FACTS & FANTASY

#4.1 THE CHALLENGE | Kosten und Ressourcen

Hilmar "Firestarter" Poganatz Season 1 Episode 5

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 32:44

Wir zeigen, wie Pen and Paper Journalismus neu auflädt: von der Virtual Production beim SWR über MVP-Strategien für Verlage bis zu klaren Kostenrahmen und Ressourcenfragen. Praxisstimmen aus Redaktion, Gedenkstätte und Produktion zeigen Zahlen, Wege und Stolpersteine.

• Nutzen von Gamification für Themenvermittlung
• Virtual Production und visuelle Immersion
• Ressourcenengpässe: Zeit, Personal, Skills
• Führung und Freistellung als Erfolgsfaktor
• Inhouse-Kompetenz vs Zukauf externer Profis
• MVP-Fahrplan: Podcast-first, dann Video
• Kostenkorridor von 2.000 bis 120.000 Euro
• Messbare Ziele und strategische Einbettung

Facts & Fantasy ist ein Podcast für das Media Lab Bayern im Rahmen des Future of News Fellowships 2025

Host & Creator: Hilmar Poganatz 

Logo: Lucas Ramsperger mit Hilmar Poganatz

Mit Mháire Stritter von Orkenspalter, Michael Krechting von der Funke-Mediengruppe, Ex-Rocket-Beans-Producer Moritz Haase von Guter Content, BR-Innovantionsmanager Tim Pfeilschifter,  Kommunikations- und Innovationsexperte Tobias Köhler, Game-based-Learning-Facilitator Makus Schönell von Roll for Change, Dr. Felix Ludwig von der Gedenkstätte Marienborn, SWR-Strategie- und Innovationsreferent Philipp Jacobs und Tavernentresen-Spielleiter und Streamer Steffen Grziwa

Celil Senman von Masters of the Dice

QUELLEN 

MUSIK / FX 

  • documentary-background-Lexin Music - Aleksey Chistilin
  • documentary-background-crime-videos-Universfield
  • documentary-science- Lexin Music - Aleksey Chistilin
  •  house-of-news-by Erik Eliasson 
  •  "Thinking Time" by Anastasia Chubarova/Music for Videos 
  • coins-drop-1-Lola_Joy
  • money-counting-machine-Mubeen_studio
  • the-sound-of-money-Coin_Semen_Surin

 Mit großem Dank an Pixabay

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Into/Outro Music

  • "Ambient space arpeggio" by Universfield
  • Atrium Carceri with permission by Cryochamber
  • "Pixel fade" by Turning Pages Library
  • "Thinking Time" by Anastasia Chubarova/Music for Videos
  • "This is News" by Grand Project
  • "Weirder things" by Tabletopaudio

Aufhänger: Nachrichten Als Abenteuer

SPEAKER_11

Was wäre, wenn Nachrichten?

SPEAKER_05

Wir sind am Tag 16 nach dem Hochwasser.

SPEAKER_11

Zu Geschichten werden.

SPEAKER_05

Wenn Geschichte erlebbar wird.

Konzept: Action Fantasy Und Ziel

SPEAKER_11

Große Themenlagen. This is the moment the storming of the capital is marched zu Abenteuern im Stream der Aufmerksamkeit. Action Fantasy ist der Podcast, in dem Nachrichten Pen and Paper Rollenspielen. Mein Name ist Hilmar Pogermann. Und ich bin Fellow im Future of News Fellowship des Media Lab Mind. Storytelling und Gamification. Dimension und Interaktion. Facts and Fantasy erforscht, wohin die Heldenreise geht. Ob sie Medienhäuser zu einem neuen Publikum führt.

SPEAKER_04

Er schafft es dir jetzt aus der Hand zu reißen. Und würde jetzt wegrennen damit. Ich strahl einfach auf Batkopf. Holt! Würfel mal auf Batcop um 40 Erschwert. Um 40 Erschwert? Um 50 Erschwert. Bisschen auf eine zwei. Das ist ein volles, ne? Ich hab 41 Batkop. Und du hast um 40 Erschwert. Also mir fehlt einer. Komm.

Dramaturgie Im Pen And Paper

SPEAKER_11

Goodcop Batkop. Auf der Spur einer KI, die scheinbar ihre eigene Agenda verfolgt und vielleicht sogar einen Mord verübt hat. So zeitkritisch, aber auch so wild und rasant geht es zu in Fehler im System. Das Pen ⁇ Paper mit Rocketbohne Daniel Budimann und Spielleiter Hauke Geerdes ist das bislang wohl aufwendigste Pen ⁇ Paper, das in Deutschland bislang produziert wurde. In Folge 3 von Facts ⁇ Fantasy haben wir gesehen, dass Rollenspiele eine riesige Bandbreite an Themen rüberbringen können. Und wir haben erfahren, wie man so etwas überhaupt umsetzt. In dieser Folge 4 geht es nun ans Eingemachte. In The Challenge geht es um die größten Herausforderungen für die Umsetzung einer Pen and Paper Show. Und so wie Folge 3 wird auch Folge 4 wieder eine Doppelfolge. Von der Ressourcenplanung, Personal, Equipment, Budget bis hin zu den Personen, die man im eigenen Haus überzeugen muss, um so etwas überhaupt auf die Spur zu bringen. Denn machen wir uns nichts vor. Eine Produktion wie Fehler im System ist der absolute Rolls Royce für Pen and Paper Produktionen. Hier führt uns Spielleiter Hauke einmal kurz durch die nagelneue Virtual Production Stage des SWR.

