Stammtisch MAMA
Der Podcast für Echte Geschichten. Tiefe Fragen. Bewusst Eltern sein.
Hier wird’s ehrlich, laut, leise, chaotisch – so wie das Leben mit Kindern eben ist. In Gesprächen mit anderen Mamas und Papas, die sich aufgemacht haben, ihren ganz eigenen Weg zu gehen und in ehrlichen Solo-Folgen lade ich dich ein, mit mir zu erforschen: Was passiert, wenn wir uns selbst wirklich begegnen – und dadurch unseren Kindern die Freiheit schenken, ganz sie selbst zu sein: echt, präsent und aus ihrem Herzen heraus zu leben? Setz dich mit uns an den Tisch und begleite uns auf dieser Reise. Wir sind nicht alleine.
Alles Liebe
Andrea Stutz
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Stammtisch MAMA
Lydia - Folge 10
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In diesem Podcast spreche ich mit Lydia, Mama von zwei Kindern, Freidenkerin und eine Frau, die ihren ganz eigenen Weg geht. Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie ohne Schule und ohne Impfungen, aus tiefster Überzeugung für Freiheit, Selbstbestimmung und ein bewusstes Familienleben.
Lydia nimmt uns mit in ihren Alltag in Italien, erzählt von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und den vielen Momenten, die sie auf diesem ungewöhnlichen Weg geprägt haben. Von ihren Anfängen in Berlin bis hin zu einem komplett neuen Lebensabschnitt, geprägt von Reisen, Experimenten und dem Vertrauen ins Leben.
Wie lernen Kinder ohne Schule? Wie fühlt es sich an, gegen gesellschaftliche Erwartungen zu gehen? Und was bedeutet Freiheit wirklich, für sich selbst und für die eigene Familie?
Dieser Podcast ist eine ehrliche, persönliche Reise. Eine Einladung, Perspektiven zu hinterfragen, Kinder wirklich zu verstehen und den Mut zu finden, den eigenen Weg zu gehen.
Hey, hey, schön, dass du hier bist bei Stammtisch Mama. Vielleicht kennst du diese Fragen. Warum fühle ich mich als Mama manchmal leer? Warum bin ich oft so weit weg von dem, was ich mir eigentlich wünsche für mich, für meine Kinder. Hier geht es nicht um Erziehungstipps, hier geht es um dich. Um echte Eltern, die sich auf den Weg gemacht haben zu sich selbst. Lass dich berühren von tiefen Gesprächen und ehrlichen Geschichten. Weil echte Veränderung nicht im Außen beginnt, sondern in uns. Und weil du ein Vorbild bist für deine Kinder, für die Zukunft. Hey, hey, Lydie! So schön bist du hier, am Stammtisch, Mama. Und ich weiß, du bist etwas nervös, ich spüre es und ich war es auch. Es geht jetzt immer besser, genau umso mehr Gespräche ich führe, sich einfach auf etwas einzulassen, was man noch nicht genau weiß, wie es rauskommt, oder? Genau, und ich finde es mega, dass du da einfach mal ja und dich da reinstürzt und mit dabei bist. Herzlich willkommen.
SPEAKER_00Das ist auch mein erster Podcast, zu dem ich eingeladen wurde außerhalb meiner Familie. Denn mein Mann hat mich schon einmal zum Podcast im Sommer eingeladen. Da haben wir uns an unserem Jahrestag uns eine halbe Stunde hingesetzt. Und genau, also ich bin total aufgeregt. Ich habe mir auch ein bisschen was vorbereitet und freue mich sehr.
SPEAKER_01Super. Und genau, die Nervosität darf ja mitkommen, die darf mit dabei sein, weil genau so, genau, genau so geht es dann nämlich weiter und es kann dir unglaublich Kraft geben dadurch. Noch zu Lyddi. Sie ist Mama ohne Schulalltag. Und ich bin so etwas von gespannt, was sie uns erzählt, weil ich mich schon in the last year so intensive with this thing ause. And by me in this, so it is, when man ohne Schule den Alltag bestreitet, it is was ganz and Liddy, sag mal, wo wohnst du heute? Wer bist du? Deine Familie, wie viele Kinder? Beschreib mal.
SPEAKER_00Ja, ich bin, wie du sagst, genau, Mama ohne Schulalltag, geboren in Berlin und auch als Mama zurückgekommen nach Berlin. Also meine Tochter war dann ein Jahr alt und wir konnten uns dort eine gute Community aufbauen, haben immer gleichgesinnte Menschen um uns gehabt. Also ich muss dazu sagen, dass wir auch etwas alternativer leben. Also wir wünschen uns auch gewaltfreie Kommunikation, zum Beispiel auch von den Großeltern natürlich oder anderen Familienmitgliedern. Damit sind wir schon mal irgendwie anders. Dann haben wir ohne Kindergarten gelebt, wie gesagt, auch immer. Und in Berlin, oder? In Berlin, mitten in Berlin, Schlaraffenland, man kann, also wir haben so viele Menschen getroffen und es haben sich so tolle Freundschaften auch entwickelt, die auch bis heute noch bestehen tatsächlich. Ich hatte damals, das ist etwas, was ich auch jedem empfehle, der sich alleine fühlt. Ich mag Facebook sehr gerne, was Gruppen betrifft. Und in Facebook hatte ich damals in einer Gruppe, die nennt sich Wir impfen nicht. Und ich brauchte halt auf jeden Fall Menschen um mich herum, vor allem was dieses Thema betrifft, damit ich mich stärken kann in meinem Urvertrauen. Und genau, und das war ganz einfach natürlich, Menschen in Berlin zu finden, auch direkt in der Nähe. Also wir haben uns immer gut getroffen und ja, dann kam ja der Wendepunkt, Schulpflicht. Was machen wir jetzt? Wir haben Jahre vorher schon immer schon darüber nachgedacht. Wir dachten erst, wir gehen nach Peru, dann dachte ich, oder wir auch vielleicht nach Paraguay zu gehen. Dort lebt me, oder lebte mein Onkel, er ist leider verstorben dieses Jahr dort. Aber ja, es würde uns jetzt nicht aufhalten, vielleicht auch trotzdem dort mal zu leben. Und genau, hingezogen hat es uns dann, weil wir halt einfach auch kein festes Einkommen hatten nach Spanien. Dort sind wir in eine Gemeinschaft gezogen, weil ja die Schulpflicht dann gerufen hat. Und wir haben uns einfach abgemeldet und sind gegangen. Und genau, haben uns dann dort ein Leben aufgebaut, erstmal entschleunigt, als Familie zusammengekommen. Mein Mann, der war von Montag bis Freitag natürlich immer arbeiten. Er ging, wir sind morgens aufgestanden, er war weg, er kam abends nach Hause, hatte noch zwei, drei Stunden höchstens mit den Kindern und dann halt nur das Wochenende. Ja, genau. Also haben wir dann erstmal als Familie auch richtig zusammengefunden und das auch total genossen. Wie alt ist deine Tochter? Meine Tochter, die ist jetzt gerade neun Jahre alt geworden. Und mein Sohn, der wird sieben. Und bestimmt ist es interessant, auch zu erfahren, ob die Kinder schon lesen lernen und schreiben lernen. Und da kann ich einfach sagen, ja, sie tun es. Ich wunder, oder? Ja. Also es geht ja schon im Kindergartenalter los. Die Kinder wollen natürlich ihren Namen schreiben. Und jetzt kommt gerade mein Mann. Ja, die Arbeit ist vorbei. Mein Sohn ist ein bisschen erkältet. Der hatte gestern schon immer gesagt, so mein Hals tut weh. Und jetzt hat sie noch mehr getroffen. Ja. Jetzt hat sie gesagt, dafür dann. Wenn es denn schlimmer wird, dann kommen sie wieder hoch und dann können sie da was gucken. Und mein Mann ist jetzt auch ein Glück mit dabei. Das gibt mir natürlich auch. Ja, genau, dann weißt du genau. Du hast den Raum für dich, genau. Also meine Tochter, die ist jetzt unten geblieben, die hat jetzt einen Werkzeugkoffer und die arbeitet damit. Guckt jetzt, was sie machen kann mit ihrem. Nee, du gehst wieder darüber. Du kommst jetzt hier nicht mit aufpassen. So, jetzt ist es gut. Jetzt ist perfekt, jetzt sind die Hunde auch weg, jetzt kann ich gleich losgebellt werden wieder.
