Dentalbrüder Podcast
Die Dentalbrüder - Der Dental-Podcast für Patienten und Praxisgründer.
Von und mit Dr. Tillman Cremer & Dr. Julius Cremer - den Gründern der Ondadent Zahnzentren.
Dentalbrüder Podcast
Folge 14 - Dentalbrüder - „Zu Gast: Zahntechniker Leclaire“
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Zahntechnikermeister Benjamin Leclaire ist zu Gast. Wir sprechen über digitale Zahnmedizin.
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Patient Praxis Grüner von Dr. Tim Krämer und Dr. Julius Krämer im Gründen mit dem anderen Fanzen eigentlich müssen wir mit dem Lachen schlafen.
SPEAKER_02Ja, herzlich willkommen. Schönen guten Abend mal. Wir haben heute eine Abend- bis Nacht-Folge. Einen Abend. Der liebe Benjamin Leclerc himself ist zu Besuch. Schön, dass du da bist, Benni. Danke dir. Herr Leclerc. Danke, dass ich kommen durfte.
SPEAKER_03Selbstverständlich. Sehr schön, dass du da bist. Man kann ja deinen Namen so zusammen mit Herkules, Achilles, Benjamin Leclerc. Eine Reihe. Eine Reihe quasi.
SPEAKER_01Da wird es lachen. Wenn meine Freude hier wird, ihr würde sagen, meine Kinder, die wollte ich genauso nennen. Achilles war tatsächlich bei mir an der ersten Stelle. Achso, das war tatsächlich so.
SPEAKER_02Gleich nach Agamemnon, Hephaistos. Attila. Attila. Dracula, ja. So kennen wir dich. Warum sitzt du hier? Benni ist der kongeniale Techniker, Meister und Inhaber von Civitas Dental. Heute mit 2020 FC Eschweiler Werbung. Er hat diese Shirts auch mit Unbezahlte Werbung an dieser Stelle. Unbezahlte Werbung. Achtung. Alle in diesem Verein. Seine Kinder spielen alle dort Fußball. Meine Fußballkarriere ist 30 Jahre her. 30 kommt, glaube ich, gut hin.
SPEAKER_03Meine war rein digital in FIFA.
SPEAKER_02Da mache ich gar nichts. Ja, so kennen wir ihn. Gut. Ja, warum bist du hier, Benni? Wir wollen mit dir sprechen über Zähne. Ich mache dir das Mikro noch ein bisschen näher. Wir wollen heute sprechen über Zähne, über deinen Job als Zahntechniker, über die Schnittstelle Zahntechnik zur Zahnmedizin. Wo sind die Schnittstellen? Was sind die wichtigen Schnittstellen? Was macht man heute so? State of the Art im Jahre 2026. Thema digitale Zahnmedizin, digitale Zahntechnik. Ja. Da bist du nun.
SPEAKER_03Vielleicht erzähl mal was von dir.
SPEAKER_01Kurz zur Person erstmal. Also so ein kleines Handy, da steht drauf, Benny, Vorstellung. Ja, stell dich mal vor, hast du gespoilert, die wir jetzt gestript haben. Das ist alles aus der Hüfte. Der Lüge.
SPEAKER_03Also Benjamin darf nicht mehr kommen.
SPEAKER_01Schneiden wir raus. Du hast gesagt, 30 Jahre, 30 Jahre bin ich tatsächlich jetzt in der Zahntechnik unterwegs. Ich habe 1996 mit der Zahntechnik angefangen. Das mache ich bis heute.
SPEAKER_03Da habe ich das Atmen angefangen.
SPEAKER_01Ja, da seht ihr mal, weil ich mich gut erhalten habe. Die sprachen eben schon über den Bart. Aber sieht erwachsen aus. Ja, 1996 mit der Zahntechnik angefangen. Dann habe ich nach 1996, ich glaube 2005 habe ich dann die Meisterschule besucht, habe dann da meinen Meisterbrief bekommen, mich dann während der Meisterschule schon selbstständig gemacht. Und ja, und heute bin ich, ich sag mal, über Zahndesign Benjamin Leclerc bis hin zu Civitas Dental etwas gewachsen. Sprich, wir sind jetzt, glaube ich, ich will jetzt gar nicht lügen, aber ich glaube, wir sind jetzt vier Niederlassungen und 130 Mitarbeiter. Ich würde mal sagen, ein Konzept mit Erfolg. Nein, eigentlich nicht. Aber tatsächlich, glaube ich, funktioniert Zahntechnik dann anders als früher, eben nicht mehr mit dem Wachsmesser, sondern man muss sich halt sehr professionell aufstellen. Und da gab es ganz sicher, ganz viele Zeiten, wo ich dann einfach mal komplett neu umorganisieren musste, mich neu erfinden musste, in dieser doch sehr schnelllebigen Zeit.
SPEAKER_02Wir haben es ja aufgrund unserer langen Zusammenarbeit auch ein bisschen mitbekommen. Also ich erinnere mich noch an die Good Old Days, als ich damals noch im Studium hing. Wie lange ist mittlerweile her? 14, 15 Jahre, ich weiß es nicht. Da war ich bei dir noch in diesem Labor, in der alten Wohnung, über dem, in dem Haus von dir, auf der zweiten Etage war das. Und ja, das war zu Studiumszeiten noch. Dann hast du dich ja vergrößert auf der Marienstraße mittlerweile. Das ist ja jetzt voll ausgebaut, bis jetzt auch auf.
SPEAKER_01Ich muss gerade unterbrechen, es war bei mir nicht die Garage, es war tatsächlich ein Zimmer in der Etage. Was habe ich gesagt?
SPEAKER_02Du hast gerade Garage gesagt.
SPEAKER_01Ich habe gesagt, es war bei mir nicht die Garage, sondern es war die erste Etage in einem Reihenhaus, wäre jetzt übertrieben, aber es waren, glaube ich, zwölf Quadratmeter oder 16 Quadratmeter klein. Und da fing halt alles an. Das wurde dann irgendwann etwas größer. Und dann darfst du jetzt gerne weitermachen. Du warst auch dabei, als es dann wuchs. Wuchs. Da warst du im Studium.
SPEAKER_03Ja, ich habe meinen ersten Job bei dir gemacht. Als Fahrer oder Gauklor, ich weiß bis heute nicht, was ich eher war. Sehr unterhalten.
SPEAKER_01Eher Letzter ist. Ich will nicht sagen, du hast ein Beruf verfehlt, du bist sicherlich ein guter Zahnarzt, aber Stand-Up, das hat das Konzept von Kasten. Gauklor Julius.
SPEAKER_03Troubadeur.
SPEAKER_04Viele gute Leute.
SPEAKER_03Ja, war eine lustige Zeit. Gauklor von Julius. Ich habe zwischen Schule und Studium bei dir Fahrer gemacht, ja.
SPEAKER_01Ja, die Familie Krämer ist schon lange mit mir unterwegs. Da gab es ja noch den Krämer Senior. Richtig. Hallo Rainer. Wir vermissen dich sehr.
SPEAKER_02Papa muss ja auch mal eine Folge rein, definitiv.
SPEAKER_01Für Geriatrie, oder?
SPEAKER_03Das wird jetzt rausgeschnitten.
SPEAKER_02Nee, das bleibt bitte. Der Geriatrie-Podcast.
SPEAKER_01Ja, aber tatsächlich, wenn wir über deinen Vater reden, es war ja dann tatsächlich die Generation, die noch gar nicht so viel, um nicht zu sagen, gar nichts digital zu tun hat. Also die Zahntechnik hat sich wirklich in den letzten 10, 15 Jahren, 20 Jahren vielleicht, hat sich dann dramatisch verändert. Und das Wachsmesser von früher, das gibt es halt nicht mehr. Das ist inzwischen nicht nur ein Rechner, das sind mehrere Rechner, die man dann im Labor stehen hat. Um nicht zu sagen, auch Fräsanlagen und eben nicht mehr die Gussmaschine, die bei mir im Labor, es wird gereinigt, aber inzwischen fast verstaubt, weil die so selten genutzt wird.
SPEAKER_02Aber du hast selber auch quasi ein Fräszentrum bei dir. Das heißt, alle Arbeiten, die wir mit dir und du mit deinen anderen mannigfaltigen Kunden machst, werden ja bei dir selber im Labor mit 17 Achsfräsen.
SPEAKER_03Fünf Achs.
