Die Bangerts – Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich
Vier Freunde, ein Haus, unendlich viele Geschichten – willkommen bei „Die Bangerts“! Wir sind vier Männer, die zusammen unter einem Dach leben und dabei nicht nur die Katzen, sondern auch uns selbst auf die Probe stellen. In unserem Podcast erzählen wir ehrlich, laut und manchmal auch peinlich über unser Leben, und allem was dazu gehört. Die kleinen wie großen Dramen, die sich hinter verschlossenen Türen abspielen. Egal ob lustige Anekdoten, emotionale Momente oder die Frage, wer denn nun die Haare im Waschbecken vergessen hat – bei uns gibt’s keine Filter, nur echte Gespräche und jede Menge Herz. Schaltet ein, wenn ihr wissen wollt, wie es wirklich ist, wenn Freunde zusammenwohnen und sich nichts vormachen.
Die Bangerts – Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich
Sorgen und Ängste
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In dieser Folge wird es persönlich und nachdenklich: Wir sprechen über Ängste und Sorgen, die uns im Alltag begleiten – von globalen Entwicklungen und dem Blick auf die Menschheit bis hin zu ganz persönlichen Themen wie Gesundheit, Job, Familie und finanzieller Sicherheit. Dabei geht es auch um die Frage, wie sehr uns Dinge belasten, die wir eigentlich gar nicht beeinflussen können.
Besonders ehrlich wird es, als wir über Kindheitserfahrungen, alte Muster und Prägungen sprechen, die bis heute nachwirken. Welche Ängste entstehen aus dem, was man früher erlebt hat? Und wie schafft man es, nicht in Grübelschleifen und Sorgenkarusselle zu geraten, sondern im Hier und Jetzt zu bleiben?
Trotz der ernsten Themen bleibt der typische Mix aus Offenheit, Reflexion und Humor natürlich nicht aus. Außerdem geht es darum, warum Veränderung oft erstmal Widerstand auslöst, wie unterschiedlich Menschen mit Unsicherheit umgehen – und weshalb manchmal schon ein kleiner Perspektivwechsel helfen kann.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Sorgen gehören zum Leben dazu, aber nicht alles muss man mit sich allein ausmachen. Und vielleicht ist es gerade das offene Gespräch, das ein Stück Leichtigkeit zurückbringt.
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Willkommen bei The Bangers, dem Podcast, in dem Micha, Stefan, Alex und Andi ehrlich über das echte Leben sprechen. Ohne Filter, ohne Fetig. Dafür mit viel Herz und jeder Menge Humor. Wir teilen Geschichten aus unserem Alltag, von Familie und Freundschaft, von großen Träumen, aber auch von Ängsten und Sorgen, die uns wirklich bewegen. Hier wird gelacht, nachgedacht und manchmal auch ein bisschen gefühlt. Denn genau das macht das Leben aus. Mach's dir gemütlich und sei dabei, wenn wir gemeinsam durchs Auf- und Ab des Lebens gehen. Ungeschönt, persönlich und immer mit einem Augenzwinkern.
SPEAKER_03Hallo liebe Zuhörenden, es ist wieder soweit. Eine neue Folge. Die Bangernster Podcast geht an den Start. Und heute mit dem Thema Ängste und Sorgen. Aber bevor wir dich dich loslegen, erstmal ein Hallo in die Runde. Hallo, Servus. Ja, und gleich vorweg gibt es einen Gruß an die Steffi da draußen. Die hat uns nämlich dieses Thema geschrieben, das wir doch da mal drüber diskutieren sollten. Und dann schaue ich auch gleich mal in die Runde und überlege mir, wer jetzt ins kalte Wasser geworfen wird und mit Sorgen und Ängsten beginnen kann. Und nachdem mich alle drei extrem Resident angucke. Das ist so nicht richtig. Dann fängt der Alexander an. Wieso ich?
AndyIch hab's manifestiert.
AlexDass ich immer anfangen muss. Ich habe das Gefühl, dass ich immer das Reden anfangen. Ist es so, ja? Ja, wenn man sich so die letzten Folgen anhört und mal so Revue passieren lässt, war ich immer derjenige, der das Erste sagen muss.
AndyJetzt hab dich halt nicht so, Alexander.
AlexÄngste und Sorgen.
AndyDu hast wohl keine Ängste und Sorgen.
AlexNa, ich habe schon auf der Heimfahrt überlegt, was könnte ich bei Ängste und Sorgen so sagen? Weil eigentlich so direkt habe ich keine Ängste noch Sorgen. Also zumindest was mich jetzt persönlich so angeht oder so in meinem Privatleben. Du bist völlig fein mit dir.
AndyMit mir schon, ja. Also was soll ich denn. Das Wetter sorgte ich nicht, dass gestern so windig war. Dass der Herbst vor der Tür steht. Dass bald Nikoläuse in der Karte steht.
AlexWieso soll ich da jetzt Angst davor haben oder was soll das für Sorgen sein? Ich meine, an dem Wetter kann ich nichts ändern. Also sorge ich mich auch nicht ums Wetter. Ich glaube, das Einzige, wo ich mich Sorge und so ein bisschen Angst habe, das ist so, wo sich die Menschheit so hin entwickelt. Das ist, glaube ich, so die größte Sorge, die ich so ein bisschen habe. Und auch Angst davor. Kannst du das näher erläutern? Das kann ich euch näher erläutern, ja. Leider muss ich feststellen, dass sich die Menschheit in eine ganz falsche Richtung entwickelt. Aber in eine sehr negative Richtung, in eine sehr egoistische. Jeder guckt irgendwie nur noch auf sich selber. Es interessiert gar nicht mehr, was der andere macht, was der andere tut, ob der andere Hilfe braucht, ob ich den anderen unterstützen kann, ob ich ihm zur Seite stehe. Interessiert alles nicht mehr. Jeder kümmert sich eigentlich nur noch um sich und guckt, dass es ihm selber gut geht, dass er das Meiste vom Kuchen abkriegt. Und es wird gar nicht mehr so aufs Umfeld geguckt oder auf die Mitmenschen. Und das ist so ein bisschen eine Angst, die ich so im Unterbewusstsein habe, dass es halt immer schlimmer wird. Und ich glaube, jeder von uns kriegt das ja so im täglichen Leben mit, dass es auch wirklich so ist. Dass sich ja alles nur noch ums Negative dreht, aber das hat man ja auch schon in unserer Folge ein negatives Umfeld. Und dann muss ich vielleicht diese Folge nochmal aufgreifen, dass das wirklich so ein bisschen die Sorge und die Ängste sind, die ich habe, wo sich das hin entwickelt. Weil irgendwie, also es kommt keine Besserung. Im Gegenteil, ich habe immer das Gefühl, es wird noch schlimmer.
AndyDie Talsohle ist, glaube ich, noch nicht erreicht. Bitte? Die Talsohle ist, glaube ich, noch nicht erreicht. Nee, noch lange nicht.
