Voll Psycho
Der Podcast der Hochschule Luzern über die Psychologie hinter deinem Alltag.
Warum verhalten wir uns, wie wir uns verhalten? Mirjam Stieger und Marcel Zbinden dozieren und forschen an der Hochschule Luzern. Sie gehen dieser Frage auf den Grund – leicht verständlich und wissenschaftlich fundiert. In jeder Folge bringen die beiden fünf überraschende Gedanken aus ihrer Recherche mit, diskutieren, lachen und zeigen auf, wie viel Psychologie in unseren täglichen Entscheidungen steckt.
Mehr über den Bachelor, den Master und Weiterbildungen in Business Psychology an der Hochschule Luzern findest du unter hslu.ch/psychologie
Voll Psycho
#21 Placebo im Alltag: Vom Wein bis zur Zahnpasta
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Was haben Schmerzmittel, Energy Drinks und Zahnpasta gemeinsam? Der Placebo-Effekt beeinflusst ihre Wirkung.
In dieser Folge von Voll Psycho tauchen wir ein in die faszinierende Welt des Erwartungseffekts: Warum ein teures Produkt besser wirkt, wieso Marken unsere Wahrnehmung verändern und wie sogar Farbe, Gewicht oder ein Logo uns beeinflussen können.
Wir sprechen über Studien aus der Medizin und Konsumpsychologie und zeigen, wie Placebos nicht nur im Körper, sondern auch im Alltag wirken.
Relevante Literatur
Beecher, H. K. (1955). The powerful placebo. Journal of the American Medical Association, 159(17), 1602–1606.
Benedetti, F., Lanotte, M., Lopiano, L., & Colloca, L. (2007). When words are painful: Unraveling the mechanisms of the nocebo effect. Neuroscience, 147(2), 260–271.
Cornil, Y., Chandon, P., & Krishna, A. (2017). Does Red Bull give wings to vodka? Placebo effects of marketing labels on energy drink and alcohol. Journal of Consumer Psychology, 27(1), 77–84.
De la Fuente-Fernández, R., Ruth, T. J., Sossi, V., Schulzer, M., Calne, D. B., & Stoessl, A. J. (2001). Expectation and dopamine release: Mechanism of the placebo effect in Parkinson’s disease. Science, 293(5532), 1164–1166.
Kaptchuk, T. J., Kelley, J. M., Conboy, L. A., Davis, R. B., Kerr, C. E., Jacobson, E. E., & Lembo, A. J. (2008). Components of placebo effect: Randomised controlled trial in patients with irritable bowel syndrome. BMJ, 336(7651), 999–1003.
Levine, J. D., Gordon, N. C., Bornstein, J. C., & Fields, H. L. (1979). Role of pain in placebo analgesia. Proceedings of the National Academy of Sciences, 76(7), 3528–3531.
McClure, S. M., Li, J., Tomlin, D., Cypert, K. S., Montague, L. M., & Montague, P. R. (2004). Neural correlates of behavioral preference for culturally familiar drinks. Neuron, 44(2), 379–387.
Plassmann, H., O’Doherty, J., Shiv, B., & Rangel, A. (2008). Marketing actions can modulate neural representations of experienced pleasantness. Proceedings of the National Academy of Sciences, 105(3), 1050–1054.
Rief, W., Avorn, J., & Barsky, A. J. (2006). Medication-attributed adverse effects in placebo groups: Implications for assessment of adverse effects. Archives of Internal Medicine, 166(2), 155–160.
Schmidt, L., Skvortsova, V., Kullen, C., Weber, B., & Plassmann, H. (2017). How context alters value: The brain's valuation and affective regulation system link price cues to experienced taste pleasantness. Scientific Reports, 7, 8780.
Shiv, B., Carmon, Z., & Ariely, D. (2005). Placebo effects of marketing actions: Consumers may get what they pay for. Journal of Marketing Research, 42(4), 383–393.
Waber, R. L., Shiv, B., Carmon, Z., & Ariely, D. (2008). Commercial features of placebo and therapeutic effects. JAMA, 299(9), 1016–1017.
Hosts:
Mirjam Stieger, mirjam.stieger@hslu.ch, Mirjam Stieger | Hochschule Luzern, Mirjam Stieger | LinkedIn
Marcel Zbinden, marcel.zbinden@hslu.ch, Marcel Zbinden | Hochschule Luzern, Marcel Zbinden | LinkedIn
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Willkommen bei FallPsycho, ein Podcast voll von psychologischen Alltagsphenomens. Heute reden wir darüber, wie und wo marketing placeb im Alltag eine Rolle spielt. Wir gegenüber sitzt Marcel, Wirtschaftspsycholog, doch im Studium Business Psychology at the Hochschule Lucern. Marcel ist ein Markt- und Consumentpsycholog. And du verstehst Marketingkniff und kannst auch den Hinterschauen, zumindest theoretisch. Gehe ich davon aus, dass der Placebo-Effekt wahrscheinlich in deinem Alltag ein bisschen weniger wirkt, weil du einfach dahinter siehst.
SPEAKER_00Und wir überhaupt Miriam Psychologin und ebenfalls Dozentin im Studio Business Psychology an der Hochschule Luzern. Und als junge Mutter behaupte ich mal, ist man, weil man nur das beste, was für sein Kind ist, sehr affin für Marketing Placebos. Der Volpsychopodcast ist ein Angebot des Studio Business Psychology der Hochschule Luzern.
SPEAKER_02Heute geht es um ein Phänomen, das viele wahrscheinlich aus der Medizin kennen, den Placebo-Effekt. Also die Idee, dass etwas wirkt, obwohl eigentlich gar keinen Wirkstoff drinsteckt. Zum Beispiel, wenn wir statt richtigen Schmerzmedien einfach eine Zuckertablette nehmen und die dann trotzdem zu einer Schmerzreduktion führen. Den Mechanismus hinter einem Placebo-Effekt finden wir aber nicht nur in der Medizin, sondern auch sonst in unserem Alltag. Also eigentlich immer, wenn wir irgendwelche, sagen wir mal, Anführungsschlusszeichen, Produkte konsumieren, spielt der Placebo-Effekt eine Rolle. Unsere Erwartungen an einem Produkt beeinflussen, wie wir das Produkt wahrnehmen, bewerten und uns auch entsprechend verhalten. Heute beleuchten wir die Macht hinter einem Erwartungseffekt und wie den Placebo-Effekt uns beeinflusst. Dazu dann in den heutigen Folgen. Wie bei jedem Thema, auch heute, bringen wir jeweils fünf Gedanken mit aus der Forschung aus dem Alltag und aus unserem echten Leben. Was wir auch wieder jetzt beim Thema Placebo-Effekt nicht wissen, ist, welche fünf Gedanken die andere Person jeweils mitbringt. Wie ähnlich oder wie verschiedene wir aufs Thema Placebo schauen, das finden wir jetzt raus. Marcel, hast du den Placebo-Effekt auch schon mal gezielt und bewusst angewendet? Vielleicht eine kurze Story, wie ich das schon angewendet habe. In Sefi-Lager haben wir immer Smartys mit dabei und dann ein Kind, der gesagt hat, sagt HIW, Smartis gegeben und gesagt, das hilft bei deinem HIW. Das hat wirklich erstundig gut funktioniert. Hast du auch schon mal so irgendetwas Ähnliches gemacht zum Placebo-Effekt für dich oder bei anderen?
