The Actor's Tea

Ideenschleuder

The Actor's Tea Episode 17

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Fabienne hat eine Vision. Eine Idee, die wachsen will. In dieser Folge gehen wir gemeinsam auf Spurensuche; was ist möglich, was braucht es, und wo könnt ihr euch einbringen? Eure Gedanken sind ausdrücklich willkommen.


Hosts: Hamda Ferchichi & Fabienne Michèle

Produktion und Projektverantwortung: Hamda Ferchichi

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Fabienne Michèle auf Instagram Website 

SPEAKER_01

Im Fall dieses Das hört man so scheiße, du wirst es dann hören, wenn du die nächste Podcast-Folge hörst. Das geht gar nicht, das fängt nicht auf.

SPEAKER_00

Was?

SPEAKER_01

Dieses ist zu. Das checkt es nicht.

SPEAKER_00

Okay. Wenn ich hier mache.

SPEAKER_01

Ich glaube, du musst eher sinnlich.

SPEAKER_00

Ja, zeig mir, wie man das eher sinnlich macht. Ja, es hat viel mit mir gemacht. Ich sag nicht was, aber hat was gemacht, auf jeden Fall.

SPEAKER_01

Ich mag mich noch erinnern, die erste Podcast-Folge, das Build a T with the Actors Tea. Ich war so nervös, ich war so hyped, so. Und jetzt bin ich aber so, okay, mir gefällt's. Wie steigen wir in die nächste Folge rein?

SPEAKER_00

Wir haben uns jetzt mindestens 15 Minuten überlegt, aber wir haben jetzt doch nicht gesungen.

SPEAKER_01

Wir überlegen uns was.

SPEAKER_00

Freut euch drauf. Oder auch nicht.

SPEAKER_01

Ist eigentlich schon ein bisschen. Kommt drauf an. Schon geplant was. Ja. Aber heute ist was ganz anderes dran. Aber welkom to the Actors T-Bit. Fabian Michel und wir haben da verschischen.

SPEAKER_00

Freut uns sehr, dass ihr auch wieder hier seid. Ich freue mich auch sehr wieder mit dir hier zu sein. Seit wir uns noch alle zwei Wochen treffen, ist anders, ne?

SPEAKER_01

Es ist anders. Es ist anders.

SPEAKER_00

Vermisst du mich manchmal?

SPEAKER_01

Ein bisschen. Ja, aber ich habe auch viel mehr Zeit, um die Podcast-Folgen vorzubereiten oder nachzubereiten. Und es gibt ein bisschen mehr Raum. Für das, dass es halt noch nicht gesponsert ist.

SPEAKER_00

Einfach mal so in den Raum geworfen. Ohne Intention, ne?

SPEAKER_01

Offen sind wir schon. Aber ja, du bist heute so sommerlich angezogen. Ich liebe es.

SPEAKER_00

Dankeschön. Ja, du siehst auch toll aus heute. Hab ich dir aber auch gesagt. Ja, ja, du kannst so rein. Hello. Hallo. Ja, doch, heute hatte ich sehr viel Freude. Ich bin auch sehr leicht aufgestanden. Ich liebe diese Tage. Kennst du das, wenn du so vor dem Wecker aufwachst?

SPEAKER_01

Oh. Selten.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Aber ja.

SPEAKER_00

Ja, ja. Da strahle ich schon anders, ne?

SPEAKER_01

Nice, nice, nice. Aber das ist doch schön. Also perfekt, wirklich. This früh-sommer-wetter, dieser wunderbare Frühling, den we have genial. Ich lieb's.

SPEAKER_00

Yeah, it's vulnerable inspiration in this side.

SPEAKER_01

I would just say that I crash got the mood. Nein, I got it. Denn was said it weren't sure when we're content for the actors, so for the stories, and so.

SPEAKER_00

Oh, shit.

SPEAKER_01

That was some feedback that we have. And I think I'll just make the selfie-modus an. Oh, hell no. Okay. Warte, I come to you, oder? Nee, du kannst einfach mal ganz kurz so. I'm gonna live aus dem Studio. Hello! Die neue Folge. The Actors Team. Da da da da da da da da da da da da da da.

SPEAKER_00

Hier sitze ich immer. Das hat sich so, genau, das hat sich so eingebürgert jetzt. Immer wenn ich hier reinkomme durch die Tür, dann sitzt Hamda schon auf dem Sofa mit seinem Tablet und seinem Stift so sehr beschäftigt und so und schreibt sich da Sachen auf. Ja. Und ich bin einfach meist so, oh sexy.

SPEAKER_01

Heute habe ich ein bisschen weniger gemacht, weil die Folge Barbia vorbereitet.

SPEAKER_00

Also vorbereitet ist ein bisschen übertrieben. Ich komme ja vom Improvisationsschauspiel und ich muss schon sagen, vorbereitet ist hier gar nichts. Es gibt nämlich einfach einen Brainstorm.

SPEAKER_01

Ja, und weil Brainstorming, pass auf, genieß die Folge, wenn sie dann kommt, Juzi.

SPEAKER_00

Macht's gut!

SPEAKER_01

Es war im Fall eine Impro-Regel. Ja, und? Die Story weiterbringen.

SPEAKER_00

Real. Oh mein Gott, Thies hätte das sicher sehr gefallen, ne?

SPEAKER_01

Da-da-da-da, ich hab aufgepasst im Unterricht.

SPEAKER_00

Ja, das war bei ihm eine Seltenheit, sag ich euch.

SPEAKER_01

Ey, das stimmt doch gar nicht.

SPEAKER_00

Nee, das stimmt echt nicht.

SPEAKER_01

Ich bin einfach nicht der pünktlichste, aber der seriöseste.

SPEAKER_00

Doch.

SPEAKER_01

Na, da streiten sich.

SPEAKER_00

Scheiden sich die Geister? Oder wie nennt man das?

SPEAKER_01

Streiten sich die Geister nicht? Scheiden sich die Geister.

SPEAKER_00

Ich weiß es gar nicht mehr. Ich kann sagen, ich bin gut mit Worten. Darüber reden wir eigentlich heute.

SPEAKER_01

Ja, Sprichwörter sind bei mir sowieso. Ging gar nicht. Ich nenne die meistens immer falsch. Ich hab das Gefühl, ich weiß, was ich da mache, aber eigentlich irgendwie gar nicht. Ich dachte, streiten sich die Geister.

