Krisen & Chancen - Der Insolvenzpodcast mit und von Schwentker · Bückmann
Insolvenz – für viele ein Schreckenswort. Doch was steckt wirklich dahinter? Rechtsanwältin Tanja Bückmann erklärt, warum eine Insolvenz nicht nur das Ende, sondern oft ein Neuanfang ist. Gemeinsam mit Moderator Tobias Höffner spricht sie über wirtschaftliche Krisen, Sanierung, Neustrukturierung und den Weg zurück in die Stabilität.
Krisen & Chancen - Der Insolvenzpodcast mit und von Schwentker · Bückmann
Prominente Insolvenzen: Was hinter den Schlagzeilen steckt
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Boris Becker, René Benko, Anton Schlecker oder Thomas Middelhoff – prominente Insolvenzen sorgen regelmäßig für große Schlagzeilen. Doch was steckt juristisch eigentlich hinter diesen Fällen?
In dieser Folge ordnen wir bekannte Insolvenzverfahren ein und sprechen darüber, welche insolvenzrechtlichen Besonderheiten sie auszeichnen. Dabei geht es unter anderem um Restschuldbefreiung, Gerichtsstandsfragen, Geschäftsführerhaftung, strafrechtliche Konsequenzen und die Unterschiede zwischen wirtschaftlichem Scheitern und strafbarem Verhalten.
Eine Folge über bekannte Namen, große wirtschaftliche Zusammenbrüche und die rechtlichen Hintergründe, die in der öffentlichen Berichterstattung oft zu kurz kommen.
Krisen und Chancen, der Insolvenz Podcast mit und von Schwendka Böckmann.
SPEAKER_00Herzlich willkommen zur Folge 8 hier bei unserem Podcast. Und heute haben wir das Thema Insolvenzverfahren oder Berühmtheiten, die in ein Insolvenzverfahren gerutscht sind. Oder sehr, sehr, sehr bekannte Fälle aus Deutschland. Und vielleicht gucken wir auch ein bisschen mal international, was für bekannte Fälle wir da haben. Und wir steigen direkt ein mit einem wahrscheinlich der bekanntesten Fälle in Deutschland oder beziehungsweise in UK war es ja dann am Ende. Und zwar mit unserer Tennislegende Boris Becker. Ganz kurz zum Einstieg, ich lese es ein bisschen ab, damit wir da auch Informationen genau. Wir haben erstmal vorneweg nach bestem Wissen und Gewissen, nach zwei Quellen-Prinzip haben wir gearbeitet und haben recherchiert und das herausgefunden. Wir hoffen, dass da dann in diesem Zugebüblich gar kein Fehler drin ist und dass alles korrekt wiedergegeben wird. Also erstmal zur Erklärung, damit alle überhaupt wissen, was war denn wirklich bei Boris Becker eigentlich so phase? Becker wurde 2017 in Großbritannien für Bankrott erklärt, also ist ins Insolvenzverfahren dann eingestiegen. Und kurz im Hintergrund, der hatte sich verzettelt mit einem relativ großen Kredit, den er dann nicht mehr bedienen konnte. Und dann kam auch noch strafrechtliche Vorwürfe zu. Und war der im Insolvenzverfahren, und das war ein Punkt, wo er auch sehr viel Ärger für bekommen hat, ist, er hat seine Vermögenswerte nicht korrekt angegeben. So, das ist erstmal so die Grundvoraussetzung, so war dann seine Situation. Es hat dann ein paar Jahre gedauert, bis er dann letztendlich da rauskam, bis 2022. Da gab es auch noch so ein bisschen Streit, wo soll dieses Verfahren jetzt stattfinden? Lebt Boris Becker in London oder lebt er in München oder in Deutschland? Das waren so ein bisschen die Streitigkeiten. Was weißt du über diesen Fall?
SPEAKER_02Ja, also das Besondere im insolvenzrechtlichen Kontext war, läuft eigentlich Boris Becker unter dem Stichwort Prozessort oder ja, ich sag mal, Prozessstand, nee, Prozessort eigentlich zu erschleichen. Und weil zu der damaligen Zeit war die Restschuldbefrauungszeit, heute ist sie ja drei Jahre und damals war sie noch länger. Und er beantragte das Insolvenzverfahren und das gab es schon im UK zu der damaligen Zeit auch die Rechtsschulbefrauung, aber da war nur ein Jahr Rechtschulbefrauung, also das nennt man anders, aber es kommt auss Leiche raus. Und das war dann so ein bisschen Gerichtsstandserschleichung. Das ist etwas, was wir mit dem Namen Bäcker im insolvenzrechtlichen Bereich verbinden. Am Ende ist ihm aber es letztendlich geglückt oder auch gelungen, das Gericht davon zu überzeugen, dass er die Mehrzahl der Tage dann doch in die UK verbracht hat, trotz anderweitiger Wohnungen und Aufenthalte in München. Aber auf jeden Fall ist ihm das gelungen, sodass das Verfahren dort auch erfolgreich aus meiner Sicht durch einen Vergleich mit anderen Nennenswerten somit am Ende beendet wurde.