SPEAKER_00Du hast privat oder Beruf?
SPEAKER_02Egal.
SPEAKER_00Privat, nicht so gezielt wie du. Wobei, wenn wir beispielsweise Homöopathie aus wissenschaftlicher Perspektive nachschaut, dürfen wir. Das ist Lobuli, die du recht kritisch auf Homöopathie schauen kannst. Wir haben auch homopathische Produkte, die wir den Kind kennen, das wahrscheinlich mitunter den Placebo-Effekten eine recht grosse Rolle spielt. Geschäftlich war ich lange in der Lebensmittelindustrie. Vielleicht nicht gerade Placebo-Effekte in der Reihenform, aber dort wird definitiv ein Produkt zum Teil eingeschraubt, damit das Zusammenspiel der Sinn optimal aufeinander abgestimmt ist.
SPEAKER_02Sehr schön ausgedrückt. Leg doch du mal los mit deinem ersten richtigen Gedanken.
SPEAKER_00Ja, du hast schon mal schon kurz angeteint im Intro, was ein Placebo-Effekt ist. Mich hat einfach interessiert, wo kommt der herkommen der Placebo-Effekt. Und das ist noch spannend. Placebo ist aus dem Lateinischen und heisst eigentlich eine Zukunftsform, heisst, ich werde gefallen. Und im Mittelalter hatten wir dort Leute so bezeichnet als Placebo-Sänger, die ihr aus der Bibel gesungen haben, und bestimmte Textstellen, die Placebo in der Bibel vorkommt, so gefällig mitgesungen haben, ohne es wirklich ernst zu meinen, sind als Placebo-Sänger bezeichnet wurden. Recht abwertend. Dann kommt der Begriff her. 1772 wurde in der Medizin das erste Mal gebraucht, aber auch noch abwertend. So eine Behandlung, die eher beruhigen oder gefallen, als wirklich Nutzen kann. Heute ist ein zentrales psychologisches Prinzip der Erwartungen, die reale Wirkungen auslösen können. Wie du vorhin gesagt hast, ein Placebo eine Behandlung, ohne in der Medizin zumindest eine Behandlung, ohne pharmakologische Wirkung, das aber trotzdem wirkt, weil der Körper das macht, was die Kirne erwartet. Bekannt, wurde 1955 von Henry Beecher. Er hat ein Studio durchgeführt mit dem Titel Powerful Placebo, beziehungsweise nicht eine Studie, sondern 15 Studien analysiert mit über 1000 Patientinnen und Patienten und haben dort unterschiedlichste Beschwerden analysiert, postoperative Wunschschmerzen, Angina Pectoris, Kopfweh, Angst, Spannungszustände, Husten Erkältung usw. Aus dem wurde eine berühmte Zahl entstanden. 35% siegen durch Placebo wirklich sagt, zufrieden erleichtert des Schmerz.
SPEAKER_02Also 35% der Leuten.
SPEAKER_00Ja, genau. 35%. Operationalisiert hat er sie so, mindestens 50% Schmerzlinderung, zu zwei Messzeitpunkte, 45 und 90 Minuten nach der Gab. In der Vergleich berühmt worden, bei starken postoperativen Schmerzen, 75% unter Morphin ausreichend erleichtert. Ich bin zufrieden mit der Schmerzlinderung. 35% unter Placebo. Das war der Ursprung. Die waren heute nicht mehr haltbar die 35%. Es gibt auch unzählige Studien in diesem Bereich, aber es war der Startschuss zu dieser Placebo-Forschung. Zwei wesentliche Erkenntnisse, die man eigentlich mitnehmen kann aus dem Ursprung Henry Beecher. Das eine ist, dass die Wirksamkeit von vielen Behandlungen könnte überschätzt werden, wenn es keine Placebo-Kontrollen gibt. Das heisst, es ist einfach wichtig, noch so eine Kontrollgruppe zu haben mit Placebo, um das zu vergleichen. Und die aus wissenschaftlicher Perspektive, wahrscheinlich sogar die relevanteste Erkenntnis von heute, also das stärkste Vermächtnis Henry Beecher, ist, dass wir eigentlich randomisierte, doppelt blinde Studienführen. Das hat den Start. Was heisst das für die, die nicht zu der Wissenschaft daheim sind? Erstens, dass alle Leute, die bei so einer Untersuchung mitmachen, in die einzelnen Gruppen, wir reden zum Ende von Experimentalgruppen, also die, die auch wirklich etwas bekommen oder einen Realeffekt mitkommen. Und neben dazu können wir eine Kontrollgruppe, die in dem Fall Placebo bekommen können. Und man schaut die Gruppe die Leute zufällig auf die Gruppen zuteilen. Nicht, dass dort einen Effekt durch das geben können. Das Doppelblenden bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass sowohl die Versuchsleiter als auch die Teilnehmenden wissen nicht, wer kommt über. Und dass man die wissenschaftlichen Standards hochhalten kann, ist wahrscheinlich das grösste Vermächtnis des Powerful Placebo da drinnen. Was wir aber feststellen kann, dort schon, und auch im Nachgang, dass der Placebo-Effekt besonders dort stark ist, wo Wahrnehmung, Bewertung und Erwartung eine grosse Rolle spielen, also bei Schmerz, Übelkeit, Müdigkeit. Wenn es um eine subjektive Erlichterung geht, eben diesen Schmerzen oder um Stimmungsverbesserungen. Weniger überzeugend ist er meistens bei härten objektiven Krankheitsmarker. Und vielleicht noch als letzten Teil von meinem ersten Gedanken, bevor ich dir gerne das Wort darüber gebe, die überleitung zu dieser Marketingperspektive. Wir haben im 15 eine Studie durchgeführt, in der man Studierende mit häufigen Kopfschmerzen Versuch machen. Und zwar in dem, was wir Tabletten haben, und die Tabletten haben entweder ein offizielles Ibuprofenpräparat bekommen, ein Norrofen oder ein Generikum, ein Generikum für Ibuprofen. Die sind entweder beschriftet mit dem offiziellen Brandlabel, Nurofen oder einem Generikum. Jede eine Variante hat ein Placebo und die andere Variante hat echtes Ibuprofen 400 mg bekommen. Wir haben so etwas wie vier Gruppen: 2x2. Entweder Marken hat man Placebo bekommen oder ein echte Präparat oder das Generikum oder das echte Präparat oder das Generikum. Das spannende Ergebnis aus dem Ganzen, wenn man ein echtes Ibuprofen bekommen hat, hat es keinen Unterschied gemacht zwischen dem Neurophilenlabel und einem Generikum. Beide waren gleich wirksam in dieser Studie. Wenn wir das Placebo mit einem Neurophil-Label, also mit dem echten Brand, war es gleich wirksam wie das echte Ibuprofen mit dem Neurofil-Label. Und wenn wir aber das Placebo mit dem Generika-Label, dann haben wir signifikant weniger starke Schmerzlinderung als mit einem echten Ibuprofen einem Generika-Label. Das Fazit der Autoren ist, dass die Marken den Placebo-Effekt massiv scheint zu verstärken. Ein Placebo, das noch die Marken Support hat, hat deutlich stärker gewirkt als aktive Schmerzlinder. Das heisst, die Marken wirkt wie ein Placebo, und damit wären wir eigentlich auch beim Link in die Marketingwelt.
