Eindrücke - Menschen teilen ihre Herzenseindrücke

Kristine und ihre Weiblichkeit

Kathrin Antifakos

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Kristine habe ich im Rahmen der THEKI Ausbildung kennengelernt. Sie teilt ihre Erfahrung mit ihrer Weiblichkeit.

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Das Erwähnte Buch von Josianne Hosner, Back to the Roots


SPEAKER_01

Herzlich willkommen beim Podcast Eindrücke. Menschen teilen ihre Herzenseindrücke. Und heute gibt es einen wirklich deutschen Podcast. Heute werde ich nicht switchen ins Schweizerdeutsch, weil mich die Podcastgästin sonst nicht verstehen würde. Heute treffe ich mich mit Christine. Christine habe ich kennengelernt, getroffen, letzten Herbst im September auf dem Schloss Hohenfels beim TechI 2 bei Sandra Weber, ihrem Seminar. Wir hatten gar nicht so groß Zeit, uns auszutauschen live, haben dann die Nummern ausgetauscht und waren jetzt in intensivem Austausch. Christine ist so in ihrer Weiblichkeit, mit ihrer Weiblichkeit ganz stark unterwegs. Und das wird sicher heute das Thema sein des Podcasts. Es werden aber noch ganz viele andere Themen reinfließen. Oder wir lassen uns überraschen, was da noch alles kommt. Herzlich willkommen, Christine, im Podcast. Vielen Dank. Ich freue mich. Vielleicht magst du kurz erzählen, wer du bist, dich vielleicht kurz auch beschreiben, wo du gerade stehst im Leben.

SPEAKER_02

Ja, ich bin die Christine, ich bin 38 Jahre alt und ja, ich wohne in Deutschland, ich wohne in Wolfsburg. Bin auch schon immer dort in der Region gewesen. Ja, ich arbeite auch dort bei einem großen Automobilhersteller und habe jetzt so seit, ich würde sagen, seit knapp fünf Jahren den bewussten Zugang auch zur Spiritualität für mich selber gefunden. Der natürlich auch ein bisschen alles durcheinander bringt im Leben. Man stellt halt vieles in Frage und ändert sein Denkmuster und fragt sich eigentlich auch, ob man da gerade glücklich ist, wo man ist. Und ja, ich denke halt auch viel darüber nach, über einen Jobwechsel, weil ja, der ist halt aktuell ist für mich nicht wirklich so, dass ich denke, dass ich mich da halt weiterentwickeln kann und weiter auch mein Bewusstsein erhöhen kann, mehr in meine Weiblichkeit finden kann. Das ist dort auch, würde ich sagen, schon sehr schwer. Genau, also ich befinde mich eigentlich gerade in so einem Entwicklungsprozess, würde ich sagen, was schon schön ist einerseits, wenn ich auch mich selber rückblickend betrachte. Andererseits natürlich, wenn man halt so wieder in dieses Chaos dann halt reinkommt. Und das ist dann halt immer ein bisschen schwer. Es hat halt immer seine Höhen und seine Tiefen. Genau. Beides hat für sich halt natürlich auch seine schönen Seiten und seine schlechten Seiten. Aber ich muss auch sagen, umso schöner sind dann halt auch einfach immer die Höhen, die man dann wieder fühlen darf. Genau, ja.

SPEAKER_01

Ja, und wir haben erst vor kurzem so über die Weiblichkeit gesprochen und da hast du es an, es hat sich so ausgedehnt, dein Feld. Und dann habe ich dich einfach gefragt, hättest du Lust, mit diesem Thema in den Podcast-Raum zu kommen? Und du hast dann gerade, obwohl das Podcast für dich, glaube ich, schon eine Herausforderung ist, hast du Lust, hattest du sofort ein Ja.