SPEAKER_00Aber er musste dann am Ende des Tages sein Dorf ins Gefängnis. Er wurde verurteilt für zweieinhalb Jahre Haft, kam nun nach acht Monaten wieder raus und ist nach Deutschland abgeschoben worden seit 2024. Und aber am Ende des Tages, hier ist ein Zitat vom Richter, hat er zu Becker gesagt, dass ihm jetzt alle zumutbaren Schulden den Glöbenjangern gegenüber befriedigt hat. Also er hat Geld gezahlt.
SPEAKER_02Ganz genau wissen wir nicht, ja, also das, was ich recherchiert habe, ist es natürlich ein Myth zu dem, was an Schuldensumme tatsächlich öffentlich geworden ist. Also es waren mal insgesamt von 58 Millionen Euro Schuldengerede. Und die Zahlung, damit er aus dem Insolvenzverfahren rauskommt, diese Vergleichszahlung ist mal, wie gesagt, das ist alles vorbehaltlich einer absoluten Bestätigung, aber von 450.000 Euro. Also er hat dann etwas bezahlt, was natürlich auch eine Riesensumme ist, aber auf ins Verhältnis. Aber was sich hier so ein bisschen natürlich vermischt, das eine ist die insolvenzrechtliche Schiene und das andere ist, er ist nicht verurteilt worden wegen Insolvenzdelikten, sondern aus Ultra Recherche wegen Steuer hinterzieht. Genau.
SPEAKER_00Genau, so ja Borisberg hatte viele, viele Schlagzeilen in seiner Karriere positive.
SPEAKER_02Er hat uns viel Freude bereitet.
SPEAKER_00Genau, Wimbledon läuft ja und da hat er die wirklich Bilder erzeugt, die, glaube ich, fast jedes Kind oder so kennt. Aber er hat auch viel negative Schlagzeilen und das war eine davon. Aber nach meinen Recherchen steht er jetzt finanziell relativ stabil da, hat ja viele Tennistrainer-Jobs angenommen von bekannten Spielern und ist TV-Experte. Also da kommt wieder Kohle rein. Auf jeden Fall. Dann drücken wir mal die Daumen an Boris Becker, was er klar guckt.
SPEAKER_02Ja, wir drücken die Daumen.
SPEAKER_00So, du hast auch ein Beispiel mitgebracht.
SPEAKER_02Ja, genau. Und zwar Thomas Middlenhoff. Er war ja Vorstand der Akandor-AG und am Ende war es der wirtschaftliche Auslöser, war wohl eine Einkommensteuerforderung seines Wohnsitzfinanzamtes. Aber letztendlich ist es die Akandor-AG, die man im Zusammenhang mit ihm setzt. Und auch er ist verurteilt worden 2013 zu Schadensersatz von 3,4 Millionen Euro in dem Insolvenzverfahren der Akando AG und ist dann am Ende auch noch wegen untreulen 27 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Also insgesamt schon eine richtige Nummer. Und am Ende bezog sich das mediale Interesse, muss man eigentlich sagen, mehr auf die dreijährige Haftstrafe wegen untreu und Steuerhinterziehung als auf diese privatinsolvenzrechtliche Situation. Und nur was besonders an dem Fall Thomas Middeldorf war, auch für die gesamte Branche ist, dass erstmals in der Geschichte Deutschland, so wie ich es jetzt recherchiert habe, ein deutscher Top-Manager die Privatinsolvenz beantragt hat. Und da muss man einfach sagen, viele dieser Unternehmen sind ja losgelöst. Das Kapital ist nicht in den Händen der Geschäftsleitung. In Familienunternehmen sieht es anders aus, aber da haben wir vielleicht auch ein Familienunternehmen. Auch die schaffen es in die Insolvenz. Aber grundsätzlich mal hat man den Geschäftsführer oder bei einer AG den Vorstand und losgelöst davon das Kapital. Und das ist dann sozusagen diese persönliche Haftung für das, was eine Familie aufgebaut hat, ist in solchen Fällen nicht. Und trotzdem hat es eigentlich in der Geschichte der Bundesrepublik ziemlich lange gedauert, bis dann wirklich jemand dafür auch so hochgradig verantwortlich gemacht worden ist. Und ja, man muss im Rückblick sagen, er ist dann auch, wie er in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, aus der Wahrnehmung auch von mir, aber eben auch von dem, was ich recherchiert habe, ist sehr, sehr bewusst und sehr, sehr kritisch mit seinem Scheitern umgegangen.
SPEAKER_00Hast du da also, also meinst du, ihr war einsicht?
SPEAKER_02Er war, ja, genau, er hat sich damit sehr auseinandergesetzt, zu diesem Thema Gier und Größenwahn und hat auch Bücher zu diesem Thema geschrieben, eben auch damit einhergehen mit der Frage, was hat mich dahin gebracht, das zu machen, was ich gemacht habe.
SPEAKER_00Spannend. Das war ja wirklich sehr groß in den Medien.
SPEAKER_02Das war sehr groß.