Ermitteln In Virtuellen Sets

SPEAKER_04

Also wir spielen am Freitag und am Samstag eine Kriminalgeschichte. In dieser Kriminalgeschichte haben wir Ermittlerinnen, das sind unsere Spielerinnen und Spieler. Und diese Ermittlerinnen können in verschiedenen virtuellen Räumen auch ermitteln. Das ist so eine Mischform aus einem klassischen Pen and Paper. Man sieht das jetzt schon. Ich stehe vor einem virtuellen Hintergrund und während die Kamera sich bewegen, kann das hin und her schalten. Und auch wenn man das vielleicht sieht, vielleicht sieht man es auch nicht so gut, aber es sieht halt so gut aus, der Raum endet hier tatsächlich. Ich werde jetzt nicht zu nah rangehen, weil ich die Illusion nicht ganz kaputt machen will. Und in diesem Set haben wir dann trotzdem Requisiten, mit denen wir interagieren können. Das heißt, es gibt bestimmte Momente in diesem Fall, in dem gehen wir in dieses Setting und dann können Schauspieler, die hier agieren und die können hier rumlaufen. Und während die Kameras sich bewegen, sieht man dann, wie quasi der Hintergrund sich dynamisch damit so bewegt. Und es sieht aus, als würde ich mich in einem Set bewegen, das hundertmal größer ist, als würde ich in einem Schloss stehen. Und in Wirklichkeit bin ich am Ende des Sets gerade quasi. Und das ist, glaube ich, ein Element, das das Format so bereichert, weil wir das zum ersten Mal so machen können, dass man eben nicht einfach nur immer mehr Sets baut, die dann einfach riesengroß werden müssen und die irgendwie das so erweitern sollen. Und davon bin ich auch mal nicht so ein Fan, sondern dass es einfach eine Erweiterung des Grundkonzepts ist. Das heißt, unsere Spielenden können dann ins Set gehen und können hier ermitteln. In diesem Set zum Beispiel, man sieht es schon so ein bisschen, nicht wenn nicht zu viel verraten, aber so Dracula angehaucht. Und in unserer Story, das kann man schon so ein bisschen verraten, ist es so, dass in einem Deutschland der Zukunft, und da saß ich eben, man hat es eben auch gesehen, den Raum, in dem ich saß, soll eine KI die Arbeit der Polizei übernehmen. Und unsere Ermittlerinnen werden jetzt auf ein paar Fälle gestoßen, in denen so ein paar Dinge nicht so richtig stimmen. Und schauen sich diese Fälle nochmal an. Und diese Fälle finden halt in Teilen in diesen Hintergründen statt. Es gibt ganz normal klassische Pen-Paper-Elemente weiterhin. Ich lauf so viel rum, weil das so geil aussieht, wenn ich mich bewege.

Gaming, Streaming, TV: Anspruch

SPEAKER_11

Natürlich hat der SWR diese virtuelle Bühne nicht ausschließlich für Pen and Papers gebaut. Trotzdem stand Fehler im System beim Testlauf der großen LED-Wand im Baden-Badener Studio 6 voll im Fokus. Damit will der SWR neue Maßstäbe im Zusammenspiel von Gaming, Streaming und TV-Produktion setzen. Mit einem Aufwand, den wohl nur ein öffentlich-rechtlicher Sender stemmen kann, der zudem schon einiges an Erfahrung mit Rollenspielformaten hat. Machen wir uns also nichts vor. Zeitungsverlage, private Medienhäuser und erst recht Stiftungen oder Museen müssten niedrigschwelliger einsteigen. Für sie stellt sich daher zunächst die Ressourcenfrage. Über den Zusammenhang von Ressourcen und Innovationen in Medienhäusern habe ich mit Tobias Köhler gesprochen. Tobias war Innovationsmanager bei der Südwestdeutschen Medien Holding, zu der vor allem die Süddeutsche Zeitung sowie regionale Tageszeitungen in Nordbayern und Thüringen gehören. Zu Tobias Zeiten gehörten zur SWMH auch noch die Stuttgarter Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten und mehrere andere große Regionalblätter. Später war Tobias unter anderem Content- und Innovationsdirektor bei der großen Content Marketing-Agentur C3. Wenn also einer weiß, wie man Medieninnovationen intern durchsetzt, dachte ich mir, dann ist das so jemand wie Tobias Köhler.

Ressourcenfrage Für Verlage

SPEAKER_02

Also tatsächlich in einem Satz meine große Leidenschaft ist, irgendwas mit Journalismus, mit irgendwas mit Innovation zu verbinden. Ich habe tatsächlich festgestellt, dass Verlage anders als ihr Ruf, und da spreche ich auch ganz ausdrücklich für das, was sich bei der südwestdeutschen Medien Holding erlebt hat, viel mehr Lust auf Neues haben, als es gemeinhin erscheint oder auch so darüber gesprochen wird. Also am Ende sind die wenigsten Dinge nachher daran gescheitert, dass jemand keine Lust hatte.

