The Actor's Tea

E-Casting

The Actor's Tea Episode 14

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E-Casting ist längst Standard im Schauspielbusiness. Doch wie geht man richtig damit um?

In dieser Folge teilen wir unsere Erfahrungen, Tipps und Learnings – von Technik über Spielweise bis Mindset. Kurz, ehrlich und direkt aus der Praxis.

Hosts: Hamda Ferchichi & Fabienne Michèle

Produktion und Projektverantwortung: Hamda Ferchichi

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SPEAKER_00

Auf stumm Schalten, sonst kriegen wir hier ein Echo. Oh, ja. Aber so sind wir wieder zurück bei The Actist Tea.

SPEAKER_04

Yes, wir waren lange weg, Leute.

SPEAKER_00

Ja, ja, ja. Ich bin nicht so gebräunt, wie ich das gedacht habe nach Thailand, aber es hat sehr gut getan.

SPEAKER_04

Ich habe es mir auch gewünscht. Aber ich habe trotzdem, weil die soziale Konvention das hier so erzwingt, habe ich trotzdem gesagt, du bist voll braun geworden. Dabei bist du gar nicht braun geworden, sorry.

SPEAKER_00

Anyway. You're too kind.

SPEAKER_03

Yeah.

SPEAKER_04

I wanted to be very kind, yeah.

SPEAKER_00

So cool. Und so lieb vor allem.

SPEAKER_04

Erzähl trotzdem.

SPEAKER_00

Thailand war ganz anders, als ich mich das vorgestellt habe, denn ich kenne ja schon die Dominikanische Republik und ich dachte, Thailand ist ein bisschen fortgeschrittener. Bezüglich Tourismus is es ja auch. Is it auch? Aber irgendwie doch mit diesen ganzen Kabeln am Straßenrand and durchgezogen and so, keine Ahnung. Es sieht einfach sehr unordentlich aus. So ein bisschen schmuddelig oder so. And auch ganz krass, man hat da fast keine Gehsteige. Man ist da einfach nur auf Straßen unterwegs, wenn man nicht selbst einen Roller oder so hat. It was interesting, aber das Klima war echt nice. Und Fun Fact.

SPEAKER_04

Gut, dass du es vertragen hast, weil ganz viele vertragen sie ja dann nicht. Ich liebe es ja auch.

SPEAKER_00

Yeah.

SPEAKER_04

Immer.

SPEAKER_00

Nein, es hat echt gut getan. Und anfangs war es so mehr Strand und dann ging es dann hoch in den Norden nach Chiang Mai. Und das war super. Das war mein Lieblingsort. Stell dir vor, Chiang Mai dann noch mit mehr rundherum, was es leider nicht hat. Aber das wäre natürlich Creme de la Creme. Echt war toll. Drei Wochen Auszeit hat mir echt sehr gut getan.

SPEAKER_04

Ja, auch, weil du wirklich eine Auszeit gemacht hast, oder? So zum ersten Mal seit längerem.

SPEAKER_00

Ja, das war es. So wirklich. Und vor allem seit langem wieder mal weit weg. Oder weiter weg, ja. Das war tat richtig gut. Tat richtig, richtig gut. Ja, das glaube ich, ja. Doch, aber hab da auch schon einiges gemacht und mich vorbereitet und und und und und. Ich möchte ja da trotz allem noch in meinem akademischen Sinne weitermachen. Ich habe mich da noch für den Master an der Uni Basel eingeschrieben.

SPEAKER_04

In Basel.

SPEAKER_00

In Basel. Schön. Und da aber auch schon. Ich habe jetzt mein Script gekriegt für den Spielfilm. Ja, ja, ja.

SPEAKER_04

Da bist du jetzt auch voll drin, ne?

SPEAKER_00

Ja, das ist bei mir zu Hause.

SPEAKER_04

Das ist cool. Das ist gut. Ja, muss weird.

SPEAKER_00

Es ist irgendwie, ich bin noch nicht so ganz sicher, wie das kommen wird, weil ich bin. Das ist eine große Herausforderung, die ich gerne haben möchte. Doch nach dem ersten Screentest, den ich gehabt habe, bin ich voller, also habe ich mehr Motivation, beziehungsweise ich glaube, das war so die erste Hürde, mich in dieser Rolle vor Kamera zu sehen. Also es war cool, war echt cool. Mehr dazu ein andermal.

SPEAKER_04

Sehr, sehr gerne. Ich freue mich drauf.

SPEAKER_00

Passt eigentlich gerade super vor der Kamera. Wir haben heute ein Thema, Fabien. E-Casting.

SPEAKER_04

Das E-Casting.

SPEAKER_00

Ja, E-Castings, Leute, das ist etwas, was ihr unbedingt beherrschen müsst, leider Gottes. Irgendwie auch was Cooles heutzutage, dass man so viel online machen kann, auch länderübergreifend. Also da hat es schon sehr viele Vorteile. Heißt aber auch, man muss sehr viel Wissen mitbringen, um herauszustechen teilweise.

SPEAKER_04

Definitiv. Und gewisse Voraussetzungen, die du schon mitbringen musst, nicht nur technische Voraussetzungen, die zwar nicht allzu hoch sind, aber trotzdem musst du erstmal haben ein Handy, das eine Kamera hat, die nicht mega scheiße ist.

SPEAKER_00

Das wäre noch gut.

SPEAKER_04

Ich muss das leider nur sagen wegen meinem eigenen. Aber genau, grundsätzlich sind die Anforderungen ja nicht so unglaublich hoch. Also du, ihr könnt problemlos so ein E-Casting mit einem Handy aufnehmen. Problemlos.

SPEAKER_00

Voll, total. Einfach dein eigenes Smartphone. Heutzutage reicht das total aus.

SPEAKER_04

Ja. Und es wird auch immer wichtiger, weil es immer häufiger E-Castings sind oder Produktivität, blibli. Die Live-Castings werden seltener, Zoom-Calls werden wichtiger. Also die Online-Präzenz ist ja allgemein, wie verhalte ich mich? Online-Remote.

SPEAKER_00

Also einen guten Computer, ein Laptop, irgendwie ein gutes Telefon, dann aber auch eine gute Internetverbindung. Mega wichtig, so ich schlach dich an.

SPEAKER_04

Alle meine Voraussetzungen, ich hab all diese Voraussetzungen nicht.

SPEAKER_00

Well, the computer is okay.

SPEAKER_04

Er löscht einfach aus.

