Zwischen Schlau und Scheißegal
Du willst nicht nur zuhören, sondern mitdenken?
Dann willkommen zwischen schlau und scheißegal – dem Podcast, der dein Hirn kitzelt und dein Weltbild schubst.
Wir sind keine Influencerinnen, wir sind Expertinnen. Punkt.
Und wir bringen Wissen aus Coaching, Sport, Mentaltraining & Gesundheit – ohne Filter, aber mit Haltung.
Klar, kritisch, klug. Und manchmal auch einfach: scheißegal.
Scheißegalität als Haltung.
Zwischen schlau und scheißegal ist kein Laberpodcast – sondern ein Ort für neue Perspektiven, kluge Gedanken und ehrliche Worte.
Wir sind zwei Frauen mit fundiertem Wissen, klarer Haltung und einer Vorliebe für unbequeme Wahrheiten.
Wenn du dein Mindset verändern willst, ohne dabei in esoterischer Suppe zu versinken – willkommen.
Wenn du dein Mindset wirklich verändern willst – ohne Räucherstäbchen und rosarote Brille – dann hör rein.
Ewi:
Ingenieurin, Athletin, Fitness-Coach, Mentaltrainerin.
Nina:
Kommunikationswissenschaftlerin, Yogalehrerin, Coach, Mentaltrainerin.
Zwischen Schlau und Scheißegal
Du buchst den nächste Urlaub - statt dein Leben zu verändern!
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Du buchst den nächsten Urlaub – weil dein Alltag dich fertig macht.
Und genau das sollte dir zu denken geben.
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum so viele Menschen ihr Leben von Urlaub zu Urlaub leben.
Warum sie Stress, Überforderung und Unzufriedenheit im Alltag akzeptieren –
und hoffen, dass zwei Wochen Auszeit alles wieder „resetten“.
Das Problem:
Ein Urlaub löst kein strukturelles Problem.
Er unterbricht es nur kurz.
Wir reden über chronischen Stress, mentale Erschöpfung, Burnout und die Illusion von Work-Life-Balance.
Warum echte mentale Gesundheit nicht im Urlaub entsteht, sondern in deinem Alltag.
Und weshalb Persönlichkeitsentwicklung bedeutet, dein Leben so zu verändern, dass du nicht ständig fliehen musst.
Denn du nimmst dich immer mit.
Dein Mindset. Deine Gewohnheiten. Deinen Stress.
Vielleicht brauchst du keinen Urlaub.
Vielleicht brauchst du endlich ein Leben, das sich nicht wie eins anfühlt, von dem du dich erholen musst.
Welcome back zu einer neuen Folge. Thema diesmal, du buchst den nächsten Urlaub, statt dein Leben zu verändern. Effi, eigentlich machst du gar keinen Urlaub. Was ist das?
SPEAKER_01Wie, was ist das? Hallo erstmal. Was ist das? Nee, erstmal cooles Thema. Und das ist bei mir tatsächlich sehr präsentes Thema im Leben. Und ja, ich mache eigentlich nie Urlaub. Und ich halte auch gar nichts von Urlaub. Im klassischen Sinne. Wir gehen jetzt mal heute hier mit dem klassischen Urlaub, also wie er bei uns in der Gesellschaft definiert ist. Nichtstone am Start legen. Ja, das zwei Wochen irgendwo hinfahren und da dann Urlaub machen, so dieses Klassische. Gut, manche fahren auch, ich würde jetzt mal ausklammern, so hey, wir gehen jetzt wandern für fünf Tage. Nee, ich klammer das einfach nicht aus. Nee, ich mache keinen Urlaub. Ja, genau. Und das Witzige ist ja, all denken, du bist super oft auf Urlaub, weil du viel unterwegs bist. Ja, das war gestern ja so eine Anekdote. Da habe ich meinen Physiotherapeuten Zentrum angerufen und da war eine Dame dran im Call, quasi die halt alle Physiozentren betreut. Und ich habe an dem Tag so viel gearbeitet, das war so mein richtig voller Tag. Und dann sage ich, hey, ich bin nicht da, ich bin in Österreich, und dann sagt sie, ja, dann wünsche ich Ihnen noch weiterhin einen schönen Urlaub. Und ich denke mir so, hilf mir bitte. Aber nicht falsch verstehen, dass die Leute jetzt denken, ich fahre mich ins Burnout, weil ich keinen Urlaub mache.