SPEAKER_00Also da kann man ja, um dieses Thema kann man ja gar nicht rum, weil es halt einfach auch eine gewisse Summe, also die Größe des Verfahrens.
SPEAKER_02Genau, also das war, ich sag mal, Akandor war ja schon eine Nummer. Aber eben, dass jetzt der Vorstand, also der, der mit dem Kapital dieser Gesellschaft mal grundsätzlich nichts zu tun hat, am Ende durch sein Handeln im Zusammenhang dann selber Privatinsolvenz anmelden musste, weil unter anderem eben der über das Vermögen der Akandor AG bestellte Insolvenzverwalter ihm persönliche Naftung nahm. Das war erstmals und das war moi.
SPEAKER_00Spannend. So, jetzt kommen wir zu einem auch wieder etwas bunteren Fall. Matthias Sai. Man kennt die ihm von verdammt dich lieb dich. Er geriet 2006 in die Insolvenz. Als Ursache wurden hohe finanzielle Verluste, falsches Vertrauen in andere und mangelnde Kontrolle eigener Finanzen und so weiter. Ist er da quasi ins Insolvenzverfahren gerutscht mit 6,5 Millionen Euro? Also es war schon war auch schon eine heftige Nummer. 2010 war er dann nach dem Insolvenzplan wieder Schuldenfall, also nach rund vier Jahren. Und damals ging es ja auch nicht schneller.
SPEAKER_02Ja, durch ein Planverfahren ging immer schneller, aber du musstest ja auch erstmal das sortieren. Und er hat tatsächlich geschafft, zügiger aus dem Verfahren rauszukommen, als zu dem Zeitpunkt über ein Reelverfahren gegangen.
SPEAKER_00Genau, also man muss sagen, ein sehr, sehr, sehr positives Beispiel. Matthias Reim, was er da gemacht hat. Auch wenn es zu der Zeit dann natürlich auch Negativschlagzeilen gab. Ich erinnere mich da sehr gut dran. Aber man muss sagen, das ist unser wirklich starkes Comeback, weil Matthias Reim heute als Künstler wieder da ist, sozusagen. Der hat vor kurzem noch eine neue Platte rausgebracht. Und so wie man oder so wie ich es recherchiert habe, steht der auch gut auf den Bein, hat aus den Fehlern, die er in der Vergangenheit gemacht hat, gelernt. Und man spricht bei ihm auch wieder teilweise von einem knappen Millionen.
SPEAKER_02Also das, was ich auch recherchiert habe, fand ich ganz lustig. Das weiß ich, also ich schätze mal, das ist wahr, weil ich es auch ihm doppelt recherchiert hatte. Aber er muss 2007 bei Sixt den Werbespot gemacht haben. Verdammt, ich habe nichts, ich meet bei Sixt. Und das finde ich ja schon, also ich sag mal, so bewusst, also das ist ja einer unserer Themen gewesen, dass anzuerkennen das ist. Und er erkennt es nicht nur an, sondern geht pro-aggressiv und fast schon aggressiv damit in den Markt. Und das finde ich besonders. Und was ich aber auch erwähnt wert finde, er bezeichnet, wie gesagt, aus den Quellen, die einem zugänglich sind, er bezeichnet die Bestätigung zur Schuldenfreiheit sozusagen des Gerichts, des Insolvenzgerichts, als seinen zweiten Geburtstag. Und das finde ich sehr bewegend.
SPEAKER_00Tolles Beispiel, deswegen hat es Matthias Deim in unserem Podcast geschaffen.
SPEAKER_02Auf jeden Fall.
SPEAKER_00So, du hast noch eine Familie mitgebracht, die, glaube ich, auch fast jeder kennt, dabei natürlich jetzt so ein bisschen in die Vergessenheit geraten ist.
