zAit für Neues
Künstliche Intelligenz verändert unser Leben, aber wie genau? In zAit für Neues sprechen Eugen und Dominik über Chancen, Risiken und spannende Entwicklungen rund um KI. Von alltagstauglichen Tools bis zu großen gesellschaftlichen Fragen: Wir liefern dir verständliche Einblicke, klare Meinungen und Denkanstöße für deine Zukunft.
🎙️ Was dich erwartet:
- Aktuelle KI-Trends & Tools
- Gesellschaftliche Auswirkungen von KI
- Zukunft der Arbeit & Business
- Spannende Alltagsbeispiele
- Offene Diskussionen statt Fachchinesisch
Wenn dich KI fasziniert oder du einfach verstehen willst, was da gerade passiert, bist du hier genau richtig.
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zAit für Neues
Internet 3.0 durch KI — Müssen wir Websites und Online Shops neu denken?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Vor ein paar Jahren hieß es noch: Wer nicht programmieren kann, findet keinen Job. Heute schreibt KI den Code und trotzdem ist das Handwerk nicht tot. Was steckt wirklich dahinter?
In dieser Folge haben wir Daniel Vogel zu Gast. Er ist seit über 20 Jahren Entwickler, betreibt eine eigene Agentur für Webseiten und Shops, nutzt Claude Code täglich in seiner Arbeit und hat eine sehr klare Meinung dazu, was KI verändert und was sie nicht kann.
Wir sprechen darüber, wie KI seinen Arbeitsalltag konkret verändert hat, warum man trotz KI wissen muss, was man tut, und was es bedeutet, wenn Nutzer nicht mehr googeln, sondern ChatGPT fragen, direkt für den eCommerce und die Sichtbarkeit von Websites.
Eine Folge für alle, die mit Code, Shops oder digitalem Marketing zu tun haben. Und für alle, die verstehen wollen, was mit dem Internet gerade wirklich passiert.
💬 Was denkst du: Wird KI die klassische Websuche ersetzen oder bleibt Google unschlagbar? Schreib es in die Kommentare!
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🎙️ Über zAit für Neues
Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt und wir sprechen drüber! Wir, Eugen & Dominik, diskutieren in unserem Podcast "zAit für Neues" über KI-Tools, Zukunft der Arbeit und die großen gesellschaftlichen Fragen rund um künstliche Inteligenz und Technologie. Einfach erklärt, spannend diskutiert und immer mit einer Portion Neugier.
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Weil die Zeit, die ich mir da spare, die braucht der Kunde ja dann auch wieder nicht bezahlen. Und dafür ist halt gut, wenn man halt so einen Mix aus beiden hat. Also man muss es schon kontrollieren, damit die Qualität stimmt.
SPEAKER_01Es gibt auch viele, die kriegen damit relativ viel Reich weiter. Aber ich finde, sobald du weißt, dass es jetzt KI generiert, dann ist das Lied einfach verliert den Reiz.
SPEAKER_00Wenn ich früher mal eine Frage gehabt habe, wo ich nicht weiter wusste, dann hab ich irgendwen angerufen, wer es wusste. Das wirst du vielleicht nicht mehr so machen, weil du KI das beantwortet. Also wenn ich jetzt eine Frage im Online-Marketing habe, hab ich dich auch schon angerufen und gefragt, ja mal, ich hab das und das Problem. Was war ich denn da?
SPEAKER_01Willkommen bei Zeit für Neues. Mein Name ist Eugen. Ich bin Dominik und in diesem Podcast sprechen wir darüber, wie KI sich auf die Gesellschaft, aber auch auf die Arbeitswelt auswirkt.
SPEAKER_02Ohne Hype, ohne Buzzwords. Wenn dich diese Themen interessieren, dann abonnier diesen Kanal und lass uns eine Bewertung da.
SPEAKER_01Und jetzt viel Spaß und gute Erkenntnisse mit der Folge. Vor ein paar Jahren hieß es noch, wer nicht programmieren kann, der wird in der Zukunft keinen Job mehr finden. Und jetzt mit KI sind wir irgendwie an so einem Punkt, wo es immer mehr dazu kommt, dass KI Programmierarbeit scheinbar komplett übernehmen kann. Also jeder programmieren kann. Um das zu besprechen, haben wir heute den Daniel eingeladen, der uns heute hier Rede und Antwort zu entwickeln, entwickeln mit KI stehen wird.
SPEAKER_02Willkommen, Daniel.
SPEAKER_01Hallo, hallo.
SPEAKER_02Moin. So, uns drei verbindet tatsächlich eine gemeinsame Vergangenheit. Wir haben mehr oder weniger in derselben Agentur gearbeitet, haben dann für denselben Arbeitgeber auch später nochmal gearbeitet. Aber stell dich doch einfach mal selber vor, was hast du gelernt, wer bist du, was machst du und warum ist es eine gute Idee, mit dir über KI zu sprechen.
SPEAKER_00Ja, gucken wir noch, ob das eine gute Idee ist. Mein Name ist Daniel Vogel, bin Entwickler seit mehr als 20 Jahren, habe eine eigene kleine Agentur, Digitalisman. Der Name stammt daher, weil meine Kunden mich digitalen Glücksbringer nennen. Und da ist mir halt der Name dann Digital und Talisman eingefallen. Und das war halt das, was mich in dem Bereich am besten beschreibt. Clever. Ich habe die letzten Jahre Webseiten und Online-Shops gemacht, vermehrt Shopware, Typo 3. Und mittlerweile ist eigentlich eher noch der Fokus ein bisschen weg vom E-Commerce, wieder mehr in die Richtung Webseiten. Und das jetzt der aktuelle Fokus.
SPEAKER_02Sehr schön. Aber du hast es ja auch noch konventionell gelernt. Ja. Also von der Pike auf mit Tabellen noch zu tun.
SPEAKER_00Ja, genau, das war noch die Tabellenzeit, wobei die Tabellenzeit ging dann gerade so über mit Flex und so. Also es hat dann angefangen, dass man die Tabellen nicht mehr brauchte, nur noch für Newsletter. Und genau, ich bin gelernter Mediengestalter, schon ein paar Jahre her. Und genau.
SPEAKER_02Sehr schön. Wie hast du KI das erste Mal wahrgenommen?
SPEAKER_00Das erste Mal KI wahrgenommen. Im Prinzip ja, über Social Media, über Newsletter. Also ich habe diverse, also als Entwickler habe ich diverse Newsletterkanäle abonniert. Und da fing es irgendwann an, dass immer mehr darüber berichtet wurde, KI kommt so langsam auch. Halt mit der Oberfläche, die man benutzen kann. Und dann ging es eigentlich wirklich rasant. Das waren so meine ersten Berührungspunkte. Ich habe das auch sehr schnell ausprobiert. Es war sehr ernüchternd. Aber mittlerweile ist es schon echt gut geworden.
SPEAKER_02Ich glaube, das war bei uns allen so am Anfang. So dieses, man testet es aus und man ist schnell irgendwie genervt oder man sieht den Nutzen für sich selber nicht da drin und dann schied man es beiseite.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, das war halt auch am Anfang so ein bisschen das Problem, dass man noch zu viel mitgeben musste. Also es ist halt nicht so wie heute, dass die KI doch sehr stark mitdenkt, sondern man muss ja damals extrem aufpassen, was man da reinschreibt, damit man eben auch das bekommt, was man haben wollen wollte.
SPEAKER_01Aber es ist auch so ein bisschen wie mit der Suchmaschine. Man muss lernen, damit umzugehen. So ist das mit dem Prompten. Am Anfang hat man da auch irgendwie so Sachen reingegeben, wo man heute denkt, kein Wunder, dass da nichts rauskommt.
SPEAKER_00Ja, genau, das ist halt ein Lernprozess. Und ich habe mir auch viele Tutorials angeguckt, weil die sind dann auch direkt, es gab immer mehr, wo man sich dann einlesen konnte, wie funktioniert etwas. Und ja, man hat auf einmal, sag ich mal, so von seinem Tag, wo man vorher effektiver und irgendwie gearbeitet hatte, wurde man sehr schnell oder ich lasse mich auch sehr schnell ablenken in so Themen, die mich dann interessieren. Und KI ist halt natürlich auch so ein Thema, was unfassbar interessant ist, auch gerade die Entwicklung zu sehen. Und das frisst natürlich auch jede Menge Zeit am Tag. Newsletter, da steht ein Thema drin, schon wieder irgendwas Neues, ein neues Tool. Ja, dann ist so meine Neugier. Ausprobieren.
SPEAKER_02Ich folge einigen KI-Kanälen auf Instagram und da kommen halt immer mal wieder News, was diese Woche passiert ist. Nicht, was in den letzten Monaten passiert ist, sondern was diese Woche passiert ist. Und das ist, du kommst gar nicht mehr hinterher. Teilweise ist es ja auch nur tagesabhängig.
SPEAKER_00Wenn heute ein Update von Cloud kommt, hat heute oder morgen, spätestens ChatGPT nachgeholt und hat auch nochmal nachgezogen.
SPEAKER_02Ich kann mich noch erinnern, als ich vor eineinhalb Jahren KI so ein bisschen bei mir im Team präsentiert habe, also die Möglichkeiten aufgezeigt habe, habe ich extra eine Präsentation vier Wochen vorher vorbereitet. Die waren nach vier Wochen wieder für den Arsch. Ja, die sind schon alt, ja. Und ich muss alles nochmal neu vorbereiten, und das ist ja heute nochmal rasanter. Das ist ja.
SPEAKER_00Weil ich auch glaube, dass man den meisten das gar nicht mehr so erklären muss jetzt, wie es noch vor ein paar Wochen oder Monaten war. Ich glaube schon, dass viele, gerade in unserer Branche, wo man vorher wirklich noch sagen musste, was macht das überhaupt, dass man das heute gar nicht mehr machen muss. Weil das eigentlich so fast schon wie Googlen ist. Jeder nutzt es irgendwie, es ist im Handy, es ist im E-Mail, Postfach, es ist überall, steckt das Buzzword KI drin.
SPEAKER_02Wir hatten aber auch zuletzt auch schon darüber gesprochen, dass viele, wie du sagst, KI als Google-Suchmaschine nutzen. Aber es gibt ja diese Statistik, wie viele wirklich KI nutzen, nicht als Suchmaschine wirklich diese KI-Power nutzen. Das ist so ein geringer Teil, das glaubt man gar nicht. Deswegen, ich glaube, also allein diese simplen Sachen in ChatGPT oder in Cloud oder in Gemini Leuten näher zu bringen, es ist schon wichtig. Und da sind wir immer noch am Anfang. Wir sind ja brutal am Anfang.
SPEAKER_01Um zum Thema Programmieren zu kommen, erstmal vorab, nutzt du tatsächlich mittlerweile in deiner Programmierarbeit KI? Und wie genau tust du das? Also ohne jetzt zu ausschweifend zu werden, aber in welchen Bereichen setzt du KI ein?