SPEAKER_00Ja, weil Urlaub ist ja eigentlich meistens, dass die Leute denken, okay, sie fahren jetzt mal zum Stress runter. Ich hatte jetzt letzte Woche ein Gespräch, da haben wir gemeinsam eine Reise gemacht und da hat sie gesagt, boah, ich müsste eigentlich viel öfter einfach nur so einen Kurzurlaub, dass die Qualität ein bisschen des Urlaubs macht es ja eigentlich aus. Weil vier Tage können sich anfühlen wie zwei Wochen. Man braucht nicht immer direkt die zwei Wochen Urlaub. Aber ganz, ganz viele, und das sagen auch viele Manager, die extrem viel Verantwortung tragen im Job, halt einfach immer auf Stress sind, sagen, hey, ich brauche erstmal eine Woche, bis ich überhaupt runterfahre. Und ich glaube, das wollte ich eigentlich mit zum Thema machen, dass wir es nicht schaffen, in einem Alltag so kleine Ruhemomente zu schaffen, sondern immer glauben, dass wir dann erstmal wieder einen richtig krassen Detox-Reset brauchen, um mal runterzufahren.
SPEAKER_01Ja. Ja, deswegen bin ich auch gar kein Fan von Urlaub, weil für mich ist es so, jeder kennt doch das Gefühl, unabhängig davon, ob man, also jeder kennt dieses Gefühl, es ist Freitag. Und aus irgendeinem Grund, auch wenn man viel arbeiten muss, oder auch es ist Samstag oder Sonntag und man fühlt sich, finde ich, unabhängig davon, ich arbeite auch Samstag, Sonntag, meistens immer an irgendwas. Ich fühle mich aber trotzdem entspannter, weil draußen ist es ruhiger, die Leute sind nicht mehr so hektisch, die sind alle entspannter. An einem Sonntagvormittag zum Beispiel siehst du und hörst du draußen niemanden. Und das sind so Momente, die sich dann ja anfühlen, ein bisschen wie Urlaub, selbst wenn ich zum Beispiel arbeite. Und ich denke mir jeden Sonntag morgens, wenn die Gegend so ruhig ist und jeder so voll entspannt ist und ich so ein Gefühl von Ruhe empfinde, denke ich mir, ich will, dass jeder meiner Tage sich so anfühlt wie ein Sonntag. Und ich meine jetzt nicht vom Arbeitspensum, weil ich arbeite einem, sondern trotzdem, einem Sonntag trotzdem, sondern von der Ruhe quasi. Und das ist so mein Motto. Ich möchte nicht von Montag bis Freitag mein Leben, von meinem Leben genervt sein, nur um aufs Wochenende zu warten. Oder auch nicht von Montag bis Freitag genervt sein oder einen Monat genervt sein, nur um auf den Urlaub zu warten, sondern ich will jeden Tag, wie du schon sagst, so entweder man schafft Momente oder ich möchte einfach, dass sich jeder Tag wie so ein Sonntag anfühlt. Und das kann man machen.
SPEAKER_00Und da fällt mir jetzt gerade wieder dieses Sprichwort ein, bin nicht sicher, ob ich es hier schon mal platziert habe, aber so der Weg ist das Ziel, dass man diesen Weg genießt, weil wir arbeiten immer auf ein Ziel hin und wenn wir jetzt das Ziel nennen, eben der nächste Urlaub, dann stressen wir uns übel bis dahin, um dann das Ziel zu erreichen, aber eigentlich dann auch wieder gar nicht zu genießen. Da denkt man sie und jetzt, anstatt dass man diesen Weg dahin, und das ist eigentlich schön, wie du das beschreibst, dass man einfach sich ein Leben schafft mit den Möglichkeiten, die man hat, dass man das Beste daraus macht und immer wieder mal so Auszeiten, wie wir es einfach so definieren für sich macht, weil im Endeffekt beginnt ja wieder alles im Kopf. Und dass du hier ein mentales, ein mentalen Ruhepol für dich herausfindest, was das auch ist. Also das ist ja für jeden wieder was anderes. Du weißt, was macht dich müde macht, was gibt dir Energie. Nur wir hören da wieder nicht hin, kennen uns dann wieder teilweise nicht gut genug und optimieren uns mit irgendwas, wo wir einfach so random wieder denken, okay, ich muss jetzt einfach voll viel machen, weil ich habe erst nichts Monat Urlaub oder erst wieder in einem halben Jahr.
