Stammtisch MAMA - Podcast by Andrea Stutz
Der Podcast für Echte Geschichten. Tiefe Fragen. Bewusst Eltern sein.
Hier wird’s ehrlich, laut, leise, chaotisch – so wie das Leben mit Kindern eben ist. In Gesprächen mit anderen Mamas und Papas, die sich aufgemacht haben, ihren ganz eigenen Weg zu gehen und in ehrlichen Solo-Folgen lade ich dich ein, mit mir zu erforschen: Was passiert, wenn wir uns selbst wirklich begegnen – und dadurch unseren Kindern die Freiheit schenken, ganz sie selbst zu sein: echt, präsent und aus ihrem Herzen heraus zu leben? Setz dich mit uns an den Tisch und begleite uns auf dieser Reise. Wir sind nicht alleine.
Alles Liebe
Andrea Stutz
https://www.instagram.com/andrea.stammtischmama?utm_source=qr
Stammtisch MAMA - Podcast by Andrea Stutz
Tina Schmirander - Nicht warten bis es grün wird. Mit 50 mutig sein.
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In dieser Folge spreche ich mit Tina. 55. Mama von drei Töchtern. Und jemand, die irgendwann gemerkt hat: So wie bisher geht es nicht weiter.
In der Corona-Zeit hat sich vieles zugespitzt, vor allem rund um ihre jüngste Tochter und das Schulsystem. Statt weiter auszuhalten, hat Tina eine Entscheidung getroffen, die die meisten sich nicht trauen: Sie ist losgegangen. Ohne zu wissen, wo es endet.
Was dann kam, war nicht nur Freiheit. Sondern auch Enge, Zweifel, Herausforderungen und Erfahrungen, die viele nie machen, weil sie den Schritt gar nicht erst wagen.
Tina erzählt von ihrem Weg: von einem Leben im Funktionieren, von ihrer Zeit als alleinerziehende Mama, von dem Punkt, an dem sie angefangen hat, selbst zu denken und nicht mehr nur darauf zu warten, dass „es irgendwann passt“.
Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Peru. Und etwas, das sie immer wieder betont: Wir brauchen einander. Austausch. Verbindung. Ehrliche Gespräche, gerade als Mamas.
Diese Folge ist keine Anleitung. Aber sie öffnet einen Raum.
Für neue Gedanken. Für Möglichkeiten.
Und vielleicht für genau die eine Frage, die alles verändert.
Mehr über TINA auf seinem Instagram Profil:
@raumfuerneubeginn
Hey hey, schön, dass du hier bist. Bei Stammtischmama. Vielleicht kennst du diese Fragen. Warum fühle ich mich als Mama manchmal leer? Warum bin ich oft so weit weg von dem, was ich mir eigentlich wünsche. Für mich, für meine Kinder. Hier geht es nicht um Erziehungsdips. Hier geht es um dich. Um echte Eltern, die sich auf den Weg gemacht haben. Zu sich selbst. Lass dich berühren von tiefen Gesprächen und ehrlichen Geschichten. Weil echte Veränderung nicht im Außen beginnt, sondern in uns. Und weil du ein Vorbild bist für deine Kinder, für die Zukunft. Ja dann herzlich willkommen, Tina, meine neuest Mama. Und nicht nur Mama. Wie ihr wisst, have Mamas that viel mehr sind als nur Mamas. Etwas, which I mean, but it comes down from Tina selbst. Was alles Tina ist. She is Yoga-Lehrerin and Peru. That's why zu dir, liebe Tina.
SPEAKER_00Hallo, liebe Andrea, ich begrüße dich auch ganz herzlich und danke für die Einladung. Ich bin 55 Jahre alt und ich habe drei erwachsene Kinder. Und wir haben dann nochmal einen Nachzügler bekommen. Also meine Kinder sind, meine drei Großen sind von zwei anderen Vätern. Und meine jüngste Tochter, dazu habe ich einen nochmal einen anderen Papa. Das heißt, ich habe meine vier Kinder von drei Vätern. Und mit meinem jetzigen Mann bin ich aber auch schon 25 Jahre ungefähr zusammen. Und er wollte eigentlich immer viele Kinder. Ich wollte keine mehr, weil ich ja mit drei Kindern alleinerziehend war. Und ja, nachdem wir lange zusammen waren, habe ich mich dazu entschieden, ja doch, mit dem Mann klappt es auch, selbst wenn wir uns trennen, das läuft einfach fair ab. Du weißt ja auch, das ist nicht immer so der Fall. Ja, genau. Kannte ich eben auch nicht zu diesem Zeitpunkt. Ich habe mich von den Vätern getrennt, aus den Augen, aus den Zinnen, leider auch die Kinder, und war eigentlich immer alleine. Ich war 24 Stunden mit den Kindern alleine. Und das fast acht Jahre lang. Und das waren sehr herausfordernde Zeiten, weil ich damals ja auch sehr jung war. Aber jetzt, ja, dann haben wir eben eine Tochter noch bekommen. Und dann kam die, ja, was soll ich sagen, dann kam Corona. Und unsere Tochter wurde zu Corona eingeschult und wir gehören zur Fraktion, wie nennt man uns, Schwurbler, Nazis und sonstiges. Und wir wollten nicht, dass unsere Tochter mit diesen Maßnahmen in die Schule geht. Und dann, sie war fünf Wochen in der Schule. Und ich habe jeden Tag Anrufe bekommen. Ja. Also ihr wisst alle, wie das war damals. Und für uns war einfach klar, wir wollten unsere Tochter frei groß werden lassen. Und dann musst du eben das Land verlassen.