SPEAKER_01Fünf Achs. Labor eine Drehung wie die Fräsanlagen, aber rein, die ist so schwer, da kann man nichts mehr drehen. Wir hatten früher kleine Fräsanlagen, die wurden dann von kleineren Dentalfirmen zur Verfügung gestellt, um nicht zu sagen, die konnte man kaufen. Dann habe ich aber festgestellt, dass da die Qualität doch noch zu optimieren ist und dann gab es Industriefräser. Und jetzt haben wir dann einige größere Fräsanlagen bei uns im Labor stehen. Und da werden, so wie du sagst, die Arbeiten sowieso selbst angefertigt. Wir fertigen aber auch für andere Labore und wir fertigen auch für andere Zahnärzte. So sieht es aus. Die Zukunft, ja. Die Gegenwart.
SPEAKER_03Die Gegenwart. Ja, das Ganze kam ja quasi dann bei uns mit dem Scanner. Das war quasi so die Fochte dafür. Ja, für uns hat sich viel geändert mit dem Scanner. Wir waren ja auch nicht die allerersten, die da Lust drauf hatten. Ich bin immer der Meinung, man kann es. Wir waren schon ziemlich viel gemacht. Ja, mit dem ersten Scanner. Aber da waren wir nicht glücklich mit. Das wollen wir jetzt nicht vertiefen. Nee, lass mal einfach. Ich glaube, in den letzten drei Jahren hatte ich da nochmal einiges getan von der Qualität des Scanner und was du so auch bekommst.
SPEAKER_01Also tatsächlich ist es ja so, ich habe ja eben schon stockend gesagt, dass seit 20 Jahren schon digital gearbeitet wird. Und natürlich ist es so, dass vor 20 Jahren natürlich qualitativ, ich will nicht sagen, minderwertig gearbeitet worden ist, aber natürlich aus dieser Zeit hat sich viel entwickelt. Und ich würde mal sagen, seit drei, vier Jahren ist es so, dass man wirklich mit gutem Gewissen Scanner nutzen kann. Da würde ich dann auch eher so die Markengeräte, ich will jetzt gar keine Werbung machen für irgendeinen. Also ich bin käuflich zu bekommen.
SPEAKER_02Wir werden nicht gesponsert oder sonst was, wir sind komplett unabhängig. Wir dürfen auch Marken nennen. Wir machen dann immer diesen kleinen Disclaimer dazu, dass es keine Werbung ist. Also es gibt. Meldet euch bei Benni. Nein, es gibt eigentlich ein paar Scanner am Markt, die sinnvoll sind, um damit hochwertig, qualitativ, absolut präzise zu arbeiten. Wir nutzen sicherlich einen davon. Es gibt noch andere Firmen. Man kann ja mal ein paar nennen. Das ist iTero ist einer von Line, dann gibt es...
SPEAKER_03Nur mal Vor- und Nachteile. iTero finde ich super. Das hat mir mal, wer hat das mal erzählt? Ich weiß es gar nicht. Die beste Erfindung, die die da hatten, ist, dass das Ding fahrbar ist. Dadurch ist das ganze.
SPEAKER_01iTero hat die Rolle entdeckt. Genau. Ja, das Rad. Ja, das Rad am Hunde.
SPEAKER_03Nein, aber auch für die Leute da draußen, die da zugucken. Die meisten Scanner muss man ja per Hand so durch die Praxis tragen, mit einem PC noch dazu, mit einem Laptop. Das Ding kannst du einfach so durch die ganzen. Ich meine ja. Nein. Nein, nicht, aber gab es schon ein anderes mit Card vorher komplett? Ich meine ja.
SPEAKER_01Das haben vielleicht manche nicht gekauft, weil es dann nicht für nötig befunden wurde. Okay, dann nehme ich das zurück. Sicherlich gab es. Also ich habe noch so einen U-Alt-Scanner, den hatten wir irgendwo in einem Labor rumstehen und das war schon ein Knüppel. Da müssen wir über die Qualität sprechen. Aber ja, es gibt ein paar Scanner, die haben ein Kabel und manche haben kein Kabel. Ob man sich daran aufhalten will, weiß ich nicht. Manche sagen, wenn dann kein Kabel ist, dann verliert man manchmal die Verbindung. Kabel stört mich null. 0,0. Also finde ich überhaupt nicht. Ohne Kabel, ich habe beides da. Mit diesen Sensoren. Am Ende des Tages, glaube ich, sollte man einen Scanner nehmen, der bekannt ist, von dem man weiß, dass er schon häufig verkauft worden ist, auf den Support ein wenig achten. Und ja, man muss damit klarkommen. Aber Scanner, glaube ich, die können inzwischen alle etwas, um nicht zu sagen, die Scanner sind meistens nicht das Problem, sondern die Personen, die den Scanner in der Hand halten, beziehungsweise das Labor, das mit den Daten umgehen muss, um nicht zu sagen, die Fräserlage. Weil die Fräsanlage, die ist natürlich da nochmal wichtig.
SPEAKER_03Parameterscheidestellungen. Ja, auch so Sachen von so ShareSide-Sachen. Das ist, werde ich ganz häufig gefragt, vielleicht für die Patienten auch teilweise wichtig. Es gibt ja schon mal so diese Scrone direkt am gleichen Tag bekommen. Ja, aber das ist ja auch nicht. Ja, Moment. Das, äh. Entschuldigung, okay, dann du.
SPEAKER_01Nein, also Chair Side stimmt schon, aber das kann ich als Labor ja auch leisten oder wir als Labor als Zahntechniker.
SPEAKER_02Lass uns aber einen Schritt mal zurück. Wir haben ja auch Patienten hier und nicht nur Kolleginnen und Kollegen, die nicht wissen, was heißt denn jetzt Chair Side. Also Chair Side bedeutet, Julius wollte es gerade erklären, mach ruhig bitte.
SPEAKER_03Ja, dass du quasi am Vormittag kommst, dir einen Zahn schleifen lässt und am Nachmittag die Krone eingesetzt bekommst.
SPEAKER_02Die Werbung ist aber dahingehend, dass sich Kollegen eine kleine Fräse in die Praxis stellen, in der Größe eines Schranks, sag ich mal, eines kleinen Schranks. Und diese Fräse wird dann halt mit dem Scandatensatz befüttert und dann fräst diese Fräse innerhalb von vier Stunden oder was, ich weiß nicht, wie die Zeit, ist, ist egal, fräst diese Fräse dann eine Krone. Aber da muss man natürlich ganz offen drüber sprechen, dass diese Fräse, wenn ich die mit deiner Industriefräse vergleiche und noch was anderes. Und natürlich nicht die exakte Qualität, Präzision, Randschluss bringen kann, wie eine Industriefräse. Die Industriefräse kostet es Fünffache und ist fünffach so groß. Und vielleicht sagst du dazu mal zwei, drei Sätze. Auch bei dir ist das natürlich in der Schnelle der Zeit möglich, das zu bekommen. Aber natürlich nicht als Praxislösung, wo du dann ins stille Kämmerlein gehst und dann hast du dann da so eine kleine Fräse. Vielleicht dazu mal ein, zwei Unterschiede.
SPEAKER_01Ja, vielleicht jetzt erstmal zum Chair-Side. Chairside übersetzt am Stuhl hergestellt. Und ich glaube, am Stuhl fräst keine Fräsanlage, die steht dann meistens dann irgendwo in der Praxis im Flur. Qualitativ, das hast du gerade eben schon angerissen, ist das natürlich ein Unterschied von einem Industriefräser qualitativ. Da geht es halt dann um Fräswege, da geht es um Strategien, die hinterlegt sind und natürlich eine Fräsanlage. Und ich überlege gerade, wie groß die ist. Ich glaube, die ist bei mir 1,50 Meter hoch, nur die Anlage, plus noch den Unterschrank. Meter fünf Meter breit, Meter tief, also das ist schon ein richtiger Klumpen. Und da mussten wir vorhin den Statiker anrufen und fragen, ob wir dann diese Fräsanlagen alle dann in Reihe stellen durften. Versus diese Chair-Side-Fräsanlage, die natürlich aus einem kleinen Schrank steht, ich darf das mal zeigen, ist ungefähr so groß. Damit kann man kleinere Blöcke fräsen. Manche brüsten sich auch damit, was man dreigligere Brücken oder etwas Größeres fräsen kann aus einem Block. Zeitlicher Vorteil sicherlich ja, wenn man, und jetzt kommt das aber, kein so ein tolles Labor wie Civitas Dental dann doch ist, um die Ecke hat. Und deswegen haben wir halt auch mehrere Niederlassungen, dass sie auch das leisten können. Das heißt, der Zahnarzt geht halt hin, der scannt die Zähne, schickt mir die Daten ins Labor, das geht ja quasi in Echtzeit, da kann man drauf warten. Dann habe ich einen Techniker abgestellt, der natürlich sehr versiert ist. Und da würde ich sagen, der ist versierter als ich will jetzt kein diskriminieren, aber der macht das halt den ganzen Tag. Ich glaube, da muss man nicht drüber sprechen, dass diese Person sehr schnell ist in dem, was sie dann tut. Dann wird das gefräst, dann wird das gesintert und dann natürlich noch die Auslieferung mit einzurechnen. Und ob das immer so gescheit ist, alles sofort zu machen, man hat die Möglichkeit, es wird tatsächlich sehr selten abgefragt, aber die Möglichkeit haben wir halt. Und dann wird noch das Ausliefern eingerechnet. Und wir von CWDAS sind eigentlich so örtlich platziert, dass wir eigentlich jede Praxis in, sag mal, fünf Minuten bis einer halben Stunde beliefern können. Bei uns ist es ganz einfach. Einfach um die Ecke.
