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Folge 35: Alles andere als Normal ! (Unsere Meistersaison) Die Hinrunde

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UNSERE MEISTER SAISON IN EINER DOPPELFOLGE !!

Folge 35: Die Hinrunde / Folge 36: Die Rückrunde

Marius Baumann spricht mit Head Coach Jürgen Hamen und seinen ehemaligen Assistant Coaches Daniel Sima (SV Vaihingen U19) und Luis Milicevic (SV Waldeck Obermenzing U19) über die Meistersaison. Spieltag für Spieltag ! Ups and Downs.

Viele Ligen sind zu Ende gespielt und einige Teams feiern die Meisterschaft ! Herzlichen Glückwunsch an alle Meister ! 

In dieser Doppelfolge sprechen wir über unsere Meisterschaft und unsere Saison. Und die war alles andere als normal.

Alles begann mit einem Traum und endete mit dem legendären Aufstieg vom SV Olympiadorf München in die U17 Landesliga, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte !


Heute bekommt ihr die Stories serviert, die ihr so noch nie gehört habt !

Was haben wir in der Saison erlebt ? Was ist hinter den Kulissen passiert ?


Wir wünschen euch viel Spaß beim Anhören !


SPEAKER_02

Hello liebe Community, heute mit einer Sonderfolge, Folge 35, unsere Meistersaison, die Hinrunde mit Daniel Sima, Luis Milicevich, Marus Baumann und mir natürlich. Wir starten mit der Hinrunde und gehen Spieltag für Spieltag durch. Wir gehen durch die Saison. Was haben wir erlebt? Wir erzählen euch behind the scenes natürlich Geschichten, die ihr sonst nie zu hören kriegt auf jeden Fall. Wieso sind alle Teams immer nach der Niederlage gegen uns dann abgestürzt, wenn wir erste gegen den zweiten gespielt haben? Das war auch ein Phänomen der Saison. Und ich hoffe, es macht euch Spaß. Bleibt auf jeden Fall dran. Das wird eine geile Folge und jetzt geht's los beim Understand the Game Podcast.

SPEAKER_00

Understand the Game Understand the Game, Understand the Game, Under Game Ja, und wer heute so ein bisschen aufmerksam die Storys von Jürgen verfolgt hat, der weiß, Jürgen ist heute mal so richtig on fire. Ich kann dazu nur sagen, ich bin auch erkältet und es gab schon Leute, die haben uns auch kurzfristig abgesagt, weil ich bin jetzt krank geworden. Also die Ausreden, die gibt es hier heute nicht, denn wir liefern für euch weiter. Heute Folge 35, ist ja schon 15 Folgen und dann haben wir schon das Jubiläum, die 50. Folge und damit Hallo, hallo, hallo. Folge 35, wie gerade gesagt, zum Understand the Game Podcast heute mal ein Spezial, würde ich sagen. Denn wir reden nicht nur mit Jürgen über die Saison 2425, sondern wir haben zwei weitere Gäste. Einmal Daniel Sima und Luis Militevich, die wir jetzt vorstellen. Und jeder, der sich so ein bisschen mit Fußball auskennt, weiß, wer sie sind. Wer sie waren, richtig. Sie waren die letztjährig vor Trainer bei Olympadorf von Jürgen. Und erstmal liebe Grüße nach Stuttgart an dich, Daniel. Und herzlichen Glückwunsch, du hast einen neuen Job, ne? Für dich geht's jetzt nach Feyingen. Das dürfte am Ende von Stuttgart liegen, ne?

SPEAKER_03

Richtig, das ist im Industriegebiet ganz wild. Nach der Saison hat es mich von einer Stadt in die nächste leider getrieben, beruflich. Das hat wirtschaftliche Gründe, wir wissen die Situation, aber wir wollen jetzt nicht geopolitisch hier reden, sondern eher ins Sportliche gehen. Ja, da mache ich, bin ich in der IT und bin im Data Engineering und habe jetzt auch eine Fußballmannschaft, die ich ab nächste Saison betreue. Wieder in alte Muster. Und ich freue mich, den SV Feying, die A-Jugend diesmal, das Aushängeschild, sag ich mal. Ich freue mich mit Älteren diesmal zu wirken, weil, seien wir mal ehrlich, das war eine harte, harte Zeit, die wir hatten gemeinsam.

SPEAKER_00

Ja, glaube ich. Also man hat ja schon Storys gehört. Dazu kommen wir. Und einer ist heute noch dabei, der schon A-Jugend hat, dem man jetzt wahrscheinlich schon zur Meisterschaft gratulieren darf, oder? Hallo Luis.

SPEAKER_04

Servus erstmal in die Runde. Ich freue mich auch da zu sein. Ja, ich bin dieses Jahr jetzt nach der glorreichen Saison bei Olympiadorf zur direkten Konkurrenz gewechselt, der wir die Meisterschaft natürlich versaut haben letztes Jahr zum SV Waldeck-Ober-Menzing. Aber zur U19. Und dort tue ich gemeinsam mit Philipp Kaiser und Philipp Fnuck zusammen die U19 machen. Und haben ja in der Hinrunde leider knapp den Aufstieg in die Nachwuchs-Bundesliga verpasst und spielen jetzt in der Rückrunde auch eine gute Runde, würde ich behaupten. Und ja, haben jetzt, glaube ich, innerhalb vom nächsten oder übernächsten Spieltag die Chance, die Meisterschaft vorzeitig fix zu machen. Ja, genau. So sieht es bei mir aktuell aus und als kleine Ankündigung schon mal im Voraus. Ich werde auch nächste Saison dem U19-Trainerteam von Waldeck erhalten bleiben und gemeinsam mit dem gleichen Trainerteam den Jahrgang 08-09 betreuen nächstes Jahr.

SPEAKER_00

Ist ja cool. Also holst du dir quasi jetzt wieder eine Meisterschaft nach der letzjährigen Meisterschaft.

SPEAKER_04

Sieht stand jetzt so aus, aber ist noch nicht vorbei, aber sollte schon.

SPEAKER_00

Ja, die Qualität ist auf jeden Fall gut. Und natürlich den letzten in der Runde, den darf ich auch begrüßen. Ja, jeder kennt ihn. Salut, Jürgen.

SPEAKER_02

Salut und Salut Männer. Wie geht's euch? Ich sehe schon, ihr seid gut drauf und boah, ich bin richtig aufgeregt gewesen heute, muss ich sagen. Wie an so einem Spieltag fast schon. Ich habe mir so vorgestellt, boah, wir treffen uns jetzt alle irgendwie und es ist jetzt Spieltag, wir gehen da in diesen Kabinengang und also das habe ich echt eigentlich gar nicht, wenn ich so einen Podcast mache. Bin eigentlich dann so erschöpft vom Tag oft und irgendwas und dann baut sich das erst auf. Aber heute war ich so richtig, also da pumpt es richtig. Ich habe mich so gefreut. Sehr, sehr schön, dass ihr da seid. Und ja, heute kommt nicht nur die Abrechnung, heute kommt einfach alles, wie die Saison war, was wirklich alles passiert ist. Die Leute wissen es ja nicht, was wir da alle da durchgemacht haben. Und ich freue mich sehr, auf jeden Fall. Vor allem freue ich mich auch, dass euch gut geht und dass ihr auch gut angekommen seid bei euren Vereinen. Lou ist ja sowieso. Wow, coole Nachricht. Das heißt, bis nächstes Jahr auch dabei. Und Daniel hat ja erstmal zwei Zwischenstationen gemacht, ne? Walldorf und so, Rot-Weiß-Frankfurt, hat er seine Erfahrungen gesammelt. Ja, muss sein.

SPEAKER_03

Das war ein Karussell, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Von Rot-Weiß-Walldorf, dann Rot-Weiß-Frankfurt, den quasi Konkurrenten direkt. Und jetzt nach Stuttgart. Ich musste quasi zwei, die dritte Station in einem Jahr. Aber jetzt Chefcoach. Oder in einer Saison. Diesmal Chefcoach. Und ich bin auch froh, weil ich sag dir ehrlich, Jürgen, ich mache nie wieder Co-Trainer, außer nur bei dir.

SPEAKER_02

Ja, ich weiß, was du mir gesagt hast, was du erlebt hast, du Arme. Aber ey, das gehört dazu, das sind ja alles Erfahrungen. Die prägen einen ja. Also ich bin, also das verfolgen wir auf jeden Fall. Bin sehr gespannt bei euch beiden. Auch bei Waldeck natürlich. Mal gespannt, was ihr dann für eine Mannschaft auf den Platz zaubert, ne? Na, schauen wir mal.

SPEAKER_00

Ich finde es halt irgendwie interessant. Daniel hat es ja irgendwie nur mit, ich sag mal, schwer erziehbaren Mannschaften zu tun. Also ich meine, Olympiadorf weihert sich gerade leicht und dann gehst du da irgendwo nach Hessen rein und es ist ja sowieso schon kaputt.

SPEAKER_03

Ja, also das Klientel ist dasselbe gewesen, leicht ehrlich, aber ich glaube, es liegt an der Jugend. Und das sind alles, alles wunderbare Kids erstmal. Die hatten ein Herz aus Gold, unsere Jungs sowieso. Die waren halt wild, sagen wir es mal so. Leicht ausgedrückt. Die musste man bearbeiten, sagen wir es mal so.

SPEAKER_00

Ja, ich glaube, die brauchen das aber auch, gell?

SPEAKER_03

Die muss man fordern, richtig.

SPEAKER_00

Wir haben einiges vor heute. Jetzt haben wir euch ja schon mal begrüßt und da würde ich sagen, wie Jürgen immer sagt, let's get it started. Denn wir haben ja wirklich einiges vor, wir haben einiges zu besprechen. Ja, die Saison hat im Juni 2024 quasi angefangen mit den ersten Vorbereitungsspielen. Und da gab es auch ein Event mit mir, Jürgen. Möchtest du mal kurz drauf eingehen?

SPEAKER_02

Ja, das habe ich mich nämlich vorhin dran erinnert. Ich weiß gar nicht, ob Luis und Daniel das noch wissen. Da gab es nämlich eine Schiedsrichterschulung mit dem verehrten Marius Baumann vor der Saison bei uns in Olympiadorf in der, da in dem, na, in dem Aufenthaltsraum da. Und da waren wir, glaube ich, so sieben, acht Leute oder sowas. Bene war da, glaube ich, eine Tarik, Aurel, ich weiß gar nicht, wer noch alles da war.

SPEAKER_01

Gabriel kann sein. Ich glaube, Arda. Ja, Armin war da.

SPEAKER_02

Und das Lustige war, ich habe noch der U19, der U19 habe ich ja noch so gesagt, ja, wenn ihr Bock habt, da gibt es ja neue Regelungen und so, Schiedsrichter und wie man sich verhält, dann soll halt der U19-Trainer kommen oder Spieler, kam halt keiner, ne? Nur der June war da. Wisst ihr noch, der Dune, der Südkoreaner, hat sich das dann auch gegeben. Und das war cool. Da hast du uns nämlich geschult. Und da gab es echt viele interessante Fragen. Und hat ja was gebracht, ne? Wenn man dann auf die Fernestabelle schaut, ja. Da kommen wir später noch dazu, gell? Weil Louis hat ja gesagt, das müsste die Fairnestabelle. Die gute Fairnistabelle, ja. Aber im Endeffekt sage ich Scheiß auf die Fernestabelle, ne? Wenn du Meister wirst, dann ist das auch okay. Wobei, ich sagen muss, es gibt es eigentlich echt selten, dass man Erster wird, aber in der Fairnestabelle. Waren wir Letzter? Vorletzter.

SPEAKER_04

Wir waren abgeschlagen Letzter, abgeschlagen Letzter. Keine Chance, dass jemand anders an uns rangekommen ist.

SPEAKER_02

Das ist ein Phänomen eigentlich, Marius, weil sowas geht ja eigentlich gar nicht, ne? Das habe ich noch nie gesehen. Aber war eine coole Schulung, du hast uns alles erklärt, das weiß ich noch. Und ja, und dementsprechend haben wir versucht, mit unserem Sozialprojekt das auch dementsprechend so umzusetzen dann, ne?

SPEAKER_00

Ja, Sozialprojekt hast du gut gesagt.

SPEAKER_03

Ich muss da aber wirklich die Jungs den Schutz nehmen. Was heißt denn Schutz? Eigentlich den sagen, hier, seien wir mal ehrlich, die Hälfte davon war richtig dumm kassiert, ne? Minimum. Also.

SPEAKER_02

Also wir waren nicht unfair, das stimmt. Wir waren nicht unfair, sondern es waren wirklich auch dumme gelbe Karten. Also unfair haben wir nicht gespielt, das stimmt.

SPEAKER_04

Man muss halt auch sagen, der BFV hat teilweise mit den Schiedsrichter-Ansetzungen für gewisse Top-Spiele auch seinen Beitrag dazu geleistet, ohne jetzt gut aufs Monospiel gehen wir später drauf ein, aber ja, da geht es halt auch an gewisse Ansetzungen, wo du dich hinterfragst und denkst, da sollte man vielleicht einen anderen Mann hinschicken, um so ein Spiel zu leiten, aber nicht, dass wir hier noch Probleme mit dem BV bekommen. Wollen wir ja alle nicht.

SPEAKER_00

Du hast es gerade schon gesagt, die Ansetzungen, da waren ja viele chaotische Spiele bei euch dabei. Ich möchte gleich mal mit dem ersten Spieltag beginnen. Das war das Spiel Olympiadorf gegen FC Ismaning. Und ich weiß, vom Jürgen, da gab es witzige Geschichten und Vorgeschichten.

SPEAKER_02

Ja, mit unserem Trainerkollegen Effejan. Übrigens habe ich mit ihm heute Kontakt gehabt, also auch liebe Grüße raus. Wir haben uns ja mittlerweile auch wieder ganz easy verstanden und haben telefoniert dann Monate später, habe ihm das auch dann erklärt. Es ging darum, dass die verschieben wollten, die waren im Trainingslager, um es kurz zu machen, wollten verschieben. Ja, und anstatt uns halt anzurufen persönlich, wie man das halt so macht, ja, rufen die halt den Spielleiter an und naja, und plötzlich gucken wir ja drauf und das Spiel ist verlegt auf Sonntag. Und das geht ja eigentlich gar nicht, weil nur wir können es ja als Heimmannschaft verlegen, ne? Und da hat der Spielleiter wohl da einen Fehler gemacht, der hat es nicht gecheckt. Dann hat er es wieder zurückverlegt auf Samstag. Und dann hat der Efejan eben mich angerufen. Und dann war ich natürlich sauer, ne? Schon vornherein. Weil wir haben uns gut verstanden. Und ich weiß nicht, ob ich zugestimmt hätte zur Verlegung, keine Ahnung. Aber dass er mich nicht persönlich angerufen hat, dann war ich richtig sauer. Und dann gingen halt die Psycho-Games los. Die habe ich von Brian Delkoff gelernt übrigens. Liebe Grüße auch an Brian. Der hat sich auch sehr gefreut für unsere Meisterschaft und war immer, hat immer mitgefiebert. War auch bei den Spielen sogar nach Ingolstadt, ist er rausgefahren. Und dann habe ich gesagt, okay, mach mal Psycho-Games, war ja 30 Grad, wenn ihr euch noch erinnert. Und normalerweise wärmen wir uns vorne auf und der Gegner hinten. Nur es war halt so, hinten war Schatten. Vorne war Prallesonne. Dann sind wir halt hintergegangen, haben gesagt, na, Effe, hier geht's schön vor. Aber ganz kalt, also nur kurz Hallo gesagt, keine Umarmung. Es ging gleich Psychogames los. Erster Spiel der gleich, das war wie ein Finale. Also für mich war es wie ein Finale. Ich wusste, wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann zermürben wir die schon. Das war wirklich eines der wichtigsten Spiele. Ich fand auch eines der Top 3 oder Top 5 Spiele in der Saison, weil es einfach geil war. Und dann kam der so und sagt, ja, okay, dann sind wir auch hier in der Coaching-Zone, oder? Habe ich gesagt, nee, nee, nee, Coaching-Zone seid ihr nicht hier. Dann müsst ihr jetzt wieder eure Sachen packen und wieder auf die andere Seite gehen. Und dann war der schon richtig angepisst. Dann waren die natürlich genervt, ist klar. Und so hat das Spiel dann begonnen, beziehungsweise, Jungs, ihr wisst, begonnen hat es gar nicht gut.