SPEAKER_00

Okay, okay, aber das ist so.

SPEAKER_04

Nee, aber ja, ja, ja, die Internetverbindung, das ist schon auch gerade für die Uploads, dann da kommen wir dann aber später erst dazu. Aber ja, so ein WLAN zum Beispiel, das ist schon was, sag ich euch Leute, das kann man schon brauchen, ja.

SPEAKER_00

Aber ja, Leute, wie kommt man dann überhaupt so ein E-Casting? Aber ich denke schon, ihr habt das eine oder andere schon gesehen oder gemacht. Es gibt ganz viele verschiedene Plattformen. Ja, also wenn es euch interessiert, dann gebt uns doch Bescheid. Ihr könnt uns direkt anschreiben und so. Ich denke, das würde den Dramen sprengen für diese Folge. Aber um eine, zwei zu nennen, so für Starters, Studentfilms, for the Schweiz oder hat die Dachregion, je nachdem, wenn man das so kennt, aber eigentlich schon eher die Schweiz, and natürlich Filmmakers oder e-Talenta mittlerweile genannt, auch ehemaliges Cast Forward. Dort gibt es Möglichkeiten, sich E-Castings zu schnappen oder sich für irgendwelche Castings vorzuschlagen. Wenn man aber so ein Casting bekommt anders hat dieses Sheet oder diesen Brief eigentlich schon mit all diesen Angaben, wer der Caster ist meistens oder der Regisseur oder der Regisseurin, die Rolle natürlich, die Rollenbeschreibung und dann hoffentlich ein Text. Ja, mal schauen.

SPEAKER_04

Ja, gut, ja, irgendein Dokument, wo drin steht, was man tun soll und was man aufnehmen soll.

SPEAKER_00

Ja, ich glaube, wichtig ist, man muss das einfach ganz gut durchlesen.

SPEAKER_04

Ja. Es ist wie in der Schule. Einfach genau lesen. Und zwar bis zum Ende. Also lest zuerst die ganze Aufgabe durch, bevor ihr beginnt, was zu tun. Nein, das ist wirklich, weil ich habe das in der Schule, habe ich das konsequent so gemacht. Ich meine, super Schülerin, eine Streberin, könnte man sagen. Sehr krass. Aber jetzt bin ich immer ein bisschen vorschnell. Also, wenn ich da was sehe, so, okay, ja, ich muss das und das, dann bin ich so, okay, komm, ich räume mal alles auf, dann mache ich das. Und dann merke ich so, da unten kommt, da kommt noch was. Also musst du vielleicht gar nicht. Ihr spart euch einfach viel Zeit, wenn ihr es zuerst genau durchlest und euch überlegt, okay, was muss ich tun und wie mache ich das jetzt?

SPEAKER_00

Unbedingt macht euch auch Notizen. Also ich hatte letztens sowas, ich habe so fuck gecheckt. Shit, ich habe den Dialekt nicht einfließen lassen. Das war schon ein bisschen verheerend.

SPEAKER_04

Ja.

SPEAKER_00

Also für eine Rolle. Und ich denke so, ah, hätte ich doch besser gestellt.

SPEAKER_04

Ist einfach schade, wenn du die Arbeit dann schon gemacht hast, oder dass es halt.

SPEAKER_00

Es war eh schon so last minute, es war extrem last minute. Und dann hast du einfach keine Zeit, um das nochmals zu schreiben. Und dann versuchst du einfach dich irgendwie dich trotz all dem gut darstellen zu lassen und dann halt irgendwie in der Vorstellung noch kurz zu sein können und dabei weiszustellen, wie du dich anhörst, wenn du so mit Dialekt redest. Nicht die feine Art, aber doch irgendwie eine Lösung. Oder für mich war das eine Lösung, aber lest es einfach genau durch. Ich weiß, wir alle sind, wir machen Fehler, aber aus Fehlern lernt man und das hier sollen wir euch auch zeigen oder sagen können, was gemacht werden sollte und vielleicht nicht gemacht werden soll. Ja, Punkt.

SPEAKER_04

Und was vielleicht auch gemacht wurde.

SPEAKER_00

Und was vielleicht auch gemacht wurde. Ja, man verhaut sich's teilweise einfach.

SPEAKER_04

Ja, total. Und dann ist so schnell ja eine Zeitverschwendung, in Anführungszeichen, immer nur in Anführungszeichen eine Verschwendung, weil man hat es immer gemacht. Man kommt immer weiter dadurch. Aber trotzdem, wenn du da drei, vier Stunden irgendwo rumturnst im Freien draußen für irgendeine Werbung.

SPEAKER_02

Tja.

SPEAKER_04

Und dann merkst du so, hey Scheiße, ich hab das Falsche gemacht, dann ist es so, ja.

SPEAKER_00

Ein bisschen blöd.

SPEAKER_04

Ist ein bisschen blöd, ja.

SPEAKER_00

Aber einen Lernereffekt hat es ja.

SPEAKER_04

Total, ja.

SPEAKER_00

Trotzdem. Die. Eins, was noch ganz wichtig ist, bevor man da überhaupt auch startet oder liest es euch genau durch, ist, was ist es für ein Genre? Also ich glaube, so wichtig ist es einfach zu unterteilen, ist es ein Drama oder ein Comedy? Denn das ist schon sehr wichtig, denn in der technischen Vorbereitung gehört er halt auch dazu, was möchtest du dann von dir, von deinem Körper zeigen. In der Comedy ist einmal mehr Körper zu sehen. Da ist viel mehr Körperarbeit mit dabei. Und bei Drama sind es so, die sind das so die Finessen.

SPEAKER_04

Die Emotion, das Gesicht, die Augen, da kannst du viel näher rangehen.

SPEAKER_00

Ganz genau. Es ist wirklich eher dann mal schon ein halbtotales oder halb close-up oder wie man das so nennt, einfach so eine Brusthöhe aufwärts oder dann doch ein Close-up einfach von deiner Schulter hoch über dein oder auf dein Gesicht.

SPEAKER_04

Ja, und was das für ein Genre ist, das findest du ja auf gewissen Plattformen, wo man sich für die Castings anmeldet, steht das ja gleich dabei, ganz am Anfang. Oder sonst findet man das immer mit so ein, zwei kurzen Recherchegriffen findet man das eigentlich raus.

SPEAKER_00

Genau. Voll. Oder das sind so Oberthemen. Also klar, es gibt noch, es gibt ja Krimis, es gibt Science Fiction, es gibt das, das, das, das, das, aber nimmt, also ich glaube, das sind so die wichtigsten zu unterscheiden. Ja.