SPEAKER_00

Ja, kann man ja schon auch sagen.

SPEAKER_01

I don't know. Introduce. Ich google das kurz, ich bin ganz leise.

SPEAKER_00

Nee, alles gut. Google das. Ich eben, ich wurde einfach gefragt diese Woche, was willst du tun? Ich war zuerst ein bisschen verloren, weil ich gerade keine Theaterstücke gelesen habe von anderen, sondern eigentlich nur in meinen eigenen Projekten drinstecke. Und vielleicht so ein bisschen allgemeiner ist das schon länger jetzt ein Thema bei mir, dass ich das Gefühl habe, ich habe mich in den letzten Wochen teilweise ein bisschen zu sehr selbst unter Druck gesetzt. Und ich glaube, das kennen wir alle in verschiedenen Bereichen, wenn wir was wollen, dann geht es ganz schnell, dass wir uns selbst einfach einen riesen Stress machen. Und zwar so lange, bis wir nichts mehr davon haben, was wir eigentlich tun wollen. Also, ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber gerade nach der Ausbildung bin ich ganz schnell vom Spielen selbst halt nur in dieses Organische: Was muss ich alles tun, wie muss ich das alles vorbereiten, wie muss ich das alles machen. Und da haben wir jetzt ja auch schon viele Folgen drüber gesprochen, über all diese Dinge, die man beachten muss, die auch einfach teilweise verdammt anstrengend sind. So und schwierig, mühsam. Und ich glaube, es ist wichtig, das auch mal zu sagen, weil, also, ich bin so oft einfach komplett verloren.

SPEAKER_01

Du hast das, ja, dieses Lichtes erlicht. Durch die ganze Energie, die du da hereinsteckst, in die ganze Vorbereitung, in die ganze Administrative. Ich verstehe genau, was du meinst. Und dass man sich da drin verlieren kann oder die Motivation so ein bisschen schwindet. Und ja, da scheiden sich die Geister nicht. Es ist scheidend.

unknown

Okay.

SPEAKER_00

Ja. Also diese Verlorenheit, ich finde es wichtig, dass wir das jetzt auch alle einfach mal ansprechen, weil ich glaube, das kennt jeder. Also gerade im Kunstbereich, ich kenne keinen Künstler, der nicht immer wieder in seinen Existenzkrisen irgendwie ein bisschen verloren geht. Und ich hatte das ganz, ganz stark, dass ich halt, wenn ich all diese organisatorischen Sachen oder dabei, muss ich ja eigentlich immer mich selbst verkaufen oder mich selbst präsentieren, als ich bin gut in dem, was ich tue, und ich fühle das und ich bin da und ich habe die Leidenschaft und ich habe das zu geben. Und dann kam ich irgendwann an einen Moment, wo ich das nicht mehr sagen konnte und selbst wirklich dran geglaubt habe. Und dann fühlt sich nicht, fühlt es sich nicht mehr gut an, dann fühlt sich es auch nicht mehr authentisch an und da stockt es dann bei mir. Dann ist es bei mir eigentlich vorbei. Und dann musste ich mich ein bisschen rausnehmen, weil ich dachte, ich kann ja nicht, bevor ich irgendwie 30 bin oder so, ein Burnout kriegen. Das wär's ja noch so. Und ich bin nicht mal bei den Mitte 20ern so. Und ich muss einfach zurück zu meinem Licht, zurück zu diesen Leidenschaften und zu all dem, was ich daran so sehr liebe. Und dann habe ich angefangen, einfach wieder mehr aufzuschreiben, ohne ein riesiges Ziel oder ohne so ein fixes Ziel oder eine fixe Deadline oder irgendwas, was ich damit jetzt erreichen muss in diesem Moment, sondern einfach meine Projekte. Weil beim Reflektieren über die letzte Zeit, was mir am meisten gegeben hat, muss ich sagen, waren es die Sachen, die ich von mir aus selbst gemacht habe, die ich selbst aufgebaut habe, die ich selbst choreografiert habe, die ich selber performed habe, aber die ich auch selber geschrieben habe vor allem. Und ja, dann habe ich einfach mal wieder öfters meinen Stift in die Hand genommen. Und du kannst mir jetzt helfen, ein bisschen Sachen zu sortieren. Also mit neue Ideen zu spreaden und Sachen, damit wir da einfach ein bisschen drüber jeppen können. Ich habe leider kein Tablet, wo ich jetzt eine Struktur drauf habe, aber mit dir zu reden ist ja eh immer sehr inspirierend und sehr, ja, bringt mich immer weiter. Und darum dachte ich, das machen wir jetzt. Und euch lassen wir daran teilhaben. Und vielleicht kommt ja noch der ein oder andere lustige Witz dabei rum. Wer weiß.

SPEAKER_01

Ja, oder coole Inputs.

SPEAKER_00

Ja, oder ein paar Sprichwörter. Ja.

SPEAKER_01

Ich könnte sie gebrauchen. Mein Gott.

SPEAKER_00

Ja, schickt euch uns euer Lieblingssprichwort. Jetzt.

SPEAKER_01

Uh, ja, und taggt uns. Macht's nämlich die Story oder sonst irgendwo. Jetzt. Ja, wir sind nicht live, ne?

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Vielleicht kommt das immer noch.

SPEAKER_00

Ja, es war wie jetzt in diesem Kurz, wenn wo ich so dieses Stream eingespielt habe, so schreibt es in die Kommentare. Nee, schreibt's. Schreibt's nicht in die Kommentare. Aber überlegt euch, was ist euer Lieblingssprichwort? Mir wird gerade jetzt nichts einfallen.

SPEAKER_01

Lieblingssprichwort, ne? Gar nicht.

SPEAKER_00

Nee, aber so ein Go-To. So, mein Vater sagt immer, beim Trinken so, Ex oder in die Hose. Also Exodose. Und das habe ich mir jetzt angeeignet.

SPEAKER_01

Nie gehört.

SPEAKER_00

Fände ich fetzig.

SPEAKER_01

Ja, es ist super. Ist super. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Das ist noch so eins, das immer wieder mal kommt und.

SPEAKER_00

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

SPEAKER_01

Okay, ja. Ja. Ja, genau. Der früher Vogel fängt den Wurm. Der Wurm.

SPEAKER_00

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

SPEAKER_01

Super. Also jetzt ein Battle.

