Die Bangerts – Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich
Vier Freunde, ein Haus, unendlich viele Geschichten – willkommen bei „Die Bangerts“! Wir sind vier Männer, die zusammen unter einem Dach leben und dabei nicht nur die Katzen, sondern auch uns selbst auf die Probe stellen. In unserem Podcast erzählen wir ehrlich, laut und manchmal auch peinlich über unser Leben, und allem was dazu gehört. Die kleinen wie großen Dramen, die sich hinter verschlossenen Türen abspielen. Egal ob lustige Anekdoten, emotionale Momente oder die Frage, wer denn nun die Haare im Waschbecken vergessen hat – bei uns gibt’s keine Filter, nur echte Gespräche und jede Menge Herz. Schaltet ein, wenn ihr wissen wollt, wie es wirklich ist, wenn Freunde zusammenwohnen und sich nichts vormachen.
Die Bangerts – Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich
Einzelkind vs. Geschwisterkind
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In dieser Folge dreht sich alles um die Frage: Ist man als Einzelkind wirklich egoistischer oder ist ein Geschwisterchen am Ende doch die bessere Wahl? Wir sprechen offen darüber, wie unterschiedlich Kindheit mit oder ohne Geschwister erlebt werden kann und welche Prägungen daraus entstehen.
Dabei geht es um persönliche Erinnerungen, Familienkonstellationen und die kleinen Unterschiede im Aufwachsen: von Teilen lernen, Rivalität unter Geschwistern, dem Wunsch nach einem Bruder oder einer Schwester bis hin zum typischen Einzelkind-Dasein mit ganz eigenen Vorteilen. Auch die Frage, ob Freunde, Cousins oder Cousinen Geschwister ein Stück weit ersetzen können, wird natürlich mitgedacht.
Wie immer wird dabei nicht nur diskutiert, sondern auch gelacht, erinnert und ein bisschen philosophiert. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Es gibt nicht das eine richtige Familienmodell — aber viele Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden.
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Willkommen bei The Bangers, dem Podcast, in dem Micha, Stefan, Alex und Andi ehrlich über das echte Leben sprechen. Ohne Filter, ohne Fake. Dafür mit viel Herz und jeder Menge Humor. Wir teilen Geschichten aus unserem Alltag, von Familie und Freundschaft, von großen Träumen, aber auch von Ängsten und Sorgen, die uns wirklich bewegen. Hier wird gelacht, nachgedacht und manchmal auch ein bisschen gefühlt. Denn genau das macht das Leben aus. Mach's dir gemütlich und sei dabei, wenn wir gemeinsam durchs Auf- und Ab des Lebens gehen. Ungestöhnt, persönlich und immer mit einem Augenzwinkern.
MichaHallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Die Bangerstare Podcast. Heute mit dem Thema Einzelkind vs. Geschwister. Erstmal in die Runde ein herzliches Hallo.
AlexServus, Gretzi und Hallo. Hallo. Hi.
SPEAKER_04Naja, hi. Ist das die Schwester schon? Die er gerne gehabt hätte. Pst, petster nicht alles.
MichaHoppla. Ja, hat schon wieder vorgegriffen. Ja, wir haben heute das schöne Thema. Sind wir lieber ein Einzelkind oder hätten wir lieber ein Geschwisterchen? Manche von uns wissen es halt auch nicht. Oder ein kleines, ja. Ich glaube, wir sind zu viert hier am Tisch.
SPEAKER_04Wir sind eigentlich immer zu viert Möcher. Wirklich, ja. Eins, zwei, drei, viele.
MichaJa, richtig. Also wir sind so viert hier am Tisch und bei jedem ist, glaube ich, eine andere Situation. Bei einem weiß man es nicht, der andere hat einen, der eine definitiv nicht und der andere hat eine Haupt. Weiß man's? Ja, weiß man es. Ja, gut, man weiß ja nicht, wo er ist. Sein Vater war ja in den Häfen der Welt unterwegs. Keine Ahnung, was da jetzt überall noch.
AndyDa ploppt irgendwann vielleicht ab bei den Testingen irgendwas auf. Die Leichen. Achso, die Ramona. Nee, die Leich.
SPEAKER_04Die Ramona.
AlexDas war die Ramona Leise aus der Knopfhoffschirm.
SPEAKER_04Die andere heißt Julia Leischig. Warte, wenn die vor deiner Tür steht. Also es ist die Ramona Leichig. Oder die Julia Leist. Irgendeiner wird kommen.
MichaUnd mich fragen, ob ich deren Dervin sie kam, um zu finden.
AlleJa.
MichaJa, dann würde ich sagen, wir starten mal die Runde mit demjenigen am Tisch, der davon zünden kann, was es heißt, einen großen Bruder zu haben. Andi, fang doch mal an.
SPEAKER_02Wer ist denn? Wer?
MichaWie war denn so deine Kindheit, dein Leben mit einem großen Bruder? Schön. Gut, dann gehen wir weiter.
SPEAKER_02So, dann ein kurzer Podcast häufig.
AndyJa, was soll ich sagen? Ich glaube, wir haben uns gehasst und geliebt gleichzeitig oder so, ich weiß es nicht. Wie das halt so zwischen zwei Brüdern irgendwie ist. Da sind diverse Male die Fetzin geflogen, im Schrank eingesperrt und weiß der Geier, aber in der Tiefe unserer Herzen sind wir eins.
SPEAKER_04Schwierig. Stefan hebt sich gerade. Ihr seid gemein. Die Katze hat gepupst. Jetzt ist die Katze schon. Kein Cat-Shaming hier.
AndyNee, ich meine, kann ich sagen, ihr habt die Tür ja schon aufgemacht. Es gab bestimmt die ein oder andere Situation, wo ich dachte, ach, könnte ich da eine Schwester haben, bitte.
SPEAKER_02Die kann man so schön anziehen.
MichaMit der könntest du dich schminken und Töpferflechten.
SPEAKER_02Tu gleich wieder. Oder auch sie aufpassen, abends von der Disco abholen oder hinfahren. Wieso die Schwester wäre ja älter gewesen dann? Sagt wer? Ach so. Ach so, weil es so rum gewesen wäre.
AndyOder es hätte ja auch noch ein Schwesterchen nachkommen können.
MichaOder so, genau. Wie wäre denn so das Gefühl, wenn du jetzt noch eine kleinere Schwester hättest? Also kleine, jetzt, ihr seid ja auch schon ein.
SPEAKER_04Da hätte ich ja so das Gefühl. Also ich weiß nie, wie mein Schwab. Die haben meine Abendschünder hergeschobt.
MichaDas musste ich jetzt mal rauslassen.
AndyAlso wirklich. Ich bin immer noch der Jüngste hier am Tisch, ja?
MichaDas ist richtig.
AndyJetzt habe ich meinen Faden verloren. Michael!
MichaWir waren beide kleine Schwestern.
AndyJa, nein, ich wollte sagen, ich weiß ja nicht, wie das für meinen Bruder war, dass er quasi der große Bruder dann war. So für mich. Wie das Gefühl dann ist, wenn da noch jemand ist, der jünger ist, wenn du dann quasi der große Bruder bist.