SPEAKER_02Absolut fünf Minuten. An dem Punkt hatte ich mir vorgenommen, dass ich eine kleine Patienten-Story mit einfließen lasse, die du mitbegleitet hast, lieber Benni. Eine ganz liebe Patientin aus Würseln war das. Ich sage natürlich jetzt keinen Namen, wie immer, aber wir lassen gerne schon mal Patienten-Storys mit einfließen, weil das halt auch interessant ist, mal so einen Klinikfall zu hören. Ganz liebe Patientin aus Würseln hat einen Zahn in der Front entfernt bekommen. Und am selben Tag haben wir den Zahn entfernt, das war ein abgebrochener Zahn. Sie hatte einen Sturz, ist der Zahn abgebrochen, das heißt, nur noch die Wurzel steckte im Knochen. Wir haben in Würseln dann chirurgisch die Wurzel entfernt. Das wird mit speziellen Periotomen gemacht, damit man die Wurzel ganz vorsichtig schonend aus dem Knochen schälen kann. Dann haben wir in der gleichen Sitzung ein Implantat inseriert und du hast quasi von mir dann auf dem inserierten Implantat direkt einen Scan bekommen. Das heißt, man schraubt oben dann ein Scanbody ein. Das ist so eine Scanhülse, womit der digitale Scanner erkennt, wie das Implantat exakt sitzt. Dann hast du direkt im Labor angefangen, eine Krone auszuarbeiten. Und ich glaube zwei Stunden, drei Stunden später oder vier Stunden später, ich weiß nicht mehr, wie viele Stunden es waren, kamen dann die Krone ins Labor und wir haben direkt eine perfekt passende Krone auf das Implantat setzen können. Mit der Gingiva-Gestaltung, also mit der Gestaltung am Zahnfleischrand, was ganz wichtig ist, und natürlich mit den entsprechenden Kontaktpunkten zu den Nachbarzähnen. Achtung, aufpassen! Diese Kronen dürfen unter keinen Umständen in Okkusion sein, also die dürfen keinen Kontakt zum Gegenkiefer haben. Und es ist eine rein ästhetische Konstruktion. Das heißt, es ist nur für Patienten, die ästhetisch was haben möchten. Aber den Fall, den hatte ich mir aufgeschrieben, dass man das mal wunderschön erwähnen kann, dass man von Zahnverlust bis zu Implantat mit zumindest ästhetischer und noch nicht voll funktionsfähiger provisorischen Krone sechs, sieben Stunden fertig ist. Also wenn man sich Zeit lässt. Ja, man kann es auch schneller machen. Aber mit fahren und abholen, also bringen, du musst ja die Krone dann auch in Standort bringen. Also lass es fünf, sechs Stunden gewesen sein.
SPEAKER_03Dann macht Schwerzeit Sinn für so Sachen. Ja, definitiv.
SPEAKER_01Also es wird auch recht viel abgefragt, gerade wenn es um Implantation geht. Muss ja nicht dann nur die Krone sein. Teils wird dann auch, wenn das Implantat inseriert worden ist, eine individuelle Einhaltsschraube dann hergestellt. Auch gute Sache auch. Das geht halt alles wirklich schnell und wenn es um eine Krone geht, die gefräst wird, die wird natürlich jetzt nicht individuell hergestellt, sondern die wird dann aus einem Block gefräst. Dieser Block ist auch mehrfarbig, also keine Angst haben, dass da irgendwas nicht ästhetisch stimmt. Das dauert aber dann eine halbe Stunde das Fräsen. Das Konstruieren dieser Krone dauert dann auch nochmal. Ich sag mal, eine halbe Stunde, das Ausarbeiten. So ein bisschen muss man immer beten. Natürlich, so eine Fräsanlage fällt manchmal auch aus wie so ein Computer. Deswegen bin ich froh, dass wir gleich mehrere Fräsanlagen haben, auf die ich dann halt umswitchen kann, wenn das mal passiert. Weil das passiert natürlich immer dann, wenn es nicht passiert ist.
SPEAKER_03Ja, klar. Ja, das ist auch normal.
SPEAKER_01Das wenn es im Labor irgendwas passiert, ist echt selten, aber wenn es passiert, passiert es immer dann, wenn es nicht passiert ist.
SPEAKER_03Aber normal. Montagmorgen, das WLAN funktioniert nicht. Solche Sachen sind immer.
SPEAKER_01Sie mit der eigenen Familie als Patient.
SPEAKER_03Ja, das stimmt. Ja, aber würdest du insgesamt sagen, Zahntechnik ist für dich angenehmer geworden seit Digitalisierung scannen oder wie ist die Qualität geworden? Die Qualität ist besser geworden, sagst du Kunst?
SPEAKER_01Also Zahntechnik, ich habe meinen Beruf schon immer geliebt und früher habe ich das auch das Wachsmesser geliebt und ich glaube, der Neanderzahler hat früher auch mal die Rauchzeichen geliebt. Das hat alles was Schönes, aber tatsächlich ist es so, dass natürlich die Reproduzierbarkeit, gerade wenn es um die Fräsanlage geht, da werden Passungsparameter, die werden kundenspezifisch hinterlegt und dann gibt es quasi auf Knopfdruck die gleichen Passungsparameter.
SPEAKER_03Mit Kunden meint er die Zahnärzte, nicht die Patienten. Ganz wichtig.
SPEAKER_02Und selbst von Praxis zu Praxis hast du für jeden Arzt ein eigenes Profil. Das heißt, wenn ich dir was schicke, wird Profil till the Terminator abgerufen. So heißt das wahrscheinlich auch.
SPEAKER_03Mit so zwei toten Köpfen rechts und links.
SPEAKER_02Al Julius und so ja, aber ist doch perfekt, dass das so einzustellen ist und dadurch auch die Qualität erreicht werden kann.
SPEAKER_03Ja, ich finde auch schön den Vorteil zum Beispiel: was hatten wir letztens mal? Da hatten wir gescannt, eine Brücke gemacht und gibt es ja auch schon mal, dann gab es zu einem Brückenbruch, ne? Das ist sehr selten geworden dazu Dank, aber gibt es ja auch schon mal. Dann musste man nicht erst wieder Provisorium und alles neu basteln, sondern ich habe dich angerufen, hab gesagt, fress mir die nochmal und zack, dann kommt die einfach über den Scan in die Praxis. Patientin kam, kriegt direkt die neue Brücke eingesetzt und fertig. Das sind so Vorteile, was du meinst, reproduzierbar. Das ist einfach schön.
SPEAKER_01Es ist halt so, diese Arbeiten, die halt eh digital hergestellt werden. Das heißt, auch wenn ein klassischer Abdruck kommt ins Labor und dann wird er auch eingescannt, dann liegen da auch die digitalen Daten vor. Und diese Daten, die kann man natürlich dann so nochmal ausfräsen, um nicht zu sagen, das Modell drucken. Das dauert übrigens was länger, wenn man in der vernünftigen Qualität haben will. Es ist aber tatsächlich auch so, wenn so eine Schiene, so eine Aufbissschiene beispielsweise mal gefräst wird und die bricht, dann muss man sich als Zahnlichen wirklich schon fragen, ob es nicht dann wirklich sinnvoller ist, so eine Schiene mal aus so einem Blank mal rauszufräsen. Ob das nicht schneller und günstiger ist, als die dann wirklich ins Labor zu holen, abzuholen, zu reparieren.