SPEAKER_01Und Entspannung, die an einen Ort gebunden ist, oder an einen anderen Ort gebunden ist immer, ist keine stabile Entspannung. Das bedeutet aber, unabhängig davon, natürlich, wenn man irgendwo einen Umgebungswechsel hat, ist es immer schön, weil man dann so einen Tapetenwechsel hat, man entflieht dann dem Stress. Aber wenn man ja ständig dem Alltag entfliehen muss, dann hat man ja schon mal ein großes Problem, weil man seinem Alltag entfliehen muss. Und wenn man dann überlegt, du machst zweimal im Jahr einen durchschnittlichen Arbeiter in Deutschland, hat 30 Tage Urlaub. Plus minus, das ist schon sehr gut. Manche geben nur 21 oder so.
SPEAKER_0030 ist 25 Jahre.
SPEAKER_01Genau, sag ich ja. Das ist schon sehr hoch. Und dann hat man vielleicht noch Überstunden im Abbau oder sowas, Gleitzeit. Gehen wir davon aus. Das heißt, sagen wir mal so ein Monat kann man irgendwo sein. Und dann Feiertage noch dazu. Also anderthalb Monate. Oder machen wir zwei. Das ist so richtig, richtig, richtig, richtig, richtig gut gerechnet. Zwei Monate. Dann hast du zehn Monate im Jahr, die du nicht so magst, weil du im Stress bist. Rechne das mal hoch auf dein Leben.
SPEAKER_00Ja, genau. Und das ist es ja wieder. Das ist eigentlich der Weg. Du verbringst viel mehr Zeit eigentlich in deinem Alltag. Und warum machst du es dir schwer?
SPEAKER_01Ja, also ich finde halt. Ich finde halt, also es ist nicht für jeden möglich, weil viele Leute an Ort gebunden sind mit der Arbeit, aber bei mir ist es ja so, dass ich ortsunabhängig angestellt bin. Das ist ja ein großer Unterschied. Ich bin natürlich auch selbstständig, aber ich bin ja angestellt. Und ich habe mich damals bewusst darauf hingearbeitet, auch mit meinem Studium, was ich dann gewählt habe später im Master und so, und auch meine Arbeitszweige, die ich mir ausgesucht habe, dass ich ortsunabhängig arbeiten kann. Weil ich dann einfach eben das kombinieren kann. Viele sagen zu mir auch, ja, aber wenn du dann irgendwo verreist und dann trotzdem arbeitest, dann kannst du das doch gar nicht genießen. Und ich denke mir, nee, wieso? Ich kann ja trotzdem mir das alles einteilen, dass ich Dinge genießen kann, trotzdem ein bisschen arbeite, vielleicht mal weniger, um das halt mehr zu genießen, je nachdem, je nach Situation. Aber ich kann zu jeder Zeit sagen, meine Arbeit ist gerade stressig. Ich packe meinen Rechner und fahre in die Niederlande, setze mich dorthin und genieße den Strand und arbeite dort. Was denkt ihr, wie viel Stress abfällt, der bei mir zu Hause oder irgendwo in der Stadt oder whatever immer noch da gewesen wäre? Nur wenn man eine andere Landschaft vor sich hat oder ein Meer oder whatever.