SPEAKER_00

So gehen wir da hin. Aber früher habe ich so Sachen oft gemacht. So spiegel so.

SPEAKER_02

Okay, ja.

SPEAKER_01

Nice. Aber ja, lass uns mal da reinstürzen.

SPEAKER_00

Ja, ich habe ganz verschiedene Projekte mit dabei. Das erste, wo ich gerne mit dir drüber reden möchte, wäre das, wo ich für die Universität reingerutscht bin. Also das. Okay. Ja, weil einfach, ich komme ja bei jedem Projekt immer wieder an diesen Punkt: so, man ist drin, dann hat man eine Idee. Sobald ich eine Idee habe, dann geht das bei mir meistens recht schnell alles. Und dann ist es so halb fertig, dann drücke ich mich immer davor, das einmal zu überarbeiten, weil die erste Überarbeitung finde ich extrem mühsam, also von so Texten vor allem. Und dann kommt so diese Krisenphase von, oh Scheiße, das wird nicht funktionieren. Es wird nicht aufgehen. Und die ist dann meistens ganz kurz, bevor es fertig sein muss und bevor man es zeigt und so. Und dann bin ich immer so, oh no, oh no. Das war ja auch so bei meiner Maskenperformance. Ja, doch kann man sagen, habe ich erst Montagabend, ich habe das Mittwochmorgen musste ich das vorzeigen und das war Montagabend, habe ich das fertig gemacht. Und ist mir so die letzte Idee in den Sinn gekommen, wo ich noch so war, oh ja, ich muss eine Kerze einbauen, komm, ich kaufe mir eine elektrische Kerze. Das ist doch ein häufiges. Eben, es geht eben voll. Auch die letzte Nacht davor kann man eh nicht mehr schlafen und dann verändert sich bei mir meistens nochmal ganz, ganz viel. Aber das war ja eine Gruppenarbeit mit fünf anderen. Darum, dann ist es nicht so leicht, das zu koordinieren, weil wenn ich selbst Sachen mache, dann kann ich ja aus dem Chaos heraus irgendwie was schaffen, weil ich mein eigenes Chaos ja so weit überblicken kann. Aber von anderen ja weniger.

SPEAKER_01

Sechs Leute insgesamt ist schon eine Stadt.

SPEAKER_00

Sechs Leute, ja, es sind viele und die haben ja auch noch nicht so viele Berührungspunkte mit Theater oder selbst Theater schreiben, vielleicht mal ins Theater gehen, aber dann hat man ja vielleicht auch eine Sicht darauf, die sehr, ja, beschränkt ist das falsche Wort, aber einfach relativ einseitig ist oder so in eine bestimmte Richtung geht. Oder so von, ja, Theater mit, ja, die Menschen machen wirklich was oder sie reden miteinander. Und ich dachte mir so, wir müssen das ein bisschen abstrakter machen, weil es um einen Roman geht, den wir gelesen haben. Outline von Rachel Kask. Und es geht darin geht es eigentlich nicht, es passiert nicht viel. Sie ist auf einer Reise, eine Schriftstellerin auf einer Reise und sie spricht immer wieder mit ganz vielen Personen, die ihr Geschichten über sich selbst erzählen. Und sie spricht eigentlich nie über sich selbst. Man erfährt auch bis zur letzten Seite oder so ihren Namen nicht. Oder sehr, sehr lange einfach, man weiß nicht genau oder sie wirkt wie so eine unbeteiligte Zuhörerin und man kann eigentlich nur durch ihre Reflexion über die anderen Personen und die Geschichten so ein bisschen herauslesen, wer sie ist oder wie sie ist. Und das fand ich sehr, sehr interessant, weil ich fand es eine super Struktur für ein Theater, dass man einfach jemanden da hinsetzt, still und dann Leute kommen lässt, die einfach ihre Geschichten erzählen und dann diese Reflexion macht. Und dann habe ich mir überlegt, wie macht man das? Weil es wäre schon cool, damit man diese Distanz reinbringen kann von dem, was gesagt wird, zu dem, was geschrieben wird danach, dass man halt auch diese zwei verschiedenen Medien hat, von zuerst wird geredet und dann wird nur noch geschrieben. Dann habe ich mir überlegt, wie könnte man das denn umsetzen, damit das ja dann, damit die Leute das nicht aktiv mitlesen müssten, das müsste ja man dann fast einsprechen, zum Beispiel. Also, dass man wie die Geschichte erzählen lässt, dann gehen diese Menschen wieder und dann schreibt die Zuhörerin oder der Zuhörer, je nachdem, wer dann da sitzt, schreibt das wie auf. Weil man könnte das ja so projizieren.

SPEAKER_01

Ah, dass du da noch so ein Voice-Over einfach.

SPEAKER_00

Das habe ich mir überlegt, aber es wäre halt recht aufwendig, weil das müsste ich ja in den nächsten zwei Tagen gemacht haben. Und genau, wir haben es dann so aufgeteilt oder ich habe es dann irgendwann so aufgeteilt, dass wir gesagt haben, ihr schreibt über euch selbst eine Geschichte und ich mache die Reflexionen, die dann alle von mir subjektiv verzerrt sind. So. Oder? Weil das war ja sowieso der Punkt, dass man durch alle die Geschichten der anderen am Ende doch auch ein Bild über sie konstruieren kann, die sich das alles angehört hat. Einfach weil man hört, wie sie darüber denkt oder was sie daraus zieht aus dem, was die anderen sagen. Oder was sie irgendwie verbindet oder auch voll. Ohne dass sie wirklich über sich erzählt.

SPEAKER_01

Trägst du die Geschichten? Die habe ich.

SPEAKER_00

Die habe ich jetzt gekriegt. Vor den Osterferien. Alle bis auf eine. Kennt ihr diesen einen Menschen in der Gruppe? In der Gruppenarbeit?

SPEAKER_02

Ja.

unknown

Ja.