SPEAKER_02Und ich gehe jetzt nochmal zurück aus der Marketingwelt. Nein, wir haben ja gesagt, wir werden es viel breiter definieren, aber ich habe noch mal kurz in die Medizin, weil der Placebo-Effekt. Das ist mein erster Punkt, der Placebo-Effekt kann, auch bei gewissen Marketingplacebom, der kann biologisch sehr real sein. Ich habe hier auch eine klassische Studie 1978 veröffentlicht, also sehr alt, ein bisschen weniger alt als das, was du vorher erwähnt hast, als Kickoff-Stunkt der Placebo-Forschung. Aber da haben sie Patienten und Patientinnen nach Weisheitszahl OPs, also mit einem echten akuten Schmerz, haben sie untersucht. Die haben sie dann eben auch, wie du das schön erklärt hast, haben sie zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hat einfach ein Placebo überkommen, also z.B. eine Kochsalzlösung, eine inaktive Substanz, die gar nichts kann. Die andere Gruppe hat auch den Placebo, die Kochsalzlösung nichts können, plus das Naloxon. Naloxon blockiert die Wirkung von körpereigenen Endorphins. Körpereigen Endorphin sind wie körpereigenen Stoffe, die Schmerzen lindern können, der den Körper selbst produzieren kann. Die Logik dahinter ist, dass wenn Placebo nur eine psychologische Einbildung wäre und durch das Placebo keine körpereigen Endorphin, keine körpereigene Schmerzmittel gebildet werden, dann sollte es keinen Unterschied machen, ob man Rezidegruppe mit oder ohne Naloxon. Wenn Placebo aber über die Ausschüttung von Endorphin wirkt, also wirklich ein körpereigenes Schmerzmittel produziert werden, durch die Einnahme von Placebo produziert werden, dann würde die Einnahme von Naloxon diesen Effekt blockieren. Das Ergebnis damals, 1978, also wirklich schon extrem lange her, war, dass das Placebo allein in den Leuten, in dieser Gruppe, die nur Placebo bekommen hat, dass sie zu einer signifikanten Schmerzreduktion geführt hat, dass sie ein körpereigenes Schmerzmittel produziert haben durch die Einnahme von Placebo. Und in der Gruppe, in der Placebo und Naloxone das andere Mittel haben, es eine deutlich geringere Schmerzreduktion gegeben haben. Das war ein riesiger Durchbruch in der wissenschaftlichen Welt, dass wir sagen, dass es wirklich biologische Mechanismen, die durch die Einnahmen von einem Placebo in Gang gesetzt werden können, wo einem echten Schmerzmitteln auch ähnlich sind und die gleiche wirkt, wie ein echtes Schmerzmittel haben können. Wir haben ja gesagt, wir reden heute nicht nur über die Hardcore-Medizin-Placebos, die biologischen Mechanismen auslösen können, sondern es geht generell auch über das Konsumieren von Produkten, das den Erwartungseffekte an einem Produkt einfach zu Veränderungen in der Wahrnehmung, in der Bewertung oder im Verhalten führen können. Aber nicht unbedingt, oder vielleicht auch wie gewisse Sachen, die man bei Veränderungen im Kirn beobachten kann, aber nicht unbedingt, dass sich biologische Mechanismen sich verändern durch den Konsum von irgendwelchen Produkt. Der Begriff Marketing Placebo ist etwas schwammiger und breiter, und es muss nicht wirklich mit biologischen Veränderungen einhergehen, sondern es lange Blödsinn auch Veränderungen in der Wahrnehmung und der Bewertung des Produkts, durch den Erwartungseffekt.
SPEAKER_00Genau, wo bei sie gibt es zum Teil auch einen Konsum. Ich habe hier zwei, drei Beispiele.
SPEAKER_02Biologische Veränderungen.
SPEAKER_00Biologische Veränderungen, das ist recht eindrücklich. Aber wenn wir bei den Konsum-Placebo-Effekte sind, vielleicht zuerst mal zum Start. Wer sind die Durchheber des Begriffs überhaupt? Das sind Chief Carman und Reilly 2005, das ist ein recht junger Begriff im akademischen Sinn. Sie haben von den Placebo-Effekten von Marketingaktivitäten und haben dort Preisgestaltung oder Werbung betont, die Konsumerwartungen wecken, die die tatsächliche Wirksamkeit des Produkts verändern könnte. Das war stark vor Ihnen. Aber eigentlich hat das Placeboten-Denken schon viel früher angefangen. Wieder mal ein Buchtipp von mir, Charles Daeg, der hat The Power of Habit geschrieben. Ich bin in einer Gewohnheit und eine Gewohnheit. Interessierten Menschen und The Power of Habit. Ein cooles Buch, zumindest die ersten 40-50 Seiten lohnt es sich wirklich. Für das lohnt sich es schon. Er beschreibt dort den Case Pepsi. In den 19er Jahren war das Z-putzen noch kein verbreitetes Verhalten. Damals hatte man wirklich Mühe, als die Zentputzfirmen, dass man es geschafft hat, die Leute dazu zu bringen, Zand zu putzen. Einer der bekanntesten Werber der damaligen Zeit, Claude Hopkins, wurde den Auftrag über Werbetexter für Pepso-Tent als Auftrag gewarrt wurde. Er wurde auch der Gründer von Slogans in der Werbebranche. Er hat gesucht, nach einem guten Auslöser, weil offenbar ist dieser Film der Zand zu entfernen, hat nicht gelängt, dass wir die Leute angefangen zu zusamputzen angefangen. Er hat nach einem Auslöser gesucht, das den Zentut zur Gewohnheit macht. Er hat auch eine Auslöser im Menthol. Das Mentol, die chemische Verbindung, die die Pfeffermünzen vorkommt, wirkt auf den Kälterrezeptor und tauscht das Hirni über Temperatur. Wir haben aber keine echte Abkühlung, sondern nur unser Hirn meint, es reinigt auch nicht besser. Wenn wir bei uns unsere Zusammenbasteln, wo alle nach Menthol oder Münzen schmecken, hat es null Reinigungseffekte. Ich glaube, weniger als 10% antibakterielle Wirkung. Aber rein für die Reinigungskraft spielt es überhaupt keine Rolle. Es ist eine reine Sinnesillusion, die tauscht frische vor, superkeiten und Hygiene. Aber er hat per se nicht wirklich einen Effekt. Aber er hat es geschafft, mit Werbung das zu verknüpfen. Das Reinigungsgefühl am Ende über das Menthol ist für die Leute wichtiger als die effektive Reinigung über das Flor, das der Zahnbast drinnen ist. Er hat so konditionieren können, dass die Leute über das Superkeitsgefühl angefangen haben, das Gefühl, das ich wieder habe. Und dann haben wir daraus viel mehr angefangen, die Zand zu putzen. Eigentlich wegen einem Placebo-Effekt.
SPEAKER_02Und dann sind die Leute nachher gefragt worden, was hast du das Gefühl, wie sauber deine Zähne sind und die, die mit dem Mentol putzen, haben das Gefühl, es ist sauber.
