf Deutsch, genau. Dass das sogar so krass ist, dass wenn ich das Gefühl habe, es gehört mir, dann einen höheren Wert beimessen. Also hast du mir einen bestimmten Wert gekauft und wenn es der anderen von mir abkaufen wird, müsste mehr mehr zahlen für das gleiche.

SPEAKER_01

Das ist so meine Kette an Punkt, wo ich mir darüber habe, warum ich auf dem Labyrinth-Einbahnpfad, aber Zeugs mitnehme und am Schluss nicht mehr losladen.

SPEAKER_00

Ich habe noch ein paar ausgewählte Elemente, die IKEA macht, um so mein eigenes kleines Universum aufzubauen. So ein unabhängig von dieser Journey, der Reise, die man so durchläuft. Schocken, wenn ich zu diesen drei komme. Als eine, das relativ viele Leute relativ schnell mit IKEA verbinden, sind die schwedischen Namen. Wir haben hier vorher schon Schüttbular angesprochen. Oder Billy ist so ein Klassiker, oder ein Kalax-Regal usw. Und du gehst nicht ein Regal post, sondern du gehst ein Kalax gepost. Oder ein Billy oder was auch immer. Das heisst, du schaffst es sogar mit einem Naming, wo du hast, so einen emotionalen Bezug herzustellen kann, statt irgendwie eine Nummer. Ich weiss schon, dass andere Möbelgeschäfte auch ihren Möbel nehmen können. Das ist nicht so außergewöhnlich, aber durch die schwedische Benammung passiert ganz viel. Ich bin über das Gerücht gestolpert, ich konnte aber nie voll verifizieren können, dass es so bedingt war, weil es eine pragmatische Lösung war, weil die IKEA-Gründer dieses Lexi haben. Und dort die Namen der Möbel viel besser merken. Auch anders geschrieben usw. Wir nicht darauf ankommen, wie man es genau schreibt oder so. Kann es aber auch, wie gesagt, nicht bestätigen, es wird auch häufig berichtet. Aber das Namensschema, das verwendet wird, einerseits natürlich auch die Authentizität. Es wirkt auch Schwedisch, selbst wenn das Möbel selber wahrscheinlich auch häufig in Asien hergestellt ist und gar nicht in Skandinavien, wirkt es einfach automatisch, authentisch, passend zu einem schwedischen Möbelhaus. Danach strahlt so eine gewisse Einfachheit aus dem Ganzen aus. Ich finde, es wirkt alles so basic, zu einer Grundausstattung. Es ist nicht High-End, es wird auch gut verkörpert, durch die zum Teil Lustigen nehmen, die recht auffällig sind, zum Teil auch. Die bleiben pangen, die lösen die Schmunzeln aus. Ich meine, Leute erzählen nicht nur, dass sie einen Kalax haben. Heute, Miriam, gibt es in den Mensa der Hochschule Luzern.

SPEAKER_01

Ja, stimmt.

SPEAKER_00

Geht es Schütbular. Also nicht Fleischklöschen oder Rindfleischbällchen, Meatballs, was auch immer, sondern die haben es sogar geschafft, dass in unserem Mensa übernommen wird. Das finde ich schon recht krass, wenn einem das klingt. Die schwedischen Namen, das das Universum noch abrundet neben dieser Architektur. Das Thema Verpflegung hast du schon angesprochen. Ich finde die Preispolitik, die sie bei der Verpflegung haben, als Preisanker, die macht extrem viel aus. Du hast schon gesagt, günstiger Essen. Hotdog, Franken 50, was auch immer. Süßgetränke sind fast noch am teuresten, aber die Glasse ist relativ günstig. Die Schüttbulars sind günstig. Ich glaube, die machen ganz viel mit den Leuten. Du kommst schon davon aus, dass ich Geld mit dem Restaurant kenne. Aber ich höre 1,2 Milliarden Umsatz insgesamt. Und es sind 6 Millionen Essenskäste. Die machen vielleicht im Schnitt, ich weiss auch nicht, zum Teil, wenn sie etwas kleines 10 Franken Umsatz im Schnitt. Da reden wir von 60 Millionen Umsatz. Der Umsatzanteil ist relativ leicht.