SPEAKER_00Ja, aber nicht nur das, glaube ich, weil, wie du gesagt hast, nicht jeder hat die Möglichkeit, nicht jeder arbeitet so unabhängig und frei, wie du es jetzt tust, auf Remote, oder dass man von überall arbeiten kann, so wie ich es ja auch tue. Sondern ich glaube, es geht darum, dass mit diesen Möglichkeiten, die man aktuell gerade hat, und ist es beispielsweise so, dass man einfach an einen festen Standort gebunden ist, in einer Stadt lebt, vielleicht auch eine kleine Wohnung hat, auch nicht zu viel Freiraum, wie auch immer, aber es geht immer darum, was du daraus machst, weil wenn du dir dann in deiner Wohnung zumindest so eine Wohlfühloase draus machst, das hat ja nicht immer mit ganz, also du musst ja nicht immer, weiß Gott, wie viel Geld ausgeben, sondern einfach so einen kleinen Ort, so einen gemütlichen Platz in der Wohnung einrichtest, wo du merkst, okay, hey, da kann ich mal einfach rausschauen und es fühlt sich für mich wie Urlaub an. Wir machen es uns halt immer wieder schwer. Und Urlaub, glaube ich, wird dir genau mit Leichtigkeit assoziiert, aber das kannst du dir in deinem eigenen Alltag auch immer wieder schaffen.
SPEAKER_01Voll. Und selbst wenn du merkst, du kannst es dir gerade nicht in deinem Alltag schaffen, weil du irgendwelche bestimmten Lebensumstände hast, normalerweise ist es ja dann auch so, dass du dann mal weniger dran denken musst, wo machst du den nächsten Urlaub, sondern wie kannst du mit den Möglichkeiten, die du natürlich hast, dein Leben dann nachhaltig so anpassen, dass du nicht ständig das Gefühl hast, dass du fließt, fliehen musst. Und mir ist bewusst, dass es gibt Menschen, die haben Lebensumstände, da kann man nicht in einem Monat was verändern. Da dauert es vielleicht Jahre. Und natürlich ist dann wichtig, dass man sagt, okay, ich bin gerade dabei, was zu verändern, weil ich weiß, ich will nicht meinem Leben entfliehen und dann sozusagen Urlaube davon nehmen, weil man erschöpft ist, diese Veränderung die ganze Zeit anzusteuern, ist fein, aber das ist ja eine andere Lebensphase. Das ist ja nicht das Ziel, das man wirklich so lebt. Das möchte ich auch nochmal erwähnen, weil mir ist klar, dass es Lebensphasen gibt, zum Beispiel schon allein, wenn ich an mein Studentenleben denke. Ich weiß nicht, wie die Leute immer sagen, die hatten ein geiles Studienleben, studiert mal Maschinenbau. Ich dachte, jedes Mal hilft mir. Das ist eine andere Lebenswendung, du hast kaum Geld, du bist in einer Wohnung, die ja, keine Ahnung, halt, damals habe ich mit meinem Ex-Ex-Freund zusammengelebt, war nicht schlimm. Aber auch da wusste ich, okay, this is halt then in drei, four years, but trotzdem hat man sich immer irgendwelche Momente geschafft. Ich war trotzdem da auch very unterwegs mit meinen Möglichkeiten, fällt mir gerade ein.
SPEAKER_00Yeah, and this is jacked, weil when man is just dark of a titel, to buch the next Urlaw, to that life to forget, this have all been that we think that an orange bring me, bringing clarity, bringing me afraid. This is either from a job where it's stressful, or from a trend, where we then said, Okay, I must better, or then pass it, where we wish that it brings an ortswechsel not with it. So nimmst du deine Gedanken, deine Sorgen nimmst du überall mit.
SPEAKER_01Yeah, ich finde es schon, dass ein Ortswechsel bringt, aber der Unterschied is, es ist kurzfristig anders langfristig.