SPEAKER_00Also einmal für die Codequalität. Dass man einfach, also ich fange vorne an. Also wenn man einem, ich nehme jetzt einfach mal als Beispiel eine Kundenanfrage, Webseite, ja, dann gehe ich im Prinzip hin und dann wird erstmal besprochen, so ein Kickoff-Meeting, was will der Kunde, also dieses typische, wo soll die Reise hingehen? Und dann gehe ich mit KI hin und mache mir quasi eine Struktur, also wie das, was man früher manuell gemacht hat. So eine Sitemap, mal so grobe Entwürfe, dass man sagt, okay, was brauche ich als für Seiten, lass mir das einmal aufgeben, sodass ich die Sitemap habe. Und dann gehe ich eigentlich so schon in die Planung rein. Und dann nehme ich hier KI und lasse mir es mit planen. Das heißt, was für Funktionen brauchen wir? Was brauchen wir für Datenbankmodelle, wenn es jetzt irgendwelche Konfiguratoren gibt oder sonst irgendwas? Das, was man vorher, wo man viel Planungszeit für gebraucht hat, das kann man echt verdammt gut mit KI unterstützend einfach mit aufnehmen, dass man da so eine komplette Struktur aufbaut und nach der man dann eben auch arbeiten kann. Ja, klar kann man auch sagen, programmieren wir jetzt die Website. Das geht mittlerweile auch sehr gut. Aber ich finde, wenn man es gelernt hat, dann würde man den Code trotzdem noch anders machen. Also KI geht, es sieht gut aus, es würde auch funktionieren, aber es ist teilweise zu verschachtelt, zu kompliziert, dass man einfach sagt, ich würde es halt sehen. Wenn ich jetzt eine KI-Webseite kriegen würde, einen Code, den KI geschrieben hat, ich würde es sehen, dass eine KI das geschrieben hat. Es ist teilweise sauberer, also ich habe natürlich auch schon viele Webseiten halt übernommen von anderen Agenturen, von anderen Programmierern, die wirklich, wo man den Code gedacht hat, ach du meine Güte, das hätte besser mal eine KI gemacht. Dann hätte man so einen Plan gehabt, was genau zu diesem Thema vielleicht auch noch, wofür nutze ich KI noch? Wenn ich jetzt ein neues Projekt habe, was ich übernehme von einer anderen Agentur, dann wollen die ja meistens, dass man irgendwie so schaut, was kostet irgendwie die Updates und so weiter und so fort. Und du kannst ja oder musstest dann früher hingehen und musstest dir wirklich alle Extensions angucken, alle Erweiterungen, die irgendwie individuell programmiert worden sind. Und da kannst du wirklich der KI sagen, schau dir das und das an, was macht das? Wo sind die Punkte, wo wird irgendwas verknüpft, wo wird irgendwas individualisiert. Das ist halt richtig gut. Und das spart dir verdammt viel Zeit. Und das merken natürlich auch wieder die Kunden, weil die Zeit, die ich mir da spare, die braucht der Kunde ja dann auch wieder nicht bezahlen. Und dahin ist halt gut, wenn man halt so einen Mix aus beiden hat. Also man muss es schon kontrollieren, damit die Qualität stimmt. Klar, du kannst auch der KI wieder ein Feedback geben, wenn du den Code siehst und sagst, so und so hätte ich es anders gemacht, dann kannst du der KI sagen, mach es bitte nochmal oder machst den Bereich neu. Aber die Gefahr ist halt auch, wenn man es nur von der KI machen lässt, dass man es einfach hinterher nicht mehr versteht. Und das Schlimmste ist einfach, wenn du einen Code hast, den du selbst nicht verstehst. Das ist halt die große Gefahr, wenn man jetzt nur sagt, der KI, ich brauche einen Konfigurator, der muss das und das können, mach mal. Dann sucht der ja irgendeine Programmiersprache aus, klar, kannst ihm auch sagen, ich möchte das in PHP, React oder sonst irgendwas haben. Aber du musst den Code verstehen können. Wenn du das nicht kannst, dann darfst du das den Kunden nicht verkaufen.
SPEAKER_01Ja, ja, klar.
SPEAKER_00Weil dann muss halt nur mal sein, dass es irgendeinen Fehler gibt, wo die KI einfach aussteigt, wo der einfach sagt, okay, gut, ich weiß nicht, ob das vorkommt, aber mein Bestreben ist einfach immer zu verstehen, was da steht. Und wenn ich das nicht verstehe, dann ist es schlecht.
SPEAKER_01Ja, das ist schon das Thema Verantwortungsbewusstsein. Also du musst halt du trägst halt eine Verantwortung, wenn du es an Kunden verkaufst, wenn du jetzt irgendwas für dich selbst bastelst, ist es ja theoretisch egal. Aber das ist in jedem unserer Bereiche so. Also für dich ist es Canva oder sowas.
SPEAKER_02Ich hatte ja auch zuletzt das Video gemacht zu Afterfacts und KI-generierten Videos. Da gibt es ja auch mittlerweile Tools, womit man wirklich Motion Design machen kann, wo ich dann halt auch eben gesagt habe, für private Projekte oder die, wo man schnell mal was braucht, ist das mit Sicherheit sehr gut. Aber wenn man wirklich Kundenprojekte hat, die über Jahre gehen, wo das CI immer eingehalten werden muss, wo Schriftarten immer gleich sein müssen, dann brauchst du halt volle Kontrolle und dann musst du auch eben wissen, was du da machst und was du gerade ändern musst, damit es eben in diesem Design bleibt.
SPEAKER_00Aber selbst da würde ich hingehen und würde einfach das Konzept, da würde ich die KI mit einbringen. Weil das Konzept, da kannst du ja genau sagen, dass das hilft dir ja, weil das später, das CI-Einhalt und sowas, das kannst du ja dann manuell machen. Aber vom Konzept her ist das, was mir dann wieder die Arbeit erleichtern würde oder was mir die Arbeit auch, ja, diese, es gibt ja Arbeit, die macht Spaß und es gibt Arbeit, die macht keinen Spaß. Und Konzepte schreiben. Ich weiß nicht, ob dir das Spaß macht oder dir, aber mir macht es nicht so viel Spaß. Ich bin lieber der, der sieht, was sich da irgendwie bewegt oder sonst irgendwas. Und deswegen ist das so Konzepte, das ist jetzt nicht so mein Ding.
SPEAKER_02Ich schreibe lieber tatsächlich lieber Konzepte. Same, same.
SPEAKER_01Dann merkt man wieder, wer typisch Entwickler ist halt so ein Moment. Man sagt, ja, kennt doch jeder, oder? Komplett stehen gelassen wird. Okay. Das heißt, du nutzt es in der Vorbereitung, du nutzt es in der Planung, du nutzt es aber tatsächlich auch in der Arbeit am Code. Ja. Unterstützend mit dem Hinweis, du guckst ja alles durch, du weißt am Ende genau, was da passiert ist, du verbesserst Dinge, die du anders machen würdest.
SPEAKER_00Ja, manchmal ist es auch so, dass ich es einfach nutze, wenn irgendwie eine Fehlermeldung ist, wo man einfach mal gerade keine Lust hat, sämtliche Dokus durchzugucken, was sich da schon wieder geändert hat. Ja, dann schmeißt du den Fehler da rein und du kriegst, sag ich mal, in 90% der Fällen dann schon eine passende Lösung. Was nutzt du dafür? Welche Tools? Auf welche Tools greifst du zurück? Ich habe anfangs ChatGPT genutzt. Ich finde aber, ChatGPT wird immer dümmer im Bereich Code und so. Also es redet dir sehr schnell vor dem Bund.
SPEAKER_02Hast du wirklich ChatGPT oder Codex genutzt?
SPEAKER_00ChatGPT. Codex habe ich da noch nicht genutzt, ich habe es auch schon getestet, aber da war es das Gleiche. Das Problem da ist einfach, dass ich gehe jetzt mal von Typo 3 aus. Ich habe eine Typo 3 in der Version 12. Hab das Update auf 13 gemacht und es kommt dann irgendein Fehler. Ja, und dann gebe ich den Fehler in ChatGPT rein und sage hier, keine Ahnung, guck mal, was das ist. Dann kann es passieren, dass ChatGPT die Dokumentation von der V12 nimmt, von Typo 3.12. Und dir dann die Lösung gibt, du baust die eine oder siehst die Lösung, dann denkst du, nee, das kann nicht sein, das gibt es in Typo 3.12 gar nicht mehr. Und dann sagst du der KI, das kann nicht sein. Wir arbeiten in V13 und da gibt es das gar nicht mehr. Und dann kommt nur zurück, du hast recht. Das gibt es da gar nicht mehr. Und dann startet die KI einen neuen Versuch und dann ist meist auch noch falsch. Und das war bei ChatGPD wirklich immer mehr geworden. Und dann habe ich mit anderen Entwicklern gesprochen, was die so nutzen, und dann fiel immer wieder Claude, Cloud, Cloud, Cloud, Cloud. Und dann habe ich Cloud wirklich ausprobiert. Und da muss ich sagen, da ist es extrem viel besser geworden. In der letzten Zeit habe ich so ein bisschen das Gefühl, es geht ein bisschen in die Richtung ChatGPT. So, von wegen, du hast recht, wenn du irgendwie sagst und weißt, das kann gerade nicht stimmen. Das hatte ich jetzt auch schon sehr oft, dass es dann auch in diese Richtung ging, aber von der Qualität her wesentlich besser als ChatGPT. Aber das kann sich morgen schon wieder ändern. Das ist das Problem.
SPEAKER_02Das Phänomen hatten wir ja auch zuletzt gehabt, dass ChatGPT uns diverse Falschaussagen geliefert hat. Und wir das dann mit anderen KI-Tools widerlegt haben. Wie bei mir zum Beispiel mit der simplen Frage, ob es ein Tool bei YouTube gibt, womit man mehrsprachig Thumbnails erstellen kann. Und ChatGPT ins Gesicht gelogen hat. Nee, es gibt es nicht. Wobei YouTube in USA tatsächlich gerade am Ausrollen war.
SPEAKER_00Ja, das ist halt die Datenbasis. Es ist halt ein aktuelles, brandaktuelles Thema. Die Antwort darauf, korrekt, und ChatGPT nicht. Ja, das ist halt, ne, so, da müssen wir mal gucken, wie werden die trainiert. Gibt es vielleicht irgendwie. So, und ich habe bei beiden Deep Research genutzt. Ja, eigentlich sollte es dann funktionieren, ja. Ich glaube auch manchmal ist es so, dass die, also bei Cloud siehst du ja auch so, auf welchen Webseiten es geht, um sich zu informieren. Und das ist wirklich meiner Meinung nach aktuell so der bessere Weg.
SPEAKER_02Oh, wenn du bei ChatGPT Deep Research genutzt hast, hat er dir auch die Quellen angezeigt. Nö, das habe ich nicht genutzt. Erzähl doch mal, wenn du jetzt zum Beispiel ein sehr simples Projekt hättest. Würdest du es komplett mit KI machen und sagen, ich krieg dafür kaum Geld, mach.
SPEAKER_00Also, das müsste so ein Projekt sein, wo man weiß, das ist jetzt ein Verein, das ist was Gemeinnütziges, dem will man helfen. Die wissen halt nicht, wie es geht. Es gibt ja nicht nur das Umsetzen, sondern mittlerweile muss eine Webseite barrierefrei sein. Das sind also so Punkte, die man einfach auch berücksichtigen muss. Und sag mal, bei so kleinen Projekten, das kann man natürlich auch mal machen.
SPEAKER_02Ja, weil ich hatte eben auch so, das schoss mir direkt in den Kopf, wo du sagtest, dass du den Code anders schreiben würdest als die KI. Da kam mir der Gedanke, vielleicht ist es auch einfach nur so ein bisschen, so ein bisschen das Ego, das da angegriffen wird.