SPEAKER_02Ja, das ist die Familie Schlecker. Und an der Spitze der Familie Schlecker ist der Anton Schlecker gewesen. Und ja, Schlecker für die, die ihn nicht mehr kennen, das ist ein Drogeriemarktanbieter gewesen zu DM und Rossmann, genau. Und es waren deutschlandweit ganz viele Filialen, die sahen immer relativ gleich aus, ziemlich kleine Läden im Verhältnis zu DM und Rossmann und auch nicht so wunderbar schön eingerichtet, also eher auf Basic und wir haben hier die Fliesen im Laden und haben extrem viele Frauen auch geschäftigt zu dem Zeitpunkt und haben dann schon die ersten roten Zahlen 2011 wohl geschrieben. Und Mitte 2011 gab es dann die Ankündigung, dass 10% aller Filialen zu schließen sind. Und ja, Ende 2011 war dann häuften sich die Medienberichte. Und am 23. Januar 12 meldete dann der Steckerkonzern Insolvenz an. Und das Besondere hier ist, es gab zwar auch Untergesellschaften, aber eigentlich ist das ein Einzelkaufmann mit 28.000 Bloggern, also eine Einzelperson und von etwa 1,2 Milliarden Euro. Der größte Teil war natürlich Ware und Personalkosten. Und auch die Kinder selber hatten Forderungen angemeldet von roundabout 176 Millionen Euro, unter anderem 80 Millionen davon durch sie geführte Unternehmen. Und die Frage ist ja, was ist da passiert? Also, wie ich das gerade eingangs sagte, DM und Rossmann waren einfach attraktiver und moderner und man sagt ihm wohl nach, dass er beratungsresistent war. Und dann ist ja am Ende wirklich aus Schlecker nichts mehr rausgekommen. Was aber neben dieser insolvenzrechtlichen Schiene dann sehr, sehr besonders war, dass er tatsächlich dann auch insolvenzrechtlich im strafrechtlichen Bereich Berühmtheit erlangt hat, nämlich Untreuer, Gankrott und Insolvenzversteckung, hat das auf Bewährung erhalten, weil ja eben in Kind ist der drohenden Insolvenz, hat man ihm nachgewiesen, hat er noch Gelder dann ausgezahlt. Was aber vielleicht nochmal besonders ist, seine Kinder sind sogar zu einer längeren Haftstrafe verurteilt worden, weil die Teil dieses gesamten Familienkonzerns waren. Und das Besondere hier an dem Fall ist tatsächlich diese komplexe Unternehmensstruktur. Am Ende ist natürlich das Einzelunternehmen, aber eben mit vielen anderen Gesellschaften. Und teilweise waren die Familienanteile oder Firmenanteile dann auch Familienangehörige umgeschrieben worden und das alles sozusagen aufzuarbeiten. Und am Ende führte es ja dann auch zur strafrechtlichen Be- und Verurteile. Und das ist sicherlich auch ein sehr besonderer Fall. Nicht organisiert in einer GmbH, in einer Aktiengesellschaft, sondern als Einzelunternehmer ein solches Rad zu drehen. Und es tatsächlich zu einer Zeit, wo ja DM und Rossmann auch noch gute wirtschaftliche Gewinne erzielten, es noch nicht mal geschafft wurde, ein Teil zu retten, weil es da schon viel zu schwer war.
SPEAKER_00Ja, für den Schlecker, also man muss das nun mal so darstellen. Also in jedem Ort gab es ja fast einen Schlecker. Also ich komme aus einem kleinen, Flötzigplänen Örtchen und ich komme mich sehr, sehr gut an diesem Schlecker. Da gab es keinen Rostmann keinen.
SPEAKER_02Genau, sie waren ja auch so klein, dass sie in jeder kleinen, in jedem kleinen Dorf gab es einen Schlecker. Also ich habe das mal, ich weiß nicht, ob die Zahlen stimmen, aber ich glaube, das ist realistisch. Es gab bundesweit 6000 Filialen in der Spitze. Und genau, und davon hat nicht einer am Ende überlebt. Und das ist natürlich schon ganz schön bitter.
SPEAKER_00Ja, und vor allem genau, was du gesagt hast, das haben ja sehr, sehr viele Frauen dort gearbeitet.
SPEAKER_02Und die dann letztendlich nachhaltig ihren Job auch verloren haben, weil die, das lief ja so ein bisschen wie so eine, also man sagte, das ist so eine Hausrauentätigkeit, morgens in den Schlecker, nachmittags dann zu Hause weiter als Hausbrau tätig. Und für viele dieser Frauen endete dann auch die Tätigkeit im Einzelammel. Das war schon ein Brahma.
SPEAKER_00So, dann habe ich noch einen Fall mitgebracht. Und zwar den fand ich jetzt auch dahingehend spannend, weil der endete tragisch. Muss man eigentlich sagen. Willi Heron ist ein Schauspieler, ist dann so ein bisschen in den Reality-TV abgerutscht. Also auch, ich sag mal, jobtechnisch gesehen hat er jetzt nicht über eine Glanzkarriere hingesicht, hat aber immer relativ viel Geld verdient. Am Ende war er dann auch noch Partysänger und in den Trash-TV-Bereich war er dann doch relativ bekannt. Er selbst musste dann 2020 ins Insolvenza fahren. Er hat es dann selber auch offiziell quasi bestätigt und ist dann auch in die Öffentlichkeit gegangen und hat dann quasi auch dazu gestanden. Die genaue Höhe habe ich tatsächlich nicht rausgekriegt. Die konnte ich nicht recht verstehen. Es waren nur keine Quelle hat, hat die Zahlen komplett bestätigt, deswegen habe ich sie einfach auch komplett weggelassen. Hier ist es so, dass Willi Herren dann ein Jahr später starb und einen Haufen Schulden liegt hinterließ. Also sein Erbe bei den Schulden. Und tatsächlich ist es so, dass das Erbe nicht angetreten wurde.
SPEAKER_02Das ist ja auch das, was die Erben da machen müssen, das Erbe auszuschlagen. Ansonsten gehen auch die negativen Guthaben, nicht die Verbindlichkeiten auf dich als Erbe über. Und im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge hast du dann die Schulden am Beinen.
