Die Bangerts – Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich

Hund oder Katze? Welcher Typ bist du?

Die_Bangerts Season 1 Episode 11

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0:00 | 44:17

Hund oder Katze – welcher Typ bist du? 🐶🐱

In dieser Folge wird es flauschig! Wir sprechen darüber, welcher Tier-Typ wir eigentlich sind – Hund, Katze oder doch alles mit Fell, Federn und Pfoten.

Alex ist ganz klar Typ Katze – charmant unabhängig, mit einer großen Liebe zu seiner Katze Chucky (die übrigens sogar Andy, dem bekennenden Hundetyp, beigebracht hat, dass Katzen gar nicht so schlimm sind).

Stefan ist unser Vollblut-Vierbeiner-Fan mit Herz für Asta, Jenny, Mimi und Meilo 🐾, während Micha als „Fetischmaus – Dogcat und Catdog in einer Person“ für tierische Verwirrung sorgt. Andy dagegen wäre im Tierheim verloren – er würde einfach alle Tiere adoptieren.

Wir erzählen von unseren eigenen Haustieren, reden über das liebevolle Chaos, das sie in unser Leben bringen, und darüber, wie schwer es ist, sie irgendwann gehen zu lassen 💔.

Und ja – irgendwie sind wir dann auch noch bei Spinnen gelandet... Warum das für einige von uns gar nicht geht, erfahrt ihr in dieser tierisch ehrlichen Folge!

🐾 Also: Bist du Team Hund oder Team Katze? Schreib’s uns gern auf Instagram!


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SPEAKER_00

Willkommen bei The Bangers, dem Podcast, in dem Micha, Stefan, Alex und Andi ehrlich über das echte Leben sprechen. Ohne Filter, ohne Fake. Dafür mit viel Herz und jeder Menge Humor. Wir teilen Geschichten aus unserem Alltag, von Familie und Freundschaft, von großen Träumen, aber auch von Ängsten und Sorgen, die uns wirklich bewegen. Hier wird gelacht, nachgedacht und manchmal auch ein bisschen gefühlt. Denn genau das macht das Leben aus. Mach's dir gemütlich und sei dabei, wenn wir gemeinsam durchs Auf und Ab des Lebens gehen. Ungeschönt, persönlich und immer mit einem Augenzwinkern.

SPEAKER_04

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die Bangerts der Podcast. Die Herren. Hallo. Servus. Hi. Hi. Ja, heute mit dem Thema Hund, Katze, Maus. Oder ne, warte, es war auch nur Hund oder Katze. Welcher Typ bist du?

SPEAKER_05

Vielleicht bist du auch eine Maus.

SPEAKER_04

Aber vielleicht passt er auch eine Maus. Die Folge moderiere heute ich, weil ich das letzte Mal so ein bisschen skeptisch war, ob das überhaupt ein Thema ist, wo man drüber sprechen kann. Und jetzt hast du dir Gedanken gemacht. Und jetzt dachte ich so, okay, jetzt ergreife ich halt die Chance, ne? Und mache die Moderation. Und dann gucken wir mal, was aus der Folge jetzt wird. Und dann legen wir los. Also, ich gleich loslegen.

unknown

Ja, du.

SPEAKER_04

Gut, also Hund oder Katze, welcher Typ bist du? Also, ich bin schon immer Katzentyp. Hatte eigentlich schon, ich glaube, immer Katzen, seit ich fünf oder sechs bin. Also Sissi und Franz ist quasi Nummer 4 und Nummer 5. Ja, also von daher würde ich mal sagen, ich bin ein Katzentyp. So. Jetzt. Du?

SPEAKER_03

Tja, da bin ich wohl. Da muss ich kurz irgendwie das Thema für mich verändern, weil ob Hund oder Katze, die Frage stellt sich für mich eigentlich nicht. Ich bin's, genau, Huhn oder Ei. Also zuerst da, nee, Hauptsache für Bein und Fell. Von daher ist es mir eigentlich egal, ob Hund oder Katze oder Alpaka oder Hase, Hamster.

SPEAKER_04

Ich bin eigentlich für jedes Tier zu haben. Da bist du aber ein bisschen diskriminierend, weil es gibt auch Tiere nur mit zwei Beinen.

SPEAKER_03

Und Fell?

SPEAKER_04

Ja. Auf und die aufrecht gehen? Warte mal. Also die immer jetzt so anfangen mit zwei Beinen, die haben alle Federn. Federn. Aber es ist ja auch eine Art von Fell.

SPEAKER_03

Lass mir so stehen, ihr wollt. Oh Gott.

SPEAKER_04

Laufen die demnächst Hühner durch die Wohnung, oder was?

SPEAKER_03

Ich finde Hühner toll. Und dann liegen morgens ein Sonntagsei.

SPEAKER_06

Kickaricki!

SPEAKER_04

Nee, also auf jeden Fall, vielleicht willst du mir mal das Huhn machen. Ich kann dir ein paar Federn besorgen. Oh Gott, es atmet schon wieder aus. Ja. Wollen wir mal beim Thema bleiben, Micha? Welcher Typ bist du so? Also ich bin eindeutig Cat-Dog oder Dog-Cat. Was? Was für ein Ding?

SPEAKER_05

Kann man das essen?

SPEAKER_04

Cat Dog? Wir sprechen hier nicht über deinen Fetisch, sondern über Haustiere oder Tiere im Arbeit.

SPEAKER_02

Habe ich jetzt mein Englisch wieder nicht richtig ausgedrückt. Cat-Dog oder Dog. Vielleicht sagst du uns mal, was wir damit sagen. Hund oder Katze? Ich bin Hund, Katze, Katze, Hund, ist es vollkommen egal. Cat-Dog? Ich dachte, das wäre jetzt originell, das würde nicht so. Es war nicht davon. Was ist halt, ja. Mir ist das egal. Ich habe schon Katzen gehabt, ich habe Hunde gehabt und ich komme mit allem gut klar. Ich hatte auch schon Federn. Also, also, ich hatte schon einen Vogel und deshalb, ja. Hase, mit einem Hasen bin ich überhaupt nicht warm geworden. Wir hatten mal einen Hasen, aber das ist irgendwie ein Hase, ist immer nur da drin und frisst. Am Meerschweinchen gibt es immer noch ein paar Lauter von sich.

SPEAKER_03

Ich merke, der Laufen kommt oder was, oder? Der Vogel ist immer noch da. Ja, deshalb.

SPEAKER_02

Deshalb, ich bin Katze oder Hund, ist vollkommen egal. Ich nehme beides. Okay.

SPEAKER_05

So, Andi. Ich bin voll beim Stefan, ich bin alles. Ich dürfte in keinem Tierheim arbeiten, ich würde alles nach Hause bringen.