SPEAKER_01Genau, ihr habt nach Lösungen gesucht, oder? Ihr wusstet so nicht und so schon, oder? Und dann habt ihr nach Lösungen gesucht.
SPEAKER_00Genau. Und in Deutschland ist es einfach nicht möglich. Es ist nicht möglich, auch wenn viele andere sagen, es ist nicht möglich. Vor allem, weil die Behörden ja alle willkürlich entscheiden. Das wissen wir ja auch alle. Und daher würde ich das niemals jemandem raten, ruh dich da drauf aus, du hast vielleicht gerade einen netten Sachbearbeiter. Aber gut, das Thema Corona, da könnte man ja nochmal einen eigenen Podcast fast machen. Ja, und so sind wir aufgebrochen, quasi über Nacht. Wir haben alles zurückgelassen, weil wir wussten, dass früher oder später die Polizei vor der Tür steht und unser Kind holt. Wir haben das bei Freunden erlebt. Und so sind wir quasi über Nacht gegangen. Und wir haben dann auch Häuser-Hopping gemacht in Deutschland. Und wir waren dann ein Jahr mit unserem ausgebauten Lkw in Europa unterwegs. Also du warst mit deinen drei Kindern? Nein, nein. Meine drei Kinder sind ja erwachsen. Nur mit der Jüngsten. Nur mit der Jüngsten. Genau, die Großen, die haben ihr eigenes Leben, sind verheiratet und leben in Beziehungen, die machen ihr Ding. Und genau, dann sind wir ein Jahr mit unserem ausgebauten LKW durch Europa gefahren und haben aber da auch irgendwie nicht so, in Europa bist du nicht frei. Es ist so. Und dann ist ein LKW ja trotzdem nur ein Raum, auch wenn er größer ist wie ein Wohnmobil. Ein Raum ist ein Raum und bleibt ein Raum. Und du hast keine Möglichkeit, dich zurückzuziehen. Ich konnte ja auch nicht mehr arbeiten. Und das war für mich eigentlich ganz schlimm, weil ich meine Arbeit geliebt habe. Ich bin ja, wie du gesagt hast, Yoga-Lehrerin und ich habe mich spezialisiert, für Menschen mit körperlichen Einschränkungen auch Yoga für Menschen im Rollstuhl anzubieten. Und meine Klientinnen oder Klienten waren meistens Frauen und ich bin Schmerztherapeutin auch. Ja, und das habe ich geliebt. Mein Leben. Wir hatten ein super Leben. Auf jeden Fall konnte ich ja unterwegs erstmal nicht mehr arbeiten. Im LKW kann ich keinen Yoga anbieten, draußen auf der Wiese. So habe ich mir das vorgestellt, geht es auch nicht. Und ja, und irgendwann haben wir auch gemerkt, das Leben in einem Raum, das funktioniert nicht. Und dann haben wir eben, ja, du hast immer die richtigen Begegnungen. Und so haben wir uns dann entschieden, kurzerhand nach Südamerika zu gehen. Wir waren erst eineinhalb Jahre in Ecuador und jetzt sind wir ungefähr eineinhalb Jahre in Peru. Genau, und für Olivia ist das super, weil die hier wirklich frei aufwachsen kann. Wirklich. Also ganz toll. Und so ist für mich auch, ja, es war natürlich eine Riesentransformation für mich und meine Familie. Auch wir durften da ja uns nochmal verändern. Wir stecken ja alle in den Mustern fest. Auch allein das Thema Schule, bei meinen großen Kindern, da fanden Schule immer kritisch, aber da hast du nicht so krass hinterfragt. Und ein Kind geht einfach, du stehst früh auf und gehst in die Schule und kommst nach Hause, magst deine Hausaufgaben und das hat über Jahre, ob es dir passt oder nicht, du magst einfach. Genau, und das ist dann diese Lebenszeit, die weg ist, oder? Absolut. Und was wir einfach festgestellt haben, wenn du dich dagegen entscheidest, also gerade bei den Kindern, und wir haben ja mittlerweile viele Freilerner Kinder kennengelernt, diese Kinder, auch die Eltern, haben ein ganz anderes Mindset wie die Menschen, ich will da niemand zu nahe treten, aber die, die in ihrem Hamsterrad weiter sind und die einfach keinen Mut haben, mal was anderes zu probieren. Das finde ich schön.
SPEAKER_01Es liegt genau darin, am Mut und natürlich am Erkennen, welche Möglichkeiten noch da sind. Auch wenn es eben diesen Mut braucht, diesen Schritt, den du jetzt auch gewagt hast, der auch nicht einfach so, zack, und da war alles gut, oder? Du hast wieder einen Job und eine neue Wohnung, sondern das muss sich ja entwickeln, oder?