SPEAKER_04

Weil das alles beeinflusst von der technischen Vorbereitung über das Spiel und so weiter oder das.

SPEAKER_00

Exakt. Exakt. Ich glaube, das lassen wir darauf so stehen. Und dann, wenn ihr ja da eh schon recherchieren geht, dann habt ihr dann halt die Möglichkeit, download, vielleicht den Caster oder die Castterin, Regisseur, Regisseurin zu googeln. Was haben die schon gemacht? Wer sind die? Legen die auf etwas spezielles Wert? Wen haben sie vorhin schon gecastet? Passe ich da überhaupt rein? Es soll euch nicht abschrecken, euch überhaupt zu bewerben. Gibt aber vielleicht eine Richtung, was du zeigen könntest.

SPEAKER_04

Ja, noch einfach so einen gewissen Vibe oder so einen Mut, den man vielleicht rauslesen kann oder einfach irgendein Indiz von, hey, in welche Richtung geht das hier, dass man das daran anpassen soll. Aber ich finde persönlich immer trotzdem, dass man sich treu bleiben muss und seine eigenen Entscheidungen irgendwie treffen. Weil wenn du mit deiner Intuition gehst und man dir sagt, okay, nee, das war es jetzt gar nicht, dann bist du trotzdem, glaube ich, kommst du trotzdem sicherer und besser mit dir selbst klar, weil du bist so, hey, ich hab ja das gemacht, wie ich dachte, so und wie ich wollte. Und dann finde ich es gar nicht so schwer, wenn jemand dann sagt so, nee, war es gar nicht.

SPEAKER_00

Dann hat man ist das okay so.

SPEAKER_04

Ja, aber einfach immerhin eine klare Entscheidung getroffen.

SPEAKER_00

Exakt. Exakt. Und when you dabei said, all this heraus to find you now casting is this jaon existent, oder? This series, this film or this theater stuff, you know. Man kennt ja schon Leute oder Ensemblem, where are they, where bleibt not, where kommt then halt neu dazu, where the person könnte ich sein? Oder wer kommt jetzt neu in dieser Serie hinzu? Wer könnte denn das? Wer sind denn die anderen oder was ist der Vibe schon vom bestehenden Team? Ich glaube, das möchte ich sagen, oder dann kann man sich extrem viel, ja, kann man sich daran anlehnen.

SPEAKER_04

Ja. Toll. Man kriegt richtig viele Informationen auch raus in sehr kurzer Zeit. Wenn man ein bisschen Detektivarbeit einfach betreibt.

SPEAKER_00

Overall. Und wenn man dann halt in die Figur selbst hineinschlüpfen möchte, in die Rollenvorbereitung. Fabien, was ist denn so ein Spannungsbogen, dieser Spannungsbogen oder so, diese Estase in dieser Szene? Kannst du mir da was darüber sagen?

SPEAKER_04

Ja, also meistens bei einem E-Casting, eben wenn man dann im besten Fall den Text bekommen hat, sind das ja höchstens so zwei bis drei Seiten meistens eine Szene, wo man einen Dialog spielt. Also eine kurze Szene, einen Moment, meistens eine kurze Situation. Und da ist es wie wichtig, dass man diesen Arc, wie wir das nennen, diesen Spielbogen, also einen Spannungsbogen von einer Entwicklung von der Figur, von den Gefühlen der Figur irgendwie drin hat. Also man hat einen Startpunkt und man hat ein anderes Ende und dann muss man da irgendwie hinkommen. So, am besten über einen Bogen halt mit verschiedenen Emotionen, mit verschiedenen Spannungsmomenten und so weiter.

SPEAKER_00

Unbedingt. Und ich glaube auch, wichtig ist in diesem Spannungsbogen oder was da dann halt dieser, ja, der intensivste Moment halt so sein soll, ist halt, das soll dann die, die Leute, die zuschaue, dann halt auch catchen. Oder das ist so dein, ja, so verkaufst du dich dann damit. Oder dieses High Stake oder wie man das sonst nennen möchte. Oder das, der Moment oder der höchste, der Peak.

SPEAKER_04

Ja, ich arbeite auch immer mit so klaren Zielen, eben mit klaren Intuitionen, klaren Dingen, so was will ich und wo will ich hin. Ich finde, dafür kriegt man recht schnell ein Gespür, wenn man eine Figur hat. So bezogen auf die Rollenvorbereitung. Es ist ja schwierig für eine zwei- bis dreiminütige Szene, die erst in einem E-Casting-Format ist, einen kompletten Rollenvorbereitung. Also es darf einfach nicht unverhältnismäßig sein, wie viel Zeit man da investiert, weil man muss es richtig machen, man muss sich gut vorbereiten, aber man soll nicht übertreiben. Also blöd gesagt, ich krieg's nicht hin, für so eine Rolle, eine zehnseitige Biografie zu schreiben und es wäre auch nicht verhältnismäßig, das zu tun. Also, was mache ich stattdessen, um möglichst schnell ein gutes Gefühl zu kriegen für die Figur, die ich spielen soll? Tell me, tell me. Ich fange an mit den beschreibenden, also den Rollenbeschreibungsadjektiven. Ich finde das auch zum Beispiel auf iTalenta mag ich das sehr, sehr gerne, weil da stehen ja, also Filmmakers meistens auch, stehen ja meistens so vier, fünf Adjektive zur Figur. Und die nehme ich mir dann, weil based on diesen Adjektiven entscheide ich ja auch erst so, bewerbe ich mich da überhaupt drauf oder nicht.

SPEAKER_00

Klar passt du dazu, ja?

SPEAKER_04

Genau, passe ich dazu oder passe ich da nicht dazu, dann nehme ich mir die raus, dann gehe ich auf den Text, sehe mir an, wie spricht diese Figur oder wie würde ich das sagen, was wird das für mich heißen, was ist die Dynamik zur anderen Figur? Und das reicht mir eigentlich schon, um dann einfach mal zu spielen und zu gucken, hey, was fühlt sich natürlich an und was nicht? Oder warum würde ich das sagen? Oder wie würde ich das sagen? Und dann gucke ich mir das echt ganz lange einfach nur als ich, als Privatperson mal an.

SPEAKER_00

Ja, du sagst ja, der Text ist dir sehr wichtig.

