Ego Unplugged
Willkommen bei „Ego Unplugged“ dem Podcast, in dem Musik, Psychologie und Unternehmertum nicht getrennte Welten sind, sondern ein gemeinsamer roter Faden: das echte Leben.
Ich bin Sebastian, Vater, Musiker, Unternehmer und Mental Health Coach. Jemand, der gelernt hat, dass Erfolg ohne innere Klarheit hohl bleibt, und dass Wachstum immer dort beginnt, wo das Ego leiser wird.
In meinen Gesprächen geht es nicht um Selbstdarstellung oder perfekte Fassaden, sondern um das, was uns wirklich bewegt:
Warum wir fühlen, wie wir fühlen.
Warum wir werden, wer wir sind.
Und was uns antreibt, weiterzugehen.
Ich lade Menschen ein, die etwas erlebt haben. Menschen, die kämpfen, zweifeln, aufstehen, scheitern, fühlen und wieder weitergehen.
Wenn dich tiefe Lebensfragen, menschliche Entwicklung, Sinnsuche, seelischer Ballast und leise innere Wahrheiten interessieren, dann bist du hier genau richtig.
Ego Unplugged.
Weniger Lärm. Mehr Sein.
Ego Unplugged
Melanie Braun über Bürgermeisterinsein, Muttersein und das Menschbleiben
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge von Ego Unplugged spricht Melanie Braun über das Leben als Bürgermeisterin, Mutter und Mensch hinter einer öffentlichen Rolle.
Es geht um Verantwortung, Entscheidungen, Kritik, Familie, mentale Belastung und die Frage, wie man in einem Amt echt bleiben kann, ohne sich selbst zu verlieren. Melanie erzählt offen, wie sich ihr Blick auf Arbeit, Prioritäten und das Leben durch das Muttersein verändert hat und warum Menschlichkeit auch in der Politik nicht verloren gehen darf.
Ein Gespräch über Führung, Nahbarkeit, Grenzen und den Mut, trotz Verantwortung Mensch zu bleiben.
Kapitel:
00:00:00 Intro
00:01:40 Wie wird man Bürgermeisterin?
00:13:25 Was Menschen am Amt unterschätzen
00:20:56 Muttersein, Familie und neue Prioritäten
00:39:11 Rolle, Echtheit und Mensch bleiben im Amt
01:00:00 Bürokratie, Formulare und der Wahnsinn der Verwaltung
01:03:20 KI, Kontrolle und die Zukunft der Behörden
01:19:43 Masken, Wertschätzung und echte Begegnung
01:21:14 Was Melanie am System ändern würde
01:31:56 Leben im Jetzt und ein persönlicher Abschluss
01:34:57 Outro mit Musik
Es kommt selten, es kommt auch, das schätze ich an der Gatensin sehr. Es kommt einmal, hey, das war voll gut, das finde ich voll schön. Also, das kommt tatsächlich. Aber es ist halt das überwiegende. Und du bist halt als Bürgermeister diejenige, die immer die Frust abkriegt. Ob von den Mitarbeiter oder von den Bürgern, du bist die Letscha, wenn es nicht läuft, bist du dran. Also ich kenne keine Statistik, aber wie viel ich jetzt im Kollegen-Kreis mitkriegt habe, die ihren Burnout erkrankt sind, die längere Zeit draußen waren, das erschreckt mich. And there are colleagues and colleagues, died, died. I have immerst, when you irgendwas on me merkst, I will not come that a roof that macht and you have to. I have heard the Schreibtish that a house in the shoulder is an issue. That music extra bestelling, so that the shoulders beguta can. Where ich dachte, where are we gelanded? Yeah. Where ich dachte, what gives us? You get there and machine drain, and what we're doing. When you many things vorher weiß, I've got gemacht.
SPEAKER_08Also du bist ja Bürgermeisterin geworden. Vor wie vielen Jahren?
SPEAKER_02Dieses Jahr sind es zehn Jahre die Wahl her.
SPEAKER_08Okay, und vor neun Jahren, als du Bürgermeisterin geworden bist, hast du ja gewonnen gegen andere.
SPEAKER_02Genau, den drei Kandidaten.
SPEAKER_08Genau, gibt es da irgendwas, was du denn heute sagen möchtest, wo du damals dich nicht getraut hast zu sagen, sowas so wie was?
SPEAKER_02Den Kandidaten dort, die dabei waren. Nee, tatsächlich nicht. Und das ist jetzt keine diplomatische Antwort, sondern nee, wirklich nicht. Wir hatten vor allem einen sehr fairen Wahlkampf, also das muss ich wirklich sagen, wenn ich das woanders mal mal sehe. Von daher tatsächlich nicht. Und ich habe sogar mein Gegenheit einmal wieder getroffen, spannend, vor einem halben Jahr.
SPEAKER_08Ja, ich habe es auch ab und zu mitbekommen. Ja, ich fange mal mit leichten Fragen an. Okay. Also irgendwas, wo man gleich, weißt du?
SPEAKER_02Lieblingsessen.
SPEAKER_08Total, genau. Seine Lieblingsfarbe. Wie wird man Bürgermeister in Deutschland? Wie fängt so ein Weg an? Ich weiß, man muss mich aufstellen lassen, aber was gehört da dazu? Gibt es Reglementarien? Wie geht der Weg? Wo startet man da?
SPEAKER_02Also es gibt schon ein paar Themen, aber eigentlich sage ich immer, du musst nichts können. Es ist wirklich so. Es gibt keine Qualifikation, die dich zum Bürgermeister macht. Also du musst keine gewisse Berufsausbildung haben. Du darfst es einfach machen. Es ist dann das Alter, wo ja immer ist. Ich habe 25, wo ich mich noch habe aufstellen lassen.
SPEAKER_0825 muss man sein.
SPEAKER_02Ist gesenkt worden auf 18 jetzt. Man darf ab 18 Bürgermeister sein.
SPEAKER_08Macht bestimmt Sinn.
SPEAKER_02Relativ neu. Ich weiß es nicht, 100%, aber es gibt, glaube ich, mittlerweile sehr junge. Also relativ neu, bei mir musste immer noch 25 sein, du musst Deutscher sein oder EU-Bürger sein. Das musst du nachweisen und du musst die Wählbarkeitsbescheinigung bringen.
SPEAKER_08EU-Bürger. Das heißt, da könnte jetzt auch jemand aus Italien kommen und sagen, ich muss jetzt Bürgermeistert. Und dann geht's los. Crazy, okay. Gut, ob der dann gewählt wird, das ist das andere Thema.
SPEAKER_02Das ist ein anderes Thema dann, aber von der Voraussetzung her schon und du musst halt wählbar sein. Also da muss sie vorstrafen, aber die Wählbarkeit verlieren oder solche Dinge. Das sind so die Voraussetzungen und dann bewirbst du dich mit einem kurzen Anschreiben, ich möchte hier Bürgermeister werden, machst die Wählbarkeitsbescheidigung und Versicherung nach heute Stadt, dass du das möchtest und dann bist du eigentlich im Verfahren drin.
SPEAKER_08Und wenn die Wahlen jetzt zum Beispiel im Mai sind, wie lange davor? Wann muss man sich anmelden? Wie läuft das?
SPEAKER_02Es gibt gesetzliche Vorschriften, wo man noch ein bisschen Puffer hat, aber meistens ist die Wahl immer so ein Vierteljahr vorher, so ungefähr.
SPEAKER_08Ein Vierteljahr vorher.
SPEAKER_02Man muss ja immer nicht einen zweiten Wahlgang mit einberechnen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann gibt es zwei bis drei Wochen später, je nachdem wie der Gemeinderat es festlegt, nochmal eine Wahl, eine zweite Wahl, eine Stichwahl. Und das muss alles mit eingepuffert werden, dann dass man dann wirklich starten kann. Okay. Und die Wahl ist oft auch nochmal acht Wochen vor, acht bis zwölf Wochen vor Amtsantritt. Also es ist ungefähr ein halbes Jahr, bevor du anfängst, so Pi mal Daumen ungefähr. Okay. Das Wahlverfahren los.
SPEAKER_08Und da geht man dann aufs Rathaus und kriegt dann ein Formular, dürfen?
SPEAKER_02Genau. Also wo man wohnt, kriegt man ein Formular, dass man wählbar ist. Und ansonsten macht man es formlos, schmeißt man eine Bewerbung ein, ich möchte Bürgermeister werden.
SPEAKER_08Und dann machen wir Wahlkampf dann halt. Das muss man dann alles selber machen, ne?
SPEAKER_02Das muss man alles selber machen, muss man sich am besten vorher überlegen. Weil das wäre dann auch ganz gut, so ein Konzept zu haben, sich zu überlegen, wie möchte ich mein Wahlkampf. Kommt ja auch darauf an, kommst du vom Ort, dich kennt schon jeder, dann machst du einen anderen Wahlkampf, wie ich bin von extern kommen, ich kannte niemanden. Da musst du ganz anders nochmal an die Leute ran, an die Vereine etc.
SPEAKER_08Das war ja auch sehr mutig, muss man echt sagen. Du warst 25.
SPEAKER_02Ja, na, ach, 27.
SPEAKER_08Du warst 27 Jahre, also super jung, kamst nicht aus der Gemeinde.
SPEAKER_02Und war Frau.
SPEAKER_08Und warst Frau, ja.
SPEAKER_02Ja, junge Frau.
SPEAKER_08Ja, und dann gehst du in einen Ort, wie gesagt, kennt dich keiner und stellst dich als Bürgermeisterin auf. Also richtig crazy. Und du hast gewonnen. Vor allem noch gegen Alteingesessene auch hier, die auch schon hier im Partei und im Gemeinderat und sowas waren.
SPEAKER_02Das wusste ich tatsächlich vorher auch schon, also dass der stellvertretende Bürgermeister sich aufstellen lässt. Und war schon so ein Gedanke, hm, Macht es überhaupt Sinn. Genau. Also so selbstbewusst bin ich jetzt eigentlich, ich sage, ah ja, da kann ich locker vorgegangen. Das war schon so ein Gedanke geschwind, hm, machst du das dann überhaupt.
SPEAKER_08Okay, und was war dann der Gedanke, dass du es dann trotzdem gemacht hast?
SPEAKER_02Ich wurde angesprochen, ja, dass ich, ob ich da Bürgermeister werden will vom Vorgänger, vom Herr Krüger.
SPEAKER_08Ach, tatsächlich. Wie kam das zustande?
SPEAKER_02Durch meinen Mann, seine Oma wohnt in Neckar Tänzlingen. Und da bin ich im Dorf einfach mal mitgegangen und da habe ich da Herr Krüger kennengelernt. Und der hat gesagt, hey, ich höre auf, erst die Suche eine Nachfolgerin. Und der hat relativ oft im Rathaus in Kirchheim angerufen und hat gesagt, ob ich es mir nicht vorstellen kann. Und dann bin ich über Umwege, weil ein früherer Chef von mir, der Bruder vom Gemeinderat, von einem Gemeinderat ist. Und da habe ich einfach mal angerufen und habe gesagt, hey, ich bin angesprochen worden, wie sieht es aus? Kann man sich eine junge Frau bei euch vorstellen? Auf hat es mal ausgeladen und da bin ich letztendlich bei einem Gemeinderat gelandet, der gesagt hat, hey ja, wir sind da sehr offen dafür. Und als ich die Gespräche geführt habe, das war nur bevor ich mich beworben habe, habe ich gedacht, okay, da ist eine gewisse Offenheit da, was Neues, auch für eine Frau, zumindest aus dem Gremium, dann mache ich es.
SPEAKER_08Untypisch, oder?
SPEAKER_02Ja, wirklich. Also ich kam mir schon gewollt vor, als ich schon angeklopft habe. Und das war für mich so ein Sein zu sagen, hey, probieren wir es.
SPEAKER_08Ich muss sagen, da ist Snack Tensling echt fortschrittlich gewesen. Muss man einfach sagen. Also wenn ich in den Gemeinden außen rum geguckt habe oder in den Kommunen und sowas, das ist schon ein ganz anderer Wind, vor allem hier am Rande der Schwäbischen Alb und so. War schon seinerzeit.
SPEAKER_02Ja, und auch nicht selbstverständlich, tatsächlich. Also, dass ein Ort auch bereit ist für eine junge Frau, gewisse Themen, die da immer mit sich bringt, das ist nicht jeder so offen.
SPEAKER_08Nee, und vor allem auch so jung. Ja.
SPEAKER_02Das war schon krass. Also eine Kommune zu übernehmen.
SPEAKER_08Also ich finde es krass, immer noch, auch heute im Nachhinein. Ich hatte immer noch Respekt davon. Ich kann mich noch daran erinnern, wir standen da zusammen, ich weiß gar nicht, wann das war, das war Mühlenfest oder sowas. Stimmt, und da standen wir da, haben wir uns das erste Mal kennengelernt, warst mit deinem Mann da. Der hat damals bei der Tankstelle oder Bohrinsel irgendwas gearbeitet. Bohrinsel. Bohrinsel. Immer noch. Weiß ich noch, von damals. Wir standen da an dem Marktplatz und haben uns da unterhalten. Und ich weiß noch ganz genau. Ich bin zu dir gegangen und habe gesagt, so, hey, was geht ab? Und du so, schön sie kennenzulernen.
SPEAKER_04Sehr förmlich.
SPEAKER_08Ja, ich war halt so, ja, der Musiker im Ort, Musikschule, ein paar, ich war immer, ich duze jeden und so. Und ich habe in dem Gespräch, glaube ich, viermal, ich war auch, glaube ich, ein Ja älter wie du. Welches bei bist du?
SPEAKER_0487.
SPEAKER_08Also ich bin zwei Jahre älter wie du. Und ich habe dann halt auch dann immer das Du und da da da und so. Und du hast so verzweifelt an diesem Sie festgehalten an dem Tag. Und dein Mann war auch schon so, was geht, Digga. Ja, ja, voll. Und ich weiß es noch. Und dann dachte ich mir so, okay, Bürgermeisterkandidatin, mal gucken, warum nicht? Ich bin jetzt ganz ehrlich.
SPEAKER_02Mach.
SPEAKER_08Du hast meine Stimme nicht bekommen.
SPEAKER_02Ja, aber das ist voll spannend. Ich erzählen ganz viele drüber.
SPEAKER_08Ja, ich bin aber, also im Nachhinein, alles cool, also ich gebe eine andere Person, die weiß, wen ich mein, wenn die den Podcast jemals sieht. Ich liebe den meinen Hase, absolut, bin mit dem super Dicke. Und der hat meine Stimme bekommen, weil ich ihn halt seit Jahren kannte. Und er hat mich mal total betrunken auf seinem Pickup hinten von dem Dorfwessenhause gefahren. Und da hat er bei mir halt einfach einen Stein im Brett gehabt.
SPEAKER_02Das ist vollkommen okay. Also ich finde es ganz schön, auch zu hören, immer wieder, wenn ich sage, hey, ich habe sie vorhin nicht gewählt. Aber jetzt, wo sie da sind, und das zeugt irgendwie davon, du musst ja nicht alle von Anfang an überzeugen. Die war neu, die kam ein paar Wochen durch den Ort, du kennst sie nicht, du kennst den anderen Kandidaten, der macht dem Ort voll viel, ist anerkannt. Also gar keine Frage. Und ich finde es dann schön für mich zu sagen, hey, ich konnte in den ersten Jahren auch so überzeugen, dass ich manche auch überzeugen konnte in den Jahren.
SPEAKER_08Ich muss echt sagen, also Teflon Melly. Es ist brutal. Wirklich, ich war so fasziniert dann, als du da hoch bist, deine Reden, wie du das gemacht hast und auch die Stimmung, die dann dadurch entstanden ist und diesen unfassbar diplomatischen Weg, den du hingekriegt hast bis jetzt, ich habe da großen Respekt davor, wirklich. Und deswegen, ja, ich kann es auch bezeugen, was das angeht. Ich bin, im Nachhinein dachte ich mir, war genau das, was der Ort gebraucht hat. Absolut jung, dynamisch und null eingesessen, gibt es keine, vor allem keine Fetter, das wird so.
SPEAKER_06Verlechtungen irgendwie.
SPEAKER_08Und irgendwie, ah, der kennt doch den und da. Und da von da hinten, non ne nach, da, nein. Nee, gar nichts. Einfach so, sei man im Gemeinderat, ich war halt im Gemeinderat bei dir und selbst man bei da drin sitzt und sagt, ah, ich würde da gerne meinen Garten zaubern. Nee. Nee, machen wir nicht. Im Gegenteil, es war noch schlimmer. Ich kenne Leute, die haben irgendwelche Garagen beantragt, die haben nachher keine gekriegt. Weißt du, wo du denkst so, nee, es gibt gar nichts.
SPEAKER_02Du hast von Gemeinderat auch kein Sonderrecht. Das ist ein Bürger wie jeder andere.
