CREATIVE SOLUTIONS - Astrologie Psychologie Potenzialentfaltung

#5 Der Aszendent Krebs

Tatiana & Sarah

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 30:06

Creative Solutions – der Podcast für kreative Lösungen, weil das Leben Fragen stellt – und wir kreative Antworten suchen.

Tatiana Schildt (Paar- & Familientherapeutin) und Sarah Kaldewey (Schneidermeisterin & Designerin) verbindet die Astrologie – ihr roter Faden durch alle Themen. Gemeinsam öffnen sie Räume für innere Erkenntnis und äußere Gestaltung.

„Creative Solutions“ vereint die Weisheit der Astrologie, die Klarheit der Psychologie und echte Lebenserfahrungen.

Hier wird neugierig und spielerisch hinterfragt, liebevoll anerkannt und ganzheitlich betrachtet.

Ob persönliche Themen, Beziehungen, Beruf, Gesundheit, Spiritualität oder innere Entwicklung: Wir geben dir Impulse, dein Leben selbstwirksam und bewusst zu gestalten.

Wir freuen uns auf unsere gemeinsame Reise,

Tatiana & Sarah

SPEAKER_01

Herzlich willkommen zu Creative Solutions, der Podcast für kreative Lösungen. Denn das Leben stellt Fragen und wir suchen kreative Antworten.

SPEAKER_02

Ich bin Sarah Kaldewey, Schneidermeisterin und Designerin. Und ich bin Tatjana Schild, systemische Paar- und Familientherapeutin. Uns beide verbindet die Astrologie. Sie ist unser roter Faden durch alle Themen.

SPEAKER_01

Gemeinsam öffnen wir Räume für innere Erkenntnis und äußere Gestaltung.

SPEAKER_02

Creative Solutions vereint die Weisheit der Astrologie, die Klarheit der Psychologie und echte Lebenserfahrung. Sie wird neugierig und spielerisch hinterfragt, liebevoll anerkannt und ganzheitlich betrachtet.

SPEAKER_01

Ob persönliche Themen, Beziehung, Beruf, Gesundheit, Spiritualität oder innere Entwicklung. Wir geben dir Impulse, dein Leben selbstwirksam und bewusst zu gestalten.

SPEAKER_02

Hallo Tatiana. Heute wird es kuschelig, gefühlvoll und vielleicht auch ein bisschen bedürftig, denn wir sprechen über den Aszendentenkrebs. Mit dem Krebs-Ascendenten betreten wir den zweiten Quadranten. Und das bedeutet, wir verlassen den ersten Quadranten, in dem es um mich, meinen Körper und meine unmittelbare Selbstwahrnehmung geht. Da hatten wir in den letzten Folgen den Widder, den Stier und den Zwilling und treten jetzt in den sozialen Raum ein, also den Raum der Herkunftsfamilie, unserer kulturellen Prägung und unserer emotionalen Verwurzelung. Der Krebs ist unsere tiefste emotionale Wurzel. Er fühlt und empfindet tiefgehend und diese angelegten Antennen gilt es für den Krebsaszendenten auszubilden. Der Aszendent Krebs ist nicht nur die Mutter oder der Familienmensch. Und das unterscheidet sich auch deutlich vom Sonnenzeichen Krebs. Beim Sonnenzeichen ist das mütterliche, nähernde Prinzip von Natur ausgegeben und beim Aszendenten ist es eine Aufgabe, etwas, das entwickelt werden will. Und genau das schauen wir uns heute an, aus der Perspektive der psychologischen Astrologie.