SPEAKER_01

Ich glaube schon, wenn man mit einem wohlgefüllten Bauch in die zweite Runde geht, dann ist vielleicht einer Mal noch bereits, um nochmal etwas Posten. Genau.

SPEAKER_00

Mein Punkt ist, und wie meistens ist es, was hinter raus noch ist, ist für einen Frank der Hotdog, das ist ja nachher mein Kauf.

SPEAKER_01

Ja, aber das Rest ist jetzt mit drin.

SPEAKER_00

Genau, das Reste. Was ich herauswort, finde ich das Rest und die Verpflegung extrem wichtig. Ich glaube aber, die Relevanz am Umsatz, um das Gewinn der IKEA, ist relativ klein. Ich glaube, die vergieren zwar dort etwas, trotz der günstigen Preise. Aber erstens, der Preisanker, der gesetzt wird, mit dem Hotdog ist Franken, hast du auch für deine Möbel nur eine Schneppe bezahlt. Das finde ich eine extrem wichtige Botschaft, die die günstige Verpflegung mit sich bringt. Der Standort des Restaurants, wir haben schon zwei Stunden durch den Parkour verbracht, man kann einen Bauch füllen.

SPEAKER_01

Und dann kann man 90 Stunden.

SPEAKER_00

Genau, man kann das Getränk gratis wieder auffüllen. All die Preisbotschaften, du kannst einen Voucher einlösen, du kannst ein gratis Getränk zum Teil haben, wenn du konsumieren kannst, kannst du 10 Franken gut über ab 20 Franken einkaufen. Ich glaube, wirklich, das Restaurant ist ein Booster des eilen Kerneinkaufs, der den Grossteil vom Umsatz ausmacht. Hier übrigens, wieder ein Image-Pflege. Ich habe den Second Chance noch, wo ich nach kurz etwas sagen dazu. Das ist dieser Bereich, wo wir kein Produkte zurückgeworden sind, etwas gegeben. Ich glaube, einen Teil davon nutzt man hier auch fürs Unternehmens-Image, erstens vom Preis-Image, aber auch vom Nachhaltigkeits-Image. Man probiert viele vegane und vegetarische Optionen von der gleichen Gerichte anzubieten. Das passt natürlich zu einem skandinavischen Unternehmen. Es ist stringent, die dort.

SPEAKER_01

Vegetbullar.

SPEAKER_00

Genau. Die Story wird weitergespielt, wunderbar. Aber es gehört sicher auch zum Markenimage, was man dort anbietet und nicht nur zu welchem Preis man es anbietet. Und der dritte und letzte Punkt ist wirklich die Fundgrube am Ende. Ich meine, da hat man so einen Schatzsuche, es geht so Knappheit. Wir sagen, ist es weg. Das nimmt recht viel Raum ein, finde ich, von dem ganzen Haus. Wenn wir gehört haben, wie viel des Umsatzes das eigentlich ausmacht. Ich glaube, dort ist es wirklich auch noch eins zu zeigen, hey, mehr Schweden, Nachhaltigkeit, sorgen dafür, du kannst günstiges Haus einrichten, du kannst es nachher selber zusammenbauen. Alles drum und dran. Das Gesamtpaket, das hier gemacht wird, ist wirklich sehr stimmig in sich. Das wäre der dritte Punkt, den ich hier noch habe. Was heißt du noch?

SPEAKER_01

Wir haben jetzt ja IKEA durchgelobt und gesagt, wie clever und das Universum alles super gut. Mein nächster Punkt und auch letzter Punkt ist, also wenn ich nach so einem IKEA-Trip auf dem Highweg bin, nie fühle ich mich gut. Ich weiss nicht wie es bei dir ist, aber ich gehe jetzt nie so tiefen, entspannt heute und denke mir so, das ist jetzt wirklich so ein guter Abend. Also das wäre jetzt sicher nicht Teil des perfekten Tag von mir. Abend in der IKEA.

SPEAKER_00

Du schaffst es nicht auf die Liste des Aaron.