SPEAKER_02Also ich muss sagen, von der Passung der Schienen. Ja, seit wir digital arbeiten, sind die Schienen wahnsinnig gut.
SPEAKER_03Also, Schienen waren früher was, weil es dann auch oft schon mal mit Algis gemacht wurde, was dann schon mal so ein bisschen schwierig ist. Algis sind. Alginatabdrücke, klassische, einfache Abdrück. Und seit wir die scannen, haben wir eigentlich gar keine Probleme mehr mit Schienen, die passen eigentlich alle.
SPEAKER_01Das kann ich auch so nur bestätigen. Also früher, ich habe da eine Statistik geführt, dann war es bei diesen Alginatabdrücken. Ist ein günstiges Material und für euch zur Erklärung, günstiges Material, das der Patient recht gut verträgt, weil es auch schnell aus dem Mund kommt. Scannen ist natürlich besser, da kommt keine fiese Paste in den Mund. Aber weil es halt auf Basis von Wasser funktioniert und wenn es nicht sofort ausgegossen wird, Es oft auch zu Verzügen kommt und wenn kein Athersiv verwandt wird und der falsche Löffel, meist perforierter Löffel, der Fahrer, das falsch transportiert, zu spät ausgelossen wird und alles, was da für Probleme entstehen können, ist es leider so, dass wir früher, glaube ich, muss man von einer Erfolgsquote von knapp über 70 Prozent hatten. Das heißt aber, drei von zehn Schienen, die fielen halt immer wieder aus. Also im Sinne von, die passten da nicht. Das war immer sehr ärgerlich, kostet natürlich dann auch viel Geld. Und es ist auch so, dass auch kundenspezifisch unterschiedlich. Der eine Kunde passte etwas mehr auf, der andere weniger. Aber so im Gesamten war das halt im Labor dann so. Und seitdem diese Kunden, Zahnärzte halt den Scanner benutzen und die natürlich so ein bisschen an die Hand genommen werden, stellenweise, wenn es dann zu Fehlern kommt. Seitdem haben wir auch fast überhaupt gar keine Probleme mehr.
SPEAKER_03Ich muss auch sagen, ich war ja lange ein bisschen skeptisch, weil dieser erste Scanner, den wir hatten, hat uns nicht so gut gefallen. Dann haben wir es wieder zwei Jahre gelassen, wieder komplett klassisch gearbeitet, mit richtigen Abdrücken. Dann den neuen Scanner und dann so nach zwei Monaten, die ein bisschen beschwerlich zusammen waren, hat man sich dann zusammen eingegruft und seitdem, also es lohnt sich.
SPEAKER_01Es war ja auch eine sehr schmerzhafte Zeit. Nackenschmerzen bereitet. Nein, aber es ist tatsächlich so, wenn man natürlich ein System umstellt, dann ist das erstmal alles spannend. Als Zahntechniker ist man dann oft auch sehr selbstbewusst unterwegs und sagt, an mir liegt nichts. Also das ist meine Natur. Aber also am Ende des Tages, dann muss man schon sehr selbstkritisch fragen, wenn da ein Zahnarzt mit einem Mikroskop und einer spitzten Sonde am Zahn ist und der sieht da etwas, dass man das auch mal alles hinterfragen muss. Ja, ich war am Anfang auch so wie du sehr kritisch mit diesen Dingen. Aber so jetzt muss ich sagen, dieser Scanner, der ist fantastisch.
SPEAKER_03Ich muss auch sagen, so seit jetzt so anderthalb Jahren ist es einfach. Patienten sind lieben ist.
SPEAKER_01Ist halt ein anderer Arbeitsablauf, das muss man halt sagen. Das ist nicht mehr so wie früher bei uns im Labor, dass da ein Techniker hingeht, macht dann da Gips rein, das machen wir heute auch noch, aber deutlich weniger. Selbst Gips-Expansion und dann bricht man etwas ab und wenn da irgendwas ist, das Modell ist irgendwann weg, dann kann man da nicht mehr neu drauf arbeiten. Wenn die digitalen Daten vorliegen, ist das gedruckte Modell schlechter als der digitale Datensatz. Das heißt, ich jetzt bei mir im Labor, ich drucke mir ein Modell und das liegt dann irgendwo bei 50 μ, 70 μ Genauigkeit und das ist für uns in der Zahntechnik eine Welt. Das ist halt nicht schön. Also mich stört das. Und wenn ich das nur einmal verbessern will um die Hälfte, also von 50 oder 25 μ gehen wollte, dann druckt das Modell nachher dann auch mal doppelt so lange. Und dann bin ich bei 25 μ und das ist für mich immer noch eine Welt. Also das ist nichts, weil ich jetzt im Labor akzeptiere. Zumal der Scanner, wo liegt er bei euch? Bei 2, 3 μ irgendwo in dieser Ecke. Also diese Laborscanner, die wir haben, die arbeiten in dem Bereich. Und dann muss die Fräsanlage natürlich das Ganze rausreißen. Also das Modell ist für mich eigentlich nur ein Trägermodell. Die Qualität, die kommt dann aus der Fräsanlage.
SPEAKER_03Quasi rein digital.
SPEAKER_01Genau. Und da muss man natürlich auch dem Zahntechniker am Ende des Tages dann vertrauen, dass wenn die Krone rauskommt, dass der Rand dann unter Mikroskop ausgedünnt wird und nicht unterkonturiert wird. Das war nämlich damals dann so das Problem bei uns. Das habe ich jetzt als.
SPEAKER_02Bei euch im Labor, Benni, sage es.
SPEAKER_01Ich muss jetzt die Konkurrenz schlau machen. Ich habe gerade davon gesprochen, dass ja das gedruckte Modell schlechter ist. Das heißt, das ist ein Grünstoff. Das Modell schrumpft und wenn ich jetzt natürlich dann eine perfekt passende Krone auf diesem schlechten, gedruckten Modell passend machen will, dann unterstützt.
SPEAKER_02Sag schlechter als der Karte.
SPEAKER_01Aber ich finde diese gedruckten Modelle in dieser Qualität inzwischen gruselig. Da liebe ich wirklich das Gipsmodell, da kann man nämlich wirklich nochmal die Passungsparameter kontrollieren. So muss man der Fräseanlage vertrauen und natürlich den Technikern und auch dem Feedback, dem Zahnarzt dann, vertrauen. Also immer wieder, wenn sowas dann bei euch mal in der Praxis passiert, sofort mit dem Laboranruf und sagen, der Rand ist unterkonturiert, wird man nachforschen, woran das liegt. Das liegt nämlich nicht daran, dass der Scanner oder dass die Präparationsgrenze nicht erkannt wird, sondern manchmal liegt es, allerdings darauf liegt es auch daran, dass der Zahntechniker einfach zu großzügig an den Rand gegangen ist oder auf dem gedruckten Stumpf die Sikrone ausgedünnt hat. Das muss ich schmerzhaft erleben. Ich oute mich, ich habe es in den Griff bekommen. So ich aus.
SPEAKER_03Ja, wir haben echt eigentlich Randschluss gar kein Thema mehr, seit wir.
SPEAKER_02Was auch immer eine schöne Sache ist, wenn man selber mal überprüfen möchte, parallel einen Silikonabdruck nehmen und dann die Krone rübersetzen.
SPEAKER_03Für die Kollegen vielleicht auch spannend, das haben wir in der Anfangsphase ganz, ganz viel gemacht. Wahrscheinlich die ganze Zeit sogar. Wir haben einfach mal, ich glaube, fast ein halbes Jahr lang alles doppelt gemacht, quasi gescannt und einen Abdruck, das ist ein bisschen mehr Arbeit, aber das lohnt sich. Und das war nervig. Das war nervig, ja. Aber man nähert sich dann an das Neue. Sieht mal pro und contra. Also kann ich nur empfehlen, das war für den Übergang schön. Und dann Stück für Stück immer mehr.
SPEAKER_02Also jetzt im Nachhinein nach den paar Jahren jetzt darauf zurückzublicken und zu sehen, wo jetzt aktuell die Qualität ist, es war eine harte Reise, würde ich sagen. Also das war schon sehr emotional auch teilweise. Nackenschmerzen.