SPEAKER_00

Und dann, es war auch, das war sehr, sehr spannend, weil ich kenne die ja alle nicht. Oder sehr, sehr wenig. Also es sind ja einfach Mitstudierende von mir. Ich hatte auch noch nie ein Seminar mit diesen Leuten, weil ich studiere eigentlich nicht Philosophie hauptsächlich. Darum war es sehr, sehr spannend, einfach so Geschichten von fremden Menschen zu lesen und dann da was draus zu machen, ist schon mega cool. Also es hat mir viel gegeben. Es war sehr, sehr, war sehr, sehr inspirierend. Es waren auch coole Storys mit dabei und Situationen und Sachen, wo ich wirklich dachte, das hat viel gehalt. Man könnte da so viel draus machen. Weil man auch eben, man könnte halt unendlich viel mehr machen. Immer, weil du kannst ja zu jeder Geschichte so viel sagen. Und wie die eine situation, es war sehr, sehr schön geschildert, weil es um eine wirklich minimal kleine Situation ging in der Schule, hat sie so erzählt, wie die Beziehung war zu ihrer damaligen besten Freundin, und dann haben sie so eine Prüfung zurückbekommen. And it was das erste Mal, dass man da dann nicht irgendwie nachgefragt hat. Und sie hat in diesem kleinen Moment irgendwie gemerkt, dass sich irgendwas verändert hat. Und man war dann nach jahrelang noch befreundet, aber seit da wusste sie so, manchmal verschieben oder verändern sich Dinge, so ohne dass man es wirklich merkt. So von der einen auf die anderen Sekunde. Und im Nachhinein ist es ganz schwer zu sagen, wann und wie ist das passiert?

SPEAKER_01

Das war so ein bewusster Moment von ihr.

SPEAKER_00

Ja, und ich fand es mega spannend, weil ich war ja so, ich habe ja gesagt, schreibt einfach irgendeine Geschichte. Ist egal. Es kann um euch gehen, es kann um jemand anders gehen, es muss einfach irgendwas sein, wo ihr denkt, so kann ich oder will ich erzählen oder würde ich jemandem erzählen, so im Stil von diesem Buch. Und es war also extrem, extrem spannend, weil ich mir auch dachte, es gibt extrem viel Raum dann wieder, um darüber zu reflektieren, eben so, wo sind diese Momente, wo gibt es diese Momente, wo wir auch irgendwie dann mehr in unserem Kopf leben und denken, als in der Situation wirklich sind. Weil ich habe da so diesen inneren Kampf dann gespürt, von so, okay, aber frage ich jetzt nach, aber irgendwie ist es komisch. Und jetzt gerade, so, ja, vielleicht frage ich nicht nach, weil ich mich selbst dann damit schützen will, weil ich mich unwohl fühlen würde. Oder ich versuche die andere Person zu schützen. Es ist so, so dieser innere Konflikt und diese inneren Kämpfe fand ich extrem interessant und auch einfach das Innenleben von ja, schon mehr oder weniger fremden Menschen einfach zu sehen. Das ist extrem spannend, so was die sich ausgesucht haben.

SPEAKER_01

Wie lange geht denn dieses Stück jetzt?

SPEAKER_00

Ich weiß eben nicht mehr, was die Dozentin anfangs gesagt hat. Und ich habe ja auch noch nicht. Bevor wir nicht festgelegt haben, wie genau wir das umsetzen, finde ich es extrem schwer zu sagen. Weil diese Geschichten, so eine Geschichte zu erzählen, das dauert ja, die sind so eine Seite meistens. So ungefähr. Oder so eineinhalb, aber man müsste teilweise Sachen wie noch kürzen. Weil, oder eben, ich habe halt wie gesagt, erzählt eine Geschichte. Und dann bin ich ja davon ausgegangen, dass wie klar ist so ja quasi direkte Rede. Weil wir schreiben ja Sachen anders auf, als wir Sachen erzählen würden. Aber das war ja trotzdem ein geschriebener Text, den ich dann da haben wollte. Aber das ist ja wie schwer für Leute, die nicht theaterbewusst schreiben oder auch nicht viele Drehbücher oder so schreiben. Ich hatte das anfangs auch ganz stark, weil ich ja mehr Texte, so romanmäßige Texte geschrieben habe. Und nicht so Dialoge beispielsweise. Weil das verändert ja viel an der Art, was sagen wir wie, oder? Exakt. Und darum sind diese Texte häufig auch noch ihre eigenen Reflexionen über sich selbst und so weiter mit dabei, was extrem spannend ist. Und ich mir auch denke, wenn man das dann irgendwie so sagen kann oder irgendwie verpacken kann in eine, eben einfach in einen Dialog, so in einen Ich oder in einen Monolog ja dann in dem Falle, sodass sie einfach über sich diese Reflexion anstellen, dann denke ich, das wird je so vier, fünf Minuten gehen, nehme ich an. Weil länger wäre ja, wäre ja nicht gut so, weil das Ganze sollte, ich habe eben mal gehört, 15, aber ich glaube, es sind 30. Ich glaube, das ganze Ding darf etwa 30 Minuten lang sein.

SPEAKER_02

Okay.

SPEAKER_00

Oder die Präsentation. Also ich hatte im Kopf 15 bis 30 Minuten wäre die Präsentation und dann wie so Podiumsdiskussionen hat einfach, dass Leute Fragen stellen können, sagen können, was das hat, was das mit ihnen gemacht hat und so weiter. Genau, habe ich das Gefühl. Und dann in der zweiten Lektion reden dann noch welche einfach nur über den Roman. Genau. Und ja, ich bin sehr, sehr gespannt, weil die Reflexion, wenn man das einsprechen würde, würde ja vermutlich auch etwa so lange dann wieder gehen.

SPEAKER_01

But that's the potential, that's not what this book then from standard is. But when you screw it, when this person would then hold loud outsprichst, what you screwed. Um halt to visualize that that game is spielst. Yeah, yeah, vulnerable.

SPEAKER_00

That was mirrored. And then I gedacht: or will I eing have very leichter wäre? Well, when ich das vorhin, einspreche, dann wäre mein Job oder meine Rolle in dem Moment, wenn ich diese Rolle dann übernehme, weil ich frage mich ja noch so für diese eine Person in der Gruppe, ob die nicht jetzt, weil ich war halt so, ich könnte mich halt auch ein bisschen davor drücken, selbst zu spielen, weil ich habe es halt geschrieben. Das ist mein Konzept, so es war meine Idee, ich habe das alles selbst gemacht.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_00

Und ich dachte mir so, damit diese Person noch was beitragen könnte, könnten wir einfach ihn da hinsetzen und er könnte dann da schreiben und man hätte dann wie schon, man müsste dann wie eine Aufnahme haben von dieser Reflexion, weil man kann das nicht so schnell schreiben, wie das gemacht werden müsste, oder? Dann dachte ich, das kann man ja mit KI irgendwie tun, oder?