SPEAKER_04

Ich gehe immer über den Text, aber das ist von meinem Influencer, also von dem, wie ich beeinflusst wurde, wie ich mein Leben lebe, so mit viel Lesen auch so. Ich lese ja auch sehr gerne sehr viele Bücher. Ich identifiziere mich ja immer über den Text, über das, was die Leute schreiben, dann mit den Personen selbst. Darum ist es gar nicht so ein schlechter Ansatz für mich.

SPEAKER_00

Gar nicht, weil man kann wirklich viel herauslesen. Explizit halt auch in so einem Szenen oder in diesen Scripts, da hat sich ja der Autor etwas dabei gedacht. Oder wo setzt man dieses Komma, wo ist ein Gedankenstrich? Wo ist, warum sind da so viele Ausrufezeichen oder Fragezeichen, wieso wiederholt man sich und so weiter und so fort? Ist man scheu, ist man verunsichert, ist man einfach ein bisschen zu, man möchte jetzt einen Standpunkt klar machen. Oder wie ist auch die Dynamik oder wie ist der Schlagabtausch zwischen diesen Personen wahrscheinlich oder diesen zwei Personen in diesem Dialog? Oder ist es so monologmäßig? Okay. Wie gesagt, dann möchte ich wahrscheinlich etwas sagen. Dann ist es extrem wichtig, dann weiß ich eigentlich, ist da drauf der Fokus. Mega wichtig, ich finde es cool. Ich finde es auch, ich hätte mir das nie gedacht, dass das so viel ausmacht, wenn man den Text extrem genau mal anschaut und einfach mal durchlesen, dann weiter durchlesen und immer weiter bearbeiten, bearbeiten, bearbeiten und dann halt auch diese Randnotizen machen, um alles zu verstehen. Das kann man wirklich in geringer Zeit erreichen.

SPEAKER_04

Total. Und ich finde eben so, dann brauchst du auch nicht eine ausführliche Hintergrundgeschichte. Du brauchst nicht jedes, du brauchst nicht so eine biografische, also eine Abfolge von Momenten. Du musst nicht wissen, wo war diese Person, wann genau in ihrem Leben, also diese Figur. Du brauchst nur so die Essenz. Was ist dir wichtig? Wofür kämpft sie? Was ist ihr Ziel? Was macht sie aus? So einfach die Essenz der Figur. Und ich finde, da kommt man recht schnell ran und das ist auch das Einzige, wo man in so kurzer Zeit wirklich gut rankommen kann und dann auch based on dem viel damit arbeiten kann wieder.

SPEAKER_00

Weißt du, was mir jetzt gerade noch in den Sinn gekommen ist, ja. Den Beruf. Gibt es Indizien zu der Person, was die macht? Und viele Berufe haben dann halt, dann geht man halt in diese Schubladen, in das Schubladen denken.

SPEAKER_04

Ja, ja, man denkt dann in Klischees, aber das funktioniert ja ganz, ganz oft. Also diese Klischees, die kommen ja auch irgendwo her.

SPEAKER_00

Also das kann auch noch sehr gut helfen, um schnell eine Lösung zu finden oder eine Idee zu bekommen, wer diese Person eigentlich sein soll und wen du das verkörpern darfst. So, was Rollenvorbereitung in a nutshell reicht für ein E-Casting.

SPEAKER_04

Ja, und halt das Auswendiglernen. Das kommt ja dann noch dazu, aber das ist nicht, das gehört nicht zur Rolle, das gehört mehr zur Vorbereitung allgemein dann.

SPEAKER_00

Das gehört zum Beruf.

SPEAKER_04

Und das weiß man ja auch einfach so. Ja, es ist wichtig, dass ihr den Text könnt, wenn ihr das aufnehmt, ja.

SPEAKER_00

Ja. Ist es. Ist es. Und ist es. Fertig. Ja. Wir haben dieses Smartphone, wir haben unser Handy. Das reicht wirklich. Ein Stativ aufstellen, dann eine gute Lichtquelle. Ich habe immer noch das Problem, dass ich leider noch nicht so ein Ringlicht oder sonst irgendwas habe, das mir auch hilft, wenn nicht gerade Tageslicht ist, eine gute Bildqualität herzubekommen. Es ist leider, es braucht nicht viel. Es braucht, aber ja, also es braucht da den Bildung. Es soll aber auch nicht verpixelt sein. Und je dunkler das es draußen wird, desto schlimmer wird halt einfach die Bildaufnahme. Wirklich investieren in das. Haben da, investieren das. Und dann halt noch der Ton reicht total aus, wenn du dieses, haben wir diese Tonaufnahme vom Handy nimmst. Oder von diesem Smartphone, ne? Braucht es nicht mehr. Schau einfach, dass es nicht so halt. In gewissen Wohnungen, wenn nicht viel Möbel herumstehen oder Teppiche oder Bilder und der Schale absorbiert wird, dann kann es halt schon so ein bisschen hallen, oder? So diese Leere. Aufpassen. Es kann einfach ein bisschen das ganze Zeugs versauen. So ein Tipp. Weil ich kämpfe auch mit ihm.

SPEAKER_04

Ja, ich kämpfe immer mit den technischen Voraussetzungen.

SPEAKER_00

Naja, und kein Kamerablick, bitte.

SPEAKER_04

Genau, bitte an der Kamera vorbeispielen, bitte nicht. Oder ihr müsst euch das ja dann so vorstellen, die Anspielperson oder im besten Fall habt ihr dann jemanden, der das mit euch tut. Weil dieser Begriff Self-Tape ist eigentlich recht blöd gewählt, weil man das wie nicht nur bei yourself machen sollte. Beziehungsweise es ist extrem unnatürlich, extrem schwierig, wenn da keiner steht, wenn da keiner ist, wenn du per Zoom da irgendjemanden hast, der dir die andere Seite vorliest. Oder dir selbst die anderen Textausschnitte, also die Anspielperson aufgenommen hast und die dann abspielen musst, das läuft alles nicht. Es ist wirklich sehr, sehr schwierig. Ich habe das jetzt einmal gemacht, nie mehr. Einfach weil ich so war, so ich kann mich dann nicht aufs Spielen konzentrieren, sorry. Es ist mir zu fake.

SPEAKER_00

Hey, es ist natürlich optimal, wenn du eine Person hast, die direkt neben dir sitzt.

SPEAKER_04

Genau. Oder beziehungsweise dann ja neben der Kamera steht oder direkt neben der Kamera steht.

