#Bildungsraum - Der Podcast für Business-Strategie
#Bildungsraum – Der Podcast für Business- und Marketing-Strategie in Unternehmen mit Beratungsleistung, Mentoring oder Weiterbildungslösungen
Willkommen bei #Bildungsraum – dem Podcast für Coaches, Berater und Experten, die ihre Kundengewinnung auf ein neues Level heben wollen.
Wir zeigen dir, wie moderne Weiterbildungsexperten Ihr Business gestaltet haben.
Eines der Themen ist, wie wir KI-Automatisierung und smarte Ads kombinieren – und so die Kundengewinnung um das Zehnfache beschleunigen, bei 200 % weniger Zeitaufwand.
Hinter dem Podcast steht Zoe Growth Marketing mit Klaus Walheim und Nicole Ricarda Kirch.
In über 5 Jahren LinkedIn-Marketing haben wir mehr als 5.000 Coaches und Berater geschult und gesehen:
👉 Social Selling allein funktioniert 2025 nicht mehr.
👉 Wer auf System statt Zufall setzt, gewinnt planbar neue Kunden.
Hier bekommst du Business-Einblicke aus der Praxis für die Praxis rund um Themen die Berater, Experten und Coaches angehen. Es sind echte Einblicke, Strategien und Praxisbeispiele – direkt aus der Arbeit mit erfolgreichen Experten.
Fazit: Systematische Kundengewinnung auf Autopilot statt Reichweiten-Hoffnung.
Wenn du bereit bist, deine Kundengewinnung strategisch aufzubauen, dann besuche uns auf zoegrowth.com und hole dir den kostenfreien KI Social Selling Guide.
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#Bildungsraum - Der Podcast für Business-Strategie
Wie du als Experte im Sichtbarkeits-Dschungel nicht untergehst
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Warum Online-Kongresse 2026 noch funktionieren – und warum Reichweite allein dich nicht rettet.
In dieser Folge von #Bildungsraum werfen wir einen Blick hinter die Kulissen eines der mächtigsten, aber auch meistunterschätzten Tools für den Vertrauensaufbau im Beratungsmarkt: den Online-Kongress.
Klaus Walheim spricht mit Frank Willenberg, dem Kopf hinter meinkongress.de und erfahrener Speaker-Agent, über den Wandel einer Branche. Frank teilt offen seine Reise vom Burnout als Chibo-Geschäftsführer hin zum Experten-Netzwerker und erklärt, warum die „alte Welt“ der Massen-Kongresse ausgedient hat.
Das lernst du in dieser Folge:
- Die harte Wahrheit über Reichweite: Warum 80.000 Instagram-Follower oft wertloser sind als eine kleine, gepflegte E-Mail-Liste.
- Das Affiliate-Geheimnis: Wie du Online-Kongresse nutzt, um über die reine Sichtbarkeit hinaus passive Einkommensströme durch strategische Partnerschaften aufzubauen.
- Die Speaker-Strategie: Ab wann lohnt sich ein Auftritt als Experte wirklich und welche „Eintrittskarte“ (Newsletter-Größe) du heute im Markt benötigst.
- Hidden Champions: Wie Frank Experten hilft, vom „Abstellgleis“ auf das Karussell der großen digitalen Bühnen zu kommen.
- Strategischer Fokus: Warum Frank trotz aller Trends weiterhin auf Facebook setzt und wie er LinkedIn als „Abfallprodukt“ effizient mitbespielt.
Ein Deep-Dive für alle Coaches, Berater und Weiterbilder, die planbar Kunden gewinnen wollen, ohne zur „Content-Schleuder“ zu werden.
Mein Gast:
Frank Willenberg
https://www.linkedin.com/in/frank-willenberg-485b2389/
https://www.meinkongress.de/
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Regelmässige Tipps gibt es hier:
https://www.linkedin.com/in/klaus-walheim/
Willkommen bei einer Folge bei Hashtag Bildungsraum, der Podcast für Business-Strategie im Beratungs- und Weiterbildungsmarkt. Hier sprechen wir mit Unternehmen, Coaches und Beratern, die nicht nur Expertise haben, sondern Wirkung erzeugen wollen. Ich bin Klaus Wahlheim von Sorry Growth Marketing und wir haben in den letzten fünf Jahren über 5000 Berater und Coaches dabei begleitet, ihre Kundengewinnung systematisch aufzubauen. Unsere Erfahrung ist klar: Planbare Anfragen entstehen nicht durch einzelne Posts, sondern durch das Zusammenspiel aus Social Selling, strategischer Sichtbarkeit und KI-gestützter Automatisierung. Mich interessiert heute vor allem eine Frage. Wie gewinnt man als Experte heute noch planbar Kunden, ohne sich im Content-Dschungel zu verlieren? Und genau deshalb freue ich mich ganz besonders heute auf dieses Gespräch. Heute sprechen wir mit Frank Willenberg, einem Experten für Online-Kongresse. Und das Thema, über das ich das Ganze hier stelle, ist, wie man als Experte von Online-Kongressen wirklich profitiert. Herzlich willkommen, Frank.