SPEAKER_04

Ja, aber das ist jetzt so auch nicht richtig, ne? Also so ein Katzenfan war es der ja eigentlich. Das stimmt. Bis ich mit meiner ankam. Und die hat dir dann mal schön gezeigt, dass du ein Katzenliebhaber bist. Kommst du schnurrend an und nicht auf deinen Schoß?

SPEAKER_05

Ja, die hat sich immer mit dem Kopf an meinem gerieben. Am Kopf?

SPEAKER_02

Ja. Also Kopf am Kopf.

SPEAKER_05

Die hat auch nachts auf mir geschlafen. Hat ihn immer genervt, wenn sie das gemacht hat, aber die hat immer auf mir rumgetrampelt.

SPEAKER_02

Aber die versucht da irgendwie so.

SPEAKER_05

Ich wollte jetzt nicht, dass er auf mir rumtrampelt.

SPEAKER_04

Ja, aber so war es ja umgekehrt genauso. Also ich war eigentlich nie so ein Hunde-Fan. Lag vielleicht daran, dass mich ein Hund mal klassisch in den Arsch gebissen hat. Von daher waren mir Hunde immer so ein bisschen suspekt. Deswegen hast du so eine Dalle im Arsch. Entschuldigung. Die kam jetzt nicht von dem Hundebiss. Ach so. Wo war ich jetzt? Beim Hundebiss. Und ja, dann habe ich einen Andi kennengelernt und der Andi hatte die Luna, einen quirliger Bearded-Colly.

SPEAKER_05

Das heißt, jetzt hat man schön ausgedrückt, du kannst ruhig sagen, dass sie einen Schuss hatte.

SPEAKER_04

Völlig. Ich fand sie quirlig. Also wir haben ja alle so ein bisschen einen Schuss, von daher hat sie jetzt hier zu uns gepasst. Aber die hat mir auch gezeigt, dass ich sie lieb haben soll und dass ich einen Hundefreund werde. Und ich fand es sehr interessant. Sie war dann auch, da haben wir noch getrennt gewohnt, auch ein paar Mal bei mir zu Besuch, für länger. Und sind wir immer schön in Garsi gegangen und haben auf der Couch geguckt.

SPEAKER_05

Es gab so lange, dass du erst mal Angst hattest, wie die beiden miteinander umgehen, weil Chucky noch nie einen Hund gesehen hat.

SPEAKER_04

Ja, das stimmt. Und wie hat es funktioniert? Chucky ist an ihr vorbeigelaufen und hat sich gedacht, okay, was Großes, Fälliges. Große Katze. Kenne ich nicht. Ich gehe mal weiter. Ja, und so bin ich dann auch so ein bisschen Hunde-Fan geworden. Aber so im Allgemeinen sehe ich das jetzt auch so wie du, Stefan, und du, Andi. Also ich mag eigentlich jedes Tier. Und ich hätte auch gern jedes Tier. Aber es ist halt nicht immer so möglich, ne? Aber ich glaube, wenn wir irgendwann mal unsere Hütte in den Bergen haben, dann haben wir ganz viele Tiere.

SPEAKER_05

Dann machst du mir die Heidi.

SPEAKER_04

Ich mach dir die Heidi und dann haben wir auch Hühner. Und Ziegen. Kommt ja noch die Ziegenbeter.

SPEAKER_05

Natürlich. Esel. Die Heidi muss ja begattet werden. Lieber Gott.

SPEAKER_04

Also ihr seht, ihr seht, warum ich so skeptisch dieser Folge gegenüber war. Weil irgendwie nimmt es einen ganz anderen Lauf, aber. Ich muss ein bisschen Schwung in die Bude bringen. Das Thema ja doch schon ein bisschen trocken ist, ne? Hund oder Katze. Richtig. Wie bist du?

SPEAKER_03

Stefan. Ich finde es eigentlich ein gutes Thema, weil er lässt sich auch gut drüber diskutieren, weil es sicherlich draußen viele gibt, die 100% nur Katze oder 100% nur Hundtyp sind. Die einen sagen halt, sie haben deswegen eine Katze, weil Katzen eigenständiger sind und selbstständiger und eigenständiger genau und auch eher mal längere Zeit alleine bleiben können, weil das Klo ja quasi in der Wohnung ist, wenn es kein Freigänger ist. Und andere argumentieren halt, dass halt der Hund viel intensiver als Familienmitglied angesehen werden kann, weil er sich ja ein Stück weit domestizieren lässt und dadurch natürlich viel näher beim Menschen ist, so wie es über Jahrhunderte schon ist, als eine Katze, die dann eher ja immer sich selber dann Streichanheiten holt und dann wieder geht.

SPEAKER_05

Das war bei der Luna jetzt so gar nicht so der Fall. Also ich meine, die hätte schon ins Bett gedurft, zum Beispiel, so was die Nähe jetzt angeht, ne? Aber das wollte die nie. Die Karma fünf Minuten, wenn es hochkommt, und dann ist die wieder.

SPEAKER_02

Ja, aber sie lag schon oft an unseren Füßen unten. Ja, dich dann nicht bewegst. Jetzt nicht die ganze Nacht. Nee, das nicht. Aber liegt sie dann dort und dann bewegst du dich natürlich nicht. Du würdest dich gern drehen, aber du drehst dich nicht. Weil dass der Hund ja nicht aufgeweckt wird und dass der Hund dann gehen muss und so weiter. Und ja, so wurde es eigentlich immer.

SPEAKER_03

Letztendlich ist es natürlich so, dass man mit einer Katze unabhängiger ist als mit einem Hund. Also wenn man sich einen Hund geholt hat, dann ist es halt klar, dass halt irgendwelche langen Fernreisen mit dem Flugzeug halt eigentlich nicht möglich sind. Außer man tut den Hund zu Freunden, Verwandten, Bekannten, wenn das klappen sollte. Oder eine Hundepension, was für mich nie in Frage kommen würde, weil entweder ich habe einen Hund oder ich habe keinen Hund. Und dann mache ich halt Urlaub mit Hund. Aber ich würde nicht irgendwie dann jetzt plötzlich wieder anfangen, irgendwo hinzufliegen an den Strand und den Hund zu Hause lassen.

SPEAKER_05

Ja, also ich meine, unabhängig davon, ob man es machen will oder nicht, aber Pension, nein. Also wenn ich nicht wüsste, dass er irgendwo gut unter ist oder sie, ne, also dass sie, dass Freunde Familie danach gucken, ist irgendwie ein anderes Thema. Ich glaube, damit kann ich doch irgendwie das Ganze handeln, aber wenn der Hund irgendwo in einer Pension sitzt und ich nicht weiß, nein, nein, möchte ich nicht.

SPEAKER_01

Ja, schwierig, oder?

SPEAKER_03

Ja, man muss sich halt vorher Gedanken darüber machen, dass halt immer sich einen vor allem einen jungen Hund holt oder einen Welben holt, dass dann halt die nächsten sieben bis fünf Jahre, je nachdem was es für eine Rasse ist, halt kein Strand Urlaub mehr möglich ist. Und dass man halt einen Urlaub in den Bergen macht.