SPEAKER_00No, noch nicht mal. Also da bin ich ja recht offen und flexibel. Also ich habe nur anders gelernt, ja. Also mir wurde immer gesagt, nicht unnötig verschachteln. Ja, und wenn du dann einfach siehst, dass da, sagen wir mal, da ist eine Überschrift, da ist ein Text, da ist noch ein Bild, und dann ist er, da sind dann noch zwei Container drum und um der Überschrift und dem Text ist auch nochmal ein Container und da ist auch nochmal um dem Bild nochmal ein Container, braucht man ja gar nicht. Also du brauchst ja theoretisch einen Container, da ist die Überschrift, da ist die H2 drin, ein P-Tag und dann hast du ein Image-Tag. Das reicht ja theoretisch. Warum unnötig noch zehn Verschachtelungen drumherum bauen? Und das hast du sehr oft bei KI-Code. Es wird unnötig viel verschachtelt.
SPEAKER_02Aber würde es am Ende den Kunden interessieren, wie es funktioniert.
SPEAKER_00Nee, den Kunden interessiert es nicht. Weil alles am Ende funktioniert, funktioniert es. Ja, und das ist ja eben das. Der Kunde will ja auch nicht wissen, mit welchem Programm du es umsetzt oder in welchem CMS, sondern der Kunde will ja einfach nur eine funktionierende Webseite. Und das ist ja das, worum es geht. Eine funktionierende Webseite, die muss barrierefrei sein, die muss schnell sein und die muss dem Kunden Kunden bringen.
unknownOkay.
SPEAKER_01Und das meinst du, ist auch mit KI möglich? Das ist grundsätzlich auch mit KI möglich, ja.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_01Ja, ich weiß noch damals, als Webflow so ein bisschen größer wurde. Ich bin sehr, sehr früh auf Webflow gestoßen. Du erinnerst dich? Ja. Das war auch meine Debatte bei uns. Und interessanterweise, weil du gerade das Ego-Thema angesprochen hast, wir haben noch nie so viele böse Wörter über ein Tool gehört wie über Webflow. Das waren sich alle Entwickler einig, Riesenscheiß wird sich nicht durchsetzen. Mittlerweile ein Riesentool, No-Code-Website-Bilder, der ziemlich gut ist, von dem, was ich höre, und mittlerweile ganze Agenturen, die damit arbeiten. Man kann da auch viel customized machen, mittlerweile geht das da auch, dass das DSGVO-konform ist und so weiter und so fort. Also alles theoretisch möglich. Und ich frage mich, oder weil du das eben sagtest, ist vielleicht wirklich so, dass jetzt erstmal die Skepsis demgegenüber groß ist oder größer. Aber ich kann mir schon vorstellen, wenn wir jetzt ein Jahr in die Zukunft gucken, dass das halt an einem Punkt sein wird, wo der Code nahezu perfekt ist. Weil, wenn man jetzt allein so eine KI auf GitHub und wie die ganzen Foren da heißen, loslässt und die daraus praktisch lernt.
SPEAKER_00Ich glaube auch, ja, klar. Also es wird auch den KI irgendwann klar sein, dass man den Code besser machen kann. Wenn du auch der KI sagst, nicht so viel verschachteln. Also, wenn du der KI deiner Programmiervorlieben, nenne ich es mal, mitgibst, dann arbeitet die auch schon mal ganz anders. Das ist wie beim Prompton. Wenn du dir genau sagst, was du willst und wie du es möchtest, dann mach die KI das ja auch. Aber man muss ja trotzdem das Verständnis darüber haben. Jemand, der jetzt nicht entwickeln kann, der könnte jetzt einfach ein ChatGPT oder einen Cloud sagen: Mach mir eine Fitness-App. Der kriegt eine Fitness-App. Aber der wird erstens nicht den Code dahinter verstehen und zweitens, ja, die KI macht es einfach, wie die KI es machen würde. Und da kann es auch sein, dass das übermorgen ja eigentlich total der falsche Weg ist oder dass es einfach veraltet ist. Das ist so ein bisschen, wo ich sage.
SPEAKER_02Gut, das große Problem wird wahrscheinlich auch sein, dass wenn man sich zum Beispiel eine App entwickeln lässt und es ein iOS-Update, zum Beispiel bei Apple-Geräten gibt, dass man die App updaten muss und dann überhaupt nicht weiß, was man machen muss. Aber denkst du, das ist dann nicht auch über KI möglich?
SPEAKER_01Weil du hast das Projekt ja theoretisch da drin.
SPEAKER_02Ich hatte ja schon mal den Fall, dass ich mir eine ganz simple App machen wollte und ich glaube, das war noch zu ChatGPT-Zeit, dann hat er einen Fehler entwickelt und ich wusste nicht, was ich machen soll. Und dann stand ich da und dann die App war dann Müll. Ich habe so oft versucht, dem zu sagen, bitte korrigiere den Fehler, aber er ist immer wieder in diesen Fehlerloop gefangen gewesen, dass ich ja im Prinzip von neu hätte anfangen müssen.
SPEAKER_00Ich glaube, das Problem war da mit Sicherheit, dass du nicht wusstest, was es für ein Fehler ist. Genau das ist es. Und das ist eben das: Als Entwickler ist es ein Tool. Und wenn ich weiss, was das Tool macht und es entsteht ein Fehler, dann kann ich ja oder ich weiß, was ich da machen muss. Weil man wird ja nur fauler durch die KI. Also da, wo ich sage, das hätte ich mir jetzt simple Änderungen oder sowas im Code, die wirklich total simpel sind, die mich jetzt ein Projekt öffnen und so weiter und so fort. Wenn du das einfach in die KI reinschmeißt, sagst du, bitte das und das austauschen. Da ist sie ja viel, viel schneller. Und du musst aber erstmal wissen, was du da machst. Und du musst wissen, und das ist immer wieder, was ich sage, KI kann man nutzen, ja, aber man sollte immer wissen, was diese KI tut und man sollte es verstehen.
SPEAKER_01Ja, dem stimme ich auch zu. Also es gibt viele dieser Vibe-Coder, die versuchen irgendwie dann, ich sag mal, für zweieinhalb statt für 5000 Euro so eine kleine Website an das lokale Geschäft zu verkaufen und mit Sicherheit sehen die Sachen ganz toll aus und so weiter. Aber ja, am Ende fragt man sich, wenn die Person, die das jetzt erstellt hat, keine Ahnung davon hat, wie eine Website grundsätzlich aufgebaut werden muss, wie sie auch zum Beispiel so aufgebaut ist, dass sie von Suchmaschinen gut gelesen werden kann, dass sie überhaupt gut auffindbar ist in Suchmaschinen, ja, dann kann ich das nicht so gut. Weil das KI ja nicht ausgeht. Ganz genau. Und dann ist halt so die Frage, dann kann das gegebenenfalls sogar geschäftsschädigend sein. Weil wenn da jemand eine alte, aber eine gut rankende Webseite in der Region hat, die wird dann durch eine neue, moderne, mit Vibecode erstellte Seite ersetzt, könnte das gegebenenfalls geschäftsschädigend sein. Deswegen stimme dir zu. Und es ist aktuell, sind wir einfach noch an dem Punkt, man sollte verstehen, was man da macht.
SPEAKER_02Und ich glaube, das größte Problem wird auch noch sein, dass die Leute, die das eben Vibecoden, eben keine gelernten Designer sind. Ich habe das jetzt auch schon oft gesehen mittlerweile. Dann eben solche Prompts schreiben wie Entwickle die Webseite ähnlich wie die von Apple. Dann kriegst du halt irgendwann, hast du nur noch Webseiten, die aussehen wie Apple.
SPEAKER_00Ja. Aber was da an Know-how und Technik hinter der Apple-Webseite ist, die sieht simpel aus. Aber die hat es schon in sich.
SPEAKER_02Aber das ist auch dann so eine gleiche Diskussion wie mit Sono. Ich meine, du bist ja auch Musiker nebenbei. Ich kriege ja wie oft Werbungen auf Instagram angezeigt von Sono. Und dann gibt es noch, wie viele Content Creator, die behaupten, Suno ist richtig Musik. Nein, ist es nicht.
SPEAKER_00Ja, es wird immer besser, auch Suno nutze ich gelegentlich, um Ideen zu entwickeln. Auch so für meinen Bereich Musik. Und das geht richtig gut. Aber du musst es halt die Idee auch umsetzen können. Also du kannst nicht dieses Suno, den Sono-Song nehmen und einfach veröffentlichen. Das gibt es auch ganz viele, die machen das. Es gibt auch viele, die sind da mit, die kriegen damit relativ viel Reichweite.
SPEAKER_01Aber ich finde, sobald du weißt, dass es jetzt KI generiert, dann ist das Lied einfach verliert den Reit.
SPEAKER_00Wir schweifen zwar ab, aber vielleicht einmal ganz kurz: Ich habe den Fall gehabt, da hat ein sehr bekannter Mallorca-Künstler einen KI-Song gecovert quasi. Und dann haben die Leute einfach gesagt, boah, das Original ist besser. Also für diesen Künstler, ich sage auch keinen Namen, es ist wirklich, eigentlich ist es peinlich. Aber da siehst du auch einfach mal, wie die Leute ticken. Also es war nicht scheiße nachproduziert, es war wirklich ein verdammt gutes Cover, es war wirklich gut neu produziert. Also die, die das gemacht haben, das ist ja kein unbeschriebenes Blatt und die können das verdammt gut. Aber die Leute fanden die KI-Version besser. War bewusst, dass das eine KI-Version ist? Ja, die Leute wussten das. Also vielleicht wussten sie es nicht, dass es eine KI-Version ist, aber die haben das auch egal.
SPEAKER_02Ich glaube auch, das ist auch dann wie mit den Kunden, denen es am Ende egal ist, wie die Webseite funktioniert, Hauptsache sie funktioniert.
SPEAKER_01Das glaube ich nicht. Die Qualität ist schon anders. Ich glaube auch allein zu wissen, wenn du jetzt ein Produkt, sagen wir mal eine Website für 5000 Euro bekommst, eine kleine, und du weißt, das hat jemand selbst aufgebaut, dann hat das eine andere Wertigkeit für dich, als wenn ihr dir sagt, hier habe ich die mit KI gemacht. Dann denkst du, dann hinterfragst du direkt, okay, und warum habe ich jetzt 5000 Euro gezahlt? Das ist die erste Frage, die kommt. Und ich glaube, den meisten Leuten, sobald sie es wissen, ich glaube, viele wollen es nicht wissen, aber sobald sie wissen, das Lied das KI produziert, verfällt, glaube ich, das Interesse daran. So ist das auch bei mir. Ich habe das ja auch letztes Mal erzählt. Ich habe da eine Künstlerin oder jetzt sage ich schon Künstlerin, ich habe da ein paar Lieder, das waren zwei Lieder von einer Künstlerin gehabt, die mir vorgeschlagen wurden in meinem Play, in meinem Apple-Sender da. Und die fand ich gut und die habe ich dann gespeichert und dann ist mir irgendwie im Namen aufgefallen. Also da war AI im Namen und nur AI war groß geschrieben. Und dann dachte ich so, oh Moment, das ist jetzt noch nicht KI generiert. War es tatsächlich. Und damit waren die Lieder, obwohl ich sie vorher super fand, für mich aus der Playlist raus.