SPEAKER_01Herzlichen Dank für die Einladung, Klaus. Freue mich, sehr hier zu sein.
SPEAKER_00Ja, ich bin schon sehr, sehr gespannt. Wir hatten im Vorgespräch darüber kurz gesprochen, dass ich tatsächlich selber auch so ein Aha-Erlebnis mit Online-Kongressen hatte. Nachdem ich klassisch quasi Vertrieb gemacht habe, auch im Weiterbildungsmarkt und Weiterbildungslösungen, ging damals um E-Learning. Hatte ich die Erfahrung gemacht, das ist ja genial, wenn man richtig schafft, einen Online-Kongress sauber aufzusetzen, es kommen viele Teilnehmer, dann kriege ich, wenn es richtig läuft, mit einem Schlag sehr, sehr viele passende Interessenten. Das ist ja schon mal sehr attraktiv. Aber erzähl doch mal vielleicht deine Geschichte, was hat dich dazu gebracht, weil du hast ja ganz ursprünglich mal vor vielen Jahren bei Tibo angefangen.
SPEAKER_01Ja, das stimmt. Tatsächlich bin ich gelandter Industriekaufmann, bin sehr, sehr schnell dort schon während der Ausbildung im Einkauf für die sogenannten Gebrauchsartikel gelandet. Also das, was neben dem Café von Tibo jede Woche aufs Neue angeboten wird. Und bin in der Branche meinen Weg dann die nächsten 22 Jahre stringent weitergegangen. War zuletzt Geschäftsführender Gesellschafter eines mittelständischen Unternehmens, was eben Unternehmen wie Aldi Lidl Rossmann Chibo beliefert hat. Mit Konsumgütern, wir waren in erster Linie für alles immer unterwegs, was Batterien und einen Stecker hat. Bin da mit einem Burnout ausgeschieden, weil wir zwei Jahre lang versucht haben, das Unternehmen in eine andere Bahn zu lenken, andere Strukturen zu geben und darüber am Ende relativ ziellos und zerstritten, ehrlich gesagt, waren. Und da ich der Haupttreiber des Business war, war ich irgendwann einfach durch, war mit meinen Latein und mit meinen Ideen am Ende. Und bin dann, ehrlich gesagt, nachdem ich da raus war, relativ lange Zeit wie so ein kleiner Nussschale, also so ein kleines Ruderboot bei schwerem Wellengang durch die Gegend getitscht. Und kam aber irgendwann, als ich mich dann doch mal entschlossen habe, mich bei Facebook anzumelden und so einigen Neufilosophen zu folgen mit Online-Kongressen in Berührung. Und habe da den einen oder anderen mir angeschaut, habe Dinge gehört, die ich so in meinem bekannten Freundeskreis bis dahin noch nie gehört hatte. Eine ganz andere Form des Gesprächs, ging in erster Linie um Persönlichkeitsentwicklung. Und irgendwann wurden ein Webinar angeboten. So machst du deinen eigenen Online-Kongress mit einem super Angebot für eine Begleitung. Das habe ich dann sofort gebucht. Hab zwei Kongresse selber veranstaltet zum Thema Laufen. Ich bin ehemaliger Leistungssportler, Mittelstreckenläufer. Und hatte mir erhofft, daraus sozusagen den nächsten beruflichen Weg zu finden, nämlich irgendwie was mit Sport zu machen, was mich immer interessiert und fasziniert hat. Das hat sich aber nicht ergeben, sondern es hat sich meinkongress.de ergeben, was eine Plattform ist, die regelmäßigen Abständen halt über die neuesten Online-Kongresse informiert und die bewirbt. Wir haben damals mit meiner damaligen Partnerin zusammen das aufgebaut, haben ja mit einigen bekannten Sprechern dieser Szene auch Kontakt aufgenommen, sind dort auch Affiliate-Partner geworden, haben deren Kurse verkauft, sind organisch gut gewachsen und das war so die Nische, die wir da gefunden haben und mit der wir uns ausgebreitet haben. Ja, und dann kamen irgendwann die ersten Fragen, wie kann ich denn auf dem So- und So-Kongress als Sprecher aktiv werden? Ich bin Experte für das und das. Kannst du mich da nicht hinbringen? Und ja, so kam es dann zu den ersten zarten Vermittlungen und heute ist mein Geschäft eigentlich eben auf drei Säulen sozusagen aufgebaut. Das eine ist eine Speaker-Agentur von ungefähr 70 Experten aus allen möglichen Disziplinen, die ich halt sowohl auf Online-Kongresse wie, aber auch auf viele andere Veranstaltungen vermittle. Dann begleite ich halt Veranstalter dabei, ihren Kongress auf die Beine zu stellen, insbesondere auch zu dem Sprecherthema. Und das dritte Thema ist weiterhin Affiliate Marketing. Also einmal über die Kongresswerbung, aber eben auch über Werbung für Retreats, neue Kurse, Angebote, teilweise auch für Produkte meiner Sprecher oder Menschen aus meinem Netzwerk, womit ich dann eben auch nochmal zusätzlich Einkommen generiere.