AlexVielleicht hat sich er auch eine Schwester gewünscht. Vielleicht. Hat er doch gekriegt.
SPEAKER_04Was ist denn heute los hier? Ihr habt es alle gehört da draußen. Heute teilen sie aber aus her. Die Rache ist Blutwurst.
SPEAKER_02Aber bitte gebraten mit Kartoffeln.
AndyExtra Würste gibt es keine. Ja, vielleicht hat er sich auch eine Schwester gewünscht, keine Ahnung. Du kannst ihn ja mal fragen. Falls es hört. Also er hört es ja, bestimmt.
SPEAKER_02Oder hätte sich gar nichts gewünscht.
AndyUnd wäre vielleicht lieber ein Einzelkind gewesen, ein Monopoliker gewesen.
AlexJa, aber es ist ja auch irgendwie schön zu sehen, dass er jetzt so, wo er ja beide älter und reifer geworden seid, also habt ihr ja irgendwie einen guten Weg gefunden, miteinander umzugehen. Das auf jeden Fall, ja. Ja, also so diese Hassliebe, glaube ich, jetzt, wie es früher war. So als wir Kinder waren, ist wahrscheinlich jetzt nicht mehr so der Fall. Nee, um Gottes Willen.
AndyWeit entfernt davon. Aber. Ich meine, es sind vier Jahre irgendwie zwischen uns. Er hatte eine andere Clique als ich. Teilweise auch zusammen hier und da, aber es war jetzt. Oder sagen wir mal so, es hätte vielleicht auch anders sein können. Ein bisschen besser vielleicht. Aber das ist vielleicht auch so ein Ding. Vielleicht geht es an den Geschwistern genauso. Vielleicht hat man auch einfach irgendwie nur so ein Idealbild manchmal im Kopf, wie man es sich gerne wünscht, aber die Realität sieht halt anders aus.
AlexDas ist irgendwie mit dem Familienbild, ne? So, das perfekte Familienbild. Oh, richtig. Dass man so im Kopf hat, wie es aussehen soll.
MichaWir wollten dein allein sein, so, Stefan. Du als Einzelkind. Verwöhnt von oben bis unten, hinten bis vorne.
SPEAKER_02Gepampert. Ich als Einzelkind, genau, verwöhnt von vorne bis hinten, oben und unten. Ja, also es ist nämlich immer schwierig, das in der Relation zu setzen, wie wäre es denn gewesen, wenn ich noch einen großen oder einen kleinen Bruder, Geschwister, Schwester, was auch immer gehabt hätte. Letztendlich war es aber irgendwann so, als ich so in die Pubertät kam, habe ich mir eigentlich immer einen großen Bruder gewünscht, muss ich zugeben, ja. Dem ja so ein bisschen die Welt erklärt. Weil ich doch das dann, weil ich das dann doch recht vieles allein herausfinden musste, weil natürlich Erscheinungskind mit neun und Mama voll berufstätig, also 30 Prozent zumindest, also 30 Stunden die Woche. Und dann musste man jetzt selber irgendwie so sein Fahrwasser finden, wie was funktioniert, ob das jetzt zwischenmenschlich sonst irgendwas ist. Von daher, rückwirkend betrachtend, hätte ich, glaube ich, gern einen großen Bruder gehabt. Oder wahlweise dann eine kleine Schwester. Hätte ich auch irgendwie cool gefunden.
MichaAber sind denn Freunde so ein Ersatz gewesen? Also wenn wir jetzt so als Einzelkind reden, dass man dann sagt, okay, ich habe zwar kein Geschwister, in welcher Form auch immer, aber ich habe dafür am besten einen Freund oder so, der wie er Bruder dann ist.
SPEAKER_02Hatte ich nie in der Zeit, in der Kindheit quasi. Ich glaube, ich war da, muss ich zugeben, so ein klassisches verzogenes Einzelkind, würde ich mal behaupten. Wirklich. Das hat sich, glaube ich, gewandt, hoffe ich jetzt mal. So, guck mal in die Runde rein. Aber ich war schon, ja, ich glaube, ich war schon schwierig. Hast du andere Kinder weggeschubst? Ich habe generell andere Kinder geschubst. Hast du die Förmchen geklaut im Sandkasten? Sowas nicht. Nee, ich hatte schon Freunde, aber ich hatte nie so den einen besten Freund, die eine beste Freundin. Also ich hatte eine gute Freundin, mit der ich glaube noch immer Hüpf-Gummi gespielt habe. Oh, Gummetwist.
MichaDas hab ich auch, ja.
SPEAKER_02Aber es hat, es war eigentlich sehr gemischt. Also ich habe mich dann nie festgelegt auf eine bestimmte Person, sondern es war mal die Kerstin, mal die Eva. Aber es waren witzigerweise vorwiegend Frauen. Vielleicht deswegen auch der Wunsch nach einem großen Bruder, weil ich irgendwie von den Gleichaltrigen aus der Siedlung immer nur von Frauen umgeben war. Und ich konnte mit He-Man und Skeletor und irgendwelche Matchbox-Autos kommen. Nein. Nein, war nicht mal ins Nee. Doch, das haben wir immer gespannt. Er hat sich schon rauskristallisiert, dass ich schwul werdend sein müsste. Und das war ich.
AndyIch habe trotzdem mit Autos und He-Men gespielt. Nein, ich habe lieber Paar diskussiert. Ich hatte nur so eine Fake-Barbie, die hatte noch nicht mal Haare.
SPEAKER_02Die liebe Zeit.
AndyAlso war es eine Cynth O'Connor oder was, oder?
SPEAKER_04Im wahrsten Sinne des Wortes. Weil die hatte so eine Perücke, aber die Perücke war so ein Gummiding und du machst dir quasi wie ein Hut aufgesetzt, wo die Haare dran waren.
MichaAlex, hat es denn für dich für eine richtige Barbie gereicht? Ich glaube, ich hatte eine richtige, ja.
AlexUnd gleich frisiert. Natürlich. Und blond jetzt, ach, ne, warst du ja schon. Ich hatte ja, wahrscheinlich hatte ich schon immer diese Friseurgene im Blut. Und als ich die erste Barbie hatte, ich glaube, ich habe mir die selber gekauft. Und die habe ich natürlich gleich frisiert. Und ich kann mich erinnern, ich habe ihr einen Bob geschnitten und Pony und habe sie dann frisiert wie Crystal Carrington.
AndyDu wusstest schon, wer Crystal Carrington ist, als ich habe nur drei Programme, aber für Crystal Carrington hat es gereicht.
AlexJa, den war klar, lief war auf dem zweiten. 21 Uhr. Ja, genau. Habe ich immer geguckt mit meiner Mutter und dann habe ich doch meine Barbie gleich so frisiert. Und ich glaube, ich kam auf die Idee, weil die Barbie, die ich hatte, keine Ahnung, was das für eine war, die hatte Schulterpolster. Na dann. Und dann dachte ich, da passen keine langen Haare, ich muss deren Bob machen wie Crystal Carrington. Aber da war doch auch schon alles klar, oder? Inwiefern? Dass ich Friseur werd? Genau.