SPEAKER_00Natürlich. Und ich habe natürlich, also ich will das auch nicht alles so schönreden. Ich habe einen Mann, der arbeitet nach wie vor für eine deutsche Firma und so ziehen wir unser Leben. Also wenn ich alleinerziehend gewesen wäre, ich weiß nicht, ob ich mir den Schritt getraut hätte. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Und dann komme ich nämlich gleich zum nächsten Punkt. Ich hätte ihn mir nicht getraut, weil ich die finanziellen Möglichkeiten nicht hatte. Und daher ist die finanzielle Freiheit genauso wichtig wie all die andere Freiheit. Die Freiheit im Kopf und alles. So diese Unabhängigkeit, nicht nur Freiheit, sondern auch Unabhängigkeit, oder? Richtig, ja. Richtig. Und das ist natürlich ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Und das ist mir auch erst, wie gesagt, ich bin 55 und bis Anfang 50.
SPEAKER_01Hört ihr euch das ansiehst, 55. Ich bin so bewegt von dir, Tina. Du bist so, ja, mit 55 gibt es viele andere Ansichten und Eltern.
SPEAKER_00Ja, das haben wir ja auch gemerkt, wobei ich ehrlich sagen muss, dass wir oft ältere, mutigere getroffen haben als die Jungen. Und da ist es halt wirklich das Problem. Ich sehe das an meinen großen Kindern. Die verstehen unseren Weg überhaupt nicht. Die verstehen ihn nicht, man muss arbeiten, man braucht Abitur. Die finden es ganz schlimm, dass die kleine Schwester nicht in eine normale Schule geht, um Bildung zu erreichen. Ich frage mich nur, welche Bildung. Und dann eben Abitur zu machen. Und ich habe da mittlerweile echt eine ganz krasse Meinung und wir haben es ja erleben es ja die letzten Jahre, die meisten sind einfach, ich sag's wie es ist, dumm studiert, die haben ihren Tunnelblick, aber erkennen nicht mehr das große Ganze. Und dann sehe ich ja auch an meinen Kindern, die stehen früh auf, gehen in ihre Jobs, verdienen sehr gut und kommen nach Hause, sind fertig und warten, hoffen auf den Urlaub, fahren drei Wochen im Jahr in Urlaub oder vier. Und dann geht es weiter. Und so geht das, geht das immer und immer und immer und immer wieder. Und ich bin glücklich, dass ich habe die letzten, ich bin schon seit über 20 Jahren selbstständig, waren nie in den Hamsterrad drin. Aber natürlich, weil ich jetzt auch meinen Mann hatte, der seine Arbeit liebt und der halt die Basis nach Hause gebracht hat, sagen wir mal so. Dennoch dürfen wir mal darüber nachdenken, brauchen wir all die Sachen, die wir eigentlich so anhäufen. Und also ich erlebe gerade den Unterschied. Europa, Peru, hier gibt es so viel Armut. Meine Nachbarn waschen ihre Wäsche im Fluss, in der Wäsche. Also in dem eiskalten Wasser waschen die ihre Wäsche. Ich habe hier eine Waschmaschine. Ich muss zwar hier auch meinen warmen Wasser, weil die Waschmaschinen funktionieren hier nur mit kaltem Wasser. Ich mache meine Putzeimer voll warmes Wasser, trage die raus, zehn bis zwölf Eimer und kann so meine Wäsche waschen, aber ich muss sie nicht im Fluss waschen. Und ich denke, das sind so Sachen zurück zur Einfachheit. Und das ist auch für mich nicht immer einfach. Da müssen wir einfach wieder hin. Denn was wir hier erleben, das ist eigentlich das Leben und nicht das, was wir in Europa leben. Dass wir in Betonklötzen wohnen, unsere Kinder zur Schule schicken. Ach ja, und da, Entschuldigung, aber mir kommen einfach so viele Gedanken. Also ich kann euch mal sagen, so der Unterschied von den freilern Kindern. Also unsere Tochter sitzt zwölf, die spricht drei Sprachen. Ich tue mich unglaublich schwer mit Sprachen, although we fast vier Jahre in Spanish gefilten. And ich kann nach wie vor noch keinen Interview nie im Leben auf Spanish machen. And we were, my Mann and I, we are gestart ohne Sprachkenntnisse, weil we hadden unsere Jobs. We have nie unsere Sprache, andere Sprachen gebraucht. Natürlich hat jeder sein Schulenglisch, my Mann hatte Russisch. Aber ja, ihr wisst selber, was man da kann, was man da lernt. Und unsere Tochter, die spricht fließend Spanisch, die hat hier Englisch gelernt und spricht natürlich Deutsch. Und da denke ich mir, die ist zwölf. Und welches Kind mit zwölf, außer du bist vielleicht hochbegabt oder keine Ahnung, spricht in drei Sprachen oder hat in Freude, Freude, drei Sprachen oder überhaupt eine Sprache zu lernen.
SPEAKER_01Der Unterschied, die Begeisterung für etwas, genau. Die meisten haben keine Begeisterung, in der Schule Englisch zu lernen, oder?