SPEAKER_00Wie hast du diese Kombination geschafft? Also auf der einen Seite Online-Kongresse, die du veranstaltest oder mithilfst zu organisieren und das Thema Affiliate Marketing, ist das schon auf den Seiten dann quasi mit integriert oder ist das wirklich ein separates Business für dich?
SPEAKER_01Nee, das ist kein separates Business. In der Tat integriert. Also wenn jemand jetzt sagt, ich mache einen Workshop beispielsweise, der in eine Begleitung hineinfließt. Da gibt es ja viele Leute, die dann in drei, vier Abend oder so ihr Programm anpreisen, was dann über ein halbes Jahr vielleicht läuft und vier oder fünfstelligen Beträge dann kostet, dann ist das für mich eine Veranstaltung, die ich bewerbe und wo ich eben mit meiner Empfehlung für denjenigen, der das veranstaltet, eben auch ein paar warme Worte dazu sage. Und die anderen Affiliate-Aktivitäten ergeben sich zum Teil aus den Kooperationen mit den Sprechern einfach. Dass Sprecher eben auf Kongressen dann sprechen, ich automatisch in der zweiten Stufe dann als Affiliate Partner dabei bin und insofern auch davon profitiere, wenn die eben irgendwo eingesetzt werden.
SPEAKER_00Das ist ja auf jeden Fall ein sehr spannendes Konzept. Gehört das zu deiner Beratung dazu, wenn jemand quasi mit deiner Hilfe einen eigenen Kongress veranstaltet, dass er sich auch selber als ein Affiliate Business mit aufbaut?
SPEAKER_01Total, weil das ist ja eine der Errungenschaften, wenn du einen Kongress veranstaltest, du bekommst Sprecher. Du verbindest dich mit diesen Sprechern im Interview. Du nutzt deren Expertise für dich selber natürlich. Aber du nutzt auch die so neu entstandene Gemeinschaft, in dem du dann eben nicht sagst, danke, dass du dein Interview abgeliefert hast und tschüss, sondern sagst, was können wir denn vielleicht in der Zukunft gemeinsam tun? Weil wenn du jetzt ein Thema hast, nehmen wir mal ein Thema Darmengesundheit oder so. Denn dein Thema ist gesunder Darm, B, wie kann ich das machen? Und du hast einen Sprecher, der vielleicht die passenden Produkte dazu hat, Nahrungsergänzungsmittel, unterstützende Produkte, was auch immer. Dann spricht ja nichts dagegen, immer wieder auf den Kongress sozusagen Referenz zu nehmen. Denn du hast ja durch den Kongress dir eine Liste aufgebaut, die will bei Laune gehalten werden, die möchten Neuigkeiten erfahren. Und da du jetzt ja nicht Black Friday anbieten kannst oder Geschenke zum Valentinstag oder andere Dinge, machst du halt solche Dinge wie, komm, lass uns nochmal gemeinsam eine Darmkur starten und dann promotest du halt die Produkte mit und bist automatisch in einem Affiliate Game da mit drin.
SPEAKER_00Gehen wir da wirklich mal vielleicht ein bisschen in die Tiefe, gib uns mal ein Gefühl dafür, wenn ich jetzt so etwas als Speaker, der halt vielleicht noch ein Mentoring-Business da in der Richtung hat, ist, wenn ich das machen möchte, wie viel Prozent muss ich denn, wenn ich jetzt meine Leistungen über so ein Affiliate Marketing mitvertreiben lasse, wie viel Prozent müsste ich denn quasi abgeben?