SPEAKER_01

Der Aszendent beschreibt die erste Begegnung mit dem Leben. Mit welcher Lebensaufgabe ein Mensch ins Leben tritt, welche Grundstrategie er hat, um der Welt zu begegnen. Für den Aszendentenkrebs ist das eine emotionale, intuitive, schützende und bindungsorientierte Grundbewegung. Gleichzeitig zeigt der Aszendent an, was im Herkunftsfamiliensystem gefehlt hat und was durch diesen Menschen ins Leben gebracht werden möchte. Der Krebs ist ja ein Wasserzeichen und er wird vom Mond regiert. Und der Mond symbolisiert in der psychologischen Astrologie die Welt der Gefühle. Er steht für unsere frühesten emotionalen Erfahrungen, für all das, was uns nährt und beruhigt, aber auch für all das, was uns verunsichert. Im Horoskop verweist der IC auf diese seelische Wurzel hin, den Ort, an dem wir unser erstes Inneres Zuhause erfahren haben. Die frühen Bindungserfahrungen, die Atmosphäre in der Kindheit, emotionale Prägungen, die sich tief in das Nervensystem eingeschrieben haben. All das wird hier spürbar. Psychotherapeutisch öffnet die Arbeit mit den Mondthemen ein Zugang zu oft verborgenen inneren Anteilen, zu verletzlichen Anteilen, auch zu Bindungs- oder Verlustängsten und unerfüllten Bedürfnissen. Und genau dort liegt auch das größte Entwicklungspotenzial.

SPEAKER_02

Und das gilt ja für uns alle. Also alle, die das Zeichen am IC zeigt an, zeigt eben genau das an, was Tatjana gerade so schön beschrieben hat. Und wir alle haben ja auch einen Mond im Horoskop und ich liebe das Bild der emotionalen Tankstelle für den Mond. Das trifft es einfach so wahnsinnig gut. Also der Mond ist die Tankstelle und das Sonnenzeichen ist das Auto, mit dem wir die getankte Kraft ausfahren. Und beim Krebsaszendenten ist man quasi der Betreiber dieser Tankstelle. Also da wird das Mondthema natürlich nochmal besonders bedeutsam. Und was ich generell als absoluten Game Changer empfinde in der Betrachtung, ist, dass alle anderen Planeten im Horoskop im Auftrag des Aszendenten unterwegs sind, also im Dienst der individuellen Lebensaufgabe. Beim Krebsaszendenten sind eben dann alle Planeten im Auftrag des Krebses und des Mondes unterwegs. Der Herrscherplanet des Aszendenten zeigt dabei an, wo und wie dieser Auftrag konkret erlebt und ausgeführt wird. Und beim Krebs ist das eben der Mond. Und deshalb werden wir heute alle zwölf Häuserpositionen des Mondes durchgehen, damit ihr ein genaueres Gespür dafür bekommt, wo euer emotionales Spielfeld liegt. Die Häuser sind die Spielfelder und die Planeten sind die Spielfiguren. So kann man sich das, glaube ich, ganz gut vorstellen.

SPEAKER_01

Genau, und Sarah sagt nochmal, was ist jetzt genau die übergeordnete Lebensaufgabe des Krebsaszendenten?

SPEAKER_02

Im Kern geht es darum, dass wir ein Wir-Gefühl, also dass ein Wir-Gefühl zum individuellen Lebensthema wird, weil dies in der Herkunftsfamilie, also in der Familie, in die ein Krebsaszendent hineingeboren wird, nicht gegeben war. Und so ist der Krebsaszendent hungrig, danach tiefe Fürsorge und Zugehörigkeit zu erfahren und im Laufe seines Lebens weiterzugeben. Mit dem Krebsaszendenten soll man sich emotional von der familiären Prägung lösen. Die Identifikation mit dem Herkunftssystem kann so tief sein, dass man gar nicht weiß, wer man ohne es überhaupt ist. Und genau das ist die Reise im Zickzack, so wie sich ein Krebs auch bewegt. Also die laufen ja so zick die Erfahrung mit und durch andere und auch in anderen Erlebniswelten und Kulturen hier Erfahrungen zu machen, um damit am Ende eine stabile und autonome Geborgenheit in sich selbst aufzubauen, die man dann wirklich für andere zur Verfügung stellen kann und dann eben für andere eine Tankstelle wird. Also raus aus dem Nest in die Welt. Es geht darum, ein Wir-Gefühl zu kreieren, aber nicht aus Angst vor dem Alleinsein, sondern weil Verbundenheit lebensbejahend ist. Und das muss übrigens nicht bedeuten, eine Familie zu gründen, also Kinder zu bekommen, jetzt für Frauen oder mit seiner Familie zu brechen. Man erschafft es nur neu. Also das, was man erfahren hat, reicht nicht, um sich emotional zu nähern. Und man wird dann quasi selber dieses nährende mütterliche Prinzip. Und das lässt sich ja auf so viele Weisen leben. Für Freunde, für bedürftige Menschen, für Tiere oder eben für eine größere Gemeinschaft.