SPEAKER_00Ja, also man muss schon sagen, es gibt ja ganz viele KI-Hits, auch in den Charts, wo auf einmal ein KI-Song viral geht und sonst was. Ist ja auch klar. Ich meine, eine KI weiß ja auch ganz genau, und vielleicht auch, das ist auch wieder so ein bisschen, um das zu verknüpfen in den Code-Bereich. Der KI weiß ja schon, was sie macht. Und da steckt ja auch Know-how hinter, auch gerade bei Suno, die haben ja Hits analysiert und zum Training freigegeben. Das heißt, die nehmen ja nicht irgendeinen Bullshit, sondern die nehmen ja wirklich Hits der letzten, sag ich mal, 100 Jahre. Und dadurch ist die KI ja auch super trainiert. Und so ist es ja auch dann wieder im Code-Bereich. Man geht ja auch hin und Cloud Code, die werden ja nicht irgendwelchen Code genommen haben, sondern die werden ja schon gute Bibliotheken nehmen und so weiter und so fort. Also von daher, das ist schon, die wissen schon, was sie machen, deswegen kommt das auch an. Und wenn man es dann weiß, da gebe ich ja auch recht, dann, ich spiele grundsätzlich auch als DJ keine KI-Musik. Also wenn es ja wirklich, wirklich komplett KI ist. Das heißt, der Gesang ist KI, der Beat ist KI, das kriege ich ja, ich krieg wirklich jede Woche so einen Scheiß zugeschickt. Da sind auch mal Songs dabei, wo ich sage, die sind gar nicht mehr verkehrt. Aber allein weil es halt komplett KI ist und da weiß man einfach, die Leute haben sich keine Mühe gemacht. Das Spiel ist auch nicht.
SPEAKER_01Ja, finde ich auch gut, dass man das so ein bisschen voneinander trennt. Ich hatte das jetzt tatsächlich auch auf Pinterest gesehen. Da werden ja KI-Bilder sehr auffällig gekennzeichnet. Und dann kommt auch immer wieder die Frage: Möchtest du weniger KI-generierte Inhalte sehen? Und wenn du das bejahrst, dann wird das auch wirklich nicht mehr angezeigt. Also es ist ein sehr deutlicher Hinweis. Fand ich gut.
SPEAKER_02Ja, genau. Ich habe auch in der letzten Folge gesagt, der Bundesgerichtshof in den USA hat auch das Urteil gesprochen, dass KI-generierte, ich sag mal, in Anführungsstrichen Kunst nicht lizenzierbar ist, weil man eben nicht der Urheber von diesem, in Anführungsstrichen, Kunstwerk ist. Egal, ob es Musik, Bilder oder Video ist. Das ist auch gut, so. Und es gab ja auch schon jetzt genug Fälle, wo Spotify in Anführungsstrichen Künstler verklagt hat auf Millionen, weil die mit KI-Musik Millionen verdient haben.
SPEAKER_01Ja, aber auch witzig, dass Spotify einfach sagt, das steht uns zu, wenn die Geld mit KI verdienen. Dann wollen wir das Geld haben.
SPEAKER_02Um wieder zurückzukommen, der Dominik und ich, wir hatten in den letzten Monaten auch schon des Öfteren die Diskussion über das Internet in der heutigen Zeit. Und dass sich eben auch so etwas wie Suchanfragen mittlerweile ändern. Und da stellte Mädel sich die Frage, ob sich das Internet grundsätzlich verändern müsste. Wie stehst du dazu?
SPEAKER_00Ob sich das Internet verändern muss? Ich glaube eher, dass sich das Internet anpasst. Also ich meine, man muss ja einfach mal an sich selbst denken. Man ist vorher irgendwas in Google, hat irgendwas gesucht, und mittlerweile gibt man es in KI ein oder spricht mit seinem Auto oder sonst irgendwas, es ist ja überall KI drin. Und ich glaube, dass sich das Internet hört sich doof an, aber dass sich die Browser, glaube ich, eher anpassen. Es wird alles leichter werden. Du hast eine Alexa zu Hause aus irgendwas und du kannst ja da selbst auch suchen. Das heißt, man wird immer fauler und es wird immer mehr auf Intuität. Und ich glaube, das wird sich schon ändern. Auch die Suche im Internet wird sich ändern. Und dahingehend muss man eben auch die Webseiten ändern. Also irgendwo muss die KI sich ja auch die Inhalte herziehen. Und das ist auch das wieder, das macht die KI dann auch in der Entwicklung nicht automatisiert.
SPEAKER_02Ja, das ist halt ganz spannend, ne? Wenn man jetzt zum Beispiel bei Google guckt, da kriegt man, wenn man nach etwas sucht, schon im Prinzip eine Zusammenfassung von den besten oder relevantesten Informationen. Warum soll ich dann auch auf die Webseite gehen, um die Informationen nachzulesen?
SPEAKER_00Ja, und da ist halt die große Gefahr. Also man muss halt dann als Anbieter eben schauen, dass man dann zumindest mal die KI-Antwort ist. Ja, weil da werden ja immer noch die Quellen angegeben.
SPEAKER_01Was aber unrealistisch ist, wenn du bedenkst, mit was, also gerade so in informativen Bereichen, mit was für Seiten du konkurrierst, mit Wikipedia, mit irgendwelchen riesigen Publishern, wie also diese ganzen Nachrichtenseiten und so weiter, wo ja auch eine Menge Knowledge-Blocks sind, sowas wie Chip.de, sowas wie in jedem Bereich gibt es da wahnsinnig große Publisher, gegen die du nicht ankommen kannst. Du kannst die Autorität von denen nicht imitieren, sodass du gleich zitiert wirst.
SPEAKER_00Aber es sind aktuell viel vorgegaukelt, aber es ist nicht so. Aber ich glaube, man muss es noch aus einer anderen Perspektive sehen. Früher war es so, ich habe da auch so ein paar Blogbeiträge auf meiner Webseite drüber geschrieben. Früher war es so, wenn du ein Problem im Haus hattest, keine Ahnung, Heizung kaputt oder sonst irgendwas. Dann hast du früher irgendwen gefragt, ja, kennst du einen Heizungsbauer? Dann hat er dir jemanden genannt, dann hast du den angerufen. Heute sagst du bei Google, keine Ahnung, das und das geht nicht. Dann sagt er entweder Google, ja, das und das musst du machen an der Heizung, also wenn es wirklich was Einfaches ist. Oder er schlägt dir was vor. Er schlägt dir jemanden vor. Das heißt, als Handwerker musst du dann aber auch da gefunden werden. Dann ist es Chip.de und so alles die ganz großen egal. Weil die KI, wenn die dich vorschlägt, auch ChatGPT, da kommt das ja auch demnächst. Wenn die dann sagen: Der Heizungsbauer XY aus Montabaur ist die perfekte Wahl, der weiß genau, und der hat eben 24-Stunden-Service, Notrufdienst, und hier ist die Nummer. Yeah, dann ist das quasi eine Empfehlung, so wie wenn ich zu dir sage, ruf doch mal den aus Flammersfeld an. Der ist super. And that is dann die KI, die gibt dir die Empfehlung, weil die KI, du nutzt die KI immer mehr und immer mehr. Das heißt, die KI ist derjenige, der das Empfehlungsmarketing macht.
SPEAKER_02Ja, wobei da muss man auch ein bisschen vorsichtig sein, wie zum Beispiel bei Perplexity, da sind auch bezahlte Anzeigen.
SPEAKER_00Ja.
SPEAKER_02Google fängt damit auch jetzt langsam an, an die Schule. GPT-Chap auch. Deswegen haben wir auch.
SPEAKER_01Bezahlte Anzeigen hin und hin oder her, jetzt mal, um bei dem Thema zu bleiben. Was du jetzt aber so mit reinbringst, ist das Thema Regionalität. Das ist ein stark einschränkender Faktor. Auch bei Google ist klar, dass ein Unternehmen mit tausend Handwerkern, das irgendwo in Hamburg sitzt, nicht jemandem, der in Köln ist, vorgeschlagen wird, auch wenn die eine viel größere Autorität haben, ja, auch von Google nicht. Aber man muss ja dazu auch sagen, es gibt einen riesigen Teil an Dienstleistungen oder an Produkten, die nicht mit solchen einschränkenden Faktoren verknüpft sind. Schuhe ist vollkommen egal, wo du sitzt. Du kannst die von Adidas holen, du kannst die von Nike holen, die kriegst du überall. Da gibt es keine regionale Einschränkung und auch sonst keine. Beide haben Schuhe für Frauen, für Männer, für Kinder, für Alte, für jeden. Also da gibt es absolut keine einschränkenden Faktoren. Und wenn du jetzt guckst, dass du zum Beispiel eine Manufaktur in irgendeinem Bereich hast, wo du vorher noch vielleicht über Longtail-Keywords gut optimieren konntest, ja, und an solchen irgendwie vorbei optimieren konntest, so wird das ja mit einer KI-Anfrage schwieriger. Weil, wenn du jetzt sagst, ich möchte irgendwie, keine Ahnung, einen bestimmten Honig haben oder sowas, dann ist ja klar, dass die Seite mit der größten Autorität dir vorgeschlagen wird und total an sowas vorbeigeht. An so kleine Shops.
SPEAKER_00Aber du kannst dahingehend ja auch optimieren. Das ist ja das, was vielleicht die ganz großen Big Player ja auch schon machen, die werden schon speziell die Webseiten und Onlineshops für die KI oder optimieren, ich sage nicht programmieren, sondern optimieren. Das ist ja genau das Problem, jetzt eben, das ist ja der Erste sein muss.
SPEAKER_01Ja, der Erste hin oder her. Aber die Tatsache ist, dass Autorität auch, also gerade in der Suche, dass die Autorität immer sehr viel mehr Gewicht hat, als irgendwie Early Adopter zu sein. Ja, also selbst wenn ich sag mal, so Riesenunternehmen langsamer sind, sagen wir, du hast wirklich eine Schuhmanufaktur und du machst da irgendwie sehr besondere, sehr gute Schuhe, aber in sehr kleiner Stückzahlen mit einer kleinen Seite. Wenn dann Adi das auf den KI kommt, und du schaffst es jetzt irgendwie von der KI empfohlen zu werden. Wenn Adi das auf den Trichter kommt und die werden früher oder später wird auch da jemand sitzen, der auf den Trichter kommt und sagt, hey, wir müssen auf KI optimieren, dann bist du ja praktisch weg. Dann bist du weg, ja. Dann kommt wieder das Thema Ads, an dem man einfach nicht vorbeikommt. Aber so, dann kommt wieder dieses Thema Werbung.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, das ist halt die Frage. Die KI, die das Problem ist ja einfach, vielleicht nochmal eine andere Perspektive. Die KI lernt dich selbst ja kennen. Und wenn die zum Beispiel weiß, du stehst auf eine bestimmte Art von Schuhen, beim Schuh-Thema zu bleiben. Und das bietet dir vielleicht Adidas, Puma, Nike nicht. Aber diese eine Manufaktur, die hat genau deinen Stil oder es gibt zwei, drei Manufakturen, die genau dein Stil haben. Dann kann das ja schon wieder ein Vorteil sein, weil die KI dich kennt und sagt, hey, guck mal, ich hab dir den Schuh rausgesucht, der wäre genau was für dich. And that is halt das, was ich sage. Da muss man eben die KI drauf trainieren, um zu wissen, dass sie dich vorschlägt oder dass sie deine Produkte vorschlägt, wenn die genau weiß, der gegenüber, das ist ja genau, der steht da voll drauf. Das heißt, dann ist es egal, dann kannst du auch mit den Big Playern mitspielen, weil die KI genau weiß, was gefällt dir, welche Schuhgröße hast du, ist ja noch egal, aber dieses, was gefällt dir, dass die KI, die weiß ja manchmal mehr über dich wie du über dich selbst.