SPEAKER_00Genau, aber das, da können wir ja mal, ich weiß nicht, wie gut du dich da auskennst, ich gar nicht. Aber es ist dann tatsächlich so, auch wenn du dann in einem Insolvenzverfahren steckst, hängen die Schulden ja trotzdem da. Sie sind ja da, sie gehen ja nicht weg. Und klar, Erben kann man ja nicht nur positives Vermögen, sondern halt auch Schulden.
SPEAKER_02Genau.
SPEAKER_00Und dann musst du.
SPEAKER_02Du trittst als Erbe in die Gesamtrechtsnachfolge ein. Das heißt, alles, was an Pusitiven da ist, übernimmst du genau so, was am Negativen da ist. Und wenn der Nachlass quasi überschuldet ist und du nicht rechtzeitig ausschlägst, dafür gibt es bestimmte Fristen, dann bist du sozusagen verantwortlich und Inhaber dieser Schulden. Und um dem aus dem Weg zu gehen, weil du bist ja dann möglicherweise gesetzlicher Erbe, du hast ja es nicht ausgesucht, musst du innerhalb einer bestimmten Frist dann das Erbe ausschlagen.
SPEAKER_00Und dann ist damit das Verfahren abgeschossen?
SPEAKER_02Nee, das Insolvenzverfahren läuft dann über den Nachlass weiter. Das, was dann noch an Vermögenswerten da ist, wird verteilt unter den Gläubigern des Nachlasses. Also es wandelt sich von dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der natürlichen Person durch den Tod in das Verfahren über den Nachlass und dass das an Vermögenswerten da ist, wird dann verteilt unter den bekannten Gläubigern und danach wird das Verfahren aufgerufen.
SPEAKER_00Hattest du das meint? Ja. Dass jemand verstorben ist?
SPEAKER_02Ja, das kommt schon vor.
SPEAKER_00Und für mich klingt das jetzt so, als ob das dann eher schlecht für die Gläubige endet.
SPEAKER_02Wenn ausreichend vorher an Vermindenswerten gesichert worden ist und der Nachlass möglicherweise, also ich hatte zuletzt auch einen Nachlass im Sonnensverfahren, da war der Verstorbene noch zuletzt selbstständig tätig. Als Einzelunternehmer, der ist dann ins Krankenhaus, war schon sehr krank zu der Zeit. Und die Mitarbeiter an Büro und in der Werkstatt haben ganz normal so weitergearbeitet, als sei der am Ende Verstorbene einfach nur auf dem langen Urlaub. Und dann ist der Verstorben im Krankenhaus. Und ich wurde dann zu dem Zerpen vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt und stellte fest, zu dem Nachlass über den laufender Geschäftsbetrieb. Und dann wurde ich zur starken vorläufigen Insolvenzverwalterin, weil es gab ja niemanden, der handeln konnte. Und es ist mir sogar gelungen, dann im eröffneten Verfahren den Betrieb auf einen einen neuen Rechtsbäcker zu übertragen, sodass die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze behalten konnten und wir dadurch auch eine gute Pfotenaussicht für die Gläubiger erzielen. Okay. Ja, und das geht auch.
SPEAKER_00Ja, cool. Du hast auch noch einen weiteren Teil weggebracht.
SPEAKER_02Ja, ich finde, der ist einer der schillerndsten von unseren Fanpersönlichkeit. Rene Bänkel. Und ja, also was das ist alles, ich sag mal, wenn wir hier von den Zahlen sprechen, das war schon groß, aber der hat es nochmal super getoppt. Also alles natürlich mehrfach geprüft, aber das sind schon Zahlen. Es kann eigentlich gar nicht sein. Von der Insolvenz waren 1130 Untergesellschaften der Signer Holding betroffen. Und Forderungen offiziell angemeldet, 8,35 Milliarden. Also das sind schon, also es ist ja basiert auf dem Handeln einer Person. Und Ende 2023 gab es dann den Insolvenzantrag über der Solunder Holding und er selber ist dann ja auch ins Verfahren, nämlich im März 2024. Und genau, und am Ende ist es so, dass er aufgrund seiner Tätigkeit war dann schon relativ klar, da gibt es auch eine strafrechtliche Komponente. Und er ist dann Anfang 2025 verhaftet worden. Also das ist ja österreichisches Recht, aber das ist dann auch umtreue und entspricht also dem deutschen Bankrott. Und war dann bis zuletzt noch in U-Haft, also tatsächlich eingefahren und eingesessen und ist jetzt relativ frisch rechtskräftig verurteilt worden. Am Ende hat man ihm, glaube ich, eine Zahlung an seine Mutter vorgeworfen und nachgewiesen, zu der er in der Zeit nicht hätte mehr Gelder ausgeben dürfen. Und da hat man ihn sozusagen strafrechtlich haftbar gemacht. Und die Besonderheit hier in dem Verfahren sind all diese Firmenverflechtungen, diese Unternehmensstrukturen und die unfassbar große, große Folgen für ganz viele Handwerkerunternehmen. Denn ganz viele haben sich natürlich, ja, ich sag mal, der hat ja wahnsinnig viele Aufträge rausgegeben. Und die 8,35 Milliarden Euro sind ja nicht, das ist ja keine Zahl, dahinter stecken und dann möglich all dieses Geld in Menschen, die all dieses Geld Mist bekommen haben, obwohl sie dafür Leistungen erbracht haben. Und das ist schon wirklich ein ganz besonderer Fall.