SPEAKER_01Da haben wir irgendwas Gespräch geführt, Till, wir können entweder nicht arbeiten oder wir müssen irgendwas ändern. Aber das war, glaube ich, auch der Zeitpunkt, als dann irgendwann funktioniert hat, Gott sei Dank.
SPEAKER_02Ja, es war dann wirklich irgendwann, also du erinnerst dich noch an den Fall, wo wir überhaupt darauf gekommen sind, dass das zu starke Ausdünnen zu dieser Randschlussproblematik führen kann. Da erinnerst dich an die Patientin, wo wir drei Sätze neu gemacht haben mit Abdruck und dann nur gefräst, ohne Ausarbeitung. Und wir hatten Gott sei Dank eine Patientin, die das alles mal mitgemacht hat. Wir haben drei verschiedene komplette Kronsätze dahergestellt. Also du hast die hergestellt. Und ja, das ist natürlich auch schön, wenn man da so jemanden hat wie dich, der dann auch Bock hat, dieser Sache auf den Grund zu gehen.
SPEAKER_03Fantastische Überleitung zu unserem nächsten Überthema. Jetzt kommt Julis Überleitung wieder. Ja, ich habe mir eine gewisse Vorstellung. Nein, also grundsätzlich war jetzt sehr viel über digitales Arbeiten und so. Grundsätzlich Zusammenarbeit, Zahnarztzahntechniker, wäre vielleicht mal ein spannendes Thema. Was ist uns wichtig? Was ist dir wichtig? Ist ja für beide wichtig. Also wir haben natürlich diesen Riesenluxus, dass du fünf Minuten Gehweg von uns entfernt bist. Und das kann ich auch jedem Kollegen nur raten, der die Möglichkeit hat. Man kennt das gleich noch aus den frühen 80er, 90ern so. Da war man als Zahntechniker so ein bisschen, wurde bestellt so quasi und durfte nicht immer mitmachen. Wir machen das so ein bisschen anders. Also du kommst dann wirklich vorbei mit an den Patienten, sprichst mit dem Patienten.
SPEAKER_01Ich glaube, das ist mal sehr, sehr, der, das hat mit früher nichts zu tun. Ja, doch, die Generation früher, die war früher schon etwas autoritärer. Ich glaube, inzwischen läuft das in unserer Generation. Ich bin auch, ich bin 46.
SPEAKER_04Unsere Generation. Hast ja.
SPEAKER_01Selbst in meiner Generation, dann muss ich am Ende des Tages nach Hause gehen und ich habe keine Lust auf Stress. Ich will eigentlich mit Spaß arbeiten und ich habe im Labor auch keine Lust auf Stress. Ich will dann auch viel lachen. Und so sollte mich dann eigentlich auch den Kundenkreis aussuchen. Und ehrlich gesagt, ich habe auch noch die älteren Zahnärzte bei mir im Kundenkreis, die jetzt kurz vor der Rente stehen. Mit den meisten bin ich per du, muss ich sagen. Ich verstehe mich auch mit allen blendend, weil die alle wissen, dass ich mir für jeden Kunde den Arsch aufreiße. Und das meine ich so, wie es ist. Das tust du. Ja, 100%. Ich meine es auch wirklich so, wie es ist. Wenn nämlich ein Problem da ist, ich tue dann so ziemlich alles dafür, dass der Patient auch glücklich ist. Ich werde auch über keinen herfallen im negativen Sinne, sondern es wird dann ein Troubleshooting geschehen und wir besprechen uns, was wir besser machen können. Und am Ende des Tages hat der Patient einfach eine perfekte Arbeit im Mund. Deswegen, viele Zahnärzte, die schreiben ja auf den Auftragsvettel einfach nur die Telefonnummer drauf, dann gibt es die Absprache, Benjamin, wenn was ist, dann melde dich beim Patienten und dann gibt es einfach nur eine perfekte Krone. Und mit perfekt meine ich wirklich perfekt, die man nicht mehr sieht. Also da rede ich jetzt nicht nur von Erpassung, das ist hier sein Lieblingsthema mit Mikroskop. Wenn das nicht funktioniert, dann kann er nachts nicht mehr schlafen. Ist so.
SPEAKER_02Aber ich schlafe extrem gut.
SPEAKER_01Aber diese perfekten ästhetischen Kronen, die sind ja tatsächlich, glaube ich, inzwischen schon Standard. Da gibt es ja gar keine Diskussion mehr drüber, ob es irgendwas. Also dass man eine Krone da zurückkommt, muss ich sagen, gibt es fast gar nicht.
SPEAKER_03Fast gar nicht. Aus ästhetischen Gründen ist extremst selten.
SPEAKER_01Es kann manchmal sein, dass beim Ausstrahlen irgendwo noch was rausgeblättert. Das hatten wir jetzt vor kurzem, das war diese Frontsein-Krone. Da vermute ich mal, dass beim Ausstrahlen mit Aluminiumoxid, dass da irgendwie was weggesprengt ist. Das ist aber dann mikroskopisch und mit mikroskopisch meine ich wirklich, dass die zu meiner linken und rechten mit Mikroskop arbeiten. Zeigst du uns das Ding jetzt, was du hast?
SPEAKER_02Nee, leider nicht. Ist in der Praxis, ich habe es nicht hier, sonst würde ich es jetzt mal zeigen. Aber wir hatten letztes Mal, glaube ich, auch schon über Lupenbrille gesprochen.
SPEAKER_03Ja, ein bisschen. Oder vorletztes Mal.
SPEAKER_02Ich bin da mittlerweile bei 4,8-fach, glaube ich, angekommen. Ich habe 3,5. 3,5, ne? Ich mache wirklich nichts mehr ohne. Gar nichts mehr ohne.
SPEAKER_01Zahntechniker Ärger Sonde, diese ganz spitze Sonde, die man dann entgegen dem Krone dann mal nach oben schiebt, um zu gucken, ob alles passt. Ja, aber so wird halt die passenden kontrolliert, aber die Ästhetik muss halt auch perfekt sein. Also wo ich halt nur gesagt habe, tatsächlich über die Ästhetik spreche ich inzwischen fast gar nicht mehr. Es ist ganz selten das Thema, das da überhaupt nochmal toll gesprochen wird. Und das Mikroskop bei mir im Labor muss natürlich auch Standard sein. Also ich glaube, bei mir im Labor, ich will gar nicht übertreiben, aber ich glaube, da sind 40 Mikroskope. Hat jeder Arbeitsplatz eins.
SPEAKER_02Dein Labor ist ja auch wirklich wie ein Raumschiff. Also es ist ja wirklich ausgestattet bis in die Haarspitzen.
SPEAKER_01Die Zeit läuft und ich gehe dann gerne mit der Zeit. Und ja, es ist tatsächlich auch im Laboralltag deutlich leichter geworden. Das muss man auch sagen. Man muss natürlich auch sagen, dass der Beruf viel umfangreicher geworden ist. So die alten Techniken, die werden ja immer noch abgefragt. Also tatsächlich die Form K-Krone, sogar das Goldgerüst. Ich habe heute tatsächlich Gold bestellt.
SPEAKER_03Ja, der Goldpreis ja jetzt auch wieder gesunken, oder? Letztens habe ich gehört. Also momentan kostet das Krampfbestellter ab 160 Euro. Er ist noch hoch, aber ich meine, er wäre jetzt nochmal so ein. Vor zehn Jahren waren es 39 Euro.
SPEAKER_01Ja, wahnsinnig. Das ist völlig krank geworden. Und bei dieser Metallfirma, die nur Metall verkauft, habe ich gehört, dass ich die erste bin seit zwei Monaten, der überhaupt Gold gekauft hat. Ich meine, eigentlich Gold ein schönes Material. Sicherlich, das meine ich auch. Das Handwerk, das vermisse ich dann schon so ein bisschen.
SPEAKER_02Das muss man echt sagen. Also Teilkronen aus Gold mit einem Bevelrand. Was? Die halten 40 Jahre, die Dinger. Da passiert. Länger. Wahrscheinlich Filmer.
