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unconformed #05 - Gesellschaftsspiele

Fabian Wentz Season 1 Episode 6

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Puh... Das war eine wilde Folge! David und ich hatten viel Spaß beim Reden über "Gesellschafts- und Autorenspiele", inklusive einer kleinen Einordnung, unserer Lieblingsspiele und solchen, die man eher meiden sollte.

Links zu Davids Podcast "Wie Siedler nur anders": https://www.podcast.de/podcast/1039291/wie-siedler-nur-anders-ein-brettspiel-podcast

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SPEAKER_01

Wer oder was bestimmt mein Leben? Bestimmt meine Identität? Wonach richte ich mich aus und warum? Meine eigenen Erfahrungen, Erziehung, gesellschaftliche Normen, Gott? Mit Freude und Leichtigkeit Antworten suchen. Bekanntes hinterfragen. Versuchen, anders zu denken und einfach auf dem Weg bleiben. Warum? Warum nicht? Das ist ankommen. Hallo. Herzlich willkommen. Schön, dass ihr da seid und schön, dass auch du da bist, David. Hallo Fabian. Ich habe heute David eingeladen. Wir kennen uns schon seit 8, 9, 10 Jahren. Wir haben uns mal in der Hochschule kennengelernt. Also da habe ich dich kennengelernt, du konntest dich nicht dran erinnern. Aber wie auch immer. Wer bist du? Du bist 36 Jahre alt, kommst aus dem schönen Baden-Württemberg zu uns nach Augsburg, hast da Kommunikationsdesign studiert, arbeitest jetzt als UI-UX-Designer in einer Digitalagentur und darüber hinaus bist du auch noch künstlerisch aktiv. Du hast zum Beispiel mal ein Porträt von mir gemalt am Geburtstag. Du machst Musik. Du hast auch mal einen eigenen Brettspiele-Podcast gehabt. Das heißt, du bist quasi eine Koryphäe auf dem Thema, was wir uns heute anschauen, und zwar Brettspiele. Und du machst noch mehr. Du bist Spieleerklärer auf mehreren Spielemessen und Spiele-Events und so weiter. Du machst regelmäßig mit Freunden und Bekannten Spielewochenenden, bist auf der Arbeit derjenige, der den Spieleabend organisiert. Könnte man sagen, Brettspiele sind dein größtes Hobby, deine Leidenschaft, dein Leben? Ja. Also hat sich irgendwie so rausgestellt. Gut, schön, tschüss. Super. Du hast vorhin schon gesagt, Brettspiele ist so ein bisschen schwieriges Wort.

SPEAKER_02

Ja, es hat sich so etabliert, weil es halt irgendwie das kürzeste Wort ist. Aber Brettspiele per se sind ja eigentlich so Sachen wie Schach und Mühle und Dame und fertig. Alles, was halt irgendwie ein Holzbrett hat, die Brettspiele, von denen wir heute wahrscheinlich eher sprechen, sind eher als Autoren oder Gesellschaftsspiele bekannt. Das ist sehr interessant, da bin ich nämlich bei der Recherche gar nicht drüber gestolpert.

SPEAKER_01

Dann ist vielleicht auch nur meine Meinung. Aber ja, du hast tatsächlich recht. Ich habe ein bisschen geschaut. Die Historie der Brettspiele, es gibt seit ungefähr 3000 Jahren Brettspiele. Also so die ältesten Funde, die man hat, sind da 3000 Jahre zurück. Sowas wie Go und Schach und so Sachen gibt es schon sehr lange. Das moderne Boardgame, in Anführungszeichen, so wie wir das heute kennen, gibt es aber ungefähr seit 1500 oder 1800, je nachdem, welche Quellen man sich anschaut und was man zählt. Und es ging los in England mit Menti of Happiness, was wir heutzutage noch als Game of Life kennen, was ganz grob so ähnlich wie Monopoly ist, wo wir heute auf jeden Fall auch noch drüber sprechen werden, weil es ein ganz schlimmes Spiel oder Nicht-Spiel ist. Und damals ging es bei Spielen eher um die Ausbildung von Moral. Also es ging nicht um Spaß, sondern es ging so, ja, dann können die Kinder was lernen und die Erwachsenen und so weiter. Und mit dem Spaß hat es dann erst so 1880 angefangen. Und dann gab es eine Renaissance der Eurogames, so wird es ganz viel genannt im Internet, ab Mitte der 2000er. Werden auch in den englischsprachigen Foren German-Style Games genannt. Und das ging los mit, das kennen viele, Katan. Dein Spiele-Podcast hieß wie Siedler, also Siedler von Katan, nur anders. Und das zeigt schon, dass es einen sehr großen Einfluss hatte.

SPEAKER_02

Also, ich muss, glaube ich, korrigieren, weil 2000er ist, glaube ich, schon zu spät. Katan kam 94 raus. Das heißt, dann ist es eigentlich noch vor den 2000ern gewesen. Das ist so, also, oder. Je nachdem, wie man Renaissance halt sieht, aber über die 2000er ist es wahrscheinlich größer geworden, genau. Katan war damals ein gutes Spiel, weil sonst hätte es das ganze Ding ja, glaube ich, nicht geprägt, weil es halt Sachen anders gemacht hat als die bisherigen Spiele. Ich persönlich spiele es nicht mehr so gern. Liegt aber vielleicht auch daran, dass man es einfach zu oft gespielt hat und mittlerweile bessere und viel mehr Spiele kennt und nicht alles spielen kann. Und damals gern gespielt, auch mit der Family und jetzt spiele ich lieber andere Sachen.

SPEAKER_01

Ich persönlich habe Katan über die Siedler von Nürnberg kennengelernt. Ich komme aus der Nähe von Nürnberg und dann hat irgendwann mein Papa dieses Spiel mit heimgebracht und dann haben wir das gespielt. Und wirklich, ich war Anfang 20, glaube ich, als ich oder vielleicht, vielleicht so 18, 19, irgendwas, was ich mal bei anderen Leuten dann Katan gesehen habe und halt direkt gedacht habe: Naja, Siedler von Nürnberg ist ja das Original, ist ja klar, was ist denn Katan? Kennt ja niemand. Und da musst du auch den Plan dir selber hinlegen und so, Geschmachri, bei Siedler von Nürnberg ist alles einfach vorgegeben und so. Und ich dachte wirklich sehr lange, dass Katan einfach irgend so eine Nachmache ist, bis ich dann gecheckt habe, nee, Siedler von Nürnberg ist die Nachmache.

SPEAKER_02

Aber eine gute Version davon. Mein Vater schwör da drauf, der spielt Siedler von Nürnberg, glaube ich, noch ein bisschen gerne als Katan.

SPEAKER_01

Ich bin auch großer Fan. Das hat nur ein Problem, dass es halt auch gewisse Spots gibt, die einfach overpowered sind. Immer. Imbar, genau, im Balanced. Also ihr könnt euch natürlich, liebe Zuhörer, alles aufschreiben, alle Vokabeln. Und dann gefreut später. Oder wenn ihr Fragen habt, schreibt sie in die Kommentare. Ich werde dann David nötigen, das zu beantworten. Crowdwork immer gut. Jetzt sind wir ja aber schon deutlich hinter den Anfang 2000er und in meiner Wahrnehmung haben Brettspiele, Boardgames, Eurogames, wie auch immer, nochmal sehr an Hype zugenommen durch Corona. Das konnte ich leider nicht belegen anhand von Zahlen. Also tatsächlich ist die Brettspielbranche oder die Spielzeugbranche, alles Mögliche, das wird immer ein bisschen zusammengemischt alles, ist im Prinzip seit Anfang 2000 stetig am Wachsen, auch ziemlich gleichmäßig. Ich habe es aber dann nicht genauer angeschaut. Also man konnte jetzt keinen riesigen Boom feststellen. Aber was man schon sagen kann, ist, dass ich schon auch damals Katan gespielt habe und so ein paar andere Spiele und da schon immer so ein bisschen drin war in dem Game, auch mit Magic the Gathering und so, da ist man automatisch so ein bisschen in dieser Geek-Blase Blase, genau, drin. Und mit Covid haben dann auf einmal alle Leute angefangen, Brettspiele zu spielen und haben sich dann getroffen und dann hat man Brettspielabende gemacht und so weiter. Ihr habt währenddessen euren Podcast gemacht. Wie kam es dazu zu dem Podcast? Wie bist du zu den Brettspielen gekommen? Weil da will ich dann auch nochmal gleich drüber sprechen, so warum macht man das überhaupt. Aber erzähl mal so ein bisschen, wie hat es bei dir angefangen und wie kam es dann zu diesem Podcast?