SPEAKER_02

Genau, genau, ja, weil ich habe halt so aktuell auch den starken Drang, mich halt wirklich weiterzuentwickeln. Also ich bin wirklich ein sehr ruhiger Mensch, schüchterner Mensch, zurückhaltender Mensch. Wurde auch in der Schulzeit nochmal, sag ich mal, ein bisschen geprägt, was das Ganze noch verstärkt hat. Ich war dort außenseiter gewesen und seitdem ist das Ganze halt auch mit Angst und Panik halt verbunden. Und solche Sachen, um halt so einfach präsenter zu werden, ist natürlich ein extremer Druck für mich. Ich bin auch sehr nervös. Aber ich nehme das halt einfach als liebevoller Herausforderung an. Und ja, das mit dir zusammen zu machen, Katrin, ist halt natürlich auch was total Tolles. Danke dir. Also ich bin wirklich sehr freudig aufgeregt, natürlich auch.

SPEAKER_01

Ja, wunderbar, dass du dich einfach so darauf eingelassen hast, dass du da dich zeigen zeigst, genau wie du bist, und nichts verstecken musst. Also, das ist jetzt wirklich so dein Raum, wo du vielleicht auch erzählen kannst. Vielleicht magst du auch etwas über deine Weiblichkeit erzählen, wie du groß geworden bist. Also vielleicht hast du da schon wie gemerkt, ah, da bin ich vielleicht nicht so mit meiner Weiblichkeit unterwegs oder was hat dich dazu gebracht, jetzt noch mehr in der Weiblichkeit unterwegs zu sein oder dir bewusst zu werden, das ist ein riesiges Potenzial, wenn ich dem Raum gebe.