SPEAKER_01Also Wahnsinn. Es gab früher so Goldinlays, die wurden reingehämmert. Das war von der Passung. Aber das ist wirklich technisch, ob das auch sinnvoll ist, da brechen auch Zähne weg. Das, was wir inzwischen können mit der Adhesivtechnik, also mit der Klebetechnik und den Keramik-Inlays, da muss ich sagen, da stehen wir deutlich besser da, als mit der Zement, also mit einer Zementverbindung von einem Inlay zu einer Krone. Weil da, wenn eine Wandung wegbricht, die bricht da deutlich schneller weg, als wenn man ein Inlay da verkleben würde. Das ist halt die Wahrheit. Und selten natürlich, dass das überhaupt gemacht wird. Also ich glaube, ich habe dieses Jahr schon mal einen Gold-Inlay gemacht. Letztes Jahr, glaube ich, gar keins.
SPEAKER_02Ich hatte dieses Jahr zwei Patienten, die wollten im Frontzahnbereich Vollgoldkronen ohne Verblendung. Habe ich dies auch schon gemacht. Hast du mir gemacht. Hast du mir, das war ich, ja.
SPEAKER_03Hatte ich noch nicht. Ich würde da auch mal gerne sowas machen. Also wenn da draußen einer eine Vollgoldkrone will, hätte ich mal Lust drauf.
SPEAKER_02Das waren zwei junge Kerle, ne? Der eine so in deinem Alter und der andere so in meinem. Ja. Und wenn die jetzt lächeln, dann haben die eine Hochglanzpolierte Vollgoldkrone. Der eine am Zweier und der andere am Dreier.
SPEAKER_01Dann muss man darauf achten, wo man sich dann bewegt, sonst verliert man den Zahn ganz schnell.
SPEAKER_03In den falschen Gegenden die Zange dran.
SPEAKER_01Also kommt nicht nach Eschwaller.
SPEAKER_03Eschwaller ist safe. Bisher. Wobei, ich gehe einmal zu Fuß. Und nicht immer, immer, immer schön, aber ja.
SPEAKER_01Zeiten ändern sich. Was steht da dann noch drauf?
SPEAKER_03Ja, wir haben noch eine Fragerunde jetzt gleich.
SPEAKER_02Oh ja, die Fragerunde wird schön. Das wird super.
SPEAKER_03Haben wir noch allgemeine Fragen? Ja, okay, dann fangen wir an. Jetzt werden wir ein bisschen, jetzt haben wir ziemlich viele ernste Themen abgearbeitet, jetzt werden wir ein bisschen entspannter. Eine Frage habe ich an mein Ohr gedrungen von einem Zahnarzt. Was ist denn der Zahn, den ihr am liebsten behandelt? Vielleicht Tilmer als erster. Was ist euer Lieblingszahn? Ja, also man hat ja Zähne, da kommt man nicht dran, die sind immer komisch. Ach doch.
SPEAKER_02Ja, Achtung.
SPEAKER_01Also natürlich.
SPEAKER_02Also, wenn es um Kronenpräparation geht, dann sind natürlich die schönsten Zähne zum Präparieren. Die 1er. Es gibt nichts Herrlicheres, als die Einser zu präparieren. Klar, man kommt super dran, man sieht schön, das, was nachher oben drauf kommt, ist auch immer eine ästhetische Aufwertung, eine extreme ästhetische Aufwertung, weil man natürlich hier von den zwei prägnanten Schneidezähnen sprechen. Beim Implantieren würde ich fast sagen, 1-6 mit externem Sinuslift ist das geilste.
SPEAKER_03Aber nicht, weil es einfach ist, sondern weil es interessant ist.
SPEAKER_02Eine schöne Sache ist, man kommt gut dran. Schön. Externer Sinuslift, immer gut. Ja, ja.
SPEAKER_01Da muss man echt irgendeinen Fabel haben. Ja, ein bisschen krank muss bei dir. Welchen Zahndesigns da am liebsten? Ja, ist mir tatsächlich völlig egal. Also ich arbeite am liebsten an der Front. Also Front ist für mich ganz klar. Das war nämlich das, was ich nach meiner Ausbildung gemacht habe. Da war ich ja dann ein völliger Nerd, wenn es um die Frontzähne geht. Damals noch klassisch mit Metallgerüst. Da gab es die ersten Keramik, also Vollkeramikmaschen. Und da habe ich mich dann hier in Deutschland soweit fortgebildet, beziehungsweise dann irgendwann auch mal mit witzigerweise 22, 21 schon angefangen, Fortbildungen zu machen. Das ist für mich ganz klar die Front mit allem, was dazugehört. Es ist nicht der einzelne Zahn, wirklich die Front. Dein Papa hat immer gesagt, von dem habe ich das gelernt, das ist die Partyzone. Da muss alles perfekt sein. Damals war diese Möglichkeit oder bestand die Möglichkeit nicht immer, da gab es halt mit dem Metallgerüst immer ein paar Schwierigkeiten. Da gab es auch noch nicht diese Klebeverbindung, die man heute so hat. Das gibt es aber heute. Und deswegen kann ich heute sagen, die Front, ganz klar die Front. Also von der große, also der große Schneiderton Einsatz, zweier, also die großen und die kleineren, die zwei, die liebe ich. Natürlich anderen Zähne auch, aber machen wir uns nichts vor, alles, was so ein bisschen nach hinten fällt, ist halt irgendwann ästhetisch nicht mehr ganz so wichtig.
SPEAKER_03Ja, auch von der Komfort für Patienten und einen selbst bei der Behandlung schon mal nicht. So ein Siebner, Achter, ich glaube, das ist immer für Patienten und Behandler ein bisschen anstrengender als im vorderen Segment. Eigentlich am einfachsten zum Behandeln sind so Vierer. Weil in der Front hast du auch manchmal den Winkel ziemlich schwierig, von Palatinal schön zu beschleifen, von Gaumenseitig. So ein Vierer ist eigentlich immer am allerentspanntesten zu arbeiten.
SPEAKER_01Ihr als Zahnärzt, die arbeitet natürlich am Patienten. Ja, ja, du hast es so vor dir. Das ist eine Mundöffnung, das ist dann eine Zunge, die wehrt sich ja manchmal. Das habe ich ja alles nicht. Ich bin ja natürlich da in dem Fall der bequeme Zahntechniker, der auf einem so großen Bildschirm alles perfekt präpariert sieht, wenn alles gut abgeformt ist und darf dann quasi ohne Mundöffnung alles wunderbar konstruieren. Also die Konstruktion ist für mich auch jetzt nicht das, was mich jetzt so, was meine Leidenschaft da weckt. Da sollte man natürlich schon ein bisschen Erfahrung haben. Es gibt auch bestimmt da eine KI, die so ein bisschen was vorschlägt, aber die ist aus meiner Sicht meilenweit noch davon entfernt, dass man die wirklich so Standard nutzen kann.
SPEAKER_02Das dauert.
SPEAKER_01Jahre weiß ich nicht. Ich sehe halt, dass sich das alles sehr schnell entwickelt. Noch finde ich halt nicht, dass das so ausgereift ist, dass man da eine KI arbeiten lassen kann. Das wird aber kommen. Aber ich brauche dafür die Zahntechniker und digital guckt man zwar drauf, aber am Ende des Tages zählt die Krone im Mund. Und da zählt natürlich das Lachen, da zählt auch die Nase, so komisch das klingt, da zählt dann die Bipopylarlinie, da zählen die Ohren, der Lippenzug. Ja, genau, weil die Symmetrie ist nämlich bei den Patienten oft gar nicht so da. Ich versuche zwar symmetrisch zu arbeiten bei den einzelnen Zellen. Wir haben nur wunderschöne Patienten. Stimmt auch ganz sympathisch. Symmetrisch, auch unsymmetrisch schön.
SPEAKER_03Ja, nein, also. Ich bin großer Fan von Eckzellen übrigens, um nochmal zur Ausgangsfrage zurückzukommen. Ich finde, so einen Eckzahn finde ich immer toll, wenn du den so schön stramm da stehen hast und genau weißt, wenn da jetzt die Arbeit draufkommt, das hält ewig. Das finde ich immer sehr befriedigend.
SPEAKER_01Meine Leidenschaften finde ich da woanders, aber ich schenke nämlich ein Poster mit einem Eckzahn drauf. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freue.
SPEAKER_03Ich weiß nicht, ob ich das aufhänge. Ich kann es nicht so. Horizontal. So eine Kiste mit Geschenken, mit denen du wenig anfangen kannst, das könnte da drin landen.
SPEAKER_01Stell dir mal gerade vor, Till hat einen Spiegel an der Decke, Jonus hat einen Zahn.