SPEAKER_01

Konkret gesagt, es geht darum, aus der ursprünglichen Verschmelzung mit dem Herkunftssystem herauszutreten, die eigene emotionale Sicherheit zu etablieren und auch gleichzeitig eine neue Qualität von Heimat, Schutz und Fürsorge im eigenen Leben zu generieren. In der psychologischen Astrologie heißt das also, der Krebsaszendent lernt, sich emotional zu halten, statt Sicherheit nur von außen zu beziehen. Und er lernt so, das System in sich zu tragen, ohne sich in ihm zu verlieren. Und so selbst dann zur nähernen Kraftquelle auch für andere.

SPEAKER_02

Das heißt, es ist eine Balance, wie so ein Tanz zwischen Nähe und Eigenständigkeit, ist wirklich das Herzstück. Und was ich so faszinierend finde, diese Loslösung kann sich anfangs, also die Loslösung von dem Identifizierten und auch dem von der Prägung, würde ich jetzt mal sagen, kann sich anfangs wie ein Schmerz anfühlen, weil das ja eine Form von Sicherheit ist, auch wenn das Emotionale nicht reicht, also das, wie man da genährt ist. Und man erkennt, dass dieses tiefe innere Bedürfnis dort eben nicht gestillt werden kann, wo man es immer gesucht hat. Und so orientiert man sich nach außen und dadurch bricht etwas auf und schafft Raum für Neues. Das stellt den Satz, Blut ist dicker als Wasser durchaus in Frage und man könnte es Wahlverwandtschaft versus Blutbande nennen. Der Krebs kann mit seinem gefühlvollen Wasser Grenzen auflösen. Das kann man sich richtig vorstellen. Und wenn man das zunächst, auch wenn das zunächst erstmal schmerzhaft sein kann. Oder eben unsicher, vor allem unsicher. Schmerzhaft ist vielleicht ein bisschen zu viel, aber es drückt sich bei jedem anders aus. Darin liegt aber eben auch eine enorme Kraft. Das weibliche Prinzip in seiner tiefsten Form. Lass uns auf die Stärken eingehen. Welche Stärken sind beim Krebsaszendenten eigentlich strukturell verankert, Tatjana?

SPEAKER_01

Der Krebsaszendent verfügt über eine hochentwickelte emotionale Intelligenz. Und zwar in mehreren Dimensionen. Ganz feine Empathie und eine intuitive Wahrnehmung für unausgesprochene Dynamiken und einen sehr starken Schutzinstinkt, die Fähigkeit, Räume emotional zu regulieren, ein tiefes Loyalitäts- und Bindungspotenzial und nicht zuletzt auch die Fähigkeit, alte Wunden im Familiensystem zu spüren und zu benennen. Diese Stärken sind nicht einfach nur weich, sie sind besonders wertvoll, können aber auch, wenn sie nicht integriert sind, schnell zur Überlastung führen.

SPEAKER_02

Dann kann ich mir vorstellen, kann der Krebs mit seinen Schernen schon auch mal hier und da zuschnappen, was dann vielleicht auch was in Bewegung bringt. Was bringt denn der Krebsaszendent in sein Familiensystem, also in seine Herkunftsfamilie?