SPEAKER_02

Also angefangen mit Brettspielen, ich bin da immer so ein bisschen am überlegen. Also früher als Kind haben wir schon viel gespielt, meine Oma hat viel mit uns gespielt, meine Eltern haben viel mit uns gespielt und wir hatten halt so, weiß ich nicht, die klassischen alten Sachen, also wenn ich mich ganz zurück erinnere, im Kindergarten schon mein Obstgarten oder wie das ganze Zeug hieß, also da waren sicher so die Grundsteine gesetzt. Und dann war irgendwann so ein bisschen Flaute, weil als pupertierender 12- bis 15-Jähriger hat man halt keinen Bock mehr mit den Eltern und mit der Family was zu machen. Und dann ging es irgendwann wieder los. Und was mir so im Kopf geblieben ist an Spiel, woran man das für eine Jahreszeit, glaube ich, ganz gut festmachen kann, ist irgendwie so Bora Bora und die Fürsten von, äh, die Burgen von Burgund. 2011 rum oder so. Da ging es dann wieder los, weil ich irgendwie entdeckt habe, hey, so ein Spiel, das ist ja, also da muss man ja richtig Brain Power reinstecken, bei der Art von Spielen jetzt. Und das hat dem Ganzen irgendwie nochmal so einen anderen Schwung mitgegeben und hat es wieder interessant gemacht. Und dann hat sich das irgendwie immer weiter gesteigert. Bis zu dem Punkt dann, dass während Corona ich bei, also da sind wir mehrere Podcasts aus dem Boden gespriest und da war halt einer dabei, der hieß, oder heißt, den gibt es immer noch, der heißt Meeple Porn und das sind vier so Dudes. Die haben alles ein bisschen anders gemacht. Die waren so, haben kein Blatt vor den Mund genommen, haben gegen alle gepöbelt und das war irgendwie so der Humor, den ich geil fand. Und ich dachte mir so, ja, von der Qualität her, da könnte man das schon besser machen. Oder ich könnte das besser machen, weil ich ja auch jemand bin, der schon gesagt, so künstlerisch. Ich probiere gern viele Sachen aus. Und dann dachte ich mir so, ja, dann probiere ich halt mal aus, ob so ein Podcast vielleicht funktioniert. Dann habe ich ein paar von den Gamer-Leuten, die ich sowieso kenne, gefragt, ob da nicht jemand Bock drauf hätte. Dann hatten da Leute Bock drauf. Auch Leute, die eigentlich mehr und lieber sprechen als ich, was ganz gut war, weil mein Redeanteil in dem Podcast ist gar nicht so groß, glaube ich. Und dann haben wir das während Corona ganz gut anfangen können, weil irgendwie hatten alle Zeit, abends ist mir eh nur rumgehockt konnte, nicht wirklich raus, nichts machen. Und dann haben wir da irgendwie so ein paar 30, 40 Folgen gemacht. Und war auch gar nicht so unerfolgreich. Das größte war dann natürlich, als in dem Inspirationspodcast einer von denen plötzlich unseren Namen gedroppt hat und ich so, okay, der ist bei denen angekommen, dann habe ich alles geschafft und damit war dann auch so, ja gut, dann können wir jetzt aufhören.

SPEAKER_01

Hast du schon davor angefangen, auf so Messen zu gehen und dadurch einzubringen oder da halt mitzuhelfen? Oder hat es dann damit parallel gestartet, als es dann wieder möglich war und warst du so ein bisschen bekannt dadurch? Hat dir das Türen geöffnet?

SPEAKER_02

Die Messethematik war schon davor. Das hat halt auch über so einen Spieleverein angefangen, dass man da irgendwie reingekommen ist. Und, also nee, das war davor schon. Und es war dann eher so, dass mit dem Podcast ein paar der Fans oder Hörer, wie man auch immer sagen will, dann schon auf den Messen uns erkannt haben. Also, weil wir halt geschrieben haben, hey, wir sind auf der Messe und dann hat man sich da irgendwie connected. Aber wirklich arg viele andere Türen hat es nicht geöffnet, weil dafür waren wir dann zu wenig, also haben wir es zu wenig weiter forciert, um irgendwie mit Verlagen in Kontakt zu kommen und so.

SPEAKER_01

Also das dann nicht. Okay. Bevor wir weitergehen, lass uns kurz mal definieren, worüber wir jetzt sprechen. Es gibt Gesellschaftsspiele, es gibt Brettspiele, so du hast gerade gesagt, Autoren und Gesellschaftsspiele, ne? Viele Spiele, die du spielst, die ich auch spiele, sind auch Kartenspiele zum Beispiel. Also das ist ja dann schon mal gar kein Brettspiel. Boardgame, passt wieder, du spielst es irgendwie oben auf einem Brett drauf, auf einem Tisch, aber letztendlich, wir sprechen über Spiele, die ein Regelwerk haben, nach dem man spielt, und die einen Widerspielwert haben. Irgendwo, wo es nicht primär um Sammeln geht. Das ist nämlich, finde ich, auch noch eine gute Abgrenzung zu Trading-Cards zum Beispiel. Also man kennt Pokémon, es gibt Magic the Gathering, Yu-Gi-Oh! kennt man noch. Das sind auch Kartenspiele, aber das ist wieder was anderes, da geht es viel um Sammeln. Ganz viel von diesen Eurogames sind drauf ausgelegt, dass man die ganze Zeit spielt. Wenn wir zum Beispiel uns Monopoly anschauen, und es gibt auch viele andere so American-Style-Games, da geht es immer um Gewinnen oder nicht immer, aber früher ging es da viel um Gewinnen, um Krieg, um Leute ausschalten. Und da haben sich die Autoren in Europa, in Deutschland und außenrum, also es ist nicht nur Deutschland, aber Deutschland ist da sehr groß, eben gedacht, nee, das ist ja blöd, wir wollen Spiele haben, wo der Spieler die ganze Zeit dabei ist, dass du nicht mit vier Leuten spielst und nach zehn Minuten fliegst du irgendwie raus und dann hast du nichts mehr zu tun, das ist blöd, sondern dass es die ganze Zeit darum geht. Gibt es noch andere gute Dinge, die man einer Definition hinzufügen kann, deiner Meinung nach?

SPEAKER_02

Schwierig zu sagen. Das, was du jetzt schon oder erwähnt hast, dieses oder anders. Es ist ja ein Mechanismus. Player Elimination ist ein Mechanismus, der aber auch in Eurogames vorkommen kann. Aber bei Amery Trash oder Amery-Style Games oft vorkommt. Und ich glaube, eine große Unterscheidung ist auch noch, wobei das auch wieder ein bisschen aufweicht mittlerweile, dass die Amery-Trash-Spiele eher auf Story basieren. Also oft ist da eine Geschichte noch mit dabei und die Geschichte ist auch der Hauptfokus von dem Spiel. Und bei den Eurogames ist es, ist die Geschichte oft egal, weil eher so diese Mechaniken ineinander greifen und dieses Punkte machen, aber eben, wie du schon sagst, bis zum Ende alle spielen mit Ding ist. Aber sonst hast du eigentlich ganz gut zusammengefasst, würde ich sagen.

SPEAKER_01

Genau, und es geht oft um Mechaniken und sowas. In Abgrenzung zu zum Beispiel Tabletops. Tabletops sind Spiele, bei denen du ganz oft eine Armee hast an Menschen, die können sehr viele oder an Männchen, so, können mehrere sein, können auch wenigere sein, gibt es ganz verschiedene Regelwerke. Das spielst du auch auf einem Tisch, da hast du auch oft ein Gelände oder irgendwie sowas und kämpfst dann gegeneinander. Da gibt es auch Mechaniken, aber das sind keine aufeinander aufbauenden Mechaniken, sondern du spielst quasi einen Kampf oder ein Adventure oder irgendwie sowas. Da gibt es auch Würfel, da gibt es auch Karten und Gegenstände und so weiter. Es ist aber schon nochmal was sehr anderes als jetzt Katan zum Beispiel. Also wer Katan kennt, das ist quasi da noch Dinge dazu überlegt. Das ist ganz viel, von dem wir sprechen. Und auf der anderen Seite gibt es Pen and Paper. Da geht es wieder um Geschichte ganz viel und man hat auch wieder, man sitzt auch oft an einem Tisch, hat auch Würfel, aber da geht es viel mehr um die Geschichte und auch wieder um Dinge erleben. Bitte Pen and Paper-Fans und Tabletop-Fans, seid mir nicht böse, dass wir nicht noch mehr ins Detail gehen und wenn die Definition ein bisschen falsch ist. Irgendwann gibt es vielleicht mal einen Podcast zu diesen Themen. Dinge, die man kennt. Monopoly. Ich weiß, du bist kein Fan von Monopoly. Ich bin auch kein Fan von Monopoly. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich immer schlecht war, aber ich fand Monopoly einfach schon immer kein gutes Spiel. Ich habe ein bisschen recherchiert, es gibt Urban Myths und Legenden, dass es gar kein gutes Spiel sein sollte, weil die ursprüngliche Autorin hat ein Monopoly und ein Anti-Monopoly-Spiel gemacht, also es hieß auch nicht Monopoly damals, wo es eben darum ging, okay, das eine ist Kapitalismus, das andere ist, ich weiß nicht mal, ob es Kommunismus war oder einfach soziale Marktwirtschaft, bla bla. Genau, aber das ist, für mich ist es sehr viel Glück. Und vielleicht ist Glück auch noch ein guter Faktor. Sag du mal was zu, zu Glück in Eurogames, wie damit gehandhabt wird.

SPEAKER_02

Ja, Glück ist schon oft Teil davon, aber in einem sehr geringen Maß. Also ein gutes Spiel macht, glaube ich, schon aus, dass dann gleich die Glückskomponente mit dabei ist. Aber so, dass man trotzdem noch irgendwas dagegen machen kann, dass Glück nicht so der Haupttreiber ist. Und wie du schon sagst, bei Monopoly ist halt, ich würfel und dann komme ich entweder auf die Straßen, die gut sind oder nicht. Und davon ist dann abhängig, ob ich das Spiel gewinne oder nicht.

SPEAKER_01

Genauso wie Mensch, ärgere dich nicht. Also da hat man sehr wenig Möglichkeit, selbst zu steuern, also zu steuern. Du hast natürlich minimal Entscheidungsfreiheit, mit welchem Männchen gehe ich jetzt. Aber da hört es dann auch schon wieder auf. Ich finde, es ist so ein bisschen wie so diese Debatte, ist Poker ein Glücksspiel? Und da, genau, kann man auf zwei Seiten stehen, kann irgendwo in der Mitte stehen. Und ich glaube, genauso ist es bei Monopoly auch. Nee, da kann man auf einer Seite stehen. Ansonsten gibt es noch so abstrakte Strategiespiele wie Schach, Go, Mühle. Du hast es vorhin schon gesagt, auch die haben ein Regelwerk, das ist aber deutlich geradliniger. Also da sind Partien sehr viel ähnlicher und sie sind noch abstrakter. Es gibt sehr wenig Boardgames, die heutzutage gespielt werden, die so abstrakt sind wie Schach. Zum Beispiel, würde ich behaupten, ganz oft sind einfach mehr Illustrationen, mehr und wenn es nur eine Flavor-Geschichte ist dahinter. Also auch wenn es Legespiele sind, wo ich zum Beispiel so Formen ziehe und irgendwo anordnen muss, das ist auch sehr abstrakt, aber trotzdem hast du dann, sagst du, ja, das sind Edelsteine oder du musst irgendeinen Teppich bauen oder so Geschichten. Was sind denn aus deiner Sicht jetzt neben Monopoly, was wir schon erwähnt haben, neben Katan, was wir schon erwähnt haben, wichtige Spiele für den Hype gewesen, die vielleicht viel Erfolg hatten, die viele Leute kennen. Und wir können es auch ein bisschen größer fassen. Ich würde zum Beispiel Uno auch noch dazu nehmen, weil Uno ist so, ja, es ist ein Kartenspiel, es ist relativ weit weg von dem, was wir gerne spielen, aber trotzdem, jeder kennt Uno. Und Uno ist auch so ein, ich würde sagen, so ein Einstiegstor für, hey, da gibt es was, das ist so ähnlich wie Uno, aber es hat noch irgendwie zwei Regeln mehr und dadurch wird es schon wieder interessanter.