SPEAKER_01Genau, sehr gut. So, okay, ja, wo waren wir jetzt? Wir waren noch beim Alter der Kinder. Und wir waren auch in Ulmanien, oder?
SPEAKER_00Mit dem Lesen-Lernen.
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Genau. Also, genau, es ist ja das natürliche, oder es ist ein natürlicher Prozess, auch lesen lernen zu wollen. So, das wollen wir, weil wir sind Menschen und Menschen sind Macher. Wir wollen was erschaffen und wir orientieren uns an Älteren, wir gucken uns das ab und wir wollen halt einfach lernen. Und in einer Welt, die aus Buchstaben und Sprache besteht, wollen wir das einfach. Und ich denke mir, warum soll lesen und schreiben lernen so schwer sein, wenn wir lernen können zu sprechen? Wir erlernen einfach die Sprache und erweitern uns stetig, so egal wie alt wir sind. Und da ist mein Ansatz auf jeden Fall. Das ist das Logische und es passiert einfach. Und ich sehe es jetzt und für mich war es auch echt ein Meilenstein oder für mich, mir ist wie so eine Last runtergefallen, weil der gesellschaftliche Druck trotzdem auf mir lag. Unbewusst natürlich, weil ich möchte das ja auch erleben und auch teilen und zeigen, dass es funktioniert. Und dann war halt dieser Moment da gewesen, wo sie wirklich Interesse und auch tatsächlich wirklich so mit sechs, sieben Jahren, dass sie dann wirklich das auch schreiben wollte. Also dass sie sagt, ich möchte auch mal und nicht nur meinen Namen. Genau. Und so kommt einfach immer mehr.
SPEAKER_01Mega cool. Ja, genau. Du bist ja selbst wahrscheinlich auch in die Schule gegangen, oder? Genau, und hast eben noch wahrscheinlich diese Muster. Und kennst du es ja auch nur so, oder? Genau, dass man dann eben mal schaut, wie kommt es wirklich raus, weil man es gar nicht anders kennt, oder?
SPEAKER_00Genau. Es ist einfach eine gewisse Konditionierung, die ja auf uns liegt, wie unsere Eltern uns mitgegeben haben und der gesellschaftliche Druck, finde ich, ist auch enorm. Also man merkt schon auch einen Unterschied von Menschen, die, wenn sie eine Weile lang, ich sag mal, wir leben als Familie zusammen und sind die ganze Zeit mit uns im Einklang, wir können in Ruhe leben. Und plötzlich ist einer wieder draußen und muss jetzt zum Beispiel im Alltag funktionieren und das in der Gesellschaft. Also ich sage jetzt einfach mal zum Beispiel mein Mann, der dann wieder zur Arbeit geht und dann mit diesen Menschen den ganzen Tag rumhängt. Man merkt es. Oder auch ein Beispiel, mein Mann, der konnte mir am Abend sagen, mit welcher Freundin ich mich getroffen habe. An der Art, wie ich geredet habe. Ich finde, das ist ein gutes Beispiel. Er konnte mir sagen, heute warst du wieder mit der Freundin, ne? Ich höre das.
SPEAKER_01Mega achtsam, genau. Ich glaube, das kommt auch von eurem Leben, oder? Weil die meisten nehmen solche Dinge gar nicht mehr wahr, oder?
SPEAKER_00Ich denke auch, ja. Die zeigen sich ja immer. Ich denke auch, das macht ganz, ganz viel aus, ja. Ja, auf jeden Fall. Also ich möchte auch gar nicht mehr irgendwo leben, wo so viele Menschen hektisch umherrennen. Also ich bin schon richtig froh, wie wir es hier haben, dass wir so einfach die Natur, die zwingt einen, man kann es nicht umgehen. Die zwingt einen zu entschleunigen.
SPEAKER_01Ja, mega cool. Du hast ja gesagt, eben, ihr wart in Spanien. Jetzt seid ihr ja woanders.
unknownGenau.
SPEAKER_01Magst du berichten?