SPEAKER_01

Also er bringt mit, dass er emotionale Spannungen erspüren und benennen kann. Das Potenzial zu regulieren und emotional reifer zu machen. Eine Qualität von wirklicher Fürsorge, die nicht rettet, sondern hält. Und die Möglichkeit, alte Wunden zu erkennen und zu transformieren, damit Vergangenheit nicht nur weitergetragen, sondern wirklich verwandelt werden kann. Der Krebsaszendent ist oft derjenige, der das Familiensystem emotional reparieren könnte und auch möchte. Die Aufgabe ist aber, das nicht ganz alleine zu tragen und nicht zur einzigen emotionalen Säule zu werden.

SPEAKER_02

Also da kommt dann das Wir-Thema zum Tragen. Der Krebs braucht andere, die diese Säule stabil mitgestalten. Und durch das Benennen des Missstandes in der Herkunftsfamilie kann sich auch innerhalb des Familiensystems wirklich etwas ändern. Das hört sich nach einer echten, tiefgreifenden Aufgabe an, aber einer so wertvollen, also ja, wir brauchen alle einen Krebsaszendenten in unserem Leben. Ja, wo liegen denn Lernaufgaben für den Krebsaszendenten?

SPEAKER_01

Also er bewegt sich oft und vielfältig in so einem Spannungsfeld von Nähe und Distanz, also Verschmelzung und Abgrenzung, Passivität und Aktivität. Der Krebsaszendent lernt sozusagen nicht in Überanpassung zu verfallen und nicht in so eine passive Abhängigkeit oder in den emotionalen Rückzug zu verharren. Also nicht alles zu tragen, was im Familiensystem liegt, klare innere Grenzen zu setzen und sich auch von der Herkunftsfamilie zu differenzieren, ohne diese ganz zu verlieren, nicht in Opfer- oder Retterrollen zu verfallen und die eigenen Bedürfnisse zu benennen, statt sie zu verschweigen.

SPEAKER_02

Das ist wahrscheinlich erstmal gar nicht so einfach, weil das Sicherheit, das bekannte Sicherheit ausstrahlt. Was sagt denn die psychologische Astrologie zur Kompensation, also zu dem, was passiert, wenn diese Anlagen nicht integriert sind?

SPEAKER_01

Die ursprüngliche Anlage, die dann sozusagen kompensiert wird, ist dann durch feinfühliges Reagieren wie so ein emotionaler Radar, ständig on zu sein und ein ganz großes Schutzbedürfnis. Und das wird dann in andere Formen umgeleitet. Das kann sich zeigen als übermäßige Kontrolle, emotionale Distanzierung, Überfürsorglichkeit oder auch Rückzug oder sogar bis hin zu chronischem Rückzug. Also die unintegrierte Form bleibt eher dann abhängig von der äußeren emotionalen Umgebung. Und wie sieht dann die integrierte Form, also die reife Form aus? Das ist dann ein Mensch, der bewusst fühlen kann, ohne sich überschwemmen zu lassen von seinen eigenen Gefühlen. Also der Nähe gibt, ohne sich dabei aufzugeben, der Grenzen lebt, ohne bedingungslos zu werden, der die Herkunft ehrt, aber nicht in ihr stecken bleibt, der aus Sensibilität, innerer Autorität entwickelt, aus einem Schutzinstinkt echte Fürsorge macht und aus Bindung eine Beziehung auf Augenhöhe gestaltet. Das ist kein Ideal, sondern das ist ein wirklich entwicklungspsychologischer Prozess, der besonders in der reifen Form im Krebs-Aszendenten sich zeigen kann.

SPEAKER_02

Ja, und es ist bestimmt auch schön, es anderen vorzuleben. Ich muss die ganze Zeit an so Tränen bei Wasser denken, dass es einfach manchmal auch wirklich heilsam sein kann, wenn man seine Emotionen zeigt und die rauslässt und vielleicht auch einmal weint und dann und das vielleicht auch gemeinsam. Und dann kann sich da einfach was lösen und weiterentwickeln. Ja, und die Schattenform, also die unerlöste Form, Tatjana, wie könnte sich denn die zeigen?