MichaDu hast ja schon das Händchen dafür gehabt, oder? Komm, ja, da sitzen jetzt drei Mann am Tisch mich eingeschlossen, die haben mit Puppen gespielt halt tatsächlich. Ist das jetzt was Schlimmes? Nee, ich meine jetzt nur halt diese Gemeinsamkeit halt einfach.
AndyAber eigentlich reden wir ja von Geschwister und Einzelkind. Klar mal, um das Bruder wieder zurückzumachen. Mein Bruder und ich, wir haben auch viel Scheiße zusammen gemacht. Unter anderem haben wir bei Freunden, die hatten im Garten so einen, wie nennt man das denn? Einen Servierwagen? Weißt du, was ich meine? Okay, brauchen wir das. Zum Gartenmöbel, wo man halt dann Gläser draufstellen konnte und auch Flaschen und so. Servierwagen. Ja, den haben wir quasi umfunktioniert. Ich saß da drin und er hat mich quasi geschoben, wie so eine Art Kinderwagen. Um das mal so ein bisschen zu versinnbildlichen. Jetzt hatten die aber auf ihrer Wiese so gepflasterte Stufen. Also dass du quasi nicht über die Wiese läufst, sondern halt im Abstand immer so. Ja, das Gras war aber so hoch, dass wir diese Stufen nicht gesehen haben. Und dann ist der mit diesem Servierwagen an einem dieser Dinger hängen geblieben und dann hat es natürlich das Rad vorne weggerissen.
unknownOh.
AndyYes. Und Mama, die Story kennst du wahrscheinlich nicht, aber das hat uns wie auch immer 90 Mark gekostet, das Rad austauschen zu lassen. Also ihr habt das quasi ausgetauscht und habt es niemand verraten? Na, die Dame des Hauses, die wusste das schon, dass das passiert ist. Wir konnten es ja nicht verheimlichen, dass es abgebrochen war. Aber eure Eltern wussten es nicht. Die wussten es nicht. Ich weiß aber bis heute nicht, wo das Geld dafür hergekommen ist. Von deinem Bruder praktisch. Wo hatten der 90 gemacht? Das weiß ich nicht, aber der hat uns den Arsch gerettet.
MichaDoch? Ja. Nur um das mal. Da muss man dann doch mal fragen, wenn ich es nicht nochmal sehe, wo die 90 Euro herkommen. 90 Mark. Mark Mark mag es noch. Von dem Servierwagen. Und wenn dann dein Mutter mit dabei ist und dann fragt, was für 90 Mark? Welcher Servierwagen?
AndyWo war denn das überhaupt?
AlexDie hatten es auch nur verschwiegen die ganzen Jahre.
AndyWie diese diversen Zeitschriften, die weg waren, sind wir wieder dabei. Vielleicht war es ja auch er am Ende.
AlexVielleicht hat er die diversen Zeitschriften verkauft.
AndyIm Übrigen hatten wir vor kurzem Gäste, die wollten mir eine Pralinen mitbringen, aber die gibt es nicht mehr. Aber ich hätte es gefeiert, wenn sie eine dabei gehabt hätten.
AlexWie ist es denn bei dir so als Halbgeschwister?
AndyHalbgeschwister.
MichaAlso ich habe eine Halbschwester. Wer uns aufmerksam folgt, hat das jetzt schon mitbekommen, dass mein Vater nochmal nachgelegt hat. Nachgelegt hat, ja. Und ja, also ich sag mal, aufgewachsen bin ich als Einzelkind, selbst als meine Schwester dann da war, habe ich ja mit ihr eigentlich nie Kontakt gehabt. Habt ihr eigentlich jemals zusammen unter einem Dach gebunden? Nein. Nein, nein, nein, nie. Ist halt in anderen Verhältnissen aufgewachsen und hat halt dann einen Lebensweg eingeschlagen. Aber. Haben die auch nichts? Noch weniger. Also ich hatte nichts und die hatten gar nichts. Das geht. So, ja, das geht, ja. Wusste nicht, dass es da eine Abstufung gibt. Ja, doch, doch. Und ja, aber so bin ich halt als Einzelkind tatsächlich aufgewachsen und habe halt mit mir selbst, habe ich jetzt noch gespielt, aber halt Matchbox-Autos gab es bei uns, bei uns, ich hatte auch Buben und. Buben.
unknownBubben.
MichaUnd ansonsten waren wir halt immer draußen unterwegs. Aber wenn ich jetzt so überlege, Schulfreunde oder so, die waren bei mir immer, also dort, wo ich gewohnt habe, ein ganzes Stück weiter unten oder ein ganzes Stück weiter oben und so mittendrin waren eigentlich immer nur, in Anführungsstrichen, die Mädchen halt. Und so war es halt mehr an mir tatsächlich auch, dass ich, dass wir halt immer unterwegs wurden, ob wir jetzt Verstecken gespielt haben oder ob wir Hüpfgummi gespielt haben. Ich glaube, so haben wir tatsächlich ja mit Knöchel und Warten und dann ganz oben und so.
AndyOberarsch, Unterarsch.
MichaIrgendwie sowas, ja genau. Also sowas. Wobei uns, auch ja, ansonsten war ich so als Einzelkind, habe ich mir eigentlich nie Gedanken drüber gemacht. Über einen Bruder oder Schwester. Eigentlich bis heute nicht, dass ich mir jetzt überlege, wie es denn jetzt wäre, einen großen Bruder zu haben oder so, habe ich mir eigentlich nie Gedanken drüber gemacht. Meiner Schwester bin ich ab und zu begegnet, habe ich ab und zu geholfen. Und ja, sie lebt ihr Leben, ich lebe meins. Also da gibt es eigentlich Gemeinsamkeiten oder irgendwelche Kommunikationen.
AndyNa, wie auch wenn man jetzt nicht so wirklich Kontakt hatte.
MichaNee, es ist aber schwierig, Kontakt zu haben. Also ja, es ist einfach schwierig. Wenn zwei Welten halt so aufeinander prallen, aber sie ist glücklich wohl jetzt und hat es geschafft in ihrem Leben und das finde ich ja toll. Und dann passt ja alles. Aber ansonsten ist für mich, hat sich nie bis heute nicht die Frage gestellt an Bruder oder Schwester. Also richtig Echter zu haben, quasi. Deshalb, so wie ich bin, als Einzelkind, als Alleinerbe. Oh, jetzt aber, jetzt haut es raus.
SPEAKER_04Von den Klunkern ist nichts mehr übrig. Das ist ja ja nicht alles verschachen, aber jetzt ist sie ja die Alleinerbin. Genau, das ist Alan Toni.