SPEAKER_01

Oder wie wir oder wie wäre es, wenn du alles schon vorgeschrieben hast und einfach abliest?

SPEAKER_00

Ja, das habe ich mich auch gefragt, aber dann kriegt man, finde ich, nicht so diesen coolen Ding, so diesen Reflexionsding rein von so, sie schreibt das.

SPEAKER_02

Okay. Ja.

SPEAKER_00

Weil ich hätte schon gerne so diesen eingeblendeten Ding hinten, dass man das dann wie sieht, wie so mehr dazukommt und so.

SPEAKER_01

Neue Idee. Wenn du jetzt diese Person, die halt noch nichts eingereicht hat, nimmst, als die reflektierende Person und du offstage die Reflexion liest, dann müsstest du nichts aufnehmen und du hättest den Effekt von dem Schreiben.

SPEAKER_00

Das stimmt.

SPEAKER_01

Ohne gesprochen.

SPEAKER_00

Ja, das wird es leichter machen. Ja, ich habe mir halt so überlegt, so technisch bin ich ja nicht so basiert, da bin ich ja dann immer so, ach scheiße, das geht ja vermutlich, würde das so eine Sekunde gehen, dass man das so hinkriegt, dass man dann wie diesen Text so diktiert quasi würde. Und dann könnte man genau in dieser Geschwindigkeit, wie ich das lese, würde das dann da kommen. Ich dachte mir auch, wenn man das sehr schön alles aussprechen würde, dann könnte man das ja sogar mit der Diktierfunktion auf Word machen, quasi. Also weißt du, dass du es einsprichst, gleichzeitig aufnimmst mit einem Mikrofon, dann diese Tonaufnahme hast und dann auch, aber dieses Diktat und das halt mit Bildschirmaufnahme dann einfach schneller oder langsamer abspielen könntest. Das wäre halt auch cool.

SPEAKER_01

Das würde sehr gut funktionieren, denke ich.

SPEAKER_00

Ich denke auch, ich bin nur so, scheißt mich an, jetzt das am Sonntagabend noch machen zu müssen. Aber nur, weil ich warum das nicht dann dieser einen Person gibt. Ich kann ja nicht alles, was jetzt noch kommt, alle Dinge und alle so Veränderungen und Anpassungen, die kann ich ja nicht einfach da überlassen jetzt und sagen, ja, mach du das jetzt alles. Ich komm nicht.

SPEAKER_01

Wie lange gibst du dieser Person noch? Oder wie lange gibst du dir, um ein endgültiges Zucker?

SPEAKER_00

Ich hab gesagt, ich, also ich habe das vor drei Tagen habe ich ihnen meine Reflexion geschickt und meine Ideen und meine Sachen und habe gesagt, ihr dürft gerne Sachen verändern, ihr dürft gerne Sachen rausnehmen, wenn ihr nicht möchtet, dass die da drin sind, weil das muss ja auch alles dann so sein, dass man das vor einer Uniklasse, wo man die Menschen wieder nicht kennt, präsentieren kann und will. Ihr dürft auch Sachen rausnehmen, wenn ihr sagt, so okay, nee, ich will nicht, dass du so über mich nachdenkst. Da bin ich einfach so, ja, immerhin hast du gesehen, dass ich das über dich denke. Passt. Ja, sorry, aber.

SPEAKER_01

Okay, ja.

SPEAKER_00

Ja, aber es bleibt sehr spannend auf jeden Fall. Und da war ich jetzt eben bei mir, bei meinem Krisenpunkt so angelangt von, es wird nicht klappen. Ich habe ihnen dann gesagt, bis Sonntagabend müssen diese Änderungen gemacht sein, wenn sie was ändern wollen. Und Montagabend treffen wir uns zur letzten Besprechung. Aber es ist so lustig, weil die denken, das ist kein Thema und wir kriegen das in 30 Minuten, können wir da kurz drüber reden und dann passt das. Und ich weiß so, wir haben das kein einziges Mal gemacht oder geübt und ich weiß nicht, wie das ist. Weil einfach weil ich von diesem Ding komme von so, man muss Sachen halt ausprobieren, um zu merken, ob sie wirklich funktionieren.

SPEAKER_01

Da ticke ich gleich, ja, also das muss man ein bisschen proben.

SPEAKER_00

Ja, und das ist auch diese Theatermentalität von man muss halt Fehler machen, um irgendwann zu checken.

SPEAKER_01

Ja, oder hey, das geht nicht auf. Das sieht scheiße aus. Oder ich weiß ja nicht, was die Punkte sind, um die es wirklich geht. Das ist eine Philosophiestunde, ja, vielleicht ist sie halt, ne, man muss jetzt nicht theatern, oder?

SPEAKER_00

Nee, man muss nicht theatern. Ich glaube, so die grundlegende Idee, die sie uns mitgeben wollen, oder das Seminar in dem Rahmen, wo es ja stattfindet, da geht es um das Schreiben und das Selbst. Das war der Titel. Und ich glaube, es geht darum, wie das Schreiben unser selbst beeinflusst oder wie wir durch das Schreiben auch zu uns selbst finden können, teilweise. Es geht dann auch um autobiografisches Schreiben. Und in diesem Roman oder diesem Seminar spezifisch geht es, glaube ich, so um die Konstruktion des Andern. Also oder weil der Punkt, an dem. Genau, und das Motiv und die Idee von dem ganzen Theater, so wie wir es jetzt aufgebaut haben, aber auch vom Roman, ist ja, dass diese unbeteiligte Zuhörerin die anderen konstruiert durch ihre eigenen Geschichten, aber dass das immer ihre eigenen Konstruktionen sind, die abhängig sind und sehr subjektiviert sind durch die Zuhörerinnen.

SPEAKER_01

Darum ist wahrscheinlich auch der Diskurs, die Diskussion am Ende sehr ausschlaggebend für dieses Projekt.

SPEAKER_00

Voll, um auch so zu sehen, einfach eben, was hat das gemacht oder was hat das für eine Wirkung. Weil eigentlich geht es ja nur darum aufzuzeigen, dass das, was gesagt wird, nicht das ist, was geschrieben wird. Oder dass der Fokus ein anderer sein kann. Weil ich ja das aufschreibe dann. Und das ist ja im Roman auch das Thema, dass diese Menschen erzählen ihr das und man glaubt einfach, dass das so passiert ist, weil sie das ja in der indirekten Rede dann so aufschreibt, so ist das passiert. Aber was da wirklich gesagt wird, das ist immer nur von ihr. Und das vergisst man ganz, ganz schnell, dass es ein Unterschied ist von ob ich über dich erzähle oder du über dich erzählst oder ob ich über dich schreibe oder über dich erzähle und so weiter. Dass es ganz viele Differenzen da gibt und das ist alles gleich real and auch gleich nicht real. Also es ist alles genau gleich echt, oder?