SPEAKER_00Ja, die haben gesagt, wieso putzt es die Zand? Ja, wegen dem guten Gefühl her. Und haben nicht das Gefühl, es ist jetzt nur schmeckt es gut, sondern ihnen suggeriert, mein Mülle ist jetzt sauber. Da drinnen. Das gleiche gilt ja auch für den Schaum. Der Schaum ja, den Shampoos usw. Sie haben eigentlich null Wirkung, aber etwas, das überhaupt nicht Schaum, damit wir das Gefühl, es wirkt ja nicht. Der Effekt gibt es schon sehr, sehr lange. Aber eigentlich erst seit einem 054, so als offiziell akademischen Begriff, den Konsumplacebus. Sie haben dort ein Studie durchgeführt mit einem Energy-Drink, der angeblich die kognitive Leistung zu steigert. Ich sehe schon nicke, das ist eine Studie, wo du offenbar auch darüber gestolpert bist. In der ersten Gruppe den Energy-Drink gegeben und gesagt, sie haben zum regulären Preis. 1,89 Dollar kostet das Produkt kostet. In der Gruppe B haben sie gesagt, dass du hast hier den genau gleichen Energy-Drink mit einem reduzierten Preis von 89 Dent. Also reden wir 12. Und im Nachhinein müssen sie Wortpuzzles lösen müssen, sogenannte Anagramme. Beispielsweise, also das heisst, man kann aus dem gleichen Wort ein anderes Wort machen. Kleiner Test, Miriam. Aus dem Wort Erbgut, was kann man für das Wort machen? Gewein. Erbgut?
SPEAKER_02Kein?
SPEAKER_00Nein, das ist jetzt fies. Du hast kein Energy-Drink getrunken. Ist das das? Geburt wäre ein Anagramm aus Anagramm Erbgut heraus. Und bei der Gruppe A, beim regulären Preis, die sie signifikant mehr Anagramm lösen können als Gruppe B mit einem günstigeren Energydrink. Das ist schon crazy. Und die Versuchsperson war bewusst, dass Preis eine Wirkung hat, also nur unbewusst passiert. Wir haben eine ähnliche Studie vor ein paar Jahren gemacht, in dem wir die Leute Red Bull trinken versus Sprite, der etwas ähnlich schmeckt wie Red Bull. Das mit vier Gruppen verglichen, ähnlich, wie ich es vorher beschrieben habe. In dem haben wir gesagt, es war Red Bull Reich Sprite und umgekehrt. Damit hat der sogenannte Stroht-Test gemacht. Das war ein Farb-Test. Das muss ich nicht erläutern. Aber auf jeden Fall bei diesen Gruppen, die entweder das reale Red Bull oder das Fake Red Bull haben, haben sie bei diesem Test besser abgeschnitten, wenn sie das vermeintliche Red Bull trunken haben. Und die, die aus der Spreite-Packung heraus getrunken haben, egal ob Red Bull war oder nicht, haben sie weniger gut gelöst. Auf gutes Red Bull verleiht Flügel einfach nur aufgrund des Label, nicht aufgrund des Inhalts. Das ist so eine Klassikerstudien, die zeigen, dass es wirklich einen Effekt in unserer Handlung, unser geistigen Leistungsfähigkeit drinnen. Und es geht sogar noch weiter. Der biologische Effekt, den du vorgeschildert hast, geht es ja auch in den Studien. Beispielsweise schauen wir aus dem 08. eine Studie, die die Leute haben, dann stellen wir das recht krass vor, FMRI. Bei FMRI geht es eigentlich darum, welche Hirnregionen aktiv sind und von einem fließt das Blut. Das tun wir währenddem messen. Dann muss man in so einem Scanner klicken oder sitzen. Wenn man das machen muss, stelle ich mir das recht lustig darvor, weil sie wein trinken müssen. Sie haben gemeint, sie trinkt fünf verschiedene Gaberns so Nyons, haben aber real noch dreimal den gleiche wein getrunken. Sie haben aber aus unserem Röhrlich trinken, weil sie FMRI-Scanner war. Dann gehen sie mal davon aus, das war recht lustig, um zu zuschauen. Das Spannende da drinnen. Unter anderem haben sie bei einem fünf gemeinten Wein eines gelebelt bekommen als 5 Dollar wein und einiges als 45 Dollar wein. Das heisst, wo es genau der gleich der gleich war und genau der gleichen Effekt umgekehrt, einen sehr teuren Wein. Einer ist sehr teuer gelebelt und einer wirklich günstiger gelebt. Man haben gemerkt, dass es mehr Aktivität gibt im Hirn job, dort, das Belohnungszentrum ist, beim teureren Label in beiden Varianten. Das heisst wirklich eine körperliche Auswirkung rein aufgrund des Preisschilds. Es ist nicht die Rationalisierung zu erleben. Die Leute haben nachher gesagt, es sei besser, sie haben sich eingekriegt, was teurer war. Erleben anders und hat für beide preisrichtigen Gulden. Der Preis verändert nicht nur unsere Einschätzung der Qualität, sondern verändert die Qualität selber, so wie wir sie erleben. Das ist verdammt größer.
SPEAKER_02Der Einfluss von Preis ist wirklich, wie wir uns hier beeinflussen wollen, ist einfach krass. Ich habe die Wein-Studie, die ich darüber gestolpert habe und im gleichen Zug hat sie auch noch eine Studie aus dem 08 zu Schmerzmitteln, wo eine Gruppe ein als teuer gelebendes Schmerzmittel überkommen hat und die andere Gruppe ein als stark reduziertes Billigsschmerzmittel. Dort hat sich auch gezeigt, dass das teuren Placebo-Schmerzmittel, das eigentlich gar kein Schmerzmittel war, es besser gegen Schmerz gewirkt hat als das reduzierte Schmerzmittel, das sie auch wiederum neben biologischen Komponenten hat. Da finde ich wirklich, dass wir uns des Preis so stark beeinflussen können, ist wirklich unglaublich. Soll ich weitermachen?
SPEAKER_00Warte, ich habe ein Studio nicht dazu, dann würde ich sagen, auch mit Marken mit körperlichem Effekt sogar. Und zwar das sogenannte Pepsi-Paradox. Das geistert schon lange um, dass beispielsweise Pepsi besser abschneidet, wenn man es blind degustiert. Und sobald man es branded degustiert, dann gegenüber Coca-Cola, schneidet Coca-Cola besser ab. Und das ist natürlich relativ lang. Pepsi hat es immer wieder promoted. Wir sind im Fall blind, wären wir besser. Du Coca-Cola entgegen, ja, wenn du einen Schluck nimmst, sobald du das ganze Glas nimmst, ist der Coca-Cola wieder besser. Aber es hat sogar ein Studio gegeben, auch im FMRI-Scanner, wo man die Hirnareal untersucht hat. Das finde ich echt crazy. Und zwar hat man dort drei Varianten: komplett blind. Pepsi versus Coca-Cola. Dann nach der semi-blind, eigentlich nur Pepsi gesehen und was in diesem ist. Wobei ich finde, wahrscheinlich ist es ein bisschen auf der Hand, was in diesem sein könnte, aber egal. Und eigentlich semiblind auf der anderen Seite, wir haben Coca-Cola und Pepsi nicht gesehen. Der Effekt ist, dass in zwei Gruppen waren. Das heisst, sowohl dort, was komplett blind war, als auch semi-blind Pepsi, aber Coca-Cola nicht, hat Pepsi leicht besser abgeschnitten. Und sobald in der dritten Anordnung Coca-Cola gesehen hat und Pepsi nicht, ist Coca-Cola massiv besser ankommen. Das ist die einzige Komponente. Also der Brand hat etwas gemacht beim Geschmacksempfinden. Das, was aber für mich neu war, dass das Logo, das man sieht, gewisse zusätzliche Regionen im Hirn aktiviert, wo das Pepsi-Logo nicht aktivieren kann. Hey nein. Markennimmst keine Meinung ist. Es ist im Nervensystem kodiert. Das heisst, du trinkst 100 Jahre Werbung mit und das hat eine Auswirkung auf das, was dein Hirn aber basiert. Schon krass.