SPEAKER_03Ja. Bei Ängsten und Sorgen denken sicherlich aber auch viele einfach auch an Existenzängste oder Ängste vor schlimmen Krankheiten, dass man sich sorgt, dass es seinen Liebsten irgendwann mal mit irgendwelchen schlimmen Krankheiten erwischt, sei es Herzenfahrtkrebs, sonst irgendwie was. Sieht es da bei dir aus, Michael?
AlexMichael. Michael. Heute sind wir sehr seriös, sehr förderlich.
AndyDann muss ich mich gleich anders hinsetzen.
AlexSetzen Sie sich mal gerade hin, schlagen Sie die Beine übereinander, schön die Hände auf den Tisch. Und den Rock gerafft. Und sprechen Sie nur, wenn sie aufgefordert sind.
AndyIch habe gar keinen Rock an heute.
MichaJa, ich muss ehrlich überlegen. Ich komme nämlich ganz frisch aus dem Fitnessstudio und da habe ich jetzt auf den Laufbahn noch überlegt, was denn tatsächlich meine Ängste und Sorgen sind. Von bei der Menschheit gebe ich dir vollkommen recht, Alexander.
AndyAlso wenn jetzt jemand Andreas zu mir sagt, dann drücke ich hier die Stopptaste.
MichaJa, also es ist wirklich so, aber das ist so das ganz Große. Ich würde gerne mal, vielleicht hat auch der ein oder andere da draußen das früher gehabt in der Kindheit, Ängste und Sorgen, die man hatte. Weil mal, wie ihr schon wisst, wenn ihr die restlichen Folgen gehört habt, war meine Kindheit jetzt nicht so super toll mit Stiefvater und Alkohol und so weiter. Und meine täglichen Ängste waren damals eigentlich, kommt er heute nüchtern nach Hause. Also so Ängste und Sorgen hatten mich als Kind schon fest im Griff. Ängste um mich, Ängste um meine Mutter und ja, die Sorgen danach dementsprechend. Und das hat mich als Kind schon immer so gefesselt und hat mich auch in manche Zwänge gebracht. So Zwangshandlungen, wenn ich heute drüber nachdenke. Also ich habe heute keine Zwangshandlungen mehr, aber damals.
AlleEntschuldigung.
MichaDas sieht wohl jemand anders hier am Tisch. Anscheinend. Da gehen wir auch immer näher drauf ein. Ja, ich weiß nicht vielleicht, aber es fällt Ihnen dann immer alles so ein, wenn man intensiv drüber nachdenkt. Wenn, wenn mein Stiefwart einen guten Tag hatte und ich habe an diesem Tag irgendwas Besonderes gemacht, keine Ahnung. Ich bin besonders die Treppe hochgegangen oder ich habe, ja wirklich, oder ich habe oben irgendwas Besonderes gemacht, dann dachte ich mir, okay, wenn ich das jetzt immer so tue, dann wird er immer nüchter nach Hause kommen und das durchbricht das Ganze. Aber ja gut, war natürlich nicht so. Aber ja, das ist mir vorhin alles so noch auf den Laufband eingefallen, dass es in meiner Kindheit tatsächlich, dass das doch meine Ängste und Sorgen waren. Und vielleicht auch was zum Lachen war hinterher, wir wollen nicht immer so ernste Themen haben, aber das kennt bestimmt jeder von euch. Unsere Toilette damals noch im Osten, also ganz weit, im letzten Jahrtausend, die war im Treppenhaus eine Etage tiefer. Und jetzt das Licht im Treppenhaus hat aber Zeitschaltuhren und der ging nur vielleicht 60 Sekunden oder so. Also ich musste es schaffen, in den 60 Sekunden die Treppe runterzukommen, auf die Toilette zu gehen, alles fertig zu machen und wieder hoch. Ja, was natürlich nicht immer gelungen ist, weil dann nämlich dann. Wenn natürlich dann das Licht ausgegangen ist im Treppenhaus und ich musste durch das dunkle Treppenhaus dann drei, also drei sind es 15 Stufen nach oben, da war natürlich, dann nehmen wir die Angst im Nacken, aber so im wahrsten Sinne des Wortes. Da habe ich dann ganz schnell Licht ausgemacht, die Tür von der Toilette zugeschlagen und dann in Galopp hoch und die Angst saß mir im Nacken, dass mir irgendjemand hinterherkommt. Kennt ihr das Gefühl, so durchs Dunkle durch und dann hat man die Angst zum Nacken und dann ganz schnell um zur Tür rein, Tür zu und geschafft. Das war meine Kindheitstrauma da. Der Toilettengeist. Ja, wichtig. Glocilla. Glozilla war hinter mir her. Ich hab' immer überlegt. Ja, genau. Glocilla. Jetzt hat das Kind einen Namen. Ja. Gott, was ich hier alles aufarbeite in dem Podcast, da habe ich nie mehr dran gedacht. Ja, guck doch.
AlexAlso Geld dafür verlangen. Wir wollen ja nichts aufarbeiten. Hast du denn mit der Zeit, aktuell, im jetzigen hier und jetzt hast du denn Ängste und Sorgen?
MichaHabe ich auch. Aber wir können ja das Wort erstmal weitergeben an die. Bevor auf Stopp drückt, seine Ängste und Sorgen aussehen.
AndyAch, davon gibt es gerade jede Menge, wenn du da draußen vor die Tür guckst. Da möchten wir sicher manchmal am liebsten zu Hause verbarrikadieren. Aber wir haben ja gesagt, wir reden nicht über Religion, Politik und Co. Ich glaube, sonst schweifen wir zu sehr ab und da können wir, glaube ich, auch nur verlieren. Ja, aber im Allgemeinen, so wo sich das alles irgendwie hin entwickelt, dass es eigentlich so gefühlt gar kein wirkliches Miteinander mehr gibt oder sehr wenig. Das sorgt mich schon sehr. Auch so die ganze restliche Entwicklung irgendwie so. Ich glaube jetzt nicht, dass ich mir per se groß Gedanken um einen Job machen muss, aber ganz wegschieben kann ich es irgendwie auch nicht. Gerade wenn man es auch auf die Digitalisierung zum Beispiel mal runterbricht, ja, alles digital, alles Laptop, iPad, whatever, braucht man weniger Papier am Ende des Tages. Und das hat vielleicht irgendwann dann doch mal eine Auswirkung. Auch auf meinen Job. Also da kann ich mich auch nicht ganz frei von machen. Nur um mal ein paar Dinge irgendwie zu nennen.