SPEAKER_03Nächste Frage haben wir eben schon beantwortet. Ich muss hier ein bisschen, ja, ja, ich muss mich ja ans Protokoll halten. Das ist meine Aufgabe immer. Steht gar nicht drauf. Die hatten wir letztes Mal schon, ja, es ist eine logische Wahl Lupenbrille oder grobes Auge. Ich denke, das können wir alle relativ einfach und kurz machen. Till hat schon alles Lupenbrille machst du.
SPEAKER_01Ja, echt nur grobes Auge, dazu bitte.
SPEAKER_02Deswegen meint er auch, dass er dann alles passt.
SPEAKER_03Ich muss sagen, also natürlich Lupenbrille. Es gibt so manche Sachen, da mag ich es auch mal ganz gerne, weil wenn ich so mir die Mundschleimhaut im Ganzen angucke, finde ich es schon mal ein bisschen nervig, weil du hast ja nur diesen kleinen Fokus. Da mag ich es manchmal ganz gerne mal, ziehe ich mir, ich mache das oft so, dass ich nach der 01, nach der Kontrolle Lupenbrille kurz runter mache und mir dann noch einmal komplett die gesamte Schleimhaut so in der Aufklappung angucke. Weil das finde ich immer so ein bisschen einschränkend mit diesem kleinen Fokus von der Lupenkörperfahrt bewegen.
SPEAKER_01Klar, das ist ja so, wenn man eine Kronenpassung kontrollieren will, da sicherlich Mikroskop und diese Zahntechniker Ärgersonde, Schimmstockfolie, wenn es um approximale Kontakte und oklosale Kontakte geht. Aber wenn es natürlich um die Gesamtästhetik geht, da ziehe ich natürlich das Mikroskop dann aus und dann schaue ich mir das an, lasse den Patienten mal lachen. Der Patient bekommt mal einen Spiegel. Gut, wenn der Patient meistens lacht, dann zieht er dann die Oberlippe bis zu den Ohren oder über die Nase. Das sieht nicht ganz so natürlich aus, aber ja. Das wird dann das Bild von fangen.
SPEAKER_02Das kann jetzt jeder Screenshot sein. Ja, richtig. Naja, das halte ich aus.
SPEAKER_03Die nächste Frage können wir überspringen. Die haben wir schon bearbeitet in unserem Flow, ob du mehr.
SPEAKER_01Handarbeit oder digitale Arbeit?
SPEAKER_02Sag das, was du eben gesagt hast.
SPEAKER_01An dieser Stelle digitale Arbeit.
SPEAKER_02Bitte was? Mein Handy klingelt schon, Schatz ist dran.
SPEAKER_01Ich muss nach Hause.
SPEAKER_03Ja, okay. Ja, dann kommen wir jetzt langsam zur wirklichen Spaßrunde hier. Das ist ja immer unser Sir Dentelot. Kennst du ihn überhaupt? Bist du überhaupt Verfolger dieser Serie hier?
SPEAKER_01Ja, natürlich, muss ich eigentlich stellen. Ich habe mir das so zum, zum, ich habe es mir ins Ohr gesteckt und dann schlage ich dann darüber ein.
SPEAKER_03Schau mal, weiß nicht, ob das ein Kompliment ist, aber das macht meine Frau auch mit hier gemischtes Hack hier von Felix Lobrecht und so. Also die macht sowas auch schon. Ich finde das toll. Und der ist ja auch erfolgreich damit.
SPEAKER_01Ihr macht das auch total sympathisch, das muss ich ja sagen. Aber ich habe natürlich, auch an dieser Stelle, ich habe fünf Kinder, die mich dann stellt, die liebe ich sehr, aber die bringe ich natürlich auch manchmal um den Verstand. Und wenn ich die ins Bett bringe, dann geht das bei mir im Bett einfach nur. Und ich bin dann schon so neugierig, dass ich den.
SPEAKER_03Mit den digitalen oder meine Hand ab.
SPEAKER_01Also wieder!
SPEAKER_03So, wir machen jetzt einfach weiter, ohne weiteres.
SPEAKER_01Ich schaue dann auch kein Fernsehen, sondern ich stecke mal in die Kopfhörer ins Ohr und dann höre ich mir das an. Und ja, irgendwann kommt es auch dann vor, dass ich einschlafe. Punkt.
SPEAKER_02Wegen unserer beruhigenden Stimmen. Bei welcher Stimme denkst du er an?
SPEAKER_01Egal, weder noch. Also ich hab wirklich, das ist sympathisch, wenn ihr da seid. Das Lachen steckt ja dann schon an und das lenkt ab und den Kopf hat man ja eh mit all diesen Dingen am Tag dann voll. Und dann so eine. Das ist einfach fantastisch. Einfach schön. Das bleibt dann im Unterbewusstsein hängen.
SPEAKER_03Stark. Du willst dich nur aus der Fragerunde hier raus schlawinern, ne? Du darfst auch mal dran.
SPEAKER_02Julius drückt da auch immer so. Du musst eigentlich so machen. Befreiendes Gefühl. Anarbeitung.
SPEAKER_03Ich leg's jetzt auf Seite. So, jetzt bist du dran. Du darfst jetzt durch einige Fragen, die wir hier in diesem Format schon beantworten haben, stehen da nicht, die man jetzt. Herr Sonnen bekannt. Ja, wir haben damit angefangen, ich glaube, die allererste Frage, die wir hier fast beantwortet haben, was ist dein Lieblingssnack auf der Arbeit?
SPEAKER_01Oh, das Hörnchen. Hörnchen? Das Hörnchen von Mobis. Ja, ich bin kein Süßer, aber das Hörnchen ist ja nicht wirklich süß. Also ich bin kein Kuchenliebhaber, ich mag auch nicht sondern gerne Schokolade, aber das Hörnchen morgens zum Frühstück oder die Laugenecke, die esse ich dann schon mal ganz gerne.
SPEAKER_02Möchtest du uns noch was zu einem anderen Snack erzählen? So Teig, also so. Ich habe einen Insider. Achso, erzähl. Nudeln? Achso. Habe ich deinen Mitarbeitern im Labor versprochen, dass ich dich darauf anspreche.
SPEAKER_01Ja, also ist das so ungewöhnlich. Ich esse gerne trockene Nudeln. Ungekocht! Also ungekocht. Ungekocht. Natürlich trockene Nudel, richtig. Also acht. Ja, ich habe festgestellt, ich habe mal irgendwann, also ich esse sowieso gerne trockene Nudeln, aber wenn dann viel Ei drin ist, dann werden die so ein bisschen weich und dann kann man die gut essen. Also wie du isst Chips und ich esse trockene Nudel. Nee, ich esse keine Chips. Vielleicht, um das so. So ein Nudelnkörper kann keine. Um das mal aufzulösen, es gab mal eine Fortbildung, die war dann natürlich wieder digital. Da hat man uns dann irgendwo über irgendwas zusammengefunden und dann hatten wir über die Bilder auf. Und ich dachte, ich hätte das Bild weggedrückt und ich steckte mir dann so quer die Nudeln rein. Und dann kann ich das echt in meinen Zunge so, oh, und dann zieh ich die so. Und die lachten sich alle so schlapp.
SPEAKER_03Das wird dann live da.
SPEAKER_01Mein Kollege sprach mich schon darauf an, wird dann, Benjamin, isst du gerade Nudel?
SPEAKER_03Hachte trockene, trockene, ungepochte Nudeln. Das ist gut, das finde ich gut. Dein Lieblingsnack. Aber es ist nicht ein Laborchen und hachte Nudeln.
SPEAKER_01Lieblingssnack ist übertrieben.
SPEAKER_02Jeder Muskel gehört trainiert.
SPEAKER_01Eine Boshaftigkeit von der Brude, aber die esse ich nicht im Labor. Kommen wir direkt zum nächsten Stick, wer mich darauf heißt. Lieblingsnach, ich weiß es.
SPEAKER_03Marius Morgen. Marius, ich habe nichts gesagt. Okay, ich vergesse es. Marius, wie sieht es mit Lieblingsgetränk aus? Du hast gestern noch stolz von deinem Mojito als. Ich weiß.
SPEAKER_01Meine Frau konnte gestern Nacht nicht schlafen und dann habe ich zwei Mojitos aus dem Froster geholt. Da gibt es ja diese tiefgefrorene Mojitos aus der Flasche. Die habe ich dann, ich glaube um halb eins habe ich die dann mal für drei Minuten ins Arme Wasser gestellt. Dann bleiben wir so eiße, flübrig. Und dann haben wir tatsächlich, um uns einmal einfach nochmal unterhalten zu können, uns dann auch wirklich mit einem Mojito dann ins Bett gesetzt und bin genossen und dann fiel der Stress ab und dann irgendwann.