SPEAKER_04

Ja, man muss sagen, also die erste Halbzeit lief überhaupt nicht gut. Wir haben das 1-0 kassiert und Ismaning war schon die bessere Mannschaft, würde ich behaupten. Aber dann sind wir über einen Standard reingekommen, den wir, glaube ich, wochenlang davor oft geübt haben. Haben wir, glaube ich, extra Standard Hage nur gemacht. Und dann haben wir halt über einen dreckigen Haufen, Pfosten, Latte, ist der Ball irgendwie reingegangen, Stands 1-1. Und ab dem Moment waren die schon ein bisschen angeknaxt. Und dann haben wir zur Halbzeit auch ein paar taktische Umstellungen gemacht. Und dann kam auch gar nichts mehr von Ismaning. Und dann haben wir sie in der zweiten Halbzeit eigentlich, ja, also kam nichts mehr zustande und dann haben wir das Spiel nicht easy runtergebracht, aber dann schon souverän und das Spiel für uns entschieden. Und was wir noch vergessen haben bei den Mind Games, ich meine mich auch zu erinnern, dass als die Laufschule war, irgendwer von uns, nicht von uns Trainern, sondern vom Verein auch dann noch die Rasensprengler angemacht hat und die dann auch noch richtig sauer waren. Wieso wir denn jetzt hier die Rasensprengler anmachen?

SPEAKER_02

Stimmt, stimmt, stimmt. Ich glaube, das war dann auch noch so, ja. Und Daniel, weißt du noch, war das in der ersten Halbzeit, wo das Spiel schon fast, naja, was heißt, abgebrochen worden wäre, aber war erste Halbzeit, oder?

SPEAKER_03

Meinst du bezüglich den Eltern?

SPEAKER_02

Na, ja, es waren Eltern, aber es fing ja so an. Also für die, die es nicht wissen, das Spiel lief ja, es war sehr intensiv. Jeder wusste, es geht hier schon um alles, weil für uns war ja Ismaning eigentlich damals ein Mitfavorit. Und dann ging es ja los mit Effe an der Seite. Und ihr wisst, der Schiri war damals. Ich muss ja den Namen jetzt nicht sagen, aber er war halt unsicher. War dieser Marus, du weißt wieder. Der war sehr jung auf jeden Fall.

SPEAKER_00

Ich werde den Namen nicht nennen, aber ich habe nachgeschaut, ja. Aber wir werden hier noch einmal.

SPEAKER_02

Ganz netter auf jeden Fall. Aber der war.

SPEAKER_03

Ich sag dir ehrlich, es lag nicht am Schiri.

SPEAKER_02

Nein, nein, es lag nicht am Schiri. Aber es war so, dass Effe, der hat angefangen neben mir. Jede Aktion, Schiri, Schiri, Schiri, Schiri, Schiri. Dann habe ich zu ihm gesagt, ich weiß nicht genau. Effe, hör auf. Dann sagt er mir, ich rede doch gar nicht mit dir. Und dann ging es los. Dann habe ich gesagt, hör auf zu manipulieren, weil du manipulierst jede Aktion, den Schiri, jetzt, weil du siehst, dass der unsicher ist. Und da hat es schon angefangen mit den Psychogames, die ja die ganze Saison durchziehen. Und ich weiß nicht, wer es gesagt hat, George hat es mal gesagt oder so, wenn du es nicht machst, dann machen sie es. Und im Endeffekt ist es egal, weil es zählt nur der Sieg. Wir haben ja nicht angefangen. Und dann sind wir aneinander geraten, Daniel, weißt du noch? Wir wussten nicht damals, dass es der Vater von Effe war. Weißt du noch, was du gesagt hast?

SPEAKER_03

Oh, das war so. Du musst dir vorstellen, ich kann mich eigentlich daran erinnern, du meintest ja auch, alles wurde kommentiert. Dann war der Ball, ich glaube, der war am Seitenaus. Zu 100% war der im Seitenaus. Und dann sagt er zu mir, das kannst du von da hinten doch gar nicht sehen. Und ich denke mir so, oha, okay. Und die haben zu dem Zeitpunkt 1-0 geführt. Zu dem Zeitpunkt hatten die 1-0 geführt und ich sagte, aha, so kommt der dafür. So, okay, er kriegt genau den Feier, den er will. Und dann habe ich ihm gesagt, hier, weißt du was, jetzt picken wir euch richtig. Einfach bam, knallhart. Und dann habe ich einfach nur gehofft, Jungs, gibt alles, macht die. Und dann ging die Seitenlinie natürlich rund.

SPEAKER_02

Das war so geil und dann muss irgendwas mit den Eltern gewesen sein. Da weiß ich gar nicht mehr, Luis, genau, aber irgendwann kam auf jeden Fall der Wenzel, kam dann schon zu uns. Jügen, Jügen, die brechen gleich das Spiel ab. Und er hat gesagt, ja komm, beruhigt dich, alles gut, es geht schon gleich weiter. Ich weiß gar nicht, was mit den Eltern war. Ob ihr euch noch erinnern könnt?

SPEAKER_04

Ich kann mich daran echt gar nicht mehr erinnern, nur wir haben ja in dem Spiel zwei Elfmeter bekommen, meine ich, und dass sie darüber dann halt sehr verärgert waren. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, ob das jetzt beides hundertprozentige Elfmeter waren. Aber man muss halt auch sagen, dass sie sich in den Situationen einfach saudum angestellt haben. Und wenn du dann eh schon so einen Schiri hast, der vielleicht ein bisschen unsicherer ist, und der denen dann pfeift, dann und du den dann halt auch noch nach dem ersten Elver die ganze Zeit anschreist und beleidigst, dann brauchst du dich in der BUL bei den Schiedsrichtern nicht wundern, dass der Schiri sich denkt, ja Maid, dann pfeife ich halt jetzt nur noch gegen euch. Weil das interessiert die Shiris in denen liegen dann einfach gar nicht. Das wurde uns auch genauso in anderen Spielen zum Verhängnis, dass dann Schiris einfach gegen uns gepfiffen haben. Weil sie vielleicht den Trainer kannten oder sich dachten, ey, was sind, wieso steigen die da jetzt von draußen rein? Aber das ist generell so ein Phänomen in der BUL, würde ich mal behaupten.

SPEAKER_02

Ja, Grüße an Miro Glovachevich, den Vater vom Luki. Da kam nämlich Tareks Vater, der All mir dann, und hat gesagt, wenn du nochmal hier so jetzt rumschreist, dann schmeiße ich dich hier raus. Also, dass du nur weißt, Marius, das war so erste Halbzeit ganz wild. Und das Phänomen, was da war in der zweiten Halbzeit, ich weiß nicht, ob ihr dich noch erinnert, beim Start von 3-1, wir haben ja dann 2-1 gemacht, 3-1. Es waren noch über 20, 25 Minuten zu spielen und Ismaning war mental tot. Die waren tot. Es war so ruhig. Wisst ihr noch? Es war Mucksmäuschen still.

SPEAKER_04

Ja, aber das war so generell so ein Phänomen gefühlt, jeder, der gegen uns verloren hat, hat die Spiele danach auch immer verloren. Kann sein, dass wir denen allen gefühlt so danach, die mussten erstmal sich erholen von dem Spiel gegen uns mental. Dass die die Spiele danach gar nicht spielen konnten, hatte ich das Gefühl. Also vor den Ergebnissen danach zumindest hatte ich das Gefühl, war das dann genauso.

SPEAKER_03

Weißt du auch warum. Kennst du an die Leute, die FIFA spielen, an der Placy gegen einen verlieren und ihr sagt die ganze Zeit, ich schwör's dir, der ist nicht gut. Und jeder Gegner hat die ganze Zeit zu uns gesagt, ich schwör's dir, die sind nicht gut. Und trotzdem haben die immer vier, fünf Dinger gegen uns gesagt. Das stimmt.

SPEAKER_02

Ja, das ist ein guter Vergleich, ja. Ja, es war ein Wahnsinnsspiel. Also auch diese Feier, diese das erste Zicke-Zacke und in der Kabine. Und das war, glaube ich, so der Punkt, wo die Jungs dann angefangen haben zu glauben. Weil Marius, man muss auch sagen, dass wir intern im Trainerteam von Anfang an gesagt haben, wir wollen Meister werden. Aber nach außen haben wir das jetzt nicht so kommuniziert. Das wollten wir nicht. Und dann haben die Spieler, glaube ich, dann langsam. Die Spieler haben es glaube ich nicht am Anfang geglaubt, oder?

SPEAKER_03

Ja, zu Recht. Dass die auch gegen Nordling und so einen Scheiß in den Testspielen abgeliefert haben. Das stimmt. Da brauchen die sich nicht wundern.

SPEAKER_02

Also das stimmt, da war ja Louis nicht dabei, da war ich mit Daniel in Nerdlingen, nur um kurz da auszuholen. Und wir haben uns angeschaut, wir haben die Wo angeschaut, wir haben gesagt, boah, wie? Wie sollen wir mit denen Meister werden? Und dann habe ich, glaube ich, irgendwann gesagt, okay, das ist am Anfang immer scheiße. Lasst sie uns entwickeln. Und wir waren sehr fleißig und es war auch euch zu verdanken übrigens. Weil es war eure Eckball-Variante, glaube ich, ne? Gegen Ismaning. Das stimmt.

SPEAKER_04

Ja, den Haufen haben wir echt sehr oft eingeübt und haben auch echt genau die Schützen dann ausgesucht, die diese Bälle gut reinbringen können. Und das war am Anfang der Saison auch echt unsere Stärke, muss man sagen. Wir haben ja auch in Starnberg auch ein Standardtor gemacht. Aber dann haben wir irgendwann auch, haben die Spieler dann auch aufgehört, auf diese Varianten zurückzugreifen. Im Verlaufe der Saison wird das immer weniger. Ich glaube, das einzige Standardtor, was ich mich dann noch irgendwie so grob erinnern kann, ist Tarix Kopfballtor in Ingolstadt. Aber sonst, es war ein schönes, ja. Kann ich mich angehen.

SPEAKER_02

Aber da habe ich einen kurzen Funfact für euch. Sidefact, nämlich Statistik. Am Anfang waren es von neun Toren, haben wir sechs oder sieben per Standard gehabt. Und jetzt passt auf, insgesamt in der Saison, wir hatten 77 Tore, 27 davon waren Standards. Knapp ein Drittel. Also das hat dann am Ende, also hat gefruchtet auf jeden Fall, dass wir uns da so intensiv die extra Zeit genommen.

SPEAKER_04

Ja, gut, da hat ja allein Carlo mit seinen 8-9 Freistoßtoren auch schon einen großen Beitrag dazu geleistet bei den Standardtoren. Und dann haben wir auch echt viele Elfmeter rausgeholt, muss man sagen.

SPEAKER_02

Stimmt. Ja, und das war Eismanning, Marius. Also gleich mal ein hitziges Spiel. Ja, aber mit einem guten Auftakt für uns. Also ganz, ganz wichtig, auf jeden Fall, ganz wichtig. Absolut.

SPEAKER_00

Ja, und die Woche drauf ging es ja dann nach Starnberg, wo man ja eigentlich auch sagt, ja, das ist natürlich als Münchner Mannschaft immer schwer, wenn man dann irgendwie zu den Bonzen, sag ich mal, in Anführungszeichen rausfährt. Und dann kommen da diese Kanaken, ebenfalls in Anführungszeichen gesetzt, weil nicht, dass jetzt hier irgendjemand das wird und so, äh, mich beleidigt, in Anführungszeichen. War sicher auch nicht leicht für euch da, oder? Als Münchner dann in Starburg.

SPEAKER_03

Darf ich kurz ausholen, Jürgen? Vorher musst du die Gegebenheit wissen, da warst du, glaube ich, nicht da im Training, oder?

SPEAKER_02

Das kann sein, ja. Ich bin ja gekommen und bin dann ins Hotel gefahren.

SPEAKER_03

Richtig, da hast du uns mir und Louis, das weiß ich noch, einen Trainingsplan gegeben. Und da muss ich mich nochmal hier im Podcast entschuldigen. Ich habe deine Zeichnung nicht verstanden. Und deswegen habe ich einfach irgendwas gesagt mit Louis. Und dann hast du uns ja richtig angeschissen danach. Das weiß ich noch. Und du hattest recht. Du hattest absolut recht. Aber es ist ja dann am Ende gut gegangen.

SPEAKER_02

Da bist du aber auch von Frankfurt gekommen. Kann das sein?

SPEAKER_03

Ich weiß es nicht mehr ganz gut.

SPEAKER_02

Weil ich kann mich erinnern, bei Starnberg kann ich mich nur erinnern, dass ich damals in dem Hotel gegenüber dann, weil ich kam ja von Arzberg übernachtet habe und war dann den Sonntag da, das war in diesem H2 oder in diesem anderen. Und du musstest auch irgendwie spät gekommen sein. Das war ja eh immer verrückt mit uns, also wo wir alles herkamen, ne? Aber Luis Starnberg war spielerisch gegen Starnberg waren wir gut, oder?

SPEAKER_04

Ja, ich fand, das war ein sehr gutes Spiel, aber ich weiß noch genau, was ich zu dir im Vorfeld auch gesagt habe, Jürgen. Starnberg hatte, meine ich, den ersten Spieltag spielfrei. Das heißt, sie waren auch noch nicht in diesem Wettbewerbsmodus drin. Und deswegen hatten wir da in der Hinsicht den Vorteil, dass wir schon voll drinnen waren. Und ich habe auch nach dem Spiel zu dir gesagt, Starnberg, das ist keine schlechte Mannschaft. Und wir haben, sag ich mal, jetzt das gut, ich denke, wir hätten sie auch so geschlagen, aber auch das Glück gehabt, dass sie keinen Spieltag davor hatten. Und dass sie dann gegen Waldeck mit Wettkampferfahrung gegen sie gespielt haben und ja dann im Hinspiel genauso 2-2 dort bei Waldeck gespielt haben. Da habe ich dir auch gesagt, die sind keine schlechte Mannschaft, die können gegen solche Mannschaften was holen. Und meistens ist Starnberg irgendwie so eine Mannschaft, die holt was gegen die Top-Teams. Und gegen die von unten holen sie irgendwie nicht so ihre Punkte.

SPEAKER_03

Ich fand, die hatten genau einen guten Spieler. Der Stürmer? Nee, diesen. Ich glaube, der war Außenverteidiger.