SPEAKER_00Ja? Ich bin in Italien, also wir sind nach Spanien ausgewandert 2023, noch im Sommer, und haben dort eine komische Erfahrung gemacht. Aber ich habe jetzt schon öfter gehört von Menschen, die in verschiedenen Gemeinschaften waren, auch von solch komischen Erfahrungen, einfach individuell, es war auf jeden Fall nicht unseres. Und wir sind dann tatsächlich auch nochmal innerhalb Spaniens umgezogen nach zehn Wochen und haben dann bei jemandem gelebt, was denn für uns, das ist total witzig, weil zuerst waren es so zu viele Menschen, die die ganze Zeit immer was miteinander machen wollten. Und das ist nicht so unseres. Also wir wollen halt als Familie sein, aber auch frei einfach das entstehen lassen und nicht so immer Termine machen, so das wird dann gemacht, das wird dann gemacht, sondern das soll frei entstehen. Und dann waren wir ja bei jemandem, der halt dann alleine war. Und das war uns dann auch, das war gefühlt ähnlich, weil ja halt auch was gemeinschaftlich gemacht werden wollte. Und genau, und so hat es uns dann nochmal zum Umziehen auch gezwungen letztlich. Dann sind wir noch ein drittes Mal in Spanien umgezogen. Und dort ist jetzt auch unser Wohnwagen, da ist alles. Da wollten wir nach dem Herbst im Sommer wieder hin, weil wir nämlich im Sommer immer nach Deutschland reisen. Bei uns ist es halt auch ganz speziell unser Fall. Mein Mann ist immer noch in Deutschland gemeldet. Der ist seit 2023 in unbezahlter Elternzeit und bekommt keinen Lohn. Aber er ist halt noch gemeldet bei der Arbeit. Und wenn man Elternzeit hat, dann darf man auch Teilzeit arbeiten. Und genau, das hat er dann im Sommer über gemacht, dass wir halt so ein bisschen wieder so unseren Topf auffüllen konnten. Und dann fahren wir im Herbst wieder zurück. Und das ist diesmal passiert, dass wir nach Italien gegangen sind, weil Freunde, die wir in Spanien kennengelernt haben, witzigerweise nachdem sie in dieser Community waren, in der wir ein Jahr zuvor waren. Und die haben die gleiche Erfahrung gemacht, and dadurch haben wir uns gefunden. Das ist so cool, die Story. Und die haben es geschafft, uns nach Italien zu holen. Und jetzt sind wir hier in Italien, genau.
SPEAKER_01Mega cool. Ich finde das so faszinierend, wenn du sprichst, wie ihr einfach auf Dinge reagiert, die sich im Außen zeigen meistens, oder? Und dann was verändert. Man könnte ja da auch irgendwie, keine Ahnung, Augen zu und durch wird schon und passt schon, oder?
SPEAKER_00Weißt du, was ich meine? Ich finde, man kann sehr sagen, dass wir ziemlich tolle im Jetzt leben dürfen. Alleine schon ohne den Schulalltag können wir jeden Tag gestalten, wie wir es wollen. Ist jemand krank, fühlt sich jemand unwohl, wir müssen uns nirgendwo abmelden. Wir dürfen einfach sein. Und ich glaube auch, also mein Mann, der sagte vor ein paar Monaten, sagte der mal zu mir, ich würde so gerne mir mehr jetzt vornehmen, mich dem hinzugeben, was du fühlst, wo das dich hintreibt. Ich möchte mich mittreiben lassen, weil ich einfach spüre, dass es gut ist. Dieses Urvertrau, dieses einfach Sein. Ja, und das ist es, glaube ich, auch, das Vertrauen ins Leben, das Vertrauen auch in uns und halt auch wirklich angekoppelt darin, dass ich sehe, dass meine Kinder so was krass Komplexes lernen wie Sprache. Für mich ist Schreiben und Lesenler viel einfacher, wenn ich erstmal die Sprache beherrsche. Und wenn die das können, und die lernen ja lesen, ich sehe das ja. Selbst mein Sohn, der lernt auch schon lesen und der ist ja nun mal zwei Jahre jünger als sie. Und er hat allgemein weniger Interesse dran, aber wenn es darum geht, macht er es auch gerne. Und dann will er das auch machen und er kann das auch schon richtig gut. Und er hat auch schon, als er zwei Jahre alt war, da hat er schon sechs Wortsätze gesprochen. Also er, was Sprache betrifft, war er immer sehr, sehr schnell. Interessiert wahrscheinlich auch, oder? Interessiert daran, oder? An diesem Programm. Ja, natürlich hat er auch eine große Schwester, aber ich würde das nicht als Indikator sehen dafür, dass das jüngere Kind schneller spricht. Würde ich null behaupten. Da gibt es ganz viele Familien, wo das anders war. Und meine Tochter zum Beispiel, die war drei Jahre alt, und sie hat ganz süß noch drei Wortsätze gesprochen. Drei Wortsätze. Aber sie hat sich trotzdem entwickelt. Sie hat dann auf einmal diesen Schwung gemacht und sie liest, sie hat einen wundervollen Wortschatz auch. Wir reden ja auch gerne und sind interessiert. Und wir sind ja mit denen den ganzen Tag zusammen. Natürlich haben die einen guten Wortschatz und einen großen Wortschatz.
SPEAKER_01Ja. Ja, genau. Und sie sprecht eins zu eins, oder? Miteinander, genau, nicht über Beachir Mörder so.
SPEAKER_00Sie kommt auch sehr nach mir. Man merkt schon, dass so, ich weiß nicht, hast du dich mal mit Human Design beschäftigt? Human Design weniger, aber Astrologie. Astrologie passt ja da dann auch ein bisschen zusammen. Irgendwie, Human Design setzt ja auch da an. Du kannst ja dein Design nur wissen, wenn du deine astrologischen Daten hergibst. Und sie ist halt auch ein Generator. Ich bin auch Generator. Sie ist Steinbock, ich bin Steinbock. Ich weiß gar nicht genau, welchen Aszendenten sie hat, aber ich bin auf jeden Fall Steinbock-Ascendent Steinbock. Also bei mir ist es ganz klar.
SPEAKER_01Ja. Mega, mega, ja, mega Energie. Wow. So cool. Wenn wir jetzt ganz zurückdrehen. Als du das erste Mal Mama wurdest, wie war das für dich? Weißt du? Noch sowas poppt hoch, genau jetzt.
SPEAKER_00Überwältigend auf jeden Fall. Ich war undankbar. Ich war genau 30 Jahre und drei Tage alt, als die Geburt war. Und ich war dankbar, dass ich davor schon auch aufgewacht war. Ich wusste, was ich will. Und habe in einem anthroposophischen Krankenhaus oder es heißt anthroposophische Klinik. Es heißt gar nicht Krankenhaus. Da habe ich entbunden. Und es hat mich auch sehr geprägt, ja, diese Erfahrung. Und ich war froh, als es dann vorbei war. Und ich war dankbar, dass ich Dinge einfach schon wusste, die mich nachhaltig tragen werden und mir nachhaltig helfen werden, auch was die Bindung zu meinen Kindern betrifft. Ich wusste schon, dieses Kind wird nicht in den Kindergarten mit ein Jahr gehen. Ich wusste auch um die Vorteile des Stillens, also ich habe auch lange gestillt, ich habe schwanger gestillt dann auch noch. Und ich habe auch Tandem gestillt. Ich habe zwei gleichzeitig gestillt. Und genau, also ein Zweijähriges und ein Säugling natürlich. Und den Säugling habe ich auch zu Hause geboren. Und ja, was kann ich sagen? Als ich Mama wurde, als ich Mama wurde, das hat so viel verändert in meinem Leben. Ich habe auf einmal so einen Sinn in meinem Leben gesehen und ich wollte nur noch das Beste für diesen kleinen, süßen Menschen. Und ich bin vegan geworden durch diesen klein, süßen Menschen, weil ich selber begriffen habe, ich gebe Milch, und da sind Babys, denen Milch gestohlen wird, wo ich Käse konsumieren will. Käse war das größte Thema. Käse und Butter. Und das hat auch was bewirkt bei mir. Also, dass ich das nicht mehr möchte, was nicht heißt, dass ich es nie nie mehr möchte. Das möchte ich auch noch mit angrenzend sagen, denn ich würde, wenn ich eine Ziege hätte zum Beispiel, dann würde ich die Ziege, die könnte vielleicht sogar mit in mein Haus und mit in meine Küche. Und dann könnte das sein, dass ich vielleicht diese Ziege irgendwann auch melken würde. Es könnte sein, and ich stelle dann selbst den Ziegenfrischkäse her. Das könnte sein. Das ist nicht mein Ziel im Leben, aber das könnte passieren.