SPEAKER_01

Das könnte sich zeigen, so eher als Klammern und emotionales Festhalten oder auch eben im Rückzug. Und auch so eine Stimmungslabilität ist dann zu beobachten. Es kann auch bis hin zur passiven Aggression gehen oder unbewusste Loyalität zur Herkunft, die dann die Entwicklung eher hemmt. Also ein Kind oder ein inneres Kind, das nicht so richtig erwachsen werden will. Aber das auch hier ist kein Schicksal, sondern der Aszendent ist ja eine Grundbewegung und kein Endergebnis. Also das Ziel ist ja immer vom reinen Reagieren hin zu einem ganz bewussten Gestalten zu kommen.

SPEAKER_02

Also das als Anlage zu sehen, die sich entwickelt. Das ist immer das schöne Thema. Und was ja viele besonders bewegt, wie liebt ein Mensch mit dem Krebsaszendenten?

SPEAKER_01

Der liebt mit tiefem, emotionalem Rückhalt. Nicht spektakulär, sondern ganz konstant, verlässlich und beschützend. Durch einfühlsames Zuhören, durch Rituale, durch Fürsorge im Alltag, durch ganz langfristige Loyalität und durch die Fähigkeit, auch den Partner emotional zu regulieren und damit zu halten.

SPEAKER_02

Und was braucht er dann in einer Beziehung? Oder beziehungsweise was erwartet er von einer Beziehung? Kann man das so sagen?

SPEAKER_01

Ja, das kann man sicher schon so sagen. Also er braucht auf jeden Fall emotionale Sicherheit. Also ohne diese zieht er sich zurück. Verlässlichkeit ist ganz, ganz wichtig, denn so Unvorhersehbarkeit fühlt sich für ihn wie eine Gefahr an. Er braucht Raum für Gefühle, ohne dass die sofort aufgelöst werden müssen. Also physische Nähe ist ihm auch ganz, ganz wichtig. Berührung durch das gemeinsame Zuhause, das Gefühl, wirklich gehört und gesehen zu werden, und Respekt für seine Herkunft und auch seine Erinnerung an die Herkunft. Er erwartet, dass eine Beziehung emotional ein sicherer Ort wird, dass Gefühle Platz haben, dass Loyalität ernst genommen wird und dass sein Bedürfnis nach Nähe nicht als Klammern abgetan wird. Er möchte gemeinsam mit dem Partner eine ganz spezielle Heimat erschaffen.

SPEAKER_02

Also könnte Verlustangst ein Thema sein, mit dem sich der Krebsaszendent schon auch auseinandersetzen darf, oder?

SPEAKER_01

Auf jeden Fall. Also das ist häufig als Thema zu beobachten. Allerdings hängt das auch nochmal sehr stark von der Mondstellung ab, denn der Mond ist ja dem Zeichen Krebs zugeordnet, die Gefühle, das Wasserzeichen. Und wenn der Mond dann zum Beispiel im siebten Haus steht, dann könnte man schon davon ausgehen, dass eine stärkere Verlustangst spürbar ist.

SPEAKER_02

Na, dann kommen wir doch jetzt mal zu dem astrologischen Schlüssel dieses Aszendenten, dem Herrscherplaneten in den Häusern. Also der Mond steht für Emotionen, Bedürfnisse, das ganz innere Kind, also die Wurzel, die Herkunft, die Erinnerung, Intuition und auch nährende Fürsorge. Und die Stellung im Horoskop, also die Stellung vom Mond, da wo er gelandet ist zum Zeitpunkt der Geburt und eben in welchem Zeichen und in welchem Haus zeigt, wie jemand emotional funktioniert und wo der Lebensauftrag, und das ist eben das Entscheidende, wo der Lebensauftrag des Krebsaszendenten konkret gelebt wird. Deshalb wird jetzt der Mond durch alle zwölf Häuser einmal betrachtet. Und wir starten beim Mond im ersten Haus.