SPEAKER_04

Der Innenverteidiger, Kapitän. Ja, der Innenverteidiger, Kapitän. Der kleine Linksfuß.

SPEAKER_02

Ja, der war kleine Linksfuß. Ich fand den ganz gut. Der war gut, ja. Der hat ein richtiges Tempo gehabt, ne? Geilen Drive gehabt. Ja.

SPEAKER_01

Der hat mir gefallen. Der war gut, ja.

SPEAKER_02

Also Starnberg, ja, die haben tatsächlich auch dann gegen die Großen auch mal gepunktet. Ja, haben sich ja dann im Endeffekt auch gerettet. Ich hatte ja Starnberg und Ismanning eigentlich auch eher weiter vorne gesehen, weil im Jahr davor Marius, da war ja Starnberg Zweiter, hinter Heimstätten. Ja, hinter der Übermann.

SPEAKER_00

Richtig, das war ja das, wo man eventuell sogar dachte, Starnberg würde hochgehen, aber an Heimstätten kamst du da einfach nicht vorbei. Und ich glaube auch, es wird auch in den nächsten Jahren schwer. Aber ist ja jetzt ein anderes Thema. Starnberg war in dieser Saison dann wahrscheinlich leicht verzweifelt, oder? Dass sie davor den Ausstieg nicht ganz geschafft haben.

SPEAKER_02

Also es war so, ich hatte mit dem Trainer gesprochen vor dem Spiel. Der ist ja ganz cool, der Radek. Auch liebe Grüße raus. Und dann sage ich, na, wie schaut es aus und sagte, du Jürgen, ich hatte jetzt so viel zu tun. Und weil die hatten ja, Louis, die hatten ja nur ein Freundschaftsspiel, weißt du noch? Ja, genau, ein Testspiel, genau. Die hatten ja noch kein Ligaspiel, nur ein Testspiel. Und dann hat er mir auch vor dem Spiel gesagt, weil wir sind überhaupt so ungefähr, wir sind ja überhaupt noch nicht drin und das hat man dann gemerkt, als wir sie dann in der zweiten Halbzeit auseinandergenommen haben.

SPEAKER_04

Ja gut, und einen Spieltag danach spielen sie in Obermenzing 2-2.

SPEAKER_02

Ja, gut für uns. Die Tore waren auch sehr gut herausgespielt, fand ich. Ja, wisst ihr noch? Das war ein Tor. Vom Abstoß an hat der Gegner den Ball nicht berührt. Das war wirklich komplett rausgespielt in die Gasse, mit alles drum und dran. Also superschönes Tor. Muss ich mal irgendwann mal posten. Ich habe das immer noch in Erinnerung. Die Tore waren echt schön mit Gefühl. Da hat man echt gedacht, wir könnten Fußball spielen, ja.

SPEAKER_00

0 zu 5 war es am Ende. 0 zu 5 war es. Und damit habt ihr euch dann quasi nach diesen zwei Spielen und er mit 9 zu 1 Toren und 6 Punkten erstmal verabschiedet, denn ihr hatte das Wochenende spielfrei und dann gab es ein Testspiel gegen FC Bay and Global Academy. Ist jetzt keine Rede wert, aber der Ordnungshalber nennen wir das jetzt einfach mal. Wir möchten ja kein Spiel vergessen. Und dann, du hast es schon gesagt, dann kam der erste Kracher. Oder der darf man sagen, der erste Kracher, oder würdest du sagen, das war Ismanning?

SPEAKER_04

Also, das erste Spiel ist immer was Besonderes, würde ich behaupten.

SPEAKER_03

Ich fand Ismaning genauso schwer wie Waldeck.

SPEAKER_04

Und ja, ich finde in der Hinrunde war Waldeck schon ein geiles Spiel, aber nicht im Ansatz vergleichbar mit wie es in der Rückrunde dann war.

SPEAKER_00

Dann sagen wir, der nächste Kracher kam. Dann einigen wir uns auf der nächste Kracher und vom Ergebnis her war das jetzt schon so ein Spiel, wo ich jetzt sagen würde, als Laie, der nicht dabei war, da wurden euch schon mal die Grenzen aufgezeigt, oder?

SPEAKER_02

Also du musst sagen, wir haben ja vorgeplant und wir haben ja den Spielplan gesehen, als der Spielplan rauskam, da waren wir erstmal schockiert, muss ich sagen. Weil wir empfanden das als sehr, sehr schweren Spielplan. Ismaning, Starnberg, Waldeck, Landsberg und dann so erst Aubing und Garchen haben wir gedacht, wäre vielleicht leichter, was man so denkt immer. Und dann haben wir halt gesagt, okay, wir nehmen das andersrum. Wir motivieren die Spieler und sagen, ey, ist doch geil, dass es gleich am Anfang ist. Wenn wir jetzt gewinnen, sind wir sofort vorne. Und Waldeck war für mich schon ein Highlight, aber ich glaube, für Louis war es nochmal, der hat auch zu uns gesagt, wir müssen das gewinnen, weil für ihn war das das Ab. Und das wussten wir auch, dass es für ihn ein ganz besonderes Spiel ist.

SPEAKER_00

Warum, wenn ich sagen, graf hier an dieser Stelle?

SPEAKER_04

Einfach aufgrund dessen, dass ich ja schon mal eine Waldeck-Vergangenheit hatte, dass ich davor ja auch schon in der U15 mal bei Waldeck bei Maxi Graf in der U15 Co-Trainer war. Und ich einfach für mich unbedingtes Spiel gewinnen wollte. Vor allem auch, weil mein Bruder ja genauso bei Waldeck spielt und ich mir da anhören musste, ja, die hauen uns weg, die sind eine bessere Mannschaft als wir, die sind besser. Und ich natürlich habe gesagt, nein, unsere Jungs sind besser. Muss man ja eine gewisse Selbstüberzeugung oder Überzeugung von seinen Jungs haben in die Fähigkeiten. Und ja, wir haben uns ja auch intensiv auf das Spiel vorbereitet, haben da ja viel taktisch gemacht, haben ja zum Beispiel mit Carlo im Zentrum, meine ich, gestartet sogar. Und dann in der zweiten Halbzeit auf den Flügel getan. Und es war ja genauso wie gegen Isma, nämlich meine, wir waren 1-0 hinten, lief auch nicht so rund das Spiel. Und dann hat ja Carlo genauso seinen flachen Freistoß in die Torwadecke geknallt und den Torwart ja, wie soll ich sagen, schlecht aussehen lassen in dem Moment. Und dann stand es auch 1-1 und das waren halt einfach dann in dem Spiel, muss man dann sagen, dann der Unterschiedsspieler, der das Spiel eben entschieden hat in dem Sinne. Die anderen Jungs haben auch eine brutale Leistung abgeliefert, wie wir angelaufen sind vorne. Mit Aurel zum Beispiel, der ja sehr stark war zu Besorg-Beginn, der unfassbar viel gelaufen ist und sich ja dann im Verlauf später verletzt hat. Aber sie hatten auch unsere Probleme defensiv. Also ich weiß noch genau, dass zum Beispiel Hüstein, meine ich, mit seinem Gegenspieler in dem Spiel bisher Probleme hatte. Meine ich mich zu erinnern. Aber im Zentrum hatten wir es eigentlich recht unter Kontrolle. Man muss sagen, das Hinspiel war kein schönes Spiel, finde ich insgesamt, so vom spielerischen Aspekt. Wir haben ja dann auch ein sehr, sehr dreckiges Tor gemacht. Auch wieder, wenn man Einwürfe auch zu Standards zählt, haben wir einfach Juli von Rechtsverteidiger nach links vorne geschickt, nur um einen Einwurf reinzuwerfen und einmal verlängert, durchgerutscht, 3-2-Stand. Das war dann schon auch ein sehr geiles Spiel von den Emotionen her am Ende und sehr wichtig für uns.

SPEAKER_00

Wie war das dann für dich am Ende, wenn du sagst, du hast gegen deinen Bruder gespielt? Der durfte sich dann wahrscheinlich daheim schon nochmal was anhören, oder?

SPEAKER_04

Mein Bruder hat ja nicht direkt gespielt, aber das war ja quasi, also man muss ja zu Waldek dazu sagen, dass eigentlich fast der ganze Jahrgang letztes Jahr ja schon als jungen Jahrgang gespielt hat in dieser Liga. Und da waren halt eben nur A07er drin, da kann ich mich jetzt nur an Yoshi erinnern, der jetzt auch in der U19 ist, André ebenfalls noch in der U19 bei Waldeg, Stefan, der jetzt bei Ismaning, meine ich, spielt. Und das war es schon. Der Rest waren alles 08er, die dann ein Jahr später nochmal zusammengespielt haben. Und die da eigentlich auch schon fast einen Vorteil gegenüber uns hatten, weil wir ja eigentlich einen komplett neuen Kader hatten. Mit, ich meine, Jürgen, bei dir waren nur Carlo und Tarek davor da und sonst haben wir den ganzen Kader am Anfang der Saison komplett neu zusammengestellt.

SPEAKER_00

Wie schwer war das dann am Anfang überhaupt, wenn du einen komplett neuen Kader hast, dann daraus noch eine Mannschaft zu formen, die sich ja irgendwie findet? Weil so wie sich das jetzt anhört, hat man sie ja dann nach drei Spieltagen schon gefunden. Also einfach war das sicherlich nicht.

SPEAKER_04

Ich würde behaupten, wir sind sehr viel übers Kollektiv gekommen, über die Laufleistung, über den Willen, über die Mentalität halt, würde ich jetzt behaupten, um den Gegner halt und haben darüber den Gegner dann geschlagen. Die spielerischen Aspekte sind dann später eher gekommen. Aber man muss auch sagen, wir haben in der Vorbereitung sehr, sehr viel gearbeitet. Ich glaube, wir haben individuelle Positionsschulungen gemacht. Für jede Position haben dann Positionen miteinander verknüpft. Und da hat jeder so seinen Beitrag zu geleistet, dass wir versucht haben, auch spielerisch dann besser und besser zu werden. Man muss ja auch sagen, wir haben ja am Anfang noch mit Marin und Tarek in der IV gespielt. Das hat sich ja dann auch geändert im Verlauf der Saison. Gewisse Personen haben wir dann halt auf anderen Positionen gesehen, ist ein bisschen verschoben, dass wir dann spielerisch auch stärker geworden sind.

SPEAKER_00

Mal kurz zum Ausschweifen, du hast gesagt, ihr habt Positionen verknüpft. Welche waren das so? Welche Positionen habt ihr so verknüpft?

SPEAKER_04

Ja, die IVs mit den AVs, IVs mit den Sechsern, Achtern mit den Flügeln halt so die Abläufe, die wir dann hatten, ein bisschen verknüpft.

SPEAKER_03

Ja, aber man musste. Man musste aber auch schauen, wir mussten warten, bis sie reif genug waren, um die Position zu übernehmen. Wenn wir uns vorstellen, wir hatten niemand anders aus Amarin, der mit Kari spielen konnte. Amar musste bis dahin ready sein. Gott sei Dank war er zum richtigen Zeitpunkt ready in der IV. Und ich muss sagen, erstmal, ja, Shoutout zu Amar natürlich. Hat sich zu einem meiner Lieblings-IVs entwickelt. Unfassbar zweikampfstark gewesen, natürlich irgendein Aussetzer, die man manchmal nicht versteht. Wusste man, glaube ich, auch nicht, aber im Endeffekt auch wow, verlässlich gewesen.

SPEAKER_00

Ja, Verlässlichkeit ist natürlich wichtig. Vor allem innerhalb einer Mannschaft. Denn nur dadurch holst du Punkte. Und das habt ihr dann auch am 3.10. dann bewiesen, nochmal in Landsberg, ne? Die damals übrigens noch als Spielgemeinschaft Landsberg Kaufering aufgetreten sind. Und ich glaube, erstmal Frage an dich, Jürgen. Das ist ja der Jahrgang, der ja diese Saison so enorm stark ist auch, oder?

SPEAKER_02

Und die waren Aufsteiger, aber ich wusste auch schon, die können da schon eine Rolle mitspielen. Aber die haben tatsächlich dann eine Super Saison gespielt. Und das war ein Spiel, ich glaube, da hat es heftig auch geregnet. Aber wir haben im Stadion gespielt von Kaufering. Richtig geile Atmosphäre mit den Heimfans, die uns beleidigt haben und so, das weiß ich noch, wo wir dann, wo wir dann der Mannschaft von vornherein auch dann gesagt haben, lasst euch nicht drauf ein und so. Das haben die auch ganz gut gemacht. Und da war ein schweres Spiel. Also ich erinnere mich noch, das waren zwei total unterschiedliche Halbzeiten, ne, Daniel? Das war ganz, ganz absolut.

SPEAKER_03

Absolut. Also erstmal der Platz war ekelhaft. Und wir waren erstmal geschockt, hatte ich das Gefühl. Weil ich kann mich erinnern, es war Anstoß, die haben uns den Ball zugeschossen gefühlt und dann sind die alle nach hinten gegangen. Weißt du noch? Die sind einfach nach hinten gegangen. So, nach dem Motto, nimmt, macht. Und ich glaube, wir waren ein bisschen perplex. Ich auf jeden Fall. Weil ich dachte mir so, was machen die jetzt? Und dann hat man direkt gemerkt, ey, die lauern. So hatten wir mal einen Fehlpass, waren die sofort auf einmal bei uns da. Und ich glaube, da haben sich auch unsere Spieler ein bisschen erschreckt. Und dann hatten wir natürlich, ja, einen Positionswechsel Torwart. Ja, Raphael konnte halt mit Ball was anfangen und Marco ein bisschen weniger. Das haben unsere Innenverteidiger gespürt, unsere ganzen Spieler gespürt. Und dann war es natürlich echt schwierig. Wenn du da hinten liegst, wussten wir, sind wir echt schwierig dran. Aber ich kann mich erinnern, nachdem wir 1-0 hinten waren, von so einem direkten Eckball, oder? Eckball, ja, direkt. Das war eine Ecke. Das war ein direkte Eckball. Mit links aufs Tor gezogen ist. Ich dachte, der war wunderbar geschossen, also keine Frage. Der war schon echt stramm, zack. Natürlich sieht der Torwart scheiße aus dabei. Aber Mai, dann hatten wir natürlich Bene und der hat bis, ich würde sagen, bis 39 Minuten irgendeinen Scheiß gespielt, den ich nicht verstanden habe. Und ich sage die ganze Zeit, Jürgen, nimm ihn raus. Jürgen, nimm ihn raus. Und du so, warte, warte, warte, gib ihm Zeit, gib ihm Zeit. Ich so, Jürgen, schau ihn dir mal an. In dem Moment, er macht diesen Rollover mit seinem rechten Fuß, den ich immer im Training gehasst habe, und haut das Ding mit links in den Winkel. Stand es ja schon.

SPEAKER_04

Aber aus mindestens 20 Metern. Also es war schon aus dem Nichts. Wir hatten ja wirklich eigentlich keine Ideen, keine Chancen in dem Spiel. Also es war ein katastrophales Spiel. Dann halt aus dem Nichts. Wir haben uns ja auch schon gesagt, boah, ey, ist echt eine Frage, heute entweder du schießt gar kein Tor oder du wirst halt irgendwie einer rutscht rein und dann läuft es vielleicht. Aber das war dann schon ein sehr, sehr geiles Tor, was er gemacht hat.