SPEAKER_02

Das ist sowieso immer ein gutes Einstiegsding, auch auf so messen mit Leute kennen was und man kann sagen, hey, wenn du das kennst, kann man aufbauen und auf dem irgendwas anderes empfehlen und an dem Vertrauten weiterarbeiten und so, das irgendwie aufbauen. Also was neben Monopoly im deutschsprachigen Raum wohl sehr gut läuft, sind diese Exit-Games von Kosmos. Die sind auf jeden Fall erwähnenswert, auch wenn man da schon fast nicht mehr oder man könnte jetzt auch wieder sagen, ist es noch Spiel oder ist es eher eine Form von Unterhaltung? Weil man rätselt gemeinsam, aber die Abgrenzung zu, wie gerade Spiel definiert wurde, hinkt da so ein bisschen. Aber trotzdem erwähnenswert. Dann würde ich auf jeden Fall Kniffel, auch wenn es schon etwas älter ist, erwähnen, aber das ist, glaube ich auch was, was viele kennen, was jetzt vielleicht nicht dem Hype irgendwie geholfen hat, aber zu erwähnen sein sollte. Und es gibt auch relativ viele Würfelspiele, die entlernt an Kniffel erkennen. Genau, ähnliche Systematiken haben, genau. Wahrscheinlich generell so Spiel des Jahresgeschichten, weil die einfach, oder der Preis ist mittlerweile auch durch Corona und dass mehr Leute angefangen haben zu spielen, jetzt noch eine größere Benchmark geworden. Also Carcassonne kennt man vielleicht, das war 2001, Spiel des Jahres. Und es ist gerade so, wie du am Anfang schon gemeint hast, mit der Jahrtausendwende, als es dann alles mehr wurde, bekannt geworden. Ich weiß nicht, ob, na, es wird jetzt neuer sein, die PC-Gamers, vielleicht Dorfromantik, also das ist vor zwei Jahren, glaube ich, Spiel des Jahres gewesen. Aber so den Hype treibend, weiß ich gar nicht, ob es da neben Katan so das Ding noch gab oder ob es jetzt einfach so eine Welle ist, die schwimmt und Leute kommen halt mit dazu, falls sie dieses oder jenes Spiel kennengelernt haben.

SPEAKER_01

Ich habe auch ehrlicherweise nicht recherchiert. Ich war nur gerade so ein Ding von, okay, vielleicht ist es cool. Wir sind natürlich schon irgendwo in dieser Bubble drin. Deswegen, wenn wir jetzt über Flügelschlag zum Beispiel sprechen, das war ein Kennerspiel des Jahres. Also es gibt immer ein Spiel des Jahres, was mehr für Familien ausgelegt ist und dann ein Kennerspiel, was mehr so für so für uns ist. Und ein Kinderspiel gibt es auch noch Kinderspiel. Ah, Kinderspiel gibt es auch noch. Families, die vielleicht zuhören. Und genau, Flügelschlag war einfach so ein Spiel, das gefühlt ist es rausgekommen und auf einmal wollten es alle haben und fanden es alle cool und es haben es alle gespielt. Mehr als es bei anderen Kennerspielen ist. War so mein Gefühl. Weil es halt auch cool war, weil es so neu war, mit so schön gezeichneten Vögeln und so und trotzdem irgendwie viel Mechanik dahinter und Systeme.

SPEAKER_02

Und in der Theorie wieder so ein bisschen back to the roots, weil man kann dadurch relativ viel lernen. Auf den Karten ist im Hunden schön noch eine Erklärung, wo der Vogel wohnt, was so die Besonderheit ist von dem. Also man hat wieder diesen Education-Faktor, den Lernfaktor mit dabei.

SPEAKER_01

Du hast gerade schon mit so Exit Games gesagt, das ist mehr Unterhaltung. Fallen dir noch andere so Randspielsysteme oder Spiele ein, die so eher in Richtung Aktivität gehen würden?

SPEAKER_02

War auch, hattest das Spiel des Jahres oder nominiert, Mikro Makro Crime City war vor ein paar Jahren das Ding. Das ist so ein riesiges Schwarz-Weiß-Wimmelbild und man hat Karten dazu und versucht auf dem Bild Kriminalfälle zu lösen. Also immer verschiedene Zeitabschnitte und dann versucht man das zu verfolgen. Und genau, das würde ich auch eher als Aktivität oder Unterhaltung sehen. Die zwei sind mir irgendwie so im Kopf. Also es gibt sicher noch ein paar mehr, die mir jetzt nicht einfallen.

SPEAKER_01

Werwölfe vom Düsterwald, finde ich, ist auch noch so ein Thema. Bei Werwölfe und es gibt noch so andere Sachen, ich bin auch bei Activity und Tabu und Codenames und so Sachen, wo es sehr viel um Interaktion geht untereinander und die Spielmaterialien, die man hat, eher das Unterstützen oder den Spielfortschritt dokumentieren. Zum Beispiel. Also für die Leute, die Werwölfe nicht kennen, da geht es darum, dass man eine Gruppe von Spielern ist in einem Dorf, es gibt einen Mörder, einen Werwolf und jede Nacht bringt der Wolf oder mehrere Wölfe jemanden um und dann müssen die Spieler diskutieren darüber, wer das jetzt wohl war. Und das kann man sehr mechanisch machen und sagen, okay, ich habe eine Fähigkeit als Hellseherin zum Beispiel und deswegen sage ich jetzt, der war das, ich weiß es. Und dann sind alle so okay, dann abstimmen und fertig. Man kann es auch sehr schauspielerisch machen. Und genau, da gibt es mittlerweile, habe ich gesehen, es gibt noch so ein paar andere Varianten davon. Und auch Werwölfe vom Düsterwald, fand ich, war ein sehr großer Hype. Also das haben alle möglichen Leute gespielt, auch die nichts mit Gesellschaftsspielen so per se anfangen konnten.

SPEAKER_02

Bietet sich halt in großen Grunden gut an. Also wie so Ferienlager und Pfadfinder und whatever. Da passt es ganz gut. Aber ich, also jetzt, wo du es so erwähnst, ich unterbreche dich jetzt einfach ganz dreist. Dreist. Kann man vielleicht sogar die Unterscheidung darin sehen mit diesem, was ist Aktivität slash Unterhaltung versus was ist sowas? Weil ich würde schon sagen, Werwölfe und diese ganzen Social Deduction heißt die Mechanik dahinter. Games würde ich schon als Spiel sehen, nämlich als Gesellschaftsspiel. Man macht in einer großen oder mittelgroßen Gruppe was zusammen. Ob da jetzt Materialien dabei sind oder nicht, ob die zu unterstützen oder nicht, ist da, glaube ich, egal. Aber alles, was so diese Aktivitäts-Den Aktivitätscharakter hat wie Exit oder Micro Macro ist was, was ich theoretisch auch alleine machen kann. Und vielleicht ist das die Unterscheidung. Gesellschaft versus theoretisch kann ich es auch alleine machen. Ja.

SPEAKER_01

Finde ich gut. Activity. Nee, nee, können wir drin lassen. Ich meine, du hast ja auch gesagt, Autoren und Gesellschaftsspiele und das ist ja wirklich, da ist das ja mit drin. Black Stories, habe ich mir noch aufgeschrieben. Weil das hat auch irgendwie Karten und du musst irgendwie oder du musst nicht zu mehreren sein, du kannst auch alleine zählen.

SPEAKER_02

Das ist auch wieder so ein Aktivitätsding, würde ich sagen, ja. Da braucht man keine Gesellschaft zu haben. Das kann ich auch selber lösen. Aber auch großer Hype.

SPEAKER_01

Ja. Also meiner Wahrnehmung nach. Und ein letztes Spiel, was ich noch erwähnen möchte, ist Munschkin. Das gibt es nämlich schon ewig. Und das ist sehr spannend, weil das ist so ähnlich wie Pen and Paper, dass du einen Charakter darstellst, der stärker wird. Und trotzdem hast du einen sehr geregelten Ablauf, weil du immer eine Aktion ausführst und dann aber Interaktion hast und dann irgendwann stärker bist und dann irgendwann gewonnen hast. Und das mit einem sehr klaren Regelset funktioniert. Ist auch ein Scheißspiel. Nee, es ist kein Scheißspiel, aber es kann halt ewig dauern oder halt auch nicht. Ja. Genau. Also es ist irgendwie cool, weil es ganz viele verschiedene gibt und es ist funny und lustig gezeichnet und die haben lustige.

SPEAKER_02

Es lebt von dem Humor, glaube ich, Humor. Der Versuch, dieses Pen and Paper-Eskke in ein Kartenspiel zu bringen. Und Freunde von mir können empfehlen, das mit Saufen zu spielen, weil danach ist Morotze voll. Wenn man immer, wenn man Leben bekommt oder verliert, eintrinken muss, dann lieber den, also es soll jetzt keine Empfehlung sein. Aber es gab schon lustige Runden dadurch.