SPEAKER_08Und ich finde es voll geil. Ich bin ja auch nur in den Gemeinderat aus einem Grund heraus, um ehrlich zu sein. Du weißt, ich bin ja auch Unternehmer, Baba, aber ich habe immer gesagt, nicht rumnörgeln, was ändern oder lassen. Und wenn man mal am Stammtest saßen, das ist alles scheiße, Politik und dann, dann habe ich immer gesagt, weißt du was? Mach mal, stell mich einfach auf. Mach's doch selber. Und das war dann in dem Punkt damals zu der Zeit, das war auch noch vor Corona, da habe ich gedacht, mach's doch selber einfach. Und da habe ich mich aufgestellt, bin rein, hab's gemacht, hab gemerkt, ich kann gar nichts, bin wieder raus, habe ich gesagt, jetzt nörgle ich nicht mehr.
SPEAKER_02Aber dieses, ich kann gar nichts, ist oft, also das ist so das vielfältige, das liebe ich so. Und da muss aber keiner irgendwie Ahnung haben, aber ich finde allein, manchmal diese Menschenkenntnis, die Situation auch zu betrachten, das hilft so, also im Gemeinderat, und da muss man nicht keine Fachkenntnisse haben. Da reicht auch, also die Mischung macht's.
SPEAKER_08Ich bin bei dir. Du weißt auch, ich bin auch aufgestanden, hab oft was gesagt. Ich habe immer meine ganz simplizite Meinung von mir gegeben, auch wenn ich mir verstehe es nicht. Bei mir war das Thema das, und da bin ich ganz ehrlich, was das angeht. Ich habe oft davor diese Broschüren bekommen, diese Ausdrucke. Und dann ging es darum, dass zum Beispiel ein Stromhäuschen bei der Kläranlage gerichtet werden muss. Und da stehen Dinge drin und Zahlen und Informationen. Das oder das machen wir. Und ich habe das durchgelesen, ich habe gemerkt, was, und das war eins von zehn Themen. Und ich habe gemerkt, ich verstehe das nicht. Wie soll ich für was entscheiden, was ich selber gar nicht verstehe? Das heißt, ich muss mich da hinstellen, muss eine Entscheidung treffen, so das machen wir so. Und gebe meine Stimme ab, aber ich blick gar nicht, was der Vor- und der Nachteil wirklich ist. Manche Sachen wurden tiefer diskutiert, aber manche Sachen gar nicht. Und ich habe mich dann irgendwann nach der zehnten Frage, nach der fünften Sitzung, habe ich mich einfach irgendwann auch so ein bisschen so blöd gefühlt, weil ich bin dann da aufgeschlagen und habe gesagt, warum machen wir das und das? Und dann gab es halt so ein paar Kandidaten, weißt du selber, wen ich meine, die so, jetzt fragt der, weil er keine Ahnung hat, da Jung. Und das war dann für mich so, wie ich mir dachte, boah, ist das nervig.
SPEAKER_02Ja, muss man sich das geben und dann lassen wir sich so.
SPEAKER_08Ist das für 30 Euro?
SPEAKER_02Ja, auch noch dazu.
SPEAKER_08Und auch, oh nee.
SPEAKER_02Aber das ist voll schön zu hören oder gut zu hören, weil wir als Verwaltung, jetzt bringen wir so tief in den Themen drin und das ist immer wieder der Kunst, Gemeinderäte und nicht nur die alte, die sich die voll haben, sondern immer das im Blick zu haben, alle zu haben. Und das ist manchmal schon so ein Spagat, wo ich ja immer um Hinweise dankbar bin, hey, das ist immer zu schnell. Also auch jetzt, wo ein neuer Gemeinderat kam, vorletzte Jahr schon wieder zwei Jahr her, da es aber auch einen großen Wechsel gehabt und dann merke ich, ertappe ich mich immer wieder, wo mich auch Rätsel bremsen und sagen, stop, da brauchen wir mehr Hintergrundwissen. Also dadurch, dass das jetzt eine größere Masse is, schreibe ich natürlich eher stop, wie wenn es jetzt ein, zwei neue kommen, die dann so mitschwimmen. Und das ist wirklich was, wo ich ja immer wieder dankbar bin, das brauche ich ja immer wieder zu sagen, hey stop, ich kann gar nicht entscheiden, weil mir fehlen zu viele Infos.
SPEAKER_08Ich war da schon sehr, sehr nachgeschwommen. Also ich war also alle waren ja da voll drin in dem Gemeinderat, teilweise wiedergewählt. Und ich war da halt so ganz neu. Und ich saß dann halt so, okay. Und dann war ja auch noch Corona damals. Wir saßen halt in dieser riesen Festhalle. Alle mit Mikrofonen.
SPEAKER_02Furchtbar.
SPEAKER_08Hallo!
SPEAKER_02Das war wirklich aufrechtbare Zeichen.
SPEAKER_08Unangenehm.
SPEAKER_02Und man muss halt doch als Rat auch immer wieder auf der Verwaltung auch vertrauen, weil du kannst nicht in jedem Thema so tief drin sein. Du kannst technische Daten um die Ohren hauen, aber du musst vertrauen in gewissen Dingen schon. Und deswegen ist es ja gut durch auch ein breites Feld. Du hast dann in deiner Fraktion jemanden, der hat da Ahnung, weil er das macht, beruflich.
SPEAKER_08Das war bei uns immer so, ja. Wir hatten immer Leute, die im Bau gearbeitet haben oder halt Leute, die den Ort studiert haben, wortwörtlich.
SPEAKER_02Gibt es auch, ja.
SPEAKER_08Unbedingt. Mich würde mal interessieren, gibt es eine Sache an deinem Job, was die meisten Menschen unterschätzen?
SPEAKER_02Spannende Frage, was man unterschätzt, weil man kann sich einem auch so wenig vorstellen unter dem Beruf, wenn man so erzählt, dass so einen Tag irgendwie so aussieht. Deswegen gibt es ja viele Themenbereiche, wo man sagen würde, hey, das hätte ich gar nicht gedacht. Aber ich glaube, am meisten ist so dieses, was auch ein belastend ist, ist dieses, man sagt immer heute so ein Mental Load, so ein bisschen so, dass dieses, du bist verantwortlich und du musst alles im Blick haben. Also deine Amtsleiter arbeiten auch Themen irgendwie ab, aber du brauchst diesen Gesamtzusammenhang. Dieses, es drehen sich immer Gedanken, wie geht es weiter, Weiterentwicklung, welche Gebäude, wo steht es an. Und ich glaube, das ist was, was man unterschätzt. Also dass man sagt, okay, es gibt das Projekt, gibt es das Projekt, das machen wir irgendwie so, aber dieses Du bist einfach verantwortlich, weil es ist keiner mehr da über dir, der es kontrolliert mal deinen Landratsamt, dein Haushalt oder so, aber du bist einfach verantwortlich und die Auswirkungen, die du entscheidest, hat einfach für viele Generationen manchmal auch sogar Auswirkungen. Und das ist was, was auch manchmal was Anstrengendes an dem Beruf auch sein kann. Dieses, du bist komm Schnee runter und machst nicht Feierabend. Du gehst nicht aus dem Rathaus und ich habe Feierabend, das ist nicht. Das hast du immer wieder. Es geht mal besser, geht mal schlechter, je nach Zeit natürlich, aber du bist immer in diesem Job drin. Und ich glaube, das ist was, was man unterschätzt oder was auch andere unterschätzen.
SPEAKER_08Du hast zwei von meinen Fragen tatsächlich schon angesprochen. Erstens, wie sieht so ein Tag aus? Und zweitens, kannst du abschalten. Mich würde die zweite als erstes interessieren. Wie ist das A, kannst du abschalten? Und B, was nimmst du abends mit, wenn du dann wirklich sagst, so ich bin jetzt zu Hause?
SPEAKER_02Wie gesagt, es ist unterschiedlich natürlich. Mike gelingt es besser und je nachdem, wie es gerade auch irgendwie läuft, ob es jetzt gut läuft, dann nimmst du sogar auch Glücksgefühle mit, weil du jetzt was Tolles hinkriegt, hast das Projekt funktioniert, dann gehst du ja ganz beflügelt mal nach Hause. Aber meistens ist es halt natürlich, dass dich die Themen, die schwerfälliger sind, auch betreffen und du bist halt als Bürgermeister diejenige, wo immer der Frust abkriegt. Ob von den Mitarbeitern oder von den Bürgern, du bist die Letsch, wenn es nicht läuft, bist du dran. Das heißt, es kommt selten, es kommt auch, das schätze ich ja Negatensin sehr. Es kommt einmal, hey, das war voll gut, das finde ich voll schön. Also das kommt tatsächlich, aber es halt nicht das Überwiegende. Ist es nicht? Also im Haus, intern natürlich. Du bist immer diejenige, wenn es schief läuft, dann kommst du zu mir.
SPEAKER_08Prozentual, was würdest du sagen? 80, 20, 60, 40.
SPEAKER_0290, 10.
SPEAKER_08Beverly Hills.
SPEAKER_02Ja, also aber das ist was, was wo du drauf dich einstellst. Das ist mir klar, dass das so ist, weil du bist der Problemlöser. Das sehe ich auch als meine Jobbeschreibung mit. Ich bin Problemlöserin, Feuerlöscher, Problemlöser. Und ich muss auch sagen, in dem meisten Fälle macht es mir auch Spaß. Weil ich das, wenn ich das gerne mache, weil ich dann auch gleich denke und denke, ah ja, und dann oft fällt mir auch was ein oder wie könnte man es machen oder auch strategisch irgendwie, dann macht es auch Spaß. Es kann aber auch dann natürlich anstrengend sein, wenn zu viel kommt und zu viel reinprasse, dann kann ich irgendwann nicht mehr. Und dann nehme ich es mit nach Hause. Wenn dann am Tag das nicht lief und das nicht lief und da nicht und dann nehme ich es mit nach Hause und dann grübelst natürlich immer wieder, auch abends, wenn du dann mal nicht einschlafen könnt, wie könnte ich das lösen oder was fällt dir noch ein. Und mir fallen oft zu Hause die besten Sachen ein. Wenn ich morgens aufwache, meine Ansleiter lachen und mir dann morgens gesagt, also ich habe gestern wieder überlegt. Ja, weil manchmal, wenn du dann ein anderes Setting daheim hast, kommst du manchmal auf andere Gedanken auch nochmal. Was mir ganz gut, seit ich Kinder habe, seit die da sind, fällt es mir auch deutlich leichter, weil du hast ja Ablenkung. Also du kommst nach Hause und dann sind zwei da, die dich klein beschlagnehmen. Und dann kannst du gar nicht so viel über anderes manchmal nachdenken und seitdem fällt es mir viel, viel leichter. Und würde ich auch sagen, kann ich das auch ganz anders verarbeiten und gesünder verarbeiten und diese Belastung auch viel gesünder auch wieder mitnehmen.
SPEAKER_08Das heißt, es ist dann Ausgleich. Du kommst nach Hause, Kittys da und dann merkst du, dass das dich dann sogar runterbringt. Weil viele sagen ja auch zum Beispiel, sie kommen nach Hause und dann kommen noch die Kinder. Ja, klar, natürlich ist das schön, aber es ist ja auch nochmal eine andere Form von Stress. Aber für dich ist das dann der Ausgleich.
SPEAKER_02Also natürlich sind Kinder, das wissen wir alle, wie es ist, gibt es auch mal anstrengende Abende, wenn sie nicht ins Bett wollen, dann kann das nochmal eine zusätzliche Belastung sein. So was würden wir lieber.
SPEAKER_08Das schneiden wir raus. Gerüchte. Bitte. Also komm, Kinder, das Wunderbarste dabei.
SPEAKER_02Ganz freiwillig ins Bett und essen abends dann auch gar nicht zu haben. Nee, also das gibt es auch. Dann bist du natürlich auch mal zusätzlich, aber dann kümmerst du dich ja um das Problem und hast andere Probleme auch nicht mehr auf dem Kopf.
SPEAKER_00Also stimmt.
SPEAKER_02Aus dem Kopf hast du so oder so, weil daheim dich der Familienalltag dann voll einnimmt, dann musst du dort funktionieren. Oder im besten Fall, und das ist dann schön, hocke ich mich mit Blaymobil am Boden und dann ist alles, was da der Tag war, wirklich weg. Und das ist wie so ein Schalter. Und das ist immer so. Das ist voll schön.
SPEAKER_08Boah, das beneidigt, da übe ich gerade noch dran. Finde ich gut. Weil ich sitze dann auch mit Duplo, bei mir ist es noch Duplo am Boden und wir spielen dann und das ist dann irgendwie schön. Mama komme ich dann auch rein in so einen Flow und dann merke ich das, oh, dann baue ich das Raumschiff und spiele mit dir und das ist super. Aber manchmal merke ich auch so, ich kann dann nicht da sein. Ich bin immer noch da oder da. Und dann fällt es mir aber auf. Und dann nervt es mich. Und dann nervt es mich, dass es mich nervt. Und dann merke ich so, okay, und manchmal gibt es dann so zehn Minuten, wo ich dann merke, ja, komm, lass einfach, lass gehen. Es ist dir aufgefallen, bewusst. Ich hab's gemerkt und dann geht es auch. Aber es ist oft so, dass ich merke, oder dass es mich dann auch frustriert, so, dass du dann das ganze Zeug mit nach Hause nimmst und eigentlich die Quality Time mit den Kiddies, so, das ist eigentlich das, worum es geht.
SPEAKER_02Ja, aber ich kann dich beruhigen, auch das gab es bei mir schon.
SPEAKER_08Gut.
SPEAKER_02Also es funktioniert nicht immer. Also auch das habe ich schon gemerkt und meine Kinder merken es relativ schnell. Wenn du dann der gleiche Satz mit dem Plemo, wenn ich das dritte Mal sagst, ist Mama.
SPEAKER_08Okay, es fällt dann auf.
SPEAKER_02Es fällt dann auf, wenn du doch nicht ganz weiter sein bist. Auch das kommt vor.
SPEAKER_08Ja, voll cool.
SPEAKER_02Aber ich nehme mir schon wirklich, und das muss ich mir immer wieder schon lernen, vielleicht mir immer wieder bewusst vor, die wenige Zeit in Anführungszeichen habe mit meinen Kindern, die ich ja immer versuche, am Alltag einzubauen, damit ich nicht nur im Rathaus sitze. Und ich würde sagen, es gelingt mir auch ganz gut, die wirklich bewusst zu nutzen. Immer wieder zu sagen, hey, egal was jetzt war, jetzt sind die Kinder drin. Bevor sie ins Bett gehen, ich habe eine Stunde, die will ich bewusst nutzen. Aber muss ich mir einmal wieder klar machen. Und es funktioniert nicht immer.
SPEAKER_08Nee, tut es nicht.
SPEAKER_02Wir werden ja Maschinen. Also manchmal gibt es Themen, die mich so mitnehmen auch. Das kann ich auch nicht. Und ich glaube, das ist ja auch okay, wo ich sage, das dürfen auch die Kinder auch wissen. Es gibt mal Tage, wo der dann sagen, wo man sagt, hey, die Mama ist gerade voll durch den Wind, irgendwie war am Rathaus, was dann fragt mein großer Mann, ja, was war denn? Könnt ihr denn nicht alles irgendwie wiederzählen, aber du darfst in der Armals sagen, heute war kein guter Tag für die Mama. Und dann ist es ja auch okay. Also es dürfen die ja auch lernen, dass nicht immer alles toll ist.
SPEAKER_08Ich wollte gerade sagen, das ist ja eigentlich auch, das sind eigentlich die wichtigen Lektionen. Das ist das, wo dann drauf geht, da Bewusstheit, Aufmerksamkeit drauf zu lenken und zu sagen, hey, heute ist mal ein schlechter Tag, gehört auch dazu. Morgen ist wieder anders. Das sind ja die eigentlichen Lektionen. Das Leben ist halt nicht immer. Also wenn wir versuchen, unseren Kindern ja die schönste Kindheit überhaupt zu ermöglichen, das ist das Ziel, ne? Will man immer machen. Aber das ist halt nicht das Leben.
SPEAKER_02Ja, nee. Und das dürfen die früh auch lernen. Und das ist auch voll okay. Und dann dürfen die wissen, jetzt habe ich keine Lusche Blemo zu spielen, oder weil ich ihn jetzt nicht kann und sage, ab in die Ecke. So ungefähr, genau. Komm, wir schnappen uns den Buch und hocken aufs Sofa und dann ist es für die ja, die sind ja da immer sehr unkommend, die sagen, oh ja, dann machen wir das. Und dann ist für mich auch voll gut und dann merke ich, das ist für mich jetzt ein besserer Weg und die Kinder sind auch happy.
SPEAKER_08Was hat Muttersein für dich verändert mit deinem Job?
SPEAKER_02Die Prioritäten. Wirklich die Prioritäten. Und das ist jetzt nicht gegen meine Bürgerinnen und Bürger, aber meine Familie ist die Prioritäten.
SPEAKER_08Du hast es zuerst gehört. Jetzt live.