SPEAKER_00Naja, egal. Ich meine, wir müssen unsere Vokabeln auswendig lernen bis zur nächsten Klausur. Und dann, wie sagt der Gerald Gerald Hüter immer so schön, wir stopfen es rein, kotzen es raus und dann ist es vergessen. Weil wir keine Lust haben, das so, weil eine Sprache, die musst du leben. Wozu soll ich denn in Deutschland mein Englisch lernen in der sechsten Klasse oder so? Wenn man den Sinn nicht sieht oder auch die Emotion nicht spürt, oder? Und wenn du da vorne noch einen Lehrer hast, der das einfach nur macht, weil er Beamter ist, ja. Also das ist Wahnsinn. Und was da eigentlich für Möglichkeiten entstehen, also vorher waren wir ja in Ecuador und da war Oliver ja zehn. Dann ist sie zu einer Tierärztin gegangen und hat gefragt, ob sie die ab und zu mal mitmachen darf, auch die Regale einräumen, keine Ahnung. Und nach kurzer Zeit durfte sie bei den OPs dabei sein, assistieren. Also stellt euch sowas mal in Deutschland und in Europa vor. Das würde ja aus versicherungstechnischen Gründen schon mal gar nicht funktionieren. Und das ist einfach so toll, was für Erfahrungen Kinder machen können, wenn man sie lässt. Und gerade in Südamerika haben wir ganz viele freie Familien auch getroffen. Aber die Kinder, die gehen fast alle irgendwie einer Tätigkeit nach. Die einen suchen sich einen Job in der Kneipe, die anderen wie eben unsere Tochter beim Tierarzt. Und ja, was auch immer, du gehst da rein und sagst, braucht ihr jemanden und darf ich zuschauen, darf ich es lernen? Und dann geht das. Dann geht es einfach. Und ich finde das super. Und jetzt hier in Peru, da ist er in der Eisdealer reingegangen, hat gesagt, darf ich mitarbeiten. Und die Leute sind so froh, weil Olivia ist ja sehr offen und spricht drei Sprachen. Und dann geht die ganz anders auch auf die Menschen zu, auf die Ausländer. Und das hat sie eine Zeit lang gemacht. Und dann hat sie selber, unsere Tochter ist sehr gelenkig, beweglich und die liebt Zirkus. Und dann hat sie selber einen Flyer kreiert, den verteilt hier überall und gibt jetzt Privatklassen an Kinder und zeigt ihnen, wie man sich bewegt. Und das finde ich, und das wäre in Deutschland, Europa undenkbar, denn wenn sich da ein Kind in Finger mal umknackst, dann hast du nicht nur die Eltern am Hals, sondern auch gleich den Anwalt. Und da dürfen wir wirklich mal drüber nachdenken, wie wir unterwegs sind, so vom Mindset und überhaupt. Ja, und ja, das stimmt.
SPEAKER_01Genau, dieses offene und nicht schon bewerten, verurteilen, vielleicht auch diese Regeln und Gesetze, oder die schon bei uns an vorderster Stelle stehen, bevor man eben über Freude, Begeisterung irgendwas anreißt oder eine Idee hat oder was beginnt, oder?
SPEAKER_00Ja. Also ich glaube, das hat auch mal irgendjemand gesagt, dass wir unsere Kinder besonders in den reichen Nationen kaputt erziehen. Also wir wollen auch immer die Kontrolle haben. Unsere Tochter, die fährt hier, also es gibt hier, also ja genau, da muss ich irgendwo anders ansetzen. Ich meine, sie ist halt ein Einzelkind. Und für uns ist es natürlich wichtig, dass sie hier nicht versauert, sondern die braucht natürlich andere Kinder. Deshalb suchen wir immer, deshalb sind wir auch so viel gereist, bis wir auch andere Kinder in ihrem Alltag gefunden haben. Weil meistens treffen wir Freilerner auch mit kleinen Kindern oder die sagen, sie sind Freilerner und sobald sie in die Schule müssen, gehen sie zurück in ihre Länder. Aber ja, und da war es, und deshalb sind wir so viel gereist, weil wir einfach keinen Ort gefunden haben, wo es gleichaltrige Mädchen vor allem auch gab. Und dann haben wir hier einen Ort gefunden. Da hat ein Deutscher und seine schwedische Frau, die haben so eine Schule gegründet, aber eigentlich ist es ein Lernort, denn da gibt es keine Bücher, keine Bewertung und keine Noten. Das ist für uns einfach ganz wichtig, dass die Kinder da trotzdem frei sind, dass die Kinder einen Ort haben, wo sie sich treffen, wo sie einfach kreativ sein können und Freunde treffen, aber ohne Bewertung, ohne Bücher, ohne Noten und Druck. Und da sind auch ganz coole Sachen entstanden. Ja, und wir wohnen leider eine Stunde entfernt, und unsere Tochter fährt mit ihren zwölf Jahren alleine in Südamerika mit dem Bus. Ich bringe sie runter zur Straße, sie steigt in den Bus ein, fährt in den Ort nach Pisac und dort muss sie nochmal alleine in ein Motortaxi umsteigen. Das macht die mit zwölf. Und schaut mal, in Deutschland, also wir haben neben einer Schule gewohnt und viele Eltern aus unserer Straße, in der nächsten Straße war die Schule, haben ihre Kinder mit dem Auto in die Schule gefahren.
SPEAKER_01Das kenne ich, ich wohne auch neben einem Schulhaus. Genau gleich, wie du es beschreibst, ja.