SPEAKER_01

Also das erste Haus steht so für den Körper, für die Persönlichkeit im Körper und auch das Auftreten. Und mit dem Mond hier ist die emotionale Welt sehr sichtbar. Gefühle sind schnell lesbar, der Körper reagiert stark auf Stimmungen und die Person wirkt somit ganz offen und unmittelbar.

SPEAKER_02

Also jemand, der kaum etwas verbergen kann oder auch kaum etwas verbergen will.

SPEAKER_01

Die emotionale Reaktion ist quasi direkt ins Gesicht geschrieben, also in der Körpersprache ganz präsent spürbar. Also das macht die Menschen sehr zugänglich, braucht aber auch viel bewusste emotionale Regulation, weil die Außenwelt schnell nach innen durchdringt.

SPEAKER_02

Also Schwierigkeit mit Abgrenzung, höre ich daraus. Und die Mond im zweiten Haus. Das zweite Haus steht für Werte, Ressourcen, Besitz und Selbstwert. Das ist ja das Haus des Stieres, da könnt ihr euch die Folge aus der, also die vergangene Folge auch nochmal anhören. Und mit dem Mond, dort hängt emotionale Sicherheit stark an materieller Stabilität. Also ein eigenes Zuhause und finanzielle Verlässlichkeit und eben finanzielle Sicherheit haben tiefen emotionalen Wert und sind somit auch essentiell wichtig fürs Gefühl.

SPEAKER_01

Und wenn dann das Fundament wackelt, wackelt schnell auch das innere Sicherheitsgefühl. Also in der Psychologie tauchen hier oft Themen auch dann rund um den Selbstwert und auch die Ressourcen auf. In der Beziehung braucht diese Person das Gefühl von geteilter gemeinsamer Stabilität.

SPEAKER_02

Selbstwert, ja, das ist auch noch ein gutes Stichwort für das zweite Haus. Dann kommen wir zum dritten Haus. Das dritte Haus steht für Kommunikation, Sprache, Lernen und unsere Fähigkeiten. Wenn der Mond hier steht, werden Gefühle über Worte und Sprache reguliert, also und Gespräche. Sprache ist dann nicht nur Informationsmittel, sondern ein emotionales Werkzeug.

SPEAKER_01

Für den Krebsaszendenten mit Mond im dritten Haus ist regelmäßiger Austausch fast wie eine Form von emotionaler Pflege. Sprechen schafft Bindung und Beruhigung. Und beides zusammen ist natürlich nicht zu toppen für den Krebsaszendenten.

SPEAKER_02

So, und jetzt kommen wir ins vierte Haus, das Zuhause des Mondes und des Krebses. Das vierte Haus ist somit besonders bedeutsam für den Krebsaszendenten. Es steht für die Herkunft, die Familie, das Zuhause und der innere Grund, also die innere Wurzel, genau, das haben wir jetzt schon öfters gesagt. Mit dem Mond hier ist zu Hause kein Ort, sondern ein emotionaler Kern. Und die Bindung zur Mutter oder zur Herkunftsfamilie ist hier oft sehr intensiv ausgeprägt.

SPEAKER_01

Das ist fast wie so eine Verstärkung des Krebsarchetyps. Das Bedürfnis nach echter innerer Verwurzelung und Geborgenheit ist hier besonders stark. Und die Lernaufgabe, sich zu differenzieren, ohne die Wurzel zu kappen, besonders relevant.