SPEAKER_01

Lustige Runden ist ein sehr gutes Stichwort. Ich finde es immer interessant zu sehen, welche Menschen welche Spiele spielen und wobei sie Spaß haben und sich zu überlegen, warum spielen wir überhaupt Brettspiele. Ich finde, Corona hat es voll gezeigt, es ist so ein Ding von Menschen suchen Gesellschaft, aber Menschen brauchen etwas zu tun in dieser Gesellschaft. Wenn Saufen nicht geht oder weggehen, dann spielt man eben Brettspiele. Siehst du das auch so, dass es so ein Ding ist von, ja, man macht es halt, weil es sozial ist und man hat was zu tun? Oder fallen dir noch andere Sachen ein, warum man Brettspiele spielt oder Gesellschaft spielt?

SPEAKER_02

Da müsst ihr jetzt überlegen, aber der Punkt mit, da macht man was zusammen und hat was zu tun, den würde ich komplett unterstreichen, weil ich glaube, das ist auch das, was mich so in die Brettspiele getrieben hat. Dieses, man kann mit Leuten sozialisieren und hat aber irgendwer was Gemeinsames, weil ich semi-gut in Smalltalk unser Zeug drin bin und da ist es völlig egal, weil man hatte irgendein gemeinsames Ziel oder ja, was gemeinsam an dem man arbeitet und da funktioniert das irgendwie ganz gut, diese soziale Komponente, auch wenn man vielleicht soziale Schwächen hat oder so. Ich würde sagen, das ist das Hauptding.

SPEAKER_01

Was würdest du sagen, gibt es für unterschiedliche Typen von Spielern, die dir so regelmäßig begegnen?

SPEAKER_02

Also das Interessante ist ja, weil du gemeint hast, das machen viele oder viele, ich weiß nicht mehr, wie der genaue Wortlaut war. Ich habe so eine Hypothese, oder die gibt es, glaube ich, so im gesamten Ding-Spielerkreis, so diese Hardcore-Gamer, also wirklich, die sich voll, die voll drin aufgehen, das sind so drei, vier Hintergründe, die die Leute haben. Das sind meist die, die irgendwie in sozialen Berufen arbeiten, dann sind es die, die irgendwie in IT-Berufen arbeiten, also diese Nerds, wie man sagt, und Mathematiker und Physiker. Also auch irgendeine Form von Nerd. Wenn man Leute fragt, die wirklich so in dieser Szene krass drin sind, dann ist immer irgendwie irgendeine Art von Hintergrund von diesen dreien. Also korrigiert mich gern, wenn, also wenn jetzt Leute zuhören, die sagen, boah, ich spiele auch richtig gern und ich habe einen ganz anderen Hintergrund. Ich finde es immer spannend, aber bisher war es immer so, dass man auf diese drei, vier Hintergründe beschränken konnte. Was war deine eigentliche Frage? Ich bin abgeschweift. Ja, das passt schon.

SPEAKER_01

Welche Arten von Spielery?

SPEAKER_02

Spielertypen. Je nachdem, wie man das jetzt kategorisiert. Wie würdest du dich denn einordnen? Also ich bin der klassische Explorer-Spieler, das heißt, wenn ich ein neues Spiel kennenlerne, ist mir es nicht wichtig zu gewinnen, sondern ich gucke mir das so an. Ich mache mir auch nicht, wenn ich die Regel gehört habe, so im Vorfeld so, ja, jetzt den krassen Plan, sondern ich probiere alles so ein bisschen aus. Und in vielen Spielen ist es halt so, alles ein bisschen ausprobieren führt nie zum Sieg, sondern man braucht immer so ein bisschen was, worauf man sich fokussiert. Deswegen, ich glaube so, dieser Erkunde-Explorer-Spieler-Typ. Das bin ich. Dann gibt es natürlich die, die, weiß nicht, ob man das Strategen sagen kann, da kenne ich auch so ein paar. Grüße gehen raus an meinen Schwager, die die Regeln hören und direkt einen Plan haben, den durchziehen und oft dann halt gewinnen. Ja, ihr die Strategen. Und dann gibt es bestimmt noch drei, vier andere. Was bist du denn für den Spielertyp?

SPEAKER_01

Ich bin kein Stratege, aber ich liebe, so innerhalb von den Regeln quasi mich zu bewegen und Dinge auszuprobieren. Aber am liebsten bei Dingen, die ich schon kenne. Also ich spiele voll gern Spiele wieder, die aber so viel Widerspielwert bieten, dass ich unterschiedliche Strategien ausprobieren kann oder muss. Also zum Beispiel Dominion ist ein Kartenspiel oder ein Kartenspiel ist ein Deckbilder, wo es darum geht, du hast eine gewisse Start, Anzahl an Karten und du kannst dann selbst entscheiden, welche Karten du dir kaufst und baust dann dadurch so Maschinen oder wie nennt man das? Engine Building, ja. Ja, genau, Engine Building. Also du baust dir quasi eine Maschine, die du dir so nach deinen Vorstellungen baust, dass sie dich zu dem Ziel näher bringt. Und dann hast du ganz oft so Dinge, die aufeinander aufbauen, die dann dann besser sind. Wenn ich quasi A habe und B habe, dann ist C viel besser und deswegen schaue ich, dass ich immer, wenn ich C habe, auch A und B bekomme und so Themen. Und das finde ich super spannend, einfach da zu schauen, wie kann ich das effizient machen oder wie kann ich das optimieren, welche verschiedenen Möglichkeiten habe ich. Und das macht mir am meisten Spaß. Spielertyp, der optimiere. Der Optimiere.

SPEAKER_02

Keine Ahnung, ist ja auch irgendeine Form von Explorer, weil du versuchst ja dann auch durch Ausprobieren, was am besten funktioniert.

SPEAKER_01

Genau. Meine Schwester zum Beispiel isst es gar nicht, die mag das überhaupt nicht. Die spielt am liebsten Spiele, die kurzweilig sind, die nicht viele Regeln haben und trotzdem klar sind. Viel auch Interaktion, also es gibt ein Spiel, zum Beispiel Spicy heißt es. Da geht es einfach nur darum, Leute übers Ohr zu hauen. Also du sagst etwas, was du getan hast, und dann musst du mit Mindtricks versuchen, dass die Leute dir das glauben oder nicht glauben und du hast es aber doch so gemacht, dass wenn sie es nicht glauben, dass sie dann einen Schaden haben oder dass du dadurch gewinnst. Das findet sie zum Beispiel super spannend. Also so Social Games und aber auch einfach klein. Also ich glaube, viele Menschen mögen es auch einfach nicht, sich erstmal 20 Minuten oder eine halbe Stunde das Spiel erklären zu lassen, wie es funktioniert. Und dann muss man sich alles merken und wenn man es nicht sich merkt, dann hat man halt verloren.

SPEAKER_02

Das macht dann aber auch sehr gute Spiele aus. Wenn sie eine kurze Regel haben und trotzdem auch viel Tiefgang, das ist eigentlich das perfekte gute Spiel.

SPEAKER_01

Meiner Meinung nach. Welche Bedürfnisse oder was würde dir fehlen, wenn du jetzt keine Gesellschaftsspiele, Autorenspiele mehr spielen könntest? Und wie würdest du versuchen, die anderweitig zu erfüllen?

SPEAKER_02

Das ist ja eine sehr tiefgreifende Frage. Ich glaube, das spielt so ein bisschen auf das, was ich vorher gesagt habe, mit dem Gesellschaft und man hat was, was man zusammen machen kann, ohne jetzt irgendwie small talken zu müssen. Oder genau, das ist, glaube ich, der Hauptfakt, der dann fehlen würde. Und ich würde mir, glaube ich, irgendeine andere Aktivität suchen, bei der das dann funktioniert, wobei da gibt es, glaube ich, nicht viel. Also dann wäre man gezwungen, dann doch. Also man kann ja schon gesellschaftlich irgendwas zusammen machen. Aber dieses, was ist dann das Gemeinsame? Also, ja, wahrscheinlich irgendeine Form von Aktivität. Also Angeln. Genau, irgendwie sowas. Aber angeln ist halt super langweilig. Ich hatte jetzt eher sowas wie Bogenschießen, was ich auch gern mache im Sinn, weil das ist irgendwie auch was, was man gemeinsam machen kann. Also so halbgemeinsam. Man macht es schon irgendwie alleine, aber kann es in einer Gruppe machen und hat wieder auch was, was man ja, worüber man irgendwie gezielt sprechen kann. Also wahrscheinlich irgendein anderes Hobby. Wenn wir sowieso in dem Kosmos ja irgendwie sind, aktiv, aktuell. Kein anderes Beispiel. Weil ich halt nichts anderes brauche.

SPEAKER_01

Glücklicherweise gibt es ja Gesellschaftsspiele. Aber ist ja auch, ist ja auch eine gute Antwort, ne? Also wenn man, wenn man sich denkt, hey, ich hätte gerne mehr sozialen Kontakt, ich weiß aber nicht wie. Ich bin jetzt nicht im Bogenschießverein oder finde Bogenschießen blöd, aber es ist das Einzige, was mir eingefallen ist, dann wäre ja vielleicht Brettspielen, was? Und wie mache ich das dann? Wenn ich jetzt nicht Freunde habe, die das sowieso schon machen, oder wenn ich jetzt sage, hey, ich würde mal gerne mit euch, weiß ich nicht, Siedler von Katan spielen oder die haben doch dieses Flügelschlag gesagt. Wie kann man da vorgehen, um Anschluss zu finden, Leute zu finden, die auch Bock haben auf Gesellschaftsspiele?