SPEAKER_02Ziemlich krass. Mein nächster Punkt ist, dass auch der Mensch dahinter oder eben auch die Marken dahinter, kann man auch Marken übersetzen, einen Teil der Wirkung ist. Und da nochmal eine medizinische Studie, aber das kann man eben auch auf andere Aspekte übersetzen. Aus dem 08, wo Patienten mit Reizdarm-Syndrom teilgenommen haben. Die haben es dann in drei.
SPEAKER_01Von was wir alles reden. Was es alles gibt. Reizdarm. Reizdarm-Syndrom. Wir lernen da Sachen, das ist super.
SPEAKER_02Wir haben drei Gruppen eingeteilt. Die eine haben gar keine Behandlung übergekommen. Super. Die zweite Gruppe.
SPEAKER_01Es ist eben quasi, ja.
SPEAKER_02Vielleicht sind es eine Warteliste, da bin ich nicht ganz sicher. Vielleicht kann es dann irgendwann doch noch etwas überhaupt. Die zweite Gruppe, Placebo-Medi und eine neutrale Interaktion mit dem Arzt. Und die dritte Gruppe auch Placebo-Medi, aber eine warme, empathische Interaktion mit dem Arzt. Der Arzt hat sich zugewandt verhalten, aktiv zugelassen, empathisch, probiert eine Beziehung zu Patient und Patientin aufzubauen. Und, es ist jetzt nicht surprising wahrscheinlich. Das Ergebnis war, dass die dritte Gruppe mit dem empathisch zugewandten warmen Arzt, dass die die stärkste Verbesserung bei diesen Symptomen im Reizdarm-Syndrom gezeigt haben. Gruppe 2 mit einer neutralen Interaktion schon auch besser, dass die, die keine Behandlung bekommen haben, aber sicher nicht so gut wie die, die eine warme, empathische Interaktion mit dem Arzt haben. Das heisst, das gleiche Placebo-Medikt stärker, wenn der Arzt empathisch ist. Und das kann man eben auch übersetzen auf irgendwelche Coaches, Verkäufer, Verkäuferinnen und dann auch Marken. Wenn wir ein Produkt, egal was es ist, wirkt besser, wenn es einfach gut erklärt ist, wenn Vertrauen da ist, wenn eine Beziehung dazu entsteht, dann wirkt der Placebo-Effekt besser. Und jetzt bei dieser Reizdarm-Syndromstudie haben sie sich das so erklärt, das kann man nicht eins, zwei auf alles andere übersetzen. Aber dass das grösse Vertrauen in den Arzt, in die Person, dass man dann auch das Gefühl hat, ich werde ernst genommen wird. Das heisst, der Erwartungseffekt ist auch grösser ist, dass man das Gefühl hat, dass Medien wirkt mehr, das wiederum reduziert Stress und somit auch die Reizdarm-Syndrom-Symptomen. Das finde ich schon spannend. Die meisten hindern den Arzt, dass der Kontext auch mit, in welchem Kontext das Produkt konsumiert wird.
SPEAKER_00Eine Verglaufwürdigkeit der Wirkung, das macht ja durchaus. Absolut. Aber das Spannende findet in dem Fall noch mit Beispielen, wo Preis und Marken eine Rolle spielen. Das zeigt eindeutig, dass es nicht nur eine Dopaminausschüttung gibt, also eine Belohnung bei uns, wenn wir etwas konsumieren oder etwas zu uns nehmen, sondern schon in der Erwartung davon. Dopaminausschüttung gibt es eigentlich schon Formkonsum. Die Antizipation, die wir erwarten, dass die Formt eigentlich.
SPEAKER_02Wir müssen es eigentlich gar nicht konsumieren.
SPEAKER_00Eigentlich müssen wir gar nicht. Aber unsere Hirn ist so wie eine Kugeln, ein Glaskugel, eine Wahrsage, das ist vorwegnehmen. Wir haben gesagt, höher Preis, unser Hirn, eine höhere Qualität, das passiert. Oder bestimmt das Markologen wie Google Gola, ein Erlebnis wird schon wie vorweggenommen. Ich habe auch noch ein letztes medizinisches Beispiel nennen, das ich recht krass gefunden habe, und zwar bei Parkinson-Patienten. Das sind ja immer auch sehr heikle Sachen, weil man mit Leuten so für Seuche macht, das die entsprechenden Symptome hat, das auch heikel ist. Das, was du vorhin angesprochen hast, es ist heute der Standard, dass die einfach auf der Warteliste sind. Nach dem Ende des Experiments kommen die serialen Präparat definitiv auch über. Aber da ist es darum gegangen, das Dopaminpräparat überkommen können, was es darum geht, die Motorik zu verbessern. Wir haben drei Versuchsanordnungen, das Originaldopaminpräparat kosten, plus eine Kochsalzlösung, wo wir verzählt haben, das kostet 1500 Dollar kosten. Plus eine Kochsalzlösung, die mit 100 Dollar deklariert war als Präparat. Hier hat man gesehen, die teureren Varianten. Die Hochsalslösung, die wir den einen Gruppe gegeben hat, hat eine gleiche, wirklich effektive Verbesserung der Motorik, von 28% im Durchschnitt und auf dem gleichen Niveau wie das Originalpräparat. Also klassisch Placebo-Effekt, wie wir können. Aber das Krasse ist, beim 100-Dollar-Präparat war die Verbesserung im Durchschnitt nur 13%. Das zeigt auch, dass der Preis, oder wir von der Marke haben, einen krassen Teil des sogenannten Placebo-Effekt ausmacht. Und wenn man sagt, der Preis, sogar bei einer schweren neurologischen Erkrankung wie Parkinson, pharmakologisch relevante Effekte erzeugen können, wie stark ist er denn erst im Alltag? Das ist schon noch bei Sachen, die weniger körperlich auswirken.
SPEAKER_02Ich finde es eine traurige Erkenntnis, dass Medis mega teuer sein müsse, dass sie eine Wirkung auslösen.
SPEAKER_00Oder eine stärkere Wirkung. Auch ich. Auch ethisch ist, wenn man über Medikamentepreise reden. Eigentlich ist es in einem gewissem Maße sogar clever, wenn es Medien sehr teuer ist.
SPEAKER_02Ja, clever schon, aber wo führt das an?
SPEAKER_00Ja, genau. Aber clever, ich meine jetzt nicht für Sport von der Pharmaunternehmen, aber bezüglich Wirksamkeit.
SPEAKER_02Ja, man muss einfach den Leuten sagen, dass es mega teuer ist, aber eigentlich ist es nicht das teuer.
SPEAKER_00Ja, es hat etwas anderes Geld bekommen.
SPEAKER_02Sagen uns einem Kind einfach, dass die Sachen, die wir hineingern, mega teuer sind.
SPEAKER_00Genau.
SPEAKER_02Vielleicht hilft es denn?