SPEAKER_02

Ja, vor allem 40. Minute, also 39. glaube ich, so wirklich eine Minute vor der Halbzeit, Marus, knallt er den mit links rein und das war wirklich so ein Tor des Jahresverschnitt, was er wahrscheinlich auch nie wieder schießt. Ein crazy Tor. Und plötzlich bist du natürlich wieder im Spiel und die ganze Mannschaft lebt halt wieder. Und in der Halbzeit merkst du halt, okay, es ist jetzt 1-1. Wir haben scheiße gespielt, aber wir sind im Spiel. Das ist das Geile gewesen. Wir sind da. Das heißt, es kann ja eigentlich jetzt nur besser werden. Schlechter kann es gar nicht mehr werden. Und dann haben wir eine zweite Halbzeit gespielt, die für mich persönlich eine der besten Halbzeiten und vor allem modernsten, was wir gespielt haben. Wir haben komplettes Pressing gespielt. Und der Gegner ist, wie ich meine, 38 Minuten. Nur am Schluss kamen sie einmal über die Hälfte. Ist nicht mehr über die Hälfte gekommen. Also viele denken ja immer, wir haben ja dann Olympia Dorf und die sind ja nicht so. Nein, nein, wir haben schon wirklich auch sehr, sehr viele moderne Aspekte geliefert. Und gerade was das Pressing betroffen hat oder betrifft, haben wir in der zweiten Halbzeit den Gegner komplett eingeschnürt. Ja, und dann kamen die Ballverluste, dann kamen die Tore. Wieder Freistoß, glaube ich, ne, Carlo?

SPEAKER_04

Ja, aber abgefälscht, meine ich. Aber ich würde auch sagen, allein hätte man in dieser Saison die Laufleistungen, Laufwerte aller Mannschaften gemessen. Also was wir halt, wir haben ja jedes Spiel angepresst, durchgehend 80 Minuten lang gefühlt, also fast jedes Spiel. Und das hat ja so in der Liga eigentlich einer gemacht. Auch gegen uns nicht. Außer Waldeck, dann im Rückspiel auch noch, haben die sich gewisse Spieler rausgepickt, auf die die anpressen, aber da kommen wir später drauf zu. Aber ich erinnere mich auch noch an das Spiel, das war ja der dritte, zehnte, auch meine ich, ein Feiertag. Da sind wir auf einen Feiertag, einen Donnerstag nach Landsberg gefahren, wo wir wieder beim Thema sind, Jürgen, ekliges Anfangsprogramm. Ekliges Anfangsprogramm. Und ich weiß auch noch, dass am Anfang von dem Spieltag, da fing es ja auch schon an mit so kleinen Problemen, wo es ja dann auch fraglich war, ob Marin überhaupt spielen konnte. Weil ich meine, das war doch das, wo dann beim Feiern er sich ja verletzt hat und da mit dem Mittelfuß unten dann nicht mal gefühlt spielen konnte fast und sich da die Tabletten reingehauen hat.

SPEAKER_00

Sorry, er hat sich beim Feiern verletzt.

SPEAKER_02

Ja, beim und zwar beim Spiel gegen Waldeck Obermenzing, als wir in diesen Kreis sind und zicke zacke zicke zacke schreien. Dann sind wir fertig, hei heu, hei. Der Kreis löst sich auf. Da ist ein Ball. Marin ist da und Barzan will voll auf den Ball hauen. Und haut Marin voll in den Knöchel. Also blöder. Es gibt das Video. Es gibt das Video, ja. Blöder geht's nicht. Und dann stehen wir als Trainer da und denken uns am Anfang, okay. Dann konnte der nicht trainieren, unser wichtigster Spieler, der Kapitän. Und wir haben uns, ich weiß noch, ich war in Nürnberg bei meinen Eltern und wir haben telefoniert und wir haben uns sogar gedacht, wir spielen Fünferkette, wenn der nicht spielen kann, dann muss der spielen, dann muss der spielen. Wir haben uns ja Szenarien ausgemalt, wenn ihr euch noch erinnert, das waren ja Stunden, wo wir uns Szenarien ausgemalt haben. Und dann sagt er plötzlich, ich kann spielen, sage ich, wie soll das gehen? Es geht schon. Und dann hat der echt gespielt. Und da muss ich wirklich ein, also da ein Riesenlob an den Jungen. Was der sich für die Mannschaft geopfert hat, ne? Der hat ja, das war ja nicht einmal so, das war in der Saison fünf oder sieben Mal, dass wir gedacht haben, scheiße, Marin fällt aus. Und dann hat der am Spieltag sich aufgewärmt und hat gespielt. Ich weiß immer noch nicht wie, keine Ahnung.

SPEAKER_00

Es hat so ein bisschen diesen Schweinsteiger 2014-Effekt, ne? Dieses Aufopfern. Schweinsteiger, der kaputt getreten wird und dir dann eigentlich das gesamte Spiel in A-Schritte, dass du Weltmeister wirst. War Marin so wichtig? Kann man ihn schon als Schweinsteiger Olympedos bezeichnen?

SPEAKER_03

Also Marin war unser Kapitän. Er war, der war der, also zu dem Zeitpunkt auch der beste Spieler, den wir hatten. Der war überall einsetzbar. Am liebsten wussten wir, wir müssten den auf die Acht stellen, aber wir konnten nicht zu dem Zeitpunkt. Er musste, es ging mehr als nur, dass er auf dem Platz da war. Er hat sich dann aufgerafft, sogar als IV gespielt. Er musste es hinnehmen. Er hat als Mediator manchmal gewirkt, Ansprechpartner, genauso wie man es sich als Coach vorstellt mit einem Kapitän. Ich weiß, was nicht hinter den Kulissen manchmal war, aber ich hoffe, der hat uns den Rücken gestärkt, dass wir nicht die Kabine irgendwann mal verlieren. Und ja, da hat alles gepasst in der Mannschaft. Die waren befreundet, wir waren mit denen befreundet. Wir haben am selben Strang gezogen und ich sag euch ehrlich, jeder ist natürlich wichtig gewesen. Wir wollen natürlich niemanden in irgendeiner Form benachteiligen. Alle waren wichtig. Alle, die auch dann gegangen sind, wichtig, aber Marin war halt unser Kapitän.

SPEAKER_00

Also schon so ein kleiner Schweinsteiger.

SPEAKER_03

Quasi, ja. Okay, ja. Kann man so meinen. Aber wir hatten auch Tarek, ne? Der war Mentalitätsmonster, darf man nicht vergessen. Der hat hinten den Laden so nicht gehalten. Der hat jedes Tor gefeiert, jeden Zweikampf, den wir gewonnen haben, gefeiert. Er hat die Leute, er hat mich manchmal an mich erinnert, als ich damals die V gespielt habe. Genauso die Leute aufgefressen. Aussetzt ja manchmal. Aber ja.

SPEAKER_00

Ja, man merkt, da kommt viel über Kampfgeist und ich glaube, den hat man benötigt. Jetzt habt ihr dann dieses Spiel gewonnen gegen Kauferring. Ja, gut, wie die jetzt so draußen weiß ich nicht, möchte jetzt nicht sagen, einfach, weil ich glaube, du bist in der BUL, da geht es immer schon auch schwer zu. Aber jetzt kam ja das nächste Spiel und darauf möchte ich hinaus. Da hast du die Mentalität nochmal benötigt. Denn der nächste Gegner, der war ja auch schon asozial im Sinne von Mental stark, oder?

SPEAKER_04

Also ich muss sagen, ich fand das Hinspiel Aubing, das war von zu dem Zeitpunkt, von den Emotionen und alles, ein so langweiliges Spiel. Man muss auch echt sagen, dass Aubing im Hinspiel echt überhaupt nichts investiert hat, finde ich. Ich finde, du hast richtig gemerkt, bei uns war aber auch nicht so dieses Feuer da. Aber wir wussten, es hat gereicht. Es hat gereicht und darauf haben sich unsere Jungs in dem Spiel schon so ein bisschen ausgeruht, wodurch es dann auch zwischenzeitlich ergebnistechnisch kurz knapp wurde. Aber es war eigentlich nie wirklich ein gefährdetes Spiel, würde ich jetzt behaupten, weil Aubing in dem Spiel einfach keine Emotionen, gar nichts. Es war dann im Rückspiel genau das Gegenteil. Aber da sind wir dann halt vielleicht auch bei dem Punkt, wieso Abeng am Ende runtergegangen ist, weil sie auswärts halt nichts geholt haben.

SPEAKER_02

Nee, ich wollte nur sagen, das war die heimstärkste Mannschaft. Und die haben ja am Donnerstag, wo wir in Landsberg gespielt haben, haben die zu Hause gespielt. Ich weiß nicht mehr gegen wen, aber auch ein wichtiges Spiel war das. Und das haben sie tatsächlich gewonnen. Also die waren ja bis kurz vor Schluss waren die die Heimstärke, als Absteiger waren die die heimstärkste Mannschaft, die hatten, glaube ich, 32 Punkte zu Hause und einen Punkt auswärts oder so. Ja, und dann am Schluss haben sie das gemacht.

SPEAKER_00

Also da zu spielen auf dem Kunstrasen. Ich glaube, ich habe da in meinem Leben zweimal gespielt. Einmal mit euch, einmal mit Garching. Du kannst da eigentlich als Auswärtsmannschaft nicht gewinnen. Also, das ist das ist schon echt schwierig. Also ich glaube, das war vielleicht euer Vorteil, dass das Hinspiel bei euch war. Ja, dass Auwing da eben nicht diesen Auwing-Vorteil hatte.

SPEAKER_02

Man muss auch kurz sagen, Landsberg hat uns schon überrascht. Wir hatten sie nicht stark eingeschätzt, nicht so. Aber als wir gegen Landsberg gespielt haben, da war uns bewusst, die werden auf jeden Fall zu Hause auch und in der Saison jedem Gegner Probleme bereiten, weil die waren einfach eklig. Es war eine gute Mannschaft. Die waren kompakt. Ich meine, Waldeck hat beide Spiele sogar gegen die verloren. Ja, sogar eine Woche drauf, glaube ich, ne? Ja. Dann haben sie, glaube ich, verloren bei denen. In der gleichen Woche noch haben wir ja gespielt. Genau, da haben wir noch gespielt. Zwei Spiele Donnerstag und Samstag. Und nach dem Landsberg-Spiel, wenn ihr euch erinnert, dann kam Aubing und das Aubing-Spiel sind die Spieler schon so, naja, ich will nicht sagen, mit einer Arroganz angetreten, aber so mit einer Selbstverständlichkeit. Und da hast du schon gemerkt, oh oh, aber wir hätten ja das Spiel wirklich 8-1, 10-1 gewinnen müssen. Wirklich. Das ist, wie Louis gesagt hat, die haben gar nichts investiert. Für die war das nicht wichtig. Wir waren ja da zu dem Zeitpunkt, glaube ich, dann schon Erster. Oder zumindest punktgleich mit den anderen. Und da hast du aber bei unseren Spielern schon gemerkt, so bei ein paar, so, aha, hier ein Trick mehr, dann wieder ein Trick, dann wieder ein Blödsinn. Und da hat es dann eben angefangen und das war ja noch okay. Dann ist das Ergebnis 4-1. Und das, ja, hat sich dann in die nächste Woche fortgetragen. Und da erinnere ich mich noch, ich weiß nicht, ob ihr es noch wisst, das war für mich die schlechteste Trainingswoche des ganzen Jahres. Ich habe sowas noch nie erlebt. Es war Friedhof-Stimmung. Du bist Tabellenführer? Nee, vor dem Garching-Spiel.

SPEAKER_00

Genau, also ihr habt jetzt 15 Punkte. Sorry, wichtig unterbringe. Ich habe 15 Punkte auf dem Foto.

SPEAKER_02

Ganz, ja, ganz komisch war das. Und da hat sich schon abgezeichnet, oh oh, bald wird es krachen, wenn ihr so weiter trainiert, wenn ihr so eine Einstellung habt.

SPEAKER_04

Naja. Ja, man muss auch sagen, das stimmt, die Trainingsleistung hat echt nicht gepasst. Dann hatten wir halt aber auch das erste Mal so richtig das Problem mit leichten Verletzungen. Nicht nur das, aber auch Krankheitsfälle, meine ich. Ich glaube, in der Woche hat es die ganze Mannschaft erwischt.

SPEAKER_03

Hüstein hat uns alle angesteckt. Ich wollte es gerade sagen, der Code hat uns alle angesteckt.

SPEAKER_04

Und ich glaube, dementsprechend war auch die Energieleistung auf dem Platz. Aber man muss auch sagen, gegen Garching, ich glaube, beim Stand von 0-0 hatten wir wirklich 2, 3, 100%ige, glaube ich. Also ich glaube, ich weiß nicht, wer das war, aber zwei, drei Spieler, ich glaube, Yannick und Aurel ist auch, glaube ich, einmal allein auf dem Torrad gelaufen. Ich bin mir nicht zu 100% sicher, aber die 2-300-prozentigen hatten wir beim Stand von 0-0. Machen sie nicht. Und da hast du dann schon gemerkt, dass das bisher was mit uns gemacht hat, weil ich finde, so Spieler wie Yannick, Aurel oder vor allem Yannick, die waren vor dem Tor normalerweise eiskalt. Die hatten gefühlt den einen Torschuss und der war drin. Und in dem Spiel hast du gemerkt, die Kräfte waren nicht da. Du machst diese Chancen nicht. Und dann hat sich das irgendwann mal gerecht in dem Spiel. Und dann hatten wir nicht die Kraft, um uns aufzubäumen.

SPEAKER_02

Und wir waren, also es kam alles zusammen. Also, wir waren nicht vollständig. Daniel war, glaube ich, nicht da.

SPEAKER_01

Ich war nicht da, ist es.

SPEAKER_02

Und ich bin genau von Freitag auf Samstag krank geworden.

SPEAKER_00

Genau, du warst krank.

SPEAKER_02

Und ich konnte halt gar nicht irgendwie. Ja, ich saß halt dann immer neben Luis und ich konnte halt auch gar nicht so. Er ist ja keine Ausrede, aber ist halt so dann. Konnte halt nicht so schreien oder coachen. Und es ist wie Luis gesagt, in der ersten Halbzeit müssen wir eigentlich führen, wir haben die besseren Chancen, aber der Gegner war motivierter. Die kamen immer hier mit ihrem 1-2, 1-2, 1-2. Was ist denn das für eine Scheiße? Ah, okay, die wollten uns immer doppeln. Und die haben jeden Ball gewinnen und Einwurf gefeiert. Übrigens hat uns Tarek Klancevic ein Tor eingeschenkt, so ganz schön ist. Auch liebe Grüße mal raus, ja. Aber in der ersten Halbzeit hatten wir das eigentlich so noch drin. Aber weißt du noch, Luis, wir haben dann auch taktisch, wir haben versucht, im Aschmat zu erklären, glaube ich, wie er pressen soll. Und das hat nicht so funktioniert.

SPEAKER_04

Darauf wollte ich auch gerade hinaus, was noch zusätzlich das Problem war, wir wollten die ja anpressen. Und das war ja, meine ich, auch das erste Mal, dass wir eine Dreierkette, eine 361 war das ja, was die gespielt haben. Was wir anpressen wollten. Und da sollte er dann Aschmat, wenn der Ball auf der anderen Seite war, einrücken. Und das hat er halt in dem Spiel jedes Mal halt verpennt und ist halt beim AV geblieben, anstatt halt mit ins Zentrum reinzukommen, dass sie eben nicht ihre Überzahl nutzen. Aber das ist dann.