SPEAKER_00Das ist Wahnsinn. Das ist wirklich Wahnsinn. Da kann ich nur jedem den Film empfehlen, Der gefährlichste Schulweg der Welt. Oder die gefährlichsten Schulwege der Welt. Das ist ein ganz interessanter Film. Also da gibt es Kinder, die müssen doch Afrika rennen, zwei Stunden wirklich rennen und die Eltern wissen nie, ob die Kinder nach Hause kommen, weil sie von einem Löwen oder von irgendeinem Tier angegriffen worden sind. Und wir schaffen es nicht, unsere Kinder fünf Minuten alleine in die Schule laufen zu lassen. So, yeah, aber wenn du dann, aber diesen Blick kannst du ja erstmal verändern, wenn du auch was anderes erlebst. Wenn du in diesem Sumpf lebst und das Tag ein, tag aus siehst und nichts anderes erlebst, ja, wie willst du denn dann deinen Horizont erweitern oder das mal hinterfragen? Und da kann ich auch viele Anekdoten berichten. Ich war früher mit meinen drei Kindern, brav an der roten Ampel gestanden. Wenn da jemand über die rote Ampel gelaufen ist, dann habe ich auch gewettert. And jetzt sage ich zu unserer Tochter: Da ist eine rote Ampel, du schaust nach rechts, du schaust nach links, wenn nichts kommt, dann gehst du bitte über die Ampel. Denn du lässt dir von niemandem vorschreiben, schalte dein Hirn ein, du lässt dir von niemandem vorschreiben, ich würde es nicht an einer großen Straße empfehlen, aber es gibt ja Menschen, es gibt kleine Straßen oder nachts, die stehen an der Ampel und weit und weit kein Auto. Und da siehst du doch mal, wie man uns das Denken abtrainiert hat.
SPEAKER_01Genau, es geht eigentlich um die Verantwortung. Du hast gar keine Verantwortung. Die Ampel übernimmt deine Verantwortung, oder? Richtig, ja.
SPEAKER_00Du schaust nicht mehr und deshalb passiert ja auch so viel. Ja. Und auch mit dem Fahrradfahren. Meine Kinder durften niemals, nie und nimmer ohne Helm Fahrrad fahren. Hier, glaubst du, dass hier irgendein Kind Fahrrad fährt und hier haben wir keine Straßen, die vergleichbar sind? Hier haben wir Schlaglöcher, die sind so tief. Also die sind manchmal 20, 30 Zentimeter tief, da wenn du nicht deine Augen immer auf der Straße hast. Ja, und hier passiert natürlich auch mal was, aber es ist einfach, wir haben ein Sicherheitswahn, das ist unglaublich.
SPEAKER_01Sicherheit und Kontrolle, oder diese Kombination. Also ich kenne das von mir selbst auch jetzt, genau. Wenn man sich da löst, genau, dann spricht man erst, wow, wie stark genau war ich in dem Ganzen mittendrin mit drin, oder? Das kriegen wir von, ja, man kann sagen von. Geburt auf, genau.
SPEAKER_00Ja, in 50 Jahren war ich so geprägt. 50 Jahre. Und das war das für mich nicht einfach. Und manchmal habe ich auch, also ich hatte auch wirklich Phasen auf unserer Reise, da ging es mir ganz, ganz, ganz, ganz schlecht. Da hatte ich wirklich Depressionen im schlimmsten Ausmaße. Weil diese 50 Jahre, das muss man sich einfach mal geben. Ich liebe 50 Jahre in diesen Strukturen und dann plötzlich darf ich auch anfangen, das alles neu zu hinterfragen.
SPEAKER_01Und das geht ja dann nicht eben in ein, zwei Jahren, wenn sie ja 50 Jahre davor genau das immer wieder, oder? Trainiert eigentlich, oder? Natürlich, ja.
SPEAKER_00Und auch jetzt komme ich immer wieder, also immer wieder sind so Sachen, wo ich mir denke, das darfst du einfach nochmal hinterfragen. Mir waren zum Beispiel immer gemeinsame Mahlzeiten wichtig. Das war mir einfach ganz wichtig. Dass wir gemeinsam am Tisch setzen. Aber wer bitte hat denn das Recht zu bestimmen, wann du Hunger hast? Also das ist ja nicht frühstückt, also besonders frühstücken, fast jeder alleine, weil wir ganz unterschiedliche. Mein Mann, der arbeitet, wie gesagt, für eine deutsche Firma, der steht nachts um zwischen drei und vier Uhr auf. Durch die Zeitverschiebung. Der hat natürlich ganz anders Hunger als ich, wo ich bis sechs oder sieben schlafe. Und unsere Tochter, die kann vor der, ja, ich mag dieses Wort Schule nicht, aber die haben so Schule genannt. Vor diesem Ort, vor diesem Lernort kann die nichts essen, die isst einfach so früh nichts. Also geht die ohne Frühstück meistens aus dem Haus. Ja, und so ist es halt dann auch am Wochenende oder wenn, jetzt sind hier drei Monate Ferien. Aber das war für mich total, total, also ja, das war so eingefahren, 50 Jahre, wir essen gemeinsam, wir nehmen unsere Mahlzeiten gemeinsam ein. Und es sind alles so Prägungen, die wir haben. Und ich werde viele Prägungen bestimmt nicht mehr los. Also das muss ich auch sagen. Mein Mann ist da entspannter, viel entspannter. Und der ist 60. Mein Mann ist 60.