SPEAKER_02

Außer Urlaub. Du kannst ja plötzlich krank werden, kommst du ins Krankenhaus und alles Mögliche, dann hast du keine andere Möglichkeiten.

SPEAKER_04

Ja gut, aber das sind ja dann so die Ausnahmesituationen. Ja, tut es euch so, ja. Wo es ja nicht anders geht. Weißt du mal nicht, wie das Leben spielt. Ich sehe das auch schon so wie der Stefan. Also wenn ich mir ein Haustier anschaffe, dann muss ich halt auf andere Sachen verzichten. Also das war uns beiden jetzt auch bewusst, als wir uns dann entschieden haben, nachdem Luna und Chucky nicht mehr da waren, hat man das schon irgendwie genossen, dass du halt so freier warst. Du kannst halt mal schnell übers Wochenende wegfahren oder mal woanders über Nacht bleiben, ohne dir Gedanken zu machen. Und jetzt ist es schon so, ne, jetzt musst du halt wieder so ein bisschen planen. Aber das war uns vorher bewusst, weil ich meine, also mit Sicherheit haben wir die zwei jetzt für die nächsten 15 Jahre und dann muss dir halt auch klar sein, dass halt so manches nicht mehr so einfach und spontan geht. Jetzt haben wir natürlich das Glück, dass ihr zwei im Haus mitwohnt und nach den zwei gucken könnt oder auch an seine Mama mal vorbeikommt und guckt. Also wir wissen schon, die zwei sind gut versorgt, wenn wir nicht da sind, wenn wir im Urlaub sind. Aber wenn du das halt nicht hast, finde ich es schwierig. Also so in der Pension oder so gäbe, würde ich dir jetzt zwei, würde ich dir jetzt auch nicht.

SPEAKER_06

Nein.

SPEAKER_03

Was ich ja nie, nie verstehen werde, ist, dass es immer noch Menschen gibt, die dann einfach ihren Hund auf irgendeinem Rastplatz zurücklassen und den Urlaub fahren. Das kann geht einfach nicht in mein Hirn hinein. Weil, also, das gehen die mit ihren Kindern auch so um, wenn sie irgendwann zu viel wären. Oder die Kinder mit ihren Eltern.

SPEAKER_04

Oder so.

SPEAKER_03

Das wäre mal eine Maßnahme.

SPEAKER_02

Mit Sicherheit ist das schon vorgekommen. Also ich verstehe sowas. Also rein menschlich verstehe ich sowas überhaupt gar nicht. Wenn man Beziehungen so einen Hund aufgebaut hat und dann gehört er zur Familie irgendwie mit. Also, was kann ich denn aussetzen? Also weißt du, irgendwie wieder ins Tierheim zu bringen, weil es familiär, keine Ahnung, warum auch immer nicht geht, ist noch das eine. Aber irgendwo auszusetzen, also ist völlig asozial.

SPEAKER_05

Aber selbst das finde ich schwierig, weil wenn ich mich für ein Tier entscheide, dann dauert es ja so ein bisschen Zeit, ne? Und dann frage ich mich immer, wie stark ist die Bindung, wenn die das Tier in einen Wimpernschlag im Idealfall ins Tierheim bringen, im schlimmsten Fall keine Ahnung, was damit machen. Ist es jetzt mit der Bindung vielleicht jetzt nicht so weit hergeholt oder generell mit der Verbindung zum Tier.

SPEAKER_02

Oder die Verbindung, die der Mensch überhaupt eingehen kann, in seiner Mensch.

SPEAKER_05

Dann finde ich es auch immer erschreckend, wenn du gerade so um die Weihnachtszeit von den ganzen Tierheimen und so, dass die ihre Aufrufe machen, na bitte keine Tiere unter den Weihnachtsbaum.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_05

Das ist.

SPEAKER_03

Mein erstes Tier war unter dem Weihnachtsbaum.

SPEAKER_02

Was war denn das Vogel?

SPEAKER_03

Eine Susi.

SPEAKER_05

Eine Susi. Eine Susi?

SPEAKER_03

Ein Silbergrauskaninchen.

SPEAKER_05

Susi, sagt meine Lauretane.

SPEAKER_03

Karnickel. Und dann kam Hoppel dazu, ein schwarzer. Ah noch.

SPEAKER_05

Und dann haben Susi und Hoppel Kinder gemacht.

SPEAKER_03

Aber sowas voll. Und raus kam ein Albino, der Tommy. Voll süß. Geil. Weißes. Viti Karnickel. Ja. Weißes Fell auf grüner Wiese. Wollte ich sagen? Nein. Weißes Fell und rote Augen. Herr Gott. Genau, ja. Und noch drei andere, ja. Und zwar ganz schön putzig. Der war nur Dreck gemacht am Ende. Aber die kamen auch her, haben sich streichen lassen, haben sich auf deinen Schoß gelegt. Haben sie gemacht, ja. Ja, haben auf meinem Schoß geschlafen.

SPEAKER_04

Hast du ein Déjà-vu, Stefan? Micha ist es ja nicht anders, oder?

SPEAKER_03

Richtig.

SPEAKER_04

Ich glaube, Kratzaufwerk schon alles auf deinen Schoßer. Der macht ja auch nur Dreck, ne? Und liegt auf deinem Schoß und will gekraut werden. Und?

SPEAKER_03

Silbergrau ist Sisi. Silbergrau ist. Da schließen sich die Kreise. Holt mich hier alles wieder, Michael.

SPEAKER_05

Wie war das gleich noch? Die Besitzer passen sich ihren Haustieren an oder die Haustier passen sich ihren Besitzern an.

SPEAKER_02

Ich hätte sie fragen, bin ich der Besitzer oder bin ich das Haustier?

SPEAKER_05

Du hast nämlich gerade gefragt.

SPEAKER_02

Bin ich dein Haustier?

SPEAKER_05

Wahrscheinlich. Du willst ja gerade.

SPEAKER_02

Okay, der Stefan lässt es einfach mal so stehen.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_02

Aber ich scheine dir zu folgen, da ich kein Halsband habe, ne? Ich blinzel ganz verdutzt.

SPEAKER_03

Du blinzelst? Ne, du blinzelst. Ich blinzel ganz verdutzt.

SPEAKER_04

So, jetzt haben wir aber von Chucky, meiner Katze, gesprochen und von Andis Hundaluna. Aber jetzt haben wir ganz die Miss Ellie vergessen. Ach ja, die Miss Elli. Ja, wir hatten ja auch noch einen Nymphom City.

SPEAKER_05

Eigentlich waren die mal zu zweit, J.A. und Miss Ellie, aber J.A. ist stiften gegangen.