SPEAKER_02

Und nicht nur er, sondern das waren auch wirklich fast alle Spiele. Also jeder kam einen Schritt zu spät im Pressing. Ja, und dann weißt du ja, wie es dann halt so endet. Und das hat uns ein bisschen. Da muss ich sagen, habe ich das auch auf meine Kappe genommen, weil ich einen Fehler gemacht habe dann, zu sagen, wir hätten einfach gegen Garching, so haben wir es in der Rückrunde dann gemacht. Gegen Garching musst du sie erstmal kommen lassen. Lass sie spielen 20 Minuten und danach fangen die Fehler an. Danach, die Kondition ist sowieso nicht so wie unsere. Und das haben wir im Hinspiel falsch gemacht. Wir wollten wieder modernen Fußball spielen, was uns ausgezeichnet hat bis dahin. Unser Pressing hat uns wirklich ausgezeichnet. Und das war ein Fehler gegen Garching, weil wir hatten viele Kranke. Die Abstimmung war nicht gut, weil eben nicht alle auf ihren Positionen gespielt haben. Und da, ja, dann war ich auch krank und dann habe ich auch gesehen, okay, ja. Okay, Jürgen, ich wusste irgendwie, ihr kennt es doch manchmal. Du sitzt da, es steht noch 0-0 und du weißt trotzdem, du verlierst dieses Schüler, du wirst heute verlieren. Du spürst es. Und ich habe das gespürt, klar kannst du es ja nicht sagen, aber dann haben wir 3-0 verloren. Das war unsere erste Niederlage. Dann kannst du dir vorstellen, wie die gefeiert, wie die gefeiert haben, ne?

SPEAKER_00

Gut, aber es kommt ja auch dazu, wenn du als Trainer da natürlich nicht hundertprozentig fit bist, ja, und nicht antreiben kannst. Eine Mannschaft lebt ja auch davon. Die Mannschaft lebt ja auch von einem Trainer, der draußen pusht. Und wenn du halt krank bist und das dann dazu kommt, ist dann immer schwierig auch für eine Mannschaft.

SPEAKER_04

Vor allem bei uns, weil ich würde behaupten, wir waren schon sehr aktiv alle mit vielen Anweisungen, viel gepusht von außen. Unsere haben das dann schon gebraucht, würde ich behaupten. Manche hat das noch mehr angestachelt, vor allem wenn ich überlege, wie dann zum Beispiel ein Hüssein immer die Linie rauf und runter marschiert ist. Wenn du dem das gesagt hast, der hat das gemacht, wie eine Maschine hoch und runter. Der konnte laufen. Ich weiß es doch, wenn wir die vier-Minuten-Läufe gemacht haben, der hat alle immer abgezogen, glaube ich.

SPEAKER_03

Er war der fitteste und schnellste, verlässlichste im Zweikampf. Also die Seite war dicht mit Juli. Also der konnte zwar kein. Nein, das will ich nicht sagen. Aber hat auch auf links gespielt, ne? Er ist Rechtsfuß. Wir wussten, jeder Ball ist weg, indem man ihn spielt, aber kein Gegner konnte gegen ihn ankommen. Keiner. Da hätte. Sorry, ich hätte dem sogar gesagt, da kann Bell stehen. Hussein hätte den aufgefressen. Der war unglaublich. Der hat jeden Gegner, hat er zur Verzweiflung gebracht. Und top. Also was ein Typ.

SPEAKER_00

Jürgen, du hattest mir gesagt, mal, für die, die es nicht wissen, wir hatten eigentlich schon mal diese Spieltagsfolge aufgezeichnet, wollten, dass jetzt halt in diesem Rahmen machen, einfach was schöner ist. Da hattest du mir gesagt, es gab nach dem Spiel trotzdem noch einen, ich sag mal, positiven Vorfall, oder? Positives Vorkommnis. Was war das denn?

SPEAKER_02

Wir haben einen Kreis gemacht, was wir normalerweise nicht machen nach dem Spiel. Aber die Eltern und Zuschauer von Garching haben mich so gelangweilt, weil die halt sich so aufgeführt haben dann. Naja klar, die sind auf dem Abstiegsplatz. Die hatten auch einen guten Kader. Das Problem war nur, dass die halt verletzt waren. Und ja, dann hat es halt gegen uns geklappt, ne? Wie halt die Umstände so waren. Und ich habe die Mannschaft zusammen, das weiß ich noch, ganz genau. Das war ein ganz wichtiger Moment für mich persönlich so. Ich habe die Mannschaft zusammengerufen und die haben mich so gelangt, weil diese anderen es gesagt haben, Jungs, egal. Aus dem Bauch heraus habe ich gesagt, wir werden Meister. Scheiß auf die Niederlage. Es muss irgendwann kommen. Es ist gut so. Aber wir werden Meister. Scheiß drauf jetzt, wir schaffen das. Und dann haben wir uns ja zumalt in die Kabine. Es war ein scheiß Tag natürlich. Ich weiß nur noch, dass ich dann nach Hause gekommen bin zu meinem Sohn. Hat der wenigstens gewonnen in Kirchheim mit der U19 von Olympiadorf. Dann habe ich mich zumindest für ihn gefreut, weißt du? Aber das war so ein Moment, weil die haben mich gelangweilt, weißt du, die waren ja dann so, ja, auch so, weißt du, wie dann die anderen sind, wir können die Erster sein und so.

SPEAKER_04

Ja, aber irgendwie, das haben wir auch. Wir haben auch in Schweinfurt gespielt, haben dort verloren und dann hieß es, die können nur auf Kunstrasen spielen und bla bla bla. Das hast du überall und. Mei. Sollen die alle reden.

SPEAKER_02

Das ist halt normal. Das ist. Aber da gab es in der Woche danach, glaube ich, normales Training.

SPEAKER_04

Ja, wir haben uns darauf geeinigt, normales Training zu machen. Ich glaube, wir waren da gar nicht so sauer, oder? Wie war das so, Luis? Waren wir auch nicht. Waren wir auch nicht. Wir waren nach Planek viel, viel sauerer. Planek waren wir richtig angefangen.

SPEAKER_02

Also das Scarching war halt, es war halt abzusehen, weil das ist das Problem bei den jungen Leuten, diese mentale Schwäche und wir haben immer versucht, mentale Stärke einzuimpfen. Jedes Spiel ist wichtig, nicht überschätzen. Und da hast du gemerkt, dadurch, dass wir nicht 100% gegeben haben, sondern vielleicht 90%, und der Gegner hat 110 gegeben, da hast du gemerkt, Oppala, Jungs, ihr müsst euch jetzt dran gewöhnen, wir sind Erster. Jeder wird gegen uns spielen, wie als ob es um Leben und Tod geht. Und dementsprechend hat Garching am Ende dann auch, ja, haben sie es auch verdient gewonnen.

SPEAKER_00

Nächster Spieltag war dann Rosenheim. Wiedergutmachung geglückt, die Eins gewonnen.

SPEAKER_04

Ich würde also für mich ein Aubing 2.0 Spiel. Also bei dem Spiel habe ich sogar noch weniger Erinnerungen, muss ich ehrlich gesagt gestehen. Ohne jetzt irgendwie Rosenheim zu nahe treten zu wollen. Also an das Spiel kann ich mich noch weniger erinnern.

SPEAKER_02

Das Einzige, was da war, wisst ihr noch, da gab es die Premiere von unserem IV. War das Amars erstes Spiel? Ja. Und wir führen 1-0 und Marco ist im Tor und Amar spielt von Anfang an. Da haben wir ihm gesagt, jetzt geben wir denn eine Chance, nachdem wir ein Garching verloren haben. Und das war die Woche. Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnern könnt. Ich glaube, jetzt kommt es wieder mit dem Youth Cup. Wisst ihr noch?

SPEAKER_04

Oh ja, ja, stimmt.

SPEAKER_02

Wo wir mit Bene, Tarek und so diskutiert haben und ja, die wollen ja unbedingt zu diesem scheiß FC Bayern Youth Cup, ne?

SPEAKER_00

Ach, stimmt. Wer durfte dafür auf die Bank gehen, dann eben Tarek, oder?

SPEAKER_02

Beide, alle drei, Aschmat, Bene und Tarek. Ich weiß, waren die überhaupt im Kader? Nein, die waren glaube ich gar nicht im Kader, weil die sagen, erst am Freitag kommen wir zurück und dann heißt es plötzlich, ja, wir hätten am Samstag halt noch das Spiel irgendwo in Herzogen Aurach. Der mich so gelangweilt dann, weißt du. Es ging ja schon so weit, dass wir gestritten haben mit denen dann. Also ich und hab gesagt, was ist euch wichtiger? Der scheiß Youth Cup oder der Verein? Ja, der Verein, habe ich gesagt, ihr lügt es.

SPEAKER_03

Das waren die sinnlosesten Minuten. Nein, wir haben eigentlich für über eine Stunde mit denen geredet und gesagt, ey, wir brauchen euch und und und für die Katz. Die haben einfach Youth Cup gewolfen, weil die dachten, die würden dann gesagt, ähm gescoutet werden. Sorry. Egal wie ich sie liebe, egal wie ich die Jungs liebe, aber das ist doch sorry. Bei aller Liebe, jeder, der ein bisschen Erfahrung hat im Fußball, weiß, dass gescoutet wird nur über Empfehlungen. Über Vitamin B.

SPEAKER_02

Also es war auf jeden Fall geil, wo der Tarek dann sagt, weißt du, manche von uns wollen ja noch Profi werden. Er sagt, okay. Gut, dann. Und dann habe ich gesagt, als Cheftrainer habe ich gesagt, alles klar. Ihr seid draußen dann, ist okay, ihr könnt nicht kommen. Sollten wir das Spiel gegen Rosenheim 3 verlieren, sitzt ihr auf der Bank. Ich schwöre bis, ich weiß nicht wann. Aber dann sitzt ihr auf der Bank. Bis Ende der Hinrunde. Wenn wir das verlieren wegen euch, sitzt ihr auf der Bank. Und dann kam was Besonderes, was im Mannschaftssport halt so ist. Dann kommt die Chance plötzlich für den anderen, beziehungsweise für zwei. Dann kamen nämlich Nico und Amar rein. Und das ist krass, Marius. Das hat keiner von uns erwartet. Ab diesem Spiel haben beide immer gespielt. Das war krass. Die haben keine Minute gespielt, keine Sekunde haben die gespielt davor.

SPEAKER_04

Aber waren beide, muss man sagen, ein großes Lob an beide, sehr, sehr, sehr arbeitsfleißig. Also die wollten unbedingt spielen. Die haben im Training immer alles reingehauen, haben alles gegeben. Und man muss auch sagen, sehr, sehr feine Jungs, alle natürlich. Aber man muss auch sagen, so gewisse Spieler haben nach dem Training auch mitgeholfen. Hier beim Abbauen, beim Aufräumen, alles Mögliche. Das waren bei uns auch immer die gleichen Kandidaten. Das ist aber typisch. Ich glaube, das ist in jeder Mannschaft das welche, dann heißt es Schleimer sein, hier, dies, das. Manche haben es nicht nötig, aber meiner Meinung nach hat sowas dann teilweise auch mit Anstand und Respekt zu tun, dass man sowas eben macht. Manche machen es halt eben nicht und verpissen sich gleich in die Kabine. Das ist halt dann so. Und kurz um nochmal auf das Thema Scouting rückzukommen mit diesem Youth-Cup-Jürgen. Ich bin der Meinung, wie ich es jetzt in den letzten Jahren beobachtet habe, ich habe jetzt die letzten drei, vier Jahre auch BOL und alles verfolgt. Und was mir halt aufgefallen ist, ab einem gewissen Jahrgang scouten NLZs sowieso nicht mehr. Und wenn dann nur noch in den Top-Top-Liegen oder du hast eine Saison, wo du als Stürmer deine 40, 50 Tore schießt oder so. Und dann kommst du vielleicht ins NLZ. Aber das beste Beispiel, was ich jetzt zum Beispiel auch bei mir in meiner Mannschaft sehe, zum Beispiel als jungen Jahrgang haben ja Maxi und Felipe beispielsweise in der U19-Bayern-Liga stamm gespielt und würde ich mal behaupten, gute Leistungen gespielt, dass sie meiner Meinung nach in einem NLZ hätten spielen können. Jetzt vielleicht nicht Bayern, Augsburg oder sowas. Aber in gewissen NLZs können dann gewisse Spieler schon spielen, aber die scouten halt einfach nicht mehr. Und wenn du dann halt denkst, du kommst über einen Bayern Youth Cup in ein NLZ, dann malt man sich die Welt so, wie sie einem gefällt, weil das ist unrealistisch. Daniel?

SPEAKER_03

Ja, also erstens das. Wir wissen beide, wir sind alle, glaube ich, in jeglichen Amateurligen bis auf den obersten Ligen, Oberliga vertreten gewesen. Und ich sag dir ehrlich, es ging immer nur um persönliche Empfehlungen, wenn der Verein hinter dir steht, weil wir als Trainer haben natürlich eine Förderungspflicht, wenn wir einen haben, wo wir denken, ja, den kann man laut laut den Vorgaben kann man weiterempfehlen und kann man den auch im, sag ich mal, Förderverein oder NLZs anbieten lassen. Das geht. Man muss seinen Antrag stellen, das geht alles. Aber der kommt nicht durch. Die nehmen sowas nicht ernst. Wirklich, wie viele Spieler, wenn ich mir vorstelle, Carlo, er war der beste Spieler der Liga. Meiner Meinung nach würde er auch in der Landesliga der beste Spieler sein, wenn man ihn genug fördert, auch in der Bayernliga. Er ist ein Ausnahmetalent, aber wo Sitzt der? Wird nicht gefördert? Das sind auch so Sachen. Oder die sehen solche Talente nicht. Und das ist natürlich eine Lücke, aber Mai. Was soll man da machen? Man kann ja das Beste als Trainer machen, man kann sie selber entwickeln für uns. Wir können die Stärken aus denen rausholen. Das haben wir bewiesen in der Saison. Für mich gab es in der Liga auch, wir hätten jeden geschlagen.

SPEAKER_00

Ihr habt dann allerdings nach Rosenheim gegen Planek zwei Zone verloren.

SPEAKER_03

Aber da muss man, aber das, ich sag dir ehrlich, da sieht man, was Fußball auch mit Kopf zu tun hat und Mentalität. Das haben wir gepredigt, aber da ist es natürlich wieder aufgefallen. Und das kann wahrscheinlich jeder Trainer bestätigen, der sich ein bisschen damit auseinandersetzt. Wenn der Wurm drin sitzt, können nur die Trainer, ja, dann kann nur der Trainer, nur die Trainer können die da rausholen. Dann ist der Trainer gefragt. Okay. Natürlich, der Spieler hat eine Teilschuld, aber das war so anstrengend, die rauszuholen aus dem Loch.

SPEAKER_00

Was ist denn schiefgelaufen? Ihr verliert gegen Garching, ihr gewinnt gegen Rosenheim, wiedergutmachen und dann verlierst du gegen Planek. Da muss doch irgendwas schiefgelaufen sein.