SPEAKER_01Und ja, ich finde das unglaublich, was du jetzt alles in halb of course hast, and what you either give hast.
SPEAKER_00When you erfährst and so lebst, that is not and auch nicht in einen Urlaub, sondern du musst einfach, es gibt die Möglichkeit, einen Sabbath zu machen. Und natürlich ist mir bewusst, dass eine Alleinerziehende, die ein Existenzminimum rumkapft, kann das nicht machen. Also das ist mir, wobei wir auch da schon. Mein Bruder ruft an. Warte mal, ich muss das mal ausmachen. Wir telefonieren sehr, sehr, sehr selten. Aber gut, das muss jetzt warten. Wo war ich denn geblieben? Jetzt habe ich den Faden verloren. Ach ja, du musst einfach rausgehen. Und dazu reicht auch Herrn Urlaub nicht. Und ich war jetzt das erste Mal dieses Jahr in Deutschland, weil ich auch meine Freundin natürlich vermisse. Und ich hatte mich da mit einer meiner Töchter getroffen. Und das Erste, was meine Tochter sagt, Mama, ist das euer Ernst? Macht die jetzt weiter so? Kann Olivia nicht in eine Schule gehen, dass das ihr was wird? Und da ist mir dann schon auch echt, also ich musste dann schon wirklich durchatmen, aber ich sage dann auch, liebes Kind, schau dich mal an. Was magst du? Du bist seit 30 Jahren oder seit 25 Jahren hast du denselben Job. Du hast ein, die hat jetzt nicht so ein gutes Einkommen, ihre Schwester verdient dreimal so viel. Und da sage ich, du kannst keine einzige Sprache. Du hast drei Wochen im Jahr Urlaub, deine Chefs sind wirklich sehr unangenehme Menschen. Und du schaffst jetzt noch nicht mal, dich beruflich zu verändern, also einfach in dir ein anderes Arbeitsumfeld zu suchen. Und schaut euch eure kleine Schwester an, was die alles kann und macht. Das ist einfach so, die ist auch so unglaublich kreativ. Und ihr sage ich, was hast du denn für Hobbys? Ja, weiß ich nicht. Ich weiß, dass du überhaupt keine Zeit hast, mal drüber nachzudenken. Und weil du überhaupt keine Zeit hast, selbst wenn du ein Hobby hättest, es auszuleben, weil du 40 Stunden arbeiten gehst und abends bist du kaputt. Und vor allem hast du dann ja noch früh eine Stunde Fahrt zu deiner Arbeitsstelle und abends auch eine Stunde zurück. Das ist verlorene Lebenszeit, außer du lernst vielleicht im Auto währenddessen eine Sprache oder keine Ahnung was. Aber ihr versteht schon, was ich meine. Und so geht es ja auch meine Freunde. Die haben keine Zeit für sich. Ich meine, man hat auch mal das Recht, einfach da zu sitzen und die Wand anzusteuen. Aber dafür haben gerade. Als Frau wäre das noch wichtiger, genau, eigentlich. Ja, als Mama. Als Mama, wo du oft an deine Grenzen kommst. Das ist kein Geheimnis. Ich meine, Mamas halt ist nicht immer nur Urlaub. Also ich bin sehr oft an meine Grenzen gekommen. Und natürlich wollen wir alle kein Leben ohne Kinder, aber wenn du einfach keine Balance hast zwischen Auszeit und Kindern, dann geht es nicht.
SPEAKER_01Genau, das müsste der Punkt sein, an dem du stehst und sagst, irgendwas muss ich jetzt ändern, oder? Irgendwas. Egal, es kann ja eben, meistens sind es ja das kleine Schritte mal. Aber wenn du nur immer genau stehen bleibst und einfach weiter hastelst, weißt du nicht genau, wie das für dich oder auch für deine Kinder dann ist.