SPEAKER_02Und ich glaube, dass da viele auch zustimmen würden und sagen, finde ich gut, dass es so ist.
SPEAKER_08Um Himmels Willen, wenn das nicht wäre, wäre der deine Authentizität.
SPEAKER_02Weg, gell?
SPEAKER_08Danke fürs Wort. Oder du weißt, was ich meine.
SPEAKER_02Genau, weg. Und deswegen, also ich habe immer gesagt, auch ich wusste ja nie, wie klappt der Beruf mit Kindern oder zwei kleinen Kindern. Und ich habe immer gesagt, die ging vor, wenn ich irgendwo an den Punkt komme, das lässt sich nicht vereinbaren, das ist ein schlechtes Gefühl für mich, das läuft nicht, dann müsste ich die Reisline ziehen. And with this gefühl funktioniert es ganz gut zu wissen, ich muss das ja nicht durchziehen. Also wäre schade von when es daheim läuft, and mit der Familie läuft, dann läuft es ja auch im Job ganz anders. Also das bedingt sich ja miteinander auch. Wenn ich da fein bin, genau. Und deswegen die Prioritäten. Hat sich eindeutig geändert, dass die Familie vorne steht, wenn was ist, und dann der Job. Aber natürlich bin ich auch so perfektionistisch wie du. Mein Job darf auch nicht leiden. Und das ist so diese Balance zu finden. Ich habe trotzdem noch einen hohen Anspruch an mich, was meinen Job angeht. Und daran scheiterst du in Phasen natürlich immer wieder. Weil du nie beides perfekt machen kannst. Es gibt Phasen, wo es eine Priorität hat, mal das andere, aber rundum muss es einfach passen.
SPEAKER_08Wie gehst du mit deiner Situation um, wenn du scheiterst?
SPEAKER_02Unterschiedlich, ja. Also ich rede mit meinem Mann auch immer ganz viel mit drin, wenn ich sage, hey, ich harde da gerade dran, wie indemst du die Kinder wahrfinden, die, dass sie mich zu wenig zum Beispiel sehen, so einfach drüber reden. Oder was ändern. Und das haben wir auch entweder im Familienalltag oder im beruflichen, dass ich dann was ändern musste. Kleinigkeiten. Also Beispiel, wo ich dann gesagt habe, gerade läuft es nicht, weil irgendwie was war oder nicht rund läuft oder so. Dann habe ich an meinem Alltag was geändert. Also ich habe zum Beispiel meine Mittagspause, weil meine Kinder bis um eins im Waldkindy sind. Dann schaffe ich jetzt bis um eins und meine Mittagspause geht dann bis halb drei und meine Termine fangen erst um halb drei an. Seitdem ist es wieder mega entspannter, weil ich dann die Mittagspause verschoben habe. Vorher habe ich sie halt eine Stunde früher gemacht. Dann habe ich es im Familienalltag angepasst. Und das sind so Punkte, wo ich dann sage, dann merke ich, ich muss was ändern. Oder bei meinem Mann beruflich, es passt gerade bei beidem nicht. Dann muss einer irgendwie gerade zurückstecken. Also dann, weil ich gesagt habe, je länger du sowas laufen lässt, desto schwieriger wird es ja natürlich und irgendwann bricht es voll zusammen. Einfach immer für so, wo ist was, wo ich ändern kann, wo wir ändern können als Familie oder auch im beruflichen Alltag, wo mir Entspannung wieder bringt, wo da ein bisschen diesen Drive rausnimmt.
SPEAKER_08Du hast ja solche Situationen schon gehabt. Ich meine, du machst das jetzt schon über acht Jahre. Wie lange?
SPEAKER_04Zehn Jahre.
SPEAKER_08Und du hattest ja auch schon solche Situationen. Das ist ja dann schon auch eine Form von psychischer Belastung, einfach wie du gesagt hast, diese Mental Load. Gab es da schon auch so Phasen, wo du gesagt hast, so, boah, ich bin jetzt wirklich an der Grenze und wie hat sich das angefühlt? Wie hat sich das geäußert und angefühlt?
SPEAKER_02Ja, definitiv, man überlegt ja immer oder geht ja mit seinem Körper so um, was sagt mir mein Körper?
SPEAKER_08Das ist nicht selbstverständlich bei vielen Menschen.
SPEAKER_02Aber es ist wichtig, wirklich zu sagen, und ich würde sagen, für mich, ich habe eine relativ hohe Belastungsgrenze und tue ganz viel, was mein Körper sagt, als normal auch mit ab. Aber spür trotzdem, was ist. Aber das ist ja immer, jeder muss für sich finden, wann ist eine Grenze überschritten und wann nicht. Da kann dir ja keiner sagen, so that's not normal oder das nicht. Für dich selber herauszufinden, is it normal, dass ich ständig Gedanken kreisen, oder is for dich normal, dass du schlecht schläfst. Solche Dinge einfach herauszufinden. Was ist für dich? Der Punkt, wo der Körper sagt, this gaat nicht mehr. Da immer wieder in sich rein zu hören. And it's durchaus Situationen, in which then by me, zum Beispiel in the Ferienze. Also when I have to come, then merke, okay, this was fine the letztens. And then I was entertained, so can I just not start or so, weil du dich selber so im Alltag so hochschaukelst, you musst irgendwie runterkommen. But it's nature auch ein schweres Feld zu sagen, hey, wo bin ich jetzt überlastet?
SPEAKER_00Yeah.
SPEAKER_02Wo nicht. Also ich glaube, das ist ja auch ein Prozess. Wir werden es vorhin einmal von Prozessen irgendwie schon nicht so der Punkt jetzt sofort, sondern es ist so ein Prozess. Und mir ist es halt unglaublich wichtig, den nicht zu verpassen. To sagen, hey, im Nachgang zu sagen, das war zu viel, das hat mich jetzt, und das hat nachher Auswirkungen. Das ist gar nicht so einfach, finde ich, das auch so an einem Punkt festzumachen.
SPEAKER_00Gar nicht, ne?
SPEAKER_02Und deswegen immer wieder die Raceline zu ziehen. Und ich habe dann auch schon manchmal gesagt, heute Mittag sind keine Termine. Ich merke, ich bin an der Belastungsgrenze. Ich nehme jetzt drei Stunden heute Mittag frei, habe auch keine Abendtermine, ich muss jetzt mal raus oder so. Und das tut mir voll gut, sodass es nie für mein Gefühl so eskaliert ist, dass ich sage, ich muss dich jetzt auch krankschreiben lassen oder so. Dass so ein Punkt kommt, immer rechtzeitig rauszunehmen.
SPEAKER_08Das heißt, du sp, aber du hast es schon so ein bisschen, Gedankenkreise ist schon so das Thema, wo du merkst, so, das ist dein Indikator so. Und was ist dann innere Unruhe und schlechter Schlaf? Das sind so deine Indikatoren, wo du merkst, wenn ich da schon drauf höre, dann. Ja, weil das ist spannend. Das ist für viele der Normalzustand.
SPEAKER_04Okay.
SPEAKER_08Das, was du beschreibst. Also bei vielen Klienten, mit denen ich zusammenarbeite, die haben seit Jahren der normale Zustand. Und auch bei mir war das jahrelang normal. Ich habe einfach immer schlecht geschlafen. Das ist halt so. Man muss halt durch. In der Jugend packt der Körper das ab.
SPEAKER_02Eher, aber irgendwann nimmer so. Irgendwann nicht mehr.
SPEAKER_08Deswegen ist es, ich bin positiv beeindruckt, dass du da so eine eigene Körperwahrnehmung hast und dann merkst, oh, das sind Gedankenkreise und du weißt, dass das nicht gut ist und dann da einlenkst. Das ist so dieser eigene Selbstwert. Also ich bin mir das wert, da jetzt drauf zu achten, das eigene. Cool.
SPEAKER_02Weil man ja nicht weiterkommt. Also ich merke, wenn du über den Punkt hinausgehst, was ich auch schon gemacht habe, weil halt, du kannst ja auch nicht, wenn Termine sind, kannst du nicht mal kurz sagen, ich nehme jetzt mal eine halbe Uhr Urlaub, du musst ja weitermachen und wenn ich da merke in solchen Situation, es wird nicht besser, im Gegenteil. Und dann bist du unausgeglichen, dann hast du eine Kinder noch, an denen du willst ja überhaupt nicht auslassen. Also das ist ja was, was ich ganz schlimm finde, wo du mal guckst, aber automatisch, du bist ja nur ein Mensch und so. Und dann kommen so Punkte, wo ich sage, boah, jetzt geht's wirklich nicht mehr. Und dann muss ich auch was tun. Weil wenn ich dann schlecht schlafe, das geht vielleicht mehr, zwei Tag gut, aber irgendwann, du nimmst es ja immer wieder mit. Und dann denke ich immer, wann kommt der Punkt, es wird nie der Punkt kommen, wo alles wieder gut wird. Weil du hast ja eine gewisse Belastung und es ist immer so ein Off and up. Und wenn du nicht rechtzeitig guckst, ich glaube, da bin ich geprägt von Umfeld, Freunde, Bekannte, die einfach auch Fälle waren. Bürgermeister, Kolleginnen und Kollegen. Also es ist ein Thema, man spricht wenig drüber, aber es gibt, also ich kenne keine Statistik, aber wie viel ich jetzt im Kollegenkreis mitgekriegt habe, die an Burnout erkrankt sind, die längere Zeit draußen waren, das erschreckt mich. Und das sind Kolleginnen und Kollegen, die ich kenne, die ich näher auch kenne. Und so etwas erschreckt. Ich habe immer zu meinem Mann gesagt, wenn du irgendwas an mir merkst, sag mir das, ich will nicht an den Punkt kommen, dass ein Beruf das aus dir macht und du dann gesundheitlich Einschränkungen hast. Also es gibt irgendwie ein Grad, wo du sagst, but darüber nicht weiter. Kommt natürlich immer, sag ich dazu, dass ich negativ anders unglaublich gut läuft. Also die, ich möchte sie, das bedingt sich so anders, dass ich das unheimlich gerne mache, what I mean. This bedingt, I can't even get. Also, when dub jetzt ein Gremium hast, which überhaupt nicht funktioniert, wenn jetzt ein Mitarbeiter irgendwie das nicht passt, dann is es noch schwieriger. Weil du kannst die Dinge nicht ändern. Es gibt ja Dinge, die kannst du ändern. In deinem Alltag, es gibt aber externe Faktoren, die kannst du nicht ändern. And then wird's schwierig.
SPEAKER_08Und dann kommt der Perfektionismus mit rein. Und dann auch noch das Feuerlöscher-Gen. Weil ein Feuerlöschergehen entsteht ja in der Regel nicht einfach aus einem, es entsteht oft aus einer gewissen Intelligenz, aus einem gewissen Überlebensmuster auch. Teilweise. Nicht immer, aber manchmal. Und wenn du jetzt bedenkst, dass gerade diese, wenn diese Eigenschaften zusammenfallen, und dann kommst du in einen Job rein, so jetzt wie deiner, wo ein brutaler Mantle-Lode da ist. Dann auch noch die Öffentlichkeit und und und. Und jetzt entstehen Situationen, wo du ständig, und das, wie du gesagt hast, so Kolleginnen, die dann da auf einer, und das meine ich damit, das ist der Normalzustand bei vielen Menschen, diese ständige Gedankenhaus, diese, ha, ha, und in so einer gehetzten, und du merkst es ja auch, wenn du die Leute dann triffst, die sind total, die Energie, du spürst das im Raum, wenn du so ein bisschen ein Gefühl dafür hast, die sind so drüber. Wenn ich es mir vorstelle, man muss wirklich stabil sein für sich selber, um diesen Job auswirken zu können, weil wenn du da mit einer, ich sag mal, mit einer gewissen Anfälligkeit, Vorbelastung und dysfunktionalen Ausgleichsstörungen in diesen Job gehst, so ja, wie ich Saufhal ab und so, und dann komme ich wieder runter. Das geht nicht gut. Das geht gar nicht gut. Deswegen, ich habe da auch jetzt mit meinem Wissen von heute, du das zehn Jahre schon machst, und mit noch Mama geworden und das ist halt die größte Gemeinde hier von den Gemeinden außen rum und so. Krass. Also hat mich immer auch fasziniert, wie man da, was du für Ausgleichsstrategien hast, dass du runterkommst und dass du dich dann selber regulierst, aber ein gutes Körpergefühl. Das ist bei dir so, du hast ein gutes Körpergefühl. Du kannst auf dich hören. Das fehlt vielen, weil die sich so abschneiden. Weil die sagen, ich muss weiter funktionieren.
SPEAKER_02Die Gesellschaft lässt vielleicht auch nicht zu.
SPEAKER_08Genau, das ist das klassisch schwäbische Mentalität, muss halt, mit Krumpfisch genug gelobt.
SPEAKER_02Ja, ist halt eine Phase.
SPEAKER_08Genau, wird schon wieder. Und da laufen viele, bis die dann in so einen Schrudel kommen, wo die dann gar nicht mehr rauskommen. Und deswegen die Statistiken, ich habe jetzt leider keine da, aber ich habe wieder mal vor einem halben Jahr mir ein Kollege so ein statistisches Blatt gegeben in Studien. Das ist wirklich richtig erschreckend. Das ist richtig krass, wie viele mentale Gesundheitsprobleme wir mittlerweile haben.
SPEAKER_02Und was war aus irgendeinem Gesundheitssystem hat, wenn man viel früher eingreifen würdest, wie es hinterher nachher rauskommt? Genau.
SPEAKER_08Fängt alles an dem Fundament an. Was war bisher die schwierigste Entscheidung in deinem Job, die du jemals treffen musstest?
SPEAKER_02Was immer schwierig ist, sind natürlich Großprojekte. Was priorisierst du als erstes? Also das sind schon mal da, aber wenn man so sagt, so die Entscheidung, ich glaube, spontan gar nichts einfach.
SPEAKER_08Ob du deine Kinder bei uns in den Musikunterricht geschickt hast.
SPEAKER_02Genau. Ob ich die in deine Hände geht. Genau.
SPEAKER_08Geht das gut. Andersrum gefragt, gab es Situationen, in denen du vielleicht gegen dein Bauchgefühl entscheiden musstest, wo du gemerkt hast, boah, das ist eigentlich das.
SPEAKER_02Definitiv. Also definitiv. Also oft deckt sich schon immer die Entscheidung mit meinem Bauchgefühl auch mit. So oft, aber es gab schon eine Entscheidungen, wo ich sage, but manche Dinge müssen halt zum Beispiel sein.
SPEAKER_08Give me a beautiful.
SPEAKER_02Scheiße, was sag ich jetzt? Yeah, genau wie offen sprichst du drüber. Ich glaube, das kann man schon so offen sein, zum Beispiel jeden, was zum Beispiel die Grundsteuererhöhung letztes Jahr. And then came the year later and must have been. Mir war aus dem Kopf, it must be, and we could, when it's bad, and it must just be that we have a household ausgeglichen, or in the Richtung. My book had said, Wow, I would in my book anders entscheidence. And it's meant im Gemeinderat gemerkt, denen ging es ja ähnlich. Das machst du ja nicht mal kurz so eine Entscheidung. Das ist jetzt so eine Entscheidung, aber das ist halt, wenn der Gelbbeutel vor der Einzelne geht, das sind dann schon Entscheidungen, wenn die Straße rechts oder links rum geht und da gehe ich so, da kann man auch mit Schwätzen, aber wenn es so eine eigene Gelbbeutel geht, das sind keine beliebten Entscheidungen. Und auch die gehören dazu. Und wir sind gerade in Zeiten, da muss man auch mal unbeliebte Entscheidungen treffen.
SPEAKER_08Ja, da könnte man wahrscheinlich noch eine eigene Podcast-Folge dazu machen, was es bedeutet, halt einfach Entscheidungen zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen.
SPEAKER_02Ja, und die Entscheidung, die wir gerade treffen, da geht es halt jetzt an das Originäre einer Gemeinde. Also es betrifft jeden Bürger. Welche Freiwilligkeitsleistungen machst du? Sporthallen, Sportplätze, alles, was mein Alltag auch ist? Also ich bringe mein Kind ins Kindertürn, ja, gibt es die Halle noch, kann man sich die leisten? Lauter solche Themen, da geht es jetzt an jeden Bürger. Also deswegen auch die Aufrufe immer wieder vom Gemeindetag. Jetzt sind alle gefragt und müssen mittragen. Es sind nicht nur ein paar Kürzungen ein Personal oder so, sondern jetzt betrifft es jeden gerade in diesen Zeiten.
SPEAKER_08Gab es in der Zeit eine Kritik, wo du sagen würdest, die hat dich getroffen? Wo du sagen würdest, das hat vielleicht sogar auch, also kommt daran, wie du damit, so wie ich dich einschätze, ich nehme es gleich vorweg, gehe ich dafür um, dass du reflektiert hast und dann überlegt hast, ob du das vielleicht ändern musst. Aber gab es so Situationen und welche?