SPEAKER_11

Seiner Erfahrung nach sind die knappsten Ressourcen Personal und Zeit. Denn beides sei sehr rar gesät in den Medienhäusern.

Engpass Zeit Und Personal

SPEAKER_02

Ja, tatsächlich habe ich gelernt. Es ist einerseits das Geld, das manchmal der limitierende Faktor ist, aber das fast größere Problem, was wir in vielen Projekten haben, ist einfach menschliche Ressourcen, weil man dann doch solche Projekte eigentlich immer so als Add-on zum Tagesgeschäft machen muss. Und in den Verlagen eben tatsächlich immer sehr, sehr viele Projekte und sonstige Dinge parallel laufen, sodass die Leute, die ja halt auch nicht mehr werden in aller Regel in so Verlagsorganisationen, dass die einfach schon sehr ausgelastet sind. Wie soll man sagen, so im Innovationshandbuch, und davon habe ich in meinem Regal hinter mir irgendwie einige stehen, stellt irgendwie das Wichtigste für so ein gelungenes Innovationsprojekt oder ein der wichtigsten Dinge sind das Commitment der Chefs. Und tatsächlich, das Commitment reicht aber halt nicht so als rein verbalisierte Zusage, sondern es muss halt auch dazu führen, dass auch die Leute freigespielt werden. Und das ist so eines der größten Innovationshemmnisse, die ich nicht nur in Verlagen, sondern insgesamt in Organisationen sehe, dass Innovation eben zu oft als Hobby betrieben wird, das dann halt zum Tragen kommt, wenn die Leute mal Zeit haben oder über Überstunden.

SPEAKER_11

Das ist nicht nur in Medienhäusern so, wie mir Felix Ludwig von der Gedenkstätte Marienborn bestätigt hat.

Führung, Commitment, Freistellung

SPEAKER_06

Das Allerwichtigste ist Personalkapazität. Das ist ehrlicherweise auch das, wobei es bei uns immer hakt. Also das Orchelspeiter-Projekt war jetzt relativ niedrigschwellig. Wenn man ein eigenes Format entwickeln und durchführen möchte, braucht man erstmal Zeit. Man braucht Leute, die das entwickeln, man braucht Leute, die es testen und man braucht auch Leute, die die Workshops moderieren. Und zwar tatsächlich nicht irgendwelche Leute, sondern Leute, die bereits eine, also die im besten Fall eine Affinität zum Medium mitbringen. Also das heißt, man muss in der Sache immer genau abwägen, welche Skills bringt man selbst mit, welche kann man einkaufen. Und dann aber vielleicht auch sagen, ich würde dieses Projekt gerne machen, aber es geht gerade nicht. Weil das Einzige, was schlimmer ist, als gar kein Projekt zu haben, ist ein halbgares, dysfunktionales Projekt zu haben.

SPEAKER_11

Darauf habe ich auch Michael Krechting angesprochen, den stellvertretenden Chefredakteur digital der Funke Mediengruppe. Im Gespräch hatte Michael angedeutet, dass ein neues, innovatives Social-Media-Format wie Pen ⁇ Paper, in dem man auch bekannte Streamer auftreten lassen kann, durchaus attraktiv klingt. Ist das engste Nadelöhr also die Organisation der passenden Ressourcen?

Skills Oder Zukauf?

SPEAKER_10

Ich glaube ja, das ist eine Frage von Organisation und Ressourcen sind und durchaus manchmal Skills, weil das dazu sind zum Beispiel mindestens natürlich mal gute Skills im Bereich Drehbuchentwicklung und so nötig oder auch eine Vorstellung davon, wie kann man so ein Format mit einem Spannungsbogen versehen, dass das wirklich auch längerfristig Leute beim Zuschauen bindet. Natürlich ist das auch heutzutage schnell erlernbar. Wir haben Videoleute natürlich auch hier in unserer Einheit in NRW. Die sind aber sehr stark gebunden, noch in dem klassischen Videogeschäft, was Newsvideos angeht und produzieren super viele Reels. Wir müssen da einfach gucken, wie wir das in der Organisation irgendwie die Ressource für freischaufeln. So, das ist, glaube ich, extrem wichtig.

SPEAKER_11

Wenn der Wille für ein innovatives Format da ist, aber Personal und Skills knapp sind, stellt sich natürlich die Frage, ob man Kreativ- oder Produktionsleistungen von außen hinzukauft. Professionelle Spielleiter kann man mieten. Mairi Stritter von Orckenspalter, die Ex-Rocketbohnen Hauke Gerdes und Steffen Jiver, Jenny Lil Sennmann von Masters of the Dice oder mich selbst. Und mit der Rocket Beans Produktionsfirma Midflight Productions oder Moritz Hases Unternehmen Guter Content gibt es auch Player, die solche Formate produzieren können. Aus seiner Zeit als Innovationsmanager hat mir Tobias Köhler allerdings berichtet, wie ungern Medienhäuser neue Formate hinzukaufen, statt sie In-house zu entwickeln.