SPEAKER_03Ja, ich glaube, das ist die grundlegenden Ängste und Sorgen sind finanzielle Unabhängigkeit, Job, Gesundheit. Ich glaube, das hat jeder von uns, dass man sich dann an bestimmten Tagen Gedanken macht, so oh, was ist, wenn Tag X eintritt, sind alle Kritte abbezahlt und irgendwie bin ich genug abgesichert, wie stehen meine Kinder da, muss ich nicht um die Sorgen. Das ist so der kleine Kreis um einen herum, um den er sich sorgt, denke ich mal. Und da gibt es natürlich dann immer größere Kreise hinsichtlich, wie lange kann ich noch in Freiheit leben? Also was heißt Freiheit letztendlich? Und die einen machen sich da sicherlich mehr Gedanken drüber, die anderen weniger. Die anderen leben halt den Tag rein und sind sorgenfrei quasi. Ja, das ist immer die Frage.
AndyDie stelle ich mir tatsächlich öfter mal. Ist es so? Sind die oder leben die Sorgen freier? Weil sie sich weniger Gedanken machen.
SPEAKER_03Ja, glaube ich schon. Oder sie lassen es einfach nicht an sich rankommen.
AlexAlso ich stimme dem zu, definitiv. Also ich mache mir definitiv keine Gedanken oder Sorgen oder habe Ängste über Sachen, die ich nicht beeinflussen kann. Traumhaft. Also natürlich habe ich Angst, dass da an die krank werden könnte. Aber wieso soll ich mich da jetzt täglich in diese Angst stressen, dass mit ihm was sein könnte? Nee, also das wäre jetzt nicht mein Gedankengang gewesen, dass es ohne Krankheit geht. Oder jetzt um meinem Job zum Beispiel. Also ich gehe gern in die Arbeit, ich mache meinen Job gut. Wenn die Firma es aber vorsieht, dass er mich irgendwann nicht mehr haben möchte, dann ist das eine Entscheidung von der Firma. Also ich kann diese Entscheidung nicht beeinflussen, also mache ich mir da auch keinen Kopf drüber. Also es sind so kleine Sachen, wo ich denke, okay, ich kann das gar nicht beeinflussen, also mache ich mir da auch keinen Kopf drüber.
AndyDen Gedankengang haben vielleicht aber Menschen, dass die denken, okay, ich muss jetzt irgendwie zu 1000% performen, ich muss das machen, ich muss das machen, um selbst zu glauben, es wird irgendwo gesehen und am Tag X entsprechend honoriert. Mit Sicherheit gibt es das.
SPEAKER_03Ja, natürlich, vor allem denke ich mir schon, dass halt auch Sachen wie Hausbau und Kinder oder laufende Kredite da sicherlich eine Rolle spielen in der Jobsicherheit. Also dass man halt will, dass man in seinem Job sicher ist, dass man halt immer noch ein Stück drauflegt und der ist, der als letzter das Büro abends verlässt, so ungefähr, nur um sicher zu gehen, dass man bei der nächsten Kündigungsrunde, warum die auch immer eintritt, nicht dabei ist, weil man eben gerade ein Haus gebaut hat, zwei Kinder hat.
AndyAber das ist doch genau das, das gaugelt man sich doch eigentlich nur vor und eigentlich weiß man doch im Hinterkopf, dass das sowieso keine Rolle spielt.
SPEAKER_03Das ist richtig, ja.
AndyEinmal am Ende des Tages bist du einfach wie jeder andere eine Nummer und hast keinen Einfluss, ob dieses los dich trifft oder nicht. Das ist voll.
AlexUnd manchmal kommt es ja sogar vor, dass die Leute, die wirklich sehr gut performen oder dann wirklich sich den Arsch aufreißen, dass es dann gerade die sind. Die es trifft, natürlich. Die, die eigentlich immer so irgendwie so durchkommen und sich nicht irgendwie einen Arsch aufreißen, die trifft es ja nie, ne? Die bleiben ja immer. Die haben ja auch nichts falsch gemacht.
MichaJa, aber das ist, man kann es wirklich auch jetzt von, ich sage jetzt mal von Arbeitnehmerseite draußen, glaube ich, gibt es keine Sicherheit. Also dass man sagt, ich bin in diesem festen Job, in der Firma und selbst wenn ich jetzt, ich baue jetzt ein Haus, ich gründe eine Familie und ich weiß, dass ich die nächsten 30, 40 Jahre das Haus abzahlen muss und alles Mögliche. Ich glaube aber, das muss man einfach leben im Hier und Jetzt, weil sich Gedanken zu machen, man kann natürlich was zur Seite legen, man kann vielleicht kleine Eventualitäten einbauen, dass man sagt, falls dieses oder denen das passiert, eine Krankheit zum Beispiel, dass ich mich entsprechend versichere, dass die Familie abgesichert ist, dass das Haus bezahlt ist, solche Dinge. Aber was jobtechnisch angeht, das Ganze, gibt es einfach keine Sicherheit. Ich glaube, die Firma kann noch so gut dastehen und in zwei Jahren muss er Insolvenz anmelden und kriegt vielleicht keine Investoren und so weiter. Und Mitarbeiter werden entlassen. Aber für einige denke ich mir, also wenn ich auch aus meinem eigenen Leben da sprechen kann. Nee, sprich doch aus einem anderen Leben. Ist es aber auch sowas immer wieder die Chance auf was Neues. Wirklich das Sprichwort, eine Tür geht zu, eine andere geht auf. Die einen machen sich darüber wirklich mehr Gedanken. Ich bin auch derjenige, der sich nicht nur mehr Gedanken macht. Ich mache mich völlig verrückt. Das ist einfach mal Naturell. Aber.
AndyIch habe es dir am Wochenende zu dir gesagt, du musst mal, du musst mal dein Korsett öffnen ein bisschen. Du drückst ein bisschen arg zu. Die Westenteile, die hat man heute nicht mehr.
MichaJa, es ist halt so. Aber auf deinen Seite, jetzt bin ich selbstständig, zwölf Jahre schon und da ist Ängste und Sorgen, sind meine nicht täglich, aber monatliche Begleiter. Kommt so viel Umsatz rein, zahlen die Kunden, kann ich meine Löhne bezahlen, kann ich das Finanzamt bezahlen. Wenn ich jetzt die Investition tätige, kommt dann am Ende wirklich, ach, was dabei raus, kann das, ist das alles finanzierbar und so weiter und so fort. Also man hat halt, sag ich mal, auf der anderen Seite als Arbeitgeber genauso Ängste und Sorgen, nur halt größer, würde ich jetzt denken. Wenn man jetzt so wie bei mir zwölf Mitarbeiter hat, dann hat man die Sorgen um die zwölf Mitarbeiter. Man braucht für die die nötigen Aufträge und alles Mögliche. Also ich glaube, egal auf welcher Seite man jetzt steht, Ängste und Sorgen sind so der tägliche Begleiter. Ich glaube, wir müssen nur lernen, und da bin ich auch dabei, damit klar zu kommen irgendwie, dass man manche Dinge einfach nicht ändern kann. Und wenn sie jetzt da sind und sie liegen auf dem Tisch, dann muss ich einfach dieses Problem sofort nehmen und beseitigen und warten, dass das nächste auf den Tisch kommt, weil es wird kommen. Also ich denke mir so oft, kann nicht einfach mal eine Woche nichts passieren.