MichaJa. Weil nichts sauber. Genau. Deshalb, ich bin rundum glücklich, so wie ich bin, als Einzelkind. Aber ich denke oft für meine Kinder ist, die ja jetzt nur Geschwister sind. Ach, noch so klassisch halt, großer Bruder, kleine Schwester und so weiter. Er hat schon gelitten, den Adalise. Sie hat gelitten? Ja, ja, unter ihrem Bruder, wenn ich sowieso zurückdenke, weil ich ja dann, weil ich ja nichts habe, dann denke ich halt an die Kinder, die Geschwister sind. Und so, der hat sie schon so oft, also er liebt sie mit Sicherheit. Für Robin ist dann das halt immer schwierig zu zeigen, zu sagen. Aber das tut er schon. Aber sie musste auch, wer sich liebt, der neckt sich. Also sie musste da schon einiges von ihm einstecken.
AndyDann ist es doch ähnlich. Also wie gesagt, ich glaube, im Grunde ist es wahrscheinlich auch so. Man, man es ist halt, ich habe Feuer gemacht. Ich zeige keine Gefühle. Aber im Grunde des Herzens ist es, man ist es wahrscheinlich doch irgendeine Verbindung dann da. Und wenn es hart auf hart käme, glaube ich schon, dass er da wäre.
MichaJa, hundertprozentig ist das so. Aber ja.
AndyUnd wie ist es für dich so, mit einem Fragezeichen über dem Kopf, dass da jemand sein könnte? Lieber Alexander. Du kommst gar nicht hin.
AlexIch bin der Mann. Ich komme da schon hin, wenn ich hin will. Am Bobbes. Ja, also offiziell bin ich ein Einzelkind. Aber da ich ja nicht weiß, wer mein Vater ist, kann es durchaus möglich sein, dass ich auch noch Geschwister habe. In dem Fall werden sie ja Halbgeschwister. Aber ich bin viele, viele Jahre, Jahrzehnte als Einzelkind aufgewachsen. Und ich fand es eigentlich gut so, wie es ist. Also ich hatte nie irgendwie den Wunsch nach Geschwister, nach einem Bruder, nach einer Schwester, größer oder kleiner. Also ich war eigentlich zufrieden als Einzelkind. Hättest du ja deine Barbie sonst teilen müssen. Und das war auch was Schönes, ja. Also ich musste nie was teilen. Genau.
AndyBei uns war das immer so, weil du gerade sagst, teilen. Und das habe ich gehasst. Das habe ich wirklich, wirklich gehasst. Gut, es war noch eine andere Zeit, muss man auch dazu sagen, aber ich musste immer das Zeug auftragen von meinem Bruder. Oh mein Gott, wirklich? Ja. Das passt ja noch. Nee, kannst du vielleicht kaputt gehen? Das ist ja quasi wie in unserer kleinen Farm. Ja.
AlexAber ich glaube, das war zu der Zeit, ne? Noch früher war das ja gar nicht gab.
AndyDa ist alles aufgehoben worden. Und ich meine, we have the letter Sachen entsorgt, wirklich entsorgt. Da war noch wie viele Jahrzehnte Kinderkleidung there, als we here angefangen, das Sachgeschoss auszubauen. So lange ist das durchgezogen worden. Weil my Kinder können das ja mal anziehen. Meine Neffen und Nichten haben das auch nicht anziehen. Aber jetzt wäre es bestimmt wieder modern. Wahrscheinlich. Wahrscheinlich. Wenn ich nicht vorfressen wäre, also war es, glaube ich, nicht, aber am Ende wäre es wieder modern gewesen, ja. Aber ich hab's. Nochmal, warte. Ich hab's gehasst.
SPEAKER_02Hast du, ja? Ich hab's gehasst. Das kann ich mir vorstellen. Da fällt mir gerade eins, ist das, wenn man länger über solche Sachen nachdenkt. Ich bin mal kurze Zeit mit meinem Cousin zusammen aufgewachsen. Und da hatten wir auch was ausgehackt. Typisch zwei Jungs, so aller Huckleberry-Fin. Wir sind nämlich ausgebüxt von zu Hause. Das haben wir auch mal gemacht, also ich. Uh. Wo seid ihr hin? An Main runter. Ganz spektakulär.
AndyWolltet ihr dann da wohnen am Main?
SPEAKER_02Unter der Brücke, ja. Ja, es war dann schon irgendwann, wir würdest dann schon dämmrig und wir sind von zu Hause irgendwie ausgebüxt, irgendwann gegen Mittag schon, haben es dann aber irgendwie nur bis zum Main geschafft, obwohl der Mann gar nicht so weit weg war. Aber trotzdem war es für uns weit, weil wir waren ja, ich glaube, ich war fünf oder sechs. Dann ist das schon weit, bis dann dazu kommen. Und der Christian war drei Jahre älter, also sprich neun, so im Dreh rum. Und es hätte auch echt gut geklappt, alles, wenn. Die Finanzen halt, ne? Wie immer die Finanzen, ja. Leidiges Thema bei mir. Eine Bekannte von meiner Mutter hat uns gesehen und hat uns gefragt, was wird er da in Unterhosen am Main machen? Bitte?
MichaAch, ihr habt euch schon praktisch zum Schlaufen legen.
SPEAKER_02Wir waren, glaube ich, schwimmen gewesen. Ach so. Also da planschen am Main.
MichaIch würde mal festhalten, ihr wart fünf und neun. Ihr seid allein durch die Stadt über X Kreuzungen zum Main runter, um dort im Main zu schwimmen.
SPEAKER_04Ich meine. Ich würde auch unter der Brücke wohnen.
MichaJa, ich wollte das nur noch so festhalten mit fünf und neun, was damals alles so möglich gewesen ist.
SPEAKER_02Aber so viele Kreuzungen und Straßen waren das gar nicht, weil man konnte vom Bärental aus an der Zuckerfabrik vorbei unter der Unterführung durch und war dann quasi schon fast am Main. Okay.
MichaAlso nicht von dort, wo er heut, sondern von. Ah ja, okay.
SPEAKER_02Ja, genau. Und dann hat die Edith damals. Und ja, was macht ihr denn da? Und die wissen dann eure Eltern Bescheid. Und dann ist der Christian dann Reis ausgenommen. Und ich saß dann halt alleine da in meiner nassen Unterhose. Und dann hat es nicht lang gedauert und dann kam der Papa angefahren. Und dann war natürlich Stimmung angesagt. Aber ich habe nur so ein bisschen Schimpfe bekommen. Natürlich hatte dann der Christian die meiste Schimpfe bekommen, von meinem Vater allerdings, weil ich wäre ja allein nie auf so eine dumme Idee gekommen und deswegen wurde ich dann der Größe der Ältere zur Verantwortung gezogen und die Ohren lang gezogen, ja. Weißt du?
MichaJa, vielleicht. Du hast doch gesagt, komm, lass uns doch runtergehen.
SPEAKER_02Nee, ich glaube nicht. Das war doch so schön zu Hause als Einzelkind.
AlexJa, aber was war denn euer weiterer Plan? Das weiß ich immer so genau. Wir wollten also durchbrennen. Ihr seid doch jetzt einfach nur zu Main zum Schwimmen. Ja, es ist so.
AndyAber man kommt doch manchmal auf so Gedanken.