SPEAKER_04

Wie in der Serie ja auch, ne? Miss Ellie ist geblieben. Ja. Und die war lange da. Na, was, wie alt war sie? 25?

SPEAKER_05

Aber sie war alter, auf jeden Fall. Älter, als sie normalerweise werden.

SPEAKER_04

Aber auch eine treue Seele. Hat quasi bei uns dann nochmal so ein bisschen ihren zweiten Frühling erlebt.

SPEAKER_05

Das war ein Hupsi-Vogel. Als die dann beim Papa und bei der Mama eingezogen ist, ist die mit ihm überall hingegangen. Wenn der in der Dusche war, saß die oben auf der Tür und hat gewartet, bis er fertig war. Dann haben sie immer zusammen Chips gegessen.

SPEAKER_04

Sister und die Miss Ellie, ne, Vogel, Katze. Also Chucky war null interessiert an diesem Vogel, aber die Miss Elli war interessiert an Chucky.

SPEAKER_05

Ja, die wollte mal auf ihr landen.

SPEAKER_04

Die ist ja immer hinterhergeflogen, ne? Und Chucky ist einfach nur ausgerissen. Die wollte mit diesem Vogel nichts zu tun haben. Aber die Ellie, die wollte ein bisschen spielen und schmusen, aber hat der Katze nicht so gefallen. Sissi und Franz waren da ein bisschen anders. Die hatten, naja gut, die waren ja auch noch jung, aber die hatten so ein bisschen den Trieb quasi dem Vogel hinterher. Naja. Die dachten sich, was sitzt da in dem Käfig? Was macht es da?

SPEAKER_03

Ja. Ja, und was gab es sonst noch so Tiere bei euch im Leben? Auch ganz viele. Also angefangen, wie gesagt, von dieser Kanickelblage irgendwann mal über mehrere Hunde. Also der erste Hund war, also alle waren aus dem Tierheim und der erste war ein Schäferhund Dobermannmischling. Ziemlicher Wildfang, ja. Die Asta. Klassische Name. Asta. Und nach Asta kam die Jenny. Das war ein zu groß geratenes Eichhörnchen rein vom optischen her. Also auch zu einer weißen Plesse vorne an der Brust und der Rest war so rötlich-braunes Fell mit langem, buschigem Schwanz und langen Ohren. Also es war wirklich wie ein Eichhörnchen, nur in Hundegröße. Und danach kam die Jenny, die psychisch kranke Jenny.

SPEAKER_05

Noch eine Jenny?

SPEAKER_03

Oder wie ist die davor? War das jetzt zweimal Jenny? Nee, warte, Moment. Oh. Aussetzung. Ich dachte, habe ich nicht gerade schon Jenny gehört? Wie ist denn der Ritterhund? Heiliger Gott. Sollen wir kurz Werbung machen? Schlecht vorbereitet. Bis ihr mal so einen Tusch spielen oder so.

SPEAKER_05

Ich mach einen Tusch und dann könnt ihr Katzenfutterwerbung machen. Bitteschön.

SPEAKER_03

Es war die Mimi.

SPEAKER_05

Ach, die Mimi war.

SPEAKER_03

Die Mimi. Die Mimi war der dritte Hund, ja. Hat die immer Krimis gelesen? Ja, und deswegen hat sie auch vor allem und jedem Angst gehabt. Das war ganz furchtbar. Ja. Ich stelle mir den Hund gerade mit so einem Krimi vor. Und Lesebrille und so einer Leselampe. Ja, die hatten wir nicht so lange, leider. Und jetzt haben wir noch den Milo, der jetzt auch mittlerweile zwölf Jahre alt ist. Ist ein englischer Wasserhund. Und kommt langsam seinen Grenzen entgegen, leider.

SPEAKER_04

Ja, da muss ich sagen, das war. Das war irgendwie so. Also es ist schon sehr schlimm, wenn du so ein Tier dann verlierst, ne? Oder die Entscheidung treffen musst, das Tier gehen zu lassen. Hat mich eigentlich gewundert. Dass wir uns wieder zwei geholt haben, waren eigentlich die letzten zwei, die wir quasi gehen lassen mussten. Schon sehr schlimm war für uns. Wenn das so ein Tier dann so für viele Jahre begleitet. Also Chucky war ja 23. Und wenn du die 23 Jahre hast, die begleitet dich die ganze Zeit, ist das schon sehr schwer, wenn du sie dann gehen lassen musst. Und mit der Luna war es ja nicht anders.

SPEAKER_05

Das hat sich ja noch nicht geändert. Über Hund brauche ich gar nicht nachzudenken. Das ist ja die Frage.

SPEAKER_03

Das ist ja wie ein Bruder, wie eine Schwester. Von Familienmitgliedernhund definitiv.

SPEAKER_05

Ja, und bei ihr war es halt irgendwie auch so, na, ich meine, ich darf das gar nicht laut sagen, das hören andere Leute, aber anfangs, ich drück's mal ein bisschen. Du mochtest sie nicht, ne? Ja, richtig, genauso wollte ich sie ausdrücken. Ich mochte sie gar nicht. 0,0.

SPEAKER_02

Sie war ja auch die Außenseiterin in dem ganzen Rudel.

SPEAKER_05

Ich glaube also nicht nur das, dass sie die Außenseiterin war, sondern auch die Art und Weise, wie sie zu uns kam. Dass man ja quasi gar kein Mitspracherecht in irgendeiner Form hatte. Und auch, und das fand ich ein bisschen grenzwertig von dem damaligen Besitzer, die haben die einfach abgeladen. Also eigentlich hätte dir der Hund leidun müssen, hatte aber nicht gleich. Und dann kam es halt, wie es kommen musste. Sie hat sich dann halt gedacht, ich zeig dir das schon, du wirst mich lieben. Ja, und am Ende wollte ich nicht die Entscheidung treffen, dass jetzt zu Ende ist, diese Reise, aber es war ein ganz schöner Ritt.

SPEAKER_04

Aber sie hat ja ja auch gezeigt, dass sie jetzt nicht mehr möchte.

SPEAKER_05

Ja.

SPEAKER_04

Das hat sie. Noch so verrückt, wie sie waren, so querlich, aber da war sie entschlossen. Heute noch ein bisschen schöner Jörg gehabt. Definitiv. Und sie hat auf ihre alten Tage noch das Autofahren gelernt. Nee.

SPEAKER_05

Das auch.

SPEAKER_02

Um Gottes Willen. Vorm wir mal nach Berlin im Kofferraum.

SPEAKER_05

In einem Smart.

SPEAKER_02

In einem Smart.

SPEAKER_04

Ja gut, wir sind mit dem Smart sind wir nach Bamberg.

SPEAKER_05

Ja, aber wenn du die da drin hast und doing, doing, doing, doing. Oh ja. Ja, aber als das soweit war, habe ich es noch nicht mal gemerkt. Ich bin schon eine Weile Auto gefahren, bis ich auf einmal dachte, Moment, hier ist heute was anders. Hier ist still.