SPEAKER_00Die Frage ist ja, also ich meine, wir wissen es nicht wahrscheinlich, aber also ich will es, wie kann man 8,3 Milliarden Schulden aufbauen, ohne dass da mal einer skeptisch wird.
SPEAKER_02Ja, ich sag mal, das ist jetzt der Blick insgesamt darauf. Das sind, er ist eine schütternde Persönlichkeit, er hat, glaube ich, gut Menschen fangen können. Und das meine ich gar nicht im negativen Sinn, sondern im positiven Sinn. Ich weiß auch gar nicht, ob er vorhatte, die Menschen tatsächlich dahin zu bringen. Ich glaube schon, dass er etwas bewegen wollte. Also ich unterstelle erstmal diese Positivität. Aber irgendwann, das war ja der Grund für die wirtschaftliche Krise, lag ja daran, dass das also alles draufschauend und rückblickend, also nicht in den Momenten sein, ich kann das, wir können das heute beurteilen, was war das? Das Konzept war ja der Erwerb von Immobilien, die dann richtig schick zu renovieren, schick zu machen und dann sehr viel teurer zu vermieten. Und das hat dann so lange noch funktioniert wie die extreme Niedrigzinsphase, du weißt noch, es gab Negativzinsen. Und da funktionierte das noch. Aber als das dann kippte und nach Bubik die Zinsen über 4% dann auch anstiegen, dann funktionierte dieses ganze Konzept nicht mehr. Und dann kriegt man so einen Koloss, den man da einmal, also so ein Tanker, also wenn man das einmal losgetreten hat, dann ist das wie so ein Dominostein, einer fällt, der nächste fällt. Und weil der so ein Riesenrad gedreht hat, also ich hatte es jetzt nochmal mir angeschaut, das Chryslerbuilding gehörte zu seinem Kondomarib, Elb Tower, die Galeria-Kette, dazu gehört ja auch das KDW. All diese auch teilweise Hammer-Gebäude waren in diesem ganzen Firmengeflecht drin, wurden frisch renoviert, wurden treuer weitervermietet und das ging so lange gut, bis immer einer auch diese Miete noch zahlte. Dann kam aber Wirtschaftsstagnation, dann konnten die Mieten nicht mehr gezahlt werden. Und dann war das eine verlorene Bette.
SPEAKER_00Wahnsinn. Achter Milliarden. Und das heißt, der Kollege Benko sitzt jetzt im Gefängnis und hat, weil er auch Privatinsolvenz angemeldet hat, demnach gar kein Geld.
SPEAKER_02Genau.
SPEAKER_00Das ist, ob das so ist, wissen wir nicht.
SPEAKER_02Genau, ich meine, das haben wir ja auch schon besprochen. Er wird in Zweifel natürlich seine Freunde haben, aber er darf offiziell nichts sagen. Genau. Denn ansonsten würde er ja Vermögen verschleiern. Und genau, also er hat offiziell auf jeden Fall nichts.
SPEAKER_00Das sei es im Rahmen eines Verfahrens, ähnlich wie bei Boris Becker, muss man seine Vermögenswerte ordentlich und wahrheitsweg anmelden.
SPEAKER_02Genau, und nicht nur anmelden und anzeigen, sondern alles bis auf die Findungsfreiheit, Findungsbeigrenzen, sei es beim regelmäßigen Einkommen oder sei es bei was ist fändbaren Gegenständen, wenn das musst du einmal alles abgeben.
SPEAKER_00Egal was du ja besitzt, bei der Summe an Geldern, ich weiß jetzt, die 8,3 Millionen, wenn dir ähnlich persönlich gegenüber auch noch.
SPEAKER_02Genau, also das wird sich, ich weiß nicht, wie hoch die Schuldensumme jetzt bei seinem Privatinsolvenzverfahren war, aber natürlich da allein aus den unteren Gesellschaften, die dann alle gekippt sind, Geschäftsführerhaftungsansprüche, das ist einfach Wahnsinn. Einfach ein Wahnsinn, ja.
SPEAKER_00Wahnsinn, wirklich. In der Tat verrückt.
SPEAKER_02Genau.