AlexDas geht bei dir schon mal gar nicht, weil du das schon erwartest. Also du gehst schon gar nicht mit diesen Gedanken in die Woche. Diese Woche wird alles gut, diese Woche passiert nichts. Du setzt dich am Montag schon hin und sagst so, was wird denn diese Woche passieren? Und wenn es dann passiert, sagst du, ich habe ja.
MichaGenau so bin ich.
AlexUnd du machst ja auch über vieles schon vorher Gedanken, wo ich zum Beispiel für mich, wo ich mir denke, so, da mache ich mir Gedanken, wenn das eintritt und wenn das kommt, dann kann ich mir Gedanken machen, weil als Meister, und ich habe das, glaube ich, irgendwann von, irgendwo habe ich das mal gelesen, dass deine Gedanken, die du den ganzen Tag hast, so auf die Zukunft gesehen, 80% ist alles nur Spekulation. Das wird so nie eintreten, wie du dir das in deinen Gedanken zurechtlegst.
AndyNa, das ist halt dieses Karussell, das dann läuft, ne? Du sitzt dann da, du hast Situation X und dann spinnst du die weiter, was wäre wenn, dann könnte das passieren, dann könnte das passieren und am Ende ist weder noch irgendwas.
AlexJa, deswegen, du setzt dich ja quasi Ängste und Sorgen aus, die so nie eintreffen werden. Aber das Karussell muss doch laufen. Ja, aber dafür gibt es doch irgendwie eine Braderkarusselle, wo man sich nah setzen kann. Da muss man ja ein eigenes haben.
AndyDas fährt zu schnell. Da kotzt die Schakelline wieder.
MichaJa, aber so ist es leider. Manches kann man abstellen in sich oder daran arbeiten, je nachdem. Wobei ich habe jetzt wirklich ein sehr großes Problem auf dem Tisch gehabt. Und war dabei eigentlich für meine Verhältnisse relativ relaxed. Bin relativ durch das Problem relaxed durch und habe dann wirklich gedacht, es wird sich alles fügen. Es hat sich alles in mein Leben gefügt, bis jetzt. Ich war Januar, Februar, dachte ich, mein Gott, wo sollen die Löhne herkommen? Und auch dieses Problem wird einfach gelöst und weiter geht's. Und genau so ist es jetzt tatsächlich. Also ich hätte mir um dieses Problem nicht die geringsten Sorgen machen müssen. Ich habe so 50 Prozent meines Sorgenlevels hatte ich. Nur 50 Prozent und das ist trotzdem genauso durchgerutscht. Also ich lerne schon gerade wirklich draus.
SPEAKER_03Ich glaube, beim Mann sieht das ein bisschen anders.
MichaAlso ich wäre da eher bei 75 Prozent. Keine 100, ne?
SPEAKER_03Ja, also ist okay.
MichaJa, nicht mehr. Wenn ich überlege, wie der Januar und Februar war, also bin ich jetzt völlig relaxed, was das angeht.
SPEAKER_03Der nächste Januar und Februar kommt. Ja, mit Sicherheit. Ja, ich glaube, ich bin da ähnlich wie Alex. Ich bin manchmal vielleicht auch so ein bisschen zu naiv und hopp's da wie so ein Häschen über die Wiese.
AndyIch weiß nicht, ob das so verkehrt ist. Wenn ich das manchmal so mitkriege, finde ich das ganz cool.
MichaUnd dafür beneide ich dich für das. Für diese Leichtigkeit, für dieses kindliche, für dieses Naive, für die Blumen, die Wiese, die Schafe. Ach, guck mal ein Pferd. Und ich denke mir nur, ich tue gerade hier, keine Ahnung, Kalkulationen durchrechnen und was wäre, wenn Szenarien und für dich zählen nur die Blumen. Ich finde das traumhaft. Für dich ist halt Pferd halt. Wiese. Da steht halt der Pferd.
AndyEs sind halt Blumen. Die Wiese ist grün. Du musst dich mit dem Pferd mal connecten oder mit der Ziege, mit der Wiese, mit dem Baum. Ich meine, wir haben es am Wochenende gesehen, du hast versucht, einen Baum zu anmelden. Was hast du gemacht? Du hast ihn an die Hand genommen. Ich wollte doch nur mal schwören, ja. So funktioniert das.
MichaAlso wir waren am Wochenende ja in Wien in Schönbrunn und da haben wir es davon gehabt, von Bäume Uarmen und so weiter und Waldbaden. Und da habe ich mir so am Baum halt angefasst und dachte ich mir, oha.
AlexJa, aber da ging es ja schon los, weil so in den ersten Sekunden da nichts bei dir passiert ist, war ja schon gleich wieder Schoppendichtig zu. Genau. Was soll denn da schon passieren, wenn ich einen Baum anfasse? Ab Baum halt, ne?
SPEAKER_03Weil man hat sich den. Von allen ausgesucht, glaube ich. Genau. Und hat einfach nur ihn festgehalten, anstatt mal sich einen gescheiden Stamm zu suchen und denen zu umarmen und mal sein Gesicht dran zu legen und einfach mal tief einen auszuatmen.
AlexIch glaube, das, was er da angefasst hat, war auch schon tot. Nein. Nein, gelebt hat es schon noch. War noch grüne Blätter?
AndyJa, da waren noch grüne Blätter. Der war noch jung auch. Das weiß ich nicht.
MichaOh ja.
AlleGeil.
MichaJa. Aber schön war es.
SPEAKER_03Ja, das auf jeden Fall. Das hatten es, glaube ich, allen mal ganz gut getan.
MichaJa, ist mir wieder geerdet worden. Auch wenn es kleine Diskrepanzen gab. Aber ansonsten war ja alles. Also es gibt bei Informationen, die über mein Handy reingekommen sind.
SPEAKER_03Ich finde den Fehler. Vielleicht solltest du an solchen Wochenenden einfach mal deinem Sohn die Leitung übergeben, dass sich der sowas zu bringen.
MichaDer Sohn war an diesem Wochenende auf einem Festival. Ich glaube, der war nicht imstande, irgendetwas zu tun.
AlexAchso, dann müsst ihr euch einfach besser absprechen.
AndyAbgesehen davon, der Trend geht zum Zweithandy und jeder Kunde kann verstehen, weil wenn die im Urlaub sind, wollen die auch nichts arbeiten.
MichaEs waren ja die Mitarbeiter, die gearbeitet haben auf Samstag und für die muss ich nun mal erreichbar sein.
AndyJa, aber am Freitag und nicht am Samstag und nicht am Sonntag.
AlexJa, aber stell dir vor, er hätte dann ja drei Tage nichts Negatives passiert. Schrecklassend. Und es wäre nichts Negatives passiert. Also der wäre nicht genau frohlockend vielleicht vom Bürgersteig gefallen.
AndyOh, ich sehe ihn mir durch die Fußgängerzone tanzt. Hex-Hex, Hex-Hex? Walle Walle.