SPEAKER_00Mein nächster Punkt wäre, dass nicht nur Preis und Marken eine grosse Auswirkung haben, wie wir Produkte wahrnehmen, wie wir unsere Wirklichkeit konstruieren, sondern auch andere sensorische Signale.
SPEAKER_02Ja, leg los.
SPEAKER_00Okay. Ich habe bei mir so oft Mentol angesprochen, im Zusammenhang mit der Zahnpasta. Aber auch Farbe, Gewicht, Kruch, Schärfe. Grundsätzlich könnt ihr Sinneseindrücke unsere Wirksamkeit signalisieren und auch verändern können. Und dann habe ich zwei verschiedene spannende Studien mitgebracht, die zeigen können, dass bevor irgendein Inhaltsstoff überhaupt wirken von dem Produkt hat, haben unsere Sinn bereits ein Urteil gefehlt. Das eine ist ganz Neues, du ist im 25. Was die Farbe beleuchtet hat, in insgesamt sieben Laborexperimenten, bei denen wir Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Handdesinfektionsmittel. Auch einen schönen Spagat von Darmreitsyndrom. So Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel. Und dort geschaut, was hat die Änderung der Farbsätigung des Produkts für eine Wirkung? Wir können feststellen, dass eindeutig gesättigte Farbe in der Wahrnehmung der Leute stärker das Produkt. Satter gleich man braucht weniger. In dem Fall haben wir die Leute nicht gefragt, was wir mehr, sondern in der Sächsische in einer Experimentalbedingung, man schaut im realen Einsatz, von was mehr gebraucht und von was wird weniger gebraucht. Und vom satteren Produkt ist im Verhältnis, weniger gebraucht worden.
SPEAKER_02Das macht mega viel Sinn. Macht mega viel Sinn. Also ich würde auch so handeln.
SPEAKER_00Genau. Also Hersteller musst du überlegen, welch schneller wieder neu gekauft.
SPEAKER_02Ganzes Fazprodukt mit so ungesättigten Farben.
SPEAKER_00Genau. Aber natürlich Wirkungsannahme wird hier nur durch die Farbe verändert und das kräftige Blau, das viele von ihnen damit geschaffen wird, ist definitiv kein Zufall. Das Problem ist nicht ein bisschen, dass wenn du eine natürliche Brand hast, wie im Bereich von Babyprodukts oder Naturkosmetik, dann wird es schon nicht mit dem chemischen. Die wirken schon, aber nicht gerade so eingetzt. Ja, genau. Ja, genau. Wenn du diese chemische Farbe verwendest, dann kannst du einen gegenteiligen Effekt haben. Biolabelsmengst, das ist ein Spagat, den du einbringen. Die eine Farbe hat auch einen Impact auf das gesamte Empfinden, auf die Wirkung eines Produkts. Gewicht, das ist eine andere Studie, in die ich darüber gestoßen bin. Gewicht des Produktes. Gewicht des Produkts. Und zwar hat man einfach einen Seife, so eine Handseife, in unterschiedlich schweren Flaschen verkauft. Eins ist 350 Gramm, eins ist 450 Gramm. Und das Lustige ist, wir haben in dieser schweren Flasche einen stärkeren Duft vorgenommen und eine höhere Reinigungserwartung.
SPEAKER_02Das finde ich jetzt unintuitiv. Kleinere Flaschen hast du doch das Gefühl, das ist exklusiver und besser.
SPEAKER_00Nein, schauen wir mal Barfirmindustrie. Also die schweren Flaschen. Ja, aber mega schwer.
SPEAKER_02Ja, schwer, wegen dem Glas.
SPEAKER_00Ja, genau. Ich rede ja auch vom Quek.
SPEAKER_02Ah, du redest von der Verpackung.
SPEAKER_00Ich rede nicht von der Grösse. Ja, ja, genau. Es geht nicht um deshalb von wie viel Seife. Entschuldigung, wenn du es nicht klar überkommt. Nein, nein, ich rede von der Flasche. Licht versus schwere Flaschen. Und einfach das genau gleich verbrauchtinhalt.
SPEAKER_02Wirkt auch teure, also dicke Flaschen.
SPEAKER_00Die Teuer, genau, höhere Reinigungserwartung, stärken Duft vorgenommen. Wir reden von einer sogenannten cross-modalen Korrespondenz. Das heisst, du Sinn beeinflusst den nächsten. Die ganzheitliche Sinneswahrnehmung ist überhaupt nichts außergewöhnlich. Ich habe gerade Parfümflaschen angesprochen. Ich bin überhaupt im Kosmetikbereich, aber wenn man die Lab-Key-Produkte bei dir googlen kann, anschaut, eine Verpackung ist deutlich schwerer als der Inhalt überhaupt. Ja, ja, aber es gibt einfach ein anderes Wirkungsversprech, als wenn es ein Bildungsplastikfläch wäre. Das gibt es natürlich ganz viele. Es gibt X-Studien, die das unterstreichen. Den Wein aus einem schwereren Glas schmeckt besser. Kaffee aus einer schwereren Tasse, der ist aromatischer. Bier in einem Plastikbecher hat einen schlechteren Geschmack bei gleichem Inhalt. Oder aus Erdbeere, ja gut, es schmeckt einfach stärker nach Erdbeeren. Aber es schmeckt stärker nach Erdbeere, wenn es eine stärker rote Farbe hat. Je blasser, umso weniger ist der auch der Geschmack. Das sind wir genau bei diesen Sachen, die natürlich die Unternehmen sehr stark mit einzelnen Sinnen eindrückt spielen, um ein gewisses Wirkversprechen, das sie haben, können zu untermalen und zu unterstreichen.
SPEAKER_02Sollen Sie übernehmen?
SPEAKER_00Ja, machen.
SPEAKER_02Mein Fall schon letzter Punkt ist, dass der Erwartungseffekt in beide Richtungen gehen kann. Es kann einerseits positive Auswirkungen haben, aber es kann eben nicht so langsam.
SPEAKER_00Ich weiss, welchen Fachbegriff jetzt kommt.
SPEAKER_02Wie heisst es?
SPEAKER_01Nocebo.
SPEAKER_02Nocebo, genau. Nocebo heisst das, dass wenn man eine negative Erwartung hat an ein Produkt, dann führt das zu echten negativen Effekten. Auch ohne dass es zum Beispiel bei einem medienentscheidlichen Wirkstoff drin hat. Wenn man zum Beispiel einer Person sagt, du hast eine Tablette. Oder du gibst eine Tablette, wo eigentlich kein Wirkstoff drin ist, und du sagst dieser Person, die Tabletten Kopf weh und die Übelkeit auslösen kann. Dann, so hat die Studie bewiesen, brichten viele Leute genau diese Symptome, die man hinein sagt, dass sie auswirken können. Die einzige Studie, die ich dazu gefunden habe, ist wirklich, dass Leute, die Teilnehmenden einer Studie teilen, das Placebo-Medi-Kennwirkstoff. Und dann den Bipackzettel aufgleichen und gesagt, es könnten diese und die typischen Nebenwirkungen ausgelöst werden können. Und dann haben diese Leute behauptet, sie haben Übelkeit erfahren, Kopfweh, Schwindel, Müdigkeit, sexuelle Dysfunktion, und zwar erst häufig, je nach Phänomen, zwischen 10 bis 40 Prozent der Leuten, die gesagt haben, dass sie diese spezifischen Nebenwirkungen durch ein Placebo Medien, das ja nichts macht, erlebt haben. Ich weiss nicht, wie es dir geht, wie es euch heute geht. Wenn ich einen Beipackzettel lasse, dann überlebt man sich schon eher mal noch, Kopfweh, vielleicht schon ein bisschen mehr erlebt in den letzten Tagen oder Übelkeit, ja, habe ich mir vielleicht schon. Dass man sich dann halt auch negativ hineinsteigern kann, dass man diese Nebenwirkungen erlebt hat. Das heisst, Nebenwirkungen sind eben nicht nur rein pharmakologisch, sondern teilweise auch psychologisch mitbedingt.