SPEAKER_01Also ich stimme dir den meisten Punkten zu, dass ich auch glaube, dass man eine KI da sehr gut auf den eigenen Geschmack trainieren kann. Aber ich glaube, einige der Eigenschaften, die du gerade genannt hast, oder so wie eine KI dann praktisch etwas aussuchst, das ist etwas zu menschlich. Also auch wenn wir von künstlicher Intelligenz reden, so etwas wie ein wirkliches Bewusstsein, steckt er ja nicht hinter. Also es gibt nicht, es wird auch nicht kommen. So ein echtes Bewusstsein, das ist menschlich, das ist einfach so ein Punkt. Es gab ein reales, erzähl erst mal. Der Punkt, den ich machen will, ist einfach, wenn ich jetzt etwas sehe, wovon ich denke, das wird meiner Frau gefallen. Das kann eine KI nicht imitieren. Wenn du zehnmal eingibst, gib mir eine Idee für ein Geburtstagsgeschenk für meine Frau oder meine Tochter und so weiter, da kommt in den meisten Fällen Mist bei raus. Und was du an einem, also was für eine Datenbank an Informationen du dieser KI geben müsstest, sowas wie persönliche Erinnerungen, gemeinsame Momente, Geschichten, die zu der Person, gemeinsam erlebte Dinge, das kannst du in der Realität nicht machen. Und so kommst du niemals an dies, dass eine tatsächliche, also dass eine KI tatsächlich sagen kann, hey, das wird deiner Frau 100% gefallen, weil erinnerst du dich daran, daran, daran. Das sind die Dinge, die uns dann doch schon noch ein bisschen unterstützen.
SPEAKER_00Ja, aber jetzt folgendes: Es gibt ja auch Open Claw, was früher anders hieß, ich weiß nicht mehr den Namen. Und da war der Fall aus Amerika, dass diese KI, also man muss sagen, das ist eine KI, die arbeitet 24 Stunden. Claudot oder sowas. Genau, die heißt irgendwie jetzt anders. Und die hat vollen Zugriff, also du kannst vollen Zugriff auf deinen Rechner geben, auf dein Tablet, auf dein Handy. Da sind Bilder drin, da sind Erinnerungen drin, da sind SMS drin. Theoretisch könnte die KI auf alles zugreifen, kann dir alles durchlesen und dann hast du wieder das von Erinnerungen und sonst irgendwas vielleicht mit drin. Bei diesem Mann war es so, der hat eine Kreditkartenabrechnung bekommen von 3000 Dollar.
SPEAKER_01Haben wir hier besprochen.
SPEAKER_00Ja, mit dem Kurzgebuch, weil er sagte: Das wäre doch was für dich. Du stehst doch total auf den Redner oder auf diesen Tutor. Und da sage ich es aber wiederum: Das musst du gewusst haben, irgendwie. Wenn es um so Dinge Partner, Partnerinnen, persönlich geht, dann wird es relativ schwierig, aber es gibt auch genug Leute, die die KI nutzen, um einfach mit denen zu reden.
SPEAKER_02Auch das hatten wir schon damit thematisiert. Ich meine, ich gehe mit euch mit vielen Dingen auf d'accord. Ich bin aber auch der Meinung, man sollte nie sagen, das wird nicht kommen, weil es kommen. Das Problem ist allerdings die Nutzung, die jetzt stattfindet. Ich meine, wir kennen es aus unserem eigenen Bekanntenkreis. Die meisten, die ChatGPT nutzen, die nutzen das wie WhatsApp. Also die gehen gar nicht so tief rein, von wegen hier, erinnere dich daran, erinnere dich daran. Die nutzen gar nicht diese Datenbank, die man bräuchte, um so ein Shopping-Erlebnis überhaupt darstellen zu können.
SPEAKER_00Vielleicht noch als Einwurf. Es gibt Grundschulen in Bonn, die nutzen jetzt schon KI im Unterricht und bringen den Kindern bei, wie man richtig promptet. In der Grundschule, das muss man sich mal reinziehen. Das heißt, da sieht man auch im Prinzip, ja, ist eine Privatschule, aber man sieht im Prinzip da auch die Entwicklung, das ist selbst in diesem Bildungsbereich, da gibt es ja einmal, dass die Leute sagen, wir müssen irgendwie KI nutzen, um herauszufinden, ob jemand irgendwas mit KI geschrieben hat. Und die anderen, die sagen auch im Studium, okay, ihr müsst KI nutzen oder ihr dürft KI nutzen. Und wir bewerten dahinter, wie wurde geprompted wurde, und so weiter and so fort. Also, das sind neue Bewertungskriterien.
SPEAKER_01Das willst du aber nicht von deinem Arzt haben.
SPEAKER_00Das will ich auf jeden Fall nicht von meinem Antrag.
SPEAKER_01Dass ein Arzt ein super Prompt-Engineer ist. Yeah, yeah, genau.
SPEAKER_00Aber so in welche Richtung wird es gehen, um wir müssen zwar gucken, was jetzt ist und was jetzt geht, aber man muss schon auch die nächsten Jahre vorausdenkend schauen, wo wird es das hin entwickeln. Und ich glaube schon, dass das ein Bestandteil werden wird. Ich glaube nicht, dass man irgendwann noch prompten muss. Ich glaube, dass die KIs werden so intelligent werden, dass du jetzt nicht sagen musst, du bist Online-Marketer, deine Zielgruppe ist das und das und das und du willst jetzt ads für Dings und mach mir mal ein Konzept. Also, dass du genau eine Aufgabe, eine Rolle und so weiter geben musst. Ich glaube, das ist.
SPEAKER_02Am einfachsten sagst du der KI, erstelle mir einen Prompt dafür.
SPEAKER_00Aber ich glaube, das genau brauchst du irgendwann nicht mehr. Ich denke, da sind wir auch nicht so weit weg von. Also lass mal noch ein paar Wochen Monat.
SPEAKER_02Mittlerweile spreche ich auch einfach nur meine Gedanken in die KI ein und lasse sie dann arbeiten.
SPEAKER_00Genau. Und dann wertest du es aus, guckst, strukturierst und so weiter und so fort. Also ich glaube schon, dass das schon sehr interessant werden wird. Wie hilft das aber jetzt einem kleinen Unternehmen, das keine Reichweite hat? Ein Unternehmen, was keine Reichweite hat.
SPEAKER_01Ein kleiner Shop, der in diesem Haifischbecken von riesigen Konkurrenten ist, wie könnte das praktisch jetzt eine reale Strategie werden, das irgendwie für sich zu nutzen?
SPEAKER_00Ich glaube, da würde ich erstmal die KI nehmen und würde sagen, wer sind denn überhaupt meine Konkurrenten? Und was die meisten kleinen Shops das Problem haben, die wissen gar nicht, wer ihre Zielgruppe ist. Also ich glaube, dass das, also sagen wir mal, es ist so ein, es gibt auch kleine Shops, die mega erfolgreich sind, die auch ganz genau wissen, wer ihre Zielgruppe ist und so weiter. Aber ich glaube, dass viele das gar nicht wissen. Und die Webseiten gar nicht so auf die Zielgruppe ausgerichtet ist. Und da kann KI natürlich wieder helfen, um denen eine Struktur zu geben. Auch wie baue ich meine Produkte auf am besten. Wie ist das Wording, wie muss ich das schreiben? Was schreibe ich am besten? Ich habe es auch schon mal gemacht, dass ich einfach mal meine eigene Webseite genommen habe, weil man hat ja auch so eine Betriebsblindheit. Dann habe ich meine Webseite reingenommen, die Startseite, und habe einfach nur die KI gefragt, aus Kundensicht, bewerte mal myte. Würdest du bei mir eine Webseite kaufen? Und da hat die KI gesagt, nein. Dann habe ich gesagt, ja, what? Dann hat sie mir Punkte aufgelistet. He said, Ja, I forgot what you machin. That's he said, I say, I've been a Profi, but trotzdem were my eye website not verstanding. And this is the which I KI can, damit man einfach so a neutral blick from aura. What machen die Wirtschaftsleute, die Firmen da, die Coaches, wie nennt man die Unternehmensberater? Unternehmensberater, yeah. Warum brauchst du Unternehmensberater? Weil du betriebsblind bist. Du kannst ein Geschäft haben, was gut läuft, aber ein Geschäft kann immer besser laufen. Und meistens, was den Leuten fehlt, ist Struktur, Workflows, Abläufe. Und das macht dann der Unternehmensberater für die. Und dann läuft es auf einmal besser, weil die von außen gesagt bekommen, das, was du da machst, ist super. Aber wenn du das so und so machen würdest, wäre es noch besser. Und das hat die KI mir gesagt. Und dann habe ich das so weit getrieben, ich habe dann gesagt, dann mach doch mal die Texte neu. Oder gib mir doch mal die Struktur vor. Wie müsste ich meine Webseite aufbauen, damit eben die Kunden wissen, ja, ich habe 25 Jahre Erfahrung, meine Kunden sind alle schon ganz lange bei mir, über zehn Jahre. Und das muss ja auch irgendwo herkommen. Das heißt, die Kunden sind ja zufrieden. Wie kann ich das rüberbringen? Dass derjenige, der bei mir auf der Webseite geht, sieht, dass jemand, da kannst du echt hingehen. Und dafür ist es, glaube ich, ganz gut.
SPEAKER_01Also hier beißt sich meiner Meinung nach ein Punkt. Bin gespannt. Du hast am Anfang gesagt oder relativ am Anfang, dass dir Dinge auffallen, wo zum Beispiel mittlerweile sogar Claude dir falsche Antworten gibt und du sagen musst, hey, ist das nicht so und so? Und Claude dir dann antwortet, ja, hast du recht. Jetzt vertraust du der KI aber ein Thema an, wo du gar keinen Einblick hast und sagst, das, was die mir da sagt, das ist korrekt.
SPEAKER_00Man sollte es schon hinterfragen, ja.
SPEAKER_01Man soll es hinterfragen, aber auf welche Basis greifst du da zurück? Wenn du die KI beim Coden hinterfragst, dann greifst du auf deine Erfahrungen und dein Wissen zurück. Wenn ich die KI mit Coden nutzen würde, oder fürs Coden nutzen würde, könnte ich das nicht. Genauso ist jetzt die Frage, du stellst also erstmal diese Prämisse auf, die KI weiß, was ein Unternehmensberater weiß.
SPEAKER_00Und das ist meine. Aber mir geht es darum, bleiben wir mal bei meiner Startseite. Bei mir war es einfach, es war nicht erklärt genug. Das heißt, der Kunde, der wusste gar nicht, was ich mache, so ein Detail. Und ich habe dann die Texte von der KI so schreiben lassen, dass man versteht auf dem ersten Blick, was mache ich eigentlich? Und eben auch so Dinge wie: Ich habe auf meiner Webseite da unten Kundenbewertungen und gleichzeitig auch deren Telefonnummer, damit die Leute bei denen sogar anrufen könnten und könnten fragen: Ja, wir haben gesehen, sie haben die Webseite von Daniel Vogel und sind sie zufrieden. Also, das hat die KI mir gesagt. Und da denke ich schon, dass man da einen menschlichen Verstand für haben muss, um zu sagen, das ist eigentlich eine clevere Idee.