SPEAKER_01Das ist total unterschiedlich. Im Kongressbereich ist es so, dass wenn es um den Verkauf der Kongresspakete geht, dann sind es 50 Prozent. Wenn es aber eben um Produkte geht, dann reden wir über einen Einstiegsbereich, ich sage jetzt mal dreistellige Produkte, wo es ein kleiner Kurs ist, ein Videokurs, dass der Experte vielleicht auch gar nicht mit involviert. 349 Euro oder so ist, da reden wir über 30 Prozent. Wenn wir darüber reden, dass jemand beispielsweise eine Begleitung, so wie ich es eben kurz geschildert habe, über ein halbes Jahr anbietet für 14.000 Euro oder so, dann reden wir vielleicht maximal über 30 Euro pro Provision. Also das ist so. Also da gibt es ja nicht mehr Prozenterhalt. Nee, genau, das ist so die Schere, in der sich das bewegt. Weil der Aufwand, um die Leute dann reinzuholen, die arbeiten ja häufig dann auch noch mit Closing-Gesprächen, nochmal mit persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmern, weil die Gruppe soll ja dann auch passen, dann ist einfach das nicht gerechtfertigt, da zu sagen, okay, nur dafür, dass ich dir die Plattform gegeben habe, bekommst du jetzt 20 Prozent von 10.000 Euro.
SPEAKER_00Ja, also das, denke ich, ist auch generell ein wichtiger Hinweis, den man gerne allen Experten mitgeben kann. Es ist immer wichtig, den gesamten Prozess quasi zu betrachten. Und natürlich auch im Fulfilment, also in der Erbringung, genau zu unterscheiden, ist es etwas, wo ich noch sehr viel Eigenleistung nachher reinpacke, oder ist es quasi etwas, was beliebig skalierbar ist wie in einem Videokurs oder sowas? Das sind natürlich völlig andere Kalkulationsbasen.
SPEAKER_01Genau, zumal diese Videokurse ja auch häufig, also wir haben ja ganz häufig eben dieses Thema der Produkttreppe, also Freebie, niedrigschwelliges Produkt, dann vielleicht so ein Mitpreis und dann eben das Hochpreisprodukt. Die Freebies und auch die niedrigschwelligen Produkte sind ja häufig der Einstieg, um dann eben mit demjenigen weiterzugehen. Wenn ich gesehen habe, der hat mir schon mit diesem kleinen Kurs so viel weitergeholfen. Und ich bin aus jahrzehntelangen Blockaden auf einmal noch nicht ganz ausgestiegen. Aber ich sehe zumindest Licht am Horizont und ich möchte mit dem weitergehen. Dann sage ich immer, da ist die erste Abschrift die beste. Gebt den Leuten was, damit sie euch kennenlernen und dann profitiert ihr davon, indem eben diese Menschen dann eben auch weiterführende Programme buchen.
SPEAKER_00Ich denke, das kann man so übergreifend im Beratungsbusiness sagen oder auch in den Fortbildungs- und ähnlichen Themen. Man braucht immer erstmal für die Produkttreppe etwas, was kostenlos ist in einer Regel. Manche schaffen es auch direkt schon mit dem Clientsbetrag einzusteigen, aber häufig ist es kostenlos. Und dann fängt quasi danach die Weiterbetreuung an in verschiedensten Formen. Da spricht man von sogenannten Funneln, also quasi ein System, wo ich eine gewisse Customer Journey hinterlegt habe in meinem Kopf, wie quasi der Kunde durchgeführt wird. Heißt das also für euch, um das nochmal auf das Thema meinKongress.de zurückzuführen, dass diese Kongresse immer für die Teilnehmer kostenfrei sind oder habt ihr da auch beides?
SPEAKER_01Nee, die Kongresse sind eigentlich in aller Regel kostenfrei. Es gibt ganz wenige, die sagen, mein Gott, ich betreibe jetzt so einen Aufwand und ich möchte auch nicht irgendwelche Windows Shoppers dabei haben, sondern möchte Leute, die sich committen, die Bock haben, tatsächlich was zu lernen, aber dann sprechen wir über, ja, was haben wir, 9 Euro ist eigentlich so das Geläufigste und das ist es dann aber auch schon. Es gibt einen Kongress, der einen sehr, sehr schweren Inhalt eigentlich hat. Das ist ein Bildungskongress zum Thema Lese- und Rechtschreibschwäche, die nimmt tatsächlich 49 Euro konsequent und das schon seit Jahren.
SPEAKER_00Es ist eben immer die Frage, dass wir nichten, wo das möglich wird, ne?
SPEAKER_01Genau. Die Frage ist eben immer, wie hoch ist der Schmerz bei denjenigen, die zusehen. Und was müssten Sie möglicherweise ansonsten investieren, wenn Sie jetzt eben dieses Know-how, was Sie aus den Kongressinterviews für sich ziehen können, nicht hätten? Und wenn man das vielleicht vergleicht mit Nachhilfestunden oder sonstigen, dann ist das vielleicht für die Klientel gerechtfertigt, auf 50 Euro für 14 Tage Kongress zu zahlen.