SPEAKER_02Ich notiere C2-Abusus.
SPEAKER_01Aber manchmal ist das manchmal auch mal besser.
SPEAKER_02Einfach mal in der Woche halb eins sich ein Mojito reinzuhängen.
SPEAKER_01Ja, das haben wir noch nie gemacht, aber das war tatsächlich schon. Ja, ja, das sagen alle. Klingt romantisch. Hauch nicht mal anführend. Ja, da sind schon ein paar Flaschen drin, das stimmt schon, aber ich vertrage nicht viel. Das stimmt, das habe ich schon erlebt.
SPEAKER_03Er verträgt mehr. Offensichtlich, aber mehr Blutvolumen als du. Bisschen. Ja, was haben wir noch für schöne Fragen? Lieblingsfilm. Ah ja, das ist gut. Also.
SPEAKER_01Mit Begründung natürlich. Boah, das ist echt schwer, weil in den letzten Jahren finde ich Filme echt gruselig.
SPEAKER_02Muss nicht in den letzten Jahren sein.
SPEAKER_01Ansonsten, ich habe jetzt so eine Serie im Kopf. Das ist dann die Wikinger-Serie, Vikings da. War das deins?
SPEAKER_03Hast du auch gerne Thorns geguckt oder nur Vikings?
SPEAKER_01Da habe ich angefangen, aber das habe ich echt nicht geschafft. Da sollen wir dann wieder drüber. Okay, zu lang, zu. Ja, nee, das war mir so ein bisschen zu viel Science Fiction. Du bist nicht so ein Fantasy-Fan.
SPEAKER_03Also, sobald ein Rache kommt, ist.
SPEAKER_01Es gibt so ein paar Dinge, die mag ich halt nicht. Also sobald ich dann merke, dass dann irgendwie so ein Film auf Lügen basiert, ich bin dann tatsächlich einer.
SPEAKER_03Ist ja nicht realistisch genug.
SPEAKER_01Ja, also Science Fiction, ich habe da nicht grundsätzlich was gegen, aber das muss schon irgendwo real sein. Ich bin ja sehr eingefahren, sehr eingeschränkt und Fernsehgucken ist nicht so mein Ding.
SPEAKER_03Du hast ja auch nie Zeit.
SPEAKER_01Ja, so ist es nicht. Also ich habe ja Zeit hier, FC Eschweiler, ich spiele Fußball, fünf Kinder.
SPEAKER_03Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Welche Ballsportart? Ja, ist einfach. Kannst du direkt beantworten. Weil wir sind ja alle Tennisspieler, Taschenbilliard. Ja, ich habe auch gerade, ich wollte es gerade nicht sagen, wenn du sagst, Apropos Handarbeiten.
SPEAKER_01Nein, Fußball aber auch nur deswegen, weil ich natürlich die Zeit mit meinen Kindern genießen will. Du hast ja Selbstkinder oder Kind, noch eins. Noch eins, bei zwei. Genau, ich drück die Daumen, aber da ist halt so, ich habe nie viel Selbstfußball gespielt. Aber tatsächlich ist Fußball etwas, gerade hier in Eschweiler, beim FC Eschweiler, ist das etwas, was mir total gut gefällt. Das sind tolle Menschen. Und die Kinder bewegen sich und die brauchen dann zu Hause halt eben nicht dieses Handy Social Media Gedöns und die kriegen ja auch keine Playstation. Meine Söhne hassen mich dafür. Die gehen dann zu Freunden und spielen dann da. Aber dafür sind meine Kinder echt richtig tolle Kinder. Die sind sportlich, die und das begeistert.
SPEAKER_03Der ist dein ältester jetzt. Der ist jetzt elf Jahre alt. Schon elf.
SPEAKER_01Waren sehr krass. Richtig toller.
SPEAKER_03Krass, ja, ja.
SPEAKER_01Man merkt das gerade, dass er die Kurve bekommt, anfangs, wenn man dann von der Grundschule, das fällt an meinen Kindern doch dann sehr leicht. Und dann ist er ja aufs Gymnasium gekommen. Dann muss er viel lernen, aber inzwischen merkt man schon, dass er schon anfängt, Verantwortung zu ernehmen. Schon Dinge zu reflektieren. Und das mit elf, das ist schon, das zu erleben als Papa und das jetzt nicht nur bei ihm, sondern auch bei den anderen Söhnen, das Großwerden. Es ist jetzt bei mir so, wenn die Kinder sich dann bewegen können und man merkt, dass sie körperlich stärker werden. Und diese Interaktionen untereinander mit mir, ist das ein echtes Privileg eines Papas.
SPEAKER_02Für die, die es nicht wissen, der junge Mann dazu in unserer Mitte hat fünf Jungs. Cinco, ja.
SPEAKER_03Es ist wie eine kleine Gang.
SPEAKER_01Du kannst der Pate werden von einer Frau. Ich habe eine wunderhübsche Frau, aber ich habe es jetzt nicht gezwungen, mir fünf Kinder in die Welt zu setzen, sondern es war halt so, dass ich zwei Kinder habe, also ein Elfjährigen jetzt und ein Achtjährigen. Und weil die sonst so gut gelungen sind, wollten wir noch ein drittes Kind haben und dann wurden es Drillinge. Also wenn ihr jetzt mal googelt, Osterwunder, dann stoßt er dann auf ein wunderschönes Bild vom Klinikum mit meinen kleinen Drillingen, die alle kerngesund sind, bildhübsch sind und sportlich. Toi, toi toi.
SPEAKER_02Ich erinnere mich daran, dass wir beide im Auto gesessen haben, als du den Anruf deiner Frau bekommen hast, dass es eventuell Drillinge sind. Da war ich bei und da waren wir beim Griechen, bei unserem Freund Jorgo essen. Er hat sich nur gefreut. Und es war ein wahnsinniger Spagat, ein Zwiespalt zwischen Lachen und Weinen und Wahnsinn. Also das war. Es war halt was, es war emotional ein Spagat, auf jeden Fall.
SPEAKER_01Ich verlänge es eine Herausforderung. Sicherlich war es ein Spagat. Aber ich hatte eigentlich nur einen Gedanken, nie wieder Urlaub. Das ist halt, also Urlaub mit Urlaub verbinde ich halt wirklich Erholung. Und da wurde mir klar, dass ich wahrscheinlich in den nächsten 20 Jahren keinen Urlaub mehr im Sinne von, ich weiß meiner Frau, irgendwo mal schön an die See oder ins Meer und werde mich jetzt dann einfach auf meine Frau oder auf den Urlaub, auf mich selbst dann fokussieren, konzentrieren. Aber tatsächlich verzichte ich da gerne drauf.
SPEAKER_02So. Danke, Benny, dass du da warst und danke für die Beantwortung unserer vielen Fragen und der Diskussion über digitale Zahnmedizin. Ich hoffe, dir hat es auch ein bisschen gefallen. Oh, immer gerne. Ich hoffe, du hattest genug Wasser. Nein, hatte ich nicht. Das Mojito.
SPEAKER_03Ich habe nichts bekommen. Dort hast du ein Wasserbusch. Ich habe ein Leitungswasserboden. Nein, das ist kein Leitungswasser. Risches Woll, Werbung. Aus der Plastikflasche. So, liebe Freunde, macht es gut, bis zum nächsten Mal. Und ja, danke fürs Kommen. Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
SPEAKER_01Immer gerne. Freude gemacht mit euch. Euch winke ich. Und wie war das noch mit der Stellenanzeige? Was muss ich machen?
SPEAKER_02Ja, also wir wollten jetzt nochmal sagen, dass man sich bei Civitas Dental melden kann, wenn man Zahntechniker ist und bei dir arbeiten möchte.
SPEAKER_01Also wenn ihr Bock habt, kommt jetzt zu mir. Ich bin einmal sehr diskret. Ruft mich an. Das muss ich anders machen. Das war. Ruft mich an. Oder? Reicht das?
SPEAKER_03Ich muss hier noch so ein bisschen mehr Haut drin.
SPEAKER_02Ruf mich an. Ruf mich an. Der Mann ist alles recht. Gute Nacht. Schlaf gut. Wir gehen jetzt auch ins Bett, glaube ich. Acht Uhr. Ich stimme. Tschüss.