SPEAKER_01Aber, und ich weiß, wir gehen jetzt ein bisschen zu tief in die Materie bei diesem Thema, aber jetzt wäre meine Frage: Du schreibst die Seite auf Basis einer KI um. Wie gewährleistest du, dass jetzt überhaupt Leute zu deiner Seite finden? Weil du hast jetzt diesen Aspekt komplett außen vor gelassen und selbst wenn dir die KI sagt, so optimierst du die Seite für SEO, kann sie nicht.
SPEAKER_00Das kann sie nicht, ja.
SPEAKER_01Das heißt, du hast diesen Input höchstwahrscheinlich nicht reingegeben. Vielleicht würde ein guter Unternehmensberater dir sagen, hör mal, Daniel, es ist schön, wenn die Seite komplett verständlich ist und in so einer Sprache geschrieben ist, dass dein Kunde alles auf den ersten Blick versteht und nur die wichtigsten Infos findet. Aber das Problem wird sein, dass dann keiner auf deine Seite kommt. Und das sind die Dinge, wofür du dann gegebenenfalls doch nochmal einen Menschen mit Erfahrungen brauchst, der dir dann sagt, mein Lieber, nochmal ein anderer Blickwinkel. Ich habe schon oft, und das haben wir, glaube ich, auch mal hier besprochen, schon oft mitbekommen, dass teilweise wirklich geschäftsschädigende Empfehlungen von KIs kommen. Die sind eben einfach, also es wird auf das gesamte Wissen aus dem Internet und so weiter zugegriffen, aber das Problem ist ja auch, es gibt bestimmte Situationen, bestimmte Background-Infos, die hast nur du über dein Unternehmen, die hast nur du über deine Kunden und so weiter und so fort. Deswegen finde ich, ich stimme dir zu, also es ist gar keine Frage, KI wird immer wichtiger, in den Workflows wird sie immer wichtiger. Und aber diese tatsächliche Fähigkeit auf bestimmte Situationen oder eine echte Erfahrung zu imitieren. Das ist, glaube ich, einfach nicht der Fall. Genauso wie dieses Thema Bewusstsein. Also es gibt Dinge, da müssen wir, ich weiß noch genau, wir drei haben über das Thema Voice Search in der ersten Agentur, in der wir zusammengehören und es war die Zukunft. Und heute kriegt Siri es immer noch gerade so hin, meinen Timer zu stellen. Und mehr auch nicht. Also, aber damals war die Entwicklung klar: Internet ist tot, keiner wird mehr auf ein Gerät gucken, wir werden alle nur noch reden. Voice Search ist das Ding.
SPEAKER_00Muss man ein bisschen aufpassen. Genau. Ich glaube, ja, da glaube ich nicht, dass das. Aber das hast du früher. Früher hast du es geglaubt. Jetzt haben wir mehr Kontent. Ich habe das früher auch nicht ganz geglaubt. Du hast es aber gesagt. Also, weil Voice Search ist ein riesengroßes Thema gewesen. Es gab auch sehr gute Beispiele dafür, die auch Sinn gemacht haben. Also da war ein Beispiel Alexa, wo ist meine Bestellung zum Beispiel? Da wusste Alexa oder die KI dahinter wusste, ich habe beim Online-Shop XY bestellt, hat dann danach gecheckt, wie ist dann der Bestellstatus, unterwegs oder nicht, und konnte dir dann eine Antwort geben. Für sowas war es eigentlich klar, coole Anwendung, aber ich glaube, ich würde, also ich mache das ja heute noch nicht mal, einzutippen und dann zu reden, sondern ich tippe es lieber ein in der Suche. Ich glaube, das ist so ein bisschen, wie ist man selbst, dass man da irgendwo guckt, ist man eher der Typ, der alles redet. Es gibt auch Leute, die, ich kenne auch viele, die einfach fast nur noch alles diktieren und alles. Die schreiben ja gar nichts mehr, die gucken nur noch da rein und lassen sich alles diktieren und formatieren es dann später nochmal. Aber andere Leute, so wie ich, die gehen dann trotzdem lieber nochmal in die Suche rein und suchen. Aber das kann halt auch, ich glaube, das ist so ein persönliches Ding, wo der eine macht so und der andere so. Ich glaube, da gibt es keinen. Alle machen das.
SPEAKER_02Hast du bereits Kunden gehabt, die speziell nach irgendwelchen KI-Tools auf der Webseite gefragt haben oder irgendwie irgendwas in die Richtung bei dir angefragt haben?
SPEAKER_00Mit KI-Tools ja. Also in einem Chatbot oder sowas. Genau, wo ich gerade, genau. Also ja, es war oder sehr oft das Thema, wie könnten wir sowas einbauen, wie könnten wir es nutzen. Und da gibt es halt mehrere Dinge, die halt einfach, wo ich auch oft ausprobiert habe oder wo ich es selbst auch ausprobiert habe. Zum einen die Chatbots. Da brauchen wir aber wirklich gute. Es gibt viele Anbieter, und da ist meistens das Problem, dass diese Chatbots zu dumm sind. Und das Problem ist einfach, wenn man dann solche Tools nutzt, denk mal an eine Warteschleife. Ich hatte heute bei der Bank angerufen und da hatte ich so ein Voice-Bot dran. Das war eine Katastrophe. Ja, also wenn du, es steht sehr schnell Frust, wenn du Dinge nutzt, die nicht gut sind. Und davon gibt es einfach viel zu viele aktuell. Anders ist es so, wenn du ein Chatbot hast auf einer Seite, wo du einfach, es gibt Leute, die haben keinen Bock, da direkt irgendwo anzurufen, die wollen da gerade reinschreiben, bietet dir das und das an. Und wenn der Chatbot dir dann sagen kann, ja, hier ist unser Angebot, wir machen das und das und stellt vielleicht noch die zwei, drei, vier clevere Rückfragen, sodass ich mir gut aufgehoben vorkomme, dann ist mir auch egal, dass es ein Bot ist. Aber wenn der mir die richtige Antwort liefert und mir das Gefühl gibt, okay, ja, wenn die das schon drauf haben, dann ist das schon gut.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, man hat auch eine ganz andere Fehlertoleranz einer KI gegenüber. Wenn er ein Mensch sitzt und er sagt, tut mir leid, ich habe sie falsch verbunden, dann sagt man, das ist ja kein Problem. Aber die KI muss man sagen. Wenn eine KI das macht, dann platzt der Kragen, wenn es das erste Mal nicht sofort läuft.
SPEAKER_02Ich hatte ja auch wie oft den Fall, dass ich irgendein Problem schildern wollte und mir die KI sagte, ja, da kann ich Ihnen nicht helfen, ja, danke dafür. Ja, genau.
SPEAKER_00So, und ich habe dann auch am Telefonlagen gesagt, ich will Mitarbeiter sprechen, weil es ging dann irgendwie, ich habe es jetzt gar nicht mal richtig im Kopf, aber die KI wollte mir dann mit mir über was ganz anderes reden, was aber gar nicht Thema war. Also ich wurde quasi von einem Mitarbeiter weitergeleitet in die Spezialabteilung weiter. Aber bis ich da hinkam, kam vorher noch ein Bot. Ich weiß nicht warum, weil die haben mich ja eigentlich weitergeleitet. Und dann wollte der Bot mir helfen. Da sag ich, nee, nee. Also ich sage, das und das ist das Problem und so. Und dann hat die noch ein paar Dinge gefragt, die überhaupt nicht dazu gepasst haben. Und da war halt direkt schon der Frust. Da habe ich da, nein, nein, ein Mitarbeiter sprechen. Der hat mich dann auch weitergeleitet, aber das ist halt so von wegen, klar, die Anfragen kommen rein. Es ist halt immer schon, was ist das richtige Tool? Es gibt syntaft teure Tools, die sind dann auch gut, aber es gibt auch syntaft teure Tools, die sind eben nicht gut. Manchmal ist das günstige Tool eben noch besser als das teure. Und was halt auch immer mal wieder kommt, ist halt KI-Telefon. Da ist halt die Sache: es ist ja verboten, dass eine KI Akquise machen darf, aber jetzt denken wir mal andersrum. Ich habe einen Friseur. Der Friseur ist komplett digitalisiert. Der hat seine ganzen Friseurmitarbeiter im Kalender drin. Das heißt, ich könnte mir theoretisch online einen Termin buchen. Könnte die KI jetzt, die KI macht folgendes. Wenn der Termin gebucht worden ist, schickt ihr dir vorher eine SMS. Denk an unseren Termin, weil es gibt oftmals so, dass einfach Leute nicht erscheinen. Und ich hatte das auch schon, ich habe einen Termin vergessen vom Zahnarzt. Und die sind auch komplett digitalisiert schon, und dann kriegst du halt von diesem System vorher noch ein Reminder, morgen ist unser Termin. Ja, dachte ich ja, super, hab ich mich vergessen gehabt. Und das ist erst gut, und das kann der KI gut übernehmen. Das heißt, alles Dinge, die fix sind. Das heißt, wenn irgendwo was geplant ist, so ein Kalender, sagen wir mal, ich will einen Termin absagen. Das Schlimmste beim Friseur ist, da muss ja jemand ans Telefon gehen. Das heißt, da ist dieser große Punkt, dass man einfach das wegnehmen könnte. Mein Kumpel, den Thomas. Der sagt immer: Ja, wenn das Telefon klingelt, dann muss ich ans Telefon gehen. Der Kunde sitzt da, der ist dann irgendwie, ja, der kümmert sich nicht um mich. So kommt das bei den Kunden rüber. Der ist ja schon wieder ans Telefon. Dann ist er wieder beim Kunden, macht weiter, five minutes später klingelt wieder das Telefon. Was macht er? Get wieder vom Kunden weg. Das heißt, es entsteht da auch eine schlechte Stimmung, sag ich mal. And that can mit einer KI mega gut auffangen. And that are the things that we have and jemanden für einen Empfang, der sich nur darum kümmert, so things to automatisieren. And I think that geht es so ein bisschen auch in die Zukunft in die Richtung, dass man sagt, da wäre halt so ein KI-Telefon gut. When jemand anruft, geht der dran, ist ja ganz klar, was will der? Termin. Alles klar, der guckt dem Kalender nach, fragt vielleicht noch, bei wem wollen Sie einen Termin haben? Vormittag, Namittags, beim Thomas, bei Mandy, bei Caroline, was weiß ich. Wenn der Kunde schon bekannt ist, weil der sagt ja immer den Namen, dann weiß die KI auch, ah, der ist immer beim Thomas. Dann guckt er direkt da, wollen sie direkt beim Thomas einen Termin haben. Also man kann das schon clever machen, dass das super funktioniert und dann ist das genial. Wenn es wirklich gut programmiert ist, der Anwendungsverein guter ist, Autohäuser das gleiche. Könnte man auch super digitalisieren.