SPEAKER_02Das will ich mich gerade mal überlegen, weil ich bin unglaublich offen für Kritik und ich weiß, dass immer Blick selber sagt, man ist kritikfähig, aber ich bin so dankbar, das ist immer blöd, dass es selber sagt. Aber ich bin irgendwie so dankbar, dass man mir das irgendwie auch sagt. Aber es gibt schon auch Kritik. Ich überlege gerade, was das irgendwie mit war, dass ich sage, manche trifft dich mehr und manche sagt, wie gut kann ich machen. Also klar, wenn es an deine Persönlichkeitsstruktur geht, ich glaube, das ist dann manchmal so Themen.
SPEAKER_08Gibt es wirklich Leute, die dann so kommen und deine Persönlichkeitsstruktur dann angreifen? Also was wäre das für dich zum Beispiel, was meinst du damit?
SPEAKER_02Eher der innere Ring. Also wenn ich jetzt sage, und die dürfen das ja auch. Also wenn ich jetzt zum Beispiel in meine Amtsleiter sehr offen bin oder meine Gemeinderäte, zu denen ich auch sehr nahe stehe, wo ich das ja auch immer wieder einfordere und zu sagen, dass man sagt, es sind jetzt so banale Sachen, die treffen mich jetzt nicht so, wenn man kommt in der Gemeinderatssitzung, da war ich jetzt ein bisschen zu schnell. Oder ja, solche Dinge, wo ich, das trifft mich jetzt nicht persönlich. Ich überlege so out of record.
SPEAKER_08Komm, wir machen jetzt was. Ich mache jetzt eine Kritik, die trifft und dann hast du endlich mal was für den Kind.
SPEAKER_02Doch, eine kommt mir jetzt gerade aus, und das war von meinem Verliert auch nicht gleich lang, aber die hat mich echt getroffen, dass mich eine Bürgerin gesagt hat, ich glaube, das war mal beim Dorf, Frau Brand, Sie gehen immer so gebückt, Sie können doch was, gehen Sie doch aufrechter. Wo ich dann grünste, das habe ich heute noch im Kopf, ich weiß, ob die Bürgerin sich jetzt gemacht hat.
SPEAKER_08Das habe ich gemeint. Das habe ich gemeint, sowas meine ich, genau. Also wo du merkst, es gibt manch eine Situation und die geistert dir noch vier Jahre später im Vorbeigen.
SPEAKER_02Das ist so eine, wo ich dachte, gehe ich so gebückt und bin ich, also, keine Ahnung. Das war irgendwie sowas, wo ich dann dachte, okay, dir hat das schon länger aufgefallen oder so. Und immer wenn ich das sehe, denke ich an den Satz.
SPEAKER_08Und was war da in dem Moment der Punkt? Was hat dich daran getroffen?
SPEAKER_02Vielleicht, dass ich glaube, so denke, boah, bin ich zu schüchtern unterwegs, glaube ich, nicht an mich selber, charakterlich. Warum gehe ich jetzt nicht aufrecht? Bin ich zu, wo ich dadurch Storeflash glaube bin, irgendwie zu, überlege ich mir zu schüchtern, zu, keine Ahnung, weil ich ja sowas, glaube ich, dass man charakterlich überlegt, zweifle ich gerade an mir, bin ich gerade in einer Phase, wo ich mich vielleicht mich selber irgendwie gerade so, das macht dann was mit einem und dann überlegt, warum gehe ich gerade so? Oder warum fällt es jemand auf? Oder warum mache ich mir überhaupt so viel Gedanken? Ja.
SPEAKER_08Und dann bist du wieder, ja genau. Wie vorher dann schon so. Und dann regst dich auf, dass du dich drüber aufregst, dann denkst du, was soll denn das Scheiß?
SPEAKER_02Was soll denn das Scheiß? Vielleicht bin ich gerade einfach zufällig so gelaufen. Vielleicht bin ich keiner, aber du machst dir dann irgendwie, da habe ich mir mehr Gedanken, glaube ich, drüber gemacht, wie die mir sagen wollte.
SPEAKER_08Das ist interessant, das heißt, was dich getroffen hat, war das eigentliche Thema, das sie angenommen hat, dass du schüchtern wärst.
SPEAKER_02Vielleicht. Also ich muss grundsätzlich sagen, ich bin ein Mensch, mein Mann ist das volles Gegenteil. Das ist so ein Lernfeld von mir. Ich gucke, was meine Außen von mir halten. Also weißt du, dass dir was ausmacht, was andere von dir halten.
SPEAKER_08Ist er gar nicht, oder?
SPEAKER_02Nee. Überhaupt nicht. Der ist doch volles Gegenteil von mir.
SPEAKER_08Und bei dir ist es aber so. Aber spannend, dass du mit der Eigenschaft dann Bürgermeisterin wirst.
SPEAKER_02Ja, und das ist auch ein Lernfeld. Also die letzten zehn Jahre, muss ich sagen, vor zehn Jahren war es noch viel, viel schlimmer als jetzt, weil ich ja weiß, du kannst nicht jedem Recht machen und ich kann nicht jeder toll finden, wie du vorhin gesagt hast, ich habe dich nicht gewählt, weil es gibt's, also damit kann ich viel besser umgehen als vor zehn Jahren. Ich glaube, da hätte mich das noch viel, viel mehr getroffen, wenn du mir ein Jahr später gesagt hast, du hättest mich nicht gewählt, wie jetzt nach zehn Jahren.
SPEAKER_00Witzig, oder?
SPEAKER_02Weißt du?
SPEAKER_00Crazy.
SPEAKER_02Und das ist auch so eine persönliche Entwicklung, glaube ich, auch mit. Aber ich bin schon eher der Typ, ich möchte schon nach außen gut ankommen. Also das ist ja grundsätzlich auch nichts falsch.
SPEAKER_08Nee, wollte ich gerade sagen, also eine gewisse Wirksamkeit ist ja ein Grundbedürfnis. Darf ja auch sein. Wir wollen ja auch ein bisschen gesehen werden. Es wird ja immer dann komisch, wenn es dann drüber geht. Muss auf die Bühne und ich bin's.
SPEAKER_02Aber es darf dich halt nachher nicht zusehen. Also du kannst ja nur Entscheidungen treffen, damit du nach außen gut wahrgenommen wirst. Und das habe ich gefühlt, das ist schon in den letzten zehn Jahren ein gutes Lernfeld gewesen, wo ich mich auch weiterentwickelt habe. Und ich glaube auch dadurch selbstbewusster geworden bin ich. Vor zehn Jahren hatte ich nicht dieses Selbstbewusstsein, glaube ich, wie ich es heute habe. Weil du damit einfach besser umgehen kannst.
SPEAKER_08Ich glaube auch, dass der Job das gar nicht zulassen würde. Also wenn du die Charaktereigenschaften noch so ausgeprägt hättest vor zehn Jahren, dann würdest du, glaube ich, viel unausgeglichen an dem Job sein. Du brauchst so ein bisschen diesen Panzer. Aber der entsteht halt auch durch die Arbeit daran. Das ist halt das Thema. Es gibt Leute wie dein Mann, die da halt Gott gegeben dran stehen und sagen, I don't give a fuck. Wunderschön, beneidenswert. Aber persönliches Wachstum entsteht halt dann durch sowas dann, wo du dann halt merkst, ich habe vielleicht auch noch beide Seiten. Ich kann das auch noch reflektieren. Weil oft, ich kenne auch Leute, denen I don't give a fuck und so. Und wenn du dann sagst, so hey, du pass auf das und das und das, kann das halt auch oft passieren, dass das dann halt, ja, whatever. Und dieses Abschotten auch dann von dieser Eigenschaft kann auch dazu führen, dass du in einer gewissen Art und Weise auch ein bisschen kalt wirst, auch dir selber gegenüber. Deswegen paradoxerweise ist das die Kartharsis und dann das Entstehen des Weges, dieser Prozess, wo du dann merkst, ja, ich war mal schüchtern, ich habe meinen Selbstwert aufgebaut und jetzt habe ich was Stabileres, ein Fundament, auf dem das steht. Und ich kann beides. Wenn jemand zu mir kommt und sagt, hey, warum laufst du gebüggt, sagst du, ach, stimmt, bin heute so ein bisschen anstrengender Tag.
SPEAKER_02Ach so, und fertig, genau. Und man schützt es ganz anders ab, wie da vielleicht.
SPEAKER_08Das ist spannend. Ich finde das auch sehr spannend. In dem Beruf ist es aber schon so, dass du, also stelle ich mir jetzt sofort, deswegen die Frage an dich. Man hat ja schon eine gewisse Rolle. Man muss eine gewisse Rolle aufsetzen. Wir sind ja bei Ego unplugged. Und dabei geht es auch immer darum, dass das Ego ja gut ist. Man braucht es ein Instrument, ein Werkzeug, Widerverstand, alles okay. Aber wie viel würdest du sagen, kannst du echt sein in deinem Job? Und wie viel musst du Rolle tragen?
SPEAKER_02Auch ein cooler Gedanke. Also auch mal selber sich Gedanken zu machen drüber. Manchmal ist es selber auch so drin. Aber ich würde sagen, ich glaube auch das, was die Leute an mir schätzen oder was ich bin, ist dieses, dass ich sehr oft ich bin. Vielleicht manchmal zu viel Ich.
SPEAKER_08Kann ich bis jetzt nicht bestätigen, aber erzähl.
SPEAKER_02Yeah, aber ich denke schon in manchen Situationen. Ich glaube, wenn man so meine Marathausmitarbeiter fragt, dass ich glaube, das ist dieses Nahbare, dieses Ich bin da sehr oft ich bin und bin jetzt nicht nur, weil ich jetzt da die Vorgesetzte bin, muss ich jetzt eine gewisse Rolle sein, sondern da ich sehr viel ich bin. Ich glaube, ich könnte das auch gar nicht durchhalten, dass du immer sagst, jetzt bin ich eine Rolle, ich muss da irgendwie anders sein. Ich glaube, ich bin irgendwann auch in eine Rollereien gewachsen. Also ich habe mich ja dann auch ein bisschen verändert und bin in manchen Situationen nach zehn Jahren vielleicht auch anders, routinierter natürlich. Da ist schon die Frage, ist das Rolle, bin das ich, dass es auch ein bisschen manchmal auch verschwimmt, weil du das so annimmst und da bist ja du dann irgendwann auch mit. Aber ich bin schon viel, viel mehr ich, wie dass ich jetzt eine Rolle bin. Ich glaube, Rolle bin ich eher, das merke ich an mir selber immer, an den Veranstaltungen, an wichtige große Veranstaltungen, wo ich sagt, da bin ich jetzt, da muss ich jetzt auch Rolle sein, wie jetzt am Jubiläum, wo der Kretschmann da war, da musstest du natürlich die Bürgermeister und so. Da bin ich auch ich, aber da bist du mehr Rolle. Was gehört sich, was musst du jetzt machen, wo du vielleicht jetzt sonst lockerer gemacht hättest oder so, aber da hört sich's. Wer haupt rechts, wer links, wie gibst du die Hand? Weißt du, solche Dinge, wenn solche Sachen sind, wo formaler sind, wo einfach du Rolle Bürgermeisterin, da rutsche ich, glaube ich, schon mehr in Rolle, wie ich bin.
SPEAKER_08But du kannst es selber erkennen, ne? Du merkst es dann. Is this manchmal so that you then feststellst, was a bit gesagt, aber dass du dann da stehst und merkst, okay, the Herr Herr Minister, da bin ich doch Präsident, ist da. And du merkst dann so, okay, pass auf, ich bin jetzt Bürgermeisterin. Und kannst du dich dann selber beobachten und merkst so, oh ja, okay, da ist die Anspannung im Körper. Total.
SPEAKER_02Total. Und ich merke es vor allem hinterher, weil ich merke immer dann, wenn ich Rolle war, ist es für mich anstrengender, als wenn du einfach du bist.
SPEAKER_08Spannend, ja. Aber du kannst es dann also total unterscheiden, ne?
SPEAKER_02Nicht immer wahrscheinlich. Aber oft. Schon oft, weil ich merke, es ist anstrengend, das hat mich echt geschafft.
SPEAKER_08Crazy, oder?
SPEAKER_02Ja. Weil es halt deine Natur dann manchmal ist, weil du ja gerne ist, sondern weil du dann nicht so lockerflockig, wie du sonst bist, das streng dich ja nicht so an.
SPEAKER_08Aber es ist spannend, du willst es ja eigentlich sein.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_08Eigentlich wollen wir das ja sein. Wir wollen ja eigentlich, das liegt ja in unserem Grundbedürfnis, dass wir eigentlich einfach wir sein wollen. So mit allem, was dazugehört. Und trotzdem merkst du, dass du dann irgendwie rauskommst in die Gesellschaft und dann kommen solche Situationen, du.
SPEAKER_02Ja, automatisch.
SPEAKER_08Crazy, oder?
SPEAKER_02Ja, ja.
SPEAKER_08Das ist zum Beispiel ein Thema, was mich dann oft auch manchmal, das berührt mich emotional auch oft. Ich finde es so schön, wenn Menschen echt in Begegnung kommen können. So mit so wenig Maske wie möglich. Dazu gehört auch eine gewisse Bewusstheit, wie du selber da. Das gehört auch schon mal dazu, das Fundament. Und dann zu sagen, ich muss keine Maske spielen, ich darf einfach so sein, wie ich bin und ich bin gut so wie ich bin. Und dass wir halt gerade in solchen Berufen, auch auf Politik oder sowas, ne, dass wir da oft so krasse Fassaden und die sind, das ist ja so eine Maske und ein Rucksack, den du da mit dir rumträgst. Ich meine, klar, aber Politiker werden ja auch, also es ist schon ein Job, da muss, das muss man wollen, ne?
SPEAKER_06Ja, definitiv.
SPEAKER_08Weil, weil, wenn du die ganze Zeit der Kritik ausgesetzt hast, auch wenn du alles geil machen würdest, es wird immer Haters geben und Leute, die dich fertig machen und das musst du ertragen können. Und dadurch entstehen ja auch oft diese Masken und diese Schutzmechanismen. Aber ich finde das brutal anstrengend.
SPEAKER_02Und ich bin schon auch froh, also ich glaube, eine Entwicklung ist da schon to see, dass auch in der Politik, in der größeren, das mehr menschlicher wird und nicht mehr zuseher. Also wir sind da schon in hohe Level, was so Rollen angeht and so, and we're so political to see and so. But the Instagram world, etc., Politiker, and this is spanning, yeah. Or violent, but this is, and then there's often a critic, oh my God, they are hockey in McDonald's and films by Instagram. So I think then there is the critique, I won't say it is so real and it is not a role, but then there is the critique. But so it should be more of a value on where the person that hindered. Or if it's good.
SPEAKER_08Yeah, yeah. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt möglich ist. Also auf der großen Spielplatte. Also kommunal, vielleicht jetzt bei dir in der Region schon, weil man sehr bürgernah ist und weil die Leute einen kennen und so und man dann auch ein bisschen den persönlichen Kontakt hat. Aber ich glaube, wenn du jetzt irgendwie Ministerpräsident bist oder dann halt wirklich einer im Bundestag oder so, da bist du ja so weg vom Burger eigentlich. Klar, die gehen auf ihre Wahlkampftrips und sowas. Aber jetzt mal ganz ehrlich unter uns, das ist ja, die haben genauso viele Haters wie Lovers. Und wenn du die Wahlbeteiligung in Deutschland anguckst und dann guckst, welche Parteien wie viele Punkte kriegen, dann weißt du auch, dass halt von deinen Freunden zehn Freunden halt bloß drei zur Wahl gehen.
SPEAKER_02Wenn du das dir runter rechnest.
SPEAKER_08Und wenn du das dann runter rechnest, sind das dann halt oft dann die speziellen.
SPEAKER_04Ja, ja, ja, definitiv.
SPEAKER_08Muss man einfach so sagen. Keine Ahnung. Weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist, diesen Job auszuführen. Da brauchst du schon, ich glaube, du brauchst schon so ein bisschen so einen Schatten im Gesicht.
SPEAKER_02Das frage ich mich manchmal schon auch, wie das auszuhalten ist. Oder? Und vor allem über so viele Jahre ja manchmal auch. Weil, also was so Anfeindungen angeht und Kritik und so, ist das ja nochmal ein ganz anderes Level.
SPEAKER_08Absolut, auch mit Borddrohungen und so ein Wahnsinn.
SPEAKER_02So ganz extrem.
SPEAKER_08Und ich finde, das hat sich so, ich würde sagen, so in den 2000ern, so bei Schröder hat es angefangen, würde ich sagen. Also wenn du so einen Helmut Schmidt anguckst oder so ein Brand, auch Interviews mit denen, auch ein Schmidt noch mit seiner 80, mit seiner Mentholkippe, der da saß, und das müssen wir, also der hat einfach gesagt, was er denkt. Und dann irgendwann hat das jetzt angefangen in den letzten 20 Jahren, dass wenn du das sagst, was du denkst, dass du komplett zerrissen wirst. Komplett. Und ich glaube, das macht es ja, also ich meine, da muss ja dann so ein Philipp am Tor entstehen.