SPEAKER_00Ja, so ist das. Und ich kam oft an den Punkt, weil ich überhaupt keine Zeit hatte für mich. Und damals finanziell auch wirklich nichts hatte. Ich hatte wirklich nichts. Ich habe keinen Unterhalt und nichts bekommen. Und ich denke mir, wir treffen hier auch Menschen, die ganz wenig Geld haben und trotzdem zufrieden sind. Ja, und ich denke, also da bin ich jetzt auch noch nicht auf diesem Weg, dass ich so mit nichts glücklich sein kann. Aber deshalb finde ich es wichtig, dass wir zum Beispiel die Kinder, die in die Schule gehen, dass die danach verpflichtet sind, nicht ein Jahr der Bundeswehr zu dienen, sondern ein Jahr in die Welt hinauszugehen. Geht ein Jahr. Ihr kriegt einen Rucksack, ihr kriegt ein bestimmtes Budget mit. Ich meine, was der Staat an Bundeswehrgeldern ausgibt, dann soll er den Kindern lieber, ich sage jetzt einfach mal, 1000 Euro in die Hand drücken. Das heißt so ein Jahr und vorher kommst du nicht mehr wieder. Und da kannst du jetzt dir so geniale Projekte suchen. Es gibt Urlaub geben in der Hand, es gibt so, es gibt auch hier ganz tolle Projekte mit Tieren, mit Pflanzen. Da kannst du dein Wissen erweitern und kannst einfach mal gucken, was macht das mit mir. Und wenn du jung bist und bist noch nicht, schlimm ist halt, wenn du von der Schule oder vom Studium gleich in einen Job gehst und dann verdienst du dein Geld, dann kommst du da nicht mehr raus. Dann kommst du da ganz schwer raus. Das ist meine Erfahrung, die ich auch sehe. Aber wenn du schon mal von Anfang an frei bist, wir haben hier viele Schulabbrecher oder welche, die haben ihre Schule zu Ende gemacht und sind dann mit dem Rucksack los und nie wieder zurück. Ich habe eine Frau kennengelernt in Ecuador kennen, die reist seit über 30 Jahren, die ist auch Mitte 50, die ist nach dem Abitur mit ihrem Rucksack weg, der fast die ganze Welt bereist. Und dann hat sie gesagt, wenn sie mal ein Kind hat, dann wird sie sesshaft, ihr Sohn ist jetzt 14, auch mit dem reist sie seit 14 Jahren. Und ich denke, die besitzt wirklich nichts. Die hat drei Rucksäcke voll, drei große Rucksäcke. Und die ist so entspannt, dass solche Menschen bewundere ich wirklich. Davon bin ich auch noch sehr weit entfernt. Aber es ist einfach toll, wenn du dich öffnest.
SPEAKER_01Mega, mega. Tina, wow! Danke für deine, ich würde sagen, sehr großen und wertvollen Einblicke. Weil solche Erfahrungen haben die wenigsten, weil eben genau uns einfach so schwerfällt, da auszubrechen aus dem, was ist, oder? Und das ist wirklich ein schwieriger Punkt. Da mal genau in eine andere Richtung zu gehen, gegen. Und das macht es ja sozusagen, wird dann anstrengend, obwohl es eigentlich, ich sage immer, eigentlich ist es ja schon anstrengend. Jetzt ist es ja schon der Punkt, dass es anstrengend ist, wenn du dir solche Gedanken machst. Aber dann dort noch zu verharren, genau, brauchst du zuerst vielleicht einen größeren Widerstand, Aufstand, bis es dann wieder wechselt. Danke vielmals. Hast du noch? There are schon so viele Dinge. Hast du noch irgendwas an die Mamas da draußen, eben mit ihren Kindern, auch mit diesem großen Thema der Schule? Es ist ja nicht nur das Schulthema, es ist ja das System, das ganze System.
SPEAKER_00Ja, lasst los. Eure Kinder lernen, wir haben einmal eine Familie kennengelernt, die haben wir noch in Deutschland kennengelernt. Da hat das Mädchen erst mit 15 lesen und schreiben gelernt. Die hatte keine Lust. Und diese Eltern habe ich auch sehr bewundert, weil die einfach diese Stärke hatten, das auszuhalten. Es liegt ja an uns. Ich meine, wir wissen alle, das kenne ich auch. Ja, kann denn dein Kind schon lesen? Kannst du ihn schon schreiben? Wie oft kaputt den in die Hose? Ich meine, wir tauschen uns aus und so bewerten wir unsere eigenen Kinder, bewerten das von den anderen. Und so magst du dir selber den Druck, oh Gott, mein Kind ist sechs und kann noch nicht lesen, oh Gott, mein Kind ist acht und kann noch nicht rechnen. Und das ist, davon dürfen wir uns lösen. Und natürlich, wenn es in die Schule geht, muss es ja mithalten. Weil da gibt es nichts. Da gibt es ja genaue Vorgaben. Du musst in der ersten Klasse das, in der zweiten das, in der dritten das, in der vierten das können. Also so ein Schwachsinn. Lasst eure Kinder frei. Und ich kann wirklich nur jedem empfehlen, geht, geht einfach mal weg. Und es gibt auch immer Möglichkeiten, es gibt immer Möglichkeiten. Ich habe die auch leider viel zu, ich habe mich viel zu spät darauf eingelassen. Ich versuche jetzt, ja, oder ich habe jetzt meine Sachen online umgestellt und ich bin jetzt auch als Mutmacherin unterwegs. Und ich denke, das kann ich gut, weil was ich von mir sagen kann, dass ich ehrlich und authentisch bin. Und es ist nicht alles. Ich sehe von vielen Reisefamilien Tschakka, Tschaker, Tschaker-Bilder. Und das Reisen oder das Weggehen, das ist nicht leicht. Das kann ich euch sagen. Aber es ist halt immer die Frage, willst du deine Sicherheit weiter und willst du einfach stehen bleiben im Leben? Bist du aus dem Hamsterrad raus? Oder möchtest du einfach vor allem deinen Kindern die Welt zeigen und denen anzeigen? Ja, genau.
SPEAKER_01Nicht im Buch stehen, wie es im Buch steht, oder?