SPEAKER_02

Das ist natürlich auch so eine Typfrage. Also wenn man sowieso eher introvertiert ist, dann ist es, glaube ich, immer schwer, was zu finden, wo man irgendwie so auf fremde Leute zugehen muss, weil das ist ja trotzdem in irgendeiner Form. Aber ich glaube, es gibt genug Angebote wie, also es gibt Spielevereine, es gibt andere Optionen zu spielen. Zeitwerbung, wir machen in der Stadtbücherei Augsburg einen Spielabend jeden Monat, kommt vorbei. Die Webseite steht in der Caption vielleicht. Nee, also genau, es gibt solche Arten von Angebote, dann gibt es Messen, da kann man erstmal nur rumlaufen und gucken, was die Verlage so verkaufen. Man kann sich aber auch einfach an Spieletische mit dazusetzen. Und ich glaube, auch wenn man introvertiert ist, ist das wieder dieser Punkt mit, hey, da ist was, was ich gern machen würde, was andere auch gern machen würden. Wir haben was, was man gemeinsam machen kann. Und vielleicht ist es eine geringere Hürde zu sagen, yo, dann lass uns das doch gemeinsam machen. Also ja, ich würde sagen, die Anlaufstellen sind eben Vereine, lokale, Spielevereine, wenn es gibt, oder öffentliche Brettspieltreffs oder manchmal gibt es auch Brettspielcafés in den Städten, je nachdem, wie groß die Zuhörerschaft schon ist. Das Beste ist, glaube ich, in Hamburg aktuell. Aber ich glaube, soweit geht an die Zuhörerschaft noch nicht.

SPEAKER_01

Grüße gehen an alle, die aus Hamburg zuhören.

SPEAKER_02

Schreibt mal in die Kommentare. Gebt mal Würfel und Zucker. Und sagt der, ich weiß gar nicht, wie es heißt. Grüße. Ja. Ja, ich glaube, das wären so die Möglichkeiten, die da sind.

SPEAKER_01

Ich glaube, sie heißt Bettina Brettspiel. Nee. Gundula-Gesellschaftsspiel. Sabine Spiel. Hilde aus Hamburg. Der Mirko ist der Erklärer und wie heißt sie denn, Mann? Egal. Genau, aber cool. Und ich glaube, das gibt es in vielen größeren Städten. Also sowohl Spielevereine als auch in der Bibliothek oder mal öffentliche Sachen, wo man hinkommen kann zum Rettspielen. Also man muss jetzt nicht auf kleiner Zeige eine Anonce schalten, suche Leute zum Brettspielen, sondern da gibt es. Es sind mittlerweile so viele und es sind nicht nur introvertierte Leute, dass sie durchaus auch nach draußen gehen und man sich da anschließen kann, wenn man das denn möchte.

SPEAKER_02

Interessante Fakte aber dazu. Interessante Fakte aber dazu, weil es rausgeschnitten wurde, ich habe mir gerade an der Nase rumgegrubelt. Viele neue Spiele, die auf den Markt kommen, haben aber vermehrt Solo-Modi. Das heißt also, es gibt auch genug, die da gar keinen Bock drauf haben. Oder die Option haben wollen, es auch alleine zu spielen, was so ein bisschen ja ein konträrer, eine konträre Entwicklung zu dem ist, dass es ja so diesen Hype erfahren hat und dieses Gesellschaft irgendwie mit inne hat.

SPEAKER_01

Womit wir wieder bei dem zusätzlichen Spielertypus wären, von jemandem, der Bock hat, einfach auf das Game, aber keinen Bock auf Leute.

SPEAKER_02

Ja. Oder ich kenne von vielen, die dann halt sich die Regel aneignen wollen und den Solo-Modus nutzen, um es mal so anzuspielen, um es dann besser erklären zu können. Ich habe dreimal in meinem Leben irgendwie Solo-Modi von Spielen gespielt und fand es immer ja mehr Arbeit als. Also man baut es irgendwie auf, da macht man irgendwas und ja. Also meins ist nicht, aber es gibt wohl genug Fans davon. Warum sollte man denn spielen, deiner Meinung nach? Hält frisch im Kopf, hat meine Oma immer gesagt. Also, ist natürlich auch die Art des Spiels, was man spielt. Die komplexeren Spiele helfen, glaube ich, auf jeden Fall, Logik, Verständnis und sowas zu kultivieren, auszubauen oder zu halten. Und ich merke das an Kindern, also ich habe jetzt mehrere Neffen und die in verschiedenen Altersstufen, die früh angefangen haben, jetzt auch, weil die Family sowieso am Tisch sitzt und spielt, da mitzuspielen. Und das hilft der frühkindlichen Entwicklung, glaube ich, sehr, genau in solchen Richtungen mit mathematischem, logischem Denken und so. Das heißt, dafür ist es auf jeden Fall gut. Und wie schon meine Oma gesagt hat, es hält auf jeden Fall frisch im Kopf. Und ja.

SPEAKER_01

Es gibt auch Reaktionsspiele, die hätte ich mal mehr spielen sollen, weil immer wenn ich mit Leuten Reaktionsspiele spiele, bin ich komplett überfordert. Also sowohl von dem, nee, also ganz viel ist einfach Hand-Hand, nee, Auge zu Kopf zu Hand. Koordination, also nicht dieses Hand-Auge-Koordination, ich sehe was und kann es greifen. Das ist nicht das Problem, sondern ich sehe was und mein Kopf braucht so lange zum Verarbeiten, was meine Hand jetzt tun soll, dass schon alle anderen sich, keine Ahnung, eine Karte genommen haben oder draufgezeigt haben oder sowas. Da denke ich mir jedes Mal so, ja, eigentlich sollte ich das mehr machen, weil das auch so ein Ding von, ja, da bleibt man halt frisch im Kopf ist und Reaktionsgeschwindigkeit und wie schnell niemand denken kann und so und Farben, Formen erkennen, kombinieren, sowas ist ja voll gut. Aber ganz oft findest du entweder Leute, die es gar nicht können oder die es schon zu gut können, weil sie es halt spielen. Da so ein Mittelmaß zu finden oder da müsste man wahrscheinlich irgendwie in einer Partnerschaft oder so zusammen anfangen, das zu spielen, dass man zusammen besser wird.

SPEAKER_02

Und selbst dann gibt es wahrscheinlich jemanden, der schneller ist und jemand, der langsam ist und man driftet auseinander, aber ja. Ich glaube, das ist aber auch eine Sache von Übung. Also je öfter man sowas macht, desto besser wird man darin. Aber da gibt es auch Spiele. Also ich bin da auch nicht, ich bin da nicht schlecht drin, aber ich bin auch nicht gut drin, weil, also meine Schwester, da gibt es ein paar Spiele da. No chance. Keine Ahnung, wo sie das her hat, aber. Das kann sie. Genau, ansonsten Spaß, glaube ich, müssen wir nicht extra sagen. Ja, Unterhaltung. Also deswegen macht man es ja. Ich glaube, deswegen hat man irgendwann dann in der Frühbarockzeit angefangen zu spielen, weil man konnte es sich leisten, man musste nicht mehr arbeiten. Oder nicht mehr so viel arbeiten. Also der Adel musste natürlich nicht arbeiten. Hatte Freizeit und konnte Freizeit nutzen, um Unterhaltung, der Unterhaltung zu frönen. Und so hat sich es entwickelt.

SPEAKER_01

Und es ist halt keine dumme Unterhaltung. Also Unterhaltung haben wir heutzutage sehr, sehr viel. Und auch sehr viel dumme. Ich muss nur in mein Handy schauen und ich kann ja, kann den ganzen Tag nur in mein Handy gucken und bin irgendwie unterhalten. Aber ich finde, Spiele, Gesellschaftsspiele jeglicher Art, natürlich immer, was einem so am besten gefällt, die sind rewarding, würde der Engländer sagen. Also belohnend. Du hast was davon, selbst wenn du nicht gewinnst. Es gibt natürlich auch Leute, die spielen nur um zu gewinnen. Aber ich finde, wenn man gute Spiele spielt, dann macht das auch einfach Spaß. So wie du ja auch gerade gesagt hast, du spielst, gerade wenn du das erste Mal spielst, nicht um zu gewinnen, sondern weil es dir Spaß macht, das zu entdecken.

SPEAKER_02

Und gemeinsam, also es ist auch wieder dieser soziale Aspekt, würde ich sagen. Und also da sagst du auch noch was Wichtiges. Ich glaube, das war nämlich auch während Corona so mit dem Treiber und das spiegelt sich auch in der Zielgruppe wieder, weil die aktuelle Zielgruppe ist so irgendwie zwischen 25 und 45 oder so, die die Hauptzielgruppe für diese ganze Spielerei ist oder diese Art von Spielen. Und da ist halt viel dieses, ja, die sind halt mit diesen digitalen Medien aufgewachsen, die glotzen den ganzen Tag irgendwie in den Bildschirm rein. Und so ein manuelles Spiel ist einfach eine super Abwechslung, dass man mal nicht mehr ins Screen reinglotzt und trotzdem irgendwie unterhalten wird. Und das, was ich ja auch mit so einem Treiber.

SPEAKER_01

Ja. Und was ja die Spielehersteller trotzdem immer wieder versuchen, ich glaube, die letzten zehn Jahre vielleicht, so hybride Spiele zu machen, wo ich, und ich bin ja mitten in dieser Zielgruppe drin bin und nicht so, nein, ich habe keine Lust, jetzt noch mein Handy irgendwie wo drauf zu legen und dann auf dem Handy irgendwas zu machen. Ich will einfach nur analog, wobei man sagen muss, es gibt auch coole Spiele, die sehr davon profitieren, dass es halt eine App gibt mit einem Ansager oder so Pferderennen, so Zeug. Das ist schon cool.

SPEAKER_02

Verstehe ich voll, aber ich bin trotzdem dann zu sehr Tech-Geek, oder wenn man dazu sagt. Dass ich mir das trotzdem alles angucken will und hoffe doch, dass irgendwie doch nochmal ein Spiel kommt, wo es eine App-Unterstützung dabei ist, was richtig geil funktioniert. Und es gibt wirklich ein paar, wo das schon trotzdem Spaß macht, wenn man dann auch wieder gern in den Screen reingeklotzt.