Inhouse Vs Extern

SPEAKER_02

Ja, tatsächlich ist es so, also kaufen ist ja schon mal ganz schlecht, weil wenn was mit, ich muss erstmal für Geld ausgeben beginnen, erhöhe ich erstmal die Einstiegswürde. Es hat ja seinen Grund, meiner Ansicht nach, weshalb die ganzen Best Practices in Sachen Pen and Paper vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk stammen. Die haben einfach ihre Innovationseinheiten wie das SWR X Lab oder MDR IDA oder das Beispiel von Tatort kam ja vom BR. Die haben einfach Institutionen dafür, um Innovation zu fördern. Und da fällt es natürlich ungleich leichter, als jetzt an einen durchschnittlichen regionalen Verlag heranzutreten, bei dem ich erstmal über die Redaktion komme oder über das Produktmanagement oder worüber auch immer, die da aber eigentlich keine dezidierten Strukturen dafür haben. Das heißt, wenn ich diese Idee reinbringen will, bin ich wieder bei dem Komplizengedanke, brauche ich eigentlich irgendeinen in den entscheidenden Abteilungen, der sagt, boah, da habe ich voll Bock drauf, ich habe da eine Affinität dazu, das probieren wir jetzt einfach mal low level aus.

MVP-Denken Für Medien

SPEAKER_11

Einfach mal Low Level ausprobieren, also das, was man in Startups und im Design Thinking als MVP bezeichnet, als Minimum Viable Product. So etwas herzustellen, selbst wenn man im eigenen Haus anfangs das Wissen dazu noch nicht hat, das kann sich Michael Krechting als stellvertretender Chefredakteur digital durchaus vorstellen. Nicht von ungefähr ist Michael ja auch stellvertretender Leiter der Digitalentwicklung bei Funke.

SPEAKER_10

Es fehlt die Expertise wahrscheinlich, so ein Format richtig gut umzusetzen. Also das ist ja etwas, wo ich sage, boah, klein ist das vielleicht am Anfang etwas, wo wir mehr investieren müssten, als dass es um die reine Technik-Invest ging. Also gibt es das Know-how, dass es auch wirklich lustig wird. Wie generiert man so einen Master oder Meister und was muss alles vorher im Briefing erfolgen, etc.

SPEAKER_11

Natürlich wäre es für eine private Mediengruppe ein viel größerer Schritt als für eine öffentlich-rechtliche Anstalt, sich an ein gamifiziertes Format wie Pen ⁇ Paper zu wagen. Das heißt jedoch nicht, dass so etwas undenkbar wäre.

Low-Budget Start Im Podcast

SPEAKER_10

Die Offenheit ist schon da. Also Beispiel, letztes Jahr haben wir eine YouTube, also das hat nichts mit Pen ⁇ Paper zu tun, haben wir eine YouTube-Doku, das ist eine Interviewreihe gewesen, eingekauft bei einer externen Produktionsfirma, weil wir halt gesagt haben, okay, die hat da einfach eine sehr höhe, sehr viel höhere Expertise, als wir das jetzt noch hier in-Haus haben. Das ist klar, ist schon denkbar. Am Ende geht es uns immer darum, können wir daraus dann sowas lernen, um sowas vielleicht auch selber hinbiegen zu können, aber dass man da halt sagt, gerade so eine Fleisch in der Projektanfangszeit lässt man sich beraten und auch nicht nur beraten, sondern unterstützen von jemand, der das erstmal produziert, klar.

SPEAKER_11

Bleibt die Frage, wie kann man so etwas ressourcenschonend angehen? Zum Beispiel, wenn ein Medienunternehmen auf bereits bestehende Technik und Räumlichkeiten zugreifen können. Aber ist das bei einem Pen and Paper auch für Verlagshäuser möglich? Also für Unternehmen, die mit deutlich weniger Technik dastehen als ein Radio oder ein Fernsehsender? Als Facilitator und Organisationsentwickler bei einer großen Recruiting-Agentur kennt Markus sich gut aus. Vor allem, weil er früher auch mehr als 20 Jahre im Vertrieb verschiedener Zeitungen gearbeitet hat.

SPEAKER_03

Die Frage ist da auch immer so ein bisschen, mit welchem Aufwand wollen wir rein starten und was wollen wir zum Schluss eigentlich für uns dann auch gemessen haben? Und was haben wir eigentlich im Haus schon an Möglichkeiten vorhanden, mit denen wir erstmal mit einem Prototypen anfangen könnten?

SPEAKER_11

Der Prototyp also, der MVP, das Minimum Viable Product. Damit sind wir wieder bei genau dem Weg, wie Startups Innovationen einführen. Erstmal auf kleiner Flamme einführen und ausprobieren.

Studios Und Infrastruktur Nutzen

SPEAKER_03

Also ich würde ja ganz pragmatisch anfangen, das, was die meisten etwas größeren Häuser schon in irgendeiner Form haben, ist wahrscheinlich in irgendeinem Podcast-Setter. Und vielleicht muss es noch nicht mal am Anfang gleich die erste fette Stream sein. Sondern wie können wir das Medium, was wir im Haus schon benutzen, damit sich die Leute auch auskennen? Also du hast eine geringere Hürde, weil das Mikro kenne ich, ich kenne meinen Auftrag, ich weiß, wie ich meinen Podcast produziere, ich habe da nicht ein Team, die wissen auch, wie man das macht. Und ich habe kein Problem, in das Mikro reinzusprechen, aber es ist was anderes, als wenn ich das erste Mal in einem Stream sitze, von laufender Kamera.