SPEAKER_03Oder er denkt so ein Eismaatschalatte mit einem Bärchen oben drauf. Wir hätten ihn vielleicht einkaufen wollen. So ein Habtig-Liedbärchen, ja.
AndyEismaatschalatte.
MichaDas ist auch so, nur kurz für euch zur Info, das war so ein Ding, wo wir auch an der Menschheit gezweifelt haben, so wie Alex am Anfang gemacht hat. Wien in der Innenstadt, verstehst du? Es gibt Kaffee, es ist einfach nur ein Haus. Steine, ab mit dem Schaufenster, da drin steht eine Kaffeemaschine. So. Und oben gucken laute große Beeren raus und du kriegst zu deinem Kaffee auf den Deckel oben mit einem Strohhalm noch ein Mini-Bärzu. Wahrscheinlich von Temo eine Million eingekauft für zwei Volk. Naja, für den Verein. Und da stehen die Leute Schlange, sind völlig verrückt, um diesen Kaffee zu trinken, weil irgendein Bär obendrauf ist und hypen das Ding total. Da denke ich mir, was stimmt mit dieser Menschheit nicht? Warum mache ich nicht genau daneben? Ein Laden auf, setz einfach ein Pinguin drauf, du an Eisschokolade raus, ne? Passend zum Pinguin, ne? Muss schon irgendwie passen. Und ich mach den Umsatz meines Lebens.
AlexSister, und da spricht doch der absolute Leid aus dir. Dass jemand anders jetzt eine Idee hatte, einfach Kaffee zu verkaufen und Bären obendruf zu setzen und jetzt halt gerade den großen Hype hat und Geld verdient.
AndyNee, geh doch einen Schritt zurück, kauf doch so einen Kaffee und freu dich an dem Bär. Guck doch mal von der Seite aus drauf und nicht von wie könnte ich Geld verdienen.
MichaIch rechne das natürlich dann immer wirtschaftlich durch, wenn eine Schlange wo ein Laden steht für einen Kaffee. Und nur weil der Bär drauf ist, mir geht es ja nur um den Bär. Ich finde, das Marketing, das Marketing dahinter finde ich ja genial. Das meine ich ja. Und dann gibt es halt die Leute, die davor stehen. Und ich zweifle ja nicht an den Marketing, dass das funktioniert, sondern an den Leuten, die sich tatsächlich dadurch beeinflussen lassen, jetzt zu sagen, ich hole jetzt einen Kaffee mit einem Bären drauf. Und das ist dann der Zweifel an mein, an der Menschheit, so an dem Allgemeinen, wo ich mir denke, es ist einfach nur noch Konsum, einfach nur noch Sturdraus. Ich habe jetzt auch diesen Kaffee mit dem Bären kommen.
AlexDas ist einfach nur Social Media. Weil irgendeiner da hingegangen ist, hat es gepostet, andere haben das gesehen und machen das auch. So, und jetzt warten wir vielleicht mal ein halbes Jahr, wenn du dann auch wieder weg. Und dann will keiner mehr diesen Kaffee mit dem Bären oben drauf. So ist es doch. Genau so ist es. Und es wird ja nichts mehr eigenständig gemacht. Also wenn du, wenn du irgendwo essen gehst, wird ja erstmal gelesen, was haben die Leute für Kommentare abgegeben. So. Stehen da jetzt an oberster Stelle zwei negative Kommentare. Entscheidet ja gleich, nee, da gehen wir nicht hin. Dass aber wir vielleicht einen anderen Geschmack haben und dass uns das Essen dort schmeckt, so weit kommen wir ja gar nicht, weil wir lassen uns ja schon von diesen negativen Kommentaren beeinflussen, dass wir da nicht hingehen. Das ist richtig. Und dann wird automatisch so, so eine Gaststätte, wie auch immer. Kann man da ruf, mal sagen.
SPEAKER_03Naja, ob es halt stimmt oder nicht stimmt. Manche überziehen das ja auch ohne Ende, weil sie vielleicht mal zehn Minuten länger auf ihr Essen warten mussten oder weil die Bedienung keinen Zahn zugelegt hat und für uns ist es völlig egal, weil wir sind im Urlaub und chillen sowieso unsere Base. Da dauert es, da ist es uns dann egal, ob die Bedienung für fünf später oder früher kommt.
MichaJa, aber da bist du ja wieder genau an dem Punkt, was Alex am Anfang gesagt hat. Was ist mit der Menschheit los?
AlexAlso du lässt dich halt wirklich sehr, sehr beeinflussen. Und wir waren zum Beispiel auch schon in, sorry, wenn ich dich kurz noch stoppe, wir waren auch schon in Hotels, die schlechte Bewertungen hatten. Für uns war es aber super. Wir haben eine positive Bewertung geschrieben. Also es ist ja auch immer eine Geschmackssache.
AndyAber ich finde, gerade was Bewertungen angeht, kannst du oft rauslesen, wenn jemand das absichtlich macht und nicht fundiert schreibt, dass du nachvollziehen kannst, okay, da ist jetzt vielleicht wirklich was schiefgelaufen. Und das hat denjenigen dazu gebracht, eine negative oder schlechte Bewertung abzugeben. Manche machen es ja nur, dem wirklich jetzt Fett eine rein. Wir waren vor kurzem auch essen. Wir haben über eine Stunde auf eine Vorspeise gewartet, die vielleicht in zehn Minuten angerichtet gewesen wäre. Das Essen war lecker, schreibe ich jetzt keine negative Bewertung rein, hätte ich machen können. Aber warum? Andere warten vielleicht gerne eine Stunde.
AlexJa, vielleicht war auch an dem Tag irgendwas, dass jemand krank war oder sonstiges und deswegen hat so lange gedauert.
AndyJa, aber was ich damit sagen will, es gibt halt einfach Leute, die springen da drauf und denken so, oh, jetzt habe ich eine Stunde gewartet, es geht überhaupt gar nicht, die haben nichts gesagt und tralala und habe sie.
AlexJa, genau. Ja, und das meine ich ja mit diesem Negativen. Es wird sich dann immer auf dieses Negative fokussiert und man beeinflusst dann die anderen Leute auch. Weil viele lesen das dann, okay, guck mal, der Ladender hat vier, fünf schlechte Bewertungen, die 50 Positiven zählen dann ja gar nicht. Und dann gehen die Leute gar nicht hin.
MichaJa, aber Stefan, wenn du keine Blumenwiese hast, kein Reh und so weiter, was sind denn deine Sorgen und Ängste?