SPEAKER_01

Was würdest du dir für die Spielebranche, die Gesellschaftsspielebranche noch wünschen?

SPEAKER_02

Jetzt in der Zukunft. Also für alle von Lage, die zuhören, ich sitze auf dem Trocknen mit Legacy-Spielen. Bitte bringt mir Legacy-Spiele. Also für alle, die sie nicht wissen, was ein Legacy-Spiel ist. Also Legacy heißt ja Erbe im Deutschen. Und Legacy-Spiele sind so meist Kampagnenspiele, man spielt das gleiche Spiel öfter und es entwickelt sich aber pro Partie irgendwie weiter. Das heißt, man schreibt was auf den Plan, man beklebt Karten, man zerreißt Karten, Regeln kommen dazu, Regeln kommen weg. Und das ist so ein Ding mit, ich glaube, dieses gesellschaftlich zusammen was machen, auf die Spitze treiben, weil man wirklich eigentlich eine feste Gruppe braucht. Das schweißt dann irgendwie auch zusammen. Also ich habe es mit mehreren Konstellationen das schon ausprobiert und irgendwie diese Konstellationen bleiben irgendwie erhalten. Also man formt da wirklich so einen härteren Kern dann. Und es gibt aber nicht so viele, weil die in der Entwicklung halt super aufwendig sind. Oder nicht die Art, die ich cool finde, nämlich nicht unbedingt kooperativ, sondern auch gegeneinander. Das wünsche ich mir, dass da noch ein paar mehr bald auf den Markt kommen. Auch wenn es ja viel Entwicklungsaufwand ist. Alles andere kann so bleiben, wie es ist. Also, du siehst keine Entwicklungen, die irgendwie in die falsche Richtung gehen. Nee, also ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich jetzt halt super viel spiele. Diese krassen Innovationen kommen nicht mehr so. Also dieses, boah, das haben wir noch nie gesehen. Das wird immer schwieriger, weil es natürlich immer so ein, ich kombiniere die Mechanik mit der und dann kommt irgendwas Neues raus, aber es fühlt sich nicht mehr ganz so frisch an. Also, aber das ist auch, glaube ich, schwierig. Und dann kommt doch wieder irgendwas. Also Innovationen, ja, sind immer willkommen, je nachdem, wie viel da noch geht. Aber sonst sehe ich da, also in meiner Wahrnehmung ist da nichts, wo ich jetzt sagen würde, oh, da ist immer ganz falsch abgebogen, das ist irgendwie nicht so gut.

SPEAKER_01

Falls jetzt jemand zuhört und vielleicht nur Monopoly und Spiel des Lebens und vielleicht noch Katan kenne und sich denke so, Mann, das hört sich eigentlich cool an. Gibt es Gefahren, auf die man aufpassen muss?

SPEAKER_02

An was denkst du da? Gefahren, das wäre. Oder also hast du irgendwas im Sinn, was da jetzt kommen könnte?

SPEAKER_01

Also ich habe keine ernsthafte Gefahr, die mir einfällt, aber wenn ich mir dein Wohnzimmer anschaue, ist das schon.

SPEAKER_02

Also es ist natürlich gefährlich. Grüße eine Freundin raus, die jetzt auch irgendwie krass angefangen hat, da einzukaufen. Spiele, wenn sie nicht klein sind, nehmen schnell viel Platz weg. Und man verfällt dann vielleicht schon dem Wahn, ganz viel zu brauchen und zu kaufen und dann, ja, braucht man den Platz halt dafür. Das stimmt, das ist schon eine Gefahr. Also, und auch wenn man dann so, das haben wir jetzt ja gar nicht besprochen, dieses ganze Thema Kickstarter. Also man kann ja auch Spiele, bevor sie auf den Markt kommen, unterstützen, weil die irgendwie, weil sie cool präsentiert werden oder sich cool anhören oder cool aussehen. Und den Kickstarter, da kann man so richtig viel Geld versenken. Also es kann auch schnell ein teures Hobby werden. Aber es gibt ja trotzdem Möglichkeiten, sich auch, also das Gute an Spielen ist ja, man kann sie auch gut ausleihen, verleihen und dann probiert man sie aus. Und wenn sie was sind, kann man sie immer noch kaufen oder man gibt sie halt wieder zurück. Also so dieses Leih-System nutzen. Aber ja, also das ist ein guter Abzweig. Es kann schnell ein platzraubendes und teures Hobby werden.

SPEAKER_01

Aber Stadtbüchereien helfen da. Oder halt einfach Freunde, wenn man in Vereinen ist. Sowas, genau. Nee, sonst fallen mir keine Gefahren ein. Ich glaube, es kommt raus, wir sind Fans. Ich mache es nicht so viel, wie ich gerne würde, weil ich auch zu viel mache. So kommt vielleicht dabei raus mit den ganzen Sachen, wo ich immer mit Leuten spreche, was ich hier gemacht habe, was ich da gemacht habe. Aber es ist schon cool. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein neues Spiel spielen kann, was Spaß macht. Und ich habe mittlerweile ja auch, also ich tue mir auch schwer, meine Spiele auszusortieren, weil ich mir auch denke, so, nee, das ist ein cooles Spiel, das würde ich gerne wieder spielen. Zu guter Letzt. Top und Flugzeug. Würde ich einfach sagen, wir machen Rapid Fire. Kurz Review von Sachen, die wir vielleicht kennen, die man vielleicht kennt, die wir nicht gut finden oder die wir schon gut finden, vielleicht mit einem kurzen Satz noch dazu. Und ich schneide es dann so zusammen, dass es einfach sehr schnell sehr schnell geht. Ich fange direkt an. Ich finde Wizard ist ein richtig langweiliges Spiel. Ich bin gar kein Fan von Wizard.

SPEAKER_02

Das hätte ich vorher sogar, das war das, was ich vorher noch überlegt hatte bei dem Hype-Spiele. Weil das finden, glaube ich, auch, kennen relativ viele und finden relativ viele gut. Und so schlimm, wie du es jetzt findest, finde ich es glaube ich gar nicht.

SPEAKER_01

Es ist nicht schlimm, aber es ist so, es ist halt so wie Katan. Es gibt mittlerweile so viele bessere Spiele und trotzdem spielen alle noch Katan. Und Wizard. Und Wizard.

SPEAKER_02

Immotep. Das war mal Spiel des Jahres, glaube ich, oder nominiert auf jeden Fall. Und wir sind uns alle einig, das ist so ein, also man muss irgendwie, also es geht um Ägypten und um den Pharao. Immotep, war das? Ja, glaube ich, war ein Pharao. Und man muss irgendwelche Klötzchen irgendwo holen und dann irgendwo hinschippern und dann irgendwas aufbauen. So ganz grob zusammengefasst. Und es ist einfach so, keiner von uns hat es verstanden, was da jetzt gut dran sein soll. Also es ist echt kompletter Nonsens.

SPEAKER_01

Okay. Ich werfe ins Rennen Seven Wonders Duel. Als schlechtes Spiel. Nein, als gutes Spiel. Achso, okay. Ich habe jetzt von einem schlechten Spiel gesprochen. Ja, gut. Okay. Ich dachte, wir müssen das ein bisschen durchpolieren, dass es nicht so negativ ist. Genau. Seven Wonders Duel ist eine Adaption von Seven Wonders. Seven Wonders selber ist schon ein cooles Spiel. Ist so das, was ich vorhin erzählt habe: du kannst verschiedene Strategien spielen, du hast verschiedene Völker, die du spielen, oder nicht Völker, du kannst verschiedene Wunder bauen so. Und Seven Wonders Duel ist eins von den wenigen Spielen, die wirklich als auf zwei Spiele ausgelegt sind und da auch einfach Sinn ergeben und rund sind und Spaß machen, weil ganz viele andere Spiele, die halt so mehrere Mechaniken haben, zu zweit sind, die oft einfach so ein bisschen fehlt irgendwie was.

SPEAKER_02

Da habe ich nach dem Podcast für uns noch was Cooles dabei, nämlich auch ein Zweierspiel. Das heißt Orapa oder Orapa Mine. Das ist Schiffe versenken, aber auf Acid. Also richtig, richtig geil. Wenn wir jetzt gerade bei den Zweierspielen sind. Das war so letztes Jahr mein, was ich so entdeckt habe, wo ich so dachte, geil, ist auch schön klein, kostet nicht so viel, spielt man schnell, die Regeln sind eigentlich leicht.

SPEAKER_01

Muss man sich angucken. Cool. Ich hab mehr gute Spiele, weil ich merke mir die schlechten Spiele immer nicht so.

SPEAKER_02

Ja, dann mach mal noch ein gutes und dann haue ich noch ein paar schlechte raus.

SPEAKER_01

Ich bin Fan von Dixit. Oh ja. Das ist wieder, also viel mehr Aktivität als Spiel, würde ich sagen. Aber es geht viel um, ja wobei. Es geht um Kreativität, es geht um mit Wörtern Dinge beschreiben, es funktioniert nur mit Leuten zusammen und es funktioniert besser oder schlechter, je nachdem, wie gut man sich kennt. Also weil man vielleicht manchmal denkt, man kennt jemanden gut und dann weiß man ganz klar, was er macht. Es geht darum, du hast ganz viele sehr kreativ gestaltete Bilder. Und dann sagt eine Person etwas, was sie auf ihrem Bild sieht, möglichst kryptisch, aber doch so, dass man es erkennen könnte. Und jeder legt dann aus seinen Bildern, die er hat, ein Bild dazu. Und am Schluss geht es dann darum, herauszufinden, was ist jetzt das Originalbild. Und das kann man sehr auf die Spitze treiben, wenn man einfach um mehrere Ecken denkt und dann aber jemand da drauf kommt.