SPEAKER_11

Mit Storytelling kennt Markus schön sich aus. Rollenspiele spielt er nicht nur in seiner Freizeit. Unter seiner Marke Role for Change ist Marcus auch als Freelancer unterwegs. And so lautet sein Ratschlag an Medienhäuser eben, niedrigschwellig einzusteigen.

Geldblick: Budget Als Hürde

SPEAKER_03

Also mit so einem MVP zu sagen, wir fangen vielleicht erstmal mit einem Podcast an. Wir fangen dort an über Storytelling. Dann fangen wir an mit einer Langstrecke zu arbeiten und überlegen uns, welche Langstrecke könnten wir dann so aufbauen, dass wir hier daraus wissen könnten, oder lohnt die sich überhaupt in eine Geschichte zu verpacken, die wir danach erzählen wollen. Dann könntest du anfangen, diese Langstrecke in ein Rollenspielset abzubauen. Und fängst an, das in dem Podcast-Formal erstmal mitzuspielen. Also du hast im Laufe der Erzählung eigentlich deine journalistischen Geschichte, der Story and then eben halt gegebenenfalls auch schon. Und das glaube ich, was eigentlich viel, viel spannender ist nachher, dass du das halt mit Leuten aus dem Haus besetzt, als dass du dir irgendwelche externen Leute rausziehst.

SPEAKER_11

Markus skizziert hier also sowas wie einen kompletten Einstiegsplan, inklusive der Perspektive, sich eigene Corporate Influencer heranzuziehen. Und zumindest aus Sicht der Funke Gruppe bestätigt Michael Krechting die Gedanken, die Markus hier spinnt.

Minimal-Setup Und Technik

SPEAKER_10

Ja, ich glaube, wir wären für eine niedrigschwellige Version, aber sogar auch vom Studio her gerüstet. Also zumindest hier am Standort von Funke in Essen. Gibt es ein Video-Studio, was auch, was sich COSI-Studio nennt. Da können zumindest mal mehrere Leute gemeinsam sitzen, ein bisschen zu einem kleinen Veranstaltungssaal, der gerade auch ausgerichtet wird, um solche, um einerseits, glaube ich, klassische Podiumsformate abzubilden, der aber mit etwas Ausrüstung auch dafür genutzt werden kann, sowas zu tun. Insofern würde ich am Ende sogar sagen, da hätten wir den Vorteil, dass wir da finanztechnisch nicht immer Studiokapazitäten binden müssten, mit einem Studio-Team, was hier bei uns dahinter steckt.

SPEAKER_12

Ich möchte jetzt direkt mein ganzes Geld, die einfach in die Band. So muss es sein. Sehr gut. Zunächst haben wir jemanden, der so ein bisschen aufs Geld aufpasst. Annika Renate P. Renate Annika P. Ach verdammt. Renate Annika P. zumindest.

SPEAKER_00

Ja, ich bin Renate Annika P. Freunde nennen mich auch Annika. Ich bin Bankrevisorin, war das Wort, das wir suchen. Das heißt, ich kümmere mich darum, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Ich weiß auch wirklich, was ich tue. Also ich habe Ahnung von Zahlen. Mein Chef würde aber auch nie Zahlen irgendwo hin verschieben, wo sie nicht sein sollten. Das passiert bei uns in der Bank auf gar keinen Fall. Ich habe ja auch ein Auge drauf.

Kostenkorridor: 2K Bis 50K

SPEAKER_11

Der Blick aufs Geld. Damit sind wir bei der am Ende vielleicht entscheidenden Frage angekommen. Hier hat sie Spielleiter Steffen Jiver, der Streamerin Shuryoka, gestellt. Und zwar im Funk Pen ⁇ Paper das Pegasus-Projekt. Da ging es schließlich auch um Banken. Aber auch in der Realität der Medienproduktion muss so etwas natürlich gut durchgerechnet werden. Daher habe ich die Frage gestellt: Was kostet es, ein Thema als Pen ⁇ Paper umzusetzen? Dass man mit dem kleinen Besteck einsteigen kann, hat mir Felix Ludwig von der Gedenkstätte Marienborn verraten. Nachdem er mit Meyri von Orkenspalter die lehrreiche Runde Der graue Mann an der Grenze ausgestrahlt hatte, habe ich Felix gefragt, ob er nicht gern mehr solche Themensendungen hätte. Vielleicht sogar eine Serie.

SPEAKER_06

Das ist ehrlicherweise schlicht und ergreifend eine Finanzfrage und auch das Geld, das wir nicht haben. Also die Produktionskosten des Orkenspalterformats waren auch dank eines Entgegenkommens von Orkenspeiter TV, für was ich sehr dankbar bin, nicht sehr hoch. Aber selbst wenn ich jetzt diese niedrigen Kosten ansetze und das mal drei oder mal vier rechne, wird es schon schwierig.

SPEAKER_11

Die wenigen externen Anbieter, die es für Pen-Paper-Produktion gibt, wissen das und bieten dementsprechend auch kleine Lösungen an.