SPEAKER_03Sicherlich ein Stück weit sind Existenzängste und natürlich auch gesundheitliche Ängste. Was gibt es denn da zu lachen? Warum lacht er denn jetzt? Weil ich alle drei Tage mit dem Fiebertometer bin ich gegen die Rede, richtig. Ist das so? Als, nein, nein, nicht ganz. Als Rettungsdienstler ist man da halt so ein bisschen vorbelastet, was Symptomerkennung anbelangt. Und dann hört man halt dreimal mehr in sich rein und vielleicht verhört man sich dann auch ab und zu mal. Aber generell Sorgen und Ängste sind sicherlich erstmal gesundheitliche Sorgen für meine engsten Lieben und mich selbst, mich selbst. Und dann natürlich globale Sorgen hinsichtlich, wo sich, wie der Alex auch schon sagt, wo sich die Welt hin entwickelt. Allein schon, wenn man sieht, wo jetzt die Spritpreise wieder sind, das sind natürlich auch Sorgen dabei hinsichtlich, was kann ich mir noch leisten, wo kann ich noch hinfahren. Ich überlege vielleicht mehr, ob ich jetzt einfach mal eine Spritztour in irgendeine schöne Gegend mache und da was Wochenende bleibt oder ob ich es nett mache, weil der Sprit ja gerade so teuer ist. Und natürlich auch die ganzen kleinen und größeren Kriege, die auf diese Welt geführt werden und vor allem von denen man auch gar nichts mitbekommt. Es sieht ja nur die großen, wichtigen, medien wirksamen und aber was in Kleinen irgendwo vor sich geht, kriegt mir gar nichts mit. Aber das tatsächlich auch irgendwann irgendwo Auswirkungen hat auf uns alle im Allgemeinen. Definitiv.
MichaAber wenn du jetzt so in deinem allgemeinen Alltag drin hast, jetzt mal abgesehen davon, hypochondrisch hier veranlagt zu sein, was sind da noch so für Ängste?
SPEAKER_03Da habe ich eigentlich, glaube ich, keine mehr. Ich glaube, es lang da auch.
MichaIch hab's befürchtet. Es ist tatsächlich so, es ist alles schön, es ist alles Grünes, alles blau.
SPEAKER_03Die Sonne scheint.
MichaDie Sonne scheint.
SPEAKER_03Es ist ein bisschen windig heute, oder? Naja, es hat schon geregnet, aber selbst ist. Dann trainiere ich halt drin statt draußen. Man muss ja immer irgendwie einfach eine Alternative suchen und egal was es jetzt ist, und dann kommt man schon irgendwie weiter.
AndyEigentlich, also was heißt eigentlich? Der Alex hat mir das beigebracht. Bestes Beispiel, ich glaube, ich habe das vielleicht auch schon mal in der Folge gesagt. Bestes Beispiel war ich und Autofahren. Gott, was habe ich geschimpft für den Rohschatz über alles und jeden? Und er hat dann immer wieder gesagt, ja, du kannst das sowieso nicht ändern, ne? Und hin und her. Und so frei nach dem Motto steht er Tropfen hüllt den Stein. Irgendwann war der Groschen mal gefallen, wo ich mir denke, ja, warum soll ich mich jetzt aufregen oder sonst irgendwas machen? Passiert mir natürlich heute immer noch, dass ich mal schimpfe, aber weiß Gott nicht mehr so wie früher.
SPEAKER_03Aber ich finde es so ein bisschen Verkehrstorette geilen Verkehr.
AlexEs fing ja an mit Stau, ne? Also er hat sich ja immer dermaßen aufgeregt, wenn wir im Stau standen. Dafür kommen wir ja nichts. Ja, aber das habe ich jetzt eben gesagt. Warum regst du dich jetzt auf? Also kommst du ein Stück weiter, wenn du jetzt hier im Auto ausflippst und alles beschreist und beschützt? Also das sind so Dinge, ne? Also die kannst du ja nicht beeinflussen. Also warum soll ich mich da aufregen? Und ich bin halt immer so, da bin ich vielleicht dann, ah, komme ich dann so in die bisschen naive Schiene, ohne das jetzt böse zu meinen, Stefan, wie du manchmal bist, ne, so ich hab halt immer irgendwie so für alles Verständnis, ne? Also wenn jetzt einer irgendwie Schep auf der Gas fährt, ne, wo andere schon das Schimpfen anfangen, frage ich mich erst so, warum fährt er denn jetzt Schep? Also, weil er jetzt nicht aufgepasst ist und vielleicht nicht gut, ne? Du bist vielleicht ein Anfänger, ne? Also, oder wenn jetzt einer nicht blinkt, ne, oder mir die Vorfahrt nimmt, wo ich denke, so, es kann mir ja auch passieren, ne? Also ich bin immer so, ich weiß auch nicht, was ich bin. Das Problem. Ja, das Problem, stimmt. Ich bin das Problem. Was? Ja. Das hat mir meine Psychologin in den USA gesagt.
SPEAKER_03Du bist das Problem.
AlexJa. Ich habe da so ein bisschen von meinem Leben erzählt. Also auch von meinem Arbeitsleben. Weil ich, es gab Situationen, da wusste ich irgendwie so gar nicht mal, was ich eigentlich machen soll oder wie ich es machen soll oder wie es ändern könnte oder hin und her. Und dann war ich da so fertig mit meiner Story und dann guckt die mich an und dann sagt die wirklich eiskalt. Es ist ganz einfach. Sie sind das Problem. Jeder andere wird sich halt in der Brücke stürzen. Und dann gucke ich die an und dann habe ich richtig gemerkt, also ich meine, wenn dir jemand sagt, du bist das Problem, ist es ja eigentlich nicht nett. Aber ich war dir so dankbar, also ich habe richtig gemerkt, wie so, wie mir so ein Stein vom Herzen fällt. So denke ich so, ja genau, ich bin das Problem.
AndyDas war quasi und jetzt halte ich fest, mich ja ein Game Changer.
MichaOh Gott, was ich dieses Wort liebe.
AlexAber nur durch diese Aussage. Ich hab's wirklich, also es klingt im ersten Moment negativ, wenn dir jemand sagt, du bist das Problem, aber für mich war es wirklich positiv, weil ich dachte so, jetzt habe ich die Antwort, warum vieles so ist, weil ich das Problem bin.
AndyJa, weil man dann halt einfach in dem Moment Situationen Revue passieren lässt und sieht, wie man sich verhalten hat und dass man quasi, obwohl man was Gutes wollte, was Negatives erreicht hat.
AlexAlso ich kann es euch und auch euch da draußen, kurz an einer Situation, also ganz banal. Es ist irgendwas in der Firma, wo ich denke, okay, das ändern wir jetzt, weil dann geht es uns alle besser. So. Mit dieser Idee und mit diesen Gedanken gehe ich dahin, spreche das an und kriege eigentlich nur von der Seite eine Gewicht. Aus dem einfachen Grund, weil ich derjenige bin, der was ändern möchte. Und dadurch werde ich zum Problem. Weil ich das jetzt ändern möchte. Für die anderen ist es aber vielleicht gar kein Problem. Oder die empfinden es gar nicht so. Also ganz, ganz banal. Ich finde das so interessant. Mein Mann holt mich dann immer gern mal wieder auf den Teppich, wenn ich dann was erzähle und er so, warum? Denk einfach dran, du bist das Problem. Und dann denke ich, stimmt, ja. Also Michael.