SPEAKER_07Weißt du, wo dann alles nur noch so und die Stimme nur noch hier oben und das ist total echt.
SPEAKER_08So, nee, Digga, das ist nicht echt.
SPEAKER_07Absolut.
SPEAKER_08Du kannst super freundlich sein, ich glaube, du bist auch im Herzen ein wunderbarer Mensch, aber das ist nicht echt. What? Also weißt du, das ist so anstrengend dann auch. Aber das ist interessant. Was hat dich in der ganzen Zeit in der Politik, was würdest du sagen, hat dich am meisten wachsen lassen? Wenn man das Politik, ich sag Politik dazu, ist es ja. Du wisst ja auch. Kommunalpolitik, ja. Was hat dich in diesen zehn Jahren am meisten wachsen lassen?
SPEAKER_02Ich glaube, immer wieder Kompromisse zu finden, unterschiedliche Meinungen zu haben, anders denken wie ich bin auch, und das alles immer wieder zusammenzubringen. Also das finde ich, was ganz Spannendes, was mich auch selber gebrennt, nicht immer mal out things anzunehmen, die anders laufen, wie du es, glaube ich, gemacht hättest. So das Thema. Das muss ja nicht immer so, all my ideas that I have sind ja jetzt nicht alle so eins zu eins umgesetzt worden, sondern das ist ein Prozess. And this process can now anstrengend sein. Also ich habe gemerkt, a greater group of what to use, or you have a deal, in 10 years will you say, also to process to women with, what do you then, whose sites, and so this process. This has me pretty much positive for me, um other meaning selber. Also, when it's my Vorschlag, and it muss nachher das Ergebnis nicht immer das sein, wie ich mir quasi vorstellt. And this finde ich is auch ein Process, where in ganz unterschiedliche Themen aufkamen. Also Projekte, die weiteren, neues Dolfesh-Konzept zum Beispiel, wo wir ein ganz langer Prozess war irgendwie. Und das lässt einen selber ja auch reifen. Wie funktionieren so Prozesse? Wen nimmst du mit und wie gehst du damit um, wenn es in eine andere Richtung läuft, wie du sie es vorstellst, ist aber vielleicht auch ganz gut, könnte auch so laufen. Also die Wege sind ja nicht immer, dass ich mir vorstelle, am Ende müssen wir da rauskommen, sondern manchmal laufen die Wege ganz, ganz anders, wo ich nachher denke, ja, hätte ich jetzt vor einem Jahr gar nicht gedacht, aber es ist eigentlich jetzt auch ein guter Weg, so wie es jetzt läuft, weil Rahmenbedingungen sich ändern, weil andere Meinungen reinkommen oder so. Ja, und das finde ich hat schon auch geprägt oder nimmt man auch persönlich auch, mit der Erfahrung, sowas zu bündeln, sowas zu planen und dann nachher was anderes anzunehmen, wie man es vielleicht ursprünglich mal gedacht hat. Es war jetzt sehr komplex, gell? Ich habe da ein paar Themen natürlich im Kopf, um dich zu greifen.
SPEAKER_08Aber ich würde mal sagen, Frustrationstoleranz, Kompromissbereitschaft und Manipulation. Sind drei gute Eigenschaften. Alles in den richtigen Werkzeugen sind in den richtigen Händen immer gut. Jetzt muss ich einmal für mich eine Lanze brechen. Hier einmal komme ich jetzt in mein Grundbedürfnis Wirkung, die Geschichte hinter dem Dorf fest. Das war immer so die Straße, baba baba, wir haben über das ganze Dorf zugeballert und mit Feuerwerk und anderen dran. Und vor, ich weiß nicht, acht Jahren oder so war ich als zweiter Vorstand vom Werbering, Neckartensling damals, in einer Gemeinderatssitzung mit dabei. Und habe damals, vor wirklich fünf Jahren, bevor das überhaupt gemacht wurde, habe ich gesagt, Leute, lasst es dann doch ganz simpel machen. Wir machen alles in einen Topf, wir schmeißen uns zusammen und machen ein Dorffest, wo alle Vereine miteinander wirken und machen ein großes Ding. Die anderen Gemeinden aus dem machen es doch genauso. Lass uns da ein Beispiel dran nehmen, funktioniert wunderbar, never change a running system. Und dann können wir dann können wir diesen ganzen Sachen, mit wer verkauft was und wie viel Geld wird da eingenommen, einfach aus dem Weg gehen.
SPEAKER_02Ich hab das noch voll im Kopf.
SPEAKER_08Weißt du es noch?
SPEAKER_02Ich hab das noch voll im Kopf. Du weißt es noch. Ich weiß das noch. Und ich weiß, dass du ein Verfechter, auch wenn wir mit dem Werbering immer damit zu tun haben, immer ein Verfechter dafür bearscht.
SPEAKER_08Yeah, genau. Und dann war das dann so, pff! Jahrelang nichts passiert. Ich bin dann raus und hier und da. Und genau das haben sie gemacht.
SPEAKER_02Und das ist der Prozess. Es braucht Leute, die Dinge ansprechen, and this is mein Lernfeld, wo ich das nämlich passiert jetzt nicht sofort. Sondern das sind immer, das ist das, was ich mit dem Prozess meint, das sind immer wieder Stimmen gewesen. Ich war voll der Meinung auch. Aber das kriegst du nicht von heute auf morgen hin und du musst eine Maße mitnehmen. Und nur weil du einer sagt, wir machen das jetzt anders, funktioniert das nicht, weil das ist ein gemeinschaftliches Fashion. Und das ist dieser Prozess, wo ich, ich bin sehr ungeduldig, ein sehr ungeduldiger Mensch.
SPEAKER_07Ich wollte gerade sagen, ich weiß gar nicht, wie du das aushältst. Ich bin auch so ein kleines Dopaminkind. Ich so, ich habe eine geile Idee, die machen wir jetzt.
SPEAKER_08Und alle im Gemeinde gerade, wer ist dagegen?
SPEAKER_02Genau so, das habe ich auch lernen müssen. Manche Dinge brauchen Zeit, die kommen nicht von heute. Und dann bin ich vielleicht einmal frustriert, weil du sagst, boah, das wurde so abgetan, fertig, super. Aber das braucht Zeit und es gab dann danach noch mehr, die das gesagt haben. Und es braucht manch einen Prozess und es braucht manchmal Anlass und das war unsere 950-Jahr-Feier, um das zu testen, zu sagen, hey Leute, da konnte ich sagen, wir testen das einmal, das ist schon Gemeindefest, wir organisieren das mit den Vereinen, wir probieren es aus. Manchmal braucht sowas, so einen Punkt, wo man sagt, hey, wir schrehen schon seit zehn Jahren drüber, jetzt ist der Zeitpunkt, jetzt machen wir es.
SPEAKER_08Jetzt machen wir es. Ja, es braucht einfach Zeit. Du hast recht.
SPEAKER_02Und auch heute hast du nur Leute, die mir sagen, man schreiben auf dem Dorffest, so schade, wie das Dorffest jetzt aussieht.
SPEAKER_08Das ist halt das Paradoxe dran. Bin ich ganz ehrlich zu dir. Ich habe das ja auch genossen.
SPEAKER_02Ja, in den Straßen, so.
SPEAKER_08Finanziell und für die Vereine und von der Komplexität ist es jetzt, was wir jetzt haben, geschickt da alles in einem Zelt. Ist super. Aber von dem Gefühl eines Dorffestes, und wir wollten, ich wollte das ja auch machen, wir wollten das einfach testen. Jetzt haben wir es getestet und mein Gefühl war jetzt so, cool, aber jetzt haben wir das, was alle aus dem.
unknownGenau.
SPEAKER_07Wir wollen doch was anderes. Ich war doch voll zu gut. Wir hatten am Neckar unten Feuerwerk und.
SPEAKER_02Du konntest von Festzeit zu Fest, da konntest du ein bisschen tingeln von den Ständen.
SPEAKER_08Und überall, und wenn du dann die Gruppe hattest, die Fußballer, die Handballer können sich nicht leiden, wunderbar, jeder hat sein eigenes Zelt und so weißt du. War ja auch irgendwie geil. Hatte auch was.
SPEAKER_02Hatte auch was und ich verstehe diese Kritik auch. Also und das war ja das, was wir abwägen mussten. Wir sagen ja nicht, es war alles schlecht, sondern es ging eher darum die Zukunft. Und der große Punkt war ja, Vereine schaffen es nicht mehr, einzeln jedes Zelt für sich aufzustellen und die Infrastruktur zu bringen. Und jetzt hast du es gebündelt.
SPEAKER_08Ja, das ist ja eh das Thema, dass die Vereine alle sterben. Das ist ein richtiges Vereine sterben gerade. Und dadurch kriegen die halt auch die Manpower nicht mehr auf die Straße. Das ist halt einfach das Thema. Deswegen musste man es ja irgendwie, es musste sich sowieso was verändern, weil die Leute, die davor geschrien haben, wir machen das selber. Die haben plötzlich gemerkt, wir können es gar nicht mehr selber. Es geht gar nicht mehr.
SPEAKER_02Und nur dann kam es, weil die Leute gesagt haben, wir können es nicht mehr. Wenn die Großen sagen, wir können es nicht mehr. Nur dann ging es um den Prozess ja los.
SPEAKER_08Was glaubst du, warum so viel vor reinsterben, dein Bauchgefühl, warum das alles so gerade passiert?
SPEAKER_02Wir sind in einem unglaublichen gesellschaftlichen Wandel drin. Ich sage aber immer, das ist immer so schwierig, sondern alles schlecht, alles anders. Ich glaube, es wird einfach anders. Unsere Gesellschaft wird anders und ich finde immer wichtig, manche Dinge muss man auch so annehmen, wie sie sind. Man kann immer sagen, oh, früher war alles besser, das ist immer so ein Thema. Ja, bestimmt. Es wird einfach anders. Und ich glaube auch, eine Vereinstruktur wird anders. Und ich bin der Meinung, man muss sich einfach drauf einlassen. Und ich bin auch der Meinung, dass die Vereine in Negratenzingen da schon echt gut auf dem Weg sind und versuchen, das auch anzunehmen und zu überlegen, wie kriege ich es anders hin. Nur ein Beispiel, ich glaube, wir sind immer, du wirst niemanden mehr finden, der sagt, ich trete in den Verein an, bin mein Leben lang in dem Verein und wird da voll mitarbeiten. Du wirst eher Leute haben, um Projekte zu machen, zu sagen, hey, ich habe da mal was von bis, merken wir auch in der Gemeinde, nicht dauerhaft, sondern ich habe ein Projekt, ich mache mich für einen kurzen Zeitraum für das Thema stark und dann bin ich wieder ungebunden und kann mich fürs nächste entscheiden.
SPEAKER_08Ja, ja, ja, so Hopping-mäßig. So Hopping so ein bisschen.
SPEAKER_02Und deswegen tun sich ja auch die Vereine jetzt, zum Beispiel beim TSV, jetzt auch mit Angeboten, nicht, ich bin jetzt nur beim Handball oder nur beim Fußball, sondern dann gibt es zehn Kurse wie im Fitnessstudio, jetzt mache ich jetzt Nordic Walking und dann kann ich mir überlegen, was ich mache. Man muss halt einfach so ein bisschen da drauf eingehen, das Angebot nochmal ein bisschen schärfen auf die Bedürfnisse. Und dann findest du auch wieder eher Leute, die hängen bleiben und sagen, hey, da gefällt es mir eigentlich doch ganz gut mit den Leuten oder so, und finde ich dann doch nochmal eher Mitglieder. Und ich glaube, dass wir Synergien so ein zweiter Punkt finden müssen, and that unser Fan, unser Förderverein für das Ehrenamt, der neu gegründete Verein, wo das Dorffest ja unter der Schirmherrschaft hat, ganz gut, weil der darf noch wachsen darf, weil es fehlt ja oft da an Verantwortlichen, die Vorstand machen, die Kassier machen, etc. And when es dann übergeordneten Dachverbände, or in unserem Fall dieser Förderverein gibt, der vielleicht gewisse Aufgaben von mehrere Vereine machen kann, dann hast du es auch wieder geschafft in der Zeit anzukommen, dass du nicht for jeden Verein, der die Kasse führen muss, nicht for jeden irgendwie was brauchst. Klar braucht es immer noch ein paar Verantwortliche, es können nicht nur Mitglieder geben. But einfach Themen bündeln, die du gemeinsam machen kannst. Weil jeder hat das Thema Datenschutz when it comes, jeder hat das Thema Mitgliederwerbung, dich zusammen zu tun. But ich glaube, Vereinsfrastruktur wird deswegen nicht sterben. Also wir sind in Baden-Württemberg, eines der größten Bundesländer mit dem größten Ehrenamt. Das wird es weiterhin geben, aber halt einfach ein bisschen abgewandelte. Und es wird auch nicht, das sage ich einmal, es wird auch nicht jeden Verein noch in 100 Jahre geben. Also es gibt Neuerungen einfach, es gibt gesellschaftliche Wandlungen und manche Dinge müssen geschlossen werden, um neue zu eröffnen.
SPEAKER_08Ja, das ist ein Thema, was sehr interessant ist mit der Gewohnheit. Ich habe auch jetzt neulich da irgendwie eine 453 Jahre alte Bäckerei halt geschlossen. Oder du halt denkst, Traditionsunternehmen, Familienbetrieb, immer noch Familiengeführt gewesen. Und auch mit den Vereinen, so, ich meine auch dem Schützenverein oder so SGI, was 1569 oder so, was 500 Jahre alter Gilde. Sorry, muss man aufpassen. Vereine die Gilde. Dass das alles Gewohnheiten auch sind und das bezieht sich für mich auch so ein bisschen auf das Lebensgefühl vom Land. Wir machen eine kleine Exkursion, okay? Ich bin aufgewachsen in der Zeit, wenn eine Ruhestörung in der Straße war und dann kam der Polizist vorbei, dann war das meistens irgendwie der Nachbar. Und dann hat er gesagt so, Bernd, Mama, dass er jetzt keiner mehr kommt, weil das ein bisschen loader hat. Gut, ich gang jetzt in die Ochse und dann trinken wir, ja, guter Mai Feuerabend, dann komm ich wieder an. Das war alles so ein bisschen. Das Gefühl habe ich auf dem Dorf, obwohl wir nur eine 6.000, 7.000 Einwohnergemeinde sind und teilweise außenrum 2000 Einwohner alten Ried oder 25 sind es, glaube ich, oder so, dass das gefühlt fast, fast komplett gestorben ist. Dieses Gefühl von man trifft sich beim Schuldes oder man hat das und alles hängt so ein bisschen miteinander zusammen. Natürlich war das auch nicht alles geil, aber das hatte ich das Gefühl, es ist alles gewichen, so eine gewisse Individualisierung, sondern so einer Instagram weg, alle zu Hause. Und auch, und das ist ein Thema, wo ich gerne deine Meinung dazu wissen würde, wir haben uns totbürokratisiert. Ich wollte noch hier vor 15 Jahren unten am Neckar am Dorf, jetzt hab ich gesagt, komm, ich baue da eine Bühne auf, schöne Cocktailbar, mal ein bisschen akustische Live-Mucke, so ein schönes Ding. Delucky, Feuerwehr. Da-da-da-da. Vorschriften. Nichts geht. Wir hatten früher ein Seefest hier am Ackersee mit Feuerwerk und da nichts geht mehr. Wir wollten, wie viele Jahre haben wir denn das Industriegebiet unten am Adler bauen wollen? 15?
SPEAKER_02Und wir sind immer noch nicht weiter.
SPEAKER_08Und dann ist eine Eidechse irgendwo und dann sagt eine Frau irgendwie, boah, die in Kanada lebt und damit nichts zu tun hat. Ach, da finde ich Natur geiler. Also alles gut, ich möchte das jetzt nicht werten. Ich möchte nur sagen, wir haben uns tot bürokratisiert. Es ist für alles, ich weiß noch, Geschichten, da fällst du vom Glauben ab, der Nachbar, sein Zaun ist 10 Zentimeter höher wie der vom anderen, dann muss man irgendwelchen Bebauungsplänen gucken und irgendwas vom Landrat sagen, dann stellt man fest, alle in der Straße haben den falschen Zaun.
SPEAKER_07Wenn man das jetzt aufrollt, um das Gesetz wieder hinzukriegen, müssten alle ihre Zäune abreißen.
SPEAKER_08Was? Also weißt du, wo du da denkst so, boah Leute, haben wir keine Probleme. Und dieses Menschliche, dieses, hey, komm, wir machen das jetzt so. Ja, klar, keine Fettelesswirtschaft mehr, das ist natürlich dann der Vorteil daraus, aber es ist halt auch tot. Es ist komplett tot. Was ist dein Gefühl? Wie gehst du damit um? Was ist dein Gefühl, weil das ja auch in deiner Amtszeit teilweise jetzt so passiert ist?