SPEAKER_00

Ja, das meine ich. In vielen Fällen ist es teilweise halt auch nicht möglich, jemanden anzurufen oder irgendwie den Laptop oder so direkt neben der Kamera zu platzieren, damit jemand dir gegenlesen kann. Es gibt immer noch die Möglichkeit hat, dich selbst aufzunehmen auf einem irgendein, auf einem Gerät, das halt nicht dein Smartphone ist, das hat ein bisschen blöde, kann halt nicht beides machen. Und dann halt dazu, das braucht aber sehr viel Geduld können, probieren, dass es halt dann auch passt, oder dass du nicht zu viele Lehrpausen, so Pausen dazwischen bist.

SPEAKER_04

Es ist ja dann auch nicht das Schauspiel, wie ich das mache, von ich reagiere auf etwas, was passiert. Weil ich einfach so in diesem innerlichen Stress bin von so, scheiße, die Sprachaufnahme kommt eine Minute zu spät oder eine Sekunde zu spät. Das ist einfach alles, ist das sehr, sehr schwer.

SPEAKER_00

Es ist. Aber ja, last resort. Ja, aber ich glaube, ich muss das schon aufmachen.

SPEAKER_04

Echt? Ganz alleine?

SPEAKER_00

Hatte ich schon Momente, ja.

SPEAKER_04

Crazy, weil, nee, ich muss dann immer noch irgendjemanden einfach auftreiben, der mir das immerhin liest per FaceTime oder so.

SPEAKER_00

Eben, perfekt, das geht schon.

SPEAKER_04

Aber es ist, ja.

SPEAKER_00

Oder ja.

SPEAKER_04

Es kommt darauf an, wer das es ist, ne? Das ist auch noch so.

SPEAKER_00

Ja, der Spielpartner dann.

SPEAKER_04

Wen fragt man das an Spielpartner?

SPEAKER_00

Das ist halt auch noch wichtig zu sagen, dass wenn jemand dir gegenliest, der muss nicht spielen, oder die. Sei einfach du selbst, liest es einfach in diesem, in dieser Sprache. Außer du bist halt total geübt und kannst das super interpretieren, aber naja, steh nicht zu nah am Mikrofon, weil du bist nicht der Mittelpunkt, sondern dein Kollege oder deiner Kollegin.

SPEAKER_04

Stimmt, das passiert natürlich sehr, sehr schnell und da denkt man auch nicht drüber nach, dass die Person viel lauter zu hören ist, dann als ihr. Da müsst ihr echt aufpassen.

SPEAKER_00

Und die kann ja je nach Räumlichkeit viel weiter hinten stehen und zu dir reden in der Eyeline. Oder halt weiter links oder rechts der Kamera und setzt euch vielleicht so ein Post-Hit irgendwo an der Wand, am Fenster, um dort eure Eyeline zu haben. Damit ihr nicht links und rechts guckt und jemand denkt so, Alter, mit wem redest du? Oder jetzt ist das jetzt eine Gruppe? Warum guckst du da links und mal nach rechts? Ja. Kann man sich das vorstellen? Ich hoffe. Das ist ja kleine Dinge, die man vielleicht nicht direkt auf dem Schirm hat.

SPEAKER_04

Ja, voll. Dieses Anspielpartner-Ding ist eh das Riesenzeug.

SPEAKER_00

Habt ihr eine Möglichkeit, in ein Studio zu gehen, in eure Schauspiele, Schule oder hat jemand ein Studio bei sich eingerichtet, habt ihr so einen kleinen Raum, den ihr zusammen gemietet habt oder so? Es wäre perfekt, dann ist eigentlich alles schon da an Ort und Stelle. Ihr müsst nicht jedes Mal ein Regal umstellen und Angst haben auf die um die Kerzen, die da draufstehen. Oder halt immer ein Bild abhängen, damit ihr eine weiße Wand kriegt. Ist, wie es ist. Und ja. Kommt einfach in den Charakter. Voll. Nicht überkostümiert, kostümiert, so sei einfach du selbst in der Rolle. Ist es ein Businessmann, habt aber bestimmt ein Hemd an. Oder eine Businessfrau, irgendwie so ein Blazer.

SPEAKER_04

Aber auch wenn ich da einen Blazer zum Beispiel dann anziehe, ich mache da nicht full-on irgendwie, keine Ahnung, was ich ziehe wirklich nur diesen Blazer drüber, um das so anzutäuschen. Oder also weißt du, was ich meine? Wirklich, ich ziehe auch meistens dann kein Hemd an, sondern einfach ein weißes T-Shirt und dann diesen Blazer. Einfach damit man weiß, so vom Vibe, aber wie nicht groß auf diesem aufwendigen Ding.

SPEAKER_00

Wie ich hatte, ich musste außer Atem sein. Anyway, zur lange Story. Und dann sprang in der Wohnung herum. Ich hab so diese, ich hatte kein Hüpfseil, aber ich hab da so, ich war da so an Ort und Stelle und am Hüpfen und dann hatte ich noch so Zeit, da habe ich gedacht, ey, ich bin noch nicht so außer Atem, okay, mache ich mal mal ein Liegestützen, weil ich super schlecht bin da drin. Und das hat mich dann gekillt. Stande ich auf, play und ich so, okay, ich wurde so halt schwarz vor Augen. Der Lage wechselt, der war zu crazy. Anyway, that's good.

SPEAKER_04

Ja, so habe ich mich gestern auch gefühlt bei diesem Videodreh, wo ich durch den Wald gerannt bin, so auf der Flucht und so. Und ich dachte mir so, ja, okay, ich gebe schon Vollgas, weil ich mache das ja jetzt ein-, zwei Mal. Aber nee, du machst das ja dann so 10, 15 Mal und ich war irgendwann wirklich nur so. Und sie, so geht's noch nicht so, ja, ja, es ist super, super. Jetzt fühle ich es auch, die Panik, ja, jetzt werde ich auch verfolgt hier, ja.

SPEAKER_00

Wir dürfen ja nicht Nein sagen.

SPEAKER_04

Ja, nee, logisch nicht. Und ich war auch so, ja, jetzt bin ich schon drin, ja, jetzt muss ich auch. Jetzt muss ich auch.

SPEAKER_00

Amazing. Ja, die.

SPEAKER_04

Aber den hast du dann nicht genommen, den Take, oder?