AlexJa, aber das ist ja nicht abhauen.
SPEAKER_02Also wir hatten zumindest nicht die Intention, abends zurückzugehen. Aber wie, das war ja letztendlich doch ja Christians Plan. Und ich bin dann einfach nur dachte, ach ja, cool, ja, machen wir mal. Bis dann morgen geknurrt hat. Das ging sogar. Die nasse Unterhose war schlimmer.
AndyBisschen aus dem für so eine Mark hatten wir früher noch sehr viele Süßigkeit. Richtig, genau, ja.
MichaIch meine, in der Zeit, wo man mit 5 Uhr neun allein durch die Stadt bis zur Mainrunde gering. Richtig. Das wäre ja heute undenkbar.
SPEAKER_02Das stimmt, der gleiche habe ich mir Leute angerufen. Aber da, ja, zwei Jungs halt, ne? Unterwegs. Zwei Jungs unterwegs. Vom Soja Finn, auf geht's. Oh Gott.
MichaJa, aber ausgebüchst bin ich auch mal Koffer gepackt und ab. Mit Koffer? Mit Koffer. Ja. Weil du sagtest, ich will diese Sachen von meinem großen Hütten aufteilen.
AndyJa, nee. Nee. Das war auch einfach Schabernack mit einem, mit einem, was kann ich, war das Schule schon? Oder war das doch Kindergarten, weiß ich nicht. Weil wir auf diese glorreiche Idee kommen, ich packe jetzt mein Zeug und der hatte ein großes Zimmer, fühlte tausend Spielsachen und dann gehen wir da hin. Haben wir meinen Koffer gepackt, sind da hin, mein Koffer wird ausgepackt und dann war das klar, ich war dann da. Rechnung ging halt nicht auf. Wer hat dich dann abholt? Die Mama kam dann. Ich durfte dann eine Nacht da schlafen, aber am nächsten Tag musste ich wieder nach Hause.
MichaAlso man hat, oh ja, ist doch gut. Man hat dich so ein Gefühl.
AlleGenau, richtig.
MichaOh. Das war lustig. Ja, wenn man heute zurückdenkt, wurde das alles schön, ne? Gott, haben wir da komische Sachen gemacht.
SPEAKER_02Da waren wir noch draußen unterwegs. Ja Gott, jeden Tag. Doch. Keine Ahnung, damit es dunkel wurde. Ja, das stimmt. Karl und Gäber war das zu der Zeit. Wie ist es denn für euch da draußen so? Seid ihr froh, Einzelkinder gewesen zu sein? Oder vielleicht hören sie auch Einzelkinder dazu, die noch im geschwisterfähigen Alter sind? Wie sagt man dazu? Naja, egal.
MichaAlso im geschwisterfähigen Alter sind. Die Eltern sind noch im geschwisterfähigen Alter.
SPEAKER_02Die Geschwister zeugen den Fähigenalter. Ja, naja. Ja, sagst du denn natürlich? Findest du auch, dass das jetzt Quatsch war. Aber gut.
AlexJa, Franz Wiesen, wie ist es denn für dich mit deiner Schwester Sisi?
SPEAKER_02Erzähl es mal, ja. So schlimm, so schlimm, ja.
AlexKlingt eigentlich ganz nett, oder? Meistens haben sie sich ja auch lieb. Die Sissi dürfen wir, glaube ich, nicht fragen. Die ist, glaube ich, von ihrem Bruder nicht ganz so begeistert. Manchmal bedrängt er sie halt ein bisschen arg. Die haben wahrscheinlich auch eine Hassliede. Wahrscheinlich.
MichaHassliede? Hassliede. Wir sind ja auch gefangen hier in den vier Wänden, ne? Also jetzt sagt das mal nicht so bedingt.
SPEAKER_02Ja, dann geht es so schlecht. Die Arme. Dem Karmauslauf. Ich sag's euch. Persönlich. Hätten wir damals so eine große Wohnung gehabt, ach Gott, da wäre die Galaxy-Bahn doppelt so groß gewesen.
AndyJetzt wollte ich gerade was machen. Was hatten wir es denn gerade? Achso, ja. Weil du gerade Einzelkind nochmal sagst, habt ihr denn Erfahrungen mit anderen Einzelkindern gemacht, wo ihr gedacht habt, da ist nicht alles ganz knusbar.
SPEAKER_02Also ich finde, das Vorurteil finde ich schon zum Teil sicherlich berechtigt, dass Einzelkinder so ein bisschen more Egoism sind als Geschwisterkinder.
AndyJetzt hast du aber more Egoism. Was habe ich noch nie gehört, das Wort?
SPEAKER_02Das ist Englisch. Das ist Englisch? Ich wollte mal einen raushauen. Boah, ich bin begeistert.
AlexIch krieg gerade immer zusammen. Das ist die neue Sprache, Michael Game Change.
AndyJa, wir haben es dir noch nicht gesagt, aber wir werden demnächst nur im Gringe nehmen. Eine Folge nur im Englisch.
MichaDa brauche ich aber drei Bier. Dann geht's bei mir.
AndyVielleicht geht's schneller, wenn du sechs Ämter kriegst. Aber zurück zum Thema. Warst du fertig?
SPEAKER_02Du hast das englische Wort benutzt. Kurzen Faden verloren. Ja, genau. Dass da schon was dran ist, wenn man als Einzelkind aufwächst und wirklich an Weihnachten die komplette Geschenkpalette bekommt und auch zu Geburtstag und anderen Festivitätenfeierlichkeiten und nicht teilen muss oder nicht dann mit seiner Schwester, mit seinem Bruder, mit seinen geschenkten Sachen spielen muss, ist es, glaube ich, schon so ein bisschen prägend. Letztendlich natürlich kommt es immer darauf an, was du selbst draus machst, aber ich würde schon sagen, so in den ersten zehn Jahren war ich das schon, ja, Teilen nicht so meinen Steckenpferd. Stich dazu. Ich glaube, das hat sich geändert, würde ich mal behaupten. Ich glaube, jetzt kann jeder alles von mir haben. Aber so in den ersten 1 bis 15, 1 bis 12, so, ja.
AlexKönnte ich bei Metzger nicht so sagen, dass man so gut ist. Ich glaube, das kommt auch darauf an, wie der aufwächst, wie die familiäre Situation ist. Also ich meine, du hast ja gesagt, du warst sehr verwöhnt oder wurdest sehr verwöhnt. Also das war jetzt bei mir nicht der Fall. Ich weiß nicht, wie es bei dir war, Micha. Die hatten doch nichts. Stimmt.
AndyAber trotzdem, wir hatten nichts, ja. Wobei, ich muss nochmal zurückspulen, er hat vorhin gesagt, Matchbox-Autos, die hatten doch bestimmt keine Matchbox-Autos.