SPEAKER_00Ja, genau, genau. Und es muss ja nicht Südamerika sein. Ich meine, ich glaube, selbst wenn du die Balkanroute entlang reist, da triffst du schon wunderbare Menschen und traut euch. Traut euch. Und lasst los von diesen, ich sehe es auch bei meinen Freunden, die zu Hause geblieben sind. Ja, was mache ich denn in der Rente? Was mache ich denn, wenn ich jetzt aufhöre zu arbeiten oder wenn ich weniger verdiene? Ich meine, du kannst ja auch deine Stunden reduzieren und kannst sagen, ich gehe ein halbes Jahr arbeiten und ich gehe ein halbes Jahr. Da gibt es so viele Modelle, so viele Modelle und es ist unglaublich, was online alles möglich ist. Ich mache meine Yoga-Kurse für Rollstuhlfahrer mittlerweile online. Das hätte ich mir, ich habe drei Jahre dazu gebraucht, um mich dem zu öffnen. Ich habe jetzt ein paar Mal gesagt, ich bin über 50 und für mich sind diese neuen Medien absurd. Und deshalb habe ich mich lang damit nicht beschäftigt. Und jetzt gebe ich für Rollstuhlfahrer Yoga. Also ihr seht, es ist so viel möglich. Es ist einfach so viel möglich. Und ich habe meine kreative Art hier entdeckt. Ich mache jetzt auch einen Workshop, Yoga trifft Kreativität. Und man kann da so viel verbinden und vor allem verbindet euch, das kann ich immer wieder nur sagen. Verbindet euch miteinander. Denn jeder hat irgendwie eine tolle Idee. Nur wenn jeder alleine vor sich hin wurscht, wird es nichts. Ihr müsst euch verbinden. Verbindung, Vernetzung, das ist das A und das O.
SPEAKER_01Ich kriege gerade Gänsehaut, weil ich spüre das so tief. Und ich bin genau auf dem gleichen Weg, weil alleine, ich war jahrelang alleine. So schwer. Es ist die Zeit, sich zu verbinden und nicht mehr zu vergleichen und nicht mehr zu bewerten, die macht jetzt das O, wenn ich das auch mache, dann könnt ihr die mir Kunden wegnehmen. Nein, es ist kraftvoller, es gemeinsam zu tun. Weil du bist nicht genau gleich wie ich, auch wenn wir jetzt zum Beispiel das Gleiche anbieten würden, auch dann. Nein, es ist viel kraftvoller. Es ist so viel kraftvoller.
SPEAKER_00Und das dürfen wir auch lernen. Dass wir, das erlebe ich ja auch bei vielen Yogis. Also die spirituelle Szene habe ich mittlerweile auch sehr oft hinterfragt. Und da darf man auch ganz genau hinschauen. Und es ist wirklich so, ich meine, wir haben, selbst wenn wir exakt dasselbe anbieten würden, ich mache tibetisches Heilyoga, Lutong, für Menschen im Rollstuhl. So, du machst genau dasselbe, aber du hast einen ganz anderen Charakter. Und jeder zieht so seine Leute an. Und es ist doch einfach wichtig, dass man sich auch mal austauscht. Denn wie willst du deinen Horizont erweitern, wenn du dich nicht austauscht und wenn du dich nicht öffnest? Und ich glaube, das Universum, wenn wir geben, kommt auch immer wieder was zurück.
SPEAKER_01Ja, Energie wird nicht verschwendet.
SPEAKER_00Und das dürfen wir auch lernen. Das dürfen wir wirklich lernen. Uns zu öffnen und nicht zu gucken, das ist meins, das ist meins, das ist meins. Und nein, seid einfach offen. Ja, und da bin ich wirklich eine Mutmacherin und ich biete dazu auch 1 zu 1 Coaches an. Und bei mir ist es einfach so, doch das, dass ich selbst in so einer schwierigen Situation viele Jahre war und weiß, wie das ist. Also ich habe niemals feste Preise und ich werde niemals jemanden ablehnen, der Hilfe sucht, bei meinen Yoga-Kursen nicht und auch bei meinen 1 zu 1-Begleitungen nicht. Never. Niemals. Für jeden findet sich da eine Lösung. Für jeden. Ja, genau.
SPEAKER_01Alles ist möglich.
SPEAKER_00Genau.
SPEAKER_01Danke, Tina.
SPEAKER_00Ja, gerne. Haben wir viel Spaß gemacht und ich merke immer wieder, wenn ich drüber rede, was sich da selber immer noch in meinem Kopf tut. Ich bin schon wieder voller Ideen. Und ja, das ist einfach, ja, und deshalb verbindet euch, redet miteinander und da entsteht einfach ganz viel Tolles.
SPEAKER_01Ja, unbedingt. Und danke, danke, danke, dass du hier warst, dass du bist, wie du bist und wo du bist. Danke. Dankeschön. Mega, mega toll, mega toll. Danke, dass du heute dabei warst bei Stammtisch Mama. Ich hoffe, du konntest etwas mitnehmen für dich, dein Herz, deine Familie. Wenn dich etwas berührt hat, teile diese Folge gern mit anderen Mamas oder Papas, die sie vielleicht gerade brauchen. Und denk dran, du bist nicht allein. Du bist auf dem Weg und du machst das großartig. Bis zur nächsten Folge. Schön, dass du da bist. Alles Liebe und bis bald.