High-End Beim SWR: 120K

SPEAKER_05

Wir machen es ja auch mit kleinerem Besteck für den Bayerischen Rundfunk. Da sitzen die Leute einfach zu Hause vor Kamera und Mikrofon und schalten sich über ein Online-Tool zusammen.

SPEAKER_11

Hier beschreibt Mayri Stritter von Orkenspalter TV eine Minimalösung für Videocontent. Ein Pen and Paper MVP also.

SPEAKER_05

Und was es braucht, ist im Endeffekt, da ich dann auch die Technik mache, mein Streaming-Rechner und jeweils eine Internetverbindung. Und eben Videokamera mit ausreichender Qualität und ein Mikrofon ebenfalls mit ausreichender Qualität. Das ist kostentechnisch extrem überschaubar, vor allen Dingen verglichen mit den Kosten, die die meisten Produktionen bei den öffentlich-rechtlichen haben.

SPEAKER_11

Der Innovationsmanager Tim Pfeilschifter beschreibt, wie es beim Bayerischen Rundfunk lief. Dabei hat Tim mir bestätigt, dass Pen ⁇ Paper keine hohen Produktionskosten.

Minutenpreis Im TV-Kontext

SPEAKER_07

Ich glaube nicht, dass es sich wirklich, wenn man jetzt, wenn jetzt jeder anfangen würde, so Pen Paper zu produzieren, refinanziert. Ich glaube, es kann sich nur in den wenigsten Fällen wirklich klassisch refinanzieren, dass du mehr Geld rausbekommst, als du reingesteckt hast, indem du halt diese Person vielleicht total aufbaust. Wir hatten das Glück, dass wir als öffentlich-rechtlicher das relativ klar mit den Creatern kommunizieren konnten, hey Leute, wir sind kein privates Unternehmen, wir haben keine 10.000 Euro bei weitem nicht, die wir euch für einen Abend geben können oder für zwei Abende geben können. Wir haben den und den, also wir haben diese und diese Summe hier, eine sehr kleine Summe. Wir haben eine coole Spielleiterin, das war vielleicht auch sowas, was bei uns gezogen hat. Wir hatten von Anfang an sehr gute Kommunikation mit einer sehr erfahrenen Spielleiterin. Das heißt, die wussten, sie können sich auf das alles verlassen, es wird ein schöner Abend und dann machen die das auch für einen bei weitem geringeren Betrag, als sie sonst bekommen würden. Das ist aber nichts, was ich jetzt jedem empfehlen würde, damit zu rechnen. Das war wirklich jetzt bei uns einfach so Lightning in a Bottle.

Fazit Und Ausblick Teil Zwei

SPEAKER_11

Ja, und da Tim hier wiederum von Mayri Stritter spricht, habe ich Mayri einfach mal selbst gefragt, ob sie mir eine Kostenschätzung Pi mal Daumen geben würde. Einfach um mal zu wissen, zu welchem Minimalaufwand man sowas auf die Beine stellen kann. Und das Schöne ist, sie hat geantwortet. Seid ihr auch schon genauso gespannt wie ich? Also, nun die Preisfrage. Was kostet Deutschlands bekannteste Spielleiterin? Hier die Antwort von Maidi Stritt.

SPEAKER_05

Ich kann nur sagen, was ich koste. Ich werde hier als Freiberuflerin dann jeweils für solche Projekte angeheuert. Und für eine solche Session inklusive der Recherche, der Vorbereitung, der Streaming-Technik und eben meiner Dienstleistung als Spielleitung, nehme ich 2000 Euro aktuell.

SPEAKER_11

Bravo, aber wenn es darum geht, konkrete Zahlen zu nennen, ist natürlich nicht jeder so offen wie Meyri, was auch Gründe hat. Hier ist Steffen Jiver, der Spielleiter von Produktionen wie Projekt Pegasus oder die Grenida-Krise.

SPEAKER_12

Da kann ich natürlich nicht viel sagen. Das hängt aber auch ganz einfach davon ab, dass es sehr von bis geht. Man kann eine einfache Runde machen, wo einfach nur vier Personen oder fünf Personen vor einer Webcam zu Hause sitzen. Und dann hat man eigentlich mehr oder weniger nur den Aufwand, dass man das Streaming-Setup einmal einrichten muss, ein bisschen Grafik hat und das war's. Wenn man jetzt solche Setups hat wie bei Rocketbeans TV, dann kommen beispielsweise natürlich noch RequisiteurInnen mit dazu, Setbau kommt noch mit dazu, eine voll ausgestattete Regie kommt noch mit dazu, mit Ton, Video, Regie, Schnitt und so weiter und so fort. Ganz viel Social-Media-Vorbearbeitung. Und gerade bei der Krediterkrise war es so, wir haben dort ein Online-Tool gebaut, wo sich die Leute zu Hause Fake News selbst generieren konnten und die dann bei Twitter teilen konnten. Damals hieß es noch Twitter. Und da, das haben wir auch komplett selbst gebaut, komplett selbst programmiert, komplett selbst gehostet. Das ist dann auch natürlich noch ein bisschen mehr Aufwand, als wenn man einfach nur zu Hause sitzt. Aber beides geht natürlich. Also die Kollegen vom Bayerischen Rundfunk beispielsweise machen ja auch schon verschiedene historische Pen ⁇ Paper mit Auckenspeiter TV zusammen. Und da ist es auch so, dass es ja eigentlich in Häkchen nur fünf Personen sitzen vor der Kamera zu Hause und streamen das Ganze. Das ist aber natürlich inhaltlich nicht unbedingt weniger sinnvoll oder spannend, als wenn man das in einem großen Studio mit ganz viel Kram macht. Also beides geht. Und deswegen ist es schwer, da genau was zu sagen.