SPEAKER_00Darum lese ich nie einen Beipackzettel.
SPEAKER_02Wirklich?
SPEAKER_00Ich lese sie wirklich nicht.
SPEAKER_02Aber vielleicht ist das etwas, um uns mitnehmen kann, dass es gut, wenn man es weiss.
SPEAKER_00Ich habe jetzt da überlassen gestolpert und habe danach gefunden, dass ich mich bestätigen gefühlt habe. Ich habe sie natürlich nur gelesen, wenn ich unseren Kind oder unseren Kinder etwas gemacht habe, die es noch ganz klein waren, habe ich sie aber gelesen.
SPEAKER_02Ja, aber auch dort spielt den Nocebo-Effekt eine Rolle. Dass du denkst, mein Kind hat einen anderen Stuhlgang. Das liegt weg dem, dass wir sich hineinsteigert. Die zweite Studie, die zum Nocebo, die gesunde Versuchspersonen, also wirklich keinen Krankenheitskontext, mit einem Schmerzreiz ausgesetzt worden sind: entweder Hits oder ein elektrischer Reiz, also einen schwacher elektrische Reiz, wenn man sich das so nicht vorstellen, wie beim Milgram Experiment. Die erste Gruppe hat man gesagt, ihr bekommt jetzt einen Reiz, ohne dass sie zu framen. Einfach neutral, es gibt jetzt einen Reiz, fertig. Die zweite Gruppe hat man gesagt, du kannst jetzt einen Reiz über, es wird schmerzhaft sein, oder dieser Reiz wird deinen Schmerz verstärken. So hat man wie die negative Erwartung in Gang gesetzt. Das Ergebnis dieser Studie hat auch gezeigt, dass die zweite Gruppe, die eine negative Erwartung an dieser Reiz hatte, wirklich auch einen stärkeren Schmerz berichtet und empfindlicher auf diesen Reiz reagiert hat, obwohl beide alle Leute, egal in welchen Gruppen, einen identische Reiz. Das kann man auch übersetzen. Es ist nicht nur ein medizinisches Phänomen. Mir geht es auch so, wenn ich eine schlechte Review des Hotels lesen. Ich bin zum Beispiel einmal auf Cape Code in den USA im Hotelzimmer gelegen. Ich habe schon dort gedacht, es ist recht schabig. Dann habe ich im Bett hinein, die Reviews zu lesen.
SPEAKER_01Das war echt wirklich. Wie clever wie alles, oder?
SPEAKER_02Dann nachher ist definitiv meine Wahrnehmung und Bewertung des Hotels. Es war wirklich grusig. Abgeschnittene Zähnenägel im Bett. Nein, es war wirklich ganz grusig. Die schlechten Reviews haben dort definitiv einen negativen Erwartungseffekt.
SPEAKER_01Noch ein negativer Erlebnis. Es gibt immer einen Moment, um schlechte Reviews zu lesen, wenn du dort im Bett ist. Im Bett. Genau. Hast du noch etwas?
SPEAKER_00Ja, ich habe unter anderem noch probiert, den Mechanismus von Medizin und Konsum miteinander zu vergleichen. Ich meine, am Ende der Ort hat andere Konsequenzen. Und wenn wir es eben heikeln, und ich habe probiert, die beiden Medizin und Konsum miteinander zu vergleichen. Grundmechanik ist schon gleich. Erwartung, form der Erfahrung. Aber Konsequenzen sind natürlich andere. Im medizinischen Kontext haben wir vorhin mal gesagt, wirkt Placebo besonders stark bei subjektiven Endpunkten. Also was ich selber fühle, Schmerz, Übelkeit, Schlaf, Stimmung. Und den Kontext verstärkt noch eines. Das hast du angesprochen: Arztkontakt, Vertrauen, Ritual, Preis, all das verstärken die Wirkung von Generika, sondern von Placebos. Die ethische Linie ist hier ziemlich klar gezogen. Placebo dürfen wir Behandlung nicht ersetzen, wenn echte Therapie nötig ist. Schlicht und einfach nein. Im Konsum sind die Trigger natürlich viel subtiler. Farbgewicht, das Kribbel, die Sendputzen, das Menthol, Bitterkeit, Schaum, Premium-Verpackung, was auch immer, dort ist die Regulierung deutlich lockerer. Der Effekt ist auch nicht so ein Problem. Aber es ist auch so, dass der Effekt hält für uns auch an, wenn das Signal und die Erfahrung zusammenpassen. Wenn der komplett zusammenbricht in sich, dann passiert genauso, wie du es geschildert hast. Der Nocebo-Effekt, dann findet auch Konsum statt. Wenn etwas versprochen wird und das überhaupt nicht eintritt, dann passiert das Gegenteil. Dann kommt man sogar eine starke Distanz zu einem Produkt, was in der heutigen Zeit von Social Media sogar zu einem Shitstorm führen kann. Die offene Frage für mich ist aber, wie weit man eigentlich gehen mit dem Placebo-Effekt? Und ich finde, in der Medizin ist die Deus natürlich verboten. Aber wir haben erforderlich den Preise-Effekt angesprochen, wenn du eigentlich über einen höheren Preis suggerieren könnt oder über einen Markeneffekt, den du nennst, eine stärkere Wirkung erzielen, dann müsstest du dir doch irgendwie überlegen, könntest du das sogar zu Nutzen machen. Weil wirklich ist das, was wir am Schluss erzielen wollen. Das muss man sich überlegen. Hingegen im Konsum steht die Growdzone natürlich deutlich grösser. Wir haben ein Design, das alle zusammenpassen sind, solange die Wirksamkeit erzeugt, sagt man eigentlich, es ist noch okay, es ist legitim. Erst, wenn man eine psychologische Schwachstelle ausnutzen würde, um eine Wirksamkeit zu mulieren, die gar nicht hier ist. Dann nachher ist es wahrscheinlich einfach nicht mehr okay.
SPEAKER_02Aber auch schwammig, oder? Ja, absolut.