SPEAKER_02

Hat keine Kraft mehr gehabt.

SPEAKER_05

Ja, das ging dann schon noch einen Moment. Also es war noch nicht so am Ende.

SPEAKER_02

Oh schön. Ja, im Osten, Osmohotten waren Tiere.

SPEAKER_05

Die hatte er. Die hatten wir, ja. Die Waldes hat keinen Sandkasten, aber ein Sandberg im Hof noch. Ach, jetzt war es Sandberg.

SPEAKER_02

Ja, so ein Berghalter Sand, weil wir immer Mörtel gemacht haben und so ein Zeug.

unknown

Weißt du gar nicht, was das war.

SPEAKER_02

Ja, wir hatten eine Putzi. Kann ich mich noch erinnern, es war grauer. Und die ist 1981 beim Hochwasser im Frühjahr in Sonneberg verschwunden. Mein Mutter gesagt, das Hochwasser hat sie mitgenommen. Ich weiß heute nicht, wo die abgeblieben ist. Weil wir haben auch immer junge Katzen. Und ich war dann immer in der Schule und als ich dann zurückkam, waren von sechs oder acht nur noch zwei Stück da.

SPEAKER_05

Und die Putzi war die Mutter.

SPEAKER_02

Und die Putzi war die Mutter, genau. Und der Vater war irgendwelche draußen, irgendein Kader vom Nachbarn oder sowas. Genau. Und dann kam irgendwann ein Sender von meinem Vater der Hund. Wie? Sender.

SPEAKER_05

Wie die Berger, wie die Berger.

SPEAKER_02

Wie die Berger, genau, ja, genau. Schön schwarz, zwar kleiner, Gude. Der war schön.

SPEAKER_05

Schwarze.

SPEAKER_02

Die Sender, Gott. Die hat immer zum Fenster hinaus geguckt. Die hat immer so einen extra Hoger gehabt am Fenster. Dann ist immer draufgesprungen, war mit ihrem Pfoden so aufs Fensterbrett draußen und hat immer hinausgeguckt, die Straße. Und dann kam ich immer von der Schule. Dann habe ich immer so langsam um die Kurve geguckt und dann hat sie oben runter geguckt, hat schon gehechelt, mit dem Schwanz gewedelt und kam mir schon entgegen. Die Sender. Die Sender, ja. Und die ist dann auch mit nach Leipzig umgezogen. Als ich mit der Kerste nach Leipzig bin. Ist die mit, aber die hat sich gar nicht wohl gefühlt. Also ich weiß nicht, wie lange die dauert war. Vielleicht vier, sechs, acht Wochen in Leipzig in der Wohnung. Und dann haben wir gesagt, nee, das wird nichts. Die fühlt sich hier überhaupt nicht wohl. Und dann haben wir sie wieder zur Mutter nun und dann ist er dort, ich glaube, als ich weiß nicht mehr wann es war, aber als Lady Diana gestorben ist. 97. Da ist sie abgestorben.

SPEAKER_05

Im August.

SPEAKER_02

Ja, keine Ahnung. Ich weiß nicht, habe ich halt noch gedacht, Gott, ich weiß gar nicht, um wen ich jetzt mehr weinen soll. Das war ja alles so dramatisch damals. Und ja, das war, da ist der Hund aufgestorben. Hat sie bei meiner Mutter einfach unter dem Tisch gelegt und dann eingeschlafen. Eigentlich ganz schön. Ja. Ja.

SPEAKER_03

Also bis auf das Tier, für jeden Tag.

SPEAKER_02

Ja, ja. Ja, so war das. Und dann kommt nur Luna und dann habe ich gedacht, nee, es langt erstmal mit. Hunden an Dramatik und Tieren und Abschied.

SPEAKER_03

Verstehe ich. Also das ist immer ein ganz schöner, ganz schöner Ritt, wie du sagst. Wenn es dann mal so weit ist.

SPEAKER_05

Ja, und wenn dann auch noch was ist, da kann man irgendwann mal. Nee, du hast angerufen, oder? Wo du mit ihr Gassi warst. Wo sie unters Auto gekommen ist.

SPEAKER_02

In Aschaffenburg, ja, wo man da war, ja. Mit über die ganze Pfode offen war.

SPEAKER_05

Da hatte sie quasi einen Klumpfuß dann. Mussten wir sie immer die Treppe raffen runtertragen. Ewige Zeiten. Und jeden Tag war sie im Büro dabei. Das war ein Spaß.

SPEAKER_04

Ja, aber so wie das halt ist mit Tieren, ne? Also sind halt ein Familienmitglied, ne? Und dann kümmert man sich natürlich auch. Und dann macht man natürlich auch alles möglich. Wie so viele halt.

SPEAKER_05

Ich kann gar nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die keine Tiere mögen.

SPEAKER_04

Ja gut, aber es gibt ja auch Menschen, die keine Menschen mögen. Also es gibt ja auch.

SPEAKER_05

Okay, da gehör ich dazu.

SPEAKER_04

Ja. Habe ich das jetzt auch gesagt?

SPEAKER_02

Das kommt jetzt einfach so raus.

SPEAKER_04

Das ist jetzt nicht unbedingt so positiv. Wir wollen ja nicht alle über einen Kamm scheren.

SPEAKER_02

Es gibt halt so Tage, da ist halt alles zu viel. Und dann möchten wir sie halt gerne mal zurückziehen. Und dann, ja, dann wäre es schön, wenn der Hund da wäre, zum Beispiel. Ich sage, komm, geh her und wir gehen mal Kassi. Genau. Ich höre ihn schon. Wo ist er?

SPEAKER_04

Ja, aber warum gibt es da noch keinen Hund bei euch? Nee. Das ist ja auch eine Zeitfrage mit so einem Hund, ne?

SPEAKER_03

Ja, wenn du dann. Das ist das Timing, glaube ich, noch. Wer und wann soll das machen? Aber generell, ja, wenn das dann mal alles irgendwie in geregelte Bahn ist. Was ist denn dann, wenn es in geregelte Bahn ist?

SPEAKER_02

Dann gehst du Gassi. Ach, meinst du, ich habe dann ein besseres Zeitmanagement gemacht?

SPEAKER_05

Das heißt nicht, hier an die Haustür schnell auf und hinter auf die Wiese. Richtig. Dann gepfiffen, Hund wieder zurück. Danke fürs Gespräch. Jawohl, ist immer kassi gegangen.

SPEAKER_03

Du hast doch heute erst gemeint, du würdest gern nur noch halbtags arbeiten. Und dann kannst du ja von 8 bis 12 arbeiten und ab 12 hast du dann einen Hund.

SPEAKER_05

Ach, das klingt nach Musik in meinen Ohren. Ja, ich dachte, ich bin.