SPEAKER_00Absolut. Ich meine, man geht ja auch auf Seminare, wo ich einen gewissen Betrag zahle. Ich kann nicht erwarten, dass ich alles umsonst kriege. Und wenn ich es dann so haben würde, dann muss ich immer davon ausgehen, irgendwo ist ja dann etwas, was man von mir haben möchte. Ja, so ist es genau. Absolut. Und wenn es meine guten Kontaktdaten sind. Genau. Das ist ja immer das Thema. Es ist umsonst dann das genau das Produkt. Genau. Ja, auf jeden Fall sehr, sehr spannend. Aber ich habe ja aus der eigenen Erfahrung mit anderen Kongressen festgestellt, die schönsten Kongresse sind nichts, wenn sie nicht ordentlich beworben werden. Da helfen natürlich üblicherweise die Speaker selber mit, wenn sie eine gewisse Reichweite haben, was meistens eine Voraussetzung ist, um dort mit reinzuspielen. Aber auch diejenigen, die so so etwas organisieren und aufsetzen, die haben ja in der Regel auch schon ihre Systeme. Wie arbeitest du da? Hast du da ein ganzes Team dahinter? Hast du eine riesige E-Mail-Liste oder was machst du?
SPEAKER_01Nee, es ist tatsächlich so, dass die Speaker-Arbeit inzwischen auch deshalb überwiegt, weil halt mit der Partnerschaft für die Kongresse, also sprich der Werbung für die Kongresse, offen gestanden nicht so viel Ertrag mehr reingekommen ist. Einfach aufgrund der Tatsache, dass die Kongressanzahl, die Schlagzahl, wir hatten auch im Vorgespräch das Wort Corona, dadurch ist die Schlagzahl der Kongresse enorm nach oben gegangen. Also als wir 2017, 2018 gestartet sind, da hatten wir teilweise Monate mit vier Online-Kongressen, zu Weihnachten bei zwölf. Mein liebstes Beispiel ist immer der November 2024, da hatte ich 93 Kongresse auf der Seite. Und das spiegelt so ungefähr die Entwicklung des Marktes wider. Dann ist es so, dass eben, als wir über vier oder sechs Kongresse gesprochen haben und so Kongressgrößen wie Rüdiger Dahlke oder Gerald Hüter eben auf den Kongressen waren, da waren die Leute heißig, diese Inhalte zu sichern, weil sie wussten, die kommen vielleicht im Oktober erst wieder und jetzt ist April oder so. Oder die hatten überhaupt keinen Überblick, ob es überhaupt so einen Online-Kongress nochmal geben würde. Insofern konntest du easy Kongresspakete verkaufen, mit denen du für alle, die das System nicht kennen, dir die Interviews und zusätzliches Bonusmaterial für immer sichern kannst. Du bist also nicht mehr auf diese 24-Stunden-Regel angewiesen, in der die Interviews sichtbar sind, sondern du hast halt alles für immer auf deinem Rechner oder hast es irgendwo im Zugriff, wo du es streamen kannst. Und irgendwann, um die Beispiele wieder zu nennen, sprachen dann aber Rüdiger Dahlke und Gerhard Hüter alle drei Tage. Was bedeutet, dass die Lehre ja nicht jedes Mal komplett neu ist, sondern Experten schöpfen ja aus einem gewissen Erfahrungsschatz und drehen vielleicht die Argumente nochmal links oder rechts, je nachdem, welches Thema gerade im Raume steht. Und dadurch ist einfach diese Notwendigkeit, sich das Kongresspaket zu sichern, einfach nicht mehr so sehr gegeben. Und von daher habe ich irgendwann erkannt, einfach, dass es darum geht, diesen Sprechermarkt aufzumischen, einfach dafür zu sorgen, dass wieder neue Gesichter reinkommen, dass sogenannte Hidden Champions, also Leute, die eine gute Reichweite haben, aber komischerweise auf Kongressen, noch nicht so zum Einsatz kommen, dass die auf das Karussell draufkommen und dass die eben in die Kongresse reinkommen. Und insofern habe ich da sämtliche Kraft draufgesetzt, statt jetzt darüber nachzudenken, wie ich noch mehr Abonnenten bei meinen Kongress bekommen könnte, um meine eigene Reichweite zu erhöhen. Und für die Online-Kongressveranstalter ist es ganz klar so, wir sind im Newsletter-Business. Wir bekommen weiterhin über 70 Prozent der Teilnehmer aus irgendeinem Newsletter vom Veranstalter oder von einem Sprecher. Das heißt, wir bemühen uns weiterhin ausschließlich um Leute, die auch einen Newsletter besitzen, weil wir festgestellt haben, dass es eben über Social Media keinen Impact hat. Da sind Leute, die haben 60.000, 80.000 Follower bei Instagram und bringen dir dann drei Teilnehmer. Das heißt, wir benötigen einen sehr guten Newsletter und wir benötigen auch die Bereitschaft des Experten, eben Werbung dann für sein Interview zu machen. Und dann ist es eben so, dass darüber dann die Teilnehmer reinkommen und die neue Liste quasi des Veranstalters damit aufbauen oder seine schon bestehende Liste eben deutlich erhöhen.