SPEAKER_02

Ich muss gerade kurz einmal darüber nachdenken, wie das ist, wie ich aufgewachsen bin. Lässt sich auch wirklich ganz, ganz einfach beschreiben. Also ich bin auf einem Dorf groß geworden, in einem Haus mit meinen beiden Eltern, meiner Mama und meinem Papa, und ich habe zwei ältere Brüder. Daher würde ich sagen, der männliche Anteil hat ein bisschen mehr überwogen. Und meine Mutter ist auch eher so: sie trägt zwar auch Röcke gelegentlich oder Kleidchen, aber sie geht halt auch nicht stark in die Weiblichkeit. Sie hat halt auch nie so, sag ich mal, so die Vorzüge gelebt oder hat auch nie sich groß zurecht gemacht oder geschminkt oder ähnliches. Und da ist es gefühlt auch immer so, dass es mir total schwerfällt, wenn ich manchmal einkaufen gehe. Klar, manche Sachen sind mir bewusst, das sieht gut aus, das ist schön. Und manchmal denke ich mir auch so, okay, trägt man das jetzt so. Also gefühlt bin ich dann da so nicht wirklich modebewusst, weil ich das nicht so mitbekommen habe von meiner Mutter, würde ich sagen. Ja, und dann ja in der Schulzeit wurde man halt schon als Mädchen, sag ich mal, auch wahrgenommen. Irgendwann im Jugendalter wurde es dann halt natürlich auch mehr. In der Zeit, wo ich halt Außenseiter war, da hatte ich dann natürlich auch kurze Haare gehabt und auch nicht wirklich weiblich. Und dann danach hat sich das dann schon mehr entwickelt. Dann habe ich dann auch schon mehr Mädchenklamotten getragen. Dann habe ich auch eine Freundin gehabt, mit der wir uns halt immer abgesprochen haben, was für einen Föhnrock anziehen. Ja, okay, dann war die Ausbildung da gewesen. Auch ein, ja, würde ich sagen, männlicher Beruf, Konstruktionsmechanikerin. Also Mechaniker würde ich sagen, beschreibt es halt schon sehr gut. Ist natürlich ein schöner Beruf, man kann dort auch kreativ sein, hat schon auch die weibliche Seite ein Stück weit gefördert. Aber natürlich waren wir in einer Klasse nur fünf Mädchen. Das muss ich einmal kurz überlegen. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Mädchen, glaube ich, waren wir nur. Der Rest halt Jungs. Auch alles sehr männlich geprägt. Auch danach, wo ich in die Arbeit dann halt gekommen bin, auch alles sehr, sehr männlich geprägt. Ich habe in Schichten gearbeitet. Da waren die Weiblichkeit dann eher so, wenn man dann durch die Hallen gegangen ist, habe ich, kam ich mir eher vor, wirklich wie so ein Stück Fleisch teilweise. Also man hat sich wirklich sehr minderwertig gefühlt. Also wirklich nur auf, ja, da ist eine Frau wie so ein Stück Fleisch halt gefühlt. Ja, und irgendwann ist mir das Thema jetzt mit der Weiblichkeit, das wird halt einfach immer präsenter für mich, weil ich das Gefühl habe, dass die Rollen einfach total verschoben sind, dass viele Männer stark in die Weiblichkeit gehen, viele Frauen gehen stark in die Männlichkeit, durch die Berufe, dann auch durch. Aktuell ist es ja sehr, viele Frauen wollen halt auch einfach Karriere machen. Ja, die wollen in Führungspositionen gehen und dadurch geht halt auch viel Weiblichkeit einfach verloren, weil wir da den männlichen Part übernehmen müssen, das Extremaktive, wir müssen führen, wir müssen ja Macht ausüben. Das hat sich gefühlt für mich so irgendwie so dolle verschoben. Und da denke ich mir irgendwie so halt, stopp, nein, das möchte ich gar nicht. Also ich möchte gar nicht die eierlinge Wollmichsau sein, ich möchte eigentlich mehr Frau sein. Ich möchte wieder mehr zurückfahren. Ich muss auch in meinem Job, ich muss auch viel Männlichkeit übernehmen. Und gefühlt, ich hatte letztens den Impuls, dass ich mir gesagt habe, okay, ich kann jetzt aufhören, meinen Mann zu stehen, weil ich bin ja kein Mann, ich bin ja einfach eine Frau. Und ich möchte da halt einfach mehr zurückkommen. Und das ist ja auch etwas Schönes, zurückzufahren, nicht mehr so viel aktiv zu sein, sondern einfach auch mal empfangen, sich zurückzulehnen, mit dem Fluss des Lebens zu gehen. Ja, oder vielleicht auch mehr in die Kreativität gehen oder einfach auch mehr draußen sein, sich mit Mutter Erde zu verbinden. Und da ist ja auch die Weiblichkeit, genau, und sich auch mehr seinem, seinem Zyklus einfach auch bewusst zu werden. Das ist ja auch etwas, was halt so stark unter den Teppich gekehrt wurde, finde ich. Also, das wird ja nirgends irgendwie richtig gelehrt, was es bedeutet, den Zyklus der Frau zu leben oder diesen überhaupt zu haben. Das ist, ja, genau. Also das Thema Weiblichkeit, das ja, fließt halt gefühlt immer mehr zu mir oder immer mehr der Impuls, halt einfach, ich möchte einfach mehr an die Weiblichkeit leben. Deswegen trage ich auch mehr Röcke zur Zeit einfach. Genau. Und lebe es halt einfach ein bisschen mehr, dass ich ein weibliches Wesen bin. Es ist ja auch schön, eine Frau zu sein.

SPEAKER_01

Ich sehe dich jetzt gerade da auf Zoom und du hast eine rosarote Jacke an. Und ich finde, du siehst sehr, sehr weiblich aus. Also die Weiblichkeit, die dringt immer wie mehr durch. Auch so das Weiche, Warme. Und wir hatten jetzt viele Techie-Sitzungen zusammen, wo wir ausgetauscht haben. Und da hat sich, glaube ich, ganz viel auch verändert jetzt in deinem Feld. Also, wenn ich mich erinnere im September, als ich dich getroffen habe zu jetzt, da hat sich so vieles getan und du wurdest so viel weicher.