SPEAKER_01Ja, genau. Du weißt ja nicht, man weiß ja nicht, was alles kommt und welche Situationen entstehen. Und wenn man jetzt schon klar irgendwie alles schließt, dann kann es sich auch, kann sich neue Möglichkeiten nicht öffnen, oder?
SPEAKER_00Auch ja, genau.
SPEAKER_01Mega, mega cool. Was war so die größte Challenge? Jetzt in deinem, was sind jetzt, wie alt ist die Älteste, genau, in deinem Mama-Alltag?
SPEAKER_00Jetzt habe ich meinen Zettel, weil da habe ich mir auch Gedanken drüber gemacht. Die größte Challenge in meinem Leben ist auf jeden Fall die Meltdowns der Kinder, die Nervenzusammenbrüche der eigenen Kinder auszuhalten und zu begleiten und auch daran zu wachsen. Tatsächlich sind es Dinge, die genau an sich einmal halt die Meltdowns zu begleiten und auch die Arbeit und die Betreuung unter einen Hut zu bekommen. Während Corona und Kindergartenfrei, Kinder waren gerade vier und zwei Jahre alt, habe ich mich zum allerersten Mal selbstständig gemacht mit einem Handwerk. Ja, sagt Gott. Ich habe Schuhe restauriert und das halt nebenbei von zu Hause aus gemacht. Und es war halt schon herausfordernd, weil ich geklebt habe, ich habe genäht, ich habe gefärbt und ich habe halt wirklich viel Arbeit auch gehabt damit. Aber es hat mir Spaß gemacht und ich habe es halt einfach auch geschafft. Trotzdem war es für mich eine Herausforderung natürlich, beides gleichzeitig zu managen und natürlich auch allgemein waren für mich eine Herausforderung der Gesellschaft zu trotzen, mein Ding zu machen. Fernab von Corona, weil es sind ja vorher schon die Dinge wie in der Öffentlichkeit zu stillen oder auch abzulehnen, wenn die Frau an der Fleischtheke im Vorbeigehen meinem Kind eine Wiener an die Hand drücken will. Oder ja, auch Dinge, die von, wenn meine Mama irgendwas gesagt hat oder auch mit meinem Papa, wo ich mir wünsche, mehr ist vielleicht, dass es halt anders läuft. Das waren halt die krassesten Herausforderungen auf jeden Fall. Und Corona natürlich auch. Aber das ist ja völlig ein anderes Thema. Aber da kann man sich ja vielleicht denken, wie ja in welche Richtung das so ging, wenn man halt auch eh gänzlich impffrei lebt und dann vielleicht auch von den Masken jetzt eher gesundheitlichen Schaden sieht als irgendeinen Vorteil. Und das ist halt schwierig gewesen, wenn man dann einkaufen geht und auch mit den Kindern mit dabei. Das war schon eine harte Zeit, ja. Das war definitiv eine Herausforderung, weil ich die Kinder ja dabei habe. Ich bin gerne einkaufen gegangen und habe gewartet, bis mein Mann abends da war. Und dann bin ich einkaufen gegangen. Ohne Kinder. Ohne Maske, ohne Kinder. Ich wurde angefeindet. Ich wurde schon im Supermarkt angefeindet mit Kindern in der Hand, wie fahrlässig ich unterwegs bin und anderen schade und so. Ja, also das ist auch passiert und aufgrund dessen habe ich es ja dann doch lieber alleine gemacht letztlich.
SPEAKER_01Logisch, genau, dass du einfach für dich einstehen konntest und genau nicht noch für alle anderen auch noch, oder? Ja. Aber cool, weil.
SPEAKER_00Was ich wirklich sehr, sehr bewundernswert fand, auch in der Zeit, ich nenne ja keinen Namen, keinen Ort direkt, aber es war auf jeden Fall bei Rewe. Ich bin bei Rewe einkaufen gegangen und das ganze Team hat mich immer super nett begleitet und da war einmal jemand, der wollte, dass ich rausgeschmissen werde und dieser jemand wurde freundlich beruhigt und gesagt, dann geh doch einfach. Das fand ich super, super cool. Ja, richtig super.
SPEAKER_01Wow, ja, schön, genau, das doch noch kann man das benennen.
SPEAKER_00Ja, Menschlichkeit war da. Ich war schon richtig. Und ich habe auch mal ein Flächchen gehalten hier und da über irgendwas, wenn es dann so war.
SPEAKER_01Würdest du jetzt sagen, rückblickend, war das ein Wendepunkt? Konntest du daraus was ziehen eigentlich, oder? Dass es wie für dich gewendet hat, dass du da noch mehr erkannt hast? Oder sagst du, ich bin froh, ist die Zeit vorbei so.
SPEAKER_00Ja, also da bin ich auf jeden Fall froh, dass die Zeit vorbei ist, genau. Wendepunkt kann ich gar nicht so genau benennen. So was mit dem Wendepunkt, da wollte ich nämlich auch noch nachfragen, genau, da wusste ich gar nicht genau.
SPEAKER_01Yeah, wenn du jetzt an Corona denkst, hat dir das auch unglaublich Kraft gegeben? Das wäre so wie ein Wendepunkt, oder? For this, what du jetzt tust and where du jetzt stehst, wo du bist, eigentlich, oder? Gleichhaltig gestärkt, auf jeden Fall. Ja, also ich würde das jetzt, so wenn ich dich wahrnehme, würde ich das jetzt sagen, aber das kannst du besser, du kennst dich und dein Leben viel, viel besser beschreiben. Dass das wie ein Wendepunkt ist, oder dass du da an diesen Momenten unglaublich viel Erfahrung gesammelt hast, eben schöne und weniger schöne Momente oder harte, auch harte Momente, dass dich das auch eben gestärkt hat, jetzt mit dem, was du auch jetzt lebst, oder auch und zeigst, teilst, das finde ich auch, es braucht schon gewissen Mut, es zu teilen, zu zeigen. Und wie du sagst, eben deine Kinder sind noch nicht irgendwie schon 15, 16 oder 17, wo man sagt, ja, schau mal, es klappt, oder? Das ist ja auch so. Man kann es zeigen oder dass alles anfassen können. Das, was du ja in dir spürst und weißt, es klappt eh, oder?