SPEAKER_02Also das hindert uns am meisten ins Doing zu kommen. Also das muss ich wirklich sagen, ist auch eines der Nell Fiction-Punkte auf dem Rathaus in der Arbeit, weil du von so vielen Behörden und so vielen Rechtsvorschriften. Also wir sagen immer, eigentlich gestalten wir mittlerweile in den Rathäusern nicht mehr, sondern wir verwalten nur noch von Land und Bund, weil es so ist. Also wir kriegen Aufgaben runter, die so und so gemacht werden müssen. Und selber, wenn du was machen willst, bist du an so viele Vorschriften gebunden. Ich sag aber auch, und da komme ich zu dem, wo du gesagt hast, wie es früher war, dieser Exkursor, wie man vielleicht miteinander eine gute Lösung davon hat, wir sind natürlich auch so, weil jeder auf sein Recht pocht und es einklagt. Und durch die ganzen Gerichte und die ganzen Urteile gibt es wieder Vorschriften. Also wir bestehen ja auch drauf. Wir Bürgermeister sagen manchmal, regelt 80%, 20% lässt uns Kommunen machen. Weißt du, so ein bisschen, oder auch wieder, wenn nicht jeder, und da muss jeder sich an seiner Nase packen, wenn nicht jeder auf sein Recht beharrt oder da gibt es keine Regeln dafür, stell dir vor, da gibt es keine Regel. Also dass wir mal manche Dinge akzeptieren, die nicht alle durchgeregelt sind, müssen wir auch uns an der Nase packen und zu sagen, hey, da gibt es jetzt vielleicht nichts Geregeltes. Also Amerika ist ja zum Beispiel ein Beispiel, wenn ich meinen Wellencittich in die Mikrowelle stehe, weil da draußen nicht steht, dass ich kein Wellencittich reintun darf.
SPEAKER_08Da darf ich den Mikrowellenhersteller verklagen und bekomme Millionen.
SPEAKER_02Da steht ja nicht drauf. Genau. Also da ist das ganz Extremst, aber so ein bisschen in die Richtung. Also bei uns, sobald halt jemand klagt, gibt es halt was, wo man, oh da stimmt, da gibt es gar keine Vorschrift dafür. Da muss man jetzt mal wieder die Gesetze geben und sagen, dass es eine Vorschrift dafür gibt. Und dann baut sich das natürlich auch so auf. Also ich glaube, das ist so ein Kreislaufschwert.
SPEAKER_08Spannend, weil das bezieht sich ja auf jeden Bereich. Du hast ja, wenn du Leute hast, die sagen, so boah, so 120 auf Autobahnen oder 130 Limit und sowas, ich lasse mir das nicht nehmen, dass ich mit 250 darüber baller, wenn ich da Linda will oder whatever. Und so bezieht sich das ja überall. Ich darf meinen Tannenbaum nicht mehr aus dem Rohr schießen auf dem Bauernhof, ja, weil Sprengstoffgesetz, bla bla bla und so. Und auf der anderen Seite, als das aber noch normal war und als das cool war, sind dann halt A, entweder ständig Unfälle passiert oder du hattest dann halt Streitigkeiten und also das ist ja das Witz, es entsteht aus einem Prozess heraus. Wir haben uns ja durch das Verhalten des Menschen per se dahin bewegt. Und auf der anderen Seite beschwert sich jetzt wieder der Mensch per se darüber, dass das alles so tot. Und das ist ein totales Dilemma.
SPEAKER_02Ja, ja. Und dann finde ich es so spannend, es geht als Regelungs- und Befreiungsgesetz und alles, was es gibt, weniger Vorschriften, Bürokratieabbau und alles und so versucht, der irgendwie anzugehen, ich sage immer schon so ein toller Versuch. Sind jetzt am 1.1.6. Wenn so ein paar Themen kommen, zum Beispiel zum Gaststättenrecht, das jetzt kommt, wenn man zur Schenkererlaubnis will, muss man es nicht mehr beantragen beim Landratsamt. Das fanden wir jetzt erstmal relativ ganz gut. Also darfst du jetzt aber was aufmachen, also quasi Gaststätte. Und es muss nur noch angezeigt werden. Aber dann finde ich es ganz spannend, dann kommt wieder, und dann im Landratsamt überlegt, okay, wenn wir das aber jetzt nicht wissen, okay, die müssen das jetzt doch eine E-Mail schreiben an die Kommune, die das dann wieder an das Landratsamt weiterleiten. Und dann haben die Kommunen überlegt, ja, machen die das jetzt formlos, ach komm, wir machen zusammen ein Formblatt. Dann habe ich gesagt, nicht, wir können doch jetzt nicht schon wieder ein Formblatt machen, es war eine Begegnungsbefremd. Und dann haben wir in uns drin, richtig drin. Wir wollen dann, es sind ja auch wir, muss ich ja mal sagen, so Beamte ja so ein bisschen, wir sind halt Beamte. Ich weiß auch nicht, ob man platt.
SPEAKER_07Wir brauchen einen Formblatt. Wir brauchen ein Formblatt. Und mit dem Mittelgabel zogen sie los und fühlen dann mit den Kappen. Jeder mit einer Laserdruckpatrone wird den los. Geil.
SPEAKER_02Also ja, wir sind dann mal dann nicht so weit, irgendwie zu viel Verantwortung, wenn wir zu haben, wo ich dachte, nein. Also das muss jetzt ganz unkompliziert laufen. Das ist schon immer ganz witzig. Und ich habe heute Morgen, ich musste echt lang, auf dem Schreibtisch tatsächlich ein, was sagen wir, das ist eine Beauftragung, dass ein Hausmeister in der Schule Beauftragter für die Begutachtung einer Schultafel ist. Den muss ich extra bestellen, damit er die Schultafeln begutachten kann. Wo ich dachte, wo sind wir gelandet? Wo sind wir gelandet? Für jedes brauche ich einen Beauftragten und jemanden, der Verantwortung übernimmt, weil wahrscheinlich, wenn ein Schüler auf Fuß fällt, ist dann eher schuld. Also, wo ich dachte, was gibt es alles? Was muss ich alles unterschreiben? And finde erstmal Mitarbeiter, die so etwas tun, die Verantwortung. Also, Gewässerbeauftragten, jetzt muss man ein Community finden, der für das Gewässer is. Also for all es irgendwelche Beauftragten, die irgendetwas machen. And we als Bürger, this is what we spared and say, hey, it is einfach.
SPEAKER_07Glaubst du that?
SPEAKER_02Bin ich ehrlich? And it's so ein gordischer Knoten. I have unser Landesvater, who, when er bei uns im Wahlkreis ist, immer wieder kommt und sagt, wir würden ja gerne, aber es ist jetzt so eifers. Es ist jetzt so eifach, das sind dicke Bretter.
SPEAKER_08Ja, ist so. Und früher war ich da richtig wütend drauf, bin ich ehrlich. Ich bin ja schon so ein kleiner, also Revoluzer. Revoluzer. Vielleicht ein kleiner Rebell. Revoluzer sind ehrlich die, die auch wirklich dann was tun dafür. Wobei doch, ich war im Gemeinderat. Ich habe es probiert. Also, nee, okay, eine Mischung aus Revoluzer und Rebell, okay? Und wenn dann Leute gekommen sind, so damals, da Drott war ich aber bloß 5 Zentimeter da, dann war ich so richtig so, ich habe richtig gemerkt, so, Digga, du machst es nur, weil du Angst hast, die Kontrolle zu verlieren. Ist dir das eigentlich klar? Ich habe mich da erhoben drüber. Mag ich nicht mehr, weil ich weiß, woher das kommt. Trotzdem kommt es nicht aus mir raus, dass ich mich immer so, dass ich diese Wut in mir drin spiele und mir denke, so, boah, Leute, wir können doch alle so ein bisschen Hausverstand wieder einschalten. Und da gibt es so einen Anteil in mir, der denkt, ich bin jetzt nicht der größte Freund der KI, der jetzt sagt, so, boah, das ist der Killer, aber ich akzeptiere, dass es da ist. Und ich denke manchmal so ein bisschen, okay. 90% der Jobs in der Verwaltung sind wahrscheinlich in den nächsten 20 Jahren Geschichte. Und das bin ich auch ganz ehrlich, okay. Und ein bisschen denke ich mir auch so, ja. So, ihr Arschkrampen.
SPEAKER_07Immer alles so. Die Frau Meyer hat gesagt, das Protokoll 15B und wenn sie auch rufe, ja, ich habe das Protokoll schon eingereicht, ist da der vierfache Durchschlag auch drin, das rosa Formular hat ihn dann, boah, ich hoffe, du hast dann schon verloren.
SPEAKER_08Boah, ich hoffe du, boah, bitte, bitte. Geh in den Garten und wer glücklich. Mach was weiß ich, Schnittlauch, aber hör auf die Kontrolle, dass du diese Macht über manche Menschen hast und man spürt richtig, wie manche Leute das, als ob das so anziehen würde, diese Machtausübung.
SPEAKER_02Und aus welcher Perspektive ich das sehe, wie viele Personalkosten du sparen könntest in den Verwaltungen. Wenn du gewisse Regelungen aussagst, Förderanträge, wie viel da beim Regierungspräsidium sitzen, die di nur bescheiden und also genau solche Dinge und das, was du gerade beschrieben hast, es würde Personal sparen und ich krieg trotzdem hundertprozentig würde die Welt sich auch weiter drehen.
SPEAKER_08Ja, absolut.
SPEAKER_02Definitiv.
SPEAKER_08Es ist ein schmaler Grad, auch vor allem für Leute, die jetzt in deinem Beruf arbeiten und so. Aber ich denke mir manchmal so, guck mal, wir hatten es ja vor heute von einem Gemeinderat, du kriegst so ein Pamphlet, dann liest du das durch und denkst, ich verstehe es nicht. Gibt es der KI, die liest es durch.
SPEAKER_02Macht dir eine Zusammenfassung. Macht dir eine Zusammenfassung.
SPEAKER_08Ja, wenn du wirklich mal eine sehr gut entwickelte. Ich meine, die Sachen, die wir haben, sind schon ganz gut, aber ich rede wirklich von Quantentechnik, KI-mäßig, irgendwann mal vielleicht in den nächsten 10, 20 Jahren. Und die sagt dann, Leute, es gibt gar keine andere Möglichkeit wie das. Das ist zu 60 Prozent die beste Möglichkeit. Punkt. Ihr müsst es eigentlich so machen, weil alles andere, wäre Wahnsinn, würde in einer Kausalitätskette, von Verstrickungen später wieder dazu führen. Der kann das alles von Anfang bis Ende so und kann sagen, für die nächsten 20 Jahre kann ich euch empfehlen, ist das die beste Entscheidung.
SPEAKER_02Aber die Frage ist, willst du dich, das ist auch ein ganz spannendes Thema für die KI. Willst du dich darauf verlassen? Also auf so eine KI, wo du dann sagst, klar hat er bereit, was berechnet er denn überhaupt immer? Gibst du dich in die KI-Hand zu sagen, der macht jetzt meine Entscheidungen? Also es gibt ja Leute, die das.
SPEAKER_08Ganz ehrlich, ja, ganz ehrlich, lieber wie wenn jemand Wirtschaftsminister ist, der von Wirtschaft keine Ahnung hat. Dann lieber die Kind ein schmaler Grad, ja. Das ist ein schmaler Grad. Ganz ehrlich, das ist meine Meinung. Guck mal, ich hätte viel lieber einen Professor Harald Läscht als irgendeinen Ministerin. Oder sowas, weißt du oder keine Ahnung, jemand, halt ein Arzt, oder ein Brecht als Bildungsminister oder so. Klar, der weiß selber, dass das Prozesse sind über 20 Jahre dauernde Schulsystem, aber er wird es anstoßen. Er würde sagen, scheiß auf meine Reputation, ich mache das jetzt einfach. Und ich werde es wahrscheinlich nicht mehr erleben, aber ich habe jetzt vier Jahre Zeit und ich mache das jetzt, auch wenn ich davon nicht profitiere und nicht meine Diäten und baba, sondern gib ihm. So, dann würde ich sagen, ja, dann lieber jemand, der davon Ahnung hat. Ein Brecht hat davon Ahnung. Weißt du, was ich meine? So, und deswegen, entweder wenigstens Leute, die wirklich wissen, in dem Fachbereich, wovon sie sprechen, genauso wie ich im Gemeinde, soll man das Häuschen bauen oder ich weiß es nicht.
SPEAKER_07Frag mich, was über Kunst oder Unternehmertum oder soll ich Marketing für das Häuschen machen? Da kann ich dir helfen, aber frag mich nicht, wie viel Volt der Spannkasten da braucht.
SPEAKER_08Und deswegen, ja, dann lieber KI.
SPEAKER_02Ja, also es ist auch ein Argument, das ist wirklich spannend. Ich glaube auch, das Thema KI, wie wer darf das dominieren, wird uns schon noch beschäftigen. Auch in den Verwaltungen ist es angekommen mittlerweile.
SPEAKER_08Ja, wir müssen auf jeden Fall halt ein Formblatt dafür machen, wenn sie kommt.
SPEAKER_02Unbedingt, unbedingt. Und das muss noch in die KI das Formblatt. Oh Gott im Liebe.
SPEAKER_08Also gut, gehen wir drauf ein. Wenn du heute nochmal anfangen könntest, können wir einen Schritt zurück in deinem Job. Würdest du irgendwas anderes machen?
SPEAKER_02Ob ich den Job überhaupt gemacht hätte oder.
SPEAKER_08Das können wir danach vielleicht fragen. Ich meine, im Job.
SPEAKER_02Im Job, noch was muss man. Also zum einen muss ich ehrlich sagen, wenn ich jetzt so überlege, auch bei einer Wiederwahl, wo es war, muss ich kurz nochmal überlegen, wie waren das die Anfänge? Was hat denn das so gemacht? Weil hat so unglaublich viel passiert. Also muss man sich da echt manchmal nochmal bewusst überlegen, wie das am Anfang sich also ein bisschen reinfühlt.
SPEAKER_08Yeah, yeah, yeah. Schön erkannt, selber auch rein fehlen.
SPEAKER_02Wie war das damals?
SPEAKER_08Was ging, was passiert? Yeah, yeah, yeah.
SPEAKER_02Also, thank you. It was einfach a learnprozess, then I'm so ready gegangen. Vieles wusstest du damals auch noch nicht. Also es gibt da nichts, wo ich dachte, this had ich damals schon gewusst oder so. Also, weil du gehst da einfach mal rein, also so, hey, da bin ich. Ich kann mich wirklich, wo ich mir so überlegt habe, wieder was der erste Tag, du hochst du on the show, hey, da bin ich. And jetzt? Was muss ich unterschrieben? Ja, das ist hoffentlich vorher, dass ich das informiert. Aber es ist so ganz spannend, also sagen, also, and ich glaube, ich hätte, das muss ich schon ehrlich sagen, ich glaube, ich finde es gut, dass ich nicht wusste, was er einen erwartet. Ich glaube, auch wenn man jünger reingeht, ich habe mir da jetzt nicht die Gedanken davor informiert bei einer Bürgermann, wie würde es, und bei jedem ist da wieder anders. Und ich will, glaube ich, gar nicht wissen, was da kommt, so ein bisschen. Ich glaube, es ist ganz gut, du gehst da rein und machst dein Ding draus und was kommt, da wächst du dran und weiter. Wenn du manche Dinge vorher weißt, ich glaube, dann hätte ich es gar nicht gemacht, irgendwie was, was damit zusammenhängt. Und deswegen glaube ich, es ist genau richtig gewesen, wie es war. Aber natürlich gibt es auch Situationen, wo du hinterher sagst, bei einem Projekt, boah, wenn ich das vorher gewusst hätte oder das wäre ich vielleicht nicht eingegangen, das bestimmt im Einzelnen. Aber so insgesamt, sich einfach mal den Laden anzugucken und einfach zu gucken, wie es läuft, ja, das also würde ich heute, glaube ich, auch wieder so machen.
SPEAKER_08Cool, schön. Ja, Weine, nicht über vergossene Milch. Alles, was passiert ist, musste genauso passieren. Das ist auch meine Einstellung, das hat uns dahin gebracht, wo wir sind. Und ja, es gibt bestimmt Dinge, die man ein bisschen anders gemacht hätte, aber so im Großen und Ganzen, wenn man es wirklich bin ich auch der Meinung. Ich finde immer auch interessant, wenn Leute das auch so sehen. Aber du hast selber gesagt, ohne Naivität hat wir viele Dinge gar nicht gemacht. Definitiv. Also bei mir auch so Unternehmen aufbauen und manche Unternehmen oder so, wo ich wo. Boah.
SPEAKER_04Heute Nachbar ist mir gut, du brauchst diese Naivität mit 26, 27 auf.