SPEAKER_00

Doch, doch. Ach stimmt. Doch, doch, das habe ich jedes Mal gemacht. Ich hatte drei, ich hatte vier Anläufe. Das war ein bisschen blöde bei Kirche und Zug und so. Ja, einige Außengeräusche. Ging aber sehr gut.

SPEAKER_04

Das ist cool, ja.

SPEAKER_00

Und ja, ich hatte eine Frucht als Prop und hey, tatsächlich, ich hatte. Nee, brauchte ich nicht. Ich hatte keine Schuhe an. Man sollte aber schon, ich glaube, es wurde uns auch immer so ein bisschen ins Ohr geflüstert, um hinter das Ohr geschrieben, zieht euch Schuhe an. So verhält sich oder so steht dann die Person, oder?

SPEAKER_04

Ja, weil Schuhe einfach sehr viel an der Haltung verändern. Gerade es kommt auch einfach darauf an, wenn es gerade zum Beispiel hohe Schuhe sind, dann verändert das ja auch dann den Gang und die Haltung und wie man sich fühlt und auch so den Körperschwerpunkt. Weil ich ziehe beispielsweise sehr gerne hohe Schuhe an. Wenn ich so eine Journalistin oder so spiele, wie jetzt bei diesem Showreel, dachte ich mir auch so, niemand hat je meine Schuhe gesehen. Ich bin ja gesessen. Die ganze Szene lang bin ich gesessen. Aber es macht einen Riesenunterschied, wie du da sitzt und wie du dich fühlst.

SPEAKER_00

Ich kann mir vorstellen, aber es ist wirklich so.

SPEAKER_04

Ich habe ja auch hohe Schuhe, die ich einfach nie mehr mit nach Hause genommen habe. Einfach für jede Rolle, für jedes E-Casting ziehe ich, ich ziehe sehr, sehr oft einfach diese Schuhe wieder an. Weil es geht auch so für so historische Sachen gehen sie auch, weil sie wie so Stiefel sind, die so schwer richtig. Genau. Das ist super. Die kann man da nämlich auch tragen dann. Unter einem Rock oder so. Das ist für mich perfekt.

SPEAKER_00

So geil. Ja, die, ja, auch für Männer. Business-Schuhe. Klick, klack, klick, klack. Das macht sich. Die machen was mit dir. Das ist wirklich so. Und ich bin zum Beispiel so ein Typ, der, ich ziehe dieses Hemd an. Ich habe keine Lust, es zu bügeln, aber ich muss und ich ziehe es dann an.

SPEAKER_04

Es macht auch was, finde ich.

SPEAKER_00

Ja, es ist, du bist steifer.

SPEAKER_04

Wenn ich eben ein Hemd trage, dann fühle ich mich als wäre ich bei der Arbeit.

SPEAKER_00

Denn ja, eben.

SPEAKER_04

Ja, aber halt in der Bar.

SPEAKER_00

Decasting ist Arbeit. Unbezahlt leider.

SPEAKER_04

Nee, nee, das ist eben nicht so ein Hemd dann. Das ist nicht so ein Business-Hemd, sondern es ist so ein Ich arbeite an der Bar-Hemd.

SPEAKER_00

Ah, dieses weißes, lockerflockiges, ja, ja, ja, get it. Ja, ey. Das ist, glaube ich, so kurz und knapp, was man so beachten muss bevor man loslegt. Und dann startet man dieses Video. Und dann kommt als allererstes die Slide.

SPEAKER_04

Aber echt, beginnst du damit? Ich mach die immer am Schluss.

SPEAKER_00

Ich mache das am Anfang. Okay, lustig. Dann bin ich eigentlich so. Dann bin ich fertig. Dann wissen die ganz kurz, wer ich auch immer bin und dann lege ich los mit meiner Überzeugung, warum ich hier dazu passen soll in diesem Projekt, was mich daran interessiert, was ich mitbringe, wie verkaufe ich mich, ich versuche mich zu verkaufen, oder? Es ist halt einfach ein Bewerbungsgespräch. Nenn es, wie du es willst. Das ist einfach eins, dass man immer und immer und immer wieder angucken kann, wenn man das möchte. Also es muss halt schon cool sein und dann halt einen guten Abschluss finden.

SPEAKER_04

The Way Out.

SPEAKER_00

The Way Out. Und The Way In ist Hallo. Ich bin da Hamda, Ferg Fichy, bin 27, 1,82, groß und wohne in Zürich. Ich habe einen Spieler zwischen 19 und 30 Jahren und freue mich mega fest, hier bei The Arctist Tea zu sein bei meinem unserem Podcast. Die Stimme dahinter, es macht extrem Spaß und es hilft mir natürlich auch, eine größere Reichweite da draußen zu bekommen. Und das ist mir extrem wichtig für euch auch hier zu sein, um euch auch Hilfe zu geben. Und einfach einen tollen 45 Plus-Minus Podcast zu haben, der allusminus auch herauskommt. Danke vielmals und ich übergebe das Wort.

SPEAKER_04

Ja, vielen Dank, Hamda. Ich bin Fabien Michel. Ich bin 22 mittlerweile. Ja, jetzt habe ich es langsam wieder drin. Ja, seit zwei Monaten habe ich da jetzt damit gestruggelt, das zu übernehmen. Mein Spielalter ist auch zwischen 19 und 28. Ich weiß aber nicht, ob ich das irgendwann anpassen muss. Einfach alters mit, also ja, sorry, ich weiß nicht, ob ich noch für eine 19-Jährige gecastet werde.

SPEAKER_00

Doch, bestimmt, doch.

SPEAKER_04

Ja, jedenfalls, ich wohne in Luzern und ich bin 1,64 groß. Und ich freue mich auch sehr hier zu sein. Ich habe diese Pause auch jetzt gebraucht, diese zwei Wochen, als du in den Ferien warst. Ich war zwar nicht in den Ferien, aber ich finde es so schön, dir wieder gegenüber sitzen zu dürfen, dich wieder strahlen zu sehen. Und ja, es freut mich wieder hier zu sein.

SPEAKER_01

Luft am Abok. Lobdown Armok!

SPEAKER_00

Ja, das ist aber es tut super gut. Es tankt mich auf. Es ist wie eine Tankstelle. Wie about me?

SPEAKER_04

Wow, apropos Tankstelle, ich habe so eine coole Ausschreibung gesehen für mich. Tankstelle Luzern. Ich weiß nicht, ob du da je was gehört hast, aber die machen auch so, es ist ein bisschen ähnlich wie dieses Tick, Sausa und Bärlauch mit so experimentellen, coolen Sachen und jungen Künstlern und keine Ahnung was, wo man einfach mal was schicken kann. Und ja, bevor mein ganzer Laptop gelöscht wurde, dachte ich mir so, okay, ich schicke einfach meine Sammlung und dann sollen die sich was raussuchen.