SPEAKER_00Genau, and this is darum geht, dass du eben nicht wieder auf dem Ziel bist, sondern dass du dir solche Momente, wo du wirklich mental ein bisschen aus diesem Kopf rauskommst, weil natürlich, ja, das stimmt, so ein Ortswechsel bringt auch einen Perspektive mit, aber langfristig bringt es eben nichts. And deswegen is ja eigentlich das, wo ich auch viele kleine Moment, die mir viel gab. And with viel gab es einfach, okay, qualitative im Moment sein or in there to halt. We had heute Morgen, wie F and I, gemeinsam einen Spaziergang here by me zu Hause in den Bergen and einfach mal für den Moment stehen geblieben, haben in die Berge geschaut and einfach mal durchgeatmet. Und da hatten wir genau dieses Thema auch, es passt eigentlich hier dazu, dass man einfach zu wenig dann wirklich mal durchatmet oder einfach mal schaut rauf auf den Himmel, weil wir immer nur am Husteln sind, schnell, schnell. Und das meinte ich auch mit schnell, schnell. Jetzt der nächste Urlaub stehen an, jetzt muss ich noch das alles. Ich habe keine Zeit erst zum genießen, weil das kann ich erst später.
SPEAKER_01Ja, was ich noch erwähnen will, weil zum Beispiel, du hast gerade gesagt, ein Ortswechsel ist nicht immer die Lösung. Ich möchte da einmal kurz differenzieren. Und zwar zum Beispiel, ich bin ein Mensch, das habe ich ja vorher gesagt, ich merke, es ist viel Stress, ich fahre in die Niederlande und arbeite von dort. Für mich ist ein Ortswechsel extrem, inspirierend. Wenn ich zum Beispiel inspirierend für meinen Geist. Also mein Geist blüht da richtig auf. Wenn ich andere Landschaften sehe, wenn ich Auto fahre und die Sachen beobachte, die ich noch nie gesehen habe, weil ich so einen neugierigen Geist habe. Ich mag einfach Dinge zu sehen, wo ich noch nie war. Deswegen buche ich eigentlich wirklich selten dieselben Hotels, wenn ich irgendwo weggehe oder dieselben Unterkünfte. Ich habe nur einziges Hotel in den Niederlanden gebucht, weil ich wusste, boah, da ist die Strand, der mich so krass umgehauen hat. Und ich wusste, there are viele Ortschaften, die ich notwendig have. But sonst buch nie das gleiche Hotel, weil ich es cool finde, immer in other gegangen toch. But the interview from Urlaub and the Orthodox is jack, that man, as you just entfleet and will then garnish more machen. Man has then these extreme zwischen Alltag, man is im Stress and then Urlaub, man macht gar nichts mehr, erholt sich, kommt zurück, and meistens, jeder, der in der Firma arbeitet, weiß ganz genau, hat man erstmal nach dem Urlaub direkt wieder einen Burnout, weil du alles, was du in den zwei Wochen nicht mitgekriegt hast von deiner Firma, wieder aufarbeiten musst und gefühlst dann wieder komplett rauskommst. Aber wenn du ja schaffst, im Alltag irgendwie das so zu wahren, dass du nicht immer so diese Extreme fahren musst, ist es ja sozusagen das Hauptziel, diese kleinen Entspannungen immer mal wieder reinzubringen, um gar nicht erst so krass erschöpft zu werden, dass du sagst, ich brauche jetzt unbedingt den Urlaub, sonst komme ich gar nicht mehr klar.
SPEAKER_00Ja, das ist jetzt gut, dass du es nochmal so beschrieben hast, weil am Anfang hast du ja quasi gesagt, dass dein Urlaub überbewertet ist und wenn man irgendwo anders hinfährt, aber das hast du jetzt auch nochmal gut beschrieben. Und ich glaube, das muss man halt einfach wirklich dahingehend auch differenzieren, was das genau bedeutet. Und auch was eben, da möchte ich nochmal sagen, was einem halt gut tut. Oder was man halt irgendwie, weil jeder weiß für sich selbst, was einen erfüllt. Weil andere, so wie du, bist ein Typ, der dann gern in die Niederlanden gefällt, was mich extrem freut aus Holländerin natürlich, aber da fährst du am liebsten hin. Aber andere lieben es einfach in eine Stadt zu fahren. Auch das ist, weißt du, das kann man eben dann nie irgendwie werten. Jeder muss das irgendwie so ein bisschen herausfinden. Und das gehört ja eben.