SPEAKER_00Das ist ja schon eine sehr spannende Erkenntnis, die du für dich da herausgeholt hast. Also Reichweite alleine in Form von Followern bringt nicht unbedingt etwas. Auf der anderen Seite hast du im Vorgespräch, glaube ich, sogar noch, war das, gesagt, auch du bewirbst deine Kongresse auf LinkedIn. Kannst du für dich sagen, welche Kanäle für dich am effektivsten sind?
SPEAKER_01Weiterhin Facebook, weil ich da irgendwie meine Gemeinde habe. Da läuft am meisten, was einfach Austausch angeht und was auch Verbindungen angeht. Komischerweise. Also ich weiß, dass viele Facebook inzwischen verteufeln und dass sie da sich verabschieden. Aber für mich ist es weiterhin, dass der Kanal, wo ich am einfachsten Leute für mein Netzwerk generieren kann und auch am einfachsten kontrollieren ist jetzt ein blödes Wort, mir fehlt kein anderes ein, aber analysieren kann, welche Menschen vielleicht für ein Thema, was ich gerade begleite oder sogar vielleicht auch für meine Agentur nützlich sein könnten. Und über Facebook verbinde ich mich dann mit den Leuten, um mit ihnen dann später irgendwo anders in der Regel zu landen. Aber da kann man am einfachsten sehen, okay, wie hören die sich überhaupt an, wie sprechen die, was haben die für Aktionen bisher gemacht, waren die schon bei Kongressen, wie ist die Interaktion mit der Followerschaft und LinkedIn ist da für mich, das haben wir auch an der Analyse meines Profils gesehen, mehr oder minder nur ein Abfallprodukt gerade, wo ich halt mitbewerbe, wo ich auch nicht alle Kongresse reinstelle, weil vieles halt von der Thematik her auch nicht passt, dass ich die Leute dafür da nicht finde. Und genau.
SPEAKER_00Ja, man muss tatsächlich immer schauen, welcher Kanal für was. Tatsache ist, dass die Menschen sich eigentlich nicht einem Kanal loyal verbunden fühlen. Wäre, glaube ich, ein bisschen zu hoch die Anspruchshaltung. Das heißt, sie sind morgens vielleicht auf Instagram, auf Facebook und wenn sie ins Business wechseln, dann eher wieder auf LinkedIn. Das heißt, man braucht eigentlich so eine Multi-Channel-Strategie. Und ich glaube auch, es kommt sehr stark darauf an, was das Ziel ist. Wahrscheinlich, wenn es jetzt um die Gewinnung von Speakern geht, könnte ich mir vorstellen, oder auch für die Agentur von dir, dass LinkedIn da ein hervorragender Kanal sein kann. Aber es funktioniert eben anders als Facebook. Völlig anders. Wir haben früher auf LinkedIn die Situation gehabt, früher sage ich vor ungefähr drei Jahren noch, dass man mit Postings sehr viel erreichen konnte. Das ist vorbei. In aller Regel vorbei, völlig vorbei. Jetzt braucht man die Direktansprache. Und die, wenn man sie nicht geschickt, automatisiert mit KI-Integration, wenn man sie gut machen will, kostet sie einfach zu viel Zeit. Deswegen geht es ohne intelligente Strategie für mich dort nicht mehr weiter. Auf der anderen Seite, und da möchtest du ja nochmal den Rückenwind stärken: Facebook ist ein wenig wieder im Aufwind auch was organische Reichweite gibt. Also das haben wir im letzten Jahr schon gesehen und ich bin gespannt, wann LinkedIn da vielleicht auch mal wieder den Weg zurückfindet zu etwas mehr organischer Reichweite. Im Moment sind sie ja offensichtlich auf das Pferd aufgesprungen, Reichweite ist völlig egal. Wir gucken da, dass wir die richtigen erreichen. Und ob das immer so 100% gelingt, ist halt die Frage. Deswegen braucht es sehr viel Direktansprache.