SPEAKER_03

Ich wollte, ich halte es kurz, ich habe es schon bei Aubin gesehen. Und das habe ich dir auch gesagt, Jürgen. Erinnerst du dich? Da hat es die ersten, sag ich mal, Unstimmigkeiten im Training gemieden und du weißt, wie feinfühlig ich dabei bin. Ich hab dich da gewarnt, ey, mir gefällt nicht die Attitude, die du wusstest, welche Spieler, es waren auch immer dieselben. Du weißt, mit wem ich die Probleme manchmal hatte und dir gesagt habe, ey, wir müssen da ein bisschen ranziehen, wir müssen da konsequenter durchgehen. Und da hat man es eigentlich schon gesehen. Und dann war es einfach nur eine Abwärtsspirale, wo wir manchmal hat es gereicht, mit bisschen Glück kennt man ja, man ist oben, man hat Glück und deswegen schießt man ein, zwei Tore, gewinnt vielleicht noch ein Spiel. Aber da hat es angefangen und dann Planek war dann, wo es dann richtig gekracht hat.

SPEAKER_04

Also meiner Meinung nach in dem Spiel, ich kann mich an kein Spiel in der ganzen Saison erinnern, wo wir so vom Gegner gefressen wurden wie vom Planek. Wir haben uns mit nur jungen Jahrgangsspielern in zwei Kämpfen von der Galligkeit allem komplett gefressen. Also wirklich in dem Spiel, wir hatten vielleicht auch, wir hatten auch ein, zwei Chancen, wenn wir die machen, dann kann das Spiel kippen, dann kann das anders werden, aber wie es dann halt in so einem Spiel läuft, dann kommt es halt nicht. Und die haben uns wirklich von Minute 1 bis zum Ende wirklich gefressen. Und das ist genau der Jahrgang, der jetzt auch, ja, Waldeck seine Probleme bereitet. Und ich hoffe natürlich, dass Waldeck das am Ende dort zieht. Aber das ist auch noch ein langer Weg bis dahin. Das direkte Duell hat man ja in der Rückrunde für sich entschieden. Aber da ist auch noch ein langer Weg bis dahin. Und die Grüße geht raus an Markus Stowasser, der macht das mit seinen Jungs dieses Jahr.

SPEAKER_02

Also, ich weiß noch, Planek war unsere Zweikampfquote, Marius, bei 10%. Das war wirklich so. Und davor gab es die Woche, wo sich die Spieler ein bisschen über die Art von Daniel beschwert haben. Dann auch so der Mannschaftsrat bei mir so.

SPEAKER_00

Du weißt es, was Training, wo ich bei den Kunden streng. War das das Training? Da plause ich mal aus dem Nähkästchen.

SPEAKER_02

Nein, nein, das kommt danach. Nein, nein, das war noch gar nichts.

SPEAKER_03

Nee, nee, nee, das war danach.

SPEAKER_02

Nein, nein, das war eine ganz normale Woche. Alles normal. Es ging nur darum, dass wir sie einfach ein bisschen zu Männern machen wollten. Und da hatte Daniel auch recht. Das haben sie erst später dann verstanden. Und dann haben sich beschwert, ja, Jürgen, wie weißt du, wieso beleidigt er uns als, was weiß ich, als Muschis und da und so. Sag ja, jetzt stellt es euch mal nicht so an, weil schon, ihr seid ja fast Männer und ihr redet ja auch immer da so rum und so. Und dann waren die total sensibel in der Trainingswoche und haben sich nur darauf fokussiert, die Idioten, weißt du, anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren, was uns erwartet, wir wussten ja in Planet, ich hasse es in Planet zu spielen. Also ich hasse es auf dem Kunstrasen. Ich habe noch nie gewonnen dort. Es gibt so Plätze, die sind echt, gut, ich habe jetzt zweimal gespielt auf dem Kunstrasen und zweimal verloren. Und aber zwei wichtige Spiele damals. Damals mit Gern.

SPEAKER_00

Aubing, Aubing.

SPEAKER_02

Aubing ist gar nicht so schlimm für mich, aber bei Planek ist viel schlimmer. Da habe ich meine BOL-Quali verspielt mit Gern. Das war meine in 30 Spielen eine Niederlage und die war in Planek. Und deswegen wusste ich, was auf uns zukommt. Und dann liefern wir so eine leblose Leistung ab, kommen gar nicht rein. Und ich kam mich noch an das Bild erinnern. Zu dem Zeitpunkt waren wir übrigens wieder Erster. Nicht vergessen, da waren wir wieder Erster nach Rosenheim. Und dann spielt Planek also gegen den ersten. Wieder the same shit wie gegen Garching. Und dann schießen die halt den Freistoß. Dann ist Marco im Tor, der schreit: Torwart, Keeper! Segelt halt fünf Meter vorbei. Unsere Spieler reagieren nicht und der andere köpft ihn ein. Übrigens, lustiger Fun Fact. Grüße an Maximilian Novelli, der das Kopfballtor geschossen hat, der bei uns im Anastasia Game Scouting-Training war, wo ich dann erfahren habe, dass er das Tor geschossen hat. Auch lustig. Und dann haben sie noch einen Smeter bekommen, wir kamen nicht rein. Carlo hatte eine Riesenchance, glaube ich, wo er halt dann mal nicht trifft. Und so war das der Tag. Und ich weiß noch beim 2-0, wie mich dieser Boss ja auf der anderen Seite mit seinem Goldzahn anlacht, weißt du, und auslacht. Ja, und was willst du dann machen? Was willst du dann machen? Dann schaue ich die an und denke mir, oh Jürgen, musst du ausgerechnet gegen die verlieren. Oh, doch nicht gegen die. Und dann ist es halt so.

SPEAKER_03

Ach so.

SPEAKER_02

Und übrigens, weil wir da schon beim Thema Bosnia sind, ist jetzt egal, es könnte jetzt auch Kroate oder Jugend oder Rumänen sein, aber der Schiedsrichter Louis, weißt du noch, der war nämlich auch Bosnia, komischerweise. Also was für eine Ansätze.

SPEAKER_04

Es war schon lustig, dass die sich auch vor dem Spiel gemeinsam unterhalten und nach dem Spiel, aber das meinte ich auch, als ich am Anfang der Saison Spielansetzungen und sowas angesprochen habe. Aber das hast du dieses Jahr auch in der U17 BUL, U19 BUL. Sei mir nicht böse, ich nenne keinen Namen, aber es gibt gewisse Schiedsrichter, die haben da in dieser Liga nichts verloren, weil die einfach schlecht sind. Sorry.

SPEAKER_02

Der Schiri, der hat es ja gut gemacht, ne? Der hat ja das nicht schlecht gepfiffen. Der hat einfach nur jede 50-50-Entscheidung, wenn ihr erinnern könnt, gegen uns gepfiffen. Aber jede. Immer das Freistoß gab. Es gab immer Freistoß für Planet, ich weiß gar nicht, wie viel. Die hatten gefühlt 15 Freistöße in der ersten Halbzeit.

SPEAKER_03

Die haben Aurel. Die haben Aurel die ganze Zeit gelegt.

SPEAKER_02

Ja, in die Hacken getreten, ne?

SPEAKER_03

Den haben die die ganze Zeit komplett getrippelt alles. Boah. Der hätte eigentlich mehrere Freistöße bekommen müssen. Ja. Aber ja.

SPEAKER_02

Und dann war das halt so, und ja, dann nachhinein in der Kabine. Ja, du hast irgendwie gemerkt auch, ich wollte da noch so rumschreien und eine Ansprache machen. Dann habe ich gemerkt, denen ist es eh gerade scheißegal. Die hören nicht zu. Und dann glaube ich, waren meine letzten Worte okay, ich hab Schnauze voll verpisst euch.

SPEAKER_04

Das war auch selten, die haben aber auch selber gemerkt, die wussten, die wussten nach dem Spiel schon selber, dass sie Scheiße gebaut haben, glaube ich. Dass sie sau schlecht gespielt haben. Garching wussten sie, wir waren krank, aber bei dem Spiel, da gab es halt keine Ausreden.

SPEAKER_02

Und dann, Marius, dann kam die schönste Trainingswoche der ganzen Saison. Ich habe das so genossen. Und ich weiß noch, wisst ihr noch, dass wir intern kurz tatsächlich sogar, ich glaube auch mit Louis, sogar Streit deswegen hatten. Richtig.

SPEAKER_04

Ja, ja, das stimmt. Also man muss auch sagen, wir haben ja auch in der Raison unsere Streitigkeiten gehabt, aber am Ende war ja das Ziel, was wir hatten, immer das Gleiche. Und ich würde behaupten, dass uns immer, immer wenn wir miteinander gestritten haben, es danach noch besser lief und wir noch mehr uns eingeschweißt haben als Einheit, sowohl mit der Mannschaft als auch als Trainerteam.

SPEAKER_02

Ich kann mich noch erinnern, weil ich war unterwegs zu, ich war in der Dülferstraße unterwegs tatsächlich, zur Oma vom Unique, von meinem Sohn, und ich hatte zufällig so zwei oder drei kleine Schnäpsler mitgenommen. Ganz, ganz selten eigentlich so, aber es hat mich irgendwie gelangweilt. Und dann habe ich mich da auf die Bank gesetzt. Das ist gleich da, wo man rechts zur Telot-Straße da reinfährt. Ich glaube, du weißt es, Louis. Wenn ich dir das mal zeige, zeige ich dir mal, wo ich da mich hingesetzt habe, da wo der Bus fährt, wo die Wiese ist, die Panzerwiese. Und da haben wir telefoniert und ich weiß dann, dass meine ihr gesagt habt, boah, das ist aber jetzt zu krass oder zu hart. Weil ich gesagt habe, in dieser Woche sehen die Spieler keinen einzigen Ball. Und das haben wir dann auch so durchgezogen.

SPEAKER_03

Das war ja kein Straftraining. Nein, war es auch nicht. Das war einfach nur, wir haben gemerkt, ey, es reicht nicht mit dem, was wir jetzt machen, endlich kommen wir damit zurecht. So, es klappt nicht so. Fertig. Und müssen das Training einfach ändern.

SPEAKER_02

Also es war ja so, dass wir gesagt haben, okay, es war eigentlich mehr so ein Test-Check-up, so ein Leistungscheck. Wir haben gesagt, okay, wir müssen jetzt wissen, woran es liegt. Also laufen wir erstmal 50 Fliegende, äh, ich meine Linienläufe. So, zum Einstand.

SPEAKER_03

Aber die haben sich auch angestellt, aus 50 wurden 100.

SPEAKER_02

Ja, weil die ja, wenn sie beschissen haben oder so, dann musste man ja nochmal, glaube ich. Und ich glaube, du warst da gut hinterher, ne?

SPEAKER_03

Ich bin ja bei sowas, da gehe ich ja auf. Und das Witzige ist, die denken wirklich, die sind schlauer. Das ist ja das Phänomen der Fußballer. Die denken, die sind schlauer. So offensichtlich zu bescheißen, was erwarten die?

SPEAKER_02

Wir haben ja Military-Style gemacht die Woche. Das heißt, die mussten, du weißt doch, du läufst ja diese Linienläufe vom 16er zur Mitlinie und wieder zurück in 10 Sekunden. So. Und dann hast du 10 Sekunden Pause. Und in der 10 Sekunden Pause haben wir gesagt, was hat denn nicht funktioniert am Samstag? Kommunikation. Also wird jeder von euch jetzt in der Reihe anfangen, diese 10 Sekunden zu zählen. Und zwar 1, 2, also jeder hat eine Zahl. 3, 4, 5 und Amell, der hat gedacht, der ist so super schlau. Der war die 5 oder 6. Und dann gehen die so, fangen die an. Nathan ist 1, der andere ist 2, Marin ist 3 und so weiter. Eins, 2, 3, 4, 5. Jetzt werde ich mich verarschen, Alter. Gleich nochmal eine Runde. Gleich nochmal extra. Und das haben wir so durchgezogen, weil wir gesagt haben, okay, wir wollen testen. Erstens mal Kondition. Liegt es daran? Zweitens mal Kommunikation. Ihr müsst jetzt anfangen, miteinander zu kommunizieren. Und wenn ihr das nicht schafft auf dem Trainingsplatz, dann müssen wir halt andere Maßnahmen machen. Und drittes war dann im selben Training noch 50 Military Push-Ups. Das heißt, da ist es so eine, wie soll ich sagen, eine Mentalübung. Also es ist natürlich schwer, es ist Kraft und Ausdauer. Jeder kennt ja so nicht Push-Ups, Entschuldigung. Na, sag's mir, wie heißt es?

SPEAKER_00

So eine Burpees, also ich kenn's, ich kenn's auf jeden Fall. Grundausbildung, Weiden lässt grüßen. Dann jeden Morgen Grundausbildung. Jo, und die Kameraden 45 Minuten antreten. Und wir haben ihn gehasst. Wir haben es gehasst.

SPEAKER_02

Und das dauert so ungefähr, so hat so ungefähr eine halbe Stunde gedauert, allein die Übung. Military Burpees, weil du musst ja da drei Liegestützen machen und dann dazwischen noch die Sachen halt. Und da haben wir denen erklärt, wie Daniel gesagt hat, das ist kein Straftraining, sondern das ist die Schärfung von mentaler Stärke. Weil wir haben gegen Planek verloren, nicht weil die besser waren, sondern weil sie mental stärker waren. Und dann haben wir uns gesagt, als Trainerteam, dann im Endeffekt, wir haben uns dann ja auch darauf verständigt und haben gesagt, okay, das wird, so habe ich es dann gesagt, das wird nie wieder passieren, dass unsere Mannschaft ein Spiel verliert, weil wir mental schwächer sind. Wenn der Gegner besser Fußball spielt, akzeptieren wir das, das ist halt ein Scheißtag. Aber nie wieder wird sowas passieren. Und dementsprechend haben wir das dann, ich weiß gar nicht, ob wir es am Montag oder am Dienstag durchgezogen haben. Haben wir es gleich am Montag gemacht? Ich weiß es gar nicht mehr. Und am Donnerstag gab es dann, ich glaube, 20 Minuten den Ball oder so, ne? Kann das sein? Also im Abschlusstraining. Ja, also die haben Montag, Dienstag den Ball nicht gesehen und am Donnerstag haben sie haben sie sogar gnädigerweise, wir waren echt gnädigt, haben wir den dann 20 Minuten sogar den Ball gegeben.

SPEAKER_00

Du hast aber gesagt, es gab Streit innerhalb des Trainerteams. Warum denn eigentlich?