SPEAKER_00

Das mache ich dann. Und dann passt es.

SPEAKER_04

Und dann war alles weg, aber so jetzt muss ich da einfach spezifischer was dafür machen oder ich nehme meine Maskenperformance, habe ich mir auch überlegt.

SPEAKER_00

Hast du daran weitergearbeitet? Jetzt nach dem Weiterarbeiten des letzten Mal.

SPEAKER_04

Nach dem Weiterarbeiten das letzte Mal nicht. Ich habe nur noch, was ich gemacht habe, ich habe einen Projektbeschrieb geschrieben, ich habe das zusammengeschnitten, ich habe es auf meine Website gestellt. Das kannst du dir nachher auch noch angucken. Also ich habe aus der irgendwie zwölfminütigen Performance ein eineinhalbminütiges Video, so Ausschnitte zusammengesetzt einfach. Hab da diesen Kurzbeschrieb nochmal reingemacht, worum geht's. Haben so eine eigene Seite einfach auf meiner Website dafür gemacht. Und diesen Projekt beschrieb, wo einfach drin steht, wie lang ist das, worum geht's, was sind die Elemente, was wird gezeigt, was brauche ich für Requisiten, was sind die Themen, was sind die Statistiken, auch so all diese Informationen und diese Recherche-Sachen, die sind da auch drin. Das wäre eigentlich so dieses Dokument, was man wie einreichen müsste, wenn man das irgendwo zeigen wollte. Das habe ich nicht aufgeschalten, ich habe nur den Kurz beschrieben und das Video, so diesen Kurzvideo-Einschnitt habe ich aufgeschalten. Und das ist gerade gut, weil wenn ich das nicht auf dieser Website hochgeladen hätte, dann hätte ich dieses Video jetzt wieder nicht, weil das ja alles auch gelöscht wurde von meinem, also so iMovie und so war ja auch alles leer. Genau, mein Laptop wurde digital überschrieben, keiner weiß. Ich kann es euch auch nicht erklären, Leute. Ich weiß es auch nicht. Aber ich konnte es von der Website wie wieder zurückziehen. Das ist cool. Darum, jetzt habe ich dieses Video noch und das würde ich oder sende ich dann wie mit, wenn ich das einreiche irgendwie.

SPEAKER_00

Unbedingt. Die Tankstelle. Tankstelle nutzen.

SPEAKER_04

Ja, oder Zentralbühnen Zürich ist momentan auch wieder so Ausschreibungen und so.

SPEAKER_00

Es gibt vieles. Seid einfach aktiv und vor allem auf Social Media, die haben ja meistens alles, alle ihre eigenen Page, oder? Diese Seite. Geh gucken.

SPEAKER_04

Jetzt habe ich dich ein bisschen ADHS-mäßig abgelenkt.

SPEAKER_00

Wir sind eigentlich at the end, oder diese plus minus 45-minute Podcast-Folge. Hey, ich glaube, wichtig is, I'm you self, the figure, lasst los. Es ist viel einfacher, from too vielen Dingen etwas wegzunehmen, also etwas hinzuzugeben, that's not there is, or man kennt euch nicht, and man nimmt jemanden anderen, der dies schon mitbringt. Ich bin ein Brillenträger. Kontaktblinsen ist sehr welkom. Es geht um die Spiegelung. Es geht um die Spiegelung. Denkt an eure Piercings, wenn ihr die nicht zeigen möchtet, oder setzt sie bewusst ein.

SPEAKER_04

Ja, oder sagt sie im Slate dazu, dass ihr sie rausnehmt, auch wenn ihr sie gerade tragt, oder dass ihr sie rausnehmen könntet.

SPEAKER_00

Unbedingt.

SPEAKER_04

All solche Sachen.

SPEAKER_00

Denkt an euer Smartphone, an die Halterung, an das Licht, an die Tonqualität. Es braucht nicht viel. Es muss aber standardmäßig okay und gut sein. Habt ein Anspielpartner, hilft extrem fest. Schaut aber, dass der nicht übermäßig bespielt und nicht zu laut ist, weil ihr seid im Vordergrund nicht die Person, die da sitzt. Keine Nudity.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_00

Seid vorsichtig. Win Casting braucht ihr euch nie auszuziehen. Also ich. Nee, macht das nicht. Männer oben machen. Macht das wirklich nicht. Egal. Wenn ihr mit einem Bikini oder so und euch wohlfühlt, das ist, glaub ich, auch okay. Ich glaube, das müsst ihr mit euch selber anschauen, aber ihr müsst nichts machen.

SPEAKER_04

Nee, und ihr müsst das auch nicht machen, wenn es dann in der Szene required wäre, irgendwann später. Ihr müsst das nie machen. So und macht es auch einfach nicht. Gerade heutzutage ist es immer schwierig, wegen so KI und so. Und auch einfach, ich hatte das mal, dass ich so einen Bandeotop getragen habe und mir das einfach nicht überlegt habe, weil ich so vom Ausschnitt her ja nicht von Anfang an wusste, dass das dann gar nicht mehr drauf ist. Und dann ist es scheiße, wenn du keine Träger hast bei den Schultern und halt aussiehst, als wärst du Nacht gewesen. Ist blöd. Muss man einfach nicht haben.

SPEAKER_00

Held zum Hadetzen im Hinterkopf. Naja. Das ist das, was wir sagen möchten. Habt Spaß, habt Freude. Voll, ja. Macht mit. Ihr habt nichts zu verlieren, außer was, wenn ihr es nicht machen würdet. Ich glaube, dann verliert man. Also wenn ihr das als Beruf weiterverfolgen möchtet.

SPEAKER_04

Und dieses beim Slate-Cringen, das ist völlig normal. Und es geht auch weg. Und es wird weniger.

SPEAKER_00

Ich wollte ja was ausprobieren mit irgendwie, ich labere, wenn ich schon Play drücke und komme dann herein.

SPEAKER_03

Ja.