SPEAKER_03

Und vorher ist der Hund unten im Büro bei Andi. Ja, genau.

SPEAKER_05

Das ist fein. Wo ist der Hund, wenn ich auf Dienstreise bin?

SPEAKER_02

Und wo ist der Hund, wenn ich doch mal länger arbeiten muss? Wo ist der Hund, wenn wir in Urlaub sind?

SPEAKER_05

Dabei.

SPEAKER_02

Dabei. Im Almgut sind Hunde erlaubt. Ja, sind wir dann nur noch im Almgut, ne? Das ist jetzt anders da wie.

SPEAKER_05

Ihr könnt auch Zelten.

SPEAKER_02

Ja, stimmt eigentlich.

SPEAKER_05

Habt ihr ja schon lange nicht, oder du schon lange nicht.

SPEAKER_03

Zelten, ja. Ja, viel Spaß, ohne mich. Du bist spannend. Nee. Alles, aber. Den Geräuschen der Nacht zu folgen. Ja, schön. Nee. Ja, aber dann.

SPEAKER_02

Aber vielleicht wäre es gut, wenn wir einen Hund hätten, der würde die bösen Geister dann vertreiben. Die nicht über eine Nacht zum Halb Zwo weg.

SPEAKER_03

Das stimmt, ja.

SPEAKER_02

Es ist gleich Zeit.

SPEAKER_05

Der wird es vielleicht aber noch schlimmer machen, wenn da plötzlich der Hund mitten der Nacht knurren anfängt und du denkst, was ist das?

SPEAKER_02

Jetzt werde ich immer, der liegt bei uns auf dem Bett, so am Fußender, und plötzlich schreckst du hoch und du schreckst hoch und der guckt zur Tür und knurrt so, stell die Augen auf. Also die Augen, die Ohren auf.

SPEAKER_04

Ich kann auch die Augen aufstellen.

SPEAKER_05

Oh Gott, da möchte ich dich ja mal lepp. Das finde ich bei den Katzen schon grenzwertig, wenn die so aus dem Nichts plötzlich angespannt und den Blick da in den dunklen Flur. Was ist da?

SPEAKER_02

Da wird schon irgendwas Unsichtbares vorbeilaufen, ne?

SPEAKER_03

Am Ende.

SPEAKER_02

Du.

SPEAKER_03

Aber dann ist der Hund ja da, der ist mir wurscht. Ach so. Weil ich ja eh schlau. Du kriegst ja eh nichts mit. Du würdest morgens aufwachen, ich wäre fort und würdest du denken, wo ist er denn? Mochte mir schon Kaffee? Wo bleibt er denn? Das würde ich denken. Ja, und dann hättest du gar mitbekommen, dass ich Nacht gestohlen worden bin. Die bringen dich alle wieder zurück.

SPEAKER_02

Also wir waren bei Hund Katze, Maus. Maus. Welcher Typ bist du?

SPEAKER_04

Naja, ja, aber lieber Zuhörer und ZuhörerInnen, das weiß ich aber doppelt gemoppelt.

SPEAKER_05

ZuhörerInnen.

SPEAKER_04

ZuhörerInnen. Ich tue mich da so ein bisschen schwer mit. Deswegen machen wir das ja auch nicht. Ich wollte es mal richtig machen. Zuhörende. Jetzt war es wieder falsch. Lauschende. Also wie sieht es ja bei euch aus? Was seid ihr denn so für Typen? Hund, Katze, Maus oder ganz was anderes.

SPEAKER_05

Ja, Schlangen zum Beispiel.

SPEAKER_03

Ja, Reptilien natürlich. Das ist schwierig. Hatte ich ja auch schon Badagamen. Vier Stück. Was hast du? Schlangen? Nein. Badagame ist was anderes. Das ist jetzt keine Badame, so wie es ich ja so. Ja, ich habe Badagame. Weil die so ein Bart und haben so Stechelchen da so.

SPEAKER_02

Aber warum hast du so viel Zeug gehabt? So Hasen und alles.

SPEAKER_03

Na gut, die Badagamen wollte Bernd damals haben. Also, ja, und da er nicht den Platz hatte, hat sie halt ich. Und wer hat sie jetzt? Der liebe Gott. Ah, sind schon. Ja, auch schon lange. Die haben ja keine so lange Lebensdauer. Ich kenne mich doch nicht aus. Eines ersoffen beim Schwimmen in der Badewanne. Ups. Und ja, das war ein bisschen schade, ja.

SPEAKER_04

Also das ist ja sowas, also gut. Geschmäcker sind ja verschieden, aber so Reptilien und so, also so Schlangen oder Spinnen oder so, das ist ja irgendwie, was da kann man das Haustier nennen.

SPEAKER_02

Ja. Manche haben auch Febel dafür. So eine Vogelspinne bei sich zu Hause zusammen.

SPEAKER_05

Kommst du nach Hause und dann ist das Terrarium leer.

SPEAKER_04

Na gut, weit kann sie ja nicht sein. Aber wo ist es?

SPEAKER_05

Ist das noch nah genug?

SPEAKER_04

Oh nee, das ist nichts. Aber soviel ich weiß, machen die ja nichts. Das ist mir egal. Die sind ja nicht giftig oder so. Auch das ist mir egal. Ja, gut, also du magst jetzt keine Spinnen, also würden wir ja nie Spinnen haben.

SPEAKER_05

Weiß ich nicht, wie du drauf kommst.

SPEAKER_04

Ich finde es so interessant, ne? Also früher war ja ich wirklich so, ich hatte ja so eine richtige Spinnenphobie. Und irgendwie hat sich das Blatt so ein bisschen gewendet. Also mittlerweile kann ich besser mit Spinnen umgehen, aber dafür ist mein Mann da so ein bisschen.

SPEAKER_05

Weil ich immer noch dieses Bild vor Augen habe. Ich lag im Bett im Sommer, hab Fernseh geguckt, es war schon ein bisschen duselig draußen, das Licht war aus, außer der Fernseher lief, wie gesagt. Und auf einmal höre ich irgendwas und sehe irgendeinen Schatten. Konnte aber nicht gleich erkennen, was es war. Mach das Licht an und da sehe ich sie. Und dann dachte ich, Scheibenkleister. Die ist ganz schön groß. Wie komme ich aus diesem Schlafzimmer raus? Und? Ich bin rausgekrabbelt. Ja, kommt doch mal. Da kommt nochmal einer. Aber ich hab sie weg. Ich habe ein Glas geholt und hab sie nachrasten.

SPEAKER_04

Also war doch gar nicht so schlimm. Doch.

SPEAKER_05

Doch.