SPEAKER_01

Und ich habe mir darüber leidet, was führt, also was treibt dazu bei, dass ich es als Gesamterlebnis, obwohl du jetzt so schön aufgezeigt hast, wie so eine runde Sache ist, aber irgendwie für mich ist es trotzdem als Gesamterlebnis etwas Anstrengendes und nicht entspannendes. Und ich finde einerseits mal, du hast zwar gesagt, Choice Overload, also weißt du, dass du ganz viele Entscheidungen treffen musst. Ist vielleicht bei der IKEA ein etwas weniger als in anderen Einkaufsmöbel-Einkaufsläden. Trotzdem finde ich bei einem IKEA-Trip, du musst extrem viele Entscheidungen treffen, wenn du überhaupt die richtigen Produkte findest, wo du darüber entscheiden kannst. Ich finde trotzdem, es ist eine gewisse Reizüberflutung, also es ist ein helles Licht. Je nachdem, wenn es blöd läuft, viele Menschen läuft. Es ist laut, viele Farben mussten in riesigen Hallen. Du läufst ewig durch die Hallen durch. Wir müssen ständig filtern, was mich müde macht. Du schaust mich jetzt an, als wäre das bei dir überhaupt nicht der Fall. Aber es ist fast drängend.

SPEAKER_00

Hat etwas intervenieren dazu, aber machen wir weiter.

SPEAKER_01

Ich finde, es ist ein Orientierungsstress in dem gesamten Labyrinth. Ich schnalle das Labyrinth nicht. Ich gehe normalerweise einfach den Hauptstrang weg, weil es einfach du bei sicher ist, aber dann geht es einfach länger. Man muss sich durch selbst regulieren, okay, brauche ich jetzt das Bleistier wirklich zuheim? Okay, nein, doch nicht. Leg ich sie zurück. Brauche ich jetzt die Kerze doch? Brauche ich jetzt das Bestick wirklich und die Tassen. Und ich finde es auch körperlich anstrengend. Durch die, weiss ich wie viele Kilometer das ist, aber es ist eigentlich ein Abungspaziergang durch diese Hallenden durch.

SPEAKER_00

Voll und ganz.

SPEAKER_01

Ich finde es anstrengend. Das ist mein letzter Punkt. Ich gehe nicht tiefer entspannt.

SPEAKER_00

Das kann ich verstehen. Vielleicht kannst du dir noch schnell Gedanken machen, wie würdest du es dich ändern?

SPEAKER_01

Nö, weil ich glaube, sie machen wirklich vieles gut. Ich glaube, so ein Möbel- oder auch andere Wohnungsgegenstände, Einkaufstrip, ist per se einfach anstrengend.

SPEAKER_00

Glaube ich auch. Vielleicht noch zwei Sachen zu dieser Choice-Overload, zu dieser Überforderung, weil ich zu viel Auswahl habe. Ich habe nur gesagt, dass dein Inspirationsteil nicht per se stattfindet. Dort wird relativ viele fertige Zimmer, fertige Gefühl, fertige Lösungen für ein Problem, das du hast. Und dort hast du noch keinen Choice-Overload.

SPEAKER_01

Genau, sie nehmen zu einem schon ein bisschen ab.

SPEAKER_00

Genau. Dann hast du erst hinten nachher in der Markthalle, wenn du eigentlich schon völlig gekommen bist. Und genau das möchten sie eigentlich, sie würden dich zuerst inspirieren, dann die Energie auftanken und dann bist du eigentlich schon entscheidungsmüde, wenn du durch die Markthalle durchgehst. Und darum macht es nur links da, rechts da, da packe ich das noch. Und dort, wenn der Overload schon da ist, bist du eben schon müde und daraus greifst du zu einem sehr hohen Anteil von Produkt, die du gar nicht vorkist. Ich glaube, das möchte ich einfach clever.

SPEAKER_01

Ich glaube nicht, aber sie wären wahrscheinlich schon, dass wir mit einem guten Gefühl heute geht.

SPEAKER_00

Das ist sicher so.

SPEAKER_01

Dass sie uns absichtlich müde machen, aber das Erlebnis per se ist trotzdem ermüdend.

SPEAKER_00

Wobei du hast es natürlich, wenn du daheim ein bisschen zusammenstellst und es funktioniert alles. Es ist alles drinnen.