SPEAKER_02

Ja, es war eigentlich nicht unbedingt Streit, sondern es war mehr so, ich weiß noch, wo Louis zum Beispiel dann mit Nil halt mal gesprochen hat, weil er sich mit dem Nil oft ausgetauscht hat. Er war ja auch derjenige, der ihn auch zu uns gebracht hat. Und ich glaube, ich weiß nicht, ob Louis sowas halt schon mal gesehen hatte, was ich da fabriziert hatte. Und ich glaube, Luis hat am Anfang nicht noch nicht den Sinn verstanden, warum wir das machen müssen. Es war nicht so, dass ich sage, boah, das ist so geil jetzt, sondern es ging einfach um erstens mal Disziplin wieder reinzubringen, Erziehungsmaßnahme und die mentale Stärke stärken. Das war eigentlich der Grund. Ich glaube, dass er am Anfang gedacht hat, dass ich die jetzt auseinandernehme und hat dann gesagt, Jürgen, das ist doch scheiße, was soll das jetzt bringen? Die sehen keinen Ball und wir können uns gar nicht einspielen und das ist doch kontraproduktiv. Ich meine, der hätte jetzt auch nicht Unrecht. Wir haben jetzt auch nicht toll gespielt danach im Spiel, da kommen wir gleich drauf. Aber ich habe dann versucht zu erklären, wir müssen das jetzt machen. Wenn wir es nicht jetzt machen, weil wir haben schon einmal nach Garching, jetzt haben wir nach Planet, wenn wir das noch einmal durchgehen lassen, dann verlieren wir das nächste Auswärtsspiel wieder bei irgendeinem Abstiegskandidaten. Und wir müssen die Sinne schärfen, dass die wissen, nie wieder verlieren wir ein Spiel wegen zwei Kämpfen. Nie wieder, wegen fehlendem Einsatz, wegen Ausreden. Nie wieder versauen wir uns die Chance auf den Aufstieg, weil wir haben das Potenzial und es ist nicht so, dass wir jetzt Planet nicht schlagen könnten oder andere, sondern wir waren schuld, die Spieler und wir halt auch dann, weil wir es durchgelassen haben. Und während der Saison war es ja lustig, weil es dann Luis war ja am Anfang sozusagen der Good Guy auch so, der Good Kopf, ne? In den Trainings, bis er gemerkt hat, dass die Spieler ihn irgendwann auch verarschen.

SPEAKER_00

Louis kann böse werden. Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

SPEAKER_02

Nein, wir konnten uns auch nicht vorstellen, aber dann weiß ich noch, ich war zu Hause bei Arzberg und die Jungs haben das Training geleitet, Daniel und Luis, und irgendwann ruft mich Luis an und sagt, Jürgen, heute der Höchstein und da, der, und die, weißt du, die haben mich so gelangweilt, sage ich, ja, okay, und ich schwöre, dann habe ich sie erstmal 20 Linienläufe laufen lassen. Sag ich, was? Ja, ja, ich habe ihn so richtig gegeben, sag ich geil! Endlich, Mann!

SPEAKER_00

Geil! Und wie hat es sich angefühlt? Ja, geil, Mann. Das war eigentlich mit Daniel dann in diese.

SPEAKER_04

Das kam noch gegen Ende. Nein, nein, das kam deutlich gegen Ende Ende.

SPEAKER_03

Das war in der Rückrunde, ganz schön.

SPEAKER_04

Ich stimme dir dazu, Jürgen, vor allem, was bei den Jungs ist, man muss ja sagen, wir hatten eine sehr temperamentvolle Mannschaft. Von den Charakteren eine Top-Mannschaft. Aber man muss schon sagen, es war, wenn du nicht, wenn du den freien Lauf hast geben lassen, dann haben die schleifen lassen. Und das finde ich hat man dann gemerkt, man muss bei unserer Mannschaft eine, wie soll ich das formulieren, eine gewisse Härte, eine gewisse Führungshärte dann schon haben. Das finde ich, habe ich dann auch so für mich realisiert, okay, bei diesen Charakteren musst du so fahren, weil sonst tanzen sie dir auf der Nase rum und machen, was sie wollen. Und da musst du dann halt bei denen wirklich sehr konsequent sein. Vor allem, weil, ja, wir wissen ja, wie unsere Jungs sind. Große Klappe teilweise gehabt, viel Schmarrn geredet. Es war ja auch bei uns so, die Jungs haben angefangen mit Kommunikation, immer mehr im Laufe der Saison. Und dann haben sie aber auch angefangen, mit der Kommunikation ins Beleidigen überzugehen. Da waren wir ja dann auch konsequent, dass wir dann, wenn beleidigt wurde, ganze Mannschaft runter, 10 oder 20 Liegestütze, ich weiß nicht, wie viel es war, ganze Mannschaft runter. Und dann haben wir teilweise auch, was weiß ich, wie oft am Anfang unterbrochen in der Tschechenrolle. Ich glaube, oder was wir halt eben gespielt haben, da haben wir teilweise dann auch mindestens 10 Mal unterbrochen und gedacht, jetzt geht's runter mit den Liegestütze. Bis die dann gecheckt haben, ey, wir unterbrechen unseren eigenen Spielflow damit.

SPEAKER_00

Was ich schön finde ist, Luis, dass du diese Mannschaft als sehr temperamentvoll bezeichnest. Das ist eine nette Umschreibung für, die brechen gleich das Spiel ab. Jürgen, die wollen abbrechen.

SPEAKER_04

Ja, gut, bei temperamentvoll, da kommen wir dann auf ein anderes Spiel in der Hinrunde noch zu sprechen. Aber das nächste Spiel mit DK Ingolstadt war schon. Da haben wir auch einen gewissen taktischen Ansatz gewählt, oder Jürgen damals?

SPEAKER_03

Ja, das war das intelligenteste Spiel.

SPEAKER_02

Ja, das war das Spiel. Das war wirklich von der Coaching-Seite das intelligenteste Spiel. Das Spiel war grottenschlecht anzuschauen. Es war eines der katastrophales Spiel. Wir konnten auch froh sein, dass wir 0-0 gespielt haben. Ingolstadt war ein Tick Tick besser, aber nicht viel, aber ein Tick. Und wir als Coaches haben auf die Tabelle geschaut und haben gesagt, okay, passt auf. Ich glaube, Ingolstadt war ein Punkt vor oder zwei, irgendwie so. Und das Ding war, wir haben gesagt, wir gehen in der Halbzeit voll auf das 0-0. Was du eigentlich nicht machen kannst, ne? Aber wir haben gesagt, wir gehen aufs 0-0.

SPEAKER_04

Aber Jürgen, aber erinnerst du dich noch an eine Sache? Ingolstadt bekommt Gelb-Rot. Wir sind in Überzahl. Oh Mann. Wir sind in Überzahl. Und jetzt sind wir so blöd und holen uns selber eine Gelb-Rot und dann ist es 10-10.

SPEAKER_03

Wir waren das nochmal krass.

SPEAKER_04

Und wisst ihr, was das Schlimme war?

SPEAKER_02

Ja, wisst ihr, was das Schlimme war? Die Taktik ging ja erstmal auf mit dieser Destruktivtaktik. Es steht 0-0. Ingolstadt bekommt Gelb-Rot. Und was machen wir? Wir wechseln offensiv ein. Weil wir ja denken, jetzt machen wir sie fertig, jetzt machen wir es 1-0. Was passiert, nachdem wir offensiv einwechseln? Fünf Minuten später kriegt Karlo gelb-rot. Und wir stehen total unorganisiert da. 10 gegen 10. Und dann mussten wir halt wirklich zittern und hoffen, dass wir es 0-0 halten. Und das war ganz wichtig, weil hätte Ingolstadt gewonnen, wären sie 5 Punkte weg gewesen. Und wir haben eben davor die Tabelle angegeben, und das haben wir sehr gut gemacht als Coaching-Team. Da waren wir unschlagbar. Wir haben kalkuliert. Wir haben gesagt, wenn wir Ingolstadt 0-0 spielen, Ingolstadt spielt danach gegen Waldeck. Wisst ihr noch?

SPEAKER_04

Ja, ja.

SPEAKER_02

Und wir haben gesagt, die werden verlieren gegen Waldeck und wir spielen ein Parsing. Das heißt, nächste Woche ziehen wir an denen vorbei. Wir dürfen bloß heute nicht verlieren. Und das haben wir auch der Mannschaft so kommuniziert und dann haben die über der Saison gesehen, haben die das auch verstanden, wo die gesagt haben, warte mal, eine Meisterschaft wird nicht an einem Spieltag entschieden. Du musst auch manchmal einfach mit einem Punkt leben. Dieser Punkt gegen Ingolstadt, wie du gesagt hast, Daniel, dieser war zu der Zeitpunkt einfach Gold wert. Weil wir dann in Parsing, und da können wir Parsing eigentlich schon abschließen, 5-1 gewonnen haben und plötzlich wieder auf dem ersten Platz waren. Und dann war natürlich, ja, dann waren alle. Wieder, da war Planet vergessen und alle waren weiß schon Brust raus und da waren da waren wir top drauf.

SPEAKER_04

Ja, ich würde Parsing eigentlich auch recht kurz halten. Das einzige, was sich ab Parsing geändert hat, war ja, dass wir ein neues Spielsystem gespielt haben. Da sind wir ja dann umgestiegen mit Raute im Zentrum und zwei Stürmern.

SPEAKER_03

Da müssen wir aber auch sagen, das hat ab Ingolstadt angefangen, wie viel wir Zeit investiert haben, dann in Taktik, weil nachdem wir die verdammt nochmal mental und fit bekommen haben, mussten wir die taktisch nochmal verbessern. Und da hat es angefangen, wie viele Stunden wir investiert haben. Ich mit fucking Zoom, da haben wir angefangen mit Zoom-Kursen, haben die abends einfach wie als Mitternacht-Lektüre vor dem mit dem iPad wie im Schulunterricht unterrichtet. Natürlich, am Ende habe ich es komplett scheiße gemacht. Ich Idiot hab alle mitgenommen. Und da kann man sich vorstellen, wie im Klassenraum Katastrophe gewesen. Und ja, dann ein System umgestellt. Und das muss ich sagen, Jürgen, das System, was du ausgedacht hast, ich konnte es gut zwar vermitteln, aber dass du auf die Idee kommst. In dieser Form, diese Real Madrid-Formation, sage ich immer, mit Raute, das war sehr gut.

SPEAKER_02

Wie gesagt, ich habe in meinem Leben noch nie dieses System gespielt. Ich habe keine Ahnung, wie ich auf dieses System kam. Ich weiß nur, ich stand mit der Taktiktafel da. Sag den Jungs nach dem Ingolstadt-Spiel, es war so, dass wisst ihr noch, dass wir mit der Weo aufgenommen haben gegen Ingolstadt. Und dann sage ich so zum Jakob, er sagt zu mir so, ja, ich lade es dann hoch, das Spiel. Und ich sag so, du brauchst eigentlich nicht, weil das war so ein Scheißspiel. Und dann sagt er mir, ja, aber daraus kannst du vielleicht was ziehen. Und dann haben wir uns das angeschaut und dann waren wir doch so schockiert, wie wir seit zwei, drei Spielen so harmlos waren offensiv. Und dann haben wir gesagt, okay, da muss man was ändern. Und irgendwie kam das dann eben mit dieser 4-4-2. Und das Komische war, die Mannschaft plötzlich schaut so an und sagt, ja, hört sich gut an. Und ich denke so, echt? Ja, okay. Let's go. Also, ich habe sowas in meinem Leben nie gemacht als Trainer. Während der Saison, die hatten richtig Bock drauf auf das System. Und es lief ja auch dann direkt super. Du kannst ja noch erinnern, Louis, dann in Parsing.

SPEAKER_04

Ja, aber da haben wir echt richtig geil gespielt, die erste Halbzeit. Und dann in der zweiten Halbzeit wussten wir halt, Parsing hat nicht die Qualität, um gegen uns so viele Tore zu schießen. Weil, ich glaube, wenn man auf die Tabelle auch schaut, ich glaube, wir hatten so wenige Gegentore. Und wenn wir Gegentore hatten, dann haben wir uns viele gefangen, so wie in Garching 3 gleich oder den anderen Spielen halt gleich mehr. Aber wir haben nie uns jedes Spieltore gefangen. Ich glaube, wir haben locker über 10 Spiele auch zu 0 gespielt. Ich glaube, da haben wir doch auch in der letzten Minute durch ein Abseitstor des 5-1 kassiert. Und sonst hätten wir da auch zu Null gespielt, aber sonst war das ein sehr entspanntes Spiel. Und in dem neuen System, muss ich sagen, haben wir dann noch intensiver, noch geiler gepresst, obwohl es deutlich schwerer und laufintensiver teilweise war, auch zu verstehen für die Spieler, haben die das dann noch besser umgesetzt und mit Abstand am besten haben sie dann das System, da kommen wir aber dann später noch drauf, gegen Waldeck gespielt, das war, da haben sie das System auch schon verinnerlich gehabt, das war bombastisch, wie die das da gespielt haben.

SPEAKER_02

Das stimmt, ja, das war damals richtig krass. Und vor allem, wir hatten damals dann, wir hatten ja dadurch einen Mann mehr im Zentrum, wo wir auch im Spielaufbau uns dann leichter getan hatten. Und ab da lief es dann halt sozusagen.

SPEAKER_01

Richtig. Richtig.

SPEAKER_03

Und Carlo war halt als Doppelspitze mit, war das Aurel? Ich muss sagen, das war halt, das waren unsere Top-Stürmer. Also das war echt so.

SPEAKER_04

Ich meine aber sogar, dass gegen Parsing Carlo noch den Achter gespielt hat in der Raute und dass Yannick vorne gespielt hat, aber dann später Carlo vorgerückt ist. Und ja, war an sich vorne. Unsere Jungs haben ja da Tore geliefert ohne Ende. Also da kann man ja eigentlich jeden nennen. Aurel Carlo.

SPEAKER_02

Dann haben wir ja auch Marin vorgezogen.

SPEAKER_04

Yannick, Marin hast du vorgezogen. Dann hast du auch noch andere Spieler gehabt, wie Achmat, die ihre Assists hatten in der Saison. Auch Teilweise ein, zwei Tore hat der, glaube ich, auch dann noch. Der hat aber ewig gebraucht dafür. Das haben wir uns auch gedacht: Wie kann der Junge eigentlich kein Tor haben? Dann haben wir auch noch zum Beispiel, aber wenn wir später drauf kommen, Chansin und Urosch bekommen im Winter. Urosch leider dann sehr lang verletzt gewesen, aber das war dann ja auch nochmal für unser System. Wir haben unser System mit noch weiteren Spielern gefüttert, sage ich mal.

SPEAKER_03

Wir hatten gute Ergänzungsspieler und Wintertransfers, ja.

SPEAKER_00

Ich würde hier kurz mal einhaken, weil sonst verreden wir uns jetzt gleich. Wir sind ja noch nicht ganz mit der Hinrunde durch. Wir haben ja doch noch vier Spieltage. Ihr hattet dann wieder ein Heimspiel mit dem neuen System. Also quasi mit der Kapasing kam die Idee, hey, lass mal hier mit Raute spielen, was gut funktioniert hat. Dann kam Kiem Gautraunstein, das war ja dann auch ein 3 zu 1 Sieg. War das locker flockig oder war das doch eben auch ein Kampf?

SPEAKER_02

Nee, das war ja Erster gegen Zweiter. Also wir waren Erster, die waren Zweiter.

SPEAKER_04

Oh, Jürgen, Herr Timmer. Ja, das war das Top-Spiel.

SPEAKER_02

Aber leider, leider mit Kniescheibe rausgesprungen dann bei Aure. Das war das Ende. Boah, man muss es schon fast sagen, das war das, ja, wahrscheinlich dann mit der Grund, warum er jetzt aufgehört hat.

SPEAKER_00

Also um hier mal ganz kurz was, um hier mal kurz was zu sagen. Wie gesagt, wir reden später über die Rückrunde. Aber irgendwie mit Chiemgau, da gab es bei euch ja immer irgendwas, oder? Mit Spielern.

SPEAKER_02

Chiemgau ist gleich Krankenwagen. Ja.