SPEAKER_11

Wenn man es genauer wissen will, fragt man am besten einen Produzenten. Und siehe da, Moritz Hase kommt zu einer ähnlichen Einschätzung wie Steffen, pappt aber noch ein paar Zahlen dran. Moritz war früher Produzent für die Rocket Beans und hat mit ihnen Pen and Papers produziert, auch für die öffentlich-rechtlichen. Er sagt.

SPEAKER_09

Das kommt ja immer wieder auf die Leidenschaft an. Wenn wir beide jetzt sagen, wir machen das und wollen kein Geld dafür, dann kriegen wir das bestimmt für 10.000 Euro hin. Sag ich jetzt mal. Irgendwie da noch einen Kameramann dazu zu setzen und so weiter. Und fünf Freunde.

SPEAKER_11

Inzwischen hat Moritz seine eigene Produktionsfirma in Stuttgart. Sie heißt Guter Content. Aus Erfahrung weiß er.

SPEAKER_09

Man kann auch 300.000 Euro dafür ausgeben oder eine Million. Also zu viel Geld? Also ich kann immer gut Geld ausgeben. Also ich glaube, obenhin sind in Anführungszeichen keine Grenzen gesetzt. Und unten hin ist die Bereitschaft der Beteiligten halt wichtig so. Wenn du das ganz kommerziell machen willst, dann musst du, glaube ich, schon 20.000, 30.000, 40, 50.000 Euro geht, 30.000, 20.000.000 vielleicht. Wenn es klein ist, wenn es sehr klein ist, dann 10.000, 20 oder so.

SPEAKER_11

Okay, so langsam kriegen wir also ein genaueres Gefühl für die nach oben offene Kostenskala. Wenn man eigene Leute hat oder Mitspieler, die kein Geld wollen und man dazu noch eigene Räume und Technik hat und nur die eine Streamerin als Spielleitung dazu bucht, kann es schon bei 2000 Euro losgehen. Realistischer für einen Videostream von drei Stunden sind aber Kosten zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Je nachdem, wie professionell man die Show aufziehen will und kann. Dass da nach oben natürlich immer noch mehr Luft ist, hat jüngst der SWR bewiesen. Mit dem insgesamt achtstündigen KI-Kremi Fehler im System hat der Sender das bislang wohl aufwendigste Pen ⁇ Paper der Welt produziert, glaubt zumindest Philipp Jakobs. Er ist Referent für Strategie und Innovation beim SWR. Die Megaproduktion, die im Oktober 2025 ausgestrahlt wurde, hat Philipp als technischer Leiter begleitet.

SPEAKER_08

Es wird irgendwo im Hunderttausender Bereich gewesen sein oder so, keine Ahnung, aber ich glaube, wir haben ja das Pen ⁇ Paper dann zusammen mit Rocket Beans produziert. Das heißt, Rocket Beans hat die ganzen Autorenleistungen und Hauke eingekauft und die Spieler und so. Und wir haben sozusagen die Technik und die ganze Infrastruktur gestellt. Und ich glaube, wir werden wahrscheinlich dafür auch nochmal so 100.000 bis 120.000 gezahlt haben insgesamt. Also ich gehe mal davon aus, also lass mal jetzt die Wand weg, weil das kannst du nicht mit reinrechnen, das ist irgendwie total unrealistisch. Aber wenn man so eine Wand hat, hat die Produktion wahrscheinlich so um die 120.000 gekostet.

SPEAKER_11

Die Wand, von der Philipp hier spricht, ist die Virtual Production Stage in Baden-Baden, die der SWR für drei Monate angemietet hatte. Hier hat der Sender eine handvoll interaktive Formate getestet. Gesendet wurde davon aber nur das Vorzeigeprojekt Fehler im System. Und weil das das teuerste und beste Setup ist, was das Genre Pen ⁇ Paper je gesehen hat, musste Philipp mir natürlich auch mal kurz erklären, was dahinter steckt.

SPEAKER_08

Virtual Production wird ja normalerweise klassisch im Szene eingesetzt. Das heißt, man kennt das so von Mandalorean. Große Kinoproduktionen werden in so Virtual Production Stages produziert und das ist aber klassisch nur mit einer Kamera. Und bei uns ist es jetzt zum ersten Mal weltweit so gewesen, dass wir mit drei getracten Kameras arbeiten konnten. Das heißt, wir konnten zum ersten Mal wirklich zwischen den Kameras wechseln und die Wand hat dann wirklich synchron immer das Bild der Kamera gezeigt, die gerade geschnitten war. Und das Besondere auch, dass die Kameraleute auch auf ihren Vorschau-Monitoren bereits eine Preview sehen konnten, wie ihr Bild aussehen würde, wenn es auf der Wand ist. Das ist auch das Besondere an dem Ganzen. Und Pen ⁇ Paper hat sich natürlich angeboten, um sowas zum ersten Mal auszuprobieren, weil wenn irgendwas nicht geklappt hätte, dann hätten wir einfach auch am Tisch sitzen bleiben können und das hätte niemand wirklich gemerkt. Dadurch, dass es jetzt aber geklappt hat, war es uns halt möglich, an zwei Abenden je vier Stunden auf Twitch live zu senden und insgesamt dann in sechs virtuelle Sets einzutauchen mit Schauspielern und die Schauspieler konnten dann mit unseren Protagonisten interagieren, mit unseren Spielern. Und es hat alles sehr gut geklappt.