SPEAKER_00Ich denke schon, also was das betrifft, dass wenn sie dann 16, 17 Jahre alt sind, also ich hatte neulich mal nachgeschaut, ich glaube ab 15 dürften sie den Schulabschluss machen und den Schulabschluss machen sie ohne Schulbesuch und das kostet ca. 500 Euro in Deutschland wäre es jetzt der Fall. Und dann bereiten Sie sich einfach zu Hause auf die Prüfung vor, nennt sich externen Prüfung. Und dann werden Sie einen Abschluss machen, wenn Sie ihn überhaupt brauchen. Ich bin mir da ein bisschen unsicher. Ich bin mir sicher, dass Sie das schaffen, aber ich bin mir unsicher, ob sie das brauchen werden dann. Werden wir sehen, also ja, ob es dann nötig ist. Weil ich weiß, das habe ich auch in meinem Leben oft gelernt, es kommt nicht immer darauf an, was auf dem Papier steht. Es kommt oft darauf an, was du ablieferst. Und das ist einfach so. Und mir begegnen immer wieder Menschen, die einfach auch ohne Musiker, die keine Noten lesen können, zum Beispiel.
SPEAKER_01Die Musikunterricht, diesen klassischen Musikunterricht hatten, oder? Genau.
SPEAKER_00Ja, oder halt auch keine Noten lesen können, ja, eben weil sie das nicht hatten oder dann auch vergessen haben oder weil es einfach unrelevant war, vielleicht ja genau.
SPEAKER_01Braucht nicht jeder oder jeder ist gleich und geht gleich an die Sache ran, oder? Ja, genau. Wenn du jetzt nochmal, wenn wir wieder zurückspringen, zu eurem Alltag, kannst du da mal berichten, wie euer Alltag aussieht? Gibt es da Regelmäßigkeiten oder ist das von Tag zu Tag anders? Wie können wir uns das vorstellen? Die meisten können sich ja das null genau null vorstellen.
SPEAKER_00Ganz, ganz spannend, weil man kann es sich vorstellen wie ein Alltag ohne Kindergarten. Also viele Menschen kennen ja schon Kita frei. Das ist schon weiter verbreitet und es geht halt einfach weiter. Es geht einfach weiter. Es ist unterschiedlich, also bei uns ist es so, theoretisch gesehen dürften wir uns offiziell keine Freilerner nennen, weil wir Materialien zur Verfügung stellen. Also wir haben die Lesefibel, wir haben Rechen-Lernhefte, Schreibhefte, wir malen das ABC und haben halt einfach Materialien in Form von Büchern und auch Heften. Und ich finde das ganz nett, weil es mir ungeheim hilft als Mama. Wie begleite ich jetzt das Lesenlernen bei meiner Tochter? Ich lerne das jetzt ja gerade selbst auch nochmal, wie ich es vereinfacht, vielleicht sie auch unterstützen kann. Ich bringe ihr ja nichts bei, das macht sie selbst, aber ich unterstütze sie. Und da finde ich die Lesefibel, ehrlich gesagt, wirklich sehr nett. Oder generell auch der Fokus auf Silben. Dadurch, das bringt so, das macht es leichter, das ist greifbarer. Und was ich interessant finde, ist, wenn die Silben verschiedene Farben haben. Silbe für Silbe sind eine Farbe, dann kann das Kind es besser greifen. Und auch dann wird es ja auch nur noch Routine. Wir wissen, dass das Gehirn, das funktioniert, das ist so verrückt. Ich denke gerade an ein Beispiel, an einen Text, der aus Zahlen besteht, und zwar aus Zahlen, die die Buchstaben sind. Und unser Gehirn kann das trotzdem lesen. Unser Gehirn kann sogar Worte lesen, die total durcheinander sind. Richtig.
SPEAKER_01Genau, habe ich auch schon gesehen, solche Worte oder so ein geiles Beispiel.
SPEAKER_00Und genau, also das halt zu begleiten, was das jetzt betrifft. Aber man braucht sich nicht vorstellen, dass wir das jeden Tag machen oder irgendwie mehrmals die Woche, weil das kommt epochenweise. Und ich finde es halt total wichtig, dass die Kinder auch einfach spielen und sich mit dem beschäftigen, was ihnen Spaß macht. Meine Tochter, die hat sich jetzt zum Geburtstag von ihrer Oma und ihrem Opa einen Werkzeugkoffer gewünscht. Einen richtig coolen. Ich glaube, mein Mann hat nicht mal so einen coolen Werkzeugkoffer gerade. Da sind so viele tolle Sachen drin. Und genau, also sie hat jetzt gerade das Interesse daran, das passt. Eine Werkzeugkoffer, super, tolle Idee, die sie da hat. Das ist auch nichts mit Plastik, was kaputt geht. Das ist echtes Werkzeug. Und sie ist jetzt beschäftigt damit. In diesem Moment beschäftigt sie sich. Ja, und das ist wundervoll. Später wird sie mir erzählen, was sie erlebt hat und wie sie das gemacht hat. Sie ist jetzt gerade ganz alleine unten an der kleinsten Schule der Welt, die hier gerade gebaut wird, und genau, und beschäftigt sich damit. Sie ist jetzt da nicht ganz alleine, aber von uns vier, die jetzt als Familie zusammen sind, mein Mann und mein Sohn, die sind jetzt gerade im Schlafzimmer, der Sohn ist ein bisschen erkältet, genau, und wird jetzt da einfach begleitet. Die gucken sich da eine Dokumentation oder was wollten sie gucken? Irgendwas, es war was an, es war eine Serie, es war keine Dokumentation. Aber Dokumentation schauen wir halt auch sehr, sehr gerne an. Bin ich ein Fan von, wenn Fernsehen angeht, weil ich will es auch nicht verbieten komplett, dann mag ich gerne Dokumentationen wie, das ist auch Mainstream teilweise, wo wir dann auch ansetzen und sagen, da kannst du dir auch eine eigene Bildung meinen, ja, wenn, wir haben schon was gehört hier über Impfungen, wie wichtig das ist. Und da geht bei mir natürlich die Alleinheit, muss ich mein Kind mal begleitend erklären, wie das so läuft, wie das so ist, warum das so ist. Das ist schon schwierig, die wissen, dass die halt auch nicht geimpft sind. Das Thema kam auch schon auf, auch durch die Hunde haben wir auch schon das Thema gehabt, unser Hund musste geimpft werden beim Arzt. Wir sind da leider nicht drumherum gekommen, der Hund, den Strom, also das sind alles so Themen, die man dann mit begleitet. Und ansonsten, sie malt, sie, meine Tochter interessiert sich auch sehr für Zahlen. Sie hat jetzt zum Geburtstag auch so ein 1x1, so ein Rechenkästchen bekommen, sie rechnet und rechnet und es ist toll, eigentlich ist es schade, dass ich meine Kinder nicht filme und im Internet zeige. Ich hätte da wirklich, ich könnte tolle Sachen zeigen. Aber ich mache es nicht. Aber ich kann davon berichten und ich denke, dass wir später viel sehen werden von unseren Kindern. Also ich weiß jetzt schon, wenn Social Media noch aktiv ist, meine Tochter wird sich zeigen. Da bin ich mir so sicher, bei meinem Sohn weiß ich nicht, in welche Richtung sich bei ihm bewegt, aber ich glaube bei meiner Tochter, die wird dann in Mamas Fußstapfen treten und auch Influencer machen. Ja, genau.