MichaNatürlich hatten wir Matchbox-Autos, wir hatten Westverwandtschaft. Darum werde ich ja gerade sagen, das ist es. Also es ging uns wirklich gut. Also ich von meiner war da aus betrachtet, wenn immer so zwei, dreimal im Jahr Westbesuch kam. Die Oma ist aber in den Westen gefahren. Wir konnten im Intershop was kaufen oder wenn wir nur zum Riechen rein sind, wir sind ja oft nur rein, das kann sich gar keiner vorstellen. Einfach nur in den Laden rein, um zu riechen. Verstehst du? Einfach nur den Duft mitzunehmen. Macht man einen Forumscheck oder wie der hieß. Also eine Mark, um da drin einzukaufen und dann hast du dir gedacht, du kaufst dir Background Kaugummi und so, aber bis 20 Minuten da drin geblieben, nur um zu riechen. Also das kann man heute gar nicht mehr nachvollziehen. Oder andere, die es nicht mitgemacht haben. Und ansonsten, wir hatten, ich hatte zwei Cousin, die waren alle, also jedes Mal ein Jahr auseinander. Ich war der älteste. Also wir hatten zusammen gespielt, haben alle Oma gespielt. Und also ich würde jetzt nicht sagen, dass irgendwie, najawohl, Steffen. Ja, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, war Heiko und ich eigentlich, wir waren eigentlich ganz relaxed, aber Steffen war wegen, war wegen anders. Könnte ich jetzt nicht sagen, egoistischer, aber er hat immer so ein bisschen mehr gehabt als wir, wenn ich jetzt so drüber nachdenke. Ja, tatsächlich.
AndyAber ein bisschen mehr zu haben, heißt ja nicht gleichzeitig, dass das nicht.
MichaNein, nein, es war aber dann so. Ich kann mich jetzt an Situationen erinnern, wo gewisse, wo wir mit gewissen Dingen nicht spielen durften von ihm. Ja, ja, genau. Ich krieg das aber nicht mehr genauso zusammen. Das finde ich dann wiederum schwierig, wenn jemand so ist. Nein, nein, nein, du dich weg. Genau, das war so, ja. Aber gut, das ist vergangen. In dem Augenblick ist es zwar irgendwie komisch und blöd, aber wenn ich jetzt nicht mit dem Podcast nicht aufgenommen hätte, dann hätte ich wahrscheinlich mal leppedacht und immer dran gedacht. Nee, sowieso nicht, aber es geht ja in dem Moment dann. In dem Moment, ja, genau, richtig. Es ist halt dann scheiße. Aber ansonsten war für mich, ich war nie egoistisch. Ich habe immer geteilt und gemacht und also, das kenne ich nicht, so zu sein. Auch von meiner Mutter oder von meinen Eltern habe ich das nie so mitgekriegt. Und wenn ich jetzt heute überlege, mit meinen eigenen Kindern ist das auch nicht so. Da ist keiner neidisch dem anderen irgendwas, oder damit, das ist jetzt meins oder mit spielst du nicht oder so. Also ist eigentlich in der ganzen Familie völlig fremd sowas. Aber ich entdecke es bei vielen Kindern heutzutage. Ich bin ja nur in vielen Haushalten unterwegs. Und wenn du dann so manche Einzelkinder siehst, die entsprechend aufwachsen, da denkst du dir schon, du bist doch ganz schön verwöhntes Kind. Wo ich mir denke, also da siehst du dann schon, denke ich, aber warum, ne, also wodurch das halt dann kommt, es darf alles machen, es tut alles und muss mit niemandem teilen, Geschenke in Hülle und Fülle und das finde ich dann schon schwierig. Also wenn man auch die Möglichkeit hat, als Eltern sein Kind so zu verwöhnen, denke ich aber schon, man sollte gewisse Grenzen setzen.
AndyJa, weil in dem Moment kannst du dem Kind ja gar keinen Vorwurf machen, wenn es nicht gefühlt irgendwie zum Geburtstag 20 Geschenke kriegt. Wie soll es denn dann lernen, dass so ein Geschenk auch einen gewissen Wert irgendwie mit sich bringt?
MichaEs hat halt alles keinen Wert.
AndyOh, ist kaputt. Das nächste.
MichaJa, genau. Und die Geschenke müssen natürlich immer größer und spektakulärer werden. Und ja, das ist natürlich so, ist es halt heute. Ja, heute vor allem.
SPEAKER_02Da gibt es ja schon einen Laptop zu Ostern. Also völlig. Ich dachte, das iPad kommt schon mit, wenn es zur Plazenta rausrutscht.
AlexEs kommt gleich mit hinterher. Ja, aber es ist ja, weil es doch auch, heute ist doch vieles möglich. Das war ja zu unserer Zeit gar nicht.
MichaIch glaube auch, dass wir mit den Möglichkeiten von heute vielleicht auch ganz anders aufgewachsen sind. Ach, mit der iPad. Mit Sicherheit. Aber mir geht es mehr darum, den Wert zu schätzen von dem, was man bekommt. Und je wohlhabender das Elternhaus ist, denke ich, umso schwieriger ist es, den Kindern zu vermitteln, dass man für das alles arbeiten muss. Also das liegt immer, der Ball liegt immer bei den Eltern natürlich.
AndyWürde ich aber jetzt auch differenzieren, weil du kannst ja nicht automatisch sagen, nur weil eine gewisses oder eine gewisse Menge an Geld da ist, dass das allein den Grund steuert, warum jemand, wie er wird.
MichaIch meine, wenn die Eltern ihr Kind dermaßen verwöhnen und überschütten mit Geschenken und nichts hat mehr an Wert, das meine ich jetzt damit. Das Kind ist natürlich dann, na klar, also das nimmt natürlich das, was es bekommt. Das ist ganz klar. Wenn die Eltern das nicht steuern und keine Grenze setzen und sagen, nee, das iPhone geht jetzt noch einmal ein Jahr oder du brauchst nicht jedes Jahr ein neues oder solche Dinge, meine ich halt einfach. Ich habe hier so einen Beutel von der Wohlfahrt, das sind deine Klamotten fürs nächste Jahr.
AlexAber vielleicht ist es auch so, dass, also gerade die Eltern, die ihr Kind so verwöhnen und reich beschenken, dass die vielleicht nicht so viel hatten, als sie jung waren, der klein war. Dass die quasi sagen, okay, ne, also das habe ich damals halt nicht bekommen, weil es halt nicht möglich war, aber dafür möchte ich es jetzt gerne meinem Kind schenken.
SPEAKER_02Oder sie kompensieren, weil halt reiche Eltern nicht oft genug zu Hause sind, weil sie vielleicht ganz viel arbeiten, durch die Gegend chatten müssen und wie auch immer, und dann halt mit ihren Geschenken halt die fehlende Zuneigung kompensieren. Ja, mit Sicherheit gibt es viele Möglichkeiten. Ja, glaube ich auch, dass das so ist.
AlexDas weiß man nicht. Bisschen sehe zur Verdächtigung. Mama vorsichtig sein. Nö, finde ich nicht. Also ich fand es nicht schlimm als Kind. Also gut, ich wusste es ja nicht besser. Also bei mir gab es jetzt nicht viele Geschenke. Also ich weiß, dass es zum Beispiel. Also es gab zum Geburtstag und zu Weihnachten. Also Ostern gab es nichts, da gab es ein Osterness zu suchen. Und da waren bunte Eier drin, ein Schokohase und das war es eigentlich. Also Ostern gab es jetzt nie irgendwie Großgeschenke.