SPEAKER_01

Das ist eigentlich auch mega interessant und ich glaube auch, das Buch möchte das ja auch provozieren. Und die Aufgabe soll euch wahrscheinlich nochmals mehr darum aufmerksam machen, damit ihr das jetzt einfach noch mehr verinnerlichen könnt, oder? Wie war der Titel nochmals?

SPEAKER_00

Outline.

SPEAKER_01

Outline, aber der Titel von dieser Aufgabe das Schreiben und das Selbst. Das Schreiben und das selbst. Hilft dir aber auch direkt für das nächste. Ah, interesting. Interesting. Ja, bin gespannt. Also du hältst mich da auf dem Laufend.

SPEAKER_00

Ja, da werde ich dich auf dem Laufenden halten. Und ich glaube, da ist das so spannend, weil es wie nicht wie bei meinem anderen Projekt ist, wo ich so ein bisschen daran arbeite, weil es wirklich so ein Thema ist und so eine klare Struktur hat. Weil ich hatte von Anfang an wusste ich so, okay, ich will es so machen. Ich wusste nicht, was ich genau darin zeigen will oder was für Geschichten oder was da gesagt werden soll oder wo auch die Themen dann werden, weil ich musste ja wie abwarten, was sind eure Themen, was sind die Themen dieser Geschichten, worüber wollt ihr reden in diesem Theater oder was wollt ihr mitbringen. Und beim anderen hatte ich so ist es nur so eine Sammlung einfach an Texten und Ideen, weil da hatte ich zuerst das Motiv. Also so das Thema, worum es gehen soll und warum sich alles drehen soll. Und nicht so die Struktur von wie soll der Ablauf sein oder was muss passieren, damit ich das zeigen kann, was ich zeigen möchte. Und dieses Thema, und dazu würden wir jetzt noch kommen, das wäre die Zeit. Das ist deep. Es ist wirklich deep. Und es war mega schön, weil Shoutout to Helena, von ihr habe ich diese Idee, nämlich erstmalig gekriegt, war der Titel Das Mädchen ohne Zeit. Weil wir hatten ein Gespräch, wir sind zusammen was trinken gegangen und hatten ein Gespräch darüber, dass ich gesagt habe, sie soll das doch in ihre Agenda eintragen. Oder einfach, wir könnten ja das für nächste Woche irgendwie könnten wir das abmachen. Dann war sie so, nee, das kann ich nicht, weil ich kann und will keine Agenda haben. Also das Gespräch war sehr viel differenzierter. Aber sie hat das dann sehr, sehr spannend beschrieben. So von diesem Ding von so, ja, manchmal ist so dieses Gefühl davon, so man wird dann so von der Zeit einfach so eingenommen. Es ist wie so bei Momo, wo sie so von den grauen, wo man so von den grauen Männern so eingekreist wird. Und dieses Bild hatte ich dann so lange in meinem Kopf, so man muss da irgendein so Body and Movement, Physical, Theater, man muss das irgendwie da reinbringen. Auch diesen Gedanken von eben so diesen grauen Männern, die einen dann so umringen und so die Zeit, die einen so festhält oder unsere Gesellschaft, die uns so alle in diesen Abläufen und so gefangen hält und man so den Moment selbst irgendwie immer mehr vergessen muss, auch einfach. Und dann habe ich weiter geforscht über die Zeit, weil eben zuerst war ich einfach so, ich mache das Mädchen ohne Zeit und ich mache so ihren Kampf gegen so die Geschwindigkeit unserer Welt und so dagegen, dass man immer planen muss und dass man immer voll weit voraus sein muss, auch einfach, damit man dann pünktlich ist überhaupt.

SPEAKER_01

So ist es.

SPEAKER_00

Ja. Und dann dachte ich mir so, ich nehme Zeit als Thema und habe eine Recherche gemacht, die dann ein bisschen tiefer und dann auch philosophischer wieder geworden ist, einfach weil wir in der Uni viele Sachen haben, die immer wieder, es geht immer wieder um Zeit und wie wird Zeit konstruiert und was ist überhaupt Zeit, weil das haben wir ja erfunden. Oder so wie es, so wie wir das sehen, so sehen das auch nicht alle. Das ist auch ein crazy fun fact. Gesellschaften, die nur mündlich kommunizieren, also die nur sprechen und nicht schreiben, haben eine ganz andere Vorstellung davon, was Zeit ist. Weil du nie wie nicht so eine fixe Vergangenheit hast, auf die du zurückgreifen kannst, weil du ja das nicht festhalten kannst. Das heißt, diesen Zeitstrahl von Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, der entwickelt sich eigentlich dadurch, dass man Dinge festhalten kann, aufschreiben kann und auch so unsere moderne Geschichtsschreibung, all diese Dinge basieren ja auf diesem Zeitstrahl, auf unserer schriftlichen Kultur, die wir sind.

SPEAKER_01

Darum ja, ne, ein erfundenes Ding. Oder wir haben es kreiert.

SPEAKER_00

Ja, und durch unser Bild von Zeit wird ja so die Gegenwart immer kleiner. Weil eigentlich gibt es die Gegenwart ja gar nicht, weil das ist ja immer nur der Moment und der ist ja immer gleich vorbei. Das heißt, es macht sehr viel Sinn, dass wir in unserem Leben eigentlich immer nur in der Vergangenheit oder in der Zukunft leben. Oder beides gleichzeitig und uns damit darüber bewegen. Und dann habe ich mir so angefangen, so nachzudenken und zu reflektieren, weil es ist wirklich so, ich lebe immer nur in der Vergangenheit oder in der Zukunft, weil ich ja auch immer nur denke und selten lebe. Und dann ist immer so die Frage, so ja, ich denke, also bin ich, aber bin ich wirklich, weil ich nur denke? Weißt du? Und dann dachte ich mir, okay, man kann einfach so diese Gegenwart nehmen und die so verschwindend klein machen, weil das sind ja alles so, das kann man alles körperlich zeigen einfach. Dachte ich mir dann halt, wie was macht man mit Zeit? Weil da kann ja jeder was dazu schreiben, da hatten auch tausende Leute was dazu geschrieben und ich glaube nicht, dass ich das auf eine Story runterbrechen kann. Und darum dachte ich mir, dann lass einfach Zeit als Thema nehmen und ganz viele verschiedene Texte und Sachen da auch reinpacken und dann eigentlich so eine eigene Sausa- und Bärlauch-Veranstaltung so in einem Stück halt zu machen. Dass man ganz viele verschiedene Sachen ausprobieren kann in einem und es dreht sich einfach alles um Zeit. Ja. Und dann, ja, eben um dieses Ding von Vergangenheit und Zukunft und so, wo lebt man oder wo halten wir uns auf?