SPEAKER_02

Ja, gehe ich auch mit. Es war auch so oder es ist auch so auf den Seminaren, natürlich sind auch da halt mehr Frauen. Und ich dachte mir jedes Mal, Mann, die sind immer alle so schön und haben sich so schön gekleidet und auch viele Kleider und Dröcke. Es war natürlich auch immer eine schöne Jahreszeit, wo ich dann halt da war. Und ja, ich habe auch so viele Kleider und Röcke in meinem Kleiderschrank, aber die werden dann halt oder wurden meist nur angezogen für besondere Anlässe. Ein Geburtstag, ein bisschen größerer Geburtstag dann halt natürlich auch. Oder wenn man da mal was essen gegangen ist oder so. Das genau. Also, es hat mir halt auch geholfen oder halt auch zu sehen, wie schön die Weiblichkeit ja auch einfach sein kann. Wenn man jetzt halt nur das Rein Optische halt einfach auch mal sieht. Genau. Oder auch das Thema Figur ist auch so präsent bei mir. Also ich trage mittlerweile auch bewusst Kleidung, die mich vielleicht auch ja die weiblichen Rundungen vielleicht auch einfach ein bisschen mehr betone, was vorher eigentlich, oder ich bin halt auch stark geprägt, schlank zu sein. Was, glaube ich, viele Frauen auch einfach prägt und egal, wo man einen Gramm zu viel hat, das ist ein Gefühl, zehn Kilo zu viel. Dass ich das halt auch das halt lerne zu versuchen, halt immer mehr anzunehmen und dass ich halt auch wirklich bewusst Kleidung trage, wo es sogar aussieht, als wenn das mehr ist, als es eigentlich ist. Aber ich nehme es halt einfach an, weil es sieht ja trotzdem schön aus. Und wir Frauen haben ja nun mal unsere Rundungen. Und das ist ja halt nicht nur der Busen und der Po, ja, sondern auch unsere schöne Hüfte und dann halt auch diese schön geformte Taille. Das ist ja alles etwas Schönes. Etwas sehr, sehr Schönes. Und das darf halt auch einfach gezeigt und gelebt werden und auch gefühlt werden.

SPEAKER_01

Ja, zum Thema Gewicht, zum Thema Kilos zu viel. Ich glaube, da nehmen wir uns einfach gerade so ein paar Sekunden Zeit, um Pause zu machen. Ich denke, das ist so ein riesengroßes Thema im Feld der Frauen, wo wir uns wie auch damit versöhnen dürfen. Das ist so omnipräsent, wenn ich mit Menschen spreche. Also heute nicht mehr so wie früher, aber das ewige Gewicht abnehmen, das ist so omnipräsent im Frauenfeld.

SPEAKER_02

Ja, das stimmt. Man wird ja so darauf auch heruntergebrochen, sage ich mal.

SPEAKER_01

Also es löst bei mir auch gerade so Trauer aus, spüre ich. Denn da kommen dann so die Bilder von den Barbies aus der Kindheit. So Idealbilder aus den Zeitschriften und aus dem Fernseher. Wo dann so die Vorbilder da waren, wie man auszusehen hat, dann auch die ganze Model, Industrie und Szene.

SPEAKER_00

Das stimmt, ja.

SPEAKER_01

Und ich glaube, da geht es wirklich darum, dass wir uns wie zurücknehmen dürfen und uns einfach umarmen dürfen, genauso wie wir sind und uns annehmen. Und uns lieben, genauso wie wir da sind jetzt heute. Oder das hat ja auch irgendeinen höheren Sinn, was vielleicht für uns die Problemzonen sind.

SPEAKER_02

Genau. Genau, ja. Und das fühlt sich ja auch dann wie eine Erleichterung an, finde ich, wenn man sich halt immer mehr akzeptiert, so wie man ist. Ja, und manchmal sagt einem der Körper ja natürlich auch, wo vielleicht genauer hingeschaut werden möchte durch die Figur. Das kann einem ja auch vieles sagen.