SPEAKER_04

Das hättest du mal sehen sollen. War das letztes Jahr im Sommer oder vor zwei Jahren? Da hatten wir hier am Balkon eine riesige Kreuzspinne. Und die war aber fett. Dann hat die sich abgeseilt. Und natürlich, also der mit der Spinnenphobie, also ich sollte dann wegmachen. So, ich bin dann raus auf dem Balkon. Was macht der? Sperrt mich aus quasi. Also wie wenn ich mit dem Ding wieder reinkommen würde, also nicht einfach nur die Balkontür zugemacht. Ne, der hat gleich zugesperrt. Und dann habe ich das Ding weg. Also ich habe sie jetzt auch nicht in die Ecke gebracht. Ich habe sie anderweitig quasi um die Ecke. Also sie ist dann bei der Nachbarin gelandet.

SPEAKER_05

Die war wirklich riesig. Ja.

SPEAKER_04

Und das ist irgendwie sowas, das hat sich bei mir so im Laufe der Jahre so ein bisschen geändert. Also ich, auch wenn ich jetzt, also ich will jetzt nicht sagen, dass ich immer noch eine Spinnenphobie habe. Also ich habe mich irgendwie arrangiert mit den Herrschaften. Also ich kann die auch ganz normal wegmachen, dass ich die irgendwie mit einem Glas oder so nach draußen bringe. Aber ich könnte die jetzt, also töten geht nicht mehr. Was jetzt früher gang und gäbe war, wenn du irgendwie so einen Insekt oder sowas in der Wohnung hattest. Also mittlerweile kann ich das ja nicht mehr. Das geht irgendwie nicht.

SPEAKER_03

Also Angst vor Spinnen habe ich auch keinen, aber ich finde es einfach nur unglaublich eklig. Diese acht Beine, die stören meine Söhne.

SPEAKER_05

Wenn die halt so groß sind, dass du die Haare da erkennen kannst und so, ne?

SPEAKER_02

Ich war heute bei ihrer Kundin und habe die Terrasse gekerchelt. Apropos Spinnen. Und man tut die Truhe dann so weg und seht es aber gar nicht und stehe so an der Hauswand und Kerche und Kerche und plötzlich krabbelt hinter der Truhe wirklich, also ein so richtig fettes, großes Tal raus. Und da dachte ich, oh Gott, dachte ich mir, aber ja, krabbelt halt hoch. Ich meine, ich habe ein Kärcher in der Hand. Ja. Und dann krabbelt die aber wirklich über die Truhe zu mir her. Ich wollte Hallo sagen. Und ich so, ist alles gut. Geh in die andere Richtung, weil du gehst jetzt genau in einen Wasserstrahl halt, ne? Und ich halte halt den Strahl so auf den Boden hin und die springt von der Truhe runter in ihrem Warn in den Strahl rein und fliegt davon, in den Gatten rein. Und in dem Augenblick denke ich mir, wenn dort jetzt eine stehen würde und die Spinne wäre demjenigen entgegengeflogen, das musst du dir mal vorstellen. Du stehst dort und erhältst dich mit mir, die Spinne kommt gelaufen, geht in den Wasserstrahl und fliegt dir entgegen, Andi. Fliegt direkt auf dir zu und haftet dann hier von so auf deine Brust und krabbelt dir hoch in den Hals. Das habe ich mir dann heute so vorgestellt, wie das wohl dann wäre für denjenigen. Was ist der Outcome?

SPEAKER_04

Gänsehaut.

SPEAKER_05

Gänsehaut. Ja.

SPEAKER_02

Das wäre blöd. Also, wenn ich, solange ich das sehe, habe ich es unter Kontrolle, aber wenn so ein Ding auf mir ist oder mir entgegenfliegen würde, dann würde ich auch quieksen.

SPEAKER_04

Ja, also ich habe das so ein bisschen, ich habe das so ein bisschen gemacht, wie jetzt auch mit dieser Ballonfahrt. Also man muss sich ja seinen Ängsten stellen. Und so war das mit Spinnen auch. Ich habe mir irgendwann gedacht, okay, eigentlich machen die einem ja nichts. Die sind halt irgendwie nur eklig. Vielleicht hat man zu viele Filme gesehen, als man Kind war. Und irgendwann dachte ich mir so, na, also ich stelle mich der Angst, ne? Und ich stelle mich den Herrschaften. Und jetzt ist es eigentlich, wenn ich so eine große, schöne schwarze, fette Spinne sehe.

SPEAKER_02

Freust du dich da wenig drauf, sie rauskommen?

SPEAKER_04

Ich freue mich jetzt nicht, ne? Und ihr werdet jetzt bestimmt das Lachen anfangen, aber dann spreche ich erstmal mit ihr. Also, wir lernen uns kennen.

SPEAKER_01

Ah, verstehe.

SPEAKER_04

Und du brauchst eine Beziehung aufgezogen. Na, Beziehung würde ich das jetzt nicht sagen. Es ist eher so eine flüchtige Bekanntschaft. Gibst du ihren Namen?

SPEAKER_05

Herzlich willkommen, Tarantula.

SPEAKER_04

Willkommen in meinem Zuhause. Aber ich merke, dass dadurch die Angst weniger wird. Du nimmst ja quasi die Macht. Ja, also guck mal, ne? Wann war es? Was zur Weihnachtszeit oder so, wo die Spinne im Bad war für eine längere Zeit. Oh, die hat lange da gewohnt. Ja. Diesmal von der Ecke in die andere Ecke. Dann war sie weg, ne? Dann war sie wieder da, dann war sie weg. Dann hat sie sich irgendwann mal auf den Klodeckel gesetzt, wo ich gesagt habe, gute, das ist der falsche Ort. Also hab sie dann zurück in die Pflanze, dann hing sie wieder oben in der Ecke. Also die war lang da. So wie ihr Haustier. Ja. Früher wäre es für mich ein No-Go gewesen, wenn irgendwo in der Ecke eine Spinne gehockt hätte. Aber mittlerweile denke ich so, okay. Solange sie in der Ecke hockt. Willkommen.

SPEAKER_05

Wir haben sie auch sitzen lassen. Und wenn man so. Ich glaube, ich habe ja keinen Namen gegeben.

SPEAKER_04

Wenn ich so lange da war. Ich weiß es gar nicht, ob ich ihren Namen gegeben habe.

SPEAKER_05

Ich glaube nur, wir können die nicht raustun. Draußen ist kalt. Die friert.

SPEAKER_04

Also. Die hat keine Moonboots. Von daher, also sich einfach mal seinen Ängsten stellen. Und wie gesagt, seitdem funktioniert das ganz gut. Also wenn ich irgendwo eine Spinne sehe, bin ich bei weitem nicht mehr so schreckhaft oder ängstlich, wie ich das früher war.

SPEAKER_05

Oder denk mal an diese Spinnen aus Sri Lanka, nicht Sri LankaInnen auf den Seychellen.

SPEAKER_04

Die, die hießen die, Palmen, Palmspinnen?

SPEAKER_05

Die, die ihre Männchen fressen.