SPEAKER_02Und einen Möbteichhasen von Oma gebacken.
AlexUnd zum Geburtstag und zu Weihnachten gab es ein Geschenk.
AlleJa.
AlexAlso da waren es keine fünf oder keine zehn. Also von daher, ich kannte das gar nicht anders. Ich habe was von der Mama gekriegt, ich habe was von der Oma gekriegt. Ab und zu kam dann auch aus einer anderen Ecke noch was. Aber so generell war ich jetzt nie irgendwie mit Geschenken überhäuft.
AndyNee, bei uns war es eigentlich auch immer ziemlich gleich. Also mein Es gab halt standardmäßig Socken, Unterwäsche, whatever. Aber ansonsten hat ansonsten hat jeder irgendwie, keine Ahnung, es war halt eine ganze Zeit lang, wo jemand was von Lego dann gekriegt hat. Dann durfte man sich mehr oder weniger halt aussuchen, wie das halt so war. Es ist den Kalender, Kalender, sag ich Katalog, durchgeblättert und halt so ein bisschen was angekreuzt und irgendwas davon war es halt irgend am Ende, ne? Für ihn und für mich. Und da gab es auch nie Neid. Ich war nur einmal, aber das war gar nicht auf meinen Bruder neidisch, sondern eher auf Cousin und Cousine, weil jeder von den Großeltern zur Kommunion ein Fahrrad bekommen hat. Und ich hatte vorher irgendwie noch gesagt, ich würde mir das ganz gerne selber aussuchen. Und dann kam der Tag meiner Kommunion und dann stand das Fahrrad da draußen. Es war hier vor der Tür sogar.
MichaUnd du warst begeistert.
AndyIch wusste gar nicht, wie ich meine Begeisterung noch äußern soll. Und dann könnte man sagen, ich hatte ein paar Tage, Jahre später mit dem Fahrrad einen Unfall. Man könnte meinen, ich habe das mit Absicht gemacht, dann wurde dieses Ding auch noch repariert. Ich denke, ich hätte gerne einfach nur.
SPEAKER_02Ich glaube, mein erstes Fahrrad hatte weiße Reifen. Oh, das wäre ja geil gewesen. Ja, weiße Reifen, blauer Rahmen. Ha, das ist schick. Mein erstes Fahrrad war ein Pumukelfahrer.
MichaMeins auch. Hot Mund.
AlexIch habe mein Fahrrad getunt. Das Fahrrad war gelb. Der Lenker war rot. Und der Sattel, glaube ich, war grün.
AndyNee, der war bei mir auch rot und die Schutzbleche waren grün.
AlexOder so rum, ja. Und dann waren ein Pumukelaufkleber drauf. Das habe ich geliebt, das Fahrrad.
MichaIch auch. Ich hatte nur ein DDR-Standard-Kinder-Fahrrad, was ich getuned habe. Getuned. Getunt. Hast du Karten in die Speicher gemacht? Ja, mit Wäscheklammern. Karten in den Speichern. Und dann bin ich damit rauf und runter gefahren durch die Altstadt, damit es alle hören, wie ich mein Fahrrad getuned habe. Das war orange.
AndyOh, der traut wieder, ey. Orange. Orange. Das war schon. Aber sonst gab es eigentlich nie irgendwie, das war neidisch aufeinander waren, was Geschenke irgendwie angeht. Also zumal es, ne, halt auch nie irgendwie viel, wie du sagst, zu Ostern gab es ein Osternis, das haben wir hier auf der Wiese gesucht. Nikolaus gab es dann meistens auch irgendwie eine Tüte, aber es war halt nie im Überfluss oder viel zu viel.
AlexJa, also ich kannte das jetzt auch von anderen Familien, wo jetzt dann zum Beispiel zwei Kinder oder drei Kinder da waren, also mit denen du so befreundet warst. Also da waren auch die Geschenke nie im Überfluss. Also da hat jeder ein Geschenk gekriegt an Weihnachten oder an Geburtstag und das war es eigentlich. Also so war das generell so in meinem Freundeskreis früher, als ich klein war oder wie ich aufgewachsen bin. Also das war eigentlich so, ich glaube, da gab es jetzt auch keine so superreichen.
SPEAKER_02Ich habe uns öffnet. Ich bin in einem ganz normalen Arbeiterviertel groß geworden und da gab es keine Reichen. Aber ich glaube, so Generationen betrachtet, denken wir jetzt natürlich über die ganzen Geschenke, die jetzt Kinder bekommen. Oh mein Gott, wir kriegen die viel und dann kriegen sie elektronische Geräte zu Ostern und zum Namentag und zum Nikolaus. Und wahrscheinlich haben unsere Großeltern das Gleiche gedacht. Wie, die kriegen jetzt hier jeden Osternist und jeder kriegt ein Schoko-Nikolaus. Früher gab es ein Ei für jeden, also ein Ei für jeden und das war so ungefähr. Das sind, glaube ich, einfach so Generationenkonflikte, die immer fort werden, da sein zu werden, sein Dingsten hier.
AlexEs hat sich halt einfach verändert. Also früher gab es halt auch nicht so viel, wie es heute gibt. Es gab nicht die Möglichkeiten, es war nicht das Geld da. Es entwickelt sich alles weiter. Also wenn du siehst, was unsere Eltern zu Weihnachten geschenkt gekriegt haben, im Vergleich zu uns und die nächsten Generationen, also es wird es.
AndyDa ist es vielleicht eher heutzutage noch andersrum, dass das Kind dann zu dir sagt, ey Alter, hast du ein Knall, was schenkst denn du mir da? Spinnst du?
SPEAKER_02Ist das schon alles?
AndyJa. Das wollte ich aber nicht, das kannst du wieder zurücktragen.
MichaTja. Das ist halt so. Der Menschheit geht es ja so gut wie nie. Sagen sie immer, ne? So gut, wie es uns jetzt geht. Also einmal europäisch Westdenken. Ging es uns auch noch nie. Wir haben einen Fortschritt mit allen, mit all der Technik, mit allen medizinischen Leistungen und so weiter und so fort. Und trotzdem, und das bekomme ich ja wieder, was wir auch im letzten Podcast haben, wir haben alles und sind trotzdem nicht zufrieden. Früher hatten wir ein Geschenk, waren damit zufrieden, auch hätten gerne noch zwei, das vielleicht. Und wenn du dann heute unter Weihnachtsbahn guckst, wenn du die Möglichkeiten hast, gibt es vielleicht zwei, drei Geschenke, dann kommt von der Oma noch was. Und dann backst du es aus und hast trotzdem, wenn du mit niemandem teilen musst, ist das alles deins, es ist alles in Ordnung. Wenn da noch Geschwisterchen da sind, dann wollen die vielleicht auch mal mit deinem Auto spiel. Und ich weiß nicht, es ist, ich finde es halt trotzdem, also von meiner war der aus trotzdem schwierig, weil ich bin ich ja schon zu alt für das Ganze, dass ich so denke, man sollte den Kindern doch noch gewisse Werte vielleicht mitgeben.