SPEAKER_02

Das macht sehr viel Spaß. Und von der Mechanik gibt es mittlerweile aber auch sehr viele Abwandlungen. Das heißt, wenn einem Dicksit, das ist halt die Base, oder die Version, die es erfunden hat, wenn einem das zu basic ist, dann kann ich empfehlen, Detective Club, das geht in eine ähnliche Richtung, nur dass noch so eine Verräterkomponente mit reinkommt. Oder Mysterium, das ist dann, wo so eine kooperative Komponente mit reinkommt, weil einer ein Geist spielt und eben diese Ansagen macht. Aber gleiches Spielprinzip und das Spielprinzip an sich ist schon sehr tauglich für viele Gruppierungen, würde ich sagen. Sowohl für die Familie, aber als auch für die Hardcore-Gamer, wenn es irgendwie so eine Special-Abwandlung davon ist. Ich bringe mal noch ein schlechtes oder aus meiner Wahrnehmung schlechtes Beispiel. Ich glaube, viele finden das Spiel richtig geil. Ich hasse es, weil meine erste Partie hat irgendwie acht oder neun Stunden gedauert und es war einfach so Mage Night heißt das. Das ist so ein Riesendingklopper. Man hat irgendwie, ich habe schon wieder verdrängt, aber ich glaube, man hat irgendwelche Krieger, die durch irgendeine Landschaft stiefeln und dann muss man irgendwas bekämpfen. Die Spieldauer hat es mir komplett kaputt gemacht. Obwohl es irgendwie Rang 3 oder so auf dieser internationalen Hardcore-Database von Spielen war, die sich Board Game Geek nennt. Ja, also werde ich nie wieder spielen.

SPEAKER_01

Ich schaue auch nur noch kurz, ich würde eigentlich auch noch gerne ein paar schlechte Spiele sagen, wo ich kein Fan bin. Ich habe nicht so mega viel gespielt, aber trotzdem halte ich natürlich viel von meiner Meinung.

SPEAKER_02

Klar. Natürlich. Dann bringe ich mal noch ein gutes Spiel, was ich jetzt erst vor kurzem kennengelernt habe. Das ist auch eine Form von Deduktionsspiel. Also man will eine Information herausfinden. Das geht super schnell. Leider nur zu viert. Ich würde mir wünschen, dass es zu Märd geht. Das heißt, Got Five ist noch relativ neu. Man stellt bei seinen Gegenübern eine Zahlenreihe auf. Das sind so Kunststoffmarkerplättchen mit den Zahlen 1 bis 60. Jeder bekommt fünf unterschiedliche farbige Zahlen. Und so eine Skala, also jede Zahl hat eine Farbe und man muss dann mit Fragen und Einordnen durch die anderen herausfinden, welche Zahlen man vor sich stehen hat. Und das ist super schnell gespielt. Aber irgendwie richtig geil. Cool. Dominion muss man auch nochmal erwähnen.

SPEAKER_01

Ich wollte auch Dominion noch erwähnen. Aber mach du vorhin schon mal erwähnen. Okay. Dominion ist ein Deckbuilder. Ich bin sowieso ein Deckbuilder-Fan, generell, weil es einfach ganz viele Möglichkeiten bietet. Und Dominion hat mittlerweile so viele Erweiterungen. Also es gibt, ich glaube, ein oder, nee, zwei oder drei verschiedene Base-Games, wo du alles brauchst, was du, äh, wo du alles hast, was du brauchst, um einfach losspielen zu können. Du kannst es mit zwei bis fünf Spielern spielen oder zwei bis vier Spielern, ich weiß es nicht genau. Ich habe nur vier, oder? Und es hat aber einen enormen Widerspielwert. Man kann es so spielen, dass man quasi keine Aggression hat. Also man kann sich nicht gegenseitig schaden, man kann aber auch so spielen, dass man das tun kann. Man kann sich sehr genau aussuchen, wie man spielen möchte. Es gibt auch ganz viele Vorlagen, also man muss sich nicht selber sich das überlegen. Und es ist wirklich von man spielt nur gegeneinander bis hin zu einem Zug dauert fünf Minuten, weil du jedes Mal dein ganzes Deck durchspielst, ist wirklich alles drin. Ich glaube, David hat es mittlerweile tot gespielt, aber er hat trotzdem noch einen Koffer mit allen Karten drin, den er mir ausleiht. Weil ich, genau, es ist einfach, ich habe da immer wieder Bock drauf. Das ist wirklich ein Spiel, wenn man Bock hat auf so ein bisschen Strategie und Miteinander spielen und sein eigenes Ding bauen, aber vielleicht auch manchmal dem anderen so ein bisschen an Karren fahren. Es ist wirklich ein richtig, richtig gutes Spiel dafür. Und man kommt mit einem Pack einfach ganz weit. Man kann ganz viele verschiedene Sachen spielen.

SPEAKER_02

Ja, also wenn man Trading-Card ein bisschen mag, aber kein Trading-Card anfangen will, dann ist Dominion ganz gut, weil man Trading-Cardet sich für ein Spiel was zusammen. Dann, ich bin natürlich jetzt hier, weil ich so tief im Game drin bin, bringe ich noch so ein wahrscheinlich eher unbekannteres Ding. Aber es ist so, immer noch so geil, das ist Galaxy Trucker für die Sci-Fi-Fans. Das ist von der Story schon so geil und es ist spielerisch aber auch so geil. Man baut sich aus Schrottteilen in, also es sind zwei Phasen in dem Spiel, man baut sich aus Schrottteilen in der ersten Phase auf Zeitdruck möglichst schnell ein Raumschiff zusammen. Das ist halt komplett zusammengeflickt und dann fliegt es mal besser, mal schlechter. Und in der zweiten Phase vom Spiel muss man mit diesem Raumschiff einen Flug absolvieren und manchmal kommt man an, manchmal wird man von Meteoriten komplett zerlöchert und kommt nicht an. Es ist thematisch so geil, es ist spielerisch so geil. Wenn ihr die Chance habt, spielt eine Runde Galaxy Trucker. Es ist geil.

SPEAKER_01

Ich kann noch einen, das ist sehr subjektiv. Also, ich ha, also ich finde so Koop-Kampfspiele einfach super ätzend. Also so Pandemik und alles, was so in die Richtung geht, wo du, also Pandemik ist halt, du bist eine Gruppe und musst gegen Zombies kämpfen. Dass ihr nicht Zombie-Seid? Was ist Pandemik? Du bist eine Gruppe und musst gegen Viren kämpfen. Ah, okay, Entschuldigung, ja, ja, genau. Also, genau, und das finde ich einfach.

SPEAKER_02

Das hat halt das Problem, je nachdem, in welcher Konstellation du spielst, wenn du jemand dabei hast, der so der Anführer ist und die Ansagen droppt, dann zieht er mit oder dann zieht der dich mit, aber du hast eigentlich nichts zu melden und das ist bei vielen kooperativen Spielen mein Problem, was nicht gut funktioniert.

SPEAKER_01

Also ich bin gar kein Fan von kooperativen Spielen. Ich habe jetzt am Wochenende, da war so eine Spielemesse, wo ich war, da habe ich ein cooles kooperatives Spiel gespielt. The Loop heißt das Spiel. Genau, das fand ich cool, aber da kämpft man auch nicht einfach nur stumpf, sondern es ist noch so ein bisschen Takt. Also genau, aber ich, genau, ich bin kein Fan von Korbspielen. Also ich würde jedes Mal ein Nicht-Korb-Spieler einem Korb-Spiel vorziehen. Ja, ist bei mir den meisten Fällen auch so.

SPEAKER_02

Aber jetzt, wo du diese kleine Spielemesse noch erwähnst, da habe ich noch ein weiteres Spiel entdeckt, was richtig witzig ist. Das heißt Hotstreak. Sag nochmal Hotstreak. Hotstreak. Hotstreak. Also das heißt Hotstreak. Das ist so ein Wettrennspiel, aber eigentlich für Familien. Und zwar sind vier Maskottchen. Die Schachtel ist schon richtig geil, wenn man diesen Rennplan aus dieser Schachtel, wie so ein Teppich rauszieht und wieder reindrehen kann. Also ist auch richtig gut gemacht. Und man wette darauf, welches Maskottchen gewinnt mit Wettscheinen. Das Problem ist aber so ein bisschen, also die Maskottchen werden dann mit Karten gesteuert und man hat schon so ein bisschen eine Idee, wie sie sich bewegen, weil ein paar Karten offen da sind. Aber alle spielen noch Karten rein und können manipulieren, wie sich die bewegen. Und dann laufen sie halt entweder zwei Felder vor oder sie stolpern oder sie drehen sich in eine andere Richtung und es wird so chaotisch. Das lebt so ein bisschen davon, dass man das dann zelebriert, wie die dann rennen und man sie anfeuert. Und wir haben auf dieser Messe immer alles zusammengeschrien und die angefeuert. Aber es ist so witzig, kurzweilig. Leider ein bisschen teuer mit den Figuren, kostet irgendwie 40, 60 Euro. Aber das kann man sich auch mal angucken, wenn man eine Gelegenheit hat. Das ist sehr witzig.

SPEAKER_01

Ich fand's auch cool. Wir haben es aber halt nachts um neun oder so gespielt. Da war mit Anfeuern war nicht mehr so viel los. Genau. Und wenn wir da schon sind, ich finde auch das eine Spiel, was ich vorhin erwähnt habe, dieses Pferderennspiel, wie. Ready, Set, Bad. Ready, Set Bad. Das ist auch cool. Das macht wirklich Gaudi. Und wo wir schon bei so Gimmick-Spielen, also Gimmick-Spiel hört sich ein bisschen böse an, aber es ist kein Gimmick-Spiel, da musst du mir helfen. Rums heißt das. Rums.