SPEAKER_01

Oder auch über den Zyklus, oder in der heutigen Zeit, wo so viele Frauen große, große Zyklusbeschwerden haben. Weil halt immer wie gegen die Weiblichkeit dann gekämpft wird und das wird dann oftmals ja dann wieder aufgezeigt, während vor oder während der Menstruation, dass dann einfach teils große Schmerzen da sind, weil wir immer wieder über unsere Grenzen gehen und ja oftmals die Ruhe nicht gönnen, die wir vielleicht während der Phase oder vorher unbedingt gebraucht hätten. Ja, genau. Und das gesellschaftlich teils ist, hat es schon so den Raum eingenommen mit dem ganzen Zykluswissen, aber ich glaube, vielerorts ist es einfach noch nicht durchgedrungen.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_01

Was das alles macht, die ganzen Phasen mit einer Frau, das ist ja unglaublich, was da für Phasen durchgegangen werden. Und wir haben so eine Zykluse-Expertin in der Schweiz, das ist Josiane mit Quittenduft heißt das, das Label, das sie hat. Und die hat ein unglaublich schönes Buch geschrieben, den Zyklus mit den Vierjahreszeiten. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Also es lohnt sich echt, dieses Buch mal anzuschauen oder da mal auf ihre Webseite zu gehen, weil sie bringt das so locker, flockig gleich drüber. Und ist total inspirierend mit ihrer Art. Ich denke, ihr habt das sicher in Deutschland auch, jemanden, der das so näher bringt, der Bücher darüber geschrieben hat oder Workshops gibt zu diesem Thema.

SPEAKER_02

Das gibt es, das gibt es bestimmt. Ich versuche mich da erstmal so selber so ein Stück weit zu entdecken und zu fühlen. Und wenn mir dann manchmal der Impuls kommt, dann google ich halt auch bewusst nach manchen Dingen. Da hatte ich zum Beispiel letztens auch einfach den Impuls, spüre dich selbst. Was bedeutet das denn eigentlich überhaupt? Und da würde ich halt auch gerne einfach mal mehr reinfühlen, weil ich glaube, dass wir uns halt oft auch selber einfach nicht selber wahrnehmen und spüren können und es deswegen halt auch so schwerfällt, ja, sich selbst auch so anzunehmen, wie es ist.

SPEAKER_01

Auch so mit dem eigenen Zyklus zu forschen, oder?

SPEAKER_02

Genau.

SPEAKER_01

Uns die Zeit und den Raum auch zu schenken, da genauer hinzufühlen.

SPEAKER_02

Genau, genau, das stimmt, ja. Und ich habe, ich glaube, das war so vor vier Jahren, habe ich Eckertolle gelesen, jetzt. Und er hat es da so schön geschrieben, dass er meinte, also wir Frauen sind da richtig gesegnet damit, dass wir unsere Menstruation halt auch einfach haben, weil wir damit halt auch körperlich vieles einfach abfließen lassen können. Und ja, das hat es für mich halt auch voll schön eigentlich gemacht, weil jetzt jedes Mal, wenn ich mir denke, ich kriege jetzt mal eine Periode. Sonst war es eigentlich immer so, ach Gott, jetzt kriege ich meine Periode, gar keinen Bock drauf. Aber dann ist es so, ja, schön. Und vielleicht war auch gerade so eine Phase, wo ich mir denke, die halt wieder anstrengend war für mich selber, emotional oder vielleicht auch psychisch. Dann denke ich mir so, ja, und das lasse ich jetzt schön alles abfließen. Und der Gedanke daran ist dann halt auch einfach so schön, das wirklich einfach fließen zu lassen. Im Fluss des Lebens zu sein, ja. Genau, genau. Und da dürfen wir ja wirklich so dankbar dafür sein. Also ich weiß wirklich, wie sehr man das ja auch als Frau zum Teil verteufelt, wie eklig das für manche einen halt auch irgendwie ist. Ja, aber es gehört ja einfach zu uns dazu. Egal wie wir es finden, egal wie schlecht wir es finden, wir können es ja nicht einfach ablegen. Okay, mittlerweile ist viel möglich, aber es gehört ja halt einfach dazu. Und das kommt ja halt auch einfach immer wieder. Und das hat ja auch einfach seinen Grund.