SPEAKER_01Ganz kurz zu dem Niederlanden. Zu dem Niederlanden-Ding, das ist ja halt etwas, was einfach ist für mich und was schnell geht. Ich brauche da max vier Stunden hin. Je nachdem, manchmal sechs, je nachdem, wo ich hinfahren bin. Manchmal grob, wo ich hinfahre. Nach Maastricht brauche ich vier Stunden. Da will ich aber, ich fahre ja meistens ans Meer. Da brauche ich so fünf, sechs Stunden. Da kann ich auch mal für drei Tage hin, wie du vorher gesagt hast. Diese drei Tage können einen manchmal so erholen oder so wie fünf Wochen gefühlt. Und dann weiß ich, ah ja, cool, okay, cool. Ich nehme meinen Rechner einfach mit, jetzt habe ich Bock gerade. Boah, ja, ich fahre mal in die Niederlanden, super, und mach's einfach, weil ich mir denke, cool, warum nicht? Und nicht erst dann, wenn ich sage, boah fuck, ich krieg's gar nicht mehr hin, sondern ich denke mir, boah, cool, heute habe ich Lust, in die Niederlande zu fahren und dann fahre ich. Und ja, ich weiß, diesen Luxus hat nicht jeder, aber damit will ich einfach sagen, das ist nicht mal ein Luxus, das ist was hart erarbeitetes nochmal, möchte ich dazu sagen. Ich möchte nicht, ich finde es, mich macht total, das muss ich jetzt mal ganz klar sagen, mich macht es total traurig und mich macht es total depressiv und da sehe ich keinen Sinn mehr im Leben, das hört sich jetzt richtig brutal an, aber damit jeder mal das versteht, wenn ich wüsste, ich muss von Montag bis Freitag arbeiten wie eine Psychopatin, meine Energie nur auf eine Firma, ich nenne das mal verschwenden, meine Zeit verschwenden, meine Lebenszeit, die ich auf diesem Planeten weile, nur für eine Firma, ohne dass ich irgendein Benefit habe in meinem Leben, im Sinne von, dass mir was Spaß macht. Und dieser Gedanke allein ist für mich so traurig und deprimierend, da sehe ich keinen Sinn im Leben. Also ich sehe nicht den Sinn dahinter, das so zu machen und es macht mich traurig, deswegen könnte ich so niemals leben. Deswegen denke ich mir manchmal mit Absicht, okay, ich war jetzt zwei Wochen lang nur am Arbeiten, jetzt fahre ich mal wieder irgendwo hin oder gönne mir irgendwas Cooles oder es soll jetzt nicht um den Ort gehen, ich bin halt ein Mensch, der gerne rumreist, muss man noch dazu sagen, unabhängig vom Urlaub halt.
SPEAKER_00Ja, und es muss ja nicht alles immer viel kosten und es ist halt immer so, wie investierst du in dich selbst? Nicht allein nur wegen Geld, sondern halt auch mit der Zeit, weil wir geben, das wissen wir auch alle für so viel Chance, irgendwie auch Geld aus. Und ich glaube, man muss da nochmal dazu sagen, auch wenn du das jetzt so mit dem Job sagst, dass nicht jeder die Freiheit hat, das auszusuchen. Ich glaube, man muss aber trotzdem sehen, es entscheidet immer, wie du das Leben gestaltest. Und wenn es zum Beispiel jetzt wirklich mal du durchbeißt, das war jetzt so ein einfaches Beispiel mit dem Studium, du weißt, es ist einfach mal nur auf Zeit. Aber dann beißt du durch, arbeitest jetzt, wenn du irgendeinen Job, der dir jetzt nicht so erfüllt, aber du weißt, es ist jetzt einfach mal nur Mittel zum Zweck, dann ist das auch die Einstellung und dann weißt du, okay, dann mache ich das halt, aber wegen dem lasse ich mich jetzt nicht irgendwie runterziehen oder wegen dem geht es mir jetzt irgendwie nicht schlecht. Ja, weil du hast halt auch einen Zweck und Sinn, warum du das halt machst, sozusagen. Genau, und deswegen, es ist immer so eine Einstellungssache oder beginnt halt irgendwie im Kopf, wenn du es nicht schaffst, dass du im Alltag die irgendwie Freude empfindest, wie wirst du es dann eigentlich im Urlaub machen? Weil im Alltag hast du viel mehr Zeit, haben wir ja eh schon gesagt. Oder du verbringst ja, du bist ja viel mehr in dem Alltag, als wie im Urlaub. Manche machen überhaupt keinen Urlaub. Und warum? Weil im Urlaub immer so groß gesehen wird und gleich mit so viel, also nicht nur Aufwand, sondern eher mit so viel Geld. Aber man kann es halt auch Urlaub im Alltag machen, wie ich es gerade gesagt habe, in der Wohnung und so. Und es ist alles wirklich eine Einstellungssache. Ich musste jetzt auch, wie du das gesagt hast, kurz daran denken, einen Freund von mir, dem ja, der hat, der war halt auch überarbeitet und fühlt sich nicht, hat sie nicht so gut gefühlt und so. Und dann hat er einfach gesagt, hey, ich entscheide mich heute, aber glücklich zu sein. Ja. Also einfach mal eben, wieder so eine Lebenseinstellung.