SPEAKER_02

So, und das fünfte Haus, da kommen wir jetzt in ein sehr schönes Haus, ein warmes Haus. Das fünfte Haus steht für die Liebe, Kreativität, das Spiel und den Selbstausdruck. Mit dem Mond, hier wird Liebe emotional intensiv und lebendig. Nicht oberflächlich, sondern mit echter Herzensbeteiligung. Hier könnte man eine, könnte man ein weiblich näherendes Matriarchat führen, also wenn man eine Frau ist und für Frauen einstehen und mutig und gefühlvoll voranschreiten. Wobei das können ja auch Männer machen.

SPEAKER_01

Auf jeden Fall. Also hier sind auch so kreative Projekte, denen man sich so spielerisch widmet wichtig und all das trägt auch so zu der seelischen Bedeutung für den Krebsaszendenten bei. Also er braucht nicht nur Sicherheit, sondern auch Freude, Wärme und emotionale Lebendigkeit.

SPEAKER_02

Und im sechsten Haus, das sechste Haus steht für den Alltag, Arbeit, Gesundheit und Routinen. So ganz platt gesagt erstmal. Mit dem Mond hier hat der Alltag dann eine regulierende Funktion. Routinen und Ordnung beruhigen das emotionale System beim Krebsaszendenten.

SPEAKER_01

Verlässliche Abläufe können hier mit dem Mond im sechsten Haus enorm entlastend sein. Also auch kann es passieren bei zu viel Stress können auch körperliche Reaktionen spürbar werden. Und beim Krebsaszendenten insbesondere dann, wenn der Mond im sechsten Haus ist und das Bauchgefühl nicht so richtig stimmt, kann der Stress sich auch in den Verdauungsorganen bemerkbar machen.

SPEAKER_02

So, und jetzt kommen wir ins siebte Haus. Das hatte Tatjana ja vorhin schon mal kurz angemerkt, als es um die Verlustangst ging. Und das siebte Haus steht für Partnerschaften, also unsere Begegnungen außerhalb der Herkunftsfamilie und unsere Vorstellung durch unsere Prägung. Mit dem Mond hier wird die Beziehung selbst zum emotionalen Mittelpunkt. Das ist schön, aber auch eine Einladung zur Abhängigkeit durch das Nachnähern durch einen Partner. Also durch das Bedürfnis der Nachnäherung durch einen Partner.

SPEAKER_01

Die Gefahr von Projektion und Verschmelzung ist hier besonders groß. Also der Wunsch nach echter Verbundenheit ist so stark, dass manchmal die Projektion nicht selbst direkt erkannt wird. Die Lernaufgabe ist hier, den Partner als Gegenüber zu sehen und zu halten, aber nicht als Anker für die eigene Sicherheit zu benutzen. Also mit der Mondstellung hier kann das Thema Verlustangst deutlicher spürbar werden und auch die gewisse sozusagen emotionale Abhängigkeit.

SPEAKER_02

So, und das achte Haus, da setzen wir noch einen drauf. Das achte Haus steht für Tiefe, ja, auch Sexualität, psychologische, also tiefgehend psychologische Prozesse. Und mit dem Mond, hier sind Gefühle besonders intensiv und komplex. Bindung findet nie an der Oberfläche statt. Wie auch im siebten Haus wird das Thema der Verlust, Angst noch eine Spur intensiver.

SPEAKER_01

Ja, emotionale Nähe, Vertrauen und Tiefe, also Tiefenverbindungen sind wirklich hier essentiell. Häufig geht es aber auch um Heilungsprozesse, die Fähigkeit, durch Krisen zu wachsen und auch Verletzungen oder Abhängigkeiten zu wandeln.

SPEAKER_02

So, und da kommen wir jetzt ins neunte Haus. Das neunte Haus steht für den Weg, den Sinn und Philosophie, andere Welten und auch die Bildung. Mit dem Mond hier werden Gefühle stark mit Sinnfragen verknüpft. Es reicht nicht auszufühlen, man braucht auch einen größeren Rahmen, der das Erleben einbettet.

SPEAKER_01

Ein tragendes Weltbild kann emotionale Prozesse erheblich ordnen. Also Reisen, Lernen, geistige Erweiterung wirken regulierend fast wie eine Form von innerem Aufräumen.

