Radatz: Relationale Impulse
Der inspirierende Relationale Gestaltungsansatz von Dr. Sonja Radatz eröffnet uns eine neue Welt voll Gestaltungsmöglichkeiten - in allen Lebensbereichen.
Radatz: Relationale Impulse
Warum unsere Anstrengung oft erfolglos bleibt
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Wie gelingt Gestaltung selbst dort, wo Systeme sie erschwert oder verhindert?
In dieser Episode gibt Dr Sonja Radatz ein paar Ihrer Impulsr aus ihrem erst kürzlich erschienen Gestaltungskraft-System weiter: https://www.relationalonline.com/course/das-relationale-gestaltungskraft-system
s.radatz@irbw.net, www.irbw.net, www.relationalonline.com, www.mind-changer.com
In meiner Zusammenarbeit mit Führungskräften, mit HR-Leuten, mit Experten und Expertinnen in Unternehmen und Verwaltungen, selbst mit Unternehmern und Leitenden erfahre ich immer wieder, dass ihr Engagement erfolglos bleibt. Und irgendwann, wenn die Menschen viele, viele Male gegen die Wand gelaufen sind und immer wieder gegen Hindernisse angekämpft haben, gegen alte Paradigmen, gegen Themen, die heute nicht mehr zum Erfolg führen, dann werden sie müde. Und aus meiner Sicht macht es durchaus Sinn, nicht Sinn, sondern es ist verständlich, wenn die Menschen müde werden. Aber aus meiner relationalen Sicht ist die Gestaltungskraft etwas, das wir noch nicht gelernt haben, großflächig einzusetzen. Und das, was ich beobachte, ist, dass viele Menschen an verschiedenen Themen scheitern. Ich kann sie zu drei ganz zentralen Faktoren zusammenfassen. Das eine ist, Menschen sprechen gern darüber, was nicht funktioniert. Sie sprechen darüber, welche Probleme seit Jahren bestehen, warum hier und dort und an anderer Stelle die Dinge einfach daneben gehen, was jetzt schon wieder ihnen dazwischen gekommen ist, was alles so schrecklich ist von Kunden über Marktlage, über die Mitarbeiter, über Kompetenzen, die zu stark ausgeschöpft werden, über Ergebnisse, die nicht erbracht werden, und so weiter und so fort. Und mein Erleben ist, wenn wir über Probleme sprechen, dann schaffen wir Probleme. Das heißt, eigentlich und wahrscheinlich hören Sie das auch, wenn sie selbst andere Menschen immer Jammern hören. Wir ertragen nur ein gewisses Ausmaß an Jam. Irgendwann ist unser Etragen zu Ende. Wir wollen einfach nicht mehr hören, was alles nicht funktioniert. Und da ist der erste Punkt, dieses Drehen des eigenen Paradigmas. Nicht mehr darüber zu sprechen, was nicht funktioniert, sondern darüber zu sprechen, wovon wir in unserer Zukunft begeistert sind. Wo wir hinwollen, was wir eigentlich wollen, was uns wichtig ist, wofür wir nicht kämpfen, aber wofür wir stehen, was wir verfolgen. Und hier kommen wir zu einem zweiten Punkt, dem zweiten ganz, ganz, ganz zentralen Faktor. Wir drehen unsere Wahrnehmung von die Solten tun, wobei sich für mich nicht immer ganz erhält, wer die sind, aber wahrscheinlich wissen die Betreffenden immer, wer die sind. Es sind meistens die da oben, die da drüben und die anderen. Und wir zeigen mit einem Finger auf die anderen und übersehen dabei, wenn wir mit einem Finger auf die anderen zeigen, dass vier Finger auf uns zeigen. Die Frage ist, wofür übernehmen wir Verantwortung? Und das ist eine wichtige Frage. Es geht nicht darum, zu erklären, was jemand tun sollte. Letzthin habe ich mit einem CEO gesprochen, 204.000 Mitarbeiter in seinem Unternehmen. And er sagt mir tatsächlich, mit diesen Leuten und diesen Strukturen kann ich nicht innovativ sein. Und ich habe ihn gefragt, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, gibt