SPEAKER_01

Am nächsten Tag.

SPEAKER_00

Und dann ist gleich wieder eine positive Verknüpfung mit dem IKEA-Absuch, weil es eben so mühefrei gelungen ist, das Ganze wieder zusammenstellen. Ich habe als letzten Punkt probiert, noch etwas Negatives zu nehmen. Was ich häufig höre als Kundenpsychologe, als Konsumentenpsychologe, als Marktpsychologe, dass wir Leute noch manipulieren in dieser Disziplin. Ich habe mir darum vorgestellt, ob die verkaufspsychologischen Kniffe von IKEA jetzt einfach Kundenmanipulation sind. Kann man das so beantworten? Ich habe für mich überleiden, ich finde, nein. Ich finde, Manipulation ist erst der, wenn der Einfluss verdeckt, unfair oder gegen die Interessen der Kundinnen und Kunden passiert. Ja, sie führt dich absichtlich durch den ganzen Ladentüren und die ganze Strecke, die 2 km gesagt hast, damit du mehr kaufst. Das ist eindeutige Verkaufspsychologie. Aber erstens kannst du abkürzen, wenn du. Der Grundlagen, dass sie das möchten, ist, dass du Lösungen siehst für ein Problem. Du kannst dort ein Regeln mit einem Problem. Auch wenn der Anteil von spontankäufen relativ gross ist, aber eigentlich, wenn sie dir auch helfen, ein Bedürfnis zu erfüllen, das du schon hast. Das ist nicht neu geschaffen durch sie. Und darum finde ich, dass es eigentlich okay, dass es auf dem Weg passiert. Es ist gestaltung und nicht verdreckte Teuschung. Das günstige Essen, die Shudbullard usw. Das sind doch nur Ablenkung, damit man länger bleibt. Da können wir jetzt einfach sagen, mit dem Restaurant in der Metinnen, finde ich durchaus ein legitimes Argument. Man kann auch sagen, es steigert wirklich für viel durch. Es ist aber ein gewissermaßen auch einen Service. Man kann etwas essen, weil man weiss, die Inspirationswelt braucht viel Zeit braucht. Man kann eine Pause machen. Es ist familienfreundlich, wenn man mit den Kindern vielleicht auch nicht mehr mögt, mal einen Break einlegen usw. Ich finde, das ist legitim, solange es mit Tricks gekoppelt wird und dich zum Kaufen drängt. Und klar, wenn du sagst, wenn du für 10 Franken etwas kaufst, dann kommst du noch einen Gutschein über einen Vernachter im Laden hinnehmen, dann sind wir schon an die Grenzen, die ich finde, es ist recht manipulativ.

SPEAKER_01

Ja, ich finde, bei den Ikea kommt es bei dem Von nicht so penetrant rein, so an und etwas überwendet auch noch. Das ist bei den IKEA nicht so extrem.

SPEAKER_00

Nein.

SPEAKER_01

Mit so einem Rabatt und so.

SPEAKER_00

Ja, genau. Gratis Kaffee trinken mit meiner IKEA-Family-Karten trinken, ist nicht per se manipulativ. Gar nicht. Und der dritte, ist so, dass man eigentlich die Müdigkeit ausnutzt von den Kundinnen und Kunden in den Markthallen, die, die all die Tausende von kleinen Produkte sind, die fast nichts mehr kosten, nachdem wir gedanklich schon die Türen Möbel gekauft haben, ist eigentlich schon nicht fair, weil es dazu führt, wegen dem psychologischen Mechanismus Testen zu füllen und zu füllen und zu füllen mit Sachen, die man eigentlich gar nicht braucht. Finde ich als Argument durchaus haltbar, aber die Trigger nicht onetisch, die gemacht werden. Onetisch wäre das erste, wenn die Verfügbarkeit ehrenführend wären. Es gibt nur noch drei Stück, obwohl auch noch 100 Händen. Oder die Preise sind halb so teuer wie gestern, sind es gar nicht halb so teuer. Solche Sachen wären nicht, okay, du wirst in einen Fallen geführt, dass du zusätzliche Gebühren hast oder einen Abfallen.