AlleVielleicht, ne?
MichaJa, ich sagte, dass ich das Problem in vielen Dingen bin. Aufgrund meiner Reaktion und so weiter. Und ich muss aber auch immer an so Worte denken, ich weiß gar nicht, ich habe ja kein Namensgedächtnis. Aber es gibt so einen Philosophen in Deutschland, der hat zwar wenig längere Haare und der hat immer gesagt, man denkt immer, gerade bei dem Beispiel, man möchte jemandem was Gutes tun und wenn man das jetzt macht, dann sind alle happy, dann sind alle glücklich, alle Sorgen sind beseitigt und so weiter. Wir den Strom. Man hat Strom erfunden und denkt mir, jetzt haben alle Strom, die müssen keine Kerzen mehr anzünden, die haben alle elektrisches Licht, keine Kerzen mehr, keine Brandgefahr mehr, nichts. Jetzt sind alle glücklich. Nix sind sie. Die Waschmaschine ist erfunden worden. Die müssen nicht mehr zum Fluss. Es gibt kein Waschbrettbauch mehr. Es gibt kein Waschbrett mehr und alles, die müssen immer zum Fluss. Die können ihre Wäsche zu Hause in der Waschmaschine waschen. Das ist doch, das macht die Hausfrauen glücklich. Die alle sind jetzt alle laufen lachend durch die Straßen. Und am Ende ist gar nichts passiert. Man nimmt immer das, das ist in dem Augenblick, in dem Augenblick gut, und dann ist es zur Normalität geworden. Und dann beginnt wieder das ganz Normale, Negative, die Ängste, die Sorgen und so weiter und so fort. Das Hamsterrad. Das Hamsterrad, genau. Und man auch ganz speziell bei mir ist es tatsächlich so, das, was man hat, sieht man oft nicht deutlich genug. Also auch bei mir ist es einfach so. Ich lebe immer so drei Monate im Voraus, deshalb gibt es bei mir schon bald Weihnachtsmänner und Lebkuchen. So planungstechnisch und so weiter. Aber ich bin ganz selten im Hier und Jetzt, auch wenn ich im Urlaub bin, oder so ist es für mich ganz schwierig, im Hier und Jetzt zu sein, das zu genießen, was jetzt gerade ist, weil im Kopf nur ein Gedanke kommen muss, eine Sorge, was ist, oh Gott, habe ich im September, ist da in der Woche, sind da noch Termine frei, oh Gott, ich muss die Termine voll machen und so weiter. Dann geht der Gedanke rein, den muss ich erst zu Ende führen und so weiter. Also es ist für mich persönlich auch ganz schwierig abzuschalten und im Hier und Jetzt zu sein, um mal glücklich zu sein. Ist tatsächlich so. Trotz Strom und Waschmaschine und einen Mann, der mich liebt, ist es schwierig.
AlexJa, aber jetzt hast du es ja auch angesprochen, ne? Also man versucht irgendwie, also man meint es ja nur gut, ne? Und versucht irgendwie was besser zu machen und eigentlich erreichst du damit das Gegenteil.
SPEAKER_03Ja, weil du halt die Leute in deinem Fall zum Beispiel einfach aus ihrer Komfortzone rausholst, weil du was änderst, was sie seit Jahren gewohnt sind und dann denken, jetzt wird's alles anders, da habe ich gar keinen Bock drauf.
AlexIch kann das schon verstehen, wenn du so aus deiner Litargie da raus musst, ne, und musst auf einmal was anderes machen. Aber es ist ja nicht, dass ich was anders machen möchte, um es den Leuten schwerer zu machen oder um die Leute zu ärgern. Nee, ich möchte es ja den Leuten einfacher machen, damit es schneller geht, damit es besser geht, damit sie glücklicher sind.
SPEAKER_03Aber das ist im ersten Mann dann nicht. Nee. Erst nur die Veränderung, so, oh, was hat denn jetzt schon wieder vor?
AlexUnd das fliegt mir regelmäßig, fliegt mir das um die Ohren. Ja, aber das ist ja nicht nur bei dir so. Ja, generell. Das wird bei vielen so sein, aber das war eben so dieses, wo ich dann nicht mehr so verstanden habe, so, hallo, also was soll ich denn noch tun? Und ich war, ich war im Nachhinein dieser Psychologin wirklich dankbar, dass die mir das so direkt ins Gesicht gesagt hat, weil für mich das wirklich, für mich war das eine Lösung. Ich wusste, wie ich mit vielen Dingen umgehe. Und das Lustige war ja, also dieses Gespräch mit dieser Psychologin, das war ja durch Zufall und spontan. Also manchmal soll es halt so sein. Wirklich, fand ich echt super.
SPEAKER_03Tja. Da seht ihr da draußen, auch die Bangers haben ihre Sorgen und Probleme und ihre Ängste. Mehr oder weniger. Bis auf einen, der immer Freude strahlend über die Blumenwiese hüpft. Die frohe Natur. Die frohe Natur, ja, die alles weglachen kann. Ja.
AlexNaja. Dafür hast du einen Mann, der dich relativ schnell wieder von der Wiese holt. Richtig.
AndyNee, der steht einfach da, an denen, ich würde so gern mitspringen.
AlexJa, das denke ich.
MichaDas wünsche ich mir schon.
AlexEr denkt sich dann wahrscheinlich, was passiert, wenn ich jetzt auch noch über diese Wiese hüpfe?
MichaDas habe ich schon zu ihm gesagt. Jetzt überleg dir mal, ich wäre wie du. Also wir zwei würden völlig nicht ganz von dieser Welt sein, so schwebend darüber, ach Gummer-Pferd, ach erziege und so weiter und die Wiese. Ich glaube, wir haben schon einen guten Kontrast eigentlich, dass ich nur immer wegen.
AlexNa, heißt du immer Gegensätze ziehst sich an? Also stell dir mal vor, der Stefan wäre ja genauso wie du.
MichaKönnte ich nicht aushalten. Gottes Willen? Nein. Auf gar keinen Fall. Der braucht nur mit einem Gesicht zur Tür reinzukommen, ist bei mir sofort Alarmstufe rot. Also, wenn der nicht gut gelaunt ist, habe ich sofort Alarmstoffe rot.
AndyAha, was heißt das? Kann ich zufrieden. Nee, ich meine, sein Blick da jetzt gerade.
AlexNa, ich denke dann so, also. Welche Stufe der Stefan hat, wenn du schlecht gelaunt nach Hause kommst?
MichaEr versucht immer alles, dass ich nicht. Dass ich wieder gut gelaunt bin. Aber es gibt nur einen Weg, den er gehen könnte, um das zu bewerkstelligen. Aber den hat er noch nicht rausgefunden. Du hast ihm vielleicht ja noch nicht gesagt. Das stimmt. Sie hieß sicher noch nicht. Kommunikation hilft. Das muss er nicht unbedingt.