SPEAKER_01

Ich spüre so ganz fest Menschen, die das dann so ablehnen. Ich glaube, da gibt es, da geht es auch darum, ganz tiefer reinzuschauen. Da ist irgendetwas mit der Weiblichkeit, was nicht im Gleichgewicht ist, was ins Gleichgewicht gebracht werden darf. Weil wir lehnen ja dann das Wichtigste der Weiblichkeit ab.

SPEAKER_02

Ja, das stimmt, ja. Und wir lehnen ja auch etwas ab, was ja zu uns gehört. Also das ist ja ein Teil von uns, lehnen wir ja schon wieder ab.

SPEAKER_01

Und vielleicht ist es auch so wichtig, deshalb auch die Schwesternschaft so zu leben und uns Frauen wieder viel stärker noch zu vernetzen, damit wir wirklich im Austausch sind mit diesen Themen und ja, gemeinsam so in die Zukunft streiten können.

SPEAKER_02

Ja, das stimmt, das wäre wirklich schön, ja. Ja, man spürt halt auch offen so unter Frauen, es ist halt so dieses Denken, dass man eine Konkurrentin halt einfach ist. Das ist ja gar nicht so.

SPEAKER_01

Ich glaube schon, das ist eine alte Geschichte, die noch läuft, wo wir bewusst aussteigen dürfen, oder? Genau. Ja, die Konkurrenz, ja.

SPEAKER_02

Genau, ja, was ist ja viel schöner, sich gegenseitig zu unterstützen, weil ich meine, gerade wir kennen das in so einem Körper halt zu sein. Und jeder kennt halt die Themen mit der Menstruation, mit den Stimmungsschwankungen, mit auch oft emotionales Essen und halt, ja, ich fühle mich halt nicht wohl in meinem Körper, ich fühle mich zu dick, ich fühle mich zu dünn. Wir kennen das, also ich glaube, da kann jede Frau das immer gut nachempfinden. Und warum sollten, also es wäre doch viel schöner, wenn wir halt einfach für uns da sein könnten, anstelle uns auch gegenseitig noch schlecht zu machen. Also das wäre ja viel wertvoller einfach. Da wäre ja auch da halt wäre die Energie halt viel schöner und viel wertvoller als in die Negativität halt einfach zu gehen.

SPEAKER_01

Wo bist du gerade unterwegs mit deiner Weiblichkeit? Was beschäftigt dich momentan gerade am stärksten?

SPEAKER_02

Ja, am stärksten würde ich sagen, es ist gerade, also ich bin Single zurzeit und da empfinde ich das als unglaublich schwierig, weil viele Männer ihre Aktivität einfach zurückschrauben und sagen, ja, die Frauen wollen ja Gleichberechtigung und da gehe ich jetzt halt zurück. Die können ja auch mal schreiben oder die können ja auch mal mehr Fragen stellen und also die ziehen sich bewusst zurück, gehen dann da halt wirklich mehr ins Passive. Und ja, ich als Frau darf dann halt wirklich den aktiven Teil übernehmen und halt ja viele Fragen stellen, Fragen, ob man sich nicht treffen möchte und das auch nicht nur einmal. Und ja, das empfinde ich da halt wirklich gerade schwer. Also da finde ich es halt ja sehr schwer, die Weiblichkeit zu leben, weil gerade wenn ich ja halt auch wirklich, sag ich mal, ein größeres Interesse habe an einem Mann, also dann will ich ja natürlich auch mit ihm ins Gespräch kommen und dann lebe ich ja halt auch mehr das Aktive halt wieder, anstelle dass ich mich halt zurücklehne. Und ich meine, wenn ich mir so ein bisschen die Natur anschaue, dann sind es ja doch immer die Männer, die die Frauen umgarnen. Es sind immer die Männer, die das prachtvolle Kleid halt anhaben oder die prachtvolle Mähne haben. Und das sind die, die immer sehr bunt sind und es sind immer die, die Frauen umwerben. Ja, also wenn ich, wenn ich einfach nur, ich glaube, Tauben hat ja jeder überall und das ist immer so witzig zu beobachten, die Männer, die umgarnen ja das Täubchen, dann das ist ja immer so schon niedlich, weil die geben sich so viel Mühe und die hören halt einfach nicht auf. Die sagen sich ja auch nicht irgendwann, so gut, okay, jetzt habe ich drei Frauen angesprochen, jetzt müssen die halt mal. Das machen die ja auch nicht. Weil die wissen ja, dass es deren Part halt einfach ist. Ja, da finde ich das halt besonders schwer gerade.