SPEAKER_00

Es hat sich nicht so gut angefühlt. Ich habe es probiert. Ich habe mich dann für die klassische Variante entschieden, okay, Play. Hallo, ich bin Hamda. Warte, bis ich dastehe und dann Hallo sage. Ich muss es aber, glaube ich, nochmals probieren, denn ich wusste wie auch gar nicht, was ich dann so labern soll, bevor ich dann vor der Kamera bin. Ich kann ja nicht einmal schon so Hallo, ich bin der Hamda, bla bla bla, und dann kommt ein Gesicht hier rein, ah, das ist der Hamster. Hallo. Das finde ich dann wiederum nicht so elegant. Ich könnte aber durchaus was haben, wenn man vorhin schon beginnt zu reden. Es könnte aber auch unprofessionell rüberkommen, wenn man denkt, ah ja, okay, jetzt habe ich play gedreht. Ja, okay, dann stelle ich mich jetzt mal hier hin und dann hi! Das könnte witzig sein, es könnte unprofessionell sein.

SPEAKER_04

Aber ich glaube, das ist bei allem so, was du machen könntest. Ja, irgendwann dachte ich mir so, okay, komm, jetzt habe ich einen geilen Clou. Dann bin ich so seitwärts hingestanden, habe im Profil angefangen und war so, na, sehe ich gut aus. Und das war mein Intro für meinen Slate. Und ich fand's mega nice. Fabrizio fand es auch lustig. Aber es war so, hey ja, ich kenn dich halt, aber wenn dich jemanden nicht kennt, ist das vielleicht ein bisschen, ja, kann ein bisschen unsympathisch, je nachdem, kommen. Es kommt immer drauf an, halt, wer sich das anguckt. Und eben er war jetzt so, ja, ich fand's lustig.

SPEAKER_00

So geil. Und ich glaube, es ist individuell dann. Es ist mega individuell. Ich habe für mich herausgefunden, ich arbeite gern mit Händen am Schluss. Mit meinen Händen.

SPEAKER_03

Und ich nehme noch zwei dazu. Das sagte ich jetzt gerade so, wie du arbeitest gern mit Händen.

SPEAKER_00

Einfach so, hey, tschüss. Aha, ja, okay, ja, ich. Ich mache irgendwie so eine Pistole oder. Ja, keine Ahnung. Ich arbeite mit meinen Händen towards the end.

SPEAKER_04

Finde ich auch aber einen coolen Way out und finde ich auch zum Wegschneiden, dann wäre eigentlich noch cool.

SPEAKER_00

Und dann mache ich so eine Grimasse, also im Sinne, wo so, hm. So ein Smile, ne?

SPEAKER_04

Ja, das ist auch eben am Schluss dieses Lächeln, wo man dann wegschneiden kann oder so beenden kann, ohne dass es dann so ein erzwungenes, so ein Erstarrt ist, so ein.

SPEAKER_00

Und ich muss sagen, es gibt mir, dort hole ich noch alle Energie zusammen. Oder das ist so eine maximal positive Energie, die ich dann noch ausstrahle. Und dann ist Ende. Und das ist doch schön, wenn du so etwas fertig gucken darfst.

SPEAKER_04

Es ist ein guter letzter Eindruck, ja. Sehr.

SPEAKER_00

Also. Also, du darfst gerne noch was hinzufügen, aber ich glaube, wir haben die, wir haben alles gesagt, was wir, glaube ich, sagen möchten, außer ich merke, ich habe Notizen gemacht, ich habe angefangen, Notizen zu machen. Werbung. Das ist tatsächlich was, was wir noch, was ich glaube noch wichtig ist, wenn wir es gerade von den Händen haben. Hände, Hände und Profil. Das ist sonst eigentlich nicht so gewollt, oder man muss es nicht machen by film and so. Dass man sich ins Profil stellt und die Hände noch zeigt. Es geht ja auch um Narben oder wie sind deine Fingernägel und so. Aber auch du kannst so viel hinzufügen, auch in der Post-Production. Also du kannst eigentlich dieser Werbespot bereits erstellen. Also du kannst da so viel, wie du möchtest, cutten und irgendwelche Musik hinterlegen. Also da geht es wirklich ums Verkaufen, denke ich. Mal wie ich das interpretiere.

SPEAKER_04

Ja, manchmal gibt es dieses kreative Ausleben oder wo du nicht einfach was tun musst. Manche Werbeanfragen sind ja aber auch einfach so, ja, du stehst da und dann siehst du das fertig. Also weißt du, dann fährt einer mit dem Fahrrad vorbei und du guckst dem nach. Und das ist dann auch die ganze Aufgabe. Kann auch sein, du stehst ja eine Sekunde dann hin irgendwie und guckst halt. Das war's. Aber es kann auch sein, dass da irgendwie kommt, ja, es ist das und es geht um so und so ein Produkt und so. Und es ist einfach eine Frau in einem entspannten Moment und dann passiert was und es wird alles voll stressig und dann irgendwie Rieseneskalation und dann wird es zeigt, Das und mach das, wie du willst. Da habe ich jetzt zum Teil wirklich stundenlang könnte man irgendwelche kreativen Ideen und Konzepte aufschreiben und wie filme ich das und was mache ich da. Aber ich glaube, selten ist es den Aufwand wert.

SPEAKER_00

Ja, verliere dich nicht. Also wenn du mega Spaß dran hast, die Zeit dazu hast und direkt eine Illusion hast, voll, voll. Aber ja. Nee, das dürft ihr selber entscheiden. Es ist nicht gerne gesehen für Dialogszenen oder so, wenn du schneidest.

SPEAKER_04

Das ist wichtig.

SPEAKER_00

Ein Grund dafür ist auch einfach, kannst du den Text oder nicht, oder? Wenn du die ganze Zeit schneidest, die ganze Zeit, dann, well, hast du da, war da ein Fehler oder was machst du?

SPEAKER_04

Warum kannst du nicht durchspielen, du.

SPEAKER_00

Oder so, so eine Seite 2.

SPEAKER_04

Ja voll.

SPEAKER_00

You're very welcome. Ich hoffe, es hat gepasst. Ich hoffe, ihr habt da. Ja, ich hoffe, das ist so.

SPEAKER_04

Das mit den Händen merke ich mir auch für den Schluss, weil ich vielleicht ist mein Way out, da habe ich jetzt einfach so ein Dab oder so.

SPEAKER_00

Ein Dab.

SPEAKER_04

Ja. Ja. Ich warte ihm den Dab zurückbringen. Wollte ich da einfach auch noch sagen.

SPEAKER_00

Also lass uns das Ende mit einem Dab, mit einem stillen Dab.

SPEAKER_03

Tschüss, tschüss.