SPEAKER_01Ja, also für mich ist es tatsächlich so, dass ich diesen ganzen Moden keinerlei Bedeutung beimesse und mich da auch nichts anschließe. Also als Reals irgendwie angesagt waren, habe ich keine Reals gemacht, genauso wie ich jetzt keine mache. Es ist einfach so, dass ich die Dinge teile, die eben mir wichtig sind und die bei mir gerade stattfinden und das tue ich auf meine Art und Weise. Und zwar so effektiv und so einfach wie möglich. Ich habe alles irgendwie auf einem Klattezettel sozusagen in so einem Richtext-Format hinterlegt und ich poste es dann überall gleichermaßen. Und wenn ich merke, ich bin von der Zeichenanzahl für Instagram beispielsweise zu weit, zu groß, dann würde ich es halt für die anderen Kanäle reduzieren. Ich kann nicht alle Kanäle noch individuell begleiten. Für mich ist es tatsächlich so. Für mich ist es tatsächlich so, dass ich damit Präsenz zeigen möchte, dass ich zeigen möchte, dass ich da bin und alles Weitere passiert eh hinter den Kulissen über Empfehlungen, über Netzwerken. Die Sprecher, die bei mir sind, die allermeisten sind zufrieden und selbst die, wo ich dachte, sie wären unzufrieden, sind trotzdem zufrieden. Die empfehlen mich weiter, so kommen neue Leute zu mir. Ich habe jetzt gerade in den letzten anderthalb Jahren meine Schlagzahl, solcher Auftritte wie heute bei dir sehr stark erhöhen können. Nicht, weil ich mich selber beworben habe, sondern weil Leute mich einfach angefragt haben, ob ich darüber sprechen könnte. Und dadurch bin ich halt sehr, sehr stark im Markt verteilt und Menschen kommen auf mich zu und fragen mich, wie mache ich einen eigenen Kongress, wie kann ich als Sprecher auf Kongresse kommen, was kannst du über Online-Kongresse hinaus noch für mich tun, wie können wir da zusammenarbeiten. Also das ist eher so, dass ich eben ein sehr, sehr starkes Netzwerk habe, wo ich auch Menschen drin habe, die Fans sind, die seit vier, fünf Jahren mit mir gehen und die irgendwo, wenn irgendwo das Wort Kongress fällt oder so, den Menschen automatisch sagen, ja, dann geh mal zu Frank, kann ich empfehlen. Und das ist so, das ist meine Art der Kundengewinnung und da muss ich mich dann nicht irgendwie verbiegen und versuchen, eben den allerneuesten Richtlinien oder den allerneuesten Algorithmus-Trends bei irgendwelchen Kanälen zu folgen.
SPEAKER_00Jetzt bist du ja tatsächlich schon in der Situation, dass du sagst, ich nehme eigentlich nicht jeden Speaker, die müssen irgendwie Reichweite haben. Jetzt haben wir vorhin aber auch gesagt, Reichweite in Form von Followern ist auch nicht so relevant, die müssen jetzt eine eigene Liste haben. Was kann ich denn tun, wenn ich das alles noch nicht habe? Wie könnte ich vielleicht dann doch mit dir zusammenkommen oder muss ich erstmal an einer Liste arbeiten? Was machen wir da?
SPEAKER_01Also es ist so, dass für einen absoluten Newcomer, jemand, der noch keine Basis hat, der vielleicht gerade die Bodenplatte gegossen hat oder vielleicht ist der Keller schon da, aber er Erdgeschoss ist noch nicht in sich und muss erstmal Kohle reinkommen, damit die Steine gekauft werden können. Für den bringt ein Online-Kongress nichts. Weil wenn er dort als Speaker auftritt und beispielsweise bei einem großen Kongress auftritt, wo vier oder fünf Interviews am Tag ausgestrahlt werden, dann wird die niemand finden. Außer das Thema, was er hat, ist mega rausstrechend und ist eine Revolution für das Gesprächsfeld, um das es geht. Dann gibt es auf jeden Fall eine Chance. Und es gibt auch eine Chance, wenn es ein Produkt gibt. Sprich, ein Produkt, wo der Veranstalter, wir haben das eben schon kurz angerissen mit der Affiliate-Partnerschaft, als Multiplikator sozusagen mit einsteigen kann und quasi der Sprecherplatz gegen Affiliate-Provision verkauft werden kann, sage ich mal ganz böse. Ich habe zum Beispiel jemanden drin, eine Sprecherin, die mit Produkten handelt, da geht es um Pflegeprodukte auf Basis von Bienerzeugnissen Propolis. So, da geht es ganz, ganz stark für die Veranstalter, in das Affiliate-System reinzukommen und regelmäßig eben die Aktionen zu teilen. Und darüber bekommen sie dann sozusagen den