SPEAKER_01Bleiben wir gleich beim Influencer, genau. Ich habe dich ja so kennengelernt, weil ich so begeistert war, eben von deinen Geschichten jeden Tag, also das sind ja nicht erfunden ist, sondern dieses echte Leben und deine Wege, die du gehst, oder auch deine Meinung und die nach außen trägst, hat mich sehr inspiriert, genau. Und deshalb hoffe ich jetzt, dass wir noch mehr inspirieren über diesen Podcast inspirieren, weil das darf nach außen. Und es ist noch anderes, wenn du jetzt einfach über dein Leben sprichst. Und man spürt ja mehr oder weniger, je nachdem, auch es wäre eine gute Fähigkeit für die nächsten Jahre, weil KI ja immer stärker, also größer stärker wird, wenn man das spürt, genau, dass es bei dir lebst, dass du nicht irgendwas runtersprichst, was irgendwo auswendig gelernt wurde, oder? Oder in der Theorie einfach, so könnte man das machen. Genau, und du bist ja auch nicht irgendwie das Vorbild für alle. Das ist ja nicht so, dass alle genau diesen Weg gehen müssen oder nur der der richtige ist, sondern es gibt ja einfach diese Impulse und das finde ich so wertvoll an jeder einzelnen Mama-Geschichte oder an jeder einzelnen Familie. Weil wenn man anfängt zu teilen, dann kann der andere von dir was oder von deiner Familie was nehmen und umgekehrt. Und obwohl wir vielleicht nicht denselben Alltag haben, oder? Aber das spielt eigentlich keine Rolle, genau. Weil ich spüre immer mehr so dieses Familien, also eben mit Schulsystem und so in diesem ganzen System, wie Familien, jeder ist für sich und ja, nach vorne ist alles gut und schön, oder?
SPEAKER_00Das ist halt ja wirklich die Gesellschaft klar, ja, völlig am Ende. Also nicht mal normalerweise ist es ja nicht mal gerecht, selbst wenn Mutter und Vater permanent zu Hause sind, selbst dann ist es noch nicht eigentlich artgerecht tatsächlich. Und da muss man sich mal ansehen leider, wie viele Mamis da alleine draußen sind. Ja, oder wie viele auch, also das ist für mich ist es auch ein extrem wichtiges Thema, auch dass so viele Männer keine Verantwortung übernehmen in der Familie. Also dieses Thema Mental Load, das ist ja auch ziemlich groß und es ist sehr schön, dass immer mehr Bewusstsein dafür geschaffen wird und auch immer mehr Väter das auch spüren und mehr so sich nicht da so angegriffen fühlen irgendwo, sondern das auch verstehen und fühlen und sehen und dass sie halt auch nicht helfen, sondern dass sie Verantwortung tragen. Ich brauche keine Hilfe von dir im Alltag. Ich brauche deine Verantwortung, die du mitträgst. Und für mich gehört da mit dazu, dass wir darüber reden, warum essen wir jetzt kein Fleisch. Also so, dass so diese Themen, ich meine, mein Mann hat damit angefangen bei uns. Ich war zuvor auch mal Vegetarierin, aber als wir uns kennenlernten, haben beide Fleisch gegessen. Und er wollte vier Wochen lang keins essen. Und ich so, ja, okay, gerne, bin ich dabei. Genau so, das war auf jeden Fall zum Beispiel ein Punkt oder als wir das Thema hatten bezüglich den Impfungen. Also da war ich schwanger und ich war mir so sicher, ich will nicht impfen. Aber mein Mann, der wollte impfen. Und dann dachte ich so, nee, auf keinen Fall. Also das müssen wir jetzt hier ausdiskutieren, weil ich will das auch nicht so irgendwie schleifen lassen. Und dann war es für mich halt auch ein extrem wichtiges Thema. Ich wollte eh Gleichgesinnte haben in meinem Leben. Also suche ich mir Menschen, die auch nicht impfen im besten Fall. Und genau. Und das step by step, ich fand es sehr niedlich, mein Mann hat gesagt, okay, Schatz, lass mal jetzt die Schwangerschaft genießen. Lass mal jetzt gerade nicht darüber reden, aber lass es auf jeden Fall tun. Und dann fing er selbst an. Und mein Tipp ist auf jeden Fall an Mütter, die in dieser Situation stecken, wo der Mann irgendwie nicht so redebereit ist, wenigstens es auf ein Jahr hinaus zu schieben. Denn es gibt viele Ärzte, die erst ab dem ersten Lebensjahr impfen und das wenigstens rausschieben, weil dann hat man schon mal ein Jahr mehr Zeit, um dieses Thema zu bearbeiten, dass das einfach gesehen wird. Das muss gesehen werden, da muss es einfach, du weißt, das ist so wichtig. Und genauso geht es auch um das Thema Schule, Bildung. Das ist für mich ist das wie gleichgesetzt. Also ich habe für mich, ich habe mal gesagt, jemand hat mich mal gefragt und da habe ich gesagt, für mich wäre das so, wenn jetzt mein Kind in die Schule mit Zwang gehen müsste. Das wäre so wie wenn man es jetzt vor meinen Augen impfen würde. Halb so schlimm, sagen wir mal, weil das, da ist ja nochmal dann, so Gift in den Körper und so, ist ja nochmal eine andere Sache. Aber für mich ist es ähnlich schlimm. Und deswegen, ich glaube, das, was Menschen an mir so mögen, oder so, ich bin irgendwo greifbar, nahbar und echt, weil ich teile Dinge, die andere vielleicht nicht teilen würden, weil es ihnen vielleicht peinlich wäre, ja. Und ich habe auch Dinge, wo ich auch dachte, auch die Zeit lang, die wir jetzt so vanlife gelebt haben, habe ich auch ein Thema gehabt, was mir so unangenehm war, was ich teilen wollte. And jetzt kann ich es mit dir teilen. Gut, ich habe das noch nie, ich habe das here and da, so dezent kam es mal auf, aber ich habe es noch nie so deutlich gesagt. Aber wir haben monatelang in Tüten gekackt. Ich will das jetzt einfach sagen, ja, weil ich möchte deutlich machen, wie krass dieser Drang in uns ist nach Freiheit. Wir sind ohne Einkommen ausgewandert, ja. Mein Mann hat die Elternzeit und dadurch ist er berechtigt für das Kindergeld. Solange wir uns in der EU aufhalten, und das haben wir ja, denn ohne Einkommen kannst du auch keine großen Sprünge machen. Also brauchten wir auch immer eine feste Base und lebten dann halt von dem Kindergeld, was relativ gut geht, und dann hast du hier mal einen Gelegenheitsjob und da mal einen Gelegenheitsjob und vielleicht kommen ja dann auch Kooperationen zustande. Das wäre jetzt für mich halt zukünftig, ist es ja auch total das Thema gerade. Aber ja, das haben wir getan. Und dann, jetzt passt auch, ich kann das Ganze auch nochmal toppen. Wir haben es auch noch selbst entsorgt, weil wir keine Müllabfuhr hatten.