SPEAKER_01

Ich glaube, das ist ein großes Thema bei uns Frauen. Also ich kenne das ja auch aus eigener Erfahrung und finde, ja, es ist auch so wichtig da, dass nicht die Frauen dann so die Königinnen spielen müssen und Kriegerinnen zugleich, sondern auch wirklich die Empfangenden sein dürfen, sein können. Und dass wirklich auch das Feld dann ein Stück weit vom Mann gehalten wird. Ich glaube, das ist wirklich ein großes Thema. Also du fühlst es genauso, oder?

SPEAKER_02

Ja, auf jeden Fall. Also ich meine, also ich will damit nicht sagen, dass ich mich jetzt nur noch zurücklehnen möchte und so auf einen Brief nach dem nächsten warte oder dass mich ein Mann nach dem nächsten anspricht, das erwarte ich jetzt ja natürlich auch nicht. Also ich finde, man darf ja natürlich auch als Frau dem Mann halt dann das Gefühl geben, dass man natürlich interessiert, das ist ja keine Frage. So, aber den aktiven Teil, das darf halt ja wirklich der Mann übernehmen, finde ich. Also wieder in seine, es hört sich jetzt ja doof an, aber er darf halt einfach wieder in seine Rolle kommen.

SPEAKER_01

Ich glaube, es geht da auch ganz stark um Männlichkeit. Weißt du, dass die Männer eben wirklich teils die Rolle verloren haben, ihre Männlichkeit voll zu leben?

SPEAKER_02

Ja. Ja, genau. Und ich kenne das auch wirklich so aus einem Freundes- oder Bekanntenkreis oder ich mache jetzt auch noch eine Fortbildung im energetischen Arbeiten. Und da ist halt wirklich oft das Thema, dass die Frauen halt auch zu Hause extrem viel, viele männliche Sachen machen. Und ja, denen ist es auch bewusst, manche schaffen es auch schon, so ein Teil wieder abzugeben, zurück an den Mann. Aber dann ist ja auch etwas wieder, dann läuft ja wieder auch so ein Programm, wenn die das dann halt abgeben wollen, dann können sie das halt nicht. Ja, weil wir ja auch ganz lange auch wieder jetzt darauf konditioniert wurden, dass wir Frauen, wir Frauen müssen gefühlt gerade alles sein. Wir Frauen müssen den weiblichen Part und auch den männlichen Part übernehmen. Wenn jetzt, wenn ich jetzt überlege, wenn eine Frau komplett in die Männlichkeit geht, dann kommt halt wieder dieses Ohr, guck mal, was für ein Mannsweib das ist. Ja, weil das dürfen wir ja auch nicht. Wir müssen ja trotzdem immer noch weiblich sein und wir müssen ja trotzdem auch immer noch diejenigen sein, die halt die Kinder austragen und gebären, ist ja auch logisch, das ist ja auch etwas ganz Natürliches und etwas Schönes. Aber ja, das dürfen wir ja trotzdem nicht ablegen. So, und die Männer legen nicht alle, ja, das ist halt gerade so eine akute Wahrnehmung, die ich halt einfach habe, ja, ich möchte jetzt jetzt auch nicht sagen, dass alle Männer so sind. Es gibt ja auch noch viele Männer, die ihre Männlichkeit halt leben und sich das auch bewusst und auch mehr an das Thema reingehen. Aber gefühlt sind es halt die Männer, die, die dann halt männliche Anteile abgeben und dann halt, ja, und das ist dann halt in Ordnung. So, aber die Frau muss dann den männlichen Teil annehmen, um das Ganze zu kompensieren, ist ja auch nicht irgendwie nicht richtig. Das ist so ein Ungleichgewicht halt auch einfach gerade da. Also ich habe auch wenn ich, wenn ich so auf der Arbeit so manche Frauen halt mitbekomme, ich habe Mitgefühl mit denen, wo ich mir denke, was tust du da eigentlich gerade? Ja, so gerade die, die halt immer in diese Führungsposition dann halt einfach reingehen und Mutter sind, Kinder in die Welt setzen, die Kinder mit nach drei Monaten oder nach einem Jahr dann schon wieder abgeben, um dann halt einfach auf der Arbeit präsent zu sein und halt dort auch ihre Entwicklung voranzuschreiten. Also ich weiß nicht, wem sie da etwas Gutes tut.