SPEAKER_08Und es ist gut so. Ich habe auch neulich, ich weiß nicht, was Jordan B. Peterson-Interview oder so, der gesagt hat, es ist ein Dilemma, dass du auf der einen Seite eine gewisse Weisheit und Intelligenz mitbringst für Kindererziehung erst mit 35, 40, 45. Und auf der anderen Seite aber energie, haushaltstechnisch, ein Kind richtig da zu sein mit Schlafentzug, das, das, das, das und so eigentlich die Energie von einem 20-Jährigen brauchst. Deswegen war es ja auch früher mit diesem Mehrgenerationenhäuser, eigentlich wurden die Kinder erzogen von einem Dorf. So wie man auch, um einen Alkoholiker zu machen, brauchst du ein Dorf, heißt es. Genauso war es ja früher auch mit allen anderen Sachen auch. Und deswegen hat Opa und Oma viel. Und der Nachbar. Und wenn du Jürgen da mal ein Backpfeife hat, war das in Ordnung, weil wenn der das gibt, dann weiß er warum. So, klar. Nicht, dass ich das gut finde. Ja, aber so war das. Ja, ja, so war das halt damals, ja. Auch wenn ich körperliche Gewalt in jeglicher Form ablehne. Und diese Naivität von damals, die wir jetzt heute bräuchten, um Kinder zu kriegen oder irgendwelche Dinge zu tun und sowas, hängen oft dann aber mit dieser, man sagt auch immer so schön, die Jugend ist an die Jugend verschwendet. Weißt du, das ist so, und das finde ich sehr, sehr spannend. Ich, keine Ahnung, wie ist deine Erfahrung? Du bist ja auch ein bisschen später Mutter geworden. Also ich zum Beispiel, für meinen Teil, sag ganz ehrlich, wenn ich mit 23 oder meine Mutter ist mit 17 und mein Vater war glaube ich 20, als die mit mir. No fucking way. Auf gar keinen Fall. Viel zu jung.
SPEAKER_02Ganz spannend, welches zum einen mit den Kinder voll gut in den Vergleich finde, aber auch mit dem Bürgermeistertum auch nicht, weil dieses Thema, was uns irgendwann fehlt, wo ich immer sage, ich finde es besser, du machst es jung, weil du noch diese Naivität in gewissen Themen hast und nicht diese Scheuklappen hast. Weißt du, was ich meine? Du zerdenkst sonst schon, glaube ich. Ich glaube, wenn ich heute jetzt neu kandidieren würde, mit der Erfahrung, was du natürlich hast, würdest du sagen, ja, also bei dem Thema, vielleicht da, da und da, die Vorschriften und überhaupt. Und ich glaube, je unbedarfter du bist, und deswegen finde ich es gut, dass ich es jung gemacht habe, da gehst du ganz andere Themen rein, mit einem ganz anderen Elan, in dem du das machst, leer dann hoch, also it has Vor- und Nachteile, aber lieber so würde ich sagen, younger, als wenn du das noch mit 50 irgendwie machst, there hast du zwar die Erfahrung, da aggriffst du vielleicht in other Themen gereifter and so, but this off to have nach rechts and links to go, has dug either when you younger bist, finish, and things to probieren. Also from Job her, and this is in forgotten to the kind of genau that also. Also, ich wünschte mir manchmal the energy of 20 and 30. Also, ich gehe next yeah auf die 40. Dann hast du ja du schon hinter dir, du bist ja nicht schon 40. Krass, wir werden alt. Genau, 40.
SPEAKER_08Gut, aber das ist ja, das hat sich alles verzogen. Das 60, das neue 30 alles. Definitiv.
SPEAKER_02Sehe ich auch so nicht. Ich glaube wirklich auch so mit.
SPEAKER_08Ist so. Wir werden älter.
SPEAKER_02Ist so, ja. Also das verschiebt sich alles so ein bisschen. Und du merkst ja auch bei den Kindergarteneltern, bei allem, also it's not so, dass du jetzt bist, absolut. Also da sind auch älteren, das verschiebt sich schon. Und ich finde es toll, the error to have. And I would also say I would in this life, where you have a given, you have more games, what the kids give. Must have been that you need to. We are in the family, Tobi's 10 years younger. We have the kids in the line, where you manage, man, wish you the unbedauft that you have, and all the Kräfte, which when you have too much, it's not good for those kids that he so much sugar gives, or not so much. Or will you know that a kid so much bringing or so, where many games are not tips, but it had beides. But I would not be so free for me. I was not zwischen 20 und 30 so bereit war für Kinder irgendwie mit. Also ich finde es richtig so, wie es jetzt ist, aber es hat schon Vor- und Nachteile. Und von der Energie her, glaube ich, schon wünschte man, du könntest manche Dinge besser wegstecken, da bin ich einfach alt.
SPEAKER_08Du hasch mich, Schwester. Also ich wünschte mir auch manchmal die Energie und die Naivität von natürlich hatte das alles auch seine Unbedachtheit und Unreflektiertheit und heute jeder durchläuft so ein bisschen seine Kartharsis, bla bla bla. Aber natürlich würde ich dann ein anderes Energielevel. Punkt. Es ist einfach ein ganz anderes Energielevel. Und du bist, ja, es ist auch ein bisschen befreien. Das hat auch eine Leichtigkeit in sich. Das ist die Leichtigkeit der Jugend, die Naivität einfach mal machen. Heute im Nachhinein spüre ich oft, wenn ich zurückdenke an die Zeit, aber auch so ein bisschen die eigene Unsicherheit, die ich damit dann so weggeschoben habe. Und ich habe dann dieses Gefühl, auch ich kann mich dann wieder mich emotional zurückversetzen und merkt und so, oh ja, ich weiß es noch. Und dann saß ich da.
SPEAKER_02Das ist ein paar Situationen, gell?
SPEAKER_08Ja, und dann habe ich dann das gesagt und so in der Runde und abends habe ich dann gedacht, oh, war das dumm? Und habe mich geschämt und habe dann so, aber da draußen, yeah, Rock'n'Roll und so. Und es war eine schwierige, schwierige Zeit auch manchmal, dann so manchmal schwierige Situationen. Das würde ich zum Beispiel nicht mehr wollen.
SPEAKER_02So, geil. Und du musstest dich ja auch finden, so ein bisschen in der Zeit. Ich glaube, ich finde, das ist so die prägendste Zeit, wer du bist oder während du sein willst oder wer du bist, so in dieser Zeit. Und ich finde dann noch Kinder zu erzählen, wenn du selber noch, und dir sind da vielleicht schon so weit, aber ich war es definitiv auch nur da, dich selber so zu finden, wo man steht im Leben.
SPEAKER_08Zumindest die Werte.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_08Zumindest ein bisschen Werte. Ich glaube, es ist super wichtig. Ich habe mal irgendwo einen schönen Spruch gehört, ich bin kein Freund von Ideologien, aber ich bin Freund von Werten. Also da zu sagen, ich forme in gewisser Art und Weise meinen Charakter ein bisschen. Und sag mal, du, pass mal auf, ist mir wichtig, das ist mir wichtig, das ist mir wichtig, das ist ein Wert von mir. Ehrlichkeit oder zumindest nicht Lügen und und und dann diese Werte zu leben, sich selber zu ertappen und dann aber auch nicht dafür tot zu richten und wieder totalen Scham, sondern zu sagen, okay, das habe ich jetzt verstanden, dann mache ich das jetzt nächstes Mal nicht mehr. Ich gebe mir Mühe, das ist mir gerade bewusst aufgefallen. Und diese Werte dann an seine Kinder weiterzugeben, und die müssen erstmal entstehen. Das habe ich schon das Gefühl. Und wenn ich mir überlege, menschlich gesehen ist das ja so eine Sache, so seit vielleicht 150 Jahren. Ich glaube, 1740 war der Altersdurchschnitt noch 38.
SPEAKER_11Krass.
SPEAKER_08Mal überlegen. Gut, lag auch viel daran, dass die Hälfte der Kinder gestorben sind. Das hat die Statistik runtergerissen. Wenn du älter geworden bist bis 5, konnten die Leute schon auch 60 werden. Aber trotzdem, es war verschoben. Und heute ist es so, da wurden 13-, 14-jährige Mädchen verheiratet. Es gibt ja auch heute noch Kulturen, wo das so ist, aber bei uns ja auch so. Und da ist ja noch nichts da.
SPEAKER_04Voll, voll.
SPEAKER_08Und wenn du bei uns jetzt überlegst, wir sind mit 25, ich bin noch so naiv. Da hatten andere schon 10 Kinder bei einem König oder sowas. Was für ein krasser Wandel da auch.
SPEAKER_02Wandel. Da muss man sich mal überlegen.
SPEAKER_08Ich meine, das waren jetzt die letzten 200, 300, 400 Jahre. Wenn du überlegst, wie lange es die Menschen gibt, so eine Viertelmillion Jahre, also 250.000, die letzten 300. Wie schnell das? Machen wir es so. Und auf einmal werden die Leute 80, 90, 100 oder so. Schon verrückt eigentlich. Was die Entwicklung auch so, wie du gerade gesagt hast, so mit 25 fühle ich mich nicht, hätte ich mich noch nicht bereit gefühlt, geh 100 Jahre zurück oder so, was mit der Kippe. Was redet die da?
SPEAKER_02Und auch spannend, wie so eine Entwicklung stattfindet. Einer sagt das jetzt, wir machen das alles so, sondern das ist ja so ein gesellschaftliches Ding, dass ich das so schnell gell.
SPEAKER_08Komplett? So über zwei Generationen oder drei. Sehr verrückt. Okay. Hat deine Ansicht auf Menschen sich grundlegend verändert durch den Job verändert? Oder hat sich was verändert?
SPEAKER_02Ja, weil du schon die ungeschönte Wahrheit kriegst. Also so auch die Kritik einfach und das Gesichter zeigt. Also das definitiv. Also das hast du jetzt so im privaten, da ich das glaube jetzt nicht ganz so wie im Geschäftlichen, würde ich sagen. Aber there sitzt jemand gegenüber, den du gar nicht kennst, der dir dann einfach mal kurz so etwas hinhaut, wo du dann denkst: Boah, wo ist die Menschheit hingelangt? Also wenn man da so jemand hat, der da jetzt so ungeschönt, so geschön sagen, sagt, die überhaupt nicht wertschätzend irgendwie allgemein sind, sondern wirklich abgrundtiv böse.
SPEAKER_08Und die die Fähigkeit der konstruktiven Kritik als Wert nicht erlernt wurde.
SPEAKER_02Ja, wirklich so. Also das erschreckt mich immer wieder.
SPEAKER_08Was hat das verändert bei dir? Was würdest du sagen?
SPEAKER_02Wenn man sagt, die glauben an die Menschheit, es wäre sehr krass zugesagt. Aber ich glaube schon, dass wir eine Entwicklung durchmachen.
SPEAKER_00Das lassen wir drin ja nicht.
SPEAKER_02Nein, aber es ist wirklich erschreckend. Klar, dieses Thema soziale Medien, alles, was kommt, da kann ich es auch ungeschön dort natürlich rauslassen. Aber wie wir miteinander umgehen und die Wertschätzung, das geht so unglaublich verloren und das schon in einer kurzen Zeit. Ich bin jetzt knapp zehn Jahre Bürgermeisterin in dieser kurzen Zeit. Wenn ich meine Kollegen frage, die jetzt vor, es gibt ja noch vor 30 Jahren angefangen haben, das ist unglaublich, was ich da getan had on Wertschätzung und es ist ja Bürgermeister zum Beispiel auch noch ein Job, oder die auf the Rathaus, die haben auch noch ihren Job und give your best. Ich darf mich mal ärgern. Gar keine Frage. Aber schon die Frage, wie ärger ich mich? Und das glaube ich schon geht, where man selber auch, when ich merke, when du hast mit Versicherung toch, weil irgendwie was passiert ist, meine Kinder machen ja auch mal was kaputt, kommt ja öfters vor, dann hast du mehr mit Versicherungen in the letters to do. Where do you self merkst, when it's not so willst, dass du nicht ungehalten wirst, dass du immer noch Mitarbeiter, die ihren Job da machen und Vorschriften haben. Wie geht's miteinander auch um? Und das finde ich so ein schwieriges Thema. Es gibt toll positive Beispiel. Ich will das nicht immer komplett, ich rutscht ja dahin, das so sehr negativ zu sagen.
SPEAKER_08Wir beleuchten bloß beide Seiten. Es gehört beides dazu. Ich möchte jetzt auch nicht sagen, das sind alle toll und lass uns Gänseblümchen stricken, sondern es ist halt auch das da.
SPEAKER_02Das nimmt schon zu, und das ist etwas, was ich auch sage zu dem Job. Deswegen findest du immer weniger, die den Job machen wollen. Das musst du aushalten können, da musst du auch menschlich auch dich davon abgrenzen können und Lust drauf haben, dir das immer zu geben.
SPEAKER_08Ja, das stimmt. Da sind wir witzigerweise wieder, da schließt sich der Kreis zuvor, wo man das Thema hat mit, dass wir einfach wir sind. Dass wir einfach echt sein dürfen. Und dass es so schwierig geworden ist, wenn man das sieht, wie viele Menschen einfach ihre Masken tragen und auch aus Selbststutz. Alles okay, die sind halt da. Und es geht ja auch nicht darum, die Maske komplett zu verbannen. Die hat ja geholfen und hat er beschützt und er hat ja auch ihre Daseinsberechtigung. Aber wie anstrengend es eigentlich ist. Und wie schade es ist, dass wir Menschen uns nicht mehr so oft einfach auf dieser total ehrlichen, liebevollen Ebene begegnen können. Sondern Menschen sich unfair behandelt fühlen und dann kommt sofort eine Rolle raus mit Dodo bist du, du dumme.
SPEAKER_02Ja, genau so.
SPEAKER_08Ja, okay. Danke. Um was geht's denn?
SPEAKER_04Genauso, ja.
SPEAKER_08Keine Wertschätzung mehr dann da ist so. Das ist schon schade geworden. Ja, das hat, aber, okay, das ist dir aufgefallen. Das hast du auch schon so Erfahrungen gemacht. Würdest du sagen, bist du dadurch ein bisschen misanthropischer geworden? Oder?
SPEAKER_02Nee. Nee, das ist nicht. Also man wundert sich natürlich schon drüber, aber ich glaube, man muss da auch einen guten Umgang damit finden.
SPEAKER_08Okay.
SPEAKER_02Und das würde ich jetzt nicht sagen.
SPEAKER_08Okay, ich habe eigentlich so ein paar Fragen zu der Zukunft und der Aussicht und der Vision. Aber ich würde gerne noch eine andere Frage stellen. Und zwar, nehmen wir an, wir hadten eine Diktatur. Okay? And du wärst die Chefin. Was würdest du grundlegend verändern in unserem System? Wenn du sagst, okay, komm, ich habe jetzt eine Woche Zeit, um mal richtig aufzuräumen. So einen richtigen Cut.
SPEAKER_02I think we would soften by demand, oder vorhin waren das Thema Vorschriften. Also ich würde einfach das umsetzen, wo ich glaube, was von der Gartenzählung gut ist, ohne diese ganzen Vorschriften, die wir haben. Also Themen angehen, wo du sagst, die sind bitter nötig, die sollen gemacht werden, ohne dass ich jetzt die Vorschrift einhalten muss, das Landratsamt fragen muss, natürlich nicht. Also gut, bei einer Diktatur kann ich den Gemeinderat nicht fragen, dann müsste ich selber dann entscheiden.
SPEAKER_08Du darfst einfach mal entscheiden. Du räumst mal das System auf. And also denke, in welche Richtung du willst. Also du kannst auch hinstellen und sagen, also gut, ich schmeiße das Schulsystem komplett um, alles wird neu gebaut, whatever. Also einfach du darfst wirklich entscheiden. Du hast einfach mal eine Woche Freiheit, um zu sagen, ich gestalte jetzt ein System, wo ich der Meinung bin, so fände ich es gut.
SPEAKER_02Ich glaube, bei mir geht es an Hauptseite eher um die Kosten somit. Weil ich würde gerne ein Schulzentrum neu bauen, damit ich dieses Problem los habe. Weil ich jetzt nicht gerade das System umschießen würde oder umschießen.
SPEAKER_08Du bist jetzt bei der Kommunalpolitik gerade. Okay, also.
SPEAKER_02Ich bin immer in meinem Negatenzling.
SPEAKER_08Okay, also gut.
SPEAKER_02Das ist meine Welt.
SPEAKER_07Dann Negatenz.
SPEAKER_02Nein, ne Kanten.
SPEAKER_07Nee, alles gut, alles gut. Mach Negatenzling. Mach ein Negatenzling. Du bist drin. Also du würdest die Schule, was hast du gesagt?
SPEAKER_02Nee, grundsätzlich würde ich, wenn wirklich groß denken und dann würde ich ganz, ganz viele Ebenen abschaffen, die es gibt. Also von Behördeneben, wie überhaupt was läuft. Also, weil ich glaube, allein der Apparat nimmt uns ja jed mögliche, also ich würde es ja die Demokratie abschaffen, aber es gibt Ebenen drin, die man einfach nicht braucht.