SPEAKER_04

Ich war zu witten.

SPEAKER_05

Nee, auch nicht. Und es war so lustig, weil wir waren da irgendwie in so einem Park unterwegs und da denken, ja, was ist hier so florafaunamäßig, alles rumkräuscht, Leucht? Und wer entdeckt die erste Spinne? Und wo war sie? Direkt hier. Vor meinem Gesicht. Wirklich. So groß. Voll Teufel.

SPEAKER_04

Ja. Also, wo ich damals in Mexiko war, da war ich auch so ein bisschen überrascht, da haben wir so einen Tempel besucht. Und wir sind da mit so einer Riksha irgendwie gefahren. Und da waren wir, denke ich, so, was sind denn das sind so viele schwarze Flecken auf dem Boden? In der Rikser? Ne, ne, in der Riksha, den Weg, den wir da fahren sind, diesen Schotterweg, Sandweg oder was es war. Und ich habe von beiden gesehen, da sind lauter schwarze Flecken auf dem Boden. Ja, und dann waren das, ich glaube, es waren Taranteln oder Vogelspinnen. Die sind da halt so ein bisschen spazieren gegangen. War da wohl Wandertag? Keine Ahnung, aber. Spinnenwandertag. Es war schon ein bisschen komisch zu sehen, wo ich dachte, so gut, dass wir die Rickschaft genommen haben.

SPEAKER_03

Und nicht laufen.

SPEAKER_04

Gut, ja. So, jetzt sind wir von Hunde oder Katze. Welcher Typ bist du auf Badamen? Badagamen. Badagamen. Oder so. Zu Spinnen, Schlangen und Sonstigen gekommen.

SPEAKER_03

Wie ist denn bei euch da draußen so? Was seid denn ihr für ein Typ? Fell oder Schuppen oder Hund oder Katze? Federn.

SPEAKER_05

Ach, Federn, ja, auch was Achtbeiniges oder gar Schländendes. Dann lieber Schlängelndes als achtbeiniges.

SPEAKER_04

Das ist ja immer so eine Typfrage, ne?

SPEAKER_05

Genauso wie die Entscheidung aus dem Tierheim oder vom Züchter.

SPEAKER_03

Das ist auch echt schwierig, finde ich. Also das ist auch, hat auch sehr großes Streitpotenzial.

SPEAKER_05

Streitpotenzial und auch immer wieder die Gedanken Geldmacherei.

SPEAKER_01

Ja, es ist halt schwierig.

SPEAKER_03

Ja, schwierig, weil wenn man einen Hund, also einen Welten vom Düchter kauft und dann, je nachdem, was es gerade von der Rasse ist, zwischen 2 und 3 oder mehr tausend hinlegen muss, muss man aber auch natürlich bedenken, dass die halt auch fertig entwurmt, gechippt und alles sind. Von daher ist der Preis eigentlich schon immer letztendlich gerechtfertigt.

SPEAKER_05

Ja, ja, das schon. Aber du hast ja manchmal echt, wo es, wo. Aber keine Ahnung, Papiere gefälscht sind in so einem Krater.

SPEAKER_02

Ja, klar, wenn du solche holst, ja.

SPEAKER_03

Ja, natürlich würde ich keine Welpen von einem Züchter aus Polen oder so irgendwie zum Beispiel. Oder bei irgendeinem Rastschlatz. Also Züchter aus Polen, das ist auch schon wieder diskriminierend. Züchter aus Europa oder Ungarn oder Rumänien. Osteuropäische Hundezüchter. Jetzt kannst du hier auch in Deutschland haben, dass du da irgendwas Falsches erwischt. Aber hier in Deutschland hast du ja zumindest die Möglichkeit, den Züchter prüfen zu lassen. Also beim Zuchtwarten sonst irgendwas. Das hast du natürlich in anderen Ländern nicht.

SPEAKER_02

Aber da wäre für mich immer noch die Entscheidung, da würde ich lieber einen Hund aus dem Tierheim oder Osteuropa retten, das sind ja auch Auffangsstationen, als an Frischen zu holen.

unknown

An Frischen?

SPEAKER_02

Naja, halt an Jungen halt, verstehst du? Also lieber das Leben von dem Hund oder von dem Tier halt irgendwie noch schön gemacht für den Rest seines Lebens, als sie.

SPEAKER_05

Ja, da ist Lua halt auch immer wieder. Die haben, je nachdem, wie alt die dann schon sind, haben die halt auch ihre Geschichte. Und das ist so viel vielleicht nicht mehr raus. Ich meine, du hast bei der Luna gesehen, die war jetzt vier, die kamen jetzt nicht aus dem Tierheim, aber irgendwas muss da ja auch gewesen sein, dass die so war, wie sie gewesen ist. Also und wie schwer das war, trotz Hundeträner und Kram das irgendwie in den Griff zu kriegen.

SPEAKER_04

Ja, aber das ist dann wahrscheinlich auch, wie bei so vielen, ne, es ist halt, die einen mögen es so, die anderen mögen so. Den einen sind Tier da sind Tierheim lieber, die anderen möchten es vom Züchtern. Wie sagt Männer so schön, jeden Tierchen sein möchte Tierchen.

SPEAKER_01

Genau.

SPEAKER_04

Das ist wohl wahr, ja. Na, und ich glaube, mit diesem Satz können wir die Folge für heute dann beenden.

SPEAKER_05

Jetzt macht sie aber hier einen auf Hammer mal durch, ne?

SPEAKER_04

Naja, also wir sind ja fast am Ende. Und heute werden wir kein losziehen, denn unsere nächste Folge kommt am Muttertag. Und von daher haben wir zusammen entschieden, die nächste Folge wird über unsere Mütter sein. Passend zum Muttertag. Mütter schnallt euch an. Ja, also können sich ja nur noch zwei anschnallen. Die anderen müssen wir es dann nach oben senden.

SPEAKER_05

Auch das kriegen wir sagen, deswegen können wir doch trotzdem über sich sprechen.

SPEAKER_02

Natürlich. Das machen wir auf jeden Fall. Die wird sicher Käffchen machen und eine Zigarette anzünden. Eine schöne F6 und dann hockt sie oben und er wird genau zuhören.

SPEAKER_04

Dann hockt meine dabei, aber die hat noch einen Cognac mit beim Käffchen.

SPEAKER_05

Sechs Ämter hat sie ja nicht getrunken. Aber wir können sechs Ämter trinken.

SPEAKER_04

Auf sie definitiv. Oh, ist es. Gut. Dann wünschen wir euch noch einen schönen Sonntag. Und wir hören uns in zwei Wochen zum Muttertag. Macht's gut. Tschüss. Tschüss. Tschüss.

SPEAKER_00

Das war's für heute. Danke, dass ihr dabei wart. Die Bangers. Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich. Bis zur nächsten Folge.