SPEAKER_01

Ich glaube, da ist es ganz wichtig, dass wir einfach wie unseren weiblichen Weg gehen und Findenden zu gehen. Genau. In der Balance, dass es wie dass wir auch empfangen bleiben können. Genau. Gibt es noch etwas so zum Schluss, was du gerne noch so teilen würdest, was dir so wichtig ist?

SPEAKER_02

Ja, also gerade hatte ich noch so den Impuls, irgendwie auch zu sagen, dass es ja natürlich nicht schlecht ist, dass die Weiblichkeit halt auch ein Stück weit in das männliche Bild halt einfließt, weil ich glaube, das ist ja alles immer so ein Geben und Nehmen und ich glaube, wir ergänzen uns da halt auch wirklich sehr gut und wir haben ja auch unsere männlichen und weiblichen Anteile halt einfach in uns. Ich möchte das jetzt halt nicht darstellen, dass wenn das etwas Schlechtes wäre, dass die Weiblichkeit halt stark eine männliche Tat halt übernimmt. Wir können halt voneinander profitieren, aber dennoch davon uns halt einfach einräumen, halt auch einfach weiblich zu sein. Und eher die passive Kraft sind. Ja, und nicht die treibende aktive Kraft. Also das wäre schön, wenn das wieder so ein bisschen mehr ins Gleichgewicht kommen würde. Und dass die Frauen noch alle mehr ihre Weiblichkeit wiederfinden und sie auch mehr leben.

SPEAKER_01

Wow, ich danke dir ganz herzlich, Christine. Dass du Podcast-Raum warst, dass du dir Zeit genommen hast, dich zu zeigen. Und ja, wir bleiben dran. Bei uns geht es weiter mit Techie. Wir werden mit der Weiblichkeit noch weiter unterwegs gehen und forschen damit. Und ich werde dich noch verlinken. Du bist auf Facebook unterwegs. Wenn sich jemand an dich wenden möchte, da mache ich den Link dazu. Und bedanke mich einfach ganz herzlich dafür, dass du da warst. Vielleicht möchtest du dich auch noch verabschieden.

SPEAKER_02

Ja, von mir auch. Danke, liebe Katrin. Das war ja eine schöne Erfahrung, jetzt einfach mal in einem Podcast teilzunehmen. Ja, es hat mir auch Spaß gemacht. Und irgendwann geht auch diese Aufregung halt einfach. Und dann ist es so, wie als würden wir uns halt einfach ganz normal austauschen. Und das war ja wirklich schön. Also danke für die Erfahrung. Danke, dass du mich gefragt hast. Genau. Und ich freue mich auf unser gemeinsames Wirken weiterhin mit Teki.

SPEAKER_01

Da freue ich mich auch sehr darauf. Und vielleicht gibt es dann irgendwann mal einen zweiten Podcast. Das lasse ich gerne so stehen. Und bedanke mich bei dir und bei den Zuhörern und Zuhörerinnen für das Dabeisein und wünsche eine wunderbare Zeit, eine wunderbare Sommerzeit mit zwischendurch kühleren Tagen. Es war ja jetzt teils sehr heiß. Und ja, bis zum nächsten Mal. Alles Liebe und Dankeschön.