SPEAKER_08Gott sei Dank hast du das gesagt. Das ist gut. Ich weiß, aber der Punkt ist, wenn du jetzt jemanden fragst, du dafür war Diktatur, der so, ja, ich würde das und das und das machen und da, da, da. Dann würde ich weitermachen. Und ich finde es gut, dass du gleich in den ersten drei Sätzen so, ich würde die Demokratie trotzdem behalten. Ja, genau. Also eine Woche und dann wieder zurück. Und dann wieder zurück in das System.
SPEAKER_02Also das braucht es, aber das System gehört aufgerollt.
SPEAKER_08Also nicht Ordnungsamt, Soziales Ministerium, das Ministerium.
SPEAKER_02Es gibt das Föderale, es gibt auch Themen, die gehören, nicht in Bundesländern, die können ganz deutschlandweit gemacht, Schulsysteme, wie wir hatten, dass da jedes Bundesland vor sich hinkürt, das gehört auch abgeschafft. Es gibt schon Themen, wo ich sagen würde, das gehört Bundes, das würde jetzt nicht der Föderalismus abschaffen, aber es gibt schon Themen, die können bundesweit hin. Also definitiv.
SPEAKER_08Okay, also Schule? Was wird es machen?
SPEAKER_02Schule würde ich das System auf jeden Fall auf Bund übertragen und dass es einheitliche Abiturprüfungen gibt, einheitliche Prüfungen gibt, dass es Standards, die gleich sind, dass ich, wenn ich dann in Bayern ein Abitur mache, anders als wenn ich das in einem anderen Bundesland mache. Das könnte auf jeden Fall, finde ich, auf Bundesebene hin, ja, definitiv. Und jetzt auf Negratense, um vorhin nochmal einzugehen, ist einfach diese Schulzahne, was ich gerne bauen würde. Und ich sage, ich könnte mal eine Woche schalten und walten, was man wollte. Ich glaube, das würde ich einfach neu bauen, auf neue Füße setzen. Das wäre schon ein großer Traum. Das würde mir viele schlaflose Nächte nehmen.
SPEAKER_08Ja, ja. Cool. Also, Schulzentrum und auf der Bundesebene auch das Schulsystem und die Bürokratie komplett schmälern. Also diese ganzen, wie hast du es gesagt, Hierarchieneben. Hierarchieeben.
SPEAKER_02Behördeneben, die es gibt.
SPEAKER_08Okay. Wenn das noch ein Gedanke oder wär's das, hättest du noch was, was du sagen würdest? So, keine Ahnung, zum Beispiel jeden Mittwoch Eis für alle umsonst in der Kantine oder so. Jeden Montag ist Pizzatag.
SPEAKER_02Dazu bin ich recht zufrieden, wie es. Also muss ich ehrlich sagen, ich bin auch ein zufriedener Mensch, wie es so ist. Ich bin jemand, wo jetzt sagt, das muss jetzt unbedingt Körperzweigen. Ich kann, glaube ich, mit vielem mitgehen auch so.
SPEAKER_08Ja, ja, ja, okay.
SPEAKER_02Cool.
SPEAKER_08Die Aussicht von Necker Tänzling, was siehst du noch in der Gemeinde? Was hast du noch vor?
SPEAKER_02Beihole, ich habe ja ganz, ganz viel vor im Ort. Also es gibt einfach Themen, die wir in Nach and nach Geld und Finanzlage auch angehen müssen. Da gibt es ganz, ganz viel Potenzial, auch infrastrukturell zu machen. Aber jetzt von der Entwicklung her, das haben wir letztens auch gehabt, also dass wir uns jetzt vergrößern, Baugebiete, etc. Also muss nicht immer, sehe ich in der Gartense auch nicht immer, dass man sich vergrößern muss.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_02Da gehört ja auch immer viel dazu, brauche ich ja Infrastruktur, Kindergärten dazu, also ein neues Baugebiet ist schon nicht, nur ich habe Häuser da, sondern da gehört ja Straßen alles mit dazu. Und wir sind halt in der Historia unglaublich gewachsen. Also ich glaube, das muss man schon auch sehen von unserem Dorf, wo wir herkommen. Schon der 950 Jahren fahre ich ja einem auch sehr bewusst geworden, wie stark wir gewachsen sind und zu welchen Problemen das führt. Verkehrsmäßig durch eine Art Parksituation. Es vergeht kein Tag, wo ich nicht das Thema Parken im Ortspitzager höre und das Schlimme ist, keine Lösung finde, weil ich kann die Autos nicht wegbeamen, ich kann keine Parkhäuser. Also wir haben ja einen parkhäusischen Luxus für unsere Größe.
SPEAKER_08Wie hieß vorher, was du gesagt hast, jemand fürs Wasser in einem Gewässerbeauftragten. Ein Beauftragter, vielleicht brauchst du einen Parkbeauftragten, wie man da den ganzen Tag rumzieht. Ja, warum eigentlich, ne? Wenn wir jetzt fertig sind, gehe ich los. Ich fahre Autos rum die ganze Zeit.
SPEAKER_02Weil es ist ja nicht damit getan, dass der Vollzug sind, Knöcheln verteilt, wenn man schlecht parkt, weil die Autos müssen ja irgendwo parken. Also das ist einfach so das Thema Entwicklung, Neckartenzlingen. Wir müssen erst mal mit den Folgen, wie wir gewachsen sind, zurechtkommen. Und da machen wir jetzt ein Verkehrskonzept. Das ist, glaube ich, auch, was du darfst, nicht immer zu kurz denken, ich habe mal ein Baugebiet, sondern das hat so weitreichende Folgen. Und wenn du die nicht angehst, dann kommst du irgendwann an den Punkt, wo du nur noch Probleme mälst.
SPEAKER_08Ja, ja, das stimmt.
SPEAKER_02Und da haben wir noch Entwicklungsbedarf, definitiv. Einfach auch was so Konzepte angeht. Fahrradkonzepte, Fahrradwege, Schulwege, wo wir einfach eher konzeptionell jetzt für die Zukunft unterwegs sind, wie jetzt, dass wir uns erweitern, zum Beispiel.
SPEAKER_08Wenn ihr ein neues Baugebiet macht, kannst du mir deine E-Mail schreiben. Unbedingt.
SPEAKER_02Deswegen mein Nachsatz, ich inform mir alle Bürger.
SPEAKER_08Ich weiß, du schickst für deine Bild ein Screenshot aus dem Amtsblatt. Ja, genau. Danke, alles klar, kein Thema. Voll gut. Wie lange siehst du dich noch in der Rolle, Bürgermeisterin? Was glaubst du, wie lange machst du es noch?
SPEAKER_02Muss ich ehrlich sagen, weil ich immer mal wieder gefragt habe ich mir gar keine Gedanken. Weil ich bin jetzt frisch gewählt in der zweiten Amtsperiode und ich finde immer. Ich habe jetzt noch sechs, sieben Jahre vor mir. Sechs.
SPEAKER_08Da gibt es ja keine Begrenzung, ne?
SPEAKER_02Nee. Also das Alter irgendwann, ich glaube, sie haben sie auf 72 Jahre hochgehoben. War mal 68, ich glaube, 72 bin mir ganz sicher, aber so, also ich hätte noch eine Weile.
SPEAKER_08Fönde ich cool.
SPEAKER_02Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, ich glaube, das ist auch ein Wandel unserer Gesellschaft, wenn ich außer mit älteren Kollegen spreche, es wird immer weniger Bürgermeister geben, die das 30, 40 Jahre machen. Weil es sich einfach gewandelt hat, der Job. Ich sehe mich jetzt, glaube ich, nicht 40 Jahre Bürgermeister machen. Das kann ich wirklich so sagen. Aber ich mache mir da jetzt keine Gedanken, was dann danach ist. Ich bin jetzt 12 Zeit, ich fühle mich voll wohl. Ich habe keine Gedanken. Mich wird ja immer wieder gefragt, so, ja, wenn da ein Angebot kommt, so größere Stadt und so. Also ich bin mit Leib und Leben Kommunalpolitikerin in kleinen Gemeinden. Ich liebe länger Tänzlingen. Ich würde nie irgendwie Obe, Obeen irgendwo werden. Das ist mir zu groß.
SPEAKER_07Aber wenn ich da drin schon, oder? Aber natürlich, wenn du fragst. Ja, alles klar.
SPEAKER_08Lassen wir drin.
SPEAKER_07Lassen wir drin ja.
SPEAKER_08Die letzten zwei Fragen. Sind immer die gleichen. Finde ich immer spannend. Wenn jemand deinen Weg gehen wollen würde, also Bürgermeisterin werden wollen würde. Was für Tipps hättest du für sie oder für ihn?
SPEAKER_02Ich gebe den Tipp immer weiter, weil ich jedes Jahr an der Hochschule in Ludwigsburg bin, wo man Verwaltung studieren kann. Finde ich übrigens auch ganz gut, wenn man das als Bürgermeisterin gemacht hat, bin ich voll der Meinung. Es gibt auch Quereinsteiger, die das können, aber ich finde, das braucht man Basel. Verwaltung.
SPEAKER_08Meint ihr jetzt nicht, dass ein Musikstudio irgendwie? Ja, egal, okay. Also gut, Verwaltung.
SPEAKER_02Bin ich wirklich der Meinung, dass das sehr hilfreich ist. Es geht auch ohne, aber ich finde es sehr hilfreich. Und den gebe ich auch immer mit, weil ich einfach davon schwärme, um zu sagen, geht unbedarft an die Sache heran, folgt eurem Bauchgefühl. Sage ich ganz oft, wenn jemand hier, ich frage ja immer so ein bisschen durch, wer möchte den Bürgermeister werden, die Damen sind eher, ah nee, müssen erstmal Kinder kriegen und so. Das kommt wirklich ganz oft. Also das ist schon so ein Hinderungsthema auch weiterhin, auch bei den Damen. Aber wirklich, das heißt.
SPEAKER_04Das hat ja auch hingekriegt.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_04Das ist das lebende Beispiel, dass das gut funktioniert.
SPEAKER_02Nee, also es ist wirklich sein Weg, draus zu machen. Es gibt nicht den Tipp, wie es dann läuft, sondern sein Bauchgefühl zu hören und das draus zu machen, was man selber, vor was man steht und so reinzugehen.
SPEAKER_08Letzte Frage, dein Tipp fürs Leben. Darfst du dir Zeit lassen? Ich schneide es zusammen.
SPEAKER_02Das ist gut.
SPEAKER_08Mach dazwischen die Jeopardy-Musik und dann.
SPEAKER_02Das ist gut. Ja, weil ich glaube, egal in welchem Alter man fragt man, es würde, glaube ich, immer unterschiedlich ausfallen, glaube ich.
SPEAKER_08Nicht jeder sagt dann, ja, genau. Völlig egal. Ein 60-Jähriger sagt was anderes wie ein 20-Jähriger. Ist ja auch gut so. Aber dein Tipp fürs Leben bis jetzt zu deinem Wissenschaftler. Du darfst auch drei Tipps machen.
SPEAKER_02Also eins, was mir spontan ist immer das Beste, als ja spontan durchgeht, schau nicht zurück. Ich glaube, das ist was, was schon immer war. Ich finde, zurückschauen, um daraus zu lernen, ja. Aber mir tut es zum Beispiel auch nicht gut, immer dann in the vergangenheit zu sein oder zu viel zurück zu schauen, sondern nach vorne zu schauen. Was kommt und immer dich ärgern dürfen, but then to sagen, we get wo gets hin? This hilf mirror unglaublich.
SPEAKER_08In the vergangen, zwar to forstandness, but not for the emotional verstricking.
SPEAKER_02And for the entering, then claims Erfahrungen drauf basieren. We have unsere prägung, entscheiden wir, weil we should this and this durchgemacht. I think this is just in us drinks. But when we too feel in the vergangenheit verstrickt and had this thing, uh, hedge and machine, or the überlegen hedge, I think we can see that too for Kopfen when man too viel in the vergangenheit blickt oder guckt oder seine Entscheidung nur daraus resultiert. Einfach nach vorne zu schauen. Und das sind die Gegebenheiten, gerade die sind vielleicht gar nicht mehr so, wie es in der Vergangenheit waren. Sondern einfach nach vorne zu schauen.
SPEAKER_08Das ist eigentlich ein klassischer Eckhart Tolle, ich weiß nicht, ob du den kennst, aber das ist Leben im Jetzt. Okay. Es ist einfach so die höchste Kunst des bewussten Seins im Jetzt. Zu sagen, mein Verstand will zwar immer, der projiziert aus der Angst der Vergangenheit, der Erfahrungen, die Angst in die Zukunft, dass das ja wieder passieren könnte. Und das ist aber alles eine Projektion deines Verstandes. Das ist alles, Gandhi hat das, glaube ich, mal gesagt. Menschen live with so viel Angst in der Vergangenheit, dass sie Angst vor der Zukunft haben, dass sie nie in der Gegenwart ankommen.
SPEAKER_02Spannend.
SPEAKER_08Und Eckhartolle, das ist so das Prinzip des Leben im Jetzt, das heißt einfach so, guck mal, wir beide haben jetzt gerade diesen Moment. Und nicht mehr, nicht weniger. Alles andere ist bloß eine Idee von irgendwas oder eine Möglichkeit. Und auch die Vergangenheit gibt es nicht mehr. Wir haben jetzt bloß gerade dieses Gespräch und mehr gibt es nicht. Ein spannendes Thema. Ich übe das auch immer so ein bisschen und das ist sehr anspruchsvoll. Aber ich glaube, das ist wie ein Instrument lernen. Immer wieder sozusagen jetzt. Nicht mehr, nicht weniger. Einfach jetzt. Ich hatte eigentlich war mein Podcast ja so ein bisschen so ausgerichtet auf Unternehmertum, Musiker und Psychologie und so. Und ich muss echt sagen, ich komme immer mehr weg davon, gerade so, weil ich irgendwie merke, ich habe einfach Bock auf Menschen. Fuck it, whatever für eine Berufung du hast oder welche Passion oder sowas. Geschichten dahinter. Einfach Geschichten dahinter. Und bei dir war es jetzt heute echt richtig cool. Das war genau das Thema. Du bist eigentlich ja Politikerin, Bürgermeisterin. Und ich habe immer gesagt, Politiker werde ich nie einladen. Ich fühle mich geehrt. Ich fand's richtig witzig. Ich fand's richtig lustig. Und ich hatte auch richtig Spaß. Und es war für mich auch super spannend. Und ich freue mich bestimmt auch nochmal irgendwann eine Folge zu machen, weil ich habe jetzt ein paar Fragen bewusst mal weggelassen, was da die Vergangenheit anging, so mit den ganzen Wegen und so. Aber es interessiert mich immer noch. Aber ich finde vom Konzept her fand ich das jetzt einen schönen Abschluss.
SPEAKER_02Ich fand es halt voll mal anders darüber zu reden. Ich glaube, ich weiß nicht, wer von den Bürgerinnen und Bürger das mal hört, mal einfach zwischen den Zeilen vieles zu erzählen. Ich habe halt auch viel erzählt, wo wahrscheinlich viele gar nicht wissen. Oder so mich nie, du fragst ja auch nicht die Bürgermeisterin, so die tief emotionalen Sachen, machst du ja auch nicht.
SPEAKER_08Gar nicht. Und man kommt ja auch nie mit jemandem dann mal irgendwie auf so eine tiefere Ebene. Wir haben uns ja heute Zeit genommen dafür. Und wenn ich, wenn ich dich jetzt treffe irgendwie auf den Mühlen, fährst du zwischen Türen an. Und wie läuft's? Ja, cool, schön. Ach, alle wieder krank, ach blöd. Und ich muss einen TÜV muss ich noch machen. Ja, gut, okay, alles klade. Gute, ciao.
SPEAKER_05Genau, da kommst du ja gar nicht.
SPEAKER_08Da kommst du gar nicht dahin. Deswegen ist mal ganz spannend auch so. Also ich finde, ich mag das total. Und ich fand es jetzt halt auch super witzig. Deswegen vielen, vielen Dank, dass du da warst.
SPEAKER_02Sehr, sehr gerne. Hat wirklich Spaß gemacht.
SPEAKER_08Und wenn wegen den Informationen, die heute in dem Podcast rausgekommen sind, du nächstes Mal nicht gewählt wirst, möchte ich dafür keine Haftung. Ich gebe hier bitte. Ich will nur Haftung ab hier, genau. Privatverkauf keine Haftung.
SPEAKER_02Sehr guter Hinweis.
SPEAKER_08Alles klar. Danke dir. Bis zum nächsten Mal.
SPEAKER_02Ja, mach's gut.
SPEAKER_08Outro.
SPEAKER_07Danke dir. Ich hätte nicht gedacht, dass wir heute auch so gut gucken miteinander machen.
SPEAKER_08Alles super. Bis zum nächsten Mal. Schalte wieder ein, wenn es heißt Melanie Brown on Guitar.
SPEAKER_02Das war jetzt echt eine Überraschung.
SPEAKER_08Ja, gell?