SPEAKER_00Gut, dann habe ich noch einen Fall, den habe ich mitgebracht. Und zwar, da ging es darum, dass einfach so ein Gruch in der Karriere dazu geführt hat, dass einfach, ich sag mal, das Konstruktwork, wo man sich so aufgebaut hat, was immer einfach super funktioniert hat, mit Investitionen in Mbien und so weiter, dann nicht mehr geklappt hat. Und zwar bei Eva Hermer, ehemalige Teil-Schau-Sprecherin. Viele werden sich dann noch dran erinnern. Und zwar 2012 meldete die tatsächlich Privat-Inservance an. Und Hintergrund waren einfach dann Fehlinquisitionen. Hatte Gelder reingesteckt, damals in Hong Khafen und hat ähn, stimmt nicht. Nochmal neu. Ein Fall, den ich mitgebracht habe, da ging es darum, wo ein Karrierebruch letztendlich dazu geführt hat, dass man in die finanzielle Schieflage kam ist. Und zwar war Eva Herrmann, ehemalige Talischausprecherin und Autorin heißt es. 2012 hat sie dann tatsächlich Privatinsolvenz angemeldet. Und der Brund, den sie selbst nannte, waren viele Investitionen in Immobilien, die sie dann quasi einfach nicht bedienen konnte, weil sie einfach ihre Karriere nicht sofort gesetzt hat, wie sie vielleicht das auch selber als Trageschauer war. Damals ist sie an den Schlagzungen geraten und dann relativ schnell raus. 2012 ging es dann letztendlich los. The ausgang, wie this let's end up, so documented. It was so passient. But she had auch, and that must be a Restrip beantraged. She had for your short let's end up gerade gestanden and had alles, was möglich war, die genauen Summen sind nicht bekannt, had sie aber bezapped. Und hier ging es darum, and wie ich den Fall jetzt mitgenommen habe, dass quasi eine gut laufende Karriere. Ich glaube, viele Menschen, die eine gewisse Summe an Geld haben, versuchen das zu investieren. Und man sagt ja, in Steinen zu investieren, ist grundsätzlich nicht ganz verkehrt. Aber hier war es halt so, dass wenn die Liquidität letztendlich dann irgendwann einbricht, dadurch, dass man nicht mehr diesen gut bezahlten Job hat, kann es auch Folgen haben, dass gewisse Investitionsmodelle dann einfach kippen.
SPEAKER_02Genau. Also wir haben solche Fälle auch öfter tatsächlich in der Bearbeitung, wenn ein gewisses Vermögen da ist, das man dann irgendwie versucht anzulegen und auch in Immobilien, als die Wende war, 1990, wie viele da in Immobilien im Osten dann auch investiert haben, ohne jemals weiter hingefahren zu sein. Und wir hatten mehrere dieser Verfahren und mehrere dieser Persönlichkeiten dann tatsächlich die eine Kreditfinanzierung, da machten ja auch die Banken, also eine Kreditfinanzierung für ein Objekt, was im Osten Deutschlands war, was sie sich nie angeguckt haben, was auch die finanzierende Bank sich nie angeguckt hat. Und am Ende waren es in zwei Fällen, weil sie es ganz bewusst war, ich bin dann hingefahren, ich habe mir die Sachen angeschaut, als wir dann die Verfahren bekommen haben. Und das waren baufällige Bauruinen abgesperrt mit Zäunen, wo teilweise gar keine Baugenehmigung existierte. Das war so ein bisschen, ich habe finanzielle Mittel, jetzt investieren alle in den Osten, da will ich mitspielen. Und dann eben nicht sauber selber gearbeitet, nämlich dann fährt man da mal hin, wenn man mehr Millionen Kredit aufnimmt. Und daran hat sich der eine oder andere auf jeden Fall auch hier verschluckt, ja.
SPEAKER_00Dann habe ich doch einen Fall, wir werden jetzt international etwas, und zwar auch Boxlegende Mike Tyson. Kennt man auch ganz viele Schlagzeilen. Positiv, negativ, viele negative, aber auch Ohr abgebissen mit Holyfield, der Umgang mit Frauen war.
SPEAKER_02Ganz so gut?
SPEAKER_00Nee, der war oft gar nicht gut. Und zwar hat Mike Tyson sich 2003 in die Insolvenz umgeben. In Amerika läuft das ein bisschen anders und das gibt es, das verschiedene Chapter. Wir hatten da schon mal auch in einer Folge drüber gesprochen. Und zwar trotz hunderte Millionen hat Mike Tyson eingenommen durch seine Boxkämpfe, was damals unfassbar war. Der war der beste Verdienste Sportler zu der Zeit. Und hat aber finanzielle Fehlentscheidungen getroffen, hatte einen krassen Lebensstil, hat super viel Kohle einfach ausgegeben. Und dann hat er noch als Grund genannt Altlasten, das war, das ist ein Zitat von ihm. Darauf ist er nie genauer eingegangen, was er damit meinte. Aber Berichten zufolge ging es so um etwa um 27 Millionen am Ende, Schulden, die er hatte. Und er hatte dann auch einen Reorganisationsplan, so hieß das, 2004, und er hat dann boxen müssen und hat gewisse oder seine Boxgagen. Genau, die Gagen, seine Kampfeinnahmen hat er dann quasi direkt.
SPEAKER_02Genau, das ist dann aus zukünftigen Erlösen, die Launga zu befristen.