SPEAKER_01Aber denkst du, dafür ist eine KI nötig? Weil im Prinzip sind das alles Flows, die auch ohne funktionieren. Zum Beispiel bei meinem Friseur, wo ich ebenfalls einen Reminder per SMS bekomme, wo ich Termine komplett online buchen kann. Das Einzige, was ich halt nicht habe, ist, dass die ein KI-Telefon haben, aber da muss ich auch sagen, ich rufe da nie an. Es sei denn, ich muss mal gerade irgendwie last-minute einen Termin verschieben oder sowas, dann rufe ich da an.
SPEAKER_02Ja, wo gut, aber denk mal an die Generation unserer Eltern, die jetzt nicht so internetaffin sind, die würden ja trotzdem noch da anrufen.
SPEAKER_01Und wenn du denkst, wenn dein Vater an einen KI-Bot kommt beim Friseur, der ist.
SPEAKER_02Wenn er überhaupt merkt, dass es überhaupt merkt, dass es ein KI-Bot ist.
SPEAKER_00Also ich würde sagen, dass ich das hinkriege, dass Vater das nicht merkt, dass es eine KI ist. Ich denke auch. Also es ist schon extrem gut geworden, dass es so natürlich ist, dass man es wirklich nicht merkt.
SPEAKER_01Also ich habe schon einige KI-Anrufe bekommen. Tatsächlich waren da auch manche, die von der Stimme her ziemlich gut waren. Ja, muss man gucken. Also sowas, ich denke auch, dass sowas möglich ist, dass mit, also das Telefon oder Telefonisten da so, ich sag mal, KI-Unterstützung bekommen könnten. Das ist ja dann die Frage. Wenn ich jetzt beim Friseur anrufe und frage, ja, hör mal, ich will wissen, was das kostet. Was macht die KI dann? Die weiß doch die Preise. Nee, das weiß ich nicht. Doch bei Frauenhaarschnitten nicht. Aber sage ich, wenn meine Frau zum Friseur geht, dann ist das wie so eine Überraschungskiste. 250 beim nächsten Mal kosten, dann kennst du aber 500 Euro. So dick ist das im Prinzip. Also da würfeln die die Preise nach einem Haarschnitt.
SPEAKER_00Okay, aber da kannst du ja die KI drauf trainieren. Du kannst ja der KI sagen, wenn jetzt zum Beispiel jemand anruft, der möchte wissen, was einen Haarschnitt kostet. Oder dann muss die KI entweder hingehen und gezielt Rückfragen stellen, um das genauer einschätzen zu können. Weil es geht ja auch bei den Terminen darum, brauche ich eine halbe Stunde, brauchst eine Stunde. Du kannst ja der KI nur gewisse Vorgaben geben. Das heißt, viele haben ja Angst, dass die KI einen Arbeitsplatz ersetzt. Das hast du aber eigentlich ja gar nicht, weil auch gerade in diesem Fall, wenn dir zum Beispiel deine Frau beim Friseur anruft, dann kann die KI ja sagen, keine Ahnung, mittellanger Haarschnitt, XY, da gibt es Erfahrungswerte, kann zwischen 100 und 250 Euro kosten. Natürlich ein großer Spreichspanner, wir mit Sicherheit genauer sein. Aber die KI muss dann eben sagen, dass die im Laden beraten wird. Dass sie den sagt, das gucken wir vor Ort, weil da können wir gucken, was genau brauchen wir, was haben wir da. Also da muss die KI eher so beratend sein und gucken, dass du den Termin da buchst. Weil letztendlich ein Friseur ist Vertrauenssache, du gehst ja auch nicht einfach zum Irgendwin hin, mal gerade einfach so. Sondern du gehst ja meistens immer zum Gleichen.
SPEAKER_01Ja, und genau deswegen denke ich, du willst einen Thomas am Ohr haben und nicht einen Bot. Deswegen denke ich das. Also, das ist genauso die Idee dahinter. Ich glaube, wenn du, also ich meine, jetzt ab einem gewissen Alter kommt es häufiger vor, aber wenn ich jetzt einmal in zweieinhalb Jahren beim Arzt bin, dann ist mir egal, ob mein Termin ein Bot macht oder irgendwie die Frau, die da vorne am Arbeit ist.
SPEAKER_00Aber deswegen ist ja ganz gut, wenn die KI weiß, dass du immer über den Thomas gehst. Dann sag dir direkt, der Thomas hat morgen früh um 10 Uhr einen Termin. Passt das für dich?
SPEAKER_01Ich werde doch noch anonym anrufen. Keiner was über mich machst. Aber du hast recht, man kann viel digitalisieren und automatisieren.
SPEAKER_00Man kann sogar den Thomas seine Stimme nehmen dafür. Das wäre auch kein Problem. Und wenn der weiße Dominik, dann sagt die KI, klein Moment, ich hol den Thomas ins Telefon. Du weißt nicht, dass das Thomas ist. Also es ist auch machbar. Also es ist alles machbar. Wenn du sagst, ist der Thomas da, ist kein Problem. Dann sagt die, klein Moment.
SPEAKER_02Wir hatten ja auch schon über Moldbox und so weiter gesprochen, wo die KI ja wirklich auf 11 Labs sich eine Stimme hat generieren lassen und dann im Namen von seinem Nutzer irgendwo angerufen hat.
SPEAKER_00Das Faszinierende dabei ist ja noch, dass eine KI in Echtzeit ja auch raushören kann oder erkennen könnte, brauche ich jetzt eine wärmere Stimme oder vielleicht eine kältere Stimme und kann er in Echtzeit einfach umswitchen. Weil die denkt, dass es bei dir halt eben besser ankommt. Also das ist halt. Solange das nicht während des Gesprächs passiert, ist das halt total krass, was ich da auch schon für Beispiele gesehen habe. Ja, das ist Wahnsinn.
SPEAKER_02Aber wo wir eben schon mal von der Zukunft gesprochen haben, wenn du jetzt mal in die Zukunft blickst, was wird sich deiner Meinung gerade im Bereich Internets verändern, wenn wir jetzt im Bereich KI bleiben?
SPEAKER_00Ich glaube, dass das alles intelligenter werden wird. Ich glaube, dass wir weniger suchen müssen, um das zu finden, was wir eigentlich wollen. Das ist, glaube ich, das wird eine gute Entwicklung. Also ich kann mir schon vorstellen, dass es viel Frust abnimmt oder auch so Kleinigkeiten. Es gibt ja schon, wenn man einfach mal guckt, wie viele Tabs man auf hat, so ja, das ist einfach, keine Ahnung, optimiert im Hintergrund. Das optimiert sich einfach. Also hat jetzt nichts mit Internet zu tun, aber es ist einfach so dieses, wie man damit arbeitet. Ich glaube, das wird schon besser, dass man nicht 100 Webseiten gucken muss, sondern dass man wirklich, dass die KI quasi dein Browser ist und dass du einfach nur sagst, was du willst und dann kriegst du eben das, was du brauchst. Und dann ist halt die Frage, ne, und dann sind wir aber wieder beim Thema von eben. Wie können es die Kleinen schaffen, eben dann mitzuhalten? Das ist halt, müssen die Produkte vielleicht individueller werden, also auf die Frage.
SPEAKER_01Oder werden die einfach verdrängt? Das ist eine viel wahrscheinlichere Konsequenz.
SPEAKER_02Da werden wir auch bei der Kehrseite, was glaubst du, was so die Gefahren sein werden? Die Gefahr? Gute Frage. Also jetzt mal auch auf deinen Beruf bezogen, auf das Internetkanal.
SPEAKER_00Auf meinen Beruf bezogen habe ich am Anfang auch gedacht, oh Gott, okay, alles klar, das ist alles so geil geworden. Mich als Entwickler wird es vielleicht bald nicht mehr geben. Ich glaube schon, dass man vielleicht nicht mehr den Entwickler braucht, für eine bestimmte Aufgabe, aber es wird immer jemanden geben, der irgendwie dann, vielleicht werde ich ja auch Betriebsberater für einen Bereich online, wenn ich es nicht mehr selbst entwickeln muss. Vielleicht muss ich dann eher hingehen und muss diese Arbeit halt kontrollieren oder eben dann auf so Punkte achten wie ist denn die Barrierefreiheit umgesetzt und so? Wenn ich einfach nur der Website der KI sage, ich brauche eine Website, das ist ein Thema XY, mach einfach mal und mach danach wieder einen Barrierefreiheitscheck. Das macht die halt immer noch nicht automatisch. Also ich glaube schon, dass da immer noch so Punkte geben wird, vielleicht wird das auch irgendwann automatisiert kommen. Aber ja, das ist halt die Frage. Gibt es meinen Beruf in 1, 2, 5 Jahren noch oder nicht?
SPEAKER_02Was würdest du denn jungen Menschen jetzt empfehlen?
SPEAKER_00Ich würde empfehlen mit KI beschäftigen, weil Unternehmen brauchen immer Leute, die sich with KI auskennen. It must immer give them that. I would just keep a learning in the heute where I wish it can totally with KI. But and workflows building and so we can braucht. We just underneath eighteen individuell. You have in euros a ganzur wie du in deiner Firma oder ich in meiner Firma. Klar kann man gewisse Dinge vereinheitlichen oder runterbrechen, aber das muss man können. Und ich glaube, dass da so ein bisschen mehr vielleicht derjenige auch wieder in andere Dinge als, also ich sehe mich auch manchmal nur noch als Projektmanager, der dann einfach sagt, pass auf, ich habe hier den Fehler XY, heute stehen zehn Fehler an, die ich beheben muss, oder ich muss drei Angebote schreiben. Und da sehe ich mich manchmal auch als Projektmanager zu sagen, keine Ahnung, schau dir mal die Webseite an, was müsste man da machen, worauf könnte man achten, was könnten da die Probleme werden? Welche Fragen muss ich vielleicht auch in einem Gespräch fragen, wenn ich ein Kundengespräch habe? Was für Fragen? Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem Neukunden und habe vorher der KI gesagt, guck dir bitte die Webseite an. Gibt es da irgendwas Ausgefallenes, weil ich habe nicht die Zeit, mir alle Webseiten durchzugucken. Da gibt es manchmal Webseiten, die haben 100 Seiten, ja, und dann guckst du dir die fünf Hauptseiten durch und auf einer Seite, auf der 20. Seite ist irgendwas ganz Wichtiges, was der Kunde braucht, was für den Kunden auch ganz wichtig ist und das hast du nicht gesehen. Und dann hast du ein Angebot gemacht, hast genau das nicht gesehen. Oder hast du oder konntest da keine Rückfragen zu fragen in einem Gespräch, um den Aufwand einzuschätzen. Und das ist halt, da kann man der KI sagen, ich habe den und den Kundentermin, schau die Webseite an, was muss ich den Kunden fragen, wo könnten eventuell Dinge sein, die aufwendig sind, wo müsste ich nachfragen, wie da der Workflow ist. Und das ist echt gut. Und ich glaube, das muss man lernen. Man muss lernen, wie man da hinkommt.
SPEAKER_01Denkst du nicht, dass das den Markt schon verkleinern wird, weil jetzt, sag mal, du hast ja jetzt die Möglichkeit, mit deiner Manneskraft deutlich mehr Projekte umzusetzen mit diesen Workflows. Dann müsstest du jetzt theoretisch keinen Entwickler einstellen, der dir ab einem gewissen Punkt unter die Arme greift, sondern du kannst, sagen wir mal, doppelt so viele Projekte.
SPEAKER_00Ja, das würde ich aber nicht machen, weil das ist aber die Erwartung.