SPEAKER_11

Na, zum Glück bei den Kosten. Die liegen für Fernsehen übrigens gar nicht mal so hoch, wie Philipp vorrechnet. Denn beim TV geht man von einem Minutenpreis aus. Und der ist selbst bei einer so aufwendigen Show noch niedriger als für einen ganz gewöhnlichen Magazinbeitrag. Von Spielfilmen ganz zu schweigen.

SPEAKER_08

480 Minuten, dann machen wir mal 150. 120.000 durch 420 Minuten. Ja, sind wir aber so bei 285 Euro, glaube ich, wenn ich richtig gerechnet habe. Das ist natürlich ein Minutenpreis, der ist schon relativ günstig für Fernsehen oder für Produktionen in einem Fernsehstudio. So ein klassischer Magazinbeitrag oder so, oder so, so klassischere Fernsehsendungen, wenn du da bei 1000 Euro bist, dann ist es schon relativ günstig. Insofern, je nachdem, wie du das halt rechnest, kannst du sagen, es ist aber teuer oder du sagst, es ist aber günstig.

SPEAKER_11

Ja, und damit haben wir es für heute zusammen. Ein Pen ⁇ Paper kann man also für ein paar tausend Euro produzieren. Selbst die ARD spart dabei manchmal gern und nimmt wie beim Pen ⁇ Paper-Tatort gar nicht erst im Studio auf, sondern streamt die Schauspieler aus deren Wohnzimmern. Ein Pen ⁇ Paper wie Fehler im System im SWR kann aber auch 120.000 Euro und mehr kosten, wenn die Ressourcen dafür da sind. Und wenn der Wille im Haus vorhanden ist. Darum wird es in Teil 2 dieser Doppelfolge The Challenge gehen. Wie bette ich einen Pen ⁇ Paper strategisch ein? Wie kann ich es monetarisieren, also gegenfinanzieren? Und wen muss ich eigentlich an meiner Seite haben, um so etwas intern durchzukriegen? Außerdem wird es in dieser letzten offiziellen Folge endlich die Top 7 geben. Die Liste mit den sieben wichtigsten Erkenntnissen zum Einsatz von Pen ⁇ Papers für die Themenvermittlung. Und natürlich auch eine Idee davon, wohin die Reise wohl noch führen könnte. Einen kurzen Blick auf diese mögliche Zukunft erhaschen wir am Ende des Hybrid, real-virtuell produzierten Pen ⁇ Papers Fehler im System. Im Finale, Vorsichtspoiler, dringen die Charaktere hier in ein weiteres beeindruckendes Set ein. Voll blinkender LEDs, dem Ausblick auf eine nächtliche Skyline und einer geheimnisvoll verkabelten zentralen Konsole.

SPEAKER_04

Ihr könnt in das Herz der Polizei Neuberlin, das Rechenzentrum von Santa, der KI, die eure Jobs und scheinbar auch die Zukunft des Landes bedroht. Nach Ihnen, Chef, nach Ihnen, Chef. Nach euch, nach euch.

SPEAKER_01

Oh. War jemand schon mal von euch? Okay, offensichtlich war hier noch nie jemand drin, weil wir jetzt erst den Code bekommen haben.

SPEAKER_04

Okay. Ich habe tatsächlich meine Hand an der Waffe aus Gewohnheit. Okay. Ich klebe den Code hier drauf, wie man das traditionell macht, damit man ihn nicht vergisst. Ihr habt den Code schon gehabt, um da reinzukommen. Achso.

SPEAKER_01

Ja, was steht da?

SPEAKER_12

Wo ist das Interface?

SPEAKER_01

Hallo?

SPEAKER_12

Bitte nicht anfassen!

SPEAKER_11

Das war Facts and Fantasy. Ein Podcast von Hilmar Poganatz. Das bin ich. Für das Media Lab Bayern. Veröffentlicht ab Herbst 2025. Mit Musik von Alexej Cistelin von Lexin Music, Anastasia Tschubarova from Music for Videos, Atrium Calceri vom Label CryoChamper, Backdrop, Austin Swith, Tabletop Audio, Universe Field und vielen anderen. Herzlichen Dank. Wenn dir Facts and Fantasy gefällt, hilft dem Podcast nicht so sehr wie neue Abonnenten, 5-Sterne-Rezensionen und deine persönliche Weiterempfehlung an deine Freunde und Follower. Danke dafür. Detaillierte Credits und Links findest du in den Shownotes auf Buzzprout. Und wie es weitergeht, hörst du in der nächsten Folge von Facts and Fantasy. Bis bald.