SPEAKER_04

Ja, ja. Das war das war schon, also das war schon auch schlimm. Man muss auch sagen, wie die Mannschaft dann reagiert hat nach der Verletzung von Aurel war ja auch unfassbar stark. Also wir haben dann ein Feuerwerk abgeliefert nach dieser Verletzung, muss man dann sagen. Also davor war es schon auch so okay. Aber dann sind wir auch zu den Jungs gegangen und haben gesagt, ey, wir holen dieses Spiel jetzt für Aurel. Und danach sind ja auch alle Jungs ins Krankenhaus zu ihm gegangen, haben ihn besucht, um zu schauen, wie es geht. Schade war dann natürlich, dass er verletzt raus war und leider auch nicht mehr zurückfinden konnte in dieser Saison und das hat uns dann auch schon sehr weh getan, muss man sagen.

SPEAKER_00

Kurz noch zu Aurela. Also ich hatte ihn ja gar nicht in den 16. Also ich muss sagen, super wie der sich entwickelt hat. Also der war ein, der war damals bei uns, der war eigentlich um 15 Spieler, der war so ruhig. Der ist eigentlich nie aufgefallen, wenn du mit dem irgendwie gelernt hast. Und es war es halt so. Aber der ist ja unter euch der so extrem aufgeblühte Aurel, also der hat sich so extrem entwickelt, muss ich schon sagen. Also es war wirklich, ich war überrascht, ich war wirklich überrascht, wie er sich entwickelt hat. Super Fußballer. Ich war wirklich positiv überrascht. Also ich weiß nicht, was ihr aus dem gemacht habt, aber mit dem gemacht hat man muss ich sagen, echt Respekt. Also was ihr da aus dem rausgeholt habt, so von so diesem schüchternen Aurel auf einmal zu einem Aurel, der aufblüht, der lacht, der auch mal redet. Ich kannte den so gar nicht.

SPEAKER_02

Also man muss auch ein großes Kompliment an wirklich an Luis und Daniel machen. Und vor allem an uns alle Trainer, weil wir hatten ein eigenes System. Am Anfang ging es so, dass Luis die Techniksachen übernommen hat, Daniel die Athletik. Und dann haben wir uns immer dann zusammengetan mit nach 15, 20 Minuten, am Ende haben wir alles zusammen gemacht, haben immer gemeinsam drüber geschaut. Das hat sich dann immer weiterentwickelt und so haben wir wirklich zu dritt so ein Programm entwickelt, was dann funktioniert hat. Mir hat auch damals der Maxi gesagt, der dann gewechselt hat im Winter, weil es nicht gereicht hat. Da hat er gesagt, Jürgen, ich habe sowas in keinem Verein bisher gesehen, die Art und Weise, wie ihr euch aufgeteilt habt. Dass jeder Trainer so seine Station hatte und das dementsprechend auch 100% geil gemacht hat. Und dann nach einer halben Stunde sind wir zusammengekommen als Trainer und haben dann die Übungen auch wieder zusammen gemacht. Und ich glaube, das war einzigartig. Das gibt es, glaube ich, das gibt es nirgendwo im Jugendfußball so.

SPEAKER_03

So eine Symbiose habe ich tatsächlich noch nie gesehen.

SPEAKER_04

Wir haben auch sehr viel im Voraus geplant, sehr viel miteinander telefoniert. Man muss schon sagen, wir haben da, wir haben einfach mehr gemacht als die Konkurrenz, würde ich behaupten. Und das ist auch der Grund, wieso wir aufgestiegen sind am Ende, ist meiner Meinung. Wir haben das, wie gesagt, gut aufgeteilt, haben immer eigentlich immer den gleichen Aufbau gehabt, aber es war halt effektiv. Und auch wenn jetzt du, Jürgen, wegen Arbeiten nicht kommen konntest oder Daniel dann ab einer gewissen Zeit auch nicht mehr da war, einfach aufgrund dessen, dass er nicht mehr in München dann auch gewohnt hat. Du bist ja dann auch irgendwann, ich weiß nicht wann genau, nicht mehr da gewesen, leider. Aber das war ja auch am Anfang der Saison, wie wir es aufgeteilt haben, mit wer was macht, haben wir es eigentlich maximal effektiv genutzt, die Zeit auch immer.

SPEAKER_00

Ja, nach Traunstein gab es noch, ja gut, manche 5-1 sind ja dann auch als Tabellenletzter abgestiegen. Ich glaube, das war keine Rede wert. Aber es gab einen riesigen Skandal. So, der ist mir auch wirklich in der Presse gewesen, also auch ein Fufer. Und das war der 30.11. Das war ein Heimspiel. Da ging es meines Wissens nach, soweit ich jetzt auch, gut, was heißt meines Wissens, nach, das ging auch vor Gericht. Ich weiß auch, dass die Spieler freigesprochen worden sind. Kurzum, ich möchte nicht zu viel sagen, aber es ging um Gewalttaten, oder?

SPEAKER_02

Es war wieder Erster gegen zweiter. Erster gegen zweiter. Eigentlich war das Spiel vorbei. Es war ein geiles Spiel. Mit das Geistespiel auch der Saison.

SPEAKER_00

Könnt ihr nicht mit Druck umgehen? Oder warum sind es denn immer die Top-Spiele, wo es bei euch geht?

SPEAKER_03

Wieso können wir nicht mit Druck umgehen? Wir haben Big Player.

SPEAKER_02

Es war halt so, dass die Murnauer, die wollten unbedingt gewinnen. Du hast es gemerkt. Die wollten uns wirklich schlagen. Die wollten auf 1. Haben auch gut angefangen. Dann haben sie einen Elfmeter verschossen, um es kurz zu machen, sonst wäre es 3-1 schon gewesen. Wir haben schlecht angefangen, erste Halbzeit. Haben trotzdem 2-2 gemacht. Dann das 3-2. Und dann passiert sowas, was du dir als Trainer manchmal nur erträumst. Letzte Minute, wir sind in Unterzahl, glaube ich. Die hauen einen Freistoß an die Latte. Also Raphael war noch dran. Unglaubliche Parade. Und dann schießen wir den Ball vor und Yannick geht am Torwart vorbei und netzt den Ball ins leere Tor ein. Alle von uns laufen an die Eckfahne, wirklich 80 Meter gefühlt dahin. An der Trainerbank von Murnau vorbei. Und die war natürlich da auch komplett durch. Ja, dann habe ich gedacht, da habe ich einen Fehler gemacht. Bei 4-2 dachte ich mir, ich mache einen Wechsel. Wegen Zeitspiel. Ich Idiot. Das war ja nicht 3-2, es war 4-2. Das Spiel war gleich aus. Hätte ich gar nicht machen müssen. Dann habe ich halt Amir eingewechselt. Tja. Ja, und dann war es eben so, dass Amir direkt nach dem Schlusspfiff. Musste dann irgendwie beleidigt worden sein, rassistisch beleidigt worden sein. Hat dann ausgeholt und hat dem anderen voll eine reingehauen. Also wir waren da schuld, klar. Da gibt es keinen Wenn und Aber. Das darf er nicht machen. Ja, und dann kam es zur Rudel-Bildung, ne? Ich weiß nur noch, wie Daniel reingesprungen ist, ne, Daniel.

SPEAKER_00

Aber jetzt war ganz ehrlich, Jürgen, das hätte ja auch so oder so passieren können. Also es hätte ja auch sein können, dass er, wenn du nicht eingewechselt hättest, er trotzdem irgendwie rassistisch beleidigt worden wäre. Also das kann man ja jetzt nicht unbedingt sagen. Ja, war vielleicht ein Fehler von dir. Du weißt ja nie, was nach dem Spiel passiert.

SPEAKER_02

Ja, ich denke, die haben es einfach nicht. Ich denke, es war für die Hard. Die haben den Spielverlauf auch nicht verkraftet. Ich weiß es nicht. Ich hatte mich dem Trainer eigentlich davor gut verstanden. Der wollte danach auch kein Handshake mehr geben. Und danach, danach weiß ja, Andi Hanitsch halt, liebe Grüße. Schwierig, Jürgen, schwierig, waren seine Worte. Ah, schwierig. Als ich mir gesagt habe, komm, Andi, scheiß mal drauf, gib mir die Hand und so und dann passt.

SPEAKER_03

Das Problem ist, ich würde wirklich das Spiel nicht so hart werten, wie es in der Presse gemacht worden ist. Seien wir mal ehrlich, da haben sich Leute gerangelt, da muss man jetzt nichts querreden oder oh, da wurde jemand verletzt oder sonst wie, da ist keiner gestorben, bei aller Liebe. Da haben sich 17-Jährige mal kurz gerangelt, was meiner Meinung nach, es sollte nicht vorkommen, keine Frage. Aber jetzt, da wie Polizei und sonst was eskaliert worden ist, finde ich auch nicht. Da hätten sich einfach mal, meiner Meinung nach, man hätte sich die beiden oder sonst wen packen sollen, hätte einfach sagen müssen, ey, redet das vernünftig, gebt euch die Hand, das war's und fertig aus. Also, und man darf nicht vergessen, der Schiedsrichter hat die Sache dazu kommen lassen, meine, wollte ich gerade sagen.

SPEAKER_04

Ich, also, ich würde auch ganz kurz noch eine Sache zum Monau-Spiel sagen. Man muss ja auch noch zum Monau-Spiel sagen, also der Schiedsrichter hatte das Spiel wirklich von Anfang an überhaupt nicht unter Kontrolle. Auch von der Zweikampfbewertung und alles. Und Marius, soweit ich weiß, wenn ein Spieler von uns bei einem Pass den Schiedsrichter berührt, dann muss das Spiel mit Schiedsrichterball für uns fortgesetzt werden und wir bekommen den Ball. Aber der Ball ist zum Gegner gekommen und aus diesem Ballverlust resultiert dann ein Tor für Monau. Und sonst noch das Einzige, was auch noch in dem Spiel passiert, ist, Marin hat sich ja, meine ich, da am Schlüsselbein oder irgendwas dort auch verletzt und musste dann genauso ins Krankenhaus.

SPEAKER_02

Zwei Krankenwegen, Polizeibefragung bei Daniel und mir. Nil, das Blöde war, dass der Monautrainer und die Eltern ja mit unseren Eltern aneinander geraten sind. Wir haben es persönlich genommen, um es jetzt mal kurz zu machen. Die Monauer standen in der Kabine, der Trainer hat sie nicht in die Kabine eingeschlossen, beziehungsweise die Tür zugemacht. Wir haben uns dann wirklich ruhig verhalten danach und sind vorbeigelaufen und haben nicht mal gefeiert, kein Zicke-Zacke, kein Gejubel in der Kabine. Wir sind nur vorbeigelaufen an der Monaukabine, das kann ich mich noch genau erinnern. Und dann kamen die Worte, wartet, wenn ihr zu uns kommt. Wir bla bla bla und so weiter, kann man sich ja vorstellen, was die gesagt haben. Es ist einfach nur durchgelaufen, sie wollten einfach nicht mehr aufhören. Sogar Spieler haben uns, Trainer beleidigt. Also, ja, es muss sie halt, wie gesagt, es kam alles zusammen, die sind halt, wie soll ich sagen, zweimal geschlagen worden, weißt du? So kann man es vielleicht sagen. Das haben die nicht gut verkraftet. Plus, Monau sind viele Polizisten im Verein und sowas. Und dann haben sie sich vielleicht gedacht, jetzt machen wir eine Anzeige. Wobei, wie Daniel sagt, also so, da habe ich schon schlimmere Sachen gesehen. Es war halt eine Rangelei, die wurde dann getrennt. Und wenn man das eigentlich so sieht, dann muss man sich danach einfach die Hände geben und sagen, sorry, unser Spieler hat angefangen, ist nicht richtig. Aber dass wir danach ein Jahr später noch vor Gericht Spieler hatten mit Strafanzeigen, das ist dann schon hart, ja. Aber gut, hat sich ja jetzt alles erledigt, alles gut. Ich meine, du musst dir vorstellen, es gab sogar vom Merkur oder so, kam sogar ein Reporter und ich hatte sogar ein Interview mit dem am Telefon. Also, das ging alles schon. Ja, du weißt ja, das ist so ein bisschen wie wenn ich jetzt meine Insta-Stories mache, halt so, dann, die Leute wollen immer die Skandale und so. Eigentlich war es im Spiel gar nichts. Es war ein faires Spiel, es war ein hochintensives Spiel, aber im Spiel war ja gar nichts. Es war nur die Aktion direkt nach dem Abpfiff. Und die hat dann leider das zuvor. Wir verstehen uns auch mit Monau sonst. Also es gab auch nie Probleme mit Monau.

SPEAKER_03

Ja, das Rückspiel war auch relativ, also es war gar nicht hitzig.

SPEAKER_02

Ja. Aber wie gesagt, das war halt dann eins kommt zum anderen und wenn dann die Eltern mit den Eltern aneinander geraten und die beschimpfen sich und dann die zeigen den an, die holen die Polizei. Also wir waren übrigens zwei Stunden nach Spiel waren wir noch da. Alle. Ganz Monau, ganz Olympiadorf.

SPEAKER_00

Genau. So wie es meistens immer ist. Und dann gab es noch einen Spieltag. Das war dann der letzte 2024. Da ging es dann nach Buckhausen. Ja, Bukhausen muss man kurz noch erwähnen. Die haben einfach das Spiel verschoben.

SPEAKER_02

Und der BV hat es auch noch genehmigt, wisst ihr noch? Die haben das Spiel einfach von 13 Uhr auf 10 Uhr oder 10.30 Uhr. Und wir konnten gar nichts dagegen machen, weil ihre A-Jugend ein Nachholspiel hatte danach. Und es gab keinen Ausweichtermin. Ich habe mit dem Spielleiter gesprochen. Ich habe alles versucht. Und am Ende konnten wir einfach nur hinfahren und spielen.

SPEAKER_04

Vor allem, wir sind ja nach Burghausen gefahren mit einer, also mit einem Kader. Es waren ja Marin verletzt am Schlüsselbein. Tarek war, meine ich, auch nicht da. Juli hat sich im Spiel verletzt. Bei Nico ging es auch nicht weiter, glaube ich, im Spiel dann. Also ich glaube, und Carlo hat, glaube ich, Achter spielen müssen. Also in dem Spiel war ja auch keiner da, und wir wussten, wir müssen diesen einen Moment haben und dann auch Glück haben. Und dann haben wir das Spiel auch gezogen durch einen, ja durch wahrscheinlich seinen besten Freistoß in der Saison und der war halt dann drin.

SPEAKER_02

Das war ein Traumtor. Und wir wussten, für uns war das Spiel, ich habe nicht gedacht, dass wir gewinnen, aber wir haben die Mannschaft motiviert und gesagt, komm, wir geben einfach alles und dann schauen wir, was rauskommt. Weil wir wussten, wir können hier, wir waren eh schon Erster, wir waren eh schon Herbstmeister. Aber wir wussten, mit einem Sieg können wir den Vorsprung halt nochmal ausbauen. Und das kann uns in der Rückrunde helfen. Ob uns das geholfen hat, das erfahrt ihr in der Folge 36 unsere Meistersaison, die Rückrunde. Und da geht es dann ans Eingemachte. Werden wir es schaffen, die Meisterschaft einzutüten? Was passiert denn noch alles? Denn die Hinrunde war ja schon dementsprechend sowas von ereignisreich, wie ihr es gehört habt. Ich hoffe, es hat euch gefallen und freue mich auf jeden Fall auf die nächste Folge mit euch und wünsche euch da auch viel Spaß beim Zuhören. Danke erstmal an die Community und weiter geht's dann beim nächsten Mal. Folge 36, Meistersaison Rückrunde im Understand the Game Podcast.