SPEAKER_01Die Verbindungshaltung wird sein, dass du die Preise anpassen musst. Und dann ist nicht mehr die Frage, ob du das machen willst oder nicht, sondern du musst das dann machen.
SPEAKER_00Ja, das kann natürlich sein. Aber andersrum ist es ja auch immer so, dass man sag ich mal, wenn ich jetzt vorher 20 Kunden habe und habe jetzt auf einmal 60, weil ich ja mehr geschafft kriege, dann habe ich ja aber auch von 60 Leuten eventuell neue Anfragen, von wegen, ich brauche das und das, habe vielleicht auch noch 60 Probleme. Das heißt, meine Kraft ist ja trotzdem dann, klar habe ich 60 Kunden, aber es könnte auch 60 Mal an einem Tag das gleiche Problem kommen oder ein anderes Problem. Das heißt, man hat ja trotzdem wieder das, wo man dann sagt, vielleicht brauche ich dann dafür wieder Mitarbeiter, einen Support-Mitarbeiter, weil ich es nicht mehr geschafft habe, alles zu regeln. Und da ist mein Anspruch eher, es wird mit Sicherheit so kommen, dass man die Preise anpassen muss. Aber trotzdem, glaube ich, will ich eher die Qualität sichern und sagen, ich will keine 60 Kunden, sondern ich bleibe bei meinen 30 Kunden und kriege für diese 30 Kunden eben mehr geschafft. Dass ich eine bessere Qualität bei denen abgeben kann. Dass man sagt, KI, kontrolliere doch nochmal, was ich gemacht habe. Oder kontrolliere die Website, ob irgendwo ein anderer Fehler entstanden ist, dass man vielleicht nochmal ein bisschen mehr ins Qualitätmanagement gehen kann und kann das eben nochmal verbessern. Weil man dafür eben auch mal mehr Zeit hat, nochmal, um vielleicht andere Dinge nochmal gewissenhafter zu planen oder nochmal auf einen anderen Blickwinkel zu gucken oder dann doch nochmal sagen kann, wir können nochmal, lass uns ein Meeting machen, ich habe nochmal drei, vier, fünf Selbstfragen mehr. Dass man einfach so diese Qualität mehr machen kann. Also ich würde nicht mehr Kunden annehmen, nur weil ich es kann, sondern würde wirklich gucken, die Qualität sollte immer noch stimmen.
SPEAKER_01Ja. Okay.
SPEAKER_00Weil ich glaube, das ist auch der Grund, warum die Kunden auch so lange bei einem sind.
SPEAKER_02Spannend. Mich würde noch interessieren, ob du, wenn du mal jetzt zurückblickst, deinen Beruf heute noch lernen würdest.
SPEAKER_00Ja, doch. Also ich muss sagen, normalerweise war ich immer sehr sprunghaft. Aber in dem Beruf, da bin ich jetzt schon so lange und es ist halt einfach, es ist immer was Neues. Es macht immer wieder Spaß. Und immer wenn ein neuer Kunde kommt, kommen andere Herausforderungen. Und ob ich das jetzt mit KI irgendwann mache oder ohne KI, die Anforderungen, die bleiben immer gleich. Bei einem anderen war es mehr, beim anderen war es weniger. Und du musst ja KI ja trotzdem sagen, was das machen soll. Und das ist halt das, was immer noch spannend bleiben wird. Und deswegen glaube ich schon, dass mein Beruf immer noch, also wenn ich jetzt lernen würde, ich würde ihn immer noch machen.
unknownSpannend.
SPEAKER_00Vielleicht muss ich es irgendwann nicht mehr lernen, wie man programmiert. Aber diesen Beruf an sich, diese Webseiten bauen oder Online-Shops bauen, dieses an sich, dieses was zu sehen, was man geschaffen hat, weil es ist ja auch viel Erfahrung steckt in so einer Webseite. Wie ist der Aufbau, wie muss das eigentlich sein, damit das funktioniert? Wie muss das auf dem Handy aussehen? Es kann die KI ja auch nicht immer alles sehen. Es gibt ja zigtausende Handys und manchmal gibt es ja, beim iPhone ist ja oben und unten ein Sicherheitsabstand, dann hat er den weggemacht, weil er sagt, ja, brauchen wir nicht. Das ist halt einfach die Dinge, das ist halt einfach spannend. Die Geräte entwickeln sich weiter, die Technik geht immer weiter. Jetzt kommt mit Animationen, kann man jetzt im Internet machen. Da hat man früher geträumt von dem, was man heute einfach nativ mit dem Browser schon machen kann. Das ist halt geil. Der KI auch mal zu sagen, keine Ahnung, ich habe hier die Webseite gesehen, wie haben die denn die Animation gemacht, wo ich früher keine Zeit gehabt hätte, mir das mal anzugucken. Es war einfach mal gucken, wie macht man sowas eigentlich, um das vielleicht auch mal anzubieten. Ich kann mich noch erinnern, als wir uns damals zu Flash alles angeguckt haben. Stell dir vor, wir hätten jetzt eine KI gehabt, die mit Flash umgehen kann. Die hätte uns gesagt, hier und so und so. Da hätten wir echt einen geilen Scheiß mitmachen können. Also ich hätte es mir schon früher zu meiner Ausbildung hätte ich mir KI gewünscht, dass ich das zur Unterstützung habe. Weil eine Ausbildung war es so, ich hätte gerne gewisse Dinge mehr gelernt, aber es hat mein Ausbilder mir nicht beigebracht.
SPEAKER_02Aber die andere Frage ist, hättest du wirklich mehr gelernt, oder wärst du wirklich jetzt der du bist, hättest du damals KI gehabt? Oder wärst du durch KI fauler geworden?
SPEAKER_00Fauler auf jeden Fall. Aber ich hätte vielleicht sagen können, pass auf, ich möchte gerne das und das lernen. Wie mache ich das eigentlich? Oder also die eine Gefahr ist, ich weiß, warum der Ausbilder das damals gemacht hat. Das hilft mir heute sehr, weil die Kunden sagen immer, du hast immer eine Lösung, egal was für ein Problem, du hast immer eine passende Lösung. Das hätte ich wahrscheinlich nicht gehabt, wenn ich damals von ihm immer gesagt bekommen habe, das Problem, so löst du das. Also wenn ich, der hat mich halt so erzogen, zu sagen, wenn du ein Problem hast, guck erst mal, wie du es gelöst kriegst. Wenn es überhaupt nicht gelöst bekommst, kannst du zu mir kommen, dann erkläre ich dir, wie es funktioniert. Aber schau erst mal, ob du es selbst hinkriegst. Das wäre mit KI wahrscheinlich, hätte ich gesagt, hier, ich komme da nicht weiter nach 10 Minuten, dann hätte die KI mir gesagt, wie es funktioniert. Also da ist schon die Gefahr, dass man eben, dass ich wahrscheinlich nicht so problemlösend wäre wie jetzt, wenn ich damals KI gehabt hätte.
SPEAKER_02Aber das sehe ich aktuell auch so ein bisschen bei meinen Azubis. Ja.
SPEAKER_00Also die KI später zu nutzen, um vielleicht mal zu sagen, wie hättest du das gemacht? Wie würde man das jetzt besser machen? Gibt es da irgendwie Best Practice oder sonst irgendwas? Und die KI macht es dann einfach auch und dann guckst du einfach, was die KI gemacht hat. Ich glaube, dafür ist es zum Lernen ganz gut. Das hätte mir damals sehr viel geholfen, um einfach auch mal zu gucken, wie macht man es eigentlich richtig, weil du hast ja einfach gemacht, irgendwie es gibt ja tausend Wege. Aber was ist wirklich so nach Best Practice, wie macht man es eigentlich dann? Und dafür wäre es mit Sicherheit geil gewesen damals. Spannend.
SPEAKER_02Ja, sehr, sehr spannen Einblicke. Wir haben eigentlich nur noch einen Punkt, der als kleines Ritual in den nächsten Folgen mit Gästen hier zutage kommen soll. Und zwar die Frage. Ganz allgemein, jetzt nicht auf Programmieren oder Internet bezogen, was glaubst du, werden wir durch KI verlieren?
SPEAKER_00Dass wir verlieren werden durch KI. Vielleicht das Persönliche inwiefern? Ich glaube schon, dass wenn ich früher mal eine Frage gehabt habe, wo ich nicht weiter wusste, dann habe ich irgendwen angerufen, wer es wusste. Das beste vielleicht nicht mehr so machen, weil du die KI das beantwortet. Also wenn ich jetzt eine Frage im Online-Marketing habe, habe ich dich auch schon angerufen, gefragt, ja mal, ich hab das und das Problem. Wer war ich denn da? So, und jetzt brauche ich dich nicht fragen, weil ich vielleicht die KI fragen könnte. Und dass das so ein bisschen dieses Persönliche verschwindet. Vielleicht haben wir auch irgendwann nur noch da sitzen in einem Meeting and we meeteth einer virtuellen Person. Das gibt es schon. Ich habe schon im Newsletter gelesen, es gibt schon Teams-Meetings. There is a KI, die sieht aus wie ein Mensch. And du hast ein Meeting mit dieser KI. And that is so ein bisschen wo ich glaube, das ist wäre schade. Also ich versuche auch immer mal ein persönliches Treffen mit den Kunden zu machen. Es gibt klar Kunden, ich habe auch mal Kunden, die furchtbar weit weg sind, die habe ich noch nie in meinem Leben gesehen, nur online. Aber auch gerade die regionalen Kunden. Wir haben auch, wo ich sage, wo die dann sagen, ja, lass uns mal ein Online-Meeting machen, wo ich sage, nee, ich komme gerade vorbei. Morgen, 11 Uhr, passt das bei euch, dann machen wir es bei euch vor Ort. Einfach um auch dieses Persönliche nicht zu verlieren. Klar sieht man sich vor dem Bildschirm, aber ich finde immer, es ist was anderes, auch hier zu sitzen. Wir hätten das ja auch gerade über Teams machen können. Aber dieses einfach beieinander sitzen, das ist eigentlich das und das, glaube ich, könnte durch KI meiner Meinung nach kaputt gehen. Es ist ja schon kaputt durch viele Dinge.
SPEAKER_02Ja, ich glaube, das ist ein ziemlich guter Schlusssatz. Danke, Daniel. Danke dir. Du hast mit Sicherheit, du hast deine Webseite angesprochen, wie findet man dich am besten?
SPEAKER_00Unter digitalismann.de mit einem N, mal digital und talismann. Viele machen wir aber zwei N, also digitalisman.de.
SPEAKER_02Auch auf Social Media?
SPEAKER_00Gleiche. Das gleiche, wunderbar. Instagram pflege ich aber nicht. Also lieber auf der Webseite kommt. Kommt auf die Website, nicht auf Instagram. Also wenn ihr da eine Empfehlung habt für eine KI, die mir mein Social Media macht, dafür wäre ich echt zu haben.
SPEAKER_01Gerne in die Kommentare damit. Genau.
SPEAKER_02Dann kommen wir zum Ende der Folge. Vielen Dank mal, dass du hier warst für deine Einblicke. War eine sehr spannende Folge. Wir sehen uns im Prinzip schon nächste Woche wieder mit der spannenden Folge zu der Vier-Tage-Woche. Wir sagen vielen Dank fürs Zusehen oder Zuhören und bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Bis dann. Ciao. Tschüss.