SPEAKER_02

Durch andere Perspektiven, Ordnung in sich finden oder Perspektiven. Genau. Das zehnte Haus steht für den Beruf, die Gesellschaft und den Status. Da verlassen wir jetzt das, oder wir gehen jetzt hier in einen überpersönlichen Raum und mit dem Mond hier wird die berufliche Rolle emotional bedeutsam.

SPEAKER_01

Anerkennung und berufliche Sicherheit haben hier eine tiefere Bedeutung, wenn der Mond im zehnten Haus platziert ist.

SPEAKER_02

Dann, warte, wo sind wir jetzt? Im 11. Haus. Jetzt gehen wir ins elfte Haus. Das 11. Haus steht für Freunde, Gruppen, Netzwerke im größeren Sinne und Zeitgeisthemen. Mit dem Mond hier entsteht emotionale Sicherheit über Zugehörigkeit innerhalb größerer Strukturen, also eben in Netzwerken. Dafür ist die digitale Entwicklung ja sehr förderlich. Gemeinschaft darüber ist ein echter emotionaler Anker für den Krebsaszendenten mit dem Mond im 11.

SPEAKER_01

Haus. Ja, getragen werden von Menschen, die ähnliche Werte oder Ziele teilen. Das ist hier besonders im 11. Haus ganz ein tiefes Grundbedürfnis für die Krebsaszendenten, die die Mondstellung dort haben. Also auch so das Thema Wahlverwandtschaften in emotionaler Nähe zu spüren.

SPEAKER_02

Ja. So, und jetzt sind wir beim letzten Haus, beim zwölften Haus angekommen. Und das zwölfte Haus ist ganz spannend, denn es steht für das Unbewusste, also die verborgenen Wirklichkeiten und auch für Rückzug, Spiritualität und innere Prozesse. Mit dem Mond hier sind Gefühle schwerer, direkt zugänglich, sehr tief verankert, aber eben oft unsichtbar und nach außen erstmal gar nicht so direkt spürbar.

SPEAKER_01

Eine große Sensibilität, die nicht sofort, wie du sagst, sichtbar oder spürbar ist, ist hier sehr auffällig und der Rückzug ist hier eine ganz wichtige Form, auch also für die Regeneration und auch für den Selbstschutz. Und gleichzeitig kann diese Mondstellung sehr, sehr spirituell und intuitiv sein. Also es ist so eine ganz stille und tiefe Kraft dort. Naja, sehr schön.

SPEAKER_02

Und ja, das lässt sich alles nach und nach herausfinden und entwickeln. Und wenn du den Krebsaszendenten in einem Satz beschreiben müsstest, Tatjana, astrologisch und therapeutisch, wie würde der lauten?

SPEAKER_01

Das ist ein Mensch, der geboren ist, um emotionale Heimat zu verstehen, zu erschaffen und zu heilen. Zuerst in sich selbst, dann im Familiensystem und dabei lernt, das System zu halten, ohne sich darin zu verlieren.

SPEAKER_02

Ach, wie schön, das trifft es perfekt. Der Aszendent zeigt die Richtung, der Mond zeigt den Weg nach innen und erst zusammen ergibt es das vollständige Bild.

SPEAKER_01

Ja, und genau das ist der Weg. Von Sensibilität zur inneren Autorität, von Schutzinstinkt zu reifer, Fürsorge und von Bindung zu Beziehung auf Augenhöhe. Schön.

SPEAKER_02

Na, dann freuen wir uns jetzt auf die Krebszeit, die jetzt hier im Sommer angeht. Und ja, vielleicht bleibt ja die Sonne etwas länger da und nähert uns nach.

SPEAKER_01

Und dann kümmern wir uns um die Sonne sozusagen den Löwen-Aszendenten mit der Sonne als Herrscherplanet. Das nächste Mal. Ich freue mich schon. Tschüss, Tatjana.