SPEAKER_00Genau, und da war er dann teilweise relativ fleißig und hat dann auch mit wirklich harten Geschäftsleuten, Don King und so weiter, also mit seinen Managern und Leuten, die auch wirklich keinen Spaß verstehen, sowas so und sich an solchen Verträgen dann auch halten und auch sehr hart am Ende ihre Forderung durchgesetzt haben. Aber am Ende des Zeites hat er sich mit Filmen und Shows, er war ja in einigen Hollywood-Filmen als Nebendarsteller da. Und dann hat das geschafft und heute ist er wieder auch stabil da und man sagt, dass er auch wieder ein großes Millionenvermögen hat. Und jetzt muss der Rest aber ja erwirtschaften ohne Boxthemen. Er verdient sein Geld relativ stark, seit die Legalisierung in Amerika noch weiter vorangeschritten ist, was Marihuana angeht, ist er da ziemlich stark eingestiegen und lebt seitdem ein sehr fernseher beruhigtes Leben. Mike Tyson.
SPEAKER_02So kann es auch gehen.
SPEAKER_00So kann es auch gehen. Und dann habe ich noch einen Fall und damit sei denn du hast noch einen spannenden Fall mitgebracht. Jenko war schon eine harte Nummer. Ich habe doch einen Fall, den fand ich ganz spannend, weil den finde ich besonders frech, ehrlich gesagt. Habe ich viel, viel recherchiert, weil ich das fast nicht glauen konnte. Und zwar der Rapper 50 Cent hat zwar so 15, den sie ganz angemeint, er selbst bezeichnet als eine strategische Business-News. Und bei ihm waren halt die Hintergründe, keiner hat ihm tatsächlich gedauert, dass er kein Geld mehr hatte. Aber es gab sehr viele Gerichtsverfahren und Urteile, hohe Urteile gegen ihn. Unter anderem gab es Sextape-Verfahren und so weiter, viele Rechtsstreitigkeiten. Und er ist an ihn in dieser Witz gegangen, um da diese Strafen quasi zu entgehen.
SPEAKER_02Ja, also da muss man vielleicht nochmal sagen, in Deutschland ist das ein bisschen problematischer. Du kannst die sogenannte Rechtsschutzbefreiung nicht bekommen von ausgenommenen Forderungen. Und Forderungen aus Straftaten sind ausgenommen. Da musste man dann natürlich ein bisschen tiefer einsteigen. Ein zivilrechtlicher Schadensersatz ist das eine, aber eine strafrechtliche Verurteilung, Christian, nicht mal eben durch die Rechtschubbefreiung weg. Finde ich jetzt nochmal wichtig, das nochmal hier einzutur, weil sonst kann ich meine Oma umhauen und dann gibt es eine Verurteilung, daraus gibt es noch einen Schadensersatz für die Erben, wie auch immer. Und dann gehe ich mal eben ins Rechtschutzbefrauung, wenn ich verfahren bin, dann bin ich in drei Jahren schuldenfrei, Oma weg, alles gut. So funktioniert es hier in Deutschland.
SPEAKER_00Nee, nee, natürlich. Und er hat dann in seinem Verfahren, hat er sich am Ende des Tages ausgekauft, um das nur nochmal abzuschließen. Und zwar früher als der Zahlungsplan war mit 22 Millionen, also so pleite war er dann vielleicht nicht. Das ist so die These, also keiner der öffentlichen Medien und keiner, auf die ich da, keiner hat den letztendlich geglaubt, dass er so insolvent ist, wie er sich dargestellt hat. Aber am Ende des Tages wurde das Verfahren 2013 eingestellt, mit einer Zahlung von 22 Millionen. Seit schon 17 Schöne. Am Ende des Tages wurde das Verfahren eingestellt, seit schon 17, ging einer Zahlung von 22 Millionen Dollar. So, und damit, das war, wir haben noch, ich habe noch ganz viele Fälle, aber ich glaube, wir haben die spannendsten erstmal für uns rausgesucht. Das war quasi ein etwas anderer Podcast. Wir wollten damit einfach darauf zeigen, wie einfach so ein paar bekannte Fälle und auch ein bisschen, wir haben ja jetzt auch immer ein paar Randinfos gehabt, wie es in Deutschland ist, oder auch ein paar Fakten nochmal.
SPEAKER_02Ja, und vor allen Dingen auch was, wie das auch zeigt, dass nur weil man wirtschaftlich richtig gut gesettelt ist, man vor der Insolvenz nicht gefeit ist. Also dass es eben alle treffen kann. Ein bisschen unterschiedlichen Gründen.
SPEAKER_00Und das, was du gesagt hast, als positives Beispiel wollen wir Matthias Rhein nochmal nennen, weil er, wie du selber ja gesagt hast, sich so sehr, ja, ich sag mal, mit seiner eigenen Schuld dann auch auseinandergesetzt hat, das akzeptiert hat, das angenommen hat. Und ganz im Gegenteil sogar das sehr öffentlich gemacht hat. Und am Ende des Tages ist das unser ganz großes Positives Beispiel, weil er auch bis heute, wie gesagt, jetzt auf gesunden Beinen steht, so die Information, die wir da zerstört haben. Super. Vielen Dank.
SPEAKER_02Ja, danke dir.
SPEAKER_01Erfahren Sie mehr rund um das Thema Insolvenzverwaltung auf rale-sb.de. Redaktion Tobias Offner und Tanja Böckmann. Produktion und Sounddesign.