SPEAKER_00Es ist mega schwammig. Es gibt nicht null Leise. Es ist dort so stark im Grau-Bereich hin. Und bei einem Präparat, es muss verschiedene Phasen durchlaufen vom Test an. Wenn man die Wirksamkeit nicht erfüllt, dann kommt es gar nicht erst auf den März. Und dort, vielleicht, dass es noch in Ankurbeln über so einen Placebo-Effekt von Markt kommt. Wäre eigentlich auch, wäre eigentlich nicht sehr falsch. Wenn man das machen kann, hingegen im Konsumbereich massiv, massiv im Grau-Bereich. Ich finde aber, im Konsumbereich ist es kein Betrug, solange das Produkt eine echte Grundlage hat und der Effekt im Nutzer keinen Schaden hinzufügt. Also wenn der wie ein Premium Packaging hat und durch unserem Hirn ob das Gefühl gibt, dass der besser schmeckt, ist ja vielleicht sogar noch gut. Ja, genau. Ist legitim. Klar wäre es cool, wenn der Wein selber auch gut ist, aber es gibt wahrscheinlich wirklich Brands, grosse Brands, die wahrscheinlich gar nicht so teure Wein haben, aber inzwischen bei ihrer Brand ein Zeugs teuer verkaufen kannst, das gibt es sicher noch und näher, finde ich nicht super, aber legitim. Das Erlebnis ist real, es ist auch zwar konstruiert, bei uns im Hirn aber ist real. Das ist für mich einigermaßen okay. Heikel finde ich den, wenn das Signal der Substanz komplett entkoppelt ist. Wenn du ein Desinfektionsmittel hast, wo du einfach ein kräftiges Blau machst und du das wirksamer machst, aber eigentlich ist es zu dünn dosiert, dann macht es design ein falsches Sicherheitsgefühl mit realen Konsequenzen zu suggerieren und das hat nichts mehr mit der Gestaltung des Erlebnissen zu tun, dann geht es für mich nicht mehr. Aber ich glaube, wir merken beide. Es ist extrem im Grau-Bereich, es ist extrem schwammig. Und die Marketingkniffs werden da zu tausend.
SPEAKER_02Ja, und ich finde im Marketing, ich meine, alle haben ja theoretisch Möglichkeiten, um diese Kniffs auskosten, oder? Und für sich zu nutzen. Genau.
SPEAKER_00Ja, genau. Absolut. Ich habe zum Abschluss noch wie immer, was wir jetzt aus dem raus können. Ja, lief. Zu drei Sachen, vielleicht so das Wichtigste zuerst, du kannst dich dem Placebo-Effekt nicht vollständig entziehen. Und du hast im Intro bei mir gesagt, ich sehe einen Experte in diesem Bereich. Nein, auch ich kann mich dem überhaupt nicht entziehen. Ich bin mir zwar dem bewusst, das hilft in einem gewissen Masse hilft, aber das hilft nur sehr bedingt. Es ist auch keine Schwäche grundsätzlich. Es ist Neurobiologie, die hier passiert. Aber man kann natürlich bewusster mit dem umgehen. Wissen schützt nicht vollständig, sogar wenn man Mechanik könnt. Wird Preis, Marken, Sensorik wird uns weiterhin beeinflussen. Der Effekt läuft teilweise unbewusst ab, noch bevor wir überhaupt einen Gedanken aktiv formen. Wissen können wir etwas dämpfen können, manchmal ist auch im Negativen. Es kann auch dazu führen, wenn ich plötzlich ein Doku sehe, der Wein wird so günstig hergestellt. Dann wird er plötzlich nicht das gleiche Gefühl, wenn ich das wein degustiere. Eigentlich hat es ein guter Wein. Genau, eigentlich ist es sogar negativ. Das heisst, mir müssen uns bewusst sein, wir trinken 100 Jahren Werbung mit, bei Coca Cola oder bei anderen Produkten. Und solange wir das Produkt genießen können, finde ich auch okay. Das zweite, du hast noch Zebo angesprochen, also den gegenteilige Effekt, dann können wir theoretisch aktiv umkehren, so ein Generika-Hack. Wenn du ein Generikum kaufst im medizinischen Bereich, sagt dir aktiv und laut innerlich oder wirklich, es ist der gleiche Wirkstoff, die gleiche Wirkung. Ein Ibuprom für 3,50 Euro macht das gleiche wie ein Neurofen für 14,90 Euro. Das klingt zwar banal, aber die Studien zeigen, dass das aktive verbaler verankeren, von dem, dass es äquivalent ist, erhöht den erlebte Effekt. Du kannst den Markenplacebo-Mechanismus zu deinen Gunsten nutzen statt gegen dich. Das finde ich eine schöne Erkenntnis, das wir hier die Leute hoffentlich mitgeben. Und das Dritte, was ich noch habe, ist, wir sollen AF-Signal lesen lernen können, aber gerne ohne paranoid zu werden. Also kleinische Teste zum Beispiel ist kein geschützter Begriff. Eine schwere Verpackung, das ist nur Design. Kräftige Farbe. Genau, kräftige Farbe. Das Kribbel im Menthol ist kein Wirkstoff, Schumaum ist Chemie, kein Reinigungsindikator. Das heisst nicht, dass die Produkte schlecht sind, aber die sensorischen Signale sind überall Kommunikation, kein Beweis. Dort kann man durchaus mal kritischer anschauen. Die eigentliche Frage da drin ist, aber nicht, ob ich teuscht wird. Ich finde, das ist okay, weil es uns hilft, an die Wirkung zu glauben, sondern habe ich das Erlebnis genossen, das ich gezahlt habe, hat es bei mir die Wirkung erzielt, die ich eigentlich gesucht habe im Produkt. Und wenn die Antwort ja ist, dann ist aus meiner Sicht der Placebo-Effekt kein Fehler im System und manchmal sogar positiv, weil es wohlgefühlt im Zusammenputzen wäre. Ist zwar nicht im echten Sinne der Reinigung, aber wenn es mich dazu bringt, häufigen Zensputzen, dann ist es am Ende genauso viel wert wie der eigentliche Wirkstoff da drinnen.
SPEAKER_02Das wäre, dem zu sagen von uns zum Thema Marketing Placebos oder Placebos generell. Was ist unser Aha von der Folge?
SPEAKER_00Aha, in einem Satz auf der einen Seite noch creepierer, als ich gedacht habe, weil es auch für unseren Körper wirkt, Placeboskt. Das finde ich enorm krass, dass mir so nicht bewusst war, dass es nicht einfach nur ein Erwartungseffekt ist, sondern wirklich einen körperlichen Effekt. Und dass das durchaus viel Geraut zu tun hat, ist mir bewusst. Aber dass ich trotzdem sage, wenn es bei uns ein gutes Gefühl hinter Laden und die Wirksamkeit nicht beeinträchtigt, dass das Placebo nicht per se ein negatives Image braucht, das sie zum Teil haben, sondern durchaus positiv sein.
SPEAKER_02Ja, ich glaube überhaupt nicht negativ, sondern ich würde versuchen, in Zukunft vielleicht sogar noch mehr einlähnen im Placebo. Und vielleicht, wenn es irgendwie darum geht, keine Mal besser einschlafen, dann nimm dir einen Tee und red dir ein, dass dieser Tee dir jetzt hilft, um besser reinschlafen. Und dann hilft es wahrscheinlich auch. Wir manifestieren. Ja, sind wir wieder zurück beim Manifestieren. Aber du hast schon gesagt, mehr Bewusstsein, mehr Reflexion im Alltag, aber eben einfacher gesagt wie gemacht. Aber vielleicht wirklich einfach probieren, das positiv auch für ein und mit anderen Leuten zu nutzen. Das war es mit dieser Erfolg von VolksPsycho. Schön habt ihr hineingost. Relevante Quellen zu der Erfolg findet ihr in den Shownotes und sämtliche Psychologieangebote der Hochschule Cern auf hslu.ch.
SPEAKER_00Ja, wie immer gehen wir mit offenen Augen durch die Welt. Auch d, wenn ihr euch die nächsten Produkte konsumiert, nämlich bei denen, die heute erfahren, ist auch alles voll der Psychologie oder eben vollpsycho. Bis bald und tschüss zusammen.