AndyVielleicht kannst du den Franz jetzt auch mal zu Wort kommen lassen. Er versucht es mit aller Gewalt.
AlexJa, ich merke schon. Oder er weist sich darauf hin, dass wir irgendwie total vom Thema abkommen. Ja, dass wir jetzt eigentlich beim Konsum gelandet sind.
AndyEr wollte unterm Strich einfach nur sagen, man soll dankbar sein, ob man jetzt Bruder, Schwester, Einzelkind ist, wie auch immer, mit dem, was man hat.
MichaMit dem, was man hat, ja. Auch wenn man es teilen muss und so weiter. Und ich finde halt, dass heute ist bestimmt besser, mit einem Geschwisterteil, egal wie, aufzuwachsen, um halt ja auch das mitzulernen, zu teilen, jemanden noch zu haben, an seiner Seite noch zu haben und so weiter. Also gefühlt, denke ich, ist es besser, das aufzuwachsen.
AlexFinde ich nicht. Weil du brauchst jetzt, also du brauchst jetzt keinen Bruder oder keine Schwester, um solche Sachen zu lernen. Also du hast ja, es kann ja auch eine Cousine sein, es kann ein Cousin sein. Also Familie ist ja ein bisschen mehr wie nur Blutverwandlung.
AndyJa, das hörst du da aber wieder raus hier.
AlexJa, ist doch so. Also dadurch, dass ich Einzelkind war, habe ich halt viel mit meinen Cousinen und meinen Cousins Zeit verbracht. Und wenn ich jetzt meine Cousine angucke, die ist eigentlich so ein bisschen wie eine Schwester für mich. Wir kennen uns von klein auf, haben viel zusammen erlebt, sind zusammen aufgewachsen und dann kann ich auch da sagen, auch wenn es meine Cousine ist, aber es ist wie eine Schwester für mich.
AndyJa, so ist es im Grunde bei mir auch. Wir waren früher wie ein Kopf und ein Popo.
AlexWir hatten sogar die gleichen Klamotten. Da braucht es jetzt nicht unbedingt Geschwister, um sowas, solche Werte zu lernen.
MichaAlso können wir zumindest sagen, dass man gleich Altrichen hat. Also Open, Cousin, Cousine, bester Freund, was der Nachbarschaft oder sonst irgendwas, dass man sowas hat, muss ja dann nicht das eigene Fleisch und Blut sein, quasi. Aber ich meine nur, es wäre jemand da. Dass jemand da ist. Es ist, glaube ich, immer jemand da.
AndyNein. Drei gegen einen. Was verloren.
AlexDas sehe ich anders. Also, nicht immer jemand.
SPEAKER_02Also, Verwandtschaftstechnisch hatte ich wirklich niemanden. Also, ich habe genug Cousinen und Cousins, aber 90% davon sind alle väterlicherseits und natürlich aufgrund der Scheidung meiner Eltern ging das dann alles irgendwie Flöten oder hat sich einfach im Sand verlaufen und deswegen war ich da wirklich hinsichtlich familiärer, gleichaltriger Bindung auf Weiterfluhe, auf weiter Flur alleine gewesen.
AlexAber es hätte ja ein Freund sein können oder eine Freundin und das hast du ja gesagt. Es waren ja dann zwei Freundinnen.
SPEAKER_02Naja, aber es war ja nie, es ist nicht vergleichbar, wie wenn man im Sleppenhaus auffackt, finde ich.
AlexJa, aber du konntest manchmal mit einer Freundin oder einem Freund enger sein wie jetzt mit Bruder oder Schwester. Das ist richtig, ja. Aber trotzdem, also ich glaube.
AndyDas muss sich ja dann auch ergeben. Das heißt ja nicht, dass es automatisch da ist, weil es keinen Bruder oder keine Schwester gibt. Richtig.
AlexDas jetzt nicht, ne? Aber. Also es besteht eine Möglichkeit. Es passiert immer. Ja, also kann ich doch nicht von Grund aus sagen, es ist nie einer da. Es ist aber vielleicht manchmal nicht jemand da.
MichaAlso wir können sagen, um zum Ende zu kommen. Das draußen. Es ist schön, am Bruder und der Schwester zu haben, wenn das Verhältnis passt. Es muss nicht immer passen. Genauso gut kann es sein, Cousin Cousin, der beste Freund aus der Nachbarschaft, mit dem er einfach so die Jugend verbringt, aufwachsen kann, mit dem man teilen kann, mit dem man Freude und Leid durchlebt und Matchbox-Autos spielt oder die Barbie frisiert. Aber ja, Franz.
AlexDer hat keinen Bock mehr. Der denkt sich, hört jetzt mal auf zu labern.
MichaJa, kuschelt nicht. Dann würde ich sagen, in diesem Sinne. Halt. Ja. Nächstes Thema. Richtig. Oh. Jetzt stehen wir da. Ja. Stefan, du hast dich vorbereitet. Wie ist das nächste Thema?
SPEAKER_02Moment, das war mein nächstes Thema. Also ich bin raus hier aus der Nummer.
AlexAlso ich glaube, wir haben noch ein Thema auf der Liste stehen und dann bräuchten wir mal wieder so ein paar Vorschläge.
AndyNatürlich ist da immer noch eins drin, aber um das drücken wir uns ja.
AlexJa, das wollte ich jetzt gerade sagen. Eins haben wir ja noch auf der Liste. Aber vielleicht könnt ihr uns nochmal so ein paar Vorschläge zukommen lassen. Dann müssen wir jetzt aber trotzdem das nächste Thema. Und es ist quasi Jahreszeiten. Welcher Typ bist du?
SPEAKER_02Ach, das ist eigentlich gar nicht so schlecht.
AndyNa, wer Elsa die Eisprinzip ist, dass es aber schon ewig in der Tüte liegt.
MichaDa haben wir uns doch schon lang rumgedrückt, ja.
SPEAKER_02Das wird halt ein bisschen stiefkindlich behandelt, weil wir hofften, dass es noch bessere kommen. Steffi, ich zähle auf dich.
AndyEs wurde immer wieder in die Tüte gelegt. Die Frau aus dem recht nahen Ort, die auf den wunderschönen Namen Marcella hört, die wollte auch so ein paar Kommentare raushauen. Ich warte.
AlexAlso wir warten alle. Schickt uns mal ein paar Vorschläge für die nächsten Themen. Genau.
AndyWenn ihr keine schickt, werdet der Reihe nach zum Podcast eingeladen. So, jetzt wird es richtig.
AlexIn diesem Sinne, einen schönen Sonntag und bis bald.
AndyServus, tschüss.
IntroDas war's für heute. Danke, dass ihr dabei wart. Die Bangers. Ehrlich, laut und manchmal auch peinlich. Bis zur nächsten Folge.