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Ja, und jetzt, wo das Leben vorbei ist, wo diese Zeit vorbei ist, kann ich es so gerne teilen, weil es ist einfach vorbei. Und jetzt, ja, und ihr habt es geschafft.
SPEAKER_01Ihr habt es geschafft, oder?
SPEAKER_00Ja, wir haben, ich weiß es nicht, das Universum hat uns einfach, ich weiß nicht so, ja, also als das mit Italien war, da habe ich meinem Mann gesagt, Schatz, sie hat gesagt, wir sollen da hinkommen. Und dann haben wir überlegt, überlegt, überlegt, überlegt. Und dann haben wir gesagt, wir machen das. Also ich habe gesagt, ich will nicht erst nach Spanien und dann nach Italien. Ich habe gesagt, ich will gleich nach Italien. Und es war ziemlich schnell eigentlich, dass wir gesagt haben, okay, wir machen das. Wir wollten hier in ein Baumhaus ziehen. Das war der Plan. Wir kommen mit unser Zelt und leben dann im Baumhaus. Und es wird schon irgendwie. Ja, vielleicht können wir uns ein Haus mit Mauern einfach aufbauen. Oder irgendwie wird es schon kommen. Wir hatten keine Ahnung. Wir wussten, hier gibt es Duschen und hier gibt es Toiletten. Und wir wussten Toilette, Dusche, wir haben Wasser, alles ist besser damit. Und jetzt leben wir in einem 60 Quadratmeter Oktaede, Jurtenähnlich, wir haben eine Toilette mit einer Spülung, wir haben eine unfassbar große Dusche mit Natursteinboden, eine Fußbodenheizung, wir haben ein Schlafzimmer, wir haben keine Möbel, aber die kommen dann bestimmt noch mit der Zeit. Und ich denke mir nur einfach, what the? Oder?
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Das ist das, was uns einfach auch immer getragen hat, das Vertrauen in das Leben. Und am Ende kommt alles, wie es soll. Und ich habe genau das mir auch gewünscht. Ich habe mir ja eigentlich auch in der Band-Live-Zeit immer wieder, wenn dann das Wetter kam, der Sturm, Gewitter, Regen tagelang. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass wir in einem Haus leben. Und dass wir nicht in diesen so eng aufeinander. Und das war auch alles schön. Und wir hätten auch weitere fünf Jahre so gelebt, wenn das die Freiheit heißt. Das war der Preis.
SPEAKER_01Genau, den möchten viele nicht bezahlen.
SPEAKER_00Ja, ich verstehe das auch, das ist schwer, dass es hart. Wir haben jetzt gerade, wo es auch vorbei ist, nimmt man es nochmal anders wahr. Das habe ich auch oft schon gemerkt in meinem Leben. Wenn es denn vorbei ist und man erstmal realisiert, was man da ausgehalten hat. Oh, krass. Aber es ist schön, weil man es, ja, das ist auch ein Selbstschutz vom Körper, der schützt dich und der hält dich immer, das ist auch sehr interessant. Der Körper, der, also du versuchst dich immer mit der Situation zu arrangieren, in der du bist. Also auch wenn jetzt meine Kinder sind jetzt in der Schule und dann versuche ich mich damit zu arrangieren und finde die Punkte, die alle gut sind, die dafür sprechen. Da sind ja die Freunde, sie mögen ja den Musikunterricht sehr und oder halt so Beispiele, die man sich dann halt, das kann man ja breit fächern auch. Auch in der Partnerschaft ist das ja auch oft so. Dass man denn eigentlich ist man total unzufrieden, aber dann denkt man so, ja, und man verweilt halt immer gerne, weil die Komfortzone Sicherheit bietet. Und ja, das ist halt in der von Angst geprägten Gesellschaft kein Wunder, wenn 80 bis 90 oder noch mehr Prozent dann halt einfach sich nicht trauen und dann am Sterbebett sagen, schade, hätte ich das mal gemacht. Und zurückkommen können wir immer. Wir könnten und unser altes Leben einfach weiterleben und haben richtig viel erlebt.
SPEAKER_01Das habe ich auch schon gedacht, genau, wieso nicht ausprobieren? Man kann immer wieder, immer wieder zurück. Genau, immer wieder.
SPEAKER_00Gerade viele Menschen stellen sich das alles immer so schwer vor. Das Schwierigste ist eigentlich nur, seinen ganzen Hausstand aufzulösen. Bin ich dabei, das ist wirklich schwierig. Und auch wenn du da stehst und du weißt, okay, in einer Woche ist der Auszug, das, das, das, das schaffe ich. Am Arsch, du hast das nicht. Ich bekomme Panikzustände mittlerweile, wenn ich von Menschen höre, ach ja, und dann sind es noch vier Wochen, dann geht schon mein Puls. Du weißt noch gar nicht, was dich erwartet.
SPEAKER_01Genau, so im Moment hatte ich heute.
SPEAKER_00Dann erzählen Sie, genau das. Das ist halt leider irgendwie, ja. Ja, genau.
SPEAKER_01So genau diese an der Schwelle, oder? Dass du mal nur über die Schwelle gehst, oder? Ist schon nur ein kleiner, also du brauchst einen kleinen Schritt eben, dass du da alles räumst und eben innerhalb von dieser Zeit schaffst, genau das zu räumen, ja. Ja. Mega, mega, mega. Ja, das ist schon echt. Hast du noch? Was in Mamas mitzugeben.