AlexAber manchmal ist es einfacher, direkt zu sagen, was Sache ist, wie. Also gut, ich sag's dir jetzt. Jetzt sagst du es ja der Öffentlichkeit.
AndyDas weiß jetzt jeder. Warte, warte, warte, jetzt habe ich gemeint, mein schlauen Zettel nicht da, wo war es denn gleich? Applaus ist immer wohl. B, glaube ich. Und ich dachte hier, warte, B? Ah ne, das waren Rotoren. Das macht da nicht, nein. Das ist doch gut. Warte, nochmal.
SPEAKER_03Oh, jetzt habe ich es vergessen. Ich habe Angst.
MichaDu musst einfach nur sauer sein. Wenn ich schlecht gelaunt bin und du kommst rein und siehst mich, was ziehst du denn schon wieder für eine Fresse? Du musst einfach nur sauer sein. Du musst einfach sagen, dann für mir mich einfach links liegen lassen. Weil wenn du schlecht drauf bist, wegen meinem schlecht draufsein, kann ich nicht. Hal dich nicht aus, muss sofort geändert werden. Das ist der einfachste Weg. Mit dem, willst du dieses und was kann ich für dich tun? Und keine Chance. Du kannst sie mich tagelang unten lassen. Aber sobald du schlecht drauf bist, weil ich schlecht drauf bin, ist der Game Changer. Da ist er wieder der Game Changer. Jetzt weißt du es.
SPEAKER_03Ganz einfach, oder? Ja. Kochläufe rausholen und auf den nackten Arsch. Das gefällt ihm.
AlleIst vielleicht der falsche Weg.
AndyJa, so kann es gehen. Ausprobieren.
unknownDas
AndyDen Kochlöffel?
AlexAlso zumindest hatten wir doch jetzt mal für diese Folge hat man doch jetzt ein super positives Outcome.
SPEAKER_03Ja, das auf jeden Fall. Ich weiß Bescheid.
AndyDas ist generell besser. Was? Sowas gleich zu sagen. Ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe es nicht gleich gesagt.
MichaJa, das waren unsere Sorgen und Ängste. Auch da gibt es noch ein paar Mal. Also ein Teil, ja.
SPEAKER_03Gut, wir können sicherlich mehrere Podcasts füllen, aber.
AndyWir haben noch, wir wundert mich, wir haben gar nicht über den Tod gesprochen.
MichaJa. Den Tod habe ich fürchte ich nicht. Also das andere Sterben natürlich, ja. Aber meinen eigenen Tod habe ich jetzt keine Sorgen. Ich auch nicht.
SPEAKER_03Ach, das andere Sterben. Ja. Also andere als Person. Ja. Ich hab auch das andere Sterben, ich denke so.
AlleJa.
AlexStirbt er Micha irgendwie in zwei verschiedenen Versionen. Also ich sterbe nur einmal. Als Sisi, als Micha, als. Whatever, aber vielleicht kann man das ja mal als Folge nehmen. Ja, wie du zum Teufel. Ihr habt ja auch so Vorstellungen, wie es nach dem Tod weitergeht.
MichaDas heißt, Vorstellung ist die Realität. Genau so ist es.
AlexJa, genau. Da können wir ja irgendwann mal nochmal so drüber spatronieren, wie das so ist.
AndyWir können sowieso mal, wenn wir gerade eh schon bei so einem Thema sind, irgendwie für zukünftige Podcasts ein bisschen spoilern, dass wir ja dann irgendwann demnächst eine Folge haben mit unserem ersten Gast.
AlexJa, Special Guest.
AndyJa, also wir müssen mal noch gucken, ob das irgendwie eine Special-Folge wird oder ob wir das vielleicht regelmäßig machen. Also falls jemand Lust hat, mal hier zu Gast zu sein und mal mit uns ins Mikrofon zu schwätzen. Herzlich willkommen. Aber ist es dann ein Gast? In dem Fall ist ein Gast und einer von uns macht halt sein Mikro frei.
AlexAlso es könnte, das werden wir jetzt so die nächsten Tage herausfinden. Vielleicht wird es sogar noch ein zweiter Gast. Ja, eben, das war wie so ein Gespräch. Weil das Thema würde auch zu der zweiten Gast. Gestin werden. Also von daher forschen wir da mal nach und dann gibt es auf jeden Fall mal ein Special, das ist ja auch nicht mehr.
AndyJa, weil das hier sowieso so ein bisschen die Werbetrommel rühren, weil ihr habt ja gesagt, die folgt uns erst, wenn sie euch kennt. Und das ist dann jetzt die Woche soweit. Diese Woche lernt sie uns kennen.
unknownJa.
SPEAKER_03Also seht ihr, liebe Zuhörenden, es ist erstens möglich, dass wirklich Zuhörerwünsche erfüllt werden hinsichtlich Themendiskussionen. Und ihr könnt, da habt ihr auch die Möglichkeit, mal an diesem Tisch zu sitzen und mit uns zu diskutieren über ein bestimmtes Thema.
AndyIhr könnt quasi euer Thema direkt selbst anmoderieren. Keine falsche Scheu, sieht euch keiner. Traut euch. So. Hab ich.
AlexApropos Thema. Was ist denn unser nächstes Thema? Ich hab keine Ahnung.
MichaStefan, du bist heute Moderator. Wie hast du dich vorbereitet?
SPEAKER_03Sehr gut habe ich mich vorbereitet, wie immer, sevor ich es keine Änderung habe. Ängste und Sorgen, Vor- und Nachteile. Das nächste Thema wird sein, Einzelkind verwöhnt oder Vorurteil? Ah, stimmt.
AlexDa war ja was. War da nicht noch was mit Geschwister? Einzel- oder Geschwisterkind, weil ich wieso ist. Es ist ja nicht jeder hier ein Einzelkind am Tisch. Ist richtig, ja. Und auch Geschwister.
AndyVon manchen weiß man es halt einfach nicht. Jetzt wäre es mir fast passiert bevor der Aufnahme.
AlexWir sind gleich durch, dann kannst du ihn rauslassen. Ich habe wieder wieder runtergeschluckt.
SPEAKER_03Die nächste Folge: Einzelkind oder Geschwister, Mehrlingskinder, wie auch immer, Vor- und Nachteile der beiden. Seid gespannt. Yes.
MichaUnd seid gespannt auf die Special-Folge. Das dauert ja noch ein bisschen. Achso, ja, ich bin ja immer meine Planung zwogen. Da kommen noch ein paar Folgen.
AlexWir haben eben besprochen, mehr im Hier- und Jetzt leben. Und jetzt schon dabei nach dem Schiff. Hier und Jetzt genießen. In diesem Sinne. Auch wenn der Herbst schon da ist. Auch in die Rinne. Habt noch einen schönen Sonntag und bis zum nächsten Mal. Fertig. Servus.
MichaTschüss. Baba.
IntroDas war's für heute. Danke, dass ihr dabei wart. Die Bangers. Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich. Bis zur nächsten Folge.