SPEAKER_01

Sie zwingen dich nicht dazu.

SPEAKER_00

Nein.

SPEAKER_01

Sie sind einfach clever.

SPEAKER_00

Verkaufspsychologisch verdammt clever, aber nicht manipulativ. Ich finde, da kann man durchaus mit einem guten Gewissen zu sagen, dass es okay ist, wie die Ikea das macht. Ich würde aber jedem empfehlen, zum Abschluss, vielleicht von meiner Seite her, dass man probiert, einen Ikea-Besuch noch etwas stärker zu planen. Du hast gesagt, du hast vom ersten Besuch Sachen auf deine Liste genommen und am Schluss hast du überhaupt nichts von dem gekauft, aber gleich sind ein paar Sachen im Sack hinein gelandet. Und ich finde so ein paar Sachen, wenn ich dort einkaufe, dass ich mir darauf überlege, was brauche ich wirklich. Wie viel möchte ich für die kleinen Artikel maximal ausgeben? Wenn bin ich da wieder draußen, maximal Zeit, und ich das auch vorne, wenn ich das postte, was geht da heim raus? Auf welchem Preisbetrag sage ich, wir gerne Nacht darüber schlafen, bevor ich mich entscheide? Ich finde es vier oder fünf entscheidenden Fragen von einem Besuch, die so eine spontane Föllerei einen Konsumüberdross reduzieren könnte, würde ich jedem das Herz nehmen. Das waren jetzt die zehn Gedanken Miriam, die von mir zum heutigen Thema Psychologie bei IKEA von Billi bis Schöttbular. Miriam, was ist der Aha-Effekt dieser Folge?

SPEAKER_01

Aha-Effekt der Folge. Du hast eigentlich wieder ein schönes Fazit vor euch gesagt. Einerseits, was nehmen wir mit? IKEA ist kein Zufall. Es ist alles sehr clever gestaltet, von A bis Z, durchdesignt. Und ich glaube, das Bewusstsein, dass wenn wir nächstes Mal einen Friedrich-Auf in den IKEA verbringen, einfach mit dem Bewusstsein hineingehen, welche Kniff. Es ist auch spannend, wenn man da reingeht und versucht einzuordnen, welche Kniff werden wo verwendet, welche psychologischen Kniff. Aber wenn man sich dessen bewusst ist, kann man vielleicht auch eher mal widerstehen an einem Gadget, dem man eigentlich nicht braucht.

SPEAKER_00

Ich glaube, generell die Mechanismen, die man könnte von wenn man fragil, also hier, dass man auch malzeitige Sachen kauft, die man gar nicht braucht. Und in IKEA ist dort ein Weltmeister in dem, dass man Sachen kauft, die man eigentlich gar nicht braucht. Und ich glaube, sich dem Vorgänger Gedanken zu machen, das ist ein wertvoller Schritt. Was ich vielleicht auch noch mitnehmen würde, ist, die möchten das schon verdammt clever. Viele Unternehmen brauchen ja psychologische Mechanismen. Aber ich finde, die Ganzheitlichkeit für IKEA ist schon recht.

SPEAKER_01

Sie können sich ein paar Schiben davon abschneiden.

SPEAKER_00

Absolut. Ich finde, die das eindrücklich. Und das letzte Aha ist, Wir haben gerade Mittagszeit bei uns. Wir gehen schon etwas Bollaresse in unserem Mensa.

SPEAKER_01

Das war mit dieser Erfolg von VolksPsycho. Schön habt ihr hinein gelassen. Spannende Literatur zum Thema findet ihr in der Beschreibung der Folge und alle Psychologie-Angebot der Hochschule CERN auf hslou.ch.

SPEAKER_00

Danke dir. Bald ist Anmeldeschluss für unseren Bachelor und Master in Business Psychology, der im Herbst wieder startet, in einer neuen Runde startet. Meldet euch noch rechtzeitig an oder sagt euch unentschlossenen Freunden oder Kindern oder wem auch immer. Und geht weiterhin mit offenen Augen durch die Strasse und auch durch die IKEA, weil ihr wisst ja, dass alles voller Psychologie oder eben voller Psycho. Bis bald und zusammen!