SPEAKER_00Was ich auf jeden Fall noch sagen wollte bezüglich den Herausforderungen als Mama, was jetzt zum Beispiel diese Meltdowns betrifft, ja, die Nervenzusammenbrüche von unseren Kindern, weil im Gehirn das halt einfach noch nicht connected ist. Also ich habe von Gerald Hüter sehr viel gelernt. Er ist Gehirnforscher. Und das hat mehr, also das hat mir im Nachhinein sehr, sehr geholfen. Das zu verstehen, dass das Gehirn so funktioniert und dass das und das noch nicht vorhanden ist. Und dass natürlich ich trotzdem auch in meine Muster verfalle. Also es passiert schon auch manchmal, dass ich auch dann auf einmal ausraste. Dann ist meine Nerven fertig. Ich kann nicht mehr Hilfe, Hilfe, Hilfe, mein Nervensystem durch. Wo ich immer sehr schön finde, ist, wenn man verpartnert ist, dass einer von beiden, also wir haben das auch geklärt untereinander, wenn einer irgendwie einen ganz dünnen Faden hat, der andere das sieht, dass dann die Stärke auch, ne, dann wahrscheinlich auch gerade da ist, weil beide gleichzeitig rasten wir eigentlich nicht aus. Also wir rasten jetzt auch nicht oft aus, aber manchmal ist man einfach so an so einem Punkt. Und da möchte ich halt genau halt auch, ich weiß, jeder kommt an seine Grenzen, wir haben alle mal so einen dünnen Faden. Und dass wir daran aber nicht festhalten, dass wir traurig sind lassen und sagen, ach, scheiß drauf, ich schaffe es einfach nicht, dann ist es halt so. Nee, nee, wir können daraus lernen und auch immer wieder erkennen, oh krass, ich bin gerade wieder so ein Mensch. Also ich finde es ganz, ganz wichtig zu reflektieren. Das finde ich, das ist das Aller, Allerwichtigste, dass ich mich vor meinen Kindern reflektiere. Nicht unbedingt immer direkt in dem Moment, mache ich aber auch, wenn ich jetzt irgendwas Blödes gesagt habe, irgend so einen blöden Spruch, keine Ahnung, sowas typisch konnte, was man halt so sagt. Und ich denke so, äh, sorry, das war gerade nicht die Mama, die ich bin. Das war gerade, das war ich nicht. Das habe ich, so das passiert mir ganz oft auch dann direkt im Nachhinein. Aber wenn es emotionalere Themen waren, dann suche ich das auch gerne nochmal, wenn die Situation schon vorbei ist und Stunden später oder Tage später, wie es passt. Genau. Und was ich halt auch sehr, sehr schön finde, was wir uns alle auch immer wieder sagen können, weil wir sind alle traumatisiert und wir können auch unsere Kinder nicht ohne Trauma großziehen. Das ist dieser eine Satz. Wen hättest du jetzt gebraucht in dieser Situation, wenn du jetzt klein wärst? Wenn ich jetzt gucke, so da wird gerade ausgerastet, weil das Brot ist in der Mitte durchgeschnitten und ich denke mir, oi, das Brot, also hm? Genau, man fängt vorne an, oder? Wenn ich jetzt fünf Jahre alt wäre und das hat mich gerade voll fertig gemacht, was würde ich jetzt mir wünschen von dem Erwachsenen? Und dann danach einfach handeln, weil da kommt denn was anderes. Da kommt denn nicht so, Jan akzeptiert es doch mal. Das ist doch das gleiche Brot. Es spielt keine Rolle, genau, ja, ja. Jetzt ist gerade meine Tochter reingekommen. Der ist da. Du kannst auch gerne lauf einfach rein, ruhig. Ja, schwer beschäftigt, nein, sie will jetzt nicht reinkommen, sie will gleich wieder los, will nur ein Brot auf die Hand noch. Und dann geht es wieder ab.
SPEAKER_01Schön.
SPEAKER_00Genau, ja, das war so, was mir auf jeden Fall wichtig war, noch zu sagen, dass wir nicht aufgeben sollten, nur weil das gerade nicht klappt. Und das kann man halt ja auch breit gefächert sehen. Also ob es jetzt auch das ist, mit dem Posten. Also ich habe mich ja seit Sommer ja festgelegt, eigentlich seit Sommer poste ich eigentlich fast jeden Tag. Und dass ich da dranbleibe, dass ich auch da meinem Weg folge. Und genau, und ich sehe halt, dass irgendwann halt auch Fortschritte kommen. So wie jetzt gerade. Super, es läuft so gut. Und einfach am Ball bleiben, auch wenn Niederschläge kommen, einfach am Ball bleiben, weitermachen.
SPEAKER_01Cooles Schlusswort. Weil genau das ist es, dranbleiben. Bei egal was, oder?
SPEAKER_00Ja, genau. Und auch sich vernetzen. Also das hatte ich ja ganz, ganz, ganz am Anfang hier mit der Facebook-Gruppe. Also ich finde Facebook-Gruppen sehr, sehr nett. Und ansonsten Telegram wäre ja noch ganz gut, denke ich. Vielleicht sogar noch besser bezüglich der Zensur. Genau. Einfach nicht alleine bleiben. Ich weiß nicht, ob du, wie, ich habe ja auf meiner Seite auf Instagram einen Beitrag fixiert. Und wenn Menschen zu mir finden, weise ich total gerne auf diesen Beitrag hin, dass dort schon viele Freidenker sind, die da kommentiert haben mit ihrer Postleitzahl. Und die Postleitzahl dort halt eingetragen ist. Und du könntest reinschauen und schauen, wer ist denn da so in meiner Nähe? Und so kann man sich ein bisschen vernetzen, ja. Dachte ich, biete ich einfach mal so als Plattform, meine Plattform dafür an, dass das halt für Mamis, die freidenken.
SPEAKER_01Cool. Danke, danke, Liddy. Danke, vielen Dank. Warst du hier und hast mir jetzt und hoffentlich ganz vielen Eltern oder wer es auch hört, vielleicht auch Menschen, die sonst mit Kindern zu tun haben, einen riesengroßen Einblick gegeben in Möglichkeiten, die vielleicht der ein oder andere gar noch nicht gesehen hat. Danke dir dafür. Danke, dass du heute dabei warst bei Stammtischmama. Ich hoffe, du konntest etwas mitnehmen für dich, dein Herz, deine Familie. Wenn dich etwas berührt hat, teile diese Folge gern mit anderen Mamas oder Papas, die sie vielleicht gerade brauchen. Und denk dran, du bist nicht allein. Du bist auf dem Weg und du machst das großartig. Bis zur nächsten Folge. Schön, dass du da bist. Alles Liebe und bis bald!