SPEAKER_01Genau. Ja, und das ist es ja, aber wie du auch sagst, das ist eine Phase jetzt, zumindest zum Beispiel, dass ich so frei arbeiten kann, ich habe mich da ja wirklich über zehn Jahre hingearbeitet und bewusst einfach. Und deswegen meinte ich, es gibt Phasen im Leben, aber so dieser Grundgedanke, dieses Urlaub, und deswegen will ich nochmal sagen, wenn die Leute dann immer sagen, hä, wie, du machst keinen Urlaub, dann denke ich mir, ja doch, mach ich schon. Mein ganzes Leben ist ein Urlaub, was es eigentlich auch nicht ist. Aber ja, wie auch immer. Genau, was ist unser Fazit?
SPEAKER_00Dass man lernt, im Moment zu sein und nicht auf einen Urlaub hinzuarbeiten. Oder dass vielleicht Leben grundsätzlich Urlaub ist, wenn man es mal so sieht.
SPEAKER_01Und ich finde, man sollte nicht immer dieses Extreme leben. Jetzt alles scheiße und dann fahre ich weg und dann ist alles gut, dann komme ich wieder zurück, es ist alles scheiße. Seht, findet doch mal einen Mittelweg.
SPEAKER_00Ja, schreibt mal, fallt ihr auf Urlaub und wenn, wohin? Und wie macht's ihr das? Das würde mich interessieren.
SPEAKER_01Und vor allem die letzte Sache, die mir noch einfällt, wenn man ja Kinder hat und in Urlaub fährt mit den Kindern. Habe ich das Gefühl, aber ich bin keine Mom. Es ist auch ziemlich stressig, oder? Können ja mal die Moms kommentieren. Weil eine Mom bleibt auch im Urlaub eine Mom. Ja. Das stimmt. Weißt du, okay, bei Moms kann ich mir vorstellen, geht ihr mal von den Kindern in Urlaub und erholt euch. Das ist nochmal was anderes, finde ich. Das muss ich einmal kurz sagen. Bei so Moms, die so richtig krass Moms sind. Oh ja, das wird jetzt ein ganz anderes Thema. Das wäre ein anderes Thema, aber das nochmal, bevor es hier Moms gibt, die wir jetzt gar nicht beachtet haben. Ja, ich glaube, von Kids braucht man wirklich einmal kurz so ein bisschen Erholung, um wieder sich selbst zu. Das ist nochmal was anderes.
SPEAKER_00Ja, weil da muss ich auch gleich dran denken, vor allem, wenn es dann eine alleineziehende Moment wird, wird es ja alles geben. Genau, das fass machen wir jetzt gar nicht auf. Wir schließen das jetzt mal ab. Im Endeffekt verbringst du die meiste Zeit mit dir selbst. Deswegen mach es dir schön. Mach das, was du gerne machst. Und genieß dein Urlaub, dein Leben.
SPEAKER_01Genieß dein Leben. Ciao. Ciao.