SPEAKER_02

Das ist eigentlich auch so ein Familienspiel. Jeder hat Würfel und da sind verschiedene Gnome, Könige, Ritter und so weiter drauf. Und dann kann jeder für sich mit diesen Würfeln sein Königreich, whatever, Armee aufbauen. Und Ziel ist aber, es ist so ein Schnipsspiel. Man schnips die Würfel dann rüber zum Gegner, versucht die gegnerischen Würfel, slash Armeen irgendwie wegzuschnipsen. Und je nachdem, wie die Würfel dann landen, passiert noch irgendwie was oder halt auch nicht. Eigentlich ist es ein Kinderspiel, aber es ist trotzdem super witzig. So, liebe Leute, ist schon vorbei. Ich könnte auch ewig. Also, da bin ich im Thema, da könnte ich doch ewig quatschen. Ja, dann erzähl noch was. Okay. Stell mir die Frage. Okay. Ich brauche eine Frage, um ewig zu quatschen zu können.

SPEAKER_01

Gut, David, bevor wir zum Schluss kommen, was sind deine besten und schlimmsten Brettspielgeschichten oder lustigsten?

SPEAKER_02

Muss ich erstmal überlegen. Also die schlimmste habe ich zu halb schon erwähnt, das war diese eine Partie von diesem Mage-Night. Oder es gab zwei Partien von Spielen, die einfach viel zu lange gedauert haben, die für mich jetzt auch das Limit an, wie lange darf ein Spiel für mich gehen, gesetzt haben. Es ist so irgendwas zwischen vier und fünf Stunden, ist noch okay. Aber sobald es irgendwie sechs, sieben, acht, neun Stunden ein Spiel dauert, denke ich mir so, nee, das ist also so gut kann das Spiel gar nicht sein. Und da gab es halt zwei, die auf so Brettspielhütten irgendwie waren und das, ja, würde ich sagen, es ist so die schlimmste Erinnerung. Andererseits sind diese Brettspielhütten und diese Freizeiten, glaube ich, aber auch die schönste Erinnerung, weil da habe ich so viele coole Leute kennengelernt und also es entstehen da Freundschaften und sich daran zurückzuerinnern, wie die Sommer so waren und wie sie immer wieder werden, weil es ist ein regelmäßiges Ding, das ist schon cool. Und ist auch wieder dieses gesellschaftliche Ding, man kommt zusammen, man macht gemeinsam was, aber halt dann, A, weil es im Sommer ist und die Sonne scheint und B, weil es dann eben dieses Hobby dort ist, das ist schon sehr schön. Das ist nichts super spezifisches, aber ja, global schön.

SPEAKER_01

Ich habe noch eine lustige Geschichte. Okay. Oder eine lustige Geschichte, eine, eine, eine. Fabian Trivia-Geschichte. Okay. Wir spielen bei uns an Heiligabend ein Bescherungsspiel. Das haben wir irgendwann angefangen, als ich sechs war oder so, das heißt, meine Schwester war drei, vier, drei, piwapo. Damit die Bescherung länger dauert, damit man nicht sagt, so, du hast hier deine fünf Geschenke oder sieben Geschenke oder ein Geschenk, wenn du nicht Atem hast. Nee, du hast dir deine paar Geschenke, die werden aufgerissen und dann ist vorbei. Und da habe ich dann gesagt, okay, dann machen wir jetzt Bescherungsspiel. Also so ist es in meinem Kopf, vielleicht Mama kann mir widersprechen. Aber wir haben gesagt, okay, wir machen ein Bescherungsspiel und wir haben damals Sagaland gespielt. Das ist so ein Spiel, wo du rumläufst und quasi zwei Paare finden musst und du schaust so Bäume um und also du hebst immer Bäume hoch und guckst drauf. Und dann habe ich angefangen zu basteln mit meinen fünf, sechs, I don't know. Und habe quasi unten drauf gemacht: einmal darf man was Süßes essen, dann wird gesungen und dann darf man ein Geschenk auspacken oder so. Und dann waren wir quasi da gesessen und haben immer Sagerland gespielt, haben quasi geschaut, okay, jetzt ist das. Und das hat sich entwickelt. Irgendwann habe ich mein eigenes Weihnachtsbescherungsspiel gemacht. Und das war auch ein Weg dahin, kreativ zu werden. Weil ich dann gesagt habe, okay, ich finde Spiele cool. Natürlich Sagerland ist jetzt nicht so viel, aber ich habe mich dann da irgendwie daran orientiert oder an so an diesem Schlangenspiel mit diesen Leitern, wo du einfach auch nur würfelst und halt Glück hast und hoch und runter kommst und so. Und da habe ich aber meine ersten eigenen Spiele entwickelt und dann später ging es irgendwann mit Computerspielen, Modden weiter und so. Aber das hat tatsächlich bei mir hat so dieses Spielen dazu geführt, dass ich mich dafür interessiere, Dinge selber zu machen, weil ich mir denke, hey, das Spiel ist cool, ich will das selber mal ausprobieren. Und jetzt habe ich studiert und bin Projektmanager geworden, aber das ist egal. Ich habe zumindest was Kreatives studiert. Dadurch, dass ich früher Spiele gespielt habe und dann gesagt habe, ah, das mache ich jetzt auch mal.

SPEAKER_02

Ja, Kreativität steigert es. Auf jeden Fall. Es gibt noch eine weitere Geschichte, an die ich mich erinnere, die man erwähnen kann, wenn es um schöne Erinnerungen geht. Ich habe so ein paar Kumpels von früher, die spielen auch, also die meisten spielen sehr gern, manche so ein bisschen. Und irgendwann war es so Tradition, dass wir uns halt im Silvester. Silvester war so saufen und lang aufbleiben und so und irgendwann hat es so ein bisschen, sind wir gefühlt zu früh Rentner geworden. Und es gab ein Silvester, da haben wir dann einfach echt die ganze Zeit Raclette gegessen und dann gespielt und mit Raclette gegessen und gespielt und richtig viel gespielt. Und irgendwann mal so, ja, es ist ja quasi zwölf Uhr, dann haben wir so kurz mal aus dem Fenster rausgeguckt, also wirklich kurz zwei Minuten oder so, und dann haben wir uns wieder an den Tisch gesetzt und weitergezogen, das ist das Ach, es war einfach auch sehr schön.

SPEAKER_01

Nice. Also liebe Eltern, wenn ihr wollt, dass eure Kinder nicht saufen nicht saufen, kreativ werden, gute Reaktionen haben und sowas. Spielt mit ihnen Brettspiele. Sehr früh am Anfang.

SPEAKER_02

Einfach mit an den Tisch setzen, genau. Gucken lassen, mal ein bisschen in die Karten greifen lassen, ein bisschen die Würfel greifen lassen und dann geht es schon ganz selber.

SPEAKER_01

Genau. Ansonsten alle anderen, die noch keine Eltern sind, auch große Empfehlung. Spielt Gesellschaftsspiele, spielt Brettspiele, lasst euch inspirieren von uns. Solange ihr noch keine Eltern seid, habt ihr nämlich Zeit dafür. Genau, richtig. Schreibt eure Lieblingsspiele, eure Spieleempfehlungen in die Kommentare. Ich warte ja drauf, dass irgendwann das losgeht, dass Leute in die Kommentare schreiben. Bis jetzt ist eher so mau. Danke an alle, die Kommentare geschrieben haben. Aber es ist überschaubar, ist aber auch okay. Und eine letzte Frage. Ja. Wo kaufe ich Spiele, wenn ich tatsächlich was kaufe?

SPEAKER_02

Oh, ja, ja. Also der beste Tipp ist natürlich, entweder für die Oldschool-Leute auf den Flohmarkt gehen, da gibt es nämlich öfter. Ja, na, wobei, nee, eigentlich, eigentlich sind da immer nur die alten Spiele des Jahres, die keiner mehr will. Guter Tipp ist Kleinanzeigen. Weil da findet man viel und zu fairen Preisen. Und wenn man das neue haben will, dann eine sehr gute Seite ist Brettspielangebote.de. Nicht gesponsert, aber es ist einfach eine gute Seite, ist ein Du, der das macht. Das ist wie so ein Check24 oder VeriVox-Preisvergleich für Seiten, die Brettspiele verkaufen. Und da gibt es immer so Bestpreis und Entwicklung und ja, eine sehr gute Seite, um den Bestpreis an Brettspielen zu bekommen. Und nicht bei Amazon. Ich droppe viel zu viele Namen. Und nicht bei Amazon Chef Bezos das Geld in den Arsch zu blasen. So. So. Ich glaube, das ist übersteuert. So. So.

SPEAKER_01

David, vielen Dank für deine Zeit. Thanks for having me here. Genau. Wenn ihr noch mehr Brettspiele, Tipps und Diskussionen und sonst irgendwas haben wollt, zum einen natürlich, wie Siedler nur anders, gibt keine neuen Folgen mehr. Ja, vielleicht kommen bald mal wieder welche.

SPEAKER_02

Und das ist auf jeden Fall sehr gut, weil wir mit dem Podcast sehr allgemein waren. Das heißt, wir beleuchten so irgendwie alles um das Hobby. Das heißt, wenn man noch nicht so tief drin ist und sich so ein bisschen das Scheißgelaber antun möchte, dann ist man da, glaube ich, ganz gut aufgehoben.

SPEAKER_01

Sehr gut. Und ansonsten der andere Podcast, den du. Kannst du den empfehlen?

SPEAKER_02

Wenn man auf den Humor steht, ist der schon empfehlenswert, ja. Miepelporn heißt der. Eigentlich ohne Vokabeln. Porn oder Porn? Also MPP. Nee, ohne die Vokabeln. War schon Porn, aber P-R-N ist nur geschrieben. Porn. Mipelporn.

SPEAKER_01

Mipelporn. Okay, ihr werdet das findet, man. Kugel ist euer Freund. Ansonsten viel Spaß beim Spielen. Alle, die sich jetzt hinsetzen und spielen. Wie heißt das? Inspiriert fühlen? Inspiriert fühlen. So. Es ist spät. Wir spielen jetzt noch dein komisches Zweierspiel. Nix komisch, das ist sehr gut. Du hast das kaufen. Alles klar. Und wir hören uns das nächste Mal. Mach's gut. Tschüss.