SPEAKER_01

Das ist Mindblowing. Ich stecke immer noch da fest, weil ich glaube, es gibt ganz wenige Momente in meinem Leben, wo ich denke, hey, ich lebe im Hier und Jetzt. Und da ist definitiv mein Smartphone und keine Ahnung was einfach weg. Ich glaube, ich lebe, ich glaube, ich koche gerne und da habe ich teilweise, da läuft keine Musik, da läuft kein TV, da läuft nichts. Da bin ich einfach da mit meinem Kochherd.

SPEAKER_00

Ja.

SPEAKER_01

Und wenige Momente.

SPEAKER_00

Voll. Und ich glaube auch so, es gibt so ganz viele Momente oder die meisten Momente, in denen ich so eine tiefe Zufriedenheit empfinde, sind die, in denen man wie das Gefühl hat, die Gegenwart wird länger. Also dass die Momente wie länger werden. So. Weil man wie mehr da ist und so achtsamer ist und wachsamer auch eben für das, was einen umgibt. Weil ich bin schon, ich habe ja immer das Gefühl, ich bin eine achtsame Person. Ich habe auch jetzt gerade wo ich, seit ich wieder meine kreativen Dinge habe und so und viel beobachte und viel sehe und wieder irgendwelche Münzen am Bahnhof finde und so, seit da habe ich das Gefühl, wenn ich so achtsam bin, dann kriege ich mehr Momente, die ich wirklich mitkriege aktiv. Weil sonst bin ich ja immer nur am Denken.

SPEAKER_01

Also das würde ich mitunterschreiben.

SPEAKER_00

Immer nur am Denken.

SPEAKER_01

Ja, ja.

SPEAKER_00

Und mittlerweile, Gott sei Dank, mehr über die Zukunft am Nachdenken als über die Vergangenheit. Und da habe ich letztens aber was Cooles dazu gelesen, weil ich mal irgendwas gelesen habe, von wegen, wenn man über die Zukunft nachdenkt, dann ist man jung und wenn man über die Vergangenheit nachdenkt, ist man alt geworden. Und das ist auch spannend. Aber das kann auch Sinn machen, weil man ja davon ausgeht als jungem, junger Mensch, dass die Zukunft mehr ist als die Vergangenheit. Und dann irgendwann dreht es vielleicht. Also weißt du?

SPEAKER_02

Ja, ja.

SPEAKER_00

Aber ich fand es sehr, sehr spannend. Und all diese Sachen, das sind ja auch schon Sachen, die schreibe ich mir dann jetzt einfach auf auf mein Blatt und dann sind die da einfach. Und ob die dann irgendwie in dieses Stück reinschaffen, keiner weiß. Aber jeder sagt irgendwo was über die Zeit. Auch wenn wir draußen rumlaufen, irgendwelche Werbeplakate, man findet ganz, ganz viel so über die Zeit und so die Zukunft. Und so, was sind wir und was macht das mit uns.

SPEAKER_01

Zurück zu dem Moment, wo du gesagt hast, hey ja, seitdem ich mich mehr drauf achte, finde ich so Münzen und am Bahnhof. Und da kamen mir so ein, ja, lebe ich wieder in der Vergangenheit oder das war so eine schöne Erinnerung. Auf dem Nachhauseweg, nach der Schule als so ein Kind, da gab es immer so diese Parkuhren. Und da war ich immer so zu spät zum Mittagessen zu Hause, weil ich bei jeder Parkour dann auch immer so in diese Falle hineingriff, um zu sehen, ist da irgendwas, ist da Kleingeld drin. Voll süß. Voll die Zeit vergessen. Weil da für mich das gar nicht wichtig war. Als junge Hube.

SPEAKER_00

Das ist voll cool. Das ist ja voll das Schöne, ja.

SPEAKER_01

Cute. I like the idea. Ich mag das Motiv und ich glaube die Idee, mit ganz vielen Geschichten zu arbeiten, wo sich um das Thema Zeit handelt und teilweise, ja, dann stretched sich auch diese Gegenwart, so kann ich mir das vorstellen, weil man einfach ein Moment in which man so lange drin verhartet, wo vielleicht visualisiert, ich live here and yet and gedrängt von irgendwelchen Terminen. And then other Szenen, die ganz hastig aufeinanderfolgen ablaufen, wo dich auch treibt. So stelle ich mir das jetzt irgendwie gerade vor. Relativ zusammenhangslos teilweise, vielleicht mal mehr, mal so viel.

SPEAKER_00

So diese Geschwindigkeit dieser Welt ja auch zeigen, so, oder? Und so, wie das auch immer schneller wird. Und wie man da eben das Gefühl teilweise auch hat, überrannt zu werden.

SPEAKER_01

Ja, das könnte gut werden. Das könnte gut kommen. Oh, I'm in, sign me up.

SPEAKER_00

Ja, ich werde dich sowas von up sein, weil ich brauche ja dann noch ganz viele Tänzer und so.

SPEAKER_01

Ja, das ist richtig, richtig gut gefunden. Das ist wirklich krass. Also das ist so ein Tanze schon fast. Das ist eine Choreo. Aber Hammer kann gar nicht mehr dazu sagen, denn ich glaube, das muss ich einfach machen.

SPEAKER_00

Voll. Ich bin auch eben so, ich freue mich richtig krass auf diese Zeit, wo es dann nicht mehr nur Schreiben ist, sondern auch einfach wieder tanzen und Sachen machen. Weil ich fange ja einfach an oder ich höre mir ja Musik an. Ich gucke ja, was könnte ich wo irgendwie verwenden. Ich habe so viele Bilder und Sachen im Kopf. Und dann muss man ja immer noch einfach die Leute finden, die dann einfach da mal mit rumhüpfen und auch versuchen, dass ich mal gucken kann, ja, wer das war.