es noch ein Stockwerk drüber? Und er hat mich etwas verwirrt angeschaut und hat gefragt, wie meinen Sie das? And ich habe gesagt, ich wüsste jetzt schon eine Person, die hier etwas anderes gestalten kann. Und das sind sie. Und diesen Mut haben nicht viele ganz klar zu machen, tun wir selbst etwas. Die Frage, was bin ich bereit zu tun? Das ist eine wichtige Frage. Und sehr häufig stellen wir uns diese Frage nicht. Und wenn Sie sich in der nächsten Woche selbst beobachten, dann beobachten Sie doch mal, wie oft sie einerseits im Jam sind und auf der anderen Seite über andere sprechen und was die eigentlich alles tun sollten. In der übernächsten Woche freilich hätte ich gerne von Ihnen, dass wenn immer sie über, was auch immer Sie wahrnehmen, jammern, sie stattdessen darüber sprechen, was Sie in Zukunft tun wollen. Es macht von mir aus gesehen schon einen ganz großen Unterschied, ob wir beispielsweise sagen, wer hat denn das jetzt wieder verbrochen oder was ist hier wieder schiefgegangen, oder ob wir sagen, wie kann ich das beim nächsten Mal anders gestalten. Denn eines ist klar, and das merken wir, egal ob es privat oder beruflich ist, wir erleben, dass wenn immer etwas passiert, das uns stört, wir in irgendeiner Form beteiligt sind. Ja, möglicherweise haben wir es unterlassen, die richtigen Dinge anzukündigen oder anzufordern. Ja, möglicherweise haben wir ein paar Mal zwar darauf hingewiesen, aber nicht klar gemacht, dass das ein ganz wichtiger Punkt ist. Ja, möglicherweise haben wir nicht die passenden Strukturen dafür geschaffen, damit das, was uns wichtig ist, überhaupt stattfinden kann. Das sind wesentliche Punkte. Es sind zwei von drei ganz zentralen Faktoren. Ein dritter Faktor aus der relationalen Sicht ist das Andersformulieren. Und das hat mit den ersten beiden Faktoren sehr, sehr viel zu tun. Was, wenn wir wirklich etwas verändern wollen und wir kündigen das anders an. Jean-Saint-Exupary sagte so schön, wenn du möchtest, dass die Menschen aufs Meer fahren, baue nicht Schiffe für sie. Lehre ihnen die Sehnsucht nach dem Meer. Und das ist ein wesentlicher Punkt. Wie oft sagen wir, das muss jetzt gemacht werden, ob wir wollen oder nicht. Anstatt zu sagen, wenn wir das jetzt machen, dann haben wir wirklich was geschafft. Dann können wir stolz sein auf uns. Dann sind wir weitergekommen. Dann haben wir uns weiterentwickelt. Dann haben wir uns selbst überrundet. Dann können wir feiern gehen. Unsere Sprache hat sehr viel damit zu tun, wie wir Gestaltungskraft leben können und wie unser Engagement erfolgreich wird. Und ich gehe davon aus und ich habe vor kurzem das relationale Gestaltungskraftsystem mit 100 Audio-Hebeln auf relationalonline.com publiziert. Das können Sie dort erwerben und können reinschauen in sehr, sehr viele kleine und wichtige Anregungen, wie Ihr Engagement erfolgreich wird. Dort habe ich immer wieder angemerkt, es geht auch um unsere Sprache. Wenn wir Gestaltungskraft leben wollen, können wir etwas tun. Selbst wenn wir den Eindruck haben, dass wir jeden Tag nur gegen Hindernisse arbeiten. Wer, wenn nicht wir? Denn am Ende des Tages geht es darum, uns als Teil dieser Welt zu sehen. Und nicht als jemand, der am Zaun steht, drüber schaut und immer wieder sagt, gefällt mir eigentlich nicht, was die da tun. Aber vielleicht wird es ja noch besser. Insofern haben sich Gestaltungskraft verdient, wir alle haben uns Innovation verdient, and ihr Engagement hat sich verdient, erfolgreich zu sein. And manchmal ist das einfacher, als sie denken.