Profit und damit merzen Sie die nicht gebrachenen, gebrachten Teilnehmer in der Kongressliste aus. Wenn du ein ganz normales Thema hast, werden das vorhin, Darmengesundheit, Persönlichkeitsentwicklung, Facebook-Experte, wie mache ich meinen Online-Kurs, was auch immer, und es dieses Thema schon gibt, dann ist es für mich als Agent wahnsinnig schwierig, dich reinzubringen in die Kongresse. Weil wenn alles sehr, sehr ähnlich ist und die sogar alle sympathisch sind und man noch mit allen gerne sprechen würde, dann geht es am Ende darum, ja, was bringt denn der? Und dann geht es halt leider um die Newsletterliste. Und wenn es dann eben einen Kandidaten mit 50.000 in der Liste gibt und eine Kandidatin mit 30.000 in der Liste und jemanden mit 500 in der Liste, ja, dann wird es zwischen den beiden da vorne am Ende ausgehen. Und ich habe leider die Angewohnheit ein wahnsinnig schlechtes Gewissen zu haben, wenn es die Leute eben nicht bedienen kann, sozusagen. Also wenn ich sie einfach nur in der Agentur habe, aber eben ansonsten wenig für sie tun kann. Von daher ist meine Einstiegsgröße 3000 Menschen in der Newsletterliste und eine aktive Community, irgendwo einen Social Media Kanal. Damit können wir arbeiten, damit können wir starten. Es gibt aber Möglichkeiten darüber hinaus, also wenn du tatsächlich das Dach schon drauf hast, wenn du Kunden hast, wenn du halt eine gewisse Historie hast, wenn du auch ein Expertengebiet mit einem gewissen Twist hast, dann können wir auf alle Fälle sprechen, weil dann kann ich dich woanders hin vermitteln, weil ich mich umsonst mehr nicht vermittle. Es gibt da Möglichkeiten, Kollegen von mir, die eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit in Online-Kongresse bieten. Und ja, die Hype preislich dann unter mir liegen. Auch wahrscheinlich wird es nicht so viele Auftritte sein, aber man kann zumindest mal üben und man kann mal so einen ersten Step in die Online-Kongresswelt setzen.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, da waren sehr, sehr viele sehr wertvolle Einsichten und Insights heute dabei. Insofern, also ich selber habe mich ja sofort infizieren lassen von dem Thema Online-Kongress und habe auf der Basis dann alles weitere entwickelt. Viele haben vielleicht schon verschiedenste Sachen ausprobiert und springen von einem zum anderen. Aus meiner Sicht macht es natürlich immer Sinn, über eine Gesamtstrategie nachzudenken. Wir selbst lieben da an der Stelle im Beratungsbusiness, wenn es um Business-Kontakte geht, sehr, sehr stark den direkten, die Direktansprache über LinkedIn. Aber wie gesagt, wir sind nicht da auch nur auf der Ebene, sondern sehen immer, dass die Gesamtstrategie und die gesamte Customer Journey. Und ich glaube, da hast du uns heute sehr, sehr viel spannende Infos gegeben. Und in diesem Sinne erstmal ganz, ganz lieben Dank, lieber Frank. Für die, die mit dir Kontakt aufnehmen wollen, ich packe auf jeden Fall natürlich den Link zu dir in die Shownotes. Und ich glaube, dann macht wahrscheinlich ein persönliches Gespräch dann immer am meisten Sinn.
SPEAKER_01Ja, total. Also bei mir geht alles über einen ersten Talk irgendwo über Zoom oder auch am Telefon. Und dann schauen wir weiter, ob wir gemeinsam was erreichen können in der Online-Congresswelt.
SPEAKER_00Perfekt. Ja, in diesem Sinne ganz, ganz herzlichen Dank. Wenn du, lieber Hörer, weiterhin interessiert bist an Business-Strategien im Beratungs- und Weiterbildungsmarkt, dann folge doch einfach diesem Podcast, schau dir die anderen Folgen an. Das kann auf jeden Fall nur immer wertvolle Impulse geben. Entweder weil man feststellt, oder ist hier ein Anbieter, da habe ich noch gar nicht dran gedacht, das könnte für mich spannend sein. Oder man nimmt eben diese Business-Infos, die Strategieimpulse mit. Und wenn du dort noch ein besonderes Highlight dir raussuchen möchtest, dann geh doch gerne auch bei uns mal auf die Webseite. Auf sorrygrowth.com haben wir den 0-Euro-Umsatzplan für 2026 hinterlegt und den kann man sich dort gerne kostenfrei mal runterladen. In diesem Sinne ganz, ganz lieben Dank, Frank. Und ja, viel Erfolg. Dankeschön. Danke, Klaus.