SPEAKER_01

Wichtig ist einfach auch, dass du noch einen Ort hast, wo du dich einfach so zentral treffen könntest, um so Sachen halt zu machen. Oder wir nutzen jetzt einfach die Zeit des Sommers mit dem wunderschönen Wetter, warmen Wetter, mit der es bleibt lange hell und auch wenn nicht hell, egal, man kann draußen sein.

SPEAKER_00

Ja, ja. Wie gehören dann irgendwann zu denen, die auch wie so diese Gruppen in den Stadtperken und so, die so Yoga machen oder irgendwelche Tänze auf?

SPEAKER_01

Neben dem Hauptbahnhof in Zürich gibt es ja den Platzspitz. Und da gibt es auch so diese Pavillonplätze, wo teilweise Leute dann tanzen gehen und zu Salzatänze Kurse vorstellen.

SPEAKER_00

Ja, so in Wintertour gibt es da ganz strube Sachen manchmal in diesem Park.

SPEAKER_01

Da sehe ich mich jetzt auch direkt da, so einfach zu proben.

SPEAKER_00

Ja, safe.

SPEAKER_01

Hab keine Ahnung, muss man das anmelden.

SPEAKER_00

Ja, wir haben im Sommer, haben wir in Luzern ab und zu ein guter Freund hat seinen Monolog dann ab und zu vorgetragen am See. Sure. Wild.

SPEAKER_01

I like that. Hat mir gut gefallen. Ich denke auch zu zweit zu dritt, das ist gar kein Problem. Wärst dann aber eine größere Gruppe, die sich regelmäßig da trifft, weil da laufen ja auch die, da gehen ja auch so Polizisten oder so Security-Dudes und Do Deads.

SPEAKER_00

Ja, je nachdem muss man, glaube ich, gucken. Je nachdem, was du machen willst, brauchst du.

SPEAKER_01

Da gibt es da Bestimmungen oder nichts, wo man einhalten muss oder sich anmelden muss.

SPEAKER_00

Ja, wenn wir ein Hütchen aufstellen wollen, dann müssten wir uns, glaube ich, schon anmelden, ja. Straßenkünstler.

SPEAKER_01

Ich nehme Jim mit. Das kann ich ja nicht.

SPEAKER_00

Okay.

SPEAKER_01

Ja dann. With a free walking trip. Hier. Finde den roten Schirm. I'm intrigued. Shout out. Motivzeit nebort, das euch so im Leben verfolgt, mitverfolgt, gibt uns vielleicht einen Input, eine Idee oder meldet euch bei The Access T über The Access T bei Fabian selber. Mal mehr, mal weniger auf Instagram. Nicht beide wegen den Nachrichten, das hast du letztens erwähnt.

SPEAKER_00

Du schreibst nicht jeden zurück, was ich auch. Doch, doch, ich schreibe jeden zurück, den nicht irgendein komischer Typ ist der Hey schreibt.

SPEAKER_01

Exakt, das meine ich ja. Und bei der Access T, da, ja, das ist ein bisschen.

SPEAKER_00

Wenn ihr Süßes mir schreibt, dann schreibe ich sicher zurück so, aber.

SPEAKER_01

Dann nehme ich alles wieder zurück. Das ist das, was sie meint. Ja, und dann meldet euch. Und vielleicht ist da ja schon eine Kollaboration.

SPEAKER_00

Ich habe noch einen letzten Input, Sprichwörter zum Thema Zeit. Zeit ist Geld, kommt Zeit, kommt Rat, gut Ding will Weile haben. Was du heute kannst besorgen das, verschiebe nicht auf morgen und die Zeit heilt alle Wunden.

SPEAKER_01

Oh, wow.

SPEAKER_00

Man kann die Zeit nicht anhalten. Das ist ein Spruch von mir, das ist doch kein Sprichwort dafür.

SPEAKER_01

I like.

SPEAKER_00

Und somit würde ich euch entlassen. Ich habe sehr, sehr viel geredet. Ja. Ich hoffe, ich habe dich nicht tot geredet.

SPEAKER_01

Ich fand es interessant. Ich fand es sehr, auch der Abschluss, ich glaube, da kommt jetzt, ich hoffe einiges auf dich auf uns zu. Ich finde es noch cool, weil es ist ein eigenes Projekt, das ist mal wieder ein Doing. Es ist wieder mal so ein, ah, es erlicht nicht die das Licht.

SPEAKER_00

Ja, und es ist einfach back to the roots, back to dem, was einen ausmacht so und was einen erfüllt auch.

SPEAKER_01

Ja, das kann einem schon sehr auf den Magen schlagen, dieses ganze administrative Wichtigste.

SPEAKER_00

Es ist wichtig, es ist sehr wichtig und das will ich auch gar nicht damit ausdrücken, dass ich mich dann nicht irgendwie reinbringen will, aber ich glaube, ich muss dadurch Stärke wieder dadurch generieren, durch die Dinge, die mich erfüllen, die ich liebe, die mir gut tun und die mich auch, ja genau, die mich antreiben und die mir dann auch wieder die Kraft geben, um da selbstbewusst hinzustehen und sagen so, ich will das, weil ich kann das so und ich liebe das.

SPEAKER_01

Ich habe gar nicht so viel von mir dazu preisgegeben, aber es ist bei mir nicht anders. Also diese Up and Downs, meine Güte, das ist einfach ein Fakt. Das ist existent. Nicht immer lustig.

SPEAKER_00

Voll.

SPEAKER_01

Nicht immer lustig. Aber danke dir. Vielmals für den Input.

SPEAKER_00

Danke dir für deine Ideen. Ich freue mich sehr. Ich bin auch sehr froh, dass wir einfach dieses Support-Ding haben, dass wir das gegenseitig so einfach am Ball halten können und so.

SPEAKER_02

I do.

SPEAKER_00

Und ja, danke fürs Zuhören.

SPEAKER_01

Wie findet man einen Abschluss? Meine Güte, das ist doch immer so schön.

SPEAKER_00

Doch, danke, dass ihr zugehört habt. Das war echt schön. Macht's gut und passt auf euch auf. Bye.

SPEAKER_01

Herzliche und warme Grüße von mir. Tschüss.